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Radioforum
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Skeletor, Seltener Besucher, Sebastian Dohrmann, Japhi, Hallenser, Peter Schwarz, RheinMain701, Nohab, ruhrdx, Habakukk

Radio Herne vor Einstellung?!

Startbeitrag von Japhi am 13.05.2013 19:40

http://www.halloherne.de/kultur/8809-radio-herne-von-schlie%C3%9Fung-bedroht

Die Betriebsgesellschaft von Radio Herne kündigt zum 31. Dezember 2013. Das muss nicht zwingend die Einstellung bedeuten, wenn sich die Veranstaltergemeinschaft eine neue Betriebsgesellschaft sucht. Derzeit wird wohl um höhere Zuschüsse bei der LfM verhandelt.
Grund ist, dass Radio Herne die Westfunk/WAZ Mediengruppe nur Geld kostet und angeblich seit dem Sendestart 1990 noch nie schwarze Zahlen geschrieben hat.

Allerdings: Auch Radio Ennepe-Ruhr sendet noch, wo doch die Einstellung kurz bevor stand. Damals wollte sunshine live einsteigen.

Antworten:

Laß mich raten, am Ende wird das Westfunk Funkhaus-Modell angewendet. Welcher Sender wurde noch gekündigt? Der ursprünglilcher Plan sah vor Jahren zusammenlegung von

DU + KW
E + MH/OB
BO + HER
HA + EN
vor.

Helmut G. Bauer (2003): "Weitere Maßnahmen sind sog. Funkhausmodelle, bei denen verschiedene Sender gemeinsame Einrichtungen teilen, was zu einer Kostenreduzierung führt."

Herne hat eine gute Frequenz, nur der Standort könnte besser sein. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, Medienkrise und der LfM steht vor einer Novellierung. Nur die Vergabe der zweiten Hörfunkkette an Radio NRW kann Radio Herne retten. ;-) Die arme Redaktion wird zum Spielball der Politik.

von Seltener Besucher - am 14.05.2013 00:05
Sollte man nicht endlich mal damit beginnen einige Verbreitungsgebiete miteinander zu verschmelzen....also quasi eine Gebietsreform beim Lokalfunk.
Auch im Hinblick auf diese fruchtlosen Versuche wie z:B den Kreis Olpe in den Lokalfunk miteinzubeziehen.

Für eine Gebietsreform im Ruhrgebiet wären sogar noch einige Funzeln frei (ex D-Radio) ..für möglichen weiteren Frequenzbedarf;-)

von Skeletor - am 14.05.2013 07:33
Zitat
Seltener Besucher
Nur die Vergabe der zweiten Hörfunkkette an Radio NRW kann Radio Herne retten.


Ist denn da überhaupt ein Interesse vorhanden bei Radio NRW ?
Die Ex Dradio Frequenzen verstauben bei der Staatskanzlei in der Schublade.
Die LfM hat ein UKW Gutachten erstellen lassen und bis jetzt hat man sich nichts davon angenommen um eine halbwegs zusammenhängende UKW Kette ausschreiben zu können.

Da wäre sicher mehr Bewegung bei dieser Frage,wenn die Verleger um Radio NRW ernsthaft Interesse bekunden würden ein weiteres Programm zu veranstalten.

Die UKW Situation in NRW ist doch dermaßen festgefahren dass man gar nicht ernsthaft fragen muß,was geschieht, wenn BFBS alle Frequenzen räumt. Für die 103,0 Bielefeld wirds sicher Funkhaus Europa oder Deutschlandradio.Die restlichen noch-BFBS Frequenzen werden auch im "Archiv" verschwinden.

Das ist meine persönliche Einschätzung zur UKW Zukunft in Nordrhein-Westfalen;-)

von Skeletor - am 14.05.2013 08:01
Zustimmung. Viel wird da nicht passieren. Gerade die Westfunk hätte Möglichkeiten. Einfach die unrentablen Lokalsender mit einem anderen Rahmenprogramm/Format als Zusatz laufen lassen. So hätte ein etwaiges Jugendradio (als Beispiel) mit den Frequenzen von Antenne Ruhr, Radio Herne und Radio Ennepe Ruhr eine quasi flächendeckende Ruhrgebietsversorgung.

von Japhi - am 14.05.2013 09:20
Eine Zusammenlegung von Sendegebieten ist für die verschiedenen Sender kontraproduktiv, da dann wieder die durchs Lokale bestimmte Hörerbindung flöten geht. Aus diesem Grund hat man ja z.B. Oberhausen und Mülheim getrennt. Eher wird man den lokalen Anteil in Herne einfach noch stärker reduzieren..

von ruhrdx - am 14.05.2013 10:23
Jungs, wie weltfremd seid Ihr? Habt nichts davon gehört, dass es jetzt auch KFZ-Zeichen für einige Ruhrgebietsstädte gibt, die ein Kreis- bzw. Stadt-KfZ-Zeichen hatten. Das sagt doch einiges über die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Stadt aus. Es ist kein Mensch Ruhrgebietler oder Ennepe-Ruhr-Kreisler sondern Wittener, Wattenscheider usw. Die Westfunk muß also einen Lokalsender für Wanne-Eickel und Wattenscheid starten. Das wurde auch bei Antenne Ruhr versucht. Radio Ennepe Ruhr trennt sein Programm schon länger, Welle Niederrhein seit einem Jahr. Die Nachrichten und Werbung werden auseinander geschaltet. Das machen die nur deshalb, weil es den Krefelder nicht interessiert was in Viersen passiert und Breckerfeld dem Wittener am A.. vorbei geht. Eine Zusammenlegung ist eher unwahrscheindlich.

Den Kreis Heinsberg wollte auch keiner haben, auch als in Aachen eine Gebietsreform anstand.
Der Weg führt erst über die Suche einer neuen BG. Jetzt ist Herne keine Unistadt und keine Jugendwelle wird sich für diese Stadt interessieren. Wenn ein Anbieter die D-Radio-Frequenzen bekommen würde und zusätzlich für Herne 3 Stunden Lokalprogramm produzieren würde, könnte sich jemand finden.

Wer sind die Freiwilligen die in NRW ein Lokalradio übernehmen wollen. Bei Radio Ennepe-Ruhr war es nur Sunshine Live, die senden schon über DAB. NRJ verläßt Deutschland. Gibt es noch freiwillige die nicht auf der Verlagsebene mit der WAZ oder einem an Radio NRW beteiligten Verlag verbudnen sind? Wie groß ist der Anteil der russichen Aussiedler in Herne, dann könnte Impala sich beteiligen :D

RUHRGEBIET:

BOCHUM:
WAT Wattenscheid

ENNEPE-RUHR-KREIS:
WIT Witten

HERNE:
WAN Wanne-Eickel

KREIS RECKLINGHAUSEN:
CAS Castrop-Rauxel
GLA Gladbeck

KREIS UNNA:
LÜN Lünen

KREIS WESEL:
DIN Dinslaken
MO Moers


AUSSERHALB DES RUHRGEBIETS

BLB Bad Berleburg
JÜL Jülich
LP Lippstadt

von Seltener Besucher - am 14.05.2013 10:35
Zitat
ruhrdx
Eine Zusammenlegung von Sendegebieten ist für die verschiedenen Sender kontraproduktiv, da dann wieder die durchs Lokale bestimmte Hörerbindung flöten geht. Aus diesem Grund hat man ja z.B. Oberhausen und Mülheim getrennt. Eher wird man den lokalen Anteil in Herne einfach noch stärker reduzieren..


Gerade wenn Herne mit Bochum zusammengelegt wird, wird die Quote geringer, es seid denn die Redaktion und die Räume werden zusammengelegt, das Programm bleibt unter dem gleichen Namen bestehen und wird in Bochum produziert. Dann bekommt Herne eine Sonderregelung und wird nur 3 Stunden senden + Lokalnachrichten von Morgens bis Abends.
Die sparen Raummiete, Radio NRW-Heranführungskosten, Technik und Personal ein.

von Seltener Besucher - am 14.05.2013 10:41
Vorhin im DAB-NRW-Thread gesehen:
http://www.radioszene.de/54005/radio-herne-bald-weiser-fleck-im-nrw-lokalradioverbund.html

Wir sollten dann hier weiterdiskutieren, damit der andere Thread wieder On-Topic werden kann.

von Nohab - am 22.05.2013 18:45
Zitat
http://www.radioszene.de/54005/radio-herne-bald-weiser-fleck-im-nrw-lokalradioverbund.html
Die Formatierung des gesamten NRW-Netzes andererseits auf “jung” zu trimmen, bedeute eine Quadratur des Kreises, sagt ein ungenannt bleiben wollender Repräsentant aus dem Kreis der BGs. Er hält das System kaum für reformfähig, schon weil die Mitglieder der Veranstaltergemeinschaften in den einzelnen Lokalradios zusammen mit ihrem Programm in Ehren ergraut seien. Diese Vertreter der gesellschaftlichen Kräfte repräsentierten insofern eben nicht mehr die junge Mediengesellschaft. Nachgerade symptomatisch sei -so der BG-Mann weiter-, dass da häufig bei VG-Sitzungen Mobiltelefone auf dem Konferenztisch lägen, bei denen zweifelhaft sei, ob man mit denen überhaupt telefonieren könne…


Und ich dachte immer ein Privatradio will/muß viele Hörer haben. Die sollten das Programm verjüngen, mal sehen ob sie gegen 1 Live ankommen. Mehr hörer werden sie nicht gewinnen. Woher auch? Altes Denken, nur junge Hörer wären interessant für die Werbewirtschaft.

von Seltener Besucher - am 23.05.2013 13:59
Zielgruppen,die für die Werbewirtschaft interessant sind und Gruppen,die auch eine Kaufkraft aufweisen können sind nicht zwangsläufig in der selben Alterskategorie zu finden;-)

von Skeletor - am 24.05.2013 07:13
Zitat
Skeletor
Zielgruppen,die für die Werbewirtschaft interessant sind und Gruppen,die auch eine Kaufkraft aufweisen können sind nicht zwangsläufig in der selben Alterskategorie zu finden;-)


Und davon hören noch wieviele Radio?

Außerdem hatte Radio NRW schon Powerradio gehabt. Das wurde damals weder über das Internet, noch über Satellit und Kabel verbreitet. yourzzz.fm macht heute mehr Werbung für sein Programm als Powerradio damals.

von Seltener Besucher - am 24.05.2013 07:31
Zitat
Seltener Besucher
Zitat
Skeletor
Zielgruppen,die für die Werbewirtschaft interessant sind und Gruppen,die auch eine Kaufkraft aufweisen können sind nicht zwangsläufig in der selben Alterskategorie zu finden;-)


Und davon hören noch wieviele Radio?

Außerdem hatte Radio NRW schon Powerradio gehabt. Das wurde damals weder über das Internet, noch über Satellit und Kabel verbreitet. yourzzz.fm macht heute mehr Werbung für sein Programm als Powerradio damals.


Da mußte bei Radio NRW nachfragen,warum Power Radio so stiefmütterlich in Szene gesetzt wurde (Politikum?)....keine Lust auf DAB ?
Auch sagt die Nichtbeteiligung bei der DAB+ Ausschreibung letzten Herbst eigentlich alles.

Und freie UKW Frequenzen will man doch auch nicht für ein Dein.fm oder ähnliches.
Ich werde das Gefühl nicht los,dass die LfM sogar froh ist, keine UKW Frequenzzuweisung seitens der Landesregierung zu erhalten,damit man auch ja keine Ausschreibung starten muß.

von Skeletor - am 24.05.2013 07:38
Im schwarz-gelben Forum wird spekuliert, wie es generell mit den Lokalradios in NRW weitergeht, ob evtl. mehr Zusammenlegungen verschiedener Sender sinnvoll wären. (z. B. Welle NR und Antenne NR)

Aus der Region hier, um Bonn, ließe sich meiner Meinung nach schon etwas Luft schaffen, wenn man Radio Euskirchen in Radio Bonn/Rhein-Sieg mit integrieren würde. Denn der ganze Kreis Euskirchen orientiert sich stark Richtung Bonn und Köln. Radio EU ist sowieso sehr klein. Ggf. auseinander geschaltete Lokalnachrichten, analog zu Radio Ennepe Ruhr. Auch den Oberbergischen Kreis könnte man mit ins Boot holen. Der Rheinisch-Bergische Kreis würde von Radio Köln mitversorgt. Im Prinzip liefe es auf eine ähnliche Einteilung wie bei den WDR Lokalzeiten hinaus.

von Sebastian Dohrmann - am 24.05.2013 07:52
Das einzig Sinnvolle wäre eine Zusammenlegung zu Ballungsraumradios, die auch ohne das Schutzmäntelchen des NRW-Lokalfunkmodells tragbar sind. Die restlichen Frequenzen können dann für alternative Angebote (landesweite Programme, Stützfrequenzen für bundesweite Programme und nichtkommerziellen Lokalfunk) verwendet werden. Schwups, hätten wir Vielfalt in NRW!

von Peter Schwarz - am 24.05.2013 08:16
Woran hakt denn jetzt eigentlich die Zuweisung der ex-DRadio-Frequenzen an dieses DeinFM-Jugendradio? Wer muesste da was jetzt machen?

von Habakukk - am 24.05.2013 08:18
Soweit ich weiß, liegen die Frequenzen im Moment bei der LfM. Der nächste Schritt wäre eine Ausschreibung, aber still ruht der See.

von Sebastian Dohrmann - am 24.05.2013 08:24
Zitat
Habakukk
Woran hakt denn jetzt eigentlich die Zuweisung der ex-DRadio-Frequenzen an dieses DeinFM-Jugendradio? Wer muesste da was jetzt machen?


1. Versucht man überhaupt aus den Vorschlägen des UKW Gutachtens die ex D-Radio Frequenzen mit weiteren Kapazitäten zu ergänzen,
um annähernd eine UKW Kette zu bekommen,wenigstens für das Rhein-Ruhr Gebiet.

2. Frequenzzuweisung der Landesregierung an die LfM ,damit auch eine Ausschreibung starten kann.

3.Gibt es seitens von Radio NRW überhaupt noch Interesse an einem Projekt Dein.FM ?

von Skeletor - am 24.05.2013 08:25
Zitat
Sebastian Dohrmann
Soweit ich weiß, liegen die Frequenzen im Moment bei der LfM. Der nächste Schritt wäre eine Ausschreibung, aber still ruht der See.


Nein..ich gehe davon aus,die Frequenzen sind noch immer bei der Staatskanzlei in der Schublade

von Skeletor - am 24.05.2013 08:26
Ah, ok. Danke für die Info. Dann stellt sich aber die Frage wieso die Staatskanzlei hier nichts tut. Es gab doch auch mal dieses ominöse Gutachten über die Frequenzen in NRW, vor allem was rauszuholen wäre. Die Konsequenzen daraus dürften ja wohl inzwischen gezogen sein. Na ja, der Amtsschimmel wiehrt und hat Mundgeruch. ;)

von Sebastian Dohrmann - am 24.05.2013 08:30
Eine Ausschreibung freier UKW Frequenzen in NRW wäre sowieso mal spannend.
Es gäbe sicher einige Interessenten.

UKW Gutachten gab es mittlerweile schon zwei.
Das erste 1999, inklusive "Runder Tisch",als man dem WDR eine Überversorgung nachweisen wollte, um dem Lokalfunk eine bessere Frequenzausstattung zu ermöglichen.

Und das aktuelle Gutachten ,um die ex Dradio Frequenzen mit weiteren Kapazitäten ergänzen.zu können.;-)

von Skeletor - am 24.05.2013 08:52
Angeblich gab es doch "Konsultationsgespräche" (welch nette Umschreibung für "Lobbyistenfilztreffen", Klüngelei und Mauschelei, sollte man für die Wahl zum Unwort des Jahres vorschlagen). Natürlich hinter schalldichten Türen. Die Katze schön im Sack lassen...und aussitzen, bis keiner mehr danach kräht. Schöne Demokratie habt ihr da!

von Peter Schwarz - am 24.05.2013 13:19
Zitat

FUNKE MEDIENGRUPPE: Aus für Radio Herne ist besiegelt



http://www.radiowoche.de/meldungen/1/12888/funke-mediengruppeaus-fuer-radio-herne-ist-besiegelt/

von Hallenser - am 26.05.2013 11:12
Es wäre einfacher gewesen, sich in "Radio Wanne-Eickel" umzubennen. Wanne-Eickel ist ein Eisenbahnknotenpunkt und regional durchaus bekannt. Herne ist ein Dorf von dem nie jemand etwas gehört hat.

von RheinMain701 - am 26.05.2013 11:23
Herne-West ist doch sogar ein Fussballverein...:D

von Hallenser - am 26.05.2013 11:25
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