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Ausfall des Audio-Signals/ technische Probleme beim WDR

Startbeitrag von ardey.fm am 14.05.2013 08:06

Eben um 9.45 Ausfall des Audio-Signals auf allen (?) WDR-Frequenzen (zumindest Langenberg, Münster, Schwerte)...Audio ist inzwischen wieder da, auf WDR5 läuft jetzt eine Pannenschleife...
was ist da denn abgeraucht?

Antworten:

Zur exakt gleichen Zeit sind für ca. 12 min. Bild und Ton beim TV-Programm Phoenix ausgefallen.
Zusammenhang ?

von SagittariusA - am 14.05.2013 08:08
WDR 4 vom Bielstein läuft noch, ich werde die ganze Zeit damit terrorisiert... :kotz:

von Hallenser - am 14.05.2013 08:09
Stromausfall?

von Jassy - am 14.05.2013 08:13
Popmusik auf wdr 5? WDR 2 scheint nicht komplett betroffen zu sein, da laufen ja derzeit die Regionalprogramme.
Edit: Auf WDR 5 ist seit 10:23 wieder alles normal. Im Programm wurde Stromausfall vermeldet, aber offensichtlich mit großem Knall. Es können keine Hörer ins Studio durchgestellt werden. Scheint was größeres gewesen zu sein.

von rolling_stone - am 14.05.2013 08:18
Starker Stromausfall lt. WDR2. Allerdings sind Computer usw. wohl nicht einsatzbereit, denn man fährt ein "Notprogramm". Wetter gerade über Telefon.

von pfennigfuchser - am 14.05.2013 08:24
Bitte aufnhemen!!!

von Sebastian Dohrmann - am 14.05.2013 08:46
Hab ich leider verpeilt, sorry.

von rolling_stone - am 14.05.2013 08:50
Da die lokalen WDR-Hörfunk-Studios autark arbeiten und im Falle eines Aufalls von WDR2 aus Köln in Ihrer Region einspringen können/müssen, wüsste ich gerne, was in welcher Region gesendet wurde.

von Boombastic - am 14.05.2013 08:50
Also Bonn, Köln, Langenfeld waren auch alle weg (Leerträger).

DVB-S war auch betroffen, dort waren das WDR-Fernsehen und die Hörfunkprogramme komplett weg.

EDIT: Gerade kommt die Meldung bei WDR 2, dass nach dem Stromausfall wieder alles normal sei. Bildschirme würden wieder alle laufen.

von Manuel M. - Bonn - am 14.05.2013 08:52
Zitat
Boombastic
Da die lokalen WDR-Hörfunk-Studios autark arbeiten und im Falle eines Aufalls von WDR2 aus Köln in Ihrer Region einspringen können/müssen, wüsste ich gerne, was in welcher Region gesendet wurde.


Soweit ich es beurteilen konnte, lief über Zattoo um 10.15 alles nach Plan (auch die Lokalzeit aus Köln).

von rolling_stone - am 14.05.2013 08:59
Zitat
express.de
Wie ein WDR-Sprecher in Köln sagte, war das Hörfunksendezentrum von dem massiven Stromausfall betroffen. Es konnten keine Signale mehr zu den Sendern herausgehen. Die Havariesysteme seien erst nach sechs Minuten hochgefahren.

Dann ist der Satelliten-Uplink auch im Hörfunkzentrum angesiedelt?:rolleyes:

von rolling_stone - am 14.05.2013 09:49
Der Uplink steht in Langenberg. Aber wenn da kein Signal mehr ankommt können die auch nichts uplinken.

von Marc_RE - am 14.05.2013 11:08
Zitat
Marc_RE
Der Uplink steht in Langenberg. Aber wenn da kein Signal mehr ankommt können die auch nichts uplinken.

Logisch.Danke für die Info.

von rolling_stone - am 14.05.2013 11:19
Es werden immer mehr Details bekannt.
Zitat
Kölner Stadt-Anzeiger
Vom Sender Langenberg aus wurde dann bis gegen 10.15 Uhr ein Notprogramm ausgesendet. "Das ist eine Programmschleife, die für solche Fälle vorbereitet ist, damit die Leute nicht denken, ihr Radio ist kaputt," sagte ein Sprecher.
WDR 2 sei als erstes wieder auf Sendung gewesen, nach und nach seien auch die anderen Programme und das Internet wieder hochgefahren worden. Man sei auf der Suche nach der genauen Ursache, twitterte der WDR gegen halb 12. Eine weitere Stunde später folgte dann die Erklärung: Ein Stromausfall war schuld. [...]Von dem Ausfall war nur ein sendeinternes Stromnetz im Funkhaus betroffen.


von rolling_stone - am 14.05.2013 11:28
Der komplette ARD-Radiotransponder - ink. rbb kulturradio, nordwestradio und mdr Klassik - meldete in der Zeit kein Signal.

Eigenartig.

gb

von gb - am 14.05.2013 12:17
Nicht so ganz eigenartig ;-) Der Radiotransponder wird im WDR-Sender Langenberg geuplinkt (was ein Wort :D)

von Japhi - am 14.05.2013 12:19
Aha!

Wieder etwas dazu gelernt. Merci.

gb

von gb - am 14.05.2013 12:23
Wäre da nicht ein Ersatz-Uplink für den ARD-Transponder sinnvoll, wenn alle deutschen ÖR-Radios über Astra ausfallen?

von HansEberhardt - am 14.05.2013 12:31
Der Uplink ist ja nicht ausgefallen. Ich denke mal, der Transponder wird auch in Köln gemuxxt.
Willst du hier für mehrere Millionen eine doppelte Infrastruktur aufbauen, die wenige Minuten im Jahr genutzt wird? Was die KEF wohl dazu sagen würde? ;-)

von Boombastic - am 14.05.2013 12:38
Es würde ja schon ausreichen die extra dafür angeschafften Notstromagregate sauber zu warten so das es erst gar nicht zu einem 6 minütigen Komplettausfall kommen kann. Plus X Minuten bis wieder alles hochgefahren wurde versteht sich.

von Spacelab - am 14.05.2013 14:42
Zitat

Willst du hier für mehrere Millionen eine doppelte Infrastruktur aufbauen, die wenige Minuten im Jahr genutzt wird? Was die KEF wohl dazu sagen würde? ;-)

Doppelte Infrastruktur ist nicht einmal nötig wenn man sein Hörfunkprogramm nicht zentral an einer Stelle produziert.

Daher die Frage:
Sitzen denn alle WDR Radioprogramme mittlerweile an einem Standort? Früher war doch mal 1Live woanders untergebracht und wurde auch schon kurzzeitig als Notfallprogramm aufgeschaltet. Umgekehrt wurde bei einer 1Live Störung auf WDR2 geschaltet.

Und anstatt auf ein Notband zu setzen kann man heut zu tage meiner Meinung nach lieber ein beliebiges anderes passendes ARD Programm aufschalten das dann wenigstens Nachrichten und Infos bietet. In Langenberg hat man doch alle Signale und in der Nachtstunde übernimmt man doch auch schon bei WDR2 den NDR. Schade das beim WDR keine Techniker wie beim ZDF arbeiten, deren SRF Übernahme während der EM war einfach nur :spos:

Wie machen es die anderen ARD Programme:
- MDR:
Nichtnutzbarkeit des Studio in Halle:
Aufschaltung eines Landesstudios für die betroffenen Sender (z.B. mdr info) meist MDR1 SA

- SWR:
SWR1/SWR4:
Übernahme des jewiligen anderen Regionalprogrammes
SWR3:
Übertragung aus einem anderen Studio, dann ohne lokale Fenster bzw. als statische "Pfalz und Baden" Trailervariante

Edit: Es muss natürlich SRF und nicht SF heissen.

von Funkschatten - am 14.05.2013 14:54
Zitat
Funkschatten
Daher die Frage:
Sitzen denn alle WDR Radioprogramme mittlerweile an einem Standort? Früher war doch mal 1Live woanders untergebracht und wurde auch schon kurzzeitig als Notfallprogramm aufgeschaltet. Umgekehrt wurde bei einer 1Live Störung auf WDR2 geschaltet.


1Live sitzt meines Wissens nach noch immer an einem anderen Standort. Aber ich vermute mal dass das Sendesignal dennoch erstmal durchs WDR-Funkhaus läuft ehe es auf die Sender geht, anders wäre der Ausfall für mich in diesem Fall nicht zu erklären.

von Stuenie - am 14.05.2013 16:09
Zitat
Funkschatten
Zitat

Willst du hier für mehrere Millionen eine doppelte Infrastruktur aufbauen, die wenige Minuten im Jahr genutzt wird? Was die KEF wohl dazu sagen würde? ;-)

Doppelte Infrastruktur ist nicht einmal nötig wenn man sein Hörfunkprogramm nicht zentral an einer Stelle produziert.

Daher die Frage:
Sitzen denn alle WDR Radioprogramme mittlerweile an einem Standort? Früher war doch mal 1Live woanders untergebracht und wurde auch schon kurzzeitig als Notfallprogramm aufgeschaltet. Umgekehrt wurde bei einer 1Live Störung auf WDR2 geschaltet.

1LIVE ist zwar umgezogen, aber immer noch an einer anderer Stelle als die anderen WDR-Programme. Da aber alle Signale durch's zentrale Funkhaus Köln laufen müssen, ist es völlig unerheblich wo die Sender sitzen. Wenn die Zentrale tot ist, kann man eben nichts aufschalten.

von Sebastian Dohrmann - am 14.05.2013 16:13
@ Spacelab: Auch das nützt nur bedingt, wenn Du beispielsweise einen Kabelbrand hast oder einen Schaden in einem Verteilerschrank, wo Normalnetz und Ersatznetz bzw. USV zusammenlaufen. Es ist bei aller Voraussicht immer irgend ein Fall denkbar, wo trotz Backup oder Redundanz was schieflaufen kann. Es geschehen manchmal Dinge, so dumm kann man gar nicht denken. Ein Funkhaus ist zum Glück kein Flugzeug, wo 100 % Ausfallsicherheit sein müssen. Doch trotz solcher Ausfälle erreicht der Ö/R Rundfunk eine Versorgungssicherheit von deutlich über 99,9 %. Was will man mehr.

von dlf-fan - am 14.05.2013 17:13
Ja klar gibt es immer fälle wo was blödes passieren kann und da hilft dann auch die beste Sicherung nichts. Aber ein einfacher Stromausfall... Und dann benötigt die Notstromversorgung 6 Minuten bis wieder Strom da ist? War der Hausmeister zuerst noch einen Kanister Sprit kaufen?

von Spacelab - am 14.05.2013 19:11
Sehr komisch, dass der WDR sich so konzentriert hat und keine Programme von anderen Standorten fährt. Dabei ist er ja die reichste ARD-Anstalt mit den meisten Einnahmen und den höchsten Gehältern innerhalb der ARD.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 14.05.2013 19:51
Da scheint wohl einiges sehr schief gelaufen sein. Ein Stromausfall, auch tagelang, darf eigentlich kein Problem sein und dank USV nach außen hin auch gar nicht zu bemerken sein...

von DigiAndi - am 14.05.2013 20:31
Zitat

Ich denke mal, der Transponder wird auch in Köln gemuxxt.

Nein, das wird alles in Langenberg gemacht. Da gibt es einen extra Raum in dem u.A. die Multiplexe zusammengestellt werden. Die Langenbergbesucher im letzten Jahr konnten sich da persönlich von überzeugen. Das Signal wird da ebenfalls überwacht. Es gibt Monitore auf denen alle Programme vom Radiotransponder als VU-Meter dargestellt werden.
Zitat

Auch das nützt nur bedingt, wenn Du beispielsweise einen Kabelbrand hast oder einen Schaden in einem Verteilerschrank, wo Normalnetz und Ersatznetz bzw. USV zusammenlaufen.

Ist mir schon passiert. Nachts ging das Telefon, die Firma war dran. Panik pur, mehrere wichtige Systeme waren aufgrund eines Stromausfalles ausgefallen.
Fehlerursache: Die Notstromanlage selbst.
Die hatte aufgrund eines Fehlers in der Steuerung auf den Diesel umgeschaltet. Der lief aber nicht, das Netz war vollständig vorhanden, die USV stand ebenfalls im Netzbetrieb.

6 Minuten Ausfall sind dann wenig. Immerhin muß da erstmal jemand reagieren, den Fehler finden, die Versorgung wieder herstellen, ausgefallene Systeme müssen hochgefahren werden, hoffen das keine Geräte gestorben sind usw.

von Marc_RE - am 14.05.2013 20:35
Genau. Wenn es eine längere Störung gewesen wäre, hätte der WDR sicherlich genug Möglichkeiten gehabt. Studios gibt es in NRW genug, zusätzlich zu mehreren Standorten des WDR in Köln gibt es noch Aachen, Düsseldorf, Wuppertal, Duisburg, Essen, Dortmund, Siegen, Bielefeld, Münster...ich vermute sowas lohnt aber erst, wenn sich der Urzustand nicht innerhalb von relativ kurzer Zeit wiederherstellen lässt.

von Japhi - am 14.05.2013 20:44
Zur gleichen Zeit war WDR 2 auch über DAB in Berlin stumm, nur die Slideshow und die Titelanzeige liefen problemlos.

Radiofritze

von Radiofritze - am 15.05.2013 05:37
Auch das ist logisch. Wenn kein Signal rausgeht kann auch nichts ankommen.

von Marc_RE - am 15.05.2013 05:40
Auch in Oberbayern, genauer gesagt, in FFB gab es einen Stromausfall. Das war wohl auch der Grund, warum "vor kurzem" das Signal weg war auf 106,4 und im Kabel Augsburg / Schwaben auf 98,65.
Geht jetzt aber wieder!

Hier die Meldung von www.topfm.de:
Zitat

Großer Stromausfall in Fürstenfeldbruck und Starnberg

Heute Mittag um 12.08 Uhr kam es im Umspannwerk in Puch bei Fürstenfeldbruck zu einem Brand. Infolgedessen fiel der Strom im Stadtgebiet Fürstenfeldbruck sowie angrenzenden Gemeinden und auch in Teilen des Landkreises Starnberg komplett aus. Polizei und Feuerwehr waren im Großeinsatz. Zum Teil mussten im Aufzug stecken gebliebene Personen gerettet werden. Seit 13.23 Uhr läuft der Strom wieder. Auch das Programm von 106.4 TOP FM fiel aus, da Teile unserer Sendemasten und Sendeverteiler in den betroffenen Gebieten ebenfalls ohne Strom waren.


von Radiopirat - am 16.05.2013 12:11
Wobei da die ursache eine andere war und mit Hilfe von Notstromanlagen in den Griff zu bekommen gewesen wäre.
Genau für solche Situationen (Wegfall der öffentl. Spannungsversorgung) sind die ja gedacht.
Die Situation beim WDR wäre hingegen nur mit einzelnen kleinen USVen für jedes Geräterack o.ä. in den Griff zu bekommen. Die können aber auch ausfallen, so das sich die Ausfallsicherheit nicht wirklich verringern sondern sogar erhöhen würde.
100% Ausfallsicherheit ist nicht hinzubekommen. Tröstet euch also damit, daß die 2 Dieselgeneratoren in Langenberg die dortigen Sender weiterbetreiben könnten, auch wenn das Ruhrgebiet im dunkeln sitzen würde.

von Marc_RE - am 16.05.2013 12:51
Zitat
Marc_RE
Die Situation beim WDR wäre hingegen nur mit einzelnen kleinen USVen für jedes Geräterack o.ä. in den Griff zu bekommen.


Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass der WDR für sein gesamtes Haus (natürlich nicht für Beleuchtung, Kaffeemaschinen etc.) eine USV besitzt, an der alle senderelevanten Systeme hängen. Ist das nicht der Fall, wäre ein sechsminütiger Sendeausfall bei einem Stromausfall nichts besonderes, denn es müssen ja erst wieder alle Rechner und Systeme starten, nachdem der Generator hochgefahren ist und übernommen hat...

von DigiAndi - am 16.05.2013 18:22
Die wird der WDR mit Sicherheit haben. Nur wenn in der dahinterliegenden Verteilung dann ein Fehler auftritt, was wohl passiert ist, fällt halt was aus. Dagegen könnte man sich nur mit vielen kleinen USVen absichern. Die können aber auch ausfallen, vermutlich sogar eher als eine große Notstromanlage.

Aber mal ehrlich, ist es wirklich so schlimm, mal ein paar Minuten ohne Musik zu sein oder mal das Notband zu hören?
Technik und Menschen sind nunmal nicht unfehlbar.

von Marc_RE - am 16.05.2013 18:34
Bei unserem Veranstaltungsradio B-Radio hatten wir einmal sogar einen Sendeausfall über mehrere Stunden, weil das Sendehaus nicht für Starkstrom ausgelegt und eine Sicherung rausgeknallt war. Da sind ein paar Minuten wirklich zu verkraften.

von rolling_stone - am 16.05.2013 18:46
aber das darf beim wdr nicht passieren. Ein Programm muss immer laufen. DIe Leitung von 1Live müsste direkt nach Langenberg und das Problem wäre gelöst.

von Marcus. - am 16.05.2013 18:50
Solange Technik und Menschen beteiligt sind, gibt es keine hundertprozentige Ausfallsicherheit, auch nicht bei einer Direktleitung von 1LIVE nach Langenberg.

von DigiAndi - am 16.05.2013 18:52
Von was reden wir hier nochmal? Von 6 Minuten.... ? :rolleyes: ;)

von Rosti 2.0 - am 17.05.2013 06:55
Es geht doch hier nicht um die gurkigen 6 Minuten. Sondern um die Hintergründe das so etwas überhaupt passieren kann und wie man so etwas eventuell vermeiden könnte.

von Spacelab - am 17.05.2013 06:58
Naja wenn man es doch bereits nach 6 Minuten wieder (und sei es manuell) in Gang gebracht hat, ist doch alles in Butter!? Naja ich halt meine Klappe...

von Rosti 2.0 - am 17.05.2013 07:11
Wie gesagt, es ist in diesem Falle jetzt vollkommen egal ob es nach 6 Minuten wieder Dudel Dudel Dudel gemacht hat. Es geht hier um die technische Seite und das so etwas bei einer riesen Station wie dem WDR nicht vorkommen dürfte. Denn was wäre denn gewesen wenn irgendein Gerät oder ein PC schaden genommen hätte? Dann wäre der Ausfall länger als 6 Minuten gewesen. Oder was ist mit einem Anschlag auf das zuständige Umspannwerk oder etwas was damit zu tun hat? Der WDR als größter Sender am Platz könnte noch nicht mal seine Hörer darüber informieren.

von Spacelab - am 17.05.2013 07:17
Zitat
Spacelab
Der WDR als größter Sender am Platz könnte noch nicht mal seine Hörer darüber informieren.

Die hätten in Langenberg jederzeit ein oder mehrere andere ARD-Programme auf die WDR-Senderketten aufschalten können (=> ARD-Radiotransponder). Auch wenn Köln tagelang ohne Strom wäre und alle Geräte im Funkhaus defekt wären.

Hat's auch schon alles gegeben:
1977 war Baden-Baden stundenlang ohne Strom und der ganze SWF lahmgelegt. Da wurden dann nach einer halben Stunde Leerträger die SDR-Programme aufgeschaltet (Südfunk 1 auf den SWF1-Sendern, Südfunk 2 auf SWF2-Sendern und Südfunk 3 auf SWF3).
Und da bei Südfunk 3 gerade Regionalsendungen (Nordwürttemberg / Nordbaden) im Programm kamen und die Sendung aus Heidelberg Karlsruhe zu hören war, konnte man schnell auf die Ballempfangsstrecke (Heidelberg-Königstuhl => Hornisgrinde) schließen. ;)

von Manager. - am 17.05.2013 07:38
Zu 100% kann man das nicht verhindern. Wenn etwas schief gehen kann, und das kann es immer, dann wird es irgendwann schiefgehen. Murphy ist da gnadenlos.
Natürlich kann man durch Redundanz und Notstromanlagen für mehr Ausfallsicherheit sorgen, das ist geschehen, hat aber aber in diesem Fall nicht geholfen.
Um noch mehr Sicherheit zu haben müßte man das komplette Funkhaus, inkl. geklonter Moderatoren, schließlich können auch die ausfallen, nochmal an einer geografisch weiter entfernten Stelle aufbauen.
Dazu doppelte Senderstandorte mit 2 Masten, 2 Sendergebäuden, doppelte Zuführung aus unterschiedlichen Richtungen, Vernetzung in Ringform usw.
Und selbst das ergibt keine 100% Ausfallsicherheit.

Ein ausgefallenes Umspannwerk wäre kein Problem, solche Anlagen werden von mindestens 2 Stellen versorgt. Dazu kommt die Notstromanlage.
Das nützt aber alles nichts, wenn eine simple Klemme abbrennt, ein Schütz ausfällt oder sonst irgendwas zentrales dahinter seinen Geist aufgibt.

von Marc_RE - am 17.05.2013 08:02
Marc_RE:

"Aber mal ehrlich, ist es wirklich so schlimm, mal ein paar Minuten ohne Musik zu sein oder mal das Notband zu hören? Technik und Menschen sind nunmal nicht unfehlbar."

:spos:

Ich wurdere mich ein wenig über diese Diskussion. Oft genug hieß es in diesem Forum, NRW sei eine unerträgliche Medienwüste, weil es keine Alternativen zum WDR gäbe, usw. ...

Offenbar vermissten viele ihn nach einigen Minuten. :joke:

DLF (auch aus Köln) und DLR waren übrigens einwandfrei zu empfangen, auch über die vom WDR betriebenen Sender Langenberg 96,5 MHz und Nordhelle 102,7 MHz.

von hegi_ms - am 17.05.2013 08:31
Wer redet denn immer von 100% Ausfallsicherheit? Es geht um vermeidbare Fehler. Und jetzt mittlerweile zum dritten mal: Es geht hier nicht um 6 Minuten Funkstille sondern darum wie man diese hätte vermeiden können.

Zitat

Ich wurdere mich ein wenig über diese Diskussion. Oft genug hieß es in diesem Forum, NRW sei eine unerträgliche Medienwüste, weil es keine Alternativen zum WDR gäbe, usw. ...

Offenbar vermissten viele ihn nach einigen Minuten. :joke:

Im Radiohörer Forum wäre das richtig gewesen. Aber hier sind wir im Technikforum und da geht es halt um die technischen Hintergründe und nicht darum das man jetzt leider leider irgendein jammer krächts Lied von Pink verpasst hat.

von Spacelab - am 17.05.2013 08:39
100 % Ausfallsicherheit ? gibts nicht.

Was war denn Mitte der 80er,als der Sender Teutoburger Wald zu Fall kam.Da hats ja wohl auch etwas gedauert bis man wieder eine Versorgung herstellen konnte.

von Skeletor - am 17.05.2013 09:00
Zitat
hegi_ms
DLF (auch aus Köln) und DLR waren übrigens einwandfrei zu empfangen, auch über die vom WDR betriebenen Sender Langenberg 96,5 MHz und Nordhelle 102,7 MHz.

Warum auch nicht? Ausgefallen waren ja nicht die Senderstandorte, sondern das WDR-Funkhaus.

von Manager. - am 17.05.2013 09:07
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