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Seit 15.05.1963: Senden vom Scholzplatz

Startbeitrag von Chris_BLN am 19.05.2013 07:47

10 Jahre alte Fotos vom Scholzplatz und ein sehr hörenswertes Interview (ebenfalls 10 Jahre alt, also bitte nicht wundern) über die SFB/RBB-Sendeanlage Scholzplatz:

http://www.wwwagner.tv/?p=21754

Antworten:

Sehr interessant.

Das mit dem dynamischen PS ist ja dann leider wohl doch gekommen.

Interessant auch, daß Telefunken offenbar mal DVB-T-Sender hergestellt hat, wie es das eine 19-Zoll-Gestell vermuten läßt.

von Kay B - am 19.05.2013 16:27
Wie ist eigentlich die Reichweite des Scholzplatz im Vergleich zum Alexanderplatz?

Die Frequenz 102,6 MHz wird am Standort Alexanderplatz ja nur mit 15 KW betrieben. Ich glaube, jemand hatte hier mal geschrieben, daß die Antennenanlage auf dem Fernsehturm ausgelastet und deshalb keine höhere Leistung möglich sei.

Wäre es möglich und sinnvoll, die 102,6 MHz zum Scholzplatz zu verlagern und dort mit einer höheren Leistung zu betreiben?

von Kay B - am 26.05.2013 00:14
Man hat es doch mal vom Scäferberg mit 80kW probiert. Da war der Empfang nicht zufroedenstellend.

Fritz hat aber etwas stärkere Sender im Umland die das etwas kompensieren kann.

von Marcus. - am 26.05.2013 09:46
Der Alexanderplatz ist natürlich höher und zentraler gelegen als Schlozplatz.

von Marcus. - am 26.05.2013 11:50
Waren die 80 KW auf dem Schäferberg damals rund?

von Kay B - am 26.05.2013 15:55
Meines Wissens ja. Ging Richtung Sachsen-Anhalt und Nordsachsen mindestens so gut wie die 100 kW-Sender vom Fernsehturm, war dagegen bereits ab der Mueritzregion recht duenn, Richtung noerdliche Uckermark kam er nur noch bei ortsfest hoeherem Antennenaufwand. Im Vergleich dazu kommt dort der Fernsehturm noch ganz gut an.

von PowerAM - am 26.05.2013 18:04
100 km nordöstlich vom Scholzplatz war der Empfang noch gut. Für Stereo war ein gewisser Aufwand allerdings ratsam, also 5, besser noch 7 Elemente, gegebenenfalls Verstärker.
Pegelschwankungen hatte ich nie erlebt. Nur wenn Überreichweiten angesagt wurden, konnte es manchmal im Hintergrund etwas "zischeln".
Berlin-Britz (Rias) war hingegen am Wohnort schon etwas schwächer, und hin und wieder gab es leichten Schwund.

von hetietz - am 26.05.2013 18:36
Selbst der Empfang in der Innenstadt mit den 80kw war nicht zufriedenstellend, deshalb ist man zurück auf den Alex.
Schlozplatz scheint wohl ausgereizt zu sein.

von Marcus. - am 26.05.2013 18:47
der Grund des Umzugs vom Alex zujm Schäferberg war doch seinerzeit die Generalsanierung und der neue Antennenträger auf dem Fernsehturm. Die 102,6 sollte doch - meines Wissens - nie auf dem Schäferberg bleiben?

von mobi - am 26.05.2013 20:05
Exakt. Die temporäre Ausstrahlung von Fritz über dem Schäferberg war nur dem Umstand geschuldet, das am Alex der gesamte Turm saniert und die Technik erweitert wurde.

von Francesco210175 - am 26.05.2013 21:44
@ Marcus.

Zitat

Selbst der Empfang in der Innenstadt mit den 80kw war nicht zufriedenstellend, deshalb ist man zurück auf den Alex.



Schon krass, daß die 80 KW da nicht gereicht haben, um ganz Berlin abzudecken.

Da müßten die Programme vom Scholzplatz, die ebenfalls mit 80 KW bzw. 25 KW ausgestrahlt werden, ja auch nicht in ganz Berlin zufriedenstellend gehen. Denn der liegt ja niedriger als der Schäferberg.

Oder kann der Scholzplatz durch seine zentralere Lage das Stadtgebiet besser als der Schäferberg abdecken?


Zitat

Schlozplatz scheint wohl ausgereizt zu sein.


Über die Antenne auf dem Scholzplat werden
3 x 80 KW
1 x 25 KW
1 x 8 KW
1 x 2 KW
-----------------
= 275 KW
========

Die Antenne besteht aus 4 x 6 Doppeldipolfeldern. Dann müßte die ERP = 6 x TRP entsprechen.

Also gehen auf die Antenne ungefähr 45,84 KW.

von Kay B - am 27.05.2013 17:38
Schlozplatz hat durch seine zentralere Lage schon einen Vorteil.

und so viel höher ist der Schäferberg (berg ist eigentlich fehl am Platz) auch nicht.

103 m zu 66 m

Beim Schäferberg ist die UHF Antenne oben und darunter unter der Plattform erst die UKW Antennen, beim Schlozplatz hängen die UKW Antennen höher.

Der Schlozplatz geht auch nicht in ganz Berlin zufriedenstellend, im äusseren Osten gibt es massive Probleme.

Bei DVB-T war ja auch mal noch ein Standort Berlin Mueggelberge geplant, der dann aber nicht verwirkiicht wurde.

von Marcus. - am 27.05.2013 18:06
Zitat

Schlozplatz


Scholzplatz :D :)

von Dr. Antenne - am 27.05.2013 19:03
Früher hat der Scholzplatz mit der 92,4 SFB2 bis kurz vor Dresden gesendet.

von Handydoctor - am 27.05.2013 19:39
Also in RIesa hat damals Dresden 92,2 die 92,4 vom Scholzi schon gestört.Hatte damals schon den Rema Toccata und der hatte schon Probleme damit.Was damals ganz gut ging war die 96,3 und 88,8 weil die neben an frei waren.Dresden hatte ja auch lange Zeit auf 92,25 gesendet bis das in den 80 er Jahren mal geaendert wurde.;)

von dabfrank - am 28.05.2013 18:02
In dem oben verlinkten Artikel wird erwähnt, daß DT64 in Dresden auf 96,2 MHz über einen dieser Eigenbausender der DDR-Post gesendet haben soll.

Wann ging dieser Sender auf 96,2 MHz auf Sendung und wann wurde er durch die 102,4 MHz abgelöst?

von Kay B - am 28.05.2013 18:24
Ich habe damals in Dresden-Johannstadt in Sichtweite des Fernsehturmes gewohnt.
DT 64 auf der 96,2 kam meiner Erinnerung nach etwa 1986 mit Errichtung der 5. UKW-Senderkette. Die Leistung war weit geringer als die anderen (100 KW) Sender. Anfangs noch in Mono. Während die anderen Sender den Zeiger des Feldstärke Drehspulinstrumentes meines FERA T-150 Tuners an den rechten Gehäuse-Anschlag pressten, stand der bei diesen Sender auf ca 95%. M.E. 1988 kam dann die 102,4 mit 100 kW.
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich auch, dass seinerzeit die 97,3 "Stimme der DDR" noch Stereotestbetrieb hatte. In der Nacht von 0-5 Uhr wurde Stereo gesendet. Tagsüber dann wieder Mono.
Ich hoffe nur, dass ich noch alles richtig in Erinnerung habe.

von hansol1 - am 28.05.2013 20:08
Danke, dann war diese 96,2 MHz also gar nicht so lange in Betrieb.

Es würde mich mal interessieren, wie diese Eigenbausender der DDR-Post aufgebaut waren.

von Kay B - am 28.05.2013 23:26
@ Kay B:
Die 96,2 war ähnlich wie die 102,6 bei dir um die Ecke eine Übergangslösung für DT64 bis zum Inkraftreten des neuen Wellenplans Mitte 87.
Solche Übergangslösungen (Frequenzen) gab es u.a. auch für WDR 4 und Bayern 4 Klassik.

von Manager. - am 29.05.2013 15:37
Hatte das häufig verwendete 50 kHz Kanalraster bei den UKW Frequenzen der DDR Sender einen besonderen Grund?

von digifreak - am 29.05.2013 15:50
Nein, das gab es auch im Westen.

von Manager. - am 29.05.2013 16:00
@ Manager.

Zitat

Die 96,2 war ähnlich wie die 102,6 bei dir um die Ecke eine Übergangslösung für DT64 bis zum Inkraftreten des neuen Wellenplans Mitte 87.


Ja, die 102,6 MHz vom Bleßberg soll 1986 mit 1 KW in Betrieb gegangen sein, bevor 1987 dann die 102,7 MHz mit 60 KW in Betrieb ging.

Dieser Sender auf 102,6 MHz könnte auch einer dieser Eigenbausender gewesen sein.

von Kay B - am 29.05.2013 17:24
Ja, war es wohl. Hab die 102,6 damals auf der A7 Höhe Bad Brückenau/Wildflecken hören können.

von Manager. - am 29.05.2013 17:38
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