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Europaweiter Sat-Empfang oder doch besser Länder-Beams?

Startbeitrag von Kay B am 23.05.2013 00:07

Die Briten haben es ja vorgemacht. Alle Programme auf eine Sat-Position konzentriert und die frei empfangbaren Programme mittels eines stark gebündelten Beams auf das eigene Land beschränkt.

Das hat klare Vorteile. Man kann mit billigsten Receivern, für die keine Lizenzgebühren für eine Verschlüsselung und auch keine Kosten für eine Smartcard anfallen, gängelungsfrei seine Programme empfangen. Trotzdem müssen die Rechte Dritter nur für das eigentliche Zielgebiet erworben werden, was den Rundfunkgebühren sehr zugute kommen dürfte.

Frequenzökonomisch ist das Ganze auch noch, da man von der gleichen Orbitalposition die gleichen Frequenzen für ein anderes Zielgebiet (z.B. drei Länder weiter) wieder nutzen könnte.

Dagegen steht die Idee eines europaweiten und grenzenlosen Fernsehempfangs, die hier von einigen oft gefordert wird. Das ist quasi das, was wir Deutschen machen. Man kann sich zwar in ganz Europa und teilweise in Afrika durch das frei empfangbare deutsche Fernsehen ein Bild über uns machen, aber das ganze dürfte halt schweineteuer sein, was die Rechte Dritter angeht, oder manche Rechteeinkäufe gar nicht erst ermöglichen.

Was haltet ihr von der Idee, wenn es auf Astra einen Deutschlandbeam gäbe, der die deutschen Free-TV-Sender grob auf Deutschland beschränkt, dafür aber die deutschen Sender finanziell entlasten und bessere Inhalte ermöglichen würde?

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@ delfi

Zitat

Für den Satellitenbetreiber heißt das auch, dass er den Spotbeam für nichts anderes nutzen kann. Was zugleich ein erhöhtes Risiko für ihn bedeutet. Was würde dagegen sprechen, sich das entsprechend finanziell abgelten zu lassen?


Spotbeams müssen sich eigentlich korrigieren lassen. Denn die Neigung eines Satelliten nur um ein paar Grad würde dann das Wandern des Spotbeams um ein paar Länder bedeuten.




@ Franz Brazda priv.

Zitat

Lieber Kay B dir gehts doch nur weil du den ORF, SRF etc. nicht sehen kannst und uns wenigen den Empfang der deutschen Programme nicht gönnst.
Die Gründe haben wir schon vorher innigst Diskutiert. Was hast du davon ?


Lieber Franz Brazda. Es geht mir rein gar nicht um den ORF oder die SRG. Wenn die empfangen wollte, gäbe es da bedeutend einfachere Möglichkeiten als irgendwelche Basteleien mit unverschlüsselten Ausstrahlungen über Spot-Beams. ;-)

Mir geht es darum, daß die deutschen Sender die ständig steigenden Kosten für die Rechte Dritter decken müssen. Das führt eben dazu, daß weniger Material eingekauft und durch billige Eigenproduktionen ersetzt wird, was das deutsche Fernsehen immer mehr verkommen läßt. Diese steigenden Kosten werden irgendwann dazu führen, daß die deutschen Fernsehsender irgendwie die Ausstrahlung auf ihr eigentliches Zielgebiet beschränken müssen. Und da bleiben als Optionen eben nur Verschlüsselung (so machen es ja die meisten europäischen TV-Anstalten) oder ein Spotbeam. Ersteres kommt wegen der hohen Verbreitung von FTA-Empfängern weniger in Frage.

Also bitte laß solche komischen Unterstellungen. Euer ORF 1 mag ein gutes Programm für Serien- und Spielfilmfans bieten. Aber es gibt keinen Grund, diesem Programm hinterherzujagen.




@ Exidor

Zitat

So ein Spotbeam hat die Form eines Ovals, genau an die Ländergrenzen kann man das ohnehin nicht anpassen.


Doch. Das ist aus der Position, wo Astra steht, sogar ideal. TV-Sat 2 hatte ja auch einen Spotbeam (damals aber eher, um auf die hohe EIRP im Zielgebiet zu kommen). Der zog sich damals wegen der westlichen Position des TV-Sat 2 von Südwesten nach Nordosten. Astra steht aus deutscher Sicht fast südlich.

Der Beam müßte sich tropfenförmig ungefähr entlang einer Line von München nach Hamburg ziehen.




@ Spacelab

Zitat

Für Sportrechte stimmt das. Film und Serienrechte werden nur für die Länder fällig in denen (unter anderem) Deutsch gesprochen wird.


Ist das echt so? Irgendwo wurde mal geäußert, daß die Öffentlich-Rechtlichen mit dem Einkauf von Spielfilmen und Serien so knauserig sind, weil dafür die Europarechte gekauft werden müßten.




@ Winnie2

Zitat

Blöd wäre das wirklich für die ganzen Deutschen die sich z.B. in Mallorca aufhalten, weil diese dann keine dt. Fernsehprogramme mehr empfangen können, selbst wenn diese ihren Erstwohnsitz in Deutschland haben u. in Malle ihren Zweitwohnsitz.


Die dürften dann aber über die finanziellen Mittel verfügen, sich entsprechende Empfangsanlagen aufbauen zu lassen. Den Briten abseits der Insel geht es ja genau so.


Zitat

Mittlerweile gibt es brauchbare Verschlüsselungssysteme die ohne Smartcards funktionieren, z.B. das neue System von Irdeto.
Das Problem ist allerdings dass sich dann wieder alle Zuschauer neue Geräte kaufen müssten um das nutzen zu können, weil es nur zertifizierte Geräte mit diesem System geben wird.


Ja, da wir Deutschen nicht gerade konsumfreudig sind, was neue Sat-Receiver angeht, kann man das mit der Verschlüsselung vergessen.

von Kay B - am 23.05.2013 15:28
Zitat
Kay B
Spotbeams müssen sich eigentlich korrigieren lassen. Denn die Neigung eines Satelliten nur um ein paar Grad würde dann das Wandern des Spotbeams um ein paar Länder bedeuten.


Nachrichtensatelliten sind heutzutage üblicherweise 3-Achsenstabilisiert, von daher sollte der Spot nicht merklich wandern, solange kein Defekt am Sat vorliegt.

Zitat
Kay B
Mir geht es darum, daß die deutschen Sender die ständig steigenden Kosten für die Rechte Dritter decken müssen.


Na da gäbe es andere Lösungen dafür und diese müssen nicht unbedingt technischer Natur sein. Wie wäre es wenn Sportübertragungsrechte in Zukunft zentral von einem Käufer für Europa eingekauft werden statt in jedem Land einzeln?
Ok, man wird doch mal von sowas träumen dürfen, oder?

Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Blöd wäre das wirklich für die ganzen Deutschen die sich z.B. in Mallorca aufhalten, weil diese dann keine dt. Fernsehprogramme mehr empfangen können, selbst wenn diese ihren Erstwohnsitz in Deutschland haben u. in Malle ihren Zweitwohnsitz.


Die dürften dann aber über die finanziellen Mittel verfügen, sich entsprechende Empfangsanlagen aufbauen zu lassen. Den Briten abseits der Insel geht es ja genau so.


Das ist die Crux mit den Spotbeams, wenn die Leute ausserhalb des vorgesehenen Verbreitungsgebietes einfach die Schüsseln größer dimensionieren und die Übertragungen weiterhin empfangen können sind Spotbeams keine besonders wirkungsvolle Methode um das Verbreitungsgebiet einzuschränken.
Allerdings bieten Spotbeams die Möglichkeit die Frequenzen mehrfach zu nutzen. Wenn nun in Spanien mittels eines anderen Spotbeams die Frequenzen erneut genutzt werden dann wäre der Empfang der dt. Programme auf denselben Frequenzen von Malle aus nicht mehr möglich.

von Winnie2 - am 23.05.2013 16:23
@Kay B: Diese Staffelung kenne ich auch so. Diese wurde sogar mal ganz offiziell auf den Internetseiten der ARD veröffentlicht. Diese Staffelung gilt aber nur für Sport und nicht für Filme oder Serien.

Zitat

Wenn die Rechte wirklich nur an den Sprachraum und nicht an das tatsächliche Empfangsgebiet (bei Sat ja meistens Europa und Teile Afrikas) gebunden wären, könnten ja alle öffentlich-rechtlichen und staatlichen Sender, bei denen sich der Sprachraum mit dem Zielgebiet deckt unverschlüsselt über Sat senden, sofern sie Fremdmaterial nur in der Sprache des Zielgebietes senden.

Theoretisch ja. Praktisch nein. Denn mit einer Verschlüsselung geht man jeglicher rechtlichen Diskussion aus dem Weg. Denn was in Land X erlaubt ist muss in Land Y noch lange nicht so sein. Stichwort "Altersfreigaben". Außerdem haben die Rechteinhaber es immer noch nicht geschafft eine einheitliche Veröffentlichungspolitik auf die Beine zu stellen. So gibt es für jedes Land ja noch diesen Käse mit den Sperrfristen. X Monate nach dem Kinostart darf der Film erst auf DVD oder Blu-Ray veröffentlicht werden. Nochmals X Monate später erst im Fernsehen gezeigt und so weiter. Und bei Serien ist es noch schlimmer. Da ist es reine Verhandlungssache wann diese in welchem Land gezeigt werden darf. Wir in Deutschland sind da immer noch relativ schnell. Aber in manchen Ländern kommt die Serie erstmal ins (richtige) Pay-TV, dann auf DVD / Blu-Ray und dann irgendwann ins Fernsehen. Das ist alles gar nicht so einfach.

Was auch so ein Problemfall ist neben dem Fußball ist die Formel 1. In der TV Spielfilm stand mal ein Artikel das RTL Unsummen bezahlen muss weil die Formel 1 in vielen Ländern nur über Pay-TV, teilweise sogar über Pay-Per-View zu sehen ist. Außerdem muss es jedesmal ein riesen Verhandlungskampf sein wenn die TV Verträge verlängert werden müssen.

von Spacelab - am 23.05.2013 16:34
Zitat
TerranusI

Wenn es nur an den Rechten für Spielfilme und Serien liegen würde, dann könnten sie das - völlig richtig. Nur liegt es daran eben nicht. Es liegt am Sport ! Auch die spanischen Sender strahlen Sport aus.
und dazu kommt das, was ich oben schon angesprochen habe - viele Sender in Europa haben das europäische "Sendungsbewusstsein" nicht. Die wollen gar nicht europaweit empfangbar sein, weil sie sich ausschließlich ihren Gebührenzahlern verpflichtet fühlen. Man muss doch nur schauen, was die Italiener via Satellit verschlüsseln - das sind meist Sportsendungen. Dazu kommen aber tatsächlich auch teilweise Serien, weil man die Schweizer Rechte nicht immer dazukauft.
Fakt bleibt aber, deutsche Gebührenzahler müssen für die europaweite FTA Verbreitung draufzahlen. Für Satnutzer mag das noch verständlich sein, wir profitieren davon ja. Abe ein Kabelnutzer hat dadurch nur Nachteile. Er kriegt keine Originalfassungen, und zahlt die Verbreitung doch mit...

Tja, vielleicht sollte man sich einfach mal als Rundfunkanstalt so verhalten wie die Mineralölkonzerne, nur eben invers: Einfach vor Begin der Verhandlung direkt offen sagen was man maximal zu zahlen gedenkt und damit den Preis drücken. Dann läuft die WM nicht, etc. Vielleicht "opfert" sich dann ein Privater, aber eben zu weit moderatem Preis.
Auf der einen Seite sprechen wir (nach meiner Meinung zu recht!) über in diesem Land über das Gehalt von Herrn Winterkorn, andererseits finanzieren wir hier das Millionensalär der Fußballspieler aus Gebührengeldern nicht unwesentlich mit.
Besonders gut gefällt mir folgendes Statement:
Zitat
Sebastian Dohrmann
Wenn Europa auch kulturell zusammenwachsen soll, dann müssen auch die Radio- und TV-Sender aus allen Ländern problemlos für jeden EU-Bürger empfangbar sein. Beispielsweise habe ich hier, ca. 100 km von der Grenze zu BEL und NL nicht die Möglichkeit die wichtigsten Fernsehsender beider Länder legal zu empfangen, ebenso die Radioprogramme werden verschlüsselt und sind nur über einen Internetstream empfangbar.

Aber Europa ist offensichtlich nur schön, solange man den anderen irgendwie abziehen kann. TV-Rechte gehören da offensichtlich dazu. Das wir durch Europa solange in Frieden leben können wie nie zuvor scheint nicht mehr drängend :-( . Es ist offensichtlich nichts wert :-( . Dann braucht man sich natürlich auch nicht für den anderen zu interessieren und das fängt bei so einfachen Sachen wie die Möglichkeit des Empfangs der TV-Programme des anderen an. Macht aber vielleicht weich und ist in der geforderten Ellenbogengesellschaft sowieso nur hinderlich...

von Thomas (Metal) - am 23.05.2013 20:42
@ Winnie2

Zitat

Wenn nun in Spanien mittels eines anderen Spotbeams die Frequenzen erneut genutzt werden dann wäre der Empfang der dt. Programme auf denselben Frequenzen von Malle aus nicht mehr möglich.


Ja, das ist dann aber das Problem der Deutschen, die im Ausland wohnen. Die deutschen Sender sind nicht verpflichtet, ihre Programme außerhalb des deutschen Bodens empfangbar zu machen.




@ Nordlicht2

Zitat

Andererseits muss mir wirklich erstmal jemand die zu erwartende GEZ Gebuehrensenkung aufzeigen, bevor es Sinn macht ueberhaupt darueber nachzudenken.


Das heißt ja nicht, daß die Gebühren dadurch sinken. Die Inhalte können sich aber verbessern. Das betrifft nicht nur die Öffentlich-Rechtlichen, die offenbar eine hohe Hemmschwelle beim Einkauf von Spielfilmen und Serien haben, sondern auch die Privatsender, die ihr Programm zunehmens mit billigstem selbstproduzierten Müll füllen.




@ Spacelab

Zitat

Außerdem haben die Rechteinhaber es immer noch nicht geschafft eine einheitliche Veröffentlichungspolitik auf die Beine zu stellen. So gibt es für jedes Land ja noch diesen Käse mit den Sperrfristen. X Monate nach dem Kinostart darf der Film erst auf DVD oder Blu-Ray veröffentlicht werden. Nochmals X Monate später erst im Fernsehen gezeigt und so weiter.


Das läßt sich ja auch nicht pauschalisieren. Wenn der Film zu wenig Geld in die Kinokassen spült, soll er möglichst schnell in den DVD-Verkauf. Hält er sich dort nicht lange, soll er möglichst schnell ins Pay TV. Die Schritte sind offenbar davon abhängig, wie lange man da jeweils Geld rauspressen kann.




@ catperson

Zitat

Wenn Du so dafür bist, televisionäre Mauern zu errichten, dann bist Du sicherlich auch dafür, daß ebensolche Mauern auch im Internet aufgebaut werden, und infolgedessen auch die GEMA bei Ihrem Kampf gegen das böse Youtube, welches Künstler für die Nutzung Ihrer Werke in Deutschland nicht bezahlen möchte, unterstützen...


Was soll denn jetzt diese seltsame Unterstellung???

Die GEMA ist eine Organisation, die offenbar sowohl bei den Gebühren wie auch bei den Umständen, unter denen Gebühren anfallen (z.B. Kindergärten, in denen Lieder gesungen werden), keinerlei Maß mehr kennt.

Ich bin rein gar nicht dafür, "televisionäre Mauern zu errichten" wie du mir hier jetzt unterstellst!

Es ist aber nunmal so, daß dieser europaweite Fernsehspaß irgendwie finanziert werden muß. Und sobald da die Rechte Dritter im Spiel sind, wird es nunmal richtig teuer. Das ist halt so. Daran ändert keiner von uns etwas.


Zitat

Den Zuschauern möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen.


Genau so ist es leider. Sobald ein Rechteinhaber aber nachweisen kann, daß jemand außerhalb des Zielgebietes eines Senders als potentieller Zuschauer infrage kommt, wird dieser mit eingerechnet. Das läuft dann daraus hinaus, daß den eigentlichen Zuschauern im Zielgebiet noch mehr Geld aus der Tasche gezogen wird, da sie für die potentiellen Zuschauer außerhalb des Zielgebietes mitzahlen müssen. Oder eben, daß bestimmte Inhalte für den Fernsehsender wegen der europaweiten Empfangbarkeit gar nicht finanzierbar sind.




@ Martyn136

Zitat

In Deutschland werden doch eh nur Länderspiele und Champions League im FreeTV gezeigt, und die sind wohl in anderen Ländern genauso im FreeTV zu sehen.


Fußball geht mir zwar ganz weit am A**** vorbei, aber gibt es wirklich einen spanischen Sender, der unverschlüsselt über Satellit die Champions League überträgt?

von Kay B - am 24.05.2013 01:51
Ich habe mir jetzt nur die bisherigen Beiträge im "Überflug" durchgesehen, daher verzeiht mir wenn ich etwas wiederhole.
Prinzipiell bin ich für ein offenes Europa und damit auch für die Freiheit der Medien. Gerade diese Offenheit und die vielen Fremdsprachenkenntnisse die der Durchschnittseuropäer heutzutage hat, bringt doch die Chance auf nachhaltigen Frieden und Stabilität.
Ich sehe die Problematik der Sender bei den Rechten für Filme etc.

Nur gerade da finde ich fehlt ein wichtiger Aspekt in der Diskussion. Letztlich zahlen doch wir alle, die völlig überzogenen Gagen und Prämien für Schauspieler und Sportereignisse, die und ich denke da stimmen viele zu, überhaupt nicht im Verhältnis zur Realität bzw. zur Leistung stehen.

Umgekehrt gesagt, würde das ZDF nicht zig Millionen für die Champions-League Rechte zahlen, und kein anderer Sender das bieten, sinkt der Preis und damit natürlich auch die Prämien für die Fußballer. Genauso verhält es sich mit den Gagen für Vin Diesel in Triple XXX um nur mal ein Beispiel zu nennen,

Und um dabei zu bleiben, nur damit diese Herrschaften weiterhin ihre Millionen schäffeln können, soll nun der kleine Mann seine 5-10 € pro Monat löhnen, damit die privaten oder auch Öffis weiterhin die hohen Forderungen der Filmindustrie und Sportvermarktung nachkommt?

Da sage ich ganz klar nein, lieber schaue ich eine Zeit keine Hollywoodfilme, und keine Fußball oder andere Sportgroßereignisse, wenn dadurch diese Ungerechtigkeit langfristig besser wird.

Na,ja vielleicht ist da zuviel Ethik und Moral drin, aber wenn viele so denken würden, würde es unserer Welt schon besser gehen ;)

von Toto_Pfalz - am 24.05.2013 09:51
Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Wenn nun in Spanien mittels eines anderen Spotbeams die Frequenzen erneut genutzt werden dann wäre der Empfang der dt. Programme auf denselben Frequenzen von Malle aus nicht mehr möglich.


Ja, das ist dann aber das Problem der Deutschen, die im Ausland wohnen. Die deutschen Sender sind nicht verpflichtet, ihre Programme außerhalb des deutschen Bodens empfangbar zu machen.


Das stimmt schon, allerdings betrifft die Sache im Prinzip nur die Sportübertragungen u. nur am Rand noch Spielfilme u. TV-Serien.
Sollte man den Deutschen die im Ausland wohnen keine deutschsprachigen Nachrichtensendungen gönnen?
Das betriff nicht nur die Deutschen die ihren Wohnsitz permanent ins Ausland verlegt haben sondern auch Urlauber oder Leute mit Zweitwohnsitz im Ausland.
Leute mit Erstwohnsitz in Deutschland müssen weiterhin Rundfunkgebühren zahlen auch in der Zeit in der sich diese im Ausland aufhalten.
Aber vermutlich wirst du nun das Argument dass das eher seltene Einzelschicksale sind zur Sprache bringen...

Zitat
Kay B
Das heißt ja nicht, daß die Gebühren dadurch sinken.


Die Verschlüsselung kostet ebenfalls Geld u. verursacht laufende Gebühren für den o. die Anbieter.

Nach den letzten Statistiken wären von einer Verschlüsselung über Sat etwa 17 Millionen(!) Haushalte betroffen.
Alleine aufgrund dieser Anzahl halte ich es für ziemlich unwahrscheinlich dass die ÖR ihre Programme verschlüsseln werden.


Zitat
Rosti 2.0
Sinken vielleicht nicht (daran glaube ich auch nicht!), aber vielleicht auch nicht steigen! Man muss sich schließlich auch vor der KEF verantworten.


Ja, allerdings verursacht eine Verschlüsselung laufende Kosten u. diese können die ÖR gegenüber der KEF angeben. Laufende Kosten in Form von Lizenzgebühren, Verwaltung der Nutzer, bei Smartcards kommen dann z.B. noch Nutzerbetreuung u. Versand der Smartcards dazu.
Das müsste dann über die Rundfunkgebühren finanziert werden, denn die ÖR dürfen ausser diesen keine weiteren Gebühren von den Zuschauern verlangen.

von Winnie2 - am 24.05.2013 10:04
@ Exidor

Zitat

Auch wieder in mehrfacher Hinsicht Schwachsinn. Wenn es eine Sportart ist,die auch im Ausland interessant ist (Olympia etc.), ist sie doch auch in den dortigen Sendern zu sehen.


Was die Rechteinhaber aber trotzdem nicht daran hindern dürfte, für grenzübergreifende Ausstrahlungen abzukassieren. Auch wenn bereits eine andere TV-Anstalt im Overspillgebiet das schon ausstrahlt. Auch wenn es für uns als Zuschauer unlogisch ist, geht es den Rechteinhabern meißt um jedes Argument, das für Erhöhungen der Preise spricht. :-(


Zitat

Im übrigen bin ich der Meinung, dass prozentual zur Nachfrage weitaus zuviel unserer Fernsehgebühren für Spocht verschwendet wird. Statt die Reichweite der Sender zu beschränken, (was, wie an dem oben eingezeichneten Spotbeam zu sehen ist, genau wie ich vorher schon sagte gar nicht vernünftig funktioniert), sollte man das Geld lieber bei den Sportübetragungen einsparen und den Quatsch den Pay-TV Sender überlassen.


Meine persönliche Meinung: :spos:




@ mkeydx

Zitat

Was ich hingegen hinten und vorne nicht verstehe ist, dass die ÖR Sender nicht einfach verschlüsseln während solchen Spielen.


Weil sich hier (aus der Sicht der Rechtekosten leider) ein FTA-Markt etabliert hat. Würdest du über Satellit irgendetwas verschlüsseln, gäbe es ordentlich Stimmung im Land. Sowas ist wohl nur machbar, wenn sich weitläufig Geräte mit CI+ durchgesetzt haben.




@ Winnie2

Zitat

Sollte man den Deutschen die im Ausland wohnen keine deutschsprachigen Nachrichtensendungen gönnen?


Gönnen ja! Und es wurde ja schon angesprochen, daß man tagesschau24 und andere Sender, die nur eigenproduziertes Material ausstrahlen, problemlos europaweit oder gar weltweit ausstrahlen kann.

Die Frage ist hier aber, ob die deutschen Sender (und damit die Zuschauer) das mehrfache für Rechteausgaben bezahlen soll, damit einige Deutsche im Ausland ebenfalls problemlos die deutschen Programme empfangen können.


Zitat

Aber vermutlich wirst du nun das Argument dass das eher seltene Einzelschicksale sind zur Sprache bringen...


Nö, da unterstellst du mir etwas falsches. Es ist nur eine falsche Annahme, davon auszugehen, man hätte als Deutscher überall das Recht, die deutschen Programme mit einer 60-cm-Sat-Antenne aus dem Baumarkt zu empfangen. Es ist zwar innerhalb Europas momentan so, aber man kann da nicht einfach ein Recht daraus hervorleiten.


Zitat

Die Verschlüsselung kostet ebenfalls Geld u. verursacht laufende Gebühren für den o. die Anbieter.


Deswegen habe ich ja das mit dem Spotbeam angesprochen. ;-)




@ DH0GHU

Zitat

Ich finde es eh äußerst bedenklich, dass zwar irgendwelchen Leuten, die einem Ball hinterherrennen, Abermillionen an Gebührengeldern überlassen werden, gleichzeitig aber z.B. das Kulturangebot (das sich nicht mal eben am Markt refinanzieren läßt, also auch nicht wahlweise Kommerziellen überlassen werden kann) ausgedünnt wird.


:spos:

Wenn es nach Uli Hoeneß ging, sollte ja sogar die Rundfunkgebühr um 2 Euro erhöht werden um damit den deutschen Fußball zu subventionieren:
http://www.n-tv.de/sport/Hoeness-hofft-auf-Fussball-Gebuehr-article60972.html

:kotz:

von Kay B - am 24.05.2013 15:32
Ich sehe nicht ein, wieso ich wegen überteuerter Sportübetragungen auf den Empfang der Programme im Ausland verzichten soll (etwa weil ein Spotbeam zum Einsatz kommt) oder mir für den TV-Empfang zu Hause statt eines FTA-Empfängers zusätzliche Decoder zum Entschlüsseln der Sat-Signale anschaffen soll (weil die Transponder komplett verschlüsselt sind). Mich interessiert sowieso kaum eine dieser Sportsendungen. Wenn das mit den Sportrechten wirklich so teuer ist, wieso verschiebt man das Ganze nicht ganz ins Pay-TV oder verschlüsselt via Sat nur genau die (Sport-)Sendungen, für die europaweite Rechte unverhältnismässig teuer sind?

Zitat
Hunsrücker
Warum bezahlen wir denn horrende Summen für den Rundfunkbeitrag und bekommen doch nur die Hälfte der wichtigen Sport-Highlights mit? ORF und SRF übertragen fast alles, weil sie das Smartcard System haben und es scheint zu funktionieren.


Die Gebühren in D sind keineswegs horrend, sondern mit 17,98 € pro Monat deutlich niedriger als in AUT (23,20 €) oder SUI (38.50 CHF).

Zitat

Für die Deutschen auf Mallorca könnte es dann auch Smartcards geben, damit diese nicht auf den Empfang der Programme verzichten müssen. Zur Finanzierung eine kleine Gebühr (für Versendung der Karten), das Geld kann man dafür bei den Sportrechten einsparen und den Rundfunkbeitrag senken!


... und diese minimale Einsparung muss jeder Sat-Zuschauer gleich wieder in Decoder und Smartcards stecken? Nein danke. Und wieso sollten "Deutsche in Mallorca", die eh keine GEZ-Gebühren zahlen, in den Genuss einer billigen Smartcard kommen, aber die Inhaber anderer Pässe nicht?

Wenn man den Empfang der teuren Sportsendungen wirklich an Smartcards koppeln will (wie bei der Rai oder im Pay-TV), dann doch bitte für jeden, den das interessiert und der dafür bezahlen möchte.

73 de Uli

von ulionken - am 24.05.2013 18:08
Zitat
Spacelab
Zitat
ulionken
(...)oder verschlüsselt via Sat nur genau die (Sport-)Sendungen, für die europaweite Rechte unverhältnismässig teuer sind?

Darüber hatten wir schon mal gesprochen. Das wäre genauso unnötig und teuer als wenn man gleich ganz verschlüsselt.


Nein. Es müssten ja nur Smartcards an diejenigen Sat-Zuschauer verschickt werden, die "teure" Sportübertragungen sehen wollen. Ich sehe via Sat, mich interessieren diese Sendungen nicht, und ich bin absolut dagegen, dass ich wegen ein paar Stunden teurem Sport das gesamte Öffi-Programm nur noch mit Smartcard sehen können soll! Das kostet mich zusätzlichen Aufwand für Decoder und Smartcard, ohne irgendeinen Nutzen. OK, als Verächter der "teuren" Sportsendungen bin ich vermutlich in der Minderheit, aber sicher nicht allein.

Hat denn schon mal jemand eine einfache Rechnung aufgemacht? Die Sportrechte kosten ARD und ZDF pro Jahr etwa 500 Mio. EUR (Der Spiegel) , also irgendwo bei etwa 20 EUR pro GEZ-Haushalt. ( Ich finde das wie andere hier im Forum viel zu viel -> Pay-TV.)

Wie weit könnte man denn die 500 Mio. EUR Sport-Rechtekosten durch Verschlüsselung senken? Ich wette darum, nicht mehr als auf die Hälfte, wenn es hoch kommt. Der Verschlüsselungskram kostet auf Seiten der Öffi-Sender und der Zuschauer Geld (und Umstände). Was bleibt denn dann noch ein Einsparung übrig? 10 € im Jahr pro Haushalt abzüglich der Smartcard-Kosten? Und dafür soll ich mich künftig mit Smartcards rumärgern? Nee, danke!

73 de Uli

von ulionken - am 24.05.2013 19:11
Zitat
Spacelab
Was ist denn das für ein Käse?


Sorry, aber geht es auch noch unsachlicher? :rolleyes:


Zitat

Dann bezahlen die Öffis teuer Geld für die Verschlüsselungstechnik und dann wird diese nur halbherzig genutzt? Na dann macht die Verschlüsselung ja noch weniger Sinn.


Die ganze Verschlüsselung macht nach meiner Ansicht für ein grosses Land wie D keinen Sinn, weil die damit erzielbaren Einsparungen den Aufwand nicht rechtfertigen. Eine Beispielrechnung habe ich oben begonnen. Warum hat man wohl in UK die Verschlüsselung wieder abgestellt (allerdings mit Spotbeam)?

Wenn man trotzdem partout den Aufwand schon treiben will, um die Rechtekosten zu senken, dann soll man das wenigstens auf die Sendungen beschränken, wo die Rechtekosten exzessiv teuer sind. Die Rai macht ja vor, wie das geht.

Zitat

Wenn du nicht gerne Sport schaust ist da ja deine Sache. Aber warum sollen dann alle die eh schon GEZ Gebühren bezahlen und einen Anspruch auf Sportübertragungen haben noch zusätzlich ein Pay-TV Abo abschließen?


Ob man den Sport sehen will oder nicht, das ist jedermanns Sache. Wer ihn sehen will, der soll das wegen mir auch weiterhin mit meinen GEZ-Gebühren tun, trotz der hohen Rechtekosten, solange alles unverschlüsselt bleibt. Aber wenn man wegen dieser wenigen teuren Sendungen partout verschlüsseln will, wieso auch den ganzen "billigen" Rest, den Fremdsprachler sowieso nicht ansehen?

Zitat

Und zum gefühlt hundertsten mal alleine hier in diesem Thread: es geht nicht nur um die Sportrechte. Die machen zwar den größten Posten aus aber das Programm besteht noch aus mehr als nur Sport und dafür werden auch mehr Lizenzgebühren fällig als wenn man verschlüsselt. Mal ganz von den Dingen abgesehen die man unverschlüsselt nicht machen kann wie beispielsweise im Zweikanalton senden.


Wir drehen uns im Kreis. Ich bezweifle, dass man für deutschsprachige Sendungen in D ausser attraktivem Sport irgendeinen signifikanten Lizenzkostenbetrag einsparen kann, wenn man verschlüsselt. Mit Originaltonsendungen hast Recht (siehe SRF). Aber deshalb gleich alles verschlüsseln? Nur wegen damit die Ösis und die Schwiizer keine ARD mehr gucken können?? Mich haben die Argumente nicht überzeugt, vor allem weil die damit erzielbaren Netto-Einsparungen nach meiner Ansicht von den Befürwortern weit überschätzt werden.

73 de Uli

von ulionken - am 24.05.2013 19:57
Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Sollte man den Deutschen die im Ausland wohnen keine deutschsprachigen Nachrichtensendungen gönnen?


Gönnen ja! Und es wurde ja schon angesprochen, daß man tagesschau24 und andere Sender, die nur eigenproduziertes Material ausstrahlen, problemlos europaweit oder gar weltweit ausstrahlen kann.

Die Frage ist hier aber, ob die deutschen Sender (und damit die Zuschauer) das mehrfache für Rechteausgaben bezahlen soll, damit einige Deutsche im Ausland ebenfalls problemlos die deutschen Programme empfangen können.


Es sollte nach einfacheren und preiswerteren Lösungen für dieses Problem gesucht werden, denn weder ein Satellit mit passendem Spotbeam noch ein Verschlüsselungssystem lassen sich schnell umsetzen. Eine Umsetzung beider Optionen würde mehrere Jahre in Anspruch nehmen.


Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Aber vermutlich wirst du nun das Argument dass das eher seltene Einzelschicksale sind zur Sprache bringen...


Nö, da unterstellst du mir etwas falsches. Es ist nur eine falsche Annahme, davon auszugehen, man hätte als Deutscher überall das Recht, die deutschen Programme mit einer 60-cm-Sat-Antenne aus dem Baumarkt zu empfangen. Es ist zwar innerhalb Europas momentan so, aber man kann da nicht einfach ein Recht daraus hervorleiten.


Ok, ich ziehe meine voreilige Unterstellung zurück u. behaupte das Gegenteil. ;)
Solange man in Deutschland seinen Erstwohnsitz hat u. dort Rundfunkgebühren zahlt hätte man durchaus das Recht auch in anderen europäischen Ländern das dt. TV-Programm zu sehen.
Kein Recht auf dt. TV-Programm hätten allerdings die Leute die ihren Wohnsitz permanent ins Ausland verlagert haben.


Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Die Verschlüsselung kostet ebenfalls Geld u. verursacht laufende Gebühren für den o. die Anbieter.


Deswegen habe ich ja das mit dem Spotbeam angesprochen. ;-)


Ok, allerdings lässt sich das wohl frühestens in 4 bis 5 Jahren umsetzen, denn die entsprechenden Sats müssen erstmal gebaut u. ins All befördert werden. Aber ich glaube ich wiederhole mich an dieser Stelle.


Zitat
Kay B
Wenn es nach Uli Hoeneß ging, sollte ja sogar die Rundfunkgebühr um 2 Euro erhöht werden um damit den deutschen Fußball zu subventionieren


2 Euro höhere Rundfunkgebühren wg. Fußball? Hat der einen an der Waffel? So wichtig ist das Herumgekicke auch wieder nicht.

Edit:
Mal schnell nachgerechnet.
2 Euro im Jahr würde ich akzeptieren, aber 2 Euro pro Monat würde einer Erhöhung der Rundfunkgebühren um 11% entsprechen u. damit gut 800 Millionen Euro pro Jahr Mehreinnahmen entsprechen.

von Winnie2 - am 24.05.2013 20:44
@ ulionken

Zitat

Hat denn schon mal jemand eine einfache Rechnung aufgemacht? Die Sportrechte kosten ARD und ZDF pro Jahr etwa 500 Mio. EUR (Der Spiegel) , also irgendwo bei etwa 20 EUR pro GEZ-Haushalt. ( Ich finde das wie andere hier im Forum viel zu viel -> Pay-TV.)


Und das sind nur die Rechte. Die Produktionskosten sollen, da man ja alles irgendwie mobil aufbauen muß, angeblich auch immens sein. Die Stadionsbetreiber werden sich da jeden Quadratmeter, den ein Fernsehsender besetzt, ordentlich vergolden lassen. :-(

Bei sowas sind halt sehr viele Beteiligte am Werk, die allesamt den Hals nicht vollkriegen! :mad:


Zitat

Die ganze Verschlüsselung macht nach meiner Ansicht für ein grosses Land wie D keinen Sinn, weil die damit erzielbaren Einsparungen den Aufwand nicht rechtfertigen.


Dann stellt sich aber die Frage, warum sich andere Länder so abschotten. Länder wie Großbritannien, Frankreich oder Spanien sind ja jetzt auch nicht gerade klein.


Zitat

Ich bezweifle, dass man für deutschsprachige Sendungen in D ausser attraktivem Sport irgendeinen signifikanten Lizenzkostenbetrag einsparen kann, wenn man verschlüsselt. Mit Originaltonsendungen hast Recht (siehe SRF). Aber deshalb gleich alles verschlüsseln? Nur wegen damit die Ösis und die Schwiizer keine ARD mehr gucken können??


Es geht ja nicht darum, irgendjemandem im Ausland das deutsche Fernsehen wegzunehmen. Es ist nur so, daß aus der Sicht eines Fans aktueller amerikanischer Spielfilme und Serien ein immenser Unterschied zwischen den unverschlüsselt sendenden deutschen Öffentlich-Rechtlichen einerseits und ausländischen Öffentlich-Rechtlichen andererseits besteht. Die deutschen Öffentlich-Rechtlichen wirken regelrecht so, als ob sie möglichst eingekaufte Filme und Serien meiden wollen.




@ Winnie2

Zitat

Es sollte nach einfacheren und preiswerteren Lösungen für dieses Problem gesucht werden, denn weder ein Satellit mit passendem Spotbeam noch ein Verschlüsselungssystem lassen sich schnell umsetzen. Eine Umsetzung beider Optionen würde mehrere Jahre in Anspruch nehmen.


Ja, aber das sollte man bei der Planung der nächsten Astra-Generation mit einfließen lassen.


Zitat

Solange man in Deutschland seinen Erstwohnsitz hat u. dort Rundfunkgebühren zahlt hätte man durchaus das Recht auch in anderen europäischen Ländern das dt. TV-Programm zu sehen.


Ich würde es eher mit einem Zeitungsabonnement vergleichen. Du kannst in Deutschland eine Zeitung abonnieren und hast damit auch ein Anrecht darauf. Sobald du aber aus dem Bereich ziehst, indem die Versandkosten durch das Abonnement mit abgedeckt werden, mußt du selbst für den Versand aufkommen. Du kannst nicht erwarten, daß alle anderen Zeitungsabonnenten die durch dich entstehenden Extrakosten mit tragen.

Also daß Recht, als deutscher Gebührenzahler die deutschen Öffentlich-Rechtlichen auf Malle oder sonstwo zu empfangen, mag bestehen, aber für den zusätzlichen Empfangsaufwand müßten diese Leute bitteschön selbst aufkommen.


Zitat

2 Euro höhere Rundfunkgebühren wg. Fußball? Hat der einen an der Waffel? So wichtig ist das Herumgekicke auch wieder nicht.


Ja, das war so ein typisches Beispiel dafür, daß diese Sportvereine den Hals einfach nie vollkriegen! :mad:


Zitat

Eine echte Alternative wären neuere Entschlüsselungssystem welche ohne Smartcard funktionieren (...)


Das gibt es ja schon lange und nennt sich BISS:
http://de.wikipedia.org/wiki/Basic_Interoperable_Scrambling_System

Der Inhaber dieses Systems dürfte sogar die EBU sein. Da dieses Verschlüsselungssystem meist nur für Feeds zum Einsatz kommt, kennt es kaum jemand. An sich müßte sich jeder DVB-S-Receiver mittels eines Softwareupdates auf BISS erweitern lassen, sofern der Hersteller das programmiert. Der Schlüssel wird dabei einfach direkt über ein Menü eingegeben.




@ Martyn136

Zitat

Einen eigenen, öffentlich-rechtlichen Sportkanal als öffentlich-rechtlicher Digitalkanal. Denn tagesschau24 und ZDFinfo sowie EinsFestival und ZDFkultur könnte man jeweils fusionieren. Dann hätte man Platz für einen Jugendkanal und einen Sportkanal.


Einen reinen Sportkanal müßte man ganzjährig mit irgendwelchen Sportinhalten füllen. Das dürfte kaum möglich sein.

Eher sollte man die ganzen Sportsendungen während der WM, EM oder sonstwas einfach auf einen Kanal konzentrieren, anstatt sie immer zwischen ARD und ZDF hin- und herzuschieben.

von Kay B - am 24.05.2013 22:54
Zitat
dxbruelhart
Wir sollten uns vielmehr überlegen, wie wir unsere Sender frei bekommen, und nicht, wie man dem Empfang beschränken könnte.


Das sehe ich auch so. Die EBU könnte z.B. europaweite Rechte für Sport und Filme gebündelt für ihre Mitglieder erwerben. So ein Paket wäre sicher billiger, als wenn jedes einzelne EBU-Mitglied mit den Rechteinhabern verhandelt. Allerdings würde ein genereller Verzicht auf Verschlüsselung durch die EBU-Mitglieder eine national getrennte Vermarktung im Free TV oder Pay TV verhindern. Diejenigen, die an dieser Zersplitterung verdienen, würden vermutlich gegen einen europaweiten Erwerb von Senderechten durch die EBU Sturm laufen.

Zitat

Ich bin mir ernsthaft am überlegen, wie man einen Weg finden kann, z.B. mit Gerichtsprozess gegen die SRG/SRF aufziehen könnte, damit die die Verschlüsselung aufgeben müssen; eine Erhöhung der Billag-Gebühren um maximal 20% würde ich für den freien unverschlüsselten Empfang in Kauf nehmen - damit eben die Deutschen und die Oesterreicher und ganz Europa unsere Programme nutzen können.


Ich hätte auch nichts dagegen, mehr zu bezahlen, wenn dann die lästigen Verschlüsselungen durch die nationalen Hörfunk- und TV-Sender verschwinden würden. Mir geht es dabei weniger um Sport- und Filmsendungen mit teuren Lizenzrechten sondern um Nachrichten, Dokumentationen, Konzerte etc. aus anderen Ländern. Etwa das, was es auf Kurzwelle im Hörfunk mal gratis gegeben hat und was mit dem Aussterben des Kurzwellenrundfunks immer mehr verschwindet.

Es ist ein Unding, dass man in einem Europa mit offenen Grenzen beim Hörfunk- und TV-Empfang überall über Grenzen in Form von verschiedenen Verschlüsselungen stösst, und das alleine deshalb, damit sich die Rechteinhaber den Markt möglichst profitabel aufteilen können! Europa und speziell die EU ist halt in erster Linie dazu gedacht, dass die Wirtschaft unbehindert läuft. Die Interessen der Verbraucher und Bürger stehen dabei leider nicht an erster Stelle. Für einen grenzenlosen TV-Emfang würde ich ein Dutzend unterschiedlicher Smartcards brauchen, von denen ich einen grossen Teil nicht mal legal, sondern nur über Hintertürchen beschaffen kann. Das kann es ja wohl nicht sein, was mit einem Europa der offenen Grenzen gemeint ist!

73 de Uli

von ulionken - am 25.05.2013 12:00
Zitat
dxbruelhart
Wir sollten uns vielmehr überlegen, wie wir unsere Sender frei bekommen, und nicht, wie man dem Empfang beschränken könnte.


:spos: :spos: :spos: :spos: :spos: :spos: :spos: :spos: :spos: :spos: :spos:

Zitat
Manfred Z
Solange ORF und SRG Übertragungsrechte erwerben, die in D'land bei den Privaten und bei Sky liegen und nicht bei ARD und ZDF, wird man verschlüsseln müssen.


Womit auch der eigentliche Preistreiber endlich genannt wurde.

Zumindest für (Sport-)Ereignisse von "nationalem Interesse" (was immer das sein mag) könnte der Gesetzgeber eine Übertragung im Free-TV vorschreiben (das gibt es in Großbritannien) und die ÖRAs könnten sich darauf einigen, für das Ereignis genau 1 Euro zu bieten (das gibt es noch nicht).

Die Fans amerikanischer Serien, die selbige ohne Werbung schauen möchten, hätten von so einer Regelung natürlich nichts.

Die BBC hat es durchgerechnet, und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß das Verschlüsseln teurer kommt, als Rechte für den Overspill zu erwerben! Und die Briten haben wegen der Sprache da ein viel größeres Problem als die meisten anderen europäischen Länder. Und ITV, Channel 4 und 5 haben nachgezogen!! Sind die alle blöd??? Sogar die Satellitenübertragung aller Regionalprogramme ließ sich aus dem Ersparten finanzieren.

Als besonderes Schmankerl hat Sky (UK) der BBC noch einen Monat Verschlüsselung geschenkt, damit sie sich das noch mal überlegen können. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.


Zitat
Kay B
@ catperson

Zitat

Wenn Du so dafür bist, televisionäre Mauern zu errichten, dann bist Du sicherlich auch dafür, daß ebensolche Mauern auch im Internet aufgebaut werden, und infolgedessen auch die GEMA bei Ihrem Kampf gegen das böse Youtube, welches Künstler für die Nutzung Ihrer Werke in Deutschland nicht bezahlen möchte, unterstützen...


Was soll denn jetzt diese seltsame Unterstellung???

Die GEMA ist eine Organisation, die offenbar sowohl bei den Gebühren wie auch bei den Umständen, unter denen Gebühren anfallen (z.B. Kindergärten, in denen Lieder gesungen werden), keinerlei Maß mehr kennt.

Ich bin rein gar nicht dafür, "televisionäre Mauern zu errichten" wie du mir hier jetzt unterstellst!

Es ist aber nunmal so, daß dieser europaweite Fernsehspaß irgendwie finanziert werden muß. Und sobald da die Rechte Dritter im Spiel sind, wird es nunmal richtig teuer. Das ist halt so. Daran ändert keiner von uns etwas.


Zitat

Den Zuschauern möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen.


Genau so ist es leider. Sobald ein Rechteinhaber aber nachweisen kann, daß jemand außerhalb des Zielgebietes eines Senders als potentieller Zuschauer infrage kommt, wird dieser mit eingerechnet. Das läuft dann daraus hinaus, daß den eigentlichen Zuschauern im Zielgebiet noch mehr Geld aus der Tasche gezogen wird, da sie für die potentiellen Zuschauer außerhalb des Zielgebietes mitzahlen müssen. Oder eben, daß bestimmte Inhalte für den Fernsehsender wegen der europaweiten Empfangbarkeit gar nicht finanzierbar sind.


Was auch voll und ganz für den Youtube-Vergleich zutrifft. Youtube kann oder möchte den von dem für Deutschland zuständigen Vertreter der Rechteinhaber geforderten Betrag für die Nutzung in Deutschland nicht zahlen, also wirst Du in Deutschland davon ausgesperrt. Das ist voll und ganz die Logik nach der Du den Empfang deutscher Fernsehprogramme in Ausland handhaben willst.


Zitat
Kay B
CI+


Technik, die mir verbieten kann, Sendungen aufzunehmen, (über Werbeblöcke) Vorzuspulen oder gemachte Aufnahmen unbrauchbar machen kann kommt mir nicht ins Haus. Dann könnt Ihr Euren ganzen Kram behalten... :mad:


Lieber Spacelab, wenn ich das lese

Zitat
Spacelab
Und das Geschrei wird immer noch lauter weil der Unmut in Deutschland darüber wächst das wir für die anderen Länder den Geldsäckel ganz weit aufmachen dürfen und es mit "Nazi Merkel" Bildern und Angriffen auf deutsche Touristen gedankt bekommen.


wird mir angst und bange. Da werden nicht nur mediale Mauern gefordert, sondern am besten Mauern aus Beton und Stacheldraht gleich mit. Das ist bisher nie dauerhaft gut gegangen.


Zitat
ulionken
(...) Das kann es ja wohl nicht sein, was mit einem Europa der offenen Grenzen gemeint ist!

73 de Uli


Vollste Zustimmung!! :spos: :spos: :spos:

Ich würde mir wünschen, diese Einstellung wäre weiter verbreitet.


Catperson

von catperson - am 25.05.2013 12:38
@ Hunsrücker

Zitat

In Österreich gibt es sogar ORF Sport Plus obwohl ORF1 die großen Sportereignisse selbst überträgt. Die bekommen ihren Kanal auch voll. Daran sollte es wirklich nicht scheitern.


Das hieße dann aber immernoch, daß die Öffentlich-Rechtlichen einen weiteren Spartenkanal bräuchten. Und die sind schon jetzt zu weit aufgebläht mit ihrem Angebot. Ganz abgesehen davon, daß ein Sportkanal zum allergrößten Teil aus nicht gerade billigem Fremdmaterial gefüllt werden müßte.




@ dxbruelhart

Zitat

Wir sollten uns vielmehr überlegen, wie wir unsere Sender frei bekommen, und nicht, wie man dem Empfang beschränken könnte.
(...)
eine Erhöhung der Billag-Gebühren um maximal 20% würde ich für den freien unverschlüsselten Empfang in Kauf nehmen - damit eben die Deutschen und die Oesterreicher und ganz Europa unsere Programme nutzen können.


Eine sehr lobenswerte Einstellung. Aber die Erhöhung der Billag-Gebühren um 20 Prozent würde wohl nichtmal ansatzweise ausreichen, wenn aufeinmal SF zwei europaweit frei empfangbar wäre.




@ ulionken

Zitat

Das sehe ich auch so. Die EBU könnte z.B. europaweite Rechte für Sport und Filme gebündelt für ihre Mitglieder erwerben. So ein Paket wäre sicher billiger, als wenn jedes einzelne EBU-Mitglied mit den Rechteinhabern verhandelt.


Das müßte dann aber beiderseitig, also seitens der Rechteinhaber und seitens der Fernsehsender gewollt sein. Gerade die Rechteinhaber werden immer das Maximale aus ihren Rechten rausholen wollen und nicht auf deinen Vorschlag eingehen.




@ catperson

Zitat

Womit auch der eigentliche Preistreiber endlich genannt wurde.


Der Preis wird durch die hohe Nachfrage getrieben. Und leider ist es so, daß die Preisschwelle bei den Öffentlich-Rechtlichen ziemlich hoch liegt.

Gerade bei Auktionen etabliert sich schnell ein gewisser Jagdtrieb, der die Auktionäre dazu zwingt, die Auktion unbedingt zu gewinnen; auch wenn der gebotene Preis ein Mehrfaches über dem eigentlichen Wert der Ware liegt. Genau so scheint es bei den Öffentlich-Rechtlichen auch zu sein, sodaß sich manche Herrschaften dort nicht damit abfinden können, wenn gewisse Sportereignisse bei den Privaten ausgestrahlt werden.

Genau das ist es, was letztlich den Preis treibt.



Zitat

Die BBC hat es durchgerechnet, und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß das Verschlüsseln teurer kommt, als Rechte für den Overspill zu erwerben!


Das kommt aber auf
- die Verschlüsselung und
- den Overspill an.

Als Verschlüsselung kam bei der BBC Videoguard zum Einsatz. Der Inhaber ist Rupert Murdoch. Und der läßt sich natürlich alles möglichst vergolden. Erstrecht, sobald es noch über eine seiner Pay-TV-Plattformen läuft.

Der Overspill der BBC ist gerade eben durch den Spotbeam klein und damit für die BBC finanzierbar.

Dein Satz, so wie er oben steht, suggeriert also, daß eine Verschlüsselung teurer als ein europaweiter Overspill wäre, was einfach nicht stimmt.

Man könnte wie gesagt auch auf BISS als Verschlüsselung setzen. Da müßte die EBU selbst der Inhaber sein und das ganze läuft ohne Smartcards ab. Das funktioniert natürlich nur, wenn die Receiverhersteller mitmachen und das in die Firmware integrieren würden. Ist aber immer noch besser, als an irgendwelche Sky-Boxen gebunden zu sein.



Zitat

Was auch voll und ganz für den Youtube-Vergleich zutrifft. Youtube kann oder möchte den von dem für Deutschland zuständigen Vertreter der Rechteinhaber geforderten Betrag für die Nutzung in Deutschland nicht zahlen, also wirst Du in Deutschland davon ausgesperrt. Das ist voll und ganz die Logik nach der Du den Empfang deutscher Fernsehprogramme in Ausland handhaben willst.


Nein ist es nicht! Schon alleine, weil du Youtube und Fernsehen gleich setzt. Beim Fernsehen ist eindeutig klar, wer für die Inhalte zuständig ist. Es ist der jeweilige Fernsehsender. Bei Youtube scheiden sich immer noch die Geister, wer für die Inhalte zuständig ist und dafür auch die Rechte erwerben müßte. Youtube selbst oder der jeweilige Kontoinhaber? Youtube hat wohl bisher teilweise Rechte erworben, um seine Marktposition zu halten.

Bei Youtube scheint es so zu sein, daß da irgendwelche "Schnüffler" auf Provisionsbasis aktiv sind und für jede gefundene "scheinbare" Urheberrechtsverletzung Geld bekommen. Anders wäre es nicht zu erklären, daß bei irgendwelche Bandscans, in denen nur Fetzen eines urheberrechtlich geschützten Liedes zu hören sind, gesperrt werden.

Gerade die GEMA :mad: hebt sich ja ständig durch ein Handeln, daß weit über pedantische Dimensionen hinausgeht, sehr negativ hervor. :mad:

Auch das Deutsche Rundfunkarchiv hat sich ähnlich verhalten, in dem z.B. Videos von Überreichweiten, in denen das Testbild des DDR-Fernsehens zu sehen war, gesperrt wurden.

Das, was bei Youtube abläuft, sind also irgendwelche Sandkastenkämpfe durch die Rechtefirmen. Das gibt es beim Fernsehen nicht, da ist alles genau definiert. Youtube mit Fernsehen gleichzusetzen ist also ein sehr heißes Eisen, da es da rechtlich offenbar noch sehr viele Grauzonen gibt.



Zitat

Technik, die mir verbieten kann, Sendungen aufzunehmen, (über Werbeblöcke) Vorzuspulen oder gemachte Aufnahmen unbrauchbar machen kann kommt mir nicht ins Haus. Dann könnt Ihr Euren ganzen Kram behalten... :mad:


Man wird um diesen Mist aber leider nicht drumrum kommen, wenn irgendwann jeder Fernseher damit ausgestattet ist. Und es heißt ja nicht zwangsläufig, daß die Öffentlich-Rechtlichen diese Möglichkeiten nutzen.



Zitat

Lieber Spacelab, wenn ich das lese

Zitat
Spacelab
Und das Geschrei wird immer noch lauter weil der Unmut in Deutschland darüber wächst das wir für die anderen Länder den Geldsäckel ganz weit aufmachen dürfen und es mit "Nazi Merkel" Bildern und Angriffen auf deutsche Touristen gedankt bekommen.


wird mir angst und bange. Da werden nicht nur mediale Mauern gefordert, sondern am besten Mauern aus Beton und Stacheldraht gleich mit. Das ist bisher nie dauerhaft gut gegangen.


Jetzt übertreibst du aber wirklich! Daß mit den Nazi-Merkel-Bildern und der Unbeliebtheit deutscher Touristen in Griechenland sind nunmal Tatsachen. Und man darf sich als steuerzahlender Deutscher, der zwangsläufig diese Länder finanzieren muß, über diese Tatsachen doch noch seine Meinung bilden. Mehr hat Spacelab nicht gemacht.

von Kay B - am 25.05.2013 15:23
Ach, da hatte ich doch gestern glatt vergessen auf einen Beitrag von dir zu antworten. Das hole ich nun nach.

Zitat
Kay B
Die Produktionskosten sollen, da man ja alles irgendwie mobil aufbauen muß, angeblich auch immens sein. Die Stadionsbetreiber werden sich da jeden Quadratmeter, den ein Fernsehsender besetzt, ordentlich vergolden lassen. :-(


Die Produktionskosten dürften allerdings unabhängig davon sein ob die Spiele per Satellit oder verschlüsselt gesendet werden.
Das Thema Empfangsgebiet u. Zielgruppe dürfte nur bei den Rechtekosten eine Rolle spielen.

Zitat
Kay B
Länder wie Großbritannien, Frankreich oder Spanien sind ja jetzt auch nicht gerade klein.


In diesen Ländern spielt der TV-Empfang über Satellit keine besonders große Rolle. Und wenn gibt es in diesem Ländern nur Pay-TV über Sat. Die TV-Grundversorgung erfolgt mittels DVB-T.


Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Es sollte nach einfacheren und preiswerteren Lösungen für dieses Problem gesucht werden, denn weder ein Satellit mit passendem Spotbeam noch ein Verschlüsselungssystem lassen sich schnell umsetzen. Eine Umsetzung beider Optionen würde mehrere Jahre in Anspruch nehmen.


Ja, aber das sollte man bei der Planung der nächsten Astra-Generation mit einfließen lassen.


Nun, ich halte das nicht für so einfach. Weil wenn dann wäre es aus technischer Sicht sinnvoll einen Satelliten komplett auf Spotbeam umzustellen, aber solange nur die ÖR Transponder anmieten und keinen Satelliten komplett müssten andere Programmanbieter ebenfalls auf Spotbeams setzen.
Was bedeutet dass die privaten TV-Anbieter in Deutschland dann ebenfalls auf Spotbeam setzen müssten. Ein Satellit der beides kann, Spotbeam u. Europabeam wäre jedenfalls teurer da zwei verschiedene Sendeantennen notwendig wären.
ÖR und Private sollten sich zusammen mit Astra auf eine gemeinsame Lösung einigen.


Zitat
Kay B
Also daß Recht, als deutscher Gebührenzahler die deutschen Öffentlich-Rechtlichen auf Malle oder sonstwo zu empfangen, mag bestehen, aber für den zusätzlichen Empfangsaufwand müßten diese Leute bitteschön selbst aufkommen.


Welchen zusätzlichen Empfangsaufwand meinst du bitte? Größere Schüsseln auf Mallorca?
Und was soll das bitte nutzen?
Ich dachte es geht darum dass deutsche Gebührenzahler die dt. ÖR-TV-Programme sehen können und die einheimischen Spanier nicht?
Wie soll dieser Umstand mit Spotbeams gelöst werden. Wenn jemand aus Deutschland auf seiner Finca eine große Sat-Schüssel montiert weshalb sollte das der einheimsche Bewohner - oder auch Kneipenbesitzer - aus Spanien nicht können? Wer sollte diesen davon abhalten eine baugleiche Schüssel auf seinem Grundstück aufzustellen und auf den Astra Sat auszurichten?


Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Eine echte Alternative wären neuere Entschlüsselungssystem welche ohne Smartcard funktionieren (...)


Das gibt es ja schon lange und nennt sich BISS

Der Inhaber dieses Systems dürfte sogar die EBU sein. Da dieses Verschlüsselungssystem meist nur für Feeds zum Einsatz kommt, kennt es kaum jemand. Der Schlüssel wird dabei einfach direkt über ein Menü eingegeben.


Genau das ist die große Schwachstelle bei BISS, die manuelle Verwaltung u. Verteilung des Schlüssels.
Wie soll bitte sichergestellt werden dass dieser Schlüssel nur von der gewollten Zielgruppe genutzt wird?
Es hat einen triftigen Grund weshalb BISS nur innerhalb geschlossener Benutzerkreise genutzt wird, denn jeder der den Schlüssel kennt kann die TV-Übertragungen entschlüsseln. Deshalb müssen die Benutzer sich gegenseitig vertrauen die BISS nutzen.
Wie soll sichergestellt werden dass der Schlüssel nur von den gewünschten Leuten genutzt wird?
Ein offener Schlüsselcode ist heute über das Internet in Sekunden über die halbe Welt verteilt.
BISS wird deshalb ausschliesslich bei TV-Produktionen genutzt, aber nicht beim TV-Broadcast.

Manuelle Eingabe des Schlüssels bei Millionen von Geräten durch ihre jeweiligen Nutzer? Eine kleine Falscheingabe u. es funktioniert nicht. Unrealistisch, würde ich sagen.
Ein sicheres System muss gewährleisten dass der Schlüssel-Code automatisiert in das Gerät eingegeben wird u. der eigentliche Nutzer sollte den Schlüssel nicht kennen, damit dieser den Schüssel nicht an unbefuge Nutzer weitergeben kann.


Zitat
Kay B
Einen reinen Sportkanal müßte man ganzjährig mit irgendwelchen Sportinhalten füllen. Das dürfte kaum möglich sein.


Möglich wäre es schon wenn z.B. zudem von Randsportarten berichtet würde oder von gesellschaftlich weniger bedeutenden Turnieren.


Zitat
Kay B
Der Overspill der BBC ist gerade eben durch den Spotbeam klein und damit für die BBC finanzierbar.

Vorteil Großbritanniens: Insellage. Dadurch wird das bevölkerte Overspillgebiet kleiner.


Zitat
Kay B
Dein Satz, so wie er oben steht, suggeriert also, daß eine Verschlüsselung teurer als ein europaweiter Overspill wäre, was einfach nicht stimmt.

Man könnte wie gesagt auch auf BISS als Verschlüsselung setzen.


BISS ist für Millionen an Nutzern weder ein sicheres noch ein komfortables Verschlüsselungssystem.
Leider wäre doch eine komplexeres und kostspieligeres System notwendig.

von Winnie2 - am 25.05.2013 16:06
@ Winnie2

Zitat

Die Produktionskosten dürften allerdings unabhängig davon sein ob die Spiele per Satellit oder verschlüsselt gesendet werden.


Ja, dabei bezog ich mich einfach nur auf die Unverschämtheit der ganzen Sportvereine und den ganzen Unternehmen dahinter. Ob das nun die Rechtekosten sind oder das maßlos überteuerte Getränk für den Stadionbesucher.

Und dann kommen noch solche Gestalten wie Uli Hoeneß daher und wollen, daß der Fußball noch durch die Allgemeinheit durch eine Erhöhung der Rundfunkgebühr quersubventioniert wird! :mad: Die kriegen einfach den Rachen nicht voll! :mad:


Zitat

In diesen Ländern spielt der TV-Empfang über Satellit keine besonders große Rolle. Und wenn gibt es in diesem Ländern nur Pay-TV über Sat. Die TV-Grundversorgung erfolgt mittels DVB-T.


Ja, und deswegen haben die den Vorteil, daß es für sie die Problematik mit den notwendigen Europarechten gar nicht gibt. Schön, wenn das hierzulande auch so wäre. Aber der deutsche Fernsehmarkt hat sich aus der Sicht der Kosten leider so entwickelt, daß Satellitenempfang der erste Empfangsweg ist.


Zitat

Nun, ich halte das nicht für so einfach. Weil wenn dann wäre es aus technischer Sicht sinnvoll einen Satelliten komplett auf Spotbeam umzustellen, aber solange nur die ÖR Transponder anmieten und keinen Satelliten komplett müssten andere Programmanbieter ebenfalls auf Spotbeams setzen.
Was bedeutet dass die privaten TV-Anbieter in Deutschland dann ebenfalls auf Spotbeam setzen müssten. Ein Satellit der beides kann, Spotbeam u. Europabeam wäre jedenfalls teurer da zwei verschiedene Sendeantennen notwendig wären.


Das sind Details, die erst dann zur Sprache kommen, wenn man überhaupt einen Spotbeam für Deutschland beschließt. Daß es aber offenbar lohnenswert ist, zeigen ja die britischen Sender.


Zitat

Welchen zusätzlichen Empfangsaufwand meinst du bitte? Größere Schüsseln auf Mallorca?
Und was soll das bitte nutzen?


Entweder das, oder eben eine Zuführung über IPTV für Deutsche im Ausland.


Zitat

Ich dachte es geht darum dass deutsche Gebührenzahler die dt. ÖR-TV-Programme sehen können und die einheimischen Spanier nicht?


Die Rechtefirmen gehen offenbar davon aus (sonst würden sie sich ja nicht darauf einlassen), daß außerhalb des Zielgebietes nur noch eine sehr kleine Minderheit diesen erhöhten Empfangsaufwand treibt. Und diese kleine Minderheit wird sich dann höchstwahrscheinlich nur aus Leuten zusammensetzen, die ein sehr hohes Interesse an den Spotbeamprogrammen haben. Also in Spanien werden das wahrscheinlich größtenteils nur Deutsche sein.


Zitat

Wie soll dieser Umstand mit Spotbeams gelöst werden. Wenn jemand aus Deutschland auf seiner Finca eine große Sat-Schüssel montiert weshalb sollte das der einheimsche Bewohner - oder auch Kneipenbesitzer - aus Spanien nicht können? Wer sollte diesen davon abhalten eine baugleiche Schüssel auf seinem Grundstück aufzustellen und auf den Astra Sat auszurichten?


Ja, klar kann das dann noch jeder gucken, der den entsprechenden Aufwand treibt. Und das ist ja auch gut so! Es geht hier aber eher darum, auf was sich die Rechtefirmen einlassen. Und wenn z.B. die BBC in Deutschland nicht mehr mit "Baumarktantennen" empfangbar ist, zählt Deutschland offenbar nicht mehr zur potentiellen Zuschauerschaft, für die auch nicht bezahlt werden muß.

Wie gesagt, wir reden offenbar etwas aneinander vorbei. Es geht mir nicht darum, den Empfang irgendwo zu verhindern, sondern einfach nur darum, daß die Rechtefirmen bei den deutschen Sendern möglichst nur für Deutschland und nicht für ganz Europa abkassieren.


Zitat

Genau das ist die große Schwachstelle bei BISS, die manuelle Verwaltung u. Verteilung des Schlüssels.
Wie soll bitte sichergestellt werden dass dieser Schlüssel nur von der gewollten Zielgruppe genutzt wird?


Genau so ist es mit BISS. Sofern es die Rechteinhaber allerdings als Verschlüsselung schlucken, soll es doch Recht sein. Der ORF war über Betacrypt auch jahrelange "offen", aber den Rechtefirmen hat diese Pseudoverschlüsselung offenbar gereicht.

Und falls es nicht reicht, könnte man BISS so modifizieren, daß jeder Receiver über die Firmware eine einzigartige ID bekommt und jeder berechtigte Zuschauer einen zu der ID passenden individuellen Schlüssel bekommt. Aus der Receiver-ID und dem individuellen Schlüssel wird dann in der Firmware das Codeword (also der Schlüssel für den CSA) generiert. Das wäre dann sowas wie eine Adressierung und alles rein softwaremäßig und ohne irgendwelche Smartcards. Ist also alles nur eine Softwarefrage.

von Kay B - am 25.05.2013 17:20
@ Thomas (Metal)

Zitat

Es ist schon bezeichnen, wie man überhaupt derartige Vorgaben überhaupt akzeptieren kann. Man läßt sich also instrumentalisieren.
Man kann Ulionken und dxbruelhart nur 1000x Recht geben


Ja, die Idee eines europaweiten freien Fernsehempfangs ist natürlich sehr lobenswert. Das steht außer Frage.

Aber jemand, der bestimmte Inhalte für das Fernsehen oder für das Radio (oder sonstwas) produziert, ist nunmal der Eigentümer dieser Inhalte. Und als Eigentümer bestimmt man nunmal den Preis, sofern die Nachfrage da mitzieht. Und diese Nachfrage ist bei Sportrechten und anderen Rechten halt immens. Das ist halt ein Nachteil der Freien Welt, mit dem wir uns abfinden müssen.

Eine Alternative wäre, daß die Rechte eines Künstlers oder eines Produzenten automatisch an den jeweiligen Staat übergehen und dieser sie vermarktet. So eine Situation hatten wir in der DDR. Jegliche künstlerischen Rechte (seien es die Auftritte von Katarina Witt im Westen oder die Aufführrechte von Karat oder anderer DDR-Bands bzw. Orchester) wurden durch den Staat vermarktet. Das hatte aber nicht dazu geführt, daß die Rechte zu vernünftigen Preisen abgegeben wurden, sondern man versuchte da auch möglichst viel dabei rauszupressen. Und die eigentlichen Urheber bekamen nur ein Trinkgeld. :mad:

Es ist wurscht, wer die Rechte vermarktet. Solange die Nachfrage da ist, wird der Preis immer in die Höhe getrieben.

Und gerade wenn man europaweit empfangbar ist, sitzen die Rechteinhaber an einem noch längeren Hebel. :mad:

Was gedenkst du zu tun, um diese Situation zu ändern?

von Kay B - am 25.05.2013 23:40
Zitat
Frank S.
Dann zahlen wir eben drauf ! Dafür kann man aber in ganz Europa deutsches Fensehen sehen und sich selbst ein Bild von Deutschland machen. Das ist viel mehr wert als als die paar cent Mehrkosten für europaweite Lizenzierung.


Ich sehe das genauso. Und die GEZ-Gebühr ist verglichen mit den Nachbarländern immer noch günstig.

Aber Terranusl hat auch Recht: Im TV gibt es kein vereintes Europa, sondern einen nach Nationalstaaten auftgeteilten Markt, mit vielen elektronischen Mauern, nämlich Verschlüsselungssystemen, die den Empfang hinter den Grenzen der Nationalstaaten unterbinden sollen. Ich finde das als EU-Bürger inakzeptabel.

Die elektronischen Grenzen gibt es übrigens nicht nur beim Sat-Empfang, sondern auch im Kabel. Die Kabelgesellschaften in der EU dürfen nämlich nicht einfach das weiter verbreiten, was per Sat unverschlüsselt und frei empfangbar ist. Laut einer EU-Richtlinie braucht es für jeden Einzelfall die Zustimmung des (asuländischen) Programmanbieters. Deshalb gibt es auch bei KDG, UM und Konsorten weder BBC noch ITV zu sehen: Diese Programme sind zwar per Sat empfangbar, aber BBC und ITV erteilen die Genehmigung nicht, weil sie dann höhere Lizenzgebühren an die Rechteverwerter zahlen müssten. Da kann man sich als Kabelkunde ausserhalb der EU glücklich schätzen: In der Schweiz werden die Programme selbstverständlich verbreitet, ohne dass die Anbieter etwas dagegen tun könnten.

Nach meiner Meinung muss die EU die Bedingungen zu Gunsten der TV-Kunden ändern: Zumindest die "Basisprogramme" der einzelnen Länder sollten frei empfangbar sein, wenn sie sowieso schon über Sat verbreitet werden. Dazu braucht es allerdings Druck auf die betreffenden Politiker; die Lobby der Rechteinaber und -verwerter hat offenbar bisher viel zu grossen Einfluss.

Damit sich etwas ändert, hilft auch kein Jammern in Foren wie diesen: Übt zum Beispiel Druck auf die Politiker aus, die wieder ins EU-Parlament gewählt werden wollen! Steter Tropfen kann auch bei den elektronischen Grenzzäunen und Mauern den Stein höhlen, aber wenn sich niemand wehrt und beschwert, dann wird es sicher nicht besser.

73 de Uli

von ulionken - am 26.05.2013 16:27
Es hat mehrere Gründe:

1. Die EU macht knallharte Wirtschaftspolitik für die Konzerne. Grenzen werden dann abgebaut, wenn es den Konzernen hilft. Es geht dabei nicht um das Ideal eines vereinten Europa, das ist und war immer vorgeschoben. Es geht um leichteres Wirtschaften.

2. Den TV Konzernen helfen nationale Märkte, daher bleiben sie bestehen. Nichts ist lobbyanfälliger als Brüssel. Das EU Parlament kann so durchgreifende Dinge nicht beschließen, das wären Richtlinien, die die Kommission vorschlagen müsste. Die Kommission wird jedoch nichts tun, dass den Gewinn von großen Unternehmen wie den TV Rechteinhabern bzw. TV Sendern schmälern würde.

3. Noch eine harte Wahrheit: 90% der Bevölkerungen sind an ausländischem TV sowieso nicht interessiert, es ist kein Thema, womit man politisch gewinnen könnte. Selbst in Ländern wie Niederlande oder Belgien, wo viele ausländische Sender verfügbar sind, haben diese nur extrem geringe Zuschauerzahlen. Man schaut das eigene TV, das reicht den meisten.
Dadurch, dass sich die Auswahl in den einzelnen Ländern den größeren angeglichen hat, hat man heute eher eine "Re-Nationalisierung" des TV Verhaltens. Vor 20 Jahren als es zB in Dänemark nur 2 TV Sender gab, schaute man dort noch recht viel dt. TV. Heute nicht mehr - es gibt genug eigene Angebote.

Und zu guter letzt- die europäische Idee ist leider auch etwas, das nur wenigen wirklich wichtig ist, und schon gar nicht im TV Bereich. Da machen sich viele gerade in Deutschland, wo die Europafreundlichkeit Staatsräson ist, gerne etwas vor. Die Realität ist leider eine andere. Das gegenseitige Interesse geht eher zurück als dass es zunimmt...

von Terranus - am 26.05.2013 16:38
Zitat
TerranusI
Es hat mehrere Gründe:

1. Die EU macht knallharte Wirtschaftspolitik für die Konzerne. Grenzen werden dann abgebaut, wenn es den Konzernen hilft. Es geht dabei nicht um das Ideal eines vereinten Europa, das ist und war immer vorgeschoben. Es geht um leichteres Wirtschaften.


Das würde ich zu 100% so unterschreiben.

Zitat

2. Den TV Konzernen helfen nationale Märkte, daher bleiben sie bestehen. Nichts ist lobbyanfälliger als Brüssel. Das EU Parlament kann so durchgreifende Dinge nicht beschließen, das wären Richtlinien, die die Kommission vorschlagen müsste. Die Kommission wird jedoch nichts tun, dass den Gewinn von großen Unternehmen wie den TV Rechteinhabern bzw. TV Sendern schmälern würde.


Auch das ist völlig richtig, man muss sich nur die Zusammensetzung der EU-Kommission ansehen und wie diese Leute auf ihre Posten gelangt sind. Über die Funktionsweise des Lobbysystems höre ich immer wieder mal aus erster Hand. :eek:

Die EU-Kommission kann allerdings nicht mehr allein regieren, alle relevanten Beschlüsse müssen vom EU-Parlament abgesegnet werden. Und damit sich das nicht aufs Abnicken beschränkt, kann man als Einzelner bei den Kandidaten schon etwas Druck machen. Neulich war eine der EU-Abgeordneten hier zu einem Vortrag mit Diskussion. Erstaunt hat mich, was da für Allianzen jenseits der üblichen politischen Farbschemata möglich sind. Nur wenn es, wie anscheinend bei den TV-Verbreitungen anscheinend kaum jemanden interessiert, dann wird auch der engagierteste Parlamentarier seine Zeit zum Schmieden von Adhoc-Koalitionen lieber für ein anderes Thema investieren.

Zitat

3. Noch eine harte Wahrheit: 90% der Bevölkerungen sind an ausländischem TV sowieso nicht interessiert, es ist kein Thema, womit man politisch gewinnen könnte. Selbst in Ländern wie Niederlande oder Belgien, wo viele ausländische Sender verfügbar sind, haben diese nur extrem geringe Zuschauerzahlen. Man schaut das eigene TV, das reicht den meisten.


Das stimmt prozentual sicher. Allerdings gibt es gerade für viele Jobs inzwischen eine Art globalen Arbeitsmarkt. Bei meiner Arbeit laufen Kollegen aus an die 100 Ländern herum, und manche hätten schon ganz gerne Informationen aus ihrer Heimat oder zumindest ein Programm in ihrer Muttersprache. Das sind allerdings in den seltensten Fällen auch Wähler...

73 de Uli

von ulionken - am 26.05.2013 17:09
@ Seltener Besucher

Zitat

Hat der VPRT das Forum übernommen?


Wieso? Die sind doch von den höheren Rechtekosten von der FTA-Ausstrahlung genau so betroffen und dadurch gezwungen, immer billigere Programme zu machen. Man braucht sich bloß einmal das Tagesprogramm des größten deutschen Privatsenders anzugucken.




@ Manfred Z

Zitat

Dann kommt das Kartellamt und ermittelt wegen Bildung eines verbotenen Kartells und weiteren Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht.


Ja, das ist leider so. Aber die Monopolstellung einiger Rechteinhaber, vor allem im Sportbereich, sollte kartellrechtlich genau so bedenklich sein.




@ Stefan Heimers

Zitat

Ohne das Fernsehen wäre die Bandenwerbung in den Stadien nur noch einen Bruchteil wert.

Eigentlich müssten die Fernsehsender für die Übertragung dieser Werbeveranstaltungen Geld erhalten, und nicht bezahlen. Und der Sender mit den meisten Zuschauern und der grössten Reichweite müsste am meisten Geld erhalten, er bringt den Veranstaltern Millionen.

Das heutige System, wo diejenigen, die die Wertschöpfung erbringen, auch noch bezahlen müssen, ist doch idiotisch.


:spos: :spos: :spos:




@ Winnie2

Zitat

Das Problem ist nur dass die ÖR diese Inhalte unbedingt übertragen müssen weil es offenbar um die sog. Grundversorgung geht.


Das ist auch so ein Ding mit der Definition dieser "Grundversorgung". Eigentlich sollten sich die Öffentlich-Rechtlichen auf jene Bereiche konzentrieren, die für die Sicherung der Demokratie wichtig sind. Und da gehören überteuerte Sportübertragungen nicht dazu.


Zitat

Nur die Käufer hätten einen Einfluss darauf den Preisanstieg bei den Übertragungsrechten zu verhindern aber solange diese die Rechte um jeden Preis einkaufen u. wir diese Kosten über die Rundfunkgebühren zahlen scheint offenbar alles gut zu sein. :mad:


Ja, das ist leider so. Bei den Öffentlich-Rechtlichen herrscht offenbar immer noch diese Beamtenmentalität, die sich während der Wirtschaftswunderjahre entwickelt hat, und nach der man trotz KEF immer noch mit Geldern um sich schmeißen kann.


Zitat

IIch meine: Sollte mit dem Geld der Bürger nicht ein wenig sparsamer umgegangen werden?
Ohne wirksame Gegensteuerung werden wir noch höhere Rundfunkgebühren aufgrund steigender Sportübertragungsrechte zahlen müssen.


:spos: :spos: :spos:


Zitat

Dass durch einen Spotbeam oder eine Verschlüsselung der Anstieg der Rechtekosten wirksam aufgehalten werden kann bezweifel ich ehrlich gesagt, denn das wäre zu triviale Logik u. nicht marktwirtschaftliches Prinzip von Angebot u. Nachfrage.


Zumindest beschränken sich die Kostensteigerungen für den Sender, die es ja dank solcher Gestalten wie Uli Hoeneß :mad: und anderer Gestalten, die den Hals nie vollkriegen :mad:, immer wieder geben wird, dann nur noch auf das Zielgebiet und nicht auf ganz Europa.




@ Frank S.

Zitat

Vielmehr sollten wir uns dafür einsetzen das es ein Fernsehprogramm "Europa 1" und "Europa 2" als Vollprogramm gibt. In allen Sprachen der EU und eine bunte Mixture aus allen Ländern (z.B. ein Tatort jede Woche aus einem anderen EU-Land; Musikandenstadl aus Lettland; Unterhaltungsfilm aus Frankreich, Serie aus Rumänien, Krimi aus Polen, Kochstudio aus Italien...).


Das wirst du nie durchbekommen. Da werden sich alle nationalen Sender querstellen soweit es geht. Selbst die Öffentlich-Rechtlichen innerhalb eines Landes gönnen sich ja gegenseitig die Butter auf dem Brot nicht, wie man z.B. an den Frequenzvergaben zwischen Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk schon sieht.


Zitat

Das ist viel mehr wert als als die paar cent Mehrkosten für europaweite Lizenzierung.


Es sind halt nicht nur ein paar Cent. Das ist ja das Problem.




@ TerranusI

Ja, genau so ist es leider.




@ ulionken

Zitat

Allerdings gibt es gerade für viele Jobs inzwischen eine Art globalen Arbeitsmarkt. Bei meiner Arbeit laufen Kollegen aus an die 100 Ländern herum, und manche hätten schon ganz gerne Informationen aus ihrer Heimat oder zumindest ein Programm in ihrer Muttersprache.


Gegenwärtig dürften solche Fälle aber noch in der Minderheit sein, sodaß sich damit keine Wählerstimmen gewinnen lassen. So ist es leider.

von Kay B - am 26.05.2013 18:11
Zitat
Kay B
Zitat

Hat der VPRT das Forum übernommen?


Wieso? Die sind doch von den höheren Rechtekosten von der FTA-Ausstrahlung genau so betroffen und dadurch gezwungen, immer billigere Programme zu machen. Man braucht sich bloß einmal das Tagesprogramm des größten deutschen Privatsenders anzugucken.


Lieber Kay B., glaubst Du wirklich, daß unsere Kommerzsender ein besseres Programm machen würden, wenn es verschlüsselt wäre? Falls ja, erkläre ich Dir mal wie das funktioniert:

Kommerzielle Sender sind Wirtschaftsunternehmen. Die möchten maximalen Profit machen. Profit ist die Differenz von Einnahmen und Ausgaben. Gesetzt den Fall, durch Kay B.s freundliche Mitwirkung können die Ausgaben reduziert werden, was werden die Sender wohl machen? Für Kay B. bessere Sendungen ausstrahlen oder den erhöhten Profit mitnehmen? Willkommen im real existierenden Kapitalismus!

Den Kommerzsendern geht es gar nicht um die ausländischen Zuschauer. Denen geht es um "Signalkontrolle", im Klartext CI+ und was damit ermöglicht wird. Letzteres kann man seinen Zuschauern natürlich nicht so verkaufen (höchstens als Sachzwang), aber eine Neiddebatte anzetteln funktioniert immer ...wie man hier auch sieht.

Zu den Kosten: Keiner hier hat die echten Zahlen, deshalb werfe ich mal diese Rechnung in den Raum:

* Anteil aller Sportrechte an den Rundfunkgebühren: Ca. 2 Euro/Monat
* Kosten HD+: Ca. 4 Euro/Monat

Die Kosten für Sportrechte werden durch Verschlüsselung sicherlich nicht auf 0 fallen und es gibt auch andere Rechtekosten einer europaweiten Ausstrahlung, aber die Tendenz ist für mich klar: Die laufenden(!) Kosten für die Verschlüsselung sind höher als die Ersparnisse. Also wird der Rundfunkbeitrag bestimmt nicht kleiner, und der Zuschauer muß sich Gängelung à la CI+ bieten lassen. Nein danke!

Zitat
ulionken
(...) Allerdings gibt es gerade für viele Jobs inzwischen eine Art globalen Arbeitsmarkt. Bei meiner Arbeit laufen Kollegen aus an die 100 Ländern herum, und manche hätten schon ganz gerne Informationen aus ihrer Heimat oder zumindest ein Programm in ihrer Muttersprache. Das sind allerdings in den seltensten Fällen auch Wähler...

73 de Uli


Zumindest EU-Ausländer sind in der ganzen EU bei Wahlen zum Europaparlament wahlberechtigt. Das sind zwar keine 100 Länder, aber immerhin 27.

Leider stimmt das mit dem mangelndem Interesse vieler. Ich glaube, eine Mobilisierung würde besser funktionieren, wenn man in einem Rutsch geographische Sperren im Internet untersagen könnte, zumindest innerhalb der EU. Wenn jeder mit seinem Internetanschluß jedes gestreamte Fernsehprogramm aus Europa empfangen kann, hat sich die Verschlüsselung per Satellit schnell erledigt, denn die ist nur teuer und bringt dann nichts mehr - zumindest solange es wirklich immer nur um das Aussperren der pöhsen Ausländer ging.

Catperson

von catperson - am 26.05.2013 21:21
@ catperson

Zitat

Lieber Kay B., glaubst Du wirklich, daß unsere Kommerzsender ein besseres Programm machen würden, wenn es verschlüsselt wäre?


Ich stelle es einfach mal in den Raum, daß die steigenden Rechtekosten EIN Grund dafür sind, daß die deutschen Sender wegen ihrer FTA-Ausstrahlung möglichst einen Bogen um eingekaufte Ware machen und stattdessen lieber irgendwelche Billigst-Produktionen ausstrahlen.

Ich sage es mal so: Es gab tatsächlich mal Zeiten, in denen man sich das Tagesprogramm von RTL tatsächlich angucken konnte. Gut, das war halt alles zugekaufte, aber immerhin professionell gemachte Ware.


Zitat

Kommerzielle Sender sind Wirtschaftsunternehmen. Die möchten maximalen Profit machen. Profit ist die Differenz von Einnahmen und Ausgaben. Gesetzt den Fall, durch Kay B.s freundliche Mitwirkung können die Ausgaben reduziert werden, was werden die Sender wohl machen? Für Kay B. bessere Sendungen ausstrahlen oder den erhöhten Profit mitnehmen? Willkommen im real existierenden Kapitalismus!


Ist ja richtig, was du schreibst.

Wenn man die Ausgaben aber soweit senkt, daß die Qualität der Ware darunter leidet - und das könnte bei einigen deutschen Privatsendern mit ihren "ausgabenreduzierenden" Eigenproduktionen im Tagesprogramm der Fall sein - dann handelt man sich langfristig einen Imageschaden ein.

Die deutschen Privatsender hätten zumindest mehr Spielraum nach oben, was die Qualität ihrer Inhalte angeht, wenn sie nicht die Kosten für die Europarechte hätten. Ob sie aus diesem Spielraum etwas machen, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

RTL hatte mit zahlreichen Serien wie, z.B. "Alles Atze", "Die Camper" oder "Mein Leben und ich" mal gezeigt, daß es auch anders geht. Hätte RTL damals nur nach der von dir beschriebenen Logik gehandelt, wären solche Serien nie zustande gekommen und man hätte stattdessen irgendetwas billiges einkaufen können. Damals hatte man offenbar mehr Spielraum als heute und man hat den auch ausgenutzt.

Kurz gesagt:
Die Kosten für den Rechtekauf auf Deutschland beschränken und die eingesparten Kosten in gute Eigenproduktionen stecken. Es kann natürlich sein, wie du schreibst, daß dieser Pofit anderweitig rausgehauen wird. Aber ein Unternehmen ohne Reinvestitionen kann man eigentlich gleich dicht machen.


Zitat

Den Kommerzsendern geht es gar nicht um die ausländischen Zuschauer. Denen geht es um "Signalkontrolle", im Klartext CI+ und was damit ermöglicht wird.


Ja, damit läßt sich leider viel Unfug anstellen. Aber das ist Sache der Privatsender.


Zitat

* Anteil aller Sportrechte an den Rundfunkgebühren: Ca. 2 Euro/Monat
* Kosten HD+: Ca. 4 Euro/Monat


Du schmeißt jetzt irgendwie die Rundfunkgebühren für die Öffentlich-Rechtlichen und die Gebühren, die die Privaten über CI+ abgreifen, in einen Topf. Das eine hat mit dem anderen doch nichts zu tun.


Zitat

Die laufenden(!) Kosten für die Verschlüsselung sind höher als die Ersparnisse.


Wie gesagt, ich habe das mit BISS-E angesprochen. Die EBU ist Inhaber dieses Verschlüsselungssystems, es läßt sich über Session-Keys adressieren und es wird keine Smartcard benötigt. Und das würde keinesfalls mehrere Euro im Monat kosten.

von Kay B - am 27.05.2013 04:19
Zitat
Manfred Z
Dann kommt das Kartellamt und ermittelt wegen Bildung eines verbotenen Kartells und weiteren Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht.


Und wo genau ist bitte der Wettbewerb wenn die Senderechte zu best. Veranstaltungen nur von einem Anbieter am Markt angeboten werden?
Es ist reiner Wettbewerb wer bereit ist das meiste Geld dafür zu zahlen. Wie soll an dieser Stelle eine vernünftige Preisbildung erfolgen?



Zitat
Stefan Heimers
Ohne das Fernsehen wäre die Bandenwerbung in den Stadien nur noch einen Bruchteil wert.

Eigentlich müssten die Fernsehsender für die Übertragung dieser Werbeveranstaltungen Geld erhalten, und nicht bezahlen. Und der Sender mit den meisten Zuschauern und der grössten Reichweite müsste am meisten Geld erhalten, er bringt den Veranstaltern Millionen.

Das heutige System, wo diejenigen, die die Wertschöpfung erbringen, auch noch bezahlen müssen, ist doch idiotisch.


Das halte ich für eine sehr interessante Sichtweise von dir. Ob dieser Aspekt bei den Verhandlungen über die Kosten der Ausstrahlungsrechte berücksichtigt wird? Ehrlich gesagt habe ich da zu wenig Insiderwissen um das beurteilen zu können.


Zitat
TerranusI
Finde ich nicht... das Bild was sich da ganz Europa auf RTL2 und Co. von Deutschland machen kann ist keinen Cent wert. Diesen Idealismus hab ich längst verloren.

Na ja solange die Zuschauer den Inhalt sprachlich nicht verstehen. Aber ich glaube in nahezu jedem Land mit privaten TV-Sendern gibt es belanglose Sendungen mit wenig Niveau.

von Winnie2 - am 27.05.2013 12:14
Zitat
Kay B
Die sind doch von den höheren Rechtekosten von der FTA-Ausstrahlung genau so betroffen und dadurch gezwungen, immer billigere Programme zu machen. Man braucht sich bloß einmal das Tagesprogramm des größten deutschen Privatsenders anzugucken.


Wesentlich teurer dürften lediglich die Europarechte bei Sportveranstaltungen sein, bei TV-Serien u. Spielfilmen dürften die Mehrkosten (für die Europarechte gegenüber den Deutschlandrechten) im Bereich 20 bis 25% liegen.
Weshalb? Weil wenn Spielfilme oder Serien nur mit deutschsprachigem Ton gesendet werden nur die Leute zählen die diese Sprache verstehen können u. das können längst nicht alle Menschen in Europa.
Bei Sportübertragungen ist die Sprache des Kommentators nicht so wichtig, da sind die Bildinhalte wesentlich aussagekräftiger. Deshalb sind die Übertragungsrechte bei frei eimpfangbarer europaweiter Ausstrahlung teurer.


Zitat
Kay B
Aber die Monopolstellung einiger Rechteinhaber, vor allem im Sportbereich, sollte kartellrechtlich genau so bedenklich sein.


:spos::spos::spos:


Zitat
Kay B
Das ist auch so ein Ding mit der Definition dieser "Grundversorgung". Eigentlich sollten sich die Öffentlich-Rechtlichen auf jene Bereiche konzentrieren, die für die Sicherung der Demokratie wichtig sind. Und da gehören überteuerte Sportübertragungen nicht dazu.


Wenn ein großer Teil der Bevölkerung best. Sportereignisse sehen möchte dann interpretieren die ÖR das offenbar als Grundbedürfnis der Bevölkerung u. versuchen dies zu befriedigen.
Fußball-EM oder -WM oder -Champions-League, Olympische Sommer- oder Winterspiele sind doch Beispiele mit sehr hohen Einschaltquoten dass eine hohe Nachfrage auf Zuschauerseite existiert.
Möchten wir amerikanische Verhältnisse dass Sportereignisse bei Privatsendern übertragen werden u. der Spielverlauf sogar mehrmals für Werbeblöcke(!) im TV unterbrochen wird?
Oder sollen Sportveranstaltungen nur noch im Pay-TV übertragen werden? Das würde für die Zuschauer kaum preiswerter. Das würde dazu führen dass sich nur noch Leute mit genügend Geld in der Tasche die Spiele anschauen können.


Zitat
Kay B
Im Gegensatz zu BISS-1 gibt es mit BISS-E offenbar schon die Möglichkeit zu adressieren. Also der Benutzer bekommt einen zu dem Receiver passenden Session-Key, woraus dann das Control Word zur Entschlüsselung errechnet wird.

Das wäre dann tatsächlich eine Möglichkeit einer smartcardlosen Verschlüsselung, bei der der Schlüssel dann receiverabhängig und nicht einfach verteilbar ist.


Ändert allerdings nichts an der Lage. Die Zuschauer müssten sich neue Geräte kaufen, da wohl kaum ein Hersteller dazu bereit wäre das für BISS-E entsprechend notwendige Softwareupdate auszuliefern.

Auch bei BISS-E muss ein Teil des Schlüssels manuell eingegeben werden, der andere Teil des Schlüssels befindet sich in der Firmware des Empfangsgerätes.

Neue Geräte wären bei den Zuschauern so oder so notwendig, denn die Hersteller lassen sich rechtlich nicht dazu zwingen best. Funktionen bei ihren Geräten zu ergänzen.

von Winnie2 - am 27.05.2013 12:15
Zitat
RheinMain701
Da müsste es doch so sein dass Frankreich früher zu Analog-Sat-Zeiten sehr günstig weggekommen ist weil die europäischen Geräte kein französisches SECAM empfangen konnten. Oder?


Dazu kann ich leider nichts sagen, da mir nicht bekannt ist welche Inhalte damals in SECAM über Satellit übertragen wurden.


Zitat
Hunsrücker
Zitat
Winnie2
Möchten wir amerikanische Verhältnisse dass Sportereignisse bei Privatsendern übertragen werden u. der Spielverlauf sogar mehrmals für Werbeblöcke(!) im TV unterbrochen wird?

Ist doch auch in Deutschland immer öfter so. Stichwort "Formel 1 bei RTL". Bei der letzten WM wurden einige Spiele auch exklusiv im Privatfernsehen übertragen. Wenn RTL in ein paar Jahren nur noch verschlüsselt sendet haben wir das von dir beschriebene Szenario:


Nun ja, bei der Formel 1 und der WM wurden die Spiele doch nicht extra für die Werbespots unterbrochen.
In der Realität bedeutet das z.B. beim Fußball dass der Schiedsrichter immer wenn er auf einen Regelverstoß reagiert wird das Spiel für Werbespots angehalten u. zwar min. für die Dauer der Werbespots.
Demnach würden dann vor jedem Freistoß oder Strafstoß Werbespots im TV gezeigt werden u. die Leute im Stadion müssten dann solange warten bis das Spiel wieder weiter gespielt wird.
Das meinte ich mit amerikan. Verhältnisse. Bei uns derzeit undenkbar.

Zitat
Hunsrücker
Die Öffentlich-Rechtlichen sollten sich also in jedem Falle weiterhin die Rechte an den großen Sporthighlights sichern, denn sonst führt das tatsächlich zu solchen Verhältnissen. Damit es für den Gebührenzahler allerdings nicht zu teuer kommt, wäre es besser wenn er nicht für ganz Europa mitbezahlen müsste sondern sich die Sat-Verbreitung auf Deutschland (und angrenzende Länder) beschränkt. Insofern halte ich eine Verschlüsselung für erforderlich um den Verbraucher zu schützen.


Das Problem bei der Verschlüsselung ist dass sehr viele Leute sich dann neue Geräte kaufen müssten denn viele Geräte unterstützen entweder keine Verschlüsselung oder haben Geräte bei denen immer nur eine Smartcard genutzt werden kann.
Geräte mit einem CI+ Slot u. Module die nur eine Smartcard verdauen. Wenn dann noch eine zusätzliche Smartcard für die ÖR Programme hinzukommt, wie soll diese bitte genutzt werden.
Das Aufschalten der ÖR Programme auf HD+ oder Sky Smartcards ist keine Option weil das mit zusätzlichen laufenden Kosten für die Zuschauer verbunden ist. Ich bezweifle dass diese laufenden Zusatzkosten von den ÖR so gebilligt würden u. ausserdem ob das rechtlich überhaupt so einwandfrei möglich ist.

Wenn die Zuschauer schon neue Gerätschaften benötigen weshalb dann nicht die Übertragung solcher Inhalte über DVB-T2?
Keine Rechteprobleme da das Empfangsgebiet begrenzt ist u. eine Verschlüsselung die mit Folgekosten verbunden wäre ist ebenfalls unnötig. Eine Umstellung der TV-Übertragung von DVB-T auf DVB-T2 ist doch ohnehin von den ÖR bereits geplant.

Bis die Sache mit der Verschlüsselung oder Spotbeam umgesetzt ist kann das Sendernetz eher noch schneller auf DVB-T2 umgestellt werden.
Mit DVB-T2 können die Spiele dann zudem in HDTV übertragen werden.

von Winnie2 - am 27.05.2013 13:43
Zitat
winnie2
Nun ja, bei der Formel 1 und der WM wurden die Spiele doch nicht extra für die Werbespots unterbrochen.
In der Realität bedeutet das z.B. beim Fußball dass der Schiedsrichter immer wenn er auf einen Regelverstoß reagiert wird das Spiel für Werbespots angehalten u. zwar min. für die Dauer der Werbespots.
Demnach würden dann vor jedem Freistoß oder Strafstoß Werbespots im TV gezeigt werden u. die Leute im Stadion müssten dann solange warten bis das Spiel wieder weiter gespielt wird.
Das meinte ich mit amerikan. Verhältnisse. Bei uns derzeit undenkbar.

Dann hatte ich das falsch verstanden. Bei der Formel 1 wird zwar nicht das Rennen unterbrochen, jedoch entgehen dem Zuschauer teils wichtige Momente, wenn in ungünstigen Situationen während des Rennens bis zu 5 Minuten Werbung läuft. Das ist für den Zuschauer eigentlich noch schlimmer, als wenn unterbrochen würde, was bei einem F1 Rennen allerdings auch schlecht möglich wäre. Auch bei der WM 2010 wurde nicht nur in der Halbzeit sondern während den Spielen Werbung geschaltet bei den Privatsendern. Das halte ich aber auch für Gängelung der Zuschauer,da sie von ihrem Sportereignis letztlich doch nur die Hälfte sehen können! Deshalb sollten die Übertragungsrechte der großen Sportveranstaltungen in öffentlich-rechtlicher Hand bleiben, dazu zähle ich z.B. auch die Formel 1 oder Champions League.

von Hunsrücker - am 27.05.2013 13:56
@ Franz Brazda priv.

Zitat

Der Verwaltungsaufwand hat aber aber noch erhebliche Kosten, die du dann auch extra Zahlen willst/müsstest !


Die sich bei BISS aber sehr in Grenzen halten dürften, da keinerlei Smartcards zugesendet werden müssen. Bei der GEZtapo bzw. deren jetzigen Nachfolger hat sowieso jeder Gebührenzahler eine laufende Nummer, aus der man einen oder mehrere Session-Keys (z.B. 5 Receiver pro Haushalt) generieren kann. Das wäre bestenfalls ein Eintrag mehr in der Datenbank der GEZtapo. Damit lassen sich dann automatisiert Briefe an jeden Gebührenzahler mit den entsprechenden Daten (Anschrift und z.B. 5 Session-Keys) ausdrucken.

Wenn mir da jetzt einer erzählen will, daß das ein "unheimlicher Aufwand" wäre, dann lügt er entweder dreist, oder er gehört zu solchen Leuten, die ihre Daten in einer Tabelle in einer Word-Datei oder gar noch auf Papier verwalten.




@ Winnie2

Zitat

Na ja solange die Zuschauer den Inhalt sprachlich nicht verstehen. Aber ich glaube in nahezu jedem Land mit privaten TV-Sendern gibt es belanglose Sendungen mit wenig Niveau.


Da müßte man mal "Familie im Brennpunkt" ohne Ton gucken um sich einen Eindruck zu machen. :joke:


Zitat

Möchten wir amerikanische Verhältnisse dass Sportereignisse bei Privatsendern übertragen werden u. der Spielverlauf sogar mehrmals für Werbeblöcke(!) im TV unterbrochen wird?
Oder sollen Sportveranstaltungen nur noch im Pay-TV übertragen werden? Das würde für die Zuschauer kaum preiswerter. Das würde dazu führen dass sich nur noch Leute mit genügend Geld in der Tasche die Spiele anschauen können.


Das könnte man genau so auf Spielfilme und Fernsehserien übertragen. Denn da haben wir ja diese Verhältnisse, sodaß man als Fan amerikanischer Spielfilme und Serien auf's Pay-TV ausweichen oder sich die DVDs kaufen muß. Und solche Serien wie z.B. die Simpsons oder CSI zeigen ja eindeutig, daß es sich hierbei nicht nur um eine Minderheit handelt. Aber was haben die Öffentlich-Rechtlichen Anfang der 90er gemacht? Schön alle Rechte abgestoßen und das Feld komplett den Privaten überlassen.

Und daß, obwohl die Rechte für Spielfilme und Serien meist günstiger sind als für solche aufgeblähten Sportereignisse, die man zudem nur einmal senden kann.


Zitat

Ändert allerdings nichts an der Lage. Die Zuschauer müssten sich neue Geräte kaufen, da wohl kaum ein Hersteller dazu bereit wäre das für BISS-E entsprechend notwendige Softwareupdate auszuliefern.


Ich würde mal sagen, jeder Hersteller müßte ein Interesse daran haben, seine Geräte damit auszustatten, um die Verkaufszahlen zu steigern. Als der ORF über Betacrypt noch offen wie ein Scheunentor war, gab es für sehr viele Receiver eine inoffizielle Firmware, die einen Betacrypt-EMU integriert hatte und man den Schlüssel per Menü einfach eintragen mußte. Das sollen auch solche "verkaufssteigernde Maßnahmen" gewesen sein, die natürlich höchst inoffiziell waren um keine horrenden Gebühren an Beta Digital zahlen zu müssen. Bei BISS dürfte sich diese Gebühr aber sehr in Grenzen halten, sodaß man das offiziell machen kann.


Zitat

Auch bei BISS-E muss ein Teil des Schlüssels manuell eingegeben werden, der andere Teil des Schlüssels befindet sich in der Firmware des Empfangsgerätes.


Ja und? Ein paar Dezimalzahlen wird doch jeder über die Fernbedienung eingeben können.


Zitat

Neue Geräte wären bei den Zuschauern so oder so notwendig, denn die Hersteller lassen sich rechtlich nicht dazu zwingen best. Funktionen bei ihren Geräten zu ergänzen.


Rechtlich nicht unbedingt. Obwohl es die Franzosen ja auch geschafft haben, daß europaweit jedes Gerät eine Scartbuchse hat, da es sonst nicht nach Frankreich importiert werden darf. Und jetzt schafft man es rechtlich ja auch, die Geräte so konstruieren zu lassen, daß im Standby nicht der Zähler glüht. Also rechtlich wäre da auch was möglich. Aber wenn seine Geräte dadurch Ladenhüter werden oder es einen Shitstorm seitens der Benutzer gibt, sodaß Imageverlust droht, dann schon.


Zitat

In der Realität bedeutet das z.B. beim Fußball dass der Schiedsrichter immer wenn er auf einen Regelverstoß reagiert wird das Spiel für Werbespots angehalten u. zwar min. für die Dauer der Werbespots.
Demnach würden dann vor jedem Freistoß oder Strafstoß Werbespots im TV gezeigt werden u. die Leute im Stadion müssten dann solange warten bis das Spiel wieder weiter gespielt wird.


Dann sollen die Fußballer halt Ballettaufführungen machen! Für das Geld, daß sie in den A**** geblasen bekommen, nur daß sie 90 Minuten lang einen Ball hinterher rennen, kann man das erwarten!


Zitat

Bis die Sache mit der Verschlüsselung oder Spotbeam umgesetzt ist kann das Sendernetz eher noch schneller auf DVB-T2 umgestellt werden.
Mit DVB-T2 können die Spiele dann zudem in HDTV übertragen werden.


:spos: :spos: :spos:

Man müßte die Zuschauer irgendwie vom Satellitenempfang zum DVB-T-Empfang "umgewöhnen" und über Satellit nur noch Programme mit rechtlich unbedenklichen Inhalten abstrahlen. Dann hätten wir diese ganze Diskussion hier nicht.




@ DX-Matze

Zitat

Ich hab schon auf Pervij Kanal via Sporadic-E solchen Reality-Müll wie dieses gestellte Zeugs bei RTL/RTL2 gesehen, und das ist das erste staatliche Programm Russlands. :D


Pervij Kanal scheint irgendwie auch sehr kommerziell zu sein.




@ Hunsrücker

Zitat

Die Öffentlich-Rechtlichen sollten sich also in jedem Falle weiterhin die Rechte an den großen Sporthighlights sichern, denn sonst führt das tatsächlich zu solchen Verhältnissen.


Dann aber bitte auch aktuelle amerikanische Spielfilme und Serien!!! Wieso dürfen Fans amerikanischer Spielfilme und Serien unter diesem Geballere von Trailern und Werbung leiden, Sportfans aber nicht???


Zitat

Damit es für den Gebührenzahler allerdings nicht zu teuer kommt, wäre es besser wenn er nicht für ganz Europa mitbezahlen müsste sondern sich die Sat-Verbreitung auf Deutschland (und angrenzende Länder) beschränkt.


:spos: :spos: :spos:



Zitat

Und was bringt das den Sat TV Zuschauern, die kein Kabelfernsehen haben und bei denen terrestrisches Fernsehen nicht empfangbar ist? Wenn, dann müsste man DVB-T/DVB-T2 auch tatsächlich zum "Überallfernsehen" machen und nicht nur die Ballungsräume versorgen!


Ja, klar! Aber momentan bewegen wir uns in Deutschland ja eher in die andere Richtung. Die Öffentlich-Rechtlichen sind wegen der Gewohnheiten der Zuschauer an Sat gebunden und müssen das Mehrfache für Rechte ausgeben. Währenddessen freuen sich Angela und der Rest der schwarzgelben Suppe, daß sie DVB-T für die Mobilfunker ausschlachten können! :mad: Damit ist die Bindung an Astra als Hauptempfangsweg dann zementiert! :mad:




@ Stefan Heimers

Zitat

Das beste Beispiel ist RTL. Viele wissen gar nicht wofür das L steht.


RTL plus bzw. RTL Television ist aber seit 1988 rechtlich ein rein deutscher Sender.

von Kay B - am 27.05.2013 16:33
Zitat
Kay B
Die sich bei BISS aber sehr in Grenzen halten dürften, da keinerlei Smartcards zugesendet werden müssen. Bei der GEZtapo bzw. deren jetzigen Nachfolger hat sowieso jeder Gebührenzahler eine laufende Nummer, aus der man einen oder mehrere Session-Keys (z.B. 5 Receiver pro Haushalt) generieren kann. Das wäre bestenfalls ein Eintrag mehr in der Datenbank der GEZtapo. Damit lassen sich dann automatisiert Briefe an jeden Gebührenzahler mit den entsprechenden Daten (Anschrift und z.B. 5 Session-Keys) ausdrucken.


Pardon. Leute die sich mit Technik einigermaßen gut auskennen - ich gehe mal davon aus dass die meisten Leute die hier im Forum unterwegs sind dazugehören - würden damit keine Probleme haben ausser dass diese sich vielleicht die Frage stellen ob dieser Aufwand wirklich notwendig ist um ein paar Rechteinhaber zufrieden zu stellen.


Zitat
Kay B
Wenn mir da jetzt einer erzählen will, daß das ein "unheimlicher Aufwand" wäre, dann lügt er entweder dreist, oder er gehört zu solchen Leuten, die ihre Daten in einer Tabelle in einer Word-Datei oder gar noch auf Papier verwalten.


Ich hätte da eine noch einfachere Lösung. Da die Sache an die Staatsbürgerschaft gekoppelt ist weshalb in die Sat-Empfangsgeräte keinen Leser für den elektronischen Personalausweis einbauen. Die Staatsangehörigkeit kann aus dem ePerso ausgelesen werden u. schon sind alle die nicht die dt. Staatsbürgerschaft vom Empfang ausgeschlossen.
Und das System wäre sicherer vor Manipulationen weil solche Dinge wie nummerische Schlüssel welche klar lesbar vorliegen ganz einfach weitergegeben werden können, auch an den freundlichen ausländischen Nachbarn.
Wobei dann wieder Menschen ohne dt. Staatsbürgerschaft ausgeschlossen werden obwohl sich diese legal in Deutschland aufhalten.

Auf was soll der Empfang eingeschränkt werden? Staatsangehörigkeit, Hohheitsgebiet oder beides?


Zitat
Kay B
Das könnte man genau so auf Spielfilme und Fernsehserien übertragen. Denn da haben wir ja diese Verhältnisse


Ja, leider. Ich finde es ebenfalls zum K*tzen, Die Anzahl der Werbeunterbrechungen bei Spielfilmen bei den Privaten ich meinem Empfinden nach bereits nahezu unerträglich.


Zitat
Kay B
Ich würde mal sagen, jeder Hersteller müßte ein Interesse daran haben, seine Geräte damit auszustatten, um die Verkaufszahlen zu steigern.


Hmm. Die Verkaufszahlen können die Hersteller allerdings nur dadurch steigern dass diese neue Geräte verkaufen, deshalb sind diese an einer nachträglichen Erweiterung der Funktionalitäten wenig interessiert.


Zitat
Kay B
Als der ORF über Betacrypt noch offen wie ein Scheunentor war, gab es für sehr viele Receiver eine inoffizielle Firmware, die einen Betacrypt-EMU integriert hatte und man den Schlüssel per Menü einfach eintragen mußte.


Die Rechteinhaber könnten sowas bereits über Vertragsklauseln im Vorfeld abfangen z.B. dass die Rechteerwerber die Sicherheit der Verschlüsselung gewährleisten müssen u. bei wissentlich geknackten Systemen entsprechende Strafaufschläge an die Rechteinhaber zahlen.
So doof sind die Rechteinhaber nun auch wieder nicht dass diese undichte Verschlüsselungen einfach so hinnehmen würden.


Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Auch bei BISS-E muss ein Teil des Schlüssels manuell eingegeben werden, der andere Teil des Schlüssels befindet sich in der Firmware des Empfangsgerätes.


Ja und? Ein paar Dezimalzahlen wird doch jeder über die Fernbedienung eingeben können.


Es soll Leute geben die bekommen das nicht hin, auch wenn du es nicht glauben kannst. V.a. Menschen über 75 werden mit solchen Dingen mehrheitlich überfordert sein.
So kenne ich Senioren die wissen gar nicht was ein Programmplatz ist, die steuern das gewünschte TV-Programm ausschliesslich mit den Programm + und - Tasten an. Programmierte Programmbelegung? Für diese unbekannt.


Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Neue Geräte wären bei den Zuschauern so oder so notwendig, denn die Hersteller lassen sich rechtlich nicht dazu zwingen best. Funktionen bei ihren Geräten zu ergänzen.


Rechtlich nicht unbedingt. Obwohl es die Franzosen ja auch geschafft haben, daß europaweit jedes Gerät eine Scartbuchse hat, da es sonst nicht nach Frankreich importiert werden darf. Und jetzt schafft man es rechtlich ja auch, die Geräte so konstruieren zu lassen, daß im Standby nicht der Zähler glüht. Also rechtlich wäre da auch was möglich. Aber wenn seine Geräte dadurch Ladenhüter werden oder es einen Shitstorm seitens der Benutzer gibt, sodaß Imageverlust droht, dann schon.


Gut, deine genannten Beispiele betreffen allerdings allesamt Neugeräte. Bei keinem bereits verkauften Gerät musste ein Herstellern eine Scartbuchse oder einen sparsameren Standby nachträglich einbauen.
Und ob ein Shitstorm wirklich hilft wenn es die Mehrzahl der Gerätehersteller betrifft (oder sogar alle)?


Zitat
Kay B
Dann sollen die Fußballer halt Ballettaufführungen machen! Für das Geld, daß sie in den A**** geblasen bekommen, nur daß sie 90 Minuten lang einen Ball hinterher rennen, kann man das erwarten!


Es ging mir dabei nicht um die Spieler. Die sind vermutlich sogar froh wenn diese während des Spiels ein wenig verschnaufen können. Es wäre eher für die Leute auf den Zuschauerrängen verwirrend weshalb das Spiel immer wieder für längere Zeit unterbrochen wird. Es sei denn man zeigt jenen auf Großleinwänden ebenfalls irgendwelche Spots.


Zitat
Kay B
Dann aber bitte auch aktuelle amerikanische Spielfilme und Serien!!! Wieso dürfen Fans amerikanischer Spielfilme und Serien unter diesem Geballere von Trailern und Werbung leiden, Sportfans aber nicht???


Weil Spielfilme und Serien vorproduziert sind u. sich deswegen einfach pausieren lassen, bei Liveübertragungen u. viele Sportübertragungen können nicht so einfach für Werbung unterbrochen werden denn dann fehlen Ereignisse aus dem Spielverlauf. Die ÖR wollen die Sportveranstaltungen für das gezahlte Geld vollständig übertragen.
Die Alternative dazu wäre solche Veranstaltungen zukünftig nicht mehr live zu übertragen, da aber die Ergebnisse über andere Medien bekantgegeben werden ist es für die meisten Menschen nicht mehr interessant sich Spiele anzuschauen deren Endergebnis sie bereits kennen.


Zitat
Kay B
Die Öffentlich-Rechtlichen sind wegen der Gewohnheiten der Zuschauer an Sat gebunden und müssen das Mehrfache für Rechte ausgeben.


Mal von einem anderen Standpunkt aus betrachtet. Die Ausstrahlung über Satellit ist von den reinen technischen Betriebskosten deutlich preiswerter im Vergleich zu einer flächendeckenden Verbreitung. Das galt zumindest für die analoge terrestrische TV-Verbreitung und auch für die Verbreitung mittels DVB-T.
Die Verbreitungskosten unter Nutzung von DVB-T2 müsste mal durchgerechnet werden. Diese dürfte immer noch teurer sein im Vergleich zu der Kombination Sat + DVB-T in der Jetztform, aber wenn dann noch steigende Kosten für Senderechte dazukommen könnte eine rein terrestrische Verbreitung über DVB-T2 mittelfristig tatsächlich finanziell günstiger sein, zumindest für solche Inhalte wie die Übertragung von Live-Sportveranstaltungen.


Zitat
Kay B
Währenddessen freuen sich Angela und der Rest der schwarzgelben Suppe, daß sie DVB-T für die Mobilfunker ausschlachten können! :mad: Damit ist die Bindung an Astra als Hauptempfangsweg dann zementiert! :mad:


Dies missfällt mir genauso.

P.S.: Ich glaube ich sollte in Zukunft weniger zitieren, sonst werden die Beiträge so umfangreich...

von Winnie2 - am 27.05.2013 18:40
Zitat
ulionken
Zitat
Winnie2

Ich hätte da eine noch einfachere Lösung. Da die Sache an die Staatsbürgerschaft gekoppelt ist weshalb in die Sat-Empfangsgeräte keinen Leser für den elektronischen Personalausweis einbauen. Die Staatsangehörigkeit kann aus dem ePerso ausgelesen werden u. schon sind alle die nicht die dt. Staatsbürgerschaft vom Empfang ausgeschlossen.
Und das System wäre sicherer vor Manipulationen weil solche Dinge wie nummerische Schlüssel welche klar lesbar vorliegen ganz einfach weitergegeben werden können, auch an den freundlichen ausländischen Nachbarn.
Wobei dann wieder Menschen ohne dt. Staatsbürgerschaft ausgeschlossen werden obwohl sich diese legal in Deutschland aufhalten.

Auf was soll der Empfang eingeschränkt werden? Staatsangehörigkeit, Hohheitsgebiet oder beides?


Am besten baut man noch eine Kontrolle auf mindestens einen deutschen Schäferhund im Haushalt, auf die Abwesenheit von ausländischen Gästen, die sonst verbotenerweise in den Genuss der so wertvollen Lizenzware kommen könnten und auf mögliche unbezahlte Steuerschulden ein.

Sorry für den Sarkasmus, aber ich finde diese Diskussion, bei der es um das technisch möglichst effektive Ausgrenzen von Anderen geht, die nicht ins gewünschte Raster von Staatsangehörigkeiten fallen, schlicht pervers.

73 de Uli


@Uli
Ich hoffe inbrünstig, daß bei Winnies Aussage nur Dein Sarkasmusdetektor versagt hat.

Ansonsten: Vollste Zustimmung! :spos: :spos: :spos: :spos:

Desweiteren finde ich es erschreckend, daß für das Versprechen der Ausgrenzung massive eigene Einschränkungen (CI+) und Kosten (Verwaltung des Systems) in Kauf genommen und sogar verteidigt werden. Au mann!!

Catperson

von catperson - am 27.05.2013 19:56
Zitat
Winnie2
Wenn du das so siehst, Uli, da stimme ich dir zu. Allerdings geht es den Rechteinhabern nicht um den moralischen Aspekt sondern einfach darum die Übertragungsrechte in jedem Land möglichst teuer zu verkaufen u. da sind "Zaungäste" aus anderen Ländern, zumindest ab einer signifikanten Anzahl unerwünscht.
Das hat nichts wertendes im Sinne von guter oder böser Ausländer, sondern es geht denen rein ums Geschäft.

Die Problematik kommt dadurch zustande dass es Staatsbürger und Staatsgebiete gibt u. man als Bürger mit einer best. Staatsangehörigkeit durchaus in einem anderen Land wohnen kann.
Welches Recht gilt dann in Bezug auf TV-Rechte? Eine nicht immer einfach zu beantwortende Frage, denn man kann durchaus mehrrere Wohnsitze haben u. Rundfunkgebühren in Deutschland zahlen u. sich dennoch für einige Zeit in einem europ. Nachbarland aufhalten.


Die Problematik kommt dadurch vor allem dadurch zustande, dass die Rechteinhaber ihre Ausstrahlungsrechte möglichst gewinnbringend verkaufen wollen und die Grenzen der Nationalstaaten als praktisches Kriterium zum Aufteilen des Markts entdeckt haben.

Ein TV-Recht, das sich auf die Staatsbürgerschaft bezöge, würde natürlich dem Diskriminierungsverbot im EU-Recht widersprechen, das u.a. die Diskriminierung von Unionsbürgern auf Grund der Staatsangehörigkeit verbietet. Hmm, ich dachte eigentlich, das sei selbstverständlich und allgemein bekannt, und so hat mich die Diskussion hier doch sehr verwundert...

Die TV-Rechte werden nach Gebieten verscherbelt, die in der Regel mit den Grenzen der Nationalstaaten identisch sind (Ausnahme z.B. AUT / Südtirol). Da zählt also der Wohnsitz. Für die Schweiz gibt es auch eine Sonderregelung für Expats äh Auslandsschweizer, aber SUI ist ja auch kein Teil der EU, und zahlen muss diese Klientel natürlich auch. TV-Anstalten in der EU würden gleich eine Klage wegen Verletzung des Diskrimierungsverbots riskieren, wenn sie die Rechteeinkäufe nach der Staatsangehörigkeit der Zuschauer organisieren würden.

73 de Uli

von ulionken - am 27.05.2013 21:25
Sicherlich werden die TV-Rechte nach Staatsgebieten verkauft, nur machen Funkwellen nunmal an Staatsgrenzen nicht halt, besonders bei der Verbreitung über Satellit ist es sehr schwierig das Verbreitungsgebiet in einem vernünftigen Maß zu beschränken. Spotbeam hin oder her.

Bislang haben die ÖR keinen besoenderen Hehl daraus gemacht und auch die dt. Bürger in europäischen Nachbarländern mit dt. Fernsehprogrammen versorgt, wogegen ich nichts einzuwenden hätte wenn die Rechteinhaber deswegen nicht die Kosten für best. Inhalte nach oben treiben würden.

So werden z.B. Das Erste und das ZDF auch unverschlüsselt über den Satelliten Hotbird ausgestrahlt damit Bürger mit dt. Staatsangehörigkeit diese TV-Programme bis in Länder des nahen Ostens empfangen können, z.B. auch die Bundeswehr-Soldaten die in Afghanistan stationiert sind u. die Astra Satelliten nicht so weit nach Südosten reichen.
Das finde ich doch sehr interessant.

Den ÖR ist offenbar gar nicht soviel daran gelegen das Verbreitungsgebiet ihrer TV-Programme von sich aus zu begrenzen.

Von daher nochmal zurück zum Thema Spotbeam. Es ist einfach nicht möglich einen Satelliten mit einem Spotbeam zu bauen der nur das Gebiet von Deutschland versorgt. Ein Spotbeam der die komplette Fläche von Deutschland abdeckt versorgt zwangsläufig auch die Schweiz, Österreich, westlich gelegene Gebiete in Polen, Tschechien, Slowenien, Südtirol, den Elsaß, Luxemburg, Belgien, die Niederlande, u. Süddänemark.

Die technische u. ökonomische Realisierbarkeit eines Satelliten mit mehreren Spotbeams halte ich für fraglich. Antennen für mehrere sich teilweise überlappende Empfangsgebiete zu bauen dürfte eine ziemliche Harausforderung darstellen.
Die Alternative die Spotbeams auf mehrere Satelliten aufteilen, was die Sache mit Reserveübertragungskapazitäten für die jeweiligen anderen Verbreitungsgebiete erschwert, da ein Satellit auf ein begrenztes Verbreitungsgebiet festgelegt ist.

von Winnie2 - am 27.05.2013 21:40
Es geht nicht um Staatsbürgerschaften oder sowas, sondern um die Territorien der Staaten. In den USA werden Lizenzen teilweise sogar nur "marktweit" verkauft, zB darf dann ein Lokalsender ein Baseballspiel nur in einem sehr begrenzten Sendegebiet zeigen - daher sind per Satellit in den USA alle kommerziellen Lokalstationen immer verschlüsselt und werden immer nur für die Nutzer im Zielgebiet freigeschaltet. Das hat mit Nationen erst mal nichts zu tun.

In Europa ist es so, dass es einfach über die Jahrzehnte gewachsene Märkte gibt, und die haben sich entlang der Staatsgrenzen entwickelt. Jedes Land hat seine eingesessenen TV Sender, die in jeweils ihrem Markt konkurrieren. Gäbe es eine europaweite Verbreitung alle Sender, dann würde sich auch die Konkurrenzsituation grundlegend ändern - und daran hat man kein Interesse. Es geht nicht nur um Rechte. Die Sender haben ihr Zielgebiet, und das wollen sie versorgen, nicht mehr und nicht weniger.
Ich sage nicht, dass ich das alles toll finde, nur sind die Deutschen in ihrem Idealismus die einzigen, die seit Jahren versuchen das zu ändern - nur es funktioniert nicht, ganz im Gegenteil. Und irgendwann ist der Idealist dann der Dumme, er zahlt drauf.
Verschlüsselung halte ich auch für inpraktikabel, aber Spotbeams wären denkbar, besonders um den Empfang in Spanien, teilweise Italien und Großbritannien zu beschränken.
Dort ist zB Sky überhaupt nicht froh darüber, dass ihnen RTL die Formel 1 FTA reinsendet, seit die BBC nur noch jedes zweite Rennen zeigen kann. Zuviele findige Briten bauen dann ihre Minischüsseln für RTL um - kein Scherz. Alles verlorene Abonnenten.
Auf Dr. Dish TV hat ein Medienmensch mal tatsächlich gesagt: wer britisches TV sehen will, der muss nach Großbritannien ziehen... unschön, aber so ist es gewollt.

von Terranus - am 27.05.2013 21:56
@ Winnie2

Zitat

Pardon. Leute die sich mit Technik einigermaßen gut auskennen - ich gehe mal davon aus dass die meisten Leute die hier im Forum unterwegs sind dazugehören - würden damit keine Probleme haben ausser dass diese sich vielleicht die Frage stellen ob dieser Aufwand wirklich notwendig ist um ein paar Rechteinhaber zufrieden zu stellen.


Ich bin der Meinung, daß man jedem über eine Anleitung vermitteln kann, einmalig einen Code im Menü eines Receivers einzugeben. Wer das nicht kann, ist schon beim Anschließen der Geräte auf andere Leute angewiesen. Also derjenige, der den ganzen Kram anschließt, sollte diese Codeingabe beherrschen.


Zitat

Ich hätte da eine noch einfachere Lösung. Da die Sache an die Staatsbürgerschaft gekoppelt ist weshalb in die Sat-Empfangsgeräte keinen Leser für den elektronischen Personalausweis einbauen. Die Staatsangehörigkeit kann aus dem ePerso ausgelesen werden u. schon sind alle die nicht die dt. Staatsbürgerschaft vom Empfang ausgeschlossen.


Gut, da du das mit der Verschlüsselung für nicht machbar hälst, mach bitte einen anderen Vorschlag!


Zitat

Auf was soll der Empfang eingeschränkt werden? Staatsangehörigkeit, Hohheitsgebiet oder beides?


Auf jeden, der den Rundfunkbeitrag zu entrichten hat.


Zitat

Ja, leider. Ich finde es ebenfalls zum K*tzen, Die Anzahl der Werbeunterbrechungen bei Spielfilmen bei den Privaten ich meinem Empfinden nach bereits nahezu unerträglich.


Und eben dieses Trailergeballere. Ich guck den Raab nicht, auch wenn man mir während einer Simpsonsepisode dreimal sagt, daß ich das tun soll!


Zitat

Die Rechteinhaber könnten sowas bereits über Vertragsklauseln im Vorfeld abfangen z.B. dass die Rechteerwerber die Sicherheit der Verschlüsselung gewährleisten müssen u. bei wissentlich geknackten Systemen entsprechende Strafaufschläge an die Rechteinhaber zahlen.


Darauf würde sich wohl kein Fernsehsender einlassen. Um diese Gewährleistungen möchten sich ja selbst die Inhaber der Verschlüsselungssysteme gerne drücken.


Zitat

Es soll Leute geben die bekommen das nicht hin, auch wenn du es nicht glauben kannst. V.a. Menschen über 75 werden mit solchen Dingen mehrheitlich überfordert sein.
So kenne ich Senioren die wissen gar nicht was ein Programmplatz ist, die steuern das gewünschte TV-Programm ausschliesslich mit den Programm + und - Tasten an. Programmierte Programmbelegung? Für diese unbekannt.


Wie gesagt, das sollte man als Bestandteil der Installation sehen.

Es gibt natürlich Probleme, die mit so einer Verschlüsselung einhergehen. Aber neben einem Spotbeam ist das nunmal die einzige Möglichkeit, diese horrenden Kosten für die Rechte Dritter zu senken.

Solche Details, wer da irgendwelche Probleme bei Codeeingaben haben könnte, kann man ausdiskutieren, wenn tatsächlich die deutschen Programme verschlüsseln. Hier soll's erstmal um das Grundsätzliche gehen.


Zitat

Gut, deine genannten Beispiele betreffen allerdings allesamt Neugeräte. Bei keinem bereits verkauften Gerät musste ein Herstellern eine Scartbuchse oder einen sparsameren Standby nachträglich einbauen.


Hier geht es aber nicht darum, etwas einzubauen, sondern einfach um ein Firmwareupdate, daß sich bequem über Satellit durchführen läßt, ohne das Gerät zu öffnen oder überhaupt zu bewegen.


Zitat

Und ob ein Shitstorm wirklich hilft wenn es die Mehrzahl der Gerätehersteller betrifft (oder sogar alle)?


Also wenn die Hersteller dazu in der Lage sind, per Update irgendwelche Spiele nachträglich zu integrieren oder die Senderliste noch bunter zu machen, dann sollten sie doch eigentlich in der Lage sein, einen BISS-Emu zu implemetieren, wenn der Druck seitens der Kundschaft und gegebenenfalls der Politik groß genug ist.


Zitat

Weil Spielfilme und Serien vorproduziert sind u. sich deswegen einfach pausieren lassen, bei Liveübertragungen u. viele Sportübertragungen können nicht so einfach für Werbung unterbrochen werden denn dann fehlen Ereignisse aus dem Spielverlauf.


Mag sein. Aber als Spielfilm- und Seriengucker, der an die Privaten gebunden ist, ist man gegenüber dem Sportgucker, der die Spiele ohne Unterbrecherwerbung bei den Öffentlich-Rechtlichen schauen kann, trotzdem stark benachteiligt.

Was spricht dagegen, den Bildschirm zu teilen, Werbung zu senden und an der Seite das Spiel weiterlaufen zu lassen? Sollen die Sportfans doch bitteschon genau so genervt werden wie alle anderen Zuschauer!


Zitat

Die Programme "Das Erste", ZDF und 3sat werden mittelweile also Live-Stream im Internet zum Abruf angeboten.
Gibt es bei diesen irgendwelche Einschränkungen was die Inhalte oder das Nutzungsgebiet betrifft. Ich meine, falls sich diese überall dort wo ein halbwegs schneller Internetzugang verfügbar ist nutzen lassen wozu bitte der Aufwand mit Spotbeams oder Verschlüsselung über Satellit?


Diese Live-Streams werden wohl noch zu wenig genutzt um den Rechteinhabern als relevant zu erscheinen. Beim Satellitenempfang war es anfangs ja auch so. Als der noch nicht massenhaft genutzt wurde, interessierte es irgendwie keinen, daß Sportereignisse, Serien und Filme über einen ganzen Kontinent ausgestrahlt wurden. Erst als die massenhafte Nutzung kam, wurde das wohl relevant.




@ ulionken

Zitat

Am besten baut man noch eine Kontrolle auf mindestens einen deutschen Schäferhund im Haushalt, auf die Abwesenheit von ausländischen Gästen, die sonst verbotenerweise in den Genuss der so wertvollen Lizenzware kommen könnten und auf mögliche unbezahlte Steuerschulden ein.

Sorry für den Sarkasmus, aber ich finde diese Diskussion, bei der es um das technisch möglichst effektive Ausgrenzen von Anderen geht, die nicht ins gewünschte Raster von Staatsangehörigkeiten fallen, schlicht pervers.


Es geht nicht um das Ausgrenzen und um irgendwelche Raster. Es geht auch nicht darum, den Europa-Idealisten hier ihre Einstellung zu untergraben. Zum hundertsten Mal, es geht darum, wie man mit diesen horrenden Rechtekosten umgehen kann!

Wenn dir da etwas besseres als Spotbeam oder Verschlüsselung einfällt, dann immer her damit!

Mir reicht es echt langsam, daß einem hier gleich irgendwelche rechten Einstellungen oder ausländerfeindliche Haltungen unterstellt werden, wenn man mal die Frage stellt, ob überhaupt und wie dieser europaweite deutsche Fernsehspaß langfristig finanziert werden soll!!! :mad: :mad: :mad:


Zitat

Die Problematik kommt dadurch vor allem dadurch zustande, dass die Rechteinhaber ihre Ausstrahlungsrechte möglichst gewinnbringend verkaufen wollen und die Grenzen der Nationalstaaten als praktisches Kriterium zum Aufteilen des Markts entdeckt haben.


Ja, eben! Und da ich mal annehme, daß du einer dieser Idealisten bist, der die deutschen Sender europaweit ohne Einschränkungen empfangbar haben möchte, erkläre uns doch bitte, wie sich das mit der von dir eben genannten Situation vereinen läßt.




@ TerranusI

Zitat

Ich sage nicht, dass ich das alles toll finde, nur sind die Deutschen in ihrem Idealismus die einzigen, die seit Jahren versuchen das zu ändern - nur es funktioniert nicht, ganz im Gegenteil. Und irgendwann ist der Idealist dann der Dumme, er zahlt drauf.


Genau so ist es leider.

von Kay B - am 28.05.2013 03:09
Zitat
Kay B
Es geht nicht um das Ausgrenzen und um irgendwelche Raster. Es geht auch nicht darum, den Europa-Idealisten hier ihre Einstellung zu untergraben. Zum hundertsten Mal, es geht darum, wie man mit diesen horrenden Rechtekosten umgehen kann!

Wenn dir da etwas besseres als Spotbeam oder Verschlüsselung einfällt, dann immer her damit!

Mir reicht es echt langsam, daß einem hier gleich irgendwelche rechten Einstellungen oder ausländerfeindliche Haltungen unterstellt werden, wenn man mal die Frage stellt, ob überhaupt und wie dieser europaweite deutsche Fernsehspaß langfristig finanziert werden soll!!!

:spos: Vollste Zustimmung! Mir scheint, wenn manche keine sachlichen Argumente mehr haben (ist ausdrücklich nicht an einzelne Forenmitglieder gerichtet!) versuchen sie es mit der Mitleids-Tour dass es doch ach so schrecklich wäre wenn die Spanier nicht mehr "Rote Rosen" im Ersten sehen könnten und dass wir Deutschen doch soo rassistisch sind wenn wir fordern dass wir nur für die eigene Nutzung der Fernsehprogramme zahlen möchten und nicht für den Rest der Welt mit! Sowas gehört NICHT in eine sachliche Diskussion!

Zitat
ZDF-Chefredakteur
"Champions League ist für uns Gold wert"

:bruell::bruell::bruell: Der Witz des Tages! Deswegen überträgt man seit neuestem auch nur noch einen Bruchteil der Spiele, nicht einmal alle mit deutscher Beteiligung! Nicht einmal alle Halbfinalpartien.

von Hunsrücker - am 28.05.2013 14:53
Zitat
Hunsrücker
Zitat
Kay B
Es geht nicht um das Ausgrenzen und um irgendwelche Raster. Es geht auch nicht darum, den Europa-Idealisten hier ihre Einstellung zu untergraben. Zum hundertsten Mal, es geht darum, wie man mit diesen horrenden Rechtekosten umgehen kann!

Wenn dir da etwas besseres als Spotbeam oder Verschlüsselung einfällt, dann immer her damit!

Mir reicht es echt langsam, daß einem hier gleich irgendwelche rechten Einstellungen oder ausländerfeindliche Haltungen unterstellt werden, wenn man mal die Frage stellt, ob überhaupt und wie dieser europaweite deutsche Fernsehspaß langfristig finanziert werden soll!!!

:spos: Vollste Zustimmung! Mir scheint, wenn manche keine sachlichen Argumente mehr haben (ist ausdrücklich nicht an einzelne Forenmitglieder gerichtet!) versuchen sie es mit der Mitleids-Tour dass es doch ach so schrecklich wäre wenn die Spanier nicht mehr "Rote Rosen" im Ersten sehen könnten und dass wir Deutschen doch soo rassistisch sind wenn wir fordern dass wir nur für die eigene Nutzung der Fernsehprogramme zahlen möchten und nicht für den Rest der Welt mit! Sowas gehört NICHT in eine sachliche Diskussion!


Noch mal gaaanz langsam zum mitschreiben: Es spricht alles dafür, daß die Einsparungen bei Senderechten die Kosten einer Verschlüsselung bei weitem nicht aufwiegen. Die BBC sagt das. Die ARD sagt das. Catperson sagt das. Die Verschlüsselungsfans sagen: Mit BISS ist das ganz einfach und kostet fast nichts und die BBC und die ARD und Catperson haben alle keine Ahnung. Wer hat hier sachliche Argumente?

Wenn wir Deutschen die Millionen dafür zahlen müßten, nur daß 'die Spanier (...) "Rote Rosen" im Ersten sehen [können]', dann könnte man darüber diskutieren, ob wir das wollen. Da gibt es verschiedene, nachvollziehbare Ansichten und jeder kann für sich abwiegen, wieviel Zusatzkosten er dafür tragen möchte. Auch "null" wäre eine rationale Antwort. Meine Antwort wäre es nicht. Aber das wäre eine andere Diskussion. Die Faktenlage ist (bis zum Beweis des Gegenteils, und die Aussage "Ich weiß, daß mit BISS alles ganz einfach ist", ist kein Beweis), daß es für uns billiger ist, wenn die Spanier unsere Seifenopern mitverfolgen können. In diesem Fall bin ich eindeutig für 'billiger'.

Catperson

von catperson - am 28.05.2013 17:12
Zitat
Kay B
@ ulionken

Zitat

Am besten baut man noch eine Kontrolle auf mindestens einen deutschen Schäferhund im Haushalt, auf die Abwesenheit von ausländischen Gästen, die sonst verbotenerweise in den Genuss der so wertvollen Lizenzware kommen könnten und auf mögliche unbezahlte Steuerschulden ein.

Sorry für den Sarkasmus, aber ich finde diese Diskussion, bei der es um das technisch möglichst effektive Ausgrenzen von Anderen geht, die nicht ins gewünschte Raster von Staatsangehörigkeiten fallen, schlicht pervers.


Es geht nicht um das Ausgrenzen und um irgendwelche Raster. Es geht auch nicht darum, den Europa-Idealisten hier ihre Einstellung zu untergraben. Zum hundertsten Mal, es geht darum, wie man mit diesen horrenden Rechtekosten umgehen kann!

Wenn dir da etwas besseres als Spotbeam oder Verschlüsselung einfällt, dann immer her damit!


Wie schon erwähnt: Ich bezweifele, dass man bezogen auf D mit einem Spotbeam oder einer Verschlüsselung die Lizenzkosten so nennenswert reduzieren kann, dass für den TV-Kunden eine spürbare Netto-Einsparung zustande kommt, die auch noch die Nachteile bei Auslandsreisen oder bei mehreren Empfagsgeräten im gleich Haushalt aufwiegt. Eine Beispielrechnung habe ich oben im Thread angefangen.

Mit den Rechtevermarktern sollten ARD und ZDF so umgehen, wie das wohl jeder von uns als Konsument gegenüber Verkäufern und Dienstleistern auch hält: Man legt sich vor den Verhandlungen ein Budget zurecht, was nicht überschritten werden darf, und überlegt sich, welche der angebotenen Dinge den geforderten Preis wert sind und welche nicht. Die Preise für Ausstrahlungsrechte stehen schliesslich in keiner festen Preisliste, sondern sind reine Verhandlungssache. Und wenn die angebotene Leistung und der geforderte Preis nicht zusammen passen oder das eigene Budget überschritten würde, dann verzichtet man halt mal und kauft was Anderes! Der Rechteverwerter steht dann erstmal auch mit leeren Händen da.

Zitat

Mir reicht es echt langsam, daß einem hier gleich irgendwelche rechten Einstellungen oder ausländerfeindliche Haltungen unterstellt werden, wenn man mal die Frage stellt, ob überhaupt und wie dieser europaweite deutsche Fernsehspaß langfristig finanziert werden soll!!! :mad: :mad: :mad:


Ich habe keine rechten oder ausländerfeindlichen Einstellungen unterstellt. Ich bin allerdings über einen absurden Vorschlag entsetzt gewesen - mein als solcher gekennzeichnete Sarkasmus sollte die Absurdität dieses Vorschlags vor Augen führen.

Zitat

Zitat

Die Problematik kommt dadurch vor allem dadurch zustande, dass die Rechteinhaber ihre Ausstrahlungsrechte möglichst gewinnbringend verkaufen wollen und die Grenzen der Nationalstaaten als praktisches Kriterium zum Aufteilen des Markts entdeckt haben.


Ja, eben! Und da ich mal annehme, daß du einer dieser Idealisten bist, der die deutschen Sender europaweit ohne Einschränkungen empfangbar haben möchte, erkläre uns doch bitte, wie sich das mit der von dir eben genannten Situation vereinen läßt.


Ich bin zwar manchmal auch Idealist, habe aber schlichtweg auch keine Lust, wegen ein paar Euros an nicht nachvollziehbaren Einsparungen auf Empfangsmöglichkeiten im Ausland zu verzichten oder mit Smartcards zu jonglieren.

Zum Vorgehen, siehe oben: Man muss den Rechteverkäufern klare Kante zu zeigen, muss sich wagen, Verhandlungen wenn nötig ergebnislos abzubrechen oder mal auf ein überteuertes Rechtepaket zu verzichten. Sonst zahlt man letztlich zu viel und/oder bekommt zu wenig dafür.

73 de Uli

von ulionken - am 28.05.2013 17:35
@ dxbruelhart

Zitat

Alle öffentlich-rechtlichen Sender Europas bzw. der EBU gründen einen gemeinsamen Sportkanal; die öffentlich-rechtlichen Sender kaufen dann keine Sportrechte mehr ein, das macht nur noch der gemeinsame Sportkanal. So gibt es nur noch einen starken Verhandlungspartner, der die Übertragungsrechte einkauft; so kommen diese für die teilnehmenden Länder sicher günstiger, als wenn jeder öffentlich-rechtliche Sender selbst dies unabhängig aushandeln muss.


Ja, das ist ein guter Vorschlag. Auch wenn sich die Sportinteressen der einzelnen Länder unterscheiden, geht es hier ja nur um Live-Übertragungen, die sich wohl dann selten überschneiden.

Oder eben, daß die EBU bzw. alle öffentlich-rechtlichen Sender Europas eine Gesellschaft gründen, die die Rechte für ganz Europa erwirbt. Man müßte dann bloß noch mit der Klagewelle der Rechtehändler umgehen. Ich erinnere da einfach mal an Leo Kirch :mad: , der gleich geklagt und seine CDU/CSU-Freunde auf die Barrikaden gerufen hatte, als die ARD anfing, selbst mit den Filmstudios zu verhandeln, anstatt die Rechte über Leo Kirch :mad: zu kaufen.




@ Sebastian Dohrmann

Zitat

Ich streue mal neues Futter in die Diskussion, auch wenn der Artikel schon zwei Jahre alt ist: http://www.digitalfernsehen.de/ARD-Verschluesselung-macht-Sportrechte-nicht-billiger.58833.0.html


Danke, interessanter Link. Darin verhält es sich ähnlich wie hier. Also SRG, ORF und die Sportrechteinhaber sind für eine Verschlüsselung, diese Bettina Altenkamp von der ARD dagegen. Fakten und Zahlen fehlen da aber leider auch.




@ Manfred Z

Zitat

Es ist UNGLAUBLICH, wieviel Zeit hier einige User aufbringen, um weitschweifige Posts über ein total UNSINNIGES THEMA zu verfassen.


Und schon wieder so eine Aussage, die rein gar nichts zum Thema beiträgt. Hättest du die Zeit, in der du den obigen Satz geschrieben hast, damit zugebracht, eine Lösung, wie mit den horrenden und steigenden Rechtekosten umgegangen werden soll, vorgeschlagen, hättest du uns allen mehr geholfen. :rolleyes:


Zitat

Lauter Möchtergern-Experten, die ihre Meinung für eine Lösung halten, obwohl sie gar nicht die nötige Hintergrundinformation besitzen.


Gut, da wir offenbar nur Möchtegern-Experten sind, die schön brav ihre Rundfunkgebühren zahlen sollen und sich keine Gedanken darüber machen dürfen, wie damit umgegangen werden soll; und du hier offenbar der Weisheit letzter Schluß bist, dann erleuchte uns Möchtegern-Experten doch bitte wie mit den horrenden und steigenden Rechtekosten umzugehen ist.




Ja, das ist typisch deutsches öffentlich-rechtliches Fernsehen. Jede sauteure Produktion, die quotenmäßig absolut in die Hose, wird damit gerechtfertigt, daß die Quote im öffentlich-rechtlichen Fernsehen unwichtig sei. Die Meidung aktueller amerikanischer Spielfilme und Serien wird damit begründet, daß das öffentlich-rechtliche Fernsehen diese Quoten nicht braucht. Und der Kauf dieser horrenden Sportrechte wird damit begründet, daß man dadurch hohe Quoten erreicht. :mad:

Das ZDF hält uns doch offenbar alle für dumm! :mad:




@ Winnie2

Zitat

Ich finde es allerdings ein wenig leichtfertig wie die ÖR hier mit dem Geld aller Gebührenzahler umgehen. "So nach dem Motto: Und wenns teurer wird, was solls, die Gebührenzahler blechen es ja. Und die KEF nickt es dann noch ab."


:spos: :spos: :spos:




@ catperson

Zitat

Bei der BBC hat sich das nicht gerechnet (trotz aktuellem Overspill auf die BeNeLux-Länder und die größten Teile von Deutschland und Frankreich) (...)


Interessant. Hast du dafür eine Quelle?


Zitat

Dieser elendigen Diskussion fehlt die faktische Grundlage, daß wir Gebührenzahler durch unseren vermeintlichen "Europa-Idealismus" zusätzliche Fernsehausgaben haben. Und so fordern einige Leute immer wieder technische Einschränkungen und höhere Kosten für deutsche, gebührenzahlende Fernsehzuschauer (und damit sich selber), nur um die bösen Ausländer auszusperren. Und das ist einfach nur dumm. Oder gehässig. Oder beides.


Jetzt geht das schon wieder los, daß einem hier rechte Haltungen unterstellt werden! :mad:

Hättest du lieber mal eine Quelle genannt, die eindeutig belegt, daß wir durch die europaweiten Ausstrahlungen keine zusätzlichen Kosten haben.


Zitat

Noch mal gaaanz langsam zum mitschreiben: Es spricht alles dafür, daß die Einsparungen bei Senderechten die Kosten einer Verschlüsselung bei weitem nicht aufwiegen. Die BBC sagt das. Die ARD sagt das. Catperson sagt das.


Oh, jetzt nennt sich Catperson schon in einer Reihe mit der BBC und der ARD. :eek:

Wenn die BBC das sagt, dann poste hier bitte die Quelle.

Die ARD sagt das, aber die SRG und der ORF sowie die Inhaber der Sportrechte widersprechen, wie der von Sebastian Dohrmann verlinkte Artikel belegt.


Zitat

Die Verschlüsselungsfans sagen: Mit BISS ist das ganz einfach und kostet fast nichts und die BBC und die ARD und Catperson haben alle keine Ahnung.


Ich bin kein Verschlüsselungsfan. Das mit BISS-E hatte ich nur als e i n e Möglichkeit angesprochen. Ich habe auch niemandem unterstellt, daß er oder sie keine Ahnung hätte.

Diese Art, es so darzustellen, als hätte dir jemand unterstellt, daß du keine Ahnung hättest, nur weil er nicht deiner Meinung ist, ist einfach nur daneben und gehört in keine Diskussion! :mad:

von Kay B - am 28.05.2013 18:11
Zitat
Kay B
Ich bin der Meinung, daß man jedem über eine Anleitung vermitteln kann, einmalig einen Code im Menü eines Receivers einzugeben. Wer das nicht kann, ist schon beim Anschließen der Geräte auf andere Leute angewiesen. Also derjenige, der den ganzen Kram anschließt, sollte diese Codeingabe beherrschen.


Damit die Verschlüsselung sicher ist müsste der Code von Zeit zu Zeit geändert werden. Alle anderen Verschlüsselungssysteme erbeiten mit Schlüsseln die sich nach einem bestimmten Muster ändern. BISS ist ein System mit statischer Verschlüsselung, aus diesem Grund wird diese nur fallweise genutzt, nicht um Übertragungen rund um die Uhr zu verschlüsseln.


Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Die Rechteinhaber könnten sowas bereits über Vertragsklauseln im Vorfeld abfangen z.B. dass die Rechteerwerber die Sicherheit der Verschlüsselung gewährleisten müssen u. bei wissentlich geknackten Systemen entsprechende Strafaufschläge an die Rechteinhaber zahlen.


Darauf würde sich wohl kein Fernsehsender einlassen. Um diese Gewährleistungen möchten sich ja selbst die Inhaber der Verschlüsselungssysteme gerne drücken.


BISS hat die Schwachstelle dass jedem Nutzer der Schlüssel bekannt ist. Eine SMS mit dem Code nach Spanien reicht um die Verschlüsselung praktisch unwirksam zu machen.
Und da reicht bereits ein Spanier der in Deutschland lebt der seinem Bekannten in Spanien diesen Code weitergibt. Die Vervielfältigung des Codes ist jedem der diesen kennt möglich.
Diese Sicherheitslücke ist von Beginn an da u. da muss erst gar nichts geknackt oder gehackt werden.


Zitat
Kay B
Es gibt natürlich Probleme, die mit so einer Verschlüsselung einhergehen. Aber neben einem Spotbeam ist das nunmal die einzige Möglichkeit, diese horrenden Kosten für die Rechte Dritter zu senken.


Das Problem mit den Übertragungskosten betrifft nicht ausschliesslich die ÖR, auch die privaten Anbieter sind davon betroffen.
Die beiden großen Privatsendergruppen (P7S1 und RTL) dürfen bis 2023 ihre TV-Hauptprogramme in SD überhaupt nicht verschlüsseln u. müssen bis dahin weiter unverschlüsselt verbreitet werden. Das gilt meines Wissens nach für Kabel und Satellit.

Das bedeutet dass diese in Zukunft vermutlich ebenfalls Probleme haben werden Übertragungsrechte einzukaufen. Da diese nicht verschlüsseln dürfen bleiben für diese nur die Optionen Spotbeam oder auf best. Sendungen verzichten.


Zitat
Kay B
Hier geht es aber nicht darum, etwas einzubauen, sondern einfach um ein Firmwareupdate...


Software erfordert ebenfalls Entwicklungs- und Implementierungsaufwand. Weshalb sollte ein Hersteller sowas machen ohne sich dafür entsprechend entlohnen zu lassen?

Es ist eine Aktion bei der die Gerätehersteller finanziel ein Minusgeschäft machen. So ungewöhnlich ist das nicht dass Gerätehersteller keine Softwareupdates mehr bereitstellen. Ich habe sogar den Eindruck dass es sich dabei um eine sanfte Form der geplanten Obsoleszenz handelt, damit die Leute wieder neue Geräte kaufen.


Zitat
Kay B
Was spricht dagegen, den Bildschirm zu teilen, Werbung zu senden und an der Seite das Spiel weiterlaufen zu lassen? Sollen die Sportfans doch bitteschon genau so genervt werden wie alle anderen Zuschauer!


Die ÖR könnten das vor 20 Uhr machen u. die Privaten rund um die Uhr. Allerdings glaube ich dass diese Form von Werbung bei den Zuschauern schlecht ankommen würde. Verkaufsfördernd wäre da nicht das Wort der Wahl in diesem Zusammenhang.
Ist vermutlich eine Mentalitätsfrage. Splitscreen-Werbung bei bedeutenden Sportübertragungen bei den ÖR würde erst recht einen Shitstorm heraufbeschwören.


Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Die Programme "Das Erste", ZDF und 3sat werden mittelweile also Live-Stream im Internet zum Abruf angeboten.
Gibt es bei diesen irgendwelche Einschränkungen was die Inhalte oder das Nutzungsgebiet betrifft.


Diese Live-Streams werden wohl noch zu wenig genutzt um den Rechteinhabern als relevant zu erscheinen. Beim Satellitenempfang war es anfangs ja auch so. Als der noch nicht massenhaft genutzt wurde, interessierte es irgendwie keinen, daß Sportereignisse, Serien und Filme über einen ganzen Kontinent ausgestrahlt wurden. Erst als die massenhafte Nutzung kam, wurde das wohl relevant.


Ich gehe mal davon aus dass die Internetstreams in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden. Ich meinte ob derzeit solche Dinge wie IP-Geo-Blocking bei den Streams von ARD u. ZDF genutzt werden.


Zitat
Kay B
Es geht nicht um das Ausgrenzen und um irgendwelche Raster. Es geht auch nicht darum, den Europa-Idealisten hier ihre Einstellung zu untergraben. Zum hundertsten Mal, es geht darum, wie man mit diesen horrenden Rechtekosten umgehen kann!

Wenn dir da etwas besseres als Spotbeam oder Verschlüsselung einfällt, dann immer her damit!


Und ich frage mich ob die fehlende Begrenzung des Verbreitungsgebietes wirklich so relevant ist oder ob das ein vorgeschobenes Scheinargument der Rechteinhaber ist um die Preise bei Verhandlungen nach oben treiben zu können.


Zitat
Kay B
Mir reicht es echt langsam, daß einem hier gleich irgendwelche rechten Einstellungen oder ausländerfeindliche Haltungen unterstellt werden, wenn man mal die Frage stellt, ob überhaupt und wie dieser europaweite deutsche Fernsehspaß langfristig finanziert werden soll!!! :mad: :mad: :mad:


Die Sache sollte man an dieser Stelle unpolitisch betrachten, denn es geht hier nicht um Inländer u. Ausländer aus politischer Perspektive.

von Winnie2 - am 28.05.2013 18:21
@ Winnie2

Zitat

Damit die Verschlüsselung sicher ist müsste der Code von Zeit zu Zeit geändert werden. Alle anderen Verschlüsselungssysteme erbeiten mit Schlüsseln die sich nach einem bestimmten Muster ändern. BISS ist ein System mit statischer Verschlüsselung, aus diesem Grund wird diese nur fallweise genutzt, nicht um Übertragungen rund um die Uhr zu verschlüsseln.


Auf BISS-1 trifft das zu. Wie das bei BISS-E ist müßte ich nochmal nachgucken. Das ist ja wesentlich komplexer aufgebaut.


Zitat

BISS hat die Schwachstelle dass jedem Nutzer der Schlüssel bekannt ist. Eine SMS mit dem Code nach Spanien reicht um die Verschlüsselung praktisch unwirksam zu machen.
Und da reicht bereits ein Spanier der in Deutschland lebt der seinem Bekannten in Spanien diesen Code weitergibt. Die Vervielfältigung des Codes ist jedem der diesen kennt möglich.
Diese Sicherheitslücke ist von Beginn an da u. da muss erst gar nichts geknackt oder gehackt werden.


Ja, du redest von BISS-1. Da ist das genau so. Bei BISS-E aber nicht. Da ist der Session-Key receivergebunden. Der spanische Bekannte hätte also gar nichts davon, wenn er per SMS einen Session-Key bekommt, der nicht zu seinem Receiver paßt.


Zitat

Das Problem mit den Übertragungskosten betrifft nicht ausschliesslich die ÖR, auch die privaten Anbieter sind davon betroffen.
Die beiden großen Privatsendergruppen (P7S1 und RTL) dürfen bis 2023 ihre TV-Hauptprogramme in SD überhaupt nicht verschlüsseln u. müssen bis dahin weiter unverschlüsselt verbreitet werden. Das gilt meines Wissens nach für Kabel und Satellit.


Ja, das mit der Verschlüsselung hat natürlich einige Haken. Und du hast ja auch gute Gegenargumente.

Wie gesagt, daß ist nur e i n Vorschlag, dieser Preistreiberei der Rechteinhaber Herr zu werden, die halt leider wegen ihrer Monopolstellung ohnehin schon an einem sehr langen Hebel sitzen.

Andere Vorschläge sind da natürlich immer willkommen.


Zitat

Software erfordert ebenfalls Entwicklungs- und Implementierungsaufwand. Weshalb sollte ein Hersteller sowas machen ohne sich dafür entsprechend entlohnen zu lassen?


Ja, das wäre natürlich auszudiskutieren. Keine Frage. Ich habe ja nur geschrieben, daß es technisch möglich wäre. Wirtschaftsstrategisch sähe das anders aus.


Zitat

Es ist eine Aktion bei der die Gerätehersteller finanziel ein Minusgeschäft machen. So ungewöhnlich ist das nicht dass Gerätehersteller keine Softwareupdates mehr bereitstellen. Ich habe sogar den Eindruck dass es sich dabei um eine sanfte Form der geplanten Obsoleszenz handelt, damit die Leute wieder neue Geräte kaufen.


Ja, die Gefahr steckt da drin. Aber weil du das mit der geplanten Obsoleszenz schon ansprichst, wäre das auch so eine Sache, die man endlich mal rechtlich regeln sollte - neben der Verpflichtung der Softwarepflege für bereits verkaufte Geräte. Das könnte man rechtlich möglicherweise sogar in einem Abwasch machen, z.B. Hersteller von Unterhaltungselektronik zu verpflichten, die Reperaturmöglichkeit und Ersatzteile für ein Gerät noch 10 Jahre nach dessen Produktionsende zu garantieren und auch solange die Software gegenwertigen Ansprüchen anzupassen. (Ich weiß, da gibt es jetzt auch wieder Für und Wider, die jetzt zu Diskussionen führen würden. Das war jetzt aber nur mal als Vorschlag gemeint.)


Zitat

Die ÖR könnten das vor 20 Uhr machen u. die Privaten rund um die Uhr. Allerdings glaube ich dass diese Form von Werbung bei den Zuschauern schlecht ankommen würde. Verkaufsfördernd wäre da nicht das Wort der Wahl in diesem Zusammenhang.
Ist vermutlich eine Mentalitätsfrage. Splitscreen-Werbung bei bedeutenden Sportübertragungen bei den ÖR würde erst recht einen Shitstorm heraufbeschwören.


Ich meinte das nur als Reaktion auf die Begründung, daß Sportereignisse bei den Öffentlich-Rechtlichen laufen sollten, da sie nicht pausierbar sind, Spielfilme und Serien hingegen bei den Privaten laufen sollen, weil sie pausierbar sind. Es würde halt darauf hinauslaufen, daß Sportfans begünstigt und die anderen Zuschauer diskriminiert werden.


Zitat

Ich gehe mal davon aus dass die Internetstreams in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden. Ich meinte ob derzeit solche Dinge wie IP-Geo-Blocking bei den Streams von ARD u. ZDF genutzt werden.


Derweil sieht es ja nach Deckelung der monatlichen Datenmenge aus. Falls sich das noch durchsetzt, werden sich die Rechteinhaber allerdings schon diverse Sauereien einfallen lassen.


Zitat

Und ich frage mich ob die fehlende Begrenzung des Verbreitungsgebietes wirklich so relevant ist oder ob das ein vorgeschobenes Scheinargument der Rechteinhaber ist um die Preise bei Verhandlungen nach oben treiben zu können.


Wohl eher letzteres. Aber es läßt halt den Hebel, an dem die Rechteinhaber sitzen, noch länger werden. :-(

von Kay B - am 28.05.2013 18:45
Zitat
Kay B
@ Manfred Z

Zitat

Es ist UNGLAUBLICH, wieviel Zeit hier einige User aufbringen, um weitschweifige Posts über ein total UNSINNIGES THEMA zu verfassen.


Und schon wieder so eine Aussage, die rein gar nichts zum Thema beiträgt. Hättest du die Zeit, in der du den obigen Satz geschrieben hast, damit zugebracht, eine Lösung, wie mit den horrenden und steigenden Rechtekosten umgegangen werden soll, vorgeschlagen, hättest du uns allen mehr geholfen. :rolleyes:

Zitat

Lauter Möchtergern-Experten, die ihre Meinung für eine Lösung halten, obwohl sie gar nicht die nötige Hintergrundinformation besitzen.


Gut, da wir offenbar nur Möchtegern-Experten sind, die schön brav ihre Rundfunkgebühren zahlen sollen und sich keine Gedanken darüber machen dürfen, wie damit umgegangen werden soll; und du hier offenbar der Weisheit letzter Schluß bist, dann erleuchte uns Möchtegern-Experten doch bitte wie mit den horrenden und steigenden Rechtekosten umzugehen ist.


Die paar Zeilen haben keine Mühe gemacht, deine umfangreichen Antworten anscheinend schon.

Wieso soll ich hier Lösungen erfinden für Probleme, die sich m.E. gar nicht so darstellen, wie hier im Forum behauptet wird?

Außerdem: Im Gegensatz zu dir und einigen anderen hier halte ich mich auch nicht für einen Experten, der genügend Fachkompetenz und den erforderlichen Einfluss besitzt um den Verantwortlichen in den Rundfunkanstalten weitreichende Vorschläge machen zu können ohne lächerlich zu wirken.

[Dass es dort gar kein Problembewusstsein gibt, sollte mein Link zur Aussage des ZDF-Chefredakteurs zeigen. Ich bin auch der Meinung, dass zuviel Geld für Sportrechte ausgegeben wird, aber das hat nichts direkt mit dem Thema "Verschlüsselung" zu tun.]

Was ich aber gut erkennen kann, ist die Selbstüberschätzung einiger hier, die vorgeben zu wissen, wo der Weg lang gehen muss, z.B. eine Art Kartellbildung aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Europa. Hinzu kommt eine völlige Fehleinschätzung der politischen Möglichkeiten. Es wird weder einen ÖR-Rundfunk-Sozialismus geben noch eine gemeinsame Einkaufspolitik aller Anstalten in Europa. Und die europäische Gesetzgebung in den letzten 20 Jahren lässt auch nicht erwarten, das es in diese Richtung geht oder gehen kann.

von Manfred Z - am 28.05.2013 18:55
@ Manfred Z

Zitat

Die paar Zeilen haben keine Mühe gemacht, deine umfangreichen Antworten anscheinend schon.


Wir haben hier zumindest ein paar Vorschläge gemacht, die frei zur Diskussion stehen. Deine Beiträge hier beschränken sich offenbar nur darauf, das runterzumachen, was andere hier schreiben. :mad:


Zitat

Wieso soll ich hier Lösungen erfinden für Probleme, die sich m.E. gar nicht so darstellen, wie hier im Forum behauptet wird?


Wenn es diese Probleme nicht gäbe, dann würde sich die Notwendigkeit einer Verschlüsselung der schweizerischen, österreichischen und anderer europäischer Programme und die Notwendigkeit eines Spotbeams für britische Programme gar nicht erst ergeben.


Zitat

Im Gegensatz zu dir und einigen anderen hier halte ich mich auch nicht für einen Experten, der genügend Fachkompetenz und den erforderlichen Einfluss besitzt um den Verantwortlichen in den Rundfunkanstalten weitreichende Vorschläge machen zu können ohne lächerlich zu wirken.


Habe hier ich oder jemand anders behauptet, ein Experte zu sein??? Und schon wieder fängst du mit deinen Unterstellungen an, statt sachlich zu diskutieren!!! :mad:

Wir zahlen hier offenbar alle Rundfunkgebühren und jeder hat das Recht, darüber zu diskutieren, wie diese eingesetzt werden sollen. Dieses Recht wirst du doch hier hoffentlich niemandem streitig machen wollen!


Zitat

Was ich aber gut erkennen kann, ist die Selbstüberschätzung einiger hier, die vorgeben zu wissen, wo der Weg lang gehen muss, z.B. eine Art Kartellbildung aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Europa.


Da es sich dabei nicht um Unternehmen handelt, die eigentlich in Konkurrenz zu einander stehen müßten, sollte man den Begriff "Kartell" nochmal unter die Lupe nehmen.


Zitat

Hinzu kommt eine völlige Fehleinschätzung der politischen Möglichkeiten. Es wird weder einen ÖR-Rundfunk-Sozialismus geben noch eine gemeinsame Einkaufspolitik aller Anstalten in Europa. Und die europäische Gesetzgebung in den letzten 20 Jahren lässt auch nicht erwarten, das es in diese Richtung geht oder gehen kann.


Gut, also ruhig sein und schön brav zahlen. Oder was sollen wir tun?

von Kay B - am 28.05.2013 19:33
Zitat
Kay B
@ catperson

Zitat

Bei der BBC hat sich das nicht gerechnet (trotz aktuellem Overspill auf die BeNeLux-Länder und die größten Teile von Deutschland und Frankreich) (...)


Interessant. Hast du dafür eine Quelle?


www.bbc.co.uk/pressoffice/pressreleases/stories/2003/03_march/12/digital_sat.shtml

Zitat

Zitat

Dieser elendigen Diskussion fehlt die faktische Grundlage, daß wir Gebührenzahler durch unseren vermeintlichen "Europa-Idealismus" zusätzliche Fernsehausgaben haben. Und so fordern einige Leute immer wieder technische Einschränkungen und höhere Kosten für deutsche, gebührenzahlende Fernsehzuschauer (und damit sich selber), nur um die bösen Ausländer auszusperren. Und das ist einfach nur dumm. Oder gehässig. Oder beides.


Jetzt geht das schon wieder los, daß einem hier rechte Haltungen unterstellt werden! :mad:


Lies' Dir mal einige der Kommentare auf den letzten 10 Seiten durch. Und eine Maßnahme, die zum eigenen Nachteil ist, aber den Zweck hat, jemand anders noch stärker zu treffen, ist einfach nur dumm. Oder gehässig. Oder beides. Das können nicht nur "Rechte". Leider.

Zitat

Die ARD sagt das, aber die SRG und der ORF sowie die Inhaber der Sportrechte widersprechen, wie der von Sebastian Dohrmann verlinkte Artikel belegt.


Für kleine Länder ändert sich die Kalkulation grundlegend. Die Kosten der Verwaltung der Verschlüsselung sind geringer, aber die Senderechte-Streuverluste größer. Deshalb rechnet sich das für Österreich und die Schweiz ...und Irland, aber nicht für Großbritannien und nicht für Deutschland.

Und möchten wir an dieser Stelle wirklich großes Vertrauen in die Aussagen der Sportrechte-Inhaber legen?

Zitat

Hättest du lieber mal eine Quelle genannt, die eindeutig belegt, daß wir durch die europaweiten Ausstrahlungen keine zusätzlichen Kosten haben.


Die ARD-Quelle hat Sebastian Dohrmann genannt, die BBC-Quelle ist oben in diesem Posting, meine Berechnungsgrundlage habe ich ebenso genannt. Dir waren alle Quellen nicht recht. Eine alternative Zahlengrundlage hast Du nicht geliefert. Du bist aber herzlich eingeladen, eine belastbare Kalkulation, die Deine These untermauert, nachzureichen. Bis dahin bleibe ich bei meiner Umschreibung (die Spuren von Sarkasmus enthalten könnte)

Zitat
catperson
"Mit BISS ist das ganz einfach und kostet fast nichts und die BBC und die ARD und Catperson haben alle keine Ahnung."


Catperson

von catperson - am 28.05.2013 20:10
Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
BISS hat die Schwachstelle dass jedem Nutzer der Schlüssel bekannt ist. Eine SMS mit dem Code nach Spanien reicht um die Verschlüsselung praktisch unwirksam zu machen.
Und da reicht bereits ein Spanier der in Deutschland lebt der seinem Bekannten in Spanien diesen Code weitergibt. Die Vervielfältigung des Codes ist jedem der diesen kennt möglich.
Diese Sicherheitslücke ist von Beginn an da u. da muss erst gar nichts geknackt oder gehackt werden.


Ja, du redest von BISS-1. Da ist das genau so. Bei BISS-E aber nicht. Da ist der Session-Key receivergebunden. Der spanische Bekannte hätte also gar nichts davon, wenn er per SMS einen Session-Key bekommt, der nicht zu seinem Receiver paßt.


Nun ja, und wie soll das bitte verhindert werden dass der Nutzer aus Spanien sich keinen Receiver aus Deutschland besorgt?
Wie soll gewährleistet werden dass nur Geräte von dt. Rundfunkgebührenzahlern das entsprechende BISS-Firmware-Update inkl. Embedded-Key erhalten?
Und zwar mittels einer möglichst preisgünstigen Methode. Bei einem Update kann nicht im Einzelfall nachgeprüft werden ob jeder berechtigt ist das Update zu erhalten, denn das wäre bei Millionen an Geräten viel zu aufwendig.


Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Ich gehe mal davon aus dass die Internetstreams in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden. Ich meinte ob derzeit solche Dinge wie IP-Geo-Blocking bei den Streams von ARD u. ZDF genutzt werden.


Derweil sieht es ja nach Deckelung der monatlichen Datenmenge aus. Falls sich das noch durchsetzt, werden sich die Rechteinhaber allerdings schon diverse Sauereien einfallen lassen.


Naja ob die Deckelung wirklich durchgesetzt wird, das steht bislang nicht fest Die Sache kann noch aufgehalten werden durch eine gesetzliche Verpflichtung zur Netzneutralität dann bleiben den Anbietern bzw. Providern nur die Wahl zwischen auf eigene ungedrosselte Angebote verzichten oder generell keine Drosselung für alle Arten von Daten.
Aber ich schweife ab an dieser Stelle.

Was ich nicht konsequent finde wenn die Satellitenverbreitung u. die Verbreitung über das Internet nicht einheitlich geregelt sind.


Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Und ich frage mich ob die fehlende Begrenzung des Verbreitungsgebietes wirklich so relevant ist oder ob das ein vorgeschobenes Scheinargument der Rechteinhaber ist um die Preise bei Verhandlungen nach oben treiben zu können.


Wohl eher letzteres. Aber es läßt halt den Hebel, an dem die Rechteinhaber sitzen, noch länger werden. :-(


Also der gesamte Aufwand mit der Verschlüsselung, der sich dann als Preisbremse doch relativ wirkungslos erweist. Wozu diese dann überhaupt, bitteschön?

von Winnie2 - am 28.05.2013 20:52
@ catperson

Danke.

Achso, du beziehst dich auf die Verschlüsselung. Da haben wir beide aneinander vorbei geredet. Ich hatte das so verstanden, daß du dich auf den Spotbeam beziehen würdest, also, daß der Spotbeam der BBC zu teuer käme.

Die Verschlüsselung, die die BBC damals benutzte, also Videoguard und die Integration auf der Sky-Plattform, war natürlich sauteuer. Keine Frage. Da hatte der Rupert ordentlich die Hand aufgemacht. Diese Gefahr besteht ja immer, wenn es landesweit einen dominierenden Plattformbetreiber mit einer Verschlüsselung gibt. Das hatte Leo Kirch damals ja auch mit seiner d-box und Betacrypt vor. Also, daß jeder, der irgendwie in Deutschland verschlüsselt, es über seine Plattform abwickelt.

Deswegen hatte Leo Kirch ja damals auch über seine engen Beziehungen zur CDU/CSU die Telekom dazu bewegt, zur d-box und zu Betacrypt für ihr Kabelangebot zu wechseln.

Eine Verschlüsselung über so eine Plattform mit Monopolstellung ist natürlich Unsinn.

Die BBC hätte damals ja zu einer anderen Verschlüsselung übergehen können, hat sich aber im Interesse ihrer Zuschauer für den Spotbeam entschieden.


Zitat

Lies' Dir mal einige der Kommentare auf den letzten 10 Seiten durch. Und eine Maßnahme, die zum eigenen Nachteil ist, aber den Zweck hat, jemand anders noch stärker zu treffen, ist einfach nur dumm. Oder gehässig. Oder beides. Das können nicht nur "Rechte". Leider.


Wie gesagt, daß mit der Verschlüsselung über BISS-E ist e i n e Option, die es s a c h l i c h zu diskutieren gilt. Klar gibt es da auch Nachteile. Auf die ist Winnie2 ja eingegangen. Aber solche Kommentare wie "das ist dumm" oder "deutschen Schäferhund danebenstellen" und "böße Ausländer aussperren" haben echt nichts mit einer sachlichen Diskussion zu tun.


Zitat

Und möchten wir an dieser Stelle wirklich großes Vertrauen in die Aussagen der Sportrechte-Inhaber legen?


In die habe ich gar kein Vertrauen. Denn die sehen offenbar in den öffentlich-rechtlichen Sendern mit ihren festen und konjunkturunabhängigen Einnahmen nur sprudelnde Finanzquellen. Die werden immer versuchen, sich einen möglichst großen Teil an den Rundfunkgebühren indirekt zu sichern. Daß sie es sogar auf direktem Wege machen würden, hat die Dreistigkeit von Uli Hoeneß :mad: mit seinem Vorschlag, den deutschen Fußball direkt über eine Rundfunkgebührenerhöhung mitzufinanzieren, ja gezeigt. :mad:

Die Inhaber der Sportrechte und wohl auch die Vereine sowie die ganze Industrie dahinter werden also immer versuchen, aus den Öffentlich-Rechtlichen möglichst viel Geld rauszupressen.


Zitat

Die ARD-Quelle hat Sebastian Dohrmann genannt, die BBC-Quelle ist oben in diesem Posting, meine Berechnungsgrundlage habe ich ebenso genannt. Dir waren alle Quellen nicht recht.


Wo habe ich denn das geschrieben, daß mit Quellen "nicht recht" waren??? :confused:

In der Quelle vom Sebastian hat sich die ARD gegen eine Verschlüsselung ausgesprochen. SRG und ORF sind dafür. Und daß die Videoguardverschlüsselung und die Integration in die Sky-Plattform für die BBC nicht gerade billig war, wurde hier auch schon erwähnt. Also wo ist das Problem?


Zitat

Eine alternative Zahlengrundlage hast Du nicht geliefert. Du bist aber herzlich eingeladen, eine belastbare Kalkulation, die Deine These untermauert, nachzureichen.


Wie soll man eine alternative Zahlengrundlage liefern, wenn man nicht mal die tatsächlichen Zahlen kennt? Mit der Veröffentlichung der Kosten für Rechteausgaben und generell der Kosten für umstrittene Sendungen, wie z.B. den wöchentlichen Talkmarathon in der ARD mit hochdotierten Talkmastern, halten sich die Öffentlich-Rechtlichen ja leider zurück. :-(

Das wäre ja sehr wünschenswert, da die deutschen Haushalte nun der Zwangsfinanzierung der Öffentlich-Rechtlichen unterliegen, daß die Ausgaben der Öffentlich-Rechtlichen öffentlich einsehbar wären.




@ Manfred Z

Zitat

Was und wie die Österreicher und Belgier über Satellit senden, ist mir egal. Und ich glaube auch nicht, dass die Verantwortlichen bei ARD und ZDF beunruhigt sind, weil die Schweizer über Satellit verschlüsseln.


Gut, damit wissen wir jetzt, was dir egal ist. Und daß die Verantwortlichen bei ARD und ZDF wahrscheinlich nicht durch die Verschlüsselung der SRG beunruhigt sind. Was hat das aber mit der Frage, wie man die Preise für die Rechte fremder Inhalte deckeln kann, zu tun???



Zitat

Was hat die Verschlüsselung von ORF und SRG mit ARD und ZDF zu tun? Nichts!

Warum schmeißt du Dinge in einen Topf, die nichts miteinander zu tun haben?


Das hat sehr wohl etwas miteinander zu tun. ARD, ZDF, ORF und SRG sowie jeder TV-Sender, der Fremdinhalte ausstrahlt, muß für diese Fremdinhalte zahlen. Die Kosten dieser Fremdinhalte werden nach der potentiellen Zuschauerzahl berechnet. ORF und SRG begrenzen die potentielle Zuschauerschaft auf ihre eigentliche Zielgebiete. ARD und ZDF hingegen nicht. Defakto müssen sie mehr zahlen. Gesucht: Einen Weg, diese Kosten auf das eigentliche Zielgebiet von ARD und ZDF zu beschränken.


Zitat

Wenn du meinst, dass ARD und ZDF zuviel Geld für Rechte bezahlen, und du das ändern willst, musst du dich mit Gleichgesinnten zusammentun und eine Initiative gründen. Im Forum meckern und Maßnahmen propagieren, bewirkt überhaupt nichts.


Hier geht's erstmal um einen Meinungsaustausch, das Einbringen von Vorschlägen und die sachliche Diskussion darüber. Das soll angeblich der Sinn und Zweck eines Forums sein.

von Kay B - am 28.05.2013 22:26
@ Winnie2

Zitat

Nun ja, und wie soll das bitte verhindert werden dass der Nutzer aus Spanien sich keinen Receiver aus Deutschland besorgt?


Überhaupt nicht. Es läßt sich ja auch nicht verhindern, daß jemand einen Sky-Receiver inklusiver, mit dem Gerät verheirateter Karte aus Großbritannien nach Deutschland bringt. Das scheint die Rechteinhaber offenbar nicht zu jucken. Und es ist auch gut so, daß es diese Lücken gibt. So können ernsthaft interessierte Ausländer immer noch an die Programme kommen.


Zitat

Wie soll gewährleistet werden dass nur Geräte von dt. Rundfunkgebührenzahlern das entsprechende BISS-Firmware-Update inkl. Embedded-Key erhalten?


Jeder Receiver (egal in Deutschland oder sonstwo) bekommt das Update, sofern es der Benutzer über Satellit lädt. Mit dem Update wird dem Receiver eine einzigartige ID zugewiesen. Der Benutzer teilt dem "Zuschauerservice" (so nenne ich das jetzt mal) die ID telephonisch oder per Online-Forumlar mit und bekommt einen Session-Key zugewiesen, der nur zu dieser ID paßt.

Das Control Word setzt sich über einen Algorithmus aus dem Session-Key und einem im Receiver hinterlegten Key zusammen.

Hürden dabei wären natürlich
- das Update zu laden,
- im Menü die ID auszulesen und dem "Zuschauerservice" mitzuteilen und
- den Session-Key einzugeben.

Ist, wie gesagt, nur ein Vorschlag.


Zitat

Was ich nicht konsequent finde wenn die Satellitenverbreitung u. die Verbreitung über das Internet nicht einheitlich geregelt sind.


Solange sich die Rechteinhaber nicht dran aufgeilen, herrscht da auch kein Handlungsbedarf.

Die Musikindustrie hatte ja auch ein Weilchen gebraucht, bis sie begriffen hatte, daß das Internet den massenhaften Austausch von Musikstücken ermöglicht und nicht die von ihnen so gefürchteten DAT-Rekorder und CD-Brenner. :D


Zitat

Zitat
Kay B

Zitat
Winnie2
Und ich frage mich ob die fehlende Begrenzung des Verbreitungsgebietes wirklich so relevant ist oder ob das ein vorgeschobenes Scheinargument der Rechteinhaber ist um die Preise bei Verhandlungen nach oben treiben zu können.


Wohl eher letzteres. Aber es läßt halt den Hebel, an dem die Rechteinhaber sitzen, noch länger werden. :-(


Also der gesamte Aufwand mit der Verschlüsselung, der sich dann als Preisbremse doch relativ wirkungslos erweist. Wozu diese dann überhaupt, bitteschön?


Dann hätten die Rechteinhaber zumindest ein Scheinargument weniger.

In wie weit sich dieses Scheinargument tatsächlich auf die Preisgestaltung auswirkt, können wohl nur die sagen, die Einblick in die genauen Zahlen bekommen. Und dazu gehört man als normaler Rundfunkgebührenzahler ja leider nicht. :-(

von Kay B - am 28.05.2013 22:55
Zitat
Franz Brazda priv.
Lieber Kay B bzw. UM 74 !
Bitte erklärt mir wo besteht für Diese von euch angeregten Diskussionen ARD/ZDF Verschlüsseln - Länderbeam euer persönlicher Nutzen bzw. Vorteil. Was habt ihr eigenlich davon. LG Franz aus Wien :confused:

Ich bin zwar nicht ansgeprochen aber ich antworte dennoch mal auf deine Frage.

Es geht bei dieser Diskussion darum wie es möglich ist die steigenden Kosten für Übertragungsrechte in den Griff zu bekommen. Gerade bei Sportübertragungen wie Formel 1 oder Fußballspiele mit hohem Zuschauerinteresse müssen Sender bei unverschlüsselter europaweiter Ausstrahlung mittlerweile sehr(!) hohe Geldsummen zahlen, weil die Rechteinhaber diese Rechte separat in den einzelnen Ländern verkaufen. So muss ein Anbieter der die Sportveranstaltungen europaweit frei empfangbar überträgt die Europaausstrahlungsrechte erwerben oder bekommt die Übertragungsrechte erst gar nicht.
Österreich wäre nur im Falle einer Verschlüsselung betroffen; ein Spotbeam würde jedoch den Empfang deutscher TV-.Programme in Österreich kaum verändern,
würde allerdings den Empfang in weiten Gebieten Südeuropas (Spanien, Italien) deutlich schwieriger bis unmöglich machen.
In der Theorie sinken dadurch die Rechtekosten, aber ob das in der Realität so sein wird ist vollkommen unklar.

Anderseits existiert immer noch die EU-Richtlinie "Fernsehen ohne Grenzen" in Europa. Ein interessanter Link dazu:
EU fordert Fernsehen ohne Grenzen
Bislang hat sich da allerdings wenig getan.

Um deine Frage kurz und bündig zu beantworten, Franz, man erhofft sich dadurch Einsparungen an Rechtekosten u. für die TV-Zuschauer würde es steigende Rundfunkgebühren aufhalten.

von Winnie2 - am 30.05.2013 11:46
@ Franz Brazda priv.

Zitat

Bitte erklärt mir wo besteht für Diese von euch angeregten Diskussionen ARD/ZDF Verschlüsseln - Länderbeam euer persönlicher Nutzen bzw. Vorteil. Was habt ihr eigenlich davon.


Winnie2 hat es ja schon gut beschrieben. Es geht einfach nur darum, die Rechtekosten für die Inhalte Dritter möglichst niedrig und überhaupt finanzierbar zu halten.

Es geht nicht darum, irgendwelchen Leuten das deutsche Fernsehen wegzunehmen.


Zitat

Das die Schweiz und Österreich verschlüsseln müssen ist nicht deren Schuld, sondern ist rein nur der ungerechten Rechtegesetze zu verdanken dass den kleineren Ländern eine attraktive Programmaussendung praktisch frei verunmöglicht. Bitte dass einmal zu bedenken.


Das hat nichts mit "ungerechten Rechtegesetzen" zu tun. Es ist einfach so, daß der Eigentümer einer Ware den höchsten Preis für seine Ware erzielen kann. Und solange dieser Eigentümer quasi eine Monopolstellung hat, wie es bei Sportrechten der Fall ist, und dem viele Nachfrager gegenüberstehen, läßt sich da ein astronomisch hoher Preis erzielen.

Und wenn der Inhaber der Sportrechte dir dann noch beweißen kann, daß die Sportübertragung nicht nur in deinen Land, sondern in ganz Europa gesehen werden kann, dann hat er leider ein sehr gutes Argument, noch deutlich mehr von dir für seine Sportrechte zu verlangen.

Verstehst du jetzt, um was es hier geht?




@ Exidor

Zitat

Gerade was die Neiddebatte Österreich/Schweiz betrifft, ist ein Spotbeam vollkommen ungeeignet.


Um irgendwelche Neiddebatten soll es hier aber nicht gehen. Hier geht es einfach um Rechtekosten und damit viel Geld.


Zitat

Denn wenn man für den Empfang von ARD/ZDF noch ein Smartcard und speziellen Receiver benötigen würde, hätten sich ARD und ZDF erfolgreich ihrer Existenzgrundlage, den Fernsehgebühren, entzogen. Denn damit würde ja die Argumentation entfallen, dass jeder Bundesbürger auch potentiell ein Zuschauer ist und damit zwangsweise zahlen muss.


Eine derartige Vorraussetzung muß seit Anfang diesen Jahres nicht mehr gegeben sein. Selbst wenn du in einer Bunkeranlage in den Alpen ohne Internet, DVB-T-Empfang, Satellitenempfang oder sonstigem Funkempfang wohnst, bist du zur Zahlung verpflichtet.


Zitat

Folge: Der Thread kann wegen vollkommener Sinnlosigkeit geschlossen werden.


Oh, Entschuldigung, daß hier so viele, die gute Argumente und gute Gegenargumente eingebracht und eine sachliche Diskussion über das Problem der steigenden Rechtekosten geführt haben, nicht in das Exidor-zentrische Weltbild passen!!! :mad:


Zitat

Ich schlage als ebenso sinnlosen Alternativthread vor: Soll der KiRaKa vom Brocken im OIRT-Band ausgestrahlt werden? Wenn ja, in FM, oder in DRM+?


Ich schlage vor, daß sich die Leute hier im Forum, die irgendwie zu einem Thema rein gar nichts beizutragen haben, einfach rein gar nichts dazu schreiben anstatt nur blöd rumzustänkern!!! :mad:




@ Winnie2

Zitat

Der Haken an dieser Sache ist dass ein solcher Zuschauerservice für Millionen an Leuten ebenfalls nicht für lau zu haben wäre.
Da müssen Leute in Call-Centern beschäftigt werden, dadurch entsteht zusätzlicher Verwaltungsaufwand. So einfach u. preiswert ist die Sache leider nicht.


Ja, das kommt darauf an, wie man es aufzieht. Wie gesagt, es gibt heute sehr gute Lösungen, große Datenmengen effizient und schnell zu bearbeiten. Verknüpfungen von Datenbanken mit Onlineforumlaren und Spracherkennung am Telephon (sodaß Call-Center gar nicht erst nötig sind) bis hin zur rein maschinellen Erstellung von versandfertigen Briefen.

Da die GEZ aber 1200 Leute zur Bearbeitung von Datenmengen braucht, für die Unternehmen in der freien Wirtschaft nur 10 Leute brauchen, könnte das tatsächlich ein Haken sein.


Zitat

Die Sache mit der Verschlüsselung lohnt sich finanziell nur falls durch die Verschlüsselung mehr Geld eingespart werden kann als an laufenden Kosten für die Verschlüsselung anfallen.


Ja, das ist keine Frage. Kommt halt darauf an, wie man es aufzieht.


Zitat

Der Ansatz der ÖR-Veranstalter die ÖR-Programme sollen ebenfalls über Sat empfangbar sein weil viele Leute nur noch über Sat TV schauen war doch überhaupt erst der Ansatz weshalb die ÖR ihr komplettes Programmangebot auf Astra aufgeschaltet haben.


Ja, und diese Entwicklung war aus der Sicht der Rechtekosten offenbar ein Fehler. Als damals N3 auf Astra gegangen ist, gab es ständig irgendwelche Hinweistafeln, in denen darauf hingewiesen wurde, daß eine Ausstrahlung wegen fehlender Europarechte nicht möglich sei.

Damals hatte N3 die Astra-Ausstrahlung auch damit begründet, in Mecklenburg-Vorpommern, das offenbar noch keine flächendeckende Versorgung mit N3 hatte, besser empfangbar zu sein.

Damit begann dann wohl auch so eine Art Sogwirkung, sodaß mit Astra 1C die meisten Dritten, das ZDF und dann auf Astra 1B die ARD nachzogen. Ab dem Herbst 1993 flogen dann die meisten terrestrischen Antennen von den Dachböden. Selbst die regionalisierten Inhalte auf ARD und im Dritten haben da kaum jemanden interessiert.


Zitat

Das Verschlüsselungssystem bei simpliTV in Österreich arbeitet ohne Smartcards, allerdings sind dafür neue Geräte notwendig.


Das wird dann wohl auch über Adressierung ablaufen.

von Kay B - am 30.05.2013 23:51
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