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VPRT will ARD Internetradiostreams verbieten

Startbeitrag von Ihre Majestät am 23.05.2013 13:33

Es ist schon lange ein Witz, was dieser Verein so alles fordert. Jetzt wird das ganze aus Anlass von "Puls" (BR) auf die Spitze getrieben. Der ARD soll vorgeschrieben werden, keine zusätzlichen Internetradiostreams mehr anzubieten.

http://www.vprt.de/verband/presse/pressemitteilungen/content/%E2%80%9Etrimedialit%C3%A4t%E2%80%9C-als-ausbaustrategie-im-ard-radio-vprt-ford?c=4

Ich möchte nicht wissen was los wäre wenn z.B. der SWR seine Webradios auch über DAB+ ausstrahlen würde.

Antworten:

DAB wollen sie am besten auch verbieten, dabei senden ihre Mitglieder in DAB. Beim VPRT gilt die Regel, wer sich bewegt hat schon verloren. Kein Wunder, dass diese Unternehmen nicht wachsen.

von Seltener Besucher - am 23.05.2013 14:01
Mir kommt das Kotzen, wenn ich sehe, was dieser VPRT-Lobbyist von sich gibt.
Die bekommen ihren Ar*** nicht hoch - das bayrische Pendant zu PULS sendet bis heute nur über wenige UKW-Funzeln und ist hier nicht hörbar - also sollen andere auch nichts tun!?

Bis auf ein paar beschissene Manistream-Dudler besteht ein privates Angebot nur in Ballungsräumen. Soll sich der VPRT halt mal anstrengen, vernünftige Angebote zu schaffen, dann muß er keine Angst vor ÖR-Konkurrenz habe.

von DH0GHU - am 23.05.2013 14:03
Ach Leute, sehts positiv ;)
Wenn es so käme, würde es DAB+ ebenfalls in die Karten spielen. Dieser Verein ist sowas von sau dumm, das tut ja schon "weh" beim Lesen. Anders kann man diese geistigen Ergüsse nicht mehr bezeichnen.

@DH0GHU

Würde sich der VPRT und seine Sender mal anstrengen und ein vernünftiges Programm machen, müsste er noch nicht mal Angst vor DAB haben ;). Nach dem freien Markt schreien und ihn gleichzeitig verhindern. Geht es eigentlich noch armseeliger?

Als nächstes versucht der VPRT Internetradio zu verbieten. Da lauert nebem den Streamprogrammen unserer ÖR noch die "Gefahr" der Konkurrenz durch zig tausende andere Programme weltweit :D

von PEQsche - am 23.05.2013 14:06
Schunks "Radio Regenbogen" ist ja ein Paradebeispiel dafür, WARUM Leute nicht mehr Privatsender hören. Den Sender bezeichnet in meiner Heimat eigentlich jeder nur als "Regentonne".

von DH0GHU - am 23.05.2013 14:16
Zitat
fatal error
Am Ende leidet dann wieder der Bürger. Auf der einen Seite zahlt er den Rundfunkbeitrag. Als Dank dafür werden die ÖR Mediatheken und Apps kastriert, Inhalte gelöscht, die Streams in Frage gestellt etc. und auf der anderen Seite wird man vom privaten Dudelfunk mit Belanglosigkeiten und einem verbrauchten Hot AC Format zugesch***en, daß es einem an den Ohren wieder rauskommt.


Worin besteht denn dann der Unterschied zwischen den VPRT-Programmen und den meisten ARD-Wellen? Ich kann keinen erkennen, und wenn Jump, SWR 3, hr 1, hr 3, NDR 2 und viele andere nicht von den Öffis wären, würde es auch keinen verwundern - Elemente eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks, eines gebührenfinanzierten Etwas mit einem gewissen Auftrag, der ausdrücklich nicht primär etwas mit Quotenmaximierung zu tun hat, sind da doch nicht mehr zu finden.

Meinetwegen soll der VPRT sogar Erfolg haben beim Verbieten der ARD-Livestreams. Dann würde nur der Durck wachsen, daß die ARD-Anstalten auf den Hauptverbreitungswegen (und das ist zuallererst UKW, da kann man diskutieren wie man will), wieder Inhalte und Vielfalt anzubieten. Dann müssen sie ihren abgeschobenen Inhalt zurück ins Programm holen. Für mehr "echte Abwechslung" und so...

von Chris_BLN - am 23.05.2013 14:26
Kann man nicht einfach auch mal diesen VPRT verbieten?

von Habakukk - am 23.05.2013 14:34
Ich verstehe nicht warum fast alle privaten Radiosender in Deutschlands der VPRT Führung hinterherrennen und sich nicht auch einmal offen gegen die Meinung des Vorstandes stellen.

Schließlich verliert ein Sender nur an Glaubwürdigkeit, wenn er sich durch Menschen, die solche Aussagen machen, repräsentieren lässt. Der VPRT hat eben eine - sagen wir mal recht spezielle Meinung zur Struktur des Radiomarkts in Deutschland. Warum gibt es beispielsweise fast nur noch englischsprachige Musik im Radio, außerdem fast ausschließlich AC/CHR, wenig Schlager oder Oldies (bis auf ein paar ins Programm eingestreute 70er und 80er, die nicht der Rede wert sind), obwohl auch diese Musikrichtungen populär sind, was man anhand der Verkaufszahlen der Singles und Alben aus diesen Genres sehr gut beobachten kann?

Das Ziel des VPRT ist die Vereinheitlichung des deutschen Rundfunkmarktes: alle privaten Sender müssen Hitdudler sein und möglichst in ihrem Verbreitungsgebiet als einziger Platzhirsch von Konkurrenz ferngehalten werden.Bei Programmvielfalt müsste sich ja vielleicht jemand anstrengen, dem Hörer das Programm schmackhaft zu machen. Öffentlich-rechtliche Sender sollen nur sehr begrenzt verbreitet werden und alles leisten, was den Privaten zu unlukrativ erscheint (Information, Kultur, alle Musikrichtungen außer AC/CHR). Mehr jedoch nicht, und schon gar keine Konkurrenz zu Privaten in Form von Hitdudlern/Serviceprogrammen.

DAB+, Internetradio und sonstige Verbreitungswege abseits des UKW Bandes sind gefährlich und mit allen Mitteln zu bekämpfen, auch wenn sich der VPRT damit selbst ins Lächerliche zieht (wie im aktuellen Fall). Der Grund für solche Aktionen ist: Abseits von UKW, wo sich die Platzhirsche jahrelang ihre Monopolstellung mit teils zweifelhaften Methoden erkämpft haben, bestehen die meist grottenschlechten Dudelprogramme nicht gegen die Konkurrenz.

von Hunsrücker - am 23.05.2013 15:13
Zitat
Chris_BLN
Zitat
fatal error
Am Ende leidet dann wieder der Bürger. Auf der einen Seite zahlt er den Rundfunkbeitrag. Als Dank dafür werden die ÖR Mediatheken und Apps kastriert, Inhalte gelöscht, die Streams in Frage gestellt etc. und auf der anderen Seite wird man vom privaten Dudelfunk mit Belanglosigkeiten und einem verbrauchten Hot AC Format zugesch***en, daß es einem an den Ohren wieder rauskommt.


Worin besteht denn dann der Unterschied zwischen den VPRT-Programmen und den meisten ARD-Wellen? Ich kann keinen erkennen, und wenn Jump, SWR 3, hr 1, hr 3, NDR 2 und viele andere nicht von den Öffis wären, würde es auch keinen verwundern - Elemente eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks, eines gebührenfinanzierten Etwas mit einem gewissen Auftrag, der ausdrücklich nicht primär etwas mit Quotenmaximierung zu tun hat, sind da doch nicht mehr zu finden.

Meinetwegen soll der VPRT sogar Erfolg haben beim Verbieten der ARD-Livestreams. Dann würde nur der Durck wachsen, daß die ARD-Anstalten auf den Hauptverbreitungswegen (und das ist zuallererst UKW, da kann man diskutieren wie man will), wieder Inhalte und Vielfalt anzubieten. Dann müssen sie ihren abgeschobenen Inhalt zurück ins Programm holen. Für mehr "echte Abwechslung" und so...

Besser und treffender hätte man es nicht formulieren können!

von Anonymer Teilnehmer - am 23.05.2013 15:19
Zitat
Habakukk
Kann man nicht einfach auch mal diesen VPRT verbieten?

Man sollte einfach nur verbieten, daß der VPRT Pressemitteilungen auf anderen Wegen als per Internetradiostream verbreitet.

von iro - am 23.05.2013 15:42
@ Iro - Jawoll - :-) Gute Idee, dann bekommt man von dem Dünnfiff, den die abgeben wenigstens nix mit :-)

Denke der VPRT begibt sich nun auf eine weitere Stufe seiner vorgezogenen Linie. Kein DAB - für Uns
nur Internetstream - und damit es da wenigstens wenig Konkurrenz gibt geht man nun den Öffis an
den Karren.
Denke mal die werden irgendeine Analyse haben, dass die Leute eh zu faul (dumm?) sind sich
vernünftige Streams zu suchen und sich dann lieber auf bekannte Namen zurückziehen.

In der MItte des Artikels wo es um die breit für jugentliche verfügbaren anderen Sender in BY geht, merkt man sehr deutlich, dass die einfach nur Ihr Platzhirschtum behalten wollen. Is ja auch
berechtigt, denn dazu is der Verein ja da. Ob wir (und vielleicht auch Andere) uns dann über die PM's amüsieren, steht auf einem anderen Blatt.

We 'll see .... wann wird der Herr von Radio Regentonne eigentlich neu gewählt, oder ist das soein Lebenszeitposten ?

von Felix 99 - am 23.05.2013 15:58
Die Pressemitteilung ist eine tolle Werbung für BR Puls.
Danke VPRT!

von Radius - am 23.05.2013 16:00
Der nächste Klopper vom VPRT:

Zitat
satnews.de
VPRT zur Berichterstattung von der 150-Jahr-Feier der SPD: Chancengleichheit im dualen System wahren
Aufgrund einer Exklusivvereinbarung der SPD mit dem ZDF und Phoenix ist es den privaten Rundfunkanbietern nicht erlaubt, live und zeitgleich von der 150-Jahr-Feier der SPD, die heute in Leipzig stattfindet, zu berichten. „Diese Zweiklassenbehandlung innerhalb des dualen Rundfunksystems ist nicht hinnehmbar“, kommentiert Annette Kümmel, Vorsitzende des Fachbereichs Fernsehen und Multimedia im VPRT. „Die Sozialdemokraten zeigen hier ein sehr spezielles Verständnis von Informationsfreiheit. Wir fordern die Sozialdemokratische Partei daher auf, Chancengleichheit in der Berichterstattung herzustellen und private Veranstalter nicht weiter zu benachteiligen“, so Kümmel weiter.

Ein Pool-Vertrag zwischen SPD und ZDF sieht vor, eine zeitgleiche Berichterstattung der Parteifeierlichkeiten nur für das ZDF selbst und Phoenix zu erlauben. Anderen Fernsehsendern ist daher nur eine zeitversetze Berichterstattung erlaubt.


Wie geil :D
Ich wusste gar nicht, dass das Wort "Chancengleichheit" im Wortschatz der VPRT-Leute existiert. Aber man lernt ja bekanntlich nie aus.

von PEQsche - am 23.05.2013 16:29
Die SPD sollte die Senderechte vielleicht meistbietend ausschreiben (à la DFB) :D

"SPD-Feier live - nur bei sky"

von iro - am 23.05.2013 17:12
Zitat
iro
Die SPD sollte die Senderechte vielleicht meistbietend ausschreiben (à la DFB) :D

"SPD-Feier live - nur bei sky"


:D:spos:

von PEQsche - am 23.05.2013 17:20
Dann sollen sich halt die VPRT-Leute die exclusive Live-Übertragung vom politischen Aschermittwoch der CSU sichern - das bringt denen vielleicht mehr Quote als dem ZDF die SPD-Veranstaltung. Und wenn das für sie zu teuer ist, sollen sie die FDP nehmen. Die ist garantiert günstiger.

Nachtrag: Dienten die Exclusivrechte der Finanzierung der Festrede von Peer, dem Kandidaten?

von HansEberhardt - am 23.05.2013 17:37
Zitat
fatal error
Oder schreit man nur des Schreien willens?


Ich glaube du hast deine Frage in deiner Frage selbst beantwortet ;). Sicher muss man das machen, man will ja im Gespräch bleiben und nicht den Eindruck erwecken, dass die Mitglieder des Verbandes ihre Zeit und Geld verschwenden (tun sie zwar eh, aber das ist wieder ne andere Sache).

von PEQsche - am 23.05.2013 18:33
Oooooch, armer VPRT. Musst nicht weinen, die Welt dreht sich ohne Dich weiter.
Schnuller gefällig ? Mami holt gleich das Taschentuch und trocknet die Tränen.

von sup2 - am 23.05.2013 19:14
Der Wahnwitz dieser Forderung des VPRT lässt sich wohl kaum übertreffen; die öffentlich-rechtlichen bieten Einschaltradio, nicht einfach Nebenbei-Dudel-Hörradios. Somit überscheiden sich diese beiden Angebote auch den wenigsten Fällen.
Das rufte wenn schon weit eher nach einen Verbot der VPRT - wenn das nicht doch einfach eine absolute Schaumschlägeraktion ist - und das ist letzlich nur heisse Luft, was da der VPRT rausgelassen hat.

von dxbruelhart - am 23.05.2013 21:24
Vielleicht sollte jeder, der sich über den VPRT aufregt, einen Brief an seinen privaten Lokalsender und seinen privaten Landessender schicken. Wenn wir uns nur hier aufregen, ist die Wirkung begrenzt. Bin auf Wunsch gerne bereit, ein Textmuster zu erstellen.

von RudiP - am 23.05.2013 21:31

VPRT Positionspapier: 4 Forderungen an die neue Bundesregierung

Der VPRT (Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V.) hat heute ein Positionspapier mit Forderungen (!) an eine neue Bundesregierung veröffentlicht. Die gibt es zwar noch nicht, aber man kann ja schon mal seine Duftmarke setzen.

Hier zuerst der Text der Pressemitteilung:

>>VPRT legt Forderungen an eine neue Bundesregierung vor

Berlin, 27. September 2013 – Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) hat heute seine Forderungen an eine neue Bunderegierung vorgelegt. Der Verband verlangt in den „Perspektiven für die Medienpolitik – 4 Forderungen an die neue Bundesregierung“ einen konvergenten Ordnungsrahmen, Zugang zu Netzen und Auffindbarkeit, wirksamer Schutz der Inhalte sowie einen fairen Wettbewerb im dualen System. „Rundfunk ist längst nicht mehr nur Ländersache. Durch die Konvergenz der Medien, die zu enormen aber auch spannenden Umbrüchen führt, ist mehr denn je auch die Bundespolitik gefordert. Die Radio- und TV-Unternehmen sind Motor der Kreativwirtschaft und mit ihren Angeboten wirtschaftlich und bei den Zuhörerinnen und Zuhörern erfolgreich. Damit wir weiter zur Vielfalt der deutschen Medienlandschaft beitragen können brauchen wir jetzt einen Regulierungsrahmen, der zukünftig einen fairen Wettbewerb ermöglicht“, so der VPRT-Vorstandsvorsitzende Dr. Tobias Schmid.>Am 25. September 2013 veranstaltete der VPRT in Berlin den Workshop „Illegale Nutzungen im Internet“. Gemeinsam mit rund 30 Teilnehmern und unterstützt durch fachkundige externe Referenten wurden Erscheinungsformen und Konsummöglichkeiten illegaler Angebote ebenso thematisiert, wie deren Marktauswirkungen sowie mögliche Lösungsansätze zur Eindämmung.

von Manfred Z - am 27.09.2013 16:39
Drehen wir doch einmal den Spieß um und fordern ein Verbot des Privatfunks (vgl. übrigens Art. 111a der Bayerischen Verfassung).

Das Verbot würde uns nach etwas Latenzzeit bei PISA nach vorne katapultieren.

von RudiP - am 27.09.2013 23:24
Zitat
RudiP
Drehen wir doch einmal den Spieß um und fordern ein Verbot des Privatfunks (vgl. übrigens Art. 111a der Bayerischen Verfassung).
Das Verbot würde uns nach etwas Latenzzeit bei PISA nach vorne katapultieren.


Da würde schon reichen ein Kindergartenplatz für alle und gleiche Bildungschancen in der Schule nach dem Vorbild von Finnland oder Estland. Gerade Estland sagt, dass alle einen hohen Bildungsabschluß haben müssen, weil sich das Land kein Ersatzleitungen für Arbeitslose leisten kann.

Viel Spaß: http://www.oecd.org/pisa/pisaproducts/PISA%202012%20items%20for%20release_ENGLISH.pdf

von Seltener Besucher - am 27.09.2013 23:48
Ich tue mir den privaten Debilenfunk grundsätzlich nicht an.
Leider gibt es gewisse Annäherungstendenzen an dieses Niveau bei ÖRs, wie weiter oben beklagt.

Bei mir dominiert Rundfunk per DVB-S, und zwar überwiegend ausländische Stationen.
Ich könnte mir vorstellen, dass auch das dem VPRT nicht passt.

Ich kenne eine Reihe von Radiohörern, die ebenfalls Stationen aus dem Ausland bevorzugen - oft auch interessante Musikstationen über Webradio -, weil sie die heutige deutsche Radioszene von Ausnahmen abgesehen meiden.

von hetietz - am 28.09.2013 04:58
Zitat
RudiP
Drehen wir doch einmal den Spieß um und fordern ein Verbot des Privatfunks (vgl. übrigens Art. 111a der Bayerischen Verfassung).


Solange Bayern ein Teil der BRD ist, ist dieser Artikel der Bayerischen Verfassung nicht relevant. Es gilt das Grundgesetz und dessen Auslegung durch das Bundesverfassungsgericht. Um beiden Verfassungen zu genügen, gibt es diese seltsame Konstruktion in Bayern.

von Manfred Z - am 28.09.2013 05:17
Wobei ich gegen die Harmonisierung der Werbung auf 60 Minuten und ein Programm nichts einzuwenden hätte.Sollen der Blödmarkt und Co. doch ihre Werbung im privaten Dummfunk loswerden. Mein Vater hat sogar in den 1990ern kurz vor Voll freiwillig auf FFH umgeschaltet, um die damals im SWR übliche Werbung im Fünf-Minuten-Block mit den Kurznachrichten aus (damals noch) Frankfurt zu umgehen.

von rolling_stone - am 28.09.2013 06:35
Fairerweise sollte man allerdings schon erwähnen, dass RTL mit ntv und SAT.1 mit N24 durchaus Nachrichtenprogramme betreiben. Ansonsten sehe ich das genauso, dass der vprt "Chancengleichheit" sehr einseitig sieht.

von Bolivar diGriz - am 28.09.2013 06:55
@Exidor: Da gebe ich dir Recht, meine Äußerung bezog sich nur auf das Radio.

von rolling_stone - am 28.09.2013 07:16
N24 und NTV kann man doch knicken. Meist laufen irgendwelche 0815-Dokus. Geht mir zumindest in den seltenen Fällen (z.B. auf Reisen) so, in denen ich mich per Fernseher informieren will. Nachrichten liefen selten dann, wenn ich sie gerade gebraucht hätte. Von einem Nachrichtenprogramm erwarte ich 24h/Tag Nachrichten. Quasi ein B5 aktuell mit Bild.

von DH0GHU - am 28.09.2013 07:45

VPRT will ARD Internetradiostreams verbieten

Ist doch nur wieder "alter Wein in neuen Schläuchen", aber irgendwie muss der VPRT seine Existenz und die dadurch entstehenden eigenen Kosten ja rechtfertigen - :kotz:

von KlausD - am 28.09.2013 07:52
Da das Lobbyisten sind, gibts immer wieder jemanden, der die Plörre auch säuft :-(

Es ist doch pervers. Kommerzielle können machen was sie wollen, die ÖRs werden und wurden immer mehr eingeschränkt. Mittlerweile empfange ich zuhause ca. 3 mal mehr kommerzielle Programme als öffentlich-rechtliche Programme.

Einzig eine Forderung des VPRT finde ich ok: Einschränkung der Werbung bei den ÖRs.

von DH0GHU - am 28.09.2013 07:55
Jeder bekommt, was er verdient: Die Öffis die Haushaltsabgabe, die Privatfunker ihre Werbung vom Blödmarkt. Warum dann aber die Öffis ihre Webstreams nicht erweitern dürfen entzieht sich meiner Kenntnis. Die privaten Elemente im Bayern-Mux bestehen ja zum Großteil aus Antenne Bayern und den beiden Webchannels. Wenn also die terrestrische Verbreitung von Festplattendudlern oder Spartenprogrammen begrenzt werden soll, darf m.E. wenigstens das Web genutzt werden. Oder fürchtet der VPRT etwa die Konkurrenz aus dem Ausland? Dann müssten sie theoretisch das Internetradiohören verbieten, und dann kommt als nächstes der BILD Volksempfänger, mit dem nur genehme Internetstreams empfangen werden können. Deutschland ist im Internetradiomarkt global gesehen viel zu unbedeutend, als dass sich der VPRT die Öffis als "Hauptfeind" vornehmen müsste. Und worin der VPRT Motor für Innovation sein will, habe ich noch nicht gesehen.

von rolling_stone - am 28.09.2013 08:15

VPRT Positionspapier: 4 Forderungen an die neue Bundesregierung

Forderung 4 - Übersicht (Numerierung* von mir):

Für einen fairen Wettbewerb im dualen System:
1) Konkretisierung des Grundversorgungsauftrages
2) Fokussierung auf Inhalte, die eine Finanzierung aus Rundfunkbeiträgen rechtfertigen und nicht auf kommerzielle Vermarktbarkeit zielen (Bsp. Digitalkanäle)
3) einheitliche Maßstäbe bei Werbung und Jugendschutz in der Aufsicht über öffentlich‐rechtliche und private Programmen
4) Beibehaltung der 7‐Tage‐Frist sowie der Auswertungsbeschränkungen im Netz, z. B. bei Lizenzproduktionen und beim Sport
5) Begrenzung der Werbung bei ARD und ZDF (im Radio: Harmonisierung auf 60 Minuten und ein Programm)
6) keine Umgehungen der Programmzahldeckelung (Bsp. Streaming‐Kanäle, Radio‐Webchannels)
7) keine Querfinanzierung kommerzieller Projekte mit Gebührengeldern

(* Numerierung ist von franz. numero und nicht von dt. Nummer abgeleitet.)

In Punkt 5) sehe ich beim Radio einen Eingriff in die Autonomie der Anstalten und die Rechte der einzelnen Bundesländer; das kann nicht bundeseinheitlich geregelt werden.

Für sich selbst fordert man natürlich mehr Rechte. In Forderung 1 geht es u.a. um den "Abbau der bestehende Überregulierung" für den privaten Rundfunk, insbesondere um die Abschaffung der quantitativen Werbebestimmungen im TV, die Verhinderung neuer Werbeverbote oder ‐beschränkungen sowie eine Stärkung der Selbstregulierung im Datenschutz und in der Werbung.

von Manfred Z - am 28.09.2013 08:28
Zitat
Exidor
und SAT.1 mit N24
ProSiebenSat1 hat N24 vor drei Jahren verkauft. Seitdem betreibt der zweitgrößte Fernsehkonzern im zweitgrößten Fernsehmarkt der Welt keine eigene Nachrichtenredaktion mehr. Was die inhaltliche Bewertung von N24 und n-tv betrifft, so schließe ich mich DH0GHU an.

von freiwild - am 28.09.2013 20:29
Zitat

VPRT legt Forderungen an eine neue Bundesregierung vor


Die wissen nicht einmal, das Rundfunk Ländersache ist. Die haben die gleiche Zukunft wie die FDP, welche zur Bundestagswahl plakatierte "Gymnaien erhalten!". Auch die Schulen sind Ländersache. Da kann man noch so viele Forderungen an die Bundesregierung stellen, Radio und Schule wird in den Landeshauptstädten entschieden.

von Alqaszar - am 28.09.2013 20:36
Zitat
Alqaszar
Die wissen nicht einmal, das Rundfunk Ländersache ist.


Ich entnehme dieser naseweisen Bemerkung, dass du das Papier gar nicht gelesen hast.
So hast du es geschafft, das Niveau des VPRT noch zu unterbieten.

von Manfred Z - am 28.09.2013 20:57

VPRT will ARD Internetradiostreams verbieten

Zitat
freiwild
ProSiebenSat1 hat N24 vor drei Jahren verkauft. Seitdem betreibt der zweitgrößte Fernsehkonzern im zweitgrößten Fernsehmarkt der Welt keine eigene Nachrichtenredaktion mehr.


Korrekt, aber eine der Voraussetzungen der Käufergemeinschaft war, dass im Kaufvertrag auch eine langfristige Zuliefervereinbarung an die Pro7/Sat1-Gruppe vereinbart wurde, insoweit steht N24 trotz Eigentümerwechsel der Pro7/Sat1-Gruppe noch immer sehr sehr nahe und in einer gewissen finanziellen Abhängigkeit.

von KlausD - am 29.09.2013 09:35
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