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MDR sendet in Wiederau auf eigene Gefahr weiter

Startbeitrag von Hallenser am 03.06.2013 15:10

Wegen der momentanen Wettersituation gab es eine polizeiliche Anordnung den Sender Wiederau ausser Betrieb zu nehmen.Diese wurde wohl aber zurückgenommen und nun sendet der MDR dort auf eigene Gefahr weiter bzw. beabsichtigt den Sendebetrieb wieder aufzunehmen.


Quelle: MDR Info via Facebook

Zitat

In eigener Sache: Wegen der momentanen Wettersituation kommt es zu einem großflächigen Ausfall des Radioprogramms in Leipzig und Naumburg. Betroffen sind folgende Sender:

Leipzig MDR 1 R Sachsen 93,9 MHz
Leipzig MDR FIGARO 88,4 MHz
Leipzig MDR JUMP 90,4 MHz
Leipzig MDR S-Anhalt Radio 106,5 MHz
Naumburg MDR S-Anhalt Radio 92,3 MHz

Wichtig: DAB+ und die Livestreams im Netz funktionieren weiterhin! Wir haben Ihnen einen Übersichtsseite angehängt. Bitte geben Sie diese Information weiter.


Zitat

Gefahr bleibt, aber die Kollegen auch: Die polizeiliche Anordnung zur Abschaltung des Senders Wiederau wird zurückgenommen. Der Sender wird auf eigene Gefahr den Sendebetrieb wieder aufnehmen.


Zitat

Es gab eine polizeiliche Anordnung. Die genauen technischen Details wurden uns nicht mitgeteilt. Wir können nur vermuten, dass das steigende Wasser in irgendeiner Art und Weise die Stromzufuhr unterbrechen könnte. Ein Teil der Sender ist inzwischen dank Notstromaggregat wieder empfangbar.

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Zitat
Hallenser
Wegen der momentanen Wettersituation gab es eine polizeiliche Anordnung den Sender Wiederau ausser Betrieb zu nehmen.Diese wurde wohl aber zurückgenommen und nun sendet der MDR dort auf eigene Gefahr weiter bzw. beabsichtigt den Sendebetrieb wieder aufzunehmen.
Quelle: MDR Info via Facebook
Zitat

Gefahr bleibt, aber die Kollegen auch: Die polizeiliche Anordnung zur Abschaltung des Senders Wiederau wird zurückgenommen. Der Sender wird auf eigene Gefahr den Sendebetrieb wieder aufnehmen.

Zitat

Es gab eine polizeiliche Anordnung. Die genauen technischen Details wurden uns nicht mitgeteilt. Wir können nur vermuten, dass das steigende Wasser in irgendeiner Art und Weise die Stromzufuhr unterbrechen könnte. Ein Teil der Sender ist inzwischen dank Notstromaggregat wieder empfangbar.

Und wer soll das vom MDR betreiben? Der Standort wird durch MB und nicht dem MDR betrieben. Unabhängig gibt es auch Vorschriften... Ohne die Hintergründe zu kennen: Wenn die Betriebsstätte nicht mehr sicher ist, dürfte da auch nichts angeordnet werden. Ich würde da mal als Vorgesetzter nicht auf dicke Hose machen.
Ansonsten: Vermutlich wird der Sender sowieso unbesetzt betrieben.

von Thomas (Metal) - am 03.06.2013 15:28
Zitat
Thomas (Metal)

Und wer soll das vom MDR betreiben? Der Standort wird durch MB und nicht dem MDR betrieben. Unabhängig gibt es auch Vorschriften... Ohne die Hintergründe zu kennen: Wenn die Betriebsstätte nicht mehr sicher ist, dürfte da auch nichts angeordnet werden. Ich würde da mal als Vorgesetzter nicht auf dicke Hose machen.
Ansonsten: Vermutlich wird der Sender sowieso unbesetzt betrieben.


Ich habe es nur so weitergegeben wie es der MDR kommuniziert hat...;)

von Hallenser - am 03.06.2013 15:46
Die Privaten und der Deutschlandfunk sind on-air. DVB-T und DAB kommen ohnehin nicht aus Wiederau.

Das Sendergelände stand ja früher (1954) schonmal unter Wasser, nachdem ein Deich
völlig aufgeweicht war. Damals wurde die Bevölkerung in Groitzsch über Lautsprecher aufgerufen, zum Sendergelände zu kommen, um den Sender zu retten.
(aus einem Beitrag des MDR Magazins "Echt" vom 26.2.2013)

von carkiller08 - am 03.06.2013 16:09
Zitat
fatal error
Zitat
digifreak
Im ersten Moment dachte ich, die Mittelwellensender werden reaktiviert.


Dachte ich zunächst auch, als ich die Überschrift las. Bei solchen Großlagen wie der Hochwasserkatastrophe wäre aber die MDR Info Bodenwelle sicherlich hilfreich um die Bevölkerung besser mobil informieren zu können, gerade da die UKW Frequenzen von MDR Info ja eher leistungsschwach sind und DAB+ noch löcherig ist. Die Mobilfunknetze sind zudem vielerorts ausgefallen und der Strom abgeschaltet. Da bleibt eigentlich nur das Radio als Informationsquelle.


Im Falle einer solchen Großlage im Kleinod wäre wohl Internet der beste Verbreitungsweg als schnelle Informationsquelle. Aber nur bei Glasfaser, da kann man dann über Lichtimpulse zur Not auch morsen.

von pfaffengrunder - am 03.06.2013 16:40
Fakt ist wohl, dass die sächsische Polizei - und damit der Innenminister als letztlich verantwortlicher Dienstherr - zwischenzeitlich eine Anordnung gegeben hat, in einem Katastrophengebiet die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Informationen durch das Radio abzuschalten.

Richtig wäre gewesen, Polizei bzw. THW anzuweisen, dem Senderbetreiber alle notwendige technische Hilfe zukommen zu lassen, um den Sendebetrieb auf zumindest einer Frequenz sicherzustellen.

Das passt allerdings ins jämmerliche Bild, welche die sächsische Exekutive und die Justiz auch ohne bedrohliche Wetterereignisse abgeben.

An dieser Stelle erinnere ich mal an eine Generation von Politikern, die ein (juristisches) Risiko eingegangen sind, um vom Hochwasser bedrohte Menschen zu retten. Ich spreche hier natürlich vom damaligen hamburgischen Innensenator Schmidt, der heute noch mit knapp 100 Jahren so eine Situation besser managen würde als diese Sesselpupser-Karrieristen mit Parteibuch, welche offenbar nur den eigenen Arsch trocken halten wollen.

von Alqaszar - am 03.06.2013 23:44
Ich finde es richtig, wenn solange es möglich ist weiter gesendet wird. Die Leute haben das Recht auf die Information. Mir ist es lieber, wenn ich über eine drohende Überschwemmung schon vorher über Rundfunk unterrichtet bin. Dann kann ich notfalls mich selber um eine alternative Unterkunft bemühen bei Verwanden oder Freunden, die in der Nähe in einer nicht gefährdeten Lage wohnen. Das ist allemal besser als nachher in ein Massenlager in einer Turnhalle mit 100en von Leuten evakuiert werden zu müssen.
Der sächsische Innenminister sollte sich mal die Hamburger Broschüre unter http://www.hamburg.de/contentblob/3425452/data/sturmflut-download-sturmflutschutz.pdf durchlesen.

von HansEberhardt - am 04.06.2013 00:47
@ Thomas (Metal)

Zitat

Und wer soll das vom MDR betreiben? Der Standort wird durch MB und nicht dem MDR betrieben.


Das hatte ich mich auch gefragt.


Zitat

Vermutlich wird der Sender sowieso unbesetzt betrieben.


So wird es sein.

Eigentlich müßte, wenn die Energiezufuhr abreißt, automatisch der Dieselgenerator anspringen. Die Privatsender werden diesen Dienst wahrscheinlich nicht gebucht haben und somit würden nur die MDR-Programme weiter laufen.




@ fatal error

Zitat

Mich würde doch mal sehr stark die Begründung der polizeilichen Anordnung interessieren. In einem Katastrophengebiet die Radioversorgung der Bevölkerung und somit den vielleicht wichtigsten Verbreitungsweg für möglicherweise lebensrettende Warnungen und Informationen zu kappen, ist ein äußerst schwerwiegender Schritt. Wie will man ohne Radio die Bevölkerung effektiv großflächig in kürzester Zeit informieren, wenn beispielsweise eine Talsperre durch die Wassermassen bricht?


Ja, das würde mich auch mal interessieren.

Und zwischen Sender räumen und Sender abschalten besteht ja auch ein Unterschied. Sehr viele Sender laufen ja derweil sowieso unbemannt. Mehr als absaufen kann die Technik ja nicht. Egal, ob sie nun aktiv oder inaktiv ist.

von Kay B - am 04.06.2013 05:27
Zitat
floppy33
??? Leute beruhigt euch. Ihr tut ja als wäre Deutschland in einer postnuklearen Katastrophe...
Es ist Hochwasser, nicht mehr nicht weniger. Die Toten hierzulande beschränken sich bisher auf 2 Wildwasserrafter die meinten die "neuen" Flüsse austesten zu müssen...
Die Information der Bevölkerung ist auch ohne Rundfunk bestens gewährleistet.


Du vergisst die Fahrradfahrerin, die leider in Hannover ums Leben gekommen ist.

von Murky - am 04.06.2013 06:59
Schade, daß die Mittelwelle in Wiederau abgeschaltet ist und bleibt. Denn die würde bei den feuchten Boden bestimmt eine ausgezeichnete Bodenwellenreichweite haben.

Warum hat man Wiederau nicht für DVB-T ausgewählt? Wäre doch bestimmt billiger gekommen, als in Halle einen neuen Turm zu bauen und in Leipzig einen Schlot zum Antennenträger umzubauen!

von Wellenschneider - am 04.06.2013 09:45
Zitat
Murky
Zitat
floppy33
??? Leute beruhigt euch. Ihr tut ja als wäre Deutschland in einer postnuklearen Katastrophe...
Es ist Hochwasser, nicht mehr nicht weniger. Die Toten hierzulande beschränken sich bisher auf 2 Wildwasserrafter die meinten die "neuen" Flüsse austesten zu müssen...
Die Information der Bevölkerung ist auch ohne Rundfunk bestens gewährleistet.


Du vergisst die Fahrradfahrerin, die leider in Hannover ums Leben gekommen ist.


Wobei die Dame vorsätzlich in eine gesperrte Straße gefahren ist.

von digifreak - am 04.06.2013 09:53
Zitat
Wellenschneider
Warum hat man Wiederau nicht für DVB-T ausgewählt? Wäre doch bestimmt billiger gekommen, als in Halle einen neuen Turm zu bauen und in Leipzig einen Schlot zum Antennenträger umzubauen!


Weil es nicht um billige Versorgung, sondern um gute Versorgung geht.

Man muss die Fehler der DDR nicht wiederholen.

von Manfred Z - am 04.06.2013 10:04
Der Sender Wiederau ist unter anderem deswegen wichtig, weil er als Grundnetzsender einige andere kleine versorgt (Ballon-Empfang!) mit der Abschaltung von Wiederau sind dann gleich noch ein paar Frequenzen tot.
Übrigens: Die Themenüberschrift ist verkürzt gegenüber der Meldung des MDR. Media Broadcast übernahm die Verantwortung für den Weiterbetrieb auf eigene Gefahr.

von HansEberhardt - am 04.06.2013 11:07
Zitat
digifreak
Zitat
Murky
Du vergisst die Fahrradfahrerin, die leider in Hannover ums Leben gekommen ist.

Wobei die Dame vorsätzlich in eine gesperrte Straße gefahren ist.

Genau wie diese dumme Nuss:
Zitat
MDR-Ticker
+++ 12.55 Uhr +++
In Unterfranken hat eine Frau eine Hochwasser-Sperre missachtet und einen Rettungseinsatz mit 50 Leuten ausgelöst. Die 83-Jährige befuhr eine überspülte Straße bei Volkach und blieb stecken. Ein Feuerwehrmann entdeckte die hilflose Frau zufällig, der Wagen drohte bereits abzutreiben.

Auch wenn das jetzt sehr hart klingt, wäre die abgesoffen, mein Mitleid hielte sich doch in sehr
engen Grenzen. Hochwassersperren werden nicht ohne Grund eingerichtet. Und sind im
allgemeinen auch sehr gut sichtbar - weil üblicherweise mitten auf der Straße. Wer das mißachtet,
ist es absolut selbst schuld. Für sowas fehlt mir das Verständnis.

von Nohab - am 04.06.2013 11:25
@Nohab Da gehe ich mit dir absolut konform. Ich weiß nicht ob diese Leute den dadurch entstehenden Einsatz auch bezahlen müssen, aber ich hoffe es doch sehr stark. Denn wenn ich gleichzeitig sehe, dass Menschen ihr Hab und Gut verlieren und keine Versicherung zahlt, während vielleicht solche - gelinde ausgedrückt - Leichtsinnigen den Rettungseinsatz bezahlt bekämen, kommt mir mehr hoch als nur das Frühstück.

von Sebastian Dohrmann - am 04.06.2013 11:37
Der MDR räumt nun sein Landesfunkhaus in Magdeburg. In Halle versucht man dies noch zu vermeiden!

Zitat
mdr.de
+++ 13:30 Uhr +++

MDR-Landesfunkaus in Magdeburg wird geräumt.

[...]

+++ 13:00 Uhr +++

MDR versucht, Räumung der Hörfunkzentrale in Halle zu vermeiden. Sandsäcke werden vor Tiefgarage verteilt.


von oli84 - am 04.06.2013 11:45
Zitat
fatal error
Man muß der Wahrheit ins Auge sehen: Ohne Rundfunk ist die Bevölkerung im Katastrophenfall vom wichtigsten und in der Regeln einzigen Informationsweg abgeschnitten. Daher ist die Anordnung einen Grundnetzsender abzuschalten nicht nur höchst schwerwiegend, sondern sollte auch im Nachhinein genauestens auf dessen Recht- und Verhältnismäßigkeit geprüft werden.


Dem kann ich nur zustimmen! Eine sehr fragwürdige Aktion.

Das soll jetzt nicht taktlos klingen, aber gibt es eigentlich durch das Hochwasser Senderausfälle? Wurden auf freien Frequenzen bereits Erstempfänge geloggt?

von DX-Project-Graz - am 04.06.2013 12:31
Zitat
fatal error
Man muß der Wahrheit ins Auge sehen: Ohne Rundfunk ist die Bevölkerung im Katastrophenfall vom wichtigsten und in der Regeln einzigen Informationsweg abgeschnitten. Daher ist die Anordnung einen Grundnetzsender abzuschalten nicht nur höchst schwerwiegend, sondern sollte auch im Nachhinein genauestens auf dessen Recht- und Verhältnismäßigkeit geprüft werden.


Die widerspricht auf jeden Fall den Regelungen durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe:
Zitat
BBK
Nach dem Abbau des Zivilschutz-Sirenennetzes, einigten sich Bund und Länder darauf, bei Großschadenslagen, Katastrophen und im Verteidigungsfall den Rundfunk als Hauptwarnmittel einzusetzen. Die Nutzung des Rundfunks bietet die Möglichkeit, nicht nur Gefahren anzukündigen, sondern auch Verhaltensregeln an die Bevölkerung weiterzugeben.
Für eine schnelle Übermittlung der Warnungen zu den Rundfunkmedien steht dem Bund und den Ländern das Satellitengestützte Warnsystem (SatWaS) zur Verfügung...

(siehe auch http://www.bbk.bund.de/DE/AufgabenundAusstattung/Krisenmanagement/WarnungderBevoelkerung/Warnmittel/Warnmittel_node.html

von HansEberhardt - am 04.06.2013 13:02
Zitat
RheinMain701
Das hieße dann, dass der MDR, zumindest hörfunktechnisch, komplett weg vom Fenster wäre. Das wäre dann sehr heftig.

Es gibt doch Ausweichmöglichkeiten in Dresden,Leipzig,Erfurt usw.
Also komplett tot ist der MDR mit Sicherheit nicht.
Ich könnte mir auch vorstellen daß die Privatsender da irgendwie aushelfen.

von Robert S. - am 04.06.2013 14:47
Was an welchem Sender wirklich ausgesendet wird, wird eh aus der Ferne von der Mediabroadcast geschaltet. So kam es auch letztes Jahr zu einer Fehlschaltung im MDR Land, wo dann der MDR auf 'Privatfrequenzen' funkte. So wird eben ein anderes MDR Regionalprogramm aufgeschaltet. Irgendwie vertaue ich bei sochen Uberschwemungen auch eher der alten Richtfunktechnik zwischen den Grundnetzsendern denn auch Repeater im Glasfasernetz koennen absaufen, sind sie doch in Deutschland gar nicht als Tiefseekabel verlegt.

von Nordlicht2 - am 04.06.2013 14:54
Die Hochwasser-Situation in Wiederau ist für die Techniker nicht so neu.
Das gab es schon in den 1930er.

Da diese Sender für den Katastrophenschutz wichtig sind, hat hier der Gesetzgeber offenbar Handlungsbedarf. Wen juckt es schon, ob der 1500-Euro-Einschubsender nass wird ?
Es wird gesendet, bis es nicht mehr geht. Das ist das Recht der Millionen Zwangszahler.
Dann muss eben der Gesetzgeber seine Regelungen so weit ausarbeiten, dass die Sendeanlagen der Senderbetreiber so lange laufen, bis ein wässriger Kurzschluß die Anlage abstellt.
Was geht kaputt : ein Sender, Elektrik. Alles versichert. Oder etwa nicht ?..........

von sup2 - am 04.06.2013 15:47
Zitat
fatal error
Zitat
floppy33
Die Information der Bevölkerung ist auch ohne Rundfunk bestens gewährleistet.


Das ist schlicht weg falsch. Wie willst du die Bevölkerung informieren? Durch die Tageszeitung am nächsten Tag, die nicht ausgetragen oder gar nicht erst gedruckt wird? Durch das Internet, was ohne Strom tot ist? Durch den Mobilfunk, deren Basisstationen vielerorts ausgefallen sind? Fernsehen ohne Strom geht auch nicht. Ich spreche nicht von dir und mir, die mit genügend Abstand und Internet nicht von den Fluten betroffen sind, sondern von denen, die tatsächlich vor Ort in den Gebieten sind.

Im Katastrophenfall gibt es nur den Rundfunk. Und komme bitte nicht mit Lautsprecherdurchsagen der Polizei. Erstens kann die bei Hochwasser eh nicht überall sein, zweitens versteht man eben selbige so gut wie gar nicht und drittens ist damit eine zeitnahe und großflächige Information der gesamten betroffenen Bevölkerung überhaupt nicht möglich. Zumal bei einem Dammbruch oder dem Bruch einer Talsperre, was beides bei der Katastrophe nicht grundsätzlich auszuschließen ist, es auf Minuten ankommt um möglichst viele Menschen in dem Fall dann wortwörtlich lebensrettende Informationen zukommen zu lassen.

Man muß der Wahrheit ins Auge sehen: Ohne Rundfunk ist die Bevölkerung im Katastrophenfall vom wichtigsten und in der Regeln einzigen Informationsweg abgeschnitten. Daher ist die Anordnung einen Grundnetzsender abzuschalten nicht nur höchst schwerwiegend, sondern sollte auch im Nachhinein genauestens auf dessen Recht- und Verhältnismäßigkeit geprüft werden.


Dann haben gefälligst andere Radiosender die dort empfangen werden können dies zu übernehmen!!

von Rheinländer - am 04.06.2013 16:18
Ob die Techniker von damals heute noch leben, weiß ich nicht.
Allerdings sollte eine Behörde, die bei einem Rotlichtvergehen oder anderen unwichtigen Dingen sofort Geldbußen austeilt, auch in der Lage sein, die Sendeanlage einer MB unter ihre Haube zu nehmen.
Falls das nicht geht, kann man sicherlich auch mal die Namen der Mitarbeiter veröffentlichen, die sich einen Rundfunk im Katastrophenfall entgegen stemmen.
Namen plus Rang in der Behörde.

von sup2 - am 04.06.2013 16:30
"Daher ist die Anordnung einen Grundnetzsender abzuschalten nicht nur höchst schwerwiegend, sondern sollte auch im Nachhinein genauestens auf dessen Recht- und Verhältnismäßigkeit geprüft werden."

Nicht nur das. Jeder Name der Verantwortlichen einer Abschaltung gehören veröffentlicht.
Grundsätzlich

Es kann nicht sein, dass ein paar Hasenfüße "hu hu hu, Wasser" rufen, und sofort im Behördengehörsam die Hütte verlassen und den Strom abstellen. Ein Vertrag mit einer MB ist mehr Wert als ein Menschenleben ? Dann geht doch mal hin, zu den Angehörigen eines Ertrunkenen. Sagt ihm : Sorrry, aber vertragsgemäß haben wir richtig gehandelt.

von sup2 - am 04.06.2013 16:47
"Falls das nicht geht, kann man sicherlich auch mal die Namen der Mitarbeiter veröffentlichen, die sich einen Rundfunk im Katastrophenfall entgegen stemmen.
Namen plus Rang in der Behörde".

"Nicht nur das. Jeder Name der Verantwortlichen einer Abschaltung gehören veröffentlicht.
Grundsätzlich"

Wie wäre es, wenn Du, statt solche erbärmlichen Stammtischphrasen zu dreschen, mithelfen würdest, Sandsäcke zu füllen?

von hegi_ms - am 04.06.2013 17:53
Wer in einer anderen Ecke Deutschlands beruflich gebunden ist, kann nicht so leicht in Magdeburg Sandsäcke füllen.
Wenn einer aber eine juristische Ausbildung hat, kann er versuchen, gegen Verantwortlichen für eine solch unverantwortliche Entscheidung wie Rundfunkabschaltung im Katastrophenfall entsprechende Schritte einzuleiten.
Bei (un-)verantwortlichen Politikern hilft aber wahrschinlich nur der Pranger oder entsprechende Hinweise an die Chefredaktionen einiger Massenblätter, damit die zum Umdenken oder Rücktritt oder wenigstens zur Einsicht ihrer Fehler bewegt werden.

von HansEberhardt - am 04.06.2013 18:12
Soll man dazu noch was schreiben :rolleyes: ?
Was ist schon ein Leben eines Technikers, der ja sonst im Trockenen sitzt gegebenüber einem aus der restlichen Bevölkerung? Aber aufpassen: Vielleicht fängt sich ja doch noch ein anderer einen Stromschlag bei einer solchen Sache ein. Schuld war natürlich dann wieder der Techniker, der nicht zum Schluß den Hebel umgelegt hat bevor er ersoffen ist. Das ist bestimmt Vorsatz und die Versorgensbezüge der Hinterbliebenen, sofern er Beamter war und aus diesem Dienstverhältnis sich Ansprüche begründen, sind natürlich zu streichen.
So langsam wird das hier menschenverachtend!

von Thomas (Metal) - am 04.06.2013 18:46
Es geht doch nichts über den Deutschen Stammtisch. Aus sicherer Entfernung wird, ohne die Situation vor Ort beurteilen zu können, eine Entscheidung in einer Ausnahmesituation angeprangert, die üblichen Verdächtigen werden sofort überführt, das Urteil ist schnell gesprochen, und Herr Diekmann zum Vollstrecker des gesunden Volksempfindens ernannt.

Ach ja: Das Missachten einer roten Ampel dagegen ist unwichtig und muß doch nicht gleich mit einer Geldbuße geahndet werden.

von hegi_ms - am 04.06.2013 21:17
Tja, in solch einem Fall wäre es auch gut, wenn es einfach eine Mittelwellenversorgung gäbe welche in Not- und Katastrophenfällen solche Situationen abdeckt. Da Wiederau selbst der MW Standort war, wäre wenigstens durch andere MW Sender evtl. eine weitreichende Versorgung sichergestellt.
Aber ich denke wenn Wiederau aus wäre, dürfte zumindest durch Geyer, Oschatz, Ronneburg oder Petersberg, Brocken eine Notversorgung auch auf UKW sichergestellt sein.

von Jens1978 - am 04.06.2013 21:17
Zitat
Terranus
Wie kann man sich über etwas so aufregen und solche Begriffe wie "menschenverachtend" verwenden oder irgendwelche Personen angreifen, wenn man überhaupt nicht weiß, was da überhaupt Sache war und ist...
Da scheint es doch eher um allgemeinere Dinge zu gehen und nicht diesen Fall...

Ob es jetzt menschenverachtend ist, nun, vielleicht etwas kraß formuliert. Es ist auf jeden Fall eine Gerinschätzung. Genau eine derartige Haltung läßt mir die Galle hochkommen. Es hat gefälligst immer und alles zu funktionieren, ggf. setzt man sich über Bestimmungen hinweg. Wenn nicht ist derjenige am Pranger der die Einhaltung dieser anmahnt. Es gilt ja immer und überall der Notstand. Es wird niemals hinterfragt, ob es andere Lösungen gäbe, ist ja schließlich bequem und vertraut, wenn alles so läuft wie immer.
Aber so ist das eben in D 2013: Stellt sich die Frage, warum man nicht in in Bangladesch in der teilweise eingestürzten Fabrik weiterproduziert. Wäre doch bestimmt billig und man ist doch _hier_ darauf angewiesen...

von Thomas (Metal) - am 05.06.2013 06:51
Zitat
HansEberhardt
Wer Teil von "Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe" ist, wird sich auch nicht von jedem einfachen Polizisten vom Helfen abhalten lassen. Da zählt auch schon mal die eigene Abwägung, was wichtiger ist.

Das definiert und entscheidet der Krisenstab im zuständigen Landratsamt. "Ich bin wichtig und ich muß" kann man vergessen.

von Thomas (Metal) - am 05.06.2013 08:52
Zitat
Thomas (Metal)
Zitat
HansEberhardt
Wer Teil von "Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe" ist, wird sich auch nicht von jedem einfachen Polizisten vom Helfen abhalten lassen. Da zählt auch schon mal die eigene Abwägung, was wichtiger ist.

Das definiert und entscheidet der Krisenstab im zuständigen Landratsamt. "Ich bin wichtig und ich muß" kann man vergessen.

Was bringt für die Leute, denen geholfen werden kann mehr: A) Ich helfe und widersetze mich mal der Staatsgewalt oder B) Ich mache mich schuldig wegen unnterlassener Hilfeleistung aufgrund der Anordnung eines ahnungslosen Vertreters der Staatsgewalt. In diesem Fall hilft es nur, selber abzuwägen was zu tun ist.

von HansEberhardt - am 05.06.2013 09:11
Da sich diese Diskussion wieder endlos aufbläht:

Wer weiß, was definitiv in Dresden vorgefallen ist? Wurde explizit der weitere Sendebetrieb untersagt, oder war der Senderausfall eine Folge einer großflächigen Stromabschaltung, wie auch z.B. in Passau geschehen? Wurde tatsächlich der Rundfunkempfang im Raum Dresden massiv beeinträchtigt? Sind konkrete Durchsagen an die Bevölkerung aus diesem Grund nicht "angekommen" und liegen deshalb Beschwerden vor?

Nach Aussagen einiger Forumsteilnehmer soll im Raum Dresden der Empfang einiger Nachbarsender mit gleichem Programm möglich sein. Die Langwellen von DLF und DLR waren sicher auch zu empfangen.

Ohne genaue Kenntnis der Situation sind Urteile nicht angebracht.

von hegi_ms - am 05.06.2013 09:43
À props senden: Von wo aus sendet MDR info im Moment? Halle wird es ja jetzt wohl nicht mehr sein, nachdem ja jetzt laut Twitter-Zitat auf dem Hochwasserblog der SZ sogar schon Kunststudenten Sandsäcke nähen und Stoffe dafür gesucht werden.

Edit: vor 12 Minuten von MDR info bei Facebook gepostet: "Gerade gehört: Auch heute wird der rbb die Infonacht für uns übernehmen."
Da bekommt der ARD-Slogan "Wir sind eins" eine ganz neue Bedeutung.
In dem Post von vor vier Stunden heißt es, man sende noch aus Halle. Allerdings ohne Wasserversorgung, um die Kanalisation zu entlasten.

von rolling_stone - am 05.06.2013 11:51
Zitat
rolling_stone
À props senden: Von wo aus sendet MDR info im Moment? Halle wird es ja jetzt wohl nicht mehr sein, nachdem ja jetzt laut Twitter-Zitat auf dem Hochwasserblog der SZ sogar schon Kunststudenten Sandsäcke nähen und Stoffe dafür gesucht werden.

Edit: vor 12 Minuten von MDR info bei Facebook gepostet: "Gerade gehört: Auch heute wird der rbb die Infonacht für uns übernehmen."
Da bekommt der ARD-Slogan "Wir sind eins" eine ganz neue Bedeutung.
In dem Post von vor vier Stunden heißt es, man sende noch aus Halle. Allerdings ohne Wasserversorgung, um die Kanalisation zu entlasten.

Genauso ist es auch. Im Programm von MDR INFO wird das auch ab und zu erwähnt. Auf facebook hat MDR INFO eine Reihe Bilder gepostet, wie es um das Funkhaus in Halle aussieht. Ein Damm aus Sandsäcken ist zur Zeit das Einzige, was das Funkhaus vor dem Absaufen rettet. Je nachdem wie lange das Wasser noch steigt, etc. wird das Funkhaus evakuiert. Es gibt, laut MDR INFO, auch Havariepläne um weiter zu senden, aber bis jetzt sendet man noch definitiv aus Halle.

von Sebastian Dohrmann - am 05.06.2013 12:34
Zitat
hegi_ms
Da sich diese Diskussion wieder endlos aufbläht:

Wer weiß, was definitiv in Dresden vorgefallen ist? Wurde explizit der weitere Sendebetrieb untersagt, oder war der Senderausfall eine Folge einer großflächigen Stromabschaltung, wie auch z.B. in Passau geschehen? Wurde tatsächlich der Rundfunkempfang im Raum Dresden massiv beeinträchtigt? Sind konkrete Durchsagen an die Bevölkerung aus diesem Grund nicht "angekommen" und liegen deshalb Beschwerden vor?

Nach Aussagen einiger Forumsteilnehmer soll im Raum Dresden der Empfang einiger Nachbarsender mit gleichem Programm möglich sein. Die Langwellen von DLF und DLR waren sicher auch zu empfangen.

Ohne genaue Kenntnis der Situation sind Urteile nicht angebracht.


Bloß mal zur Richtigstellung, Wiederau sendet für den Leipziger Raum, Dresden ist von Wiederau eher nicht betroffen.

von hansol1 - am 05.06.2013 13:22
Zitat
Jens1978
Aber ich denke wenn Wiederau aus wäre, dürfte zumindest durch Geyer, Oschatz, Ronneburg oder Petersberg, Brocken eine Notversorgung auch auf UKW sichergestellt sein.


Richtig - selbst wenn Wiederau abgeschaltet worden wäre, wäre das kein Problem. Das Netz der 3 landesweiten Ketten des MDR ist so dicht in Leipzig, das es dort keinen Ort gibt, wo es ohne Wiederau keinen Empfang von Jump, Figaro oder MDR1 gibt. Ob da die Version für Sachsen, Thüringen oder Sachsen Anhalt anliegt ist egal, da über alle Ketten des MDR relevante News und Notmeldungen bekannt gegeben werden.

Von daher ist jede Diskussion über die Folgen der Abschaltung von Wiederau sinnlos - und wenn dort der Damm der Weißen Elster gebrochen wäre, wäre ich nicht gern Helfer in der Nähe des Senders wenn dort mit einem Schlag Wassermassen in den Sender einbrechen.

von XRayNights - am 05.06.2013 21:59
Hier in Halle hat der Petersberg mit die wichtigsten Programme an Bord, der kann nicht absaufen. Teilweise wäre auch Leipzig damit versorgt, die Privaten, MDR1, Sputnik gehen auf jeden Fall auch vom Petersberg auch noch in Leipzig. MDR info kommt in Leipzig aus der Stadt, Holzhausen sendet D-Kultur und ein paar Private, damit ist eine Art Grundversorgung ohne Wiederau hier in der Region noch gewährleistet, der Rest kommt aus Chemnitz (MDR-Sachsen,DLF, PSR, RTL) und vom Brocken, (Private für Sachsen-Anhalt, D-Kultur, Jump).

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 06.06.2013 10:27
Hallo,
ich möchte mal wieder auf das eigentliche Thema zurück kommen:
Kann es sein das der Sender Wiederau zur Zeit nur mit verminderter Leistung läuft? Ich kann ihn jedenfalls in 20 km Entfernung zum Sender mit dem Sangean schon ausblenden, so das die Empfangsbalken auf die Hälfte zusammenbrechen.
Auch RDS dauert länger als es beim ATS 909 so schon dauert.Ebenso bilde ich mir ein in den Modulationspausen ein leichtes 50 Hz brummen zu hören.Vorallem bei H. RTL.
Kann das jemand bestätigen? Vielleicht jemand der den Sender gerade so empfangen kann.


MfG Karl3

von Karl 3 - am 08.06.2013 18:27
Man, das war ja ne Diskussion. Gut, dass ich ein paar Tage nicht zuhause war und mich daher nicht allzusehr beherrschen musste, auf den Unsinn der hier teilweise verbreitet wurde, nicht zu reagieren. Hier bei uns war teilweise freiwillig evakuiert worden und so hatten wir unseren (lange geplanten und bezahlten) Berlinaufenthalt ein wenig ausgedehnt. Wider Erwarten ist in der Zwischenzeit unser Keller nicht abgesoffen. das zweite Auto hatten wir sowieso vorsorglich "evakuiert". Rundfunk ist übrigens im Katastrophenfall unverzichtbar, sind doch heute im (teilweise evakuierten) Raum Aken immer wieder die Mobilfunknetze ausgefallen. Dies einigen Mobilfunk- Internetfetischisten zur Kenntnis.

von dlf-fan - am 09.06.2013 20:08
Eine Punkt zu Mehrpunktübertragung ohne Rückkanal (Rundfunk im klassischen Sinne) ist immer einer Punkt zu Punkt-Übertragung mit Rückkanal im Kat-Fall überlegen. Das gilt quasi für die gesamte Mobil-Telefonie+ Datenfunk vs. klassischem Radio.
Klassisches Radio stirbt also vorerst noch nicht aus, da es bei uns hier z.Z. kein einfacheres System gibt die breite Masse, notfalls mit nur batteriebetriebenen Empfangsgeräten, zu erreichen.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 10.06.2013 12:24
Zitat
Wellenschneider
War überhaupt in Dresden eine Rundfunksendestelle durch das Hochwasser in Gefahr? Die UKW-Programme in Dresden werden doch vom Fernsehturm abgestrahlt, der hoch über dem Elbtal steht.


Nein, der Wachwitzer Fernsehturm steht so was von hoch. Ebenfalls die DD-Gompitzer Funzel für Apollo Radio und eine Radio Dresden Füllfrequenz. Genauso die Freitaler Windberg Funzel von Radio Dresden, Apollo Radio, R.SA und mdr Info. Alles gaanz weit oben. Gefährlich könnten maximal Unwetter mit lokalen Springfluten werden wie am Wochenende im Osterzgebirge.

von hansol1 - am 12.06.2013 05:38
Üblicherweise sind UKW-Standorte ja Höhenstandorte. Wiederau ist, was die Standortwahl betrifft, ein Mittelwellenstandort und steht folgerichtig im Sinne einer guten Bodenwellenleitfähigkeit auf einer (momentan noch sehr) feuchten Wiese. Anfangs der 30er Jahre war von UKW in Deutschland noch nichts zu erahnen, der Rundfunk war noch keine zehn Jahre alt. Daher stehen fast alle ehemaligen Reichssender tief.

von dlf-fan - am 12.06.2013 08:10
Zitat
Karl 3
Hallo, ich wohne zwar nicht in Wilsdruff, fahre aber öfter an der 1044 kHz vorbei. Wenn da oben das Wasser steht, bleibt in Dresden keine Wohnung trocken! Die Anlage kann nicht vom Hochwasser bedroht werden weil sie auf einem Berg steht (Birkenhainer Höhe). Ein Fluss ist auch nicht in der Nähe.
Also keine Gefahr.


Viele Grüße Karl3


Stimmt fast alles - die "Wilde Sau" als Nebenfluss der Elbe geht durch Wilsdruff und ca. 500m nach dem Sender überquert die A4 an der Anschlussstelle Wilsdruff auch die Wilde Sau. Auch diesmal hat die Wilde Sau ihrem Namen beim Hochwasser alle Ehre gemacht.

Aber mit dem Sender hast du recht - der steht oben auf dem Berg :-)

von XRayNights - am 13.06.2013 21:31
Hier mal aktuelle Bilder vom Sender Wiederau:





Der Fahrradweg, der direkt am Sender vorbei führt, ist immer noch gesperrt. Obwohl die Weiße Elster (**edit)) wieder auf "Normal" läuft.


Zudem gibts auch ein Video dazu:

http://youtu.be/TTSAO3mF0do

von Tesco.live - am 17.06.2013 06:01
@ cybertorte - danke für die Fotos ,

welche Funktion hatte das Gebäude auf dem 3+4 Foto oben?
Es ist doch das Haus gleich links am Eingang und ist auch immer auf alten Fotos von 1932 mit abgebildet?
Auf www.flashearth.com ist die Sendeanlage schön zu sehen.
Der Fluss ist doch die Weisse Elster und nicht die Pleiße ?:confused:


Gruss - Hempe :cheers:

von Hempe - am 17.06.2013 08:39
Zitat
Karl 3
Hallo, der Mast in Wilsdruff steht, wie auch der noch vollständig erhaltene alte Sender, unter Denkmalschutz. Den darf also zum Glück niemand einfach so umlegen. Außerdem wurde der Mast 2007 erst vollständig saniert. Es besteht also auch keine Gefahr das er mal eines Tages auf der A4 liegt.
ZUM GLÜCK!

MfG Karl3

Sag das nicht zu laut, unser Bahnhof stand auch unter Denkmalschutz und wurde komplett abgerissen (es handelt sich nicht um den Stuttgarter der teilabgerissen wurde ;) ).

von Rosti 2.0 - am 17.06.2013 15:23
Besten Dank für die Fotos! Der J1-Mast sieht ja wirklich übel aus... der kompostiert doch bald von alleine.

Was sind das für UKW-Antennen am zweiten Mast? Ist das noch DDR-Ware oder schon was neues?

Ja, und es ist die Weiße Elster. Die, die den Keller meines Elternhauses geflutet hat. Habe heute die Miele zerlegt. Ihr ist das Bad nicht gut bekommen.

von Chris_BLN - am 18.06.2013 23:03
Ja, das sieht sehr nach Kathrein-Antennen aus.

UKW-Antennen aus DDR-Produktion waren noch lange auf dem Helpterberg
http://www.senderfotos-bb.de/bilder/helpt07.jpg (oben DDR-Antennen, unten höchstwahrscheinlich Kathrein)
( http://www.senderfotos-bb.de/helpt.htm )

und in Calau
http://www.senderfotos-bb.de/bilder/calau07.jpg
http://www.senderfotos-bb.de/bilder/calau08.jpg
( http://www.senderfotos-bb.de/calau.htm )

im Einsatz.

von Kay B - am 19.06.2013 09:36
Hallo, ja der Sender Wiedrau war gestern bis 22 Uhr off Air. Ich habe ein paar nette Erstempfänge tätigen können. Auf 93,8 MHz kam Bremen 1 und auf 90,3 MHz NDR 90,3 "Wir sind Hamburg" :spos:
Grund der Abschaltung waren Wartungsarbeiten am Turm.
Habe allerdings auch festgestellt das MDR 1 Radio Sachsen immer noch schei.... klingt. Es fehlt vollkommen der Bass, außerdem ist die Modulation etwas zu leise. Alle anderen Freqenzen (92,8 und 101,8) klingen ordentlich. Das war aber schon vor der Wartung so und wurde nicht behoben.


MfG Karl3

von Karl 3 - am 28.06.2013 18:24
Na und ich habs natürlich verpasst. Klasse! :angry:
Glückwunsch, Karl 3, für Deine Erstempfänge! Hier in Halle ist Wiederau nicht mehr ganz so dominant, so dass es in bestimmten Lagen durchaus möglich ist, mal was 0,1 MHz neben einer Wiederau-Frequenz zu empfangen.
@ Kay B: UKW-Sendeantennen haben meines Wissens eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Ich glaube auch, dass unsere Antennen "Made in GDR" in Bezug auf ihre Haltbarkeit nicht unbedingt schlechter sind bzw. waren als andere. Insofern gab es wohl auch keinen Grund, sie vor Ablauf der Nutzungsdauer vom Mast zu holen. Den Begriff "geplante Obsoleszenz" gab es im Arbeiter- und Bauernstaat nicht.

von dlf-fan - am 28.06.2013 18:47
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