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vor 4 Jahren, 7 Monaten
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Sporadic-E vorrausetzung

Startbeitrag von Kohlberger91 am 22.06.2013 15:08

hi Leute, da viele immer so tolle loges von Sender aus aller Welt haben über Minuten auf UKW und ich immer nur ganz kurze Empfangsglück habe, wollte ich mal wissen ob es an meinen Standort liegt... daher die fragen, macht es einen unterschied von wo man Sporadic-E empfangt?, also ich meine, sollte ich versuchen mein Glück auf einen hohen Berg oder mehr am Flachland zu versuchen??, muss ein freier Himmel vorhanden ein (keine Bewölkung usw...), Stören Berge, Hügel oder Wälder?
Sollte ich da hin gehen wo mehr das UKW-Band frei ist, also nicht auf einen DX Standort wo immer Überreichweiten sind...
Ich hab immer das Pech, das ich immer nur kurz paar Sender zu hören bekomme via Sporadic-E und andere Minuten tollen Empfang haben...

also was muss ich bei Sporadic-E alles beachten?

Antworten:

Bitte lese mal hier: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?12097,1139495
Da gibt es bereits eine Diskussion zu dem Thema.

von Marc_RE - am 22.06.2013 17:59
Zitat
Marc_RE
Bitte lese mal hier: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?12097,1139495
Da gibt es bereits eine Diskussion zu dem Thema.


danke, hat aber meine frage nicht beantwortet, es geht mir nicht um regen und gewitter die Sporadic-E verhindern sondern mehr um die Geographie, ob die auswirkungen auf ES hat ;)

von Kohlberger91 - am 22.06.2013 19:51
Ich kann hier über meine Erfahrungen mit der Topographie berichten: Mein QTH liegt am südöstlichen Rande des Hunsrücks, der bis über 800m ü. NN ansteigt. Ich liege bei etwa 430m ü.NN. Nach Nordwesten ist man hier also weitestgehend abgeschirmt, was man auch an den Empfängen unter Normalbedingungen merkt: Die Sender Metz/Luttange und Eifel/Bärbelkreuz liegen vom QTH etwa gleich weit entfernt. Während Metz nahezu Ortssenderqualität mit meist einwandfreiem RDS erreicht, kommt Bärbelkreuz nur an exponierten Stellen überhaupt "beifahrertauglich" an, während wenige km nördlich hinter den Hunsrückhöhen die Lage schon wieder ganz anders aussieht.

Die Geographie spiegelt sich auch bei Tropo- und Sporadic E-Empfängen wider. Während vor einigen Tagen im Radioforum seitenweise RDS-Logs aus Skandinavien aufgelistet wurden, kamen bei mir nur südlich gelegene Länder wie Italien, Tunesien oder Rumänien an. Erst ein einziges Mal in dieser Saison hatte ich Logs aus dem Norden, bei einer größeren GB-Öffnung.

Normalerweise versuche ich mit entsprechendem Empfangsgerät zu exponierten höhergelegene Standorten mit freier Sicht in alle Richtungen zu gehen wenn eine Öffnung im Anmarsch ist, aber leider lässt sich Sporadic E nur unzureichend vorhersagen und ehe ich auf dem Berg bin ist das meiste schon wieder vorüber. Tropo-DX im Hunsrück bot mir aber schon desöfteren mehr als Brotjacklriegel, Aalen oder den Wendelstein.

von Hunsrücker - am 22.06.2013 20:12
Berge stören, wenn sie im Empfangsweg stehen. Die ES-Signale fallen meistens relativ flach ein.
Ich habe zwar keine Berge hier, aber so wird es von einigen DXern im UKW-TV-Forum immer wieder berichtet.

Dafür habe ich seit 2 Jahren Wald rundherum - der QTH ist nur 2 km Luftlinie vom alten QTH entfernt. Und seitdem ist hier ES-mäßig zumindest gefühlt deutlich weniger los. Einen gewissen dämpfenden Einfluss scheinen Wälder also zu haben. Aber im Gegensatz zu Bergen verhindern sie nicht den Empfang aus bestimmten Richtungen komplett.

@ Admins: Bitte diesen Thread ins UKW-TV-Forum verschieben, da ist die erfahrene Zielgruppe zu finden, die solche Fragen sicher gerne beantworten wird.

von iro - am 22.06.2013 20:16
Bei ES scheint es so das man im Süden öfter Öffnungen hat als im Norden.

von _Yoshi_ - am 22.06.2013 20:18
Also von MHM weiss ich, dass er in Mittenwald im Hochgebirgstal selten Sporadic-E empfängt. Die Einfallswinkel sind dann halt doch nicht so steil, die Berge am Horizont stören. Beste Voraussetzung für Es-Empfang dürfte flaches Land sein mit einer geringen Senderdichte.

von Peter Schwarz - am 22.06.2013 20:29
Sporadic E ist eigentlich bei größeren Öffnungen wie E,pfang von Ortssendern. Ich habe jedoch einen Hügel im Rücken, also Richtung Süden, der SporadicE-Empfänge Richtung Süden abschwächt. Die Signale scheinen also recht flach einzufallen. Sporadic e ist aber trotzdem fast überall möglich, man muss nur Glück haben.

von Japhi - am 22.06.2013 20:34
Zitat
Peter Schwarz
Also von MHM weiss ich, dass er in Mittenwald im Hochgebirgstal selten Sporadic-E empfängt. Die Einfallswinkel sind dann halt doch nicht so steil, die Berge am Horizont stören. Beste Voraussetzung für Es-Empfang dürfte flaches Land sein mit einer geringen Senderdichte.


Dann müsste ich hier immer was Es mäßig empfangen.
Denn Flaches Land ist hier gegeben.
Der Sender Aurich ist etwa 35km weg.
Von Leer - Nüttermoor will ich nicht reden da dort Leistungen weit unter 1kW genutzt werden.
Hauptsächlich mache ich Band I TV DX, UKW ES DX dafür eher weniger.

von _Yoshi_ - am 22.06.2013 20:37
In Tagen wie diesen mit entsprechenden Gewitterlagen macht man sich so seine Gedanken über "Deckel". Grundsätzlich ist dies nichts anderes als eine Inversion in der Höhe die Luft am Aufsteigen hindert. Vergleicht man allerdings die Diagramme von Radiosondenaufstiege, bin zumindest ich der Auffassung, daß diese keinesfalls in ihrer Mächtigkeit vergleichbar mit Herbst oder sommerlichen Morgeninversionen sind.
Dennoch würde ich erwarten, daß auch daran sich Signale reflektieren, wenn auch weit schwächer. Andererseits habe ich den Eindruck, daß derartige Sperrschichten auch z. B. einem Sporadic-E-Empfang nicht zuträglich sind. Andererseits wäre dann aber auch gesagt, daß bei reinem Tiefdruck ohne Sperrschichten Sporadic-E häufiger durchkommt, immer wohlgemerkt bei entsprechenden Bedingungen in der höheren Atmosphäre.
Nicht zuletzt sollte man sich überlegen, ob nicht so mancher Sporadic-E-Empfang nicht eine Reflexion an einer troposphärischen Sperrschicht war. Legt man hier Bandscans aus Flugzeugen zu Grund, sollte eine Reflexion aus England in Süddeutschland in 12.000m (36.000 ft), also in der klassichen Flughöhe auf Grund der dort vorherrschenden Signalstärke durchaus möglich sein.
Andererseits: Es gibt noch die bunte Welt der Troposcatter. Allerdings stört mich daran der Teilbegriff "Scatter", da er entgegen der Übersetzug "Streuung" auch in sich trägt, daß das Signal nie richtig stabil und stehts mit Fading unterlegt ist. Sicher, bei entsprechend vielen Reflexionspunkten kommt es eben auf Grund der Laufzeiten in der dann zu Grund liegende Fresnelzone(n) zu Totalauslöschungen.

von Thomas (Metal) - am 22.06.2013 20:45
Na dann will ich meinen Senf auch noch dazu geben.
Vieles wurde inzwischen schon gesagt, aber ich habe den Text nun einmal so nebenbei geschrieben

Sporadic-E ist immer etwas Glückssache.
Manchmal (heute) dauern die Empfänge nur wenige Minuten.
Vor einigen Tagen dagegen gab es elf Stunden Sporadic-E am Stück.
Dabei wechselten die Empfänge über alle Himmelsrichtungen
Sporadic-E Signale sind meist sehr stark und drücken oft sogar Sender aus deiner eigenen Region weg.
Zu Behinderungen des Empfanges kommt es durch starke und hohe Bebauung in Städten.
Auch Stahlbetonwände sind nicht gut. Hügel und Berge können auch stören.
Als Faustregel würde ich sagen, wenn die Höhe des Berg nicht mehr wie fünf bis zehn Prozent der Entfernung beträgt, stört er nicht.
(ein 1000m entfernter Berg kann also 50 bis 100 m hoch sein)
Als Richtwert gilt: Aus der Richtung wo "normaler" UKW Fernempfang gut geht, geht auch Sporadic-E gut.
Bei mir ist es nur in Richtung Südwest der Fall.
Alle anderen Richtungen sind mit Bergen verbaut. Da wird es schon etwas schwierig.
So gehe ich, wie letzte Woche, auch bei der schönsten ES-Wolke Richtung Südost leer aus.
Dann kann ich nur einzelne Reflektionen von irgendeinem Berg empfangen.

Um Sporadic-E Empfänge aufzuspüren, sollte man besonders den unteren Bereich des UKW-Bandes beobachten. (etwa 87,5 bis 90 MHz)
In diesem Bereich treten die Empfänge zuerst auf.
Wenn man das Hobby intensiv betreibt, erkennt man Veränderungen der Empfangssituation schnell.
Bei Sporadic-E nimmt das Rauschen auf dem Band oft zu.
Schwache Sender sind dann teilweise nicht mehr zu hören.
Auch angekratzte stärkere Sender sind ein Hinweis.
Viele nutzen die 87,5 um ES-Signale aufzuspüren.
Diese Frequenz ist in Mitteleuropa nicht belegt. (außer Kleinstsender, auch Minizünder genannt)
Wenn also dort etwas zu hören ist, kann man meist von Sporadic-E ausgehen.
Es ist aber auch jede andere freie oder mit nur schwachen Sendern belegte Frequenz geeignet.
Man sollte aber immer etwas am Radio drehen und sich nicht nur auf eine Frequenz festlegen.
In England und Skandinavien ist die 87,5 auch nicht belegt.
Wenn man dann nur diese Frequenz beobachtet, könnte man also etwas verpassen.

Ich benutze immer eine Richtantenne für meine Empfänge.
Die 8 El. Antenne hängt auf dem Dachboden. Dort drehe ich sie in die gewünschte Richtung.
Da ich nur Logs mit RDS (mind. PI) werte, kann ich mit der Antenne die Signalqualität verbessern.
Oft wird das RDS-Signal durch Reflektionen oder störende Nachbarsender kaputt gemacht.
Dem kann ich also etwas entgegen wirken.
Um eine möglichst große Zahl an Logs zu erzielen, "arbeite" ich mit mehreren Empfängern und RDS-Decodern.

von Radio-DX - am 22.06.2013 22:33
Danke für eure Antworten.
hm. also mein Hof liegt abgeschirmt Richtung Süden und Südwesten, Programme aus München, Nürnberg und Regensburg bekomme ich nicht rein - nix zu machen - im Gegensatz zu Parkstein (da wohne ich aber nicht mehr).
Dafür bekomme ich an meinen Hof in Kohlberg aber viele Programme aus Thüringen, Sachsen, CZ
rein.
Erst vor kurzen habe ich auf 90,1/90,2/90,/4/96,9/100,9/101,2 MDR Jump locken können sowie auf 94,8 Landeswelle, 102,5 Ant.Thür. 97,8 MDR Thür. 88,7/92,8/93,9 MDR SCH usw...

und Sporadic-E bekomme ich nur bissen was ab, die dann gleich Verschwinden wieder!
außer ein Sender am 19.06. der war einigermaßen stabil.
Danke für eure Antworten.
hm. also mein Hof liegt abgeschirmt Richtung Süden und Südwesten, Programme aus München, Nürnberg und Regensburg bekomme ich nicht rein - nix zu machen - im Gegensatz zu Parkstein (da wohne ich aber nicht mehr).
Dafür bekomme ich an meinen Hof in Kohlberg aber viele Programme aus Thüringen, Sachsen, CZ
rein.
Erst vor kurzen habe ich auf 90,1/90,2/90,/4/96,9/100,9/101,2 MDR Jump locken können sowie auf 94,8 Landeswelle, 102,5 Ant.Thür. 97,8 MDR Thür. 88,7/92,8/93,9 MDR SCH usw...

und Sporadic-E bekomme ich nur bissen was ab, die dann gleich Verschwinden wieder!
außer ein Sender am 19.06. der war einigermaßen stabil.
http://www.youtube.com/watch?v=PfrsqDtyMrQ&feature=c4-overview&list=UUtm6MDz0Ep0gWrQ725gSXjw

d.h mein Stadtort ist ungeeignet.
Hügel Richtung Süd und Südwest im Weg + rundherum Wald... :-(

d.h mein Stadtort ist ungeeignet.
Hügel Richtung Süd und Südwest im Weg + rundherum Wald...

von Kohlberger91 - am 23.06.2013 06:07
Ich bin auf 460 Meter, rund um mich herum gehts auf bis 2900m und gar auf 3600m hoch; da schirmen die Berge die flach einfallenden Sporadic-E Signale schon ziemlich stark ab.
Uster war da viel günstiger, da gibts keine hohen Berge rundrum, da gehts nur auf etwa 1300 Meter maximal hoch, da lag ich auf 490m, da haben die Signale keine grossen Hindernisse zum Überwinden, im Gegensatz zu Netstal.

von dxbruelhart - am 23.06.2013 07:14
Zitat
Radio-DX
Als Richtwert gilt: Aus der Richtung wo "normaler" UKW Fernempfang gut geht, geht auch Sporadic-E gut.
Bei mir ist es nur in Richtung Südwest der Fall.
Alle anderen Richtungen sind mit Bergen verbaut. Da wird es schon etwas schwierig.

Das deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Auch bei mir ist Südwest die bevorzugte Richtung für Tropo- und Sporadic-E Empfänge. In andere Richtungen bin ich durch Hügel oder die Bebauung hier in der Großstadt abgeschirmt.

Und daher kann ich während der Sporadic-E Saison bei mir zu Hause fast jeden Tag Sender aus dem Bereich zwischen Madrid und Marokko/Algerien empfangen. Und davon sind die meisten wiederum aus Andalusien. Aus anderen Richtungen gelingt mir hier aber fast nichts. Nur ganz selten habe ich hier Norwegen, Sizilien, Nord-Zypern und die GUS-Staaten (im OIRT-Band) empfangen. Aus Schweden, Finnland und von den Britischen Inseln kam sogar noch nie etwas bei mir an.

Auf einem Hügel oberhalb der Stadt mit freier Sicht Richtung Süden gelingt dagegen mittags oft der Empfang von Griechen und Türken und nachmittags ist das Band dort voll mit Stationen aus dem Südlichen Italien. Davon merke ich hier 5 km weiter aber nichts.

von Manager. - am 23.06.2013 08:06
In Kärnten sölden oder in Kitzbühel habe ich noch nie was empfangen, in sölden erst als ich oben am katschberg stande der nach westen mehr offen ist, kamen französische sender durch.

Aus Norden geht hier nur was wenns stark kommt, aus osten habe ich hier noch nie was empfangen, Polen russland....südeuropa geht hier ganz gut.

Wobei es auch davon abhängt, wie günstig man wohnt. Die wolken bewegen sich zwar, sind aber häufig grob gesagt an der selben stelle zu finden, wenn man also zu weit südlich oder zu weit nördlich liegt, hat man meist verloren, als wenn man ungefähr genau in Zielgebiet der Reflexion liegt.

Wenn man in hamburg wohnt, dürfte man aus süden wesentlich weniger empfangen als in der mitte, weil die entfernungen zu den ES Wolken meist ungünstiger ist.

Emfpänge aus Norwegen schweden Finnland , sind eh exoten und schwer zu empfangen, da das UKW Band dort oben netmal 1/4 so hoch belegt ist wie es bei uns der fall ist oder in italien.

Hier in Lohmar, wird man niemals etwas aus Österreich oder Schweiz empfangen können weil es viel zu kurz ist, Frankreich geht auch nur der Äußerste süden. Da ist man in hamburg oder Berlin besser dran.

von Rheinländer - am 23.06.2013 08:58
Zitat
Rheinländer
In Kärnten sölden oder in Kitzbühel habe ich noch nie was empfangen, in sölden erst als ich oben am katschberg stande der nach westen mehr offen ist, kamen französische sender durch.

Aus Norden geht hier nur was wenns stark kommt, aus osten habe ich hier noch nie was empfangen, Polen russland....südeuropa geht hier ganz gut.

Wobei es auch davon abhängt, wie günstig man wohnt. Die wolken bewegen sich zwar, sind aber häufig grob gesagt an der selben stelle zu finden, wenn man also zu weit südlich oder zu weit nördlich liegt, hat man meist verloren, als wenn man ungefähr genau in Zielgebiet der Reflexion liegt.

Wenn man in hamburg wohnt, dürfte man aus süden wesentlich weniger empfangen als in der mitte, weil die entfernungen zu den ES Wolken meist ungünstiger ist.

Emfpänge aus Norwegen schweden Finnland , sind eh exoten und schwer zu empfangen, da das UKW Band dort oben netmal 1/4 so hoch belegt ist wie es bei uns der fall ist oder in italien.

Hier in Lohmar, wird man niemals etwas aus Österreich oder Schweiz empfangen können weil es viel zu kurz ist, Frankreich geht auch nur der Äußerste süden. Da ist man in hamburg oder Berlin besser dran.


Merkwürdig ist es schon das man aus Österreich, Schweiz und Frankreich nichts via ES auf UKW Empfangen kann.
Während diese Länder bei jeden kleinsten ES auf 27MHz fast immer gehen.
Selbst Süddeutschland geht dann via ES in Norddeutschland.

Meine Vermutung ist je höher die Frequenz desto Flacher die Reflektion.

von _Yoshi_ - am 23.06.2013 09:36
Stimmt, auf 11m hat man ganz oft Österreich, Slowenien, Schweiz, Süddeutschland, Norditalien (umgekehrt klappt es auch mit nur 4 Watt in die Richtung.). Auf UKW hatte ich das noch nie.
Was auf 11m quasi dauerhauft "offen" ist, ist Russland / Finnland, was aber vielleicht gar nicht so ist und nur so wahrgenommen wird, weil da noch intensiv auf 11m gefunkt wird (Taxi Olga).

von WiehengeBIERge - am 23.06.2013 09:40
In Hamburg weniger Empfänge aus dem Süden per Sporadic-E? Das kann ich nicht bestätigen. Im Gegenteil, meistens kommen die Sporadic-E-Empfänge hier aus Spanien oder Italien. Dagegen sind Skandinavien-Empfänge hier auch sehr selten. Am ehesten kommt da mal etwas aus Finnland. Norwegen oder Schweden per Sporadic-E gehen fast nie, obwohl die nördlichen Standorte dieser Länder auch von Norddeutschland aus in der typischen Sporadic-E-Entfernung liegen.

von Lorenz Palm - am 23.06.2013 18:01
Ein flacher Horizont begünstigt größere Es-Entfernungen über 2000 km, bei denen die Signale besonders flach
einfallen. Im Flachland oder auf einem Berg hat man also öfter und mehr Es. Im Tal kommen ungedämpft nur die Stationen an, die einen steileren Einfallswinkel haben, aus vielleicht 900-1500 km.
Auf einem Berg ist natürlich auch das Band durch die lokalen Stationen belegter. Es ist also eine Abwägungssache.

Das lässt sich im Visual Logbook auf FMLIST nachvollziehen. Da loggen die Spezialisten an der englischen Küste regelmäßig Stationen bis 2600 km. Bei mir im Flachland sind Empfänge bis ca. 2200 km häufig, darüber wird es statistisch sehr selten. Die Frage ist natürlich auch, welche Höhe die Elektronenwölkchen jeweils erreichen.

von peeraxel - am 24.06.2013 05:46
Zitat
_Yoshi_


Meine Vermutung ist je höher die Frequenz desto Flacher die Reflektion.


Das muss ja auch so sein. Man hat ja eine bestimmte MUF (Maximum usable frequency). Je flacher nun die Wellen auf die reflektierende Schichte treffen, desto höher die Frequenz, die noch reflektiert wird. So könnte es z.B. sein das die Es-Wolke ein Signal von 90 MHz noch reflektiert bei einem Winkel von 30 Grad, aber eines von 100 MHz nur noch, wenn es mit weniger als 20 Grad Winkel einfällt (reine Phantasiezahlen als Erklärungsversuch).

@Yoshi: bist du noch aktiv auf 11 m? Vielleicht hört man sich ja mal, wir sind ja nur 51 km auseinander.

von Zintus - am 24.06.2013 07:27
@Zintus
11m mache ich gar nicht mehr.
Hab keine Antenne dafür aufgebaut.

von _Yoshi_ - am 24.06.2013 15:51
da ich schon seit vielen Jahren auf den verschiedensten Frequenzen und an den verschiedensten Standorten Amateurfunkrelais betreibe, kann ich ein wenig aus meinen Erfahrungen berichten.

Es mit Sprüngen von bis zu 2500km bei 29Mhz treten bei niedrigeren Standorten (320m üNN) häufiger auf als bei höheren. (900m)
Bei höher gelegenen Standorten wird der Winkel wie schon einige meiner Vorredner hier bemerkten so beeinflusst, dass grössere Sprünge und gar Doppelhopps vorkommen.
Im Umkehrschluss, Es ist bei 29Mhz für Europaverkehr von einem niedrigeren Standort häufiger zu erwarten.

Bei VHF verhält es sich ähnlich, wobei Doppelhopps im VHF Band 2m, 3m und 6m mir so noch nie untergekommen sind.

Bei UHF und SHF ist klar der Exponierte Standort der Es belebtere.

Für alle gilt, freie Sicht bis in den Ural :)

von Funker1 - am 24.06.2013 19:36
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