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Terranus, Rolf, der Frequenzenfänger, Handydoctor, Bieroeffner, UM74, Kroes, Andreas W, HAL9000, elchris, tomfritz, Timm Thaler

ARD-TV, regional, analog mit Fahnen

Startbeitrag von tomfritz am 10.05.2004 06:00

[Beitrag auf Wunsch des Users entfernt.]

Antworten:

Hast du das mit nem anderen TV auch schon mal getestet?
Weil die Vermutung läge nahe, das der Farbkonvergenzabgleich an deinem TV nicht stimmt oder ein anderer Justierfehler vorliegt. Allerdings wäre das dann sicher nicht nur auf die ARD bezogen. Bin zwar nicht so der Fernsehtechniker, aber natürlich wär es auch möglich, das ein Gerät auf der Übertragungs- und Wandlerstrecke diesen Unfug produziert...



von HAL9000 - am 10.05.2004 12:23
Um welches Regionalprogramm geht's denn? Ich kriege hier BW und Bayern rein, schalte aber zur Regionalprogramm-Zeit selten ARD ein, weil ich auf Marienhof & Co. gut verzichten kann...



von Rolf, der Frequenzenfänger - am 10.05.2004 15:08
Interessant ist, dass hier ( Bayern - Dillberg, Ochsenkopf etc) die ARD anscheinend vom BR per Satellit empfangen wird, da das Signal zeitlich exakt gleich mit dem analogen Satsignal auf Astra ist.
Das ZDF und BFS kommen dagegen über die terrestrischen Sender merklich früher an als über Astra-analog. Hier wird wohl direkt aus dem Studio noch per Richtfunk zugeführt.



von Terranus - am 10.05.2004 20:09
Wer schaut den in Zeiten von digitalem TV noch analoges RauschTV ? Mein Viera von Panasonic verzeiht kein Rauschen. Wir haben letztens so ein Teil in ein Kabelhaus gebracht,der hat seit heute auch eine Schüssel und gutes Bild.



von Handydoctor - am 10.05.2004 20:14
@handydoctor: reine Geschmackssache. Bei vielen Digitalsendern hat man halt kein Rauschen aber dafür extreme Artefaktbildung. Da kann man sich's dann raussuchen: Rauschen oder Klötzchen.
Abgesehen davon: bei manchen Sendern wie ARD ist ein sauberer analoger Empfang dem überkomprimierten Digitalsignal vorzuziehen.



von Terranus - am 10.05.2004 20:18
Das ARD-Programm kann in Bayern aber - zumindest zwischen 17 und 20 Uhr - nicht vom Satelliten kommen. Jede Sendeanstalt hat eigene Werbefenster und eigene Studios etc. (hier arbeiten WDR und NDR zusammen, demnächst kommt auch RBB dazu) - in Bayern gibt es sogar immer noch eine 10minütige Regionalsendung um 17:43 Uhr...und das sollte ja wohl auch über die terrestrischen Sender laufen. Über Satellit gibt es aber nur die WDR-Version (Studio 1, keine Werbefiguren), das Bayern-Programm muss also zumindest während der Vorabendschiene anders zugeführt werden.



von Kroes - am 10.05.2004 20:21
@Kroes: richtig, zwischen 17.43 und 19.50 kommt das ARD Programm hier über die terr. Sender aus München. Das merkt man deutlich wenn man umschaltet, dann springt das Bild sogar leicht.

Anscheinend wird aber während des bundesweiten Programms das Signal vom Astra empfangen und dann damit die Sender gespeist, da wie gesagt die Signale vom Astra (analog) und vom Dillberg hier absolut gleichzeitig ankommen.



von Terranus - am 10.05.2004 20:27
Ich bin kein Lobbyist,nur Techniker und sehe was läuft.Wenn Du erwartest,das Du noch ein analog produziertes Signal bekommst,dann liegst Du meistens falsch. In den meisten Funkhäusern wird nur noch digital produziert und das Sendesignal eben nur noch für die Analognutzer umgesetzt.



von Handydoctor - am 10.05.2004 20:28
@Handydoctor: klar glaub ich sofort, dass da digital produziert wird. Aber (glücklicherweise) produziert man in weitaus besserer Qualität als man es dann ausstrahlt.
Schaut dir doch mal das digitale ARD Signal an - gerade jetzt: schön am Kostüm von Anne Will zu sehen - bei digital Signal verwischen die einzeln Fäden, das analoge Signal ist deutlich schärfer und zeigt mehr Details.
Das weist eindeutig auf schlechte Digitalencodierung des Signals hin.

Das die intern digital schneiden etc ist klar .... aber auf nem anderen Niveau als sie es senden.



von Terranus - am 10.05.2004 20:43
Das habt Ihr gut beobachtet,ich habe eben wegen diesem Thema auch mal genau hingeschaut. Das Auge gewöhnt sich ja irgentwann mal an den Schrott. Mein Topfield empfängt ARD auf der "1" über Hotbird und auf der "101" über Astra. das Signal über Hotbird ist leider besser ,als über Astra,da kann ich Euch voll zustimmen.



von Handydoctor - am 10.05.2004 20:57
Ja, das stimmt, hab gerade auf Hotbird geschaut...deutlich besser, auch mehr Detailtreue, die Bitrate liegt bei 4,9Mbits ... naja muss man wohl Hotbird hernehmen.



von Terranus - am 10.05.2004 21:20
@ TerranusI: die terrestrischen Sender werden sicher nicht von Astra-Analog gespeist, weil dort ja kein Zweikanalton kommt!

@ all: wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich immer für die terrestrische Analog-Version eines Senders. Wer mich jetzt für verrückt und altmodisch hält, den lade ich gerne mal zu mir ein, um mit mir mal ein bisschen SüdwestBW zu kucken. Einmal über DVB-S mit Klötzchen und Fischchen (ja, Fischchen auch, dank analoger Quelle... :rolleyes: ) und einmal analog-terrestrisch mit einwandfreiem Bild ohne Rauschen, Klötzchen und Fischchen!
Mir graut's jetzt schon vor DVB-T. Da werden wir dann vielleicht ein Vielfaches an Quantität, aber nur noch ein Minimum an Qualität haben!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 10.05.2004 21:42
@Rolf: wie erklärt man dann dass hier die ARD über die terrestrik Sender ohne Zeitunterschied ankommt ?
probier's doch selber mal aus: Astra analog mit ARD_BR terr. analog.
Das terr. Signal müsste doch früher ankommen.



von Terranus - am 10.05.2004 21:45
Das ist ja interessant dass Hot Bird bessere DVB-S Qualität liefert als ASTRA. Mein Wissensstand zum Thema Satellit endet ab mitte der 90er, da ich seit der Zeit Kabelzuschauer bin und mich mit dem Thema nicht weiter beschäftigt habe, aber bereits damals waren die Eutelsat-Transponder wesentlich breitbandiger als die ASTRA Transponder, schön dass man davon der Qualität zuliebe nicht abgewichen ist :)

DVB-T ist für mich derzeit keine Alternative, da ich schon mit dem DVB-S-Signal (via Astra) nicht zufrieden bin. Schade dass aus Kostengründen die Bildqualität bei der Umstellung von analog zu digital SCHLECHTER anstatt besser wird. Die hektisch blinkenden Klötzchen gehen mir nämlich ganz schön auf die Klötze :(

von Timm Thaler - am 10.05.2004 21:48
@ Terranus: Ja, das stimmt schon, ARD-BR (bei mir via Grünten) ist wirklich exakt synchron zu Astra-Analog, aber trotzdem kann (wegen des 2K-Tons) die Speisung nicht via Astra erfolgen.
ARD-SWR hat ein ganz kleines bisschen "Vorsprung" gegenüber Astra, aber nur höchstens 20ms, nicht die üblichen ca. 500ms wie bei anderen Programmen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 10.05.2004 21:55
Beim Ersten ist das DVB-S(Astra) Bild wirklich recht mies,das sieht man auch ganz gut wenn es nach einem kurzen Schwarzbild(Abblendung zw.Sendungen/Trailern) wieder hell wird.Da kommt einem das Bild irgendwie verfremdet vor und es erscheint eine Art Stroboskob-Effekt.(Schwer zu beschreiben).
Wenn irgend möglich nutze ich auch das gute alte Analogsignal.Zumindest bei der ARD gibt es momentan nichts besseres. :rolleyes:

von UM74 - am 10.05.2004 22:04
Schon komisch ...vielleicht ist die Leitung vom ARD Sternpunkt nach München etwas langsam ( vielleicht sogar digital und muss erst gewandelt werden, und der SWR ist ja "näher" an Frankfurt dran) Ist aber ne gewagte Vermutung ...

SWR-BW und SWR-RP sind ja das klassische analog-Zuführ Beispiel, wo es ganz extrem pixelt.

Ähnlich beim BFS und BRalpha. Der BR hat sogar in Frankfurt nen Palplus nach digital anamorph Wandler einbauen lassen... dadurch gibts zwar ein anamorphes Bild, Pixeln tut's aber trotzdem.

Auch schön ist RBB Berlin analog auf Astra. Das wird nämlich aus dem digitalen Astra Signal gewonnen und in Luxemburg upgelinkt. Die Pixel sind nicht zu übersehen.



von Terranus - am 10.05.2004 22:05
Die ARD braucht dringend einen zus.Transponder.Dann klappts vielleicht auch mit einem annehmbaren Digitalbild ohne Pixel.

von UM74 - am 10.05.2004 22:08
@UM74: Die ARD hat einen dritten Transponder. Auf dem läuft derzeit das WDR -Dritte, sowie ein MHP und ein Radio-Dolby-AC3 Test.
Zwischen 19.30 und 20h läuft die WDR-Regionalschiene.
Man hat diesen Transponder angemietet, um 30 Minuten pro Tag Regionalprogramme zeigen zu können. Die restlichen 23 Stunden und 30 Minuten ist der Transponder faktisch nicht genutzt... das WDR Dritte kommt parallel auch noch auf dem Frankfurter Transponder.

Da sieht man wo die Prioritäten liegen....



von Terranus - am 10.05.2004 22:22
Im Rundfunkladen hab ich mir die Sache mal angeguckt. Keine Streifen, kein Flimmern aber Lego-TV auf allen Kanälen. Die Sat-Anlage ist 1a gewesen (der olle analoge Kathrein lieferte ein Astreines Bild).

Hast du vielleicht einen TV mit extrem Flacher Bildröhre? Wir haben so ein Vehiekel im Wohnzimmer. Der liefert mit der sog. NR+ Funktion ein exzellentes Bild, ist die Aus, dann ist der Kontrast völlig fürn Arsch und die Farben knallen dir entgegen.

von elchris - am 10.05.2004 22:27
@TerranusI: Der dritte Transponder ist vom WDR und nicht von der ARD! Ein dritter ARD-Transponder ist nach Rundfunkstaatsvertrag nicht genehmigt - das ist das große Problem. Wenn es erlaubt wäre, hätte man sicher schon längst den dritten Transponder in Betrieb genommen...aber man muss ja auf die armen Kabelnutzer achten, da dort kein Platz für einen dritten digitalen ARD-Kanal vorhanden ist. Also gibt's den auch über Satellit nicht. Leider! Einzig die einzelnen Rundfunkanstalten haben die Möglichkeit selbst noch einen sogenannten Regionaltransponder zu nutzen - und das macht der WDR. WDR Köln zusätzlich im Frankfurt Bouquet ist übrigens auch nötig, weil der Regionaltransponder nicht im Kabel ist (vielleicht in NRW wohl, außerhalb aber sicher nicht) und somit das WDR Fernsehen ansonsten nicht digital verfügbare wäre.

PS: Es sind 35 Minuten Regionalprogramme, für Dortmund und Köln sogar 50! ;)



von Kroes - am 10.05.2004 22:33
@Kroes: aha, naja, mal wieder unser gutes altes Steinzeitkabel, dass die ganze Entwicklung blockiert ...



von Terranus - am 10.05.2004 22:37
Also Terranus hat recht, die Speisung der ARD-Sender dürfte immer noch von Astra-analog kommen. Im Falle meines Ortssenders (Brotjacklriegel) schon seit über 10 Jahren! Hab zwar in letzter Zeit nicht mehr getestet, bei Regionalsendungen, Zweikanalsendungen und Ausfall auf Astra wurde immer automatisch auf Wendelstein umgeschaltet (erkennbar am Synchronbruch). Typischer Umschaltzeitpunkt war damals 5 sek. vor 20 Uhr, exakt nach Funkuhr. Im Laufe der Jahre gesellten sich während der Ballempfangssendungen noch ein paar Geisterbilder hinzu; man nahm's halt dann nicht mehr so genau:-)

Ein paar Sachen die mir noch auffielen:
1. Der Hohe Bogen hatte die Satellitenspeisung erst einige Wochen später als Brotjacklriegel. Damals war der Zeitversatz was faszinierendes *g*
2. Ganz früher gabs vor Sendebeginn immer ein Testbild 'Brotjacklriegel', nach Sendeschluss gabs genau 5 Minuten lang auch ein Testbild - allerdings 'Wendelstein'. Dürfte damals auch schon Ballempfang gewesen sein.
3. Wieso auf VT-Tafel 195 am Brotjacklriegel immer der Brotjacklriegel auf K7 mit Umsetzern erwähnt wird, ist mir heute noch ein Rätsel, schliesslich gab's beim Umschalten zwischen Ball- und Satellitenempfang immer einen Synchronbruch.
4. Wendelstein wurde immer direkt gespeist. (Ist das heute auch noch so?)

von Bieroeffner - am 11.05.2004 01:47
Ich kann mir Bieroeffner's Variante irgendwie nicht recht vorstellen: während Zweikanalton-Sendungen Ballempfang vom Wendelstein und sonst Astra? Dann dürfte der Wendelstein aber nicht synchron zu Astra sein. Kann das mal jemand überprüfen? Die Einblendung auf Teletext-Seite 195 beim Brotjacklriegel spricht ja auch dagegen. Bei Astra- oder Ballempfang würde man sich wohl kaum die Mühe machen, den Teletext neu zu generieren!?
Noch rätselhafter ist das Ganze, wie erwähnt, bei der SWR-Kette des "Ersten", deren Signal vor Astra ankommt, aber nur ein paar Millisekunden. Normalerweise ist der Unterschied ja viel grösser. Vielleicht werden die terrestrischen Signale sogar absichtlich verzögert, damit sie (aus welchen Gründen auch immer) synchron zu Astra sind?? Eine Astra-Speisung kann man bei der SWR-Kette jedenfalls ausschliessen...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 11.05.2004 06:18
Wendelstein war Astra immer 24h voraus. Die Sache mit dem Synchronbruch und trotzdem neugenerierten Videotext konnte ich mir auch nie erklären.
ZDF und BFS kamen immer knapp eine halbe Sekunde vor Astra an. Irgendwann waren's nur noch ca. 250ms, Umstellung der Zuführung von analog auf digital?

Es gibt noch weitere Beispiele für seltsame Zuführungen. Früher hatten die BR-Sender alle den Coderstandort im RDS gelistet. Ich zähl einfach mal für den Brotjacklriegel auf:
B 1/B 2: Wendelstein, bei Regionalsendungen Hohe Linie (Umschaltzeitpunkt nicht exakt mit Regionalsendungen)
B 3/B 5: Wendelstein
B 4: Brotjacklriegel (für Klassik also eine andere Zuführung?)
Desweiteren: B 4 auf DVB-S und UKW sind sich zeitlich nicht ganz unanähnlich, sind hier nur ein paar ms Differenz.

von Bieroeffner - am 11.05.2004 10:08
"B 4: Brotjacklriegel (für Klassik also eine andere Zuführung?)"

Evtl. damals DSR??? Mit 32kHz wäre es ja locker ausreichend gewesen zur Zuführung, zumal unkomprimiert (die 12 statt 16Bit hörte man wohl auch nicht).



von Andreas W - am 11.05.2004 10:13
Die Begründung " die Bandbreite von Astra analog reicht nicht aus" ist ja interessant. Zur Zuführung ins Digitalpaket ist sie aber ausreichend ...
Also hier ( Dillberg K6 und Ochsenkopf K4) ist auf VT 195 überhaupt keine Angabe zum Standort zu lesen. Das Signal ist absolut synchron zum Astrasignal.



von Terranus - am 11.05.2004 11:22
Bieroeffner schrieb:

Zitat

Wendelstein war Astra immer 24h voraus.

Echt? Kommen da am Freitag schon die Lottozahlen für den Samstag? Dann muss ich unbedingt mal ins Wendelstein-Sendegebiet fahren... ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 11.05.2004 14:50
Klar, auf den Bergen vergeht die Zeit doch schneller als unten ... ist sogar bewiesen.



von Terranus - am 11.05.2004 14:56
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