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Die taubesten Radios die ihr gesehen habt

Startbeitrag von RheinMain701 am 27.06.2013 19:26

Ja, so im Leben kriegt man manchmal schon den einen oder anderen Schreck, wenn man auf jemanden trifft, dessen Radio offensichtlich eine sehr magere Empfangsleistung hat. Was waren eure Erfahrungen damit und welche Geräte kennt ihr?

Ich habe da zwei Exemplare, die ich beschreiben kann:

* einmal so ein olles Fahrradradio zum an den Lenker hängen. Das Ding wurde sogar irgendwo mal gereviewt, auch da war der ziemlich schwache Empfang ein Kritikpunkt. So ungefähr verhält es sich auch in der Praxis: der Feldberg geht, mehr kann man von dem Teil nicht erwarten.

* einmal hab ich in einem alten Auto ein älteres Pioneer Autoradio entdeckt. Ich fand es schon merkwürdig wie selten das EON-Symbol aufleuchtete (praktisch nie) und das machte mich stutzig. Irgendwann schaltete ich SWR3 an und fuhr nach Alzey. Kaum den Berg runter, fing SWR3 an zu rauschen. Wie man sich so etwas antun kann - ich weiß es nicht.

Antworten:

Mein HTC Wildfire S, trennscharf, aber tauber als meine Uroma.

von DX-Matze - am 27.06.2013 19:38
Zitat
RheinMain701
* einmal hab ich in einem alten Auto ein älteres Pioneer Autoradio entdeckt. Ich fand es schon merkwürdig wie selten das EON-Symbol aufleuchtete (praktisch nie) und das machte mich stutzig. Irgendwann schaltete ich SWR3 an und fuhr nach Alzey. Kaum den Berg runter, fing SWR3 an zu rauschen. Wie man sich so etwas antun kann - ich weiß es nicht.


Bei meinem Astra wars der geflutete und anschliessend korrodierte Antennenanschluss auf dem Dach. Der Empfang wurde von Monat zu Monat schlechter. Zum Schluss ging nur noch der Dillberg mit O=2-3...(8km Luftlinie)

Hatte mal nen Grundig OCEAN BOY 510. Zum Ortssender hören hat es gereicht...

von Scrat - am 27.06.2013 19:39
Meine Radiowecker aus den 80ern und 90ern mit Analogskala und Wurfantenne waren auch solche Kandidaten. Ich hatte im Laufe der Jahre vielleicht 2 oder 3 von der Sorte. Außer den Ortssendern war da auch nicht viel zu holen.

von Funkohr - am 27.06.2013 19:53
Ein häufiger Grund das viele Radios so Taub sind liegt oft an der Miserablen Tunerschaltung.
Oder die Tuner sind nicht 100%ig abgeglichen und haben Keramikfilter mit einer sehr hohen Einfügedämpfung verbaut.
Obendrein sind die Filter noch zusätzlich sehr Breit was dem Empfang von Ortssender weiter verschlechtert.

Mit ein neu Abgleich und Filtertausch lässt sich oft einiges Retten.

von _Yoshi_ - am 27.06.2013 20:26
Wir sprechen hier doch von schlechten radios oder?
Hier ist eins:

Welltech micro Anlage ( CD, Fernbedienung, AM, FM )

Also taub ist es ja auch schon aber nicht so taub dass ortssender nicht mehr gehen.
Der kritikpunkt :
Das teil hat quasi Keine Filter, nichts. Ortssender ( 500 Kw in 6 km ) haben leises rauschen. Stereo-Mono umschaltung gibt es nicht, das teil bleibt einfach eiskalt auf Stereo, rauschen scheind die Spezialität des Radios zu sein, denn das ist das einzige was es richtig gut kann, sogar auf AM (MW) wird gerauscht und gepiepst ( sinustöne ), was das zeug hält.
Ach ja, eine Digital anzeige gibts noch obendrauf aber ohne RDS und mit Drehrädchen zur Frequenzsuche (Logik??). Die Fernbedienung kan man eigemtlich vergessen den im Radio Betrieb kann man nur lauter und leiser regeln. Die Frequenz über die Fernbedienung zu ändern ist zu viel verlangt.
Also schwerhörig ist es nicht, nur wenn ortsender genau so rauschen wie 40km entfernte sender dann macht das keinen sinn, da man da von Qualität nicht mehr reden kann.
So, wer kan das an Qualität unterbieten? Freiwillige vor.
[attachment 1732 CAM00156.jpg]

von UKW vs. DAB+ - am 27.06.2013 21:12
Ach ja, mann beachte die Frequenzanzeige im Bild.

von UKW vs. DAB+ - am 27.06.2013 21:15
Ich hatte man einen Tevion-Radiowecker vom Aldi. Mit dem konnte man die absoluten Ortssender noch hören, wenn die Frequenz um 0,4 kHz falsch eingegeben wurde, aber mehr ging damit dann logischerweise nicht mehr.

von freiwild - am 27.06.2013 21:31
Das Sommerloch naht wohl...aber gut, schlimmer geht immer, hier mein Kandidat:
"MAR 84" (PLUS, € 2.99), MW 522-1620 kHz, UKW (mono) 87.5-108 MHz (ca.)



An Taubheit (UKW) und Trennunschärfe kaum zu überbieten, aber zum Empfang der Ultra-Ortssender (falls vorhanden) oder zum kleinen nächtlichen MW-Lausch "unter der Bettdecke" durchaus brauchbar. Klanglich für ein Gerät dieser Preisklasse sogar recht gut und nach 7 Jahren immer noch nicht kaputt. Passt in jede Hosentasche und spielt mit zwei AAA-Batterien (je nach Kapazität) ca.24-48 Std. Lautstärke und Abstimmung mechanisch quasi stufenlos regelbar, Power-LED.

von ardey.fm - am 27.06.2013 22:39
Auch das UKW-Radio von meinem Samsung Galaxy S3 Mini ist quasi unbrauchbar.
Das Teil empfängt wirklich so gut wie nichts, selbst Ortssender versinken im Rauschen. RDS geht zwar schnell, aber was bringt das wenn das Ding so gut wie nichts empfängt. An den Kopfhörern liegt es selbstverständlich nicht. Jedenfalls ist das echt eines der empfangsschwächsten Radios, die ich je in der Hand hatte.
Noch dazu ist auch die Bedienung nicht grade komfortabel wenn man manuell suchen will.

von pg09 - am 28.06.2013 00:12
Tevion ist ein gutes Stichwort, das beste was ich da erlebt habe war ein Radiowecker der am Höhenstandort in Freudenstadt nicht mal die stärksten Ortssender reinbekam, sondern immer noch die Nachbarfrequenzen mitspielte. Beispiel: Wollte man SWR2 auf 91,8 hören, hatte man automatisch noch die Reste von Energy auf 91,4 mit drin :-)

Doch auch DAB+ brachte schon einen Favoriten hervor: Das DUAL DAB 1A der ersten Generation. Sobald z.B. ein Muxx auf Kanal 11A in einem Umkreis von 10 km sendet, ist ein Empfang des 11C nicht mehr möglich. Beispiel hier aus Kastel: Kein Hessen-Muxx auf 11C, da vom Kasteler Turm der 11A (RLP) ausgestrahlt wird. Alle anderen DAB-Radios meistern hier dagegen sogar 11A vs. 11B (BaWü), und 11C geht mit Vollausschlag.

von Ihre Majestät - am 28.06.2013 05:41
So was hatten wir doch schon mal:

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,495993,496062#msg-496062

von HeibelA - am 28.06.2013 05:54
Oje da hätte ich so viele Kandidaten... Meine Ex hatte ein Radio im Büro von Tevion. Das war so ein kleiner Weltempfänger mit Digitalanzeige und manuellem Drehrad. Man konnte von 86,5Mhz bis 109Mhz empfangen. Das Problem war hier nicht die Empfindlichkeit die im mittleren Bereich lag, sondern die nicht vorhandene Trennschärfe. SR1 auf 88,0Mhz (100kW in 25km Entfernung) reichte von 87,6Mhz bis locker 88,5Mhz. Desweiteren musste man öfters mal den Sender nachstellen da das Radio selbstständig die Frequenz änderte. :rolleyes:

Extrem taub dürften auch diese ganzen unzähligen Scan-Radios sein die man so als Werbegeschenk bekommen hat.

Der UKW Tuner meines Alcatel One Touch 997D ist auch total taub. Erstklassige Trennschärfe, sehr schnelles RDS, aber quasi jeder Sender rauscht ohne Ende. Da muss man schon direkt vor den Sendeantennen stehen damit es nicht mehr rauscht. Da nützt ja dann auch die gut gemeinte Aufnahmefunktion nichts. Taube UKW Empfänger scheinen aber bei Smartphones normal zu sein. Ein Freund hat ein LG Optimus schlagmichtot und dessen Tuner ist auch totaler Mist.

Ich bekam mal eine Zeit lang von einem Importeur regelmäßig Kataloge zugeschickt mit extremen Billigautoradios drin. Zum Beispiel einem Kassettenradio bei dem man nur vorspulen konnte (das war 2010!), einem Radio mit digital Display aber manuellem Drehrad zur Frequenzeinstellung, einem CD Radio mit analoger Frequenzskala und zwei LED Reihen als Anzeige welchen Track man gerade von CD hörte, einem schreiend rosa farbenen Radio bei dem schon auf dem Produktfoto das LED Display schief eingebaut war und dem Aufdruck 1000Watt und so weiter... Ich möchte gar nicht wissen wie der Radioempfang dieser Möhren war.

von Spacelab - am 28.06.2013 08:03
Beim Militär hatte Jemand einen " SOKOL " aus der UdSSR auf dem P -Trupp.
Das brachte nichtmal die Schweriner UKW Sender ohne Rauschen obwohl der Sender keine 15 Km
weg war.
Mein Technisat Digit Radio, 2006 für Ca. 150 € gekauft hörte auch seeehr schwer.
Nur mit Externen Antennen war da seinerzeit was zu machen. Aber : der Klang dieses Radio war Top !

von RADIO354 - am 28.06.2013 09:00
Da fällt mir ein, ich hatte damals in den 80ern einen Ghettoblaster von Philips. So ein riesen Teil wo man beim tragen einen Bandscheibenvorfall riskierte. Der Tuner war irgendwie Banane. Obwohl die Skala eigentlich sehr groß war musste man sehr langsam drehen sonst übersprang man einen Sender. Man drehte, hörte es kurz kratzen und dann war der Sender da. Um Haaresbreite weiter gedreht und der Sender war komplett verschwunden. Aber mal davon abgesehen was die Kiste trotz sehr langer Teleskopantenne eh total taub. Lediglich Ortssender kamen in Stereo rein und dann auch noch immer etwas angerauscht.

von Spacelab - am 28.06.2013 09:13
Ich habe hier eins der ersten UKW-Radios, ein Blaupunkt von 1950. Das Teil ist konstruktionsbedingt dermaßen empfangsschwach, dass der Große Feldberg in Sichtweite nur schwach geht.

Zitat
pg09
Auch das UKW-Radio von meinem Samsung Galaxy S3 Mini ist quasi unbrauchbar.
[...]Noch dazu ist auch die Bedienung nicht grade komfortabel wenn man manuell suchen will.


Ich habe das Handy auch. Nicht dass es mich überrascht hätte, aber der Empfang ist wirklich schrott. Auch die manuelle Frequenzeingabe kann man vergessen, da das virtuelle "Rad" so klein ist, dass man nie genau die gewünschte Frequenz trifft. Aufnahmefunktion und RDS finde ich aber super, beides funktioniert spitzenmäßig.

Zu guter Letzt fällt mir noch ein VW T4 ein, bei dem das Radio keine manuelle Frequenzeingabe hat, nur Suchlauf. Man kann damit in Mainz nur Rockland hören (Gott sei Dank). Hier tippe ich aber auch auf Korrosion o.Ä., das kann nicht so verkauft worden sein.

von ScheichManfred - am 28.06.2013 09:37
Suchlauftaste laenger gedrueckt halten: Suchlauf springt auf DX und findet vielleicht mehr.

von PowerAM - am 28.06.2013 09:39
Ich hab im Keller noch irgendwo ein VW alpha (keine Kassette geschweige denn CD) rumfliegen. Da ist es genauso. Keine manuelle suche. Aber wenn man die Suchlauftaste länger drückt springt er um auf DX.

Zitat
ScheichManfred
Ich habe hier eins der ersten UKW-Radios, ein Blaupunkt von 1950. Das Teil ist konstruktionsbedingt dermaßen empfangsschwach, dass der Große Feldberg in Sichtweite nur schwach geht.

Ich hab noch ein Ford Radio aus den 60ern. Mittelwelle und Langwelle klanglich super. Aber nur mittelmäßig empfangsstark und vor allem sehr schlechte Trennschärfe. Auf UKW ist es noch schlimmer. Das alte Radio ist mit dem heutzutage üblichen übervollen UKW Band total überfordert.

von Spacelab - am 28.06.2013 09:46
Zitat
freiwild
Ich hatte man einen Tevion-Radiowecker [...] die Frequenz um 0,4 kHz falsch


Zitat
Ihre Majestät
Tevion ist ein gutes Stichwort [...] SWR2 auf 91,8 hören, hatte man automatisch noch die Reste von Energy auf 91,4 mit drin


Zitat
Spacelab
von Tevion [...] reichte von 87,6Mhz bis locker 88,5Mhz.


So ein Mist aber auch, dass ausgerechnet wir drei die drei Montagsgeräte dieser erstklassischen Firma erwischt haben! :joke:

von freiwild - am 28.06.2013 11:32
Degen 1103, sobald man was an den Line-Out angeschlossen hat.

von andimik - am 28.06.2013 12:30
Ich habe meiner mutter auch so einen radiowecker vom Aldi geschenkt, dass ding müßte nu gute 5-6 jahre alt sein, damit kann man noch netmal störungsfrei den venusberg empfangen

Außerdem sind d diese Typischen Handy Geräusche oder vom Wlan mit drauf, wenn ein Handy was sendet oder empfängt kommen ja immer so seltsame töne, die sind auf dem radiowecker ständig zu hören, oft so stark das vom Radiosender nix mehr zu hören ist. Bleibt nur noch ein fall für die Tonne.

ich hab von Elite ein Transistoradio, damit geht nur der WDR einigermaßen selbst Linz kommt nur noch ganz schwach an, von RPR1 ist nix zu hören oder BigFm

von Rheinländer - am 28.06.2013 14:47
Eine Badeente mit eingebautem UKW Radio vom Penny Markt. - furchtbar. :angry:

Auch ganz schlimm: der Volksempfänger VE301 . kann nur DLF empfangen sonst nix :rolleyes:

von raeuberhotzenplotz1 - am 28.06.2013 19:47
Zitat

Auch ganz schlimm: der Volksempfänger VE301 . kann nur DLF empfangen sonst nix :rolleyes:

Dann ist er kaputt...

von WiehengeBIERge - am 28.06.2013 20:06
Zitat
WiehengeBIERge
Zitat

Auch ganz schlimm: der Volksempfänger VE301 . kann nur DLF empfangen sonst nix :rolleyes:

Dann ist er kaputt...


Oder das muss so...

von UKW vs. DAB+ - am 28.06.2013 20:13
Nö, den Volksempfängern wird immer nachgesagt, dass sie absichtlich taub gewesen wären - so taub sind die Dinger aber gar nicht...

von WiehengeBIERge - am 28.06.2013 20:14
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Auch ganz schlimm: der Volksempfänger VE301 . kann nur DLF empfangen sonst nix :rolleyes:


Ist das der hier: http://www.sagen.at/fotos/data/662/Radio.JPG ?

- Der ist so eingestellt, dass man damit keine Feindsender empfangen kann. :D

von DABplus+ - am 28.06.2013 20:20
Naja... Ein älterer Herr hier aus der Straße hatte mal so eine Kiste. Trotz ewig langem Draht kamen hier im Saarland nur 2 Franzosen, die Antenne Saar und der DLF rein. Also empfindlicher Empfang ist anders.Das ist das gleiche was mir ein 9 Euro Weltempfänger vom Kaffeeröster auch auf Mittelwelle zaubert.

von Spacelab - am 28.06.2013 20:22
Man muss auch mal an dem Rückkopplungsregler drehen, dann hört man durchaus mehr ;-). ...
Ich habe zwar keinen, durfte aber mal an einem rumspielen.

von WiehengeBIERge - am 28.06.2013 20:31
Ich glaub nicht das der so blöd war und das nicht wusste. ;-)

von Spacelab - am 28.06.2013 20:32
Die Volksempfaenger waren schaltungsmaessig sehr einfach aufgebaut. Trotzdem ist die Empfindlichkeit im Rahmen der Moeglichkeiten der Schaltung ganz manierlich gelungen. Aus heutiger Sicht wuerde man sich etwas mehr Trennschaerfe wuenschen, kann das aber mit gekonntem Spiel an Lautstaerke, Abstimmung und Rueckkopplung etwas fummelig aber doch auch wirksam einstellen. Europaweiter Empfang war, sofern man nicht mit einer Behelfsantenne auskommen musste, grundsaetzlich moeglich. Man muss aber auch beruecksichtigen, dass laengst nicht die Sendeleistungen verwendet wurden, die wir heute von Mittel- und Langwellensendeanlagen kennen. Lokalsender lagen im Bereich einiger Kilowatt, ein Bezirkssender machte 50 oder allenfalls 100 kW. Auch die BBC, seinerzeit auf Mittel- und Langwelle mit den staerksten Sendern der damaligen Zeit unterwegs, hatte keine Halbmegawattbrenner. In dem Verhaeltnis betrachtet waren die Volksempfaenger fuer ihre Zeit manchen schon zu empfindlich. Wenn auch klanglich kein Brueller, mit einem Volksempfaenger und guter Antenne kann man auch heute noch europaweit Radio hoeren.

von PowerAM - am 29.06.2013 07:54
Man muss aber auch bedenken das der Störpegel damals wesentlich niedriger war. Heute besteht das Mittelwelleband zu gefühlt 90% aus "piiieeeep", "uiuiuiui" und "brrrrrrr". Da muss ich mit meinem AM Radio schon sehr weit raus fahren damit das aufhört.

von Spacelab - am 29.06.2013 09:26
@PowerAM:

In der englischsprachigen Wikipedia steht unter "Aspidistra (transmitter)":

"Aspidistra was a British mediumwave radio transmitter used for black propaganda and military deception purposes against Nazi Germany during World War II. At one time, it was the most powerful broadcast transmitter in the world."

"Aspidistra broadcast on mediumwave AM with 600 kW of power. The transmitter (originally 500 kW) had been built by RCA for WJZ radio in Newark, New Jersey. But at the prompting of Congress spurred on by competition, the Federal Communications Commission later imposed a 50-kW power limit on all US stations. RCA was therefore glad to sell it overseas and the British Secret Service bought it for £165,000."

Die Anlage wurde noch bis 1982 benutzt, zuletzt auf 648 kHz.

von hegi_ms - am 29.06.2013 10:31
Oh, gut zu wissen. :spos: Danke!

von PowerAM - am 29.06.2013 17:50
Der Standort von Aspidistra hieß dann nach dem Krieg Crowborough. Der MW-Sender stand in einem unterirdischen Bunker. Gesendet wurde bis 1950 auf 1122 kHz, dann auf 1340 und schließlich auf 1295 kHz. Koordinaten: 51°2'35"N 0°6'11"E

Es gab aber noch 2 weitere High Power-Sender im UK:

Ab 1941 Droitwich mit 400 kW auf 1149 kHz.

Und ab 1943 dann Ottringham: 4 Sender mit je 200 kW, die zu 800 kW zusammengeschaltet werden konnten, und das auch noch über eine Richtantenne. Das mögen dann schon 2000 kW ERP gewesen sein. Gesendet wurde im Krieg auf 977 kHz und auch 200 kHz. Nach dem Krieg wurde zunächst auf 250, dann 271 und schließlich bis 1950 auf 167 kHz gesendet. Mit dem Kopenhagener Wellenplan verlor das UK die 2. LW-Frequenz und Ottringham sendete dann bis zum Abriss 1953 auf 1295 kHz. Koordinaten des ehemaligen Sendergebäudes: 53°41'53" 0°4'7"E

Geschichte in Englisch hier: http://www.bbc.co.uk/humber/content/articles/2006/02/19/bbc_ottringham_feature.shtml

Bild hier: http://www.bbc.co.uk/humber/content/image_galleries/bbc_ottringham_gallery.shtml

von Wasat - am 29.06.2013 23:23
@raeuberhotzenplotz1:

"Eine Badeente mit eingebautem UKW Radio vom Penny Markt. - furchtbar"

Die Ente bleibt drin! (Loriot)

Der Volksempfänger VE301 wurde noch weiter vereinfacht und als DKE 38 zum Massenprodukt (vgl. Wikipedia: Volksempfänger )

Es war wohl das erste Billigradio im Kunststoffgehäuse. Statt "Brüllwürfel" sagte man damals "Goebbelsschnauze".

von hegi_ms - am 30.06.2013 09:50
In Sachen Taubheit bei DAB Empfängern dürfte das DR 101 ungeschlagen sein ! Gerade mal getestet,der Bundesmux kommt hier mit anständigen Geräten mit 100% an.Der DR 101 hat sogar Probleme mit dem Einlesen und wenn da zeigt er einen Balken Empfang.

http://www.thiecom.de/albrecht-dr101.html

von Hallenser - am 30.06.2013 09:58
Ich hatte lange Zeit den DR201 im Einsatz und das Teil war super empfindlich. Vor allem im L-Band. Auch gefiel mir der Klang sehr gut. Leider saugte das Teil brutal an den Batterien. 2 hochwertige Alkaline Batterien waren im L-Band Betrieb (da waren damals im Saarland die interessantesten Programme drauf) innerhalb 4 Stunden leer gesaugt.

von Spacelab - am 30.06.2013 10:57
Zitat
Hallenser
In Sachen Taubheit bei DAB Empfängern dürfte das DR 101 ungeschlagen sein ! Gerade mal getestet,der Bundesmux kommt hier mit anständigen Geräten mit 100% an.Der DR 101 hat sogar Probleme mit dem Einlesen und wenn da zeigt er einen Balken Empfang.

http://www.thiecom.de/albrecht-dr101.html


WOW, das teil kann ja das L-Band. Damals hatte es fast kein Radio, und Heute braucht man es ja eh nicht mehr.

von UKW vs. DAB+ - am 30.06.2013 15:58
Also von meinen etlichen DAB Empfängern hatten alle das L-Band. Das gehörte damals fest zu DAB dazu denn zum einfach weglassen war seinerzeit zu viel los im L-Band.

von Spacelab - am 30.06.2013 16:01
Zitat
Spacelab
Also von meinen etlichen DAB Empfängern hatten alle das L-Band. Das gehörte damals fest zu DAB dazu denn zum einfach weglassen war seinerzeit zu viel los im L-Band.


Ja, aber zu Anfang von DAB+ konnten wenige dieser neuen DAB+ Empfänger das L-Band.

von UKW vs. DAB+ - am 30.06.2013 16:05
Für DAB+ brauchte man ja auch kein L-Band mehr und als DAB+ eingeführt wurde war ja auch in Deutschland (fast?) kein L-Band Sender mehr aktiv.

von Spacelab - am 30.06.2013 16:07
Im L-Band sendeten damals in Halle die interessantesten Programme,Stichwort Digmove ! ;-)

von Hallenser - am 30.06.2013 16:08
War ja hier im Saarland auch nicht anders. Im Band-III gabs nur das DRadio und den SR. Alles andere spielte sich im L-Band ab. Aber als DAB+ eingeführt wurde war das L-Band Netz hier schon längst Geschichte.

von Spacelab - am 30.06.2013 16:12
Ich erinnere mich noch an ein Radio, für das SWR4 105,6 gegen FFH 105,9 ein unlösbares Problem war. Resultat: es gab auf beiden Frequenzen einen Mix aus beiden Sendern. Interessanterweise ging SSL auf 106,1 dann wieder problemlos (wenngleich nur in Mono).

von RheinMain701 - am 29.07.2013 20:48
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