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Frage zu Strom-Netzsteckern in England

Startbeitrag von Radio-DX am 12.07.2013 13:15

Meine Tochter fährt für zwei Wochen nach London.
Die Frage ist nun, passen die Stecker von den Ladegeräten für Handy und Cam dort in die Steckdosen?
Wer kennt sich damit aus?
Danke.

Antworten:

Du wirst nach wie vor einen Adapter brauchen, es sei denn, du steckst die Geräte in die Steckdose im Bad, die meist für Rasierer vorgesehen sind....

von rolling_stone - am 12.07.2013 13:17
Oh, das ging ja schnell.
Im Hilton wird das mit der Badsteckdose wohl gehen.
Sie will dann aber noch einige Tage in der Nähe Londons verbringen.
In der "Pampa" könnte es dann evtl. Probleme geben.
Da wird Papa mal nach einem Adapter schauen müssen. ;)

Danke.

von Radio-DX - am 12.07.2013 13:34
Unbedingt einen Adapter mitnehmen! Die Rasierer-Steckdosen haben meist einen sehr schnell ansprechenden Überlastschutz und sind zum Betrieb von Ladegeräten nicht geeignet.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 12.07.2013 13:49
Erfahrungsgemäß ist das kein Problem. Normale Eurostecker (die flachen) passen mit ein bisschen hin und her in die englischen Steckdosen. Ist vielleicht nicht so gedacht, geht aber.
Mit Schukosteckern sollte man das natürlich nicht machen, wegen der Erdung.

Andererseits, so ein Adapter kostet auch nur paar Mark...

von ScheichManfred - am 12.07.2013 13:50
Die britischen Steckdosen sind nicht für den Betrieb mit Eurosteckern zertifiziert. Im dümmsten Fall kommt es zu einem Brand durch Überhitzung, weil kein sauberer Kontakt erfolgt.

Aber selbstverständlich steht es jedem frei, trotzdem die typisch deutsche Geiz-ist-geil-Variante zu wählen, sich die paar Euro für den Adapter zu sparen und den Stecker mit Gewalt hineinzuwürgen. :rolleyes:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 12.07.2013 14:31
Der Adapter wird auf der Fähre und natürlich auch am Flughafen verkauft. In London bekommt man naturgemäß häufiger den umgekehrten Adapter England auf Europa. Die englischen Stecker sind sehr charakteristisch: klobig, drei Kontakte, die zudem noch eckig sind. Und nicht vergessen: Englische Steckdosen haben immer einen eigenen Schalter, mit dem man die Stromversorgung ein- und ausschalten kann! Wenn also das Gerät nicht funktioniert, ist wahrscheinlich die Dose ausgeschaltet. Ich rate sehr davon ab, einen europäischen Stecker in eine englische Dose zu stopfen! Gerade wenn jemand dies macht, der keine Ahnung hat, und Phase auf Erdung stöpselt, könnte unschöne Überraschungen erleben.

von Bolivar diGriz - am 12.07.2013 14:39
Auf keinem Fall Eurostecker oder was auch immer mechanisch passt, in die Dosen in UK stecken. Die Steckdosen sind üblicherweise sehr hoch abgesichert (bis 40 A) und die jeweiligen Sicherungen sind in den Steckern zu finden. Daher würden "unsere" Stecker die Geräte praktisch ungesichert betrieben. Also ein Übergangsstück mit der notwendigen Sicherung beschaffen. Oft gibt es auch bei Geräten Kaltgerätekabel mit UK-Stecker und der eingebauten Sicherung. Dort kann man den geräteseitigen Stecker kappen und eine Schuko-Kupplung anschließen. Ist zwar auch nicht 100 % normgerecht, weil verschiedenen nationale Normen gemischt werden, aber die Absicherung und SL-Verbindung wäre so gegeben.

von Radio_DDR - am 12.07.2013 14:55
Zitat
Exidor
Der Adapter wird auf der Fähre und natürlich auch am Flughafen verkauft.


Ja, zum dreifachen des normalen Ladenpreises. ;)

Zitat
Radio_DDR
Auf keinem Fall Eurostecker oder was auch immer mechanisch passt, in die Dosen in UK stecken.


Ich hab das gerade mal interessehalber mit einem Adapter von UK auf Europa (mit Aufschrift "The Continental" ;)) versucht: Klappt in der Tat, aber ich wäre da nie drauf gekommen, das so zu betreiben und würde auch davon abraten.
Lieber fünf Euro investieren und sich eine Mehrfachsteckdosenleiste mitnehmen, wenn man mehr als eine Schuko-Steckdose braucht.

von DigiAndi - am 12.07.2013 17:56
Ich hab einen Reisestecker von Hama, damit gehen auch noch die französischen Rundstecker, die es in manchen Altbauten eben immer noch gibt (und in und noch viel mehr exotische Anschlüsse. .. Es lohnt sich. Auch für Irland übrigens. Die Elektroinstallationen dort sind teilweise abenteuerlich.

von rolling_stone - am 12.07.2013 18:10
Also für fünf Euro plus Porto, da ist der Laden auf der Fähre oder am Flughafen noch billiger...

von Bolivar diGriz - am 12.07.2013 19:46
Zitat
Radio_DDR
Auf keinem Fall Eurostecker oder was auch immer mechanisch passt, in die Dosen in UK stecken. Die Steckdosen sind üblicherweise sehr hoch abgesichert (bis 40 A) und die jeweiligen Sicherungen sind in den Steckern zu finden. Daher würden "unsere" Stecker die Geräte praktisch ungesichert betrieben. Also ein Übergangsstück mit der notwendigen Sicherung beschaffen. Oft gibt es auch bei Geräten Kaltgerätekabel mit UK-Stecker und der eingebauten Sicherung. Dort kann man den geräteseitigen Stecker kappen und eine Schuko-Kupplung anschließen. Ist zwar auch nicht 100 % normgerecht, weil verschiedenen nationale Normen gemischt werden, aber die Absicherung und SL-Verbindung wäre so gegeben.


Steckdosenstromkreise sind bis max. 25Amp abgesichert (bei uns in D mit 16A), die Sicherungen sind für den Leitungsschutz von der Verteilung (Sicherungskasten) bis zur der Steckdose zuständig und nicht für den Geräteschutz, empfindliche Geräte haben intern eine Feinsicherungen.
Ob dabei die Steckdose mit 6Amp. / 20Amp oder 40 Amp abgesichert ist, ist dem Gerät egal.
Wobei ich 40Amp. Für ein Gerücht halte, da ein 2,5mm NYM-J Leitung keine 40Amp. verkraftet und ich glaube nicht das zu die UK- Steckdosen ein 4mm2 / 6mm2 oder gar 10mm2 gezogen wird.

Sicherungen im Stromverteilerkasten sind dazu da die Steckdosenleitung vor Kurzschluss und Überlastung zu schützen, damit die nicht abbrennen können, nicht aber um Geräte zu schützen, somit sind unsere Geräte bei uns in D auch ungeschützt. ;)

von Kohlberger91 - am 13.07.2013 03:59
fahre schon seit Jahren meine Freunde in UK besuchen, habe auch schon den Adapter benutzt, welcher funktioniert und auch OK ist.

Jedoch Stecke ich meistens gleich meinen Euro-Stecker direkt in die Steckdose. Der dritte Pin(oben) die Erdung ist gleichzeitig eine Sperre, erst wenn der gedrückt ist kann man Problemlos und ganz leicht den Stecker in die Dose stecken und wieder raus ziehen. Da man die Steckdosen separat ausschalten kann, lasse ich auch gleich das Kabel in der Dose.( meist sowieso nur für ein Radio, Rasierer, Mobile Phone Kabel( ein Handy gibt's nicht im engl. Sprachgebrauch )und für den Laptop.

Wenn man die Geräte in UK kauft, habe diese immer im Stecker selber eine Sicherung( praktisch muss man nicht gleich ein neues Gerät kaufen ), diese kann man schnell und einfach wechseln und sind auch billig und überall zu bekommen( z.b. Maplin oder auch in jeden großen Tesco, Sainsbury's, Asda oder Morrisons.

im übrigen sind dort auch die Adapter dort für kleines Geld zu bekommen.
Schnäppchentipp ist das Poundland. Wie der Name schon sagt alles für ein Pfund.

Anbei, bei meinen Kumpel hatten wir die elektr. Anlage auch auf IF-Schalter umgerüstet.
Original gibt es dort tatsächlich noch Sicherungsdraht ( Draht in unterschiedlicher Stärke/ Widerstand, der dann selber um die Klammer gewickelt wird,( klammer dafür natürlich aus den Sicherungskasten ziehen)

In vielen Sachen ist uns UK weit voraus, aber vieles ist dort auch noch finsteres Mittelalter.
fragt nicht wie es mit der Wasserversorgung funktioniert

von zausel001 - am 13.07.2013 06:53
Man kann mit nem Spitzen Gegenstand die Plastikabdeckung des Schutzkontaktes wegschieben und dann gleichzeitig unseren Steckertyp einstecken. Mach ich so wenn ich meinen Adapter vergessen habe. Ob du das deiner Tochter empfehlen willst... wohl eher nicht. Die Rasierersteckdosen im Bad sind meist im Strom begrenzt. Zum Laden des Laptops ging es aber auch noch.

von Nordlicht2 - am 13.07.2013 08:26
Vorsicht! Bei den Adaptern ist sehr viel Schrott auf dem Markt!

Englische Netzstecker haben eine Sicherung im Stecker. Die ist nicht zum Spaß und ersetzt auch nicht, wie oben angenommen, die Gerätesicherung. Sie erfüllt eine sehr wichtige Funktion! Das Netz in der Wohnung oder dem Hotelzimmer ist als Ring ausgelegt und oft mit 30A abgesichert, fast das doppelte der hier üblichen Absicherung. Durch den Ring verdoppelt sich der Querschnitt der Leitung. Die Sicherung im Stecker, mit maximal 13A, ersetzt die Sicherung die sich bei ins im Sicherungskasten befindet!
Einen Eurostecker da einfach reinzurammen ist also brandgefährlich, zumal er keinen richtigen Kontakt hat.

Damit bei einem Fehler nicht der komplette Ring ausfällt, löst die Schmelzsicherung im Stecker aus. Die fehlt bei der Reinrammmethode oder den billigen Adaptern.
Der etwas längere PE-Stift dient, wie oben schon erwähnt, als Entriegelung für die beiden anderen Löcher der Steckdose, das ist als Kindersicherung gedacht.

Kauft euch einfach passende Adapter, deren PE-Stift besteht dann nicht aus Plastik und eine Sicherung ist auch drin. Die am besten vorher hier kaufen. Auf der Fähre, am Flughafen bezahlt man mehr dafür.
Diese hier sind z.B. von einem Markenhersteller.
http://www.reichelt.de/Reiseadapter/TRA-SK-GB/3//index.html?ACTION=3&GROUPID=3403&ARTICLE=107833&SHOW=1&START=0&OFFSET=16&;
http://www.reichelt.de/Reiseadapter/TRA-EUR-GB/3//index.html?ACTION=3&GROUPID=3403&ARTICLE=112711&SHOW=1&START=0&OFFSET=16&;

Wer öfters verreist, für den ist dieser, etwas klobige Adapter, sinnvoll:
http://www.reichelt.de/Reiseadapter/TRAVELADAPTER/3//index.html?ACTION=3&GROUPID=3403&ARTICLE=44897&SHOW=1&START=0&OFFSET=16&;
Da sind dann andere gängige Adapter mit dabei.

Vor Ort sind die nicht immer zu bekommen. Mein erster GB-Besuch hat mir dann auch meinen Spezialadapter eingebracht. Nachdem ich in mehreren Läden keinen BS1361 auf Schuko Adapter kaufen konnte, habe ich eine Mehrfachsteckdose mit einem britischen Stecker versehen.
Diese Lösung, mittlerweile existiert sie zweimal, hat jetzt schon ettliche Reisen nach GB und in die VAE mitgemacht.
Die Mitnahme einer Mehrfachsteckdose kann ich auch empfehlen, schließlich reist heute ja mehr als ein Gerät mit in den Urlaub.

Die Rasierersteckdosen sind nicht "meistens" im Strom begrenzt sondern grundsätzlich. Da passt auch nicht aus Boshaftigkeit kein Konturenstecker von einem Fön oder gar ein Schukostecker rein. In den Steckdosen sitzt nämlich ein Trenntrafo. Die Leistung reicht für einen Rasierer aus, mehr aber auch nicht.
Andere Steckdosen sind dort im Bad nicht erlaubt. Gefönt wird außerhalb des Badezimmers.
Wie sich das mit dem elektrischem Durchlauferhitzer in der Dusche verträgt, muß dir ein britischer Elektriker erklären, sofern er dafür eine Erklärung hat. Der im Pub hatte keine, und eine illegale Steckdose in seinem privaten Bad :-)
Was die Wasserversorgung angeht: Wenn so ein Durchlauferhitzer in der Dusche hängt, wird er mit dem Zugschalter an der Decke angeschaltet. Vorher kommt auch kein Wasser.
Warmes Wasser kommt manchmal auch von rechts, kaltes von links! Wenn es von rechts kommt, vergisst man es garantiert am nächsten morgen und verbrennt sich die Pfoten.
Mischbatterien sind in älteren Installationen selten, es gibt zwei getrennte Wasserhähne.

von Marc_RE - am 13.07.2013 09:19
Wie schon oben beschrieben: Poundland ist ein guter Tipp, hier bekommt man eigentlich immer einen günstigen Adapter. WHSmith ist evtl. eine Alternative, den gibts an jedem Flughafen, in jedem größeren Bahnhof und überall auf den High Streets und die haben so gut wie immer einige Adapter im Angebot, wenn auch etwas teurer als in den Billigshops, dafür ist WHSmith gefühlt allgegenwärtig.

Ich frage mich ernsthaft, wie man einen zweipoligen Eurostecker ohne Verbiegen in die UK-Steckdose bekommt. Ich bin wirklich viel im Königreich unterwegs und betreibe auch britische Geräte hier in Deutschland mit Adapter. Zudem muss ja auch noch irgendwie die Erde ausgeschaltet werden (mechanische Sicherung), man muss also irgendwas in das dritte Loch stopfen.

Bei Amazon gibt es Adapter (mit Sicherung!) schon für um die 4€ inkl. Versand z.B. den hier. Daran sollte es nicht scheitern, wenns ins Hilton geht ;)

Wenn man länger unterwegs ist und technisch zumindest etwas versiert ist, empfehle ich meine Vorgehensweise: Bei IKEA,in Baumärkten und bei den bekannten Internethändlern gibts sowohl in Deutschland als auch im UK 3er- oder 5er-Stecckdosenleisten sowie schraubbare deutsche Schukostecker und britische 3-Punkt-Stecker. Richtig angeklemmt hat man so eine schöne Steckdosenleiste mit deutschen Steckdosen und englischem Stecker und umgedreht. Vorsicht mit der Sicherung im britischen Stecker, hier muss auf alle Fälle richtig herum (Phase/Nullleiter) angeklemmt werden.

von m83 - am 13.07.2013 09:24
Zitat
Marc_RE
Vorsicht! Bei den Adaptern ist sehr viel Schrott auf dem Markt!

Englische Netzstecker haben eine Sicherung im Stecker. Die ist nicht zum Spaß und ersetzt auch nicht, wie oben angenommen, die Gerätesicherung. Sie erfüllt eine sehr wichtige Funktion! Das Netz in der Wohnung oder dem Hotelzimmer ist als Ring ausgelegt und oft mit 30A abgesichert, fast das doppelte der hier üblichen Absicherung. Durch den Ring verdoppelt sich der Querschnitt der Leitung. Die Sicherung im Stecker, mit maximal 13A, ersetzt die Sicherung die sich bei ins im Sicherungskasten befindet!
Einen Eurostecker da einfach reinzurammen ist also brandgefährlich, zumal er keinen richtigen Kontakt hat.

Damit bei einem Fehler nicht der komplette Ring ausfällt, löst die Schmelzsicherung im Stecker aus. Die fehlt bei der Reinrammmethode oder den billigen Adaptern.
Der etwas längere PE-Stift dient, wie oben schon erwähnt, als Entriegelung für die beiden anderen Löcher der Steckdose, das ist als Kindersicherung gedacht.


demnach müsste dann die Steckdosen in GB mit 4-6mm2 angefahren werden, müssen ja wir in Deutschland schon oft 2,5mm2 nehmen, damit der Spannungsfall (Verluste auf der Leitung) nicht zu groß werden.
Oder man Installiert noch wie Führer und macht alles mit , also 4-6mm2 Unterputzabzweigdose durchschleifen und dann jeweils mit 2,5mm2 von der Unterputzabzweigdose zur Unterputzsteckdose verlegen
in D wäre das nicht zulässig...

und in GB legen oft 240volt,50hz AC an statt wie bei uns 230Volt, 50hz AC.
also daruf achten das dass Netzteil oder das Gerät das ab kann

von Kohlberger91 - am 13.07.2013 09:39
So groß ist der Spannungsunterschied auch nicht mehr.
Oftmals haben wir hier 235 - 238Volt je nach Tageszeit und Belastung.

von _Yoshi_ - am 13.07.2013 10:05
Ob 220 oder 240V ist völlig egal und wie _Yoshi_ schon schrieb, ist auch bei uns die Spannung nicht stabil oder gar immer bei exakt 230V. Derzeit kommen hier laut meiner USV 221V rein.
Mal davon abgesehen ist heutzutage ein Großteil der Netzteile sowieso für 110 bis 240V ausgelegt, um weltweit verwendet werden zu können (Beschriftung beachten!).

von DigiAndi - am 13.07.2013 10:44
Sagt mal, was wollt ihre denn im UK an das Stromnetz anschließen? Heizstrahler, Schlagbohrmaschine, Kreissäge, Rundfunksender? Bei einem Ladegerät, das gerade einmal 10 Watt oder einem Notebook, das vielleicht 30 Watt Leistung aufnimmt, wird das Gefahrenpotenzial durch einen Billigadapter wohl gering sein.

von Wasat - am 13.07.2013 10:53
Zitat
Kohlberger91
Wobei ich 40Amp. Für ein Gerücht halte, da ein 2,5mm NYM-J Leitung keine 40Amp. verkraftet und ich glaube nicht das zu die UK- Steckdosen ein 4mm2 / 6mm2 oder gar 10mm2 gezogen wird.


Dort sind Ringleitungen üblich und die bei uns übliche "sternförmige" Verkablung bzw. Stichleitungen eher die Ausnahme. Der Vorteil der Ringleitung ist, mit kleinerem Querschnitt jede Dose von zwei Seiten zu versorgen und so die höhere Strombelastbarkeit zu ermöglich, vorausgesetzt, der Ring ist nicht unterbrochen, sonst ist der noch funktionierende Teil natürlich restlos Überlastet.
Die bauseitigen Sicherungen schützen nur die Leitungen bis zur Dose, nicht jedoch die Geräteschnüre ab der Steckdose. Für diese enthalten die Stecker dann auswechselbare Feinsicherungen.

von Radio_DDR - am 13.07.2013 10:53
Zitat
Kohlberger91

und in GB legen oft 240volt,50hz AC an statt wie bei uns 230Volt, 50hz AC.
also daruf achten das dass Netzteil oder das Gerät das ab kann


Du weist aber schon, in welchem Bereich die Netzspannung in D sich bewegen darf und wie die Geräte toleriert sein müssen?
Entgegen der Annahmen ist aber für Geräte meist Unterspannung der kritischere Zustand, da bei den fast ausnahmslos eingesetzten Schaltnetzteilen heutiger Geräte die Stromaufnahme bei geringerer Netzeingangsspannung entsprechend steigt und für höhere Belastung im Primärkreis sorgt, bis irgendwann der Maximalstrom durch den Schaltregler/FET erreicht wird und abgeschaltet wird. Wenn dann noch die Forderung besteht, dass die Geräte ohne Umschaltung mit 110-240V laufen müssen, also die untere Grenze bei ca. 90 V liegt, wird deutlich, das der höhere Bauteilaufwand (stärkerer FET/Schaltregler) sich auch im Preis niederschlägt.

von Radio_DDR - am 13.07.2013 11:08
Zitat
Marc_RE
Wie sich das mit dem elektrischem Durchlauferhitzer in der Dusche verträgt, muß dir ein britischer Elektriker erklären, sofern er dafür eine Erklärung hat…Was die Wasserversorgung angeht: Wenn so ein Durchlauferhitzer in der Dusche hängt, wird er mit dem Zugschalter an der Decke angeschaltet. Vorher kommt auch kein Wasser.


Wegen des häufig laschen Wasserdrucks ist i.d.R. auch eine Pumpe eingebaut („Power Shower“). Bei richtiger Montage besteht, im Gegensatz zu einem Fön, wohl keine Gefahr, dass der Durchlauferhitzer in die gefüllte Badewanne/ins Waschbecken fällt.

Zitat
Radio_DDR
Der Vorteil der Ringleitung ist, mit kleinerem Querschnitt jede Dose von zwei Seiten zu versorgen und so die höhere Strombelastbarkeit zu ermöglich, vorausgesetzt, der Ring ist nicht unterbrochen, sonst ist der noch funktionierende Teil natürlich restlos Überlastet.
Die bauseitigen Sicherungen schützen nur die Leitungen bis zur Dose, nicht jedoch die Geräteschnüre ab der Steckdose. Für diese enthalten die Stecker dann auswechselbare Feinsicherungen.


Daher halte ich das britische System für das beste der Welt! Gut, sie sind sehr klobig (es gibt auch inzwischen Klappversionen für die Laptoptasche). Aaaaber:

1. Eingebaute Feinsicherung
2. Hohe mechanische und elektrische Belastbarkeit
3. PHASE UND NEUTRAL VERWECHSLUNGSSICHER

Nr. 3 ist für mich das Killerargument. Wie Radio_DDR schrieb sind die Ringe von zwei Seiten zu versorgen. Das machte man, um damals (die Norm stammte glaube ich aus Kriegszeiten) wertvolles Metall zu sparen, da man kleinere Querschnitte verwenden konnte. Dies bedingte aber andererseits eine sichere Beschaltung. Einigen hätte dies schon das Leben gerettet, würde man dies überall beachten.

Als Beispiel möchte ich von einem tragischen und vermeidbaren Unfall berichten. Trotz FI-Schalter kam ein junges Kind in der Badewanne ums Leben, da der in die Badewanne gefallene ausgeschaltete(!) Fön so in der Schukodose steckte, dass der einpolige Schalter mit der Neutral-Seite verbunden war. Damit war die große Heizwendel noch mit der Phase verbunden.

Nun ist Badewasser ein mittelmäßig guter Leiter und die Leitung war über einen FI-Schalter gesichert. Jetzt war es so, dass der Fön auf der einen Seite des Körpers war, der geerdete metallische Brauseschlauch auf der anderen. Durch die große Oberfläche der Heizwendel war der Strom so hoch, dass das Kind an einem Herzstillstand verstarb. Mit 50%iger Wahrscheinlichkeit wäre nur die kleine Kontaktfläche am Schalter mit dem Wasser in Berührung gekommen. Nach Gutachteraussage wäre der entstehende Strom bei umgekehrter Polung ungefährlich gewesen. Traurig.

Wegen der Verwechslungssicherheit kann man so Geräte konstruktionssicherer gestalten. Bei Leuchten kann man z.B. bei den üblichen 1-poligen Schaltern sicher den großen Gewindekontakt schalten.

Das ist jedenfalls meine bescheidene Meinung.

Edit:
Mir fällt noch ein: Auf den Inseln gibt es auch (vermeindliche) Eurosteckdosen. Diese sind aber für Stecker gebaut, die zwar auf den ersten Blick aussehen, wie Eurostecker, aber kürzere Kontakte mit einem größeren Durchmesser haben. Vorsicht, das kann bei Eurosteckern zu unsicheren Kontakten und damit Brandgefahr führen. Lieber zweimal hinschauen und mal dran wackeln.

von LeChatMéchant - am 15.07.2013 06:49
Wenn man häufiger bzw. länger da ist. ich hab ne 3'er Steckdosenleiste aus Deutschlnad mit hinüber genommen und den Stecker abgeschnitten und durch einen UK-Stecker ersetzt. Nutze das Teil nun schon einige Jahre( lasse es gleich dort ) hatte seinerzeit glaube bei Asda keine 0.50P gekostet und ist geschraubt und mit der Sicherung ausgestattet.

von zausel001 - am 15.07.2013 07:10
Zitat

Auf den Inseln gibt es auch (vermeindliche) Eurosteckdosen


Das sind aber dann die wenigen verbliebenen Altinstallationen vor der Einführung der heute üblichen Stecker oder spezielle, geschaltete, Steckdosen für Beleuchtungszwecke. Die Norm heißt BS546.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stecker-Typ_D
BS1363 wurde ja erst in den 60er Jahren eingeführt und dürfte das sicherste allgemein gebräuchliche Netzsteckersystem der Welt sein.
Aufgrund dieser Altinstallationen gab es an britischen Geräten auch bis vor einigen Jahren auch keine Stecker. Die waren vom Händler bzw. dem Endkunden zu montieren.
Das richtige anschließen eines BS1363 Steckers gehört bis heute wohl zum Unterrichtsplan der Schulen.
An aktuellen Geräten sind angespritzte Stecker, wie auch hier üblich, montiert.
Die Netzspannung beträgt übrigens auch nciht mehr 240V, das war die alte Norm. Aktuell beträgt sie, wie auch bei uns, 230V, und das seit über 20 Jahren.

von Marc_RE - am 15.07.2013 09:21
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