Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Funkohr, Sascha_Berlin, Ingo-GL, Alqaszar, epuntz

BNetzA-Daten zwischen den 10-Grad-Schritten

Startbeitrag von epuntz am 31.07.2013 22:16

In den von der BNetzA veröffentlichten Daten zu den Antennendiagrammen der UKW-Sender wird die Strahlungsleistung für die verschiedenen Himmelsrichtungen ja immer "nur" in Schritten von 10 Grad angegeben.

Wie berechnet sich die Strahlungsleistung zwischen den 10-Grad-Schritten?

Beispiel Hornisgrinde 94,0 MHz (SWR4 OG):
in Richtung 70 Grad: 3 dBW = 2 Watt
in Richtung 80 Grad: 14 dBW = 25 Watt

Wie stark darf dann z.B. in Richtung 75 Grad gesendet werden?

Eine naheliegende Möglichkeit wäre, dass man linear vorgeht und einfach den Mittelwert der dBW-Werte nimmt: 8,5 dBW = 7 Watt.

Wie ist diesbezüglich fmscan.org programmiert?

Antworten:

Für die Realität ist die Frage eigentlich recht unerheblich, da dies zunächt rein administrative Daten sind. Theoretisch könnte ein sender nach 10° mit 500 kW senden dürfen, auf 15° aber nur noch 0,1 W begrenzt sein. Realisieren kann man so etwas natürlich nicht.

Bei den neuen BFBS-Frequenzen in NRW gab es auch für recht schmale Sektoren 100 kW, in andere Richtungen nur wneige Watt.

Letztendlich hängt das von der genutzten Antennenanlage ab, wie viel wohin raus geht. Je nachdem, was man da montiert, gibt es denn eben eine Nebenkeule, wo statt der theoretischen 7 bis 8 Watt dann doch noch mal mehr rausgeht.

von Alqaszar - am 01.08.2013 00:30
Das sind eben Obergrenzen. Es geht hier nur um die Störwirkung. Und Zwischenwerte sind nicht definiert. Wenn ich unbedingt einen Zwischenwert berechnen wollte, würde ich den dBW-Wert linear interpolieren.
Beispiel für Richtung 75 °: ERP(75°) = 3 dBW + 5/10 * (14 dBW - 3 dBW).

von Ingo-GL - am 01.08.2013 12:10
Zitat
Ingo-GL
würde ich den dBW-Wert linear interpolieren


Naja, Mittelwerte über mehrere Pegel sind so eine Sache.

Ich würde die Werte erst delogarithmieren, dann den Mittelwert bilden und daraus wieder den Pegel ermitteln. Im Beispiel von epuntz wären das dann 13,5W in Richtung 75°, also ca. 11,3dBW.

von Sascha_Berlin - am 01.08.2013 12:36
Da es hier tatsächlich um Pegel geht und Einzüge auch immer in dB gerechnet werden, denke ich, dass der Mittelwert auf der logarithmischen Skala selbst, also über die dBW-Werte, gebildet wird. Ich stimme da Ingo_GL zu.

Zitat
Alqaszar
Letztendlich hängt das von der genutzten Antennenanlage ab, wie viel wohin raus geht. Je nachdem, was man da montiert, gibt es denn eben eine Nebenkeule, wo statt der theoretischen 7 bis 8 Watt dann doch noch mal mehr rausgeht.

Wie Ingo_GL ebenfalls schon schrieb, sind die koordinierten und bei der BNetzA veröffentlichten Diagramme als Obergrenzen zu verstehen. Nebenkeulen, deren Leistung über die koordinierten Diagramme hinausgeht, sollten nicht auftreten. Wenn doch, könnten sie Anlaß zu berechtigten Beschwerden der Betreiber der hierdurch gestörten Frequenzen sein. Letztendlich wird die Antennenanlage die koordinierten Leistungen nicht in alle Richtungen voll abstrahlen können. In einigen Richtungen wird es dann etwas weniger Leistung sein.

von Funkohr - am 01.08.2013 17:58
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.