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DAB+: "HbbRadio" soll zur IFA starten

Startbeitrag von Ihre Majestät am 13.08.2013 11:42

Auf der IFA soll ein Pendant zum HbbTV beim Fernsehen für den Hörfunk präsentiert werden. Das Angebot reicht vom webbasierten Rückkanal bei DAB+ Radios (Zusatzinfos, Interaktivität) bis zu "Radio-Dummys". Dazu werden Kennungen von Radios im Bundesmuxx ausgestrahlt, die bei Verbindung des hybriden Radiogerätes mit dem Netz auf den jeweiligen Internetradiostream springen. Also sowas wie es das auch im TV bei der Multithek (DVB-T) oder via Astra (DVB-S) gibt. Was meint ihr: Sinn oder Unsinn?

Antworten:

Kurz & knapp: Nicht verkehrt.

von Felix 99 - am 13.08.2013 11:58
Problem: sowas hätte man sich eher überlegen müssen, glaube kaum das sich die Leute deswegen neue Geräte anschaffen.

von Matty06 - am 13.08.2013 12:01
Da momentan erst 0,3% der Radios ausgetauscht sind, sollte das noch nicht zu spät sein ;-)

von DH0GHU - am 13.08.2013 12:03
Ich habe jetzt schon immer zwischen 50 und 100 DAB Sender in der Liste, so dass ich zumindest während der Fahrt immer ewig suchen muss. Wenn die Liste dann noch um 10.000 Internradios erweitert wird, sollte das bitte abschaltbar sein. Bei meinem Fernseher ist das bei DVB-T nicht abschaltbar und da stört es schon, und das sind nur 3 oder 4 Sender.
Senderlistenflooding nervt eh immer, wie die ganzen verschlüsselten Astra TV Programme, die auf einem FTA Receiver auftauchen, nur um Werbung für das Paket zu machen.
Daher bin ich dagegen. Wenn ich schon Internetzugang habe, kann ich die Senderlisten auch darüber beziehen.

von rmbabx - am 13.08.2013 12:18
Sehe ich auch, die Kennungen duerfen nur bei Radios auftauchen, die damit auch was anfangen koennen, also DAB+/Internetradio Kombigeraete. Dann macht es Sinn und sonst ist es Schrott, weil es nur die Liste zumuellt.
Ist denn schon bekannt, ob es nur Datenkennungen sind, so wie Jouirnaline usw. welche nicht die Liste einfacher DAB+ Radios zumuellen?

Das gleiche koennte man sogar bei UKW Radios einfuehren. Die Software muss nur den Link im Radiotext als solchen identifizieren.

von Nordlicht2 - am 13.08.2013 12:27
Der Sinn der Anbindung von DAB an Internet und Dienste wie "HbbRadio" ist der Rückkanal für Marketingzwecke. Warum kommen Internetradioempfänger ohne HbbRadio aus? Weil die Empfänger den Stream aus dem Netz ziehen und das Hörerverhalten wird automatisch protokolliert.

Das Argument gegen DAB war immer, dass das Hörerverhalten nicht beobachtet werden kann und deshalb DAB für die Werbewirtschaft nicht interessant ist. Das ändert sich mit dem neuen Dienst.

Auch HbbTV-Fernseher beobachten Eure Verhalten. Jede Umschaltung wird per Internet an Google Analytics gesendet. Damit weiß Google was und wielange ihr schaut. Mein Fernsehen hat seit dem eine Kindersicherung verpasst bekommen.

https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Veranstaltungen/ITSiKongress/2013/Marco_Ghiglieri_15052013.pdf?__blob=publicationFile

http://media.cased.de.s3.amazonaws.com/files/2013_CASED_HbbTV.pdf#page=1&zoom=auto,0,842

https://www.unwatched.org/20121216_Datenschutz_Welche_E-Book-Reader_ihre_Leser_tracken
http://www.dw.de/e-books-are-tracking-your-reading-habits/a-16352783

von Seltener Besucher - am 13.08.2013 12:48
Wer ein Gerat mit dem Internet verbindet sollte wissen, dass sein Medienverhalten ueberwacht wird. Wer das nicht will bleibt einfach bei DAB+ oder UKW ohne Internetanbindung. Die Wahl hat jeder, zum Glueck bis jetzt jedenfalls noch.

von Nordlicht2 - am 13.08.2013 13:04
Zitat
Ihre Majestät
Auf der IFA soll ein Pendant zum HbbTV beim Fernsehen für den Hörfunk präsentiert werden. Das Angebot reicht vom webbasierten Rückkanal bei DAB+ Radios (Zusatzinfos, Interaktivität) bis zu "Radio-Dummys". Dazu werden Kennungen von Radios im Bundesmuxx ausgestrahlt, die bei Verbindung des hybriden Radiogerätes mit dem Netz auf den jeweiligen Internetradiostream springen. Also sowas wie es das auch im TV bei der Multithek (DVB-T) oder via Astra (DVB-S) gibt. Was meint ihr: Sinn oder Unsinn?

Dann könnte Sport1.FM während den Zeiten mit mehreren Spielen auch die Links zu den Einzelspiel-Streams platzieren. Wäre für viele Fußballfans garantiert interessant.

von HansEberhardt - am 13.08.2013 13:07
Wenn du soweit gehst, koennen auch Radiosender ihre Links platzieren, die gar nicht ueber DAB+ senden. So wird es ja bei DVB-T hbb gemacht.
Dann erschliesst sich mir der Sinn aber nicht ganz. Genauso der Sinn von DAB+/Internet Radios. Wenn ich schon Internet am Radio angeschlossen habe, brauche ich kein DAB+. Der einzige Sinn bestuende dann darin, ein Internetradio zu haben, welches ich notfalls auch an Orten ohne Internetversorgung eben als DAB+ Radio betreiben koennte.

von Nordlicht2 - am 13.08.2013 13:19
Ich find es ist Schwachsinn. Wenn das so kommt, hoff ich, dass man das abstellen kann. Damit die, die keinen Wert auf den Rückkanal legen, via DAB+ einfach ganz normal Radio hören können.

Auf zugemüllte Senderlisten hab ich keine Lust. Bei Hybridgeräten mit Internetanbindung sicher sinnvoll, aber nicht bei normalen Radios. Und wie gesagt, hoffentlich ist das auch bei Hybridradios abschaltbar.

Ich versteh den Sinn jedoch nicht:
Ein Internetradio zeigt doch ohnehin alle verfügbaren Sender an, wozu müssen dann via DAB+ noch Senderkennungen ausgestrahlt werden? Finde ich gerade im BM Verschwendung der ohnehin schon nur geringen Bandbreite, die für Daten zur Verfügung steht.

Desweiteren würde man im BM dann noch auf aus Sicht der darin vertretenen Sender auf deren "Konkurrenz" verwiesenen werden...

von PEQsche - am 13.08.2013 13:40
Ich denke nicht dass die Senderlisten zugemüllt werden. Es handelt sich eher um Zusatzangebote von den Sendern, die ohnehin via DAB+ ausstrahlen. Beispiel: Die Webchannels vom SWR oder die angesprochenen BuLi-Livestreams bei Sport1.fm. Oder Absolut Radio, das ja künftig nicht mehr über DAB+ sendet, aber einen solchen "Link" im Bundesmuxx noch ausstrahlen kann. Wer eine solche Kennung mit HbbRadio-Link verbreiten will muss mit Sicherheit auch etwas an die MB zahlen. Keine Ahnung, wie viel CUs eine solche Kennung schluckt.

von Ihre Majestät - am 13.08.2013 13:51
Naja, ich gehe ohnehin mal davon aus, dass hbbradio nur in teuren Modellen (Kombigeräte mit Farbdisplay und Touchscreen) ab 200 EUR aufwärts verfügbar sein wird.

Die große Masse der Hörer, die einfach mit einem normalen 40-100 EUR - Radio sich berieseln lassen wollen, wird davon eh nix mitkriegen. Ich kenne übrigens auch keinen, der trotz vorhandener "Hardware" heute hbbTV nutzt.

von PEQsche - am 13.08.2013 14:12
Damit kann DAB+ im Herbst 2013 in Deutschland auch zu den Akten gelegt werden.
Datendienste .... hahahahaahahahaahahahahaahaaaa :bruell:

von sup2 - am 13.08.2013 15:03
die zweimillionste hat eben begonnen......

von drahtlos - am 13.08.2013 15:13
Zitat

Datendienste .... hahahahaahahahaahahahahaahaaaa :bruell:

Wieso? Auch der TV-Videotext erfreut sich ja noch großer Beliebheit, obwohl er schon aus der Steinzeit stammt :D

Zitat

Ich kenne übrigens auch keinen, der trotz vorhandener "Hardware" heute hbbTV nutzt.

Auch von den vielen vorhandenen "smart TVs" sollen lt. Erhebungen nur 1/4 überhaupt mit dem Internet verbunden worden sein.

von iro - am 13.08.2013 15:17
Solange die Verlinkungen auch nur von Radios angezeigt werden, die das nutzen können: Sinnvoll.
Nicht sinnvoll, wenn dann "Nur-DAB"-Radios Zusatzeinträge in der Senderliste haben. Mir reichen ehrlich gesagt die je nach Region vorhandenen bis zu über 100 Einträge vollkommen aus, das muß nicht noch unübersichtlicher werden.


Rückkanal: Auch sinnvoll, damit gäbe es bei ausreichend Nutzern endlich eine Metrik abseits der Hörerbefragungen.
Features sind viele denkbar, bis hin zu Abstimmungen über Titel. Stellt euch mal vor, es gäbe einen "dislike-button" für wham/last chrismas... :D

Viel Kapazität muss das nicht kosten.

Dass es wirklich viele Freunde findet, glaube ich freilich nicht.

von DH0GHU - am 13.08.2013 15:22
Scheinbar ist bei allen Radioanbietern so eine Art Panik ausgebrochen, nach dem Motto 'wie bekomme ich bloss endlich Hoerer auf MEINE Webangebote, so dass sie ja nicht zur Konkurenz abwandern...'.
Es mit einem gut gemachten und gut klingenden Programm zu versuchen, darauf kommt anscheinend kaum einer.
Es wird auch der MP3 Fraktion auffallen, wie schlecht und unsauber lustlos Radio im Vergleich zum MP3 Player klingt. Im Web sieht's da kaum besser aus, da hilft auch Hbb nicht weiter.
Heute habe ich mir mal laenger Absolut Radio angetan, Musik echt ok fuer mich aber der Sound... nein Danke muss ich nicht hoeren. Ich glaube immer mehr, dass es wirklich sehr viele Nichtradiohoerer gibt, die lieber ihre eigenen Musikquellen nutzen als irgendwelchen totkomprimierten Zischelsound ertragen zu muessen.

von Nordlicht2 - am 13.08.2013 15:23
Rrrrichtig. Der Videotext ist aber nicht der Grund, sich ein neues Empfangsgerät zuzulegen.
Stereo ebenso nicht. Das Programmangebot entscheidet.

von sup2 - am 13.08.2013 15:29
Ich für meinen Teil hoffe halt, dass Nur-DAB-Radios da keinen Stress machen. In Deutschland hat das Radio ohnehin nicht mehr den MEGA-Stellenwert.

Wenn dann alleine die Bedienung des Gerätes schon kompliziert wird, schalten noch mehr Leute ab. Das hat dann weniger mit DAB+ zu tun als mit der Tatsache, dass die meisten Leute einfach nur auf den Power-Knopf drücken und drauf loshören wollen, ohne ewig lange noch daran herumfummeln zu müssen.

von PEQsche - am 13.08.2013 15:34
...und auch die Wiener Zeitung stellt wieder die Gretchenfrage: Wozu eigentlich DAB+?

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/medien/?em_cnt=568058&em_cnt_page=1

von Ihre Majestät - am 13.08.2013 15:43
Das beantworten die nicht deutschsprachigen Hoerer.

http://www.frontier-silicon.com/media/releases/13/130801-tipping-point.html

So die Zahlen stimmen, ueberrascht mich das dann doch etwas. Kenne da scheinbar nur die anderen 50 %.

von Nordlicht2 - am 13.08.2013 15:54
Zitat
Ihre Majestät
...und auch die Wiener Zeitung stellt wieder die Gretchenfrage: Wozu eigentlich DAB+?

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/medien/?em_cnt=568058&em_cnt_page=1


Nichts gegen Österreicher, erst recht nicht gegen die, die in unserem Forum angemeldet sind, aber in Wien scheint man immer noch ziemlich rückständig zu sein. Ich wette, dort befindet man sich auch 2050 noch in der analogen UKW-Steinzeit.

Denn genau diese Frage
Zitat

Damit können Radiosender aus dem Internet gestreamt werden. Wenn man also ohnehin über WLAN so gut wie jedes Radio der Welt digital hören kann - wozu braucht man dann DAB?


kann man genau so gut auf DVB-T übertragen. Warum terrestrisches Digitalfernsehen, wenn es das Internet/Sat auch tut?
Ich weiß zwar nicht, wer (Konkurrenz fürchtende Platzhirsche?!) für diesen Artikel verantwortlich ist, aber ich unterstelle mal, dass derjenige genau weiß, dass eine Versorgung des letzten Busches in der Pampa mit LTE Utopie bleiben wird und dass viele Menschen nicht bereit sind, ihr inklusiv-Volumen fürs Radiohören zu verballern.

Naja was solls, DAB+ läuft hier mehr oder weniger an, und Ende des Jahres könnten wir endlich 1,2 Mio. DAB-Radios haben. Dann dürften hoffentlich auch mal immer mehr Kritiker Ruhe geben.

von PEQsche - am 13.08.2013 16:12
Zitat

wer (Konkurrenz fürchtende Platzhirsche?!) für diesen Artikel verantwortlich ist

Wiener Zeitung
Herausgeber: Republik Österreich (!!!)
"eine der ältesten noch erscheinenden Tageszeitungen der Welt"
http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Zeitung

von iro - am 13.08.2013 16:48
Zitat
Majestät
Was meint ihr: Sinn oder Unsinn?


Unsinn.

von Schwabinger - am 13.08.2013 17:29
Klingt nach IRT. Wird sicher auch so ein durchschlagender Erfolg wie PAL+ ;)

Edit: Im Ernst: Es steht und fällt alles mit dem redaktionellen Aufwand. Privatsender wollen den nicht, also wird das nach Auslaufen der Förderung auch wieder einschlafen.

von Georg A. - am 13.08.2013 17:35
Open-TV war auch mal der volle Durchbruch, DSR & DRM ebenso ... . Vor allem Swift hat sich bei allen UKW-Empfängern total durchgesetzt, jeder hat jetzt einen Swift-Daten-Empfänger, oder etwa nicht? , so ewig wie es doch schon UKW gibt, war das der Wahnsinnsdurchbruch aller Datendienste. :rolleyes:.
Da hat doch HbbRadio keine Chance mehr dagegen :D.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 13.08.2013 20:09
Swift: 5.5.99 gestartet mit Radio PSR - aber wann eingestellt?

von HansEberhardt - am 13.08.2013 21:28
Interessant bei der Silicon-Frontier-Pressemitteilung ist, dass abwechselnd mal von "digital radio", "DAB" und "a digital platform" gesprochen wird. So kommt man dann auf eine analoge Radionutzung unter 50 %, wenn man IP, DAB und DVB-x zusammenzählt.

Den größten Zuwachs scheiben jeweils die internetbasierten Dienste zu haben, währen DAB mit 24 Millionen Geräten offenbar etabliert ist. Nicht direkt ableiten lässt sich, wie groß der Anteil vom DAB an der gesamten Radionutzung ist.

Klar ist der explizite Ante von DAB+: Der ist nämlich null, da in UK nicht existent. Der Fluch des frühen Erfolges, genau wie die Amerikaner, die sich bis zuletzt mit NTSC herumquälen mussten, dafür aber schon Jahre früher Farbfernsehen hatten.

Der Artikel der Wiener Zeitung kaut nur das durch, was hier im Forum auch schon zu Genüge gewälzt worden ist.

von Alqaszar - am 13.08.2013 23:54
Ist dies der neue DAB-Diskussionsthread?

Wozu gibt es den Pressespiegel-Thread?

von Manfred Z - am 14.08.2013 05:07
@Alqaszar
Die über 50% Digital-Radiohörer (da darf alles dabei sein, was es Digital gibt) sind für die OFCOM der Startschuss für eine gezielte Abschaltung des analogen Rundfunks (damals von der UK-Regierung so vorgeschlagen). Aber auch dort fliesst vorerst noch viel Wasser die Themse herunter. Immerhin dürfen die Digitalisierer dort langsam aufatmen. Das mit dem DAB+ ist natürlich in UK ein besonderes Thema, aber darüber hast Du ja bereits geschrieben. Kommen wird es aber mit Sicherheit. Braucht dafür wohl noch eine weitere Radio-Generation....

Wien - es überrascht mich, dass dort bis ende Jahr 12 Programme digital - sprich DAB+ - senden werden.

Sorry - hat natürlich mit HbbRadio nur im entferntesten Sinne etwas zu tun.

von drahtlos - am 14.08.2013 07:01
Zitat
drahtlos
Wien - es überrascht mich, dass dort bis ende Jahr 12 Programme digital - sprich DAB+ - senden werden.

Woher stammt diese Info? War mir auch neu...

von DH0GHU - am 14.08.2013 07:29
Anders als beim TV sollten fuer DABalt in UK genuegend Frequenzen vorhanden sein um alle Programme unterzubringen. Der Vorteil von DAB+ ist eher nur einer fuer die Programmveranstalter, die damit die Kosten fuer die Programmaussendung um ca. 1/3 senken koennen (128kbps zu 72kbps). Setzt man dann wieder die um gleichzeitig 1/3 gestiegene Programmanzahl, also die um 1/3 gesunkenen Werbeeinahmen je Programm dagegen, ist aus Sicht der Programmanbieter kaum noch ein Vorteil erkennbar. Man koennte sogar vermuten, die deutschen Platzhirsche waeren froh, waere es auch hier bei DABalt geblieben.
Fuer den Hoerer ist das egal und DABalt ist immernoch billiger als die UKW Verbreitung. Ein wirkliches Problem hat man also nicht wenn man in UK und anderen Laendern nur mit DABalt auskommen muss.

von Nordlicht2 - am 14.08.2013 08:02
Es ist wieder soweit:

"aber in Wien scheint man immer noch ziemlich rückständig zu sein. Ich wette, dort befindet man sich auch 2050 noch in der analogen UKW-Steinzeit."

Gibt es inzwischen ein Zweites Godwinsches Gesetz - "Im Radioforum endet jede Diskussion zu jedem beliebigen Thema mit einer pro/contra/DAB-Debatte, in der an DAB nicht Interessierte diffamiert werden" ?

von hegi_ms - am 14.08.2013 08:30
Ich frage mich sowieso gerade warum "Ihre Majestät" diesen Artikel hier gepostet hat? Es ist ja nicht so das wir keinen eigenen Thread hätten wo so etwas hinein gehört. Nein, da muss auch der Xte Thread zum Pro/Contra DAB+ Diskussionsthread gemacht werden. :mad: Also manchmal zweifle ich echt am Verstand mancher User. :rolleyes:

von Spacelab - am 14.08.2013 08:41
Zitat
Spacelab
Ich frage mich sowieso gerade warum "Ihre Majestät" diesen Artikel hier gepostet hat?


...weil's halt zu den Vorpostings wunderbar gepasst hat.

Wieder zurück zum Thema HbbRadio: Ich habe schon immer gesagt dass die einzige Chance der Digitalisierung des Hörfunks aus einem Zusammenschmelzen von DAB+ UND Internet besteht. Wenn der Kunde solch ein neues Hybridgerät kauft wird es beim Einrichten nach dem WLAN-Schlüssel fragen. Danach macht es einen Scan und listet im DAB-Bereich halt auch die Hybrid-Angebote mit. So kann dann z.B. Absolut Radio weiter gehört werden, auch wenn sie nur noch webbasiert senden. Dem Hörer ist letztlich egal wie und auf welchem Verbreitungsweg das Prorgamm ankommt. Auch bei schwächelndem DAB+-Empfang, etwa Wechsel vom Schlaf- ins Wohnzimmer könnte ein solches Hybrid-Gerät dann auf das WLAN-Netz umspringen, so wie das Smartphones auch machen. Außerdem gibt es solche Spielereien wie eine Titelsperre: Wer Xavier Naidoo nicht erträgt kann seine Titel webbasiert duch andere austauschen - als Beispiel. Das ist alles beim IRT schon in Erprobung und wird wohl auch auf der IFA im TecWatch demonstriert.

von Ihre Majestät - am 14.08.2013 08:51
"Titelsperre" gefällt mir :spos: , sollte man hier auch einführen!

99,99% der Menschheit hat wohl andere Sorgen als beim Wechsel vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer das Übertragungsmedium zu wechseln.

von hegi_ms - am 14.08.2013 08:54
@Wiesbadener: So ähnlich sehe ich das auch. Ideal wäre es, könnte ich selbst bestimmen, nach welchen Kriterien ein Radio umschaltet. Zuhause ist das - solange mehr als ein Weg verfügbar ist - das Qualitätskriterium: Von den gerade verfügbaren Übertragungswegen ist der beste zu wählen. Stockt der hochbitratige Internetstream aus technischen Gründen, so wird halt auf DAB oder UKW geschaltet... Noch besser wäre natürlich eine Einbeziehung von DVB-S und DVB-C, denn weder DAB noch Internetstreams kommen an die Qualität des ARD-Radiotransponders heran. Es ist eigentlich extrem verwunderlich, dass DVB-S/C im HiFi-Bereich noch stiefmütterlicher behandelt wird als DAB.
Mobil hingegen sind die Kosten das Hauptkriterium ... Lieber ein 72 kbit/s-Kompromiß für Lau anstatt 350 MB in 4 Stunden Fahrt vom Freivolumen abtreten, nur weil 192 kbit/s viel besser klingen...

Für den morgentlichen DLF-Konsum im Radiowecker und unter der Dusche brauche ich allerdings kein Internet - da reichen herkömmliche DAB-Radios vollkommen aus.

von DH0GHU - am 14.08.2013 09:36
Zitat
Ihre Majestät
Zitat
Spacelab
Ich frage mich sowieso gerade warum "Ihre Majestät" diesen Artikel hier gepostet hat?


...weil's halt zu den Vorpostings wunderbar gepasst hat.

Wieder zurück zum Thema HbbRadio: Ich habe schon immer gesagt dass die einzige Chance der Digitalisierung des Hörfunks aus einem Zusammenschmelzen von DAB+ UND Internet besteht. Wenn der Kunde solch ein neues Hybridgerät kauft wird es beim Einrichten nach dem WLAN-Schlüssel fragen. Danach macht es einen Scan und listet im DAB-Bereich halt auch die Hybrid-Angebote mit. So kann dann z.B. Absolut Radio weiter gehört werden, auch wenn sie nur noch webbasiert senden. Dem Hörer ist letztlich egal wie und auf welchem Verbreitungsweg das Prorgamm ankommt. Auch bei schwächelndem DAB+-Empfang, etwa Wechsel vom Schlaf- ins Wohnzimmer könnte ein solches Hybrid-Gerät dann auf das WLAN-Netz umspringen, so wie das Smartphones auch machen. Außerdem gibt es solche Spielereien wie eine Titelsperre: Wer Xavier Naidoo nicht erträgt kann seine Titel webbasiert duch andere austauschen - als Beispiel. Das ist alles beim IRT schon in Erprobung und wird wohl auch auf der IFA im TecWatch demonstriert.


Dann erklaere aber bitte, warum der Internetradionutzer mit seinem am WLAN haengenden Radio ueberhaupt DAB+ hoeren soll und erst beim Wechsel ins Schlafzimmer auf Internetstream gehen soll. Worin besteht der Sinn mit so einem Kombigeraet ueber DAB+ zu hoeren wenn der Internetsream auch anliegt?

von Nordlicht2 - am 14.08.2013 09:43
Der Sinn besteht nicht auf Seiten des Hörers sondern auf Seiten des Senders. Der hat nämlich schon ein Interesse daran den Hörer auf DAB+ zu halten statt ihn auf den Internetstream zu schieben wo er noch zusätzliche Kosten verursacht. Und dank Drosselkom dürfte auch früher oder später der Radiohörer doch noch ein Interesse an DAB+ statt WLAN Empfang haben.

von Spacelab - am 14.08.2013 09:48
Ich höre beispielsweise über Internet ganz andere Sender,die über DAB+ wahrscheinlich niemals verbreitet werden.
Hybridgeräte sind aber auf jeden Fall sinnvoll ,auch fürs Auto.

von Skeletor - am 14.08.2013 10:00
Daran wird dich ja auch keiner hindern.

von Spacelab - am 14.08.2013 10:03
@Spacelab

Genau meine Rede. "Dank" (grundsätzlich halte ich von der auch nix) der Drossel könnte DAB+ tatsächlich davon profitieren.

von PEQsche - am 14.08.2013 10:03
Darauf wollte ich hinaus. Es setzt ein Umdenken bei den Radiomachern ein.
Ich finde nur, wenn der Webstream mit 128kbps AAC daherkommt und DAB+ aber nur mit 72(64)kbps, dann wuerde ich solange es keine Drosselung gibt wohl den Webstream vorziehen und als technisch unbedarfter auch weiterhin gar nichts von DAB+ wissen. Wahrscheinlicher ist wohl, dass auch im Web die Datenraten nach unten gehen werden sobald es dort 'zu viele' teure Hoerer gibt.
Das Motto lautet dann bald, nicht nur UKW ist bei DAB+ Radios Pflicht, sondern DAB+ ist bei Internetradios Pflicht. :-)

von Nordlicht2 - am 14.08.2013 10:06
@DH0GHU

aus dem obigen Link zur Wienerzeitung:
Zitat

Kein Wunder, dass es ausgerechnet der Fachverband für Elektro- und Elektronikindustrie war, der sich heuer federführend bei der Gründung eines neuen "Verein Digitalradio Österreich" engagiert hat. Immerhin lockt die Aussicht auf einen großen Markt. Auf Anfrage versprüht Gernot Fischer vom Verein denn auch Optimismus und will von einem Stillstand nichts wissen. Im Gegenteil: Noch heuer soll es in Wien einen Probebetrieb mit zwölf digitalen Radiosendern geben. Ein oder zwei Jahre lang soll so das ganze Stadtgebiet mit DAB+ versorgt werden. Fix mit dabei ist jedoch bislang nur ein Radiosender, obwohl einige Interesse bekundet hätten.


von drahtlos - am 14.08.2013 10:14
Zitat
Spacelab
Der Sinn besteht nicht auf Seiten des Hörers sondern auf Seiten des Senders. Der hat nämlich schon ein Interesse daran den Hörer auf DAB+ zu halten statt ihn auf den Internetstream zu schieben wo er noch zusätzliche Kosten verursacht. Und dank Drosselkom dürfte auch früher oder später der Radiohörer doch noch ein Interesse an DAB+ statt WLAN Empfang haben.


Eben: Dem Hörer ist's egal, außer einem kleinen Aussetzer mit Zwichenbuffering wird er vom Technikwechsel gar nichts mitbekommen. Aber die Sender sparen Streamingkosten ein, wenn das Empfangsgerät primär DAB+ auswählt.

von Ihre Majestät - am 14.08.2013 10:40
Zitat
Nordlicht2
Wahrscheinlicher ist wohl, dass auch im Web die Datenraten nach unten gehen werden sobald es dort 'zu viele' teure Hoerer gibt.


Also mit anderen Worten.Man möchte im Internet präsent sein aber die Hörerzahlen dürfen nicht ansteigen.:confused:
Dann frage ich mich ,warum Internetradios wie zum Beispiel RMN Radio Werbung dafür macht apps runterzuladen,um dann mobil gehört werden zu können.

von Skeletor - am 14.08.2013 10:41
Zitat
Ihre Majestät
Zitat
Spacelab
Der Sinn besteht nicht auf Seiten des Hörers sondern auf Seiten des Senders. Der hat nämlich schon ein Interesse daran den Hörer auf DAB+ zu halten statt ihn auf den Internetstream zu schieben wo er noch zusätzliche Kosten verursacht. Und dank Drosselkom dürfte auch früher oder später der Radiohörer doch noch ein Interesse an DAB+ statt WLAN Empfang haben.


Eben: Dem Hörer ist's egal, außer einem kleinen Aussetzer mit Zwichenbuffering wird er vom Technikwechsel gar nichts mitbekommen. Aber die Sender sparen Streamingkosten ein, wenn das Empfangsgerät primär DAB+ auswählt.


Es gibt aber auch gute Angebote,die nur über Streaming gehört werden können.

von Skeletor - am 14.08.2013 10:44
Zitat

Es gibt aber auch gute Angebote,die nur über Streaming gehört werden können.

Und wo ist da das Problem?

Zitat

Dann frage ich mich ,warum Internetradios wie zum Beispiel RMN Radio Werbung dafür macht apps runterzuladen,um dann mobil gehört werden zu können.

Internetradio ist für die Sender bis zu einem bestimmten Punkt interessant. Übersteigt die Anzahl der Hörer diesen Punkt wird es richtig teuer. Wo dieser Punkt liegt hängt von etlichen Faktoren ab. Streamingprovider, Werbekundschaft... Vor allem für die Werbetreibenden ist Webradio total uninteressant. Das haben diese ja schon mehrfach gesagt.

von Spacelab - am 14.08.2013 11:09
Die ueberwiegende Mehrzahl der gehoerten Programme wird bzw. soll eben auch in Zukunft ueber terrestrische Verbreitung gehoert werden und nicht ueber's Internet.
Meine Vermutung, man gibt auf Grund der fortschreitenden Digitalisierung des Radiohoerens ausserhalb Deutschlands den Widerstand auf, akzeptiert die Digitalisierung und akzeptiert eben auch, dass hauptsaechlich die Terrestrik zur Verbreitung genommen werden wird und nicht das Internet. Das Internet ist dann fuer die deutlich weniger genutzten Zusatzangebote vorbehalten, die unter anderem durch Hbb direkt vom Hauptprogramm aus an den Hoerer geleitet werden sollen.
Ob diese Erkenntnis nun tatsaechlich von den Programmanbietern kommt oder das eher von anderen, vielleicht den Herstellern, so gewuenscht wird ist wohl im Moment nicht bekannt, es sei denn 'Ihre Majestaet' weiss mehr dazu, woher der Sinneswandel kommt.

von Nordlicht2 - am 14.08.2013 11:15
Wenn dieses HbbRadio sich zu RadioDNS u.ä. so verhält wie HbbTV zu CeHTML, sprich Standarnd/Konzept erweitert/integriert wird und das ganze auch von quelloffener Software besser und einfacher unterstützt wird, als das bei HbbTV (wegen DRM-Sachen und der Komplexität im Videobebereich) der Fall ist, sehe ich da durchaus interessante Perspektiven. Wenn aber das Rad neu erfunden wird und man für Nutzung+Implementierung löhnen muss, wird's ein Rohrkrepierer.

von Hagen - am 16.08.2013 19:13
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