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Am 4.September wird Britz 990kHz abgeschaltet - 90 Jahre MW in Berlin.

Startbeitrag von Terranus am 16.08.2013 17:26

Zitat
ARD Text S 418
Deutschlandradio kappt Mittelwelle

Ein Stück deutscher Radiogeschichte
geht in Berlin zu Ende: Nach 65 Jahren
schaltet Deutschlandradio am 4.Septem-
ber die Sendestelle Britz im Süden der
Stadt endgültig ab, wie die Rundfunk-
anstalt ankündigte. Damit einher geht
die Abschaltung der letzten Berliner
Mittelwellenfrequenz 990 Kilohertz, auf
der vor 90 Jahren das erste Hörfunk-
programm in Deutschland ausgestrahlt
wurde.

Mittelwellen haben eine größere Reich-
weite als UKW-Frequenzen und wurden für
die terrestrische Ausstrahlung von Hör-
funkprogrammen genutzt.

Antworten:

siehe auch ---> http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1148722,1164817#msg-1164817


Zitat
ARD-Text
Mittelwellen haben eine größere Reich-
weite als UKW-Frequenzen und wurden für
die terrestrische Ausstrahlung von Hör-
funkprogrammen genutzt.


Anscheinend leben wir schon in der post AM-Ära... :rolleyes:

von Manager. - am 16.08.2013 17:34
Zitat
Manager.
Anscheinend leben wir schon in der post AM-Ära... :rolleyes:


Nicht wenige hier fänden das richtig gut. :rolleyes:

von Natrium - am 16.08.2013 17:51
Zitat
Natrium
Zitat
Manager.
Anscheinend leben wir schon in der post AM-Ära... :rolleyes:


Nicht wenige hier fänden das richtig gut. :rolleyes:

Für die post-AM-Ära könnte man zustimmen, ja, für eine post-Mittelwelle-Ära nein. Denn die Frequenzen, genauso wie die Lang- und Kurzwellen sind einfach zu wertvoll, auf das sie nur für den lokalen Störnebel benutzt werden. Aber das wird man wohl erst merken, wenn man die Frequenzen wieder braucht, sie aber dann nicht mehr nutzbar sind.

von Jens1978 - am 16.08.2013 19:08
"Damit einher geht die Abschaltung der letzten Berliner Mittelwellenfrequenz 990 Kilohertz, auf der vor 90 Jahren das erste Hörfunkprogramm in Deutschland ausgestrahlt wurde."

Da verbreitet eine Konifere des investigativen Journalismus aber Expertenwissen. Motto: Dem Volontär ist nichts zu schwer.

Macht aber nichts, merkt doch keiner.

von hegi_ms - am 16.08.2013 19:20
Zitat
hegi_ms
eine Konifere
aus dem Britzer Garten? :hot:
Zitat
hegi_ms
Macht aber nichts, merkt doch keiner.
Vielleicht dachten die eher "macht doch nichts, liest eh keiner" :heul:
Von einem ö.-re. Medium hätte ich dann sowas doch nicht erwartet, zumal die Redaktion laut Impressum in Potsdam beheimatet zu sein scheint...

von Hagen - am 16.08.2013 19:57
Zitat

Nicht wenige hier fänden das richtig gut. :rolleyes:

Ich auf jeden Fall. Die MW befindet sich ja mitten im Ausbreitungsgebiet der 89,6. Und ob da jemand heute noch zuhört wenn es das auch auf UKW gibt?
RIAS ist (LEIDER) Geschichte (insbesondere rias2). DRK über die (mitlerweile wohl doch sinnlose) Mittelwlle dann auch.
Wir haben 2013.

von Schwabinger - am 16.08.2013 20:59
"Ein Stück deutscher Radiogeschichte geht in Berlin zu Ende" ist eine unreflektiert nachgeplapperte Phrase. Der Mittelwellenrundfunk wird sicher einmal als eine Epoche in der Rundfunkgeschichte angesehen werden. "Geschichte" geht nie zu Ende, auch nicht stückweise, sondern wird stetig fortgeschrieben. Das hat auch Fukuyama einsehen müssen.

Golo Mann: „Immer hat Geschichte zwei Komponenten: das, was geschehen ist, und den, der das Geschehene von seinem Orte in der Zeit sieht und zu verstehen sucht. Nicht nur korrigieren neue sachliche Erkenntnisse die alten; der Erkennende selber wandelt sich. Die Vergangenheit lebt; sie schwankt im Lichte neuer Erfahrungen und Fragestellungen.“

von hegi_ms - am 16.08.2013 22:32
Das Deutschlandradio Kultur ist hier (und in weiten Teilen des südlichen Baden-Württemberg) terrestrisch nur schwer zu empfangen, am besten eben noch über die Britzer Mittelwelle 990, zumindest in den dunklen Stunden. Die 990 kommt hier sogar auch tagsüber (ausser im Sommer) meist noch besser verständlich an als die 177 aus Zehlendorf, deren Verständlichkeit immer noch tüchtig leidet unter dem sehr viel stärkeren Nachbarn 183 Europe.
Für den Normalhörer im südlichen Baden-Württemberg verschwindet also (bis irgendwann 2014, wenn der Pfänder und Raichberg mit 5C kommen) so quasi die letzte Möglichlikeit, Deutschlandradio Kultur terrestrisch empfangen zu können.

von dxbruelhart - am 17.08.2013 05:32
Zitat
dxbruelhart
Das Deutschlandradio Kultur ist hier (und in weiten Teilen des südlichen Baden-Württemberg) terrestrisch nur schwer zu empfangen, am besten eben noch über die Britzer Mittelwelle 990, zumindest in den dunklen Stunden. Die 990 kommt hier sogar auch tagsüber (ausser im Sommer) meist noch besser verständlich an als die 177 aus Zehlendorf, deren Verständlichkeit immer noch tüchtig leidet unter dem sehr viel stärkeren Nachbarn 183 Europe.
Für den Normalhörer im südlichen Baden-Württemberg verschwindet also (bis irgendwann 2014, wenn der Pfänder und Raichberg mit 5C kommen) so quasi die letzte Möglichlikeit, Deutschlandradio Kultur terrestrisch empfangen zu können.


Genau.
Das kann Ich so bestätigen.
Die Versorgung mit DRadio ist leider bei Weitem nicht gleichmässig.
Von Null ( die vom dxbruelhart genannten Landesteile ) über Dreifach ( Teile Ostdeutschland mit UKW,
Bundesmux und DAB-Altnetz ) bis zu Vierfach ( Habe zu Hause den DLF 4 Fach, UKW, MW und
2x LW aber DKultur wiederum fast nicht.
Ein Ausgleich wäre nicht schlecht. Primär für Süd- BW.

von RADIO354 - am 17.08.2013 07:17
Viele schrieben hier im Forum, dass UKW ähnlich lange bleibt wie LMK. Das würde ich nicht sagen. AM hat einen großen Vorteil: Die Reichweite. UKW wiederum hat Reichweitentechnisch gegen DAB nichts auszurichten, da ist DAB um längen besser.

Es ist ja nun wirklich schade das AM langsam verschwindet aber ganz verschwinden wird es nicht. Deutschland wird warscheinlich eher schluss machen als die Franzosen Engländer...
Man muss ja schliesslich auch mal die wirtschaftlichkeit betrachten, und es schalten nur noch wenige auf AM. Und die die auf AM schalten Hören DKultur oder DLF weil es dort schlecht über FM geht.

von UKW vs. DAB+ - am 17.08.2013 07:30
Tagsüber wurde DR in Süddeutschland auch auf 6005 kHz gehört. Als der SR nicht mehr an einer Ausstrahlung über MW interessiert war, wurde die 1422 an den DLF abgegeben. Entsprechend hätte DR den Sender Mühlacker 576 kHz nutzen sollen. Bei gleichzeitiger Einstellung der Berliner 990 kHz hätten sich die Mehrkosten wohl in Grenzen gehalten.

von hegi_ms - am 17.08.2013 07:50
DAB ist reichweitentechnisch gegenüber UKW um Längen besser?

von digifreak - am 17.08.2013 08:57
Da offenbaren sich aber wissenstechnische Abgründe.

Aber wenigstens auch diesen Thread zu einer PRO/CONTRA-DAB Diskussion geführt. :kotz:

von hegi_ms - am 17.08.2013 11:02
Die Reichweite auf UKW ist heute gegenüber DAB noch weit überlegen; ich empfange hier im Glarnerland z.B. auf 95,5 SR3 von der Göttelborner Höhe und 96,7 HR2 vom Grossen Feldberg; auf DAB kommt aber nichts aus dem Saarland oder aus Hessen an.
Qualitätsmässig ist aber DAB ganz massiv UKW überlegen; auf UKW kommt kaum ein Programm störungsfrei in Stereo an; auf DAB empfange ich aber alle 58 DAB-Programme einwandfrei in Stereo.

von dxbruelhart - am 17.08.2013 12:57
Das mit der letzten Berliner Mittelwelle stimmt nicht so ganz. Nach wie vor sendet die Stimme Russlands auf 693 kHz von Zehlendorf bei Oranienburg, zwar außerhalb des Stadtgebiets, aber für Berlin.
War nicht auch angedacht die 990 kHz dorthin zu verlegen?

Eigentlich erstaunlich, daß die 990 kHz so gut nach Süddeutschland durchkommt, obwohl die Station von Bebauung umgeben ist!

Im Übrigen, brauchen wir überhaupt ein "Deutschlandradio Kultur"? Für diesen Zweck haben doch die Landesrundfunkanstalten ihre eigenen Kulturkanäle!

Ein Deutschlandfunk, der aber auch auf Lang- und Mittelwelle senden sollte, um deutsche Touristen im Ausland zu erreichen, reicht vollkommen!

von Wellenschneider - am 21.08.2013 08:52
Ich möchte bitten die Grundsatzdiskussion über die DRadio Programme hier raus zu lassen und nur über die Mittelwelle Abschaltung weiter zu reden.

von Jassy - am 21.08.2013 08:58
Für Süd-D ist maßgeblich, wie viele Störungen nachts auftreten, 100 kW reichen im Prinzip allemal. Tagsüber geht 990 kHz mit Normalausrüstung freilich nicht.

Vergleiche einfach die Kulturkanäle einiger Landesrundfunkanstalten mit DR Kultur, und Du wirst Deine Frage mit JA beantworten.
Außerdem: Warum nur ein Kulturkanal? Es schadet nichts, wenn es auch im ÖR-Sektor Wettbewerb gibt. Es gibt ja auch ARD *UND* ZDF - zwei prinzipiell austauschbare Programme.

von DH0GHU - am 21.08.2013 09:02
Nur ein abendlicher Empfang wird sich aber nicht rentieren, vor allem wenn wie im Sommer die Abende sehr kurz sind. Die 990 kHz ist da wo sie ist völlig deplatziert, sie hätte in ein DKultur-unversorgtes Gebiet ziehen müssen um irgendeinen Zweck zu erfüllen.

von RheinMain701 - am 21.08.2013 09:30
Also,

Hier in der Ostschweiz, wenn Ich mit dem DE 1103 die 990 khz einschalte geht DKultur während
der Nachtausbreitung ganz klar mit O= 5 wobei zeitweise auch Fading drauf ist.
Im Autoradio : dito !
Dann wird wieder eine Starke MW ausser Dienst gehen.
Die Beiden RIAS Wellen 855 und 990 Khz haben mich Jahrzehntelang im Radio begleitet.
Leider ist nun die Zeit gekommen in Dankbarkeit Abschied zu nehmen...

von RADIO354 - am 21.08.2013 09:33
Warum reicht eigentlich DAB nicht so weit wie UKW?

von Wellenschneider - am 21.08.2013 14:01
Hallo, weiß jemand um welche Uhrzeit aus gemacht wird? Ich würde wieder mein Tonband bemühen und den Mitschnitt hochladen.

MfG Karl

von Karl 3 - am 21.08.2013 14:48
Hier gibt es mehrere Gründe:

1.) DAB ist nicht auf SFN, sondern MFN Betrieb ausgelegt, so dass man nicht wild powern kann.
2.) DAB hat einen höheren Frequenzbereich
3.) Oftmals sind die antennen am Sendemast nicht auf gleicher Höhe.

von Marcus. - am 21.08.2013 17:39
" 1.) DAB ist nicht auf SFN, sondern MFN Betrieb ausgelegt, so dass man nicht wild powern kann. "

Ist OT, aber sollte korrigiert werden :
Denn DAB ist für SFN ausgelegt ( Single Frequency Network, bzw. Alle Sender eines Netzwerk senden
auf einer Frequenz : Beispiel ist der Bundesmux auf 178,352 Mhz mit Allen Sendern.
Sorry für`s OT.

von RADIO354 - am 22.08.2013 08:32
Und noch zwei Gründe für die geringere Reichweite von DAB:
1. Die meistens geringere Wattzahl im Vergleich zu den UKW-Sendern vom gleichen Standort
2. Es wird digital gesendet: Während bei UKW oft noch ein gutes Monosignal zu hören ist, gilt bei jeder Art digitalem Rundfunk: Entweder Empfang oder kein Empfang. Zwar wird oft auch ein entfernter Muxx angezeigt, wenn das Signal zu schwach ist, hört man nichts. Verrauschte Empfänge oder nur Monoempfang gibt es nicht.

von Bolivar diGriz - am 22.08.2013 08:44
Bitte das DAB gelaber hier raus halten, danke ;)

von Jassy - am 22.08.2013 08:50
Mal generell zum einem Argument, das immer wieder bei der Abschaltung von MW- und LW-Sendern auftaucht. "Wer hört da überhaupt noch zu?".
Es ist wie mit dem Ei und der Henne. Solange es gute AM-Empfänger gibt, hören dort auch Leute zu. Wenn es aber nur rauscht und knattert, wenden sich die Hörer entsetzt ab.

Ich musste das am eigenen Leib erfahren. Wir haben zu Hause zwei Autos der gleichen Marke, nämlich Peugeot. Meiner ist ein Partner Pickup Baujahr 2003. Das eingebaute serienmäßige Radio erlaubt einen super MW- und LW-Empfang. Oft wenn ich allein mit meinem Pickup unterwegs bin, schalte ich die Langwelle ein. Die BBC auf 198 kHz geht fast ohne Rauschen, sogar RTE auf 252 kHz geht sehr gut mit ein wenig Rauschen. Da Französisch bei uns die Familiensprache ist, hören wir auch manchmal RTL auf 234 kHz, bis die übermäßige Werbung anfängt zu nerven.

Das andere Auto ist ebenfalls ein Peugeot Partner, das neue Modell, Baujahr 2009. Das serienmäßige Radio empfängt die LW und MW viel schlechter. Sogar im Stand bei ausgeschaltetem Motor gibt es Störgeräusche, ganz zu schweigen vom Empfang bei laufendem Motor.

von Zintus - am 22.08.2013 09:49
Zitat
Zintus
Es ist wie mit dem Ei und der Henne. Solange es gute AM-Empfänger gibt, hören dort auch Leute zu. Wenn es aber nur rauscht und knattert, wenden sich die Hörer entsetzt ab.

Ich habe mir jetzt sogar noch mal einen rein analogen Empfänger besorgt, also auch mit rein analoger Abstimmung. Die Filter beim Lextronix S350 Deluxe sind zwar sehr breit, was sich zum Dxen eher nicht gut eignet, aber allein der Klang ist phänomenal. Da kann mein Sangean definitiv nicht mithalten, viele Stationen - auch Ortssender - klingen da tatsächlich nur wie das sprichwörtliche Kamelgetrampel. Je nach Frequenzgang des Senders klingen einige Stationen am S350 nur unwesentlich schlechter als UKW, sieht man mal vom Hintergrundrauschen ab.

von Steffen - am 22.08.2013 10:05
@Zintus,
mit dem Empfang im Autoradio ergeht es mir ähnlich wie Dir.
In meinem alten Clio mit super entstörten Radio konnte ich problemlos während der Fahrt LMK - Welle hören.Jetzt in meinem Hyundai Atos mit dem, wahrscheinlich auf dem großen Parkplatz bei Bremerhaven lieblos eingebauten Radio ,geht das nicht mehr.Schon bei eingeschalteter Zündung ist kein Empfang mehr möglich! Sogar bei UKW stört manchmal der Scheibenwischermotor:-(

Beim nächsten Kauf eines Autos werde ich also auch auf den LW/MW - Empfang achten müssen(falls es bis dahin noch AM -Sender gibt:confused: ).

Schönes WE + :cheers: - Hempe

von Hempe - am 22.08.2013 12:32
Nichts gegen die gute alte MW...
vor ein paar Jahren habe ich mal versucht, unten im Bhf. Zoo mit Kleintransistor
990 zu hören - 0 - nur Störpegel! Schätze, dass das mit FM/DAB/ oderSmartphone besser
geht;)

sj

von satjay - am 23.08.2013 10:17
Dann werde ich heute Abend, wenn ich von der Arbeit komme, noch einmal die 990 kHz einschalten. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich hier in der Region Braunschweig vor mehr als dreißig Jahren auf dieser Frequenz RIAS1 gehört habe. Die "Schlager der Woche" habe ich recht regelmäßig gehört, sie wurden freitags auf dem einen RIAS-Programm und montags auf dem anderen gesendet. Auch RIAS2 kam auf 855 kHz hier an, aber deutlich schwächer als RIAS1 und auch nur abends halbwegs störungsfrei. Es gab noch eine dritte RIAS-Mittelwellenfrequenz, die allerdings von Hof in Bayern aus ausgestrahlt wurde. Wegen der geringen Sendeleistung und dem vor drei Jahrzehnten noch überfüllten Mittelwellenband habe ich diese Frequenz aber nie empfangen können.

von Metthi - am 03.09.2013 07:46
So, gerade mit der Technik beim DLR telefoniert. Die Abschaltung erfolgt morgen Vormittag irgendwann nach 10:00 Uhr, einen genaueren Zeitpunkt konnte man mir nicht sagen. Es wird offenbar noch eine Art Pressekonferenz geben, danach wird abgeschaltet.
Also, einfach mal die Aufnahme mitlaufen lassen. Ich persönlich bin froh, dass sie am Tag abschalten, da die 990 kHz hier abends nicht zu gebrauchen ist.

von Steffen - am 03.09.2013 08:38
Man scheint sich beim D-Radio wohl ziemlich sicher zu sein, dass es mit DAB weiter geht...?

von DH0GHU - am 03.09.2013 09:21
Ein Draht am Heizungsrohr, verbunden mit dem einen Anschluss einer Diode, das andere Ende der Diode mit einem Kopfhörer verbunden und den anderen Kopfhöreranschluss anfassen - schon kann man im Kopfhörer das Programm auf der 990 kHz in Berlin hören, zumindest bis heute.... (naja, selbst kann ichs leider nicht mehr testen)
Früher war dann noch ein einfacher Schwingkreis notwendig, um zwischen Berliner Rundfunk und Rias 1 zu trennen...

von Hagen - am 03.09.2013 09:48
Schade, so kann ich die letzten Worte dieses Sendern nicht mitschneiden.

Im Übrigen könnte man Sendungen auf der Frequenz 990 kHz von Zehlendorf bei Oranienburg aus jederzeit aufnehmen, weil die dortige Antenne sehr breitbandig ist.

Was soll aus dem Stationsareal werden? Ein Museum wäre gut, aber ich vermute es wird überbaut.

Könnte es sein, daß in diesem Jahr irgendein Pachtvertrag für das Gelände abgelaufen ist? Denn man könnte dort ja auch DAB und DVB-T senden!

von Wellenschneider - am 03.09.2013 13:41
Dann werde ich heute Abend noch mal auf "Rias-Bln." auf dem TEDDY drehen.

von DX-Matze - am 03.09.2013 13:51
So gehen sie dahin, die ganzen Mittelwellensender Deutschlands.

Wenn man mal z.B. in Spanien unterwegs ist, ist das ja mittlerweile schon ganz ungewohnt, wenn man auch mal *tagsueber* mehrere Programme auf Mittelwelle empfangen kann.

Ich hoere tatsaechlich in letzter Zeit den DLF wieder verstaerkt auf 207kHz, auch wenn er perfekt auf UKW und Digitalradio geht. Denn wer weiss, wie lange das noch moeglich ist.

von Habakukk - am 03.09.2013 14:00
Das wars, um 11:38 ist die Britzer Mittelwelle verstummt. Hier ein leider nicht ganz störungsfreier Mitschnitt, vielleicht hat es ja auch jemand direkt in Berlin mitgeschnitten.

https://soundcloud.com/schulle4u/deutschlandradio-kultur

Bin gespannt, was dann heute Abend auf dieser Frequenz zu hören sein wird. Ich tippe auf Spanien, Cypern (Radio Sawa) oder Iran.

von Steffen - am 04.09.2013 10:19
weiter westwärts ist auch GB/Scotland vertreten, vor allem morgens (übrigens auch schon vor Abschaltg)

sj

von satjay - am 04.09.2013 11:27
Zitat
Wellenschneider


Was soll aus dem Stationsareal werden? Ein Museum wäre gut, aber ich vermute es wird überbaut.

Könnte es sein, daß in diesem Jahr irgendein Pachtvertrag für das Gelände abgelaufen ist? Denn man könnte dort ja auch DAB und DVB-T senden!


UKW wird von Britz aus doch noch immer ausgestrahlt... KORREKTUR: Sehe gerade, dass die DeutschlandRadio-UKW-Frequenz offenbar in diesem Jahr zum Alex "gewandert" ist. Das war an mir vorbeigerauscht...

von RadioNORD - am 04.09.2013 13:03
Nee, UKW kommt inzwischen vom Alexanderplatz..

von Jassy - am 04.09.2013 13:06
Siehe auch hier einen ausführlicheren Abriss der Sendergeschichte in Britz:

http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2013/britz.html

Steffen

von Steffen - am 04.09.2013 13:54
Seit dem der RIAS nicht mehr auf dieser Frequenz sendet ist die 990 auch relativ bedeutungslos, zumal dort wo die 990 tagsüber gut geht mindenstens auch die 177kHz noch empfangbar ist.

Es ist natürlich schade um diesen geschichtsträchtigen Sendestandort, um jeden AM-Sender der dicht gemacht wird in Deutschland. Bloß gut, dass ich im Jahre 1997, glaube ich, noch dort war zum Tag der offenen Tür, damals kam sogar noch NTV-Uplink von diesem Gelände und rs2 auf UKW, wurde dort auch der Soundverschlimmerer gezeigt, dazu kam auch noch DAB von dort und die 89,6 , natürlich die 2 MW und die 2 KW war alles noch im Betrieb, damals. Das war eine sehr schöne Führung auf diesem Gelände und sehr gut technisch erklärt. Dazu gabs Jazz-Musik, live gespielt. Eine sehr schöne Erinnerung habe ich noch an diesen Tag, es gab leider noch keine bezahlbaren, guten Digicams zu der Zeit, daher habe ich auch keine Fotos von 1997, meine erste, brauchbare Digitalkamera hatte ich erst 2002 gekauft.
Ein Bekannter, der mit war, hatte mit S-VHS-C ein Video gedreht ;-).

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 04.09.2013 14:17
Gestern gab es in der Ortszeit zwischen 17 und 18 Uhr einen Bericht zur Abschaltung: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/09/04/drk_20130904_1750_02eda0ae.mp3

von Sebastian Dohrmann - am 05.09.2013 07:31
Hallo Sebastian Dihrmann,

Vielen Dank für den Link.
Hab den Bericht mal angehört und abgespeichert.
Die 990 Khz war für mich viele Jahre eine Wichtige Informationsquelle. Dazu einfachst zu empfangen.
MfG Det.

von RADIO354 - am 05.09.2013 07:45
Heute morgen nach 800 MESZ dominierte hier BBC Devon die 990. Im Hintergrund noch mehr
Engl., vermutl. Magic

sj

von satjay - am 06.09.2013 10:45
Dem Vernehmen nach (RMRC MeMag und http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2013/stimme_russlands_2014.html) ist es am 31. Dezember 2013 wahrscheinlich auch mit der Nutzung der 693 kHz durch Radio Moskau vorbei.

von iro - am 09.09.2013 20:55
denke mal wird DSLer mit etwas längerer Leitung freuen :-)

von Marcus. - am 10.09.2013 03:38
Im radioeins-Medienmagazin vom 07.09.13 gab es einen ausführlichen Bericht über die Abschaltung dieses Mittelwellen-Senders:

http://mediathek.rbb-online.de/radioeins/medienmagazin?documentId=16970992

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von udo17 - am 16.09.2013 06:45
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