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(TV) Film Grain bei ARD HD

Startbeitrag von zerobase now am 23.08.2013 08:14

MIt ist aufgefallen, dass bei einigen ARD Filmen und besonders gerne beim Tatort extremes Bildrauschen auftritt. War gestern auch beim 2015 Film der ARD zu sehen, Ist mir beim durchzappe aufgefallen.

Das ist dann so ein "Gekrissel" wie kleine Körchen im Bild und es ruckelt auch teilweise. Kann man sich gar nicht anschauen. Dachte erst es liegt am TV, aber wir haben zwei Full HD TVs von verschiedenen Marken und bei beiden TVs tritt der Effekt auf. Ürigens ist diese Bildrauschen auch auf den 3. Programmen zu sehen, wenn ein Tatort wiederholt wird. Das Problem tritt bisher nur bei der ARD HD auf und auch nur bei bestimmten Filmen.

Hat das Problem noch jemand und was kann man da machen bzw. kann man da überhaupt was machen?

Antworten:

Re: (TV) Digitales Bidlrauschen bei ARD HD

Bei den ÖR ist mir bisher noch nichts negatives aufgefallen. Nur bei den HD+ - Programmen "ruckeln" manche Filme/Serien. Wurde hier auch schon aufgeführt. Woran das liegt keine Ahnung.

Sämtliche Samsung-Bildverschlimmbesserer waren schon ausgeschaltet, hat auch nix gebracht.

von PEQsche - am 23.08.2013 08:17

Re: (TV) Digitales Bidlrauschen bei ARD HD

Das liegt daran, dass hier auf Film gedreht wurde (meist 16mm)

Beim 35mm Film dürfte es nicht grainen.

Film Grain

von TheSpirit - am 23.08.2013 08:19

Re: (TV) Digitales Bidlrauschen bei ARD HD

Ok, ich dachte das gibt es nur bei Fotos. Allerdings scheinen die neuen Full-HD Kisten ja sehr empfindlich für sowas zu sein. Kann man dieses Effekt irgendwie minimieren z.B. mit den dieversen "Bildverbvesserern"?

Übrigens sieht das Bild dann genauso aus wie auf dem rechten Foto im verlinkten Artikel.

von zerobase now - am 23.08.2013 08:26
Wieso neue Full HD Kisten? Hat sich an der Aufloesung des 16mm Films etwas veraendert, seitdem man den digitalen Abzug von diesem in HD statt in SD Aufloesung macht? Oder meinst du die HD TV Geraete, die eben Dank HD nun das Rauschen darzustellen vermoegen? Gab es bei mir aber auch schon bei SD, wenn der TV ein scharfes Bild hatte.

von Nordlicht2 - am 23.08.2013 09:31
Also Tatort und Co werden nicht mehr auf 16mm gedreht sondern mit HD Videokameras. So etwas zum Beispiel. Das Problem dabei ist der sogenannte "Soap Effect". Also diese glatt gebügelten Hochglanzaufnahmen wie man sie eben von GZSZ, Verbotene Liebe oder den anderen Soapoperas kennt. Deshalb der Name. Um jetzt wieder den typischen "Film Look" hinzubekommen filmt man zuerst mal mit der klassischen Kinofilmen ähnlichen Bildrate von 25 Frames pro Sekunde.* Anschließend wird bei der Postproduktion am Computer das von 16mm oder 35mm (ja der Rauscht teilweise auch wie sau) bekannte Filmgrain, also das was üblicherweise als "Rauschen" bezeichnet wird, künstlich hinzugefügt. Mir ist aufgefallen das man das vor allem bei TV Produktionen oftmals gerne etwas übertreibt. Genauso wie die Nachbearbeitung der Farben. Statt den Farbwert etwas zu reduzieren und so dem klassischen Film nahe zu kommen driften TV Produktionen immer wieder gerne mal ins grau/braune ab.

*= Gerade bei der Framerate gibt es immer wieder starke Unterschiede. Es kann auch sein das mit 50 Frames pro Sekunde gefilmt wurde um das Schneiden zu erleichtern und dann nachträglich das vom Kinofilm her bekannte ruckeln per Computer künstlich herbeigeführt wurde. Gerade bei der Postproduktion wird oftmals keine Sauerei ausgelassen um das billige Machwerk nach großem Kino aussehen zu lassen.

Echt problematisch wird es wenn das ganze dann nicht in nativem HD vorliegt sondern von der ARD oder ZDF für seine HD Kanäle hochgerechnet und DeInterlaced wird. Dann kommt es oftmals zu unschönen rucklern. Vor allem da die DeInterlacer der deutschen Öffis eh alles andere als Prall sind. :rolleyes:

Zitat
Nordlicht2
Wieso neue Full HD Kisten? Hat sich an der Aufloesung des 16mm Films etwas veraendert, seitdem man den digitalen Abzug von diesem in HD statt in SD Aufloesung macht?

HD Abtaster arbeiten das natürliche Filmgrain deutlicher heraus als die alten SD Abtaster. Deshalb ist es auch kaum möglich einen 8mm oder 16mm Film ohne Nachbearbeitung in vernünftiger Qualität auf Blu-Ray zu pressen oder im HD Fernsehen zu zeigen. Wie schlecht das aussehen kann sieht man öfters mal auf Anixe HD wenn die ihre alten Schinken wieder neu in HD Abtasten und aus Kostengründen auf eine Nachbearbeitung verzichten.

von Spacelab - am 23.08.2013 09:38
Zitat
Spacelab
Wie schlecht das aussehen kann sieht man öfters mal auf Anixe HD wenn die ihre alten Schinken wieder neu in HD Abtasten und aus Kostengründen auf eine Nachbearbeitung verzichten.


Jetzt muss man aber sagen, dass z.B. "Denver Clan" und die "Strassen von San Francisco" auf Anixe HD hervorragend aussehen. Wenn man bedenkt wie alt die Serien sind, sehen die auf einer guten HD Glotze mal richtig klasse aus.

von zerobase now - am 23.08.2013 09:56
Wobei ich denke, die alten Anixe HD Schinken wuerden schon mit nem Filmprojektor so verrauscht aussehen. Lichtempfindlicher und feinkoerniger Film war teuer.
Das mit den falschen Farben und falscher Gammawerte bei Kinofilmen aergert mich auch immer wieder. Bekommt man auch mit Nachjustierung einzelner Farben am TV nicht mehr richtig korrigiert. Ist sozusagen das was das Soundprocessing beim Radio ist, ist hier dann eben das Videoprocessing beim Kino. Da brauche ich dann auch keine teure Blue Ray sondern die Onlinevideothek reicht dafuer.:D

von Nordlicht2 - am 23.08.2013 09:58
@zerobase now: Und da würde noch mehr gehen. Du musst dir mal Knight Rider auf Blu-Ray anschauen. ;-)

von Spacelab - am 23.08.2013 10:01
Zitat
Spacelab
Du musst dir mal Knight Rider auf Blu-Ray anschauen. ;-)


Der sieht in HD schon sooo Billig aus, in BluRay dann sicher endgültig wie ein Matchboxauto *g*
Wenn es die Jungs vom Sprittwoch noch gäbe (Knight Rider auf Filmfehler auseinander genommen), die hätten ihre helle Freude daran ^^

von Scrat - am 23.08.2013 10:12
Zitat
Spacelab
@zerobase now: Und da würde noch mehr gehen. Du musst dir mal Knight Rider auf Blu-Ray anschauen. ;-)


Klar, aber Blu-Ray ist nunmal nicht TV. Man wird beim TV niemals eine Blu-Ray Qualität hinbekommen. Wenn man bedenkt welchen Datenmengen für einen Blu-Ray Film braucht.

Zum Soapeffekt ist zu sagen, dass dies genau das Gegenteil vom digitalen Bildrauschen ist. Dort werden Filme absichtlich verschlechtert, während beim Soapeffekt die Filme aufgrund der hohen Schärfe extrem unnatürlich aussehen. Man gewohnt sich aber daran, während ich mich an das Bildrauschen niemals gewöhnen kann. Was macht es für einen Sinn Filme in HD anzubieten und dan künstlich zu verschlechtern? Ich erinnere mich an das TV meiner Urgrossmutter in den siebzigern. Die hatte ein SW-Glotze mit Zimmeantenne, da sah das Bild ähnlich schlecht aus. Das sollte aber im Jahr 2013 nicht zum Standard werden. Wenn HD dann bitte auch das bestmöglich Bild. Alles andere ist Kappes und Betrug am Zuschauer.

von zerobase now - am 23.08.2013 10:16
Es ging mir ja jetzt natürlich nicht um den Inhalt der Knight Rider Serie. Natürlich war das eine typische Glen A. Larson Produktion aus den 80ern. Aber es ist schon höchst erstaunlich was man aus dem alten Material dank vorsichtiger Nachbearbeitung noch so alles raus holen konnte. Vor allem weil damit alles andere als pfleglich umgegangen wurde.

Ein Bild künstlich zu verschlechtern ist natürlich Käse. Aber andererseits gehört es bei manchen Filmen einfach dazu. So könnte ich mir "Stirb langsam" nicht im hochglanz Soapopera Look verstellen. :D Es ist halt wie immer. Die Kunst liegt darin mit Maß und Ziel an die Sache heran zu gehen.

Natürlich ist vieles auch eine Sache der Gewohnheit. Ich hab am Anfang mit meiner Videokamera gerne mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Leicht am PC nachbearbeitet ergab das ein gewisses Kinofeeling. Mit 60 Bildern pro Sekunde wirkte alles irgendwie als würde man schnell vorspulen. Aber heute, nachdem ich mich daran gewöhnt habe, möchte ich nie mehr in was anderem Filmen. Die Reitershow und die Feuershow die ich vor ein paar Wochen auf dem großen Mittelaltermarkt gefilmt habe sehen einfach nur :spos: aus.

von Spacelab - am 23.08.2013 11:20
Zitat
Spacelab

Ein Bild künstlich zu verschlechtern ist natürlich Käse. Aber andererseits gehört es bei manchen Filmen einfach dazu. So könnte ich mir "Stirb langsam" nicht im hochglanz Soapopera Look verstellen. :D Es ist halt wie immer. Die Kunst liegt darin mit Maß und Ziel an die Sache heran zu gehen.


Das ist das Problem, aber auch daran wird man sich gewöhnen (müssen). Wer den Hobbit in HFR gsehen hat wird schon erahnen was da noch auf uns zukommt.

Wenn demnächst die 4K Fernseher auf den Markt kommen, wird man die Auflösung noch weiter, nämlich auf das Doppelte von Full HD, verbessern. Wie wird das dann aussehen? Das wird dann noch wohl noch unnatürlicher wirken, kann ich mir vorstellen, aber bisher gibt es ja noch gar kein Material in echtem 4 K., von daher erstmal abwarten, aber das könnte die Sehgewohnheiten und vor allem die Filmerstellung nochmal nachhaltig revolutionieren.

von zerobase now - am 23.08.2013 11:32
Dieses Bildrauschen ist mir sogar mal bei SD ordentlich aufgefallen. Beim Durchzappen sah das Bild der "Gilmore Girls" auf ORF 1 so aus, als wäre es Analogempfang mit zu schwachem Pegel, der dieses Bildrauschen hervorruft.



@ Spacelab

Zitat

Das Problem dabei ist der sogenannte "Soap Effect". Also diese glatt gebügelten Hochglanzaufnahmen wie man sie eben von GZSZ, Verbotene Liebe oder den anderen Soapoperas kennt.


Und was ist an diesen "Hochglanzaufnahmen" so schlimm, daß man sie wieder mit künstlichem Rauschen und irgendwelchen künstlichen Rucklern verschlechtert? Dann könnte man ja gleich wieder alles in SD produzieren und ausstrahlen.

von Kay B - am 23.08.2013 11:39
Viele stört halt der Look als hätte man es mit der Heimvideokamera gedreht. Wobei das glaube ich noch nicht mal der Grund ist. Viele Regisseure und Produzenten wollen so eine ganz bestimmte Stimmung aufkommen lassen. Beim Film "Transformers" wird zum Beispiel immer wenn die Bösen im Bild sind die Farbpalette ins blau/graue verschoben und das Bild wird grieselig. Sind die guten im Bild verschob man die Farbpalette ins gelb/rötliche und das Bild war absolut klar. Auf diese weise möchte man unterbewusst Emotionen schüren. Das erklärte mal Michael Bay in einem Cinema Interview. Und wenn man nicht bewusst darauf achtet klappt das sogar. Das alles setzt natürlich voraus das der Mensch in der Postproduktion sein Handwerk versteht und sich auch mal Gedanken um die aktuelle Szene macht.

Bei Horrorfilmen wird ja auch gerne mal die ganze Farbpalette kastriert damit es kalt und trostlos wirkt. Viele Schwedenkrimis verfahren übrigens genauso. Bei irgendeinem Wallender Film den ich mir anschauen musste schuf man so Emotionen und wollte Umgebungsumstände hervorheben. Bei den Außenaufnahmen wurde eine bläulich kalte Farbpalette gewählt mit sichtbarem Grain. Die Innenaufnahmen aus der Wohnstube waren gelblich braun ohne Grain. Das sollte die schwedische Hundskälte und das warme behagliche Zuhause unterstreichen.

Das es bei manchen TV Produktionen der Öffis einfach stur von Anfang bis Ende durchgrieselt und auch die Farbpalette nicht dynamisch wechselt bestätigt nur wieder meine Meinung über die Qualität dieser Streifen.

von Spacelab - am 23.08.2013 12:03

Re: (TV) Digitales Bidlrauschen bei ARD HD

Zitat

Material in echtem 4 K.


was ist dann das hier: link ?

von Felix II - am 23.08.2013 12:16

Re: (TV) Digitales Bidlrauschen bei ARD HD

Witzlos, da es gar nicht in voller Auflösung geschaut werden kann.

4K Fernseher wo man schon nach echtem HD Content suchen muss...

von Scrat - am 23.08.2013 12:44
Selbst wenn es in 4 K ist. Glaubt ihr wirklich so ein Content kann man übers Internet schauen? Vielleicht bei einem Musikvideo oder so einem Kurzfilm, aber ein ganzer Spielfilm in 4 K würde Unmengen an Trafic verursachen, dass man dort selbst bei den schnellsten Internetverbindungen sowas niemals in Echtzeit anschauen könnte und selbst das herunterladen würde wohl mehr Zeit in Anspruch nehmen als die komplette Spielzeit des Filmes.

von zerobase now - am 23.08.2013 14:12
Vielleicht sollte man erstmal das beste aus der aktuellen Technik heraus holen bevor man wieder etwas neues einführt. Der teilweise total übertriebene Einsatz von künstlichem Filmgrain, beschnittene Farbpaletten oder gar künstliche Unschärfe (wird gemacht um schlechte Spezialeffekte zu kaschieren) brauch ich nicht in 4k Auflösung. Unterm Strich wird es nur wieder ein bisschen "Wow!" Content geben, wie bei der Blu-Ray ein paar Dokus, Landschafts- und Tierfilme, und der Rest ist eher Durchschnitt und bleibt weit hinter den Möglichkeiten des Formats zurück.

von Spacelab - am 23.08.2013 14:28
Richtig.

Bevor nicht alle Sender in nativem HD senden, macht sowas überhaupt keinen Sinn. Ich seh schon wie die Leute dann mit ihrem schweineteuren neuen 4 K TV im Wohnzimmer sitzen und sich dann verwackelte Youtube Videos oder Filme auf "das Vierte" ansehen und sich dann selber auf die Schulter klopfen was für einen tollen TV sie da haben. :D

von zerobase now - am 23.08.2013 14:37
@ Spacelab

Zitat

Auf diese weise möchte man unterbewusst Emotionen schüren.


:joke:

Die einzige Emotion ist dann eher der Ärger über diese Bildverstümmelungen. Ist wohl so wie beim ZDF mit diesem Kult-Rahmen, der offenbar nostalgische Stimmungen schaffen soll, aber wahrscheinlich eher als Ärgernis empfunden wird, genau so.

Wären diese Leute Flugzeugkonstrukteure, würden sie die Triebwerke wohl so konstruieren, daß sie sporadisch gleichzeitig ausfallen und dann wieder anspringen um bei den Fluggästen Emotionen in Form von Arenalinschüben hervorzurufen. Und das ganze wird dann auch noch patentiert. :kotz:


Zitat

Das es bei manchen TV Produktionen der Öffis einfach stur von Anfang bis Ende durchgrieselt und auch die Farbpalette nicht dynamisch wechselt bestätigt nur wieder meine Meinung über die Qualität dieser Streifen.


Ich achte da eher auf die Inhalte. Und da finde ich deutsche Serien sehr schlecht, da die Schauspieler hierzulande extrem künstlich und sehr unnatürlich wirken. Statt das Geld für so einen Quatsch wie Farbverschiebungen, künstliches Rauschen, Soundgemixe und andere "Pseudo-Künste" rauszuschmeißen, sollte man es eher in die Inhalte stecken.


Zitat

Vielleicht sollte man erstmal das beste aus der aktuellen Technik heraus holen bevor man wieder etwas neues einführt.


Bei der Einführung neuer Techniken geht es ja nicht nur um Qualitätsverbesserung, sondern auch um das Ankurbeln von Verkaufszahlen. Oder besser gesagt, solange man dem Kunden vorgaukeln kann, daß er mit einer neuen Technik einen Mehrwert hat, erfüllt sie ihren Zweck. Man denke nur an die HDTV-Geräte, die am analogen Kabelanschluß laufen und die Leute auf das "hochauflösende" Bild stolz sind. Und sobald dieser HDTV-Markt gesättigt ist, muß halt eine neue Technik her, über die dann wahrscheinlich auch hochskalierte Inhalte laufen oder die Glotze gar am analogen Kabelanschluß hängt.

von Kay B - am 23.08.2013 15:59
Ich würde nicht sagen das man mit künstlichen Bildveränderungen und "Soundgemixe" Geld rausschmeißt. Ich glaube du unterschätzt das ganz gewaltig. Du darfst auch nicht vergessen: wenn du solche Manipulationen siehst und/oder hörst obwohl du nicht ganz gezielt darauf achtest, dann haben die Jungs in der Postproduktion einen schlechten Job gemacht.

Was die deutschen Schauspieler angeht muss ich dir recht geben. Es gibt nur ganz ganz wenige wirklich gute. Lustigerweise sehe ich bei meinen regelmäßigen Theaterbesuchen irgendwelche unbekannten Schauspieler auf der Bühne stehen die erheblich besser spielen wie gefühlte 99% der Kollegen im Fernsehen.

Natürlich sind neue Technologien in erster Linie dazu da den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die frage ist nur ob der Markt nicht auch irgendwann mal gesättigt ist. Klar, Freaks wird es immer geben die ihren noch nach neu riechenden Full-HD Flachmann in die Tonne kloppen weil es ja jetzt 4k gibt. Aber sind das wirklich so viele das man mit denen die Entwicklungs- und Produktionskosten wieder herein bekommt? Nicht nur bei den Hardwareproduzenten sondern auch bei den Contentanbietern. Laut einem Wirtschaftsbericht im DLF sind die Verkaufszahlen von Flachbildschirmen um über 26% eingebrochen. Und die Analysten erwarten dieses Jahr ein ganz schlechtes Weihnachtsgeschäft für Fernseher was die schlechten Zahlen nur noch weiter nach oben treiben wird.

von Spacelab - am 23.08.2013 16:25
Zitat
Spacelab
Und die Analysten erwarten dieses Jahr ein ganz schlechtes Weihnachtsgeschäft für Fernseher was die schlechten Zahlen nur noch weiter nach oben treiben wird.


Vielleicht ist der Markt auch inzwichen gesättigt und mal eben 5 tsd. Euro oder mehr für einen 4 K TV ausgeben kann und WILL ja auch nicht jeder.

Jetzt sind wir aber trotzdem ziemlich vom Thema abgekommen. Mich würde die Frage interessieren was man auf Hardwareseite machen kann um das Bildrauschen zu reduzieren. Vorschläge?

von zerobase now - am 23.08.2013 16:59
Nichts. Rauschfilter machen die Sache nur noch schlimmer und produzieren starke schlieren und Geisterbilder. Auch deutliches Ruckeln habe ich schon gesehen. Wenn sie denn bei dem dicken schwarzen Filmgrain überhaupt greifen. Normalerweise sind diese nur dazu da um das kleinkörnigere weiße Rauschen vom analogen TV Empfang herauszufiltern. In jedem Fall treibst du mit diesem nachträglichen gefiltere nur den Teufel mit dem Belzebub aus.

von Spacelab - am 23.08.2013 17:22
@ Spacelab

Zitat

Du darfst auch nicht vergessen: wenn du solche Manipulationen siehst und/oder hörst obwohl du nicht ganz gezielt darauf achtest, dann haben die Jungs in der Postproduktion einen schlechten Job gemacht.


Und genau so geht es mir ja meistens. Ich erhöhe die Lautstärke meist soweit, daß ich den Dialogen folgen kann. Sobald dann Musik und irgendwelche Soundeffekte ins Spiel kommen, zerfetzt es fast die Lautsprecher. Was soll dieser Mist?


OT:

Zitat

Was die deutschen Schauspieler angeht muss ich dir recht geben. Es gibt nur ganz ganz wenige wirklich gute. Lustigerweise sehe ich bei meinen regelmäßigen Theaterbesuchen irgendwelche unbekannten Schauspieler auf der Bühne stehen die erheblich besser spielen wie gefühlte 99% der Kollegen im Fernsehen.


Ja, es scheint so, daß es beim deutschen Fernsehen einen gewissen Schauspieler-Filz gibt, dem man sich nicht entledigen kann, und der dafür sorgt, daß Rollen zugeschoben werden. Hinzu kommt noch, daß Karrieren quasi geerbt werden, wie es bei Uwe Ochsenknechts Söhnen der Fall ist. Sowas kann man gerne zurauschen.



@ zerobase now

Zitat

Vielleicht ist der Markt auch inzwichen gesättigt und mal eben 5 tsd. Euro oder mehr für einen 4 K TV ausgeben kann und WILL ja auch nicht jeder.


Ist halt wie mit jeden neuen Technologien. Erst werden die meist als Luxusartikel eingeführt und sind entsprechend teuer. Das war mit Fernsehgeräten so, dann mit Farbfernsehgeräten auch so und die ersten Full-HDTV-Geräte waren auch schweineteuer. Da hatte man also erstmal bei der Oberschicht und den Enthusiasten das Geld abgeschöpft. Diese Leute sind dann auch jene, die ins Klo greifen, wenn sich eine neue Technik nicht durchsetzt (DSR, D2-MAC ...).


Zitat

Mich würde die Frage interessieren was man auf Hardwareseite machen kann um das Bildrauschen zu reduzieren. Vorschläge?


Kräftige Weichzeichner. :D

von Kay B - am 23.08.2013 20:33
Wundert mich, dass hier ausgerechnet die ARD genannt wird. Diese stark sichtbare Filmkörnung kenne ich eher vom ZDF, da ist das bei manchen TV-Filmen / Serien richtig heftig, besonders wenn diese aus den späten 80ern oder frühen 90ern sind. Das sah man auch bei SD auf Röhrenfernsehern schon ziemlich stark.
Das hängt in erster Linie vom verwendeten Filmmaterial ab, und da haben wohl gerade die Firmen, die für das ZDF produziert haben, gerne billig eingekauft ;-).

Zitat

Und was ist an diesen "Hochglanzaufnahmen" so schlimm, daß man sie wieder mit künstlichem Rauschen und irgendwelchen künstlichen Rucklern verschlechtert? Dann könnte man ja gleich wieder alles in SD produzieren und ausstrahlen.

Videoaufnahmen wirken immer "billig" produziert, sehen aus wie Berichte in einer Nachrichtensendung oder eben wie bei Studioproduktionen wie die billigen Vorabendserien auf den Privatsendern. Und zumindest als es noch kein HD Fernsehen und damit progressiver Bildaufnahme und Wiedergabe gibt, war es ja auch noch so, dass eine Filmaufnahme eine andere Bewegungsauflösung hatte als eine Videoaufnahme.
Letztendlich sind sie ja auch wirklich billiger produziert, da Film weitaus teurer ist als Videomaterial und auch nur ein mal belichtet werden kann.

Bei einem auf Video aufgenommenem Fernsehfilm kommt einfach kein "Film-Feeling" auf.
Es gab so um 1996 herum mal kurz ein paar Tatorte, die billigst auf Video gedreht wurden. Das ist den Zuschauern aber sofort aufgefallen und seit dem wurde das nicht mehr gemacht.

von WiehengeBIERge - am 23.08.2013 21:01
Zitat

Ich erhöhe die Lautstärke meist soweit, daß ich den Dialogen folgen kann. Sobald dann Musik und irgendwelche Soundeffekte ins Spiel kommen, zerfetzt es fast die Lautsprecher. Was soll dieser Mist?

Frag das mal alle die sich eine Surround Anlage gekauft haben. ;-) Also ich möchte diese Lautstärkeeffekte nicht mehr missen. Es hat schon was wenn einem bei "Driven" die Rennautos um die Ohren donnern oder man bei "Stirb Langsam 5" unweigerlich die Zehen einzieht weil man glaubt der Rotor des Hubschraubers der grade durchs Dach kracht hackt einem die Füße ab. Es geht aber auch subtiler. So hat man bei "Iron Doors" permanent feuchte Hände weil man hinter sich immer wieder etwas rascheln oder knarzen hört und der blöde Kerl im Film sich nicht umdreht um zu schauen was ihm da die ganze Zeit folgt. Und bei Leuten die auf einer Surround Anlage mal "Cabin in the Woods" gesehen haben genügt schon der Ausspruch "Ding! Der Fahrstuhl ist da." damit sie nervöses Herzklopfen bekommen. :eek: :D DAS ist großes Kino! Für die späteren Stunden bieten aber alle Surround Verstärker eine (oftmals sogar mehrstufige) Dynamikkompression an. Damit der eventuell vorhandene Nachbar nicht vor schreck aus dem Bett fällt. :D Die etwas höherwertigen Geräte haben sogar ein spezielles DSP Programm. Bei meinem Pioneer Verstärker nennt sich dieser "Midnight Mode". Dieser hebt die Stimmen an, reduziert die teils mörderischen Bässe und bügelt die Dynamik platt.

von Spacelab - am 23.08.2013 21:05
Bei meinem Onkyo drehe ich einfach die Lautstärke des Center temporär etwas höher, wenn die Dialoge etwas zu leise sind. Ich habe mindestens die letzen 5 Jahre keinen Film mehr ohne AVR bei mir zu Hause im Wohnzimmer geschaut, gerade bei gutem Material von BD und DVD macht das besonders viel aus, für ein klangliches Erlebnis. Vorher hatte ich auch einen guten Stereoverstärker, TV-Lautsprecher im Wohnzimmer habe ich die letzten 23 Jahre nie wieder benutzt, ich frage mich nur weshalb es immer noch keine bezahlbaren Konsumer-Flach-Glotzen ohne Alles, also reine Monitore mit mehrern AV-Eingängen und HDMI- IN fürs Bild, ohne Tuner, ohne Brüllwürfellautsprecher, ohne jegliches Netzwerkgedöns und ohne Mediengelumpe gibt. Ich schaue seit 1990 nur mit externen Boxen Sat-TV, an die derzeitige Qualität, Bedienfreundlichleit, Vielfältigkeit meiner DM8000 kommt eh so gut wie kein interner Tuner ran, kein TV-Lautsprecher klingt so gut wie mein AVR mit Nubertboxen. Weiterleitung von Ton zum Flach-TV habe ich eh immer im AVR abgeschaltet, wozu auch Ohrenkrebs kriegen ... . Daher könnte man doch Geld sparen wenn es ein Gerät einer Serie als reiner Monitor immer "ohne Alles" gäbe, für die Leute mit AVR, Verstärker mit Boxen, mit ext. Tunern, BD- u. Mediaplayern usw.. .
Ist der Nutzerkreis so klein, dass sich das nicht lohnen würde, wozu für internes Gedöns im TV bezahlen, wenn man es eh nie benutzt wird?
Ein externes Gerät ist auch mal viel schneller ausgetauscht, wenn wieder was Neues gibt, einen guten hochwertigen Full-HD-Monitor tauscht man meist erst aus wenn es den Geist auf gibt und die Reperatur ein wirtschaftlicher Totalschaden ist.
Bis sich wirklich natives 4k überall durchsetzen wird, vergeht eh noch viel Zeit, dafür ist es jetzt noch viel zu früh.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 24.08.2013 00:28
Ich hab das eh nie verstanden. Da kaufen sich die Leute riesen Flachmänner und hören dann den Ton über die eingebauten Joghurtbecher großen Brüllwürfel. :rolleyes:

von Spacelab - am 24.08.2013 06:40
4k Fernseher machen für den Heimbedarf überhaupt keinen Sinn. Das sind Geräte für die gleichen Spinner, die sich einen 21:9 Fernseher kaufen, obwohl es dafür keinen Kontent gibt. Bei einer Diagonale ab 3 Metern ist das natürlich etwas anderes. Nur in welches Wohnzimmer passt das schon? In Deutschland senden die Öffis ja nicht einmal in echtem HDTV, sondern nur in 720p. Da braucht man gar nicht erst von 4k zu träumen. Selbst wenn das mal weltweit Standard wird, machen die Öffis daraus wohl nur 2,9 k und behaupten das wäre viel besser und von der EBU so gewollt.

von Bolivar diGriz - am 24.08.2013 07:22
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