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Die HiFi-Anlage verschwindet aus dem Wohnzimmer

Startbeitrag von Ihre Majestät am 29.08.2013 05:07

Gerade mal den ganzen Wust der IFA durchgegangen. Habe nur ich den Eindruck, dass die gute alte HiFi-Anlage langsam aus den Wohnzimmern verschwindet? Bluetooth-Lautsprechersysteme scheinen ja im Moment der absolute Knaller zu sein. Da gibt es ja sogar High End-Zeuch, 5.1-Systeme usw. Das Smartphone und Tablet wird dabei zur Schaltzentrale: Internetradio, MP3-Files, Streaming-Dienste, alles geht, und die Boxen sorgen für den Sound. Der Trend spiegelt sich auch im CEMIX der gfu wieder: Neben Tablets und Smartphones sind vor allem Lautsprecher, dank der Bluetooth-Systeme, sehr erfolgreich, während alle klassischen Geräte verlieren. Was glaubt ihr? Verschwindet die gute alte HiFi-Anlage bald aus den Wohnzimmern?

Die 50 interessantesten Antworten:

Klassisches HiFi im Sinne von Stereo-Anlage wird in den Wohnzimmern immer mehr durch 5.1 Anlagen ersetzt werden. Wer wirklich Wert auf guten Klang und weniger aufs Design legt, wird lieber Lautsprecherkabel verlegen und das gesparte Geld lieber in hochwertige passive Lautsprecher und in einen guten AVR stecken, der alle Tonformate kann und auch mit dem Tablett und Handy über Blauzahn und Netzwerk zusammenarbeiten kann. Wer noch Wert auf guten Stereoklang legt, stellt sich in der Front weiterhin 2 große Standlautsprecher hin.
Weniger über Funk ist machmal einfach mehr! Das Zeug hat auch Software, die abstürzen kann, jedes Funk-Empfangsgerät (Funk-Lautsprecher) braucht auch einen Netzteilanschluß, da kann man auch Lautsprecherkabel verlegen. Funksysteme kommen hinsichtlich der Datenmenge, wenn man unkomprimiert übertragen auch Losslessformate hören möchte, z.B. Flacs 24bit/96kHz oder 192kHz oder SACD und DVD-Audio auch sehr schnell an die Kapazitätsgrenze, für ein bischen MP3-Spielerei übers Handy reicht das sicher aus. Die Industrie will einfach Geld verdienen und bietet sowas an, für Leute wo z.B. die Frau jegliche Technik im Wohnzimmer verbietet, die auffällig zu sehen ist. Obs klangtechnisch und finaziell dann auch immer noch Sinn macht muss jeder selber entscheiden, siehe 3D im Wohnzimmer... .

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 29.08.2013 05:30
Ich habe noch gute alte DDR-Lautsprecher (ursprünglich zu Rema Toccata gehörend).
Der AV-Verstärker ist von Philips.
Das mag altmodisch sein, aber da ich viel Rundfunk höre, nutze ich das breite Angebot von DVB-S auf verschiedenen Satellitenpositionen und habe den Sat-Receiver mit dem Verstärker verbunden.
Einen traditionellen UKW-HiFi-Tuner habe ich aber auch gar nicht mehr, da das FM-Rundfunkangebot
in unserer Gegend unbefriedigend ist. Für "Jump" und dergleichen würde ich mir nie so etwas kaufen.

von hetietz - am 29.08.2013 06:25
Ich würde sagen: Die HiFi-Anlage verschwindet aus dem Durchschnittswohnzimmer. Audio, Video und Internet werden zunehmend verschmelzen. Warum sollte man für Fernsehen, Audiomedien und Internet unterschiedliche Lautsprecher aufstellen? Warum als nicht-audiophiler viel Geld für eine HiFi-Anlage ausgeben, die dann abends doch meist schweigt, weil PC oder TV laufen?
Eine vernünftige Haus-Automation, ein zentraler Medienserver - die Steuerung auf dem Tablet, das ich in jeden Raum mitnehmen kann um dort die Audiowiedergabe raumspezifisch festzulegen und das in Räumen ohne Bildschirm auch zur Wiedergabe nutzbar ist - sowas wäre für mich sogar DER Grund, ein Tablet zu kaufen.
Mein Problem wäre nur, daß ich dann erstmal viel Zeit bräuchte, meine CD-Sammlung sinnvoll zu digitialisieren ;-).
Ein generelles Problem besteht allerdings darin, daß in der HiFi-Technik die wirklich hochwertigen Zuspielwege für Hörrundfunk einfach ignoriert werden. UKW ist heutzutage nicht mehr diskutabel, DAB für HiFi ebenfalls in den meisten Fällen nicht und wurde in D diese Woche eh von seinen Verfechtern selbst zur Übergangstechnologie degradiert, und Webstreams haben häufig ähnlich niedrige Datenraten - wirklich gute Qualität kommt über DVB-C oder DVB-S in fast jeden Haushalt, aber HiFi-spezifische Komponenten dafür gibt es nicht. Da darf man sich nicht wundern, wenn manche Verbraucher gleich über den Fernseher Radio hören...

Ich persönlich bleibe noch der klassischen HiFi-Technik treu, zumal ich kein Interesse an Fernsehen habe (mein TV-Konsum zuhause liegt bei vielleicht 10-15 Stunden pro Jahr(!)).

von DH0GHU - am 29.08.2013 08:00
Sagen wir mal so: Die Statussymbole wechseln. In den 80ern und (frühen) 90ern galten Bausteinanlagen auch als Darstellung, selbst von Leuten, die sonst Hi-Fi-mäßig oder vom Hobby her relativ wenig mit Musik anfangen konnten. Dies ist zwar nur eine Vermutung meinerseits, ich habe aber einige Haushalte gesehen, die über ein entsprechendes Equipment verfügen, welches sie aber nie in einer größeren Form genutzt haben.

Dies "bereinigt" sich nun. Freaks wie viele hier - positiv gemeint -, die auf den guten Klang und die Verarbeitungsqualität setzen, werden auch weiterhin dieser Technik offen gegenüberstehen und diese kaufen. Aber Menschen, für die Musik zum Nebenbeihören genügt oder die mit einem gewissen Standard zufrieden sind, setzen mittlerweile mehr auf Kleinanlagen oder Mobilität.

Ich bin jedenfalls froh und glücklich, dass ich meine Bausteinanlage habe, weil ich sie auch ausgiebig nutze. Und weil die Komponenten auch nach 15 Jahren noch nichts an Qualität eingebüßt haben. :spos:

von NurzumSpassda - am 29.08.2013 08:13
5.1 Anlage und erstklassiger Stereoklang schließen sich ja nicht aus. Nur darf man dann nicht diese winzigen Quarkbecher als Lautsprecher in Kombination mit einem grundsätzlich total falsch eingestellten Subwoofer verwenden. Mit der passenden Anlage kann aber auch das abspielen in 5.1 ein Erlebnis sein so das einem danach die CD in Stereo so aufregend wie ein alter Schuh vorkommt.

Aber um auf die frage zurück zu kommen: Ja! Die klassische HiFi Anlage verschwindet ganz eindeutig aus den Wohnzimmern.In viele moderne Wohnzimmer passt so ein Turm mit womöglich noch großen Standlautsprechern alleine schon optisch nicht mehr rein. Es gibt ja auch genügend alternativen die den Menschen von heute eher ansprechen. Bluetooth wurde ja schon angesprochen und dank dem verlustfrei komprimierenden apt-X CODEC den heutzutage fast alle Geräte beherrschen klappt das auch mit 96khz/24bit Material. Wobei das hier bei den meisten Lautsprechern schon Perlen vor die Säue geworfen ist. Wenn der Besitzer überhaupt solches Material zur Verfügung hat und nicht nur irgendwelche MP3s abspielt.

Bei manchen wird auch der Fernseher zur Schaltzentrale. Ein Freund von mir hat eine Flachbildglotze mit eingebautem 5.1 Verstärker, DVB-S und diesem Android Stick den man an den HDMI Port stecken kann. Damit ist er rundum voll versorgt. Das einzige Gerät das noch im Wohnzimmer steht ist der Blu-Ray Player. Wirklich gut klingt das nicht weil trotz modernster Digitalendstufen die Ausgangsleistung des Fernsehers eher bescheiden ist und dem Teil im entscheidenden Moment die Puste ausgeht.

Also wenn ich mal so überlege wüsste ich keinen der noch einen klassischen UKW Tuner hat. Dafür ist das Programmangebot hier viel zu schlecht. Selbst an den im Surroundverstärker eingebauten Empfängern ist meistens gar keine Antenne angeschlossen. Einen CD Player kauft sich heute auch keiner mehr. Das erfüllt ja auch prima der eh vorhandene DVD oder Blu-Ray Player. Also der klassische HiFi-Turm würde heutzutage recht klein ausfallen. :D

von Spacelab - am 29.08.2013 08:22
An meinem Onkyo AVR im Wohnzimmer habe ich auch keine UKW-Antenne mehr angeschlossen. Der interne Tuner empfängt auch mit Aussenantenne nur noch Ortssender sauber in Stereo, diese interessieren mich aber nicht die Bohne, da ich ja auch DVB-S und Internetradio habe.
Meistens höre ich eh im Wohnzimmer nur selten noch Radio sondern eher CD, SACD, Flacs via DLNA, DVD-Audio, machmal noch mp3. Wenn ich dann Radio mal höre ist es meist doch Internetradio mit dem AVR oder Dreambox, wie z.B. FM kompakt oder so.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 29.08.2013 08:34
Eine klassische Hifi-Anlage hab ich hier auch nicht, sondern eine 5.1-Anlage von Universum (ca. 10 Jahre alt), daran angeschlossen sind der DVR, der Bluray-Player und einmal Klinke für Laptop, DAB+ oder sonstiges. Den eingebauten UKW-Tuner nutze ich selten (schlechter Empfang hier, wirklich rauschfrei gehen nur NDR 1, NDR 2, NDR Kultur, DLF, ffn, Antenne und Radio 21), eher schon DVB-S, seltener auch mal Internetradio und noch seltener DAB+, das wird dann schon eher zur Beschallung des Badezimmers genutzt, beim Duschen etc. hört man hier also KISS FM. :D

Plattenspieler hab ich auch, kann ich aber mangels genügend Anschlüssen nicht dauerhaft an die Anlage anschließen, lass ich dann eher über den Laptop laufen da der Plattenspieler per USB angeschlossen werden kann.

Auf Dauer plane ich die Anschaffung einer vernünftigen 5.1-Anlage an der dann auch möglichst genug Anschlüsse dran sind - ich musste mich entscheiden, ob ich lieber den DVR oder den Bluray-Player digital anschließe.

von htw89 - am 29.08.2013 08:52
Die verlustbehaftete ReCodierung bei Bluetooth ist schon länger Geschichte. Wie schon erwähnt haben (fast) alle modernen Bluetooth Teile apt-X. Mit allen Vor- und Nachteilen.

Mal davon abgesehen würde das eh nur die wenigsten Interessieren. Vorausgesetzt sie würden überhaupt eine klangliche Beeinträchtigung hören. Für die meisten überwiegen die praktischen Vorteile und die Bequemlichkeit. Es hat ja auch schon was mit einem Gerät (Smartphone oder Tablet) das bei der jungen Generation eh immer am Mann/Frau ist alles aus dem Handgelenk steuern zu können.

von Spacelab - am 29.08.2013 11:03
@DH0GHU

Wer bzw. welche Verfechter sollen DAB als Übergangstechnologie deklariert haben? Davon hab ich ehrlich gesagt nichts gehört. Eine Übergangstechnologie für was überhaupt? Internet? Glaub hier wirklich jemans noch, dass der letzte Busch in der Pampa mit HSPA/LTE versorgt sein wird und es unbegrenzte Flatrates geben wird?

Mit DAB wird der terrestrische Hörfunk digitalisiert. Dann müsste dieser komplett abgeschafft werden. Und daran glaube ich ehrlich gesagt nicht.

Um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen:
Ich nutze mein 5.1-System ausgiebig (DVB-S, DAB+ und PS3/Blu ray). Und daran wird sich auch so schnell nix ändern. Zu Weihnachten wird die PS 3 erstmal durch den Nachfolger PS 4 ersetzt ;)

von PEQsche - am 29.08.2013 12:08
Dem allgemeinen gegenläufig, denn tatsächlich wollen die meisten eher den Kleinkram in der Bude haben, wollte ich mir in der nächsten Zeit neue HiFi-Komponenten für die Wohnzimmeranlage zulegen. Das heißt AVR usw. Welche Hersteller sind denn derzeit für wirklich gute Qualität bekannt? Gibt es denn sowas wie diese "Grundig FineArts" Komponenten, welche ich übrigens sogar noch kenne, heutzutage von anderen Hersteller, natürlich mit neuer Technik (5.1 Surround usw., Stereo)? Als Boxen kommen bei mir nur richtige und ordentliche Passivboxen in Frage. Physik ist halt einfach durch keine Technik zu ersetzen :-)

von Jens1978 - am 29.08.2013 13:50
Eigentlich kann ich nicht nachvollziehen, was besser als eine "normale" Stereoanlage aus den 80ern sein soll.

Möglichkeit 1: Die Microanlagen mit USB-Anschluss etc. Die halten in der Regel nur wenige Jahre und verbrauchen teils unglaublichen Strom im Standby. Eine Grundig-Anlage die hier (inzwischen) im Keller steht, verbraucht nur für die Anzeige der Uhrzeit konstant 20 Watt. Der eingebaute CD-Wechsler erkennt keine CDs mehr. Der neue Onkyo-Receiver von meinem Vater verbraucht "ausgeschaltet" 23 Watt - das Display ist dabei komplett dunkel.

Möglichkeit 2: Dockingstationen/portable Lautsprecher. Die Dinger klingen oft erstaunlich gut für ihre Größe. Allerdings hat man kein richtiges Stereo und muss auch ständig den Akku laden. Trotzdem insgesamt noch die beste Lösung, wie ich finde.

Möglichkeit 3: Direkt mit dem Smartphone hören. Naja, da kann ich auch gleich den Staubsauger einschalten, der Klang ist genau so gut.

Möglichkeit 4: Surround-Anlagen. Ich bin absolut kein Cineast und meine Begeisterung hält sich deshalb in Grenzen. Bringt es mir denn irgendwas, Stereo-Musik über 5 Lautsprecher zu hören? Ich weiß es nicht. Vor Allem sind diese Anlagen aber teuer.


Insofern freue ich mich über meinen BASF D-5060 Receiver, der auch die nächsten 33 Jahre noch locker übersteht und im Betrieb 25 Watt zieht - nicht im Standby.

von ScheichManfred - am 29.08.2013 14:10
HiFi ist doch schon verschwunden. Weder im klassischen analogen UKW-Rundfunk, geschweige denn DAB, werden die festgelegten DIN HiFi Parameter mehr eingehalten. Soundprocessing, Kompression, manipulierte Stereokanaltrennung, veränderter Frequenzgang, mangelnde Dynamik etc. tragen zur Klangmatschverwurstung bei. Man muss sich nur mal Tonbandaufnahmen oder Vinylschallplatten aus den 70er/80er Jahren anhören. Legendär auch die damaligen anspruchsvollen UKW Übertragungen in Kunstkopfstereophonie.
Wem sag ich das - die heutige Smartphone-Generation ist mit dem MP3 Gescheppere voll zufrieden.

von digifreak - am 29.08.2013 14:19
@Jens1978: Es ist halt immer die frage was du ausgeben möchtest. Alleine mein Pioneer Surround Verstärker hat über 3800€ gekostet. Da waren dann noch keine Lautsprecher dabei. Dafür klingt das Teil aber auch in jeder Betriebsart traumhaft.

Dann kommt es natürlich auch sehr darauf an was du hörst. Ist es zarte Klassik a la Rondo Veneziano, oder Brachialgewalt a la "Hans Zimmer - The dark Knight rises OST" in der (dynamisch) unkomprimierten 192khz 24 Bit Version? Oder ist es eher anspruchsloser Classic Rock wie Dire Straits - Brothers in Arms oder komplexes Konzeptalbum wie Alan Parsons Project - The Fall of the House of Usher? Oder etwas ganz anderes?

Das erfahrungsgemäß schwierigste sind die Lautsprecher. Die müssen mit dem Wohnraum, dem Verstärker und dem persönlichen Geschmack zusammenarbeiten. Ich habe zum Beispiel noch 5 vollwertige Visaton Experience III Standboxen im Einsatz. Das sind zwar die reinsten Verstärkerkiller (der zum Vergleich angeschlossene Yamaha Verstärker meines Vaters schaltete bereits bei Halbgas auf "Protect" ) aber keine andere spielt so brutal ehrlich, packend und dynamisch. Ich hatte auch schon Nubert Boxen bei mir stehen (die großen aus der THX Ultra Serie) und hab sie innerhab der "30 tage Zuhause probehören" Zeit wieder zurück geschickt weil sie klangen wie ein Eimer. Da spielte ja die kleinere Teufel Cinema II Serie noch packender auf. :rolleyes:

@digifreak: Die Aussage das sich die alten Schallplatten aus den 70ern und 80ern besser anhören ist wohl eher durch die dicke Nostalgiebrille gesehen. Man muss sich nur mal das systembedingte Rauschen und den arg beschränkten Dynamikbereich anhören. Dann doch lieber Jethro Tull auf CD oder SACD. Das ist um Welten dichter am Original als die Vinyl Pressung von damals. Man muss nur aufpassen das auf der CD Version nicht der Warnhinweis "Remastered" steht. :D (Wobei es da auch ein paar sehr gute gibt. Nur jetzt zur Ehrenrettung mancher Tontechniker. ;-) )

von Spacelab - am 29.08.2013 14:42
Ach ja, und dass sich heutige Musik-Produktionen zu 98% so anhoeren wie sie sich anhoeren, haengt eng mit dem Thema hier zusammen. Musik fuer Billigquaeker oder gar Handies muss man einfach anders abmischen als Musik fuer hochwertige Hifi-Anlagen.

Aber dass halt selbst anspruchsvollere Unterhaltungsmusik in dieser Quetschdynamik daher kommt, ist schon mehr als traurig. Selbst SACDs und Audio-DVDs mit Surround-Sound und 192kHz Abtastrate und 24bit Tiefe nutzen da wenig, wenn die Dynamik auch dort plattgebuegelt wird.

Das aktuelle Album der Nine Inch Nails gibt es uebrigens tatsaechlich in 2 unterschiedlichen Abmischungen: plattgedrueckt fuer die Massen und mit Dynamik fuer die Liebhaber. Das finde ich gut so!

von Habakukk - am 29.08.2013 15:59
Zitat
Spacelab
Man muss nur aufpassen das auf der CD Version nicht der Warnhinweis "Remastered" steht. :D


Ich habe ja die Hoffnung, dass in 10 oder 20 Jahren "Remastered" wieder fuer das Gegenteil steht. Vielleicht gibt es dann ja dynamisch remasterte Versionen heutiger Briketts zu kaufen?

Bei mir spielen uebrigens immer noch Hifi-Komponenten (Grundig Fine Arts) aus den End-80ern zusammen mit gebraucht erstandenen Boxen aus den End-70ern. Solange da nix kaputt geht, kommt mir nix Neumodernes ins Haus.

von Habakukk - am 29.08.2013 16:08
AVR-Hersteller sind mehr Geschmackssache, es gibt mehrere gute Hersteller. Fast jeder Hersteller bietet von Einsteiger- bis Oberklasse alles an. Entscheidend für besten Klang und Ausstattung ist das Budget was man zur Verfügung hat, der größere Teil sollte in die Schallwandler investiert werden, ein Drittel etwa in den AVR, das muss man aber nicht ganz genau nehmen, aber 5 Lautsprecher plus guter Subwoofer kosten richtig Geld, wenn man guten Sound möchte, leider, abhängig vom eigenen Anspruch und Budget sollte man wählen, man kann am Anfang z.B. mit 2 Stereofrontstandboxen auch beginnen und später die zusätzlichen Lautsprecher nachkaufen.

Beispiele für gute AVR-Hersteller sind Onkyo, Yamaha, Denon, Marantz. Zu dem Thema sollte man sich im HiFi-Forum etwas einlesen. Vor allem welcher Schallwandler auch zu den jeweiligen AVR-Leistung- u. Qualitätsklassen passt. Die Lautsprecher sind für den Klang am Wichtigsten, weniger der Hersteller des AVR, Jeder hat da andere Vorlieben.

Hier wird den meisten Leuten auch geholfen, bei der Auswahl:

http://www.hifi-forum.de/

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 29.08.2013 17:06
Es kommt auch auf die verbauten D/A-Wandler an wie gut CDs klingen können, und natürlich wenn die CD nachträglich dem Loudness-War unterzogen wurde, kann die LP trotz der systembedingten Schwächen natürlich deutlich besser klingen.
An eine sehr gut gemasterte CD, SACD, DVD-Audio kommt kleine Platte ran, egal wie gut die abspielende Technik für die LPs auch sei. Es ist aber auch noch zusätzlich Geschmackssache, ob man den Sound der LP besser empfindet als von CDs. Kein Mensch hat das das Hörempfinden, welches einem anderen Menschen nahezu gleicht.
Ich bin vor allem allergisch gegen den Klang der terrestrischen U-Radio-Sender hier, dagegen ist jede Schallplatte schon High-End.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 29.08.2013 17:40
Zitat

Beispiele für gute AVR-Hersteller sind Onkyo, Yamaha, Denon, Marantz.

Hier muss man mit Pauschalaussagen immer etwas vorsichtig sein. Ich muss mir nur mal anschauen was mein Vater sich da für teuer Geld für einen Mist zugelegt hat nur weil Yamaha drauf steht. :rolleyes:

Weil es mir gerade im Moment wieder passiert ist: ich ärgere mich immer maßlos wenn ich eine CD Compilation habe auf der manche Songs Vinylrips sind. Das hört man immer wieder sofort raus. Besonders ärgerlich ist es wenn dann die Macher solcher Zusammenstellungen bei Amazon noch erzählen das man garantiert keine Vinyls benutzt hat, kurz darauf aber, nachdem ein Shitstorm über sie hereingebrochen ist, doch zähneknirschend zugeben das man auf Platten ausweichen musste weil es von dem Lied angeblich kein anderes Master mehr gegeben hat. Ganz konkret rede ich hier von der Best of Compilation von Falco die von Blank&Jones in ihrer "So80s" Reihe verbrochen wurde. Komisch nur das es den Titel um den es ging ("Vienna Calling" im "The Metternich Arrival-Mix" ) auf dem Album "3" in perfekter Qualität gibt. Das Album hab ich sogar hier im Regal stehen. :mad:

Leider gibt es etliche solche schlechten Überspielungen. Ein Freund von mir ist CCR Fan und da gabs ein Album das auf CD deutlich schneller lief als auf der Schallplatte. Oder das Rolling Stones Album das wohl von einem total ramponierten Master kopiert worden war. Oder das Laura Branigan Album das seltsam verzerrt. Die CD selbst ist sogar recht leise aber es klingt als hätte man als Master eine übersteuert aufgenommene Kassette genommen. In diesen Fällen klingt die olle Rumpel Rausch Knacks Zischel Schallplatte tatsächlich noch besser als die CD Version. Leider...

von Spacelab - am 29.08.2013 18:25
Zitat

Das Smartphone und Tablet wird dabei zur Schaltzentrale: Internetradio, MP3-Files, Streaming-Dienste, alles geht, und die Boxen sorgen für den Sound.


Moderne Multimediageräte (TV, Verstärker etc) lassen sich problemlos in das heimische Netzwerk einbinden. So eingebundene Geräte lassen sich dann wiederum auch super mit Smartphones und/oder Tablets fernbedienen, da geht dann wirklich alles. Auch Titel vom Smartphone lassen sich dann mit dem heimischen Verstärker abspielen, die Verbindung verläuft verlustfrei via WLAN. Das ist Komfort ohne Ende, wer sich an sowas erstmal gewöhnt hat will das nie mehr missen.

Klassische Zuspielgeräte (Tapedeck, CD-Spieler ....) braucht es nicht mehr, das übernimmt heute alles der ans USB angesteckte Stick. Oder das Smartphone dran, nebenbei wird es gleich noch mit geladen.

Sobald Internetradio im Verstärker integriert ist tut man sich lokales UKW nicht mehr an, die Antenne wird wirklich nur noch aus Nostalgiegründen angeschlossen - oder um dem Hobby "Fernempfang/DX" zu fröhnen. Relativiert sich aber wenn die ganze Welt durch das Netzwerk kommt...

DLNA, irgendwo habe ich es hier schon gesehen im Thread ersetzt eigentlich den Rest (DVD-Player,BluRay...), mit einem NAS hat man alles schön lokal im Netz erreichbar und jedes Gerät kann auf die dort hinterlegten Daten zugreifen.

Diese ganzen Netzwerkfunktionen und -Verknüpfungen in die moderne Unterhaltungselektronik zu integrieren ist schon eine endgeile Idee, echt Luxus pur. :spos:

von Felix II - am 29.08.2013 20:13
Wohnzimmer (Threadtitel) und HiFi waren in Kombination aus klanglicher Sicht immer schon kompromissbelastet, wenn sich nicht gar ausschließend. Viele LS benötigen einen gehörigen Abstand zur Rückwand und müssen wirklich frei stehen, Absorptions- (Polsterstoffe, Teppichböden, Fenstertextilien usw.), Reflektions- (Glasflächen [auch Bildröhren!] usw.) und Resonanzeffekte tun ihr übriges. Der Trittschall ist noch ein besonderes Thema. Dies ist keine abschließende Aufzählung, denn überall lauert der HiFi-Sensenmann!

Es darf sich HiFi-glücklich schätzen, wer ein gesondertes "Hörzimmer" realisieren kann, in dem die genannten Probleme/Fehler vermieden oder wenigstens ihre Wirkung gering gehalten werden kann. Wer nun einwendet, dies sei für viele Menschen nicht finanzierbar, der sei gefragt, wie viel er für seine automobile Fortbewegung laufend ausgibt. Beides ist Luxus, und es ist gut, dass jeder seine persönlichen Präferenzen, um nicht gar von Lebensdispositionen zu sprechen, unabhängig von Majoritätsüberlegungen so gestalten kann, wie er es für richtig hält. Der eine hört, der andere fährt.

HiFi ist nicht tot. Steigende Absatzzahlen von Schallplatten (sic!), immer neue auf den Markt drängende Plattendreher, Tonarme und TA-Systeme legen dafür ein beredtes Zeugnis ab. Dass sich "klassisches" HiFi und "moderne" Medien nicht ausschließen müssen, ist z.B. an den Produkten und deren Erfolgen von altbekannten Herstellern wie Linn, naim, Burmester, Meridian und anderen mehr abzulesen. Dass sich die vier genannten Marken auch im "Car-Fi"-Bereich wiederfinden (Linn=Aston Martin, naim=Bentley, Burmester=Porsche, Meridian=Land Rover, Jaguar, demnächst McLaren) sei eine Randnotiz wert.

Meine persönliche HiFi-Laufbahn begann Anfang der 70er Jahre und endete 2012 (40 Jahre) mit dem Umzug in eine Seniorenresidenz (Platzgründe, s.o.). Ach ja, seit 1983 verfüge ich nicht mehr über ein privates Auto (30 Jahre)...

von Ottensen FM 2 - am 29.08.2013 20:27
Zitat
Spacelab
Die verlustbehaftete ReCodierung bei Bluetooth ist schon länger Geschichte. Wie schon erwähnt haben (fast) alle modernen Bluetooth Teile apt-X. Mit allen Vor- und Nachteilen.


apt-x ist nicht vollkommen verlustfrei. Allerdings ist apt-x sicherlich einer der Codecs mit den geringsten Verlusten bei der Übertragung im Vergleich zu anderen Audiocodecs.
(apt-x ist nicht verlustfrei im Sinne von bitidentisch zum original PCM-Stream bei der Übertragung)

von Winnie2 - am 29.08.2013 21:07
Dem Trend entgegen hat z.B. Pioneer nach vielen jahren elenden Siechtums (die HiFi-Zeit war bei denen spätestens Mitte der 90er vorbei) wieder solide und offenbar auch gute Komponenten aufgelegt. Einen UKW-Tuner gibt es da aber nicht mehr, dafür 2 Netzwerkplayer, die meines Wissens nach beide aber kein Gapless können.

Auch Onkyo, Denon und Yamaha machen noch anständiges HiFi, sogar mit steigender Tendenz. Würden die das tun, wenn es keinen Absatz gäbe?

Wenn meine Anlage von 1990/91 jetzt weg wäre, was würde ich dann kaufen? Entweder die gleichen Komponenten bei eBay (mit Risiko) oder was neues? Was dann, wenn was neues? UKW höre ich nicht mehr. DAT bräuchte ich nur noch, um das Archiv auf Dateien zu kopieren. MD bräuchte ich auch nicht mehr (brauchte ich mal nur für Arbeiten für das Lokalradio). CD wäre wichtig, Schallplatte wäre wichtig. Kassettendecks kann man nur noch gebraucht und verschlissen kaufen. Ich würde wohl radikal abspecken und nur noch DVB-S, Verstärker, CD-Player und nen D/A-Wandler für den PC dort stehen haben.

von Chris_BLN - am 29.08.2013 22:38
Was braucht man denn?

Lautsprecher. Verstärker (oder aktivboxen)

Und ne Quelle. Kann z.b. auch der viel-Formatfressende DVD Player sein. Aber auch schlicht ein aktueller CD Player ggf. mit USB Slot wenns die Internetdiscographien abspielen soll.

Plattenspieler den alten einfach herrrichten oder nen anderen kaufen.

Fall erledigt.

Hifi-Taugliche Verstärker im Sinne der alten Din gibts für 200€ locker... paar Regallautsprecher bis 25m² auch...

Die echten Wattmonster und Riesendinger sind aber Geschichte und kommen nicht wieder...

von Detektordeibel - am 30.08.2013 05:27
Das kann man auch nicht verallgemeinern. Musik in stereo klingt nun mal mit 2 Standboxen viel besser als mit 2 Regallautsprechern und Subwoofer. Gute Standboxen richtig auch mal an die Belastungsgrenze zu bringen benötigen auch ordentliche Leistung. Ein sehr preiswerter AV-Receiver kann die Leistung oft für Stereo-Betrieb für 2 große Standboxen nicht mehr in guter Qualität aufbringen, die Dynamik wird deutlich verringert bei zu kleinen Endstufen, da die Netzteile bei den Einsteigergeräten einfach zu winzig sind.
Will man gutes 5.1. und gutes Stereo sollte es mindestens ein Mittelklasse-AVR sein, dort sind die Netzteile meist auch stark genug auch in der Front Standboxen anzutreiben.
Wattmonster hin, Wattmonster her, das ist wie beim Auto der Hubraum, der ist nur durch noch mehr Hubraum zu ersetzten, mit hoher Drehzahl und kleinem Motor ist nicht das Gleiche wie mit niedriger Drehzahl hohem Drehmoment und großem Motor. Größere Verstärker haben meist auch schon bei Zimmerlautstärke einen diferenzierteren, dynamischeren, ausgewogeneren Klang als etwas zu klein dimensionierte, selbst wenn man nur 5-10W gerade für die Zimmerlautstärke benötigen sollte.
Natürlich braucht man in einer Mietwohnung, mit eng anliegenden Nachbarn keine Riesenverstärker mit Standboxen aufzubauen und große Subwoofer. Alles muss verhältnismäßig sein, es gibt auch viele sehr gut klingende Regalboxen, aber echten Livecharakter-Klang wird man damit nicht erreichen können.

5 quarkbechergroße Brüllwürfel plus beschissener Subwoofer, der so groß ist wie eine kleine "normale" Rearbox, über solche Anlagen braucht man nicht zu diskutieren, für sowas sind normaler Weise 50€ schon zu viel. So etwas habe ich in deutschen Wohnzimmern auch schon mehrfach gesehen, nur weil B..s. , drauf steht kann man dafür 500€ verlangen, guter Klang ist aber was anderes.
Jeder Einsteiger-AVR eines Markenherstellers und 2 gute Regalboxen übertrifft diesen Sound beim Musikhören um Längen!

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 30.08.2013 06:11
Zitat
Ottensen FM 2
Dies ist keine abschließende Aufzählung, denn überall lauert der HiFi-Sensenmann!


Ich hatte bisher in jeder Wohnung, in die ich eingezogen bin, einen anderen Klang, an den ich mich immer erst mal gewoehnen musste. Am besten war er ganz frueher in einem Raum mit komplettem Teppichboden und Rauhputz an den 4 Waenden.
Parkettboden und glatte Waende sind fuer ausgewogenen Klang sehr schwierig. Da beginnt es gern mal im Bassbereich zu droehnen.
Aktuell im Dachgeschoss weiss ich auch noch nicht recht, ob sich nicht auch die Dachschraege auch irgendwie auswirkt.

Zitat
Ottensen FM 2
Es darf sich HiFi-glücklich schätzen, wer ein gesondertes "Hörzimmer" realisieren kann, in dem die genannten Probleme/Fehler vermieden oder wenigstens ihre Wirkung gering gehalten werden kann.


Und dann braucht es da noch Nachbarn, die sehr tolerant oder selten da sind, oder am besten gleich gar keine direkten Nachbarn. Sonst haelt sich der Genuss meist sehr in Grenzen.

von Habakukk - am 30.08.2013 07:42
Zitat
Winnie2
(apt-x ist nicht verlustfrei im Sinne von bitidentisch zum original PCM-Stream bei der Übertragung)

Na das ist jetzt aber Haarspalterei. :D Wenn man Pech hat dann hat das windige beim Bluetoothempfänger beigelegte Cinchkabel von der gefühlten dicke eines Bindfadens mehr Verluste im hörbaren Bereich. :D

Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Größere Verstärker haben meist auch schon bei Zimmerlautstärke einen diferenzierteren, dynamischeren, ausgewogeneren Klang als etwas zu klein dimensionierte, selbst wenn man nur 5-10W gerade für die Zimmerlautstärke benötigen sollte.

Erzähl das mal den ganzen High-End Freaks die sich für 4 stellige Summen irgendwelche Röhrenverstärker ins Wohnzimmer stellen die gerade mal so mit müh und not 15 Watt rausleiern. Direkt hier gegenüber ist so ein "HiFi / High-End Fachgeschäft" und der Inhaber ist ein guter Freund von mir. Ich bin oft drüben zum Kaffee trinken und um über Gott und die Welt zu labern. Der führt mir immer wieder solche mickrigen Röhrenamps vor und ich muss immer wieder mit dem Kopf schütteln. Er selbst kann es nicht fassen das die Leute für so etwas so viel Geld ausgeben. Optisch eine Augenweide, aber akustisch zum heulen.

"Klang" passiert sowieso zu einem großen Teil im Kopf. Und in den meisten Fällen klingt nicht das besser was näher am Original (Instrument oder Stimme) ist, sondern was der Kopf glaubt was näher am Original ist. Ein Beispiel: Das Lana Del Rey Album "Born to Die" wurde ja an breiter front wegen des schlechten Sounds kritisiert. Kurz darauf erschien die Schallplatte und (fast) alle waren sich einig "Das klingt besser als die CD Version!". Wenig später gabs in der Zeitschrift "Stereo" ein Interview mit einem Verantwortlichen von Universal Music Deutschland und der erzählte wohl recht amüsiert das für die Schallplatte einfach die ganz normale CD als Vorlage diente. Diese wurde nochmals nachbearbeitet weil man das Soundbrikett nicht 1:1 auf Platte pressen konnte und schon jubeln die Leute. Bei 9 von 10 Schallplattenveröffentlichungen würde so verfahren.

Ich überlege gerade welche Komponenten ich wirklich noch für eine gute HiFi Anlage bräuchte.
- Verstärker und Lautsprecher - Ist klar
- Mein Blu-Ray Player - Ein echter Allesfresser. Nicht nur von Scheibe, sondern auch von USB und eine Netzwerkanbindung für Musik und Videos aus dem Heimnetz hat er auch.
- Das in meinem Verstärker eingebaute Bluetooth Modul - Zur Fernsteuerung (aus dem Nebenraum und bei Partys) und wenn mir ein Freund mal wieder seinen neuesten Mix vorspielen will den er auf dem Handy gespeichert hat.

Und jetzt hört es schon auf. Aus nostalgiegründen würde ich noch mein Yamaha Tapedeck, den MD Rekorder und den Plattenspieler dazu stellen. Aber wirklich brauchen tue ich diese Komponenten nicht.

Zitat
Habakukk
Und dann braucht es da noch Nachbarn, die sehr tolerant oder selten da sind, oder am besten gleich gar keine direkten Nachbarn.

Ich habe keine direkten Nachbarn da die Häuser hier sehr weit auseinander stehen. Da kann man auch um 23 Uhr noch einen Filmabend in Kinolautstärke starten. :spos: :D An meinem Zweit-QTH hab ich allerdings zwei ältere Leute direkt über mir wohnen und da sind die im Flachbildfernseher eingebauten Quäker oftmals schon zu viel. :rolleyes:

von Spacelab - am 30.08.2013 07:48
Hier scheinen einige auch etwas an der Wirklichkeit vorbeizudenken. Liegt vielleicht daran, wenn man sich zu oft Wohnzimmer von Leuten ansieht, die gerade erst aus dem elterlichen Kinderzimmer ausgezogen sind.
Die CD Verkaufszahlen sprechen eine andere Sprache denn die machen noch immer ueber 70% des Gesamtumsatzes der Musikindustrie aus. Und die werden wohl kaum nur mit Laptop und aktiven Plastiklautsprechern angehoert.
Das es einen Trend zu billig Audiosystemen gibt ist sicher so, aber ein Trend hin zu Laptop oder nur PC Lautsprecher im Wohnzimmer kann ich in meinem Bekanntenkreis nicht beobachten. Eher hin zu billigen (obwohl dafuer ueberteuerte) 5.1 Minianlagen. Das wiederum ueberrascht auch nicht denn Klanggeniesser, die Wert auf Dynamik, sauberen Bassbereich und wenig Klirrfaktor auch bei angehobener Lautstaerke legen, sind in einer nur sehr kleinen Minderheit. Da sind wir dann unter anderem auch wieder bei der Gruppe der Nichtradiohoerer.:D

von Nordlicht2 - am 30.08.2013 07:54
Naja, das eine Thema ist die Lautstärke, das andere ist der Stereoeindruck und der Frequenzgang. Auch bei geringer, nachbarfreundlicher und nicht parketterregender, Lautstärke klingt ein sauberes Stereobild mit vollem linearen Frequenzgang von Beinahe-DC bis hoch zur altersbedingten Grenzfrequenz einfach besser als ein Mini-Quäker-Signal, das durch zig Equalizer in Richtung "ich hab Bass und Höhen" gequält wird.
Bei der Lautstärke zählt zu einem gewissen Teil auch noch der Umgebungsgeräuschpegel. Wenn ein Bodenstaubsauger Marke Aldi-PC mit Unwucht-DVD-Laufwerk oder die nahegelegene Stadtautobahn das Grundgeräusch mal eben um 50 dB anhebt, braucht man natürlich eine wesentlich höhere Lautstärke, um auch noch eine pianissimo-Passage hören zu können. Die Reduktion des Umgebungsschalls ist ein ganz wichtiger Punkt! Mich stören ja schon Klassik-CDs mit hörbarem analog-Restrauschen..
... Liebhaber totkomprimierter Hits weitab des vom menschlichen Gehör verarbeitbaren Dynamikumfangs müssen sich DARÜBER natürlich keine Gedanken machen.

von DH0GHU - am 30.08.2013 07:56
Richtig, wegen des Klangs hat mein derzeitiges Wohnzimmer Teppichboden bekommen, mit Laminat oder Parkett bekommt man keinen schönen, druckvollen, dynamischen Klang hin und die Höhen sind oft zu spitz, die Bässe verwaschen. Es ist nicht einfach den Kompromiss zu finden für guten Klang und wohnlichen Kompfort und wenn der WAF ne Rolle spielt ist es noch viel schwieriger. Ohne guten akustischen Raum bekommt man nie den Klang hin den die Anlage wirklich leisten kann.
Nachbarn sollte man möglichst nicht unmittelbar daneben haben, bei vielen Anlagen ist ein einzeln stehendes Haus ein Grundvoraussetzung. Ansonsten lohnt eine wirklich gute Anlage mit großen Stand-Lautsprechern, meiner Meinung nach, nicht mehr. Dann lieber ein kleinerer aber guter Verstärker mit sehr gut klingenden Regalboxen und zusätzlich in einen hochwertigen Kopfhörer investieren.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 30.08.2013 07:58
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Richtig, wegen des Klangs hat mein derzeitiges Wohnzimmer Teppichboden bekommen, mit Laminat oder Parkett bekommt man keinen schönen, druckvollen, dynamischen Klang hin und die Höhen sind oft zu spitz, die Bässe verwaschen. Es ist nicht einfach den Kompromiss zu finden für guten Klang und wohnlichen Kompfort und wenn der WAF ne Rolle spielt ist es noch viel schwieriger. Ohne guten akustischen Raum bekommt man nie den Klang hin den die Anlage wirklich leisten kann.
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So is es. Mein Wohnzimmer hat genau desshalb auch kein Laminat oder gar Fliesen. Machst in nem grossen teppichlosen Zimmer bei guter Lautsterke mal die Mute Funktion an der Anlage an, hoerst richtig wie es noch eine gefuehlte halbe Sekunde hallt bis es endlich still ist. Das macht keinen Spass und da reicht dann auch die billig Anlage.
Man koennte nun auch sagen 'Tepppich und Auslegeware verschwinden aus dem Wohnzimmer und mit ihnen die guten Schallwandler'.

von Nordlicht2 - am 30.08.2013 08:44
Zitat
Chris_BLN
Auch Onkyo, Denon und Yamaha machen noch anständiges HiFi, sogar mit steigender Tendenz. Würden die das tun, wenn es keinen Absatz gäbe?


Es ist wie immer und überall. Es gibt die breite Masse, die von der Industrie immer das Neueste ungeachtet von Qualitätsmerkmalen hineingeschoben bekommen möchte, und es gibt Individualisten mit höheren Ansprüchen. Letztere werden aber kaum mehr als 5% der Bevölkerung ausmachen. Wären aber in Deutschland immerhin 2 Millionen Haushalte. Das wäre schon ein intersessanter Nischenmarkt für eine Handvoll Anbieter, zumal man keine große Produktentwicklung betreiben, sondern bewährte Technik nur nachbauen muss.

von Wasat - am 30.08.2013 09:15
Zitat
Detektordeibel
Die echten Wattmonster und Riesendinger sind aber Geschichte und kommen nicht wieder...

Leider. Meiner funktioniert ja an sich noch ganz gut (ok, außer dem Kassettendeck aber das ist bei allen Geräten so) und es hat immer Spaß gemacht damit mal die Wohnung (und die oben drüber und unten drunter) zu beschallen. Allerdings täte dem Teil langsam auch eine Wartung gut, wenn ich sehe wie die Lautsprecher schon Risse zeigen weil die Lautstärke wohl manchmal doch zuviel des Guten war.

von RheinMain701 - am 30.08.2013 09:36
Ich habe schon einige (!) gute, reine Stereoverstärker aus dem Elektroschrott gefischt.
In den meisten Fällen warren die noch nicht mal kaputt oder nur minimal (kratzende Potis oder ein paar "Kalte").
Ich vermute, dass die Leute solche Geräte teilweise einfach wegwerfen, obwohl sie gar nicht defekt sind, sondern einfach nur "out". Quasi das gleiche wie mit Röhrenfernsehern, die auch tonnenweise weggeschmissen werden obwohl sie nicht mal ansatzweise defekt sind...

von WiehengeBIERge - am 30.08.2013 11:49
Ich war ja neulich bei uns auf dem Wertstoffhof und da kriegt man echt Tränen in die Augen wenn man sieht was dort in den Containern landet. Da war im Elektroschrott Container ein alter aber perfekt erhaltener Marantz Verstärker. Die Farbe war zwar im für solch hochpreisige Geräte damals gerne verwendeten Champagner ( :kotz: ) aber das Teil stand da wie gerade ausgepackt. So wie der Verstärker aussah hat das Gerät nur zu dekozwecken im verschlossenen Rack gestanden. Das Tapedeck und der Tuner waren auch noch da aber schon total im Eimer weil dort jemand anderen Schrott drauf geschmissen hatte. Mitnehmen durfte ich den Verstärker nicht. Die sind da super streng. Die haben sogar Überwachungskameras aufgebaut um zu kontrollieren das nur ja keiner etwas mitnimmt. :mad: Deshalb fahr ich da auch so ungerne hin. Wenn ich mitnehmen dürfte wie ich wollte hätte ich jedesmal das Auto voll. Unglaublich was da einfach weggeschmissen wird.

von Spacelab - am 30.08.2013 12:12
Zitat
RheinMain701
Zitat
DH0GHU
Sinnvoll. Die UKW-Abschaltung zugunsten DAB+ ist in Afrika ist wohl kaum innerhalb der Lebensdauer selbst robuster Tuner zu erwarten :D

Dafür sind die Afrikaner viel weiter wie wir, wenn es um die Digitale Dividende 2 geht.


Bitte erst informieren bevor du meckerst.

Die Digitale Dividende ist in den meisten afrikanischen Ländern nicht die Zweite, sondern erst die Erste. Es gab dort bislang noch gar keine digitale Dividende.
Der Frequenzbereich 694 bis 790 MHz wird dort genutzt weil es Staaten gibt die sich weigern den Frequenzbereich 790 bis 862 MHz für den Mobilfunk frei zu machen.

P.S.: Und das hat mit dem eigentlichen Thema nix mehr zu tun.

von Winnie2 - am 30.08.2013 17:31
Ich habe vor zwei Jahren sogar extra an den alten Lenco-Verstärker, den ich von meiner Oma geerbt habe (Baujahr irgendwas um 1980), andere Lautsprecheranschlüsse machen lassen. Seither hängen B&W-Boxen dran. Die dienen wir zur Musikbespassung im Arbeitszimmer/Studio unterm Dach. CD-Player hängt hier aber auch keiner mehr dran. Die habe ich alle digitalisiert und neue kaufe ich eigentlich nicht mehr. Was ich noch kaufe, sind Platten (meist Second hand), und da ist die Digitalisierung zeitaufwändig. Ausserdem liebe ich es, eine Vinylscheibe aus ihrer Hülle zu entblösen und dann flach zu legen (auf den Plattenteller). Ein erhebendes Gefühl.
Aber auch ich habe den Eindruck, dass die klassische Hifi-Anlage aus den Wohnzimmern nach und nach verschwindet.

von Peter Schwarz - am 30.08.2013 18:00
Ein On-Topic Beitrag von meiner Seite.

Eine aussterbende Komponente der HiFi-Anlage ist auf jeden Fall das Tapedeck bzw. der Kassettenrecorder. Auch Spulen-Tonbandgeräte gibt es praktisch nur noch in Aufnahmestudios.
Die großen bekannten HiFi-Gerätehersteller haben die Produktion von Tapedecks praktisch eingestellt. Digitale Aufzeichnungsgeräte mit Magnetband waren nie im Massenmarkt verbreitet (DAT, DCC). Sonys Mini-Disc lediglich ein Nischenprodukt in Mitteleuropa.
Die Schallplatte ist noch nicht ganz tot. Viele Leute haben immer noch eine relativ große Sammlung an Schallplatten u. einen passenden Plattenspieler.
Es gibt Unternehmen die bauen sogar neue Plattenspieler in überschaubaren Stückzahlen.

Was sich auf jeden Fall geändert hat, das wurde bereits genannt:
Der Trend weg von Stereo hin zu 5.1 Sound u. AV-Receivern.
Der Trend Audiostreaming-Clients + Internetradios in die HiFi-Anlagen zu integrieren. Man hat seine komplette Musiksammlung auf einer Festplatte u. kann auf alle Musikstücke direkt zugreifen. Die Platten u. CDs bleiben im Schrank.

von Winnie2 - am 30.08.2013 19:16
Zitat

Die großen bekannten HiFi-Gerätehersteller haben die Produktion von Tapedecks praktisch eingestellt.

Ich hab mal in HiFi Forum gelesen das gar kein namenhafter Hersteller mehr Tapedecks produziert. Mittlerweile ist es sogar schon zum Kunststück geworden Ersatzteile zu bekommen. Nicht umsonst hege und pflege ich mein damals sündhaft teures Tapedeck dermaßen. Obwohl ich es ja, um jetzt mal ganz ehrlich zu sein, praktisch gar nicht mehr benutze. Das Teil steht nur noch aus Nostalgiegründen da. Obwohl ich es ja immer sehr genossen habe selbst irgendwelche Sampler zu erstellen und jedes Lied gewissenhaft ausgesteuert habe. Zuvor noch das Band per Hinterbandkontrolle aufs peinlichste genau mit dem BIAS Regler feinabgestimmt um ja nur kein Fünkchen Klangqualität zu verschenken. Und das kultigste war ja das überspielen in Echtzeit. Heute wird man von der jungen Generation für verrückt gehalten wenn man erzählt das man für das Überspielen eines 70 Minuten Albums auch tatsächlich 70 Minuten gebraucht hat. :D

Zitat

Sonys Mini-Disc lediglich ein Nischenprodukt in Mitteleuropa.

Auf dem Asiatischen Markt war die MiniDisc DER Renner. Dort gab es auch eine riesige Auswahl an vorbespielten MDs. Ich hab mir damals viel von dort schicken lassen. Die hatten dort viele "Special Editions" mit Bonustracks die es hier gar nicht gab. Also wenn es ein Medium gibt dem ich hinterher trauere dann ist es die MD. Das Medium hatte so viele Komfortfunktionen (schneiden, zusammenfügen, einen Titel durch einen anderen Ersetzen, Titel umsortieren...) und trotzdem einen absolut hervorragenden Klang.

von Spacelab - am 30.08.2013 19:31
Bei mir steht auch noch eine "richtige" Stereoanlage. Sie wird auch noch täglich genutzt, alleine schon weil der Fernseher dort angeschlossen ist. Ich brauche kein "Dolby Drumrum 5.1", weil ich sowieso keine Wumms! Krachbumm! Prollfilme gucke. Dafür klingt die Anlage bei normaler Sprache vernünftig und nicht nach übersteuerten Bässen mit Brüllwürfelsound. Viel genutzt wird auch der Plattenspieler, gelegentlich das Tapedeck und auch der UKW-Tuner. Der CD-Player hat am wenigsten zu tun.
Der "WAF" einer Stereoanlage ist aber vermutlich nicht mehr sehr groß, da die Teile inklusive Boxen ja recht viel Platz beanspruchen und Staub ansetzen.

von Bolivar diGriz - am 31.08.2013 04:20
Zitat
Japhi
Bei nicht mehr ganz jugendlichen meines Alters ist es durchaus beliebt einen "ollen" Hi-Fi-Verstärker inklusiv Boxen der Eltern an den Rechner/Laptop zu klemmen. Sind aber eher der Gruppe männlich/musikinteressiert zuzuordnen. Dass das kein Perfektionisten-HiFi ist, ist mir klar.


Wenn im Rechner eine gescheite Soundkarte drin ist dann klingt das schon recht Ordentlich.
Auch sollte man sich die Einstellungen der Soundkarte ansehen, denn die sind auch nicht immer optimal eingestellt.

Webradios ab 192Kbits mit 44.1KHz Stereo klingen da schon annehmbar.
Alles darunter klingt einfach nur noch gruselig.

von _Yoshi_ - am 31.08.2013 19:54
Leider ists tatsächlich so: Wo kriegt man denn heute noch hochwertige HiFi- Komponenten? Ich erinnere mich noch an unsere hiesigen Radio- & Fernsehfachgeschäfte, die hatten komplette Regalwände voll mit zahllosen Produkten.
Heutzutage kriegt man allenfalls in der "HighEnd" Ecke beim örtlichen MM oder Saturn etwas anspruchsvollere Technik (aber selbst da wirds immer schwieriger) - oder man muss die nächste Großstadt heimsuchen und dort nen HighEnd- Laden.

Wenn man sich die heutigen "Gut- und Günstig" Anlagen ansieht - Plastik- Fantastik, billiges Gerümpel, Anfassqualität 0,0 und Sound einfach nur lausig - wird aber beworben mit viel bunten blinki-blinki- Anzeigen, "Hyper-Spatial- Space- 3D- Super- Mega- Extra- Sonderbass" (mit Lautsprechern so groß wie ne Zigarrenkiste, ich lach mich tot) und (min.) 1500 WATT... ja nee, is klar...
Der Trend geht in vielen Fällen leider weg von hochwertigen Produkten. Das mag zum einen am Nachwuchs liegen, der einfach nicht weiß, wie gut vernünftige Musik klingen kann und zum anderen sind da fin. Grenzen gesetzt. Grad in der heutigen Zeit, in der viele Menschen im Niedriglohnbereich tätig sind und vllt. nicht mal wissen, wie sie ihre nächste Stromrechnung bezahlen sollen. Da muss dann eben der Brüllwürfel oder "1500-Watt-Aiwa- Atom- Anlage" ausm real,- Markt reichen...

Meine Anlage daheim hat im Frühsommer diesen Jahres sogar nochmal nen neuen Plattenspieler spendiert bekommen. Nachdem mein 30 Jahre alter Tangential- JVC vorerst irreparabel kaputt gegangen ist, wurde dieser nun ersetzt durch einen Reloop 6000 mit einem recht guten AudioTechnica Tonabnehmersystem. Die alten Schallplatten erhalten akustisch eine echte Aufwertung dank Schallplattenwaschmaschine.

Da ich sehr gerne gute Filme so sehen und hören möchte, wie sich das der Regisseur und Tonmeister gedacht haben, werkelt bei mir ein potenter Onyko 7.1 THX Receiver in Tateinheit mit einem Yamaha Amplifier, und versorgt damit 9.1 Lautsprecher. Selbige sind Stand- und große Regallautsprecher von Canton, der Sub von Heco erreicht Infraschall. Alles aufeinander abgestimmt und eingemessen kann ich auf diese Weise prima meinen Nachbarn den Krieg der Sterne erklären. :D

Musik gibts über UKW von der KabelTV- Anlage, über DVB-S, mit eingebautem Internetradio, vom CD- Player, MD, Cassette, von der SACD, der DVD- Audio oder gestreamt vom NAS; Laptop, Festplatte oder iPod.
Und wenn man die Nachbarn mal schonen möchte (kommt ja mal vor :D), dann tut ein hochwertiger Denon Kopfhörer beste Dienste

von HAL9000 - am 31.08.2013 20:53
Bei mir werkelt nach wie vor der HMK-T200-Tuner zusammen mit dem HMK-V102-Verstärker an zwei BR25-Boxen. Ist alles noch Made in GDR. Die Schaumgummisicken der Basslautsprecher habe ich vor ca. 5 Jahren erneuern lassen. Meinem gut 20 Jahre alten Doppel-Kasettendeck Fisher CR-W914 habe ich neue Antriebsriemen spendiert, seitdem läuft es wieder ganz ordentlich, die Mechanik ist recht solide. Allerdings, zugegeben, wird es nur selten benutzt. Und seit mein kurz nach der Wende gekaufter Sony-CD-Player sich für immer verabschiedet hat, höre ich CDs an der Anlage über die Cinch-ausgänge eines einfachen Philips DVD-Players vom Typ DVP 3360, mit dem über HDMI auch DVDs gesehen werden. Der spielt auch MP3s und hat einen USB-Slot.

von dlf-fan - am 01.09.2013 12:43
Ja zu dem Thema muss ich jetzt auch noch was beisteuern ;)

Ich bin ( in sachen Hifi ) noch so richtig altmodisch unterwegs.. Wenn ich den Klang von meiner Anlage höre muss ich immer wieder über dieses ganze 5000 Watt Plastikzeugs, Ipoddocks und dem ganzen anderen Firlefanz lachen.

Bei mir steht also :

Tonband Revox A 77
Tuner Kenwood Kt-8300
Vorstufe Hitachi HCA-7500
Endstufe Hitachi HMA-7500
Tapedeck Kenwood KX-1003
CD Kenwood DP-7060
Plattenspieler Technics SL-1510 mit Shure V15 Typ III
EQ ADC SS-215
Lautsprecher ATL 712 Pro Standlautsprecher
Internetradio Terratec IR 340

Alles im grossen und ganzen also Komponenten welche die 30 Jahre schon überschritten haben ( ausser Internetradio und LS :D ) und noch lange Zeit bleiben werden... Musikhören macht auf diese Art und Weisse halt einfach immer wieder Spass.. :).

von DaPickniker - am 02.09.2013 17:03
Zitat
HAL9000
Leider ists tatsächlich so: Wo kriegt man denn heute noch hochwertige HiFi- Komponenten? Ich erinnere mich noch an unsere hiesigen Radio- & Fernsehfachgeschäfte, die hatten komplette Regalwände voll mit zahllosen Produkten.

Diese Zeiten sind wirklich vorbei, zumindest derzeit. Selbst in größeren Elektromärkten größerer Städte findet man oft keine Kompoenten der ohne Ekel anfassbaren Klasse. Es verkaufe sich nicht in den entsprechenden Stückzahlen. Doch auch in solchen Städten wie Gera (knapp 100.000 Einwohner, in Thüringens Arbeitslosenstatistik weit vorn und fast komplett entintellektualisiert) gibt es noch einen Händler, der Rotel, Marantz und ähnliches im Angebot hat - zu den entsprechenden Preisen. In echten Metropolen hat man noch eine größere Auswahl von HighEnd-Händlern. Massenmarkt ist es nicht mehr. Wertige Komponenten gibt es dennoch und man kann sie z.B. im Internet bestellen.

Zitat
HAL9000
Wenn man sich die heutigen "Gut- und Günstig" Anlagen ansieht - Plastik- Fantastik, billiges Gerümpel, Anfassqualität 0,0 und Sound einfach nur lausig - wird aber beworben mit viel bunten blinki-blinki- Anzeigen, "Hyper-Spatial- Space- 3D- Super- Mega- Extra- Sonderbass" (mit Lautsprechern so groß wie ne Zigarrenkiste, ich lach mich tot) und (min.) 1500 WATT... ja nee, is klar...

Aber das war doch auch 1990 schon genauso. Den Billigmüll gab es immer, mit Permanentmagnet-Löschkopf, einem gemeinsamen Motor für beide Laufwerke des obligatorischen Doppeldecks, einem bleischweren Kristallsystem-Hobel nebst Kunststoffarm für den Plattenspieler und Boxen mit Kofferpappenrückwand.

Um 1990/91 gingen die anfaßbaren und gut benutzbaren Komponenten etwa in dieser Preisklasse los:

Verstärker: 400 - 500 DM
Tuner (UKW!): 400 - 500 DM
CD-Player: 500 DM
Kassettendeck: 500 - 600 DM
Zweiwege-Regalboxen: 500 DM

Um Radio zu hören und aufzunehmen sowie CDs zu spielen mußte man also etwa 2500 DM investieren, also ohne Inflationseffekte 1250 EUR. "Billig" war dieser Einstieg schon damals nicht.

Für soviel Geld findet man heute definitiv akustisch gleichwertige Produkte, zumal sich die Preise für wirklich brauchbare Boxen nahezu halbiert haben und ein Kassettendeck nicht mehr nötig ist.

Was aber heute passieren kann: trotz hochwertiger Verarbeitung und voller Ausstattung sowie sogar wirklich passablem Klang können Geräte unbenutzbar sein. Tragisches Beispiel ist die Anlage einer Freundin: Yamaha MCR-750. Die Kiste ist sehr klein, überaus wertig verarbeitet (man streicht gerne mit der Hand über die Alufront) und die kleinen Lautsprecher sins durchaus gut brauchbar und Lichtjahre vom Kofferpappen-Schrott entfernt. Ansonsten spielt das Ding UKW, CD-Audio, ISO-CD mit MP3, DVD-Video, Blueray (!), USB-Geräte mit MP3, WMA und auch FLAC bis 24/192, Internetradio (!), Youtube, Heimnetzwerk. Eine Version mit DAB hat man für andere Märkte auch im Angebot. Die Endstufe ist vom Schaltverstärker-Typ und liefert 2 mal 30 W Sinus an 6 Ohm bei 10% Klirr, real also vielleicht 2 mal 20 ehrliche saubere Watt. Damit kann man typische Mietshaus-Wohnzimmer lässig beschallen, vom Kinofilm-Subbass-Gewummer mal abgesehen.

Aber: nach dem Reinstecken des Netzsteckers zeigt das Ding erst einmal 30 (dreißig) Sekunden lang "INITIALIZE" an und ist derweil nicht bedienbar. Also gut, muß halt im Standby bleiben. Doch auch aus dem Standby heraus passiert 30 Sekunden lang gar nichts, wenn man einschaltet. Danach kommen ratternde Geräusche aus dem Laufwerk, es sucht halt. Findet es eine CD, spielt es die nach endlosen weiteren Sekunden ab. Trotz Punktmatrix-Display braucht man für alles außer UKW und CD einen Bildschirm, läuft alles über nervige Menüs. Schade, wirklich sehr, sehr schade...

von Chris_BLN - am 03.09.2013 00:37
Zitat
Chris_BLN
Aber: nach dem Reinstecken des Netzsteckers zeigt das Ding erst einmal 30 (dreißig) Sekunden lang "INITIALIZE" an und ist derweil nicht bedienbar. ... es sucht halt ... braucht man für alles außer UKW und CD einen Bildschirm, läuft alles über nervige Menüs.


Ein generelles Problem heute. Die Benutzerschnittstelle ist bei vielen Geräten eine Katastrophe. Billigst und daher oberflächlich und kaum nachvollziehbar programmiert. Wer noch die bis in kleinste Details durchdachte Benutzerführung früherer japanischer Unterhaltungselektronik kennt... Das ist aber heute scheinbar unbezahlbar. Heute muss alles mit 4 Tasten und einem 2 cm großen Display einstellbar sein, auch wenn man sich dazu durch 20 Menüs drücken muss - natürlich ohne Zurück-Funktion.

von Wasat - am 03.09.2013 06:30
Das kommt mir alles so bekannt vor. Meine Freundin hat so eine kleine Anlage von Denon. Erstaunlich guter Klang, sehr wertiges Aussehen, WLAN mit Internetradio und DLNA, USB Anschluss mit AAC und FLAC Support und und und... Aber bedienbar ist das ganze nur wenn man Studiert hat. Auf der Fernbedienung, ohne ist das Gerät gar nicht zu bedienen, sind gefühlte 100 Knöpfe und alle sind gleich groß. Ohne Licht und genaues hinschauen findet man da gar nichts. Außerdem gibts da ein paar dumme Fehler. Zum Beispiel muss man vor dem Ausschalten die CD/DVD aus dem Laufwerk nehmen. Denn wenn man die Anlage später wieder einschaltet spielt sie nach dem 25 Sekündigen "Self Test" automatisch die CD/DVD im Laufwerk ab. Selbst wenn man beim Ausschalten eine andere Quelle gehört hat. Und man kann diesen Vorgang auch nicht unterbrechen. Die Anlage reagiert erst wieder auf befehle wenn die ersten Töne von der CD/DVD gespielt wurden. Auch sehr ärgerlich und nicht mehr zeitgemäß ist das sich der Player nur bei MP3 CDs / DVDs oder MP3s vom USB Anschluss merkt wo man aufgehört hat zu hören. Bei FLAC und AACs fängt das Gerät immer wieder am Anfang der Datei an zu spielen. Sehr nervig bei Hörbüchern, Podcasts oder Mixes. Also Hardware Top, aber die Software auf dem Gerät ist ein Flop.

Anders herum gibts aber auch. Ich hab neulich aus Langeweile mal im örtlichen Blödmarkt an so einer klapprigen Philips Kompaktanlage herum gespielt. Da war die Hardware ein totaler Griff ins Klo. Aber das Teil war absolut traumhaft zu bedienen. Ein mehrzeiliges Dot-Matrix Display und ein Steuerkreuz mit OK Taste. Man flog regelrecht durch die Menüs. Vor allem reagierte das Gerät fast absolut verzögerungsfrei auf die Tasteneingaben. Bei vielen Geräten hat man ja das Gefühl als müssten sie eine Schrecksekunde überlegen was sie jetzt nach dem Tastendruck tun sollten.

von Spacelab - am 03.09.2013 07:13
Würde ich nicht behaupten, die iPods sind gut verteilt im Einsatz auf dieser Welt - da wird ein entsprechender Anschluss, der den iPod gleich mit auflädt und womöglich über die Fernbedienung der Anlage gesteuert werden kann, sicherlich gern genommen.

@ Chris_BLN
Ich geb dir absolut recht, auch damals gabs die entsprechenden Billig- Flöten. Aber: Damals hatte man eben im Laden die Wahl zwischen dem Plastik- Quatsch und gescheiten HiFi- Komponenten. Der nächste HighEnd- Verein liegt rd. 60km entfernt, Media@Home, die sind im Famila Center in Oldenburg Wechloy: Die haben viel hochwertiges Zeugs da: Rotel, Martantz etc. Ebenfalls entsprechend hochwertige Verkabelungen (zB von Monster) etc. Aber natürlich auch hier: Das Zeugs kostet RICHTIG Zaster.

von HAL9000 - am 03.09.2013 16:19
Ich habe nicht den Eindruck das es weniger richtig gute HiFi Komponenten gibt. Eher scheint mir so die Mittelschicht weggebrochen zu sein. Ich finde keine guten robusten Stereo Verstärker in der 250€ bis 350€ Klasse mehr. Die Einsteigerklasse von Pioneer, Kenwood und Yamaha sind Käse. Deren gute Verstärker fangen auch erst in einer höheren Preisklasse an.

Was wurde denn eigentlich aus Harman-Kardon? Meine Großeltern hatten sich damals einen kompletten HiFi Turm im passenden Rack von denen gegönnt. Ein echtes Filetstück. Aber das ist nun auch schon Jahrzehnte her. Aktuell sehe ich nur noch Surroundverstärker von denen und wenn man den Testberichten glauben schenken darf haben die nix mehr mit der Qualität der damaligen Harman-Kardon Geräte zu tun.

von Spacelab - am 03.09.2013 16:45
@ Spacelab:

HK war um 1990 noch richtig fett bei den Verstärkern, zumindest vom Image her. Man warb mit "Hochstromfähigkeiten" und die Geräte sahen sachlich aus. Tapedecks hinken aber teils hinterher und hatten zugekaufte Spar-Laufwerke, sauteuer wars dennoch. Später wurde alles gewölbt, danach hochglänzend, es gab kaum noch Modellvielfalt, dafür aber viel Kunststoff. Inzwischen gibt es nur noch Heimkino-Gedöns, aber da sind bekanntlich andere die Platzhirsche.

Wegen des Verstärkers: wie wäre es mit dem preislich passenden Denon PM-A-720AE? Letztlich ein total klassisches Gerät, bis auf den Wegfall einer Tapeschleife, die sowieso keiner mehr braucht. Statt Tape 2 gibt es halt einen weiteren Line-Eingang. Das Platinenlayout wirkt allerdings nicht optimal, siehe Test bei AreaDVD. Da hatte Grundig bei den neueren Fineartes-geräten (V2, V3, ...) um 1994 deutlich genialeres Händchen gehabt, siehe hier beim R3, ein Receiver, also noch eine Platine mehr und dnenoch kein Kabegestrüpp und kurze, klare Signalwege.

Passend wären der CD-Player DCD-720AE, der auch via USB MP3 spielt (aber wohl kein FLAC) und auch mit Apple-Geräten Kontakt aufnimmt.

FLAC geht dafür dann - angeblich auch gapless - mit dem Netzwerkplayer DNP-720AE. Gapless geht aber offenbar nur beim Streaming via Airplay, also faktisch eigentlich nicht. Und MP3-Gapless kann wohl keiner, obwohl das mit passend erstellten MP3s völlig problemlos ist. Winamp und Foobar2000 könnens ja auch. Es ist sogar UKW eingebaut - aber kein DAB.

Ich halte, wenn man auf gapless verzichten kann, das Dreigespann für eine vom ersten Eindruck her erstmal wirklich gediegene Anlage. Preislich liegt sie in etwa da, wo vergleichbares 1991 gelegen hätte. Die 3 UVPs addieren sich zu 1100 EUR, also etwa 2200 DM. 1991 zahlte man 500 DM für einen Amp (oft ohne Fernbedienung), 500 DM für einen CD-Player mit Metallfront, 500 DM für einen guten, vielleicht sogar besseren Tuner und etwa 700-800 DM für ein hochwertiges Deck. Kommt aufs gleiche raus, das Deck wird halt durch die Netzwerkfunktionen komplett ersetzt.


Bei Onkyo kann man auch mal gucken. Bei den Verstärkern A-9030 bzw. A-9050, etwas großvolumig, wirken aber äußerlich gediegen. CD-Player wären dann C-7030 bzw. - deutlich teurer - der C-7070, der auch mit USB-Geräten umgehen kann (offenbar nur MP3 und WMA) und eine Lade aus Alu-Druckguß hat. FLAC spielt man dann halt mit der eierlegenden Wollmilchsau T-4070, die UKW/DAB/DAB+ und Netzwerk aufweist. Das kostet dann auch gut Geld... gapless ist wieder nur bei Airplay möglich.

Pioneer soll bei seinen N-30 und N-50 Gapless generell via Firmwareupdate nachgerüstet haben. Damit werden die Geräte interessant. Dazu den A-30, der ist schon solider und geht zu Straßenpreisen um 250 EUR weg. Witzig: Pioneer bewirbt ausdrücklich die "glatte Bodenkonstruktion". Soso, vor 23 Jahren bewarb man ausdrücklich die stabile Wabenkonstruktion... CDs und SACDs nimmt der PD-30 entgegen, Straßenpreis um 280 EUR. Leider viel zu klobig, warum muß man soviel Luft mitführen, wenn man ohnehin schon kein Gehäusekonzept mit einheitlichen Maßen für die ganze Serie hat? Einen klassischen Tuner besitzt Pioneer nicht mehr.

Eine Minimalvariante für diejenigen, die die ARD-Kulturradios hören wollen und Satempfnag haben, könnte so aussehen: als Verstärker der kleine famose NAD C-316BEE mit der minimalistischen, sachlichen Bedienung. Der Flachmann kostet aber schon 350 EUR und Phono geht nur via externen Entzerrerverstärker. Dazu dann als "Radio" einen ollen Technotrend TT-Select 845HD+, kostet gebraucht weniger als 100 EUR, paßt mit seinem 43er Gehäuse am besten in die HiFi-Welt und da aus meiner Sicht besonders zum NAD. Selbst der NAD-eigene Netzwerkplayer C-446 (mit UKW/DAB/DAB+/Internetradio!) paßt da optisch nicht so gut... das Gerät ist teuer, aber nach allem, was ich gehört habe, der Hammer.

Es gibt also doch noch HiFi, wenngleich nicht mehr in der riesigen Auswahl. Dazu ein paar gescheit konstruierte Zweiwege-Boxen, z.B. das famose Koaxsystem KEF Q300 oder je nach Belieben was von den Marken, bei denen man nicht viel falsch machen kann: Nubert, Magnat, Heco, ... man bekommt brauchbaren Klang, der vermutlich mindestens 3/4 aller in Deutschlands Wohnzimmern stehende Schallwandler deklassiert, bereits ab 100 EUR pro Paar. Natürlich ist das kein Highend, natürlich ist die Verarbeitung dann mitunter etwas kritisch (vor allem Kantendeckung bei den Gehäusefolierungen und auch das Dekor), aber selbst eine Magnat Monitor Supreme 200 für 100 EUR / Paar (!!!) liefert eine brauchbare Vorstellung und ist Lichtjahre von üblichen Komplettlösungen entfernt. Und das gab es 1991 nicht: ein brauchbares Boxenpaar für 200 DM. Da gings bei etwa 400 DM los.

von Chris_BLN - am 03.09.2013 19:06
Fast schon OT:

Bei mir werkelt fuer die Musikberieselung neben meinen alten Hifi-Komponenten noch eine Squeezebox Touch. Die passt zwar nicht ins Hifi-Rack, schaut aber vergleichsweise schick aus.

Die hat nach meinem Empfinden vergleichsweise gute Wandler drin. Sie kann MP3, FLAC usw. gapless abspielen (direkt von USB-Stick/Platte oder via Netzwerk), zeigt Titel/Interpret sehr schoen an (inkl. Plattencover). Die Bedienung ist recht intuitiv. Laesst sich mit anderen Squeezebox-Komponenten erweitern zum Multiroom-System, usw usw...

Einziger Haken: das Ding wird von Logitech nicht mehr weiter entwickelt und die Firmware auf dem Geraet ist, zumindest wenn man den internen Server zum Abspielen via USB nutzt, nach wie vor nicht ausgereift. Da gibt es so einige aergerliche Spezialitaeten, die schon mal Nerven kosten koennen. Wenn man aber mal weiss, wie man die umschifft, spielt das Ding sehr schoen. Recht viel komfortabler kann Bedienung und Anzeige der aktuell gespielten Musik ohne PC, Laptop oder Smartpohne nicht sein.

von Habakukk - am 04.09.2013 08:26
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