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vor 4 Jahren, 10 Monaten
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Manfred Z, Winnie2, drahtlos, Alqaszar, Harald P., Francesco210175, Spacelab, Bolivar diGriz, Max1, dxbruelhart, iro

MABB will Rundfunkfrequenzen für Wlan-Hotspots testen

Startbeitrag von dxbruelhart am 02.09.2013 13:47

Da frage ich mich, um welche Rundfunkfrequenzen bzw. welchen Frequenzbereich es sich da handeln soll...

Die Meldung von Infosat:
http://www.infosat.de/Meldungen/?msgID=73225&utm_source=infosat&utm_medium=twitter&utm_campaign=Info-Digital

Info-Digital
Eignen sich Rundfunkfrequenzen für Public Wifi? – MABB-Pilotprojekt
02.09.2013
Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) plant die Durchführung bzw. Förderung eines Pilotprojekts, das die Nutzung von Rundfunkspektrum für Public Wifi erprobt. Es sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, ob und welche Vorteile die Nutzung dieses Spektrums gegenüber den bisher für Wi-Fi gebräuchlichen Frequenzspektren hat, welcher Frequenzbedarf sich voraussichtlich ergeben wird und welche Herausforderungen dabei zu lösen sind. Hierzu führt die MABB ein Interessenbekundungsverfahren durch. Die MABB möchte mit dieser Interessenbekundung den Anstoß geben, ausgewähltes Rundfunkspektrum für eine WLAN-Nutzung zu erproben:

Berlin, Erprobung mehrerer Hotspots im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden im Vergleich zu den im Rahmen des Projekts der Kabel Deutschland aufgebauten Hotspots;
Berlin, Erprobung des Anschlusses von Nutzern an das von der MABB geförderte Backbone des Freifunknetzes;
Brandenburg, Erprobung der Breitbandversorgung eines weitläufigen Siedlungsgebietes in Brandenburg durch Erweiterung eines Internetzugangs über WLAN im Rundfunkspektrum.
Die MABB führt die Interessenbekundung im Rahmen ihrer Aufgabe, Projekte für neuartige Rundfunkübertragungswege zu fördern, durch. Die MABB bittet um Interessenbekundungen bis zum 30. September 2013. Interessierten steht als Ansprechpartnerin Eva Flecken zur Verfügung.
www.mabb.de

Antworten:

Hier die richtige und vollständige Meldung:

Pressemitteilung der mabb vom 02.09.2013

Zitat

Interessenbekundungsverfahren der mabb

Können Rundfunkfrequenzen auch für einen breitbandigen WLAN-Zugang im öffentlichen Raum genutzt werden?

Berlin, 2. September 2013. Das Internet gewinnt an Bedeutung für die Verbreitung professioneller, audiovisueller Medieninhalte. Weil die Nutzung immer häufiger unterwegs, fern des eigenen Internetanschlusses stattfindet, steigt die Last in den Mobilfunknetzen. Audiovisuelle Medieninhalte zeichnen sich durch ihre großen Datenmengen aus. WLAN-Netze können auch im öffentlichen Raum die Datenlast im Mobilfunk reduzieren (sogenanntes Off-Loading), und den Verbrauchern damit einen günstigeren Medienzugang bieten.

Im Rahmen ihrer Initiative PUBLIC WIFI unterstützt die mabb schon heute Projekte von Kabel Deutschland und dem Freifunk e.V.

Dass der Hauptteil der Datenlast für die Nutzung von Tablets und Smartphones auf WLANs entfällt, macht mittelfristig zusätzliches Frequenzspektrum für die lizenzfreie WLAN-Nutzung notwendig. Das bisherige Frequenzspektrum hat gegenüber dem Rundfunkspektrum den Nachteil einer vergleichsweise geringen Reichweite. Für die Nutzung im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden könnte das Rundfunkspektrum die Breitbandversorgung deutlich verbessern.

Die mabb möchte mit dieser Interessenbekundung den Anstoß geben, ausgewähltes Rundfunkspektrum für eine WLAN-Nutzung zu erproben:

• Berlin, Erprobung mehrerer Hotspots im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden im Vergleich zu den im Rahmen des Projekts der Kabel Deutschland aufgebauten Hotspots;

• Berlin, Erprobung des Anschlusses von Nutzern an das von der mabb geförderte Backbone des Freifunknetzes;

• Brandenburg, Erprobung der Breitbandversorgung eines weitläufigen Siedlungsgebietes in Brandenburg durch Erweiterung eines Internetzugangs über WLAN im Rundfunkspektrum.

Die mabb führt die Interessenbekundung im Rahmen ihrer Aufgabe, Projekte für neuartige Rundfunkübertragungswege zu fördern, durch. Die mabb bittet um Interessenbekundungen bis zum 30. September 2013. Interessierten steht als Ansprechpartnerin Dr. Eva Flecken zur Verfügung.[/guote]


von Manfred Z - am 02.09.2013 14:00
Da bleiben doch eigentlich nur die ungenutzten Bänder "I" und "L"...

von iro - am 02.09.2013 14:05
Und falls es zum Regelbetrieb kommt, stellt sich die Frage nach der Finanzierung.

von Manfred Z - am 02.09.2013 14:21
Band I für WLAN, ganz genial! Dann kann ich mich bei einem Spanienurlaub zur Sporadic-E Saison ins heimische WLAN einloggen. :D

Zur Vefügung stände nach der Abschaltung des analogen Kabel TV und Beendigung des fehlgeschlagenen Experiments DAB(+) ja auch Band III. :xcool:

von Bolivar diGriz - am 02.09.2013 14:56
Was gibt es denn da groß zu testen?
Wahrscheinlich stellt man nach einem Jahr Testbetrieb voller Erstaunen fest, dass tiefere Frequenzen besser durch Wände gehen. Zur weiteren Erforschung dieses bisher absolut unbekannten Phänomens werden Fördergelder beantragt. Irritationen verursacht allerdings die Behauptung, auch die Sendeleistung und Antennenart, sowie Höhe spiele eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung....

Ironiemodus aus!

von Max1 - am 02.09.2013 19:23
Das gegenseitige Störpotential der Geräte muss in der Realität getestet werden. Also wie stark die neuen Hotspots den Empfang von DVB-T stören.

von Winnie2 - am 02.09.2013 19:41
Genaue Angaben zu den Sendefrequenzen gibt es nicht. Aus dem ausführlichen Papier kann man aber herauslesen, dass es um sogenannte White Spaces im UHF-Fernsehband (K 21 bis 48) geht.

http://www.mabb.de/fileadmin/user_upload/pdf/Aktuelles/Interessensbekundung_Public_WiFi_RFspektrum_FINAL.pdf

Zitat

Aufgrund der besonderen Lage in Deutschland (begrenzte Reichweite der Terrestrik, Rückzug von Veranstaltern, möglicherweise kein Umstieg auf DVB-T 2 und damit mittelfristig Auslaufen der Terrestrik früher als in anderen Ländern) gibt es längerfristig die Option, Kanäle bzw. Frequenzbereiche fest für nicht-lizenzierte Nutzung vorzusehen. Dadurch würden sich niedrigere Anforderungen an Geräte ergeben, um Störungen auszuschließen, als bei einer Nutzung jeweils temporär oder örtlich nicht genutzter White Spaces.

Diese Option ist auch für beginnende Diskussionen über die künftige Nutzung des UHF Spektrums zwischen 476 und 696 MHz von Bedeutung, als Alternative offenen, lizenzfreien Spektrums und Ergänzung zur exklusiven Zuweisung an bestimmte Unternehmen. Die von Mobilfunkunternehmen verfolgten Geschäftsmodelle begünstigen besser vermarktbare Nutzungen gegenüber audiovisuellen Inhalten mit hohen Datenmengen, aber geringen Umsatzaussichten, die für den Rundfunk typisch sind. Offenes Spektrum erscheint daher als eine für die Medienversorgung jedenfalls zu prüfende Alternative.


Die mabb war schon immer ihrer Zeit voraus, z.B. bei der Förderung von DVB-H oder bei Radio über DVB-T als Ersatz für DAB.

von Manfred Z - am 02.09.2013 19:46
Ja die MABB Jungs wussten immer schon wie man Fördergelder abgreift und verbrennt. :D

Es ist ja gar nicht schlecht das es Leute gibt die neue Technologien erproben. Ich werde auch dieses Projekt sehr interessiert verfolgen. Auch wenn es für diesen neuen WLAN Standard weder Smartphones, noch Tablets noch sonstige halbwegs interessante Endgeräte gibt und dieser Service zukünftig auch garantiert nicht vollkommen kostenlos sein wird sollte er denn kommen. Interessant ist es allemal. Vor allem interessiert mich wie die Datenrate bei niedrigeren Frequenzen ist. Denn umso niedriger die Frequenz umso niedriger ist auch die maximal mögliche Datenrate. Es sei denn man nutzt extrem breite Kanäle.

von Spacelab - am 02.09.2013 20:14
Zitat
Die mabb war schon immer ihrer Zeit voraus, z.B. bei der Förderung von DVB-H oder bei Radio über DVB-T als Ersatz für DAB.


Und? Haben diese Förderungen überhaupt zu einem Ziel geführt? Nein. Die MABB ist damit grandios gescheitert. :sneg:

Außerdem stimme ich dieser Aussage zu:

Zitat
Ja die MABB Jungs wussten immer schon wie man Fördergelder abgreift und verbrennt. :D


In der Tat. :rolleyes:

von Francesco210175 - am 02.09.2013 21:59
Ist der Hr. Hege immer noch dort? Dann wundert mich eigentlich nichts mehr und dann vermutlich noch ganz schnell an die IFA damit? Womöglich neben dem hochoffiziellen DAB-Stand? Fernseher mit DVB-T werden eh nicht eingeschaltet wegen der Bildqualität. Unter 4K geht dort kaum noch was, da kann man doch gleich auf den DVB-T Kanälen WLAN machen.... igitt

von drahtlos - am 02.09.2013 22:01
Genau darum geht es ja. Die Idee mit den "white spaces" wird ja schon länger diskutiert, um das zur Verfügung stehende Frequenzspektrum besser auszunutzen. Also alle Frequenzen, welche bei dir keine Ortssender bringen (UKW, DAB/DAB+, DVB-Tx), werden für WLAN genutzt..

Für UHF bedeutet das eine doppelte Modernisieung in der Nutzung: Einerseits duch die digitale Diviende für die mobilen Netze, andererseits der "shared space" mit Broadcast im restlichen bereich.

Frequenzen sind zu kostbar, um sie nur für Rundfunk zu verschwenden.

von Alqaszar - am 03.09.2013 02:00
Bedeutet dann allerdings auch: Goodbye TV-Fernempfang u. TV-DXen.

von Winnie2 - am 03.09.2013 10:11
WLAN über FM-Frequenzen? Dann kann man endlich diesen DAB+ Rotz abschalten......:D:D:D:rp:

(Achtung! In diesem Beitrag ist Ironie versteckt....)

von Harald P. - am 03.09.2013 10:44
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