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Empfang HR Fernsehen analog in NRW

Startbeitrag von alzarius am 02.09.2013 17:43

Ich habe mal (wieder) eine historische Frage zur Verbreitung der analogen Fernsehprogramme in NRW. Diesmal geht es um die Programme des Hessischen Rundfunks (d.h. ARD und 3. Programm). Wie weit reichten die Programme nach NRW rein?
Der Sender Biedenkopf (sehr nahe an der Grenze) sendete ja im Band I die ARD. Der müsste doch recht weit gegangen sein. Von wo kam denn das entsprechende 3. Programm?

Antworten:

Das dritte Programm kam aus Angelburg. Der ging in NRW ganz gut, bis RTL aus Wesel kam, dann war Schluss mit hessen fernsehen.

von RheinMain701 - am 02.09.2013 17:58
Zitat

Das dritte Programm kam aus Angelburg. Der ging in NRW ganz gut,

Naja, kommt drauf an wo in NRW. Im östlichen Ruhrgebiet kam nix an. Die erste Quelle für hr war da Habichtswald auf K41.Der ging allerdings quasi nur bei Tropo oder mit größerem Antennenaufwand einigermaßen mit Rauschen. Angelburg (K24 ZDF - K52 hr) wurde ziemlich stark durch das Sauerland gedämpft, da kam selbst Bad Marienberg mit SW3 auf K44 besser an. Der K2 vom Biedenkopf hatte Richtstrahlung nach 90°, somit ging nicht sooo viel nach NRW raus, trotzdem kam er an QTH2 an. Allerdings nur unwesentlich schwächer war der K3 von Kreuzberg, zwar weiter weg, aber dafür Rund. Also alles im allem war im östlichen Ruhrgebiet kein Empfang vom hessen fernsehen mit normalem bis erweitertem Equipment möglich. Hörfunk sah da ganz anders aus.

von Jens1978 - am 02.09.2013 18:21
Zitat
alzarius
Diesmal geht es um die Programme des Hessischen Rundfunks (d.h. ARD und 3. Programm). Wie weit reichten die Programme nach NRW rein?

Da wäre erst mal die Frage: Wo in NRW? Relevante Grundnetz-Sender waren die schon genannten Angelburg E52/500kW, Habichtswald E41/100kW, Gr. Feldberg E54/500kW und Hoher Meißner E55/470 kW, alle ND.
Ich hatte nie die Möglichkeit in NRW groß im Empfangsgebiet zu testen. Angeblich war der hr in Bonn im Kabel, sicher kann ich das aber nicht belegen. Schon wenig weiter den Rhein aufwärts war selbst im Kabel keine Versorung mehr gegeben, obwohl man die UKW-Programme vom Feldberg in Köln noch in Stereo drin hat(te). Der interessierte Bastler wird sicherlich den Feldberg nie in dem Maße empfangen haben wie in Hessen der Donnersberg in etwa gleicher Entfernung in der Wetterau empfangen wurde.
In Ostwestfalen wird wohl die Topographie ein Wechselspiel bereitet haben, dort sehe ich noch eher Chancen für einen flächigeren Empfang. Im Sieger- und Sauerland war auf den Höhen sicherlich ein Empfang möglich, im Tal wo die Siedlungen waren kaum. Angelburg ist hier nicht exponiert genug.

von Thomas (Metal) - am 02.09.2013 18:38
Vielen Dank für die sehr informativen Antworten!
Wenn Angelburg auf K52 war, dann sah das wirklich für NRW schlecht aus.
Die HR-Rundfunkprogramme gingen bei uns im Ruhrgebiet eigentlich recht gut; besser als NDR und SWF; von daher hatte ich mich gewundert, wieso beim Fernsehen nichts zu machen war.

von alzarius - am 02.09.2013 18:54
Eine alte Senderkarte aus meinen Unterlagen.
[attachment 2036 hr.jpg]

von Der Langenhagener - am 02.09.2013 18:55
Hier am Wiehengebirge ging an den Südhängern in den höheren Lagen (z.B. in Hüllhorst) zumindest der Hohe Meißner. Weiter unten in den Tälern aber schon nicht mehr brauchbar. Am Teutoburger Wald wird es ähnlich gewesen sein.
Allerdings ging es nie ohne Jalousie, denn auf dem gleichen Kanal kam auch der Ortssender Steinkimmen noch von hinten mit fettem Signal. Selbst im Kabel wurde der HR mit dieser Jalousie eingespeist.
Der Habichtswald liegt weniger Kilometer näher, aber ich meine, dass der nicht ging. genau weiß ich es nicht mehr. Hier an der Nordseite war eh nichts zu machen.

von WiehengeBIERge - am 02.09.2013 19:13
In Wuppertal wurde hessen3 Angelburg Kanal 52 auf der Südhöhe Lichtscheid 350m über NN in der Kabelkopfstation empfangen und in den 80er Jahren ins Kabelnetz eingespeist. Ich erinnere mich noch sehr genau an den Tag, an dem RTL Wesel in Betrieb ging. Die Gleichkanal-Störung war so groß, daß die Störsteifen sehr erheblich zu sehen waren. Einige Tage später zeigte die Bundespost eine Einblendung, daß hessen3 nicht mehr eimpfangbar sei.

Ein guter Bekannter konnte in Wuppertal-Cronenberg am Südhang hessen3 weiterhin gut empfangen. Er verwendete 2 UHF-Antennen 91 Element auf Zwillingsträger.

In Remscheid empfing ich im obersten Stockwerk der Berufsschule Neuenkamper Straße Angelburg Kanal 52 und Feldberg Kanal 54 mit kleinem UHF-Yagi nur leicht verrauscht. Der Standort liegt auf etwa 360m ziemlich exponiert.

Außer diesen Empfangsorten konnte ich hessen3 im Raum Wuppertal nicht empfangen. In den Tallagen war selbst mit sehr großem Aufwand kein Signal feststellbar.

In Lemgo (Ostwestfalen) war Kanal 55 Hoher Meißner auf den Südhängen zu empfangen, wie mir berichtet wurde. Im Kabelnetz wurde er eingespeist, wie ich selbst noch sehen konnte. Da ich erst Mitte 2007 nach Lemgo zog, konnte ich das analoge Zeitalter dort nicht mehr erleben. Allerdings habe ich im Laufe der Jahre sehr aufmerksam die noch bestehenden Antennenanlagen gesichtet. Dabei stellte ich zu meinem Erstaunen fest, daß im Raum Lemgo / Detmold / Bad Salzuflen / Bielefeld nur sehr wenig Antennenaufwand betrieben wurde, obwohl der Standort direkt an der Grenze zu Niedersachsen liegt. Man sieht fast nur eine kleine UHF-Yagi für Bielefeld Kanal 33 und 46 und eine kleine VHF-Yagi für Teutoburger Wald Kanal 11. Selten findet man eine größere VHF-Yagi für Brocken Kanal 6. Eine hessen3 Antenne konnte ich bisher nicht finden. Zwei Nord3 Antennen für Osnabrück Kanal 56 sind mir bekannt.

von alreoec - am 02.09.2013 22:22
Kanal 54 wurde vom Gesellen einer Radio-TV-Werkstatt in Niederkrüchten-Elmpt mit einer 91er empfangen. Größtes problem war der Kanal 55 aus Witzehelden, der von der Seite reindrückte.

von Alqaszar - am 02.09.2013 23:51
In Hückelhoven im westlichtsen Kreis Deutschlands war HR3 ab und zu auf einem Kanal >50 zu Gast. Damals ja noch mit Testbild :spos: so dass man ihn leicht erkennen konnte. Leider kann ich mich nicht an den genauen Kanal erinnern, da das TV Gerät keine Kanalanzeige hatte, aber ich tippe mal auf K52. Das ganze war auch nicht wirklich reproduzierbar, weswegen wohl Tropo im Spiel gewesen sein muss.

Auf UKW war (ist?) HR3 sogar im Erkelenzer Kabel, das auch in einigen Ecken von Hückelhoven liegt. Noch heute empfange ich terrestrisch "ständig" HR3 auf 87.6 und 89.3, jedoch ab und zu fadend.

von TobiAC - am 03.09.2013 06:44
Der K54 ging bei meinem alten Wohnort in Geldern-Walbeck (nördlich von Venlo an der niederl. Grenze) schon bei leichtem Tropo. Radio war dort auch mit einfacheren Empfängern dauerhaft möglich, wobei ich damals höchstens mal HR3 ernsthaft gehört hatte.

Es erstaunt mich daher schon, dass weiter östlich der Empfang von HR3 (TV) nicht weitaus besser möglich war.

von Bolivar diGriz - am 03.09.2013 08:38
Hey Hartmut, hat er dann K54 NL2 aus Eys weggedrückt? Es kann aber auch sein, dass ich Eys so stark in Erinnerung habe, weil wir in Hückelhoven gerne mal Lüttich angepeilt hatten statt vernünftiger Kanalantennen mit Filtern etc Dann gab es Eys, Aachen und Lüttich mit einer UHF Yagi....

Wenn das so war, dann kam K54 bestimmt an der Ahrweiler K56 Antenne an. Ist alles schon so lange her und deswegen ---> ich muss die alten Amlagen mal Fotografieren und in den anderen Thread hochladen - geht ja alles so nach und nach verloren zur Zeit.

von TobiAC - am 03.09.2013 09:12
Hier ein Leserbrief in der WZ (Wuppertal) zu dem Thema aus 1998
[attachment 2037 hr.jpg]

von Languedoc - am 03.09.2013 12:26
Pass zwar nicht zum Thema, betrifft aber auch den HR

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=83535&key=standard_document_49498739

von Sandy N - am 03.09.2013 13:24
Zitat
Thomas (Metal)
Angeblich war der hr in Bonn im Kabel, sicher kann ich das aber nicht belegen.


Dies ist richtig. In Bonn und im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis waren einmal das Fernsehen "hessen drei" (Kanal 6) sowie die hr-Version der ARD (S 06) im Kabelnetz vertreten. In einem alten Faltblatt vom Kabelanschluss aus dem Jahr 1991 heißt es bei beiden Programmen "Beeinträchtigung der Signalqualität möglich". Die Radioprogramme HR 1-4 waren in Stereo eingespeist, jedoch auch Ende der 90er Jahre ohne RDS.

Im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis war zur selben Zeit (1991) nur hessen drei und nicht die HR-Version der ARD vertreten. Hier wurden die Radioprogramme HR1-3 in Mono und HR4 in Stereo übertragen.

Die Fernsehprogramme wurden Mitte der 90er Jahre ausgespeist (zumindest in Bonn).

von Manuel M. - Bonn - am 03.09.2013 16:05
Heutzutage hält man besser die Klappe, wenn man in seiner Gegend ein Programm aus dem Feindesland sehen oder hören kann. Gilt leider auch für ORF-Freunde.
Sonst gibts die Keule mit Kanal 32 oder anderem.

von sup2 - am 03.09.2013 16:17
Es ergibt sich für mich jetzt auch die Frage: wie sah es denn mit den TV-Sendern vom SWF (bzw. SWR) aus? Welche Standorte gingen nach NRW und wie weit? Ich vermute u.a. Ahrweiler und Bad Marienburg?

von alzarius - am 25.10.2013 18:26
In der Euregio dürfte auch Schnee-Eifel eine Rolle gespielt haben.

von RheinMain701 - am 25.10.2013 19:07
In Olpe wurden damals alle 4 hr-Hörfunkprogramme von Biedenkopf ins Kabel eingespeist, hessen 3 von Angelburg über Kanal 4.

Südwest 3 kam wie die SWF-Radioprogramme von Bad Marienberg, die Hörfunkprogramme von Bad Marienberg gingen auch über Antenne einwandfrei. Nur RPR1 auf 102,9 wurde mit Aufschaltung von Nordhelle 102,7 angekratzt.

von Rosenelf - am 25.10.2013 19:52
Zitat
Manuel M. - Bonn
Zitat
Thomas (Metal)
Angeblich war der hr in Bonn im Kabel, sicher kann ich das aber nicht belegen.


Dies ist richtig. In Bonn und im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis waren einmal das Fernsehen "hessen drei" (Kanal 6) sowie die hr-Version der ARD (S 06) im Kabelnetz vertreten. In einem alten Faltblatt vom Kabelanschluss aus dem Jahr 1991 heißt es bei beiden Programmen "Beeinträchtigung der Signalqualität möglich". Die Radioprogramme HR 1-4 waren in Stereo eingespeist, jedoch auch Ende der 90er Jahre ohne RDS.

Im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis war zur selben Zeit (1991) nur hessen drei und nicht die HR-Version der ARD vertreten. Hier wurden die Radioprogramme HR1-3 in Mono und HR4 in Stereo übertragen.

Die Fernsehprogramme wurden Mitte der 90er Jahre ausgespeist (zumindest in Bonn).

Kann ich bestätigen,in Meckenheim wurden die HR UKW Programme eingespeist,auch das HR Fernsehn war vertreten.
In einem alten Faltblatt aus dem Jahre 1998 ? stand das auch sehr schön drin,leider habe ich es nicht mitgenommen damals :mad:

von Robert S. - am 25.10.2013 21:29
Kabelkopfstation Hohe Steinert holte sich die HR-Radioprogramme HR 1 und HR 3 via Großer Feldberg, HR 2 war Biedenkopf. Das Hessenfernseh über Angelburg, Südwest 3 via Bad Marienberg..

Jahre zuvor, hatte ich in Altena /Westfalen nie Probleme ARD HR über Biedenkopf zu empfangen, der BR Kreuzberg Kanal 3 war auch möglich, nur fehlte da der Ton. Der Empfang war mit einfacher Teleskopantenne möglich. Hessen 3 habe ich nie getestet, Südwest 3 ging über Bad Marienberg nur sehr stark verschneit.. Hauptsender sind die Umsetzer gewesen, Nordhelle, Sender Lüdenscheid und die Hunau war zwar möglich, aber kein Genuß...

von 88,7 MHz - am 26.10.2013 07:02
An QTH 2 war sehr sehr schwach K44 aus Bad Marienberg mit SW3 zu empfangen. Sonst aus RP nur UKW, das allerdings recht gut. Einziges Problem bei den Bad Marienberger UKW QRGs: Sie haben außer der 92,8 (NDR 1 Lingen ist etwas schwächer) alle starke Gleich- bzw. Nebenkanalstörer 89,8 vs. 89,7 Münster; 95,4 vs. 95,4 Antenne Münster; 102,9 vs. 103,0 Bielefeld und 102,8 Wesel. Der hr vor allem vom Biedenkopf war/ist auch problemlos möglich. Im Kabel waren (sind?) h1-3 vertreten. hr4 war nie drinnen, da das Programm erst später auf dem Biedenkopf auf der 104,3 aufgeschalten wurde. Zu der Zeit wurden Anpassungen im Kabel-UKW-Hörfunk nur noch nebensächlich behandelt. Vom SWF waren SWF 2 und 3 vertreten. SWF 2 wurde aus Linz genommen, da später dafür SWF 4 RP drinnen war und SWF 2 weg (zeitgleich mit dem Programmtausch in Linz). Bei SWF 3 weiß ich es nicht, vermutlich aber auch Linz.

von Jens1978 - am 26.10.2013 10:34
Interessant, dass K44 noch aus Bad Marienberg durchkam. Mit welchem Aufwand denn und in welcher Qualität kam es an?
Apropos Bad Marienberg: Mir ist aufgefallen, dass auf K47 die ARD(SWF) sendete, aber mit viel geringerer Leistung (50kW) als ZDF (190kW) und SW3 (250kW) vom selben Standort. Gibt es dafür einen Grund? Ich vermute stark, dass K47 nicht weit nach NRW reinkam.

von alzarius - am 26.10.2013 16:42
Hier in Lohmar kamen damals auch alle HR programme inkl TV im Kabel, woher keine ahnung? evtl oben aus lohmar Birk?

Hier daheim konnte man kein hessen TV empfangen :-(

von Rheinländer - am 26.10.2013 16:59
Zitat
alzarius
Apropos Bad Marienberg: Mir ist aufgefallen, dass auf K47 die ARD(SWF) sendete, aber mit viel geringerer Leistung (50kW) als ZDF (190kW) und SW3 (250kW) vom selben Standort. Gibt es dafür einen Grund? Ich vermute stark, dass K47 nicht weit nach NRW reinkam.

Naja, ARD-SWF hatte noch den K6 vom hochgelegenen Sender Koblenz-Naßheck, der in dieser Gegend auch noch sehr gut hereinkommt. ZDF und Südwest kamen hingegen vom Sender Bendorf, der direkt im Rheintal steht und es kaum über die Berge schafft. Für die war Bad Marienberg daher sehr wichtig, um den Nordosten des Landes zu versorgen, für ARD-SWF weniger.

von RheinMain701 - am 26.10.2013 17:11
Zitat
RheinMain701
ZDF und Südwest kamen hingegen vom Sender Bendorf, der direkt im Rheintal steht und es kaum über die Berge schafft. Für die war Bad Marienberg daher sehr wichtig, um den Nordosten des Landes zu versorgen, für ARD-SWF weniger.

Natürlich war der Sender "Koblenz" dort. Aber: Der war doch wohl eher als großer Füllsender für Bereiche wo Boppard und Ahrweiler nicht ausreichend versorgten. Wenn man den Vergleich zum SWF aufstellt, bitte diese Sender betrachten.

von Thomas (Metal) - am 26.10.2013 18:32
Ok. Boppard steht noch höher als Koblenz, hat aber dafür eine geringere Antennenhöhe. Bei Koblenz kommt man auf 413 + 272 = 685 Meter, bei Boppard auf 531+105 = 636 Meter.

Bei Ahrweiler lässt sich schlecht ein Vergleich ziehen, denn der SWR hat dort keinen TV-Grundnetzsender. Ich weiß aber aus Erfahrung, dass Ahrweiler im Westerwald nicht wirklich gut ankommt. Ahrweiler ist eher für das Ahrtal und die Hocheifel zuständig.

von RheinMain701 - am 26.10.2013 18:41
In Olpe (Innenstadt, Tallage) kam Ahrweiler nichtmal rein. Selbst WDR habe ich nichtmal bei Überreichweiten über Bonn K49 oder Düsseldorf/Burscheid K55 empfangen ! Dafür haute bei Überreichweiten der Haardtkopf K25 voll ins ZDF rein, dass vom Stadtumsetzer ebenfalls K25 belegte. Sogar K55 ließ sich bei Überreichweiten vom Haadtkopf "erahnen". Ich konnte zumindest identifizieren, dass es Haardtkopf und nicht Burscheid war, was eigentlich wesentlich näher lag ...

K47 war in der Tat schwächer, auch das ZDF kam von Bad Marienberg K 21 noch besser an als Südwest 3 auf K44. Koblenz K6 wurde bei uns von ARD/WDR vom Olper Umsetzer weggedrückt, ein paar Meter weiter höher dagegen haben noch viele Leute in Olpe Koblenz sehr gut empfangen, sogar mit Zimmerantenne.

von Rosenelf - am 26.10.2013 19:02
In Düren (leichte Tallage) kam bei leicht angehobenen Bedingungen Kanal 52 und 54 mit HR3.

Etwas weiter südlich war HR3 kein Problem- auch in den Höhenlagen der Eifel nicht.
Im Kabelnetz Hürtgenwald wurde HR3 schon in den 80er jahren eingespeist.
Ein Arbeitskollege in Zülpich hatte sich geärgert, das er RTL nicht bekam und auf K52 nur HR3 war.

ZDF
Kanal 24 (Angelburg) und 34 (Gr. Feldberg) waren praktisch dauerhaft knapp über Grasnarbe empfangbar, wenn auf K24 die ARD und Ned3 auf K34 nicht sendeten.

K8 HR1 kam sehr sehr schwach
K6 SWF aus Koblenz sehr schwach, aber mit Farbträger
K7 SDR sehr schwach, aber besser, als K8

K2 - HR - hab ich nie empfangen können- dafür war SR oft gut empfangbar
(7 Elemente Band I Antenne für K3 abgestimmt)

von DieterDN - am 28.10.2013 11:08
Bei Bad Marienberg (K44, K47) war Genk die Grenze nach Westen und umgekehrt. Im Bergischen wäre theoretisch sicher an vielen Orten BRT 1/2 und SWF1/3 gegangen, in der Praxis ging eben nur eines oder keines.

Bei K8 hatten wir Wavre RTBF 1 gegen ARD hr1.
Bei K6 bildete Wuppertal ARD K6 mit 1 kW die Grenze des KOB Empfangs.

Bei K56 hatte man die gleiche Konstellation wie bei 92,4: Osnabrück gegen SWF. Im Rheinland war Südwest 3 damals Standard und es gab bis Duisburg/Wuppertal große Antennen für den SW3 Empfang.

ZDF technisch waren die Sender von weiter weg wegen Einheitsprogramm uninteressant.

von Languedoc - am 28.10.2013 12:43
Bei mir ging mit einer Gruppe, bei der die Nullstelle für K44 auf Genk/Marienberg ausgelegt war, auf einem Rotor sowohl Marienberg (freie Sicht) als auch Genk (durch ein Gebäude gerade verdeckt) sehr gut. Als SAT.1 in Düsseldorf erschien, war Genk auf K44 stark gestört.

K47 von Marienberg war damit schon etwas angerauscht. K47 von Genk war durch den 200-W-Sender in Nettetal-Hinsbeck (Ich glaube er wurde für RTBF genutzt.) ganz leicht durch schwache aber nervige Interferenzeffekte gestört. Marienberg war, weil, wie schon erwähnt, schwächer als K44, dagegen überhaupt kein Problem.

K8 vom Großen Feldberg war auch völlig rauschfrei mit den üblichen großen Bd.-3-Antennen zu empfangen. Wavre hatte da erst nach Sendeschluss des HR eine Chance. K2 ging mit einer 4- oder 6-Element-Antenne für Kanal 3 auch fast rauschfrei. Die Antenne hatte ich aber immer fest auf Lüttich ausgerichtet, und da kam stattdessen Göttelborner Höhe als Beigabe.

K54 vom Großen Feldberg war mit der oben beschriebenen Gruppe wesentlich stärker als K52 Angelburg, allerdings auch anfällig für Fading. Problematisch für die damaligen Fernseher war auch der nahe gelegene Ortssender Witzhelden auf K55, da musste man mit Trägerfrequenzsperren nachhelfen. In höher gelegenen Stadtteilen gab es auch vereinzelt Antennen für K52, der dort wohl ausgezeichnet ging.

K56 Ahrweiler ging hier auch mit kleineren Antennen rauschfrei. Antennen dafür sah man häufig. Problematisch war auch hier wieder der Nachbarkanal K55 von Witzhelden, der erschwerend noch aus fast derselben Richtung kam. K6 Koblenz war hier sehr stark. Der nur wenige km entfernte Umsetzer Wuppertal ließ sich schon mit 4 Elementen völlig ausblenden.

von koslowski - am 29.10.2013 10:58
Zitat
Languedoc
ZDF technisch waren die Sender von weiter weg wegen Einheitsprogramm uninteressant.

Einzig die verschiedenen Stationsdias waren da interessant :D

von Rosenelf - am 29.10.2013 16:06
Die Gleichkanalbelegung Göttelborner Höhe vs. Sackpfeife/ Biedenkopf im VHF-I Kanal 2 war wegen der geringen Entfernung beider Sender zueinander schon sehr problematisch.
Flensburg vs. Kopenhagen war im Kanal 4 ähnlich grenzwertig.

von digifreak - am 29.10.2013 17:07
Früher war da ja noch Steinkimmen mit von der Partie. Der verschwand glücklicherweise später...

von RheinMain701 - am 29.10.2013 17:18
Kampfkoordinierung im Kanal 2.

von digifreak - am 29.10.2013 17:41
Zitat

Interessant, dass K44 noch aus Bad Marienberg durchkam. Mit welchem Aufwand denn und in welcher Qualität kam es an?

Er war sehr schwach, selbst oben auf einer Anhöhe war das Bild noch sehr verrauscht. Die VHF Kanäle K6 aus Koblenz (ARD-SWR) und Kanal 8 (ARD-HR) gingen jedenfalls deutlich besser. An Ahrweiler K56 war nicht zu denken, da war Iserlohn mit dem dritten (WDR) in Betrieb.

Zitat

Früher war da ja noch Steinkimmen mit von der Partie. Der verschwand glücklicherweise später...

Das verstehe ich sowieso nicht welchen Narren die damals an dem K2 gefressen hatten. Der Kanal 3 war dagegen ja quasi leer. Wie weit kam denn eigentlich der K2 aus Steinkimmen? Ich vermute fast von quasi Münster bis Hamburg, Groningen bis Braunschweig müsste der doch durchgehend gegangen sein, mit 100kW rund.

von Jens1978 - am 30.10.2013 17:44
Zitat

Der Kanal 3 war dagegen ja quasi leer.


Einsprüche von Belgien (Liège K3)?

von Japhi - am 30.10.2013 18:05
In den frühen 70ern muss der Sender Bremerhaven auch über Kanal 2 gesendet haben:

http://www.fmtvdx.eu/radiobulletin/europrse-testbeelden.html

von Rosenelf - am 30.10.2013 18:08
Nee, Bremerhaven war auf Kanal 5.

von Japhi - am 30.10.2013 18:18
Wann gab man den Kanal auf? Später sendete da ja Sat.1.

von RheinMain701 - am 30.10.2013 18:18
Der Sender Steinkimmen Kan. 2 konnte nur schwarz/weiss übertragen. Trotzdem gab es einen jahrelangen Parallelbetrieb zum neuen Kan. 55 Sender. Wollte man den Zuschauern nicht zumuten eine neue UHF-Antenne zu errichten?

von digifreak - am 30.10.2013 18:31
Zitat
digifreak
Der Sender Steinkimmen Kan. 2 konnte nur schwarz/weiss übertragen. Trotzdem gab es einen jahrelangen Parallelbetrieb zum neuen Kan. 55 Sender. Wollte man den Zuschauern nicht zumuten eine neue UHF-Antenne zu errichten?

Zunächst einmal brauchte man Füllsender in den Randgebieten, wo der K55 nicht mehr hinkam.

von RheinMain701 - am 30.10.2013 18:34
Dann wäre es billiger gewesen den K2 Sender farbtauglich zu machen. Die Reichweite war enorm; nicht umsonst hieß der Sender früher Bremen/Oldenburg.

von digifreak - am 30.10.2013 18:38
Sicher, aber die Störungen im Sommer waren für den NDR wohl nicht mehr akzeptabel. Kann mir gut vorstellen, dass es da einige Beschwerden gab.

von RheinMain701 - am 30.10.2013 18:46
Zitat
Japhi
Nee, Bremerhaven war auf Kanal 5.


Au ja, da hatte ich Tomaten auf den Augen :eek:

von Rosenelf - am 30.10.2013 21:13
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