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Neuvergabe von UKW- und DAB-Frequenzen in BW

Startbeitrag von Dipol am 24.09.2013 11:18

Ankündigung der LFK zu einer Pressekonferenz am 30.09.2013:

In Baden-Württemberg hat die LFK in diesen Tagen die größte Neuausschreibung von UKW-Sendegebieten für private kommerzielle Radios seit Bestehen des privaten Rundfunks gestartet.
Insgesamt 16 Gebiete werden neu vergeben. Gleichzeitig steht auch das Digitalradio (DAB+) vor einer Neuauschreibung im Südwesten.

Der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation, Thomas Langheinrich wird Ihnen im Rahmen einer Pressekonferenz Informationen zu UKW, zu den Ausschreibungen und Sendegebieten,
aber auch aktuelle Zahlen und Einschätzungen zur Entwicklung von Digitalradio im Südwesten präsentieren.

Die 50 interessantesten Antworten:

BTW: Zu diesem Thema diskutieren wir schon im Pressespiegel-Thread. Ansonsten sehe ich es ebenso: Was nützt eine Digitalradio-Aussxchreibung, wenn man die Anbieter nicht zum Mitmachen verspflichtet und diese alles selbst zahlen müssen. Außer den bisherigen Veranstaltern (wenn sie überhaupt alle weitermachen, bei Liveradio habe ich da so meine Zweifel) und vielleicht Schlagerparadies/Impala wird da doch wieder keiner mitmachen wollen.

von Ihre Majestät - am 24.09.2013 11:42
Zitat

UKW-Ausschreibung in Baden-Württemberg: Das sind die Bewerber


http://www.radiowoche.de/meldungen/1/13369/ukw-ausschreibung-in-baden-wuerttembergdas-sind-die-bewerber/

von Hallenser - am 28.12.2013 06:27
Das ist doch interessant, daher wollen wir hier auch lesen, wer denn diese Bewerber sind:

http://www.radiowoche.de/meldungen/1/13369/ukw-ausschreibung-in-baden-wuerttembergdas-sind-die-bewerber/

UKW-Ausschreibung in Baden-Württemberg: Das sind die Bewerber

Unter dem Titel "Run auf UKW-Sendegebiete in Baden-Württemberg" veröffentlichte die Landesanstalt für Kommunikation (LFK) heute eine Pressemitteilung zu den Bewerbern auf die Ausschreibung. Von einem Run kann man allerdings nicht sprechen, so hat sich die Bewerberzahl seit der letzten Ausschreibung der UKW-Sendegebiete fast halbiert.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist sind für die insgesamt 16 lokalen und regionalen Sendegebiete sowie für das landesweite Jugendradio insgesamt 29 Bewerbungen eingegangen, so die Landesanstalt für Kommunikation am Freitag in einer ersten Auswertung. Vor allem für das lokale Radio gibt es großes Interesse, so liegen für das neue Sendegebiet mit den Großräumen Ludwigsburg und Böblingen (L13) sowie für das Sendegebiet Tübingen und Reutlingen (L7) jeweils vier Bewerbungen vor. Privates Radio in Baden-Württemberg genießt nach wie vor eine hohe Akzeptanz und wird auch in Zukunft als Erfolgsmodell gesehen. Das zeigen die vielen eingegangenen Bewerbungen, freut sich LFK-Präsident Thomas Langheinrich.

Die neue welle, HITRADIO OHR, baden.fm, DONAU 3 FM, Radio Ton Heilbronn/Franken, RADIO REGENBOGEN, RADIO 7 und bigFM waren jeweils die einzigen Bewerber auf ihre eigenen Sendegebiete, somit können diese Sender auch in der neuen Lizenzperiode weiterhin auf Sendung bleiben.

Neben sunshine live gibt es für das Lokalgebiet 1 mit Radio MRN einen weiteren Bewerber. Hinter Radio MRN steht eine Mannheimer Unternehmensgruppe in Zusammenarbeit mit RADIO REGENBOGEN.

Neben Radio Seefunk RSF bewirbt sich auch Radio RSO um das Lokalgebiet 5 am Bodensee. Hinter dem Sender steht der Unterwegsverlag.

Wie zu erwarten war gingen auf das Lokalgebiet 6 von Radio Neckarburg insgesamt drei Bewerbungen ein. Wie berichtet bewerben sich neben den Restgesellschaftern von Radio Neckarburg auch Radio Seefunk RSF und auch das Schwarzwaldradio von HITRADIO OHR um das Sendegebiet.

Im Lokalgebiet 7 Neckar-Alb gibt es neben dem derzeitigen Betreiber, Radio Ton, drei weitere Bewerbungen. Ein Konsortium um Antenne 1, DIE NEUE 107.7, Studio Gong, dem Reutlinger General-Anzeiger und dem Schwarzwälder Boten plant einen Ableger des Senders DIE NEUE 107.7 unter dem Namen DIE NEUE 104.8. Die Mediengesellschaft Donau-Iller plant ein Programm unter dem Namen radio N und der Schwäbische Verlag bewirbt sich mit RADIO RN1.

Auch im Lokalgebiet 9 Ostwürttemberg, von Radio Ton, gibt es einen weiteren Bewerber. Ein Konsortium rund um DONAU 3 FM plant hier ein neues Lokalradio unter dem Namen Albradio.

Auf die Ausschreibung des Lokalgebietes 12 ging neben der Bewerbung von DIE NEUE 107.7 auch eine Bewerbung von Radio Kormista ein. Radio Kormista bewirbt sich ebenfalls um das Sendegebiet von Antenne 1.

Mit Spannung wird die Vergabe des Lokalgebietes 13 verfolgt. Hier hat sich neben dem derzeitigen Lizenzinhaber ENERGY auch Radio Ton (radioWOCHE berichtete), sowie das oben genannte Konsortium um DIE NEUE 107.7, sowie RADIO 4 beworben. Hinter RADIO 4 stehen die Mediengesellschaft Donau-Illerund die Gläser & Kümmerle GmbH & Co. KG.

Der weitere Zeitplan sieht nach der Prüfung der Unterlagen bis zum Sommer 2014 die Auswahlentscheidungen des fünfköpfigen Vorstandes und der 36 Medienräte der Landesanstalt für Kommunikation vor. Entscheidungskriterien sind das wirtschaftliches Konzept, aber auch der Beitrag zur Vielfalt und lokaler Identität oder die digitale Perspektive und -Konzeption des Senders.

Die neu lizenzierten Veranstalter können dann am 1. Januar 2016 auf Sendung gehen.


von dxbruelhart - am 28.12.2013 06:56
Zitat

plant einen Ableger des Senders DIE NEUE 107.7 unter dem Namen DIE NEUE 104.8.

Noch spannendere Sendernamen konnte man sich wohl nicht ausdenken?

von Dr. Antenne - am 28.12.2013 08:04
Zitat
dxbruelhart
Neben Radio Seefunk RSF bewirbt sich auch Radio RSO um das Lokalgebiet 5 am Bodensee. Hinter dem Sender steht der Unterwegsverlag.


"Radio RSO"? Noch nie gehört. Auch Google kennt diesen "Sender" nicht. Er existiert bisher wohl nur auf dem Papier.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 28.12.2013 08:09
...Prüfung bis zum Sommer 2014... ...können dann im Januar 2016 on air gehen.
Menschenskinder, wir haben nichtmal Januar 2014.

Wieso muss so etwas so lange dauern?
>2 Jahre nach Bewerbung, vielleicht ist bis dahin das Interesse oder die nötige Grundlage wieder weg?!?

Wie wäre es mit:
- Entscheidung vor Ostern
- möglicher Start vor Sommer
... 2014!

von Matthias K. - am 28.12.2013 08:32
Zitat
Matthias K.
Wieso muss so etwas so lange dauern?


Weil es in diesem Land nach Recht und Gesetz geht. Die bisherigen Lizenzen sind bis zum 31. Dezember 2015 gültig. Und in den meisten Sendegebieten wird sich am 1. Januar 2016 nichts ändern.

Du hättest fragen sollen: "Warum haben die die Ausschreibung so früh gemacht?"

Lies einfach die Ausschreibungsunterlagen bei der LFK:

http://www.lfk.de/aktuelles/pressecenter/pressemitteilungen/detail/artikel/bekanntmachung-der-landesanstalt-fuer-kommunikation-baden-wuerttemberg-ausschreibung-von-analogen-te.html

von Manfred Z - am 28.12.2013 09:08
Abgesehen von den von Manfred erklärten rechtlichen Gründen, die allein ja schon ein Grund für die lange Dauer sind:
So eine Bewerbung wird ja nicht mal kurz durchgelesen und entschieden. Diverse Prüfungen (Finanzkraft, Medienkonzentration, etc) sind erforderlich. Wenn dann ein Zuschlag fällt, müssen die Anbieter, sofern es neue sind, erstmal die ganze Infrastruktur aufbauen. Verträge mit Informations- und Programmzulieferern, mit Netzbetreibern und mit Arbeitnehmern sowie Vermietern müssen abgeschlossen werden. Immerhin sind die Lokalradios echte Lokalradios, die auch Themen vor Ort behandeln, eigene Redaktionen haben, etc. Zumindest kenne ich das von Radio OHR in früheren Zeiten so. Wird sich aber wenig geändert haben.

Sowas wie "Entscheidung zu Ostern und Start im Sommer" ist in so einem Fall absolut unmöglich. Das mag bei einem reinen Musikprogramm gehen, nicht bei einem solchen Vollprogramm.

von DH0GHU - am 28.12.2013 09:31
Was will denn die Regentonne mit den SSL Frequenzen,die haben doch auf dem Königstuhl einen 50 kW Sender !? Will man da nur unliebsame Konkurrenz aus dem Weg räumen !?

von Hallenser - am 28.12.2013 09:36
Welche Konkurrenz? Regenbogen und SSL sprechen wohl kaum die gleichen Hörerkreise an. Ich vermute mal, dass diese Lizenz an den neuen Bewerber gehen wird. SSL wird noch froh sein, wenigstens in Stuttgart und im Bundesmux präsent zu sein, die UKW-Tage in Rhein-Neckar sind vermutlich gezählt.
Nicht dass mich das freuen würde, aber ein typisches Lokalradio ist SSL nunmal nicht. Und da es pro Bereich nur ein Lokalradio gibt, fehlt dort 'was...

Dass ausgerechnet nur ein Konsortium um die Regentonne als Bewerber auftritt, wundert mich ein wenig. In dem Bereich hätte ich mit mehr Andrang gerechnet, da wohl kaum irgendwo der bisherige Genehmigungsinhaber leichter angreifbar sein dürfte (außer Energy in seinem südwestlichen Teilsendegebiet und natürlich Neckarburg als sowieso zu beendendes Projekt). Gut fände ich es natürlich auch nicht, wenn ausgerechnet der 102,8-MHz-Platzhirsch nun auch noch den Lokalfunk bekommt. Letzteres könnte vielleicht sogar noch die Rettung von SSL auf UKW bedeuten...

von DH0GHU - am 28.12.2013 09:46
Konkurrenz?
SSL spielt Dance, regentonne dudel
Wo bitteschön Konkurrenz? Das sind doch voll verschiedene Programme?!?

Okay war mal wieder zu langsam, unterschreibe aber alles von meinem Vorredner

von Möchtegern Dxer - am 28.12.2013 09:47
Zitat

Radio Kormista bewirbt sich ebenfalls um das Sendegebiet von Antenne 1.


Das wäre super, 24h Griechenfunk :joke:

von Japhi - am 28.12.2013 09:49
Ja, zu 48,5%

http://www.kek-online.de/db/index.php?c=2683&mt=-1&s=Regenbogen&f=1

(irgendwie sind fast alle etablierten Anbieter in D irgendwie direkt oder indirekt miteinander/untereinander/aneinander beteiligt... )

von DH0GHU - am 28.12.2013 09:57
Tja und schon hätte man ein Programm aus dem Weg geschafft was Big FM mit Sicherheit Hörer abnimmt.Gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

von Hallenser - am 28.12.2013 10:00
Naja, die Zielgruppen von SSL und Big FM sind schon sehr verschieden. Und ob Big FM mit 196.000 Hörern in der Durchschnittstsunde in Baden-Württemberg vor SSL (22.000 Hörer in BW) zittern muss wage ich mal sehr zu bezweifeln.
Inhaltlich dürfte Radio MRN ("Metropolregion Rhein-Neckar" ) jedenfalls die besseren Karten haben, denn was SSL auf den Lokalfrequenzen veranstaltet hat mit Lokalradio nunmal überhaupt nichts zu tun.

von MainMan - am 28.12.2013 10:16
Zitat
dxbruelhart
Neben sunshine live gibt es für das Lokalgebiet 1 mit Radio MRN einen weiteren Bewerber. Hinter Radio MRN steht eine Mannheimer Unternehmensgruppe in Zusammenarbeit mit RADIO REGENBOGEN.

Neben Radio Seefunk RSF bewirbt sich auch Radio RSO um das Lokalgebiet 5 am Bodensee. Hinter dem Sender steht der Unterwegsverlag.


Radio MRN/Regenbogen: Die Frage ist, wie diese "Zusammenarbeit" genau aussieht. Versucht man da, eine direkte Beteiligung als Gesellschafter zu umgehen, um die Chancen auf den Zuschlag zu erhöhen?

Radio RSO: War das nicht mal der Name von einem Sunshine-Live-Vorgänger?

Zitat
dxbruelhart
Wie zu erwarten war gingen auf das Lokalgebiet 6 von Radio Neckarburg insgesamt drei Bewerbungen ein. Wie berichtet bewerben sich neben den Restgesellschaftern von Radio Neckarburg auch Radio Seefunk RSF und auch das Schwarzwaldradio von HITRADIO OHR um das Sendegebiet.


Radio Ton scheint an diesem Sendegebiet also kein Interesse zu haben.

Bei Seefunk stellt sich die Frage, ob man nach Vorbild von Energy/Radio Ton einfach das Stammprogramm + ein paar regionale Fenster sendet oder tatsächlich ein zweites Programm auf die Beine stellt.

Zitat
dxbruelhart
Im Lokalgebiet 7 Neckar-Alb gibt es neben dem derzeitigen Betreiber, Radio Ton, drei weitere Bewerbungen. Ein Konsortium um Antenne 1, DIE NEUE 107.7, Studio Gong, dem Reutlinger General-Anzeiger und dem Schwarzwälder Boten plant einen Ableger des Senders DIE NEUE 107.7 unter dem Namen DIE NEUE 104.8. Die Mediengesellschaft Donau-Iller plant ein Programm unter dem Namen radio N und der Schwäbische Verlag bewirbt sich mit RADIO RN1.


"Ein Konsortium um Antenne 1, DIE NEUE 107.7, Studio Gong, dem Reutlinger General-Anzeiger und dem Schwarzwälder Boten" - außer Studio Gong ja lauter Namen, die eh schon irgendwie in der regionalen Medienbranche aktiv sind. Vielfalt sieht irgendwie anders aus....

Und dann noch der Name "Neue 104.8" - dabei nutzt diese Kette ja mehrere, etwa gleichwichtige Frequenzen wie z.B. die 100,9 in Tübingen. Als Krönung vielleicht noch einfaches Durchschalten des Stuttgarter Programms der 107,7 mit ein paar kurzen Regionalnachrichten und regionaler Werbung?

Die beiden anderen Projekte (radio N und Radio RN1) finde ich interessant, so könnte die Region endlich wieder ein echtes Lokalradio bekommen.

Kann es sein, daß Radio Ton seit einiger Zeit(?) wieder mal ein bißchen regionale Inhalte in seinem Neckar-Alb-Programm sendet (also nicht nur Nachrichten + Werbung, sondern richtige Sendungen)? Irgendwie scheint der Anteil an regionalen Strecken da ziemlich zu schwanken?

cu talk

von talk - am 28.12.2013 10:27
Bei der Regentonne ist es auch möglich, dass man die 102,1 für das Hauptprogramm will, um die Lücken im Odenwald zu schließen. Mit den übrigen Frequenzen macht man dann sonstwas.

von RheinMain701 - am 28.12.2013 10:39
Die können nicht einfach die Randbegingungen der Genehmigungen ändern, und da ist 102,1 MHz nunmal für ein Lokalradio und nicht für den Bereichssender (hier: Regenbogen) vorgesehen.
Insofern: Unwahrscheinlich.

Wenn ich die Berichte weiter oben so lese, scheint es aber mittlerweile nicht mehr üblich zu sein, die Lokalradios wirklich wie echte Lokalradios zu betreiben? Wie gesagt, ich kenne das von Radio OHR von früher anders, ich weiß nicht wie das dort jetzt, 2013, ist - Regionalnachrichten scheints zumindest noch zu geben?

von DH0GHU - am 28.12.2013 11:56
Zitat
talk
Radio RSO: War das nicht mal der Name von einem Sunshine-Live-Vorgänger?

Nein, das war RNO (Rhein-Neckar-Odenwald) Radio. Die Betriebsgesellschaft von SSL heißt immernoch so.

Ein bisschen skurril ist im Übrigen die Bewerbung von Kormista auf die Frequenzkette von Antenne1. Glauben die allen Ernstes, dass sie auch nur den Hauch einer Chance haben?

von MainMan - am 28.12.2013 13:01
Zitat
talk
Radio MRN/Regenbogen: Die Frage ist, wie diese "Zusammenarbeit" genau aussieht. Versucht man da, eine direkte Beteiligung als Gesellschafter zu umgehen, um die Chancen auf den Zuschlag zu erhöhen?

Gut möglich. Radio MRN gab es ja bislang nur als Webradio, ohne einen starken und erfahrenen Partner werden die ein 24h-UKW-Programm wohl nicht stemmen können. Zumal das Sendegebiet Nordbaden/Rhein-Neckar-Odenwald durch die vielen einstrahlenden Sender aus RP und Hessen traditionell sehr umkämpft ist, da brauchts also auch Schützenhilfe bei der Vermarktung. SSL macht das ja auch nicht allein, die haben die Regiocast im Rücken.

von MainMan - am 28.12.2013 13:12
@talk
Ja was meinst du denn, was diese Neue 104, 8 wird....

Das wird sicher nichts zur Bereicherung der Menscheit.
Mir ging heute das Bild des heimfahrenden 107, 7 Programmdirektors im Kopf rum in dessen Autoradio SWR1 läuft. Die können doch bestimmt ihre Eigene Kacke nicht mehr hören.
Wie lange der Begriff neu ins Zeitliche zu übersetzten ist hängt wohl stark von der Verdummungsannahme des Betreibers ab.

von w_weinmann - am 28.12.2013 18:59
Zitat
LFK
Privates Radio in Baden-Württemberg genießt nach wie vor eine hohe Akzeptanz und wird auch in Zukunft als Erfolgsmodell gesehen.

Ist nicht BW das Land, in dem der ÖR gegenüber den Privaten überdurchschnittlich viel gehört wird? (uch traditionell durch die frühere Konkurrenzsituation SDR und SWF und der etwas seltsamen Bereichssenderstruktur anstatt eines landesweiten Platzhirsches)?
In Ländern wie Hessen oder Bayern sind seit Jahrzehnten die Privatsender führend. In BW m. W. nicht.

von Schwabinger - am 29.12.2013 09:53
Ist egal, die Rendite ist dafür besonders hoch ;-) Das ist das Einzige, was zählt :-)

Die geringen Einschaltquoten wundern mich nicht. Der SWR hat mit SWR1 und SWR3 zwei relativ erträgliche Angebote für die Masse, die Frequenzausstattung zumindest einiger Bereichssender wie der Regentonne ist miserabel - umso verwunderlicher, dass die nicht DAB als Chance begreifen...
In Ländern wie Bayern verfügt die landesweite Privatkette über eine wettbewerbsfähige Frequenzausstattung.

von DH0GHU - am 29.12.2013 10:29
DH0GHU:
Da ist die Regentonne aber selbst dran schuld, da die LFK sie mit mehreren Füllsendern in Buchen, in Pforzheim, in Waldshut und ev. in Villingen-Schwenningen.
Realisiert wurde nur Buchen.

von Stefan Z. - am 29.12.2013 13:57
Auch in den anderen Bundesländern ist der Vorsprung der privaten nicht so groß, dass bei einer Drittelung einer privater noch vorner wäre.

von Marcus. - am 29.12.2013 14:54
Zitat

Da ist die Regentonne aber selbst dran schuld, da die LFK sie mit mehreren Füllsendern in Buchen, in Pforzheim, in Waldshut und ev. in Villingen-Schwenningen.
Realisiert wurde nur Buchen.


Es ist ja imemr eine Kosten-Nutzen-Frage.

von Marcus. - am 29.12.2013 15:02
Wie groß sind denn die Lücken von der Regentonne im Odenwald? Die 107,5 war ja eig für den Sender geplant, ist aber jz in Buchen mit einer abendteuerlichen Konstruktion aktiv.

Obwohl ich nicht an eine Umwidmung glaube, wie wäre denn bei einem Tausch mit dem Lokalradio die Versorgung von diesem ?

von Marcus. - am 29.12.2013 22:18
Das ssl nicht weiter lizenziert wird halte ich auch für unwahrscheinlich. Das einzig positive daran wäre nur die dann ausschließlich terrestrische Verbreitung über DAB+ und ein möglicher Komplettumzug nach Berlin um dann dort endlich auch terrestrisch Fuss zu fassen.

von FelixNRW - am 09.01.2014 14:04
Wenn SSL die terrestrische Frequenz verlieren sollte wird das Programm früher oder später eingestellt werden...

Über DAB+ ist kein Geld zu verdienen!

War vor einigen Tagen in einem großen Elektronikmarkt, um kompakte HIFI-Systeme anzuschauen. Auf der der Digitalradio Hompage sind ja einige gelistet. Und? DIe hatten kein einziges DAB+ Radio da nix! Ca. 20 verschiedene Kompaktsysteme aber kein einziges mit DAB. Auf meine Frage warum sie das nicht haben bekam ich die Antwort: "Das brauchen Sie nicht, das macht die Geräte nur teuer" dann wurd mir der iPhone Docking Sockel gezeigt :kotz:

So ohne UKW Standbein wird SSL verschwinden, schätze ich...

von raeuberhotzenplotz1 - am 09.01.2014 21:02
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Wenn SSL die terrestrische Frequenz verlieren sollte wird das Programm früher oder später eingestellt werden...

Über DAB+ ist kein Geld zu verdienen!


Ganz so negativ würde ich das nicht sehen,SSL ist nach wie vor bundesweit im Kabel und via Satellit zu empfangen. Da gibt es andere Beispiele die auch ohne oder fast ohne UKW Sender auskommen.

von Hallenser - am 10.01.2014 16:35

Neuvergabe von UKW- und DAB-Frequenzen in BW

Zitat
raeuberhotzenplotz1
War vor einigen Tagen in einem großen Elektronikmarkt, um kompakte HIFI-Systeme anzuschauen. ... Und? DIe hatten kein einziges DAB+ Radio da nix!, schätze ich.


Du solltest den "Elektronikmarkt" wechseln, wer weiss, was der noch alles NICHT im Sortiment hat (und der Verkäufer sollte umschulen, wenn er meint, "das macht die Geräte nur teuer" und seinen Kunden vorschreiben will, was sie brauchen).

von KlausD - am 10.01.2014 18:35
Richtig. Unabhängig vom Digitalradio spricht es absolut nicht für den Verkäufer, einem Kunden etwas auszureden oder gar einzutrichtern etwas nicht zu brauchen, obwohl er konkret danach fragt. In diesem Fall hat der scheinbar unkompetente Verkäufer schlichtweg versucht, sein (unvollständiges) Sortiment nicht in schlechtem Licht stehen zu lassen.

von Dr. Antenne - am 10.01.2014 20:02
Ich selbst weiß genau was ich will und ich weiß auch woher ich es bekomme (meistens aus Internetshops). Aber Otto Normalverbraucher wird so dumm gehalten!

Auch als ich mein neues Auto vor einem halben Jahr bestellt habe, habe ich erst mal nach Jahreswägen / Werkswägen von VW gesucht (Touran). Bedingung war, daß DAB+ drin ist. Fehlanzeige! Der Händler meinte, daß das kaum jemand bestellt. Aber ich soll doch um himmelswillen das Auto nicht ohne Navi nehmen, da bekäme ich später nicht mehr los...

Ich habe dann einen Neuwagen bestellt mit DAB ohne Navi und zwar über Autohaus24.de, ca 16% unter Listenpreis. Verkäufer sind ziehmlich entbehrlich ;)

Zurück zum Thema, ich vermute, daß UKW schon sehr wichtig für SSL ist, da ein großer Teil der Werbung und des Sponsoring lokalen Bezug zur Region hat. Das würde wegbrechen und die Produktion des SSL Programms ist vermutlich teurer als so mach andere DAB+ Stationen. Ich glaube nicht, daß es ohne UKW von Dauer wäre oder das Niveau gleich bleiben würde...

von raeuberhotzenplotz1 - am 10.01.2014 21:15
PM der LFK zur Neuvergabe von UKW-Frequenzen (1. Stufe: Gebiete mit nur einem Bewerber):

Zitat

Neulizenzierung von UKW-Radio in Baden-Württemberg
LFK-Gremien treffen erste Entscheidungen

Stuttgart, 02.07. 2014 – Auch über das Jahr 2015 hinaus werden in Baden-Württemberg vertraute private Radiomarken zu hören sein. Auf Sendung bleiben das landesweite Jugendradio „bigFM“, die Regionalsender „Radio Regenbogen“ (Mannheim), „antenne 1“ (Stuttgart), „RADIO 7„ (Ulm) und die Lokalradiosender „die neue Welle“ (Karlsruhe), „HITRADIO OHR“ (Offenburg), „baden.fm“ (Freiburg), „DONAU 3 FM“ (Ulm), „Radio Ton“ (Heilbronn) und „DIE NEUE 107.7“ (Stuttgart). Das hat der Medienrat der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) in seiner Sitzung beschlossen. Das 36-köpfige Gremium folgte damit einstimmig dem Votum des LFK-Vorstandes. Auf diese ausgeschriebenen Sendegebiete hatten sich nur die bisherigen Lizenz- und Zuweisungsinhaber beworben. Die Prüfung der Bewerbungsanträge durch die LFK unter anderem im Hinblick auf Meinungsvielfalt, Beitrag zur lokalen und regionalen Identität oder wirtschaftliche Tragfähigkeit hatte keine medienrechtlichen Vorbehalte ergeben.

Entscheidung über sechs Sendegebiete steht noch aus

In einem zweiten Schritt werden Vorstand und Medienrat noch vor der Sommerpause über die sechs Sendegebiete entscheiden, für die mehrere Bewerbungen eingegangen sind. Im Fokus stehen das neu geschaffene Verbreitungsgebiet rund um Stuttgart mit den Landkreisen Ludwigsburg, Böblingen, dem Rems-Murr-Kreis und Teilen des Enzkreises mit insgesamt über 1.3 Millionen Menschen. Hier muss eine Entscheidung zwischen vier Bewerbern bzw. Bewerbergruppen getroffen werden. Ebenso viele Bewerbungen waren auch für das Versorgungsgebiet mit den Landkreisen Tübingen und Reutlingen und den Zollernalbkreis mit etwa 550.00 Menschen eingegangen. Drei Radioveranstalter haben sich für das Gebiet beworben, das den Schwarzwald-Baar-Kreis, den Landkreis Tuttlingen und den Landkreis Rottweil mit etwa 400.00 Menschen umfasst. Für das lokale Sendegebiet mit dem Stadtkreis Heidelberg, Landkreis Mannheim, dem Neckar-Odenwald-Kreis und dem Rhein-Neckar-Kreis mit insgesamt 860.000 Menschen haben sich zwei Veranstalter beworben. Ebenso zwei Bewerbungen sind für das Sendegebiet eingegangen, das den Landkreis Lörrach, den Landkreis Waldshut, den Landkreis Konstanz, den Bodenseekreis, den Landkreis Sigmaringen und den Landkreis Ravensburg mit 760.000 Menschen umfasst. Auch beim Gebiet Heidenheim und Ostalbkreis mit 430.000 Menschen muss zwischen zwei Bewerbern ausgewählt werden.

Entscheidungskriterien sind vor allem der Beitrag zur Vielfalt und lokaler Identität der Bewerber. Aber auch das wirtschaftliche Konzept und die digitale Perspektive und -Konzeption des Senders spielen eine Rolle. Die neue Lizenzperiode beginnt am 1. Januar 2016 und dauert 10 Jahre.


von Manfred Z - am 03.07.2014 06:38
PM von Radio 7 zur Lizenzerteilung bis 2026. Via DAB+ will man das Programm mit Beiträgen aus ganz BW erweitern:

Zitat

Radio 7: Entscheidende Weichen gestellt – LFK bestätigt UKW Lizenz bis 2026!

Ulm/Stuttgart, 02.07.2014. Radio 7 erhält seine UKW-Sendelizenz für eine weitere Periode bis 2026. Dies hat die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) im Rahmen einer Neuausschreibung der UKW-Lizenzen in Baden-Württemberg entschieden und heute mitgeteilt.

„Das ist die wesentliche Basis für unser Programm, unseren Sender und die Kontinuität, mit der wir als verlässlicher Partner für unsere Hörer und Kunden in unserem Sendegebiet zur Verfügung stehen“, sagt Radio 7 Geschäftsführer Norbert Seuß. Die aktuelle Sendelizenz ist noch bis 31.12.2015 gültig und geht nahtlos in die neue Lizenz bis 31.12.2026 über. Mit dieser Entscheidung der LFK wird die bisherige sehr erfolgreiche Arbeit von Radio 7 anerkannt und belohnt, freut sich Norbert Seuß weiter. Die von der Medienanstalt im Kern geforderten Entscheidungskriterien wie der Beitrag zur Vielfalt und die Identifikation mit dem Sendegebiet gehören zu den Kernkompetenzen von Radio 7. Norbert Seuß: „Regionalität und die Verankerung bei und mit unseren Hörern war schon immer einer unserer Erfolgsfaktoren. Auch wenn wir keinen Zweifel an der weiteren Lizenzerteilung hatten, jetzt können wir mit voller Kraft die Zukunftsplanung des Senders umsetzen.“

Zur Zukunft bei Radio 7 gehören nicht nur die kontinuierliche Weiterentwicklung und der stetige Ausbau des UKW-Programms, sondern auch der Weg in digitale Verbreitungswege. Bereits vor kurzem hat der Sender die Lizenz für das Programm „Radio 7 DIGITAL“ erhalten, mit dem das Programm dann auch im neuen technischen Standard DAB+ ausgestrahlt werden kann. Start von Radio 7 DIGITAL ist am 1. Dezember 2014. „Wir haben damit die Chance, Radio 7 über DAB+ auch landesweit anbieten zu können. Im Kern liefern wir natürlich das gewohnte Radio 7-Programm, das unsere Hörer in UKW kennen. Für DAB+ liefern wir aber weitere Inhalte, die für die Hörer in gesamt Baden-Württemberg interessant sind. Das ist eine tolle Aufgabe für jeden Macher und jeden im Team, denn solche Chancen zur Weiterentwicklung eines Programmes über das bisherige Sendegebiet hinaus bekommt man nicht alle Tage“, sagt Radio 7-Programmdirektor Mike Wagner.

Über Radio 7
Radio 7 ist einer der drei großen Bereichssender in Baden-Württemberg. Der Sender verfügt in seinem Sendegebiet zwischen Alb und Bodensee, Schwarzwald und Allgäu über mehr als eine Million Hörer pro Tag (ma 2014 Radio I). 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzieren an vier Standorten seit 1988 ein musikorientiertes Vollprogramm mit starkem Servicecharakter.


von Manfred Z - am 03.07.2014 06:44
Wurde eigentlich schon irgendwo bekannt gegeben, welche Veranstalter sich alles beworben haben? Es würde mich ja interessieren, wer da Radio Seefunk Konkurrenz machen will.

von Zwölf - am 03.07.2014 06:59
Newsmeldung vom 2. Juli von baden.fm:

Zitat

Freiburg: baden.fm erhält Sendelizenz für weitere zehn Jahre

Das lokale Radio aus Freiburg hat heute von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) die Sendelizenz für weitere zehn Jahre erhalten. Die derzeitige Sendelizenz, die zuletzt ab 2011 verlängert wurde läuft im Dezember 2015 aus und wurde bereits Ende vergangenen Jahres von der LFK neu ausgeschrieben. Nach dem Beschluss der Medienanstalt steht fest, dass das beliebte Radioprogramm für Südbaden auch künftig über UKW und im analogen und digitalen Kabelprogramm zu empfangen sein wird. Der Geschäftsführer des Programmanbieters Funkhaus Freiburg, Christian Noll erklärte nach Erhalt der guten Nachricht aus Stuttgart: „Mit der Verlängerung der Sendelizenzen haben wir in unserem 25. Jubiläumsjahr das schönste Geschenk durch die LFK erhalten. Das sind Lob und Anerkennung für unsere Mitarbeiter und das Programm. Wir versprechen auch in den kommenden Jahren ein attraktives und authentisches Radio für Südbaden zu machen, das sowohl unseren Hörern als auch unseren Kunden ausgesprochen gut gefällt.“

Bereits im Mai hatte die LFK dem Sender die Lizenz für den Start der landesweiten Ausstrahlung des Programms im Digitalradio erteilt. Sobald die technischen Gegebenheiten vorliegen, wird baden.fm voraussichtlich ab Dezember dieses Jahres dann in ganz Baden-Württemberg über DAB+ zu empfangen sein. Das ist insbesondere für Pendler entlang den Autobahnen eine gute Nachricht. Sie müssen mit künftig nicht mehr auf ihr heimisches Lokalradioprogramm verzichten, wenn sie zwischen Freiburg und Karlsruhe, Mannheim oder Stuttgart unterwegs sind. Voraussetzung hierfür ist lediglich ein Digitalradio-Empfangsgerät, wie es die meisten Autohersteller und alle Elektrofachmärkte bereits anbieten. baden.fm hat im Süden Baden-Württembergs den Auftrag, in den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald sowie im Stadtkreis Freiburg zur lokalen Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung beizutragen. Aktuell hören täglich 168.000 Menschen das Radioprogramm aus Freiburg (Quelle: MA Radio I 2014), so viele wie noch nie in der 25-jährigen Sendergeschichte.


von Manfred Z - am 03.07.2014 07:56
Zitat

Neben Radio Seefunk RSF bewirbt sich auch Radio RSO um das Lokalgebiet 5 am Bodensee.

Zitat

baden.fm hat im Süden Baden-Württembergs den Auftrag, in den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald sowie im Stadtkreis Freiburg zur lokalen Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung beizutragen


Im Grunde übernimmt baden.fm (und Vorgänger) schon lange auch die Versorgung des Lkr. Lörrach, funktechnisch als auch etwas zurückhaltender informationsmäßig. Das Lokalgebiet 5 wird ja auch als Bodenseegebiet benannt, davon ist die franz. Grenze doch etwas weit weg. Hätte man bei der Neuvergabe auch gleich richten können. Aber immerhin können so die Leute in wenigstens den Räumen Lörrach und Schopfheim ein Lokalprogramm mehr empfangen.

von CBS - am 03.07.2014 11:29
Zitat
PM der LFK zur Neuvergabe von UKW-Frequenzen (1. Stufe: Gebiete mit nur einem Bewerber):
Landkreis Mannheim

:joke:
Da es den Begriff "Stadtkreis" für sonst nur "kreisfreie Stadt" oder "Stadt" genannte eben kreisunabhängige Gemeinden nur in Baden-Württemberg gibt, hätte sich die LfK diesen Fehler eigentlich nicht erlauben dürfen. ;-)

von Schwabinger - am 03.07.2014 16:22
Pressemitteilung vom 3. Juli bezüglich der Neuausschreibung der Stuttgarter Frequenzen, der Klassik-Radio-Freqenzen und sämtlicher NKLs im Land:

Zitat

Großes Interesse an Stuttgarter UKW-Frequenzen für kommerzielles Radioprogramm
Ausschreibungsende auch für die Nichtkommerziellen - und die Lernradios in Baden-Württemberg


Stuttgart, 03.07. 2014 – Im Zuge der Neuausschreibung aller baden-württembergischer Radiosendegebiete haben sich nach Ablauf der Bewerbungsfrist insgesamt sieben private Hörfunksender für zwei Frequenzen in Stuttgart beworben. Ausgeschrieben war jeweils ein Radioprogramm mit alternativer
Musikfarbe fernab des Mainstream mit formatgerechtem Wortprogramm. Neben
„Flux.FM“ und „sunshine live“, die bisher ihre Programme auf diesen etwa gleichwertigen Frequenzen ausstrahlen, haben auch „Radio Teddy“, „Pure FM“, „ego FM“, „Radio Paradiso“ und „Alternativ.fm“ ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht.

Auch für die UKW-Frequenzen von „Klassikradio“ in Stuttgart, Karlsruhe und Göppingen gibt es nach Ausschreibungsende mit „Radio Paradiso“ einen zweiten Interessenten. Bewerben konnten sich Hörfunksender der Sparte Kultur mit Schwerpunkt auf klassischer Musik.

Kontinuität bei den nichtkommerziellen Hörfunkprogrammen (NKL) und den Lernradios in Baden-Württemberg. Auf die NKL-Verbreitungsgebiete in Freiburg („Radio Dreyeckland“), Freudenstadt („Freies Radio Freudenstadt“), Karlsruhe („Querfunk“), Mannheim/Heidelberg (“Bermudafunk“, „radioaktiv“), Schopfheim („Freies Radio Wiesental“), Schwäbisch Hall („StHörfunk“), Stuttgart („Freies Radio für Stuttgart“), Tübingen („helle welle“, „Wüste Welle“) und Ulm („Radio free FM“) haben sich auch die bisherigen Programme mit Ausnahme von „Radio
Kormista“ in Stuttgart wieder beworben. Auch die Lernradios in den Gebieten Freiburg („echo-fm 88,4, gemeinsam mit PH 88,4“) und Karlsruhe („LernRadio – der junge Kulturkanal“) haben erneut ihre Bewerbungen eingereicht.

Vorstand und Medienrat der LFK werden bis Ende des Jahres über die Bewerber entscheiden. Die neue Lizenz- und Zuweisungsperiode beginnt am 1. Januar 2016.


Die 89,0 in Göppingen ist nun auch offiziell für ein Pilotprojekt ausgeschrieben, gute Chancen also für FIPS in den kommenden fünf Jahren dauerhaft auf UKW zu senden, siehe: http://www.radioszene.de/69812/ausschreibung-lfk-bringt-webradio-goeppingen-auf-ukw.html

von Chris85 - am 03.07.2014 18:48
Gut so, man hätte es freilich gleich auch dauerhaft mit richtiger Lizenz machen können. Wenn ich mir manchmal so anhöre, was bei den anderen "freien Radios" so rumsendet, bin ich angesichts "Radio Fips" guter Dinge. Die hatten ihre Sache bei den Veranstaltungsradios nicht schlecht gemacht. Da sitzen schon ambitionierte Radiomacher und keine linksradikalen Ideologieverbreiter.

von Peter Schwarz - am 04.07.2014 18:29
@Peter: Aus eigener Erfahrung kann ich mir schon denken, welche NKLs Du insbesondere meinst. Wobei es auch dort ambitionierte Sendungsmachende gibt, die sich nur auf gute, alternative Musik konzentrieren wollen. Leider werden diese Macher und die wenigen verbliebenen Hörer von diesen linksradikalen Ideologievertreibern abgeschreckt bzw. vergrault, doch das ist eine andere Geschichte...
Interessant an dem Pilotprojekt mit Fips ist, ob eine UKW-Ausstrahlung von Webradios und Freien Radios deren Bekanntheitsgrad steigert. Deshalb werden von der LfK in Göppingen wohl immer wieder Erhebungen zur Hörerschaft stattfinden, um zu messen, ob Webradios oder NKLs überhaupt noch terrestrische Stütz-Frequenzen bedürfen.

von Chris85 - am 04.07.2014 22:39
PM der LfK zur Neuvergabe vom 28.04.15:

Zitat
www.lfk.de
Der Stuttgarter Sender Radio Kormista wird ab 2016 nicht mehr zu hören sein.


Das betrifft Stuttgart-Münster 99,2.


Zitat
www.lfk.de
Nicht mehr lange zu hören ist die UniWelle Tübingen. Die Hochschule hatte sich nicht mehr für eine neue Zulassung beworben und wird den Sendebetrieb im August einstellen.


Das betrifft Tübingen-Heuberg 96,6.


Hier die ganze Meldung:
---> http://www.lfk.de/aktuelles/pressecenter/pressemitteilungen/detail/artikel/lfk-ukw-frequenzen-fuer-nichtkommerzielle-radios-und-lernradios-vergeben.html

von Manager. - am 05.05.2015 17:39
Zitat
Manager.
PM der LfK zur Neuvergabe vom 28.04.15:

Zitat
www.lfk.de
Der Stuttgarter Sender Radio Kormista wird ab 2016 nicht mehr zu hören sein.


Das betrifft Stuttgart-Münster 99,2.


Zitat
www.lfk.de
Nicht mehr lange zu hören ist die UniWelle Tübingen. Die Hochschule hatte sich nicht mehr für eine neue Zulassung beworben und wird den Sendebetrieb im August einstellen.


Generell finde ich es schade dass Stuttgart dann kein non-kommerzielles Radio haben wird. Abgesehen davon ist die Frequenz 99.2 vom Standort Stuttgart-Muenster kaum ausserhalb des Kessels sauber zu empfangen. Insbs. in Moehringen und Hoffeld bis hin zu Plieningen ist dies etwa der Fall.


von 102.1 - am 06.05.2015 19:02
Zitat
102.2
Generell finde ich es schade dass Stuttgart dann kein non-kommerzielles Radio haben wird.


FRS ist doch non-kommerziell?!

von DH0GHU - am 06.05.2015 19:45
Zitat
102.2
Generell finde ich es schade dass Stuttgart dann kein non-kommerzielles Radio haben wird.


Wieso? Das NKL FRS 99,2 bleibt doch auf Sendung. Nur Radio Kormista (Mi 20-22 h auf dieser Frequenz) fällt weg.
Einfach mal die ganze PM oben lesen...

von Manager. - am 06.05.2015 19:48
Zitat
Manager.
Zitat
102.2
Generell finde ich es schade dass Stuttgart dann kein non-kommerzielles Radio haben wird.


Wieso? Das NKL FRS 99,2 bleibt doch auf Sendung. Nur Radio Kormista (Mi 20-22 h auf dieser Frequenz) fällt weg.
Einfach mal die ganze PM oben lesen...


OK, dann habe ich das misverstanden.

von 102.1 - am 06.05.2015 19:58
Ich hatte jetzt erst kürzlich zu tun mit der Wüsten Welle in Tübingen, und da muss ich sagen: Bei allen gelegentlichen technischen Mängeln (wie aktuell der zu geringe Hub auf FM) ist das ein richtig rühriger "Laden". Da gibt es wirklich ein buntes Füllhorn an Sendungen verschiedenster Couleur und auch die Organisation ist auf eine professionelle Basis gestellt worden. Die Räume machen einen offenen Eindruck und man bemüht sich dort schon auch wirklich, möglichst ein breites Spektrum an Menschen auf Sendung gehen zu lassen. Die Politiksendungen werden sicher nach wie vor eine gewisse Schlagseite haben, ich hab da länger nicht mehr reingehört. Musikalisch läuft da aber einiges, was man sonst nirgendwo hört. Neben manchmal kruden Sachen auch viel hörenswertes. Insofern sehe ich die freien Radios schon als gute Ergänzungen zu den anderen Angeboten.

von Peter Schwarz - am 06.05.2015 23:53
Zum Ende der Uniwelle Tübingen gibt es einen sehr aufschlussreichen Artikel auf der Website des Medienmagazins von Radio Eins.

von MainMan - am 10.05.2015 21:20
Als langjähriger Mitarbeiter des Campusradios in Aachen (Hochschulradio Aachen) kann ich die in Tübingen skizzierte Entwicklung bestätigen. Vorweg: Die Organisationsform der beiden Programme (Uniwelle Tübingen und Hochschulradio Aachen) ist eine völlig andere. Hier eine an ein Institut angegliederte Einrichtung mit hauptamtlichen und bezahlten Stellen, dort ein von Studierenden getragener Verein mit rein ehrenamtlichen Kräften.
Aber die Entwicklung ist ähnlich: Nach der Bologna-Reform wurde es schlagartig schwieriger, Mitarbeiter zu finden, die sich über einen längeren Zeitraum beim Campus-Radio engangieren. Die mehr machen, als die Workshops durchlaufen, ein bissl Praxis für den Lebenslauf sammeln, dann ihr Studium beenden und raus sind. Die Zahl der live präsentierten Programme hat sich in Aachen von 2006 bis 2015 von ca. 40 auf etwa 15 pro Woche reduziert. Vor allem bei Musikspartensendungen am Abend (also quasi der "Kür" des Campusradios) ist das Interesse stark zurückgegangen. Neben dem Bologna-Effekt ist insgesamt ein geringerer Enthusiasmus der jungen Leute gegenüber dem Medium Radio festzustellen. Der Musikgeschmack scheint weniger ausdifferenziert (das Gegenteil wurde immer erwartet) bzw. wird die Befriedigung des eigenen Musikgeschmacks dank anderer Möglichkeiten gar nicht mehr vom Rundfunk erwartet. Es wird auch keine Notwendigkeit mehr gesehen, die eigenen Ideen und den eigenen Geschmack dort auszuleben und anderen zu präsentieren. Die Selbstdarstellung (und wer ehrlich ist, gibt es zu: Arbeit in den Medien ist immer auch ein wenig Selbstdarstellung) erfolgt heute auf diversen Internetplattformen, in Social Media etc. Die jungen Leute haben dazu das Radio nicht mehr nötig. Sie haben es nicht mehr nötig, um an ihre Musik zu kommen. Sie haben es nicht mehr nötig, um die gewünschten Informationen zu bekommen. Sie erfahren anderswo, wo heute abend eine Party steigt. Über Entwicklungen an der Uni und in der Stadt wurde schon vor 15 Jahren in Newsgroups engagierter diskutiert als in jedem anderen Medium. Mittlerweile sind Newsgroups "sowas von 1999" und man nutzt andere Kanäle.
Der Kontakt mit der Wüsten Welle hat mir gezeigt, dass lokales, nichtkommerzielles Radio aber noch funktionieren kann. Allerdings ist die Wüste Welle KEIN Studentensender, auch wenn sie manchmal in Teilen der Bevölkerung so wahrgenommen wird. Die meisten aktiven Sendungsmacher sind wohl keine Studierenden. Ich frage mich, wieso die Wüste Welle mit ihrem schon recht sperrigen Programm (und nicht immer technisch professioneller Machart) hier wesentlich erfolgreicher ist...ich denke, es liegt irgendwie im Community-Gedanken, der hier umgesetzt wird. Man sendet nicht für die Masse (genau wie die Uniradios eigentlich auch), sondern für einzelne, sehr diverse, aber doch mehr oder weniger eng umrissene Zielgruppen. Und diese bedient man sehr detailgerecht mit enger Bindung. Die Unterstützung durch hauptamtliche Personen jedenfalls macht es alleine nicht aus. Denn sonst müsste die Uniwelle ja auch nach wie vor genügend Zulauf haben. Das Thema gäbe genug Gesprächsstoff für ein ganzes Kolloquium: "Zukunftsperspektiven lokalen Radios" könnte es heissen. Vielleicht sollte ich mal die LfK anfixen, solch ein Kolloquium abzuhalten. Ich würde mich als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion oder für Workshops zur Verfügung stellen.

von Peter Schwarz - am 11.05.2015 08:56
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