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Historische Senderkarten

Startbeitrag von Der Langenhagener am 19.10.2013 18:06

Bei der Durchsicht meiner Radiounterlagen sind mir einige historische Senderkarten in die Hände gefallen. Etliche sind über 30 Jahre alt :
[attachment 2253 ndr.jpg]
[attachment 2254 hr.jpg]
[attachment 2255 sfb.jpg]

Die 50 interessantesten Antworten:

Der Norddeutsche Rundfunk 196x

UKW Nord die Welle der Freude :D heute sagt man schlicht und ergreifend NDR2 ;)

Unerwähnt bleiben in der Broschüre die Sender für Sonderprogramme.
Seinerzeit kamen ja die Gastarbeitersendungen auf.

Sender Harz-West (Torfhaus) übrigens ist im Dezember 1955 (noch mit den NWDR-Programmen) auf Sendung gegangen.
Tage später - 1.1.56 . hieß es dann: "Hier ist der Norddeutsche Rundfunk..."


Das Harzvorland wurde bis dato vom Sender Braunschweig (Geitelde) versorgt.
Mit dem neuen Sender im Harz hatte BS ausgedient. Gesendet wurde aber noch 1973.
Das waren die erwähnten Gastarbeitersendungen, das Messejournal zur Hannover-Messe und als letztes ein Messejournal für eine regionale Messe in Braunschweig.
Die Gastarbeitersendungen kamen danach ebenfalls aus dem Harz von der neuen Senderkette NDR4 - heute als NDRinfo bekannt. Ebenso anfangs das Messejournal für die Hannover-Messe.
DIeses Messejournal übernahm dann der Sender für Hannover in Hemmingen-Westerfeld.
Dazu blendet man sich aus dem laufenden Programm (NDR/WDR1 bzw. NDR1 Radio Niedersachsen) aus.

[attachment 2269 100_1756.JPG]
[attachment 2270 100_1758.JPG]
[attachment 2271 100_1760.JPG]

von bikerbs - am 20.10.2013 18:23
Toller Thread :spos:
Die hr-Karte gab es hier m. W. schon mal. Bisschen pesimistisch die Frankfurter (hier Reichweite nach Süden durch Hardberg und nach Norden Richtung H).

Die SFB-Karte von 1990 kommt in etwa hin.

Der DLF zeigt auf UKW z. B. Freiburg, Saarburg und Witthoh doch etwas sehr optimistisch. Glaube kaum, dass FR den Kanton Basel-Landschaft noch versorgt.
Schön zu sehen ist die Vollversorgung von Sachsen (hätte man ja auch DT 64 darauf lassen können).

Bei der SWF-Karte wäre es hilfreich gewesen, der SWF hätte -bis auf die paar eigentlichen direkten Senderstädte- auch andere Städte eingezeichnet. Also neben den eigenen auch angrenzendes Gebiet (MA, F, S, K, D, AC, KA, UL, SB) oder Ländergrenzen.

von Schwabinger - am 21.10.2013 16:22
quote="fatal error schrub:"]
Was waren denn das früher für ominöse UKW Kanäle?[....][/quote]

Zitat
_Yoshi_ schrub:
[....]Früher wurde das UKW BAnd in Kanäle eingeteilt.
87,5MHz war Kanal 2.
Ich denke alle 200Khz ein Kanal höher bis 100Mhz.[.....]


Kanalnummern bei UKW. Denke, daß lies sich besser merken. ;)
Das Kanalraster umfasste je Kanal einen Bereich von von 300 KHz. Anfangs waen auch nur alle 300 KHz ein Sender. Später ging man auf 100 KHz-Abstand über. In den Kanalnummern spiegelte sich das mit - und + wider.
Eine Kanalumrechnungstabelle hat der Langenhagener ja eingestellt.

Hier mal meine Empfangsliste von 1978 oder so. Die Kanäle und Frequenzen hatte ich mir zum Teil aus Senderkarten oder Sendertabellen herausgesucht. Empfänge von den Standorten sind alle noch vorhanden - mit entsprechenden Programmuumwidmungen natürlich. Einiges geht allerdings schwieriger als damals.

[attachment 2280 EMPFANG.JPG]

von bikerbs - am 21.10.2013 19:25
Hier noch was aus meiner Heimat:

Hier ein MW und TV Senderübersicht stand 1985

Hier ein UKW Senderübersicht Stand 1985

Hier eine Reichweitekarte von Nederland 1 und Nederland 2, stand 1966. Auch das Richtfunknetz, zur zuführung die Senderstandorte, ist mit ein geschildert.

Die letzte Karte zeigt dass die Standorte Hilversum, Ugchelen, Zwolle, Irnsum, Roosendaal, Loon op Zand, Alphen, Den Haag und Maastricht erst nur für Richtfunk gebaut worden sind. Erst viel später wurden diese Standorte dann auch für die abstrahlung von Fernsehen und Hörunk eingesetzt. In Irnsum wurde zudem ein neuer Mast gebaut, das ist nicht das Original. Die andere Türme sind noch alle Original.

von Jassy - am 21.10.2013 20:01
Mit Karten kann ich zwar nicht dienen, ich habe aber mal ein paar Zahlen und Fakten aus den Niederlanden zusammengetragen habe. Dort begann der terrestrische Privatfunk erst in den 90er Jahren und die Zerobase hat 2003 für eine komplette Neuordnung gesorgt. Aber auch schon in den 1990er Jahren war im UKW-Bereich viel in Bewegung:

Juni 1992: Radio 10 Gold erhält drei Frequenzen in Wieringermeer, Friesland und Groningen
Juni 1992: RTL Radio darf in Den Haag auf 101,2 senden
Juni 1992: SkyRadio erhält die 102,7 in Rotterdam
Januar 1993: Radio1 ist landesweit auf UKW zu hören (u.a. Smilde 101,0 / Markelo 104,6)
25.07.1995: Sendestart Radio538 auf 103,0 (Lelystad)
15.09.1995: Sendestart SkyRadio auf 100,7 (Lopik)
09.06.1997: Verteilung weiterer Frequenzen an Privatsender:
SkyRadio: 100,4 (Irnsum)
Radio 538: 89,0 (Groningen) 93,2 (Irnsum) 93,6 (Zwolle) 101,2 (Diemen) 101,5 (Den Haag)
Radio 10: 103,0 (Lelystad, 538 muss die Frequenz verlassen)
Hitradio Veronica: 88,1 (Hilversum) 93,0 (Dieshoek) 93,4 (Maastricht) 103,8 (Rotterdam)
Jazz Radio: 88,6 (Einhoven) 89,5 (Utrecht) 90,1 (Den Bosch) 91,1 (Alkmaar) 91,5 (Oostburg)
Radio Noordzee Nationaal: 88,9 (Amsterdam) 99,1 (Hoogezand) 102,2 (Gennep) 102,3 (Ruurlo) 102,5 (Wieringermeer) 102,7 (Rotterdam)
Classic FM: 90,7 (Gouds) 93,7 (Losser)

Zwischenstand 01.01.1998

jazzRadio
Mierlo 88.6
Utrecht 89.5 (1 kW)
Den Bosch 90.1 (0,1 kW)
Alkmaar 91.1 (0,2 kW)
Biervliet 91.5 (1,0 kW)

Radio10
Lelystad 103.0 (50 kW)

SKY Radio
Irnsum 100.4 (50 kW)
Lopik 100.7 (100 kW)

Classic ƒM:
Lopik 90.7 (1,0 kW)
Losser 93.7 (4,0 kW)

Radio 538
Groningen 89.0 (0,5 kW)
Tjerkgaast 93.2 (2 kW)
Zwolle 93.6 (2 kW)
Hilversum 101.2 (40 kW)
Rotterdam 101.5 (1,2 kW)

Veronica FM
Hilversum 88.1 (0,5 kW)
Dishoek 93.0 (0,5 kW)
Maastricht 93.4 (0,1 kW)
Rotterdam 103.8 (10 KW)

Radio Noordzee Nationaal (RNN)
Amsterdam 88.9 (10 kW)
Hoogezand 99.1 (1 kW)
Gennep-Gemert 102.2 (2 kW)
Ruurlo 102.3 (5 kW)
Tjerkgaast 102.5 (50 kW)
Rotterdam 102.7 (50 kW)

Juli 1998: Radio 10 nimmt 103,3 in Rotterdam in Betrieb
August 1998: Jazz Radio (heisst zwischenzeitlich JKF Radio) verlegt die 91,1 aus Alkmaar nach Amsterdam
September 1998: SkyRadio nimmt 100,4 in Rotterdam in Betrieb
Oktober 1998: Radio538 nimmt 101,5 in Eindhoven in Betrieb
Oktober 1998: Radio Noordzee Nationaal verlegt die 102,5 von Wieringermeer nach Tjerkgaast
November 1998: Hitradio Veronica (heisst mittlerweile Veronica FM) nimmt in Amsterdam die 103,6 in Betrieb
November 1998: Radio Noordzee Nationaal nimmt die 99,1 in Leeuwarden in Betrieb
Dezember 1998: SkyRadio verlegt die 100,4 von Irnsum nach Smilde
Dezember 1998: Radio 10 GOld nimmz 103,3 in Haarlem in Betrieb
Mai 1999: SkyRadio nimmt in Amsterdam die 100,4 in Betrieb
März 2000: Radio538 und Veronica FM nehmen Sender in Den Helder in Betrieb (93,2 und 88.3)
April 2000: Radio Noordzee Nationaal (heisst mittlerweile Noordzee FM) nimmt 102,2 in Driewegen in Betrieb
Juli 2000: JFK Radio (ist mittlerweile BNR) startet i Rotterdam auf 91,1, Noordzee FM testet in Utrecht 102,5 und SkyRadio ist in Roosendaal auf 100,4 auf Sendung
September 2000: Veronica FM startet in Tilburg auf 103,6
September 2000: SkyRadio nimmt Sender in Vlissingen und Middelburg auf 100,7 in Betrieb
September 2000: Veronica FM startet in Den Bosch auf 87,9 und in Friesland (Tjerkgaast?) auf 103,8
Oktober 2000: Radio 538 nimmt 101,2 in Terneuzen in Betrieb

von Staumelder - am 29.10.2013 09:55
Zitat

Juni 1992: Radio 10 Gold erhält drei Frequenzen in Wieringermeer, Friesland und Groningen


Ergänzung: 102,5 Wieringermeer, 100,4 Irnsum und 89,0 Groningen.

Zitat

25.07.1995: Sendestart Radio538 auf 103,0 (Lelystad)


Die Frequenz war bislang von Radio 1 besetzt gehalten. Da dieser Frequenz aber 100% Überlappung hatte mit die andere Frequenzen hat man die Frequenz an Radio 538 gegeben. Die Frequenz ist mit 50kW koordiniert, wurde aber mit nur ~20kW betrieben. Nozema wollte damals die Leistung nicht hochdrehen, um Radio 538 zu ärgern. Radio 538 war damals riesig sauer auf Nozema und suchte nach ein anderer Netzbetreiber. Hier ist dann CBT (Bekannt von die Lokale OLON Sender), was später Broadcast Partners geworden ist, aufgestanden.

Zitat

15.09.1995: Sendestart SkyRadio auf 100,7 (Lopik)


Dieser Frequenz war in Genf mit 100kW Rund koordiniert, wurde aber mit nur ein paar kW betrieben für Radio M. Sky Radio hat darauf, erfolgreich, anspruch auf die Frequenz genommen und diese mit 100kW ERP in Betrieb genommen. Radio M ist dann auf die 100,1 gewechselt, die später beim Zerobase an BNR vergeben wurde.

Zitat

April 2000: Radio Noordzee Nationaal (heisst mittlerweile Noordzee FM) nimmt 102,2 in Driewegen in Betrieb


Sicher? Das ding steht an die Grenze mit Belgien, wo die 102,1 Egem Hauptversorger ist.

Zitat

September 2000: SkyRadio nimmt Sender in Vlissingen und Middelburg auf 100,7 in Betrieb


Sicher? Vlissingen und Middelburg sind quasi Nachbarstädte, ein gleichzeitiger Betrieb wurde gigantisch stören.

Zitat

September 2000: Veronica FM startet in Den Bosch auf 87,9 und in Friesland (Tjerkgaast?) auf 103,8


Das dürfte Tjerkgaast gewesen sein.

Zitat

Ruurlo 102.3 (5 kW)


Die kam seit eh und je aus Lochem, soweit ich weiss.

Vielen dank für die Auflistung! Wie man sieht ist leider nicht alles dokumentiert, ich arbeite da aus dem gedächtniss. Da Radio Noordzee kunde war bei Broadcast Partners klingt mir ein Sender in Ruurlo eher schleierhaft.

von Jassy - am 29.10.2013 10:19
Zitat
0815xxl
mal 'ne blöde Frage, habt ihr solche Senderkarten auch von der DDR? gab es sowas damals überhaupt?

Eine Karte von 1959 gibt es hier:
http://www.dxradio-ffm.de/FM1959.jpg

Ich weiß nicht, ob dieser Link mit historischen Quellen schon gepostet wurde, habe ihn hier im Thread auf Anhieb nicht gefunden:
http://www.dxradio-ffm.de/damals.htm

Ich meine, es hätte auch Übersichtskarten zur DDR in den 80er Jahren gegeben. Ich habe noch eine Karte vor Augen mit einer Darstellung wie in den Grafiken der Wittsmoorlisten. Dort werden die Sender als senkrechte Balken dargestellt, deren Höhe nach Sendeleistung variiert. Ich erinnere mich daran, dass jeweils die 4 Frequenzen eines Standortes für DDR1, DDR2, Stimme der DDR und Berliner Rundfunk je Standort nebeneinander als Balken dargestellt waren, finde die Karte aber leider leider momentan nicht wieder.

von Funkohr - am 29.10.2013 20:40
Sehr interessantes Thema! Hab gerade auch mal noch etwas rumgeguckt und recht viele interessante Senderkarten von Anno dazumal gefunden. Dabei hab ich auch in einem BR Senderverzeichnis von 1989 noch das Programmschema der alten KW 6085kHz auf einem ausgedruckten DIN A4 Blatt vom BR von 1989/90 mit der Mischung aus Bayern 1 und Bayern 3 gefunden. Kann mich daran noch gut erinnern, tagsüber gerne mal B3 gehört zu haben, obwohl RTL auf 6090 extrem störte :mad: Etwas später hab ich dann die 96,3 entdeckt :-)

Was ich auch noch gefunden habe Senderverzeichnisse der NOZEMA, von der BRT, vom hr, SWF, SFB, SDR, von Sveriges Radio, NRK und auch TDF, ffn, ffh, Regenbogen, Rias ... und auch vom NDR. Hier mal die MW Liste von NDR von 1989. Da sieht man recht schön, das nachts auch NDR 2 damals auf Mittelwelle ausgestrahlt wurde. Davon müsste ich sogar noch einen mehr oder weniger Mitschnitt haben ... ach ja, wenn ich mehr Zeit hätte zum einscannen :-( ... Und was ich dabei wieder gemerkt habe, ich hab mich tatsächlich schon mit dem ganzen Kram beschäftigt als ich gerade mal so um die 10 war, eigentlich unglaublich und die Sachen sind alle noch wunderbar, fast wie neu erhalten geblieben :-)

[attachment 2329 NDR_Sendernetz_1989_frontseite.jpg]
[attachment 2330 NDR_Sendernetz_1989_mw_liste.jpg]
[attachment 2331 NDR_Sendernetz_1989_mw_karte.jpg]

von Jens1978 - am 29.10.2013 23:29
Schön, daß ich euch inspirieren konnte auch einige Karten ins Forum zu stellen ! Da sind schon einige interessante Bilder dabei, z.B. zur Neuordnung der Rundfunklandschaft im Südwesten.
Gab es tatsächlich Überlegungen SDR,SWF,SR und HR zusammenzulegen ? Kaum vorstellbar, wenn dann auch noch der BR dabei sein sollte !
Auch die stundenweise Nutzung von NDR 2 und NDR 3 auf Mittelwelle erscheint mir suspekt. War das nur angedacht oder wurde das schon so gesendet ? Ich kann mich daran überhaupt nicht erinnern, daß dies so gewesen war. Eine Übernahme des NDR 3 Programms um 19 Uhr macht vielleicht noch Sinn, da zu diesem Zeitpunkt ein Kulturjournal lief. NDR 2 sendete nach 20 Uhr lediglich Musiksendungen wie den "Club".
Vielleicht waren diese Ausstrahlungen für Hörer in der ehemaligen DDR gedacht ?

von Der Langenhagener - am 30.10.2013 11:46
Hatten wir das Thema nicht schon ein paar Mal? Also, von den 60ern bis in die 80er wurde immer zwei Modelle diskutiert: Entweder eine Fusion von SDR, SWF und SR, oder eine Auflösung des SWF und Aufteilung des SWF-Sendegebiets unter SR (Rheinland-Pfalz) und SDR (Südhälfte BaWüs). Der HR war damals bei den Überlegungen immer außen vor, da Hessen SPD-dominiert war, die drei Südwestländer aber von der CDU beherrscht wurden. Eine SDR-SWF-Fusion ohne SR kam erstmals Ende der 80er durch Lothar Späth auf den Tisch. In den 90ern waren das Saarland, RLP und Hessen SPD-regiert, so dass das Modell eine Dreiländeranstalt mit Hessen, ohne BaWü, plötzlich greifbar erschien. Kurt Beck entschied sich dann aber doch für das SWR-Modell.

Meiner Meinung nach wird es über kurz oder lang aber auf eine Vierländeranstalt im vergrößerten Südwesten hinauslaufen.

Ach ja, dass die Bayern ihren BR aufgeben, war damals utopisch, ist heute utopisch, und wird auch noch in zwanzig Jahren utopisch sein.

von freiwild - am 30.10.2013 13:07
Schöner Thread :spos:

Interessant die SWF 3-Land Karte.
Stuttgart ist die einzige Stadt mit 2 Frequenzen (Raichberg/Alb 94,3 und Hornisgrinde/Schwarzwald 98,4).

Zitat
Langenhagener
. zur Neuordnung der Rundfunklandschaft im Südwesten.
Gab es tatsächlich Überlegungen SDR,SWF,SR und HR zusammenzulegen ? Kaum vorstellbar, wenn dann auch noch der BR dabei sein sollte !

Ersteres ja, also Südwest plus Hessen. Letzteres wurde wohl nie ernsthaft in Erwägung gezogen (ist mir auch echt neu, dass der BR zur Disposition gestnden hat - wieder was gelernt. BTW: Soo schlecht wäre eine Megafusion zumindest für uns Bayern ja nicht gewesen. Stichwort "CSU-Rundfunk" :mad: Und wenn SWR 3 hier senden würde, wäre ABY nicht so erfolgreich wie gegen Bayern 3).

Zitat
Marcus
Das Problem wird sein, dass eine Integration von SR in SWR zu sehr als Vorbote einer Länder Fusion aufgefasst wird.

Zumindest im TV ist der SR quasi bis auf den "aktuellen Bericht" und den Sport vollintegriert im SWR. Eine 100 %-Integration würde im TV-Bereich wohl tatsächlich wenig mehr als bisher bringen.
Aber du hast Recht. Ein Auflösung des SR wäre ein Vorbote. MIt dem SR-Signet kann man noch immer Eigenständigkeit symbolisieren. Bei Radio Bremen sieht es im TV ja fast exakt auch so aus (da gibt es doch nur "Buten und Binnen" und noch nicht mal einen RB-eigenen Videotext).

von Schwabinger - am 30.10.2013 17:17
Die Ausstrahlung von NDR2 über die Mittelwellensender ist tatsächlich so umgesetzt worden, denn wie geschrieben erinnere ich mich sogar daran und zweitens habe ich auch einen Mitschnitt von einer NDR2-Mittelwellensendung. So "suspekt" finde ich das ehrlich gesagt auch gar nicht, denn zu der Zeit wurden auch SWF 3 und Bayern 3 über Kurzwelle, WDR 1, SFB 2, Rias 2 und SR1 über Mittelwelle und selbst heute noch WDR 2 ebenfalls über Mittelwelle ausgestrahlt. Also das passte sehr gut ins Schema. Den Grund weiß ich nicht wirklich, allerdings liefen zu der Zeit tatsächlich parallel über die UKW-Sender die Gastarbeiterprogramme und vermutlich war es auch ein Grund, (junge) Hörer in der DDR abends mit der Raumwelle zu erreichen die kein oder schlechten UKW Empfang hatten. Denn die Sendung "der Club" war eine Sendung für Jugendliche und danach gab es ab 21 wie heute auch wieder Spezialsendungen (Konzertmitschnitte usw.). Neben der 630kHz Mittelwelle aus Dannenberg hatten der WDR und der BR übrigens beide auch solche Kombinationssender (1593kHz, 6085kHz) für die weitere "Umland" wo das ausgestrahlte Programm tagsüber unterschiedlich war. Quasi als "best-of" ;-)

von Jens1978 - am 30.10.2013 17:36
Zitat

Zumindest im TV ist der SR quasi bis auf den "aktuellen Bericht" und den Sport vollintegriert im SWR. Eine 100 %-Integration würde im TV-Bereich wohl tatsächlich wenig mehr als bisher bringen.


Es ist schon mehr 30% zu 70% wie bei RP und BW, allerdings wird etwas mehr mit wiederholungen gefüllt.

Im Radio Bereich würde man SR2 Kultur sicherlich am meisten sparen, bei SR1 und SR3 kaum, und Unser Ding könnte dann aus SB kommen, da man hier die größte Reichweite hat. DIe Frage ist aber auch noch, ob Unser Ding das überhaupt überleben würden auf UKW, denn man braucht ja noch Kapazitäten für SWR 3, so dass die Kette von Unser Ding, wenn die 103,7 an SWR fallen würde (die 98,2 reicht nicht aus):

98,2 SB (SR1)
90,3 WND (Unser Ding)
98,6 HOM (Unser Ding)
92,1 MZG (SR2)
88,5 MTL (SR2)
88,6 Moseltal (SR2)

Die SR2 efolgt hier über Saarburg, die Bliestal Frequenz müsste aber wohl bei SR2 bleiben, da Kettrichshof fehlt.

von Marcus. - am 01.11.2013 13:32
hier ein Link zu weiteren historischen Senderkarten

u.a. vom Südfunk (Mittelwelle vor 11/1978),
BR-Ausländerprogramm (vor dem Sendebetrieb von B5aktuell), von NDR2+Mittelwelle (Anfang 80er)
und Frequenzen von Schweizer Lokalradios (Ende 80er)

von Bussenman - am 01.11.2013 15:39
Ich muss mich auch mal zu Wort melden in diesem Thread, der wirklich manchen Schatz an Senderkarten und -Daten beinhaltet:
- Auf der Karte ch3_1978 vom Langenhagener sieht man die konzessionierten Lokalsender, als bei uns 1983 das Privatradiozeitalter startete. Auf dieser Karte sieht man alle Sender, die eine Lizenz bekommen haben, aber manche dieser Sender gingen gar nie auf Sendung. Die Karte stammt daher von 1983.
So ging der Glarner Sender "Radio Glaris" nie auf Sendung, sie hatten wohl die Konzession, der Sender ging aber nie auf Sendung, weil man die Einnahme-Chancen durch Werbung zuletzt schlecht einschätzte, sodass man zum Schluss kam, dass sich ein Sendebetrieb nie rentieren konnte; zudem erkrankte einer der Hauptpersonen auch schwer und verstarb kurz darauf.
Ich weiss nun aber auch, welche Senderstandorte geplant waren: Ziegelbrücke-Biberlikopf, Sool-Trogsiten und Engi-Lindenbodenberg.
Die Schweiz-Lokalradio Karten und Daten sind für mich ebenfalls äusserst interessant, da ich gewisse frühe Senderstandorte noch nicht richtig kannte.
Danke auch an iro, der die Karten zusammengefasst und hochgeladen hat!

von dxbruelhart - am 04.11.2013 19:31
Wenn die nächsten 100 MB voll sind gibt's noch'n Paket ;) Weiter so... :D

Ich hab mal den Rechner durchsucht und diese 3 Karten gefunden. Die zwei TV-Karten sind nicht von mir (Fundsache), die VF-Karte ist eigentlich 5,5MB groß, im Paket wird diese dann in voller Auflösung enthalten sein, für's Forum musste ich die Datei verkleinern...
[attachment 2405 Karte_Verkehrsfunksender_DergroeVolkswagenundAudiAtlas1995-96.jpg]
Der große Volkswagen und Audi Atlas 1995-96

EDIT:
Zitat
HeibelA
Ah, da ist ja meine alte Verkehrsrundfunksender-Karte wieder aus dem VW-Audi-Atlas. :eek:
Danke ;)

[attachment 2406 TV-Sender1990Norddeutschland.jpg]

[attachment 2407 TV-Sender1990Sddeutschland.jpg]

von iro - am 04.11.2013 19:51
kreditiert ;)

Nicht historisch, aber sicherlich auch was für den Jäger und Sammler... aktuelle Senderlogos von VW, downzuloaden unter: http://www.volkswagen.de/de/models/golf_7/brochure/senderlogos.html

(gepostet von oli84 in http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1185069,1185235#msg-1185235).

Dort gibt es 4338 Senderlogos aus (am Ende der Zeile jeweils: Anzahl pro Land):
AUT_130417_58x
BEL_130417_204x
CZE_130417_81x
DEN_130417_105x
ESP_130417_998x
FIN_130417_55x
FRA_130417_459x
GBR_130417_439x
GER_130417_382x
IRL_130417_69x
ITA_130417_826x
LIE_130417_1x
LUX_130417_15x
NED_130417_296x
NOR_130417_120x
POL_130417_134x
SUI_130417_96x
---
61,5 MB, zip-verpackt.

von iro - am 04.11.2013 20:29
Wenn ich alle diese tollen Karten hier sehe, habe ich mich an ein Blaupunkt Autoradio- oder Gesamt-Prospekt von 1992 oder Anfang 1993 erinnert, welches ich damals bei Schaulandt im Forum Steglitz in der Hand hatte. Dieser zeigte alle RDS PI Codes der damals sendenden Radiosender in anschaulicher Form. Die Abbildungen waren sehr interessant, da die dort gedruckten RDS PI Codes von den Blaupunkt Autoradios mit der markanten orangenen Farbe zu sehen waren. Wirklich schade, das ich dieses Prospekt nicht mehr zur Hand habe, würde es nach so vielen Jahren gerne wieder sehen. Vor allem die damaligen ORB RDS Codes fand ich richtig klasse, so u.a. ORB3ROCK. :hot:

von Francesco210175 - am 12.11.2013 00:11
Die Liste von 1960 ist ja tatsächlich seeehr interessant :spos: Es wurden ja nahezu alle Frequenzen später geändert. Und tatsächlich, diese krummen Frequenzen, vor allem der hr hat ja viele, sind mir völlig unbekannt gewesen. Waren die Sender zu der Zeit überhaupt so frequenzstabil? Kann mir kaum vorstellen, das die Frequenz auf exakt 0,001MHz genau eingehalten werden konnte.

@bikerbs: Diese wenigen Sender müssten nach einem Quercheck weitestgehend die Frequenzen behalten haben, wenn ich mich nicht völlig vertan habe. Eventuell können andere noch mehr Frequenzen identifizieren.

Haardtkopf 90,0
Dannenberg 93,3
Teutoburger Wald 90,6(5)
Berlin 88,8 (Rias -> SFB)
Hannover 90,9
Heidelberg 91,5
Raichberg 91,8
Leipzig 90,4
Marlow 91,0
Dequede 96,9
Inselsberg 97,15(->97,2)
Schwerin 97,3
Brocken 97,4
Berlin 97,65 (->97,7)

@Langenhagener
Hast du noch mehr Frequenz- und Sendernetzkarten von der BBC? Die würden mich sehr interessieren. Als ich die BBC so um 1990 rum angeschrieben habe, hatten die mir nur normales Infozeugs und zwei Ausgaben der "RadioTimes" geschickt. Solche Karten wären viel interessanter gewesen. Die RTE hatte mir z.B. damals eine DIN A3 Sendernetzkarte geschickt. Das hatte mich damals sehr gefreut (auch wenn ich damals nur über MW die RTE gehört habe) und heute freue ich mich, sie noch zu haben :-)

von Jens1978 - am 18.11.2013 20:25
Zitat
Wasat
Zitat
Jens1978
Kann mir kaum vorstellen, das die Frequenz auf exakt 0,001MHz genau eingehalten werden konnte


Sicher, bei den meisten analogen TV-Sendern war ein fixer Offset, also eine geringe Abweichung von der Nennfrequenz, wegen der dichten Kanalbelegung sogar zwingend, um gegenseitige Störungen zu vermeiden. Der ORF verwendet z.B. meist 8p (plus) und 8m (minus), was einer Abweichung von ca. 10 kHz nach oben bzw. unten entspricht. Die von der ITU 1961 verlangte Frequenzgenauigkeit lag bei 500 Hz, also 0,0005 MHz.

Das stimmt, wusste ich auch schon, hatte ich aber ganz vergessen. Dann würde mich aber mal interessieren, als welchem Grund man dann so krumme Frequenzen genommen hat. Hat man da etwa gewürfelt ;-) Vermutlich waren es wohl Mischproduktgründe, aber dennoch interessant.

Was mir auch aufgefallen ist: Der Hohe Meissner hatte anscheinend erst nach Biedenkopf einen stärkeren Sender für das erste bzw. zweite Programme bekommen. Biedenkopf dagegen sendete schon für beide Programme mit 55kW. Somit war Biedenkopf anscheinend in der Rangfolge vor dem Hohen Meissner. Das Gegenteil hätte ich vermutet. Auch das im Odenwald bereits beide Sender, also Würzberg (der in der obigen Liste Würzburg heißt ;-) ) und Hardberg in Betrieb waren erstaunt mich schon, hätte nur erst einen Sender erwartet. Im Endeffekt sieht man schon recht schön, dass das UKW Netz damals nach ca. 10 Jahre eigentlich nahezu alle Grundnetzsender von heute bereits aufweist. Das ist schon erstaunlich und zeugt von den enormen damaligen Anstrengungen wenn man sich heutige Sendernetzaufbauten (DAB+) ansieht.

von Jens1978 - am 19.11.2013 18:23
Zitat
Jens1978
.... Dann würde mich aber mal interessieren, als welchem Grund man dann so krumme Frequenzen genommen hat. ....


Vielleicht hat man bloß nachgemessen, nach dem Aufbau von den Sendern. Hamburg war auf 88,5 MHz festgelegt, endete aber stabil auf 88,536 MHz.
Anders geschrieben – Wie wurden die Frequenzen damals stabil gehalten ?

In der Wittsmoor-Liste vom 1. Januar 1986 hat ausschließlich die SWF-"Blauen I"-Sendefrequenz keine 0 an der dritten Dezimalstelle, sondern 89,175 MHz.

Wendelstein I & II scheint auch seit 1960 fast frequenzstabil gewesen zu sein.

In der

sind die damaligen deutsche Mittelwellensenderfrequenzen auch aufgelistet:



Die Tabelle "Ausländische UKW-sender" ist in zwei Teilen geskannt.

[attachment 2480 GraetzAuslndischeUKW-Sender1v.2Stand1.1.1960Q70prog.jpg]
[attachment 2481 GraetzAuslndischeUKW-Sender2v.2Stand1.1.1960Q70prog.jpg]

In Österreich ist seit 1957 (siehe Wasat-Beiträge) bis 1960 keine größere Änderungen zu entdecken.

von Frank H. (DK) - am 20.11.2013 17:38
Habe mir mal von der Graetz -MW - Tabelle den RIAS vorgenommen.

Sender HOF:
Winter - von 15.9 - 31.3. ,Nacht (N) von 16.30 -8.15 Uhr
5.00 - 8.15 Uhr - 683 khz N
8.15 - 16.30 Uhr -737 khz T
16.30- 2.05 Uhr -683 Khz N

Sommer - von 1.4. - 14.9. Nacht ab 17.45 - 5.00 Uhr (Sendebeginn)
5.00 - 17.45 Uhr 737 khz T
17.45 - 2.05 Uhr 683 khz N

Sender BERLIN :
Winter :
5.00 - 8.15 Uhr 854 Khz N
8.15 - 16.30 Uhr 683 khz T
16.30 -0.15 Uhr 854 khz N

Sommer:
5.00 - 17.45 Uhr 683 khz T
17.45 - 0.15 Uhr 854 khz N

Fragen: :confused:
- wann kam die 854 khz aus Hof ?
- aus Hof NUR Rias 2 ?
-immer 100 kw aus Berlin ?
- Sendeschluss in Berlin um 0.15 und in Hof 2.05 ? Wieso ?


Gruss - Hempe :cheers:

von Hempe - am 22.11.2013 14:37
Nach der Graetz-Senderliste zu urteilen, sah das UKW-Band in der Region Hannover vor über 50 Jahren so aus :

88.20 NDR 2 Harz
89.69 HR 2 Hoher Meissner
90.30 BFN Verden
90.65 WDR 3 Teutoburger Wald
90.90 NDR 3 Hannover
93.90 NDR 2 Hannover
94.20 WDR 2 Teutoburger Wald
96.00 NDR 3 Harz
97.40 DLS Brocken
97.85 NDR 1 Hannover
99.30 BFN Braunschweig
99.60 WDR 1 Teutoburger Wald
99.90 NDR 1 Harz

Somit konnte man maximal acht Hörfunkprogramme in guter Qualität empfangen. Man muss allerdings beachten, daß NDR 1 und WDR 1 ein Gemeinschaftsprogramm war und NDR 3 und WDR 3 nur für wenige Stunden am Abend zu hören waren.
Auffallend, daß die gleichen Programme von WDR und NDR "dicht" zusammen lagen.

von Der Langenhagener - am 22.11.2013 16:50
Zitat
Schwabinger
Was ist denn das in der UKW-Klipp&Klar-Karte für ein einzelner SDR-Sender südwestlich von S? Mötzingen wird es in den 1970er Jahren ja nicht gegeben haben.

Das soll Langenbrand 97,0 sein.


Zitat
Schwabinger
Warum hat denn der DLF in West-Berlin keine Frequenz bekommen?

Das hatte rechtliche Gründe. Der DLF war ja zu der Zeit noch eine "Bundesrundfunkanstalt" und wurde aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert. Da in West-Berlin aber immer noch die 3 westl. Allierten das Sagen hatten, hatte der Bund dort nichts zu melden und hätte eine Frequenz für den DLF nur mit Zustimmung der Allierten erhalten können. Die hatten für diese Aufgabe aber den RIAS, der zwar auch vom Bund finanziert wurde, aber unter amerikanischer Kontrolle stand. Daher bekam der DLF auch erst 1988 dort eine MW-Frequenz (810 kHz), die die BBC angesichts einer reichweitenstarken 50 kW UKW-Frequenz (90,2 MHz) nicht mehr nutzen wollte und die auch die Landesrundfunkanstalt SFB nicht benötigte.


Jetzt habe ich aber auch eine Frage zu der zweiten Karte:
Bei Rimberg ist eine UKW-Frequenz der Alliierten mit aufgeführt. Daran habe ich gar keine Erinnerung. Was war das denn?

von Manager. - am 13.01.2014 18:57
Manager
Zitat

Das hatte rechtliche Gründe. Der DLF war ja zu der Zeit noch eine "Bundesrundfunkanstalt" und wurde aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert. Da in West-Berlin aber immer noch die 3 westl. Allierten das Sagen hatten, hatte der Bund dort nichts zu melden und hätte eine Frequenz für den DLF nur mit Zustimmung der Allierten erhalten können. Die hatten für diese Aufgabe aber den RIAS, der zwar auch vom Bund finanziert wurde, aber unter amerikanischer Kontrolle stand. Daher bekam der DLF auch erst 1988 dort eine MW-Frequenz (810 kHz), die die BBC angesichts einer reichweitenstarken 50 kW UKW-Frequenz (90,2 MHz) nicht mehr nutzen wollte und die auch die Landesrundfunkanstalt SFB nicht benötigte.

So was dachte ich mir auch schon. Also das mit dem Allierten-Theater, das ja quasi für alles in West-Berlin gegolten hat.
Interessant das mit der 810. Wusste gar nicht, dass die schon 1988 in Betrieb gegangen ist (und damit quasi mitten in der DDR lag).

von Schwabinger - am 13.01.2014 20:53
Und hier ist das DLF-Poster von der IFA '89...

---> http://www.directupload.net/file/d/3502/8syf43h3_jpg.htm


Rückseite:

---> http://www.directupload.net/file/d/3502/tz2f4b5r_jpg.htm



Zum Thema Senderkarten hier was aus der Schweiz:
Empfangskarte 1978

---> http://www.directupload.net/file/d/3502/yph8jdbb_jpg.htm


DRS 3 nach dem Sendestart am 01.11.83:

---> http://www.directupload.net/file/d/3502/9zhflodi_jpg.htm


Ö3 1985:

---> http://www.directupload.net/file/d/3502/5sr6z3dz_jpg.htm

von Manager. - am 14.01.2014 19:50
Auf Grund dieses Beitrages wurde ein wenig darüber gesprochen.
http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1226755,1250648#msg-1250648

Weiterführendes ist, glaub ich, hier besser aufgehoben.

Hab mal für das NDR-Sendegebiet Programmverschiebungen innerhalb der bestehenden Senderkette von 1965 zusammengestellt,

Der in einer zuvor gezeigten Grafik vorkommende Sender Norden-Osterloog wurde stillgelegt und die Frequenzen mit höherer Leistung vom Sender Aurich-Popens übernommen.

Zugunsten von Landesprogrammen wurde NDR/WDR1 per 1.1.1981 eingestellt.
Leider habe keine Unterlagen über die Zeit zwischen 1981 und heute. Eventuell hat sich noch etwas an den aufgeführten Sendern getan.

Tippfehler möge man mir verzeihen ;)

[attachment 3766 ProgrammbelegenungNDR.txt]
Bitte die Endung txt auf html ändern.

von bikerbs - am 12.09.2014 20:52
Zitat
mittendrin schrub:
[....] Danach war dann ab 1971 die 99,4 die interessanteste Wahl:xcool:


Hatte auch jahrelang überwiegend Bayern3 gehört :xcool:
Nur ist bei mir der Hauptempfangsweg zu BR-Programmen der Kreuzberg (204 Km). Geht bestens.
Die 99,4 Ochsenkopf (245 Km) ging anfangs nur in Sendepausen von NDR4 (99,5 vom Torfhaus, 41 Km ).Nachausbau zum Vollprogramm garnicht mehr. Heute ist das anders dank trennscharfer Radios :spos:

Komischerweise muß hier früher (um 1965 herum) der Ochsenkopf besser gewesen sein als Kreuzberg.
Notizen eines Familienmitglieds zu Folge war wohl Ochsenkopf 90,7 und 96,0 recht gut. Vom Kreuzberg fehlt jegliche Anmerkung. Wobei seinerzeit eh nur 98,3 gegangen wäre.
Die 93,1 vom Kreuzberg ist von BFBS (93,0 Drachenberg/Elm, 9Km) zugedeckt. Heute hab ich Bayern2. Trennscharfes Radio sei Dank :)
RIAS II vom Gr. Waldstein (235 Km) ist auch eine Notiz Wert gewesen.

von bikerbs - am 13.09.2014 13:16
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Zitat
radneuerfinder
[attachment 5263 radiolyssnaren-Radio-Karta-1934.jpg]
Bildquelle (5 MB):
http://radiosyd.se/pictures/radiolyssnaren.jpg


Ganz schön diskriminierend für Deutschland diese Karte. Immerhin war 1934 noch nicht absehbar was noch kommen würde.

Eher andersrum, denn anscheinend war es eben doch vorhersehbar wenn man einen klaren Verstand hat ;-) Die Karte ist aber voll von solchen komischen Sachen: Die Polen prügeln anscheinend nur, in Sizilien bekommt jemand ein Messer in den Rücken und in Jugoslawien ist alles voll mit Kanonen. Aber dennoch stilistisch schön aufbereitet alles. Was man sich da für Mühe gemacht hatte für Sachen, die eigentlich nichts mit Rundfunk zu tun haben, denn es sind durchaus auch schöne Bilder drinnen.

von Jens1978 - am 02.09.2015 11:31
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Zitat
radneuerfinder
[attachment 5263 radiolyssnaren-Radio-Karta-1934.jpg]
Bildquelle (5 MB):
http://radiosyd.se/pictures/radiolyssnaren.jpg


Ganz schön diskriminierend für Deutschland diese Karte. Immerhin war 1934 noch nicht absehbar was noch kommen würde.

Aber interessanten historisches Dokument!

Der Betrachter ist es, der in diese Karte bereits reininterpretiert, was später gekommen ist. Es wird nur dargestellt, was es 1934 bereits gab: Hitlers Diktatur und seine Heil grölenden Anhänger (offenbar Hitlerjugend).
Interessant das spiegelverkehrte Hakenkreuz.

von Mahnny - am 03.09.2015 01:16
@ Staumelder:

Bielefeld 103,0 kam erst mit Genf 84 - also Mitte der 80er-Jahre.
Herford 95,4 und Osnabrück 102,6 entfielen damals. Werl 87,8 ebenso.

Die Liste stammt wohl noch aus den 70er-Jahren. In meiner Frequenzliste von 1978 sind die gleichen Sender und Frequenzen aufgeführt.


Zitat
Steve-o1987
Wann und warum hat man eigentlich NDR 1 und NDR 3 am Bungsberg getauscht? Wollte man etwa bei NDR 3 einen Gleichkanalbetrieb mit Torfhaus?


Ja - wie Digitaltaliban schon schrieb kam der Tausch, weil der NDR laut neuen Staatsvertrag ab 02.01.81 getrennte Landesprogramme auf NDR 1 ausstrahlen musste. Und da hätten sich NDR 1 SH 89,9 und NDR 1 Nds 89,9 gegenseitig gestört. Daher die Umstellung.


Zitat
Steve-o1987
Hatte NDR 2 in Hamburg tatsächlich mal 2 Frequenzen (87,6 und 89,5)


NDR 2 89,5 kenne ich nicht. Kann mich aber noch gut daran erinnern, dass es in den 70er-/80er-Jahren immer wieder (berechtigte) Hörer-Beschwerden gab weil die 87,6 vom benachbarten Euro-Signal gestört wurde. Vielleicht hängt das damit zusammen?


Zitat
Steve-o1987
und warum ist nur bei der 89,6 eine ARI Bereichskennung drauf?


Äh - welche 89,6? :confused:


Zitat
Digitaltaliban
Ich hatte dieselbe Frage auch mal bezüglich der Standorte Bremerhaven und Heide gefragt aber nie eine Antwort erhalten.


Um was ging's da?

von Manager. - am 28.01.2016 18:53
Zitat
Manager.
Bielefeld 103,0 kam erst mit Genf 84 - also Mitte der 80er-Jahre.
Herford 95,4 und Osnabrück 102,6 entfielen damals. Werl 87,8 ebenso.


Laut meinem WRTH-Gekritzel müßte BFBS Bielefeld - zuerst noch auf 101,5 - 1982 auf Sendung gegangen sein. Ganz zuerst auch nur tagsüber, weil man befürchtete, daß der sehr starke UKW-Sender Fernsehempfangsanlagen die auf den Bielefelder Fernsehsender ausgerichtet waren übersteuern könnte. Mitten in den "Bongs" (19.00) war dann erst einmal Sendeschluß. Nach ein paar Monaten war der Spuk dann vorbei. Damit wurden natürlich die Sender Herford, Osnabrück und Werl überflüssig, wobei Herford mit geringerer Leistung noch einige Zeit weiter lief.

Die Umstellung von 101,5 auf 103 MHz müßte 1985 gewesen sein.

Im WRTH wird die 102,6 aus Osnabrück zum ersten Mal in der Ausgabe von 1981 erwähnt.

Catperson

von catperson - am 28.01.2016 19:25
Zitat
Manager.

Zitat
Digitaltaliban
Ich hatte dieselbe Frage auch mal bezüglich der Standorte Bremerhaven und Heide gefragt aber nie eine Antwort erhalten.


Um was ging's da?

Es ging darum, dass in Bremerhaven die Nachfolgeprogramme von Bremen 2 und 3 jeweils die Kette tauschten, die alte Belegung war ja dort:
Bremen 2 - 92,1
Bremen 3 - 95,4
Da Nordwestradio der Nachfolger von Bremen 2 ist, hätte man ja demnach auch auf 92,1 statt 95,4 senden müssen.

In Heide hat zudem R.SH eine Frequenz der 5. Kette erhalten - anders als die sonstigen Frequenzen der 4. Kette, sprich R.SH sollte auf 100,4 senden und delta radio auf 103,8 - was ja eigentlich auch in Anbetracht der Nachbarstörung aus Moorfleet wenig Sinn macht und die 100,4 auch viel besser zur 100,2 vom Bungsberg passt.

von Anonymer Teilnehmer - am 28.01.2016 20:01
@ Digitaltaliban:

Da kann ich in beiden Fällen nur spekulieren; wissen tue ich es nicht.

zu BHV 92,1:
Vermutlich wollte man dem Nordwestradio (ist ja auch ein Programm mit klassischer Musik) die bessere, freiere Frequenz geben.
Die 92,1 wird bei Tropo durch die 92,1 aus dem Harz angezischelt und hat mit Bungsberg 91,9 und HH-Moorfleet 92,3 starke Nachbarn. Das schränkt die Reichweite im angrenzenden Niedersachsen natürlich ein. Und das Nordwestradio soll ja gerade auch im angrenzenden Niedersachsen (=> Kooperation RB / NDR) gut zu empfangen sein. Die 95,4 ist da weitgehend ungestört. Das könnte der Grund gewesen sein.

zu HEI 103,8:
Damals hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass man damit gezielt die Reichweite der zukünftigen Hamburger 103,6 nach SH begrenzen wollte; was damit auch gelang. ;)
Und dort wo sich beide im südl. SH stören, geht R.SH sowieso auf 102,9 besser...

von Manager. - am 28.01.2016 20:40
Zitat
Steve-o1987
Wann und warum hat man eigentlich NDR 1 und NDR 3 am Bungsberg getauscht? Wollte man etwa bei NDR 3 einen Gleichkanalbetrieb mit Torfhaus?

Hatte NDR 2 in Hamburg tatsächlich mal 2 Frequenzen (87,6 und 89,5) und warum ist nur bei der 89,6 eine ARI Bereichskennung drauf?


Zitat
freiwild
Ich nehme an, dass der Tausch von I und III in Aurich damit zusammenhängt?

Ich habe mal mein ältestes WRTH herausgesucht, 1980. Dort habe ich folgende Einträge handschriftlich korrigiert:

Aurich I: 90.05 -> 95.8
Aurich III: 95.8 -> 90.05
Bungsberg I: 89.9 -> 97.8
Bungsberg III: 97.8 -> 89.9
Cuxhaven I (0,3 kW): 97.9 -> 91.65
Cuxhaven II (0,3 kW): 91.65 -> 97.9
Flensburg I: 96.05 -> 89.6
Flensburg III:89.6 -> 96.05
Hamburg II: nur noch 87.6, 89.5 entfällt
Hamburg I: 93.1 n
Hamburg I: 89.5 sh
Harz I: 89.9 -> 98.0
Harz III: 98.0 -> 89.9

Im WRTH 1981 waren immer noch die falschen Frequenzen abgedruckt, unter "Hamburg II" wurden jetzt sogar 87.6, 89.5 und 93.1 aufgelistet.


Erst im WRTH 1982 gab's dann keine handschriftlichen Korrekturen mehr.

Der Wechsel von NDR 3 in Aurich auf 90.05 hat vermutlich etwas mit NDR 3 in Lingen auf 90.2 zu tun. Bei dem geringen Frequenzabstand, dürfte das laute NDR1 den Klassikhörern in der Mitte den Empfang vermiest haben.

von iro - am 28.01.2016 22:53
Zitat
Dr. Antenne
Zitat
Manager.


zu HEI 103,8:
Damals hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass man damit gezielt die Reichweite der zukünftigen Hamburger 103,6 nach SH begrenzen wollte; was damit auch gelang. ;)
Und dort wo sich beide im südl. SH stören, geht R.SH sowieso auf 102,9 besser...


Btw, wie kam es dann zustande, dass es in Kaltenkirchen drei statt zwei starke Privatradiofrequenzen gibt? Und hätte nach der Logik die 101.1 nicht dann bei RSH landen müssen?
So gesehen hast Du Recht, koordiniert wurden die 3 Kisforf QRG ja mal für Elmshorn und ich meine dass die 101,1 für NDR 1 Welle Nord geplant war - in Nordniedersachsen sendet NDR 1 Niedersachsen ja in Rosengarten und Cuxhaven "außerhalb der Norm".

Wenn man es noch weiterspinnt ist ja auch die 87,6 von NDR 2 daneben, ich habe aber noch nie von einer 89,5 für NDR 2 gehört, ich meine die war seit jeher dort im Einsatz für die Welle Nord, Niedersachsen hatte ja die 93,1 in Moorfleet.

von Anonymer Teilnehmer - am 28.01.2016 23:12
Interessante Sachen mal wieder hier zu finden.
Also war der Standort Werl damals tatsächlich eigentlich Wickede/Ruhr und somit oben auf dem Haarstrang. Die Reichweite müsste eigentlich recht gut, vor allem nach Norden gewesen sein. Bis zum analogen Switch-Off war dort ja auch ein UHF TV-Umsetzer für ZDF, WDR, BFBS, BRT, RTBF mit ca. 30 W installiert.

@catperson, Manager
Die 101,5 MHz BFBS aus Bielefeld ist auch in einem Scan am Sender Teutoburger Wald welcher in dem Senderportrait aus dem Jahr 1986 zu finden ist, zu erkennen. Die genauen Daten, wie Datum, Empfänger usw. stehen auf dem Scanprotokoll. Aber nur soviel: 1982 kommt hin. Der Scan ist quasi ein historisches Dokument ;-)

[attachment 6839 TW_Portrait2_klein.jpg]
[attachment 6840 TW_Portrait_Liste_klein.jpg]

von Jens1978 - am 28.01.2016 23:24
Zitat
Jens1978
Interessante Sachen mal wieder hier zu finden.


@catperson, Manager
Die 101,5 MHz BFBS aus Bielefeld ist auch in einem Scan am Sender Teutoburger Wald welcher in dem Senderportrait aus dem Jahr 1986 zu finden ist, zu erkennen. Die genauen Daten, wie Datum, Empfänger usw. stehen auf dem Scanprotokoll. Aber nur soviel: 1982 kommt hin. Der Scan ist quasi ein historisches Dokument ;-)



Um die 101,5 scheint es ja ein ganz schönes Gerangel gegeben zu haben.
In der WH 5/1977 wurde über die Frequenz und Verzögerung der Inbetriebnahme aufgrund von Einsprüchen berichtet (Seite 23)
http://ratzer.at/pdf/wwh05_77.pdf?bcsi_scan_ade87780f1aae2d2=0&bcsi_scan_filename=wwh05_77.pdf

Sogar die Bundesregierung hat sich mit dem Sender befasst, da die Abstrahlung in die DDR unterbunden werden musste
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/09/011/0901173.pdf Seite 42
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/09/010/0901064.pdf Seite 29

Hatte noch keine Gelegenheit meine alten Ausgaben von Sixth Sense umzugraben um festzustellen, wann denn nun die 101,5 an den Start ging.

Vorbei war es am 2.1.1986 - da wurde auf die 103,0 umgestellt
http://fraktale-info-box.de/archiv/19851221.htm


von T. M. - am 29.01.2016 09:26
Vermutlich mit dem neuen Genfer Wellenplan ab 1987.

Zitat
Manager.
NDR 4 startete am 01.04.89 auf den oben auf der Karte abgebildeten Frequenzen.
Da wechselte auch die 92,2 vom Sender HH-Mittelweg (nähe Funkhaus Rothenbaumchaussee) nach Moorfleet. Der Wechsel von 92,2 mit 1 kW auf 92,3 mit 5 kW war dann etwas später. Das müsste (ohne Gewähr) ca. 1990/91 gewesen sein.

Kommt recht gut hin. Hab mal im NDR Magazin nach Zuschriften mit Anworten gesucht, da ich die noch etwa im Kopf hatte. Einmal von 8/90, da wurde noch nach einer Ergänzung zur 92,2 MHz gefragt. Und einmal von 4/91, da wurde über die 92,3 MHz wegen Störungen gemeckert, diese Zuschrift fand ich damals richtig interessant :-):

[attachment 6843 ndrmagazin890_klein.jpg]

[attachment 6844 ndrmagazin491_klein.jpg]

Auch interessant, aber keine Senderkarte: Ein Bericht von Jobst-Michael Brylka, von der NDR Sendertechnik. Vielleicht kennt ihn der ein oder andere, ich kann mich noch gut daran erinnern, er hatte mir bei Fragen immer weitergeholfen oder was zugeschickt.
[attachment 6845 ndrmagazin291_klein.jpg]

von Jens1978 - am 29.01.2016 16:50
Zitat
Manager.
Das schränkt die Reichweite im angrenzenden Niedersachsen natürlich ein. Und das Nordwestradio soll ja gerade auch im angrenzenden Niedersachsen (=> Kooperation RB / NDR) gut zu empfangen sein. Die 95,4 ist da weitgehend ungestört. Das könnte der Grund gewesen sein.


Das Nordwestradio wird seit dem 01.01.2016 allein von Radio Bremen verantwortet:

"Nordwestradio ab 2016 unter alleiniger Regie von Radio Bremen

Radio Bremen dankt NDR für langjährige Unterstützung

Ab 2016 entsteht das Nordwestradio unter alleiniger Regie von Radio Bremen. Dann heißt es nicht mehr "Ein Programm von Radio Bremen und dem NDR", sondern "Ein Programm von Radio Bremen".

Quelle: http://www.radiobremen.de/unternehmen/presse/unternehmen/nwr2298.html

Eigentlich könnte man jetzt wieder zum alten Namen "Bremen 2" zurückkehren,,,,;)

von Router - am 30.01.2016 19:04
Zitat
T. M.
Um die 101,5 scheint es ja ein ganz schönes Gerangel gegeben zu haben.
In der WH 5/1977 wurde über die Frequenz und Verzögerung der Inbetriebnahme aufgrund von Einsprüchen berichtet (Seite 23)

"Einspruch aus GB"

Sogar die Bundesregierung hat sich mit dem Sender befasst, da die Abstrahlung in die DDR unterbunden werden musste
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/09/011/0901173.pdf Seite 42
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/09/010/0901064.pdf Seite 29

"Wie realisiert man"

Kann es sein, daß man damals doch etwas überzogen reagierte? Die Anfrage der Bundestagsabgeordneten zeigt für mich, daß man einen politischen Willen, aber nicht in Ansätzen Ahnung hatte wie man derartiges erreichen kann.
Mag sein, daß die DDR dort tatsächlich relevante Funkdienste betrieb. Mit Blick auf DT64 und Frequenzen > 100 MHz ab Mitte der 80er erscheint aber auch dieser Einspruch eher releativer Natur ;-) . Aber GB? Die schon lange aktive starke 100,4 aus Langenberg war wohl nicht bekannt... Selbst Stuttgart 102,4 wäre in der Höhe über GB sicherlich genauso relevant gewesen.
Ein medienpolitisches Statement wird daraus natürlich auch: Hätte man die Frequenzen des hier schon mal genannten Darmstädter Abkommens, also einiges von 100 - 104 MHz, früh realisiert, wäre der Privatfunk auf Grund fehlender Frequenzressourcen weit schlechter dagestanden. Auch Genf84 wäre sicher anders zu verhandeln gewesen.

von Thomas (Metal) - am 30.01.2016 19:31
Zitat
Cha
Zitat
Router
Eigentlich könnte man jetzt wieder zum alten Namen "Bremen 2" zurückkehren,,,,;)


Und um die sinnlose Nummerierungslücke endgültig zu schließen, könnte man Bremen Next zu Bremen 3 machen. :D


Dann hätte man bis "Bremen 5" alles komplett :):

"Auf der UKW-Frequenz 95,0 MHz wird ein fünftes Radio-Bremen-Programm ausgestrahlt, die Parlamentswelle. Hier werden die Sitzungen der Bremischen Bürgerschaft übertragen. Zu anderen Zeiten wird über diese Frequenz das Programm von NDR Info übertragen. Während zu Anfang die RDS-Kennung noch RB/NDR war, ist sie nun bei Sendungen aus der Bremischen Bürgerschaft Bremen 5, ansonsten NDR Info."

https://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Bremen

von Router - am 30.01.2016 21:20
Zitat
Gunter Knauer
Wegen der Bielefelder BFBS-Frequenzen habe ich nochmal in meinen alten Unterlagen nachgesehen. Die 101,5 MHz ging Anfang April 1982 in Betrieb, der Wechsel auf die 103,0 erfolgte Anfang Januar 1986.
BFBS aus Herford (95,4) sendete bis zum 31.12.1985, also bis zum Wechsel auf die 103,0.


Seltsam was manche Verzeichnisse so ausweisen ...

Hiernach Stand Juli 1983 bzw. 1984 fehlt die 101,5:
[attachment 6887 DBPVerzeichnis1984.pdf]

Der Hirschmann-Katalog, Stand Januar 1985, hat sie drin:
[attachment 6888 Hirschmann-KatalogJan1985.pdf]

Sixth Sense (sorry, Dateien sind zu groß):
15.7. und 2.12.81: 101,5 fehlt; OS, Werl und Herford drin
12.5.82 101,5 fehlt
19.5.82 101,5 ist drin
6.4.83 101,5 nicht drin
13.6.84 101,5 wieder drin, Werl und OS sind raus (und Jever übrigens neu drin)
20.3.85 gleiches Bild
2.7.86 BI jetzt auf 103,0, Herford auch raus

Habe ich früher nie so wirklich verfolgt ...

von T. M. - am 02.02.2016 12:05
@ Manager: Es gab dort die "Scharnhorst-Kaserne" (wird jetzt von der Uni genutzt, Natruper Holz / Sedanstrasse). Ich bin vmtl. ein paar Jahre zu spät geboren worden um eine 100% verlässliche Aussage tätigen zu können aber an einen Masten kann ich mich nicht erinnern. Teile dieser Gegend liegen realtiv hoch, als Sendestandort bieten sich einige Punkte mehr als an. Hier zwei Karten mit den eingezeichneten Kasernenanlagen:
[attachment 6893 01.jpg]
[attachment 6894 02.jpg]
Der Limberg (oben rechts) ist der höchste Standort. Vielleicht hat man einen zentralen Standort beantragt (Eversburg und Hafen liegen ja ein Spuckweite) und sich später für den höheren Limberg entschieden um ein wenig das Umland zu versorgen. Richtung Süden ging die 106,3 zuletzt recht gut raus. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

Zu AFN: ab wann war die 93,5 in Sögel eigentlich On Air? Die Abschaltung war wohl um 1992.

von Staumelder - am 02.02.2016 19:04
Zitat
Cha
Zitat
Gunter Knauer
Als Ergänzung zu Thomas (Metal)'s DDR-Rundfunk-Listen von 1987 noch eine Übersicht vom Januar 1988.
Hier sind auch noch zusätzlich die Kleinsender auf Mittelwelle für Radio DDR I und den Berliner Rundfunk aufgeführt.

[attachment 6902 DDR_88.pdf]


Komisch, bei den oberen Listen haben fast alle Programme eine UKW-Frequenz in Löbau (außer Stimme der DDR). Bei dieser Übersicht gibt's nur noch eine UKW-Frequenz in Löbau. :confused:


Erst einmal vielen Dank an @Thomas(Metal) und @Gunter Knauer für Eure interessanten Dokumente!!!
Ebenso wie @Cha habe ich mich beim Vergleich beider Listen auch etwas gewundert: Im Januar 1988 hatte Löbau einen Stereo- und einen Mono-UKW-Sender, soll im Monat zuvor aber 4 Stereo-UKW-Sender gehabt haben? DT 64 war erst seit Dezember 1987 mit einem 20-Stunden-Programm auf Sendung, also kann die von Thomas beigesteuerte Broschüre frühestens aus diesem Monat stammen. Dann hätte es innerhalb von weniger als sieben Wochen zwei Abschaltungen gegeben? Ist es sicher, daß die Datierung der farbigen Bröschüre auf 1987 stimmt?

von W28 - am 05.02.2016 17:33
Zitat
W28
Ebenso wie @Cha habe ich mich beim Vergleich beider Listen auch etwas gewundert: Im Januar 1988 hatte Löbau einen Stereo- und einen Mono-UKW-Sender, soll im Monat zuvor aber 4 Stereo-UKW-Sender gehabt haben? DT 64 war erst seit Dezember 1987 mit einem 20-Stunden-Programm auf Sendung, also kann die von Thomas beigesteuerte Broschüre frühestens aus diesem Monat stammen. Dann hätte es innerhalb von weniger als sieben Wochen zwei Abschaltungen gegeben? Ist es sicher, daß die Datierung der farbigen Bröschüre auf 1987 stimmt?

Ich habe den Verdacht, daß meine List mit großer Wahrscheinlichkeit doch von 1988, eventuell sogar von 1989 ist :-( . Der für mich als grenzüberstrahlend relevante Sender Sonneberg (Bleßberg) hatte da schon die 91,7 für DDR2 und die 96,9 für Berliner Rundfunk. 1987 war die beiden noch getauscht. Es ging im Herbst 1987 die 95,2 für DDR1 und die 96,9 für DDR2 in Betrieb. Wann der Tausch war hatte ich leider nicht notiert.

von Thomas (Metal) - am 05.02.2016 20:47
Die Grafik hab ich auch noch irgendwo, und das bringt auch gleich nostalgische Erinnerungen zurück. :-)

1993 bin ich zufällig in der Promoschleife auf KW 5980 kHz auf den DX-Report gestoßen, und hab den dann über alle Frequenzbereiche verfolgt, bis auch die Nachfolgesendung eingestellt wurde.

Zuhause zunächst im Kabel-UKW.
Ende 1994 bei der Grundi in Germersheim über 96,6 aus Wörth.
1995 dann in Birkenfeld über die 94,7 aus Idar-Oberstein.
Als 1995 im Kabel die UKW-Verbreitung abgeschaltet wurde, weiter auf KW 5980.
Als 1996 auch die Kurzelle abgestellt wurde, auf UKW 94,7 bei mir zu Hause mit 'Grasnarbenempfang'.
Und als auch die UKW-Frequenzkette in Rheinland-Pfalz aufgegen wurde, ab 1997 weiter auf der schwach empfangbaren Langwelle 261 kHz.
Als da noch der alte 200 kW Sender in Betrieb war, konnte man wenigstens noch was verstehen, später mit dem Transistorsender, war kaum noch was aufnehmbar.

Das waren noch Zeiten...

von Saarländer (aus Elm) - am 09.07.2017 09:36
Zitat
Sandy N
Stimmt kann mich auch noch daran erinnern, da fehlt noch die Frequenz 91,0 in Chemnitz auf der Karte. Die wurde glaube ich erst später aufgeschaltet.


Die Stadtfrequenzen in Dresden (89,2 MHz), Chemnitz (91,0 MHz) und Leipzig (97,6 MHz) wurden erst im Frühjahr 1995 aufgeschaltet und sind daher in der Karte von 94 noch nicht gelistet.

Ungefähr zeitgleich wurde die bundesweite analoge Kabelverbreitung beendet.

Die UKW-Frequenzen in Rheinland-Pfalz wurden zum Jahresende 1996 aufgegeben, damals wurde auch die Redaktion in Daun geschlossen und komplett nach Leipzig verlagert.

von MainMan - am 10.07.2017 08:36
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