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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Alqaszar, Peter Schwarz, RheinMain701, Wellenschneider

Warum Füllsender für einzelne nichtlokale Programme der ARD-Rundfunkanstalten

Startbeitrag von Wellenschneider am 19.10.2013 22:07

Die verschiedenen Hörfunkprogramme der Rundfunkanstalten werden an den Grundnetzsenderstandorten im Regelfall mit gleicher Leistung auf verschiedenen UKW-Frequenzen ausgestrahlt, wobei so wie ich vermute im Regelfall die gleiche Antenne für alle Frequenzen benutzt werden dürfte.
Da im UKW-Bereich die Ausbreitungsbedingungen für alle Kanäle praktisch gleich sind, dürften an einem Standort alle Programme mit gleicher Feldstärke ankommen, so daß Füllsender zur Empfangsverbesserung eigentlich alle Programme abstrahlen müßten.
Nicht desto trotz gibt es UKW-Füllsender, welche einzelne nichtlokale Programme der Rundfunkanstalten abstrahlen. Ein solches Beispiel ist zum Beispiel der Sender Vaihingen / Enz ( http://www.senderfotos-bw.de/standorte/d/bw/vaihingen-enz ), der nur das Programm SWR 2 abstrahlt. Warum strahlt dieser Sender nur SWR 2 und nicht auch SWR 1 und SWR 3 aus?
SWR 2 hat keine Regionalisierung und wird wie SWR 1 und SWR 3 von den Grundnetzsendern mit gleicher Leistung abgestrahlt. Da müßte doch der Füllsender auch SWR 1 und SWR 3 abstrahlen, wenn eine echte Versorgungslücke geschlossen werden soll. Oder?

Antworten:

Bei Vaihingen/Enz kann ich mir vorstellen, dass die 105,7 Stuttgart dort wegen der 105,6 Donnersberg unbrauchbar ist und deswegen ein Füllsender notwendig ist.

von RheinMain701 - am 19.10.2013 22:14
So ist es. Vaihingen/Enz bekam den Füllsender für SWR2, als dieses einige Zeit in Stuttgart nur über die 1kW-Frequenz 87.9 verfügte. Ja, und dann hat man ihn beibehalten, weil vermutlich die anderen Sender auch nicht komplett störungsfrei zu hören sind. Teilweise hilft in dieser Region auch noch der Weinbiet, aber da ist die 102.2 halt eine schwierige Frequenz. Und Stuttgart kämpft wie gesagt mit Donnersberg.

von Peter Schwarz - am 19.10.2013 23:02
Gutes Beispiel, wenn ein programm im Einzugsgebiet eines Senders gestört wird.

Das dürfte bei vielen der Genf-84-Frequenzen der Fall sein, welche ja teilweise im 100-kHz-Abstand koordiniert wurden. Die Programme brauchen dann Füllsender -- auf die man leicht hätte verzichten können, wenn man etwas intelligenter koordiniert hätte.

von Alqaszar - am 20.10.2013 01:13
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