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vor 4 Jahren, 2 Monaten
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vor 4 Jahren, 2 Monaten
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Kommen UKW+DAB+ sender bei Sturm/Orkan weiter als sonst?

Startbeitrag von Rheinländer am 27.10.2013 10:53

Hallo

Da es heute und Morgen Sturm und evtl Orkan geben soll, stelle ich mir die frage in wie weit sich das auf bessere Empfänge auswirkt?

Aus Richtung des Windes, müsste der Empfang doch deutlich besser werden, da die Signale mit dem Wind her getragen werden?

oder liege ich da total falsch?

Antworten:

Na klar, der Sturm trägt die Funkwellen weiter fort, natürlich nur in Windrichtung.

von Manfred Z - am 27.10.2013 11:05
Zitat
Manfred Z
Na klar, der Sturm trägt die Funkwellen weiter fort, natürlich nur in Windrichtung.

ich habe es noch nicht getestet, aber dann sollte aus Belgien einiges zu Empfangen sein

von Rheinländer - am 27.10.2013 11:12
Ich glaub Manfred Z meinte dass ironisch.

Ich denke mal dass Wind keinen einfluss auf Elektromagnetische Wellen hat, zumal diese Wellen ja keine Festen Körper sind auf den der Wind wirken könnte.
Da mischt wohl mehr der Regen alleine mit, da Wasser ja leitet.
Aber auch Gewitter, wobei das wohl eher den Empfang verschlechtert...

von UKW vs. DAB+ - am 27.10.2013 11:22
Böse ;)

Indirekt hat es Einfluss.
Im TropoDX Forecast gibt es die erst prognostizierten Überreichweiten im Bereich der Böen nicht mehr.
Klar, die Luftmassen werden nun richtig durchgerührt, wo soll sich da eine spezielle Luftschicht halten?! ;)

von Matthias K. - am 27.10.2013 11:38
Zitat

oder liege ich da total falsch?
uneingeschränktes: Ja!
Schallwellen trägt der Wind aber tatsächlich weiter.

von iro - am 27.10.2013 11:38
Regen verschlechtert fast immer den Empfang von UKW-Sendern, die entfernt sind. Auf sehr hohen Frequenzen (vielleicht über 2-3 GHz) kann sich Regen durch die Reflexionsmöglichkeit an den Regentropfen hingegen positiv auswirken.

von dxbruelhart - am 27.10.2013 11:38
besagter Sturm ist in UK auch im Anmarsch. auf der MW vernehme ich bei starkem Wind immer besonders viel Knacken und Krachen.

von 102.1 - am 27.10.2013 13:05
Funkwellen kommen bei Rückenwind weiter? Aber natürlich, gibt es sogar ein Lied drüber: Wind trägt alle Worte fort. :D

Knacken und Krachen auf AM-Bereichen deutet auf Gewitterfronten hin. Die elektromagnetischen "Spikes" der Blitzentladungen sind breitbandig (wegen ihrer Kürze) und werden ja knallahrt wie Nutzsignal mit demoduliert. Das war ja eine der Offenbarungen von UKW (FM): beinahe Störfreiheit.

Ansonsten sind Wettererscheinungen ja immer mal für Funkwellen-Ausbreitungseffekte verantwortlich. Aber der Rückenwind ist es nicht. Wirklich nicht.

von Chris_BLN - am 27.10.2013 13:56
Da muß aber doch 'was dran sein - auf Norderney gibt es einen Sturmwellensender. DAB bekommt aber oft Gegenwind.

von hegi_ms - am 27.10.2013 14:28
Zitat
Chris_BLN
. Aber der Rückenwind ist es nicht. Wirklich nicht.


das waere auch physichalisch betrachtet komplett unmoeglich und unsinnig.

Blitzentladungen sind jedoch erklaerbar.

von 102.1 - am 27.10.2013 14:37
Wenn's Wetter schön ist war's die CDU, wenn's schlecht ist die SPD...
Für Gegenwind ist der VPRT zuständig!

von iro - am 27.10.2013 14:44
Zitat
iro
Wenn's Wetter schön ist war's die CDU, wenn's schlecht ist die SPD...
Für Gegenwind ist der VPRT zuständig!

wir sind hier nicht um zu politisieren, dies gehoert ins OT Forum....

von 102.1 - am 27.10.2013 14:50
1. Nein.
2. Obwohl man eigentlich bei derartigen Wetterlagen kaum reflexionsfähige Schichten erwarten soll, konnte ich schon mehrfach auch bei Ortssendern insbesondere bei Frontdurchgang deutliche kurzzeitige massive Verzerrungen bemerken. Und diese lagen garantiert _nicht_ an Bättern die durch den Sturm eine andere Lage und damit ein anderes Reflexionsverhalten eingenommen haben.
Von daher würde ich micht über Streuung an einer entsprechenden Front nicht wundern. Ob diese allerdings dann mit sonstigen Überreichweitensituationen vergleichbar und nutzbar sind bleibt offen. Ich tendiere da eher zu einem Nein.

von Thomas (Metal) - am 27.10.2013 15:02
Ich merke schon, das das Thema nicht ernst genommen wird.

Leute, jetzt aber mal Klartext :

Wind alleine hat keinen Einfluss auf den Empfang PUNKT

@ fatal error

So eine Antenne haben wir auch, nur werden damit nicht DAB+ Programme Empfangen sondern Fische ;)

von UKW vs. DAB+ - am 27.10.2013 15:04
Das stimmt nicht so ganz.
Ist der Wind zu stark,knickt der Sendemast um und man empfängt garnix mehr. :p

von Robert S. - am 27.10.2013 15:07
Zitat
Robert S.
Das stimmt nicht so ganz.
Ist der Wind zu stark,knickt der Sendemast um und man empfängt garnix mehr. :p


Oder bei intakten Leitungen Vertikal...

von UKW vs. DAB+ - am 27.10.2013 15:10
Zitat
UKW vs. DAB+
Wind alleine hat keinen Einfluss auf den Empfang PUNKT

Das stimmt natürlich ohne jeden Zweifel.
Genau genommen ist aber Wind wie Regen auch nur das Ergebnis atmosphärischer Prozesse. Eben dort wird auch "unsere" (Tropo-)Fernempfangsbedingungen gebraut. Von daher wäre zu schauen was zum Wind führt.
In gleicher Weise könnte man auch sagen, daß Nebel keinen oder kaum einen Einfluß auf den Empfang hat. Es sind vor dort allem die Schichtenwechsel durch welche er sich bilden kann.
...bei Wind sehe ich allerdings immer noch keine Chance da was rauszuleiern, im Gegensatz zu Nebel. Auf Deutsch: Wenn Nebel da ist, kann man an DXen denken, bei "bloßem" Wind eher nicht.

von Thomas (Metal) - am 27.10.2013 15:14
Zitat

So eine Antenne haben wir auch, nur werden damit nicht DAB+ Programme Empfangen sondern Fische
Dann ist das also eigentlich eine Antenne für analoges Fernsehen. Sonst würde man damit ja Klötzchen empfangen :)

von iro - am 27.10.2013 15:30
Zitat
fatal error
Es gibt sogar DAB+ Spezialantennen, welche sich diesem Prinzip bemächtigen, in der Fachsprache Kescher genannt, die bei Sturm besonders viele DAB+ Datenpakete empfangen können:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41d%2BRsFSI1L.jpg


Wird die Sendeantenne in diesem System dann über eine Reusenleitung gespeist?

von Chris_BLN - am 27.10.2013 16:15
Was mir eingefallen ist, damals bei Wiebke , wo hier der ganze Wald umgeflogen ist.

Konnte man RPR1 kaum noch empfangen, teils brach der ganz weg! bei SWF3 genau so. Offenbar sind die Signale einfach Weg geweht worden, anders kann ich mir das nicht erklären, wenn nach einigen hier Stürme oder Orkane keinen Einfluss haben sollen.

von Rheinländer - am 27.10.2013 16:26
Da waren entweder Zuführungsantennen defekt / Zuführungen gestört, oder Stromversorgungen von Sendern ohne Notstromversorgung ausgefallen. Oder auch gerne gesehen: Notstromversorgung auch ausgefallen :-)
Ganz sicher ist kein Signal "weggeweht" worden. Leute, wir reden hier von elektromagnetischen Feldern! :wall:

von DH0GHU - am 27.10.2013 16:33
Naja ;)
Auch die pusten nix weg, sondern verändern "nur" die Atmosphäre. Schlimmstenfalls erhöhen sie das Hintergrundrauschen.

von DH0GHU - am 27.10.2013 16:41
Wenn der Wald weg ist, ist das gut für die Ausbreitung von UKW-Signalen.
Wenn der Wald noch steht eher nicht. Und wenn der Wald nass ist, ist es sogar schlechter.

Der Wind kann nur Sachen beeinflussen, die anfassbar sind. Also den Wald, Sende- und Empfangsantennen etc. Aber keine elektromagnetischen Wellen.
Der 300m-Mast in Steinkimmen wird bei Orkan z.B. um die 2m durchgebogen (darum wird er demnächst durch einen Stahlgitterfachwerkmast ersetzt).

Mit viel Wind können aber andere Wettergeschehnisse zusammen auftreten, die Einfluss auf das Signal nehmen können. Vor allem Wasser. Indirekt auch Luftdruck.- zusammen mit Wasser.

von iro - am 27.10.2013 16:46
So abwegig wie man zunächst denken mag scheint das Thema denn doch nicht zu sein,
wenn man berücksichtigt, dass der Wind irgendetwas Materielles hin und her bewegen kann,
was dann wiederum zu Verstärkungen bzw. Auslöschungen bei DAB ( und UKW ) durch Reflektionen führen kann.
Das führt natürlich zu keinem besseren Empfang aus der Windrichtung, aber zu einer dauernden Veränderung der Feldstärke im Rhythmus des Windes.

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?35326,1182328

von SagittariusA - am 27.10.2013 18:27
Zitat
hegi_ms
Da muß aber doch 'was dran sein - auf Norderney gibt es einen Sturmwellensender. DAB bekommt aber oft Gegenwind.

SWS darf bei Springflut mit 500kW senden. Allerdings nur gegen den Wind. Trotzdem konnte er schon in UK gehört werden :eek:

von Staumelder - am 27.10.2013 18:48
Diskussionen ueber DAB(+) sind hier m. W. nicht mehr zulaessig. Dafuer gibt es ein eigenes Forum.

Mir sind bei starkem Wind eher schwankende (analogen) Fernempfangssignale in Erinnerung. Das mag aber an Reflexionen an sich bewegenden Objekten zu liegen, beispielsweise an (ggf. regennassen) Baumbestaenden.

von PowerAM - am 27.10.2013 20:00
Aus GeoDZ.com:

Windradar / Windprofiler: Fernerkundungsverfahren (Fernerkundung) zur Messung der Windgeschwindigkeit und Windrichtung mit Hilfe von gepulsten VHF- oder UHF-Radiowellen (100–600 MHz). Gemessen wird das an Luftmolekülen und Schwebeteilchen rückgestreute Signal. Windprofiler messen das vertikale Windprofil im Höhenbereich von ca. 500 m bis 15 km über einem Ort, an dem phasengleiche Wellen von einem Antennenfeld in einem Kegel nach oben ausgesandt werden. Aus der Doppler-Frequenzverschiebung und der Phasenverschiebung der rückgestreuten Wellen wird die Richtung und Geschwindigkeit des Höhenwindes berechnet.

von hegi_ms - am 27.10.2013 22:02
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