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Reichweite von Bayern plus auf Mittelwelle

Startbeitrag von DX-Fritz am 08.11.2013 18:43

Da ich von Mittelwelle relativ wenig Ahnung habe, möchte ich an dieser Stelle mal nachfragen, welche Reichweite Bayern+ auf Mittelwelle (801 kHz) hat. Hängt die Reichweite wie bei der Kurzwelle von der Tageszeit ab?

Grüße
Fritz

Antworten:

Zitat
DX-Fritz
Hängt die Reichweite wie bei der Kurzwelle von der Tageszeit ab?


Ja. Nachts geht es manchmal in fast ganz Deutschland ganz ordentlich. Gelegentliches Fading ist natürlich da. Tagsüber schafft es die 801 zumindest Richtung Norden nicht aus Bayern heraus.

von DX OberTShausen - am 08.11.2013 19:06
Das ist die offizielle Reichweite bei Nacht:


Es gibt noch eine Karte mit der Tagesreichweite (da sind die Strahlen orange eingezeichnet), die ich allerdings auf die Schnelle nicht mehr finden kann.

von Zwölf - am 08.11.2013 19:21
Die "Nachtreichweite" bezieht sich hiet auf ein wirklich ungestörtes Signal. Tatsächlich aber gibt es bedingt durch ionosphärische Reflexionen tatsächlich transkontinentale Reichweiten.

Dann aber müssen auch störende Signale von weither berücksichtigt werden, auch das bereits genannte Fading taucht nur nachts auf.

Deshalb ist die Reichweite auf der oben verlinkten Karte so konservativ geschätzt. In der Tat aber ist die 801 nach Einbruch der Dunkelheit regelmäßig zu hören, wenn auch mit den für die MW typischen Begleiterscheinungen wie Rauschen, Spratzeln und anderen Hintergrundgeräuschen.

von Alqaszar - am 08.11.2013 19:42
Zitat

In der Tat aber ist die 801 nach Einbruch der Dunkelheit regelmäßig zu hören, wenn auch mit den für die MW typischen Begleiterscheinungen wie Rauschen, Spratzeln und anderen Hintergrundgeräuschen.

Die Karte mit der Tagesreichweite reichte meiner Erinnerung nach bis ins Allgäu. Dort traten nachts wenn ich mich recht entsinne aber Störungen durch italienische Programme auf, die dann manchmal auch besser als Bayern plus empfangbar waren. Sollte ich direkt demnächst mal nochmal ausprobieren; allzulange wird es die MW-Ausstrahlung wohl nicht mehr geben.

von Zwölf - am 08.11.2013 19:51
Schade, dass man 801 kHz (wie auch andere Mittelwellen) abschalten will. Ich höre das Programm nachts im Auto relativ oft, befinde mich aber auf der anderen Seite der Alpen.

von andimik - am 08.11.2013 20:43
Hier ist tagsüber ein schwacher Empfang möglich; also nicht für einfache Geräte, mit einer Rahmenantenne und/oder ganz guten Empfängern kann man aber einen recht guten Empfang ermöglichen.
Nachts ist der Empfang immerhin stärker, es stören aber auch einige Sender von RNE Radio Nacional aus Spanien rein.

von dxbruelhart - am 08.11.2013 21:06
Auch wenn ich im Auto immer wieder die Mittelwelle und auch die 801 gerne einschalte, müssen wir uns wohl alle damit abfinden, dass es in 2 Jahren wohl keinen deutschen Sender mehr auf Lang- und Mittelwelle geben wird.

von delfi - am 08.11.2013 22:14
Leider ist das so, dass die Betriebskosten für die recht kleine Zahl der Zuhörer wohl nicht mehr zu rechtfertigen ist. Wobei man ja nie irgednwo konkrete Zahlen findet, was die Mittel-/Langwellennutzung angeht.

Bayern Plus ist quasi klassisch-terrestrisch exklusiv auf Mittelwelle zu hören -- ansonsten eben nur über DAB+ oder mobiles Internet, also nicht mit herkömmlichen Radios. Insofern könnte ich mir vorstellen, dass die Zahl der 801-kHz-Hörer in Bayern durchaus einen Weiterbetrieb zulässt. Und wenn es auch nur darum ist, die berühmte Extrawurst zu haben, fürs bayerische "mia san mia"-Lebensgefühl: Wenn Deutschkland abschaltet, bleibt bayern on air!

von Alqaszar - am 08.11.2013 23:39
01:45MEZ geprüft :

HH-Nienstedten
Grundig Satellit 700, Ferrit, im Haus
Empfang: O=4 (ganz leichtes Fading, bei optimaler ANT-Ausrichtung kein QRM durch RNE div., wenig Rauschen, Anzeige S700= 4, selten 1 Balken weniger
AMScan: Ismaning 605km, Prognose 53dBµV; Dillberg 483km, P 49dBµV

Twente-SDR
Empfang: Zwischen -55 und -60dBm (seltene Extrema -45 und -65), S9+2
AMScan: Ismaning 559km, P 54dbµV; Dillberg 450km, P 50dBµV

Edit: Zeit eingefügt

von Thomas.Schröder - am 09.11.2013 01:28
Zitat:
Bayern Plus ist quasi klassisch-terrestrisch exklusiv auf Mittelwelle zu hören -- ansonsten eben nur über DAB+

Das Deutschlandradio sagt, dass es inzwischen über DAB+ spürbar mehr Hörer hat, als über die Mittelwelle. Ich schätze mal, dass das beim BR auch nicht anders ist.

von delfi - am 09.11.2013 06:43
Tagsüber geht hier in Lohmar die 801 auch aber viel zu schwach als das man längere zeit zuhören könnte, man kann bestenfalls erahnen was gerade läuft

von Rheinländer - am 09.11.2013 07:07
Bayern plus ist in der Nacht wunderbar auf Rügen zu empfangen. (selber im letzten jahr getestet.)
Ich habe bei mir zu hause in Gerwisch (b.Magdeburg) am Tag das Signal der 801khz sehr schwach. In den Abend und Nachtstunden ist das signal volle wucht da.

von DABM - am 09.11.2013 07:10
Ich habe es letztes Jahr im Mai in Südkärnten probiert. Mit meinem Degen perfekter Empfang am Abend und in der Nacht. Aber auch tagsüber vernehmbar.

von Daniel28-55-59 - am 09.11.2013 07:40
Der Sender geht in WHV nach Anbruch der Dunkelheit recht problemlos im Autoradio, kurzes Fading, aber relativ schnell wieder da. Im Umkehrschluß den Sender Hamburg im Süden der Republik zu empfangen, ist glaube ich deutlich störanfälliger.

von Onkel Peter - am 09.11.2013 11:21
Daniel28-55-59's Aussagen werden hiermit bestätigt. Während der Nachtstunden sind in Lienz auch die beiden Kleinsender des BR mit der eingebauten Mittelwellen-Antenne des Tecsun S-2000 erstaunlich gut aufnehmbar.

von delfi - am 09.11.2013 12:54
Seit die Russen nicht mehr auf der 801kHz senden, ist der Nachtempfang recht gut geworden, hier im Nahbereich des Dillberg hat man allerdings bereits früh am Abend das Problem der Überlagerung mit Ismaning.

Die beiden Kleinsender 729 sind nicht synchron, sondern haben einen starken Versatz. Hof wird wohl per Satellit gespeist, Würzburg nicht. Das hört man am Tage besonders im Raum Coburg sehr deutlich.

von Terranus - am 09.11.2013 13:10
Am Niederrhein ist das Programm während der "Dunkelstun" auch bestens ohne Probleme zu hören. -- Was wäre denn, wenn man zwecks Einsparung erst mal einen der beiden wohl im Gleichlauf betriebenen Sender auf 801KHz abschalten würde?

von Radioboy - am 09.11.2013 14:01
Bei KO/Rhein mit außenant.
auch mittags sommers wie winters - 801 bis O 4, 729 0 3.

sj

von satjay - am 09.11.2013 16:37
Zitat
Thomas.Schröder
HH-Nienstedten
AMScan: Ismaning 605km, Prognose 53dBµV; Dillberg 483km, P 49dBµV

Twente-SDR
AMScan: Ismaning 559km, P 54dbµV; Dillberg 450km, P 50dBµV


Jetzt würde mich aber interessieren, wie du unterscheiden kannst, was vom Dillberg und was aus Ismaning kommt :confused:

von DX OberTShausen - am 09.11.2013 17:35
Zitat
DXOberTShausen
Jetzt würde mich aber interessieren, wie du unterscheiden kannst, was vom Dillberg und was aus Ismaning kommt :confused:


Das sind nur die theoretisch berechneten Werte aus AMScan. Sie stimmen aber gut mit der Realität zusammen.

von Wasat - am 09.11.2013 18:03
Zitat
Onkel Peter
Im Umkehrschluß den Sender Hamburg im Süden der Republik zu empfangen, ist glaube ich deutlich störanfälliger.


Kann ich nicht bestätigen, ich war im Juli in Italien in der Nähe von Bologna unterwegs und konnte dort die NDR-MW 972 kHz Hamburg-Moorfleet gegen 23.30 Uhr sehr gut empfangen. Selbst die 828 kHz aus Hannover-Hemmingen war brauchbar aufzunehmen. Seitdem die Gleichkanal-Stationen dieser beiden Frequenzen abgeschaltet haben, ist der Empfang dieser beiden NDR-MWs deutlich besser geworden. Empfänger war ein Grundig Yacht Boy 400 mit eingebauter Ferritantenne.

Nachtrag: Siehe auch http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,503477,page=2 "Auf Mittelwelle konnte ich heute um 15h MEZ auf 972 kHz hervorragend NDR Info aus Hamburg hören", QTH: CH-8754 Netstal"

Sehr schade, wenn das bald vorbei sein sollte...

von Router - am 09.11.2013 23:36
Is der sender aktuell aus? Hier kommt davon überhaupt nix an, habs mal mit dem webstream verglichen, da streiten sich ein paar andere sender, scheint was aus dem osten zu sein oder südosten, und ein spanier

von Rheinländer - am 09.11.2013 23:51
Recht guter Empfang z. Z. hier (unmittelbar östlich von Leipzig) auf Sony ICF-SW 7600G. Durch Einsatz einer Rahmenantenne wird zusätzliche Verbesserung erzielt.

von hetietz - am 10.11.2013 05:15
SINPO=1-3,4,4,2,2

Empfang mit Außenantenne Hirschmann Gema-2KR. Loewe SDK 804.

von Wolf Sch - am 10.11.2013 13:53
Im Oktober im Südtirolurlaub war die Mittelwelle Hamburg auf 972 am späten Abend auch erstaunlich gut und wesentlich besser als die 828 empfangbar. Empfangsgerät war der Sony ICF SW7600. Die 801 aus Bayern ging damit aber auch ganz ordentlich.

von dlf-fan - am 10.11.2013 16:15
In Italien, in der Nähe von Venedig, kam die 801 ab Einbruch der Dunkelheit gut rein, tagsüber war aber so gut wie nichts von ihr zu vernehmen.

von _Christoph - am 11.11.2013 09:46
Die (Kalk-)Alpen sind natürlich ein Bodenwellenkiller.

von Terranus - am 11.11.2013 13:19
Das ist auch der Grund, warum ich mich gewundert habe, dass es MW selbst in D noch immer gibt, wenn man hier in den Alpen tagsüber fast nix empfangen kann, weil der Boden schuld ist ...

von andimik - am 11.11.2013 16:18
Ich war erstaunt, daß man das Programm auf 729 kHz auf der A6 bei Schwäbisch Hall tagsüber gut empfangen kann. Und das, obwohl der BR auf dieser Frequenz nur einen 600 W-Sender einsetzt.

von Wellenschneider - am 12.11.2013 11:18
Die Mittelwelle kommt tagsüber bei einigermaßen guten Bodenverhältnissen und unter 1000kHz ziemlich weit mit niedrigen Leistungen. Die 729 kHz geht hier tagsüber auch brauchbar in 100km Entfernung, genauso wie die 1485 aus Katterbach mit gerade mal 300 W (70km entfernt) oder auch die 1143 aus Bamberg.
Nur nachts kann man die alle vergessen, da werden sie platt gefahren. Gäbe es bei MW die Gleichkanalproblematik nicht, wäre mit niedrigen Leistungen viel versorgbar.

von Terranus - am 12.11.2013 12:45
Also die 801 kHz aus Ismaning ist bei mir in Südkärnten wie schon Erwähnt wurde sowohl Tagsüber und auch Nachts wunderbar zu Empfangen, in der Nacht natürlich etwas stärker!
Kann euch auch heute noch einen Bericht liefern, jedoch miuss ich die "Station" erst aufbauen!

von MPDX - UnterkärntenDX - am 12.11.2013 13:57
Mit welcher Leistung sendeten damals Würzburg und Hof auf 520 kHz? Auf dieser Frequenz war der Empfang wesentlich besser als heute auf 729 kHz.

von digifreak - am 12.11.2013 18:38
Also, in NES geht die Mittelwelle nur sehr schwach, da ist der Kreuzi über DAB+ deutlich besser.

von rolling_stone - am 12.11.2013 18:44
Die Leistung auf der 520 kHz war sogar geringer als heute (nur 200 Watt), aber die Frequenz lag außerhalb des offiziellen MW-Bandes und hatte so praktisch keine Störer.

von RheinMain701 - am 12.11.2013 18:45
Früher (bis wann, weiß ich nicht mehr) gab es aber auch noch NDR und ORF-Sender
auf 520 kHz.

sj

von satjay - am 13.11.2013 12:06
Hier mal zwei Bilder vom MW Sender Hof. Entstanden im vergangenen Sommer.
[attachment 2447 DSCF1418Large.JPG]
[attachment 2448 DSCF1420Large.JPG]

von Karl 3 - am 13.11.2013 18:21
Hier auf der Baar (Donaueschingen) ist Bayern plus tagüber nur sehr schwach vernehmbar, aber die Sendeleistung ist mit 100 kW für die große Entfernung auch einfach zu schwach.

Nachts ist der Empfang wechselhaft. Vor ein paar Tagen war der Sender von fremdsprachigen "Störern" sogar völlig überlagert und nicht mal im Hintergund hörbar. An der Nordsee ist die 801 dagegen wesentlich stabiler und deutlich besser empfangbar, zumindest nach meinen Erfahrungen im Urlaub.

von wolfgangF - am 13.11.2013 19:28
Zitat
satjay
Früher (bis wann, weiß ich nicht mehr) gab es aber auch noch NDR und ORF-Sender auf 520 kHz.


Hannover musste nach der Neuordnung nach Genfer Wellenplan am 23.11.1978 von 520 auf 828 kHz wechseln.

Die ORF-Sender Liezen und Lienz wurden 1981 abgeschaltet, Innsbruck-Aldrans folgte 1983.

Zitat
wolfgangF
An der Nordsee ist die 801 dagegen wesentlich stabiler und deutlich besser empfangbar...


Das ist sogar logisch. Zwar hat man in Ismaning eine Antenne, deren Abstrahlung über den Anspeisepunkt für Tag- und Nachbetrieb optimiert werden kann, dennoch gibt es eine Zone, in der sich Signale, die wegen verschiedenem Reflexionswinkel geringfügig unterschiedliche Laufzeiten haben, gegenseitig auslöschen. In 250 km Entfernung treten solche Erscheinungen gerne auf. In größerer Entfernung ist dagegen der Signalweg homogener.

von Wasat - am 13.11.2013 22:10
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