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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
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Zwölf, PowerAM, alzarius, RadioNORD, Zintus, Jens1978, Marc_RE, Bolivar diGriz, Radio_DDR, rassputin

Originalpreise der "klassischen" Zimmerantennen

Startbeitrag von alzarius am 11.11.2013 18:49

Häufig werden auf diesem Forum immer wieder Zimmerantennen aus den 80ern/90ern (z.B. Zehnder AA200) empfohlen, die nur noch gebraucht erhältlich sind -- via Ebay & Co. Mich würde mal interessieren, wie teuer diese Produkte waren, also sie noch auf dem Markt waren.

Antworten:

Meine AA130 kostete laut Preisschild auf dem Karton 159 DM.

von PowerAM - am 12.11.2013 06:46
Das sind aber stolze Preise für so etwas simples wie eine Zimmerantenne. Ich kann mich dunkel erinnern, dass ich Anfang der Achtziger mal eine Zimmerantenne mit Verstärker für ca. 35,- DM gekauft habe. So ein schwarzes Ding mit kleiner UHF-Yagi und VHF-Faltdipol und einem Steckernetzteil.

von Zintus - am 12.11.2013 15:21
Es gab auch recht sonderbar anmutende Bauformen, etwa solche, die einem Parabolspiegel nachempfunden waren, aber nur VHF/UHF-Antennen plus regelbarem Dämpfungssteller bildeten und auf der Schachtel mit dem Empfang von Sat1 und RTL geworben wurde. Ganz klein stand dann, dass es nur bei terr. Verbreitung möglich ist. Das sollte offenbar die Möglichkeit des Sat-Empfangs beim Käufer suggerieren.

von Radio_DDR - am 12.11.2013 21:30
Zitat

Es gab auch recht sonderbar anmutende Bauformen, etwa solche, die einem Parabolspiegel nachempfunden waren, aber nur VHF/UHF-Antennen

So ein Modell hatten wir auch mal (an die Verpackung kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern). Ein Verwandter hatte das mal bei einem Discounter eingekauft weil er auf das Sat-Schüssel ähnliche Aussehen hereingefallen ist. Als Zimmerantenne war sie aber ziemlich mieß, sodass wir sie eigentlich nie benutzt haben sondern nur als Ersatz-Zimmerantenne aufbewahrt haben.

Die Zehnder-Antennen hatten ja wirklich einen stolzen Preis; dafür in € bekäme man heute schon ein TV-Gerät.

von Zwölf - am 12.11.2013 21:53
Die Zehnder-Dinger brachten, bei geeignetem Aufstellungsort, aber immerhin ansehnliche Empfangsergebnisse.

von PowerAM - am 13.11.2013 12:28
Diese Pseudo-Parabol-Zimmerantennen waren wirklich kurios. Bestand der "Spiegel" nicht letztlich nur aus Kunststoff und war somit völlig funktionslos?

Bei meiner Mutter ist noch eine Zehnder-Zimmerantenne mit integriertem unregelbaren Verstärker in Verwendung, die einst in den 80er Jahren in meinem damaligen Kinderzimmer stand: Faltdipol für VHF und obendrauf ne Vierelemente-Yagi für UHF. Hier im Hamburger Raum wird sie nur noch für UHF benutzt, weil hier im Fernseh-(DVB-T-)-Bereich bekanntlich inzwischen alle Sender aus dem VHF-Bereich verschwunden sind. Die Faltdipole habe ich dann irgendwann mal entfernt.
Die Antenne leistet heute - gut 40 km Luftlinie vom Heinrich-Hertz-Turm entfernt - immer noch gute Dienste beim Empfang sämtlicher DVB-T-Bouquets aus Hamburg. Und das störungsfrei.

von RadioNORD - am 13.11.2013 13:36
Der Parabolspiegel der Zehnder AA130 (um 1988 149 DM bei "Allkauf") ist aus Aluminium. Die Empfangsleistung dieser Antenne ist bis heute unübertroffen, es sei denn durch die AA200. Entgegen der dämlichen Reklame mit dem "Überallfernsehen" habe ich einzig mit der AA130 immer einen Empfang ohne Aussetzer. Früher war einzig diese Antenne in der Lage, mir ein befriedigendes bis sehr gutes Bild auch von entfernten Sendern wie SW3 oder BRT auf den Bildschirm zu zaubern.Im Hause meiner Eltern hatte ich zu Analogzeiten deswegen auch die normale UHF-Unterdachantenne gegen die Zehnder Zimmerantenne getauscht, damit sie störungsfrei auch die Privatsender empfangen konnten. Später wurde diese Antenne natürlich wegen Satellitenfernsehen obsolet.

Vermutlich hätte man diese Antenne noch verbessern können, wenn man statt des Pseudoparabolspiegels einen Parabelförmigen Reflektor genommen hätte. Der hätte dann auf die komplette Dipollänge gewirkt.

von Bolivar diGriz - am 13.11.2013 13:45
Aber gab es nicht auch Firmen, die eine äußerlich ähnliche Antenne mit Pseudoparabolspiegel deutlich günstiger angeboten haben - bei denen dann der Spiegel aus Kunststoff war? Ich meine, mich düster daran zu erinnern. Ist natürlich einige Jahre her...

von RadioNORD - am 13.11.2013 13:53
hallo!
kann sich noch ein user an den preis meiner ankaro zimmerantenne aus den 80er jahren erinnern?
sie benutze ich noch fuer den mobilen einsatz,weil sie auch ein 12 volt anschluss hat.

gruss rassputin

von rassputin - am 13.11.2013 14:13
Die billigen Noname "Nudelsiebe" mit drehbarer Schleife vor dem Reflektor, 2 Stäben für VHF und regelbarer Verstärkung kamen neu um die 40-50DM.

von Marc_RE - am 13.11.2013 14:30
Das Zehnder-Nudelsieb (AA96) war aber schon sehr viel teurer. Habe dafür in den 90ern 130DM bezahlt.

von alzarius - am 13.11.2013 19:23
Zitat
RadioNORD
Diese Pseudo-Parabol-Zimmerantennen waren wirklich kurios. Bestand der "Spiegel" nicht letztlich nur aus Kunststoff und war somit völlig funktionslos? .

Ja, bei dem von mir beschrieben Gerät war der auch aus Kunststoff. Die eigentliche Antenne bestand aus zwei langen, ausziehbaren Teleskopantennen die links und rechts neben dem "Spiegel" angebracht waren. Wenn man den Spiegel aufgeklappt hat (zugeklappt sah die Zimmerantenne wie ein silbernes Ufo aus) kam ein Drehregler zur Verstärkung oder so zum Vorschein. Allerdings wurde der Empfang schlechter, je stärker man ihn aufgedreht hat. Und ich meine mich auch noch wage zu erinnern, dass die Antenne neben einem Antennenausgang auch einen Antenneneingang hatte. Jedenfalls war die Antenne irgendwie ein Kuriosum.

von Zwölf - am 13.11.2013 21:56
Mit diesen Zimmerantennen hatte ich angefangen, mir selbst meine Antennen zu bauen :-) So einfach kaufen und hinstellen war schon als Knirps nich' mein Ding ;-) Da ich eine Zehnder nur mit normaler 4-Element UHF-Yagi (ohne Reflektorscheibe) und dem typischen VHF-Dransteckfaltdipol mit nichtregelbarem Verstärker hatte, hatte ich für UHF nur den Dipol drangelassen und dann ausm Rothammel mir die UHF Antennenmaße für eine 10(?)-Element-Yagi umgerechnet und aus Lego-Kunststoff (ich war noch jung ;-) ) den Boom und einer im Laden gekauften Serviermetallschale die Reflektorscheibe gebaut. Der Hauptgewinn kam übrigens tatsächlich über den Vollmetallreflektor! Die zusätzlichen Elemente machten dann aber im Zusammenspiel auch noch sehr viel. Diese Antenne war dann meine abgestimmte 10(?)-Element-UHF-Zimmerantenne :-) mit der ich seeeehr viele Tropos mitgemacht und auch BRT 1 aus Werl in QTH2 geguckt hatte :-) ... ist aber auch schon über 20 Jahre her.

von Jens1978 - am 13.11.2013 23:58
Zitat
Zwölf
...dass die Antenne neben einem Antennenausgang auch einen Antenneneingang hatte. Jedenfalls war die Antenne irgendwie ein Kuriosum.


Der Sinn des Antenneneingangs war damals, dass man sowohl die bestehende Antennenanlage auf dem Dach nutzen konnte als auch die Zimmerantenne (umschaltbar). Hintergrund war wohl, dass viele Häuser bzw. Mietwohnungen noch nicht nachgerüstet waren für den terrestrischen Empfang der Privaten. Jedenfalls wurden die Antennen mit dem Eingang damals so angepriesen. Ich glaube, dass es auch auf dem Karton so beschrieben war mit einer Zeichnung, wo an der Dachantenne ARD und ZDF ankommen und RTL und SAT1 an der Zimmerantenne.

von Zintus - am 14.11.2013 08:09
Wie gesagt, an die Verpackung kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber deine Erklärung klingt logisch, und könnte auch das Sat-ähnliche Design der Antenne erklären. Wenn auch in unserer Region eigentlich hinfällig, da nur die öffentlich-rechtlichen mit Zimmerantenne zu empfangen waren und keine private Funzel in Reichweite war, aber darauf hat der Händler wahrscheinlich keine Rücksicht genommen. Wir hatten zum Glück noch eine Hirschmann-Zimmerantenne, die auch noch die beiden ORF-Programme in einiger Maßen guter Qualität lieferte und gerade noch in Farbe konnte man auch das SWR-Fernsehen empfangen. (Letzterer wurde aber aufgrund der schlechten Qualität nur von mir gelegentlich geschaut) Obwohl die Hirschmann-Antenne aufgrund ihres Alters und des häufigen Verstellens (jedes der 5 Programme erforderte eine andere Antenneneinstellung) mit der Zeit schon rech ramponiert war, lieferte sie einen besseren Empfang als das Ufo.

von Zwölf - am 14.11.2013 08:30
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