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Eheimz, RadioNORD, delfi, Wasat, Jassy, Rolf, der Frequenzenfänger, Chief Wiggum, hegi_ms, Daniel28-55-59, Wellenschneider

Sendemasten fotografieren

Startbeitrag von Eheimz am 13.11.2013 18:14

Hallo

meine Frage an euch ist, welches Objektiv man fürs Fotografieren von Sendetürmen benutzen sollte.
Es geht also um die Brennweite.

Momentan habe ich die Nikon D3200


Reichen 500mm Brennweite ?
Hat da einer Erfahrungen ?

Antworten:

Du läufst halt Gefahr, mit einer 500er Brennweite leicht zu verwackeln, auch bei wolkenlosem Himmel.
Da braucht man dann schon eine ganz ruhige Hand.

Bei Türmen bis 200 Meter reichen aber locker auch 300mm. (Ein 70-300er habe ich für meine alte Nikon D300). Das war bzw. ist nicht schlecht.

Mit einem 500er hast Du ja dann im Grunde 750mm Brennweite. Nikon hat einen Umrechnungsfaktor von 1,5.

Meine Standardaufnahmen von Senderanlagen (von außen) sind größtenteils mit einem 18-125er gemacht. Bin damit absolut zufrieden.

Jetzt mit meiner Vollformat nutze ich größtenteils das 24-105 (KB). Für besondere Aufnahmen (beispielsweise Luftbilder) steht mir das 100-400 Schiebezoom zur Verfügung.

von Daniel28-55-59 - am 13.11.2013 18:36
Kommt drauf an, wie weit der Kamerastandort vom Turm entfernt ist und wie hoch der Turm ist.

von Wellenschneider - am 13.11.2013 19:19
"Kommt drauf an, wie weit der Kamerastandort vom Turm entfernt ist und wie hoch der Turm ist."

:spos:

Das muß unbedingt mit ins Buch!

von hegi_ms - am 13.11.2013 20:50
…und kommt drauf an, was es für ein Bild werden soll. Detail-Aufnahme der Dipole oder Gesamtaufnahme des Turms. Wenn Du viel Geld ausgeben willst, kaufst Du Dir ne Tasche voller Spezial-Objektive, die dann alle in ihrem Bereich besonders lichtstark sind. Ich sag mal: von 12 mm aufwärts bis 500 mm.
Wenn es etwas kassenfreundlicher sein soll, kauf Dir nen "Reise-Zoom" mit 18-200 oder 18-250 mm. Der ist für die allermeisten Aufnahmen völlig ausreichend. Wenn er Dir nicht lichtstark genug sein sollte, nimm halt ein Stativ zur Hilfe. Dann kannst Du länger belichten, ohne zu Verwackeln.

von RadioNORD - am 14.11.2013 00:20
Nachdem ich über den Sommer viel Erfahrung mit Panorama-Fotografie gesammelt habe, wage ich zu behaupten, dass man auch mit der von mir verwendeten Kompaktkamera aus der 400-Euro-Klasse ganz erstaunliche Fotos hinzaubern kann, ohne sich in grosse Unkosten stürzen zu müssen. Was man nicht auf ein einziges Foto bekommt, wird per Gratis-Software zusammengesetzt. Man braucht etwas Übung, aber es lohnt sich. ;)

Hier ein aus 26 Einzelbildern bestehendes 138-Megapixel-Foto meines Haussenders Cholfirst, das ich aus etwa 150m Entfernung freihändig geschossen habe:



(Aufgrund der JPEG-Kompression ist dieses Bild etwas in seiner Qualität reduziert. Das Original-TIFF ist über 200MB gross.)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 14.11.2013 04:41
Ja, mit ein Kompaktcamera kann man schon viel reissen, mit mein alter Panasonic Kamera habe ich dort schon sehr viel schöne Senderbilder geschossen die man auf unter anderem FMTV bestaunen kann.

von Jassy - am 14.11.2013 08:42
Wobei allerdings eine Spiegelreflex im Vergleich zur Kompaktkamera meist mehr Reserven bietet. Auch wenn die Lichtverhältnisse mal nicht so optimal sind, kann mann mit der Spiegelreflex oft noch ganz passable Aufnahmen produzieren, während bei der Kompakten dann in vielen Fällen nur noch "graue Sauce" rauskommt. Setzt natürlich voraus, dass man die manuellen Einstellungsmöglichkeiten der Spiegelreflex nutzt und das gute Stück nicht im Automatik-Modus versauern lässt. Dann könnte man auch gleich die Kompakte verwenden...

Und: Bei Sonnenschein im Rücken und blauem Himmel produzieren mit Sicherheit Spiegelreflex und (vernünftige) Kompakte ähnlich saubere Bilder. Bei der Verwendung dieser Bilder im Internet mit recht hoher JPEG-Kompression wird man da sicher kaum noch einen Unterschied entdecken. Sieht man sich die Bilder jedoch in voller Auflösung auf dem Monitor an, bemerkt man schnell auch hier Unterschiede wie stärkeres Bildrauschen bei den Kompakten.

von RadioNORD - am 14.11.2013 10:26
Also es sollten Detailaufnahmen möglich sein; sprich wirklich die Dipole der Sendemasten zu fotografieren, wenn man direkt drunter steht.

Ich habe bereits mit 300mm aus etwa einem Kilometer das bei unserm Sender Teutoburger Wald versucht, aber ich komme für Detailaufnahmen gefühlt nicht nah genug ran.

Da frage ich dann einfach um Tips; und an der Spiegelreflex geht bei guten Fotos sowieso kein Weg dran vorbei, obwohl das Bild oben echte Spitze ist.

von Eheimz - am 14.11.2013 17:16
Das ist daraus geworden


Entfernung etwa 1km bei 300mm

Ich würde gerne noch mehr ran; hat einer vielleicht eine Empfehlung für ein Objektiv

Was ist das für ein Teil ?
http://www.amazon.de/Walimex-Pro-650-1300-Filtergewinde-Objektivbajonett/dp/B002LINA06/ref=cm_cr_pr_product_top

Wenn qualitativ sowas oder ?
http://www.amazon.de/Sigma-150-500-HSM-Objektiv-Filtergewinde-Objektivbajonett/dp/B001542X64/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1384450573&sr=8-2&keywords=Sigma+500

wobei das schon echt ein halbes Vermögen ist...

von Eheimz - am 14.11.2013 17:36
Zum oberen:
Lies einfach die nicht so guten Bewertungen. Die sind meiner Meinung nach absolut glaubwürdig. Es ist halt so, dass ein wirklich gutes Objektiv in der von Dir gewünschten Größenordnung jedenfalls einen guten vierstelligen Euro-Betrag kostet.

von delfi - am 14.11.2013 18:05
1 kilometer? Kein Wunder dass das nichts wird.. du musst näher dran!

von Jassy - am 14.11.2013 18:09
Das meine ich auch; wollte nur nochmal ne andere Meinung hören

Nur bei dem Geld frage ich mich, was die 200mm mehr im Vergleich zu einem 55-300mm einem jetzt bringen.
Bringen die einem so "viel Näher" das man jetzt sagt, wow oder eher das man sagt, dass es noch näher noch besser wäre :D

von Eheimz - am 14.11.2013 18:13
Näher als 1 km kommt man eigentlich an JEDEN Sendemast ran. Mangelnde Nähe zum Mast kannst Du mit keinem noch so guten Objektiv ausgleichen. Ein vernünftiges Tele-Objektiv bekommst Du nicht für nen Appel und n' Ei. Ich habs mal mit so einer 150-Euro-Scherbe von Sigma probiert. Das hatte 100 - 300 mm-Brennweite. Die Ergebnisse haben mich nicht glücklich gemacht. Letztlich ist es aber halt auch immer ein Kompromiss. Was ist man bereit auszugeben - und wie gut sollen die Bilder sein. Wenn Du Dir wirklich eine Spiegelreflex kaufst, dann aber bei den Objektiven zu sehr sparst, ärgerst Du Dich am Ende.

von RadioNORD - am 14.11.2013 18:15
Darum will ich ja für mich das richtige ausloten :D

Ja natürlich kommt man näher an jeden Mast ran, daher nur die Frage, die ja auch oben schon steht, ob es so einen Weltbewegenden Unterschied zwischen "300mm" und 500mm gibt.

Im Preis ja enorm; laut Wikipedia geht's bis 2000mm, aber wenn die 500mm schon sowas Kosten, will ich gar nicht wissen, was das dann kostet...

von Eheimz - am 14.11.2013 18:22
Zitat
Eheinz
wobei das schon echt ein halbes Vermögen ist...


Wenn es ein ganzes Vermögen sein soll, dann vielleicht so etwas: http://www.heise.de/preisvergleich/eu/nikon-objektiv-af-s-vr-800mm-5-6-fl-ed-jaa531da-a897954.html

von Wasat - am 14.11.2013 19:06
Zitat
Eheimz
an der Spiegelreflex geht bei guten Fotos sowieso kein Weg dran vorbei, obwohl das Bild oben echte Spitze ist.


Zuerst mal Danke! ;)
So pauschal würde ich das heute nicht mehr sagen, dass man für gute Fotos zwingend eine Spiegelreflex braucht. Es kommt halt darauf an, welche Bedingungen man persönlich an die Kamera stellt. Da ich eigentlich immer als "Rucksacktourist" ohne Auto unterwegs bin, ist eine gute Kompaktkamera für mich der ideale Kompromiss zwischen guter Bildqualität und geringem Platzbedarf. Auch das Gewicht ist entscheidend. Wer wandern geht oder mit dem Bike einen Berg hochstrampelt, will nicht unbedingt eine schwere Spiegelreflex und eine Auswahl an ebenso schweren Objektiven mitschleppen. Aber gerade auf solchen Touren bieten sich immer wieder schöne Foto-Gelegenheiten.

Zitat
Eheimz
Also es sollten Detailaufnahmen möglich sein; sprich wirklich die Dipole der Sendemasten zu fotografieren, wenn man direkt drunter steht.


Direkt unter dem Mast zu stehen, ist die denkbar ungünstigste Position für ein Senderfoto. Versuch' es doch einfach mal mit einem Panorama aus wenigen 100m Entfernung. Auch mit einem teuren Objektiv und einer Spiegelreflex kriegst du nie den ganzen Mast und alle Details gleichzeitig aufs Bild. Aber mit einem zusammengesetzten Bild eben schon, und das in erstaunlicher Qualität.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 14.11.2013 19:16
Nein danke, das ist dann doch unbezahlbar :eek:

von Eheimz - am 14.11.2013 19:33
@Eheimz

Kauf dir doch eine Bridge-Kamera wie z.B. die Panasonic Lumix DMC-FZ72, Canon PowerShot SX50 HS oder Sony Cyber-shot DSC-HX300. Schaffen 1200 mm Brennweite bei guter Bildqualität und kosten um die 300 Euro.

Die Nikon Coolpix L820 mit 675 mm Brennweite gibt es sogar für unter 200 Euro.

Bezüglich Bildqualität:
Es tun viele so, als müssten sie mit großformatigen Werbefotos ihren Lebensunterhalt verdienen. Gerade für technische Abbildungen reichen aber selbst für Druckwerke meist Fotos, die mit einfachem Equipment erstellt wurden.

von Wasat - am 14.11.2013 20:21
Zitat
Wasat
@Eheimz

Kauf dir doch eine Bridge-Kamera wie z.B. die Panasonic Lumix DMC-FZ72, Canon PowerShot SX50 HS oder Sony Cyber-shot DSC-HX300. Schaffen 1200 mm Brennweite bei guter Bildqualität und kosten um die 300 Euro.


Er hat ja schon die Nikon D3200.
Für eine gute Objektivberatung sollte man einen Fachhändler vor Ort aufsuchen, dort könnte man sich ja evtl. mal eins ausleihen ? Ebenso bieten sich diverse Fotografie-Foren an, dort gibts sicher gute Beispiele.
Eine Bridgekamera ist aber nur fürs Sendemasten fotografieren fast das optimalste.
Ansonsten : Einfach mal ausprobieren und schauen , ob man selbst mit dem Ergebnis zufrieden ist.

von Chief Wiggum - am 14.11.2013 20:33
Ich sag jetzt einfach mal was drastisches:

Eine gute Kamera macht noch lange keinen guten Fotografen.

und:

Auch mit einer einfachen Kamera kann man gute Bilder machen.

Und wie schon mehrere sagten, kann man sich auch gut mit Tricks helfen.

von delfi - am 14.11.2013 20:43
…und haben gegebenenfalls selbst unter Optimalbedingungen ein so starkes Bildrauschen, dass man sich anschließend nur ärgert. Dass die 80 Euro-Knipse nicht dasselbe Ergebnis liefern KANN, wie eine gute Kompaktkamera, die dann auch gern mal 250 bis 300 Euro kostet, liegt in der Natur der Sache.

von RadioNORD - am 14.11.2013 21:35
Zitat
RadioNORD
…und haben gegebenenfalls selbst unter Optimalbedingungen ein so starkes Bildrauschen, dass man sich anschließend nur ärgert. Dass die 80 Euro-Knipse nicht dasselbe Ergebnis liefern KANN, wie eine gute Kompaktkamera, die dann auch gern mal 250 bis 300 Euro kostet, liegt in der Natur der Sache.


Das muss nicht unbedingt eine Billig-Knipse zu sein. Mein Samsung WB850F, der nicht gerade billig ist, hat ebenfalls ein so starkes Bildrauschen das man übel wird. Dieser Kamera kann ich, trotz 21x Zoom absolut nicht empfehlen. Da schneidet mein Panasonic mit bloss 16x Zoom wesentlich besser ab!

von Jassy - am 14.11.2013 22:12
Zitat
Chief Wiggun
Er hat ja schon die Nikon D3200.


Der Trend geht zur Zweitkamera. Ich habe mehr als 10 davon, die alten analogen nicht mitgerechnet.

Wenn er sich ein Super-Tele für die D3200 um 500 Euro kauft, werden die Ergebnisse kaum besser sein als mit einer Bridge-Kamera um 300 Euro. Der logische Schluss daraus ist wohl klar.

von Wasat - am 14.11.2013 22:22
Vielleicht sollte man sich auch von Zahlen-Superlativen verabschieden. 16-fach Zoom und 15 Megapixel bei einer Kompaktknipse ist einfach eine schwachsinnige Kombination, die immer auf die Bildqualität geht/gehen muss. Aufgrund der physikalischen Größe einer solchen Kamera ist der Bild-Sensor einer solchen Kamera einfach viel zu klein, um 15 Megapixel (oder noch höhere Werte) in guter Qualität abbilden zu können. Canon hat das (neben einigen anderen Herstellern) erkannt und bietet bei Kompakt-Kameras mit hohem Zoomfaktor eine eher niedrige Pixelzahl (bspw. 10 Megapixel) an. Die Bildqualität dankt es! Ein Beispiel ist die Canon IXUS 500 HS - 12fach-Zoom, aber eben nur 10 Megapixel. Die Kamera liefert IMHO sehr gute Bilder.
Und 10 Megapixel reichen für fast alle Zwecke völlig aus - selbst wenn man davon DIN A2-Bilder abziehen lassen möchte.

von RadioNORD - am 15.11.2013 13:21
Ich werde mal gucken, was sich da machen lässt.

Aber keine Sorge; hab nen Kumpel, der sich bestens mit der Materie auskennt und mir da auch helfen kann.
Hier gings nur darum, wer schon spezielle Erfahrungen damit hat !

Aber noch eine Kamera werde ich nicht kaufen; die D3200 reicht vollkommen und macht auch bisher tadellose Bilder, wenn man sie richtig einzustellen weiß :D

von Eheimz - am 15.11.2013 13:31
Die Kamera ist halt nur das zweitwichtigste beim Fotografieren.

Wenn man kein Auge für gute Fotos hat, lässt das auch nicht mit der besten Ausrüstung kompensieren.

von delfi - am 15.11.2013 15:00
Richtig. Und wenn man gegen's Licht fotografiert, bekommt man halt nur Schattenumrisse vom Sendemast. Dafür kann die Kamera wirklich nix ;-)

von RadioNORD - am 15.11.2013 18:50
Das ist mir klar
So ganz als Neuling gehe ich ja nicht an die Sache...
Der Fehler darf nicht hinter der Kamera zu finden sein !

von Eheimz - am 16.11.2013 19:50
@Eheimz: War auch nicht auf Dich bezogen :-) Das war nur so ganz allgemein gesagt. Ich sehe es immer wieder, dass Leute mit der teuren Spiegelreflex draußen rumrennen, im Dunkeln den Vollautomatik-Modus nutzen, bei dem dann natürlich der interne Blitz ausklappt. Und dann wundern/ärgern sie sich, dass die Bilder nur Grütze sind...

von RadioNORD - am 16.11.2013 20:25
Das ist dann selbstverständlich, dass die Bilder nichts werden

von Eheimz - am 17.11.2013 11:34
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