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vor 4 Jahren, 7 Monaten
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Bayer. Fernsehen: Alles Roger?: Die Welt der Amateurfunker

Startbeitrag von DX-Fritz am 30.11.2013 16:13

Ich hab gerade gesehen, dass heute im Bayerischen Fernsehen im Rahmen der Sendung "Zwischen Spessart und Karwendel" (Beginn 18:00 Uhr) ein Beitrag mit dem Titel "Alles Roger?: Die Welt der Amateurfunker" gesendet wird.

Alles nähere zu dieser Sendung hier: klick

Sobald ein Link auf die Sendung in der Mediathek verfügbar ist, werde ich diesen hier ebenfalls bekanntgeben.

Grüße
Fritz

Antworten:

Schöne Sendung. Normalerweise strotzen ähnliche Berichte vor journalistischer Inkompetenz. Und einmal fiel hier sogar das Wort Funkamateur anstatt Amateurfunker:eek:

Ein Alternativlink zum Film gibt's hier: http://livingscoop.com/watch.php?v=MzIxOA

von Natrium - am 30.11.2013 19:01
... und hier noch der Link zu diesem Beitrag in der Mediathek des BR:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/zwischen-spessart-und-karwendel/amateurfunker-112.html

von DX-Fritz - am 30.11.2013 22:39
Durchaus interessanter Beitrag! Eigentlich fiel das Wort "Amateurfunker" auch nur in der Anmoderation (und im Titel der Sendung). Im Kommentar des eigentlichen Beitrags wurde aber richtig "Funkamateur" gesagt...

von iro - am 30.11.2013 22:39
Wirklich ein netter und interessanter Beitrag. :spos: Die einzigen Fehler, die mir auffielen: die Einblendung des SDR-Displays vom 2-m-Band, während DF2NU auf Kurzwelle mit einem OM in Florida spricht und die Bezeichnung "Universe" für den Buchstaben "U". Der heißt gemäß dem offiziellen ITU-Funkalphabet aber noch immer "Uniform". Diese Kleinigkeiten seien dem Autor der Reportage jedoch verziehen. In der Lokalpresse habe ich im Lauf der Jahre etliche schlechter recherchierte Reportagen über Funkamateure gelesen.

von senderjaeger - am 30.11.2013 23:09
Leider hab ich den Beitrag verpasst. Hmm, aber ganz ehrlich: Wenn ich dem obigen Link zur BR Sendung folge und den dortigen Text durchlese und permanent "die Amateurfunker" lese, dann hab ich schon keine Lust mehr weiter den Inhalt des Beitrages zu erforschen. Den Fehler einmal zu machen, okay, vergessen; zweimal, naja, kann passieren; aber den Fehler dauernd ... => keine Ahnung von der Grundlage. Meines Wissens nach handelt es sich um Amateurfunk. Die Personen welche Amateurfunk betreiben nennen sich Funkamateure (so wie die Zeitschrift). So schwer finde ich den Sachverhalt jetzt auch nicht ... Aber nichts für ungut.

Zitat
Natrium
Schöne Sendung. Normalerweise strotzen ähnliche Berichte vor journalistischer Inkompetenz. Und einmal fiel hier sogar das Wort Funkamateur anstatt Amateurfunker:eek:

Wäre schön, wenn's anders rum gewesen wäre ;-)

von Jens1978 - am 30.11.2013 23:55
In dem Zusammenhang muss ich an eine Reportage von vor ein paar Jahren denken, wo der Sprecher zig Mal und äußerst penetrant von einem "Allmode Transceiver" sprach. Dieses Wort hatte der Reporter wohl zu Anfang des Interviews bei dem OM aufgeschnappt (was ja nunmal sachlich nicht falsch ist) und deswegen wohl im Verlauf der Reportage immer wieder aufgegriffen. Auf die Idee, dieses Ding (ebenfalls völlig korrekt) Funkgerät zu nennen, kam der Redakteur wohl nicht.

Wie so oft gilt: Würde man solche Berichte vor dem Erscheinen, seien es nun Radio-, TV- oder Zeitungs-Berichte, nur einmal im Schnelldurchlauf den dargestelltem Personenkreis zur "kritischen Würdigung" vorlegen, würden uns solche Peinlichkeiten fast ausnahmslos erspart bleiben.

von Natrium - am 01.12.2013 11:20
Ich habe seit 1985 eine Amateurfunklizenz und bin auch die meiste Zeit im Amateurfunk aktiv gewesen. Wenn ich nach meinem Hobby gefragt werde, sage ich meist, dass ich "Amateurfunker" bin. Warum? Weil die meisten Laien das nun mal so nennen. Es leuchtet mir nicht ein, warum "Funkamateur" eine bessere Bezeichnung sein soll als Amateurfunk. Leute, die sich über den Begriff "Amateurfunker" aufregen, tendieren meiner Erfahrung nach oft zum "Mierenneuker" oder "Krawattenfunker".

von Zintus - am 01.12.2013 13:39
@ Jens1978

Zitat

Leider hab ich den Beitrag verpasst. Hmm, aber ganz ehrlich: Wenn ich dem obigen Link zur BR Sendung folge und den dortigen Text durchlese und permanent "die Amateurfunker" lese, dann hab ich schon keine Lust mehr weiter den Inhalt des Beitrages zu erforschen. Den Fehler einmal zu machen, okay, vergessen; zweimal, naja, kann passieren; aber den Fehler dauernd ... => keine Ahnung von der Grundlage. Meines Wissens nach handelt es sich um Amateurfunk. Die Personen welche Amateurfunk betreiben nennen sich Funkamateure (so wie die Zeitschrift). So schwer finde ich den Sachverhalt jetzt auch nicht ... Aber nichts für ungut.


Entschuldige, daß ich das jetzt so sage. Aber was soll immer diese Korinthenkackerei? Für wahrscheinlich jeden Menschen außerhalb des "erlauchten" Kreises der Leute mit Amateurfunklizenz sind die Begriffe "Amateurfunker" und "Funkamateur" völlig gleich bedeutend. Genau so wie für fast jeden Menschen ein Haufen Sand und ein Sandhaufen das gleiche sind.

Mit so einem Getue um eigentlich gleichbedeutende Begriffe und anderen Dackelclub-ähnlichen Manieren fügt sich die Amateurfunkgemeinschaft eher einen Imageschaden zu.

von Kay B - am 01.12.2013 15:55
Was eine immer wiederkehrende nervige Diskussion :-( Die kenne ich auch, seit ich Funkamateur bin. Ja, Funkamateur, nicht Amateurfunker - wem das wichtig ist, gehe mit gutem Vorbild voran, nutze die Worte in der richtigen Form, und gut ist. Belehrungen anderer und Diskussionen über die richtige Verwendung von Begriffen hingegen führen immer nur zu einem schlechten Image. Man sollte das vielleicht Bastian Sick überlassen ;-)

Ansonsten: Ein schöner Beitrag. Nebenbei: Rainer, DF2NU, hat nicht nur über Ham Spirit gesprochen, er lebt ihn auch, wie ich auch in meinem Ortsverband, in dem er hin und wieder zu Gast ist, erfahren durfte (und wie alle DB0EL- und DM0ZB-Nutzer z.B. auch wissen dürften...).

Die kleinen Unstimmigkeiten (Spektrum-Anzeige vom 2m-Amateurband während des SSB-QSOs nach Florida, 10m-Anzeige während des FM-QSOs mit dem blinden OM) fallen sicher uns "Experten" auf, sind aber für die positive Außenwirkung des Beitrags nicht relevant.

Sehr positiv fand ich dabei übrigens, dass die Symbiose aus althergebrachter analoger Kurzwellenkommunikation und modernster Digital-Technik (SDR) gut sichtbar war....

von DH0GHU - am 01.12.2013 17:02
Deutsches Vereinswesen ist eine seeeeeehr ernste Sache ;)

wikipedia leitet vom Amateurfunker gleich auf den Funkamateur um und begrüsst uns gleich mit
Zitat

Für Deutschland definiert das Amateurfunkgesetz von 1997:
Funkamateur ist der Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses oder einer harmonisierten Amateurfunk-Prüfungsbescheinigung


Der Duden dagegen sagt:
Zitat

Ama­teur­fun­ker, der
Wortart: Substantiv, maskulin
Bedeutung: Funkamateur

Zitat


Funk­ama­teur, der
Wortart: Substantiv, maskulin
Bedeutung: jemand, der mit behördlicher Genehmigung als Amateur (1a) mithilfe eines Funkgerätes Funksprüche empfangen und senden kann


Sowohl Duden als auch wikipedia sagen also: Amateurfunker=Funkamateur

Der CB-Funker hat allerdings auch eine (allgemeine) behördliche Genehmigung für sein Treiben, ist also eigentlich auch ein Funkamateur ;)

von iro - am 01.12.2013 17:05
Woher soll denn ein der Materie fern stehender wissen, dass man Leute, die Amateurfunk betreiben, nicht Amateurfunker nennen soll?

von Wasat - am 01.12.2013 17:22
Zitat
Kay B
@ Jens1978

Zitat

Leider hab ich den Beitrag verpasst. Hmm, aber ganz ehrlich: Wenn ich dem obigen Link zur BR Sendung folge und den dortigen Text durchlese und permanent "die Amateurfunker" lese, dann hab ich schon keine Lust mehr weiter den Inhalt des Beitrages zu erforschen. Den Fehler einmal zu machen, okay, vergessen; zweimal, naja, kann passieren; aber den Fehler dauernd ... => keine Ahnung von der Grundlage. Meines Wissens nach handelt es sich um Amateurfunk. Die Personen welche Amateurfunk betreiben nennen sich Funkamateure (so wie die Zeitschrift). So schwer finde ich den Sachverhalt jetzt auch nicht ... Aber nichts für ungut.


Entschuldige, daß ich das jetzt so sage. Aber was soll immer diese Korinthenkackerei? Für wahrscheinlich jeden Menschen außerhalb des "erlauchten" Kreises der Leute mit Amateurfunklizenz sind die Begriffe "Amateurfunker" und "Funkamateur" völlig gleich bedeutend. Genau so wie für fast jeden Menschen ein Haufen Sand und ein Sandhaufen das gleiche sind.

Mit so einem Getue um eigentlich gleichbedeutende Begriffe und anderen Dackelclub-ähnlichen Manieren fügt sich die Amateurfunkgemeinschaft eher einen Imageschaden zu.

Hmm, ich weiß zwar nicht genau warum man sich so aufregt ... Ich benutze zwar eigentlich auch beide Bezeichnungen mehr oder weniger, aber ich mache ja auch keinen Beitrag drüber ;-) Und so wichtig ist mir das ehrlich gesagt auch nicht, mir ist es nur aufgefallen. Mir allerdings irgendwelches "Getue" oder "Korinthenkackerei" anzuheften oder sonstiges nur weil ich meine Meinung sage ... Naja, find ich schade und ehrlich gesagt unpassend, da ich meines Wissens nach nicht so hier unterwegs bin. Denke dabei sollte man es auch belassen.

von Jens1978 - am 01.12.2013 17:37
Ich fand das ganze immer schon eher belustigend ;)

Beide Begriffe sind richtig. Sagt die Hauptinstanz der deutschen Sprache, der Duden. Und wenn der das sagt, dann ist das so.
In einer geschlosssenen Gesellschaft und auf Verwaltungsebene gibt es dagegen nur einen Begriff. Aber nur dort. Eine Art Geheimsprache, an deren Benutzung man den Eingeweihten erkennt.

von iro - am 01.12.2013 17:50
Nö, das ist doch irgendwie schon lange tot. Aber anscheinend in Polen noch nicht, denn irgendwie sehe ich öfters polnische Autos mit großen, vermutlichen CB Antennen.

von Jens1978 - am 01.12.2013 18:28
In Polen scheint CB-Funk noch sehr lebendig zu sein, nicht nur mobil, sondern auch viele Stationen. Jedenfalls habe ich das von verschiedener Seite so gehört, war selber leider seit vielen Jahren nicht mehr in Polen.
Selber betreibe ich außer dem Amateurfunk auch noch CB-Funk. Habe Antennen und Geräte für beide Hobbys aufgebaut. Meine funktechnischen Wurzeln liegen im CB-Funk, wie bei so vielen von uns. Leider ist hier in der Gegend seit zwei bis drei Jahren sehr wenig los, davor hörte man immer nochmal jemanden. Jetzt bin ich hauptsächlich auf Sporadic-E und F2 angewiesen, wenn ich meine 11m-Geräte befeuern will.
Aussterben wird der CB-Funk wohl nicht. Sobald die Ionosphäre sich etwas regt, ist das Band gut gefüllt mit Signalen. Das gibt mir Hoffnung, dass auch in meiner Region viele alte und neue Stationen (wieder) aktiv werden.

von Zintus - am 01.12.2013 18:58
Seit ende der "Nullziger" tut sich durchaus wieder mehr (!) auf 11m, jedenfalls bei mir hier. "Tot" war der CB-Funk eher so ende der 90er Anfang der "Nullziger", als auf ein mal Handys massentauglich wurden...
Das bezihet sich allerdings nur auf meine eigenen Beobachtungen und ist wahrscheinlich noch mal regional sehr unterschiedlich...

von WiehengeBIERge - am 01.12.2013 19:59
Lesenswerte Lektüre aus den Abgründen des OT-Forums: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?13738,876037,page=1 ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 01.12.2013 20:00
Hauerhauerhauerha....

Gut dass ich den Thread im OT-Forum damals nicht gesehen habe. Jetzt dämmert mir langsam wieder, warum ich damals nach der Prüfung noch ein paar Jahre ausschließlich CB gemacht habe. Weil es damals, vor allem in dem OV, zu dem ich damals zuerst gegangen bin, zuviele von der Sorte "Funkamateur mit Krawatte" gab. Meist auch staatlich besoldet. Später wurde dann in der Nähe meines Wohnortes ein OV gegründet, in dem es eher "Amateurfunker" gab als "mierenneukende Funkamateure".

Ich fühle mich jetzt bestätigt, mich nur noch als "Amateurfunker" zu bezeichnen.

@WiehengeBIERge: Das war hier auch mal eine Zeitlang so. Ich hoffe ja, dass es auch im EL nochmal zu einer Renaissance kommt.

von Zintus - am 01.12.2013 20:32
@ Jens1978

Zitat

Mir allerdings irgendwelches "Getue" oder "Korinthenkackerei" anzuheften oder sonstiges nur weil ich meine Meinung sage ...


War auch nicht gegen dich persönlich gerichtet. Es geht einfach nur darum, daß manche Funkamateure von der Allgemeinheit verlangen, die Begriffe "Amateurfunker" und "Funkamateur" auseinander zu halten. Das ist so ähnlich, als würden ein paar Star-Trek-Fetischisten von einem erwarten, klingonisch zu verstehen. :rolleyes:

Die Funkamateure sollten froh sein, daß über sie berichtet wird und damit vielleicht doch der eine oder andere Interessent zu diesem Hobby findet, und nicht durch irgendwelche typisch deutsche Korinthenkackerei potentielle Interessenten vergraulen.

Das ganze ist eine Freizeitbeschäftigung. Und da sollte man das Regelwerk auf ein absolutes Minimum reduzieren und nicht durch irgendwelche unterschiedlichen Definitionen an sich gleichbedeutender Begriffe künstlich aufblähen.

von Kay B - am 01.12.2013 21:10
Ich habe meine funkenden Wurzeln auch im 11 m-Band, war auf 7 FM (Jugend-Ortsrunde), 8 FM (Mittelalter-Ortsrunde) und 9 AM ab 1992 taeglich nachmittags und abends aktiv. Meine Reichweite war dank EG-Wohnung und erstrittenem Antennenanbringungsort Balkonbruestung im 1. OG fuer die ebenfalls nicht ueppig abstrahlende "Super Stick" (ugs. 'Besenstiel') auch auf den eigenen Wohnort und Richtung Sueden auf den Nachbarort beschraenkt. 1993 hatte ich CB-Funk auf 'ner Simson S51, ab 1994 im Trabant und danach noch in drei weiteren Autos. Die Autoinstallationen spielten durchweg ganz manierlich, die Reichweiten konnten sich sehen lassen. Mangels Gespraechspartnern habe ich ab 2000 nur noch temporaer aufgebaut und mal gehorcht, seit 2009 aber wieder als Berufspendler zeitweise mit Magnetfussantenne und fliegender Installation CB-Funk im Auto gehabt. Auf 9 AM ist noch vergleichsweise viel los, die anderen Kanaele sind polnisch-, russisch- oder tuerkischsprachig dominiert. Berlin ist nah und einige scheinen von guten Standorten moeglicherweise sogar im kW-Bereich zu arbeiten. Einige Stimmen/Stationen habe ich mit noch recht eindrucksvollen Pegeln in Schwedt/Uckermark im Auto gehoert. Es sind Berliner, das ist sicher.

Ich habe auch Amateurfunker in meinem Freundeskreis, die meisten machen aber "nur" 2 m und 70 cm. Der groesste Teil hat seine Lizenz noch aus DDR-Zeiten und ist dem Hobby bis heute treu geblieben. Die Kurzwelle hat fuer die meisten aber wegen des Antennenaufwands ihren Reiz verloren, man kann/darf entweder nichts ordentliches aufbauen oder kann/darf wegen der Nachbarn keine Sendeleistungen nutzen, die man gern haette. Ein paar Watt UKW/VHF und die unauffaellig anbringbaren Antennen machen dagegen kaum Aerger und die meisten der Nachbarn wissen nichts von sogar vier Funkamateuren in meinem Wohngebiet. Nur die A-Klasse von einem von ihnen sieht einem Sputnik recht aehnlich, da sind einige Antennen drauf. Einer hat einen alten Ford Sierra, bei dem die 2 m-Antenne sehr nach normaler Radioantenne aussieht. Bei dem ist auch das Funkgeraet verdeckt verbaut - wer es nicht weiss, der wuerde es nie vermuten.

Ob sich fuer mich ein CB-Einbau fuer die Pendelfahrten nach Berlin lohnen wuerde, das weiss ich nicht. Fuer ein paar weitere Fahrten pro Jahr koennte man auch mit "hineingeworfener" Technik und Magnetfuss arbeiten.

von PowerAM - am 01.12.2013 21:12
Ich erkenne polnische Autos schon aus großer Entfernung dank der Antennen.
Ich habe einen Polen mal gefragt, weshalb es so populär ist. Er meinte, es wäre fast in jedem Auto drin, um vor den vielen Polizeikontrollen vorab zu warnen :spos:
Das sollte aber alles auf einem "warnkanal" erfolgen. Vielleicht weiß jemand hier um welchen Kanal und Modulationsart es sich handelt. Zusätzlich natürlich im Ausland für Fahrten im Konvoi ohne Roamingkosten eine nette alternative Kommunikationsart.

von Frankfurt - am 02.12.2013 13:56
Das müßte auch auf 9 AM sein, war bei uns in D früher auch immer der Kanal, auf dem die Asphaltcowboys vor Abfangjägern und Paßbildautomaten warnten.

von HansEberhardt - am 02.12.2013 17:04
Zitat
Frankfurt
Ich erkenne polnische Autos schon aus großer Entfernung dank der Antennen.
Ich habe einen Polen mal gefragt, weshalb es so populär ist. Er meinte, es wäre fast in jedem Auto drin, um vor den vielen Polizeikontrollen vorab zu warnen :spos:
Das sollte aber alles auf einem "warnkanal" erfolgen. Vielleicht weiß jemand hier um welchen Kanal und Modulationsart es sich handelt. Zusätzlich natürlich im Ausland für Fahrten im Konvoi ohne Roamingkosten eine nette alternative Kommunikationsart.


Das Problem bei den Polen ist das die ein Leicht versetztes Frequenzraster nutzen.
Während bei uns der Kanal (Frequenz) auf 5 endet, endet dieser bei den Polen auf 0.

Beispiel: 27,005MHz Kanal 4 DE, in Polen ist das dann 27,000MHz.

von _Yoshi_ - am 02.12.2013 17:18
Zitat

Jetzt dämmert mir langsam wieder, warum ich damals nach der Prüfung noch ein paar Jahre ausschließlich CB gemacht habe. Weil es damals, vor allem in dem OV, zu dem ich damals zuerst gegangen bin, zuviele von der Sorte "Funkamateur mit Krawatte" gab. Meist auch staatlich besoldet.

Bei mir war das der Grund, warum ich die Prüfung dann doch gar nicht gemacht habe. Die "vernünftigen" Amateurfunker :D habe ich erst Jahre später kennen gelernt...

von WiehengeBIERge - am 02.12.2013 18:15
Wie kann es denn sein, daß die polnischen Geräte ein anderes Raster haben. Gibt es da keine europäische Norm oder CEPT-Zulassung ?

von Frankfurt - am 04.12.2013 19:23
@Frankfurt
Viele der neueren CB-Funkgeräte die Multinorm fähig sind können auch das "Polnische Frequenzraster".

Aber so wie das aussieht nutzt nicht nur Polen das 0 Raster, auch andere Länder im Osten.

von _Yoshi_ - am 04.12.2013 19:33
Ich glaube, in Polen wurde der CB-Funk sehr schnell nach der Wende eingeführt. Auf jeden Fall bevor Polen Mitglied der EU wurde. Und nationale Sonderregelungen gibt es ja genug, siehe z.B. Deutschland mit seinen 80 Kanälen. Mir drängt sich ja der Verdacht auf, dass Polen seine um 5 kHz verschobenen Frequenzen irgendwelchen absolut ahnungslosen Schreibtischtätern zu verdanken hat. Wahrscheinlich lautete die Vorgabe "im Frequenzbereich von 26,960 bis 27,410 MHz und die Politiker -oder bestenfalls Ministerialbürokraten- haben das dann wörtlich genommen und haben nicht über den Tellerrand auf die Nachbarländer geguckt.
Oder z.B. wie Großbritannien 1981 bei der Freigabe des CB-Funks: "Lass uns ja andere Frequenzen nehmen, sonst könnte ja jemand auf die Idee kommen, die alten Geräte ohne Zulassung weiter zu benutzen."
Die Denke solcher Bürokraten ist dermaßen verschieden von unserer vom Technikverständnis geprägte Sicht- und Handlungsweise, dass es einem manchmal angst und bange wird. Ich habe/hatte durch Ausbildung und Beruf mit beiden Denkweisen zu tun und möchte manchmal schreiend durch lange Korridore laufen.

von Zintus - am 04.12.2013 22:01
Zitat
PowerAM
Ich habe auch Amateurfunker in meinem Freundeskreis, die meisten machen aber "nur" 2 m und 70 cm. Der groesste Teil hat seine Lizenz noch aus DDR-Zeiten und ist dem Hobby bis heute treu geblieben. Die Kurzwelle hat fuer die meisten aber wegen des Antennenaufwands ihren Reiz verloren, man kann/darf entweder nichts ordentliches aufbauen oder kann/darf wegen der Nachbarn keine Sendeleistungen nutzen, die man gern haette.


Bei uns ist es auch so, dass auf UKW praktisch nur noch die OV-Runden über das Relais laufen und auf Betriebstechnik auch von den "Alten" kaum noch Wert gelegt wird. Vor Jahren wurde da immer scharf gemahnt "wir sind hier nicht beim CB-DFunk". Die allgegenwärtige Antennensituationen und der rückläufige Trend, selber Geräte/Antennen zu bauen, bzw. das schwindende Interesse der Jugendlichen bereitet vielen OVs seit Jahren Probleme. Bedingt durch die Antennensituation und Personenschutz-Grenzwerte haben aber viele (gezwungenermaßen) QRP für sich entdeckt und sind somit auch sendenderweise wieder etwas aktiver geworden. Gerade die letzten Wochen war recht gutes Funkwetter und z.B. mit kleinen Leistungen SSB-QSOs auch auf 10m z.T. sogar nach Übersee möglich.

von Radio_DDR - am 04.12.2013 22:27
Also bei uns hat die KW wie auch 2m und 70cm eine hohe Bedeutung bei den Funkamateuren, weil bei uns bist erst "richtig" Funker, wenn du auch auf der Kurzwelle unterwegs bist, ist ja auch wahr, weil da auch am meisten los ist. Denn auf 2m/70cm tut sich ausser auf den Ortskanälen und Relais nicht sonderlich viel...

von MPDX - UnterkärntenDX - am 04.12.2013 22:49
Zitat

Abfangjäger... und Paßbildautomaten


ich kenne es als "Glatteis" oder "teure Fotos" :xcool:

von Felix II - am 05.12.2013 13:23
"Rotlicht" (Blitzer) und "Mausefalle" (Polizei- oder BAG-Kontrolle) sind hier ueblich gewesen. Ob das noch aktuell ist, das weiss ich nicht.

von PowerAM - am 05.12.2013 13:35
also auf 2 Meter - 144 Mhz gehen auf SSB auch ohne Bedingungen 500 Kilometer und mehr. Liegt halt an der schmalen Bandbreite und der freien Frequenz.

von Frankfurt - am 05.12.2013 22:26
Zitat
Frankfurt
also auf 2 Meter - 144 Mhz gehen auf SSB auch ohne Bedingungen 500 Kilometer und mehr. Liegt halt an der schmalen Bandbreite und der freien Frequenz.

Wie hoch sind eigentlich die Sendeleistungen um soweit zu kommen?

von Zwölf - am 05.12.2013 22:35
Schmale Bandbreite und Frequenz reicht nicht. Da braucht man auf beiden Seiten erst mal einen hohen Antennenstandort mit Richtantenne (10 Elemente und mehr) sowie mind. 50Watt. Senderausgangsleistung. Bei einer 10 Elem. Antenne hat man rd. 13dB Antennegewinn, da kommt man schnell auf 1000W ERP = abgestrahlte Leisung.

von Radioboy - am 06.12.2013 08:59
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