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Suton-Radio und Kick!FM

Startbeitrag von Frankfurt am 02.12.2013 21:26

Habe gerade auf der Seite www.suton-radio.com gesehen, daß es dort einen Ableger des erfolgreichen deutschsprachigen Internetsenders kickFM gibt. Verlinkt wird auf die serbische Seite www.kickfm.rs mit recht viel deutschen Texten. Wie gehörn die beiden zusammen ?

Sendet Suton-Radio noch über den Eutelsat 16 Grad Ost ?

Antworten:

http://www.kickfm.eu/impressum.html

von iro - am 02.12.2013 21:43
cool. Eine .eu Domain, jedoch nicht in der europäischen Rechteliga vertreten ist natürlich auch eine super Ausgangssituation :rp:

von Frankfurt - am 02.12.2013 22:20
Was ist denn eine "europäische Rechteliga"?

von Alqaszar - am 03.12.2013 02:18
Hallo Frankfurt.

Die Hörfunkprogramme "Suton Radio", "Radio Egeta", "kick!fm" (Deutschland) sowie "kick!fm Srbija" sind über die RTV Suton D.O.O. mit Sitz in Savino Selo (Provinz Vojvodina) in Serbien für die Ausstrahlung über regionale UKW-Frequenzen in Vojvodina, den Satelliten Hotbird 16° Ost sowie über das Internet lizenziert.

Inhaltlich unterscheiden sich die Programme grundlegend. So sind die Programme "Suton Radio" und "Radio Egeta" inhaltlich von Nonstop Musik der Sparten Narodna (Suton Radio) und Vlaska (Radio Egeta) geprägt. kick!fm besteht, bis auf wenige Ausnahmen am Morgen und am Wochenende, ebenfalls aus nonstop Musik, jedoch mit stündlich aktuellen Nachrichten. Der "serbische Ableger", "kick!fm Srbija", übernimmt weitenteils die Sendestecken des deutschen Programms kick!fm, jedoch mit einigen Regionalstrecken: so sind die Nachrichten zur vollen Stunde regionalisiert und von B92 (Radio Beograd) übernommen, lokale Hörfunkwerbung vor den Nachrichten und der Landessprache angepasste Jingles und Programmelemente. Das Programm kann zur Zeit auf der Frequenz 92,0 MHz in Kula (Vojvodina) empfangen werden. Es wird mit einer effektiven Strahlungsleistung von 500 Watt von einem hohen Weizensilo in Kula über drei vertikal polarisierte gestockte Dipole ausgestrahlt.

Die Aussendung über Hotbird 16° Ost wurde bereits 2008 eingestellt.

Zur deiner Anmerkung bezüglich .eu Domain:

Die Registrierung einer .eu Domain ist keineswegs nur natürlichen und juristischen Personen mit Sitz in einem EU-Beitrittsland vorbehalten. Mangels attraktiver Alternativen zum Zeitpunkt der Registrierung war diese TLD die vernünftigste und brauchbarste.

Weitere Fragen beantworten dir die Leute bei kick!fm sicherlich direkt - warum du dazu ein Forum bemühen musst, ist sicherlich nicht nur mir fraglich. Ach ja: Und eine ausführliche FAQ hat der Sender auch. :)

Viel Spaß weiterhin im Forum.

von .:. - am 03.12.2013 07:54
Wird denn in Serbien am Wochenende mit lokaler Moderation ausgestrahlt oder läuft da komplett der deutschsprachige Internetstream ?

von Frankfurt - am 03.12.2013 10:21
Am Wochenende wird das deutsche Programm übernommen, nur am Sonntag Abend (22:00 - 24:00 Uhr) muss nach Auflage ein "Bürgerfenster" ausgestrahlt werden, das extern zugespielt wird (ist so ähnlich wie der Bürgerfunk im NRW-Lokalfunk).

von .:. - am 03.12.2013 10:53
Apropos Suton Radio: Was wurde denn eigentlich aus den Plänen, im Raum Frankfurt auf der 96,1 MHz zu starten? Vor ein paar Jahren gab es ja mal Testsendungen und die 96,1 wurde dann für Steinbach/Taunus koordiniert.

von DX OberTShausen - am 03.12.2013 17:29
Also ein deutsches Programm im Balkan. Auch nicht schlecht !

Testsendung damals war doch sehr erfolgreich. Keine Ahnung, weshalb da so schnell das Geld ausgegangen ist...

von Frankfurt - am 03.12.2013 18:16
Und bevor hier über (ehemalige) Piratensender geposted wird: bitte die Nutzungsbedingungen lesen. Vielen Dank.

von Staumelder - am 03.12.2013 18:58
Zitat
Staumelder
Und bevor hier über (ehemalige) Piratensender geposted wird: bitte die Nutzungsbedingungen lesen. Vielen Dank.


Wieso Piratensender? Ich kann mich nicht erinnern, dass das damals eine unerlaubte Testausstrahlung war :confused: Und wenn es tatsächlich nicht erlaubt war, wieso hat dann die BNetzA daraufhin die 96,1 am Standort Steinbach/Taunus koordiniert?

von DX OberTShausen - am 03.12.2013 23:18
Zitat
DX OberTShausen
Wieso Piratensender? Ich kann mich nicht erinnern, dass das damals eine unerlaubte Testausstrahlung war :confused: Und wenn es tatsächlich nicht erlaubt war, wieso hat dann die BNetzA daraufhin die 96,1 am Standort Steinbach/Taunus koordiniert?


Die Aussendung erfolgte ohne Genehmigung. 29 Tage wurde "Suton Radio" auf dieser Frequenz ausgestrahlt, nachdem an einem Freitag Nachmittag 2 Beamte der Bundesnetzagentur Außenstelle Eschborn sowie 2 Polizeibeamte vor der Tür standen und den Sender beschlagnahmten.

Die Koordinierung der 96,1 wurde auf Antrag des Betreibers bei der Bundesnetzagentur beantragt, die eine erfolgreiche Koordinierung mit 30 Watt in Aussicht stellte. Beim anschließenden Zulassungsverfahren der LPR ging man dann leer aus; sie wurde dem temporären Veranstaltungsfunk zugewiesen.

von .:. - am 04.12.2013 09:51
gibt es da noch eine neue Runde im Zulassungsverfahren ?
Leider werden in Hessen die Karten nie richtig neu gemischt sondern einfach bestehende Lizenzen verlängert.

von Frankfurt - am 04.12.2013 19:22
Zitat
.:.
Die Koordinierung der 96,1 wurde auf Antrag des Betreibers bei der Bundesnetzagentur beantragt, die eine erfolgreiche Koordinierung mit 30 Watt in Aussicht stellte. Beim anschließenden Zulassungsverfahren der LPR ging man dann leer aus; sie wurde dem temporären Veranstaltungsfunk zugewiesen.


Je länger ich mich mit der Mediensituation in Deutschland beschäftige, desto weniger wundern mich solche Entscheidungen.

Früher hätte ich mich darüber noch geärgert, aber ist es überall das Gleiche, egal ob in Hessen, Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein (einzige Ausnahme: Berlin-Brandenburg).

Betrachtet man die Gesellschafterstrukturen der privaten Hörfunksender, stößt man immer auf die gleichen Verflechtungen.
Unabhängige Veranstalter, an denen die betreffenden Unternehmen nicht beteiligt sind, haben überhaupt keine Chance, Frequenzen zu bekommen.

von Uuh-Kah-Weh - am 05.12.2013 08:14

Suton-Radio und Kick!FM

Zitat
Uuh-Kah-Weh
Betrachtet man die Gesellschafterstrukturen der privaten Hörfunksender, stößt man immer auf die gleichen Verflechtungen.
Unabhängige Veranstalter, an denen die betreffenden Unternehmen nicht beteiligt sind, haben überhaupt keine Chance, Frequenzen zu bekommen.


Das hat zumindest in Hessen damit garnichts zu tun. Dort ist bisher kommerzieller Lokalfunk gemäss Landesgesetz einfach nicht erlaubt. Das musste ja auch schon Radio Fortuna erleben und hat sich bei dem ständigen dagegen Angehen einen (quasi) "blutigen Kopf" geholt und ist in die wohl endgültige Abwicklung gegangen.

Hier bei Suton hätte es die theoretische Möglichkeit gegeben das Programm nicht als normales Lokalradio, sondern als rein werbefreies 100i%ig fremdsprachlich und -musikalisches Programm zu lizenzieren. Nur wie soll das in der Programmgestaltung gehen und ausserdem, wie hätte es da finanziert werden sollen??

Also wäre es wieder zu einem kommerziellen Lokalradio gekommen und das ist in Hessen (... siehe oben). Ausserdem hat Suton im Vorfeld gravierende Fehler gemacht (illigale Ausstrahlung mit ausführlichem RDS, Reichweite bis über den Rhein-Main-Flughafen hinaus, Frequenz im Schatten von 96.0 metropol.fm Mainz, ankündigende Artikel in der Lokalpresse usw.). Nur deshalb fiel der Sender wohl auch so lange nicht auf, man hielt das Programm einfach für Überreichweiten von metropol.fm. Da gibt sich die LPR verständlicherweise auch nicht unbedingt zu viel Mühe, einen unkonventionellen Weg zu suchen und zu gehen. Von evtl. anderssprachigen "Nachahmern" mal abgesehen. Schade, aber irgendwo auch nicht verständlich.

Dass die in Hessen lizenzierten kommerziellen "Platzhirsche" sich vehemend gegen eine Änderung der Gesetzeslage, die kommerziellen Privatfunk erlauben würde, wehren werden (hoffentlich mit bessseren Argumenten / Begründungen als z.Zt. In Schleswig-Holstein), wäre zu erwarten.

von KlausD - am 05.12.2013 11:28
Zitat
KlausD
Das hat zumindest in Hessen damit garnichts zu tun.


Ein wenig schon, wie Du ja selbst bestätigst:

Zitat
KlausD
Dass die in Hessen lizenzierten kommerziellen "Platzhirsche" sich vehemend gegen eine Änderung der Gesetzeslage, die kommerziellen Privatfunk erlauben würde, wehren werden (hoffentlich mit bessseren Argumenten / Begründungen als z.Zt. In Schleswig-Holstein), wäre zu erwarten.


Die entscheidende Frage ist doch: Warum gibt es keine Grundlage für kommerzielles Lokalradio in Hessen?

von Uuh-Kah-Weh - am 05.12.2013 12:06
1986 wurde auf einer Podiumsdiskussion zum Thema Privatlokalradio in Hessen gesagt, daß diese den Zeitungen an Werbeeinnahmen zu viel Geld abknabbern würden und somit in finanzielle Schieflage geraten würden. Besser man gründet eine Privatradiogesellschaft, an der alle Verlage Anteile erwerben können. Super Lobbywirtschaft !

von Frankfurt - am 05.12.2013 13:16

Suton-Radio und Kick!FM

Zitat
Uuh-Kah-Weh
Die entscheidende Frage ist doch: Warum gibt es keine Grundlage für kommerzielles Lokalradio in Hessen?


Die Frage hat @ Frankfurt gerade beantwortet: weil damals die Zeitungslobby mal wieder "Horror-Szenarien" aufgebaut hatte und sich heute darauf berufen wird, dass ihre Befürchtungen auch ohne kommerzielle Lokalradios inzwischen eingetreten sind. Siehe Rundschau in Frankfurt, Tagblatt in Wiesbaden oder Zeitungsbeteilungen in Nord- und Mittelhessen (auch wenn die wahren Gründe dafür eher im heute geänderten Kommunikationsverhalten und der weiterentwickelten Technik liegen) .

Selbst unter CDU-FDP Koalition hielt man an dieser LInie fest, wobei die FDP der Einrichtung von NKLs in Hessen eigentlich nur deshalb zugestimmt hatte, da man sie hauptsächlich als "Platzhalter" für spätere kommerzielle Lokalradios nach dem heutigen Programm-Muster in NRW sah und wohl noch sieht. Später bemühte man dann dazu auch noch "wissenschaftliche" Marktuntersuchungen, nach denen zumindest an 4 (dann ehemaligen) NKL-Standorten kommerzielle Lokalradios wirtschaftlich tragfähig seien (Kassel + Landkreis, Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt, gegebenenfalls noch neu Giessen / Wetzlar). Lassen wir uns mal überraschen, was demnächst in der Koalitionsvereinbarung CDU-Grüne dazu steht. Wenn überhaupt, erwarte ich da keine Änderung.

Zitat
Frankfurt
Besser man gründet eine Privatradiogesellschaft, an der alle Verlage Anteile erwerben können. Super Lobbywirtschaft !


Mit diesem Konzept kam es dann ja auch zur gemeinsamen Gründung von FFH mit inzwischen 3 landesweiten UKW-Programmen - :sneg: ... und das Schlimme daran: es ist auch noch rentabel und wirft für die Verlage Gewinne ab

von KlausD - am 05.12.2013 14:01
Es gibt noch eine Möglichkeit: Bundesweite Sender.
So wie Klassik Radio, Teddy und Domradio in Hessen senden dürfen, hätte es Suton auch machen dürfen.

von Nordi - am 05.12.2013 14:55

Suton-Radio und Kick!FM

Korrekt: Dann hätte man sich aber auch auf ausgeschriebene Frequenzen (ob nun UKW oder DABplus) bewerben müssen. Hat man aber meines Wissens nicht getan.

Gleichzeitig hätte die LPR die 96,1 (wurde die wirklich für den Hallenstandort Steinbach/Ts. koordiniert??) ebenfalls offen ausschreiben müssen ... und ob Suton die dann bekommen hätte ist fraglich, denn darauf hätten sich mit Sicherheit auch andere beworben (z.B. bestimmt auch Radio Teddy). Damit wäre Suton also auch nicht geholfen gewesen..

von KlausD - am 05.12.2013 15:20
Zitat
Nordi
Es gibt noch eine Möglichkeit: Bundesweite Sender.
So wie Klassik Radio, Teddy und Domradio in Hessen senden dürfen, hätte es Suton auch machen dürfen.


Eine rundfunkrechtliche Zulassung für die bundesweite Verbreitung lag vor, wurde aber meines Wissens im Jahr 2008 oder 2009 nicht verlängert.

von .:. - am 05.12.2013 15:46
was ist mit HALLENSTANDORT gemeint ?
War dies nur eine Zulassung für einen Grundstücksrundfunk ?

Als Radio mit Satellitenzulassung der LPR wäre ja die Voraussetzung für eine UKW Stützfrequenz gegeben gewesen. Soweit so gut.

Wenn es eine richtige Frequenzzuweisung außerhalb des Grundstücksfunks gewesen wäre, dann hätte ich sicherlich auch gestartet, wenn ich mit den deutschen Regulierungen nicht 100%ig firm wäre. Wenn man so eine Koordinierung mit öffentlichem Siegel in der Hand hält gibt es in anderen Ländern sicher keine weiteren Hürden mehr :)

von Frankfurt - am 05.12.2013 19:46

Suton-Radio und Kick!FM

Zitat
Frankfurt
was ist mit HALLENSTANDORT gemeint ?


==> Die UKW-Sendeantenne befand sich meiner Erinnerung nach auf einer Firmenhalle

Zitat

Als Radio mit Satellitenzulassung der LPR wäre ja die Voraussetzung für eine UKW Stützfrequenz gegeben gewesen. Soweit so gut.


==> Voraussetzung = ja, aber das Recht darauf ist (in Hessen) schon vor einigen Jahren abgeschafft worden, sonst hätte ja auch z.B. Fortuna dies geltendmachen und auf UKW senden können.

Zitat

Wenn es eine richtige Frequenzzuweisung außerhalb des Grundstücksfunks gewesen wäre, dann hätte ich sicherlich auch gestartet, ...:


==> Es gab keine "Frequenzzuweisung durch die BNetzA, weder für den "Testbetrieb", noch für später, sondern nur die Bestätigung, dass die 96,1 mit einer bestimmten Leistung und einem bestimmten Diagramm von diesem Standort aus genutzt werden könnte. Über die dauerhafte Nutzung muss dann immer die zuständige Landesmedienanstalt entscheiden = wenn sie die Frequenz von der Staatskanzlei zugeteilt bekommt = in den Frequenzpool aufnehmen und gegebenenfalls ausschreiben. Wie es dann weiter geht und wo die Probleme => siehe oben.

von KlausD - am 06.12.2013 08:46
Es ist in Hessen einfach mal Zeit für einen Politikwechsel :rolleyes:

von DX OberTShausen - am 06.12.2013 16:34
Zitat
DX OberTShausen
Es ist in Hessen einfach mal Zeit für einen Politikwechsel :rolleyes:


Nicht nur da.

von .:. - am 07.12.2013 08:30

Suton-Radio und Kick!FM

Zitat
DX OberTShausen
Es ist in Hessen einfach mal Zeit für einen Politikwechsel :rolleyes:


Da müsste ihr in Hessen wieder 5 Jahre warten - ;-).
Ausserdem: ich muss die LPR nicht mögen, man sollte aber die (Start-)Fehler, die Interessenten da gemacht haben, nicht anderen in die Schuhe schieben. Gerade bei Suton hätte es damals durchaus Chancen gegeben, die Sache für beide Seiten auf die eine oder andere Art "in trockene Tücher" zu bekommen. Es ist nur empfehlenwert vorher mit den zuständigen Stelle darüber zu reden und nicht gleich selbst Tatsachen schaffen zu wollen. Das geht fast immer schief.

von KlausD - am 07.12.2013 08:45
Zitat
KlausD
Es ist nur empfehlenwert vorher mit den zuständigen Stelle darüber zu reden und nicht gleich selbst Tatsachen schaffen zu wollen. Das geht fast immer schief.


Was macht dich denn so sicher, dass es nicht so war? Die LPR hat dem Betreiber von Suton Radio bereits 2004 bei einem persönlichen Gespräch unmissverständlich die Abneigung gegenüber diesem Migrantenprogramm zum Ausdruck gebacht. Das weiss ich aus direkter Quelle. Und nein: Ich bin nicht der Betreiber dieses Programms.

Man will einfach nicht. Punkt.

von .:. - am 08.12.2013 13:10

Suton-Radio und Kick!FM

Zitat
.:.
Die LPR hat dem Betreiber von Suton Radio bereits 2004 bei einem persönlichen Gespräch unmissverständlich die Abneigung gegenüber diesem Migrantenprogramm zum Ausdruck gebacht. Das weiss ich aus direkter Quelle.


Hat man Dir auch erzählt, was schon vorher und inbesondere bis und nach der 96,1er-Sendestrecke alles "passierte"? So wie Du Deine Informationen hast, habe ich meine.

Und nein: Ich arbeite nicht bei, für, mit oder im Dunstkreis der LPR (sonst hätte es wohl schon längst Probleme beim temporären Empfang von kick!fm im Rhein-Main-Gebiet gegeben, über den ich mich immer wieder musikalisch gesehen freue.)

von KlausD - am 08.12.2013 14:06
Zitat
KlausD
Hat man Dir auch erzählt, was schon vorher und inbesondere bis und nach der 96,1er-Sendestrecke alles "passierte"? So wie Du Deine Informationen hast, habe ich meine.


Meines Wissens umschreiben Erzählungen nur Märchen, und davon gibt's freilich schon genügend. Ich mache mir lieber selbst ein Bild von der Realität, damit bin ich in der Vergangenheit immer sehr gut gefahren.

Zitat
KlausD
Und nein: Ich arbeite nicht bei, für, mit oder im Dunstkreis der LPR (sonst hätte es wohl schon längst Probleme beim temporären Empfang von kick!fm im Rhein-Main-Gebiet gegeben, über den ich mich immer wieder musikalisch gesehen freue.)


:xcool:

von .:. - am 08.12.2013 17:53
Ein Migrantenprogramm fehlt im Raum Frankfurt definitiv noch, das ist klar. Der Ausländeranteil ist einfach ziemlich hoch. Nur ist dann die Frage, ob das wirklich ein serbokroatisches Programm sein sollte oder nicht besser eines für die zahlreichen Türken.
Eine 96,1 würde am Standort Steinbach/Taunus niemanden stören. Selbst nicht wenn man die 96,1 vom Europaturm in Frankfurt abstrahlen würde. Einsprüche vom SWR wären unbegründet, denn SWR1 geht auf der 99,1 bestens und im Zielgebiet der Koblenzer 96,1 stört Frankfurt nicht mehr rein. Richtung Norden muss es Einzüge geben wegen der 96,0 aus Butzbach. Ansonsten sehe ich da überhaupt keine Probleme. Man könnte auch gleich die 96,0 anstatt der 96,1 nehmen und dann Radyo Metropol im Gleichwellenbetrieb senden. Die 96,0 ist für Frankfurt sowieso koordiniert und war einige Jahre mit Skyradio on air. Damals war der Standort allerdings mies. Problemlos könnte man die zum Europaturm umkoordinieren mit etwa 100 oder 200 Watt. Gleiches denke ich auch über die 91,2 von D-Kultur. Es ist mir immernoch ein Rätsel warum man da noch nichts gemacht hat. Bei der 97,6 ging es schließlich auch.

von DX OberTShausen - am 08.12.2013 18:04
96,1 Frankfurt kannst du niemals gegen die 96,0 aus Mainz ansenden lassen, egal wie groß die Einzüge sind, da absolute Sichtverbindung herrscht.

Eine 96,0 gegen den Weinbiet ist immer Käse - auch vom Spargel.

von RheinMain701 - am 08.12.2013 18:28
Zitat
DX OberTShausen
Ein Migrantenprogramm fehlt im Raum Frankfurt definitiv noch, das ist klar. Der Ausländeranteil ist einfach ziemlich hoch. Nur ist dann die Frage, ob das wirklich ein serbokroatisches Programm sein sollte oder nicht besser eines für die zahlreichen Türken.
Eine 96,1 würde am Standort Steinbach/Taunus niemanden stören. Selbst nicht wenn man die 96,1 vom Europaturm in Frankfurt abstrahlen würde. Einsprüche vom SWR wären unbegründet, denn SWR1 geht auf der 99,1 bestens und im Zielgebiet der Koblenzer 96,1 stört Frankfurt nicht mehr rein. Richtung Norden muss es Einzüge geben wegen der 96,0 aus Butzbach. Ansonsten sehe ich da überhaupt keine Probleme. Man könnte auch gleich die 96,0 anstatt der 96,1 nehmen und dann Radyo Metropol im Gleichwellenbetrieb senden. Die 96,0 ist für Frankfurt sowieso koordiniert und war einige Jahre mit Skyradio on air. Damals war der Standort allerdings mies. Problemlos könnte man die zum Europaturm umkoordinieren mit etwa 100 oder 200 Watt. Gleiches denke ich auch über die 91,2 von D-Kultur. Es ist mir immernoch ein Rätsel warum man da noch nichts gemacht hat. Bei der 97,6 ging es schließlich auch.


Mit 30 Watt vom Standort Steinbach/Ts. sollte die problemlos funktionieren und keine benachbarten Stationen stören (bzw. von diesen gestört werden, was wahrscheinlicher ist). Aber 100-200 Watt vom Europaturm halte ich für undenkbar, zumindest in Hinsicht auf eine Koordinierung durch die BNetzA. Selbst im Schatten des Feldbergs spielt da Mainz eine zu große Rolle. Aber diese Konstellation wird eh nie auftreten.

Wirtschaftlicher Erfolg würde mit einem Migrantenprogramm mit hoher Wahrscheinlichkeit erzielt werden. Es liegt/lag/whatever im Ermessen der LPR, hier etwas zu unternehmen. Denn auch - oder gerade bei denen - geht's um Kohle. Und Geld stinkt bekanntlich nicht - "scheiss' doch der Hund 'drauf", woher das kommt.

von .:. - am 08.12.2013 20:12
die 96.1 aus Steinbach wäre gegen Mainz kein Problem gewesen. Liegt deutlich im Funkschatten des Taunus.

Die Testausstrahlung ging gut nach FFM, war aber ab dem Main Taunus Zentrum auf der A66 schon fast weg gewesen.

von Frankfurt - am 09.12.2013 07:49
Zitat
.:.
Wirtschaftlicher Erfolg würde mit einem Migrantenprogramm mit hoher Wahrscheinlichkeit erzielt werden. Es liegt/lag/whatever im Ermessen der LPR, hier etwas zu unternehmen. Denn auch - oder gerade bei denen - geht's um Kohle. Und Geld stinkt bekanntlich nicht - "scheiss' doch der Hund 'drauf", woher das kommt.


Definitiv. Wenn ich bedenke, dass aus den Fahrzeugen von Migranten fast immer deren eigene Musik zu hören ist, die sie per MP3-Player o.ä. aus Mangel an Alternativen im Auto anhören, ist da ein riesiger Markt vorhanden. Wenn ich bedenke, wie viele Serben es in Frankfurt gibt, würde Suton wie eine Bombe einschlagen (bzw. hat es das ja damals in Ansätzen bereits).

Finde ich jedenfalls unterstützenswert, dass Spartenprogramme in Zeiten von Dudelfunk doch noch so gefragt sind! :spos:

von DX-Project-Graz - am 09.12.2013 09:25
Wär doch interessant sowas auf DAB+ zu bringen oder gleich Funkhaus Europa des WDR aufzuschalten.

von goedecker - am 11.12.2013 16:30
Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass unsere Landesmedienanstalt ein Programm zulassen würde wo Xatar, Haftbefehl, Tyga & Co unzensiert im Tagesprogramm auf Hot Rotation liefen!

Soviel zum Thema Migrantenprogramm und würde sich lohnen!

Bei orientalischer Musik, wäre das was anderes! Aber ob das im Sinne der Integrationsabsicht unserer Politik ist? Nicht, dass Kulturerhalt zwangsläufig Integration im Weg stehen würde. Gerade bei Musik bestimmt nicht. Nur ob die Entscheidungsträger in den Instanzen das genauso sehen?

Suton war ja offenbar auch unerwünscht

von Casper McCanmaroy - am 11.12.2013 17:30

Suton-Radio und Kick!FM

Zitat
Kasper Dosenaal
Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass unsere Landesmedienanstalt ein Programm zulassen würde wo Xatar, Haftbefehl, Tyga & Co unzensiert im Tagesprogramm auf Hot Rotation liefen!


Zwar nicht in "Hot Rotation" (dafür sind sie nicht da), aber in den Musikspezialsendungen der hessichen NKLs sind ähnliche (oder auch diese?) Bands zu hören ... und die Sender sind seit über 15 Jahren noch immer lizenziert - ;)

Zitat

Suton war ja offenbar auch unerwünscht


Pardon, aber dies halte ich für ein Vorurteil, für das es keinerlei Beweise gibt (aber jeder hat das Recht, es auch anders zu sehen und zu spekulieren)

von KlausD - am 11.12.2013 19:11
Zitat
KlausD
Zitat
Kasper Dosenaal
Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass unsere Landesmedienanstalt ein Programm zulassen würde wo Xatar, Haftbefehl, Tyga & Co unzensiert im Tagesprogramm auf Hot Rotation liefen!


Zwar nicht in "Hot Rotation" (dafür sind sie nicht da), aber in den Musikspezialsendungen der hessichen NKLs sind ähnliche (oder auch diese?) Bands zu hören ... und die Sender sind seit über 15 Jahren noch immer lizenziert - ;)

Zitat

Suton war ja offenbar auch unerwünscht


Pardon, aber dies halte ich für ein Vorurteil, für das es keinerlei Beweise gibt (aber jeder hat das Recht, es auch anders zu sehen und zu spekulieren)


Achso, na das war mir natürlich unbekannt. War davon ausgegangen, dass Gangsterrap aufgrund der Vulgärsprache im Tagesprogramm nur zensiert laufen dürfte! Zumal Xatar teilweise sogar auf dem Index steht.

von Casper McCanmaroy - am 11.12.2013 22:56
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