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Leicht OT: Funkuhr hat MSF empfangen

Startbeitrag von Bruder_M am 09.02.2014 11:07

Moin,

kann es sein, dass wir heute Nacht Überreichweiten auf Langwelle hatten?
Mein "Multinorm"-Funkwecker von Aldi hat sich heite Nacht mal wieder um eine Stunde zurückgestellt und zeigte mir, dass er sich auf den britischen Zeitzeichensender MSF synchronisiert hat.
Es handelt sich um folgenden Wecker mit erstaunlich emfindlichem Empfänger: http://www.mikrocontroller.net/topic/260402

Es ist schon diverse Male passiert, so 2 bis 3 Mal im Jahr bestimmt, dass er dann auf MSF läuft.
Erst hatte ich Störungen durch das Handy oder sein Ladegerät vermutet, weil die manchmal daneben liegen und hab eben noch mal versucht, eine Neusynchronisation zu machen, aber da klappte es ohne Probleme und er hat DCF77 gefunden, nachdem er die anderen 60 kHz-Dienste abgewartet hatte.
Ist jemandem schon sowas passiert?

Ich werde wohl den 60 kHz-Quarz rauslöten müssen! Ist schon ärgerlich, wenn man auf die Weckzeit angewiesen ist und nicht 1 Stunde zu spät kommen darf.

Beste Grüße, Marek

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Das ist bei meiner Wetterstation von Auriol (Lidl) auch anfangs mehrmals passiert. Diese kann man aber von "Auto" auf "DCF77" festnageln.

Mein Vater musste seinen Funkwecker (gabs mal beim Kaffeeröster) damals ausmustern da dieser sich auch gerne mal nach dem falschen Zeitsender richtete und mein Vater deshalb schon mehrmals falsch geweckt wurde. :rolleyes:

Bei nicht wirklich wichtigen Geräten wie der Wetterstation (die Uhrzeit dient nur zur Protokollierung) oder meiner Armbanduhr kann man einstellen welchen Zeitsender man empfangen möchte. Aber bei wirklich wichtigen Uhren wie einem Wecker auf den man sich verlassen muss, geht das nicht. :rolleyes:

von Spacelab - am 09.02.2014 11:22
In Frankreich ist ir das auch schonmal bei meiner Funkarmbanduhr passiert. Irgendwo in der Auvergne ging DCF 77 nur, wenn man die Uhr nachts ans Fensterbrett legte. Nur als einmal kein Empfang da war, kam die Umschaltung auf MSF.

von rolling_stone - am 09.02.2014 11:38
MSF ist dauerhaft hier zu empfangen, das hat mit Überreichweiten nichts zu tun. DCF77 versorgt auch fast ganz Europa.
Evtl. war der Empfang von DCF77 gestört. Der Rest ist eher auf eine schlechte Firmware zurückzuführen. Wenn MSF als Quelle genommen wird, ist es ja kein Problem die eine Stunde zu korrigieren.

von Marc_RE - am 09.02.2014 13:39
Zitat

kann es sein, dass wir heute Nacht Überreichweiten auf Langwelle hatten?

Auf Langwelle reichen erstens die Signale sowieso deutlich weiter, so kann bspw. DCF77 auf der 77,5kHz in ganz Europa empfangen werden. Und zweitens gibt es dort diese typischen Überreichweiten wie im UKW Bereich nicht.
MSF sendet übrigens auf 60kHz. Von daher vermute ich, dass der Empfänger nicht sauber arbeitet, da man davon ausgehen sollte, dass der DCF-Dienst in Deutschland besser zu empfangen ist als das englische Signal.

von Jens1978 - am 09.02.2014 13:45
Wieso sollte man davon ausgehen? Je nach Gegend in D sind die Entfernungsunterschiede nicht allzu riesig, und ein Teil des Ausbreitungswegs von den britischen Inseln nach D läuft über die Nordsee - ideal für Langwelle...
Dass je nach örtlichen Gegebenheiten mal MSF stärker ist, hielte ich für total normal.

von DH0GHU - am 09.02.2014 14:00
Moin,

danke für die Antworten.
Ja, also QTH ist in Bremen, also näher dran an England.
Der Wecker ist ein Multinorm-Empfänger für 60 kHz und 77,5 kHz. Hat dafür zwei separat umschaltbare Quarzfilter.
Wenn das echt noch mal passiert, muss ich den 60 kHz-Teil auslöten.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 09.02.2014 14:07
Billig Geraffel halt. Wie bei dem billig Funkwecker meines Vaters vom Kaffeeröster. Die etwas höherwertigen Geräte kann man umschalten auf das was sie empfangen sollen.

Ich wohne übrigens ca. 30km von Luxemburg entfernt. Auch hier ist MSF problemlos zu empfangen.

von Spacelab - am 09.02.2014 14:11
Zitat
DH0GHU
Wieso sollte man davon ausgehen? Je nach Gegend in D sind die Entfernungsunterschiede nicht allzu riesig, und ein Teil des Ausbreitungswegs von den britischen Inseln nach D läuft über die Nordsee - ideal für Langwelle...
Dass je nach örtlichen Gegebenheiten mal MSF stärker ist, hielte ich für total normal.

Stimmt, war irgendwie gedanklicher Blödsinn, hast Recht. Gerade auf Langwelle (bzw. VLF) dürften die mehr oder weniger sogar fast das gleiche Gebiet abdecken. Und hier oben, wenn er anscheinend auch in Bremen sitzt, ist tatsächlich UK bestimmt sogar etwas stärker (wenn die Sender einigermaßen gleich stark sind, was ich nicht weiß). Allerdings habe ich auf sämtlichen Funkuhren noch nie das Problem gehabt.

von Jens1978 - am 09.02.2014 15:48
Hier bei Marburg kommt auf 60 kHz der englische Zeitzeichensender MSF mit S9+20dB an.

DCF77 aus Mainflingen, 77,5 kHz, bringt es immerhin auf S9+60dB.

Die Antenne ist eine aktive mit 65cm Länge.

von R.Oberlahn - am 09.02.2014 18:50
Zitat
R.Oberlahn
Hier bei Marburg kommt auf 60 kHz der englische Zeitzeichensender MSF mit S9+20dB an.

DCF77 aus Mainflingen, 77,5 kHz, bringt es immerhin auf S9+60dB.

Die Antenne ist eine aktive mit 65cm Länge.


So etwas habe ich ja noch nie gelesen. ist mir bisher auch noch nie aufgefallen. Wie kann ich das testen ob ich den MSF hier auch empfangen kann?

von Rheinländer - am 09.02.2014 19:00
Zitat
Rheinländer
Zitat
R.Oberlahn
Hier bei Marburg kommt auf 60 kHz der englische Zeitzeichensender MSF mit S9+20dB an.

DCF77 aus Mainflingen, 77,5 kHz, bringt es immerhin auf S9+60dB.

Die Antenne ist eine aktive mit 65cm Länge.


So etwas habe ich ja noch nie gelesen. ist mir bisher auch noch nie aufgefallen. Wie kann ich das testen ob ich den MSF hier auch empfangen kann?


Müsste mit dem Degen auch Funktionieren wenn dieser mit dem Tastentrick erweitert wurde.

von _Yoshi_ - am 09.02.2014 19:04
Enschede - Anthorn 732,88 km -48.5 dBm; S9+20
Enschede - Mainflingen 285,22 km -38.1 dBm; s9+40
(bei Empfang via http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/ mit Bandwidth: 0.84 kHz @ -6dB; 1.30 kHz @ -60dB. )

Bremen → Mainflingen 338,57 km
Bremen → Anthorn 813,30 km

Bremen ist also schon ein ziemliches Ende näher an Mainflingen dran...

von iro - am 09.02.2014 19:40
Hallo,
ich weiß nicht ob ich das gleiche Problem habe oder ist das was anderes: mein Autoradio Opel 400+ DAB hat heute morgen 10.2. um 7.00 Uhr in der Anzeige 8.00 Uhr stehen gehabt.
Kann aber nicht vom englischen Sender sein, ich bin in Bayern.
Und das ist das erste mal dass sowas passiert in den 6 Monaten seit ich dieses Radio habe.
Gruß Hans.

von digi-john - am 10.02.2014 11:23
> Bremen → Mainflingen 338,57 km
> Bremen → Anthorn 813,30 km

Wenn eine Ferritstabantenne im Empfänger benutzt wird, gibt es auch die dazugehörige Richtwirkung.
Abhänging von der Ausrichtung der Antenne/Empfänger kann Mainflingen oder Anthorn bevorzugt werden.
Das passiert nachts mit meinem Casio Funkuhr.

Beste Grüße,
Peter

von p_korner - am 10.02.2014 11:57
Zitat
digi-john
Hallo,
ich weiß nicht ob ich das gleiche Problem habe oder ist das was anderes: mein Autoradio Opel 400+ DAB hat heute morgen 10.2. um 7.00 Uhr in der Anzeige 8.00 Uhr stehen gehabt.
Kann aber nicht vom englischen Sender sein, ich bin in Bayern.
Und das ist das erste mal dass sowas passiert in den 6 Monaten seit ich dieses Radio habe.
Gruß Hans.

Die Zeit dürfte weder von MSF noch von DCF77 kommen, sondern via DAB oder RDS-CT.

von iro - am 10.02.2014 16:39
Zitat
Jens1978
Zitat

kann es sein, dass wir heute Nacht Überreichweiten auf Langwelle hatten?

Auf Langwelle reichen erstens die Signale sowieso deutlich weiter, so kann bspw. DCF77 auf der 77,5kHz in ganz Europa empfangen werden. Und zweitens gibt es dort diese typischen Überreichweiten wie im UKW Bereich nicht.


DCF77 geht zumindest in der Nacht noch weit über Europa hinaus: Den empfange ich sogar auf den Kanaren. Daher wundert mich der Empfang des MSF in Deutschland nicht.

von ASOT - am 13.02.2014 00:13
Der geht auch noch weiter. Selbst in den USA sollen sich DCF Uhren manchmal noch synchronisieren.
Die Software auf einigen dieser Uhren ist miserabel. So synchronisiert mein Radiowecker z.B. immer um 0:00, statt um 2 oder 3. Die Zeitumstellung bekommt er also erst in der folgenden Nacht mit.

von Marc_RE - am 14.02.2014 10:56
Seit ich einen Plasma-TV habe, kann ich somit behaupten, dass dieser die Kurzwelle (zumindest den Bereich um 77 kHz) kaputtstört.
Denn seitdem braucht meine Funkuhr über 20 Minuten um sich zu synchronisieren (geschieht immer nachts um 01.00 Uhr).

von PhanTomAs - am 16.02.2014 14:58
Zitat
Marc_RE
Selbst in den USA sollen sich DCF Uhren manchmal noch synchronisieren.


Aber nur, wenn man eine lange Antenne anschließt. Andernfalls ist die Feldstärke nämlich viel zu gering. Nach z.B. Boston wären es 5900 km. Ich habe mich allerdings gewundert, dass meine Casio-Armbanduhr in Istanbul (1850 km) auf DCF77 synchronisierte.

In den USA dagegen hat an der Ostküste die Synchronisation mit WWVB auf 60 kHz nie funktioniert. Das aus Fort Collins in Colorado abgestrahlte Signal war zu schwach (Entfernung war 2200 bis 2500 km).

von Wasat - am 16.02.2014 15:54
Zitat
Rheinländer
ich dachte immer in den USA gibt es so etwas nicht?


Ich kann auf meiner Casio-Armbanduhr wählen: DCF77, MSF, WWVB, JJY40 und JJY60.

Zitat

...aber dann müßten die doch mindestens 3 oder 4 sender verteilt stehen haben bei der größe


Das "Kernland" der USA ist nicht größer als Europa. Man ging bei der Errichtung offenbar nicht von der Nutzung durch Armbanduhren aus, sondern durch stationäre Empfänger mit externen Antennen. Die Zeitsignale werden überdies auf Kurzwelle von Anlagen in Colorado (WWV) und auf Kauai/Hawaii (WWVH) auf 2.5, 5, 10, 15 und 20 MHz (20 MHz nur WWV) ausgestrahlt.

Offizielle Homepage der Station: http://www.nist.gov/pml/div688/grp40/wwvb.cfm (Man kann sogar die Sprache wählen)

Eine ganz tolle Doku mit allen erdenklichen technischen Details dazu gibt es hier als Download: http://tf.nist.gov/timefreq/general/pdf/1969.pdf

Ausbreitungskarten für die 60 kHz gibt es hier: http://www.nist.gov/pml/div688/grp40/vb-coverage.cfm

Infos zu JJY gibt es hier: http://jjy.nict.go.jp/jjy/index-e.html

von Wasat - am 16.02.2014 21:44
Oh, doch! Bei einigen Reiseweckern mit Funksynchronisation macht das Waehlen der eigenen Zeitzone durchaus Sinn. Sie entscheidet, welche Frequenz bzw. welchen Zeitzeichensender das Geraet auswaehlt.

von PowerAM - am 17.02.2014 07:17
Nabend,

Also wir haben heute Nacht definitiv Überreichweiten auf LW!
Als ich vorhin nach Hause kam, hab ich das Radio angemacht und gemerkt, dass auf 207 DLF brüllend laut reinkommt mit Telefonqualität. Sonst Empfang ich den hier fast gar nicht.
Hab gleich nen Mitschnitt gemacht.
Dann hab ich festgestellt, dass meine Funkuhr sich wieder nach MSF gestellt hat. Werde morgen den 60 kHz-Quarz rausschmeißen!
Und jetzt hör ich grad Dudelmusik auf der 153 und zwar um 90°gedreht zur regulären DLF Richtung. Schneid ich auch mit.

von Bruder_M - am 22.04.2014 23:46
Heute frueh begruesste mich meine Auriol-Wetterstation (von der Lidl-Stiftung) in der Kueche mit einer Zeitanzeige von 4:05 Uhr, nachdem mich mein Funktelefon wenige Minuten zuvor um 5:00 Uhr geweckt hatte. Ich werde mal in die Anleitung gucken, wie ich das Ding manuell auf DCF77 festlegen kann.

von PowerAM - am 23.04.2014 04:45
So,

hier mal das Bomben-Signal von der 207 kHz: http://youtu.be/Bn453Q08PWM
Und hier der Sender auf der 153 kHz: http://youtu.be/gsmjLobdcVk
Kann jemand Anhand der Musik und des Kommentators am Anfang sagen, welcher Sender oder Sprache das ist?

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 23.04.2014 20:50
Zitat
Bruder_M
Und hier der Sender auf der 153 kHz: http://youtu.be/gsmjLobdcVk
Kann jemand Anhand der Musik und des Kommentators am Anfang sagen, welcher Sender oder Sprache das ist?


Das ist Antena Satelor aus Rumänien (Sender Brasov).

von Weltempfängermatze - am 23.04.2014 21:16
Zitat
Weltempfängermatze
Zitat
Bruder_M
Und hier der Sender auf der 153 kHz: http://youtu.be/gsmjLobdcVk
Kann jemand Anhand der Musik und des Kommentators am Anfang sagen, welcher Sender oder Sprache das ist?


Das ist Antena Satelor aus Rumänien (Sender Brasov).


Super danke, ich hatte erst an Algerien gedacht, aber dazu waren es mir zu viele Geigen.

von Bruder_M - am 23.04.2014 21:18
Meine Wohnzimmeruhr hat mit Antennenausrichtung Nord/Sued offensichtlich osteuropaeische Zeit empfangen. Datum, Minuten und Sekunden stimmen - allerdings ist es nach deren Ansicht 11:32 Uhr.

Die Wanduhr heisst "Ascot" und ist m. W. von Aldi-Mord.

von PowerAM - am 22.11.2014 09:33
Zitat
DX-Matze
Selbst hier unmittelbar vor Donebach kann man durch simplen Schwenk nachts Brasov hören :D

Dann brauche ich mich also über die abends reinfadende Musik nicht mehr zu wundern. Das ist dann der Moment, in dem ich versuche, bei Sonderübertragungen auf DAB+ zu wechseln.

von rolling_stone - am 22.11.2014 10:12
Das der Brite auf 60kHz stärker einfällt, als Mainflingen auf 77,5 kHz, ist mir bislang in WHV noch nicht passiert, trotz Rundumempfang auf etwa. 35m Höhe.
Tagsüber fällt das Signal aus Anthorn auf etwa S8 bis 9, in den Abendstunden dann bis zu 9+20, manchmal etwas mehr. Mainflingen macht bei Tageslicht min 9+20 und abends dann 90+40 oder mehr. Zum Teil muss ich hier mit Abschwächer ran, um den Empfänger nicht zu übersteuern (Kenwood und Perseus).

von HAL9000 - am 22.11.2014 14:19
Hi,

ja, es gibt Paritätsbits: http://de.wikipedia.org/wiki/DCF77#Zeitinformation
Damit lässt sich ein Fehler +/- 1 Stunde erkennen (oder gerade Vielfache davon).
Beträgt der Fehler +/- 2 Stunden (oder Vielfache davon), ist das Bit wirkungslos.
Darum wundert es mich schon, dass deine Uhren einen 2 Stunden (?)-Sprung gemacht haben.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 22.11.2014 18:43
Ok,

Einen Sprung um n*2 Stunden kann das Paritätsbit natürlich nicht verhindern.
Meine Funkuhr hat aber reproduzierbar sich auf MSF60 mit 1 Stunde differenz synchronisiert, habe davon Beweisvideos angefertigt. In diesen Nächten war auch der LW-Empfang brüllend laut, und ich konnte Sender empfangen, die hier sonst nicht reinkamen.

Ich habe daraufhin einen Schalter eingebaut, mit dem ich den 60 kHz-Teil deaktivieren kann. Seit dem gibt es keine Probleme mit Fehlsynchronisationen. Gelegentloch wird das 77 kHz-Signal nicht empfangen, dann läuft die Uhr eben mit dem Quartz weiter, aber springt nicht um eine Stunde.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 22.11.2014 19:46
Ich hole den faden mal hoch.

Meine große Wanduhr geht eine Stunde vor! Das passiert meist bei solch Ruhigen lagen wie aktuell.

Gibt es im osten irgendwo noch einen sender, der evtl empfangen werden könnte?

von Rheinländer - am 07.04.2017 05:38
Zitat
DH0GHU
RBU Taldom 66,66 kHz käme in Frage.
OMA Prag sendet in unserer Zeitzone und ist sicher stärker als RTZ Irkutsk.


Danke, aber ob es möglich ist den wirklich zu empfangen? Das wäre ja schon fast ne sensation, Liegt etwas nördlich von Moskau, und bis dahin sind das sicher 2000km

von Rheinländer - am 07.04.2017 07:56
Zitat
ASOT
DCF77 geht zumindest in der Nacht noch weit über Europa hinaus: Den empfange ich sogar auf den Kanaren. Daher wundert mich der Empfang des MSF in Deutschland nicht.


Hallo,

bei meinem letzten Urlaub auf Teneriffa konnte sich mein "NoName" Funkwecker nach Reset nicht mehr synchronisieren.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 07.04.2017 08:25
In Österreich, in so manchen Tälern, geht auch nix, vor allem in Süd Tirol. In Spanien an der costa brava, ging es manchmal manchmal aber auch net, kam aufs wetter an. Teilweise ging es mehrere tage mal nicht.

von Rheinländer - am 07.04.2017 09:29
@ Studio Leipzig:
das ist in einer Hotelanlage mit viel Störungen durch WLAN und Co. vermutlich ganz normal. Nimm deinen Funkwecker das nächste mal mit an den Strand.

von dlf-fan - am 07.04.2017 11:39
Wlan stört doch keine Längstwelle. DCF ist auf 77,5 kHz, Wlan auf 2400 MHz (= 2,4 GHz), bzw. 5000 MHz (5 GHz). Es kann höchstens sein, dass der Router bzw. Netzteile oder andere Peripherie Störsignale im VLF-Bereich erzeugen.

von Zintus - am 07.04.2017 14:51
Danke für das Hochholen des Threads. Ich hatte bei meinem "Billiggeraffel"-Wecker von Technisat auch schon häufiger das Problem, daß der sich auf irgendwelche komischen Uhrzeiten eingestellt hat (man kann drei Zeitzonen anwählen), sogar irgendwas mit einer halben Stunde Unterschied. Was kann das denn sein?

Inzwischen habe ich drei Wecker im Einsatz, daß ich auf jeden Fall zur richtigen Uhrzeit geweckt werde...

von Jupita - am 07.04.2017 16:18
Zitat
Studio Leipzig
bei meinem letzten Urlaub auf Teneriffa konnte sich mein "NoName" Funkwecker nach Reset nicht mehr synchronisieren.


Zitat
dlf-fan
das ist in einer Hotelanlage mit viel Störungen durch WLAN und Co. vermutlich ganz normal. Nimm deinen Funkwecker das nächste mal mit an den Strand.


Nach meinen Erfahrungen kann ich Funkwecker für die Kanaren nicht empfehlen: Ich hatte dort vor Jahren mal einen Funkwecker mit. In der Ferienanlage funktionierte die Synchronisation zunächst nicht, also habe ich ihn von Hand gestellt. Ich hatte dann mehrfach den Effekt, dass er sich über Nacht völlig verstellt hatte. Er scheint wohl einen Rest Signal empfangen zu haben, das aber nicht richtig decodiert wurde. So etwas kann natürlich blöde Folgen haben, wenn man sich drauf verlässt.

von Funkohr - am 07.04.2017 16:25
Zitat
Jupita
Danke für das Hochholen des Threads. Ich hatte bei meinem "Billiggeraffel"-Wecker von Technisat auch schon häufiger das Problem, daß der sich auf irgendwelche komischen Uhrzeiten eingestellt hat (man kann drei Zeitzonen anwählen), sogar irgendwas mit einer halben Stunde Unterschied. Was kann das denn sein?

Inzwischen habe ich drei Wecker im Einsatz, daß ich auf jeden Fall zur richtigen Uhrzeit geweckt werde...


Meine Wanduhr kann ich auf die UK Zeit manuell umstellen also 1 Std zurück. In letzter zeit passiert das öfter, sonst noch nie, also seit etwa 6 wochen, dass die Uhr 1 std vor geht!! Also muss die Uhr den Sender in der Moskauer ecke empfangen haben :eek: eine andere Erklärung hab ich dafür nicht.

Der Degen müßte Theoretisch diese Frequenz sogar abdecken können, Man müßte herausfinden ob es möglich ist diesen Sender, was Nördlich von Moskau hier zu empfangen.

Normal ist das ja eher was für Sporadic-e

Leider kenne ich mich damit viel zu wenig aus :-(

von Rheinländer - am 07.04.2017 19:51
Zitat
dlf-fan
...mit viel Störungen durch WLAN und Co. vermutlich ganz normal.


Bei mir ist es der Stromzähler, der zwischen 40 und 100 kHz ständig seine Daten an den Netzbetreiber zurückschickt. Bei uns gibt es diese Smart Meter seit 2 Jahren flächendeckend. Zwar werden nachts ein paar Pausen eingelegt, damit sich die Funkuhren synchronisieren können, aber bei älteren Uhrenmodellen und Billigprodukten funktioniert das nicht, weil sie auf ständigen Empfang angewiesen sind. Ohne brauchbares Signal schalten manche nach ein paar Stunden ab. Mein Wecker macht das auch. Zum Synchronisieren alle paar Wochen muss ich die Batterie kurz rausnehmen und dann auf die Fensterbank stellen. Dort sind die Störungen gering genug, dass es funktioniert. Vermutlich gibt es auch manche Uhren, die sich dann andere Zeitsignalsender suchen.

von Wasat - am 07.04.2017 22:23
Zitat
Rheinländer
Man müßte herausfinden ob es möglich ist diesen Sender, was Nördlich von Moskau hier zu empfangen.

Normal ist das ja eher was für Sporadic-e

Sporadisch E gibt es natürlich in den Frequenzbereichen nicht. Längstwelle kann nahezu weltweit empfangen werden. Moskau liegt durchaus in der noch möglichen Reichweite. Über Kurzwelle 4996, 9996, 14996 lässt sich auch problemlos Moskau Zeitzeichen hören.

Auch ich hatte bei meiner Wetterstation mal das Phänomen, dass die engliches Wetterzeit angezapft wurde. Erkannt hatte ich es daran, dass nur auch PM und AM ging und 1h Zeitversatz drinnen war. Mal kurz die Station resetet und alles war wieder gut. Die Station hab ich seit rund 8 Jahren und es war das erste Mal, also verschmerzbar. Hier in der Region kann man aber auch die Funkuhren etwas mehr zwingen das deutsche Signal zu nehmen, indem man die Ferritantenne nach Süden ausrichtet, womit nebenbei England und auch Moskau quasi ausgeblendet werden.

von Jens1978 - am 07.04.2017 22:39
Zitat
Optimierer
@Funkohr: wer braucht im Urlaub einen Wecker? Ich nehme zwar auch einen mit, aber der Alarm bleibt in der Freizeit aus... ;-)


Zumindest dann, wenn der Rückflug relativ früh stattfindet und man ihn nicht verpassen möchte. Aber vielleicht auch dann, wenn man einen größeren Ausflug plant, und deshalb früher aufstehen möchte.

Ansonsten sehe ich das genau so wie Du. :-)

von Funkohr - am 08.04.2017 09:00
Mir ist jetzt schon mehrfach aufgefallen, dass mein Funkwecker um viele Stunden falsch geht. Ich habe es aber nie verfolgt und weiß nicht, wann er sich wieder richtig gestellt hat. Im Moment geht er genau 20 Stunden nach. Könnte es damit zu tun haben, dass zwei Meter daneben auf Kurzwelle mit ca. 1 W gesendet wird?

von Natrium - am 14.04.2017 18:10
Es ist leider so, dass in den billigst Chinakracher meistens nicht einmal mehr anständige Uhren Quarze verbaut sind. meistens nur noch billige Resonatoren. Die Uhren empfangen ja alle Stunden mal den Zeitzeichensender zum synchronisieren. Für so eine kurze Zeit läuft auch ein Resonator nicht weit davon.
Wenn nun aber der Empfang über mehrere Stunden oder gar Tage ausfällt, machen die Uhren Wettrennen und schauen, welche zuerst Neujahr hat!
In der Regel muss eine FU das Zeitzeichensignal zwei mal richtig empfangen haben, bevor sie sich neu einstellt. Deshalb dauert es nach einem Reset auch mindestens zwei Minuten bis wieder etwas sinnvolles angezeigt wird.

Ich hatte einmal zwei so Billigstteile als Werbegeschenk bekommen. Wir hatten gebrüllt vor Lachen, als wir sie in Betrieb nehmen wollten. Zuerst geschah gar nichts. Dann begann die eine Uhr die Zeiger auf 12 zu stellen. Die andere Uhr begann nur den Minutenzeiger zu drehen. Sonst geschah nichts. Habe ihr dann nach etwa zwei Stunden die Batterie wieder heraus genommen, hihihi. Die andere Uhr drehte immer noch alle Zeiger im Kreis herum.
Dazu ist aber zu sagen, dass ein Kollege von uns die genau gleiche Uhr besitzt, von der gleichen Firma, die läuft aber absolut korrekt.

Hmm, 2m, 1 Watt KW?. Auf welcher Frequenz, 27Mhz? Was für ne Antenne? Wird da ständig gesendet, 24/7 ? Über Akku oder Netzteil?
Versuche ein paar Infos mehr hier rein zu packen, sonst ist ein brauchbarer Rat fast unmöglich.

Mein Haarfön, Rasierapparat oder oder oder, kurz gesagt, fast alles mit Motoren drücken den DCF77 und früher HBG (75kHz) problemlos weg.

Wer mal eine gute LW Antenne mit Drehkondensator zum Abstimmen an einen Spektrumanalyser angeschlossen hat, staunt wieso die Funkuhren überhaupt noch etwas empfangen können.

von DABit - am 14.04.2017 21:38
Zitat
DABit
Auf welcher Frequenz, 27Mhz? Was für ne Antenne? Wird da ständig gesendet, 24/7 ?

Verschiedene KW-Bänder (40 bis 15m), Loop-Antenne, alle paar Minuten wird für 2 Minuten gesendet (WSPR). Hast du nähere Informationen, wie sich Antenne, Sendedauer und Frequenz so unterschiedlich auf Kurzwelle hinsichtlich EMV bei Funkuhren auswirken?

Heute scheint bei meinem Funkwecker (ca. 1997 beim Aldi gekauft, Marke "Trophy", nutze ich nur als Stationsuhr) übrigens alles normal zu sein. Ich denke eher, dass der Wecker sich bei der Zeitzone verschluckt hat.

von Natrium - am 15.04.2017 10:01
Ach so, das sind ja dann nur relativ kurze "Durchgänge"! Hmm, da denke ich eher an die Speisung der gesamten Station, welche ja immer läuft. PC Netzteile, Drucker und Senderspeisung. Möglicherweise sogar Störungen, welche über die Kabel geleitet und auf diese Weise abgestrahlt werden.
Grundsätzlich sollte ein KW Signal der FU ja nichts anhaben, aber 30dBm in 2m Entfernung ist ja auch nicht gerade nichts. Bei einer Direkteinstrahlung in die Uhr selbst hast Du nach dem ersten P-N Übergang (Diode, Transistor usw) eine DC-Spannung, welche Du nicht mehr weggefiltert bekommst. Ich denke, der Eingangskreis ist bei solchen Dingern auch nicht gerade höchst Grosssignal fest, der wäre schon noch so zu zumüllen. Dazu sind die Eingangskreise noch relativ breitbandig ausgelegt.
Wie sieht es mit vagabundierender HF aus? Keine Mantelwellen auf dem Antennenkabel? Bei mir beginnen alle Funkuhren zu rennen, wenn die Sendeleistung im 10m Band 25Watt übersteigt. Bei 11m ist's noch viel schlimmer, weil die Antennenleitung in Resonanz gerät. Einzig die Junghans Mega macht über 200Watt problemlos mit. Da sieht man halt schon den Unterschied zwischen "billig" und "preiswert", öööhm jawohl, der Preis der "Junghans" war sehr wertig, hihihi. (über CHF 150.-)

von DABit - am 16.04.2017 10:24
Das Antennenkabel führt tatsächlich nur etwa 25 cm an der batteriebetriebenen Uhr vorbei, aber ich denke nicht, dass bei dem einem Watt vagabundierende HF ein großes Problem darstellt. Immerhin ist ja nur in ganz seltenen Fällen, und nicht reproduzierbar, der Stundenversatz der Funkuhr betroffen. Aus Zeitgründen bin ich momentan nicht im engeren Sinn und mit größerer Leistung QRV. Das WSPR kann ruhig ohne meine Anwesenheit rennen... Aber selbst früher war es nie mit der Funkuhr und mit mehr "PS" ein Problem.

von Natrium - am 16.04.2017 14:01
Sonst kannst Du Dir mit einem genau Lamda Viertel langen Verlängerungskabel direkt hinter dem VSWR Meter Klarheit verschaffen. (Verkürzungsfaktor des Kabels beachten.) Das transformiert Dir die Stehwelle um den Viertel einer Sinusschwingung nach hinten, so dass Du am Messgerät eine andere Spannungslage bekommst. So wird aus dem Spannungsknoten ein Spannungsbauch. Erst so bist Du sicher dass das VSWR stimmt, wenn Du mit und ohne Verlängerung gleich viel misst.

Darum merke: Wer misst, misst Mist!

von DABit - am 16.04.2017 14:37
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