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ERF stellt TV Sender ERF 1 ein.

Startbeitrag von DABM am 13.03.2014 18:09

Wie ich erfahren habe wird der ERF sein TV Programm ERF1 zum 1.7.2014 einstellen.

Die Gründe für die Einstellung nennt der Sender auf der Webseite.
So ist ua. zu lesen das die Reichweite mit dem Fernsehkanal ERF 1 nicht die erhoffte Reichweite habe und "gehindert" wird sein Programm auf anderen Wegen (genannt wird Kabel und DVB-T)auszustrahlen.
Ein weiterer Punkt sei die Herausforderung mit dem Internet und Web TV Diensten.
Laut Sender werden neue Sendeplätze bei Sendern gesucht die auch über Satelit, DVB-T, und Kabel zu empfangen sein.

Quelle: www.erf.de

Antworten:

Na ja. Bibel TV ist doch -zumindest in M/Obb. recht schnell wieder aus DVB-T ausgestiegen. Also DVB-T-freundlich sind die zumindest hier nicht.

RAdiomäßig interessant:
Zitat
ERF
Der ERF nimmt damit die Herausforderung an, sich inmitten massiver Veränderungen bei Bewegtbild-Inhalten strategisch neu aufzustellen. Parallel dazu entwickelt der ERF auch seine beiden Radiokanäle ERF Plus und ERF Pop sowie die bestehenden Internetangebote weiter.

Nun doch ERF Pop auf DAB+? Warum die das nicht machen, verstehe ich eh nicht. ERF Plus reicht locker in mono.

von Schwabinger - am 13.03.2014 18:34
Zitat
Schwabinger
Nun doch ERF Pop auf DAB+? Warum die das nicht machen, verstehe ich eh nicht. ERF Plus reicht locker in mono.

ERF darf im Bundesmux nicht unter eine gewisse Qualität, man hatte tatsächlich schon früher überlegt, die CUs auf beide Programme aufzuteilen.
Mit den eingesparten Kosten für die Sat-Verbreitung und Kabel-Verbreitung des TV-Programms könnte aber eine zusätzliche Verbreitung von ERF Pop im Bundesmux finanzierbar sein.

von HansEberhardt - am 13.03.2014 18:46
Zitat
HansEberhardt
Zitat
Schwabinger
Nun doch ERF Pop auf DAB+? Warum die das nicht machen, verstehe ich eh nicht. ERF Plus reicht locker in mono.

ERF darf im Bundesmux nicht unter eine gewisse Qualität, man hatte tatsächlich schon früher überlegt, die CUs auf beide Programme aufzuteilen.
Mit den eingesparten Kosten für die Sat-Verbreitung und Kabel-Verbreitung des TV-Programms könnte aber eine zusätzliche Verbreitung von ERF Pop im Bundesmux finanzierbar sein.

Damit soll wohl erstmal die Verbreitung im ausgebauten Bundesmux bezahlt werden, die ja irgendwann 4x so teuer ist wie anfangs...

von iro - am 13.03.2014 19:03
Die Dopplung mit ERF1 und Bibel-TV habe ich eh nie verstanden.

von freiwild - am 13.03.2014 19:11
Zitat
freiwild
Die Dopplung mit ERF1 und Bibel-TV habe ich eh nie verstanden.

BibelTV hat eine ökumenische Ausrichtung, ERF dagegen ist eher konservativ protestantisch.

von HansEberhardt - am 13.03.2014 20:15
Mit den neuen Programmplätzen sind dann wahrscheinlich auch Slots bei Sendern wie RheinMainTV gemeint. Da gibt es jetzt schon nette Untermieter.

von Frankfurt - am 14.03.2014 22:46
Es wäre eben schon sinnvoller, wenn sich ERF im TV-Sektor bei Bibel TV miteinbringt, anstatt sich die religiösen Sender, die sowieso in Deutschland ein Nischendasein führen, noch gegenseitig die Butter vom Brot holen. Mission per TV scheint hierzulande nicht zu funktionieren. Im Hörfunkbereich hat der ERF dagegen eine treue Zuhörerschar. Eine mittlerweile verstorbene Frau aus meinen Heimatort stellte sich noch nach ihrer Pension jeden Morgen den Wecker, um die Frühsendung des ERF (damals per Mittelwelle 1467kHz) nicht zu verpassen.

von Peter Schwarz - am 15.03.2014 09:25
Tja, back to the roots. Bei Bibel TV herrschte meiner Erinnerung nach großes Bedauern, als der ERF plötzlich sein eigenes Ding drehte.
Der ERF bedient halt auch die Freikirchen mit, die so radikal oder gemäßigt sind, wie die Menschen, die sie führen. Und verglichen mit manchen Sendungen selbst auf der Andenstimme oder erst Recht selbst ernannten Missionswerken wie Heukelbach ("Radio Freundesdienst") ist ERF Plus durchaus hörbar und noch relativ gemäßigt. Wer mal ein richtig konservative Programm hören will, der höre mal die katholischen Kollegen von Radio Horeb. Da scheint mir sogar Radio Vatikan mittlerweile weltoffener, Franziskus sei Dank. So jemand wäre übrigens auch für evangelische Christen nicht verkehrt. Jetzt bin ich aber reichlich off-topic geworden :-)

von rolling_stone - am 15.03.2014 10:23
Zitat

Wer mal ein richtig konservative Programm hören will, der höre mal die katholischen Kollegen von Radio Horeb


"Konservativ" verwendest Du hier ja im negativen Sinne (wahrscheinlich ersetzbar durch "radikal", "rückständig" etc.). Ich habe das Programm gestern mal gehört und mir auch das Programmschema im Internet angeschaut. Es ist halt katholisch, aber irgendetwas sektenartiges freikirchliches konnte ich nicht feststellen. Ich fand das Programm gut gemacht.

von Max1 - am 15.03.2014 10:37
Zitat
Frankfurt
Mit den neuen Programmplätzen sind dann wahrscheinlich auch Slots bei Sendern wie RheinMainTV gemeint. Da gibt es jetzt schon nette Untermieter.

Als Untermieter auf RegionalTV-Kanälen ist auch die Wahrscheinlichkeit größer, neue Zuschauerkreise zu erreichen. Auf dem eigenen Kanal war das ERF-TV eher eine geschlossene Benutzergruppe. Die Wahrscheinlichkeit, daß jemand dort ztufällig vorbeizappt ist relativ gering bei der Vielzahl freier deutscher Programme per Sat.

von HansEberhardt - am 15.03.2014 10:48
Zitat
Max1
Zitat

Wer mal ein richtig konservative Programm hören will, der höre mal die katholischen Kollegen von Radio Horeb


"Konservativ" verwendest Du hier ja im negativen Sinne (wahrscheinlich ersetzbar durch "radikal", "rückständig" etc.). Ich habe das Programm gestern mal gehört und mir auch das Programmschema im Internet angeschaut. Es ist halt katholisch, aber irgendetwas sektenartiges freikirchliches konnte ich nicht feststellen. Ich fand das Programm gut gemacht.

Max1, Du hast Recht. Ich möchte hier keine religiösen Gräben aufreißen und bitte daher sehr um Entschuldigung. Ich habe nur meine Erfahrungen mit radikalen (und in diesem Sinne durchaus konservativen) Gruppen auf beiden Seiten gemacht. "Konservativ" kann in bestimmten Situationen durchaus auch etwas Positives sein. Was die Anforderungen an ein Radioprogramm angeht, würde mich jeder heutige Senderchef sofort feuern, weil ich da doch recht "konservativ" denke. Aber das Radio der 80er und 90er Jahre kann man nunmal nicht mehr zurückholen.

von rolling_stone - am 15.03.2014 11:09
Zitat
Peter Schwarz
Es wäre eben schon sinnvoller, wenn sich ERF im TV-Sektor bei Bibel TV miteinbringt, anstatt sich die religiösen Sender, die sowieso in Deutschland ein Nischendasein führen, noch gegenseitig die Butter vom Brot holen. Mission per TV scheint hierzulande nicht zu funktionieren. Im Hörfunkbereich hat der ERF dagegen eine treue Zuhörerschar. Eine mittlerweile verstorbene Frau aus meinen Heimatort stellte sich noch nach ihrer Pension jeden Morgen den Wecker, um die Frühsendung des ERF (damals per Mittelwelle 1467kHz) nicht zu verpassen.


Very true. In meiner neuen Gemeinde gibt es ein Mitglied, das sich darüber beklagte, dass der DAB-Empfang von ERF Plus hier nicht möglich sei (wie ich schon schrieb, ist es bei mir von der Position des Gerätes abhängig). Mit dem Internet hat er es nämlich nicht so. Für ihn ist das nämlich ein Hort von Schmutz und Schund.( Nun ja, in einer katholischen Gegend saugen die lutherischen Gemeinden auch radikalere Kräfte auf, die sonst in Freikirchen wären). Einer älteren Frau in einem Würzburger Wohnstift hat er dafür ein DAB+-Gerät gekauft, und die ist dem Vernehmen nach ganz glücklich, wieder "ihren" ERF empfangen zu können.

von rolling_stone - am 15.03.2014 11:15
Bevor hier wieder alles durcheinandergeworfen wird:
Radio Freundesdienst und das Missionswerk Werner Heukelbach senden und sendeten zwar beide über dieselben bekannten Kanäle, häufig direkt hintereinander, sind aber unabhängig voneinander. Mein Stil ist diese Art der Mission nicht, aber ich respektiere, dass es da Menschen gibt, die sich ehrenamtlich für eine Sache engagieren. Sie sind überzeugt davon, das Richtige zu tun, und dass sie damit Schaden anrichten, erkenne ich nicht. Offenbar gibt es aber Menschen, die sich durch diese Botschaften angesprochen fühlen, dankbar dafür sind und die Macher durch Spenden unterstützen. Kann ich nichts Verwerfliches darin erkennen. Allgemein schadet etwas mehr Toleranz nicht. Toleranz ist momentan ja ein Modewort, allerdings ein einseitiges, das nicht gelten darf, wenn sie auch gegenüber konservativeren Ansichten und Lebensentwürfen gefordert wird!

Dann werden Freikirchen und Sekten in einen Topf geworfen. Da gibt es auch ganz klare Unterschiede in der Definition. Die puristische Definition (bzw. ein Teil dieser Definition bzw. ein kennzeichnendes Merkmal) für eine christliche Sekte ist: Alles, was Sonderlehren jenseits der durch die Bibel vermittelten Texte beinhaltet, ist eine Sekte. Dass diese Definition besonders für die katholische Kirche sehr prekär ist, brauche ich kaum gesondert zu erwähnen, oder? Die meisten Freikirchen sind einfach "Protestanten unter den Protestanten", wenn man so will. Sie waren nicht mit der Art und Weise einverstanden, wie die biblische Lehre in den Landeskirchen verkündet und der Glaube gelebt wurde, und haben sich daher abgespaltet. Es gibt grenzwertige Freikirchen, auch solche, die am Rande zur Sekte stehen, besonders unter den Pfingstkirchen. Freikirchen muss man von Fall zu Fall betrachten (daher auch FREIkirchen, wenn es eben kein geschlossenes Dogma von oben gibt) und nicht pauschalisiert, dasselbe betrifft die Bezeichnung "evangelikal", die mittlerweile ungerechtfertigterweise zum Schimpfwort geworden ist.

von Peter Schwarz - am 16.03.2014 19:01
Zitat

Toleranz ist momentan ja ein Modewort, allerdings ein einseitiges, das nicht gelten darf, wenn sie auch gegenüber konservativeren Ansichten und Lebensentwürfen gefordert wird!


Wieso bitte sollte Toleranz nicht gegenüber konservativen Ansichten gelten? Dies ist zwar eine oft verbreitete Meinung, jedoch in meinen Augen absolut falsch. Toleranz heißt eben gerade NICHT "jeder darf meine Meinung haben". Toleranz einfordern, aber selber nicht bieten...

von Max1 - am 16.03.2014 19:23
Toleranz hört für mich da auf, wo sie dafür benutzt wird, Andersdenkende oder weniger radikal denkende als "Gottlose", "Ungläubige" ode gar "Sünder" zu bezeichnen. Ich finde es zwar auch absolut OK, dass es es auch religiöses Engagement gibt, aber manche Arten der Mission schießen für mich über das Ziel hinaus.

Jetzt wird es aber OT, es geht hier ausschließlich um den ERF, und der ist so durchaus in Ordnung. Ich höre ihn selbst manchmal auch ganz gerne, selten auch Radio Horeb, da schon eher die Magazinsendungen von Radio Vatikan, die teilweise sehr interessant sind. Dort gab es zum Beispiel vor einigen Wochen eine längere Serie über die Entstehung, Struktur und Architektur des jetzigen Vatikanstaates.

von rolling_stone - am 16.03.2014 19:36
Zitat
rolling_stone
Very true. In meiner neuen Gemeinde gibt es ein Mitglied, das sich darüber beklagte, dass der DAB-Empfang von ERF Plus hier nicht möglich sei (wie ich schon schrieb, ist es bei mir von der Position des Gerätes abhängig). Mit dem Internet hat er es nämlich nicht so. Für ihn ist das nämlich ein Hort von Schmutz und Schund.( Nun ja, in einer katholischen Gegend saugen die lutherischen Gemeinden auch radikalere Kräfte auf, die sonst in Freikirchen wären). Einer älteren Frau in einem Würzburger Wohnstift hat er dafür ein DAB+-Gerät gekauft, und die ist dem Vernehmen nach ganz glücklich, wieder "ihren" ERF empfangen zu können.

Viele ältere Leute, die die Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen ihrer Gemeinde nicht mehr regelmäßig besuchen können, gehören zu den regelmäßigen Hörern des ERF (bzw. Zusehern des TVs vpn ERF) und unterstützen ihn mit Spenden. Bei Horeb wird es genauso sein.

von HansEberhardt - am 16.03.2014 19:43
Es darf für mich jeder glauben was er möchte oder nicht möchte. Für mich darf auch faktisch jeder senden was er möchte. Die Argumente dazu sind oben schon alle genannt.

Auf alle Fälle sind mir Spartensender wie ERF oder Bibel-TV lieber, sich sich (wie auch immer) selbst finanzieren, als die Unterwanderung der ÖR oder die anderen kommerziellen Sender durch die beiden großen Kirchen, welche ihr Geld mit Hilfe des Finanzamtes einziehen.

Übrigens: Der Kirchenaustritt muss im Rathaus erledigt werden und ist kostenpflichtig!

Dann lieber ERF und Bibel-TV! (Nebenbei erwähnt bin ich überzeugter Atheist)

von Murky - am 16.03.2014 20:24
Zitat

als die Unterwanderung der ÖR oder die anderen kommerziellen Sender durch die beiden großen Kirchen
Die müssen nichts unterwandern, sondern sind ganz offiziell mit dabei. In der Rundfunkräten. Vertreter der Atheisten gibt es bisher in keinem Rundfunkrat.

Bei privaten TV-Vollprogrammen wird vermutlich auch in der Lizenz ein Anteil von Religionsprogramm verlangt. Da muss ebenfalls nichts unterwandert werden.

ERF... eher harmlos und hartnäckig. Seit 35 Jahren bekomme ich Post von denen... Das Geschäft läuft, die Geschäftsführung ist fähig und ein Bedarf besteht offenbar.ung

Horeb und vor allem K-TV machen auf mich immer den Eindruck, daß das Geschäftsmodell dieser Sender das Einsammeln von Nachlässen alter einsamer Witwen ist. Diesen Eindruck hinterließen zumindest die Programme, die ich mir bisher angetan habe.

Solange also Religion in Radio und TV stattfindet, klar gekennzeichnet: kein Problem.

Probleme fangen erst da an wo die Religion in die Politik geht und von dort aus Einfluss auf die Bildungspläne nimmt - z.B. im Biologieunterricht, Evolutionstheorie & Sexualkunde. In Deutschland bereits geschehen.

von iro - am 16.03.2014 21:24
@Max1: Ich glaube, Du hast mich falsch verstanden. Es ist eben gerade jenes Postulat, das ich ablehne. Insofern sind wir einer Meinung: Toleranz muss eben in alle Richtungen gelten. Oft ist es aber entlarvenderweise so, dass Toleranz nur für die Meinung gefordert wird, die man selbst vertritt oder gut heißt. Und genau das ist der falsche Ansatz. Toleranz kann eben auch wehtun!

von Peter Schwarz - am 16.03.2014 22:07
Das "Problem" vieler religiöser Sender in Deutschland ist die "Mission". Der Imperativ, nun bitte endlich und heftig nach dieser oder jener Religion gottgläubig zu werden.

Es geht auch anders: EWTN macht mittlerweile so etwas wie "catholic-faith-based entertainment". Das hiesige Domradio ist ein Popdudler mit Draht zum Himmel. Das niederländisch-flämische Radio Maria auf 675 kHz arbeitet täglich die kath. Liturgie ab und reichert das mit sakraler Musik und dezent verpackten theologischen Informationen an.

Der ERF gestaltet sein Radioprogramm in der Tat recht "harmlos und hartnäckig" - aus meiner Sicht auch sehr hörenswert weil dort noch Inhalte versendet werden, die einem hin und wieder tatsächlich einen guten Gedanken liefern. Daß es für das Fernsehprogramm nicht reicht, zeigt womöglich die Grundsätzlichkeit, daß der ERF nun einmal ein Radiosender war und ist. Sich künftig darauf zu konzentrieren ist der einzige Weg. Zumal ich beim ERF immer den Eindruck hatte, daß dort mit Verstand und Leidenschaft gearbeitet wird.

Und bislang hat noch kein Sender den optimalen Weg vom UKW-/Mittelwellenband in die digitale Welt gefunden. Falls es diesen überhaupt von der Stange gibt...

gb

von gb - am 16.03.2014 23:34
Mission ist der vordringliche Auftrag mancher Religion, neben dem Islam auch des Christentums. Insofern weiss ich nicht, wo Du hier Probleme siehst? Wenn es stört, einfach abschalten. ;) Das hilft oft, auch in Bezug auf so manch anderes, was einem in den Medien entgegenschallt. Ich empfinde den Ausschaltknopf an Geräten immens wichtig und er wird von mir häufig betätigt.

von Peter Schwarz - am 17.03.2014 14:27
Zitat

Ich glaube, Du hast mich falsch verstanden. Es ist eben gerade jenes Postulat, das ich ablehne. Insofern sind wir einer Meinung: Toleranz muss eben in alle Richtungen gelten. Oft ist es aber entlarvenderweise so, dass Toleranz nur für die Meinung gefordert wird, die man selbst vertritt oder gut heißt. Und genau das ist der falsche Ansatz. Toleranz kann eben auch wehtun!


Oh, entschuldige, da habe ich Dich wohl wirklich falsch verstanden.
Schön, dass wir in dem Punkt einer Meinung sind.

von Max1 - am 17.03.2014 14:46
@Peter Schwarz: Auch penetrante und aggresive Bemühungen "der anderen Seite" (Atheisten) empfinde ich als Mission. Mission ist deshalb für mich ein Begriff, der nicht nur für Religionen gilt.

von Natrium - am 18.03.2014 16:28
Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! (Mk 16,15.)

Da steht nichts von Glauben befehlen oder einer anderen qualitativen Definition des Verkündungsvorganges. Bedeutet: Man kann aggressiv den Glauben unter die Leute bringen, muß es aber nicht.

@Peter Schwarz

Mein "Problem", wie Du es fälschlicherweise nennst, besteht in der Beobachtung, daß es, wie oben erwähnt, auch weniger aufdringliche Ansätze der Glaubensverkündung gibt und diese allesamt hörens- und sehenswert sind.

Heukelbach, Trans World Radio u.a. sind da weniger entspannt und peitschen den guten Jesus rund um die Uhr durch die Ätherwellen.

gb

von gb - am 18.03.2014 18:30
Gerade bei Heukelbach und Freundesdienst wird der arme Jesus ordentlich missbraucht. Da hat Gott ja schon fast wieder alttestamentarische Züge. Zum Glück sind da die meisten Amtskirchen wesentlich entspannter. Und auch der ERF geht subtiler vor, daher auch von mir öfters gehört.

von rolling_stone - am 18.03.2014 18:36
ERF ist übrigens der deutsche Ableger von Trans World Radio, programmlich eigenverantwortlich wie die verschiedenen anderen regionalen Ableger von TWR. Und da gibt es halt auch verschieden Richtungen.
Mein Gedanke zur Mission = Verkündung des Evangeliums:
Wörtlich aus dem Griechischen übersetzt bedeutet Evangelium "Frohe Botschaft". Wenn die Botschaft aber als "Drohbotschaft" serviert wird, dann läuft was falsch.

von HansEberhardt - am 18.03.2014 20:29
Selig sind die Antennen, denn sie sind dem Himmel zugewandt;)

von Der Langenhagener - am 18.03.2014 20:50
auch diese?

von iro - am 18.03.2014 21:08
Mission ist für mich ein Begriff, der eher positiv als negativ belegt ist. Es gibt aber natürlich immer verschiedene Ausprägungen. Mit Heukelbach und Co. kann ich auch nix anfangen, wirkt auf mich in der Präsentationsweise eher amüsant. So wurde früher zur Zeit der Erweckungsprediger missioniert. Die Zeiten sind eigentlich vorbei, aber anscheinend gibt es nach wie vor Menschen, die es anspricht. Sonst würden sie es ja nicht machen.

von Peter Schwarz - am 18.03.2014 21:59
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