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Werbung für DAB?

Startbeitrag von SScholle am 19.06.2004 10:49

Weiß jemand die Hintergründe, warum die öffentlich-rechtlichen Sender keinerlei Werbung für Ihre Programme machen, die digital ausgestrahlt werden? Da wird von unseren Rundfunkgebühren eine wunderbare Technik eingeführt, und die Masse der Bevölkerung in Deutschland weiß garnicht, das es die gibt. In Elektromärkte ist das Angebot an DAB- Empfängern gleich null, außer Autoradios. Auf Nachfrage hört man nur:" Keine Nachfrage- kein Angebot". Schreibt man die Sender an, kommt keine Antwort. Das ist doch sehr depremierend, wie Deutschland mit dieser Technik umgeht. Von den Medienanstalten hört man zum Thema DAB auch nichts. Vielleicht ist das ganze Projekt geheim und keiner soll was Erfahren?

Antworten:

Auf UKW haben die Öffentlich-Rechtlichen einen großen Teil der Resourcen. Auf DAB haben sie die Hälfte. Welches Interesse sollen sie haben für die Verschlechterung zu werben?

Die Privaten wollen nichts, das zunächst Geld kostet.

Bleiben eigentlich nur die Deutschlandradios für Bayern und Baden-Württemberg.
Werben die eigentlich für DAB?

von RudiP - am 19.06.2004 13:25
Seit wann wird Radio eigentlich über UKW ausgestrahlt? Das Verfahren muß doch schon steinalt sein.
Werbung für DAB macht z.B. der private Sender BB- Radio. Er weißt stündlich seine Hörer auf die digitale Ausstrahlung hin. Vorbildlich! Die anderen Sender hüllen sich in schweigen.

von SScholle - am 19.06.2004 14:10
Einzigste möglichkeit sehe ich in den Sendelizenzen der einzelnen Sender !

Die LMA´s ( Länder,Politik) dürfen keine Lizenzen mehr für UKW ausgeben.
Bestehende Lizenzen einfach auslaufen lassen ohne verlängerung für UKW.
Neuanträge dann nur noch für DAB.

Nur so lässt sich eine umstellung bewerkstelligen.



von _Yoshi_ - am 19.06.2004 14:20
> Seit wann wird Radio eigentlich über UKW ausgestrahlt?

Der Bayerische Rundfunk nahm im Februar 1949 in München-Freimann den ersten UKW-Sender Europas in Betrieb.

> Das Verfahren muß doch schon steinalt sein.

Ja, verglichen mit den oft sehr kurzlebigen, digitalen Technologien von heute ist die Frequenzmodulation wirklich "steinalt". Das zeigt aber gleichzeitig auch, dass man für dieses Verfahren bis heute keinen würdigen Nachfolger gefunden hat...

@ Yoshi2001: die Situation in UK zeigt, dass man DAB auch ohne Zwangsumstellung sehr erfolgreich einführen kann!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 19.06.2004 15:18
@Rolf, der Frequenzenfänger

Ja mag sein das es in UK so gut läuft.
Aber hier in Deutschland scheint es so gut wie garnicht weiter zu gehen.
Daher sollte man das als einzigste möglichkeit über die Lizenzen regeln.


@robiH

Geschrieben von robiH:
Zitat

Es gibt schlichtweg nichts, womit die privaten regionalen UKW-Dudelplatzhirsche unter Zugzwang gesetzt werden könnten, ebenfalls zu DAB zu wechseln. Ohne den Hauptdarsteller findet die Show eben nicht statt.


Der zugzwang könnte nur durch die Laufzeit der Lizenzen erzeugt werden.

Hier sind die LMA´s und die Politik sowie die Länder gefordert.



von _Yoshi_ - am 19.06.2004 16:14
....der DLF und DLR weisen zumindestens auf Ihre deutschlandweite UKW wie DAB und Kabelempfänge vermehrt hin.



von sun NRW - am 19.06.2004 18:19
@ Yoshi: wenn der Markt ein Produkt nicht akzeptiert, sollte man darüber nachdenken, was an diesem Produkt (bzw. dessen Vermarktung) nicht stimmt. Alles andere riecht schwer nach Diktatur! Oder wärt ihr einverstanden, wenn die Regierung euch vorschreibt, welches Waschmittel ihr zu kaufen habt, indem alle anderen Waschmittel verboten werden? In einer demokratischen Marktwirtschaft sollte eigentlich nicht zu solchen Mitteln gegriffen werden. Leider wird das aber bei DVB-T schon gemacht...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 19.06.2004 18:28
Die Akzeptanz von DAB ist ein Teufelskreis der auch noch in 6 Jahren bestant hat wenn sich nicht bald was ändert.

Keiner Kauft sich ein teures Empfangsgerät,wo die Programmvielfalt zu gering ist.
Konseqenz daraus ist das es wenige bis keine Hörer gibt.

Wenige bis keine Hörer => Weniger Programmvielfalt.

Und das sehe ich als Teufelskreis den man nur mit "sanften Druck"an den richtigen stellen brechen kann.( Geräteindustrie , Sender )


Ein weiter grund ist auch das es auf UKW noch ein 10 mal größeres Programmangebot gibt.
Und so mal es die Empfangsgeräte für UKW schon fast geschenkt zu kaufen gibt.

Ich hab so das gefühl irgendwie läuft das bei DAB so ähnlich ab wie es seinerzeit bei DSR wahr.
DSR wurde auch nicht großartig beworben und dümpelte vorsich hin bis es irgendwann mal abgeschaltet wurde.

Und so wird es auch DAB irgendwann mal ergehen wenn es sich nicht bald ändert.



von _Yoshi_ - am 19.06.2004 20:22
Auf DLF habe ich schon öfters den Hinweis auf die neuen Verbreitungswege per DAB und Sat und Internet gehört.
Sunshine-Life macht regelmässig Werbung für DAB und verlost auch mal ein Woodie. Leider haben die grossen Sender keine Hinweise auf die Alternative mit der besseren Qualität.So ist ja Latrine 1 und auch PickelFM in Baden-Württemberg landesweit über DAB zu hören. Die sind aber nicht in der Lage darauf zu werben,aber die werden ja von der GEZ gesponsert.



von Handydoctor - am 19.06.2004 20:30
Warum nur will man so unbedingt UKW abschalten? Warum nutzt man DAB nicht als zusaetzliches Band? Gut geeignet waeren dafuer DLF, DLR, Klassik-Programme und Private?

von pfennigfuchser - am 20.06.2004 20:41
Also IMHO wird das mit DAB bei DER Programmauswahl definitv nix. Der gemeine Hörer muss, um von UKW auf DAB zu wechseln, vor allem eines bekommen: einen eindeutigen Mehrwert im Gegensatz zu UKW. Und der ist leider bislang in keinem einzigen Paket zu sehen/hören.
Um das Thema nach sooo vielen Jahren endlich nach vorne zu bringen hilft nur eines: Programme, Programme, Programme. Ein Zünder wäre es doch, zB alle Öffis deutschlandweit zu bringen. Klar, das erfordert frequenzmässige Ressourcen, aber bitte, man will doch verkaufen? Ich zB würde mir auf der Stelle n DAB-Radio zulegen, wenn ich hierzulande unterwegs im Auto Programme wie SWR3 oder Bayern 3 hören könnte.
Was überzeugt denn heute bei DAB? Kein verrauschter Empfang? Stimmt, dafür blubberts dann ganz gerne mal in Randgebieten, eine echte Alternative zum Rauschen und Reflexionsempfang bei UKW.
Und was überzeugt sonst noch? Nix... weder haut einen die Programmauswahl vom Hocker noch der Klang. Ich sehe derzeit absolut keine Veranlassung, mir ein DAB- Gerät zu kaufen.
Programme müssen her... dann klappts auch mit DAB...



von HAL9000 - am 21.06.2004 07:04
warum ist bei DAB kein Mehrwert vorhanden? Der Klang ist doch bedeutend besser im richtigen Versorgungsgebiet, oder? Programmvielfalt: in Berlin z.B. 29 Programme, siehe: http://www.digitalradio-bb.de/programm/
ich denke, für den Anfang schon ganz gut, das Problem ist meiner Meinung die nicht ausreichende Werbung für das Angebot,dadurch der oben genannte Teufelskreis. Keine Nachfrage nach Empfängern und dadurch kein Angebot!!!

von SScholle - am 21.06.2004 07:34
Dann schau mal bei uns, bis auf Vera und Klassikradio nix was es nich schon auf UKW gäbe, DLR und DLF, NDR1 NDS und NDR2, NDR Kultur und Ende.
Und sorry, Der Klang is nix besser als über nen guten UKW- Tuner (Ich spreche da von Becker, guter Blaupunkt usw.)
Wer wirklich gern Radio hört, wird sich ein gutes UKW- Autoradio mit gutem Klang kaufen, wer eh nur CD und MP3 hört, gibt sich auch mit Gelhard oder Aldi zufrieden.
Wofür soll denn geworben werden? Digital schön und gut, aber die meisten werden sich nen DAB- Tuner nicht aufschwatzen lassen, denn im Grossteil der Republik ist DAB einfach nur ein Anhängsel der Öffis, wird aber nicht die Vielfalt von UKW toppen...
Naja, meine Meinung halt :)



von HAL9000 - am 21.06.2004 07:48
> im Grossteil der Republik ist DAB einfach nur ein Anhängsel der Öffis, wird aber nicht die Vielfalt von UKW toppen

Ja, ist so! Berlin ist da wirklich die löbliche Ausnahme. Wenn ich hier nur das SWR-Paket empfangen könnte, hätte ich auch keinen DAB-Empfänger gekauft...



von Rolf, der Frequenzenfänger - am 21.06.2004 08:45
Du meinst jetzt aber keinen klassischen Werbespot, sondern "kundenfreundlich verpackte Information". ;) Ich bemerkte vier Wochen vor Weihnachten, dass im Sonntagsrätsel des DLR Kultur neben den üblichen Tonträger- und Buchpreisen auch [wörtlich] ein DAB-Radio [mit anschließender Erklärung] angeboten wird. Wen's interessiert, die Sendung läuft jeden Sonntag von 10:10...10:35. So rum könnte es funktionieren.

von Erich Hoinicke - am 12.01.2006 14:18
Auf Bayern 2 wurde vor paar Tagen mal ein DAB-Radio verlost bei einem Rätsel. Und Bayern 3 hat mal in den Verkehrsmeldungen auf seine DAB-Hörer in Südtirol hingewiesen.

von Habakukk - am 12.01.2006 14:25
Wie holt Ihr denn eigentlich immer diese Uralt-Threads hervor? ;-)

Also in der FFH-Gruppe (FFH, harmony, planet) gibt es regelmäßig Werbung "Die Zukunft hat wieder begonnen - Radio wird digital" mit Hinweis auf eine HP (URL fällt mir garade nicht ein) und bei zumindest bei planet werden immer wieder DAB-Empfänger verlost.
Leider werben die ARD-Anstalten nicht für DAB, so wird z.B. bei DASDING nie auf den landesweiten Empfang via DAB hingewiesen, sondern nur auf die UKW-Frequenzen.

von Harald P. - am 12.01.2006 14:47
Der sender Truckradio weist auf den L-Band empfang in sachsen anhalt hin im laufendem programm wirds oft durchgesagt


von Bastian Karl - am 12.01.2006 15:23
Diese DAB-Spots stammen ( zumindest in Hessen ) von der HDR ( http://www.hessendigitalradio.de ) und laufen auch bei Fortuna bzw. liefen in den letzten Jahren während der Hessentage beim entsprechenden VeranstaltungsRadio. Theoretisch wohl auch dieses Jahr wieder bei Hessentag 2006 in Hessisch-Lichtenau ( 26. Mai - 4. Juni 2006 ), sofern da eine DAB-Ausstrahlung stattfindet. Das HessentagsRadio wird diesmal übrigens vom RundFunk Meissner ( RFM ) in Zusammenarbeit mit den weiteren nordhessischen NKLs gestaltet - :D

von KlausD - am 12.01.2006 15:27
die Dänen hatten oft DAB-Werbespots auf Skyradio

von Gelöschter Benutzer - am 12.01.2006 15:59
Also hier in Sachsen empfinde ich DAB als Mehrwert.

Ausser dem DLF und D Kultur werden hier alle weiteren Programme exklusiv und sind so nicht via UKW empfangbar.

mfG: Felix II

von Felix II - am 12.01.2006 22:29
Zitat
Harald P.
so wird z.B. bei DASDING nie auf den landesweiten Empfang via DAB hingewiesen, sondern nur auf die UKW-Frequenzen.


... was ich unerträglich finde. Denn DASDING ist im SWR-Staatsvertrag gar nicht vorgesehen und läuft gem. Landesmediengesetz (§17) als ergänzendes, digitales Hörfunkangebot.

"Zur Unterstützung des digitalen Hörfunkangebots ist die drahtlose terrestrische Verbreitung in analoger Technik unter Verwendung von Frequenzen des SWR in Teilbereichen [...] zulässig."

Wie kann es dann sein, dass der SWR DAB nicht erwähnt und zusätzliche UKW-Frequenzen (Reutlingen, Tübingen) in Betrieb nimmt?

von EmmWeh - am 13.01.2006 19:35
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