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Arte Deutschland nicht gleich Arte Frankreich?

Startbeitrag von Stefan Heimers am 23.06.2014 18:38

Früher dachte ich, Arte sei ein einheitliches Programm, dass sämtliche Sendungen in Deutsch und Französisch ausstrahlt. Bei Arte aus Deutschland habe ich auch immer eine französische Tonspur gefunden.

Seit ich Arte aber auch aus Frankreich empfangen kann fällt mir auf, dass dort zeitweise ein ganz anderes Programm läuft. Jeweils nur französisch, auf der deutschen Tonspur läuft auch der französische Ton. Dies sowohl über Satellit als auch über DVB-T aus dem Elsass.

Weiss jemand was es damit auf sich hat? War das schon immer so, oder ist das eine neue Erscheinung? Und widerspricht das nicht dem ursprünglichen Zweck des Senders, eben Kultur und Sprache auszutauschen?

Antworten:

Die unterschiedlichen Zeiten und Sendungen bei Arte Deutschland und Arte France bestehen schon seit 2009. Es gibt laut Arte immer zwei Abstrahlungen, einmal die deutsche und enmal die französische Version von Arte

Ob eine deutsche Tonspur vorhanden ist oder nicht, hängt auch beim französischen ARTE teilweise davon ab, in welche Länder das Programm abgestrahlt wird, da ARTE eines der wenigen Programme ist, die sich neben Astra und Hotbird noch die Aufnahme in die Pay-TV-Pakete von über 20 afrikanischen Ländern leisten und etwa auch auf den Kanaren gerne in der französischen Fassung in die Hotels eingespeist wird.

Zitat

ARTE strahlt seit Januar 2009 das Abendprogramm zeitversetzt nach Deutschland und Frankreich aus. Spielfilme laufen z.B. in Frankreich um 20.35 Uhr und in Deutschland um 20.15 Uhr.

Auf ASTRA hat ARTE zwei Frequenzen, eine für Deutschland und eine für Frankreich. Wir senden in beiden Ländern in Deutsch und Französisch. Wenn Sie den Teletext einschalten, ist dieser sicher auch auf Französisch. Bei einigen Sendungen könnten Sie somit die für die französischen Zuschauer bereitgestellte deutsche Alternativversion sehen und hören, ansonsten – vor allem bei Spielfilmen – die dort angebotene Originalfassung (mit französischen Untertiteln).

Wir haben festgestellt, dass der automatische Sendersuchlauf in einigen Fällen dazu geführt hat, dass bei deutschen Zuschauern zunächst das französische ARTE-Programm eingestellt wurde. Somit könnte es sein, dass Sie die falsche Frequenz von ARTE gespeichert haben und ARTE derzeit eigentlich auf Französisch empfangen, allerdings den Alternativton ausgewählt (Deutsch) haben, als Sie den Sendersuchlauf durchgeführt haben. Durch einen erneuten Programmsuchlauf an Ihrem Receiver oder durch die manuelle Eingabe der Frequenz 10 744 MHz (horizontal) können Sie die deutsche ARTE-Fassung („arte“ kleingeschrieben) wiederfinden.

Vorsicht: Nicht immer findet der „automatische Suchlauf“ die deutsche Frequenz von selbst! Es gibt nämlich auch das französischsprachige „ARTE“ (in Großbuchstaben), welches aber nur teilweise mit deutschem Ton und eingeblendeten französischen Untertiteln ausgestrahlt wird.
Wenn Sie einen automatischen Sendersuchlauf durchgeführt haben, überprüfen Sie daher, ob Ihre Einstellungen mit den o. g. Daten übereinstimmen.
Durch Aufrufen des Teletextes können Sie zu jedem Zeitpunkt feststellen, ob Sie sich auf dem deutschen oder dem französischen ARTE-Programm befinden. Ist Ihr Teletext in französisch, befinden Sie sich auf der französischen Frequenz.


von rolling_stone - am 23.06.2014 19:01
Blendet das französische arte eigentlich (immer noch) das Cornerlogo während Spielfilmen aus?

von Anonymer Teilnehmer - am 23.06.2014 22:49
@Analogkäse: ja

@Stefan Heimers: Kommt auf die Sendung an. Bekomme hier auch Arte über das französische DVB-T, automatisch wird die deutsche Tonspur gewählt. Bei einigen Sendungen, insbesondere französische Eigenproduktionen, ist keine deutsche Tonspur vorhanden. Die Sprache variiert auch bei den Trailern der Programmvorschau, wenn bei Arte France die deutsche Tonspur aktiviert ist.
Die Programme unterscheiden sich eigentlich nicht grundsätzlich (Ausnahmen u.a. das Arte Journal, landesspezifisches Sponsoring einzelner Sendungen), es liegt meistens nur ein Zeitversatz von etwa 30 Minuten vor, da man die jeweilige Landesversion an die jeweils gängige Primetime angepasst hat.

von Chris85 - am 23.06.2014 23:11
Wird eigentlich das französische Arte auf Astra auch in echtem HD ausgestrahlt, oder nur das auf Hotbird? Für die Deutschen muss ja leider dieses seltsame Spar-HD 720p herhalten.

von Bolivar diGriz - am 24.06.2014 06:18
1080i wie auch über DVB-T

von Marcus. - am 24.06.2014 07:43
HD ist HD.

von andimik - am 24.06.2014 09:09
Ich nutze das französische Arte sehr gern, u. a. wegen der recht häufig angebotenen VM (Version Multilingue) bei bestimmten Spielfilmen.

von hetietz - am 24.06.2014 09:49
Zitat
Chris85
@Stefan Heimers: Kommt auf die Sendung an. Bekomme hier auch Arte über das französische DVB-T, automatisch wird die deutsche Tonspur gewählt. Bei einigen Sendungen, insbesondere französische Eigenproduktionen, ist keine deutsche Tonspur vorhanden. Die Sprache variiert auch bei den Trailern der Programmvorschau, wenn bei Arte France die deutsche Tonspur aktiviert ist.
Die Programme unterscheiden sich eigentlich nicht grundsätzlich (Ausnahmen u.a. das Arte Journal, landesspezifisches Sponsoring einzelner Sendungen), es liegt meistens nur ein Zeitversatz von etwa 30 Minuten vor, da man die jeweilige Landesversion an die jeweils gängige Primetime angepasst hat.
Habe Arte HD France auch über Ostern (als zeitweise nicht verschlüsselt wurde) auf dem Astra-Transponder beobachtet. Meistens war auch eine dt.Tonspur dabei. Auffällig war tatsächlich der Zeitversatz (30 Min??) im Abendprogramm. Bei welchen Eigenproduktionen gab es keinen dt.Ton? Gibt es diese Sendungen dann auch nicht im dt. Arte-Programm??

stefsch

von stefsch - am 24.06.2014 12:36
Zitat
stefsch
Auffällig war tatsächlich der Zeitversatz (30 Min??) im Abendprogramm.


Die Zeitverschiebung im Abendprogramm kommt daher, dass es in Frankreich nicht üblig ist, dass die Sendungen um 20:15 anfangen, sondern meist um 20:50.

von Cha - am 24.06.2014 13:17
Zitat
andimik
HD ist HD.


Nein, definitiv nicht. Praktisch alle Fernsehempfänger seit mehreren Jahren haben eine native Auflösung von 1080 x 1920. Jede andere Auflösung muss skaliert werden. Warum sich die deutschen Sender nicht daran orientieren, was die Menschen zu Hause für einen Empfänger haben, ist einfach unverständlich. Und das Bild sieht bei "Full HD" auch in der Tat wesentlich besser aus als bei diesem "Half HD" von ARD und ZDF, wie man regelmäßig feststellen kann, wenn Sportereignisse zeitglich bei uns und im britischen Fernsehen laufen.

von Bolivar diGriz - am 24.06.2014 13:47
wenn man schon zwischen "echtem" und "falschem" HD unterscheiden möchte, dann möge man bitte 1080p als echt und 1080i als falsch bezeichnen.

von freiwild - am 24.06.2014 14:33
1080p ist leider nicht genormt, da die Norm im analogen Zeitalter festgelegt worden ist. Ob i oder p macht bei digitaler Bildwiedergabe keinen Unterschied, was den ursprünglichen Sinn, das Vermeiden von Flimmern, betrifft. Im Gegenteil: Interlace wäre wegen der Kammbildung sogar schlechter. Da ist die Politik mal von der technischen Entwicklung überrannt worden.
[Ironie] Wer hätte auch vor 10 Jahren ahnen können, dass es in wenigen Jahren keine neuen Fernseher mit Bildröhre mehr geben wird.[/Ironie]

von Bolivar diGriz - am 24.06.2014 14:41
Ich möchte nur ungern die tausendste 720p contra 1080i-Diskussion weiterführen, aber aufgrund der Tatsache, dass auch bei den öffentlich-rechtlichten der größte Teil in 1080i oder 1080p produziert wird, ist die 720p-Ausstrahlung sowieso ein Witz. Aber es wird kaum jemanden stören, solange manche der Meinung sind, dass sie über ihren analogen Kabelanschluss mit dem neuen TV ein grandioses HD-Bild haben...

von DigiAndi - am 24.06.2014 16:09
Wenn es 1080p produzuiert würde, würde ja 720p noch gehen, aber es wird ja nur in 1080i produziert, jedenfalls das meiste.

und 1080i war ursprünglich für Röhren TV gedacht und auch getestet.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass wenn sich 1080p etabliert auch wieder einen standard 1440i (2560x1440) geben wird mit annährend gleicher Datenrate wie 1080p.

von Marcus. - am 24.06.2014 17:21
Zitat
DigiAndi
Ich möchte nur ungern die tausendste 720p contra 1080i-Diskussion weiterführen,


Eine pro und contra Diskussion hat es da auch nie gegeben, nur eine Contra-Diskussion. Wenn jemand für 720p ist, ist er entweder blind, ein Troll oder arbeitet bei der ARD.

von Bolivar diGriz - am 25.06.2014 10:42
Zitat
hetietz
Ich nutze das französische Arte sehr gern, u. a. wegen der recht häufig angebotenen VM (Version Multilingue) bei bestimmten Spielfilmen.


Weil im Kabel (Kabel Deutschland) nur die deutsche Version von Arte angeboten wird, verzichte ich auf das deutsch nachsynchronisierte Spielfilmangebot von Arte.

In früher - analoger - Vorzeit gab es einmal sowohl bei Arte als auch bei den deutschen ÖR den so genannten Zweikanalton. Dieses Angebot wurde leider radikal eingestampft.

In Deutschland wird deutsch gesprochen und deutsch gesendet. Wem das nicht passt, kann ja gehen ;-). Schade, dass Arte das in seiner deutschen Version mitmacht.

von BabuNiki - am 25.06.2014 14:33
Arte passt sich halt technisch wie inhaltlich möglichst den beiden Zielländern an... in Frankreich erreicht man auch bessere Quoten als hierzulande.

Bei unseren ÖR kann man froh sein, wenn man überhaupt HD kriegt, ob 720p oder 1080i ist da fast eine Luxusfrage. Man ist eher Marktführer der 100% hochskalierten TV Sender.

von Terranus - am 25.06.2014 14:35
Zitat
Terranus
Arte passt sich halt technisch wie inhaltlich möglichst den beiden Zielländern an...


Und wegen des schönen Scheins hält man den Eindruck aufrecht, dass es sich dabei um ein Gemeinschaftsprogramm von Frankreich und Deutschland handelt ;-).

von BabuNiki - am 25.06.2014 14:49
Na das ist es schon immer noch ! Denn die Inhalte sind ja gleich, nur etwas zeitversetzt. Außerdem ist das Programm in beiden Ländern in beiden Sprachen verfügbar. Die wichtigen Punkte bleiben also erfüllt.

von Terranus - am 25.06.2014 15:00
Zitat
Terranus
Denn die Inhalte sind ja gleich, nur etwas zeitversetzt.


Das stimmt außer der bereits genannten Tonspurendifferenz (Version Multilingue dort und Nachsynchronisierung hier) auch nicht ganz. Es gibt deutsche Nachrichten und französische Nachrichten, jeweils monolingual.

von BabuNiki - am 25.06.2014 15:11
Zitat
BabuNiki
Weil im Kabel (Kabel Deutschland) nur die deutsche Version von Arte angeboten wird, verzichte ich auf das deutsch nachsynchronisierte Spielfilmangebot von Arte.

In früher - analoger - Vorzeit gab es einmal sowohl bei Arte als auch bei den deutschen ÖR den so genannten Zweikanalton. Dieses Angebot wurde leider radikal eingestampft.

In Deutschland wird deutsch gesprochen und deutsch gesendet. Wem das nicht passt, kann ja gehen ;-). Schade, dass Arte das in seiner deutschen Version mitmacht.


Daß heute nur noch wenige Programme mit Originalton ausgestrahl werden hat wohl lzenzrechtliche Gründe. Ich denke daß für die allerwenigsten Spielfilme die europaweiten Rechte für die Originalsprache vorliegen (die Sat-Ausstrahlung geht im Gegensatz zur terristrischen europaweit!). Man sieht ja bei ARD und ZDF auch heute noch gelegentlich vor der Sendung einen Hinweis daß der nachfolgende Spielfilm im Zweikanaltonverfahren ausgestrahlt wird, Kanal 1 deutsch, Kanal 2 Originalsprache, Originalsprache jedoch nicht über Satellit.

von Loger - am 25.06.2014 15:25
Einmal gab es einen Fall in den letzten Tagen der Fernsehansager-Ära: "Sie können diesen Film auch über Astra im chinesischen Original empfangen":joke: (ARD)

von rolling_stone - am 25.06.2014 15:47
Zitat
Loger
Man sieht ja bei ARD und ZDF auch heute noch gelegentlich vor der Sendung einen Hinweis dass der nachfolgende Spielfilm im Zweikanaltonverfahren ausgestrahlt wird, Kanal 1 deutsch, Kanal 2 Originalsprache, Originalsprache jedoch nicht über Satellit.


So war das, als in Deutschland noch analog gesendet wurde, und es noch einen Zweikanalton gab. So weit ich weiß, gibt es bei den Öffentlich-Rechtlichen keine Tonspur mit Originalsprache mehr.

Bevor das analoge Zweikanaltonverfahren - vermutlich wegen höherer Lizenzgebühren - eingestellt wurde, war bereits der WDR aus technischen Gründen ausgestiegen. Angeblich konnten kleine Gemeinschaftempfangsanlagen nicht zwischen Stereo und Zweikanalton schalten, sodass es Beschwerden gab, weil jene dann beide Sprachen parallel hörten.

Wie dem auch sei, für mich ist es ein Armutszeugnis, dass bei den Öffentlich-Rechtlichen Spielfilme nur in der deutschen Nachsynchronisation angeboten werden. Selbst bei Übertragungen, bei denen Lizenzgebühren keine Rolle spielen, wird auf die Nutzung der zusätzlichen Tonspuren im digitalen Fernsehen verzichtet. So konnte man z. B. die Rede Barack Obamas vor dem Brandenburger Tor im deutschen Fernsehen nur in der deutschen Voice-over Version empfangen. (Glücklicherweise war da noch CNN.) Eigentlich könnte ich mich jeden Tag über Voice-over ärgern. Um dem zu entgehen, schalte ich die ÖR auch immer weniger ein.

von BabuNiki - am 25.06.2014 15:56
Zitat
BabuNiki
In früher - analoger - Vorzeit gab es einmal sowohl bei Arte als auch bei den deutschen ÖR den so genannten Zweikanalton. Dieses Angebot wurde leider radikal eingestampft.


Wenn das bei Dir so ist, liegt das am Kabelanbieter. Selbstverständlich sendet die deutsche Variante von Arte auf Satellit und DVB-T in Zweikanalton, deutsch und französisch. Allerdings gibt's nicht immer den Originalton, z.B. bei englischen Filmen.

von Stefan Heimers - am 25.06.2014 15:59
Zitat
Stefan Heimers
Selbstverständlich sendet die deutsche Variante von Arte auf Satellit und DVB-T in Zweikanalton, deutsch und französisch.


Ich glaube, wir reden hier aneinander vorbei. Beim analogen Fernsehen gab es nur eine Tonspur. Die war wahlweise entweder Stereo oder zwei getrennte (Mono-) Sprachversionen oder Monoton auf dem einen und Audiodeskription auf dem anderen Kanal.

Im digitalen Fernsehen gibt es mehrere Tonspuren. Anders als beim - analogen - Zweikanaltonverfahren kann man z. B. Arte sowohl Stereo Deutsch als auch Stereo Französisch empfangen. (Und die Fransosen zusätzlich noch den Originalton des Spielfilms.) Für Leute, die in ihrem Kabel Arte noch immer analog empfangen, werden beide Tonkanäle auf eine Tonspur (Mono-Deutsch und Mono-Französich) umgesetzt. (Zweikanalton wird nicht mehr gesendet!)

Außer dem französichen Tonkanal bei der deutschen Arte-Version gibt es meines Wissens nach keine fremdsprachlichen Tonversionen im öffentlich-rechtlich Fernsehen mehr.

von BabuNiki - am 25.06.2014 16:29
Zitat
BabuNiki
Außer dem französichen Tonkanal bei der deutschen Arte-Version gibt es meines Wissens nach keine fremdsprachlichen Tonversionen im öffentlich-rechtlich Fernsehen mehr.


Bezogen auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland ist das vermutlich richtig. Ich habe dort seit Jahren keine separate Tonspur mit einer Originalfassung gesehen (nur Audiodeskription). Allerdings greift dieser Thread auch über die Landesgrenzen.

In Frankreich sendet neben ARTE auch France 2 seit einiger Zeit ständig eine Tonspur für die Originalfassung, beobachtet über DVB-T auch auf den HD-Versionen und zusätzlich zur Audiodeskription. Dass auf France 2 wirklich der Originalton einer Sendung läuft, das ist allerdings im Gegensatz zu ARTE (oder kommerziellen Sendern wie TF1 oder HD1) ziemlich selten.

In der Schweiz sendet die öffentlich-rechtliche SRG in allen drei Sprachregionen fast alle Filme auch im Orginalton. Über DVB-T hat die zweite Tonspur allerdings eine kleinere Bitrate (80 statt 192 kbps) und kommt nur in Mono. In den Schweizer Programmkinos kommt denn auch eine grosse Zahl der Filme nicht als Synchronfassung, sondern als OmU - je nachdem auch "Om2U" (deutsch und französisch)..

73 de Uli

von ulionken - am 25.06.2014 16:59
Zitat
BabuNiki
Das stimmt außer der bereits genannten Tonspurendifferenz (Version Multilingue dort und Nachsynchronisierung hier) auch nicht ganz. Es gibt deutsche Nachrichten und französische Nachrichten, jeweils monolingual.

Außerdem kommen auch manche Filme in unterschiedlichen Fassungen; letztens bei "Alles tanzt nach meiner Pfeife" mit Louis de Funès gab es in Deutschland und Frankreich jeweils die entsprechende Schnittfassung zu sehen. In beiden Ländern daher außer der Tonspur in Landessprache nur noch eine mit einer AD.

Zitat
Loger
Daß heute nur noch wenige Programme mit Originalton ausgestrahl werden hat wohl lzenzrechtliche Gründe. Ich denke daß für die allerwenigsten Spielfilme die europaweiten Rechte für die Originalsprache vorliegen (die Sat-Ausstrahlung geht im Gegensatz zur terristrischen europaweit!). Man sieht ja bei ARD und ZDF auch heute noch gelegentlich vor der Sendung einen Hinweis daß der nachfolgende Spielfilm im Zweikanaltonverfahren ausgestrahlt wird, Kanal 1 deutsch, Kanal 2 Originalsprache, Originalsprache jedoch nicht über Satellit.

Lustigerweise scheint es aber möglich zu sein, dass der SD-Ableger von arte France über Astra unverschlüsselt sendet, obwohl dort auch alle Tonspuren inkl. O-Ton aufgeschaltet sind (wobei die gesendeten 128 kbit/s MP2 auch eine Art Signalschutz sind - als es dort noch drei Tonspuren gab, waren es 192 kbit/s MP2, die jetzt nur noch die Hauptspur hat).

Diesen Hinweis sieht man heute leider nur noch für die AD; vor 10-15 Jahren war das noch anders, wie hier schon erwähnt wurde.


O-Ton gibt es außer auf arte (und manchmal PHOENIX bei Obama-Reden) im deutschen Free-TV nur noch sehr selten, aber es gibt ihn:
- Pro7 MAXX hat(te) Serien mit O-Ton (bzw. OmU), wie Homeland
- das ZDF hat einen alten Film namens "Sommer unserer Träume", der einmal im Jahr läuft und dann mit O-Ton ist
- vor paar Jahren lief im SWR mal eine Serie (müsste "Mistresses" gewesen sein), wo es den O-Ton dann nur über DVB-T gab.
- auch der hr hat auch ganz selten mal einen Spielfilm mit O-Ton, den es dann auch nur über die DVB-T-Sender des hr gibt.
- auf BR-alpha gab es vor kurzem eine 20-teilige historische Serie aus den 70ern oder so
Wirklich attraktiv ist das allerdings nicht...

von Basic.Master - am 26.06.2014 08:53
Wobei ich vor kurzem erst in der TV-Spielfilm gelesen habe das P7Maxx mit den Originaltonausstrahlungen ganz schön auf die Nase gefallen sein muss. Es habe Beschwerden von Zuschauern gegeben das der deutsche Ton fehlte und die Einschaltquoten müssen wirklich unterirdisch gewesen sein.

Originalton gut und schön. Aber eine deutsche Synchro muss schon dabei sein. Nicht jeder kann gut genug Englisch/Französisch/Undweißdergeierwasnoch um einen Spielfilm oder eine Serie mitverfolgen zu können.

Zitat
BabuNiki
Bevor das analoge Zweikanaltonverfahren - vermutlich wegen höherer Lizenzgebühren - eingestellt wurde, war bereits der WDR aus technischen Gründen ausgestiegen. Angeblich konnten kleine Gemeinschaftempfangsanlagen nicht zwischen Stereo und Zweikanalton schalten, sodass es Beschwerden gab, weil jene dann beide Sprachen parallel hörten.

Nicht nur angeblich. Das war tatsächlich so. Meine Freundin hing damals an einem kleinen privaten Kabelnetz das nicht zwischen Stereo und Zweikanalton unterscheiden konnte. Bei einer Zweikanaltonsendung gabs immer ein buntes durcheinander von Deutsch und Originalton.

Gab es da nicht sogar mal Probleme mit den ARD Programmen über DVB? Viele Receiver erkannten den Zweikanalton nicht (obwohl eine entsprechende Unterstützung im DVB Standard vorgeschrieben ist) weshalb die ARD irgendwann auf eine getrennte Tonspur für den Originalton umstellte.

Im SR Mux hier im Saarland gab es auch mal 3 Tonspuren bei "Das Erste". Die normale, eine mit "oth" beschriebene (da war immer die Bildbeschreibung drauf) und eine mit "misc" beschriebene. Diese war eigentlich für den Originalton gedacht. Die Tonspur ist nun aber schon seit geraumer Zeit abgeschaltet worden und wird bei einem Suchlauf auch nicht mehr gefunden. Es gibt nur noch die Tonspur mit der Bildbeschreibung und einen Originalton hab ich dort noch nie gehört.

von Spacelab - am 26.06.2014 09:57
Zitat
Spacelab
Gab es da nicht sogar mal Probleme mit den ARD Programmen über DVB? Viele Receiver erkannten den Zweikanalton nicht (obwohl eine entsprechende Unterstützung im DVB Standard vorgeschrieben ist) weshalb die ARD irgendwann auf eine getrennte Tonspur für den Originalton umstellte.

Bei MP2 mit Kanalmodus "Dual Mono" bräuchte man für die Reanalogisierung nur einen anstatt zwei MP2-Decodern, aber das wäre trotzdem blöd; beide Sprachen auch digital nur in Mono jeweils.
Es ist schon gut und richtig, dass man seit vielen Jahren pro Sprache eine separate Tonspur überträgt. Sonst müsste ein Receiver sowohl auf der ES-Ebene als auch (nur bei Dual Mono) bei der Tonspur selbst die Möglichkeit bieten, zwischen den Sprachen umzuschalten. Aber eigentlich will der Zuschauer nur zwischen den Sprachen wechseln, mehr nicht.

von Basic.Master - am 26.06.2014 10:31
Ich weiß gar nicht mehr was das Argument der ARD war im Dual Mono Modus zu senden. ich weiß nur das es damals bei den Zuschauern oft beschwerden gab weil erschreckend viele der Receiver gar keine Möglichkeit boten bei Dual Mono zwischen den Tonspuren zu wechseln. Mit etwas Glück hatte der Fernseher einen Balance Regler womit man behelfsmäßig den unerwünschten Lautsprecher leiser drehen konnte. Bei den kleinen Mono Fernsehern half das natürlich nichts.

Ich finde es nur schade das man nun auch über DVB-T die dritte Tonspur abgeschaltet hat und so gar keinen Originalton mehr anbieten kann.

von Spacelab - am 26.06.2014 10:52
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