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WDR streicht "Lokalzeit" am Samstag

Startbeitrag von Seltener Besucher am 01.07.2014 15:53

"Der Spardruck, dem sich der Westdeutsche Rundfunk beugen muss, fordert ein neues Opfer. Nachdem in den kommenden Jahren bereits 500 Jobs gestrichen werden, setzt der WDR nun auch beim Programm die Schere an. Künftig wird es am Samstag keine "Lokalzeit" mehr geben."

http://www.digitalfernsehen.de/WDR-streicht-Lokalzeit-am-Samstag.117166.0.html

http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/wdr-streicht-500-stellen-aus-auch-fuer-samstags-lokalzeit-id9542943.html

http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/wdr-streicht-500-stellen-aus-auch-fuer-samstags-lokalzeit-id9542943.html

Die 50 interessantesten Antworten:

Nicht nur das. Auch "Plasberg" und "Kopfball" werden gestrichen:

DWDL.de: WDR streicht Samstags-"Lokalzeit" und Plasberg

von Sebastian Dohrmann - am 01.07.2014 15:57
Um Kopfball finde ich es schade, wenngleich ich nicht gedacht hätte, dass es die Sendung überhaupt noch gibt. Wie neu und innovativ die Zukunft ist, werden wir dann sehen.
Lokalstudios einzustellen wäre sicherlich auch eine große Kosteneinsparung, jedoch macht die Aufteilung schon teilweise Sinn. Hier würde ich eher die Radioregionalisierung für Dortmund und Wuppertal überdenken, die sind aber wiederum nicht so kostenintensiv wie die TV-Studios (würden aber einige UKW-Mehrfachausstrahlungen beenden).

Lokalzeiten gibt es derzeit aus Münster, Bielefeld, Siegen, Dortmund, Essen, Duisburg, Wuppertal, Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen. Ob es nicht auch eine Lokalzeit Ruhrgebiet oder Köln-Bonn tun würde ist zu überlegen. In den Kurzmeldungen kommen oft gleiche Beiträge.

von Japhi - am 01.07.2014 16:20
Mit der Streichung der Sa Lokalzeit finde ich unverständlich. Der Samstag gehört im Groben zum Werktag und da gehört auch eine "örtliche" Lokalzeit dazu.
Was kommt stattdessen ab Samstag? Lokalzeit Geschichten die auch Sonntags kommt. Dort werden Beiträge von den gesamten Lokalstudios aus der Woche zusammengesetzt. Meine Vermutung...durch den Wegfall der SA Lokalzeit kann man dann auch Personal einsparen.
Lieber WDR, muss das sein. Es gibt andere Einsparmöglichkeiten.

von DJ Taifun - am 01.07.2014 17:12
Die Frage stellt sich, ob man überhaupt 11 Lokalzeiten braucht oder ob die 2 neuen nicht im Enddefekt ein Eigentor waren.

Warum hat man nicht gesagt, man sendet Samstag anstatt 11 Lokalzeiten nur die folgenden:

1. Mittelrhein (Köln/Bonn/Aachen)
2. Niederhrein (Düsseldorf/Duisburg/Essen/Wuppertal)
3. Südwestfahlen (Dormund / Siegen)
4. Münsterland
5. Ostwestfahlen (Bielefeld)

Eventuell auch Münsterland nach ostwestfahlen eingliedern.

von Marcus. - am 01.07.2014 17:55
Zitat

Rheinland, Ruhrgebiet, Westfalen.

Ist da DO dann bei Ruhrgebiet oder Westfalen geplant?
Die "Herausnahme" von DO aus dem Ruhrgebiet in den Lokalzeiten im Radio und TV durch den WDR habe ich nie so ganz kapiert.
Und dass man es noch nicht geschafft hat, das Ruhrgebiet als zumindest einen Regierungsbezirk zu ordnen statt wie jetzt aus Arnsberg, MS und D, habe ich auch nie kapiert.
Kleinhalten kann man das auch nennen.

von Schwabinger - am 01.07.2014 19:28
Das der Samstag gestrichen wird, naja, finde ich jetzt nicht so sinnvoll. Hätte es nicht eher was gebracht vllt. den Montag zu streichen? Gerade Samstag hätte man gut mit Veranstaltungstipps usw. ausbauen bzw. umbauen können.
Mit der Zusammenlegung auf nur 3 Lokalzeiten am Samstag hatte ich mir auch schon gedacht, quasi ähnlich zu den Anfangszeiten mit den Fensterprogrammen (so hießen die Lokalzeiten früher/anfangs).
Rheinland: Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Wuppertal
Ruhrgebiet: Duisburg, Essen, Dortmund
Westfalen: Siegen, Bielefeld, Münster

Eine andere evtl. sinnvolle Aufteilung wäre auch aufgrund der Einzugsgebiete möglich gewesen:
1. Aachen, Bonn, Köln, Siegen
2. Duisburg, Düsseldorf, Wuppertal, Essen
3. Dortmund, Münster, Bielefeld
Die Studios hätten mit der Bearbeitung wöchentlich wechseln können. Hätte, Könnte, Wäre ...

Zitat
Japhi
Um Kopfball finde ich es schade, wenngleich ich nicht gedacht hätte, dass es die Sendung überhaupt noch gibt.

Um die jetzige Sendung ist es aber tatsächlich eher nicht mehr Schade, denn die ist wirklich ziemlich "dünn" im Inhalt.

von Jens1978 - am 01.07.2014 19:39
Zitat

Das der Samstag gestrichen wird, naja, finde ich jetzt nicht so sinnvoll. Hätte es nicht eher was gebracht vllt. den Montag zu streichen? Gerade Samstag hätte man gut mit Veranstaltungstipps usw. ausbauen bzw. umbauen können.
Mit der Zusammenlegung auf nur 3 Lokalzeiten am Samstag hatte ich mir auch schon gedacht, quasi ähnlich zu den Anfangszeiten mit den Fensterprogrammen (so hießen die Lokalzeiten früher/anfangs).


Dachte die Aufteilung am Anfang, wäre Bielefeld, Münster, Dortmund, Düsseldorf und Köln gewesen.

Dann kam anfang der 90er Jahre Südwestfahlen (Siegen) hinzu, gefolgt vom Bergischen Land (Wuppertal) und Aachen, 1996 sowie etwas Später Ruhr (Essen) und zu guter Letzt Duisburg und Bonn.

von Marcus. - am 01.07.2014 22:04
Zitat
Marcus.
Dachte die Aufteilung am Anfang, wäre Bielefeld, Münster, Dortmund, Düsseldorf und Köln gewesen.

Dann kam anfang der 90er Jahre Südwestfahlen (Siegen) hinzu, gefolgt vom Bergischen Land (Wuppertal) und Aachen, 1996 sowie etwas Später Ruhr (Essen) und zu guter Letzt Duisburg und Bonn.


"Weil die Bundespost zu Beginn der Fensterprogramme ihre Sender noch nicht auf die Regionen ausgerichtet hatte, mussten sich zwei Fenster ihre Sendeplätze für ein Jahr teilen. So sendete Bielefeld im täglichen Wechsel mit Münster, wo beide Sendungen zunächst auch produziert wurden."

"Ton in Ton mit der Studiokulisse präsentierte der Moderator das Programm aus Düsseldorf immer montags und mittwochs. An den beiden anderen Wochentagen kam die Sendung aus Köln. Freitags stand mit dem Blickpunkt Düsseldorf in den ersten Jahren die Landespolitik auf dem Programm."


http://www.wdr.de/Fotostrecken/wdrde/Kultur/2009/09/lokalzeit_25_jahre.jsp

von Rosenelf - am 02.07.2014 07:37
Ein, in meinen Augen, treffender Kommentar zur Kürzung in der lokalen Berichterstattung von DWDL.de:
Kein Geld für Lokales: Was läuft hier eigentlich schief?

Die Idee von Herrn Krei, die dritten Programme zu verschmelzen und nur noch gezielt auseinander zu schalten, hatte ich auch schon mal. Frei nach dem Modell des Ersten vor der zentralen Ausspielung.

Wenn ich mir das Nachmittagsprogramm ansehe, wo häufig auf allen Dritten änhliche oder gleiche Sendungen laufen. Dodo, Drache & Co., Wiederholungen von Telenovelas und die, im Artikel genannten, Kaffeeklatsch-Sendungen wie "daheim & unterwegs", "Kaffee oder Tee", usw. Zwischendurch noch 'ne Servicesendung für den Verbraucher und am Abend zwischen 19 und 20 Uhr die lokale Berichterstattung. Auch das Programm nach 20 Uhr ist doch weitestgehend inhaltlich gleich. Ein Politmagazin für's Land, Tatorte, Fernsehfilme, die schon mal im Ersten liefen und regionale Quiz-Shows.

von Sebastian Dohrmann - am 02.07.2014 09:26
Das ist ein ganz heißes Eisen, ja. Aber die Lokalzeit Bonn z.B. gibt es erst seit 2007, vorher wurde der Raum Bonn/Rhein-Sieg und Euskirchen auch von der Lokalzeit Köln mit bedient. Das Problem damals war, dass Bonn und Umland in der halben Stunde oft zu kurz kamen, da Köln alleine schon viele Nachrichten produziert.

von Sebastian Dohrmann - am 02.07.2014 09:38
Zitat
Sebastian Dohrmann
Das ist ein ganz heißes Eisen, ja. Aber die Lokalzeit Bonn z.B. gibt es erst seit 2007, vorher wurde der Raum Bonn/Rhein-Sieg und Euskirchen auch von der Lokalzeit Köln mit bedient. Das Problem damals war, dass Bonn und Umland in der halben Stunde oft zu kurz kamen, da Köln alleine schon viele Nachrichten produziert.


Das ist zum Teil heute noch so mit Themen aus dem Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis, Köln steht als Metropole immer an erster Stelle, trotz des heute deutlich kleineren Sendegebiets. Das gesamte Bergische Land hätte sich besser ans Wuppertaler Fenster anschliessen sollen, welches das kleinste Sendegebiet hat (eigentlich nur das Städtedreieck mit ein paar umliegenden Provinzstädtchen und Gemeinden). Aber die Gummersbacher und Gladbacher fühlen sich eher an Köln gebunden ... Genauso sieht es im Bergischen Land noch heute verkehrstechnisch aus, es gibt keine Einheit und Wuppertal liegt weit im Norden.

von Rosenelf - am 02.07.2014 12:10
Und die ARD schafft sich erfolgreich weiter ab...

DWDL.de: ARD setzt Urgestein ab: "Wochenspiegel" wird nach 61 Jahren eingestellt

von Sebastian Dohrmann - am 02.07.2014 14:06
Zitat
Japhi
Lokalzeiten gibt es derzeit aus Münster, Bielefeld, Siegen, Dortmund, Essen, Duisburg, Wuppertal, Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen. Ob es nicht auch eine Lokalzeit Ruhrgebiet oder Köln-Bonn tun würde ist zu überlegen. In den Kurzmeldungen kommen oft gleiche Beiträge.


Auf die Gefahr hin Einreiseverbot nach NRW zu bekommen, stelle ich mir dann die Frage warum der WDR überhaupt so viel Geld für lokales Fernsehen ausgeben muss. Nur weil er glaubt es sich als einnahmenstärkster ARD-Sender leisten zu können? Da sollte vielleicht mal die KEF ein Auge drauf werfen. :D

Bei allen anderen ARD-Anstalten gibt es so eine kostenintensive Regionalisierung im TV ja auch nicht. Daher scheint mir diese Diskussion (mit/ohne Samstag) ein echtes Luxusproblem zu sein.

von Manager. - am 02.07.2014 17:13
Naja, der NDR hat in Niedersachsen z.B. fast genau so viele "Unter-Landesstudios" wie es beim WDR Lokalzeiten gibt.
Nur mit dem Unterschied, dass diese Unter-Landesstudios nur zusammen ein Lokalfenster liefern. Aber gerade in dem Flächenland Niedersachsen kommen dabei manche Gegenden oft zu kurz...

von WiehengeBIERge - am 02.07.2014 17:18
NRW ist aber das Bevölkerungsreichste Bundesland. in Bayern gibt es auch 2 Regionalisierungen. Ob es natürlich in NRW 11 Regionalisierungen sein müssen oder nicht größere Lokalzeiten mit einer Ausweitung auf 40 oder 45 Minuten sinnvoll wäre ?

v.a. die neuen Lokalzeiten Duisburg und Bonn, sind hier zu hinterfragen. Meiner meinung würden aber auch die 6 Lokalzeiten (Niederrhein,Mittelrhein,Südwestfahlen,Ostwestfahlen,Münsterland und Ruhr) reichen.

von Marcus. - am 02.07.2014 17:21
Zitat
Marcus.
...Ostwestfahlen...

Liegt das auch in NRW?

Thema Radio: früher™ gab es auf WDR1 3stündige Regionalmagazine (6.00 - 9.00 Uhr). Was spricht dagegen dieses Konzept wieder aus dem Archiv zu holen? Abgesehen vom Stellenabbau nichts. Man könnte beispielsweise WDR5 zwischen 7.00 und 9.00 bzw. 16.00 und 18.00 spiltten (Zwischen Rhein und Weser 2.0). Dadurch hätte man die Drivetime wunbderar abgedeckt, man könnte Staus ab 200 Meter durchgeben (sollte auch im Ruhrgebiet kein Thema sein, dann dauern die Meldungen halt 3 Minuten) und in den Beiträgen in die regionale Tiefe gehen. Im Gegenzug könnten Themen/Ruriken von WDR5 zu WDR2 wechseln, damit sich der Sender von der Dudelei und der Moderation auf RTL-Niveau entfernt (empfinde ich zumindest so, ich hab den Sender nach Jahren Anfang 2012 aus meinen Radios verbannt).

von Staumelder - am 03.07.2014 05:14
Zitat
WiehengeBIERge
Naja, der NDR hat in Niedersachsen z.B. fast genau so viele "Unter-Landesstudios" wie es beim WDR Lokalzeiten gibt.
Nur mit dem Unterschied, dass diese Unter-Landesstudios nur zusammen ein Lokalfenster liefern. Aber gerade in dem Flächenland Niedersachsen kommen dabei manche Gegenden oft zu kurz...


.... welche kommen zu kurz? Als Niedersachse reicht mir das genau aus - man muss doch nicht jede Dorfgeschichte bringen. NB - es gibt auch noch regionale Tageszeitungen ;-) Und für die ganz Hartgesottenen - alle 4 Wochen Sonntag vormittag "Hallo Niedersachsen op platt". Das schafft noch nicht mal der BR!!

von T. M. - am 03.07.2014 06:40
Zitat
Marcus.
v.a. die neuen Lokalzeiten Duisburg und Bonn, sind hier zu hinterfragen. Meiner meinung würden aber auch die 6 Lokalzeiten (Niederrhein, Mittelrhein, Südwestfahlen, Ostwestfahlen, Münsterland und Ruhr) reichen.


Ja, das fahle Land erhält wenig Licht im Schatten der Berge. ;)

Als Sahrländer kennt Marcus das.

von Manfred Z - am 03.07.2014 07:08
Die Aufregung hier ist berechtigt - die Schuldzuweisung an die Adresse der Sender aber völlig unangebracht.

Zwei(einhalb) Fakten:

- Seit mehr als 5 Jahren ist die Rundfunkgebühr/jetzt: Rundfunkbeitrag nicht mehr gestiegen.(Da sich wegen der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag das Aufkommen leicht erhöht hat, wird der Beitrag bald sogar leicht sinken)

- Trotzdem steigen für ARD und ZDF (wie für alle anderen auch) durch die Inflation die Preise.

Das kann auf Dauer nicht gut gehen!
Und deshalb sparen ARD und ZDF schon seit Jahren und jetzt geht´s erkennbar an Programm.

An alle, die das nicht gut finden: Macht Eure Ministerpräsidenten dafür verantwortlich (übrigens auch dafür, dass Videos in den Mediatheken nach 7 Tagen gelöscht werden müssen, der Jugendkanal blockiert wird, etc....)!

von Fred54 - am 03.07.2014 07:50
Zitat
Marcus.
Dachte die Aufteilung am Anfang, wäre Bielefeld, Münster, Dortmund, Düsseldorf und Köln gewesen.
Dann kam anfang der 90er Jahre Südwestfahlen (Siegen) hinzu, gefolgt vom Bergischen Land (Wuppertal) und Aachen, 1996 sowie etwas Später Ruhr (Essen) und zu guter Letzt Duisburg und Bonn.


Stand: Frühjahr 1990:


von Seltener Besucher - am 03.07.2014 07:53
Zitat
Bückeberg
Als ständiger "Grenzgänger" schiele ich aus NDS schon ein bißchen neidisch auf die Lokalzeiten aus NRW. Hier nimmt man sich nach meinem subjektiven Eindruck für Themen noch etwas mehr Zeit als in "Hallo Niedersachsen", wo oberflächliche und meist langweilige Häppchen-Berichterstattung
vorherrscht. Mir kommt die Auswahl auch sehr küstenlastig vor. Hier könnte ich mir gut eine Kooperation von Radio Bremen und NDR vorstellen.
Buten und Binnen aus Bremen für den gesamten Norden und Nordwesten des Landes . Hannover versorgt den Süden des Landes.


... mal den Teufel nicht an die Wand - ich versuche mir gerade vorzustellen, wie die Jungs von KD
das einspeisetechnisch umsetzen würden ... Aber ich gebe Dir recht - als im Kabel Celle noch die Lokalzeit OWL zu empfangen war, habe ich die mehr oder weniger regelmäßig gerne gesehen - seit der zentralen Einspeisung der Kölner LZ interessiert mich die Sendung nicht mehr - zu weit weg.

von T. M. - am 03.07.2014 09:23
Zitat
Bückeberg
Buten und Binnen aus Bremen für den gesamten Norden und Nordwesten des Landes . Hannover versorgt den Süden des Landes.


Wenn dann unter der Federführung von Radio Bremen. Allerdings geht dann wohl der gefühlt gemütliche Charakter von B&B verloren. Gerade die beschaulichen und manchmal leicht ironischen Beiträge finde ich auch als Nicht-Bremer interessant (und ansprechender als "Hallo NDS" ).

von Staumelder - am 03.07.2014 09:45
B&B ist doch sowieso schon zusammengeschrumpft worden wegen des Geldmangels bei RB. Trotzdem gut, daß es hier noch eine Alternative zu Hallo Nds. gibt.

Zitat

Naja, der NDR hat in Niedersachsen z.B. fast genau so viele "Unter-Landesstudios" wie es beim WDR Lokalzeiten gibt.
Nur mit dem Unterschied, dass diese Unter-Landesstudios nur zusammen ein Lokalfenster liefern.
Lokalfenster schonmal garnicht (außer im Radio für mehrfach täglich 3 min.). Nur Beiträge zu einem Landesfenster (kann man das überhaupt noch "regional" nennen?)

Und "Unter-Landesstudios"... naja. Ich kenne ja nur eines, die Besichtigung ist auch schon ein paar Tage her. Aber ich hatte mich schon gefragt, wie man sowas überhaupt "Studio" nennen kann. Da war ja sogar jeder OK besser ausgestattet. Aber vielleicht hat sich das ja mittlerweile geändert...

von iro - am 03.07.2014 10:26
Zitat
T. M.
Zitat
WiehengeBIERge
Naja, der NDR hat in Niedersachsen z.B. fast genau so viele "Unter-Landesstudios" wie es beim WDR Lokalzeiten gibt.
Nur mit dem Unterschied, dass diese Unter-Landesstudios nur zusammen ein Lokalfenster liefern. Aber gerade in dem Flächenland Niedersachsen kommen dabei manche Gegenden oft zu kurz...


.... welche kommen zu kurz? Als Niedersachse reicht mir das genau aus - man muss doch nicht jede Dorfgeschichte bringen. NB - es gibt auch noch regionale Tageszeitungen ;-) Und für die ganz Hartgesottenen - alle 4 Wochen Sonntag vormittag "Hallo Niedersachsen op platt". Das schafft noch nicht mal der BR!!

Der Kollege Bückeberg hat es schon geschrieben. Gerade die hier unmittelbar benachbarten gegenden, also Schaumburg, Nienburg, Diepholz, HM, Osnabrück kommen oft (nicht immer) zu kurz, das gleiche trifft aber auch noch auf andere Teile Niedersachsens zu. Niedersachsen ist eben von der Fläche her so groß, dass es auch schwerig ist das ganze Land mit nur einem Regionalfenster zu bedienen...
Hannover, Braunscheig und die Küste kommen dagegen gefühlt jedes mal (zur Genüge) vor...

von WiehengeBIERge - am 03.07.2014 13:43
Zitat
WiehengeBIERge
Zitat
T. M.
Zitat
WiehengeBIERge
Naja, der NDR hat in Niedersachsen z.B. fast genau so viele "Unter-Landesstudios" wie es beim WDR Lokalzeiten gibt.
Nur mit dem Unterschied, dass diese Unter-Landesstudios nur zusammen ein Lokalfenster liefern. Aber gerade in dem Flächenland Niedersachsen kommen dabei manche Gegenden oft zu kurz...


.... welche kommen zu kurz? Als Niedersachse reicht mir das genau aus - man muss doch nicht jede Dorfgeschichte bringen. NB - es gibt auch noch regionale Tageszeitungen ;-) Und für die ganz Hartgesottenen - alle 4 Wochen Sonntag vormittag "Hallo Niedersachsen op platt". Das schafft noch nicht mal der BR!!

Der Kollege Bückeberg hat es schon geschrieben. Gerade die hier unmittelbar benachbarten gegenden, also Schaumburg, Nienburg, Diepholz, HM, Osnabrück kommen oft (nicht immer) zu kurz, das gleiche trifft aber auch noch auf andere Teile Niedersachsens zu. Niedersachsen ist eben von der Fläche her so groß, dass es auch schwerig ist das ganze Land mit nur einem Regionalfenster zu bedienen...
Hannover, Braunscheig und die Küste kommen dagegen gefühlt jedes mal (zur Genüge) vor...


... vielleicht liegt es ja daran, dass in den vermeintlich fehlenden Regionen nichts so Gravierendes passiert, was auch den Rest des Landes interessieren könnte. Ich verstehe dieses Problematisieren nicht wirklich. Sollten wir die Tagesschau dann nicht auch bald noch regionalisieren?

von T. M. - am 03.07.2014 15:13
Der Norden von Niedersachsen kommt nicht nur zu kurz, wir haben hier auch eine vollkommen sinnfreie Einteilung. Jenseits der Weser braucht wirklich kein Mensch das Studio Oldenburg. Ich will hier nicht wissen was ich heute Abend in Emden oder Diepholz unternehmen kann. Besser wäre hier Studio Lüneburg, aber das ist nicht zu empfangen. Da sind wir hier mit Radio Bremen und Radio Hamburg sogar besser bedient. Im Kreis Cuxhaven gibt es noch nichtmal ein Lokalradio.

Über Satellit und Internet ist es auch nicht besser, da kommen nur Nachrichten aus dem Raum Hannover ...

von Rosenelf - am 03.07.2014 15:56
Ich wollte ja nur darauf hinaus, dass ein Flächenland wie Niedersachsen viel eher so eine Einteilung in so viele Regionalfenster verdient hätte (z.B. aufgeteilt in die - ehemaligen - Regierungsbezirke), als wir hier in NRW ;-), dann würde dabei auch nicht so eine oberflächliche Berichterstattung heraus kommen wie aktuell bei Hallo Niedersachsen...

von WiehengeBIERge - am 03.07.2014 16:02
Wir waren sogar Bezirk Lüneburg, deswegen verstehe ich nicht was wir hier mit Oldenburg sollen. Bis zur holländischen Grenze sind es über 200 km und was da entlang Ems und Dollart passiert will hier keiner wissen.

von Rosenelf - am 03.07.2014 16:11
In Marsberg wurde damals in den 80ern noch vom Sender Eggegebirge bei Paderborn umgesetzt. Der strahlte aber die falsche Lokalzeit OWL aus Bielefeld aus. Irgendwann müssen die den Umsetzer anders ausgerichtet haben, damit die dort zuständige LZ Südwestfalen zu empfangen war. Ich weiß aber nicht, ob es da noch andere Beispiele in Grenzbereichen gab.

von Rosenelf - am 03.07.2014 16:34
Zitat
Manager.
Zitat
Japhi
Lokalzeiten gibt es derzeit aus Münster, Bielefeld, Siegen, Dortmund, Essen, Duisburg, Wuppertal, Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen. Ob es nicht auch eine Lokalzeit Ruhrgebiet oder Köln-Bonn tun würde ist zu überlegen. In den Kurzmeldungen kommen oft gleiche Beiträge.


Auf die Gefahr hin Einreiseverbot nach NRW zu bekommen, stelle ich mir dann die Frage warum der WDR überhaupt so viel Geld für lokales Fernsehen ausgeben muss. Nur weil er glaubt es sich als einnahmenstärkster ARD-Sender leisten zu können? Da sollte vielleicht mal die KEF ein Auge drauf werfen. :D

Bei allen anderen ARD-Anstalten gibt es so eine kostenintensive Regionalisierung im TV ja auch nicht. Daher scheint mir diese Diskussion (mit/ohne Samstag) ein echtes Luxusproblem zu sein.

Okay, das war's, hast Einreiseverbot ;-) :D
Aber es stimmt schon, 11 Lokalzeiten finde ich persönlich auch viel zu viel. Aus diesem Grund frage ich mich ernsthaft, warum mal eigentlich vor ein paar Jahren die LZs aus BN und DU eingeführt hat? Genauso die Trennung zwischen Essen und Dortmund kann ich meist nicht wirklich verstehen. Klar, die Essener sehen das natürlich wieder ganz anders, aber mal ehrlich; wenn andere Bundesländer gerade mal ein Landesmagzin senden (NDS, SH usw.) dann sollte man doch froh sein wenigstens im Ruhrgebiet eine Einheit zu finden. Niedersachsen ist dafür tatsächlich ein echtes Negativbeispiel und darum bin ich froh hier oben Buten un Binnen zu haben, denn das Bremer Umland wird doch nicht mal ansatzweise von Hallo Niedersachsen abgedeckt. Das die Sendung aus Nds. die schlechtesten Einschaltquoten der regionalen NDRs hat und das auch an sich das unsehenswerteste Magazin ist, macht es nicht besser. Das SH-Magazin ist da viel angenehmer anzusehen.

von Jens1978 - am 03.07.2014 17:53
Das Problem beim NDR ist das damals Landesfunkhäuse in den Rundfunkstaatsvertrag reingeschrieben wurden, die eine Unterteilung nicht zugelassen haben. Die aber sinnvoll wäre.

Zu NRW:

Es ist ja nicht nur Dortmund und Essen, sondern auch ein paar km weiter Duisburg. Duisburg ist meinen Augen die verzichstbare Lokalzeit und wurde ja auch erst durch die Digitalisierung möglich, während Bonn theoretisch ja schon früher möglich gewesen Wäre.

Also wenn ich was zu sagen hätte würde ichd ie Lokalzeit Dusiburg (wieder ?) mit Essen zusammenlegen, aber Dortmund und die anderen Lokalzeiten unter der Woche erhalten. So hat man eine Ersparnis.

Zusätzlich Samstag die Lokalzeit beschränken entweder wie Modell oben (Münster,OWL/Dortmund/Köln/Düsseldorf) und eventuell Sonntags noch eien Trennugn Nordrhein und Westfahlen in der Richtung einführen.

Mal noch eine Frage in die Runde, die Lokalzeit Duisburg, war das früher Essen oder Düsseldorf oder teils teils ?

Also Wesel und Kleve müssten ja zu Düsseldorf gehört haben, aber Duisburg?

von Marcus. - am 03.07.2014 18:50
Zitat
Rosenelf
In Marsberg wurde damals in den 80ern noch vom Sender Eggegebirge bei Paderborn umgesetzt. Der strahlte aber die falsche Lokalzeit OWL aus Bielefeld aus. Irgendwann müssen die den Umsetzer anders ausgerichtet haben, damit die dort zuständige LZ Südwestfalen zu empfangen war. Ich weiß aber nicht, ob es da noch andere Beispiele in Grenzbereichen gab.


Es gab in den 80ern keine Lokalzeit Südwestfalen. Diese wurde eingerichtet nach der Schließung des Dortmunder WDR Lokal-TV. Die "Lokalzeit Dortmund" bzw."Wir im Revier". Zischen Kleve und Winterberg gab es eine Lokalzeit, die aus Dortmund. Das war eine Benachteiligung des Ruhrgebiets und des Sauer- und Siegerlands.

Zitat
Jens1978
Aber es stimmt schon, 11 Lokalzeiten finde ich persönlich auch viel zu viel.

Das Problem ist, dass die Regionalstudios immer eingerichtet wurden, weil eine Großstadt zu überrepreseniert war und die Bürger aus dem Umfeld nicht ausreichend in der Lokalzeit berücksichtigt wurden. Es gibt noch mehr Gründe dafür. Eine Zeit lang wurden private Lokal-TV-Sender in einigen Städten im Kabelnetz eingespeist. Der WDR wollte da mithalten. Jetzt stellt sich heraus, für die Privaten ist das Lokal-TV-Geschäft nicht rentabel, also steigt auch der WDR aus der Berichterstattung aus.

Der Verzicht auf die WDR 2 Regionalfenster ist genauso eine Unverschämtheit. Da sollen die Privatradio gestärkt werden. Das macht der WDR nur deshalb, weil er an Radio NRW beteiligt ist.

Im Zuge der Digitalisierung sollten alle Fensterprogramme neugeordnet werden.
Wobei heute schon bis zu 10 Minuten der Lokalzeiten im Ruhrgebiet identisch sind mit den anderen Lokalzeiten. Die Aktuelle Stunde besteht auch aus einem Teil der Lokalzeitreportagen.


von Seltener Besucher - am 03.07.2014 19:15
Zitat
Rosenelf
Wir waren sogar Bezirk Lüneburg, deswegen verstehe ich nicht was wir hier mit Oldenburg sollen. Bis zur holländischen Grenze sind es über 200 km und was da entlang Ems und Dollart passiert will hier keiner wissen.


... besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können. Top!

von T. M. - am 03.07.2014 19:16
Zitat

Es gab in den 80ern keine Lokalzeit Südwestfalen. Diese wurde eingerichtet nach der Schließung des Dortmunder WDR Lokal-TV. Die "Lokalzeit Dortmund" bzw."Wir im Revier". Zischen Kleve und Winterberg gab es eine Lokalzeit, die aus Dortmund. Das war eine Benachteiligung des Ruhrgebiets und des Sauer- und Siegerlands.


Wobei Südwestfahlen ja schon 1991 oder 92 kam. Also die erste der neuen Lokalzeiten.

Ruhr, also Rhurgebiet West sotzzsagen, dann 1997.

von Marcus. - am 03.07.2014 19:23
Südwestfalen gab es ab 1991. Aber Marsberg hätte trotzdem in den 80ern das Dortmunder Fenster haben müssen, da es nicht zum Bezirk Detmold/Ostwestfalen gehört. Aber Eggegebirge war wohl schon näher als der Sender Hochsauerland/Hunau.

von Rosenelf - am 03.07.2014 19:27
Zitat
Marcus.
Das Problem beim NDR ist das damals Landesfunkhäuse in den Rundfunkstaatsvertrag reingeschrieben wurden, die eine Unterteilung nicht zugelassen haben. Die aber sinnvoll wäre.


Für wen oder was? Der WDR macht doch nun gerade vor, was bei solchen Exzessen herauskommt.
KISS - keep it short & simple! Als Mitglied der "Zielgruppe" fühle ich mich jedenfalls nicht benachteiligt
durch dieses "Problem".

von T. M. - am 03.07.2014 19:36
Die Karte habe ich auch so ähnlich, aber hier mit allen Städten und Gemeinden:



von Rosenelf - am 03.07.2014 19:59
Zitat

Für wen oder was? Der WDR macht doch nun gerade vor, was bei solchen Exzessen herauskommt.
KISS - keep it short & simple! Als Mitglied der "Zielgruppe" fühle ich mich jedenfalls nicht benachteiligt
durch dieses "Problem".


Man sollte nicht nur schwarz und weiß sehen. niedersachen mit nur einer nennen wir es auch Lokalzeit und WDR mit 11 sind extreme.
Aber gerade in Niedersachen könnte man unter Einbeziehung von Radio Bremen 2 Magazien fahren oder auch 2 für NDS und 1 für Bremen und Umland.

Das WDR Konzeot könnte man sicherlich optimieren, veschiedene Ansätze wurden ja schon angesprochen und immer unter dem Gesichtspunkt der Einwohenrzahl und auch der Fläche.

Also Südwestfalen oder Münster sollten imemr Ihre Lokalzeit behalten auch, wenn sie EInwohner technisch nicht an den Pott oder an den Kern des Rheinlandes nicht herankommen.

Mal noch ein letzter Ansatz von mir.

1A1 Lokalzeit Aachen (heutige Lokalzeit Aachen + Kreis Euskirchen komplett)
1A2 Lokalzeit Köln (Heutige Lokal Zeit Köln und Bonn ohne Euskirchen)
1B3 Lokalzeit Düsseldorf (Heutige Lokalzeiten Düsseldorf und Duisburg ohne die Stadt Duisburg)
1B4 Lokalzeit Wuppertal
2C5 Lokalzeit Ruhr (heutige Lokalzeit Ruhr inklusive Duisburg)
2C6 Lokalzeit Dortmund
2D7 Lokalzeit Südwestfalen
3E8 Lokalzeit Ostwestfalen
3F9 Lokalzeit Münsterland

Unter der Woche also neun Lokalzeiten, am Samstag 6 Lokalzeiten (A-F) und am Sonntag 3 Magazine (1xx-3xx)

von Marcus. - am 03.07.2014 20:41
Zitat
Marcus.
Zitat

Für wen oder was? Der WDR macht doch nun gerade vor, was bei solchen Exzessen herauskommt.
KISS - keep it short & simple! Als Mitglied der "Zielgruppe" fühle ich mich jedenfalls nicht benachteiligt
durch dieses "Problem".


Man sollte nicht nur schwarz und weiß sehen. niedersachen mit nur einer nennen wir es auch Lokalzeit und WDR mit 11 sind extreme.
Aber gerade in Niedersachen könnte man unter Einbeziehung von Radio Bremen 2 Magazien fahren oder auch 2 für NDS und 1 für Bremen und Umland.
quote]

Das ist halt unsere norddeutsch-hanseatische Bescheidenheit (ob es das "Beste am Norden" ist, mögen andere beurteilen). Hier im Forum wird doch mit schöner Regelmäßigkeit (und auch zu Recht) über ausufernde Kosten bei den ÖR geklagt. Und nun soll das für eine vermeintlich "enge" Berichterstattung aufgegeben werden? Mich wundert, dass nun auch der RB wieder so "hofiert" wird - bei dem wurde hier im Forum doch auch schon häufiger die Existenzgrundlage in Frage gestellt.


von T. M. - am 04.07.2014 07:11
Zitat

Das ist halt unsere norddeutsch-hanseatische Bescheidenheit (ob es das "Beste am Norden" ist, mögen andere beurteilen). Hier im Forum wird doch mit schöner Regelmäßigkeit (und auch zu Recht) über ausufernde Kosten bei den ÖR geklagt. Und nun soll das für eine vermeintlich "enge" Berichterstattung aufgegeben werden? Mich wundert, dass nun auch der RB wieder so "hofiert" wird - bei dem wurde hier im Forum doch auch schon häufiger die Existenzgrundlage in Frage gestellt.

Naja, mal zum Vergleich: Niedersachsen ist das flächenmäßig zweitgrößte Bundesland, Bayern das größte Flächenland. Einwohnermäßig ist das Verhältnis Fläche-Größe ähnlich zu dem Bayerns. Und selbst der BR bekommt es hin, zwei getrennte Regionen im TV zu "fahren". Im Hörfunk werden dort direkt noch mehr Flächen auseinandergeschaltet, ähnlich wie beim WDR in den 80ern. Und Niedersachsen wurde auch aus den ehemaligen Ländern Hannover, Oldenburg, Braunschweig gebildet, ist also nicht mal ein altes Land, wie Sachsen oder Bayern. Und btw: Die Gebühren für den ÖR sind überall die gleichen => der NDR hat/hätte das Geld für eine sinnvolle Regionalisierung, und nochmal BTW: selbst der Wetterbericht im Videotext ist schon für NDS in zwei Regionen geteilt ... !
Und das RB hier "hofiert" wird liegt daran, dass es ohne RB noch weniger Druck für den NDR gegeben hätte überhaupt was für Niedersachsen anbieten zu müssen, dass geht aus der Geschichte eindeutig hervor. Und selbst heute gucke ich bspw. nur B&B da dort was aus meiner Region kommt. In Hallo Niedersachsen kommt quasi nix. Aber das ist auch verständlich, da das Gebiet einfach zu groß ist. Von der Attraktivität von B&B im Vergleich zu Hallo Niedersachsen mal ganz zu schweigen.

Das der WDR so weit aufteilt hat auch was mit den Einwohnerzahlen zu tun. Und die meisten Einwohner leben an Rhein und Ruhr. Aber meines Erachtens nach hätten es die 9 oder 7 wie einst allemal getan. Der WDR hat allerdings in der 90er den Schritt getan, die begonnene Regionalisierung aus dem Hörfunk in das Fernsehen zu übertragen und hat dabei "vergessen", dass die Kosten im TV-Bereich deutlich höher sind. Außerdem wurde Anfang der 90er vermutet, dass neue private Programme im Lokalbereich arbeiten würden, da wollte der WDR schneller sein, aber das hat der "Seltener Besucher" oben schon gut beschrieben.

von Jens1978 - am 04.07.2014 07:56
Würde jemand die Lokalzeit Aachen aus dem Programm nehmen? Wohl nicht, dabei ist das Einzugsgebiet sehr klein, aber schlecht erschlossen, was die Eifel betrifft. Hier ein paar Zahlen:


Lokalzeit Stadt/Kreis Einwohner Fläche
Bielefeld Bielefeld 328.314 258,82
Bielefeld Kreis Minden-Lübbecke 309.990 1.152,41
Bielefeld Kreis Herford 249.147 450,41
Bielefeld Kreis Lippe 346.496 1.246,21
Bielefeld Kreis Höxter 143.709 1.201,42
Bielefeld Kreis Paderborn 296.135 1.246,80
Bielefeld Kreis Gütersloh 351.624 969,21
2.025.415 6525,28


Siegen Kreis Soest 296.029 1.328,63
Siegen Hochsauerlandkreis 263.720 1.960,17
Siegen Kreis Siegen-Wittgenst 275.594 1.132,89
Siegen Kreis Olpe 135.523 712,14
Siegen Märkischer Kreis 419.976 1.061,07
1.390.842 6.194,90


Dortmund Dortmund 572.087 280,71
Dortmund Ennepe-Ruhr-Kreis 324.223 408,44
Dortmund Hagen 186.243 160,35
Dortmund Kreis Unna 392.940 542,71
Dortmund Kreis Recklinghausen 615.778 760,45
Dortmund Gladbeck -74.002 -35,91
2.017.269 2116,75


Münster Münster 296.599 302,96
Münster Kreis Steinfurt 434.170 1.795,76
Münster Kreis Borken 363.819 1.420,98
Münster Kreis Coesfeld 215.087 1.112,04
Münster Kreis Warendorf 272.832 1.319,41
1.582.507 5951,15


Essen Essen 566.862 210,3
Essen Bochum 362.213 145,66
Essen Herne 154.563 51,42
Essen Gladbeck 74.002 35,91
Essen Gelsenkirchen 257.607 104,94
Essen Bottrop 116.498 100,61
Essen Oberhausen 210.005 77,1
Essen Mülheim an der Ruhr 166.654 91,28
1.908.404 817,22


Aachen Städteregion Aachen 542.833 707,1
Aachen Kreis Düren 258.651 941,39
Aachen Kreis Heinsberg 247.827 627,99
Aachen Schleiden 12.892 121,67
Aachen Kall 11.306 66,07
Aachen Nettersheim 7.475 94,35
Aachen Blankenheim 8.534 148,62
Aachen Dahlem 4163 95,21
Aachen Hellenthal 8168 137,83
Mechernich 26.776 136,46
1.128.625 3076,69


von Seltener Besucher - am 04.07.2014 09:12
Wieso sollte man Regionalprogramme an der Einwohnerzahl festmachen?
Eine Region wird doch nicht dadurch zu mehreren "Kleinregionen", nur weil dort mehr Menschen leben als anderswo...

Aber irgendwie passt das mit den vielen Lokalzeiten im "Ballungsraum" von NRW, also im Bereich Rhein/ Ruhr, wieder mal so typisch zu der Gegend: Dort sind zwar viele große Städte in unmittelbarer Nähe, aber jeder macht sein eigenes Ding und will mit der Nachbarstadt nichts zu tun haben ...

von WiehengeBIERge - am 04.07.2014 10:38
Es ist eben so, dass das Ruhtgebiet keine Stadt ist. Selbst in bochum sind die Wattenscheider noch nicht angekommen.

Zitat

Würde jemand die Lokalzeit Aachen aus dem Programm nehmen? Wohl nicht, dabei ist das Einzugsgebiet sehr klein, aber schlecht erschlossen, was die Eifel betrifft. Hier ein paar Zahlen:


Am ehesten sind Dusiburg und Bonn die kandidaten. Wuppertal ist auch nicht so groß.

Also Münsterland, Bielefeld und Südwestfalen sind für mich gesetzt. Über die restliche Aufteilung kann man Diskutieren. Zwischen 3 und 6 Lokalzeiten würde ich hier für Sinnvoll erachten. Eventuell auch die erste viertelstunde in 3 Teiel und dann 15 minuten in 6 teilen.

von Marcus. - am 04.07.2014 16:44
Ich finde es kritisch den Kreis Euskirchen zu teilen.

Es gab Beschwerden von den Zuschauern im Kreis Soest, dass sie mehr mit Dortmund zu tun haben, als mit Siegen. Deshalb wäre es sinnvoll den Kreis Soest wieder zu Dortmund zuzuordnen und den Kreis Recklinghausen zu Essen. Dagegen spricht wieder, dass Castrop-Rauxel sich stark nach Dortmund orientiert.

Zu LZ Siegen sollte zum Ausgleich der Oberbergischer Kreis gehören.

Bonn und Köln können zusammengelegt werden, wenn der Oberbergischer Kreis nicht mehr von Köln versorgt, der Bergischer Kreis von Wuppertal und die Stadt Köln ein eigenes LZ-Fenster in der Lokalzeit selbst für sich bekommt.

Nicht alle technischen Gründe lassen sich so leicht erfassen. Würde vom Sender Bielstein plötzlich die LZ für den Kreis Soest kommen, dann würden einige Menschen im HSK Empfangsprobleme haben. Mit der Umstellung auf DVB-T2 können ein neuer Zuschnitt erfolgen.

Um beim Thema zu bleiben, am Samstag könnte wirklich ein Regionalstudio das Programm für zwei Gebiete produzieren. Das würde in Essen und Dortmund gar nicht so auffallen, weil dort der Beitragsaustausch auch in der Woche groß ist.

von Seltener Besucher - am 04.07.2014 19:52
Den Oberbergischen Kreis (Rheinland) mit Südwestfalen zusammenzulegen geht gar nicht. Ich komme gebürtig genau von dieser Grenze und es sind kulturell wie geschichtlich zwei völlig verschiedene Gegenden. Gummersbach ist schon sehr nach Köln orientiert, Westfalen hat mit Köln nichts zu tun (außer, dass Olpe vor zig Jahren mal kurkölnisch war). Es sind zwei verschiedene Regierungsbezirke, GM gehörte schon immer zu Köln. Auch verkehrstechnisch ist diese Grenze deutlich spürbar was öffentliche Verkehrsmittel angeht. Auch Ämter, Wasserverbände, sind in Südwestfalen eher an Münster und an den Ruhrverband angeschlossen.

Der Kreis Euskirchen wurde genau an der ehemaligen Grenze zum Kreis Schleiden geteilt, der früher zum ehemaligen Bezirk Aachen gehörte.

Ähnlich das Wuppertaler Fenster, Hückeswagen und Radevormwald (ehemals Kreis Opladen, PLZ noch immer mit 4 beginnend) gehörten früher noch nicht zum Oberbergischen Kreis, Wipperfürth (Lokalzeit Köln, PLZ mit 5 beginnend) gehörte vor 1975 noch zum Rheinisch-Bergischen Kreis, GM ging nur bis Marienheide.

von Rosenelf - am 05.07.2014 14:13
Zitat
Sebastian Dohrmann
Nicht nur das. Auch "Plasberg" und "Kopfball" werden gestrichen:

DWDL.de: WDR streicht Samstags-"Lokalzeit" und Plasberg


Streichung Plasberg - m.E. kein wirklicher Verlust. Zigmal immer wieder die schon 1000x durchgekauten Trivialthemen mit den üblichen Verdächtigen - die Sendung am 4.7.14 war dafür mal wieder ein schönes Beispiel. Wäre schön, wenn die ARD insgesamt auch bei den restlichen Labersendungen wie Jauch, Beckmann & Co genauso vorgehen würde - weniger wäre hier sehr viel mehr.

von T. M. - am 05.07.2014 18:12
Es ist nun soweit, die Lokalzeit aus dem diversen Studios am Samstagen ist nun Geschichte. Schon jetzt gibt´s Lokalzeit NRW ab 19,30h. Gezeigt wird querbeet an Themen. Schnee im Bergischen. Taschendiebe auf der Spur in Köln. Und nun gibt´s Mode mit einer Stylerin aus Mörs.
Dachte erst das ab Januar, also am 3.1.2015, das Lokalzeit NRW kommt.

von DJ Taifun - am 27.12.2014 18:40
nichts gegen lokale Berichterstattung, aber ich habe bei der Lokalzeit doch häufiger den Eindruck, dass hier Banalitäten und Alltäglichkeiten aufgebauscht werden, um die halbe Std. vollzubekommen...

sj

von satjay - am 29.12.2014 14:32
Deshalb hinterfrage ich ja das System nicht an sich, sondern die Aufsplittung. Zum Beispiel fürde sich bei Köln/Bonn 15 Minuten gemeinsames Programm und dann 15 Minuten gesplittet anbieten.

Aber am WE komplett nur auf eine Lokalzeit zu setzten halte ich für falsch. Zumindestens Rheinland und Westfahlen sollten sein. Am besten noch Köln,Düsseldorf, Dormund und Münster/Bielefeld.

von Marcus. - am 29.12.2014 18:51
Lokalzeit für ganz NRW ist völliger Schwachsinn, denn wo ist die Abgrenzung zur "Aktuellen Stunde", welche auch NRW als Zielgebiet hat? Wenn in der Lokalzeit nichts lokaler ist als im Normalprogramm, ist es keine Lokalzeit.

von Jens1978 - am 30.12.2014 19:11
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