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vor 13 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
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Hagbard Celine, Erich Hoinicke, Arndt Ackermann, Bernhard W, Rosti 2.0, PowerAM, DarkAngelfire, Robert S., Radio Nordzee International

Welche Zimmerantenne für UKW?

Startbeitrag von Hagbard Celine am 02.07.2004 04:39

Hallo,

hat jemand einen Tipp, welche Zimmerantenne ich mir am besten kaufen soll? Die Yagi-Antenne auf unserem Dach ist nämlich seit 10 Jahren verrostet, und unsere TV-Zimmerantenne, die wir vor kurzem zugunsten von DVB-S abgeschafft haben, empfängt leider kein UKW. Was soll ich mir am besten kaufen?

- Sollte Richtwirkung haben (hier fallen teilweise 3 Sender aus verschiedenen Richtungen auf einer Frequenz ein)
- Sollte nicht sehr groß sein (notfalls setz ich mir halt ne Yagi unters Dach, Kabelkanal zu meinem Zimmer, das früher ein Wohnzimmer war, liegt ja schon, wäre halt ziemlich aufwändig)
- Sollte mindestens so empfindlich sein wie eine gute Teleskopantenne
- Die Verstärkerleistung ist unwichtig (habe in meinem Zimmer für Indoor sehr gute Bedingungen, es ist im 1. Stock gelegen und hat ein großes Fenster nach Süden, außerdem sind die Steinwände recht durchlässig für Funkwellen)

Antworten:

na du kannst doch deine dach yagi weiter verwenden,das bissel rost schadet doch dem empfang nix,ich würd ma raufklettern und sie mir anschaun,was da noch zu retten ist



von Robert S. - am 02.07.2004 15:44
Hmmm...ich werde mich wohl mal in der nächsten Zeit nach einer geeigneten Antenne umschauen. In meinem Fall reicht eindeutig auch ne passive, zumal ich das Teil an einen alten, recht empfindlichen Tuner aus den 70ern (einen Dual CT1440, der bis vor 5 Jahren Teil der heimischen Stereoanlage war, dann segnete der Verstärker das Zeitliche) anschließen werde. Und mit dem hat man schon mit 2 Metern DIN auf Cinch Adapterkabel einigermaßen Empfang :D

Conrad scheint solche passiven Antennen nicht zu haben, Reichelt ebenfalls Fehlanzeige. Bei Gelegenheit schau ich mal bei Mediamarkt und Promarkt (letzterer ist nur 10 km entfernt) vorbei - vielleicht findet sich ja da was. Batwingantenne hab ich bis jetzt nur Fotos gefunden, sieht aber recht schwierig aus. Und das mit dem Faltdipol aus Pappe mit Alu ist ja mal megalol. Die entsprechende Schrankwand hätte ich ja, in diesem Schrank nimmt ja auch der Receiver Platz, zusammen mit den Computerboxen, die als Behelfsverstärker dienen - wie gesagt, der passende Verstärker ist ja abgeraucht.

Ich hab noch so ne geniale TV-Zimmerantenne von Schwaiger aus den 80ern hier, eine 4-Element-Yagi, allerdings nur für Kanal 5 aufwärts. Da sind die Stäbe für UKW ne ganze Ecke zu kurz.



von Hagbard Celine - am 02.07.2004 16:09
@Robert S.: Die verrostete Yagi ist seit ca. 10 Jahren nicht mehr auf dem Dach...



von Hagbard Celine - am 02.07.2004 16:10
Ich meinte damit nicht die Empfangseigenschaften, sondern dass man auf solche Ideen wohl erst mal kommen muss :D

Allerdings frage ich mich, ob das Teil dann Richtwirkung oder 360° Empfang hat. Letzteres könnte auf manchen Frequenzen zum Fiasko führen, einige Frequenzen dürften dann gleich mit 2 oder 3 Sendern aus verschiedenen Richtungen belegt sein, mein Tuner ist ja schließlich kein taubes Küchenradio. Mit meinem Sangi muss man die Sender hier nicht selten mit der Teleskopantenne fein einstellen, speziell auf dem Dachboden, wo man schon bei normalen Bedingungen alle Lokalsender aus Frankfurt (wohne 25 km nordöstlich von dort) sowie viele stärkere Sender aus bis zu 200 km Entfernung empfängt.

EDIT: Gibt es überhaupt noch UKW-Zimmerantennen ohne Verstärker zu kaufen? Die, die ich in Elektronikmärkten gesehen habe, haben alle einen Verstärker, der allerdings auch abschaltbar ist.



von Hagbard Celine - am 03.07.2004 15:25
Wetteraukreis - habe hier im NOS Journaal gesehen-da gibt es grose Hygiene-Problem mit die Riesenkakkerlaken. Sendest Du mit zu viele Leistung oder warum wachsen die da so gut ?



von Radio Nordzee International - am 03.07.2004 17:50
Nein, die Kakerlakenplage ist in Wölfersheim-Wohnbach, und das ist gute 15 km von hier weg. Außerdem sende ich nicht selbst, habe nämlich weder das Equipment dazu noch ne Amateurfunklizenz. Das war deshalb, weil die Wetterau recht abgeschattet von negativen Wettereinflüssen ist durch die Gebirge rundherum, deshalb hat man hier Wetter wie im Süden Deutschlands (also nicht verregnet und kälter wie im Norden). Im Rekordsommer letztes Jahr war hier fast durchgehend 35-40 Grad, die Viecher haben Eier gelegt wie sonstwas und die schlüpfen halt jetzt. Das selbe Problem gibts in der Rhein-Neckar-Ebene, dort fressen die Borkenkäfer momentan die Wälder auf.



von Hagbard Celine - am 03.07.2004 19:11
@Hagbard Celine:

Wenn Du einigermaßen handwerklich begabt bist, kannst Du ja mal folgenden Thread lesen:
http://forum.myphorum.de/read.php?f=8773&i=118404&t=118338


QTH: Werdau bei Zwickau
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von Arndt Ackermann - am 03.07.2004 20:56
Hmmm...dürfte nicht so recht machbar sein. Nicht nur, weil ich zu wenig handwerkliches Geschick habe - nein, es gäbe auch Probleme mit der Erdung. Da auf unserem Dach lange keine Antenne mehr steht und die Stromversorgung hier unterirdisch ist, ist unser Haus bis auf die Stromleitungen ungeerdet. Trotz Sat-Antenne - die befindet sich von der Höhe gesehen etwa knapp unter der Decke des 1. Stockwerks und muss deshalb ebenfalls nicht geerdet werden.

Extra einen Blitzableiter zu legen ist viel zu aufwendig, vor allem weil meine Eltern im Dreieck springen würden (bin erst 15 und wohne noch zu Hause). Deshalb habe ich ja schließlich auch geschrieben, dass ich eine Zimmerantenne möchte. Eine Dipolantenne mit Lambda/2 oder Lambda/4 ginge ja noch, die kann ich immer wieder im Schrank verstauen, aber so ne Riesenyagi wäre für mein Zimmer zu sperrig - und auf dem Dachboden müsste ich sie erden.



von Hagbard Celine - am 03.07.2004 21:33
Habe mir überigens zusätzlich zu der Yagi, die viel zu groß für ein Zimmer ist, einen nach der Vorlage der C't Groundplane Strahler einen für UKW gebaut und der funzt teilweise besser als die Yagi(...)
Bei Conrad gibt es doch noch einige UKW Ant. ohne Verstärker, da ich diese nicht verlinken kann hier die Namen (sollteste dann finden):

RINGDIPOL UKS 2 (Ringdipol)
UKS 3 3 ELEMENTE UKW-ANTENNE (Yagi)
UKS 5 5 ELEMENTE UKW-ANTENNE (Yagi)
UKS 7 7 ELEMENTE UKW-ANTENNE (Yagi)
UKW-DIPOL U1 (fast wie die GP)
UKW-Wurfantenne ( Ein langes Kabel)

Alle zu finden unter conrad.de; Rubrik SAT/TV Empfangstechnik; TV-/Radio-Antennen;Außenantennen

Falls die zu teuer sind oder zu groß bzw. weil ja 3 davon keine Richtwirkung haben, kann ich dir noch empfehlen die sog. HB9CV für UKW zu bauen. Habe die Maße mal ausgerechnet und da die Antenne aus nur 3 Stäbchen besteht, kannste die sogar in dein Zimmer hängen (Direktor: 1,4 m; Reflektor 1,5 m;Abstand:0,4 m)! Kannst dir unter Google Bildersuche wenn du HB9CV eingibst welche anschauen oder auch bei Ebay. Die Antenne hat vielleicht sogar etwas mehr Gewinn als eine 3 Ele. Yagi für UKW(..)!

Viele Grüße

DarkAngelfire

von DarkAngelfire - am 04.07.2004 09:29
Die HB9CV sieht net schlecht aus. Müsste allerdings mal sehen, wie das mit meiner Deckenlampe aussieht, nicht dass die Antenne da drin hängen bleibt oder sogar die Lampe abreißt. Die hängt mittig in meinem 4x4m-Zimmer, das wird sowohl bei der HB9CV als auch bei der 3-Element-Yagi knapp. Entweder häng ich die Antenne 1m von der Zimmerdecke herab, oder ich stell die auf so ne Art Notenständer in etwa 1,5-1,8 m Höhe, was Fensterhöhe entspricht -> bester Empfang in südliche Richtungen, im Norden ist hier wegen den vielen Gebirgsketten eh nicht mehr viel zu holen.



von Hagbard Celine - am 04.07.2004 10:43
Der Hersteller TechniSat bietet noch eine Zimmerantenne an. Der Typ lautet: "DIGITENNE TT 1". Sie besitzt neben dem UHF-Dipol mit Reflektor zusätzlich noch zwei Teleskopstäbe. Sie besitzt einen regelbaren Verstärker. Ich bin mir sicher, so etwas wäre genau das richtige für Dich.
Betrachten kann man sie unter http://www.technisat.de, dann auf Produkte klicken, dann auf DVB-T und zuletzt auf Digitenne TT 1.
Laut Herstellerangaben empfängt sie auch UKW. Ein Fachhändlerverzeichnis von größeren, zertifizierten Händlern kann man auf dieser Homepage auch einsehen.
Ich selbst komme an dieses Teil auch ran, (da ich TechniSat-Fachhändler bin).
Das Teil kostet (empfohlener Verkaufspreis incl. MwSt): EUR 14,99 plus Versand.
Ich denke, da konnte ich Dir etwas weiterhelfen.

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von Arndt Ackermann - am 04.07.2004 11:15
An so etwas hatte ich zuerst auch gedacht. Mal sehen ob ich in der nächsten Zeit dazu komme, in den Media-Markt zu fahren, habe bis jetzt nur im Promarkt geschaut. Und dort ist das Sortiment in allen Bereichen recht begrenzt...



von Hagbard Celine - am 04.07.2004 12:34
@ Hagbard Celine:

Wenn Arndt Dir eine handliche Zimmerantenne empfiehlt, dann sicher nur, weil Du selbst eingeräumt hast, nicht der große Handwerker zu sein. Mein Vorschlag: Wenn Du eine Deckenlampe montieren kannst, ohne von der Leiter zu fallen, dann klappt's auch mit der Zimmeryagi. Ich nutzte 18 Jahre lang eine 3-El. und vor einem Jahr baute ich nach den Plänen von Spindler eine kompakte 5-El. mit den Grundmaßen ca. 1,60m x 1,60 m. Bei Interesse mehr dazu. Die 5-El. von Conrad ist ähnlich kompakt und für Nichtbastler meine Empfehlung.

Die Deckenlampe hätte allerdings damit ausgedient, es gibt auch chice Stehlampen. :) In meinem Fall nutzte ich immer genau diese Grundplatte der Lampenbefestigung als Verankerung der Yagi. Durch den aufgebohrten Kegelstumpf der Kabelverkleidung kann man ein ca 30 cm langes und 2...3 cm dickes Kunststoffrohr führen, mit einem etwas längeren Gewindestab und zwei Muttern verschrauben und auf das unten herausragende Ende den Antennennträger stecken. Mit einer Flügelschraube o.ä. und einer Druckfeder fixieren - fertig. Ich schick Dir mal ein jpg meiner alter 3-El. Wie "blöd" so was aussieht, ist letztendlich Geschmackssache. Bei Colani wär's halt verchromt und beleuchtet.... Wenn Du Lust hast, kannst Du's gerne hier reinstellen.



von Erich Hoinicke - am 05.07.2004 06:54
da muss ich tomfritz zustimmen! Der Name allein macht noch kein neues Produkt! Das ist einfach eine stinknormale Zimmerantenne, die es auch jetzt schon so zu kaufen gibt, nur dass sie halt im Namen DIGITAL hat, das ist IN und deshalb kann man das Produkt teurer verkaufen, ist wie bei den "Marken"produkten...
TV-Zimmerantennen gibt es heutzutage -legt mich nicht fest- so für ca. 20EUR, wenn diese dann noch BandI kann (das können die meisten), empfängt sie eigentlich auch den UKW-Bereich mit (dieser liegt zwischen BandI und BandIII, also den Fernsehbändern)...
Eigentlich bringen diese Antennen recht ordentliche Ergebnisse für "Zimmerverhältnisse", natürlich nicht vergleichbar mit einer ordentlichen Außenantenne. Die Ortssender und ein paar Weiterentfernte sollte sie schon reinholen und mit den Teleskopstäben kannst du auch mal Sender ausblenden oder bevorzugt empfangen...
ich spreche von einer solchen Antenne, die ich auch mal hatte (eine ähnliche zumindest):




von Rosti 2.0 - am 05.07.2004 06:55
So ein Teil haben wir auch, sieht genauso aus, ist aber von Philips. Auf dem Typenschild steht VHF/UHF/UKW, in der Bedienungsanleitung nur VHF/UHF, und für den Anschluss an den Tuner bräuchte ich nen netten Adapter, wegen Fernsehstecker. Und schlechteren Empfang als mit der Lambda/4-Teleskopantenne von meinem Sangean ATS 305 hat sie bestimmt nicht, und damit kommt schon ordentlich was rein. Könnte allerdings sein, dass das Teil zu sehr auf UHF optimiert ist, ARD kommt da schlechter rein als ZDF/HR, obwohl vom gleichen Sender (Feldberg/Ts.). Mal sehen, ob ich so nen Adapterstecker finde, ansonsten such ich mir ein paar Meter geeignete Metallstäbe und schraub die HB9CV zusammen, dürfte noch im Rahmen meiner Möglichkeiten sein.



von Hagbard Celine - am 05.07.2004 18:35
der schlechtere Empfang auf den VHF-Bändern (TV) rührt von einem Kompromis zwischen BandI und BandIII her. Diese beiden Bänder liegen Frequenztechnisch weit auseinander, sodass eine optimale Abstimmung der Teleskopstäbe nicht mehr für beide Bänder optimal sein kann. Profitieren wird der Bereich dazwischen, also BandII (UKW).



von Rosti 2.0 - am 06.07.2004 06:36
Nun ja, ich fürchte halt das UKW noch schlechter ist - der Feldberg sendet in VHF auf K8, also um 200 MHz...



von Hagbard Celine - am 06.07.2004 16:51
wie gesagt die Teleskopstäbe sind wohl auf das Mittel zwischen BandI (~50 MHz) und BandIII (~200 MHz) ausgerichtet. Aber genau zwischen diesen beiden Bändern liegen halt die hier üblichen UKW-Senderchen (also sind die Teleskopstäbe relativ gut auf das hiesige 3m-Band ausgelegt)...

Die Teleskopstäbe haben übrigens nichts mit dem UHF-Empfang zu tun!



von Rosti 2.0 - am 06.07.2004 17:11
Gewöhnlich sind ja die Teleskopstäbe in der Länge variierbar. Wenn das so sein sollte, einfach die beiden Stäbe auf ca. 75 cm herausziehen. Das sollte die optimale Abstimmung für UKW sein (ausprobieren). Die Stäbe ziemlich waagerecht schwenken.
Warum ARD schlechter reinkommt, kann auch daran liegen, dass die Stäbe zu weit rausgezogen waren. Versuch es mal mit rund 30 cm pro Stab.

Noch eine Lösung zum Ausprobieren hätte ich. Diese Variante ist ähnlich wie der von Tomfritz's Posting (zweites im Thread). Auf einer 1,5 m langen Holzleiste längs einen Draht befestigen (ungefähr 145 cm lang) (Klebeband oder Krampen o.ä.). Den Draht in der Mitte durchschneiden und an den beiden gewonnenen Enden einfach ein Koaxkabel anschließen (Innenleiter an ein Ende; Außengeflecht ans andere Ende. Das ergibt einen gestreckten Halbwellendipol mit einem Fußpunktwiderstand von knapp 70 Ohm (im Unterschied zum Faltdipol (300 Ohm)). Aus diesem Grund kann man auch ganz normales 75-Ohm-Koaxkabel anschließen. Natürlich ist die Antenne symmetrisch und das Kabel unsymmetrisch, so dass störende Mantelwellen dann auftreten können, wenn das Koaxkabel 1,5 Meter oder ein Vielfaches davon beträgt. Also das Kabel nicht 3 sondern z.B. 4 Meter lang machen. Antennen-Puristen würden hier zwar von einer Vergewaltigung der Physik sprechen, aber die Praxis zeigt, dass es ganz ohne Symmetrierglieder wunderbar geht.
Als Kind hatte ich solch eine Konstruktion in der Nähe der Gardinenleiste befestigt und hat mir NDR 2 und NDR 1 NDS aus 180 km an einem einfachen Küchenradio beschert. Es ist wichtig zu wissen , dass in Fensternähe meist wesentlich höhere Feldstärken vorliegen als in Raummitte. Das kann man mit jedem Kofferradio leicht austesten. Die Stelle mit dem Empfangsmaximum sich merken und dort die Antenne postieren. Das bringt gewöhnlich mehr als eine 5-Element-Antenne, die an falscher Stelle postiert wird. Bei mir war natürlich ein direktor Blichkontakt nach Nordwesten, der Empfang war (bis auf ganz wenige Ausnahmen) ständig da. Einige Jahre später habe ich eine Hochantenne (8 Elemente) montiert (Stereoempfang; sehr leicht verauscht).

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von Arndt Ackermann - am 06.07.2004 21:26
tomfritz:
ich hatte ja selber so eine Antenne, bei mir wurde der UKW-Bereich mitverstärkt. Ich glaube kaum, dass sich die baugleichen Antennen so wesentlich von meiner unterscheiden...

Arndt Ackermann:
Zitat

Es ist wichtig zu wissen , dass in Fensternähe meist wesentlich höhere Feldstärken vorliegen als in Raummitte.

du hast sicherlich recht, nur um einer eventuellen Enttäuschung vorzubeugen, möchte ich noch geschwind meine Erfahrung hier preisgeben. Ich habe hier nämlich das Problem mit stark abschirmenden Fenstern (vermute das sind solche, die auch im Autobereich als wärmeschutzbedampft[?] bezeichnet werden). Ich habe hier die Erfahrung gemacht, dass Empfang (v.a. in den schwachen DAB-Bändern) nur unterhalb dieser Scheiben möglich ist, also vor dem Rahmen, der aus Plastik ist.



von Rosti 2.0 - am 07.07.2004 04:44
Empfangsmaximum ist 1. auf einem hohen Schrank knapp unter der Decke (es gibt keinen anderen Ort, der so hoch liegt und auf dem man die Antenne aufstellen könnte) und 2. auf Höhe des großen Doppelfensters, wo man allerdings die Antenne auf eine Art Stativ stellen müsste, denn in der Raummitte gibts nichts mit einem Tisch oder Schrank vergleichbares.

Zum Testen kaufte ich mir jetzt eine TV-Kabelkopplung für 2 Euro und habe so mit dem VHF-Dipol einer alten Zimmerantenne an Standort Nr.1 die Funzeln von Sky Radio aus Gießen und Frankfurt (wohne etwa in der Mitte dieser beiden Städte) recht ordentlich empfangen - mit meinem Sangi geht letztere nur auf dem Dachboden und das ein ganzes Stück schlechter, der VHF-Verstärker deckt also wohl auch UKW mit ab. Nehme allerdings wohl doch die andere Zimmerantenne mit den beiden Teleskopstäbchen, weil man die besser ausrichten kann. Ist nämlich verdammt schwierig, eine Antenne um die eigene Achse zu drehen, wenn zwei recht knapp bemessene Kabel seitlich am Fuß dranhängen...



von Hagbard Celine - am 07.07.2004 20:03
@tomfritz:
Natürlich hast Du vollkommen recht, dass am Betonsturz der Empfang schlechter ist wie an anderen Stellen (Stahlbewehrung im Beton; manchmal Gardinenleiste aus Metall usw.).
In meinem Fall war es jedoch die Küche und da hätten die Eltern "Aufstand" gemacht, wenn ich diese Antennenleiste irgendwo sichtbar direkt vor dem Fenster verlegt hätte (der Empfang war da auch etwas besser). Das Fenster wurde jedoch mehrmals gelüftet und da hätte die Antenne direkt vor dem Fenster nicht nur wegen der Optik gestört. Also blieb mir damals garnichts anderes übrig als die Leiste an dieser unauffälligen Stelle zu montieren. Es war halt ein Kompromiss zwischen Empfang und Optik. Jedenfalls hat mich diese Antenne viele Jahre mit dem NDR beglückt.

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von Arndt Ackermann - am 07.07.2004 21:01
So, hab dann mal die andere Zimmerantenne ausprobiert. Anders als die alte Antenne mit ihrem großen Dipol empfängt sie die Signale im VHF-Bereich über gut schwenkbare Teleskopantennen. Ziemlich merkwürdig ist allerdings die Leistung des Verstärkers, die ist nicht - wie bei der alten Antenne - über das Band gleichmäßig, sondern steigt mit der Frequenz an. Empfängt man HR3 auf 89,3 mit O=3, so empfängt man AFN auf 98,7 mit O=5 und FFH auf 105,9 mit O=7. Die alte Antenne hatte gleichmäßig auf allen Feldberg-Frequenzen O=8. Die ideale Antenne ist also noch nicht gefunden, werde mich nach einer anderen umsehen. In den Sommerferien habe ich ja Zeit, dann fahre ich wohl mal mit der S-Bahn auf die Zeil und statte Conrad Elektronik einen Besuch ab...



von Hagbard Celine - am 08.07.2004 20:21
Naja, eine Antenne, die auch für UKW ausgelegt ist, haben sie bestimmt. Diese beiden Testkandidaten sind offiziell nicht UKW-fähig, und ich habe sie nur mit einem Kopplungsstecker für TV-Koaxkabel anschließen können. Empfang ist eigentlich mehr schlecht als recht über die VHF-Antenne, die immer entweder zu lang oder zu kurz ist. Mal sehen, wie das Angebot so ist, wenn ich da ansonsten nix Gescheites finde, nehme ich halt ne 3-E-Yagi. Früher gabs ja diese kompakten Zimmeryagis mit der Drehachse in der Mitte, die sind leider ausgestorben, wie es aussieht...



von Hagbard Celine - am 09.07.2004 23:18
Bisher hab ich nur so eine für UHF gesehen, aber ich meine, sowas in der Mitte drehbares gibts auch für UKW. Natürlich praktisch, dass dadurch der Radius halbiert wird. Die Yagis die man bei Conrad kaufen kann, haben die Mastschelle leider am äußeren Ende, wodurch sie die volle Länge als Radius (!) braucht, und das sind schon bei der 3-Element-Yagi ganze 97 cm...



von Hagbard Celine - am 10.07.2004 22:09
Hallo zusammen,

in der Wohnung betreibe ich UKW-DX seit vielen Jahren mit einer "Grundig Möbelantenne". Das ist ein Dipol aus Alufolie (gibt's in diversen Läden auch mit Litzen), den ich auf einer Holzlatte mit Reißnägeln befestigt habe. (< 5 Euro)

Auf der Rückseite der Holzlatte habe ich einen Besenstiel montiert. So ist das ganze drehbar.

Der Gewinn ist vernachlässigbar gering, bei dem dicht belegten UKW-Band ist das aber auch nicht unbedingt notwendig.

Aber durch den gestreckten Aufbau kann durch Drehen man Störsender sehr wirkungsvoll abschwächen, außer wenn sie genau aus gleicher oder gegenüberliegender Richtung einfallen.

Viel Spaß beim Basteln

Bernhard

von Bernhard W - am 11.07.2004 17:06
Will heißen mit so nem T-Dipoldraht (bessere Wurfantenne) kann man ne gewisse Richtwirkung aufbauen? Die Teile kosten ja nich mal 10 Euro...und nein, viel Gewinn brauch ich nicht, das UKW-Band ist zumindest auf dem Dachboden schon mit der 1/4-Lambda-Teleskopantenne von meinem ATS305 ziemlich gut gefüllt...



von Hagbard Celine - am 11.07.2004 19:46
> Will heißen mit so nem T-Dipoldraht (bessere Wurfantenne) kann man ne gewisse Richtwirkung aufbauen?


Ja, Celine,

das Maximum hat einen ziemlich breiten Winkel, der Ausblendwinkel ist dagegen sehr scharf (genau in Verlängerung der Spannrichtung) und symmetrisch. Bei Yagi-Antennen ist das Ausblenden von Störern manchmal schwerer, da diese Antennen sog. Nebenempfangs-Zipfel aufweisen.

Man kann eine Wurfantenne (ist das gleiche Prinzip wie die Grundig Möbelantenne) auch selbst bauen. Z. B. an 75-Ohm-Leitung zwei Drähte à ca. 75 cm anlöten (einen an den Mittelleiter und einen an den Schirm, zur Not mit Lüsterklemmen) und diese dann auf das 1,5 m lange Brett spannen. Die Koax-Leitung hängt dann in der Mitte ("am Besenstiel") runter.

Die käuflichen Wurfantennen bestehen meistens aus Zwillingsleitung und sind für symmetrische 240-Ohm-Eingänge vorgesehen. Für Koax benötigt man dann noch einen Balun (Anpass-Trafo)

Ich habe auch mit verschiedenen Höhen im Zimmer experimentiert. Am besten ist etwa 1,5 m Höhe. Kommt man der Decke näher, wird der Empfang wieder schlechter.

Viel Erfolg

Bernhard

von Bernhard W - am 11.07.2004 21:26
Bei mir ist ein Platz an der Decke des Zimmers, an der linken Wand am besten. Rein zufällig ist dort die Außenwand des Hauses. Mit der TV-Antennen-Kompromißlösung habe ich dort sogar die Sky-Radio-Funzel aus Gießen in guter Mono-Qualität reinbekommen - die geht sonst nur auf dem Dachboden, aber der ist noch ein ganzes Stück höher gelegen...

@BernhardW: Ich fürchte, ich muss dich berichtigen. Die 240-Ohm-Litze ist fast ausgestorben, es gibt nur noch 75-Ohm-Koax. Aber selbst wenn sich noch so eine antike Wurfantenne finden würde, könnte ich sie direkt anschließen - ich will damit einen Dual CT 1440 aus den 70ern befeuern (meine Eltern wollten den schon wegschmeißen, weil der dazugehörige Verstärker kaputt war, aber ich hab ihn gerettet), der eine ausgezeichnete Empfindlichkeit, aber eben keine Antenne hat - und wir haben weder Kabel (bei uns auf dem Land sowieso nicht) noch Hausantenne, Fernsehen schauen wir ausschließlich über DVB-S...



von Hagbard Celine - am 12.07.2004 07:06
Noch eine Lösung, die ähnlich gut wie Bernhards "Besenstielantenne" funktioniert, nur dass sie etwas kompakter ist und leichter ab- oder umgehängt ist: http://forum.myphorum.de/read.php?f=8773&i=25747&t=25059
So eine Quad ist Im Prizip ein aufgebogener Faltdipol, ebenfalls mit deutlicher Nullstelle. Je dicker der Leiterdurchmesser, umso breitbandiger.

von Erich Hoinicke - am 12.07.2004 08:55
Hört sich interessant an. Mal sehen, vielleicht findet sich irgendwo passender Draht, im Baumarkt, Elektromarkt o.ä. - und dann muss ich ja nur entsprechend Pappe zuschneiden zur Stabilität und einfach drumwickeln, je nach Stabilität des Drahts kann sich das auch erübrigen.

Läuft die dann eigentlich über 240/300-Ohm-Litze oder über 75 Ohm Koax? Wie gesagt, habe beide Anschlüsse, wäre nur mal interessant zu wissen...



von Hagbard Celine - am 12.07.2004 19:45
> Läuft die dann eigentlich über 240/300-Ohm-Litze oder über 75 Ohm Koax?

Das hängt vom Aufbau ab.

Drähte gerade vom Mittelpunkt weggeführt --> ca. 75 Ohm (gestreckter Dipol)
Drähte als Schleife wieder zurückgeführt und über dem Anschlusspunkt verbunden --> ca. 300 Ohm (Schleifendipol)

Wenn du Anschlussmöglichkeit für Koaxleitung hast, würde ich die einfache Variante mit getrecktem Dipol realisieren. Gewinn und Richteigenschaften beider Varianten sind gleich.

Gruß Bernhard

von Bernhard W - am 12.07.2004 20:50
> @BernhardW: Ich fürchte, ich muss dich berichtigen. Die 240-Ohm-Litze ist fast ausgestorben, es gibt nur noch 75-Ohm-Koax...

Das mag vielleicht sein. Pollin Electronic (www.pollin.de) bietet diese "UKW-Dipolantenne" mit 240 Ohm für 1,25 Euro an. Best.-Nr. 570 152.

Gruß Bernhard

von Bernhard W - am 12.07.2004 22:23
Ich wollte keinen Extra-Thread wegen eines ebay-Angebots aufmachen. Aber wann gibt's dort schon mal eine Batwing-Antenne?! Sie gilt als sehr breitbandig und dürfte in dieser Ausführung als spanische Wand ein Unikat sein: :)

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=12064&item=5764995611&rd=1

von Erich Hoinicke - am 06.04.2005 10:33
Ich setze die Reihe der skurilen UKW-Zimmerantennen fort. Hier ein älteres "Beam Box"-Modell aus den USA mit schaltbarer Bandbreite und Dipolrichtung ohne Vorverstärker. Kennt jemand das Ding?

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=10627&item=7517291499

Für Penthousebewohner sicher nicht uninteressant...

von Erich Hoinicke - am 19.05.2005 10:21
Sieht ja stark aus, das Teil. Ob das was reißt???



von PowerAM - am 19.05.2005 11:22
Das reißt höchstens nur ein Loch in die Tasche, weil zwei verkürzte Dipole auch im US-rustikalen Holzgehäuse nicht mehr sind als vier verkleidete Stück Drähte. Ich finde aber die Idee der elektrischen Ausrichtung gut, ganz ohne Drehen und Fummeln. Fragt sich nur, wieviel diese Koppelglieder an Feldstärke schlucken.

von Erich Hoinicke - am 19.05.2005 11:34
Na ja, hab' ich mir schon fast gedacht. Wer auf das Design steht und Besuchern was zum Staunen bieten will, der hat daran sicherlich seinen Spaß...

Erich, Du hast Post!



von PowerAM - am 19.05.2005 11:51
Für Interessenten von o.g. Schmetterlingsantennen entdeckt:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=10610&item=7526075089

Soll keine Werbung sein, aber ich bezahlte vor einem Jahr einen horrenden Antiquariatspreis...

von Erich Hoinicke - am 24.06.2005 14:38
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