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DVB-T Fernempfang, Pegelschwankungen und Überreichweiten

Startbeitrag von Westwind am 03.09.2014 21:23

Bin beim Internetsurfen auf die neuen "intelligenten" Antennen der spanischen Marke Televes mit dem sogenannten "Boss-System" gestoßen.

Mit Boss ist eine automatische Verstärkerregelung gemeint, d.h. ein eingebauter Vorverstärker soll den Ausgangspegel optimal einstellen und konstant halten.
Interessant ist, dass mit ausgeschalteter Speisespannung diese Antenne passiv arbeitet, z.B. Modell DAT 75 mit 19 dB Maximalgewinn (mit Verstärker 32 dB).

http://www.televes-usa.com/ant_dat75hd.html
http://www.televes.com/es/node/5015
http://www.televes.com/sites/default/files/folletodat75boss_espanol.pdf

Hat jemand schon Erfahrungen mit diesem System gemacht?

Die 50 interessantesten Antworten:

Ich finde die Antenne an sich eine sehr interessant Konstruktion, die guten Daten haben könnte. Leider werden diese nicht mitgeliefert, es steht nicht mal dabei, ob der Gewnn von 19dB sich auf dBd oder dBi bezieht. Sind es dBi, dann wäre die Antenne nicht besser als die alten Hirschmänner und Kathreins...

Die adaptive Verstärkungsregelung macht nur Sinn, wenn keine starken Ortssender da sind (eine einsame Insel die das Signal vom Festland empfängt?). Ansonsten richtet sich die AGC Regelung immer nach dem stäörksten Signal und das ist ja nicht betroffen von den Schwankungen. Eine Selektion auf einzelne Kanäle dürfte die Antenne nicht haben...

Viel besser ist das ein Kanalumsetzer mit Pegelregelung im ZF Bereich oder gleich ein Transmodulator!

von raeuberhotzenplotz1 - am 05.09.2014 08:11

Re: DVB-T/2 Fernempfang

Moin Zusammen.

Ich spiele schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken meine DAB+ Antennenanlage mit einer DVB-T Antenne zu ergänzen ( Auf'm Dachboden ist noch Platz :D ) . Mitunter ausschlaggebend für diese Idee war der Start von DVB-T2.

Ich habe folgende Ziele :

- Empfang der freenet Muxxe aus Bremen (100km Entfernung bei 50kW) und Bremerhaven ( 80km Entfernung bei 10kW) Beides selber Kanal also SFN.
[Sollte das nicht möglich sein dann der Empfang des NL Muxxes aus Groningen (60km entfernung bei 20kW, Empfang mit Doppelquad möglich jedoch nicht auf dem Dachboden). Wann stellen die eigentlich um auf T2 und sind sie dann verschlüsselt? ]

- 2 Antennen über eine Leitung an Sat Multiswitch der das Terristik und Satelliten Signal im Haus verteilt.


Ich habe schon beim Antennenland geguckt, jede Antenne ist problemlos auf'm Dachboden unterzubringen ausser die mit 92 Elementen, die ist zu lang.

Dementsprechend stellen sich für mich folgende Fragen :
Welche Antenne kommt für mich in Frage bzw welche könnt ihr mir Empfehlen?

Mit oder ohne Verstärker?

Switch mit Bandsperre?


Ist mein Vorhaben überhaupt realistisch Unterdach 100km Entfernte DVB-T2 Sender zu empfangen oder ist die wahrscheinlichkeit eher gering?

von UKW vs. DAB+ - am 10.04.2017 22:46

Re: DVB-T/2 Fernempfang

Bis 2020 muss der Bereich oberhalb von 700 MHz geräumt sein, daher muss KPN/Digitenne bis dahin DVB-T2 "ausgerollt" haben. Ich habe an verschiedenen Stellen gelesen, dass der Staat den Betreiber (also hier KPN) verpflichtet, die drei öffentlich-rechtlichen Kanäle (NPO 1/2/3) und den jeweiligen Regionalsender (also z.B. in Groningen TV Noord) uncodiert und kostenlos bereitzustellen. Demnach dürfte sich für dich in Ostfriesland die Antenne für Groningen und/oder Smilde lohnen.

Bei mir in Haren (Ems) geht der Mux auf K60 aus Smilde einwandfrei. Antenne ist eine Bereichsantenne für den oberen UHF-Bereich, die ich vor Jahren mal bei Tripol bekommen hatte. Unter Dach bis vor ca. zwei Jahren Empfang möglich, jetzt nicht mehr. Also besagte Antenne auf dem Dach, UHF-Vorverstärker unter dem Dach und dann der normale Hausverstärker sorgen für ausreichend Pegel über Multischalter mit terrestrischem Eingang und Verteilung auf mehere Anschlüsse im Haus. Signalstärke und Qualität sind laut Anzeige bei den Fernsehern beide um die 95%. Zur Aussagekraft dieser Anzeige kann ich nichts sagen, es gibt aber keine merkbaren Schwankungen oder Ausfälle.

Digitenne Licentie

von Zintus - am 11.04.2017 05:43
Mit LangYagis habe ich auf dem Dachboden keine guten Erfahrungen gemacht. Das Feld ist dafuer zu inhomogen. Es geht ein Kanal gut und fuer den anderen muss die Antenne 20cm oder mehr zur Seite gehaengt oder gar leicht in der Richtung nachjustiert werden. Das ist bei UHF noch extremer als bei VHF. Du willst aber eine Position fuer alle Kanaele gemeinsam. Da empfiehlt sich eine sogenannte Flaechenantenne, Doppel-BiQuad oder Gitterantenne mit 4 Kreuzdipolen davor. Die empfangen wie der Name schon sagt aus der Flaeche.
100km TV auf dem Dachboden wird aber eh sportlich und wird wahrscheinlich eher ein DX-Empfang bleiben. In Hamburg habe ich den Bungsberg auf 80km immer, fadet aber gelegentlich auch mal weg. Was die Durchschaltung zusammen mit Sat betrifft, da ist bei mir immer nur der Ausgang des terrestrischen Mehrbereichsverstaerkers ueber Zweifachverteiler in die Sat Einspeiseweichen auf dem Dachboden verbunden (2 getrennte Straenge fuer 2 Zimmer) und dann sind unten SAT Radio TV Antennenabschlussdosen. Das funktioniert ohne Probleme, die Daempfung ist nicht besonders hoch. Filter habe ich keine im Einsatz, LTE kommt auch super durch, stoert aber das Sat Signal nicht. Das darueberliegende GSM Band wird schon vom Mehrbereichsverstaerker nicht verstaerkt und die Einspeiseweichen daempfen es auch noch mal.

von Nordlicht2 - am 11.04.2017 08:12
Hallo,

ich kann auch immer wieder zur Doppel-Quad raten. Die kann man schnell selber bauen und mit Reflektor ist erstaunlich empfangsstark. Ich hatte das Teil zu meinen "Dresden-Zeiten" auf`m Balkon in der 4. Etage (von 5 Etagen) zum Empfang der DVB-T Muxe aus Calau. Entfernung 80km.

Link:

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,195141,1061900#msg-1061900

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 11.04.2017 09:10

Re: DVB-T/2 Fernempfang

Also doch lieber die Doppelquad mit einem Reflektor bestücken und auf eine Yagi verzichten?
Da die Richtantenne für DAB+ auf dem Dachboden einwandfrei funktioniert dachte ich jetzt das das bei DVB-T auch der Fall sein könnte.
Rein Theoretisch hat die Doppelquad doch niemals so viel Gewinn wie eine der Yagis vom Antennenland.

Kann ich als Reflektor auch Alufolie nehmen oder ist Metall besser bzw wo hast du dir die Platte besorgt?

@ Zintus : Weshalb war der Empfang der NL Muxxe auf einmal Unterdach nicht mehr möglich?

von UKW vs. DAB+ - am 11.04.2017 11:48

Re: DVB-T/2 Fernempfang

Die Frage, weshalb der Unterdachempfang plötzlich nicht mehr funktionierte, habe ich mir auch schon ein paar Mal gestellt. Ich vermute aber folgendes: Für den Unterdach-Empfang hatte ich auf dem Dachboden eine Gitterantenne, also diese Reflektorwand mit den vier Ganzwellendipolen. Nachdem diese Antenne einige Jahre guten Empfang brachte, brach plötzlich alle paar Sekunden das Signal weg. Ich vermute, dass LTE-Signale von einem nahegelegenen Telekom-Turm dafür verantwortlich waren. Allerdings brachte ein LTE-Filter auch keine Besserung, sondern schwächte nur das Signal. Als ich dann die ca. anderthalb Meter lange Yagi auf dem Dach hatte, war alles gut. Wahrscheinlich ist das LTE-Signal durch den kleinen Öffnungswinkel so abgeschwächt, dass es den Vorverstärker nicht mehr zustopfen kann. Das LTE-Filter ist nicht mehr im Einsatz.

von Zintus - am 11.04.2017 15:15
Zitat

Rein Theoretisch hat die Doppelquad doch niemals so viel Gewinn wie eine der Yagis vom Antennenland.
Natürlich nicht. Aber die Quad-Elemente kannst ja mit kurzen Yagi-Elementen etwas verlängern, so dass du quasi eine gestockten 4 bis 5 Element-Yagi hast. Das müsste dann meist in dem inhomogenen Feld noch passen.

Zitat

Kann ich als Reflektor auch Alufolie nehmen oder ist Metall besser bzw wo hast du dir die Platte besorgt?

Eine Quad mit oben erwähnten Yagistrukturen hatte ich mir auch mal gebaut. Als Reflektor diente ein älteres, aber sauberes Backblech für den Herd. Hat wunderbar funktioniert. Der Freund von einer Quad bin ich allerdings irgendwie nie geworden. Mir gefallen Log-Pers für den UHF Bereich besser.

von Jens1978 - am 11.04.2017 17:17
Zitat
Jens1978
...Der Freund von einer Quad bin ich allerdings irgendwie nie geworden. Mir gefallen Log-Pers für den UHF Bereich besser.


Dabei darst du auch nicht vergessen, dass eine Quad doch relativ schmalbandig ist. Ich hatte damals eine für Kanal 53/57 optimiert. Nach der Berechnung von der C|net Webseite. Kanal 36 vom gleichen Senderstandort mit gleicher Leistung funktionierte damit überhaupt nicht mehr.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 11.04.2017 20:14
Habe am Samstag mal eine 23 Element Antenne Richtung Müster ausgerichtet um zu testen.Sind von hier aus da 100 km Luftlinie.Der Empfang ist schwankend aber brauchbar.Die Antenne ist auf dem Dach montiert.Nur Kanal 59 ist schwach.Das kann aber auch an der Antenne liegen.Für ca 1 Jahr ist nun wieder das Erste beim Einschalten da.DVB T 2 kommt bei mir erst,wenn NL umgeschaltet hat.

von Radio10 - am 12.04.2017 04:08
Zitat
Studio Leipzig
Zitat
Jens1978
...Der Freund von einer Quad bin ich allerdings irgendwie nie geworden. Mir gefallen Log-Pers für den UHF Bereich besser.


Dabei darst du auch nicht vergessen, dass eine Quad doch relativ schmalbandig ist. Ich hatte damals eine für Kanal 53/57 optimiert. Nach der Berechnung von der C|net Webseite. Kanal 36 vom gleichen Senderstandort mit gleicher Leistung funktionierte damit überhaupt nicht mehr.

MfG

Studio Leipzig

Stimmt, auch deswegen wurde ich nach und nach ein Freund von log-pers ;-) Mittlerweile hab ich mir auch welche für VHF Band 3 (DAB+) sowie für VHF-Band 2 (UKW) gebaut.

@Radio10: Wo ist denn "hier"? ...

von Jens1978 - am 12.04.2017 15:59
Zitat
Radio10
Habe am Samstag mal eine 23 Element Antenne Richtung Müster ausgerichtet um zu testen.Sind von hier aus da 100 km Luftlinie.Der Empfang ist schwankend aber brauchbar.Die Antenne ist auf dem Dach montiert.Nur Kanal 59 ist schwach.Das kann aber auch an der Antenne liegen.Für ca 1 Jahr ist nun wieder das Erste beim Einschalten da.DVB T 2 kommt bei mir erst,wenn NL umgeschaltet hat.


Ich denke das wird bei mir auch nötig sein.
Welche Kanäle kannst du denn alle aus Münster empfangen?

von UKW vs. DAB+ - am 12.04.2017 16:15
"Hier" ist die Hauptstadt des Westens mit den höchsten Antennen,genauergesagt ist es Emmerich am Rhein.Ortsteil Hüthum ca 1,5 km von den Niederlanden entfernt.Bis Münster sind es ca 100 km.Die Niederländischen Sender sind hier teilweise stärker wie der WDR.

von Radio10 - am 12.04.2017 16:16
LogPer Antennen sind aber gegenueber Yagis nur von Vorteil wenn man ausreichend Platz hat und unbedingt gleichen Gewinn ueber das ganze Band verteilt benoetigt. Gerade bei VHF und UKW hat eine Yagi bei gleicher Laenge selbst im unteren Bereich mehr Gewinn als eine LogPer. Man hat mit Yagi oder Gitterantennen quasi zusaetzliche Reserve im oberen Bereich. Vor allem bei UHF braucht man auch gerade im oberen Bereich mehr Gewinn, da dieser bei gleicher Sendeleistung und grosser Entfernung deutlich schwaecher ankommt.

von Nordlicht2 - am 12.04.2017 21:46

Re: DVB-T/2 Fernempfang

Zitat
Zintus

Ich habe an verschiedenen Stellen gelesen, dass der Staat den Betreiber (also hier KPN) verpflichtet, die drei öffentlich-rechtlichen Kanäle (NPO 1/2/3) und den jeweiligen Regionalsender (also z.B. in Groningen TV Noord) uncodiert und kostenlos bereitzustellen. Demnach dürfte sich für dich in Ostfriesland die Antenne für Groningen und/oder Smilde lohnen.


Ich verstehe nicht warum man über DVB-T uncodiert senden muss und über Sat ist das anscheinend egal, da Senden sie dann Verschlüsselt was ich für einen Öffentlich Rechtlichen Sender mehr als merkwürdig finde.

Zitat
Nordlicht2
LogPer Antennen sind aber gegenueber Yagis nur von Vorteil wenn man ausreichend Platz hat und unbedingt gleichen Gewinn ueber das ganze Band verteilt benoetigt. Gerade bei VHF und UKW hat eine Yagi bei gleicher Laenge selbst im unteren Bereich mehr Gewinn als eine LogPer. Man hat mit Yagi oder Gitterantennen quasi zusaetzliche Reserve im oberen Bereich. Vor allem bei UHF braucht man auch gerade im oberen Bereich mehr Gewinn, da dieser bei gleicher Sendeleistung und grosser Entfernung deutlich schwaecher ankommt.


Ich bin grade dabei meine Doppelquad DVB-T Antenne mit einer Aluplatte zu Modifizieren die dann als Reflektor dienen soll.

Die Aluplatte bastel ich mir aus Pappe umhüllt mit Alufolie.
Sollte der Empfang nicht ausreichend sein werde ich wohl ne Antenne kaufen müssen vom Antennenland aber erstmal abwarten.

von UKW vs. DAB+ - am 13.04.2017 02:46
Zitat
Nordlicht2
LogPer Antennen sind aber gegenueber Yagis nur von Vorteil wenn man ausreichend Platz hat und unbedingt gleichen Gewinn ueber das ganze Band verteilt benoetigt. Gerade bei VHF und UKW hat eine Yagi bei gleicher Laenge selbst im unteren Bereich mehr Gewinn als eine LogPer. Man hat mit Yagi oder Gitterantennen quasi zusaetzliche Reserve im oberen Bereich. Vor allem bei UHF braucht man auch gerade im oberen Bereich mehr Gewinn, da dieser bei gleicher Sendeleistung und grosser Entfernung deutlich schwaecher ankommt.

Kommt drauf an, wie man sie dimensiniert. Die Parameter (siehe u.a. Rothammel usw.) kann man in bestimmten Bereichen verändern und so eine Anpassung an die Bedingungen erreichen die vorliegen. Hoch-Gewinnantennen sind sie nicht, das stimmt. Aber mit kleinen Abmaßen sehr gute Vor-/Rückverhältnisse und Bandbreite bekommt in der Größe keine Yagi hin. Für kleinere Bandbreiten und hohem Gewinn in dieser Bandbreite sind Yagis besser zu dimensionieren. Vor allem bei VHF Band 3 habe ich lange beide Antennenarten (Yagi vs. Log-Per) verglichen. Die Yagi war meinem Empfinden nach nie besser. Gerade das Vor-/Rückverhältnis fand ich immer im Vergleich schlecht, auf was ich aber gerade in den VHF Bändern mehr Wert lege als den reinen Gewinn, den man nur in den seltensten Fällen wirklich "ausleben" kann. Für UHF hab' ich auch mal spaßeshalber eine V-Log-Per. mit ca. 25-30cm Länge gebaut und mit einer 5 Element Yagi (Hirschmann Zimmerantenne), also auch ca. 30cm Länge verglichen. Die Yagi war deutlich schlechter, hierbei auch im Gewinn. Vom Materialaufwand ist die Log-Per schlechter, das stimmt, man benötigt einfach mehr Material.

von Jens1978 - am 13.04.2017 05:39

Re: DVB-T/2 Fernempfang

Zitat
UKW vs. DAB+

Ich verstehe nicht warum man über DVB-T uncodiert senden muss und über Sat ist das anscheinend egal, da Senden sie dann Verschlüsselt was ich für einen Öffentlich Rechtlichen Sender mehr als merkwürdig finde.


Weil über Sat ganz Europa mitgucken kann und über DVB-T nur ein paar Grenzbewohner, die vom Overspill profitieren. Die Overspill-Gucker werden von den Rechteinhabern toleriert, die Millionen Sat-Gucker nicht. Ich ärgere mich schon Jahrzehnte daran, dass das Geld künstliche fernsehtechnische Barrieren zwischen den europäischen Ländern errichtet.

von Zintus - am 13.04.2017 05:50

Re: DVB-T/2 Fernempfang

Das kann man wohl sagen, das regt mich seit Jahren auf. Da die Niederländer mittlerweile alle über 23°O senden könnte man die doch dort offen lassen. Als wenn ganz Mitteleuropa alle Antennen jetzt auf 23° ausrichten würde um NPO zu gucken. Das ist doch weltfremd.
Mittlerweile vermute ich eher, dass die DVB-T Programme irgendwann verschlüsselt werden als das die Sat Abstrahlungen offen sein werden. Wenn ich da an den ORF in Österreich denke, DVB-T2 ist dort ja auch nur noch eine ausgewählte (=verschlüsselte Sache). Zum Glück sind in NL die ÖRs offen. Meiner Erinnerung nach waren die zu Beginn aber auch verschlüsselt (über DVB-T meine ich).

von Jens1978 - am 13.04.2017 05:57
Meiner Erinnerung nach waren die ÖRs aus NL immer offen.

Als die mit alter Sendeleistung getestet haben, gingen die hier mit dem nassen Finger überall im Haus.
Im Regelbetrieb muss ich mindestens in den zweiten Stock mit der Antenne und halbwegs gut ausrichten-bringt dann 91% aus Heerlen.
Wenn mit der Antenne experimentiere, kommt auch bzw. stattdessen K25 aus Genk -ca 75km Entfernung- rein- aber leider fadend. - Selbst bei um 70% Signalstärke.
Werde ich noch weiter testen, wenn ich Zeit habe. Könnte aber auch mit den 500 w aus Langenberg zusammenhängen.

von DieterDüren - am 13.04.2017 11:18
Die Antenne für den Münster Fernempfang habe ich nochmal 1,5 Meter höher montiert.Kanal21 ist nun störungsfrei durchgehend empfangbar ohne Aussetzer.Kanal 45 liegt bei 50 Prozent Qualität.Das liegt an der UHF Weiche für NPO auf Kanal 42.Das NPO Signal fällt hier ein wie ein Ortssender.Aus Doetinchem ca 10 km von meinem Wohnort.Kanal 59 von Münster kommt nicht.Ist ja auch nicht so wichtig.Der Aufwand hat sich gelohnt,auch wenn es nur für ein Jahr ist.NL war hier von Anfang an frei empfangbar.

von Radio10 - am 13.04.2017 15:14
So, meine Doppelquad DVB-T Antenne mit Reflektor ist fertischhhh :drink:

[attachment 9080 20170414_125449.png]

Ich werde sie später mal testen.

Edit :

Material :

- Kupferader aus einer Unterpuzt Strom Leitung
- Satelliten Antennenkabel mit F-Stecker
- Pappe mit Alufolie umhüllt
- 2 Holz Abstandhalter
- ein paar Schrauben
- 2 unterlegscheiben

von UKW vs. DAB+ - am 14.04.2017 13:41
Zitat
Radio10
Schöne Antenne! So ähnlich aus Alublech dem Doppel Quad und 10 Direktoren vor jeder Dipolhälfte habe ich mir eine ATV Antenne zum 1,2 GHz Empfang gebaut.Funktioniert sehr gut,wenn man die Maße genau einhält.


Ich hab die Gleiche Quad Antenne für 2,4GHz gebaut.
Damit hatte ich Störungsfreie Videoübertragung gehabt.
Die Antenne ist sehr Richtschaf so konnte ich sehr gut W-LAN Störungen ausblenden.
Später hab ich damit den Router Modifiziert.
Da hatte ich überall in der Wohnung 100% W-LAN Empfang

von _Yoshi_ - am 14.04.2017 14:48
Hab unter Dach zudem noch eine Hirschmann FESA 815 am TV-Gerät (mit DVB-t2)

Ausrichtung SüdSüdWest: Tripol ATX 91 für Empfang aus der Rhön (194 Km) und DX nach Süden.
Ausrichtung Nord: Gitterantenne für Hamburg und DX Dänemark.
Aurichtung NordWest: Hirschmann FESA 815

Mit dem Fernempfang vom Heidelstein/Rhön klappt es dauerhaft ganz gut auf den freien Kanälen.
ZDF besser als hr-Mux, weil dieser Einzüge hat und ARD garnicht wegen anderem Kanal.

Die Gitterantenne bringt mir in schönster Regelmäßigkeit stundenlang Empfang aus Hamburg.
Bisher waren es 3 Kanäle, wobei einer immer später kam und eher schlapp machte.
Jetzt bei DVB-t2 sind's sogar 4 Kanäle, wobei NDR HH der schwächate ist, aber genauso gut ankommt.

Letztlich flatterten beim Hamburg-Empfang auch 5 Kanäle aus Bremen mit. Aber konnte nix eingelsen werden.
Schnell mal den Receiver mit der "Bremen"-Antenne angemacht. Was kam? Nix. Hier hängt die Yagi dran.

Sollte beim nächsten mal die Gitterantenne entsprechend ausrichten, mal gucken, was dann passiert..

QTH: 52° 08' 43'' Nord; 10° 46' 08'' Ost (Eulenspiegeltown, 23 Km südöstlich von Braunschweig)
Antenne: Tripol ATX 91 über Dach; Empfänger: Strong SRT8540 T2
Antenne: Gitterantenne unter Dach; Empfänger Comag SL65T2
Persönlicher UHF-Rekord (DVB-t): Sender Wendelstein im K 54 (100 KW, 500 Km)


von bikerbs - am 14.04.2017 15:27
Habe heute mal den Zweifachverteiler hinter dem Verstärker ausgetauscht.Der hatte 5 dB Dämpfung.Jetzt ist einer von Spaun eingebaut mit 3,5 dB Dämpfung pro Ausgang.Kanal 59 wird jetzt auch eingelesen.Funktioniert mit Aussetzern aber immerhin ist er da.Was 1,5 dB ausmachen können ist schon interessant.

von Radio10 - am 14.04.2017 18:06
Meine Doppelquad DVB-T Antenne mit Reflektor funktioniert tadellos. Ich habe mal testweise die Antenne ans Fenster gestellt und tatsächlich : der NPO Muxx kommt stabil rein. Ohne Reflektor musste ich die Antenne in einer speziellen Position halten im Zimmer um ihn überhaupt irgewie zu empfangen, und nun kann ich sie einfach an's Fenster stellen und der Muxx kommt mit gelegentlichen Artefakten daher. Super Sache. Auf dem Dachboden ist der Empfang vielleicht noch ein bisschen stabiler wegen der Höhe. Entfernung ist 60km vom 20kW starken Groninger DVB-T Zendmast.

Interessant finde ich die bereits angesprochene Schmalbandigkeit der Doppelquad. Ich habe sie auf einen Frequenzbeich zwischen 576 Mhz bis 698 Mhz abgestimmt. Ausserhalb dessen Bereichs Empfängt Sie deutlich schwächer. Ich habe zb versucht den Digitenne 4 Muxx zu empfangen auf 506 Mhz der normalerweise am besten geht aber mit der Doppelquad würde die Signalstärke nicht für Bild und Ton reichen (ist sowieso verschlüsselt) . Den 506er Muxx hab ich sogar mal mit einer Stummelantenne reinbekommen. Doppelquad = keine Chance. Etwas weiter oben geht's wieder einigermaßen zb 546Mhz, der NL Muxx (auch verschlüsselt) zeigt Signalqualität Gut.

Also sollte man genau wissen was man mit einer Doppelquad Empfangen will denn alles Ausserhalb des Frequenzbereiches geht wohl besser mit einer Zimmerantenne.

Der nächste Schritt wird sein das Teil Unterdach zu montieren und den NL Muxx in die Satverteileranlage mit einzuspeisen. Hoffentlich hält sich der Verlust in Grenzen.

Die freenet Muxxe teste ich danach mal ;)

von UKW vs. DAB+ - am 14.04.2017 18:55
Warum nimmst du nicht sowas wie auf dem Bild? Kostet um 20€. Der Verstärker ist rauscharm und dieses Teil ging im Forum schon als sehr gut im Vergleich zur Größe durch. Es hat genug Power durch ein paar Weichen vom Dach bis ins EG und ewiges Leben. DAB und UKW kommen nicht optimal aber doch recht gut rein, je nach Ausrichtung und Antennenlänge des Dipol mit den 2 Teleskopantennen. Ich habe eine noch aus der analogen Zeit, der Beginn meiner erfolgreichen DX Versuche. Für richtiges DX habe ich aber mittlerweile für UKW / DAB / DVB-T2 3x sauber getrennte Antennensysteme die über eine Weiche vereint werden. Dann kommt man schnell auf dreistellige Anschaffungskosten.
[attachment 9081 14.04.201723-56OfficeLens.jpg]

von pomnitz26 - am 14.04.2017 22:08
Zitat
pomnitz26
Warum nimmst du nicht sowas wie auf dem Bild? Kostet um 20€. Der Verstärker ist rauscharm und dieses Teil ging im Forum schon als sehr gut im Vergleich zur Größe durch. Es hat genug Power durch ein paar Weichen vom Dach bis ins EG und ewiges Leben. DAB und UKW kommen nicht optimal aber doch recht gut rein, je nach Ausrichtung und Antennenlänge des Dipol mit den 2 Teleskopantennen. Ich habe eine noch aus der analogen Zeit, der Beginn meiner erfolgreichen DX Versuche. Für richtiges DX habe ich aber mittlerweile für UKW / DAB / DVB-T2 3x sauber getrennte Antennensysteme die über eine Weiche vereint werden. Dann kommt man schnell auf dreistellige Anschaffungskosten.
[attachment 9081 14.04.201723-56OfficeLens.jpg]


Genau das will ich ja auch, ein sauber aufgebautes Antennensystem. Ich will vernünftigen Fernempfang betreiben und das auf DAB und jetzt auf DVB-T/2, und das schafft bestimmt nicht nur so eine olle Nudelsiebantenne.

Du hast bestimmt diese Antennenweiche vom Antennenland oder so eine ähnliche? Ich war auch am überlegen ob ich mir die 3er Weiche hole (wegen FM separat, wenn man da nix anschließt quasi FM Bandsperre). Macht es denn Sinn die 3er Weiche zu nehmen für separate Eingänge 1x FM / 1x DAB / 1x DVB-T oder reicht die 2er Weiche mit 2 separaten Eingängen 1x FM + DAB / 1x DVB-T?
Rein Theoretisch ist die 3er ja besser da der FM Bereich ja geschwächt wird und somit der DAB und DVB-T Tuner nicht übersteuern kann.

von UKW vs. DAB+ - am 16.04.2017 13:54
Zitat
bikerbs
Hab unter Dach zudem noch eine Hirschmann FESA 815 am TV-Gerät (mit DVB-t2) [.......]

Letztlich flatterten beim Hamburg-Empfang auch 5 Kanäle aus Bremen mit. Aber konnte nix eingelsen werden.
Schnell mal den Receiver mit der "Bremen"-Antenne angemacht. Was kam? Nix. Hier hängt die Yagi dran.

Sollte beim nächsten mal die Gitterantenne entsprechend ausrichten, mal gucken, was dann passiert..


Hab mal eben nachgesehen. Könnten auch dänemärkischeTM Sender gewesen sein. Hatte von da vor längerem auch schon mal was. War halt zu schwach, um was einlesen zu können.

Kanäle waren 22, 29, 32, 35, und 42. K55 war nichts zu sehen, aber das war an der Gitterantenne beim exK54 aus Hamburg auch schon so.
Da kam wesentlich später was an, als bei den anderen Kanälen. 33 und 40 gingen da schon. Bei DVB-t2 kommen aus Hamburg 28, 30, 33 und 41 gleich stark an, wenn die Bedingungen es erlauben.


QTH: 52° 08' 43'' Nord; 10° 46' 08'' Ost (Eulenspiegeltown, 23 Km südöstlich von Braunschweig)
Antenne: Tripol ATX 91 über Dach; Empfänger: Strong SRT8540 T2
Antenne: Gitterantenne unter Dach; Empfänger Comag SL65T2
Persönlicher UHF-Rekord (DVB-t): Sender Wendelstein im K 54 (100 KW, 500 Km)


von bikerbs - am 16.04.2017 15:47
Ein zu hoher UKW Pegel kann den DAB und DVB T Empfang empfindlich stören.Bei schwachen DVB T oder DAB Empfang kann dann schon Schluss sein.Auch eine VHF Antenne nimmt noch UKW Signale auf,die in UKW Sendernähe Probleme machen können.Das mit der 3er Weiche ist eine gute Idee wenn Du UKW nicht benötigst.Da kann man am UKW Eingang noch einen Abschlusswiederstand aufdrehen.Dann kommt,soweit die Weiche sauber aufgebaut ist,nichts mehr durch.Nur das was über die Koaxleitung reinstahlt.Das dürfte aber wenig bis nichts sein.Eine gute UHF und VHF Antenne mit hohem Gewinn anklemmen und dann wäre es ok denke ich.Eventuell strahlen nicht alle DVB T Sender vertikal ab.Hier in Emmerich kam und kommt der Klever Sender horizontal.Von Wesel alles vertikal.Das gab manchmal Auslöschungen auf gleich belegten Kanälen,so das 2 Antennen montiert wurden.Ein horizontal nach Kleve und eine vertikal nach Wesel.Das müsstest Du mal testen was bei Dir H und V mäßig ankommt.Von einem Verstärker würde ich erstmal absehen.Der kann auch alles zustopfen.

von Radio10 - am 17.04.2017 05:02
So , ich habe die Doppelquad gestern Abend Unterdach an das Hausnetz angeschlossen. Einen Punkt zu finden an der guter Empfang gegeben ist war gar nicht so einfach. Unten am TV kommt noch Signal an jedoch nah an der Grasnarbe. Mal minutenlang keine Artefakte mal Totalausfall oder eben Klötzchenbildung + Tonaussetzer, also nicht wirklich zufriedenstellend für einen Gemütlichen TV Abend.

Damit auch dauerhaft ein Aussetzerfreies TV Erlebnis gegeben ist bin ich am überlegen mir diese Antenne KLICK zu holen.

Oder sollte ich es mal lieber mit einem Mehrbereichsverstärker versuchen, ich hab hier nämlich einen alten von Schweiger liegen der zu Analogzeiten gedient hat. Er hat 20dB Verstärkung und 3 Eingänge ( 1x FM , 1x DAB K5 - 12, 1x DVB-T K21 - 60 ).

Eventuell wird das Passive Signal zu Stark geschwächt durch Leitungs und Kupplungswiderstände.

von UKW vs. DAB+ - am 17.04.2017 13:28
Also ich würde auf jeden Fall erst mal den Mehrbereichsverstärker probieren. Damit kriegst Du auf jeden Fall ein wenig Reserve. Ohne das Teil könnte ich mit meiner Doppelquad den Unterdach-Empfang französischer Sender komplett vergessen. Und das rückwärtig empfangene DVB-T-Signal aus Saarburg geht damit auch noch rein.

von Saarländer (aus Elm) - am 17.04.2017 13:59
Ich habe ja kürzlich die Zimmerantenne ala Nudelsieb ins Gespräch gebracht. Kosten / Nutzen zum Probieren waren jedenfalls angemessen, der Empfang aber nicht maximiert. Wenn natürlich schon ein Mehrbereichsverstärker vorhanden ist und man gleich was richtiges möchte ist dessen Einsatz natürlich von Vorteil. Die von dir verlinkte Antenne schlägt das Nudelsieb sicher. Ich habe mir vor ein paar Tagen die TechniYagi unters Dach gehangen. Der Empfang ist um Welten besser, auch wenn das Signal von der Seite oder von hinten kommt. Das dürfte deinem Modell sehr ähnlich sein, auf alle Fälle besser wie eine Doppelquad. Da ich direkt im Dipol Verstärker nutze ist ein weiterer UKW / VHF / UHF Verstärker fast auf 0 db gestellt da sonst DX verloren geht und der Fernempfang übersteuert. Er dient nur der Zusammenführung der verschiedenen Empfangswege. Für jeden der 3 Arten wird eine eigene optimal auf das Band angepasste Antenne genutzt.

Ansonsten gilt wie immer, die Bilder der Antennenhersteller zeigen horizontale Antennen welche fast überall vertikal stehen sollten. Wie ist die Anpassung des 300Ohm Schmetterling auf die 75Ohm erfolgt? Bei Antennen ab Werk ist sowas drin:
[attachment 9089 17.04.201721-58OfficeLens.jpg]
[attachment 9090 17.04.201722-15OfficeLens.jpg]

von pomnitz26 - am 17.04.2017 20:34
Bisweilen werden hier Gitterantennen empfohlen. Was ist von einer Cornerantenne zu halten? Früher hatte fuba mal so eine im Programm die man noch sehr oft auf den Hausdächern sehen kann. Also kann die doch für UHF auch nicht schlecht sein?

von B.Zwo - am 17.04.2017 20:40
Zitat
UKW vs. DAB+
Aus DX Technischen Gründen hab ich mir jetzt doch die verlinkte Antenne gegönnt, kost ja auch nicht die Welt. Wird wohl die Tage ankommen. Danach wird ausgiebig getestet :cheers:

Da wäre tatsächlich mal interessant, wie sich die Antenne so schlägt.

von Jens1978 - am 18.04.2017 21:21
Zitat
pomnitz26
Wenn du gleich was richtiges kaufst sparst du unterm Strich viel Geld für Kram der dann zum Schluß nur im Weg liegt.


Ja darum. Die Doppelquad wollte ich ja nur mal gebaut haben, sie lässt auf alle Fälle locker jede noch so teure Zimmerantenne alt aussehen. Leicht gebaut und Kostet fast nix ausser Geduld. Für Fernempfang ist sie aber nur begrenzt nützlich. Ich will aus Interesse mal die FreenetTV Muxxe aus Bremen Empfangen (100km Entfernung) und da braucht man schon was vernünftiges Eventuell brauche ich dann nicht mal mehr einen Verstärker für NL, ich werde ihn aber benutzen um die 2 Antennen zusammen zu Schalten (DVB-T und DAB+ Richtantenne). Wie ist das eigentlich wenn der Verstärker nicht nötig ist und ich ihn aber zu zusammenführen brauche? Kann ich einfach den Netzstecker vom Netz nehmen oder gibt es da irgendwelche Probleme?

von UKW vs. DAB+ - am 18.04.2017 22:01
Zitat
UKW vs. DAB+
Wie ist das eigentlich wenn der Verstärker nicht nötig ist und ich ihn aber zu zusammenführen brauche?


Hallo UKW vs. DAB+,

dann brauchst Du sowas hier:

http://www.antennenland.net/ALCAD-MM-303

Oder Du kaufst Dir einen Mehrbereichsverstärker mit regelbaren Eingängen, den kannst Du dann an Deine Bedürfnisse anpassen. Sowas bekommt man manchmal bei Ebay Kleinanzeigen für´n schmalen Taler.

MfG

Studio Leipzig

Sowas hier zum Beispiel: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/mehrbereichsverstaerker/606597586-175-3571

von Studio Leipzig - am 19.04.2017 10:06
Danke für die Antworten. Ich werde es erst mal mit dem Mehrberechsverstärker versuchen den ich hier habe. Sollten die Tuner dicht machen (wovon ich aber nicht ausgehe) hohle mir die verlinkte Einspeiseweiche.

Wenn wir schon beim Thema sind : Kann mit jemand mir verständlichen Worten erklären wo der Unterschied zwischen einer Weiche und einem Abzweiger ist. Sie sehen ziemlich gleich aus und im Netz hab ich keine vernünftige Antwort gefunden. Würde mich mal interessieren.

von UKW vs. DAB+ - am 19.04.2017 13:22
Zitat
UKW vs. DAB+
Wenn wir schon beim Thema sind : Kann mit jemand mir verständlichen Worten erklären wo der Unterschied zwischen einer Weiche und einem Abzweiger ist. Sie sehen ziemlich gleich aus und im Netz hab ich keine vernünftige Antwort gefunden. Würde mich mal interessieren.


Hallo,

also als erstes:

-nicht Verteiler und Abzweiger verwechseln!

Abzweiger dienen dazu, eine Stammleitung weiterzuführen und ermöglichen den Anschluss einer Stichleitung. Die Stammleitung wird nur gering bedämpft. Die Stichleitung stärker, typisch ~ 10dB

Ich vermute, Du meinst den Unterschied zwischen Verteiler und Weiche.
Ein Verteiler teilt die Energie eines Signals auf mehrere Leitungen (niedrige Signaldurchgangsdämpfung). Typisches Beispiel ist ein Zweifachverteiler mit ~3,5dB Dämpfung pro Ausgang. Die Verteildämpfung an jedem Ausgang ist gleich.
Eine Weiche (auch Einspeiseweiche, Mehrbereichsweiche, Diplexer, Triplexer) ist selektiv aufgebaut. Das heißt, jeder Eingang ist durch Filterschaltungen für einen bestimmten Frequenzbereich vorgesehen. Das dient zur Entkopplung der Eingänge und verhindert das unerwünschte Abstrahlen der HF Energie an den anderen Eingängen. Diese Weichen können sowohl zum Zusammenschalten, als auch zum Auseinanderschalten der einzelnen Frequenzbereiche genutzt werden.

.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 19.04.2017 16:21
Meine 3H-UHF-47L Triplex DVB-T Antenne ist nun fertig auf dem Dachboden montiert! Sie ist Donnerstag angekommen und ich hab sie Freitag zusammengebaut und mal in die Hand genommen und mal geschaut was sie Richtung Bremen (50kW,100Km Entfernung) so ranholt. Am Fenster rausgehalten bringt sie auf allen 3 Freenet Kanälen lediglich 1% Signalstärke und 10% Qualität. Reicht also nicht zum Decodieren. Auch als ich sie heute Abend auf dem Dachboden montiert habe ging in Richtung Bremen nicht mehr als am Fenster. Selbst Richtung Schiffdorf (10kW, 80km Entfernung) ging nicht, dort sogar überhaupt kein Ausschlag, nix. Also freenet kann man wohl knicken ABER ganz anders sieht's Richtung NL aus. Der Groninger Muxx (20kW, 60km Entfernung) geht mit Verstärker rauf auf mindestens 85% Qualität, und 95% Signalstärke. Ja, sogar der NPO Muxx aus Smilde (40kW, 90km Entfernung) geht ohne Probleme. Schon komisch das von Bremen hier so gut wie nix ankommt trotz ähnlicher Bedingungen. Naja egal, ich bin zufrieden :)

Hier, mal ein Bild von meiner fertigen Antennenanlage, die hinterste ist für DAB+ und im Vordergrund die neue für DVB-T :

[attachment 9115 20170422_190709_Burst01.png]

Und hier der alte Verstärker :

[attachment 9116 20170422_190719_Burst01.png]

von UKW vs. DAB+ - am 22.04.2017 19:08
Ja, der ist immer noch auf K60. Die Smilde Reichweite ist wie ich finde immer wieder erstaunlich. Selbst der so hohe Kanal ist trotzdem noch zu Empfangen bei der Entfernung. Bremen schafft das nichtmal mit 10kW mehr Leistung und dem niedrigen K22. Smilde ist auf allen Bändern Reichweitenstark.

von UKW vs. DAB+ - am 22.04.2017 19:18
Hallo,

Erstens: Der Mehrbereichsverstärker den Du da hast, rauscht mit mindestens 7dB würde ich mal sagen.
Zweitens: Wie weit bist Du denn vom Ortsender weg? Übersteuert der evtl. Deinen schönen Mehrbereichsverstärker? Für was großsignalfestes musst Du auch groß investieren... Sowas zum Beispiel: http://www.tgn-technology.com/shop/product_info.php?info=p132_ulna3036hs-dvb-t-mkiv.html
Und: E42E43 ist ja wirklich fies. Da kannste nicht mal was mit Kanalsperren machen.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 22.04.2017 19:26
Ich bin auch ein wenig am Testen was mit dem Technisat DVB-T2 HD und der Zehnder AA200 Zimmerantenne so geht.
Bisher konnte ich nur die Kanäle von Aurich einlesen, aus NL geht komischerweise bisher nichts.


Edit

Bremen ist eh ein Fall für sich!
Selbst der Bundesmux aus Bremen hat keine besondere Reichweite.
Wo Aurich noch nicht On Air war ging Bremen nur mit 3 - 4 Blöcke und mit Audio allerdings mit starken Aussetzer.

von _Yoshi_ - am 22.04.2017 20:14
Zitat
_Yoshi_
Ich bin auch ein wenig am Testen was mit dem Technisat DVB-T2 HD und der Zehnder AA200 Zimmerantenne so geht.
Bisher konnte ich nur die Kanäle von Aurich einlesen, aus NL geht komischerweise bisher nichts.


Edit

Bremen ist eh ein Fall für sich!
Selbst der Bundesmux aus Bremen hat keine besondere Reichweite.
Wo Aurich noch nicht On Air war ging Bremen nur mit 3 - 4 Blöcke und mit Audio allerdings mit starken Aussetzer.


Find ich trotzdem komisch das da so wenig von Bremen ankommt. Wo Aurich den Bundesmuxx hier noch nicht sendete kam Bremen hier im 1sten Stock mit Horizontaler Ausrichtung der Stabantenne mit 5-6 Blöcke an.

Bei dir Yoshi sind die Bedingungen eh schlecht. Du wohnst ja mitten in der Stadt, Störnebel rundherum, Kabellecks inklusive. Das bei dir nicht viel geht kann ich gut nachvollziehen. Aber ich wohn auf'm Land, ringsum kein Nachbar und der Bremen geht auch nicht viel besser als bei dir.

Ich gehe einfach davon aus das das Guardinterwall verletzt wurde da Schiffdorf und Bremen die selben Kanäle verwendet, anders kann ich mir das nicht vorstellen. Smilde geht ja schließlich auch perfekt.

Deine Zimmerantenne kann ich schlecht einschätzen, wie Empfangsstark ist sie denn? Es müsste mit deiner Mini Yagi ja möglich sein den NPO Multiplex aus Groningen zu empfangen. Aber ich denke mal wegen den Kabelleck geht's nicht, da müsste man mal gucken ob im Kabel eventuell diese 674Mhz (K46) belegt ist.

von UKW vs. DAB+ - am 23.04.2017 07:39
Ja richtig der Störnebel hat in den Letzten Jahren deutlich zugenommen.
Selbst die Scannerantenne auf dem Dachboden fängt bereits einiges vom Störnebel ein.
Wie gesagt das war vor einigen Jahren noch deutlich besser mit dem Empfang.

Wegen der aktuellen Kabelbelegung müsste ich mal schauen.

Die Zehnder AA200 war oder ist immer noch eine der besten Zimmerantennen für den UHF Empfang.
VHF kannst du bei der in die Tonne kloppen, der Verstärker ist ein reinster Rauschgenerator.

von _Yoshi_ - am 23.04.2017 08:38
Zitat
iso30
Hol dir den Verstärker TERRA AB 010 mit einem Rauschmaß von 0,8 db.
den gibt es bei ADKO, ist nach meinen Erfahrungen besser als der TGN, und du wirst sehen was du noch alles ran bekommst.


Interessanter Preis. Gab es tatsächlich Vergleichstests zwischen dem TGN und Terra?

von Mc Jack - am 23.04.2017 10:03
Also ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, habe auf dem Dachboden alle Varianten durchprobiert, und habe jetzt nach der Antenne den TERRA und danach den TGN, in Umgekehrter Reihenfolge war die Empfindlichkeit nicht ausreichend, obwohl der TGN ein Rauschmaß von 0,35 db hat. Komischerweise berichten viele hier das die Heimann Verstärker sehr gut sein sollen und die haben auch nicht so ein geringes Rauschmaß wie der TGN.

von iso30 - am 23.04.2017 12:26
Zitat
UKW vs. DAB+
Ja, der ist immer noch auf K60. Die Smilde Reichweite ist wie ich finde immer wieder erstaunlich. Selbst der so hohe Kanal ist trotzdem noch zu Empfangen bei der Entfernung.
Deswegen wäre es tatsächlich mal interessant zu erfahren, auf welchen Kanal die NPOs beim Smilde Sender umgesetzt werden. Wann soll denn das eigentlich passieren? Gibt es da schon einen "Fahrplan" bzw. zeitlioche Grenzen in denen das passiert sein muss?

von Jens1978 - am 23.04.2017 13:59
Ich google schon seit Wochen zu dem Thema, leider ohne Ergebnis. Würde gerne vorbereitet sein, wenn es soweit ist. In NL kommen solche Sachen nach meiner Erfahrung immer sehr schnell ohne große Vorlaufzeit. Dort geht es nach der Mentalität "friss Vogel oder stirb" oder "sorry Meneer, zeker heel vervelend voor u, maar helaas..." :-(

von Zintus - am 23.04.2017 17:27
Laut einer Meldung will man die Digitenne 2020 auf DVB-T2 umstellen da dann erhöhte Geräte Versorgung mit DVB-T2 Empfängern bestehe. Man hat Angst das die Abonnenten weiter zurück gehen was auch nachvollziehbar ist (siehe Deutschland mit dem Rückgang der DVB-T Nutzung durch DVB-T2). Man ist sich aber noch nicht einig ob man gleich auf den besseren H265 Codec umsteigt oder doch lieber den 64ger nimmt wegen besserer Geräteverfügbarkeit.


Mir ist übrigens positiv aufgefallen das meine neue Antenne trotz Ausrichtung auf Groningen den K60 von Smilde noch einigermaßen reinbekommt. Das ist gut denn dann kann ich sie "in die mitte" der beiden Muxxe ausrichten und bekomme dann beide Aussetzerfrei was mir dann 1 zusätzliches Programm (rtv Drenthe) beschert. Ebenfalls gehen nun alle anderen NL Muxxe die ja verschlüsselt sind und mir daher leider nix nützen. Somit bekomme ich jetzt alles frei Empfangbare aus NL :rp: Das hat die Doppelquad nicht geschafft. Es ging immer nur ein Muxx vernünftig aber nie alle.

Die Antenne hat auf den oberen Kanälen am meisten Gewinn was ja auch logisch ist wegen erhöhter Dämpfung der oberen Kanäle, das macht Reichweite wieder gut und das merkt man.

Alles in allem bin ich mit meiner DVB-T Antenne sehr zufrieden. Hoffentlich sind die Niederländer auch in Zukunft weiterhin Unverschüsselt zu empfangen denn die Sendungen sind teilweise echt gelungen und witzig :spos:

von UKW vs. DAB+ - am 25.04.2017 13:33
Zitat
Zintus
Ich komme nochmal auf das Thema Smilde zurück. Hat eigentlich jemand Informationen darüber, auf welchen Kanal die drei unverschlüsselten NPO 1/2/3 wechseln werden, wenn der K60 wegen 5G geräumt werden muss?


K60 bleibt unverändert es waren nur die Kanäle 61 bis 69
In 2012 moest men een aantal zenders die op kanaal 61 of hoger uitzonden verplaatsen naar een lager frequentie. Dit omdat de frequenties waar kanalen 61 t/m 69 gebruik van maakte vanaf 1 januari 2013 officieel waren toebedeeld voor mobiel breedband internet

De kanalen boven 60 mogen niet meer gebruikt worden.

neben smilde sind auch breda , eindhoven, helmond, oss und loon op zand aktiv auf K60

von de vrije fries - am 28.04.2017 17:57
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