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drahtlos, CBS, xxxxxxxxxxxxxx, Wasat, Loger, zerobase now, Marc_RE, DH0GHU, 102.1, Marcus., RheinMain701

BMW bekommt in den USA Ärger mit AM-Fans

Startbeitrag von drahtlos am 03.10.2014 17:05

Zwar betrifft es nur die Modelle i3 und i8 - aber es gibt bereits ein kleiner Shitstorm gegen BMW und deren neue BMW-Elektro-Fahrzeuge. (siehe Leserkommentare im untenstehenden Link)

http://www.radioworld.com/article/bmw-won't-revisit-am-for-electric-models/272578

Antworten:

Wo ist das Problem?

Mittelwelle in der Innenstadt ist nicht gerade ein Hörgenuss und ein E-Auto würde ich nicht auf einer Interstate fahren.
Innenstädte verhageln AM eh und auf einer langen Autofahrt würde ich bis status quo einem E-Auto noch nicht vertrauen.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 03.10.2014 18:34
Ich frage mich sowieso, wie sich E-Autos im eher weitläufigen Land USA verkaufen können. Da muss man ja zweimal aufladen nur um von zuhause zur Arbeit zu kommen. In dichter besiedelten Ländern wie Deutschland und vor allem Großbritannien kann ich es noch verstehen, weil da alles nahe beieinander ist, aber in den USA muss das doch ein Riesenflop werden, zumal dort auch die Benzinpreise viel günstiger sind als bei uns.

AM ist in den großen Städten der USA auch nicht sehr populär, draußen auf dem Land aber umso mehr.

von RheinMain701 - am 03.10.2014 18:46
Schon klar, die Leute wollen aber ihre geliebte Mittelwelle hören.
Vielfalt gibt's online und digital ohne Ende.
Ich persönlich würde so'n IBOC Teil nicht gegen meine analoge Technik tauschen wollen.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 03.10.2014 18:49
Zitat
RheinMain701
Ich frage mich sowieso, wie sich E-Autos im eher weitläufigen Land USA verkaufen können. .


Im Berufsverkehr und im Stadtverkehr durchaus eine brauchbare Alternative. LA ist zu ein Fall. Weitlaeufig gebaut, da Erdbebengefahr, oeffentl. Verkehrsmittel unbeliebt und wenig vorhanden, und auf den Autobahnen Stau ohne Ende.

Der Toyota Prius hat in California tlw. eine Art Kultstatus erreicht, wie etwa der VW Kaefer, oder diese alten rundlichen VW Busse.

von 102.1 - am 03.10.2014 19:20
So weiträumig sind die USA ja auch nciht überall.

Die OStküste ist durchaus dich besiedelt und im Westen der Raum LA bzw SF.

von Marcus. - am 03.10.2014 19:34
Da scheint was mit der BMW Technik nicht zu stimmen, wenn sie solche Störgrößen produziert. Die Kommentare im Artikel bilden dies ab.

von CBS - am 03.10.2014 22:05
Zitat
fatal error
Zumal in den USA eh niemand auf die Idee kommt weite Strecken mit dem Auto zu fahren. Dort würde man bereits von Frankfurt nach Hamburg fliegen (Züge haben keinen guten Ruf) und sich am Zielflughafen einen Mietwagen holen. Deswegen wird das Auto auch wirklich nur für Kurzstrecken genutzt.


Stimmt so nicht. Ich weiß von einem Geschäftspartner in den USA, daß dieser auch sehr große Strecken mit dem PKW zurück legt.
Übrigens niemand mit Flugangst: Hat 'nen Pilotenschein in der Tasche.
Es wird "genug" langstrecke mit dem Auto gefahren - also das, was bei uns Langstrecke ist. Nicht immer ist der nächste Flughafen ums Eck...

Von FFM nach HH fliegen? Machen in D auch genug Leute.
Fliegen hat in den USA auch nicht immer den besten Ruf, da gibts Flughäfen (große sogar), da ists Lotto, ob auch das Gepäck ankommt.
Auch in den USA wird Bahn gefahren - allerdings weniger als bei uns, Hochgeschwindigkeitszüge gibts nur selten (u.a. im Nordosten). Die Bahn ist dort eher Gütertransportmittel...

von DH0GHU - am 03.10.2014 22:26
Meine Erfahrung zeigt auch, dass Bekannte von mir in Nevada (Lake Tahoe) und Umgebung manchmal 300km am Tag mit dem Auto fahren um Fische fangen zu können - und das, wenn es sein muss, mehrmals wöchentlich. Zudem gibt es in den USA Regionen wo es ziemlich umständlich ist zu fliegen, wenn man nicht selber fliegt. Ebenso auch Regionen wo fast nur AM vernünftig über eine längere Strecke empfangen werden kann. Nebenbei - auch Elektro-Autos erreichen heute so um die 400-500km wenn man die US-Geschwindigkeiten einhält.

von drahtlos - am 04.10.2014 08:41
Die Mittelwelle ist in den USA noch ein großes Thema, auch in Städten. In New York gab es gefühlt übrigens weniger Störungen als hier. Unser Hotel lag direkt an der Wall Street, gerade da hätte ich durchaus mit Stöungen gerechnet. Selbst im Zimmer war einwandfreier Mittelwellenempfang möglich.

Zu finden sind dort dann eher Talk, Sport und weitere, eher wortbasierte Programme. Empfangen werden Ortssender. Zusammen mit der höheren Bandbreite klingt das nicht schlecht, für Wort dicke ausreichend. Und HD-Radio gibt es auch auf AM, wenn der BMW es nicht gerade zuknattert.

Wenn also jemand lokale Sport- oder Talksendungen hören möchte, braucht er die Mittelwelle. Da nützt ihm weder der teure Endlosfestplattendudler vom Satellit oder das Zweitprogramm einer FM-Station, die oft auch auf Festplattendudler hinauslaufen.

Das ganze ist eigentlich ein Armutszeugnis für BMW. Wir kriegen die Elektronik nicht entstört und knattern die Mittelwelle zu. Also bauen wir ein Radio ohne Mittelwelle ein, dann merkt es keiner. Setzen, 6!

von Marc_RE - am 04.10.2014 09:09
Auch der US-Hersteller "Tesla" hat seit jeher Probleme mit AM-Empfang. Nach einschlägigen Erfahrungsberichten gibt es beim Beschleunigen ein leichtes Brummen, beim Abbremsen mit Stromrückspeisung eine etwas heftigeres Brummen.

Auf einem leeren AM-Kanal klingt das dann so: https://www.youtube.com/watch?v=j4AxsGk-LdQ

von Wasat - am 04.10.2014 17:08
Zitat
Marc_RE
Das ganze ist eigentlich ein Armutszeugnis für BMW. Wir kriegen die Elektronik nicht entstört und knattern die Mittelwelle zu.


Nein, das ist kein Armutszeugnis für BMW, das ist ein allgemeines Problem dieser Technik. Die Leistung oder die Drehzahl eines großen Elektromotors (große Induktivität!) zu regeln ohne dabei massiv Störungen zu produzieren ist nämlich alles andere als Trivial. In der Praxis ist man froh wenn man die Störungen so weit in den Griff bekommt daß nicht die ganze benachbarte Elektronik aussteigt oder sogar der Motor selbst dabei beschädigt wird - Stichwort: Lagerströme. Einen absolut störungsfreien AM-Empfang wird man da wohl niemals realisieren können!

Vor allem: Wie entstört man ein fahrendes Auto? Potentialausgleich und Erdung mit großen Querschnitten fällt da ja wohl aus...

von Loger - am 05.10.2014 12:52
Also beim Prius funktioniert die MW hervorragend, ohne Störungen, auch wenn man nur elektrisch fährt. Irgendwie scheint es schon machbar zu sein.

von CBS - am 05.10.2014 16:06
Zitat
drahtlos
auch Elektro-Autos erreichen heute so um die 400-500km wenn man die US-Geschwindigkeiten einhält.


Eher nicht und wenn dann nur wenige. Wenn du noch elektrische Verbraucher wie Radio, Licht, Klima, Heizung etc. an hast dann ist schnell schluss mit lustig. 500 km sind auf keinen Fall drin, selbst wenn man die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhält.

von zerobase now - am 05.10.2014 16:26
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