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[DVB-T2] in Berlin und Brandenburg

Startbeitrag von Manfred Z am 06.10.2014 11:48

Heute beginnt der Pilotbetrieb in Berlin. Dazu zwei PMs:

ProSiebenSat1:

Zitat

ProSiebenSat.1 unterstützt DVB-T2 Pilotprojekt in Berlin

Unterföhring (ots) -

- Digital-terrestrisches Pilotprojekt in Berlin gestartet
- Sender ProSieben HD mit im Testballon

Unterföhring, den 06. Oktober 2014 - MEDIA BROADCAST hat heute in Berlin ein Pilotprojekt zur Erprobung des neuen DVB-T2-Standards gestartet. Der Testbetrieb ist ein wichtiger Schritt für den gezielten Aufbau einer DVB-T2-Plattform für das digital-terrestrische Fernsehen der Zukunft. Daher unterstützt ProSiebenSat.1 das Pilotprojekt mit dem Sender ProSieben in HD im Testbetrieb, der für eine Dauer von 18 Monaten vorgesehen ist.

Der DVB-T2-Pilot bildet die gesamte Broadcast-Systemkette vom Sender bis zum Endgerät inklusive der entsprechenden Service-Plattform ab. Dabei werden sämtliche Systemparameter erprobt und analysiert, um den reibungslosen Betrieb der für 2016 geplanten DVB-T2 Plattform sicherzustellen.

Die ProSiebenSat.1-Gruppe hat sich seit der Einführung der digital-terrestrischen Verbreitung durchgehend für diesen Verbreitungsweg engagiert und ihn dadurch sichergestellt. "ProSiebenSat.1 ist sehr an der technischen Weiterentwicklung der terrestrischen Verbreitung interessiert und beteiligt sich intensiv an den Abstimmungen über DVB-T2 mit den Bedarfsträgern", sagt Conrad Albert, Vorstand ProSiebenSat.1 zum Engagement der Mediengruppe. "Ein langfristiges Engagement der ProSiebenSat.1-Gruppe für DVB-T2 ist an regulatorisch wie ökonomisch sinnvolle Rahmenbedingungen geknüpft. Als nächstes benötigen wir Planungssicherheit durch die Zuordnung der benötigten Frequenzen für den Rundfunk."


Die Medienanstalten mit ARD und ZDF:

Zitat

die-medienanstalten-Pressemitteilung 09/2014; Terrestrisches Fernsehen:
Der erfolgreiche Umstieg auf DVB-T2 erfordert Planungssicherheit im Bereich der Frequenzressourcen


Anlässlich des Starts eines DVB-T2-Pilotbetriebs zu Testzwecken in Berlin haben ARD, ZDF und die Medienanstalten bekräftigt, ab Juni 2016 sukzessive auf den neuen Standard für terrestrisches Fernsehen umstellen zu wollen. Fernsehprogramme können dann auch über die Terrestrik in HD-Qualität empfangen werden. Möglich wird dies durch die Verständigung der Marktbeteiligten auf die Einführung von DVB-T2 in Kombination mit dem effizienten Kodierstandard HEVC.

Für die Einführung besteht ein enger Zeitplan. Um diesen halten zu können, muss seitens der Politik jetzt Klarheit geschaffen werden:

Frequenzbestand sichern

Die Frequenzen für den terrestrischen Fernsehempfang sind, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, langfristig zu sichern. Diese Planungssicherheit ist für alle Marktbeteiligten die Grundlage für die Beteiligung am Umstiegsprozess.

Bis zum Abschluss des Umstellungsprozesses Mitte 2019 muss ausreichend Frequenzspektrum zur Verfügung stehen. Dies betrifft insbesondere das sog. 700 MHz-Band. Ohne diese Voraussetzung ist der Umstieg und damit der Fortbestand der Fernsehterrestrik in Deutschland gefährdet. Zudem müssen Bund und Bundesnetzagentur dauerhaft einen störsicheren Betrieb der neuen DVB-T2-Sender gewährleisten. Dies erfordert auch eine zügige und erfolgreiche Koordination mit den angrenzenden Ländern.

Zuordnungsentscheidung Ministerpräsidentenkonferenz

Die für den 15.10.2014 vorgesehene Zuordnungsentscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz ist Voraussetzung, um den weiteren Prozess in Gang zu setzen. Nur auf der Basis dieser Zuordnung können die Medienanstalten dann die Ausschreibung für den privaten Plattformbetrieb starten und im März 2015 die Vergabeentscheidung treffen – gut ein Jahr vor dem geplanten Umstieg.

Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor sagte: „Mit dem Umstieg auf DVB-T2/HEVC wird es uns gelingen, für die Zuschauerinnen und Zuschauer einen deutlichen Mehrwert zu schaffen, Übertragungskosten einzusparen und nach erfolgtem Umstieg die Frequenzen des 700-MHz-Bandes bis Mitte 2019 zu räumen. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag für die auch uns wichtige Breitbandversorgung.“

Der ZDF-Intendant Thomas Bellut betonte: „Der Umstieg auf DVB-T2 wird die Progammvielfalt auch beim terrestrischen Empfang deutlich erhöhen. Unsere Programme können dann auch in HD-Qualität verbreitet und die Tonqualität erheblich verbessert werden. Das Antennenfernsehen bleibt trotzdem die mit Abstand günstigste Empfangsart.“

Dr. Jürgen Brautmeier, Vorsitzender der DLM, stellte fest: „Es herrscht große Einigkeit unter den Rundfunkveranstaltern, dass DVB-T2/HEVC eine Zukunft hat. Der vereinbarte Zeitplan für den Umstieg ist ambitioniert. Nun muss die Politik die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.“

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Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Und was lesen wir zwischen den Zeilen? Ja keine Erwähnung der Kanäle, damit der technisch interessierte Zuschauer nicht auf den dummen Gedanken kommt, die Tests mitzuverfolgen.

von andimik - am 06.10.2014 12:17

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Die technischen Details dürften in der noch fehlenden PM von MEDIA BROADCAST stehen.

Sehen kann es derzeit ohnehin kein Zuschauer, weil die bisherigen DVB-T2-Empfänger kein HEVC dekodieren können.

Als Sendekanal kommt K 42 in Frage. Der ist bereits temporär koordiniert und seit zwei Wochen für dauernde Koordinierung im Verfahren.

von Manfred Z - am 06.10.2014 12:37

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Zitat

MEDIA BROADCAST, führender Betreiber digital-terrestrischer TV- und Radionetze in Deutschland, hat heute in Berlin ein Pilotprojekt zur Erprobung des neuen DVB-T2-Standards gestartet. Alle führenden TV-Sender, die relevanten Verbände sowie zahlreiche Unternehmen der Endgeräte-Industrie sind als Projektpartner beteiligt. Der Testbetrieb ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum zügigen Aufbau einer DVB-T2-Plattform für das digital-terrestrische Fernsehen der Zukunft.

Mit dem Pilotprojekt, welches für eine Dauer von 18 Monaten geplant ist, testet MEDIA BROADCAST den TV-Sendebetrieb via DVB-T2, der Nachfolgetechnologie des heutigen DVB-T, in Kombination mit dem HEVC/H.265-Kompressionsstandard. Diese Technologie wird es in Zukunft ermöglichen, zur Verfügung stehende Frequenzen effizienter zu nutzen, mit mehr TV-Sendern eine größere Programmvielfalt zu bieten und dabei auch in High Definition (HD)-Qualität auszustrahlen. Der Endgeräteindustrie steht mit dem Pilotprojekt eine Testumgebung zur praktischen Entwicklung künftiger Endgeräte, die für den Empfang der neuen Plattform notwendig werden, zur Verfügung. Damit wird die rechtzeitige Verfügbarkeit geeigneter Empfänger im Sinne der Zukunftssicherheit für den Verbraucher sichergestellt.

Der DVB-T2-Pilot bildet die gesamte Broadcast-Systemkette vom Sender bis zum Endgerät inklusive der entsprechenden Service-Plattform ab. MEDIA BROADCAST erprobt und analysiert damit sämtliche Systemparameter, um den reibungslosen Betrieb der für 2016 geplanten DVB-T2 Plattform sicherzustellen und die schnelle Verfügbarkeit geeigneter Endgeräte zu ermöglichen. Auch Test und Spezifikation für das Umschaltszenario von DVB-T auf DVB-T2 sind Bestandteil der Testumgebung. Ein weiterer Test zu DVB-T2 wird von dem IRT/BR in München durchgeführt, zwei Projekte die in enger Abstimmung aufgesetzt werden.

Der Pilotversuch wird von einem Verbund namhafter Projektpartner unterstützt.
Beteiligt sind sowohl Programmveranstalter als auch Endgerätehersteller und Verbände. So unterstützen ARD, ZDF, die Mediengruppe RTL, ProSiebenSat.1, ARTE, Samsung, Sony, LG Electronics, Panasonic, Philips, Loewe, Humax, TechniSat, Rohde & Schwarz, Sagemcom, Funke und Broadcom das Projekt. Die Einbindung der Deutschen TV Plattform, des VPRT, des DVB-Konsortiums und des ZVEI stellt darüber hinaus eine indirekte Beteiligung vieler in der Branche agierender Firmen sicher und sorgt für die notwendige Transparenz.

Ulf Heggenberger, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing der MEDIA BROADCAST, sagt: „Mit dem Pilotversuch zeigen wir, was DVB-T2 in Kombination mit HEVC kann. Es freut uns sehr, dass sich so viele namhafte Marktteilnehmer an diesem Test beteiligen, denn so können wir die Übertragung von HD-Inhalten über modernste Übertragungstechnologien hin zu modernen TV-Geräten und Set Top Boxen unter Realbedingungen testen. Darüber hinaus zeigt diese breite Unterstützung vor allem auch, dass die Rundfunkbranche DVB-T2 wirklich will und den Umstieg auf den Nachfolgestandard geschlossen vorantreibt.“

Das Pilotprojekt zielt auf den stationären und portablen Indoor-Empfang. Es ist offen für alle Unternehmen und Institutionen der digitalen Wertschöpfungskette. Hierzu Ulf Heggenberger: „Der Berliner Pilot ist einer der größten Testbetriebe des DVB-T2-Standards mit HEVC/H.265. Der Test unterstreicht, dass von Deutschland als Innovationsführer wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der digitalen Rundfunkverbreitung ausgehen. Wir laden alle Interessierten ein, sich daran zu beteiligen.“

Die Übertragung der Testsignale erfolgt im Kanal 42 von den Senderstandorten Alexanderplatz und Schäferberg (jeweils 50 kW ERP) aus. Dabei werden Datenraten zwischen 18 und 28 Mbit/s im Multiplex erzielt. Hierüber können bis zu sieben HDTV-Programme übertragen werden. Geplant sind Programmangebote mit und ohne Signalschutz sowie die Übertragung des Hybrid-TV Angebotes multithek der MEDIA BROADCAST.

Hintergrund DVB-T
Die Reichweite von DVB-T in Deutschland ist weiterhin auf hohem Niveau stabil. Der digital-terrestrische Empfang findet mittlerweile zu einem erheblichen Teil über PCs bzw. Laptops, portable Endgeräte, TV-Empfänger in Autos sowie mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones statt, so das Ergebnis des jüngsten Digitalisierungsberichts 2014.
Dem Bericht zufolge nutzen mittlerweile rund 7,4 Millionen Haushalte in Deutschland DVB-T über verschiedenste Endgeräte. Das entspricht 18,5 Prozent aller TV-Haushalte. Mit rund 4 Millionen TV-Haushalten (10 Prozent) bleibt der in diesem Wert enthaltene DVB-T Empfang am TV-Gerät im Wesentlichen stabil.
DVB-T-Kernregionen, in denen sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Programme terrestrisch empfangbar sind, weisen darüber hinaus eine deutlich höhere Reichweite auf. Dort nutzen rund 18 Prozent der Haushalte DVB-T für den Empfang am Fernsehgerät. Der Anteil von DVB-T liegt in diesen Regionen sogar bei 27 Prozent, bezieht man auch Computer, portable und mobile Endgeräte mit ein. Spitzenreiter ist die Region Hannover-Braunschweig mit einer Reichweite von rund 27 Prozent (TV-Gerät) bzw. sogar 33 Prozent (alle Endgeräte).


ÜBER MEDIA BROADCAST
MEDIA BROADCAST ist Europas größter Full-Service-Provider der Rundfunk- und Medienbranche. Im Kerngeschäft projektiert, errichtet und betreibt das Unternehmen national und weltweit multimediale Übertragungsplattformen für Fernsehen und Hörfunk, basierend auf modernen Sender-, Leitungs-und Satellitennetzwerken. Als Unternehmen der TDF Gruppe betreut MEDIA BROADCAST rund 750 nationale und internationale Kunden: Öffentlich-rechtliche und private Rundfunkveranstalter, TV- und Radio-Produktionsfirmen, Kabelnetzbetreiber, Medienanstalten sowie private Unternehmen und öffentliche Institutionen.
Weitere Informationen zu MEDIA BROADCAST unter www.media-broadcast.com.


von Ihre Majestät - am 06.10.2014 12:52

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Und da ist schon die PM von MEDIA BROADCAST und beantwortet alle Fragen:

Alex und Schäferberg mit je 50 kW ERP auf Kanal 42. Test von Datenraten zwischen 18 und 28 Mbit/s.

Zitat

MEDIA BROADCAST testet digital-terrestrisches Fernsehen der Zukunft

• DVB-T2 Pilotprojekt in Berlin gestartet
• Modernes Komprimierungsverfahren HEVC/H.265 unterstreicht Innovationsführerschaft in Deutschland
• Testumgebung stellt technische Rahmenbedingungen für künftige Entwicklung der Endgeräte sicher
• Ulf Heggenberger: „Alle Marktteilnehmer wollen DVB-T2 und treiben den Umstieg geschlossen voran.“

Berlin/Köln 6. Oktober 2014 – MEDIA BROADCAST, führender Betreiber digital-terrestrischer TV- und Radionetze in Deutschland, hat heute in Berlin ein Pilotprojekt zur Erprobung des neuen DVB-T2-Standards gestartet. Alle führenden TV-Sender, die relevanten Verbände sowie zahlreiche Unternehmen der Endgeräte-Industrie sind als Projektpartner beteiligt. Der Testbetrieb ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum zügigen Aufbau einer DVB-T2-Plattform für das digital-terrestrische Fernsehen der Zukunft. [...]


Edit: Weiteren Text gelöscht, da zwei Minuten zu spät gepostet.

Die am Projekt Beteiligten:

Medien: ARD, ZDF, Mediengruppe RTL, ProSiebenSat.1, ARTE, Funke
Empfangsgeräte: Humax, LG Electronics, Loewe, Panasonic, Philips, Sagemcom, Samsung, Sony, TechniSat
Halbleiterlösungen für die Kommunikationstechnik: Broadcom
Sendetechnik: Rohde & Schwarz
Vereine, Verbände: Deutsche TV Plattform, VPRT, DVB-Konsortiums, ZVEI

von Manfred Z - am 06.10.2014 12:54

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Zitat
Manfred Z
Sehen kann es derzeit ohnehin kein Zuschauer, weil die bisherigen DVB-T2-Empfänger kein HEVC dekodieren können.

Doch, sollte am PC funktionieren, wessen Hardware den H265-Test auf Astra verträgt, der kann das auch in Berlin mit DVB-T2-Hardware (zB Nanostick 290e) testen.

von andimik - am 06.10.2014 13:39

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Hauptsache das letzte Wort gehabt... :rolleyes: Wenn es doch ein bestimmter DVB-T2-Stick tut, dann ist das doch gut zu wissen.

von Japhi - am 06.10.2014 14:13

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Aaaalso, als Normalsterblicher hat man derzeit keine Möglichkeit, sich das ganze anzusehen oder auszuwerten?

Mein DVB-T Receiver Technisat Digipal zeigt zwar auf Kanal 42 "grünen" Pegel an, aber kein Signal, einlesen lässt sich dann auch nichts.
Der Billig-China-DAB/DVB-T Stick am PC zeigt mit SmartDVB auf dem Kanal garnichts an.

von Chief Wiggum - am 06.10.2014 14:51

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Logisch, das sind ja auch alles DVB-T only Geräte.

Ein DVB-T2 Stick ist zwingend notwendig und ein flotter Rechner.

von andimik - am 06.10.2014 14:58

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

2 x 50 kW?
Ich habe ja nichts gegen DVB-T2, bin aber der Meinung, dass DVB-T auch mit der 2 weiterhin auf Indoorempfang ausgelegt werden müssste.

von Schwabinger - am 06.10.2014 16:39

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Zitat
Schwabinger
2 x 50 kW?
Ich habe ja nichts gegen DVB-T2, bin aber der Meinung, dass DVB-T auch mit der 2 weiterhin auf Indoorempfang ausgelegt werden müssste.

Tun sie doch; steht doch oben. Übrigens sendet das ZDF in Berlin derzeit auch mit 2x 50kW. Insgesamt werden die Muxe in Berlin derzeit mit relativ unterschiedlichen Leistungen gesendet. Von den Testabstrahlungen kann man also erstmal noch nicht direkt auf die Leistungen im späteren Regelbetrieb schließen.

von Zwölf - am 06.10.2014 16:59

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

In Österreich verwendet man ähnliche Datenraten und geht damit in die Fläche. Bin Mal gespannt, was bei den Tests herauskommt; möglicher Weise zeichnen sich dann ja zwei unterschiedliche Normen für Deutschland ab; z.B. etwas Richtung 28 Mibt/s für Privatsender die nur in Ballungsräumen senden und an möglichst vielen Mitprogrammen interessiert sind um die Sendekosten je Programm möglichst klein halten zu können und den zahlenden Kunden ein möglichst attraktives Angebot liefern zu können, und etwas Richtung 18 Mbit/s für die öffentlich-rechtlichen für die sich die Parameter bei der Versorgung in der Fläche möglicher Weise auszahlen. Wobei die Frage auch sein wird, wie viele fremde Dritte die ARD-Anstalten in welcher Qualität mit ausstrahlen möchten.

von Zwölf - am 07.10.2014 08:18

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Habe ich es richtig verstanden, dass trotz zweimal 50 kW mit dieser Konfiguration die Empfangbarkeit auf Berlin und das nahe Umland beschraenkt ist? Bisher geht der dauerhafte Empfang der Berliner DVB-T Kanaele "alt" bis an die 90 km heran mit Dachantenne sehr ordentlich. Bei einem Freund am Stadtrand von Schwedt/Oder haben wir vor Jahren eine Dachbodeninstallation fuer Berlin (mit Helpterberg als Reserveempfangsweg) vorgenommen, da wegen der Wohnlage (Baumbewuchs in Empfangsrichtung) kein Satellitenempfang moeglich ist. Kabelfernsehen findet dort nicht statt, Internet ist mit 2 MBit/s nur zum Radiohoeren brauchbar. Terrestrisch geht dort ueber DVB-T alles aus Berlin, UKW mit mehr als 1 kW ordentlich (sofern nicht durch polnische Gleichkanalbelegung unmoeglich) und auch DAB+ bringt volle Signalstaerke.

von PowerAM - am 07.10.2014 08:38

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Zitat
PowerAM
Habe ich es richtig verstanden, dass trotz zweimal 50 kW mit dieser Konfiguration die Empfangbarkeit auf Berlin und das nahe Umland beschraenkt ist?


Diese Aussage gilt nur für den Empfang mit Zimmerantenne. Der Empfang soll mit DVB-T2 nach den bisherigen Aussagen der Beteiligten nicht schlechter sein als bisher. Die Modulationsparameter werden entsprechend gewählt.

von Manfred Z - am 07.10.2014 09:06

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Die sollte es längst geben. Schließlich ist Deutschland nicht das erste Land, das T2 einführt.

In den frühen 1970ern wurden Antennenverpackungen übrigens zum Teil mit dem Hinweis: "Geeignet für Farbfernsehen" geschmückt.

von delfi - am 07.10.2014 10:50

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Auf ebay gibt es ja auch schon einige angebliche T2-Receiver, die in Wirklichkeit aber nur T1-Geräte sind. Internetkäufer werden es in Zukunft aber ohnehin schwer haben, da es unzählige T2-Geräte im Angebot geben wird, die kein HEVC beherrschen.

von Zwölf - am 07.10.2014 12:18

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Zitat
Zwölf
Auf ebay gibt es ja auch schon einige angebliche T2-Receiver, die in Wirklichkeit aber nur T1-Geräte sind. Internetkäufer werden es in Zukunft aber ohnehin schwer haben, da es unzählige T2-Geräte im Angebot geben wird, die kein HEVC beherrschen.


Die Receiver-Hersteller sollten sich aber mal beeilen, einen ordentlichen DVB-T2-Empfänger mit HEVC-Unterstützung zu entwickeln, wenn es denn in 2 Jahren schon richtig los gehen soll. Wenn das mit dem HEVC ein deutscher Standard werden soll, sollten sich zumindest deutsche Hersteller, wie TechniSat etc. mal darum kümmern.
Es werden ja schließlich auch schon fleißig UHD-Fernseher verkauft, obwohl noch kein richtiger Sender in UHD sendet.

von Cha - am 07.10.2014 13:05

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Die Hersteller sind irgendwie eigenartig:

Wer 2014 bei hochpreisigen Geräten noch immer keinen DVB-T2 Tuner eingebaut hat, aber ganz wichtig HEVC unterstützt, ist wirklich zum Kopfschütteln

http://www.samsung.com/de/consumer/tv-audio-video/television/uhd-tv/UE55HU6900SXZG

:wall:

von andimik - am 07.10.2014 13:59

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

RE: Samsung UE55HU6900S 55" LED UHD Smart Television

Let the Samsung HU6900 introduce you to the world of 4K Ultra HD viewing. A range of Smart features bring you everything from catch up TV to apps and games while the advanced Quad Core keeps everything fast and responsive. With S Recommendation, all you have to do is ask and the TV will seek out the programmes that you love, it even learns more about your preferences over time.

System

- DTV Tuner DVB-T2 / C / S2
- Analog Tuner
- CI / CI+ / 2CI+CI+(1.3) 2CI Ready (One connect)
- MHP / MHEG / HbbTV / ACAP / GINGA / OHTVMHEG (UK, IR)
- Twin Tuner

http://www.mcmichaels.co.uk/samsung-ue55hu6900s-55-led-uhd-smart-television.html

Die geben nur an, was für das Land relevant ist. Vielleicht ist T2 bei Ländereinstellung D ausgeschaltet (noch?).

von Manfred Z - am 07.10.2014 17:48

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Angeblich soll ja die Digyboxx T4 von Technisat für DVB-T2 vorbereitet sein. Zumindest behauptet das Technisat in ihrem Werbevideo auf Youtube:

http://www.youtube.com/watch?v=I_0hBP5z-8o

Da das Gerät schon drei Jahre alt ist gehe ich davon aus, dass H265 noch nicht dabei ist. Ob es sich damit nachrüsten lässt, keine Ahnung. Softwareupdates sucht es bei jedem Start, hat bei mir aber noch nie etwas gefunden.

von Stefan Heimers - am 07.10.2014 19:46

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Gibts überhaupt schon Decoding Chips für HEVC?
Hardware Encoder (Broadcast) für HEVC gibts noch nicht, aktuell gibts nur Software Lösungen.

von mobi - am 07.10.2014 21:01

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Die meisten Encoder für Broadcast werden Softwarelösungen sein. Da gibt es auch keine so großen Stückzahlen wie für die Decoder, wo es sich lohnt, die entsprechenden Chips zu bauen.

von HansEberhardt - am 07.10.2014 21:08

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Zitat
Stefan Heimers
Ein neues Gerät (DigiCombo TS1) mit DVB-S2 und DVB-T2 haben sie auch, aber auch da steht nur H264, nichts von H265.


Und das Ding kann kein eAAC, also nicht AT-tauglich.

M.

von Cyberjack - am 08.10.2014 23:50

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Ich fahre im November mal wieder nach UK. Freeview in HD gibt es dort ja schon seit 3 Jahren im Regelbetrieb, welche Normen die Receiver dort unterstützen werde ich mir mal genauer anschauen.
Da ich in MD aber sowieso nichts ohne Aufwand aus Berlin reinbekomme, wird mich nicht nur der Preis vom Kauf abhalten - plus die Ungewissheit ob der Receiver in der Lage ist die Signale in Deutschland zu entschlüsseln.

von zausel001 - am 09.10.2014 00:15

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

AREA DVD hat in seinen News ein Update zur Meldung des DVB-T2-Startes in Berlin:

Zitat

Update: Derzeit sind noch nicht die Programme und Parameter für die DVB-T2-Tests in Berlin bekannt. Ein Media Broadcast-Sprecher erklärte dazu auf Anfrage: “Erste Tests werden derzeit mit mehreren Videoschleifen durchgeführt. Nach Abschluss dieser Phase erfolgt in ca. 4-6 Wochen die Aufschaltung erster HD-Programme, die sukzessive erweitert werden. Da hierbei verschiedene Senderparameter getestet werden, können genaue Angaben zu den Modi leider nicht gemacht werden.”


Da die Rundfunkanstalten und privaten Programmveranstalter ihre HD-Sendesignale nur in AVC/MPEG-4 (H.264) vorliegen aben, müssen erst Mittel und Wege gefunden werden, diese nach HEVC (H.265) umzukodieren. Die Umkodierung im laufenden Sendebetrieb dürfte - besonders bei Actionfilmen oder bestimmten Sportarten wie z.B. Eishockey - nicht immer zu optimalen Ergebnissen führen.

von Manfred Z - am 10.10.2014 13:06

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Wenn man die erforderliche Datenrate von den Testergebnissen eines von H.264 nach H.265 umcodierten Videostreams ableitet, kann das am Ende nur gutes Bild bedeuten.
So wie ich es verstanden habe, geht es hauptsaechlich um Empfangstests mit unterschiedlichen DVB-T2 Parametern im Zusammenhang mit dem H.265 Codec. Kurze Fehler im empfangenen Videostream koennen da sehr lang anhaltende stoerende Bildfehler verursachen. Kennt man schon vom Vergleich MPEG2 Video mit H.264 Video.

von Nordlicht2 - am 10.10.2014 13:47

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

@ PowerAM:
Kommen bei Dir die DVB-T2 Signale aus Berlin (mit Scanner gemessen) gleich gut/stark an wie die normalen DVB-T Signale aus Berlin?

von dxbruelhart - am 13.10.2014 04:44

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Ich wohne 22 km vom Berliner Fernsehturm entfernt und habe bei winterlicher Vegetation freie Sicht dorthin. Deine Frage kann ich nicht beantworten.

von PowerAM - am 13.10.2014 06:12

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Zitat
zausel001
Ich fahre im November mal wieder nach UK. Freeview in HD gibt es dort ja schon seit 3 Jahren im Regelbetrieb, welche Normen die Receiver dort unterstützen werde ich mir mal genauer anschauen.
Da ich in MD aber sowieso nichts ohne Aufwand aus Berlin reinbekomme, wird mich nicht nur der Preis vom Kauf abhalten - plus die Ungewissheit ob der Receiver in der Lage ist die Signale in Deutschland zu entschlüsseln.


Die können kein H.265 bzw. HEVC.
Braucht der Engländer auch nicht ....

Ich hab selber einen HDR-Fox T2 von Humax. Was besseres in Bezug auf T2 (mit H.264 und eAC3) gibt es derzeit nicht. Evtl. kommt ja dann ein Nachfolger mit H.265

M.

von Cyberjack - am 14.10.2014 11:20

Re: [DVB-T2] Weiterer Pilotbetrieb in Köln/Bonn geplant

Zwei Multiplexe zur IFA 2015 in Planung. PM des WDR vom 14.10.2014:

Zitat

WDR testet Nachfolgestandard für DVB-T

Der WDR und der technische Dienstleister Media Broadcast bereiten eine gemeinsame Testausstrahlung für das künftige digitale terrestrische Fernsehen im Ballungsraum Köln-Bonn vor. Dabei soll der neue Übertragungsstandard DVB-T2 in Kombination mit der neuen Videocodierung HEVC (High Efficiency Video Coding) getestet werden.

Die Ausstrahlung soll im August 2015 starten und wichtige Erkenntnisse für die weitere Planung liefern. Hierzu hat sich am 10. Oktober eine Arbeitsgruppe konstituiert, die die Vorbereitung und Durchführung des Projektes begleiten wird. Sie setzt sich aus Vertretern von WDR, Media Broadcast, ZDF, Mediengruppe RTL Deutschland, ProSiebenSat1, Staatskanzlei NRW sowie der Landesanstalt für Medien zusammen.

Frei empfangbare öffentlich-rechtliche Testsendungen sollen in einem gemeinsamen Multiplex vom WDR ausgestrahlt werden. In einem zweiten Multiplex will Media Broadcast die Testsendungen für ein mögliches Plattformangebot erproben. Die Ausstrahlung soll über die Sender Venusberg in Bonn (WDR) und Colonius in Köln (Media Broadcast) im sogenannten Gleichwellennetzbetrieb mit einer Strahlungsleistung von jeweils 20 kW an beiden Senderstandorten erfolgen.

Mit der Testausstrahlung sollen die Qualitätsverbesserung mit HDTV und die vielfältigen Empfangsmöglichkeiten von der stationären ortsfesten Nutzung bis zum portablen und mobilen Empfang erprobt werden. Die Vorteile, mit einem terrestrischen Sendesignal unterschiedliche Nutzungs- und Empfangssituationen gleichzeitig abzudecken, sollen auch für verschiedenste hybride Empfangsgeräte (Kombination aus DVB-T2/HEVC und Internet) in ihren künftigen Möglichkeiten getestet werden. Im Austausch mit den Herstellern von System- und Gerätetechnik für die Sendeseite und durch die beabsichtigte Einbeziehung von Herstellern für Empfangsgeräte sollen wichtige Aufschlüsse für die Einstellung von Systemparametern gewinnen. Geplant ist darüber hinaus eine Verzahnung und ein gegenseitiger Austausch mit anderen Testausstrahlungen im Bundesgebiet.

Für die interessierten System- und Gerätehersteller wird rechtzeitig vor dem Start der Testausstrahlung eine Kontaktadresse benannt.


Ich kann mit gut vorstellen, dass es zu diesem Termin noch weitere Pilotprojekte geben wird. Dann sollten auch brauchbare Empfangsgeräte auf dem Markt sein.

von Manfred Z - am 14.10.2014 12:30

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Hi Leute ;-)
Das mit DVB-T2 geht ja "balt" richtig los.
Jetzt soll auch in Köln und Bonn auf DVB-T2 getestet werden.

Satellifax schreibt dazu:
Weiterer Testbetrieb für DVB-T2 im Raum Köln/Bonn
Der WDR und der technische Dienstleister Media Broadcast bereiten eine gemeinsame Testausstrahlung für das künftige digitale terrestrische Fernsehen im Ballungsraum Köln-Bonn vor. Dabei soll der neue Übertragungsstandard DVB-T2 in Kombination mit der neuen Videocodierung HEVC (High Efficiency Video Coding) getestet werden.

Die Ausstrahlung soll im August 2015 starten und wichtige Erkenntnisse für die weitere Planung liefern. Hierzu hat sich am 10. Oktober eine Arbeitsgruppe konstituiert, die die Vorbereitung und Durchführung des Projektes begleiten wird. Sie setzt sich aus Vertretern von WDR, Media Broadcast, ZDF, Mediengruppe RTL Deutschland, ProSiebenSat1, Staatskanzlei NRW sowie der Landesanstalt für Medien zusammen.

Frei empfangbare öffentlich-rechtliche Testsendungen sollen in einem gemeinsamen Multiplex vom WDR ausgestrahlt werden. In einem zweiten Multiplex will Media Broadcast die Testsendungen für ein mögliches Plattformangebot erproben. Die Ausstrahlung soll über die Sender Venusberg in Bonn (WDR) und Colonius in Köln (Media Broadcast) im sogenannten Gleichwellennetzbetrieb mit einer Strahlungsleistung von jeweils 20 kW an beiden Senderstandorten erfolgen.

Mit der Testausstrahlung sollen die Qualitätsverbesserung mit HDTV und die vielfältigen Empfangsmöglichkeiten von der stationären ortsfesten Nutzung bis zum portablen und mobilen Empfang erprobt werden. Die Vorteile, mit einem terrestrischen Sendesignal unterschiedliche Nutzungs- und Empfangssituationen gleichzeitig abzudecken, sollen auch für verschiedenste hybride Empfangsgeräte (Kombination aus DVB-T2/HEVC und Internet) in ihren künftigen Möglichkeiten getestet werden. Im Austausch mit den Herstellern von System- und Gerätetechnik für die Sendeseite und durch die beabsichtigte Einbeziehung von Herstellern für Empfangsgeräte sollen wichtige Aufschlüsse für die Einstellung von Systemparametern gewinnen. Geplant ist darüber hinaus eine Verzahnung und ein gegenseitiger Austausch mit anderen Testausstrahlungen im Bundesgebiet.

Für die interessierten System- und Gerätehersteller wird rechtzeitig vor dem Start der Testausstrahlung eine Kontaktadresse benannt.


satellifax.de ;-)

von DABM - am 16.10.2014 05:46

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Zitat
Manfred Z
Guten Morgen, DABM,

die Originalmeldung des WDR mit demselben Inhalt steht hier schon seit zwei Tagen.


Ja hab ich auch schon gesehn ;-) Endschuldige
Zur Zeit hab ich Probleme im Forum endweder kann ich mich nicht richtig anmelden oder ich kann die letzte Seite des jeweiligen Themas was ich anklicke nicht sehn.

von DABM - am 16.10.2014 07:32

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Hier noch ein Link, für alle Münchner, Berliner und Kölner.

Ich wusste es eh schon von Anfang an, aber die Bestätigung, dass h265 nur eine Frage der richtigen Filter ist, steht unten in der Rezension:

http://www.amazon.de/August-DVB-T210-Videorecorder-Fernbedienung-kompatibel/dp/B008D8K50Q/ref=sr_1_3?s=computers&ie=UTF8&qid=1414148901&sr=1-3&keywords=dvb-t2+usb

Preis ist recht günstig, im Vergleich zur 290e/292e.

von andimik - am 24.10.2014 11:11

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

"DVBViewer kann mit einem Plugin h265 darstellen."

Kann mir bitte jemand helfen, wo ich diesen Codec bekomme oder wie der Status dazu ist. Ich kann den Kanal 42 mit starkem Signal und einer grade erstanden TBS-6281 3km vom Alex empfangen, allerdings z.Z. nur Audio weil eben der Video-Codec noch fehlt.

Lg Birger

von Birger* - am 24.10.2014 16:47

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Wobei man bedenken muss dass dann die CPU des Rechners stark genug sein muss.
Nach meiner eigenen Erfahrung ist eine Zweikern-CPU mit 2,5 GHz die absolute Untergrenze für eine garantiert flüssige Bewegtbilddarstellung bei in HEVC kodiertem Videomaterial in 720p, solange der Grafikchip im Rechner dem Prozessor keine Arbeit abnehmen kann.

Ein Notebook ist hier nicht unbedingt zu empfehlen weil die meisten Modelle die maximale Taktfrequenz der CPU nicht dauerhaft halten können ohne zu überhitzen.

Besser wäre ein Rechner mit Vierkern-CPU, optimal ein Grafikchip welcher HEVC unterstützt. Aber dafür wird erst die nächste Generation von GPUs ausgelegt sein.

von Winnie2 - am 24.10.2014 18:16

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Finde ja HEVC immer noch als Fehler, denn so können viele TVs nicht weitergenutzt werden. In zwei Jahren soll das ganze ja schon starten.

von Marcus. - am 24.10.2014 19:41

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

HEVC hat mehr Zukunftspotential, v.a. wenn die Encoder richtig ausgereift sind passen mehr TV-Programme in besserer Bildqualität in einen Multiplex.

von Winnie2 - am 24.10.2014 21:09

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Zitat
Winnie2
Besser wäre ein Rechner mit Vierkern-CPU, optimal ein Grafikchip welcher HEVC unterstützt. Aber dafür wird erst die nächste Generation von GPUs ausgelegt sein.


Die neuen GTX 970 und 980 von NVIDIA haben einen H.265 Decoder eingebaut. Ansonsten läßt sich das ganze auch per OpenCL beschleunigen. Es wird beides schon seit einiger Zeit in den LAV Filter nightlies unterstützt.

von Mr. DABelina - am 25.10.2014 07:01

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Zitat
PowerAM
Ich wohne 22 km vom Berliner Fernsehturm entfernt und habe bei winterlicher Vegetation freie Sicht dorthin...


Hallo,

wie war das gleich? Berlin alles horizontal? Wie ist es mit der Reichweite bei DVB-T2 mit HEVC / H.265?

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 27.06.2015 15:46

Re: [DVB-T2] Weiterer Pilotbetrieb in Köln/Bonn geplant

Zitat
Manfred Z
Zwei Multiplexe zur IFA 2015 in Planung. PM des WDR vom 14.10.2014:

Zitat

WDR testet Nachfolgestandard für DVB-T

Der WDR und der technische Dienstleister Media Broadcast bereiten eine gemeinsame Testausstrahlung für das künftige digitale terrestrische Fernsehen im Ballungsraum Köln-Bonn vor. Dabei soll der neue Übertragungsstandard DVB-T2 in Kombination mit der neuen Videocodierung HEVC (High Efficiency Video Coding) getestet werden.

Die Ausstrahlung soll im August 2015 starten und wichtige Erkenntnisse für die weitere Planung liefern. Hierzu hat sich am 10. Oktober eine Arbeitsgruppe konstituiert, die die Vorbereitung und Durchführung des Projektes begleiten wird. Sie setzt sich aus Vertretern von WDR, Media Broadcast, ZDF, Mediengruppe RTL Deutschland, ProSiebenSat1, Staatskanzlei NRW sowie der Landesanstalt für Medien zusammen.

Frei empfangbare öffentlich-rechtliche Testsendungen sollen in einem gemeinsamen Multiplex vom WDR ausgestrahlt werden. In einem zweiten Multiplex will Media Broadcast die Testsendungen für ein mögliches Plattformangebot erproben. Die Ausstrahlung soll über die Sender Venusberg in Bonn (WDR) und Colonius in Köln (Media Broadcast) im sogenannten Gleichwellennetzbetrieb mit einer Strahlungsleistung von jeweils 20 kW an beiden Senderstandorten erfolgen.

Mit der Testausstrahlung sollen die Qualitätsverbesserung mit HDTV und die vielfältigen Empfangsmöglichkeiten von der stationären ortsfesten Nutzung bis zum portablen und mobilen Empfang erprobt werden. Die Vorteile, mit einem terrestrischen Sendesignal unterschiedliche Nutzungs- und Empfangssituationen gleichzeitig abzudecken, sollen auch für verschiedenste hybride Empfangsgeräte (Kombination aus DVB-T2/HEVC und Internet) in ihren künftigen Möglichkeiten getestet werden. Im Austausch mit den Herstellern von System- und Gerätetechnik für die Sendeseite und durch die beabsichtigte Einbeziehung von Herstellern für Empfangsgeräte sollen wichtige Aufschlüsse für die Einstellung von Systemparametern gewinnen. Geplant ist darüber hinaus eine Verzahnung und ein gegenseitiger Austausch mit anderen Testausstrahlungen im Bundesgebiet.

Für die interessierten System- und Gerätehersteller wird rechtzeitig vor dem Start der Testausstrahlung eine Kontaktadresse benannt.


Ich kann mit gut vorstellen, dass es zu diesem Termin noch weitere Pilotprojekte geben wird. Dann sollten auch brauchbare Empfangsgeräte auf dem Markt sein.


So, wir hätten jetzt August 2015.
Mal sehen, ob sich da demnächst etwas tut.
Kennt jemand den Kanal für Köln/Bonn für einen Pilotbetrieb?

von Christian_66 - am 03.08.2015 18:26

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Warum muss man hier eigentlich die zwei Themen (Test in NRW und Berlin) vermischen? Da könnte man auch einfach 2 Threads draus machen, oder den hier so umbenennen lassen, dass klar ist, dass es um beide geht.

von Zwölf - am 13.08.2015 23:12

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Neues von der Bundesnetzagentur: In der jüngsten Ausgabe der Senderdaten ist K 42 jetzt an beiden Berliner Standorten Alex und Schäferberg mit 50 kW Rundstrahlung temporär koordiniert.

Kanal 42, der nach GE06 ursprünglich für Pritzwalk vorgesehen war, soll in Berlin beim T2-Regelbetrieb für einen Privatmux erhalten bleiben. [Quelle: Excel-Tabelle "Migrationsszenarien"]

von Manfred Z - am 10.02.2016 09:31

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Noch eine Anmerkung zum letzten Posting: K 42 war am Alex bis dahin mit 100 kW temporär koordiniert.

FFO soll zeitgleich mit Berlin umgestellt werden (weiterhin nur ÖR).

Für die Umstellung auf DVB-T2 im Frühjahr 2017 sind diese Kanale in Planung (Stand Juni 2015):

ARD 25, ZDF 33, RBB BB 40, RBB B 39, Private 27, 31, 42, 47
[Tausch 25 27, da 27 nicht in FFO einsetzbar; Tausch 40 44 mit Cottbus]

von Manfred Z - am 14.02.2016 13:48

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

War heute früh in den Ruhner Bergen. Auf dem Berliner K42 war heute früh unter "Service 3" anstelle von arte HD dasselbe Promo-Video wie unter "Service 8" im Simultanbetrieb zu finden, arte HD hat sich da wohl abgemeldet.

von Analog-Freak - am 15.04.2016 10:13

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Der Testbetrieb in Berlin scheint beendet zu sein. Der Mux ist auf den Pilotbetrieb mit den korrekten Programmnamen umgestellt worden. Arte ist damit abgeschaltet.

Programme (PLP-ID 0): Das Erste HD, ZDF HD, RTL HD, Pro7 HD, SAT.1 HD, VOX HD

Außerdem (PLP-ID 1): ssu, multithek dvb-t (via Internet)

Alle Programme haben EPG und jeweils folgende Streams:
- HEVC Videostream
- E-AC3 Audiostream
- Teletext
- hbbTV
- DVB-Untertitel (ausser Pro7 HD und SAT.1 HD)

Quelle: DF-Forum, User Robert Schlabbach

---------------------------------------------

Auch Das Erste in 1080p50:

http://www.ard.de/home/intern/presse/pressearchiv/ARD_beteiligt_sich_an_der_ersten_Stufe_von_DVB_T2_HD/3133158/index.html

von Manfred Z - am 22.04.2016 04:42

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

Der Faden bezieht sich zwar auf den Pilotbetrieb, ist aber im Übersichtsthread als der bundeslandspezifische für DVB-T2 HD in Berlin/Brandenburg aufgeführt, also hier rein:
Der rbb hat heute seine Angaben zu DVB-T2 HD aktualisiert. Die sind hier zu finden.
Es sind auch 2 Flyer mit allgemeinen Informationen verlinkt.
https://www.rbb-online.de/unternehmen/presse/presseinformationen/unternehmen/2017/02/dvb-t2-hd-flyer-berlin.file.html/DVB-T2%20HD%20Flyer_RBB-Berlin.pdf
https://www.rbb-online.de/unternehmen/presse/presseinformationen/unternehmen/2017/02/dvb-t2-hd-flyer-brandenburg.file.html/DVB-T2%20HD%20Flyer_RBB-Brandenburg.pdf

von mittendrin - am 14.02.2017 17:52

Re: [DVB-T2] Pilotbetrieb in Berlin

@mittendrin: Leider enthalten die Flyer keine Senderlisten bzw. Frequenzangaben, man entnimmt ihnen lediglich auf Seite 3, dass es 17 ö.-r. FTA-Px. geben wird (in M-V werden es 15).
Zudem sind beide Flyer vom Inhalt her vollkommen identisch.

von Analog-Freak - am 14.02.2017 21:09
@Analog-Freak:
Ja, das war mir alles bewusst. Die Kanäle habe ich mal als bekannt vorausgesetzt, die standen ja schon seit Ende November hier auf http://www.dvb-t2hd.de bzw. auch ein paar Posts höher in diesem Faden. In der pdf fehlen allerdings die noch im Posting vom 14.02.2016 genannten 39 und 47. Leistungsangaben gibt es leider bisher nirgendwo.
Die Flyer unterscheiden sich durch die verwendeten Fotos;-), ich fand aber die Karte ganz interessant.

von mittendrin - am 15.02.2017 08:58

Re: [DVB-T2] in Berlin und Brandenbur

Im rbb-Fernsehen läuft zur Zeit ein Trailer zur Umstellung auf DVB-T2 HD
in dem als Termin der 25.3.17 genannt wird.
Ich denke aber, daß es sich hierbei um einen Irrtum handeln wird. Denn es ist
unwahrscheinlich, daß die Umstellung an einem Wochenende durchgeführt wird.

von Rostocker. - am 20.03.2017 08:19
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