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Warum Sender Braunschweig-Broitzem?

Startbeitrag von freiwild am 05.11.2014 12:36

Vorab: Ich bitte um Gnade, wenn die Antwort trivial ausfallen sollte. Als jemand, der mit den örtlichen Gegebenheiten nicht vertraut ist, ist es mir beim Überfliegen des Torfhaus-Threads aufgefallen, dass ffn und Antenne Niedersachsen genauso wie die drei NDR-Hauptprogramme über Grundnetzsender in Hannover, Torfhaus und Dannenberg verfügen, die beiden Privatsender darüber hinaus aber auch noch über jeweils einen 15-kW-Sender in Braunschweig. Gibt es einen Grund für diese (scheinbare?) Bevorzugung der Privatsender? Es gibt auch keine gesonderte Regionalisierung zwischen Torfhaus und Braunschweig. Wäre es nicht sinnvoller, über die beiden Großfrequenzen stattdessen z.B. NDR Info und Radio 21 zu verbreiten?

Antworten:

Wenn man sich die Versorgungskarten bei fmscan.org anschaut, scheinen die Sender überflüssig zu sein, da das komplette versorgte Gebiet bereits durch andere Standorte abgedeckt ist (vorrausgesetzt, die Karten spiegeln die Realität wider).
Der NDR ist wohl schon alleine deshalb nicht drauf, da die Anlagen der Deutsche Funkturm gehören. Radio 21 gab es 1987 noch nicht, später HRA/ffn Frequenzen wieder entziehen geht wohl auch nicht...

von iro - am 05.11.2014 16:49
Fairerweise muss man aber sagen, dass der NDR im Gegenzug das Doppel aus Stadthagen und Hannover-Hemmingen hat, wo die Privaten nur aus Barsinghausen senden. Da gleicht sich das wieder aus. Ist beim NDR gegenueber den Privaten nur alles um ein Stueck nach Westen verschoben. Warum auch immer das so gekommen ist.

von Habakukk - am 05.11.2014 16:53
Zitat
iro
Der NDR ist wohl schon alleine deshalb nicht drauf, da die Anlagen der Deutsche Funkturm gehören.
N-Joy sendet in der Gegend aber auch via Media Broadcast bzw. Deutsche Funkturm. Letztenendes ist alles nur eine Sache der Zuweisung durch die niedersächsische Staatskanzlei.

Zitat
Habakukk
Fairerweise muss man aber sagen, dass der NDR im Gegenzug das Doppel aus Stadthagen und Hannover-Hemmingen hat, wo die Privaten nur aus Barsinghausen senden. Da gleicht sich das wieder aus. Ist beim NDR gegenueber den Privaten nur alles um ein Stueck nach Westen verschoben. Warum auch immer das so gekommen ist.
Ist denn der NDR im Braunschweiger Gebiet irgendwo via Hemmingen zu empfangen, wo die Privaten ohne Broitzem ein Empfangloch hätten?

von freiwild - am 05.11.2014 17:23
Zitat
Habakukk
Fairerweise muss man aber sagen, dass der NDR im Gegenzug das Doppel aus Stadthagen und Hannover-Hemmingen hat, wo die Privaten nur aus Barsinghausen senden. Da gleicht sich das wieder aus. Ist beim NDR gegenueber den Privaten nur alles um ein Stueck nach Westen verschoben. Warum auch immer das so gekommen ist.


Der Vergleich hinkt. In der Praxis (für den Normalbürger) haben Hemmingen und Stadthagen wenig Überschneidung, während Torfhaus und Broitzem auch mit normalen Equipment sich faktisch zu 100% überlappen.

Das Thema ist schon oft hier im Forum behandelt worden und der wahrscheinlichste Grund für die Doppelbelegungen Torfhaus/Broitzem bei ffn und Antenne ist sicherlich das Frequenz-Blocking. Schon damals war zu erkennen, dass das UKW-Band nicht mehr viel Platz hat. Somit ist Konkurrenz von vornherein verhindert worden bzw. es wurde nachfolgenden Sendern sehr schwer gemacht. Siehe Radio 21, NKL Radio Okerwelle oder das kommerzielle Lokalradio "Radio 38". Alle müssen mit Funzeln auskommen. Es hatte mich stark gewundert, dass für N-Joy eine relativ frei und Starke Frequenz mit der 110,3 gefunden wurde.

von Murky - am 05.11.2014 18:28
Warum hat den BS gleich 2 DAB-Sender?

von Schwabinger - am 05.11.2014 18:31
@ freiwild:
ffn und Antenne kommen vom "schlechteren" Standort in Torfhaus: Niedrigere Fußpunkthöhe und niedrigere Antennenhöhe gegenüber den NDR-Frequenzen.
Daher reichen die 102,4 und die 106,3 nicht ganz so weit nach Norden wie 98,0/92,1/89,9. Die Überlappung mit Dannenberg im Raum Celle / Gifhorn ist also nicht ganz so groß bzw. so gut (Feldstärke) wie beim NDR.

So weit die Theorie. In der Praxis merkt man das aber so gut wie nicht.

Die 102,4 von ffn wird dort aber - insbesondere bei den dort nicht unüblichen Tropowetterlagen - durch Steinkimmen 102,3 (also durch sich selbst) angekratzt. Und Radios mit Scheunentorfiltern haben dort auch Probleme die 102,4 von Höhbeck 102,2 (DLF) zu trennen.

Das könnte der Grund sein, warum ffn die 103,1 in BS bekam. Und was ffn schon hatte, bekam die Antenne dann später auch.

von Manager. - am 05.11.2014 20:09
Manager hat es - wie immer - :) passend auf den Punkt gebracht.
Die 103,1 und die 106,9 kommen vereinzelt noch im nördlichen Vorharz, in Wolfsburg, in Teilen des Flächenkreises Salzgitter, im Raum Peine und in Teilen des Kreises Hildesheim zum Einsatz, d.h. sie werden dort vom Radio gerne mal durch die AF-Funktion gewählt. Dazu kommt natürlich noch Braunschweig selbst, wo sie fast ausschließlich genutzt werden. Das ist aber letztendlich aber nur als Optimierung einer sowieso schon sehr guten Abdeckung zu sehen. Die Frage, inwieweit das eine Nutzung solcher leistungsstarken und reichweitenstarken Frequenzen rechtfertigt, müssen ffn und Antenne NDS selbst beantworten. Schließlich zahlen sie für die Ausstrahlung.

Ein anderer Gedankengang: Wer sonst außer ffn hätte die koordinierte 103,1 damals im Jahr 1987 nutzen sollen? ;)

Zitat
freiwild
Wäre es nicht sinnvoller, über die beiden Großfrequenzen stattdessen z.B. NDR Info und Radio 21 zu verbreiten?


Über Sinn und Unsinn kann man bei sehr sehr vielen Frequenzen in D streiten. :)
Fakt ist nun einmal, dass die Frequenzen koordiniert und an die beiden Anbieter vergeben worden sind. Als gewinnorientierte Unternehmen (Privatradio!) werden sie einen Teufel tun und die Frequenzen, sofern sie sie als überflüssig erachten, einfach zurück geben. Damit würden sie die potentielle Konkurrenz stärken und sich dadurch selbst schwächen -> Gewinneinbruch.

Wenn man aber davon absieht und ohne weiteren Sinn darüber diskutieren möchte, gebe ich dir recht. NDR Info hat von Peine aus bis kurz vor Hannover nicht mehr den komfortablen Signalpegel wie ihn NDR1 und 2 haben. Die niedrigere Antenne und die geringere Leistung am Sender Torfhaus sowie die sehr schwache 88,6 in Hemmingen sind in der Ecke nicht unbedingt optimal. Broitzem könnte da eine Verbesserung bringen.

Bei Radio 21 bin ich mir nicht ganz sicher. Nördlich von WOB und in Gifhorn wäre eine leistungsstarke Frequenz in Broitzem sicher eine Verbesserung, im Nahbreichh sehe ich aber keinen Bedarf. Die haben mit Hildesheim, Goslar, Hannover, Königslutter, Helmstedt und Wolfsburg und nicht zuletzt der 104,1 in Broitzem einen leistungsstarken Funzelteppich der Güteklasse A zusammen getragen. In allen größeren Orten außer Peine und Gifhorn sind sie bärenstark zu empfangen. Und ob sie so schnell aus den Verträgen rauskommen würden? Ich glaube nicht. ;)

von Mc Jack - am 06.11.2014 07:08
Waren eigentlich die beiden Frequenzen in Barsinghausen und Broitzem schon im Genfer Originalplan von 1984 an diesen Standorten koordiniert, oder war das vielleicht urspruenglich auch fuer Stadthagen und Hannover vorgesehen und wurde erst spaeter umkoordiniert?

von Habakukk - am 06.11.2014 07:52
@fatal error: Ich denke, Mc Jack hat die Sache ziemlich gut erläutert.

Zitat
Habakukk
Waren eigentlich die beiden Frequenzen in Barsinghausen und Broitzem schon im Genfer Originalplan von 1984 an diesen Standorten koordiniert, oder war das vielleicht urspruenglich auch fuer Stadthagen und Hannover vorgesehen und wurde erst spaeter umkoordiniert?

Die 101,9 und 103,8 in Barsinghausen ebenso wie die 103,1 und 106,9 in Broitzem sind im Genfer Frequenzplan von 1984 enthalten.

von Funkohr - am 06.11.2014 17:04
Radio FFN und Antenne Niedersachsen gingen 1986 bzw. 1990 auf Sendung. Zu diesem Zeitpunkt war der Bereich über 100 MHz noch weitgehend frei, vielleicht wurde deshalb auch bei Frequenzen und Sendeleistungen recht großzügig verfahren. NDR Info (damals NDR 4) war gerade in der Aufbauphase. An weitere Programme wie N-Joy, Radio 21 und die NKLs war damals wohl noch nicht zu denken. Auch nicht, daß später der DLF und das DLR Kultur zusätzliche Frequenzen benötigen würden.

von Der Langenhagener - am 06.11.2014 18:22
Die beiden großen privaten Ketten scheinen ja schon im Vorfeld der Konferenz Genf 1984 geplant worden zu sein, sonst wären die 101,9 und 103,8 vermutlich wirklich dem NDR-Standort Stadthagen zugeordnet worden.

Ich spekuliere mal:
Bei dieser Planung lagen die Pegel der beiden Torfhaus-Frequenzen im städtischen Raum in BS und Umgebung knapp unter dem planerisch notwendigen Mindestpegel für städtisches Gebiet. Damit wurde ein "Füllsender" in BS nötig. Und an dieser Stelle hat man dann in der Planungskonferenz 1984 nicht gekleckert, sondern geklotzt, um sich international zwei weitere kräftige Frequenzen zu sichern. Nach dem Motto: Man nimmt halt, was man kriegen kann. Und um den Mindestpegel in BS dann auch tatsächlich sicher zu stellen, wurden dann die Frequenzen in Broitzem auch in Betrieb genommen.

Aber wie gesagt, ist nur Spekulatius.

von Funkohr - am 06.11.2014 19:03
Zitat
Mc Jack
Manager hat es - wie immer - :) passend auf den Punkt gebracht.


Äh ja - danke für die Blumen.


Zitat
Habakukk
Waren eigentlich die beiden Frequenzen in Barsinghausen und Broitzem schon im Genfer Originalplan von 1984 an diesen Standorten koordiniert, oder war das vielleicht urspruenglich auch fuer Stadthagen und Hannover vorgesehen und wurde erst spaeter umkoordiniert?


Die waren wie Funkohr schon schrieb bereits bei Genf '84 an den "richtigen" Standorten geplant.

Erwähnen sollte man in diesem Zusammenhang auch, dass angedacht war die in GE 84 für Visselhövede geplanten 101,7 (ffn) und 104,2 (Antenne) am Bundespost TV-Grundnetzsender Verden/Kirchlinteln - also um einiges weiter nordwestlich - zu realisieren. Bei GE 84 waren sie auch bereits mit der Bezeichnung "Kirchlinteln", aber noch mit den Koordinaten des NDR-Senders Visselhövede aufgeführt.

Wäre dies so gekommen wie angedacht, hätten die Privaten im Kreis Celle ohne die Frequenzen in Braunschweig eine deutlich schlechtere Versorgung als der NDR bekommen. Auch diese später verworfene Planung mag ein Grund für die Einbeziehung der Braunschweiger Frequenz in die ffn-Sendekette gewesen sein.

von Manager. - am 06.11.2014 20:41
Speziell das Thema wurde schon diskutiert, sucht mal nach " Doppelversorgung ffn/Antenne abbauen" ;-)

von B.Zwo - am 06.11.2014 22:24
Stimmt, es gab vor 4480 Tagen schon mal einen Thread dazu. Ich bitte vielmals um Enschuldigung.

von freiwild - am 07.11.2014 12:31
Interessant finde ich das damalige Posting:



http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,469,474#msg-474

Zitat
Ole
Die Frequenzen wurden damals nur koordiniert, damit die DDR nicht soviele hatte.

Koordiniert waren

100,3
103,1
106,9


Zwar gibt es dafür keine Belege, aber wer den Kalten Krieg erlebt hat, der sieht darin eine Wahrscheinlichkeit...

von Murky - am 07.11.2014 18:08
Zitat
Murky
Zwar gibt es dafür keine Belege, aber wer den Kalten Krieg erlebt hat, der sieht darin eine Wahrscheinlichkeit...


Nein.
Ole habe ich persönlich kennen und schätzen gelernt, aber hier liegt er falsch.
Und die 100,3 war auch nicht für Braunschweig geplant. Dorthin wanderte sie erst später, als es schon längst keine DDR mehr gab.

Um auf der Transit-Autobahn durch die DDR von Helmstedt nach Berlin durchgehend auf UKW empfangbar zu sein, hatte die ARD bei den Verhandlungen in Genf 1984 die 100,4 am Bundespost-Sender Torfhaus mit Richtstrahlung nach Osten (Rücksicht auf Teutoburger Wald 100,5) für den RIAS koordinieren lassen. Doch bevor der RIAS die 100,4 dort in Betrieb nehmen konnte, war die Berliner Mauer gefallen...

Die freie 100,4 wurde dann ein paar Jahre später als 100,3 nach BS-Broitzem BS/Drachenberg umkoordiniert.


EDIT:
Fehler korrigiert.

von Manager. - am 07.11.2014 18:35
Du hast natürlich recht. Die 100,3 wurde nicht nach Broitzem, sondern zum Drachenberg verlagert. Danke für den Hinweis. Hab's oben korrigiert.

von Manager. - am 08.11.2014 07:19
Zitat
Manager
Um auf der Transit-Autobahn durch die DDR von Helmstedt nach Berlin durchgehend auf UKW empfangbar zu sein, hatte die ARD bei den Verhandlungen in Genf 1984 die 100,4 am Bundespost-Sender Torfhaus mit Richtstrahlung nach Osten (Rücksicht auf Teutoburger Wald 100,5) für den RIAS koordinieren lassen.

Echt? Da wäre der RIAS ja aus der britischen Besatzngszone ausgestrahlt worden. Britz und Hof waren ja amerikanische Zone.
Außerdem hatt die ARD ja eher ein gespanntes Verhältnis zum RIAS. Das Tanzorchester war ja öfters mal beim ZDF aktiv und mit Beginn des Popprogamms von rias2 1985 war der SFB ja regelrecht 100 % seiner Hörer unter 35 in Westberlin beraubt (wie der WDR in Köln damals durch SWF 3).

von Schwabinger - am 08.11.2014 15:18
Zitat
freiwild
Stimmt, es gab vor 4480 Tagen schon mal einen Thread dazu. Ich bitte vielmals um Enschuldigung.
Du brauchst ja die interessanten Inhalte dort nicht lesen. Ich wollte einfach nur darauf hinweisen, mehr nicht!

von B.Zwo - am 08.11.2014 16:59
Zitat
Schwabinger
Echt? Da wäre der RIAS ja aus der britischen Besatzngszone ausgestrahlt worden.


Warum nicht? Der ebenso amerikanische AFN hatte auch einige Sender in der ehem. britischen Besatzungszone.


Zitat
Schwabinger
Außerdem hatt die ARD ja eher ein gespanntes Verhältnis zum RIAS.


Das traf nur auf den SFB zu; nicht auf die gesamte ARD.
Der RIAS war auch assoziiertes Mitglied der ARD. Also sehr eng mit den ARD-Anstalten verflochten.

von Manager. - am 08.11.2014 17:19
Zitat
Manager.
Um auf der Transit-Autobahn durch die DDR von Helmstedt nach Berlin durchgehend auf UKW empfangbar zu sein, hatte die ARD bei den Verhandlungen in Genf 1984 die 100,4 am Bundespost-Sender Torfhaus mit Richtstrahlung nach Osten (Rücksicht auf Teutoburger Wald 100,5) für den RIAS koordinieren lassen. Doch bevor der RIAS die 100,4 dort in Betrieb nehmen konnte, war die Berliner Mauer gefallen...

Die freie 100,4 wurde dann ein paar Jahre später als 100,3 nach BS/Drachenberg umkoordiniert.

[OT]
Hier hätte sich vielleicht ein Ringtausch angeboten: 100,4 für mdr Kultur und die 107,8 dann für den NDR.

Aber zum Thema "Warum Sender Braunschweig-Broitzem": Sicherlich weil es damals einen Bedarf an RiFu-Kapazitäten gab ;-) .

von Thomas (Metal) - am 08.11.2014 22:03
Bei der ganzen Geschichte muß man wohl auch den Sender auf dem Geitelder Berg mit einbeziehen.

von B.Zwo - am 09.11.2014 20:00
Bei mir faktisch vor der Tür bei Salzgitter-Immendorf steht auch noch so ein kleiner Funkturm, bei dem ich mich immer frage, welchen Zweck dieser hatte (und jetzt noch hat). Die frühere Grenze ist zu weit weg und der Standort wäre auch dafür zu ungünstig. Auffällig ist aber die Linie Torfhaus/Broitzem. Evtl. früher eine Richtfunkstrecke?

Und auch der Sender Geitelde passt in diese Linie...

von Murky - am 10.11.2014 17:09
Zitat
Manager.
Zitat
Schwabinger
Echt? Da wäre der RIAS ja aus der britischen Besatzngszone ausgestrahlt worden.


Warum nicht? Der ebenso amerikanische AFN hatte auch einige Sender in der ehem. britischen Besatzungszone.


Zitat
Schwabinger
Außerdem hatt die ARD ja eher ein gespanntes Verhältnis zum RIAS.


Das traf nur auf den SFB zu; nicht auf die gesamte ARD.
Der RIAS war auch assoziiertes Mitglied der ARD. Also sehr eng mit den ARD-Anstalten verflochten.

Stimmt genau, hab ich auch in alten Unterlagen so stehen und kann mich daran auch noch erinnern. Über den RIAS wurde auch in den ARD Jahrbüchern berichtet und dokumentiert. Also der war quasi die zweite Berliner ÖR-Anstalt wenn man das so sagen kann ;-)
Was AFN angeht: Interessant, wusste ich ehrlich gesagt gar nicht, denn mir fällt jetzt spontan nur Bonn ein. Wo waren denn sonst noch AFN Standorte im britischen Sektor/in der britischen BZ?

von Jens1978 - am 10.11.2014 22:26
In Helmstedt (AFN 96,5) und Goslar (FFB 92,7) waren übrigens kleine Sender in der ehemlas britischen Zone..
Beide Frequenzen existieren aber nicht mehr.
Sind aber beide Orte immer noch UKW-Standorte.
HE -> Radio 21
GS -> Radio 21 und NDR mit 5 Programmen.

Flensburg fällt mir noch ein. Ist aber weit wech von der Braunschweiger Region ;)

BTW: Der ehemalige Standort Geitelde - damals Kreis Wolfenbüttel - wurde 1950 gebaut und sendete zunächst über Mittelwelle (bis 1969). Später kam UKW dazu.
Testweise wurde sogar noch das dritte Hörfunk-Programm ausgestrahlt.
In alten Unterlagen findet man den Sender oft auch unter der Bezeichnung Braunschweig-Salzgitter.
UKW-Reichweite soll bei 50 Km gewesen sein.

Im Herbst 1973 wurde übrigens zum ersten und gleichzeitg letzten Mal ein Sonder-Programm für die Region anläßlich der Regional-Messe "Harz und Heide" ausgetrahlt.
Ausser den damaligen Gastarbeitersendungen wurde vom Braunschweiger Sender allfährlich das hannöversche Messejournal ausgestrahlt.
Dieses, sowie die auch die Gastarbeitersendungen wanderten dann zum Sender Harz-West. Im Jahr 1974 war dann Sende-Schluß.
Der MW/UKW-Sender wurde 1977 entfernt. Übrigens existiert in Geitelde eine Straße namens Am Sender.. Die damalige Technik-Bude ist glaub ich auch noch da.
Natürlich ohne Technik, die wurde alsbald entfernt. .

von bikerbs - am 10.11.2014 23:39
AFN gab es in NRW wohl neben Bonn auch noch in Kalkar auf 106.1 sowie Rheinberg 105.1 (>DKultur >BFBS) Außerdem CFN in Werl(?) auf 87.8 (Vorher BFBS, jetzt WDR 2 Schwerte).

von Japhi - am 11.11.2014 07:23
OT
Ja stimmt, jetzt wo ihr das so schreibt fällt mir einiges wieder ein ... MW Sender von AFN gab es ja glaube ich auch in MG oder irgendwo da im Rheinland ;-) Und stimmt, CFN in Werl, davon hatte ich auch mal gehört, muss aber wohl vor meiner Zeit gewesen sein. Werl war ja anscheinend sehr interessant: BFBS, CFN im Radio; BRT, RTBF, SSVC im TV (diese Sender hatte ich ja selbst noch bis Mitte der 90er empfangen können) => nettes Städtchen! Und FFB im Harz kenne ich auch noch. Also waren das generell mehr oder weniger Teile von Austauschabkommen. Interessantes Thema, ich hätte jetzt auch noch mehr Fragen, würde aber dann sehr OT hier, deswegen gebe ich mal Ruhe ;-)

Zitat
bikerbs
BTW: Der ehemalige Standort Geitelde - damals Kreis Wolfenbüttel - wurde 1950 gebaut und sendete zunächst über Mittelwelle (bis 1969). Später kam UKW dazu.
Testweise wurde sogar noch das dritte Hörfunk-Programm ausgestrahlt.
In alten Unterlagen findet man den Sender oft auch unter der Bezeichnung Braunschweig-Salzgitter.
UKW-Reichweite soll bei 50 Km gewesen sein.

Stimmt, Sendername "Braunschweig-Salzgitter", Standort: "Geitelde". Mittelwellenfrequenz war 520kHz mit 2kW Sendeleistung und auf UKW sendete man in Kanal 2 (87,6 oder 87,7) mit 0,5kW das Gastarbeiterprogramm, jedenfalls um 1966 rum. Gibt es die UKW Frequenz dort eigentlich noch in der Gegend?

von Jens1978 - am 11.11.2014 10:21
Jup, in Goslar sendet dort Radio21 auf 87,7.

von Mc Jack - am 11.11.2014 10:45
@ Schwabinger

Zitat

Echt? Da wäre der RIAS ja aus der britischen Besatzngszone ausgestrahlt worden.


Die Einteilung in amerikanische, britische und französische Zone gab es schon zur Gründung der BRD nicht mehr:
http://de.wikipedia.org/wiki/Trizone

Die ganze Pfalz mit ihren amerikanischen Kasernenstandorten ist in der ehemaligen französischen Zone. Die Gegend dort war strategisch wohl so wichtig, da sie westlich des Rheins liegt. Und der Rhein ist eine natürliche Barriere. Hätten die Ostblockstaaten angegriffen, hätte man die Bodentruppen durch Sprengung der Brücken über den Rhein zurückhalten können.

Oder guck dir mal die Senderkarte von AFN Bremerhaven an:
http://en.wikipedia.org/wiki/AFN_Bremerhaven

Außer den Sendern in Bremerhaven waren alle anderen Sender "zonenfremd", und die Kasernenstandorte entsprechend auch.


Genauso waren die Überhorizont-Richtfunkanbindungen der US-Army nach Italien runter auf dem Feldberg im Schwarzwald in der ehemaligen französischen Zone. Diese Richtfunkverbindungen waren notwendig, da die Schweiz und Österreich neutral waren und Frankreich in 1966 aus der NATO ausgetreten ist. Dadurch wurde der NATO-Bereich Europas vom Atlantik bis zum Einflußbereich der Sowjetunion (also von Frankreich über die Schweiz und Österreich) durchschnitten. Das war auch der Grund, wieso Stalin damals so viel an einer Neutralität = Nicht-Mitgliedschaft der NATO lag.

von Kay B - am 11.11.2014 12:17
Zitat
Jens1978
Über den RIAS wurde auch in den ARD Jahrbüchern berichtet und dokumentiert. Also der war quasi die zweite Berliner ÖR-Anstalt wenn man das so sagen kann ;-)


...ohne aber für das Land Berlin (West) zuständig zu sein. Das war ja der SFB.

Wofür der RIAS "zuständig" war, konnte man stündlich im Wetterbericht hören:
"Zwischen der Ostseeküste und den Mittelgebirgen..." ;)



Zitat
bikerbs
Ausser den damaligen Gastarbeitersendungen wurde vom Braunschweiger Sender allfährlich das hannöversche Messejournal ausgestrahlt.


Ach, tatsächlich? Auch die Messesendungen...


Zitat
Jens1978
Und stimmt, CFN in Werl, davon hatte ich auch mal gehört, muss aber wohl vor meiner Zeit gewesen sein.


Das war nicht CFN (Air Force), sondern CAE (Army). ;)
CAE => Radio Canadian Army Europe

von Manager. - am 11.11.2014 16:52
@Manager und weitere ;)

Zwischen der Einstufung von RIAS und den Soldatensendern AFN, FFB, BFN/BFBC, CFN etc. bestand schon ein Unterschied. Ersterer war als Rundfunk aus dem amerikanischen Sektor in Berlin mit deutscher Sprache schon auch für eben den Süden von Westberlin zuständig (wurde ja auch vor dem SFB gestartet). Letztere waren offiziell reine Sender für die Streitkräfte.

Richtig ist, dass der RIAS mit der ARD assoziert war (war ja ein Radiosender der in deutscher Sprache gesendet hat - musste man ja wohl irgendwie in das damalige System einbinden, nicht dass da ein 2. Europe 1 entstanden wäre).
Richtig ist auch, dass der SFB mit dem RIAS wegen der Konkurrenzsituation Probleme hatte (ca. 1986-1987 hat sich SFB 2 ja wegen rias 2 einen Relaunch zu einem Popprogramm gegönnt und der SFB hat den RIAS ja immer auf die Zuständikeit quasi nur für die DDR reduziert).

Richtig ist auch, das der RIAS außerhalb des amerikanischen Sektors in Berliner Südwesten nur noch einen Sender in HO hatte (und das war eben amerikanische Zone).

von Schwabinger - am 11.11.2014 17:37
Zitat
Schwabinger
Zwischen der Einstufung von RIAS und den Soldatensendern AFN, FFB, BFN/BFBC, CFN etc. bestand schon ein Unterschied. Ersterer war als Rundfunk aus dem amerikanischen Sektor in Berlin mit deutscher Sprache schon auch für eben den Süden von Westberlin zuständig (wurde ja auch vor dem SFB gestartet). Letztere waren offiziell reine Sender für die Streitkräfte.


Der RIAS war zwar praktisch ein öff.-rechtl. deutscher Sender, der auch aus deutschen Steuermitteln finanziert wurde. Tatsächlich war es aber ein Sender der amerikanischen Besatzungsmacht - genauso wie AFN. Über dem (deutschen) Intendanten gab es immer noch einen (amerikanischen) Chairman als "Ober-Chef".

Der RIAS war ein paar Jahre älter als der SFB. Das ist richtig, aber nur die halbe Wahrheit.
Der NWDR, aus dem später SFB, NDR und WDR hervorgingen, war in Berlin im Sommer 1946 sogar schon 3 Wochen vor (!) dem RIAS auf MW zu hören.

NWDR Berlin => 17.08.46
RIAS Berlin => 09.09.46

von Manager. - am 11.11.2014 18:24
Zitat
Kay B

Oder guck dir mal die Senderkarte von AFN Bremerhaven an:
http://en.wikipedia.org/wiki/AFN_Bremerhaven

Außer den Sendern in Bremerhaven waren alle anderen Sender "zonenfremd", und die Kasernenstandorte entsprechend auch.


2 UKW-Standorte von AFN waren Garlstedt 92,9 MHz ( damals 0,1 kW, heute N-Joy aus Steinkimmmen 1kW) und Molbergen/Peheim ( oder aus Sögel ?) 93,5 MHz ( 1 kW, heute ebenfalls N-Joy). Soweit ich mich erinnere sendeten beide AFN-Sender nur in Mono :rolleyes:

von Router - am 11.11.2014 18:32
Zitat
Manager.
Der RIAS war zwar praktisch ein öff.-rechtl. deutscher Sender, der auch aus deutschen Steuermitteln finanziert wurde.

Da bin ich mir gerade gar nicht so sicher. Hatte gestern abend noch in einem ARD Jahrbuch von 1989 nachgeguckt. Dort stand als Finzanzierung nichts über Bundesmittel drinnen. Meines Wissens nach wurde der RIAS tatsächlich mit US-Finanzmittel finanziert.
Zitat
Manager.
...ohne aber für das Land Berlin (West) zuständig zu sein. Das war ja der SFB.

Klugscheissmodus an ;-)
Wobei es ja nie ein "Land West-Berlin" gab. Es war ein Gebiet, was von den Alliierten verwaltet wurde. Selbst die deutsche Rechtssprechung galt dort nur mit ergänzenden Ausnahmen durch die Alliierten.
Klugscheissmodus aus ;-)

von Jens1978 - am 11.11.2014 19:17
Zitat
Jens1978
Meines Wissens nach wurde der RIAS tatsächlich mit US-Finanzmittel finanziert.

Das dachte ich auch, aber hier steht was dazu:
http://www.riasberlin.de/rias-hist/riad-hist-lochner.html
Zitat

... Nun war der RIAS, der damals noch zu 60% von amerikanischer Seite finanziert wurde, die kostspieligste Übersee-Einrichtung der USIA.
...das Gesamtdeutsche Ministerium, zu konsultieren, das immerhin 40% unseres Budgets bezahlt.
...Die Finanzierung wurde auf 90% deutsch und 10% amerikanisch umgestuft.
...Gegen Ende der RIAS-Zeit, nach der Wiedervereinigung, wurde die Finanzierung von amerikanischer Seite auf 1% reduziert.


von mittendrin - am 11.11.2014 19:29
Zitat
Jens1978
Da bin ich mir gerade gar nicht so sicher. Hatte gestern abend noch in einem ARD Jahrbuch von 1989 nachgeguckt. Dort stand als Finzanzierung nichts über Bundesmittel drinnen.


Die KEF muss ja nicht alles wissen. :D
Nee, Quatsch. Finanziert wurde der RIAS hauptsächlich vom "Ministerium für innerdeutsche Beziehungen". Mit der Finanzierung der ARD-Anstalten über GEZ-Gebühren oder gar dem ARD-Finanzausgleich hatte das nichts zu tun.

von Manager. - am 11.11.2014 19:57
Sehr interessant, so genau wusste ich das gar nicht. Hab aber mal eben nachgeguckt, denn jetzt wollte ich es wirklich wissen ;-) Also meine Quellen (die da wären: RIAS Geschäftsbericht 1989, ARD Jahrbuch 1989) sagen folgendes, quasi wortgleich, auch sehr interessant:
Zitat
RIAS Geschäftsbericht 1989
Finanzierung: Die Anstalt erhält zur Erfüllung ihrer Aufgaben Grants (Zuwendungen).


Zitat
ARD Jahrbuch 1989
Rechtsform und Aufgaben: Einrichtung der United States Information Agency, bei der die Programm- und Sendehoheit liegt. Nach dem Statut ist RIAS Berlin eine Rundfunkanstalt.

Sendegebiet und Finanzierung: Sendegebiet ist Berlin und Deutschland. Die Anstalt erhält zur Erfüllung ihrer Aufgaben Grants (Zuwendungen).


Eigentlich recht interessant, aber ich kann nirgends einen Hinweis darüber finden, wer denn nun eigentlich die tollen Grants rüberschiebt ;-) Die Ertrags- und Aufwandsrechnung ist auch sehr übersichtlich, nur 5 Punkte! Dort steht aber auch bloß "Erträge aus zur Verfügung gestellter Mittel" (für 1989: 119 Mio DM, 1988: 79Mio DM). Das waren übrigens die einzigen Erträge. Bisher dachte ich immer die kämen aus den USA von der USIA, aber die können tatsächlich auch aus D (bzw. damals offiziell BRD) gekommen sein. Allerdings denke ich schon, dass D sich was dafür hat zahlen lassen. Was es aber tatsächlich auf keinen Fall ist, sind die Gebühren oder Finanzausgleich, das stimmt, denn in dem ARD Jahrbuch ist auch die Vereinbarung über den Finanzausgleich abgedruckt. Und dort werden alle ARD Anstalten alle abschließend aufgezählt, RIAS taucht da nicht auf.
Aber guckt euch nochmal die Formulierung beim Sendegebiet an. Da steht Berlin(! West oder Ost?) und Deutschland! Tja, welches war denn damals gemeint? BRD, DDR, Gebiet in den Grenzen von 1937? Wäre damals alles möglich gewesen ;-)

Zitat
Manager.
Das war nicht CFN (Air Force), sondern CAE (Army). ;)
CAE => Radio Canadian Army Europe

Wusste ich auch noch nicht, dachte es hat bloß ein kanadisches Radioprogramm gegeben. Meine Güte, an solchen Sachen merkt man eigentlich, wie lange das alles schon wieder her ist ...

So, jetzt ist der Thread endgültig im Voll-OT-Bereich angekommen, aber schön ist's :D

von Jens1978 - am 11.11.2014 20:45
Etwas OT, mit BS hat das wenig zu tun.

Zitat
Manager
Der RIAS war ein paar Jahre älter als der SFB. Das ist richtig, aber nur die halbe Wahrheit.
Der NWDR, aus dem später SFB, NDR und WDR hervorgingen, war in Berlin im Sommer 1946 sogar schon 3 Wochen vor (!) dem RIAS auf MW zu hören.

NWDR Berlin => 17.08.46
RIAS Berlin => 09.09.46

Wie immer :spos:
Aber: Bist du dir da wirklich sicher? Der (ostdominierte) Rundfunk in Berlin startete durch die SMAD in der (westberliner) Masurenallee (weil da das Funkhaus war und weil Berlin a) von den Sowjets eingenommen wurde, b) die Stadt den Viermächtestatus hatte). Als Reaktion darauf quasi der Drahtfunk DIAS im amerik. Sektor.
Der (brittische) NWDR m. W zog erst nach dem Abzug des Ostens in die Masuerenallee ein (wobei ich jetzt keine Ahnung, ob die vorher schon on air waren).

Zitat
Jens 1978
Klugscheissmodus an ;-)
Wobei es ja nie ein "Land West-Berlin" gab. Es war ein Gebiet, was von den Alliierten verwaltet wurde. Selbst die deutsche Rechtssprechung galt dort nur mit ergänzenden Ausnahmen durch die Alliierten.
Klugscheissmodus aus ;-)

Klugscheißmodus wieder an:
West-Berlin war "faktisch" eine Art durch die westalliierten anerkanntes Bundesland der BRD. Spätestens mit der Eingliederung Ostberlins als quasi Bezirk in die DDR. Formal galt aber in "WB" (West-Berlin, bzw. Berlin (West)) alliiertes Recht (GENAUSO wie in Ostberlin, bzw. der Hauptstadt der DDR). West-Berlin hatte eine Art Landesparlament namens Senat, geführt von einem Regierenden Bürgermeister. Und dieses in Schöneberg sitzende Parlament hat die nicht stimmberechtigten Abgeordneten in den westdeutschen Bundestag abgeordnet.
Wie das jetzt on Ost-Berlin aussah weuiß ich nicht ganz genau. M. W. durften die die Volkskammer dann doch irgendwann genaus wählen wie außerhalb von Ostberlin (und die 4 Mächte haben da nichts groß dagegen gemacht).

Aber vollkommen recht hast du, mit der Rechtsprechung. Da galt bis zuletzt alliiertes Recht (z. B. die Todesstrafe). Und die Bundeswehr durfte ja nach West-Berlin keine Briefe zustellen :spos::p

@all
Wäre Zeit einen extra RIAS-Thread aufzumachen und die Stadt, deren Fußballverein einst mal "Jägermeister" auf den blau-gelben Trikots getragen hat (warum denn heute nicht mehr? das wäre die Goldgrube bei dem Aufstieg und den Bundesligadasein schlechthin gewesen!) da nicht abzulenken.

von Schwabinger - am 11.11.2014 20:48
Das Parlament West Berlin ist und war das Abgeordnetenhaus. Der Senat ist die Regierung. Das sind zwei paar schuhe.

Aber natürlich gab es weitere besonderheiten,s o haben wir Air berlin zum Beispiel der deutschen Teilung zu verdanken, da es BRD und West Berliner Bürgern untersagt war in West-Berlin zu fliegen.

von Marcus. - am 11.11.2014 20:51
Zitat
Schwabinger
Der (brittische) NWDR m. W zog erst nach dem Abzug des Ostens in die Masuerenallee ein (wobei ich jetzt keine Ahnung, ob die vorher schon on air waren).

Ja, war er und er saß am "Heidelberger Platz 3". Da stand auch extra ein Hinweisschild vor der Masurenallee, welches auf NWDR und RIAS hinwies. Interessantes Buch dazu: Link Die Jahreszeit mit den langen Abenden steht ja bevor bzw. hat begonnen ;-)

von Jens1978 - am 11.11.2014 21:00
Ein bisschen Lesestoff zum Thema:

RIAS-Finanzierung ---> http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13527885.html
NWDR und RIAS ---> http://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/kalter_krieg/aet_04.htm

von Manager. - am 11.11.2014 21:57
Sehr interessant :spos:

von Jens1978 - am 12.11.2014 07:10
Okay, wenn das interessiert...

Nachschlag ---> http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13515537.html
und ---> http://www.zeit.de/1988/21/hilfe-fuer-amerika


Und damit wieder zurück nach Braunschweig. ;)

von Manager. - am 12.11.2014 18:22
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