LMS schreibt lokale UKW-Frequenz Mer­zig 105,1 MHz aus

Startbeitrag von Dampfradio am 21.11.2014 15:16

Saar­brü­cken, 21. Novem­ber 2014:

Nach den Bera­tun­gen in der Sit­zung des Medi­en­ra­tes vom 20.11.2014 schreibt die Lan­des­me­di­en­an­stalt Saar­land (LMS) die lokale UKW-Frequenz Mer­zig 105,1 MHz aus. Die Aus­schrei­bung rich­tet sich an pri­vate Hör­funk­ver­an­stal­ter, die ihre Bewer­bun­gen bis zum 22. Dezem­ber 2014, 12 Uhr (Aus­schluss­frist) bei der LMS ein­rei­chen kön­nen. Der Aus­schrei­bungs­text wird vor­aus­sicht­lich am 4. Dezem­ber 2014 im Saar­län­di­schen Amts­blatt erschei­nen und kann schon zuvor unter fol­gen­dem Link abge­ru­fen wer­den: http://www.lmsaar.de/die-lms/ausschreibungen/.

Der Medi­en­rat dul­det die Wei­ter­sen­dung des Pro­gramms „Radio Mer­zig“ der Funk­haus Saar GmbH, das zur­zeit über diese Fre­quenz aus­ge­strahlt wird, bis zum 28. Februar 2015.

In der Sit­zung wurde dar­über hin­aus die Cen­tral FM Media GmbH als lokale Hör­funk­ver­an­stal­te­rin für das 24-stündige lokale Hör­funk­spar­ten­pro­gramm „Radio Saarschlei­fen­land“ zuge­las­sen. Eine Fre­quenz­zu­wei­sung ist mit der Zulas­sung nicht verbunden.

Wei­ter­hin wurde die Zuwei­sung von DAB+ Über­tra­gungs­ka­pa­zi­tä­ten an die RADIO SALÜ Euro-Radio Saar GmbH für das Pro­gramm „Radio Salü“ für die Dauer von 5 Jah­ren verlängert.

Die Mit­glie­der des Medi­en­ra­tes haben zudem den Wirt­schafts­plan 2015 der LMS fest­ge­stellt. Nach Geneh­mi­gung durch die Staats­kanz­lei des Saar­lan­des wird der Plan auf der Web­site der LMS (www.lmsaar.de) ver­öf­fent­licht.

Der Medienrat duldet die Weitersendung des Programms „Radio Merzig“ der Funkhaus Saar GmbH, das zurzeit über diese Frequenz ausgestrahlt wird, bis zum 28. Februar 2015.

Antworten:

„Radio Saarschlei­fen­land“??? Da klingt ja schon so nach Dauerschleife.

von Cha - am 21.11.2014 16:12
@ Dampfradio bist du dabei ?


Somit sind beide Frequenzen in Merzig und Mettlach in der Auschreibung, mal gespannt ob auch CRR seine Fühler ausstreckt.

Ist jz nur ne Vermutung von mir, hat die Ausschreibung, was mit der Rückgabe der 106,1 zu tun?

von Marcus. - am 21.11.2014 18:01
Oha, das hätte ich nicht erwartet. Hört sich irgendwie an, als würde man Radio Merzig praktisch die Frequenz entziehen, oder sehe ich das falsch?

Jedenfalls dürfte die 105,1 Merzig ungleich attraktiver sein, als die 106,1 Mettlach. Hier ein Radio Mobile Plot, den ich vor einiger Zeit erstellt habe:
[attachment 4059 Mzg105_1_1000x1000.jpg]

von SaarLux03 - am 21.11.2014 19:01
Natürlich ist die 105,1 wesentlich attraktiver, wenn auch diese relativ schnell durch die 105,0 aus NK und aus LUX angekratzt wird.

Bei der 106,1 ist ähnlich und man sendet gerichtet noch in der Füllsender konfiguration. Wie man bei DAB sieht kann man an sich von Mettlach aus Merzig zum großenteil versorgen, allerdings bei UKW schafft man es gerade mal bis Besseringen.

Radio MZG hatte ja schon Probleme mit der Finanzierung beider Frequenzen. Ein Anbieter alleine auf der 106,1 mit 100 W ist meiner Meinung schwer zu finanzieren.

Deshalb sollte die LMS auch eine Vergabe an einen anbieter bevorzugen, sofern man es jz überhaupt noch hinbekommt. Auf der anderen Seite fehlt natürlich CRR noch eine Frequenz in der Ecke.

und hier noch aussen vorgelassen, dass Unser Ding und DLR noch Versorgungslücken in der Region haben und sicherlich besser die Funzeln gegenfinanzieren können. Bei dem DLR kommt noch dazu, dass die Frequenzen im Moseltal und NK ja eine Kette waren.

von Marcus. - am 21.11.2014 21:35
Die Störungen auf der 105,1 durch NK und LUX halten sich aber doch ziemlich in Grenzen. Eigentlich finde ich, dass diese Frequenz (zumindest mit einem einigermaßen trennscharfen Autoradio) sogar recht ungestört ist. Also eigentlich für 100 Watt ne gute Frequenz.

Dagegen kannst du die 106,1 seit der Inbetriebnahme von Europe 1 (106,0 aus Forbach) außerhalb von Mettlach ziemlich vergessen. Vorher ging die auch noch in Besseringen und auf der A8 zwischen Merzig und Schwemlingen (und sogar in Teilen von Merzig selbst) einigermaßen, aber seit es die 106,0 gibt, ist es damit auch mit trennscharfem Autoradio vorbei. Natürlich könnte man theoretisch vom Sender Mettlach auch noch Merzig versorgen - aber halt nicht mit Richtstrahlung nach Mettlach und auch nicht 100 kHz neben einem Franzosen :)

Für CRR würde sich die 105,1 prima mit der 102,8 Saarlouis und 100,9 Lebach ergänzen. Aus rein technischer Sicht, wäre das super.

Bei der 106,1... ich weiß nicht. Es haben sich ja 2 Anbieter beworben ("Saarschleifenradio" und "Cloefradio", letzterer von der Radio Mer­zig 105,1 UG, siehe hier). Kann natürlich sein, dass die beiden sich auch auf die 105,1 bewerben (wohl recht wahrscheinlich) und einer beide Frequenzen kriegt. Ob sich die 106,1 dann lohnt?? Technisch wäre es in der Tat sinnvoll, die Frequenz an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu geben, aber sie ist halt einmal dem Privatfunk zugeordnet. [Edit] Ach ja, die Kollission 106,1 mit 106,2 Moseltal/Perl gibt es meiner Meinung nach nicht. Die Entfernung zwischen beiden Sendern ist zwar nicht groß (etwa 14 km), aber da sind ordentliche Berge dazwischen und die 106,2 sendet ja auch gerichtet. [/Edit]

von SaarLux03 - am 21.11.2014 22:01
Zitat

Technisch wäre es in der Tat sinnvoll, die Frequenz an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu geben, aber sie ist halt eimal dem Privatfunk zugeordnet.


Natürlich müsste dann ein Tausch her und das kann eigentlich nur mit Unser Ding passieren. Die 90,3 hätte ja den Vorteil, dass auch um WND mal noch ein saarländisches Privat Radio zu hören wäre.

Die 103,7 ist ja nach Osten ausgeblendet, deshalb auch damals die Verlagerung des Füllsenders aus dem Bliestal nach NK. Der Füller in Homburg mach noch Sinn, aber in WND eigentlich nicht, denn WND liegt eigentlich wieder im vollen korridor und ich hatte es in Erinnerung, dass die 90,3 erst hinter dem Kuchenberg zu gebrauchen war, da vorher immer der Donon reingefunkt hatte.

So käme dann Unser Ding in den Raum Mettlach und Besseringen zurück.

Habe die damalige Aufteilung der Frequenzen so oder so nie so richtig verstanden.

von Marcus. - am 21.11.2014 22:12
Auch wenn ich nicht glaube, dass das so kommt - Sinn würde es schon so machen. In WND haben tatsächlich alle saarländischen Privatsender außer Salü (Big FM, CRR, Radiogroup-Lokalsender) keine bzw. eine schlechte Versorgung.

Wobei ich nicht weiß, in wieweit Unser Ding die 90,3 für die Bereiche nördlich und östlich von Sankt Wendel (also z.B. für Freisen) braucht. In WND selbst geht der Schoksberg - übrigens auch auf DAB - noch gut, so dass dort sicher keine 90,3 nötig ist.

von SaarLux03 - am 21.11.2014 22:18
Zitat
@ Dampfradio bist du dabei ?


Ich tue mir als Gesellschafter oder Mitbetreiber die Radiolandschaft im Saarland nicht mehr an!

Da müßte man jetzt wieder auf die Suche nach einigen neuen Gesellschaftern gehen.
Und dann bist du wieder abhängig vom Klüngel in der LMS und beim Medienrat.
(Dafür bin ich zu kritisch und lasse mich nicht verbiegen)

Und zweitens habe ich keine Lust im Studio zu verbringen und das zu tun was mir eine Stundenuhr vorschreibt!
Meine Sendungen bei 97,1 und @#$%& konnte ich ja noch nach meinem Geschmack gestalten.
Nur als Bediener von Werbeeinblendungen, Trailer, usw. bin ich mir zu schade.

Wenn es mal wieder Radio mit Hintergrund geben sollte, dann könnte ich es mir überlegen aber eigenes Geld werde ich nicht rein stecken.

Viele Grüße
Erhard

von Dampfradio - am 21.11.2014 22:24
Zitat

Wobei ich nicht weiß, in wieweit Unser Ding die 90,3 für die Bereiche nördlich und östlich von Sankt Wendel (also z.B. für Freisen) braucht. In WND selbst geht der Schoksberg - übrigens auch auf DAB - noch gut, so dass dort sicher keine 90,3 nötig ist.


Die Frage ist natürlich wie das Diagramm der 103,7 in der Realität aussieht. Koordiniert sind in die Richtung Freisen, die 101,7 und 103,7 identisch und Salue hat ja auch keinen Füller.

Natürlich ist in der Region die Göttelborner Höhe von Vorteil bzw war, da ich seit dem umbau in Göttelbrn nicht mehr verfolgt habe, wie sich der Empfang dort verschlechtert hat.

Aber ich denke auch, da wird sich nix mehr ändern, ausser der SR gibt sein Kulturradio SR2 auf und macht mit dem SWR ein gemeinschaftsprogramm. Dann könnten die Füller im Moseltal und in Merzig an unser Ding gehen, da hier ja der Sender Saarburg aushelfen würde. Der Sender bliestal würde den Fehlenden Sender Kettrichshof ausgleichen. Aber das war jz etwas laut gedacht.

Ich bleibe jedenfalls skeptisch, ob sich ein Lokalradio dauerhaft in Merzig und Mettlach dauerhaft durchsetzten kann. Die Funzeln sind einfach als Füller konzipiert worden. In Merzig sind die Antennen zum Beispiel nach unten geneigt.
Ausserdem darf man nicht vergessen, dass Merzig und Mettlach sehr weitläufig sind. Die Kernbereiche sind zwar versorgt, aber bei weitem nicht mal 2/3 der 40.000 Einwohner.

von Marcus. - am 22.11.2014 01:08
Die LMS hat inzwischen bekannt gegeben, dass es für die 105,1 MHz in Merzig zwei Bewerbungen gibt:

- die Cen­tral FM Media GmbH für das Hör­funk­spar­ten­pro­gramm „Radio Saarschleifenland“
- die Radio Mer­zig 105,1 UG für das Hör­funk­voll­pro­gramm „Radio Merzig“.

Siehe auch http://www.lmsaar.de/2015/01/zwei-bewerberinnen-fuer-ukw-hoerfunkfrequenz-merzig-105-1-mhz/

von SaarLux03 - am 06.01.2015 20:07
Das ist aber etwas mager. Will sonst echt niemand dort senden? Bei den Bewerbern glaube ich nicht, dass die sich lange halten. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

von RheinMain701 - am 06.01.2015 20:26
Zitat
Bei den Bewerbern glaube ich nicht, dass die sich lange halten. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.


Da bin ich auch skeptisch!

Das funktioniert nur, wenn der Betreiber auch gleichzeitig Geschäftsführer, Moderator und Redakteur ist.

Viel Luft für Personal, außer man führt das System Schwenk fort, wird nicht drin sein!

von Dampfradio - am 06.01.2015 22:43
Mich wundert, dass CRR nicht mit dabei ist.

Die Frequenzen in Mettlach udn Merzig sind als Füller geplant worden für die GNS und haben eine bescheidene Recihweite, da die Antennen zum Teil ins Tal geneigt sind.

Ich bin auch sehr skeptisch, besonders wenn es einen only Betreiber nur für Mettlach geben sollte. Also ein gemeinsamer Betrieb der Funzeln ist in meinen Augen schon Pflicht.

von Marcus. - am 06.01.2015 22:48
Beide Betreiber haben sich auch für Mettlach beworben und die Akteure waren alle schon mal bei der RG!
Auch bei CCR und Salü sitzt das Geld nicht mehr so locker!

von Dampfradio - am 06.01.2015 23:24
Ich habe eigentlich auch auf CRR für die 105,1 MHz gehofft und mich gewundert, dass die sich nicht beworben haben.

Bzgl. den jetzigen Bewerbern: Dieses Radio Saarschleifenland (Central FM Media GmbH) scheint mir ja ein ganz neuer Betreiber zu sein, der wohl nichts mit der RG zu tun hat. Aber bei Radio Merzig 105,1 UG blicke ich nicht durch. Ist das wieder irgendeine Tochterfirma aus der RG-Gruppe?

von SaarLux03 - am 07.01.2015 20:34
Zitat
Dieses Radio Saarschleifenland (Central FM Media GmbH) scheint mir ja ein ganz neuer Betreiber zu sein, der wohl nichts mit der RG zu tun hat.


Das ist ein ehemaliger Studioleiter der RG,

Zitat
Aber bei Radio Merzig 105,1 UG blicke ich nicht durch. Ist das wieder irgendeine Tochterfirma aus der RG-Gruppe?


Das ist der ehemalige Studioleiter aus Merzig.

Also teilweise von der RG abgeschworen und teilweise ein Franchise Nehmer!

von Dampfradio - am 07.01.2015 23:18
Das ganze Problem ist dass das alles nur ärmliche Funzeln sind. Wie Marcus schon schrieb erreicht man damit noch nicht mal 2/3 der Einwohner dort. Dadurch wird das ganze auch für CRR ziemlich unattraktiv. Technisch mag das zwar wunderbar zur Frequenz in Saarlouis und Lebach passen. Aber man hat dadurch nur noch mehr ausgaben und nur sehr wenige zusätzliche Einnahmen. Deshalb bezweifle ich auch das sich dort ein Lokalradio lange halten kann.

von Spacelab - am 08.01.2015 08:50
Wobei die Merziger Frequenz noch Teile der A8 versorgt. Nur wird ein lokalradio nur in Mettlach nicht überleben, vlt. hat man sich deshalb nicht beworben. Der Draht zur LMA ist sicherlich nicht so schlecht, dass man vorher mal nachfragen kann, in welche Richtugn die Reise geht.

Die LMA war natürlich damals als die Frequenzen verteilt wurden für bei Frequenzen nicht abgeneigt, da man mit Antenne West einen potentiellen Bewerber hatte.

Nur mittlerweile denke ich, dass es die bessere Option gewesen wäre die 105,1 an Unser Ding zu geben und die 106,1 an das DLR und dafür dem privatrundfunk die 90,3 in WND zu geben.

Die 90,3 hat eine sehr gute Reichweite und wurde nicht als Füllfunzel konzipiert und ist eigentlich für eine Füllfrequenz zu schade. Liegt eigentlich auch ausserhalb der Ausblendung der 103,7.

Aber es darf gespannt sein wer sich wirklich durchsetzt und wie lange der Anbieter durchhält.

von Marcus. - am 08.01.2015 12:27
Zitat
Wobei die Merziger Frequenz noch Teile der A8 versorgt. Nur wird ein lokalradio nur in Mettlach nicht überleben, vlt. hat man sich deshalb nicht beworben.


Die Bewerber in Mettlach sind die gleichen wie in Merzig:

Was heißt Teile der A8. Das sind nur wenige Kilometer zwischen Merzig und Rehlingen.
Da muß also jemand durch Zufall in dieser kurzen Zeit den Sender finden und nach 5-6 Kilometern ist wieder Schluß!
Oder
Jemand hört bewußt sein Radio Merzig und stößt aber auch nach wenigen Kilometern Fahrt an die Grenzen.
Ganz abgesehen von den Indoor Hörern, die überwiegend an Wurfantennen betriebene Geräte haben und noch größere Empfangsprobleme als der Autofahrer haben.
Dadurch schränkt sich der schon kleine Hörerkreis technisch noch weiter ein.
Daher machen die 100 Watt im Raum Merzig/Mettlach nur Sinn wenn sie als Füllfrequenz oder in einer Kette genutzt werden.

Z.B wenn wir das Lokalradio Saar über die Kreis- oder Stadtgrenzen hinaus lizenziert bekommen hätten, sodass sich mit RDS die Frequenzen hätten verknüpfen lassen.

Minimal Ziel wäre dann zumindest ein Radio für Saarlouis - Merzig - Mettlach gewesen, das sich auch rechnen würde. (Hörerpotential ca. 250.000 Einwohner)
Mit einem guten Team, auch einigen ehemaligen Mitstreitern von Radio Dillingen (O.K. Saarland) und anderen Kollegen des ehemaligen Offenen Kanals hätte man eine gute Truppe zusammen bekommen. Viele, auch ich, dürfen eh nur wenig dazu verdienen (bis wir 65 sind) und so hätte man kostengünstig senden können. Man hätte auch nicht Lohnversprechungen machen müssen, die man später nicht einhalten hätte können.
Dann noch eine Kooperation mit lokalen Blättchen (Saar Zeitung - Extra - usw.) hätte die Beschaffung und den Austausch von lokalen Informationen gewährleistet.
All diese Gespräche und Kooperationen hatten wir vorher schon besprochen, leider hat uns das System Schwenk verbrannte Erde hinterlassen!
So hätte man Gutes Lokales Radio machen können, mit Machern mit Herzblut und Menschen die schon vorher wissen welche Entlohnung sie erhalten werden.
Man hätte nicht blenden müssen, sondern ein ehrliches Radio gegenüber Mitarbeitern, Werbekunden und Hörern produzieren können!

von Dampfradio - am 08.01.2015 13:02
Laut den LMS-Pressemeldungen haben sich auf die 106.1 in Mettlach "Radio Saarschleifenland" und "Das Cloefradio" und auf die 105.1 in Merzig "Radio Saarschleifenland" und "Radio Merzig" beworben. Der Betreiber von "Das Cloefradio" und "Radio Merzig" ist der gleiche, aber die Programme offenbar unterschiedlich, ausser es wurde in der zweiten Ausschreibung nochmal geändert, wenn das rechtlich möglich ist.

von saarlorlux - am 08.01.2015 13:39
Zitat
Der Betreiber von "Das Cloefradio" und "Radio Merzig" ist der gleiche, aber die Programme offenbar unterschiedlich, ausser es wurde in der zweiten Ausschreibung nochmal geändert, wenn das rechtlich möglich ist.


Zwei unterschiedliche Programme.......!!!???

Das wird dann wohl der selbe Ablauf wie bei den RG Radios.

Ein Minimalprogramm für den lokalen Teil und ein übergestülptes Rahmenprogramm.

Und dies ist schon wieder "unehrliches" Radio, das dann auch noch von LMS gefordert oder befürwortet wird.
Ein eigenständiges Programm wird sich für Mettlach nicht rechnen!

Manchmal habe ich den Eindruck die LMS ist ihre Frequenzen los, egal was und wie gesendet wird.
Diese Geschäftsmodelle können eigentlich nur im Einmannbetrieb (Einfraubetrieb) funktionieren.
Für Personal wird kein Geld übrig sein oder die Ausbeutung wird weiter geführt.

Da die Radiomacher aus dem System Schwenk kommen, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sie zu einem Gesinnungswechsel (wie ich ihn vorher beschrieben habe) bereit sind!

Lassen wir uns überraschen, wie Florian Silbereisen zu sagen pflegt!

von Dampfradio - am 08.01.2015 14:07
Zitat

Die Bewerber in Mettlach sind die gleichen wie in Merzig:

Was heißt Teile der A8. Das sind nur wenige Kilometer zwischen Merzig und Rehlingen.
Da muß also jemand durch Zufall in dieser kurzen Zeit den Sender finden und nach 5-6 Kilometern ist wieder Schluß!
Oder
Jemand hört bewußt sein Radio Merzig und stößt aber auch nach wenigen Kilometern Fahrt an die Grenzen.
Ganz abgesehen von den Indoor Hörern, die überwiegend an Wurfantennen betriebene Geräte haben und noch größere Empfangsprobleme als der Autofahrer haben.
Dadurch schränkt sich der schon kleine Hörerkreis technisch noch weiter ein.
Daher machen die 100 Watt im Raum Merzig/Mettlach nur Sinn wenn sie als Füllfrequenz oder in einer Kette genutzt werden.


Hatte meinen Einwand eig auf eine Bewerbung von CRR bezogen im Senderverbund.

Bei einem Lokalradio sollte ja eigentlich auch immer die beste Frequenz sein. Aber ich kann mir das nicht vorstellen, dass es in Merzig funzt. Merzig hat keine große Kernstadt sondern ist weit verstreut.

In SLS aus Roden würde sowas funzen, da kann Dillingen und SLS versorgen. Oder auch in NK oder HOM.
In SB ist ja leider keine brauchbare Frequenz frei gewesen.

von Marcus. - am 08.01.2015 20:57
Zitat
In SLS aus Roden würde sowas funzen, da kann Dillingen und SLS versorgen. Oder auch in NK oder HOM.


Saarlouis funktioniert aber nicht mit der alleinigen 102,8!
Neunkirchen alleine ist auch problematisch, weil die Frequenz auch nicht weit aus dem Stadtkern hinaus kommt.
Da hätte ein Verbund vom Mast in Sulzbach mit Neunkirchen mehr gebracht!

Es sind halt überwiegend Frequenzen, die nur innerhalb einer Kette funktionieren.

von Dampfradio - am 08.01.2015 22:21
Da wäre es fast schon besser gewesen, ein Programm wie Radio 99,6 Saarbrücken mit seinem deutschsprachigen Musikformat saarlandweit zu verbreiten.
Aber stattdessen gibt es nach Saarbrücken und Neunkirchen mittlerweile mit Radio Homburg schon das dritte RG-Programm saarlandweit im UKW-Kabelnetz.

von Saarländer (aus Elm) - am 08.01.2015 22:54
Das Problem ist das diese ganzen "Lokalfrequenzen" nicht so wirklich viel taugen. Die meisten versorgen ja noch nicht mal ihr eigentliches Zielgebiet. Als beispiel wurde ja schon die 102,8Mhz genannt. Alleine genommen ist diese Frequenz für die Katz. Sogar in Saarlouis selbst schaltet das Autoradio öfters mal auf die zwar weiter entfernte, aber besser zu empfangende Lebacher Frequenz um. Will sagen, mit einer einzelnen Frequenz kann auf dauer kein Lokalradio hier im Saarland überleben. Da kann es noch so gut gemacht sein. Ein Lokalradio muss mit den heute üblichen Tischhupen und Küchenradios mit Wurfantenne brauchbar zu empfangen sein. Sonst macht das ganze keinen Sinn. Auch muss man sich fragen ob es sinnvoll ist für jedes kleine Dorf für das eine UKW Frequenz in der Nähe ausgeschrieben wird ein Lokalradio aufzumachen. Oder ob es nicht schlauer wäre mehrere Gebiete zusammen zu fassen.

von Spacelab - am 09.01.2015 08:09
Das Problem ist, dass man die Lokalradios hätte früher starten müssen, wo noch brauchbarere Frequenzen verfügbar waren.

An sich ist die Frequenz 102,8 nicht schlecht, wenn nur Melodie nicht wäre. Der hoxberg, Sulzbach oder St.Wendel sind natürlich die besseren Standorte keine Frage.

Ich bezweifle, ob das Konzept eines Lokalradios funktioniert oder ab ein landkreis Radio besser wäre.

von Marcus. - am 09.01.2015 11:11
Die Veranstalter können ja an den ausgeschriebenen UKW-Frequenzen nichts ändern, wenn nur noch kleinräumige Terrestrik zu verteilen ist. Es waren offene Ausschreibungen, das Interesse insgesamt gering bei nur zwei Bewerbern. Merzig und Mettlach sind eben nicht der Nabel der Welt! Jetzt muss eben über diese Angebote entschieden werden, da sollte man dann die Konzepte auf Wirtschaftlichkeit, Organisation und Programm prüfen. Es wird aber wohl nur funktioneren, wenn die 105.1 und 106.1 an einen Veranstalter geht.

von saarlorlux - am 09.01.2015 11:16
Zitat
Ein Lokalradio muss mit den heute üblichen Tischhupen und Küchenradios mit Wurfantenne brauchbar zu empfangen sein. Sonst macht das ganze keinen Sinn. Auch muss man sich fragen ob es sinnvoll ist für jedes kleine Dorf für das eine UKW Frequenz in der Nähe ausgeschrieben wird ein Lokalradio aufzumachen. Oder ob es nicht schlauer wäre mehrere Gebiete zusammen zu fassen.


Genau das ist das Problem.
Wir sehen nur die dB Werte, denken aber nicht daran dass im Haus schon 10 dB fehlen.
Viele Frequenzen dürften schon gar nicht ausgeschrieben werden aber MB geht ja immer von 10 Meter über Boden und einer Außenantenne aus!

Auch die Ausschreibungspraxis der LMS ist sehr zweifelhaft.
Man stürzt viele Betreiber in die Insolvenz, weil die einzelnen Frequenzen Nichts taugen.
Daher habe ich mich auch nicht mehr beworben!

Bei zu großen Ketten sieht man die Existenz des SR oder des Platzhirsches Salü gefährdet, sodass man eigentlich keine ernsthafte Konkurrenz zuläßt!

Das mit dem Aufmachen eines Lokalradios für jedes Dorf liegt wie schon erwähnt an der Ausschreibungspraxis der LMS und der Angst vor richtiger Konkurrenz!

Mit der 100,9, der 105,1, 106,1,102,8 hätte man im Bündel ein gutes Regionalradio aufbauen können.
Dass es funktioniert hatten wir bei Radio Donnersberg bewiesen. leider war die Lizenz an einen Verein gegeben worden, der leider nicht fähig war das geschäftliche weiter zu bringen.
Die Verbandsgemeinde und der Landkreis standen eigentlich hinter dem Radio.
Man hatte aber versäumt bis zur Einstellung der Zuschüsse durch die LPR, die Einnahmen so zu generieren, dass die Kosten gedeckt sind.

Leider kam ich ein paar Monate zu spät nach KIBO, ich hätte es fast geschafft das Radio zu retten.
Hatte viele Gespräche mit T-Systems, der Politik, der LPR und RTL Radio für ein Mantelprogramm.

T-Systems wollte aber nicht auf die Altschulden verzichten und eine Gesellschaft mit saftigem Minus zu gründen machte auch keinen Spaß, so wurden die Frequenzen in KIBO, Rockenhausen und Eisenberg an Rockland vergeben!

von Dampfradio - am 09.01.2015 11:19
Wenn die LMS damals Eier in der Hose gehabt hätte, hätte sie die Lokalradios zusammen mit CRR in einem Ring verwerfen sollen. Man wollte auf der einen Seite Lokalradio fördern, aber CRR hinter dem ja Radio Salue steht auch nicht verärgern.
Der Weg wäre gewesen CRR über DAB laufen zu lassen und über UKW als Mantelprogramm für Lokalradiofenster, die von unabhängien Gesellschaften betrieben werden.

Das hätte auch den Vorteil gehabt, dass sich die Musikfarbe von dem klassischen Einheitsbrei absetzt und Lokale Informationen hätte man zum Teil stundenweise senden können sowie Loakle Nachrichten immer um 30 Min versetzt zu den Hauptnachrichten.

von Marcus. - am 09.01.2015 22:10
Da hätte Salü niemals mitgespielt. Die haben ja damals schon den Dickköpfingen gespielt und das hervorragende Salü Gold von heute auf morgen eingestellt.

von Spacelab - am 09.01.2015 22:13
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