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Autoradio von Fiesta besser als E 5

Startbeitrag von 99,9 am 30.11.2014 15:44

Ich habe festgestellt, dass das Autoradio von einem Ford Fiesta (Baujahr 2011) ein unglaubliches Empfangsteil auf UKW hat. Außerdem ist die Trennschärfe sehr gut.
Dieses Radio ist besser als der E5 mit Filtern.
Was für ein Hersteller produziert den die Autoradios von Ford?
Generell habe ich festgestellt, dass die meisten Autoradios besser sind, als die normalen im Handel zu kaufenden Radios.
Warum kann man so ein Radio nicht auch als stationären Empfänger herstellen?
Da hätten UKW-DXer ein super Gerät.

Antworten:

Hersteller bei meinem Fiesta ist Visteon. Die Trennschärfe ist tatsächlich vergleichbar mit dem Sony XDR-F1HD.
Die Empfinlichkeit allerdings nicht so gut wie bei meinem Becker.

von cain - am 30.11.2014 16:01
Zitat
99,9
Warum kann man so ein Radio nicht auch als stationären Empfänger herstellen?
Da hätten UKW-DXer ein super Gerät.


Du kannst doch ein Autoradio stationär einsetzen, ich sehe da kein Problem. ;)

von xxxxxxxxxxxxxx - am 30.11.2014 16:24
Zitat
cain

Die Empfinlichkeit allerdings nicht so gut wie bei meinem Becker.


Liegt bestimmt an der oftmals zu kurzen Antenne.
Wenn du die Möglichkeit hast würde ich das ganze mal mit einer längeren Antenne testen.

von _Yoshi_ - am 30.11.2014 16:57
Auch das Sony-Radio in meinem Ford Focus ist ne absolte DX-Machine. Sehr empfangsstark und unglaublich trennscharf. Trennung auf 0,2 MHz nie ein Problem, selbst wenn da ein 100 kW-Sender mit vollem Signal ankommt. Auch Trennung auf 0,1 MHz klappt meistens. Einiges Manko ist die automatische Höhenabsenkung bei schwächerem Signal, die meiner Meinung nach etwas zu aggressiv zu Werke geht und sich nicht abschalten lässt.

Aber ich frage mich auch: Warum kriegt man so etwas im Auto, aber nicht als normales Radio für ins Wohnzimmer zu kaufen?

von SaarLux03 - am 30.11.2014 21:11
Mir stellt sich die Frage ob die Wunderempfänge den guten Antennen und Diversity geschuldet sind oder an digitaler Signalaufbereitung ?

von Frankfurt - am 01.12.2014 07:57
Für Zuhause gibt es nur 2 Kategorien:

1: möglichst billig. Man scheut wegen des wütenden Rotstifts und der sehr gering ausfallenden Häufigkeit von DXern einen erhöhten Empfängeraufwand.
2: möglichst guter Klang. Und hier fallen naturgemäß schon mal schmale trennscharfe Filter weg. Genauso wie die im Auto verhältnismäßig früh einsetzenden Audiofilter. (High Cut, Verringerung der Stereobreite...)

Leider scheint es mittlerweile nur noch Tuner der ersten Kategorie zu geben. Selbst in sehr teuren Surroundreceivern und Stereoanlagen werden nur noch billige 08/15 Tuner verbaut.Offenbar ist die Nutzung von UKW und das Interesse an gutem Empfang an der heimischen Stereoanlage so weit zurück gegangen das es nicht mehr nötig ist teure Empfänger zu verbauen. Es benutzt ja auch kaum mehr jemand eine richtige Antenne. Da wird die beigepackte 30cm lange Wurfantenne dran geschmissen und fertig ist der Fisch. Für den örtlichen Dummfunker wirds schon reichen. Bestenfalls kommt der Tuner an den Kabelanschluss.

Natürlich kann man ein Autoradio auch Zuhause benutzen. Sieht halt nur aus wie geschi**en. Aber ein technisches Problem ist das keines. Adapterkabel für Strom und Lautsprecher gibt es für ganz schmales Geld und ein Adapter für die Antenne ist auch schnell gebastelt. Man muss nur unbedingt auf eine gute Stromversorgung achten. Also jetzt kein prasselndes Schaltnetzteil aus Fernost dran knuppern sondern ein schönes dickes traditionelles wie man es damals beim CB Funk oder im Amateurfunk benutzt hat. Und nicht vergessen: ein modernes Autoradio zieht locker mal 10 Ampere weg. Also entweder eine Auto- oder Motorradbatterie als Puffer zwischenschalten, oder ein entsprechend dickes Netzteil benutzen.

von Spacelab - am 01.12.2014 08:11
Ich habe mal eine Kiste mit Schaltnetzteilen von TFT-Monitoren bekommen. Machen 4 bzw. 5 A bei 12 V. Ideal fuer Autoradios. Diese Netzteile sind sehr gut entstoert. Mit Ruecksicht auf die Nachbarn kommt eine Stromaufnahme oberhalb dieser Werte auch nicht in Betracht. ;)

Als DX-Geraete verwende ich nach wie vor noch:

- Blaupunkt Panda-CC (Werksausruestung fuer Fiat Panda) - es bietet ein ausgezeichnetes Sharx mit guter Trennschaerfe und toller Empfindlichkeit
- Grundig Allixx DAB (alt) - es ist sehr auskunftsfreudig (PI kommt sehr frueh), koennte trotz guter Empfindlichkeit aber ein wenig trennschaerfer sein
- Norauto ohne weiteren Namen - es laesst OIRT-Empfang zu, ist sehr empfindlich und ausreichend trennscharf

von PowerAM - am 01.12.2014 08:25
Man muss natürlich auch bedenken das wenn man 2 statt der möglichen 4 Lautsprecher angeschlossen hat, die Stromaufnahme auch wieder deutlichst sinkt. Dazu kommt das Heimlautsprecher auch meistens 8 Ohm statt 4 Ohm haben was sich ebenfalls stark bemerkbar macht. Auch ist der Stromverbrauch im Radiobetrieb niedriger als bei CD oder DVD Wiedergabe und ein großes aufwendiges Display zieht auch merklich Saft. Also wenn man ein "normales" Autoradio ohne viel SchnickSchnack hat und nicht das Autoradio am Lautstärkelimit betreiben will (und die 2x 15 Watt eines modernen Autoradios sind im ruhigen Wohnzimmer schon recht laut) dürften 5 saubere Ampere durchaus ausreichen.

von Spacelab - am 01.12.2014 08:36
Abgesehen davon, dass die meisten Autoradios auch ohne jegliche Audiowiedergabe schon eine gesunde Stromaufnahme haben, wurde es (nachgemessen) bei maessiger Zimmerlautstaerke dann auch kaum noch mehr. Im Mittel kamen weniger als 1,5 A zusammen. Bei einem DX-Camp hatte ich sogar nur ein 1 A-Steckernetzteil fuer ein Blaupunkt Palm Beach benutzt. Ging auch, nur eben nicht sehr laut. Das reichte aber, da andere nicht gestoert werden sollten.

von PowerAM - am 01.12.2014 09:01
Zitat
cain
Hersteller bei meinem Fiesta ist Visteon....

Meinst Du die Radios der letzten Modellreihe, die mit separatem Bedienteil und separatem Display? Wenn ja, gibt es am oder im Gerät einen Hinweis (Aufkleber, Stempel, o.ä.) auf den Hersteller?

Gruß, flinki

von flinki - am 01.12.2014 09:14
Deshalb schrieb ich ja es kommt immer auf das Autoradio an. Das Parrot Asteroid zieht selbst wenn man gar kein Audio wiedergibt schon flockige 2 Ampere. Bei Bootvorgang sind es sogar kurzfristig 3. Das Pioneer Radio das ich übergangsweise in meinem neuen alten Auto verbaut habe nuckelt auch stetig 2 Ampere. Drunter tut es das Teil gar nicht erst. Ein CD Laufwerk hat das Gerät nicht. Aber wenn man einen USB Stick bemüht und beherzt aufdreht hab ich einen Spitzenwert von 14,6 Ampere gemessen. Das ist fast so viel wie eine kleine Endstufe.

von Spacelab - am 01.12.2014 09:27
Zitat

1: möglichst billig. Man scheut wegen des wütenden Rotstifts und der sehr gering ausfallenden Häufigkeit von DXern einen erhöhten Empfängeraufwand.

Leider scheint es mittlerweile nur noch Tuner der ersten Kategorie zu geben. Selbst in sehr teuren Surroundreceivern und Stereoanlagen werden nur noch billige 08/15 Tuner verbaut.Offenbar ist die Nutzung von UKW und das Interesse an gutem Empfang an der heimischen Stereoanlage so weit zurück gegangen das es nicht mehr nötig ist teure Empfänger zu verbauen

Interessanterweise hat das gar nicht unbedingt was mit teuer und auch gar nicht so viel mit dem Schaltungsaufwand zu tun.
Ich habe vor einiger Zeit mal das Experiment gemacht und einen UKW-Tuner komplett selbst gebaut und "entwickelt".
Der reine Tuner-Teil (also bis zur Demodulation) ist verhältnismäßig gar nicht so aufwendig geworden (ich habe mir Mühe gegeben, möglichst einfach zu bauen), vom Bauteilaufand her kostet der Teil bis dahin zusammen nicht mal 10 Euro. Das Ergebnis ist ein Empfänger, der fast schon das Gras wachsen hört, der Empfang ist jedenfalls ähnlich gut wie beim allseits bekannten Roadstar TRA-2350P (Trennschärfe und Großsignalfestigkeit mindestens gleich, Großsignalfestigkeit ist bei meinem sogar gefühlt noch etwas besser).

Gut, neben dem reinen Empfänger habe ich auch noch Einen Stereodecoder, einen RDS-Decoder und ein bisschen drumherum (AGC, Schmitt-Trigger für Stereo/Mono-Umschaltung und High-Blend) und eine PLL-Steuerung dazu gebaut, aber grundsätzlich ist es überhaupt nicht schwierig, für wenig Geld mit Problemlos verfügbaren Bauteilen auch gute Tuner zu bauen. Das Aufwendigste und teuerste sind die Leiterplatten und das Gehäuse bei mir ;-).

Was mich umso mehr wundert ist, dass es eben doch so viele "Gurkenteile" auf dem Markt gibt, wo es echt weder schwer noch teuer ist (wenn das selbst schon so ein Laie mit nur Halbwissen wie ich schafft, sowas zu "entwickeln" und das sogar auch noch auf Anhieb zum Laufen zu bekommen...)

So viel teurer als DSP wird das übrigens so auch nicht sein...

von WiehengeBIERge - am 01.12.2014 18:04
Als ich kürzlich mal einen Renault Megane III als Leihwagen hatte, war ich auch über die Trennschärfe überrascht. Das Radio konnte super die 107,1 MDR Jump (8 km) von 107,2 BB Radio (113 km) trennen (was sonst eigentlich nur SDRsharp schafft). :eek:

von Cha - am 01.12.2014 18:07
@WiehengeBIERge: Klar ist es nicht wirklich teuer etwas gutes zu bauen. Aber es geht immer noch billiger. So ein 08/15 Tuner ist im EK vielleicht 20 Cent billiger als ein wirklich gutes Teil. Das ist für die Hersteller schon mehr als Grund genug das billige Bauteil zu nehmen.

von Spacelab - am 01.12.2014 20:01
Zitat
flinki
Zitat
cain
Hersteller bei meinem Fiesta ist Visteon....

Meinst Du die Radios der letzten Modellreihe, die mit separatem Bedienteil und separatem Display? Wenn ja, gibt es am oder im Gerät einen Hinweis (Aufkleber, Stempel, o.ä.) auf den Hersteller?

Gruß, flinki


Hi Flinki,
es ist ein Fiesta Bj 2009 mit einem Ford 6000 CD Radio.

von cain - am 02.12.2014 09:13
Dank DSP Tunern ist die Trennschärfe bei modernen Radios weniger ein Problem. Wirklich schlecht trennende Geräte wie es sie früher zu hauf gab, gibt es kaum noch. Auch die Empfindlichkeit ist durchweg gut bis sehr gut. Sogar Visteon hat sich rausgeputzt. Und dabei waren die damals der Inbegriff für miese Werksradios.

von Spacelab - am 02.12.2014 09:48
Zitat
cain
Zitat
flinki
Zitat
cain
Hersteller bei meinem Fiesta ist Visteon....

Meinst Du die Radios der letzten Modellreihe, die mit separatem Bedienteil und separatem Display? Wenn ja, gibt es am oder im Gerät einen Hinweis (Aufkleber, Stempel, o.ä.) auf den Hersteller?

Gruß, flinki


Hi Flinki,
es ist ein Fiesta Bj 2009 mit einem Ford 6000 CD Radio.

Danke Dir, so ein Radio hatte ich in meinem vorherigen Focus auch.
In den neuen Modellreihen (Fiesta, Focus, C-max, B-max) sind ja nun andere Radios verbaut, daher wohl auch die Anfangsfrage von @99,9 nach dem Hersteller. Leider ist an diesen Geräten kein Hinweis auf den Hersteller zu finden.

Gruß, flinki

von flinki - am 02.12.2014 14:11
Bei den 2 älteren Panasonic-Radios, die ich hier rumstehen habe (Modelle: siehe Signatur), ist die Empfindlichkeit zwar ganz gut, aber die Trennschärfe nahezu unzumutbar.
Beim RF-3700 z.B: da stört die 95,9 CR 1 (20 kW/22km) sogar noch die 96,2 MDR Figaro (5 kW/27km)!

von Cha - am 02.12.2014 14:27
Mein alter Escort (Bj. 98) hatte so ein Visteon-Radio, und zwar das 5000 RDS. Die Empfindlichkeit war gut, aber die Trennschärfe teilweise grottenschlecht. Mein aktueller Fiesta (Bj. 2010) hingegen hat ein sehr gut trennendes DSP-Radio. Allerdings vollbringt auch das keine Wunder. 0,1 MHz neben einem richtigen Brenner gibt es starke Überschläge und dann zieht die AF-Funktion auf die starke Frequenz rüber. Ja und die verkürzte Antenne schwächt das Signal schon ziemlich... Die zum Beispiel in den aktuellen Opel-Modellen (Corsa, Astra, Insignia) verbauten Radios haben meiner Ansicht nach eine sehr gute Trennschärfe und auch die Großsignalfestigkeit fand ich gut. Heute erst wieder zwischen Leipzig und Ketzin/ Havel bemerkt.
Ein teilweise proppevolles Band und ständig wechselnde Empfangsbedingungen verlangen jedem Autoradio einiges ab. Insofern ist es gut, dass offenbar immer mehr Hersteller darauf reagieren und die alten Billigtuner rausgeschmissen haben. Doppeltuner, Antennendiversity und DSP machen den Empfang hörbar besser und führen zu weniger Fehlschaltungen des RDS-AF. Ein stationärer Heimtuner, der an eine Richtantenne oder das Kabel angeschlossen ist, kommt da mit weniger Rafinesse aus. Zumal Otto Normalhörer kein DXer ist. Wir vergessen das nur manchmal.
Aber vielleicht hören wir ja in zehn Jahren im Auto nur noch DAB+...

von dlf-fan - am 02.12.2014 17:34
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