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Unitymedia: CNN, BBC World, Euronews beenden analoge Verbreitung

Startbeitrag von MainMan am 19.12.2014 13:58

Zum 15. Januar 2015 beenden CNN, BBC World und Euronews die analoge Kabelverbreitung in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Die jeweiligen Kanäle werden künftig digital genutzt. Siehe:

http://www.digitalfernsehen.de/Unitymedia-Analoge-Verbreitung-wird-schrittweise-eingestellt.123109.0.html

Die Ausdünnung des analogen Angebots im Kabel kommt somit langsam in Fahrt :spos:

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
ulionken

In einem Cluster, das sich die Bandbreite teilen muss, befinden sich laut einer älteren Quelle zwischen 250 und 1000 Haushalte, und bisher stehen für den Downstream nur um die 12 Kanäle à 8 MHz zur Verfügung. Für Unitymedia ist es vermutlich billiger, die Anzahl der Kanäle fürs Internet zu vergrössern anstatt flächendeckend die Cluster zu verkleinern.


Das ist in der Tat so, jeder Nodesplit kostet eine Fiber vom Node (Verteilerschrank) zum Port auf dem CMTS im jeweiligen Hub/Pop.
So eine Fiber kostet eben auch Geld, teilweise ist noch Tiefbau dabei, so dass so ein Nodesplit auch mal einen guten 5 bis 6-stelligen Betrag kostet. Docsis 3.0 bietet soviel Bandbreite zum Node, dass man dann lieber die Kanäle hochfährt.

Irgendwann ist es auch billiger, jedem auf Wunsch einen Digital-> Analog Umsetzer zur Verfügung zu stellen, als die Bandbreite mit analogen Sender zu belegen.

Ausserdem ist der Aufwand nicht ganz trivial, da viele Programm nur noch digital angeliefert werden und dieses dann auf analog umgesetzt werden.

Daher verstehe ich das voll und ganz und analog hat im TV Bereich eh keine Daseinsberechtigung mehr.

Gruss
Winfried

von Winfried Haug - am 20.05.2015 19:33
Wobei die alten ÜPs eigentlich "besser" sind, denn gerade die uralten sind wirklich meist reine "Verbinder", die Filter, Messbuchsen, Umschaltmöglichkeit auf Abschluss und messen, UHF-Entzerrung (ganz wichtiges Thema wenn es vernünftig funktionieren soll, den meisten Elektrikern / Fernsehtechnikern ist der Hintergrund aber nicht bekannt), Rückkanalfilter usw. gab es bei den ersten ÜPs noch nicht.

Aber wo wir gerade beim Thema sind:
Ich habe heute gerade erst einen Abzweiger tauschen lassen der sich als "Verdächtig" beim "Flexen" herausgestellt hatte. Aber Pustekuchen. Kein dB mehr nach Tausch :D.
Wenn irgendwo was nicht passt, dann ist das meist das Zusammenspiel von mehreren "schlechten" (defekt würde ich noch nicht mal sagen) Abzweigern und nicht nur der eine vorm Haus, der aber immer als erstes (und aus Kostengründen meist auch als einziges) getauscht wird...
Genug OT^^.

von WiehengeBIERge - am 22.05.2015 15:58
Heute ist der Unitymedia-Flyer zur Kanalumstellung ins Haus geflattert. Und die Erkenntnisse sind doch eher - enttäuschend.

Gerade mal drei zusätzliche öffentlich-rechtliche HD-Programme sind angekündigt: 3sat HD, EinsFestival HD und ZDFneo HD. Dazu kommt noch BBC World News HD. Arte HD wird es weiterhin nur in Hessen und NRW, nicht in BaWü geben. Insgesamt wird es somit elf unverschlüsselte HD-Programme bei Unitymedia geben: Das Erste, ZDF, 3sat, ZDFneo, EinsFestival, arte (nur Hessen/NRW), Servus TV, BBC World News, QVC, HSE24, QVC Plus, HD Campus (nur BaWü).

Kika, Phoenix, ZDF-Info, Tagesschau 24 und die ganzen Dritten Programme werden somit auch weiterhin nur in SD ausgekabelt. Bei den verschlüsselten Programmen kommt CNN International HD dazu. Dafür soll TRT Türk SD künftig wieder unverschlüsselt im Netz sein, jedenfalls steht es in der Liste.

Welche Programme analog rausfliegen oder umgelegt oder zeitparagiert werden - dazu schweigt sich der Flyer komplett aus.

von freiwild - am 19.06.2015 19:33
Zitat
MainMan
Analog fliegen raus:

Sat1 Gold
Pro7 Maxx
RTL Nitro
Juwelo TV
Astro TV
Bibel TV
KiKa und Arte werden partagiert, ebenso Phoenix und 3Sat. Der Rest bleibt.


Ist das schon sicher? Läßt sich das (angesichts der regionalen Unterschiede im analogen Bereich) auch so verallgemeinern?

Und ist eine Partagierung von Kika/Arte und Phoenix/3sat eigentlich erlaubt? Laut LfK sind diese vier Programme alle "must-carry" - und da nehme ich doch mal an, daß damit eine 24h-Verbreitung gemeint ist? Vgl. http://www.lfk.de/programme/verbreitung/kabel/fernsehprogramme-must-carry-bereich-analog.html

Zitat
Marcus.
Vlt räumt man ja von unten. S06-K67 wären 7 analoge Plätze die frei werden würden.


Ich tippe eher auf die Kanäle E21-E29, die man "früher" ja auch nicht analog belegt hatte. Dann müßte man aber einige Programme auf andere Kanäle umbelegen.

cu talk

von talk - am 23.06.2015 10:31
Digitalisiert wird das untere Sonderband. Die analogen Programme belegen künftig K5-K12, K21-K26 und S11-S25. Und wenn ich richtig orientiert bin, wird bei der Neubeleging die komplette Ordnung durcheinandergeworfen, also keine Rücksicht auf bisherige Zuordnungen genommen.

Ich hätte ja das komplette Sonder-&Hyperband digitalisiert und dafür neben dem Band III das UHF-Band für die analogen Programme genutzt. Das hätte zwei Vorteile gehabt: 1. hätten nicht-Hyperband-fähigen Fernseher (und sogar alle Nicht-Sonderband-fähigen) dann alle Programme wiedergeben können, und 2. hätten dann diejenigen Zuschauer, deren alte Verkabelung Probleme mit den hohen Frequenzen haben, dann einen zusätzlichen Anreiz zum Digitalumstieg gehabt, während es nirgend mehr Probleme mit den Digitalbouquets gegeben hätte. Und als Bonus-Bonus wäre so die Diagnose, wo Kabellöcher den DVB-T-Empfang stören, deutlich erleichtert.

von freiwild - am 23.06.2015 11:40
Zitat
htw89
Bei der KDG ist meine ich überall die WDR-Variante (=Bundesvariante) zu sehen seit einiger Zeit, sollte das bei Unitymedia wirklich anders sein?! Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen dass man diesen Aufwand treibt, statt einfach die Bundesvariante zu übernehmen.


Siehe mein Posting vom 30. September 2013 10:43 unter http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1168096,page=5

Dort habe ich die seinerzeitige Info auf der Unitymedia-Website zitiert:

Zitat
Unitymedia
"Warum sehe ich im Vorabendprogramm von ARD/Das Erste keine landestypischen Cartoons mehr während der Werbeblöcke (Maus/Elefant in NRW, Äffle und Pferdle in Baden-Württemberg)?

Seit dem 03.09.2013 werden bei Unitymedia und Kabel BW zwischen 18-20 Uhr nur noch die regionalen Werbeblöcke vom Hessischen Rundfunk im Vorabendprogramm von ARD/Das Erste ausgestrahlt. Auf übrige Programmbestandteile hat diese Änderung keinerlei Auswirkungen."


Es ist nachvollziehbar, daß die Kabelbetreiber keine Rücksicht mehr auf die regionalen ARD-Werbefenster nehmen, nachdem ARD/ZDF kein Geld mehr für die Einspeisung bezahlen. (Wobei ich eigentlich vermutet hätte, daß die must-carry-Pflicht auch das korrekte Werbefenster beinhaltet.)

Aber ist überraschend, daß Unitymedia ausgerechnet die HR-Version verwendet. Das hatte ich in dem oben verlinkten Thread bereits angesprochen. Unitymedia bekommt in Frankfurt die digitalen ARD-Programmpakete übergeben - und in diesem Multiplex müßte "Das Erste" mit WDR-Werbefenster enthalten sein. Man nimmt aber nicht diese Variante für die analoge Einspeisung, sondern besorgt sich dort offenbar zusätzlich auch noch die "Das Erste"-Variante mit HR-Werbefenster.

Da könnte man fast den Eindruck bekommen, daß man dies macht, um die ARD zu ärgern. Denn eine Einspeisung des HR-Werbefensters dürfte vermutlich die für die ARD unattraktivste Variante sein. Die WDR-Variante wäre ja die korrekte "bundesweite" Fassung und die SWR-Variante böte immerhin in Baden-Württemberg die korrekte Werbung (BW dürfte aufgrund mehr Einwohner ein wichtigerer Werbemarkt sein als Hessen).

cu talk

von talk - am 26.06.2015 14:11
Zitat
freiwild
Die ARD hat die Vermarktung der Regionalfenster inzwischen still schweigend eingestellt - die Regionalvarianten des Ersten sind seitdem Geschichte.


Alle Regionalvarianten? Hast Du diese Aussage direkt von den ARD-Werbetöchtern? :confused:

Bei der "SWR Media Services" heißt es auf der Homepage:

Zitat
SWR
+ + + Derzeit steht das SWR-Regionalfenster im Ersten nicht zur Verfügung, da die Kabelnetzbetreiber in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz das SWR-Signal nicht mehr ausstrahlen. Daher ist auch unsere TV-Vermarktung des Regionalfensters bis auf weiteres eingestellt. Ein Sponsoring im SWR Fernsehen können Sie jedoch weiterhin buchen + + +


Vgl. https://www.swrmediaservices.de/fernsehen/tv-werbung.html

Bei den Werbetöchtern von BR, NDR, WDR und HR habe ich vergleichbare Hinweise beim spontanen Suchen nicht gefunden. Dort werden die regionalen Werbemöglichkeiten weiterhin angepriesen.

In Baden-Württemberg habe ich im analogen Kabel von KabelBW Unitymedia erst vor wenigen Tagen noch das HR-Werbefenster mit "Onkel Otto" und Spots für hr3 gesehen. Ob es auch "echte" regionale Werbung gab, kann ich nicht sagen. Aber es handelte sich offensichtlich um ein HR-spezifisches Signal.

Was läuft denn im SWR-Sendegebiet jetzt über DVB-T? Das WDR-Werbefenster oder irgendwie "bundesweite Werbung" + Äffle&Pferdle? (Der Verzicht auf regionale Werbung muß ja technisch gesehen nicht unbedingt den Verzicht auf die Kult-Werbefiguren bedeuten)

Zitat
freiwild
Das wäre wohl so oder so gekommen, denn über DVB-C, über Satellit und bei HD hat sich die ARD ohnehin nie um die Regionalvarianten geschert, bei DVB-T auch nur bedingt.


Das ist richtig. Über DVB-C hätte man durch das eigene KCC-Playout längst auch regionale Werbung anbieten können, aber das wäre durch den "Kabelstreit" inzwischen wohl auch Geschichte.

Zitat
freiwild
Da zum Schluss eine Belegung im WDR-Werbefenster nur minimal günstiger war als eine bundesweite Belegung, hat sich selbst das nicht mehr gelohnt.


Also die regionalen Tarife unter http://wdr-mediagroup.com/download/spezialmodule/tarife/TV_Tarife_2015(2).pdf scheinen mir schon deutlich günstiger zu sein, als die bundesweiten Preise unter http://www.ard-werbung.de/fileadmin/user_upload/tv/Tarife/Das%20Erste%20TV_Tarife_2015.pdf

Das sind (wenn ich das richtig sehe) ja beides Durchschnittspreise für 20 Sek-Spots. Die WDR-Preise wären da aber schon etwas niedrig, wenn man über das Hintertürchen "WDR-Werbefenster" eine bundesweite Verbreitung über Sat + Digital-Kabel bekommen könnte...

cu talk

von talk - am 26.06.2015 15:29
Was die Einstellungen den ARD-Regionalfenster betrifft, hatte ich das wohl falsch in Erinnerung. Ich dachte, die wären insgesamt eingestellt worden, nicht nur vom SWR. Und was die Werbepreise beim WDR betrifft, so meinte ich auch, mal vor einem Jahr verglichen und kaum Unterschiede festgestellt zu haben zu den nationalen Preisen, aber die gibt es wohl doch. Also nehme ich alles zurück und behaupte nun das Gegenteil. :rp:

Was mich wundert, ist, dass die WDR-Mediagroup sich nicht dazu äußert (jedenfalls finde ich nicht), wie das WDR-Werbefenster verbreitet wird. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die WDR-Version identisch zu den nationalen Versionen sei, es also gar kein eigenständiges nationales Erstes für die Satelliten und DVB-C-Verbreitung gäbe. Auch ist mir früher im Ersten über DVB-C immer die Werbung der Provinzial-Versicherung aufgefallen, also der Versicherungsgruppe der nordrhein-westfälischen Sparkassen. Die baden-württembergischen Sparkassen haben mit der SV ihre eigene Versicherungsgruppe.

von freiwild - am 26.06.2015 18:33
Zitat
Manager.
Hab gerade mal parallel Kabel analog mit DVB-T verglichen.
Die Werbespots waren die gleichen. Sie kamen aber in unterschiedlicher Reihenfolge. Das SWR-Werbefenster gibt es also (zumindest theoretisch) noch.


Vielleicht übernimmt der SWR jetzt auch einfach nur das "bundesweite" WDR-Werbefenster.

Anzeichen für ein weiterhin eigenständiges SWR-Werbefenster wären ein Auftauchen der SWR-Werbefiguren oder die Verwendung von Spots für irgendwelche SWR-Programme bzw. Sendungen.

Zitat
freiwild
Was mich wundert, ist, dass die WDR-Mediagroup sich nicht dazu äußert (jedenfalls finde ich nicht), wie das WDR-Werbefenster verbreitet wird. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die WDR-Version identisch zu den nationalen Versionen sei, es also gar kein eigenständiges nationales Erstes für die Satelliten und DVB-C-Verbreitung gäbe.


Die ARD-Werbetöchter weisen nach meinem Eindruck generell ziemlich wenig auf die Problematik hin, daß über Sat und nun auch über Kabel teilweise "fremde" Werbefenster zu sehen sind. Der normale Werbekunde bzw. Zuschauer kennt sich mit dieser Thematik sicher nicht allzusehr aus.

Meines Wissens gab es nie ein zusätzliches bundesweites Werbefenster, sondern man hat halt immer eine ARD-Regionalvariante über Sat ausgestrahlt, anfangs die des MDR, später die des SFB/ORB und inzwischen seit einigen Jahren die des WDR.

Bei der WDR-Mediagroup gibt es ein PDF über die regionale Werbung in NRW, siehe: http://wdr-mediagroup.com/download/spezialmodule/dokumente/Das%20Erste%20im%20Westen%20Kurzinfo%20-%202015.pdf

Wirklich aussagekräftig sind die Infos darin jedoch nicht unbedingt, es wird dort aber eindeutig von "neun Regionen" gesprochen.

Auch der ARD-Jahrbuch-Artikel "Ein Sendezentrum fürs Erste" über die Einführung der Zentralen Sendeabwicklung (ZSAW) im Jahr 2005 spricht von "neun getrennten Kanälen" für die regionale Werbung. Siehe http://www.ard.de/download/484410/ARD_Jahrbuch_05__Ein_Sendezentrum_fuer_Das_Erste_.pdf

Und neun Werbefenster entsprechen neun Landesrundfunkanstalten: NDR, RB, WDR, HR, SWR, SR, BR, MDR, RBB.

cu talk

von talk - am 27.06.2015 12:38
erstmal vielen Dank.

Ja, es ist wirklich der S41 (=466,00 MHz) gemeint. Der Kanal, wo Bibel TV und K-TV senden. Also nichts, was man allgemein vermissen würde. K-TV ist, wenn man es ironisch schaut, aber bisweilen ganz lustig. Früher, als auf dem Kanal noch Sport 1 und Eurosport lagen, war das schon ärgerlicher; allerdings gab es diese Programme auch noch analog.

Die Abschirmung des Anschlusses und des Verkabelung nach innen wie nach außen ist tadellos. Daran kann es auch nicht liegen. Zumal ich hier DVB-T-technisch im dachantennenversorgten Bereich bin und nicht neben einem Sendeturm wohne.

Nachdem meine Vermutung, dass die Verkabelung die hohen Frequenzen nicht sauber durchlasse, dadurch widerlegt worden ist, dass es bei den noch höheren Frequenzen keine Probleme gibt, fallen mir zwei mögliche Erklärungen ein. Entweder schlägt der analoge K21 (=474,00 MHz) rüber (bei Kabel BW soll es ja öfter vorkommen, dass analoge Kanäle etwas neben der Nennfrequenz liegen). Oder der Fernseher erzeugt die Störfrequenz selbst (er hat sowieso einige Macken). Oder welche möglichen Ursachen fallen Euch noch ein?

von freiwild - am 23.07.2015 08:20
Das Thema passt nicht so ganz, aber ich schreib's trotzdem mal hier rein.

Unitymedia hat gestern einige digitalen TV-Programme in NRW umsortiert, leider ohne das zu kommunizieren. Mit der Folge, dass z.B. die WDR Regionalprogramme verschwunden sind.
Da der automatische Suchlauf nichts gefunden hatte, fehlte mir die Kanalangabe.
Ein freundlicher Mitarbeiter beim WDR konnte mir sofort die Frequenz nennen - ich war wohl nicht der erste mit dem Problem.

Siehe auch: http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/unitymedia-kundenbeschwerden-ueber-stoerungen-beim-kabel-tv-id10979020.html

Nervige Aktion, warum da Kanäle geändert wurden weiß ich nicht.
Unglücklich, dass nichts auf der Homepage von Unitymedia steht, die Frequenzliste dort ist von Anfang Juli.

Suboptimal ist auch so mancher Kabelreceiver, ich hätte mir eine Option "Suchlauf über alles mit allen Parametern" gewünscht.

von Christian_66 - am 12.08.2015 17:58
Zitat
Marcus.
Bekommt man eig die 400 Mbits hin ohne den Upload bereich zu vergrößeren bzw die Cluster zu verkleinern?

Jeder Download induziert ja auch einen Upload. TCP Anwendungen natürlich, UDP muss ja nicht quittiert werden.


Moin,
als Admin der genannten Seite äußere ich mich mal. Weitere Kanäle für den Upload sind meines Wissens nicht erforderlich. Die abgeschalteten Sender von den hohen Frequenzen mussten dort weg, da der Download ausgereizt war.

ps. Ab September wird's noch eine ganze Menge mehr Sender geben. Ein bisschen was kann ich schon verraten, was aber die meisten sicher schon wissen, die sich in unserem Helpdesk Forum rumtreiben.

September steht voll und ganz im Zeichen der HD Option Basic, sprich die Privatsender, hier hinkt Unitymedia etwas hinterher und will Boden gut machen. Wir haben aktuell Informationen vorliegen, dass 5-6 neue HDTV Sender hinzu kommen werden. Namen kann ich nur bedingt nennen, da mit den Sendepartnern eine Stillschweigeklausel bis zur offiziellen Pressemitteilung vereinbart wurde.

Ein paar Sender haben allerdings bereits etwas kommuniziert, diese kann ich hier auch benennen, da ich dann nicht die Erstquelle bin.

Eine Aufschaltung öffentlich bestätigt haben bislang:

- Family TV (in SD), dieser hat nach technischen Schwierigkeiten den Sendebetrieb fast ein Jahr einstellen müssen. Der Vertrag wurde auch nochmals frisch ausgehandelt und nun ist die Tinte trocken und Family TV geht zum 01.09.2015 wieder on Air bei Unitymedia.

- n-tv HD, der Sender teilt auf Anfrage bei der Zuschauerredaktion munter mit, dass man zum 01.09.2015 im Netz der Unitymedia empfangbar sein wird.

- Bibel TV HD hat in seinem Printmagazin ebenso die Aufschaltung zum 01.09.2015 bestätigt.

Desweiteren liegen mir 4 weitere HDTV Sender vor, die zum 01.09.2015 starten sollen. Außerdem wird das Angebot der ÖR in HD nochmal minimal (wirklich minimal) verbessert.

Hoffe ich konnte euch ein wenig Freude auf dem September machen.

von Chris4981 - am 13.08.2015 05:21
Zum Kabel-Internet bei Unitymedia: Der Upload läuft auf 4 Kanälen zwischen etwa 27 und 55 MHz. Bei mir war der Upload über einige Wochen gestört, aber der Grund war wohl eine defekte Fritzbox. Seit dem Austausch gab es keine Probleme mehr.

Engpässe gibt es eher beim Downstream. Der war hier monatelang unterhalb der versprochenen Leistung, besonders wenn gerade Ereignisse wie Fussball-Pokalspiele waren. Die Leute gucken das zum Teil über Webstreams, und der Flaschenhals im Downstream wird dann offensichtich. Von den bezahlten 50 Mbit/s sind dann manchmal weniger als 5 Mbit/s möglich gewesen. Störungsmeldungen führten dann jeweils zum Techniker-Einsatz; die waren zwar nett, aber konnten auch nichts ausrichten.

Vor drei Monaten wurde dann das Segment von ca 100-200 Haushalten, das sich die Download.Bandbreite teilen muss, anscheinend aufgeteilt. Es gab einen Reset des Modems, eine neue IP-Adresse und seitdem geht der Download wieder halbwegs, auch wenn man natürlich bei bestimmten Ereignissen wieder Einbrüche hat. Mal schauen, wie lange das gut geht - die Telekom als Wettbewerber zieht gerade ihr VDSL mit 100/40 Mbit/s hoch und will es ab November vermarkten.

Also, ich vermute auch stark, dass ein Teil der mit der Analogabschaltung gewonnenen Bandbreite bei Unitymedia dem Internet-Downstream zugeschlagen wird. Lassen wir uns überraschen...

Was die Digital-TV-Angebote angeht, da hat mich Unitymedia bereits vor 2-3 Jahren gründlich vergrault. Ich habe damals alles auf Sat und DVB-T (F und SUI) umgestellt. Das Geeiere mit den nicht eingespeisten öffentlich-rechtlichen HD-Angeboten fand ich als zahlender Kunde schlichtweg inakzeptabel und habe das Kabel-TV auch mit dieser Begründung gekündigt.

73 de Uli

von ulionken - am 13.08.2015 18:43
Wie macht ihr denn den Speedtest?

Ich als geplagter Telekom-Kunde kann sagen: Im Telekom-Netz selbst ist immer alles top, auch der Telekom-Speedtest bringt super Werte.

Was bei der Telekom nicht in Ordnung ist, ist der Übergang zu anderen Netzen ("Peerings"). Da ruckelt abends Youtube oder lädt gar nicht, Seiten in den USA laufen auf einen Timeout.

Ein riesen Faden mit über 500 Seiten existiert im Telekom-Forum. Google-Strichwort: Telekom Level3 - das Problem ist bekannt, wird aber ausgesessen.

Telekom sagt: Bei uns ist alles OK, das liegt an den Content-Anbietern, die mit uns nicht direkt peeren und über öffentliche Peerings, wie Level3 laufen. Telekom hat kein Interesse daran, diese auszubauen, weil sie mit jedem direkt peeren will. Das bringt nochmals ein Haufen Kohle in die Kasse.

Falls UM das genau so macht, könnte nicht mal der lokale Node oder ein Node-Split das Problem lösen.

Denn bei der Telekom fühlt es sich genau wie von ulionken beschrieben an: Während der Spitzenzeiten und bei besonderen Events lahmt das Netz, Nachts um 4 Uhr ist alles Top.

Mein 16.000 Download habe ich im Telekom-Netz(!) aber immer. Nur nach USA sind es vielleicht noch 300 - 400 kbit/s abends um 18 Uhr. Um 22 Uhr geht dann nix mehr.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 14.08.2015 07:16
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Dreieinhalb Jahre nach der Inbetriebnahme. Respekt! Der hiesige Netzbetreiber hat nur drei Tage gebraucht, um fast alle damals neu hinzugekommenen HD-Programme aufzuschalten.


Und bei uns waren die letzten beiden HD-Transponder (MDR, RBB, hr und der mit Tagesschau 24) schon monatelang vorbereitet. Sie wurden hell in dem Moment, in dem es auf Astra losging. So ist das halt mit den kleinen, unabhängigen Kabelanlagen, die nie einen Cent Schmiergeld von den Öffis sahen - die haben auch so alles drin.

Meine Fresse, das muß man sich mal vorstellen. Kein HDTV im Jahre 2015. Daß die Zwangskunden den Vermietern nicht schon seit 2 Jahren aufs Dach gestiegen sind bzw. die freiwilligen Kunden nicht gekündigt haben... sowas geht wohl auch nur in Deutschland, daß sich ein Anbieter gegen seine Kunden und deren grundlegenden Interessen durchsetzen kann.

von Chris_BLN - am 23.09.2015 09:23
Zitat
Chris_BLN

Meine Fresse, das muß man sich mal vorstellen. Kein HDTV im Jahre 2015. Daß die Zwangskunden den Vermietern nicht schon seit 2 Jahren aufs Dach gestiegen sind bzw. die freiwilligen Kunden nicht gekündigt haben... sowas geht wohl auch nur in Deutschland, daß sich ein Anbieter gegen seine Kunden und deren grundlegenden Interessen durchsetzen kann.


Seit Mai bin ich Zwangsverkabelt. Ich hatte mich sofort bei Unity Media beschwert ob der beschämenden Auswahl an HD-Programmen, dass ich deren Geschäftsgebaren gegenüber uns Kunden eine absolute Unverschämtheit finde und wir die Dummen sind bei dem "Streit" zwischen UM und ARD/ZDF. Es könne nicht sein, dass ich als Gebührenzahler deshalb so ein maues HD-Angebot bekomme und dafür eine menge Teleshopping-Schrott. Deren Antwort: Es kann nicht sein, dass mit der Zwangshaushaltsabgabe der Öffentlich-rechtlichen Betreiber wie SES Astra subventioniert werden. Darauf ich: "Sie können mich nicht für dumm verkaufen. Wenn ich über Sat schaue, dann muss ich keine zusätzlichen Monatsgebüren blechen, dafür habe ich ein umfangreicheres Angebot der Öffentlich-Rechtlichen. Ich werde mich bei meinem Vermieter einsetzen, dass er eine Gemeinschaftssatanlage installiert und Ihnen kündigt." Darauf deren Antwort: "Wir finden die Diskussion mit Ihnen interessant, zur besseren Zuordnung bräuchten wir eine Art Aktenzeichen." Das war mir dann zu blöd.
Nun ja, immerhin tut sich jetzt etwas. So langsam merkt dieser Saftladen selbst, dass er seine Kunden nicht mehr für dumm verkaufen kann.

von Chris85 - am 23.09.2015 16:09
Weder KDG Vodafone Kabelfernsehen, noch KabelBW Unitymedia haben noch an der TV-Verbreitung Interesse.

Auch die Telekom, die mit "Entertain" IP-Fernsehen anbietet, um auch als 3-Play Anbieter mithalten zu können, hat das TV-Angebot sukkzessive ausgedünnt. Alles was ausländisch war, ist komplett im FTA-Sektor gestrichen. Besonders schade ist es um CNBC wegen der Late-Night-Shows.

Da sieht man dann den Stellenwert des Fernsehens bei den Großen: Sie verdienen ihr Geld mit HSI/Telefon. KabelTV (bzw. IPTV bei der Telekom) ist ein Verlustgeschäft für die großen Kabelfirmen und nur der Fuß in der Tür bei der Wohnungswirtschaft. Um ihre Mehrwehrtangebote zu vermarkten.

So lange die Wohnungswirtschaft nach wie vor ein reichhaltiges analoges Grundangebot fordert, kann es denen mit HDTV nicht wirklich ernst sein.

Wichtig für die Wohnungswirtschaft ist nur: Mindestens ein Sender in jeder gängigen Fremdsprache (und wenn es nur EuroNews mit entsprechendem Tonunterträger in der Sprache ist) bereithalten, dass man das Schüsselverbot durchsetzen kann.

Wer sich nämlich mal anschaut, was ausserhalb von Türkisch und Italienisch im Kabel ist, dann ist das ein Witz. Spanisch, Griechisch, ex. Jugoslavisch - das sind Musiksender und bestenfalls noch EuroNews. Für die dem angelsächsischen Sprachraum zugehörigen Mitbürgern ist ja immer der Pseudo-Ami "CNN" (in Wirklichkeit in London produziert, hat nichts mit dem richtigen CNN aus Atlanta, GA zu tun, bis auf wenige Übernahmen) im Kabel.

Wer kann sollte das Produkt "Kabelfernsehen" kündigen, um seinen Protest gegen "Plattformstandard" (KDG Vodafone Kabelfernsehen) bzw. HD-Verweigerung (KabelBWUnitymedia) zum Ausdruck zu bringen.

Wenn es wirklich unbedingt sein muss, gibt es von jenen Gesellschaften HSI und Telefon auch entbundelt, wie man mir mehrmals im Monat schriftlich mitteilt.

Denn mit der KabelTV-Grundgebühr und on-Top HSI und Telefon sind die vermeintlich günstigen Angebote gar nicht mehr so billig - das lohnt sich vielfach nur als "Zwangsverkabelter" oder endbundelt mit Fernsehen über einen anderen Weg.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 24.09.2015 11:12
Zitat
Marcus.
Dafür gibts wie erwähnt zig Teleshopping Angebote und Ausländerprogramme, die die Mehrheit der Konsumenten nicht interessiert.


Teleshopping interessiert offenbar tatsächlich, auch wenn wir (?) das nicht glauben wollen. Aussage eines kleinen KNB vor wenigen Jahren: wenn bei mir arte analog ausfällt, bekomme ich das nach 2 oder 3 Wochen mit beim Routinecheck. Wenn ein Shoppingkanal ausfällt, habe ich sehr schnell Anrufe: "wir können nichts einkaufen."

Auch interessant, wieviele Kartons mit 1-2-3.tv und ähnlichen Aufdrucken am Samstag vor einem in der Schlange bei DHL retourt werden. Irgendwie muß das Zeugs ja bestellt worden sein.

Das Geschäftsgebahren der KNB, bei Anbietern und Kunden zu kassieren oder kassieren zu wollen, ist hochgradig dreist. Und ausgerechnet die einstmals üblen TeleColumbus (die mit den NDS-Kisten) ist heute beinahe noch mustergültig, was die Öffis angeht. Fast alles drin in HD.

von Chris_BLN - am 24.09.2015 16:49
aus:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Analoges-Fernsehen-wird-2017-in-drei-Bundeslaendern-abgeschaltet-3161792.html

Das analoge Fernsehen verschwindet Mitte kommenden Jahres in mehreren Bundesländern aus dem Kabelnetz. Das hat der führende deutsche Kabelnetzbetreiber Unitymedia am Montag gemeinsam mit mehreren Landesmedienanstalten in Düsseldorf angekündigt. Etwa 15 Prozent der Kabel-Kunden nutzen noch die analogen Signale, 85 Prozent sind bereits digital.

Allein in Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Landesmedienanstalt NRW rund 400.000 Haushalte betroffen, die derzeit noch analog empfangen. Sie müssen sich entweder neue Fernseher oder einen Digitalreceiver zulegen.

12,8 Millionen Haushalte
Die Abschaltung am 30. Juni 2017 gilt für insgesamt 12,8 Millionen Haushalte mit Kabelanschluss in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. "Das Ende für Analog-TV rückt näher", sagte Unitymedia-Chef Lutz Schüler. Die freiwerdenden Kapazitäten sollen für zusätzliche Digitalprogramme genutzt werden.

Mit der Abschaltung werde sich die Vielfalt der hochauflösenden HD-Programme erhöhen, sagte Thomas Langheinrich, Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) Baden-Württemberg. Es sei der erste konkrete Abschalttermin im Kabel, ergänzte ein Sprecher der Landesmedienanstalt NRW. Wie sich die anderen Kabelnetzbetreiber nun verhalten, sei noch unklar.

"Schlussmelodie" für die Umstellung
Die Landesmedienanstalten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg unterstützen die Digitalisierung. Die analoge Ausstrahlung via Antenne und Satellit war bereits vor Jahren beendet worden. "Damit ist die Schlussmelodie gespielt in der Umstellung von analog auf digital", sagte Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen. "Für uns bleibt wichtig, dass die Zuschauer ein faires Angebot zum Umstieg bekommen."

Den analogen Kabelkunden würden außer der notwendigen technischen Umrüstung keine Zusatzkosten entstehen, versicherte Unitymedia. Das Unternehmen starte für seine Kunden ab sofort eine umfassende Informationskampagne zur Digitalisierung. Als Pilotstadt soll das hessische Hanau fungieren.

Unitymedia mit Hauptsitz in Köln ist der größte Kabelnetzbetreiber in Deutschland und eine Tochter des internationalen Kabelnetzbetreibers Liberty Global mit Niederlassungen in 14 Ländern. (dpa) / (axk)

von uhf - am 04.04.2016 20:10
zu drei verschiedenen Dingen:

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Zu 3sat analog: Es war auch heute noch so. Ich vermute mal, dass es Absicht ist, und ein ganzes 3sat wahrscheinlich mehr Leute zufriedenstellt als ein halbes 3sat und ein halbes Phoenix.

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TF1 ist im digitalen Kabel aktuell ausgefallen. Es ist nur ein Schwarzbild zu sehen (also nicht die übliche Unitymedia-Fehlertafel), und der EPG läuft weiter. Ein Ausfall, oder hat man TF1 herausgeschmissen? Es hat mich sowieso gewundert; denn sonst speist Unitymedia keine ausländischen Vollprogramme ein.

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Zu dem Thema, ob im Mai die digitalen Programme neu geordnet werden, oder nicht, habe ich nun völlig widersprüchliche Meldungen gehört. Im Brief, der an Unitymedia-Kunden verschickt wurde, hieß es, digital schauende müssten "nichts" machen. So wurde es mir auch diese Woche an der Hotline erzählt. Vor zwei Wochen hieß es aber von Unitymedia-Seite, Kunden, die direkt am TV (also nicht über de Horizon-Box) schauen, müssten sich auf eine Kanalumstellung im Mai gefasst machen, und danach ihren TV neu programieren. Was gilt denn nun? Weiß die linke Hand bei Unitymedia nicht, was die rechte macht? Oder übernehmen Hessen und NRW die BaWü-Belegung, weswegen sich die Auskünfte auf unterschiedliche Personenkreise bezogen?

von freiwild - am 21.04.2016 16:37
Unitymedia hat mittlerweile den Zeitplan für die vollständige Digitalisierung bekannt gegeben.
Demnach beginnt die komplette Abschaltung des analogen TV-Angebots am 1.6.17 im südlichen Baden-Württemberg und endet am 27.6.17 im nördlichen NRW.

So weit, so gut.

Weniger gut ist hingegen die zögerliche Haltung von Unitymedia bzgl. der HD-Einspeisung weiterer ÖR-Programme. Am 21.2.17 werden BR Süd HD in Baden-Württemberg, MDR Thüringen HD in Hessen und NDR Niedersachsen HD in NRW neu eingespeist. Aber eben nicht im ganzen Netz.

Quelle: https://www.unitymedia.de/privatkunden/hilfe_service/hilfe_themen/changeday/

Eigentlich ein absolutes No Go, bedenkt man, dass mit dem Start von DVB-T2 Ende März in Hessen auch BR und NDR terrestrisch in HD verbreitet werden. Die fehlen dann im Kabel genauso wie der MDR in NRW, der dort ebenfalls ab Ende März terrestrisch in HD verbreitet wird.

von MainMan - am 10.02.2017 21:26
Der Fahrplan für die Komplettabschaltung des analogen TV-Signals wurde am 21.2. mit weiteren Details versehen. Demnach erfolgt die Abschaltung in fünf Wellen:

Welle eins „Südliches Baden-Württemberg“ am 01.06.2017:

Aalen, Freiburg, Göppingen, Horb, Lörrach, Offenburg, Ravensburg, Reutlingen, Sigmaringen, Singen, Ulm, Villingen

Welle zwei „Nördliches Baden-Württemberg“ am 06.06.2017:

Bad Mergentheim, Böblingen, Heilbronn, Karlsruhe, Ludwigsburg, Mannheim, Pforzheim, Stuttgart

Welle drei „Hessen“ am 13.06.2017:

Bad Homburg, Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Hanau (Umland), Kassel, Künzell, Marburg, Wiesbaden

Welle vier „Südliches Nordrhein-Westfalen“ am 20.06.2017:

Aachen, Bonn, Düsseldorf, Hürth, Kerpen, Köln, Krefeld, Mettmann, Monheim, Mönchengladbach, Neuss, Ratingen, Siegen, Wuppertal

Welle fünf „Nördliches Nordrhein-Westfalen“ am 27.06.2017:

Bielefeld, Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Münster, Oberhausen, Soest


Ab 27.6. ist Unitymedia im TV-Bereich all digital.

Quelle: https://newsroom.unitymedia.de/pressemitteilungen/unitymedia-stellt-fahrplan-fuer-die-digitalisierung-im-tv-vor/#view

von MainMan - am 23.02.2017 19:12
Ich bin vor allem gespannt, wie dann der HD-Bereich bei Unitymedia im digitalen Kabel weiter ausgebaut wird. Ich wohne ja im "Südlichen Nordrhein-Westfalen" und wir haben hier im digitalen Kabel, seit letzte Woche der NDR dazu gekommen ist, "sagenhafte" vier Programme der Dritten in HD:
WDR (sollte Standard sein, kam aber erst letztes Jahr!), SWR BW (falsche Regionalversion für hier, RP wäre sinniger), hr und jetzt den NDR in der NDS Variante.

radio bremen tv und das SR Fernsehen fehlen komplett, auch in SD. Auch wenn sie nicht für diese Region zuständig sind, fände ich die Einspeisung schon richtig, da hier ja lokale Inhalt im Programm sind.

Neben den fehlenden Dritten besteht für mich noch reichlich Ausbaubedarf bei den HD-Programmen. Konkret wären das:
tagesschau24, zdf info, SWR RP, BR, MDR und ggf. dann auch der SR.

BBC WORLD NEWS gibt es schon in HD im Kabel, jedoch senden auch Al Jazeera English, euronews und weitere internationale Nachrichtensender inzwischen frei empfangbar in HD. Da wäre eine Einspeisung wünschenswert. (CNN HD gibt's ja nur gegen Geld im Kabel).

Beim Radio fehlen leider ein paar Programme vom Hörfunktransponder, konkret: BR Heimat, NDR Plus und NDR Blue.

von Sebastian Dohrmann - am 24.02.2017 07:56
Zitat
Sebastian Dohrmann
SWR BW (falsche Regionalversion für hier, RP wäre sinniger)

Die richtige aus Sicht von Unitymedia: Bei der Einspeisung ging es damals darum, alle Dritten aus den Unitymedia-Bundesländern anzubieten.
Zitat
Sebastian Dohrmann
radio bremen tv und das SR Fernsehen fehlen komplett, auch in SD. Auch wenn sie nicht für diese Region zuständig sind, fände ich die Einspeisung schon richtig, da hier ja lokale Inhalt im Programm sind.

Das ist Absicht, die Sender beschränken sich aus Kostengründen auf ihr jeweiliges Versorgungsgebiet. Ich kann mich zumindest daran erinnern, dass das SR Fernsehen diese Begründung explizit angeführt hat.
Zitat
Sebastian Dohrmann
Neben den fehlenden Dritten besteht für mich noch reichlich Ausbaubedarf bei den HD-Programmen. Konkret wären das:
tagesschau24, zdf info, SWR RP, BR, MDR und ggf. dann auch der SR.

Zitat
Sebastian Dohrmann
Beim Radio fehlen leider ein paar Programme vom Hörfunktransponder, konkret: BR Heimat, NDR Plus und NDR Blue.

Vom Krieg zwischen ARD/ZDF und den Kabelnetzmonopolisten hast du aber schon gehört? Die Salamitaktik von Unitymedia hat System.

von BuggaDude - am 25.02.2017 09:48
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Fliegt also mit der Analogabschaltung jetzt der ORF im deutschen Teil der Bodenseeregion endgültig aus dem Kabel? Bisher waren ja ORF1 und 2 meines Wissens zumindest analog noch drin.

Eine Liste der analogen TV-Programme finde ich auf der UMKBW-Homepage bereits nicht mehr. Auch eine UKW-Liste scheint es nicht mehr zu geben, obwohl in allen Mitteilungen immer nur von der Abschaltung des analogen Fernsehens die Rede ist.

Nachtrag: Hier wird erwähnt, dass das UKW-Angebot vorerst bestehen bleibt.


Auf unitymedia-helpdesk.de gibt es unter dem jeweiligen Bundesland noch eine analoge Programmliste.

Ja, der ORF (ORF1) ist letzten Sommer hier im Bereich Donaueschingen analog rausgeflogen, ORF2 schon früher. Na ja, wenn der ORF bald terrestrisch nur noch verschlüsselt ausgestrahlt wird, dann dürfte es ihn spätestens dann auch nirgends mehr in Deutschland im Kabel geben.

Übrigens war auch ORF2 Europe schon vor längerer Zeit ebenfalls weitgehend aus dem Digitalkabel rausgenommen worden, was ja irgendwie absurd ist, da das europaweit ausgestrahlt wird.

von wolfgangF - am 28.02.2017 16:50
Zitat
Wolfgang R
Zitat
DH0GHU
Die Anbieter sollten sich nur dessen bewußt sein, dass manch ein Kunde dann vielleicht sagt: "Dann verzichte ich gleich auf lineares Fernsehen und mache alles über On-Demand-Anbieter". Da reicht dann auch 16 Mbit/s-ADSL....Für "Aktuelles" reicht auch ARDZDF über DVB-T2.


Im Privatkundensektor mit EFH haben die meisten Kunden UM schon lange den Rücken gekehrt - das TV-Geschäft ist rückläufig. Die abermaligen Preiserhöhungen für den Einzelanschluss bei dauerhaft reduziertem Angebot war für viele endgültig genug.

Doch die meisten, welche Kabel nutzen, sind keine direkten Kunden von UM. Sie bekommen den Kabelanschluss zwanghaft über die Nebenkosten aufgebrummt. Denen bleibt leider keine Wahl und sie sind dem Treiben ausgeliefert.

Wolfgang


Die meisten nutzen Kabel für schnelles Internet. Das Programmangebot interessiert doch nur noch die wenigsten.

von Japhi - am 07.03.2017 10:14
Zum Thema Kabel-UKW: https://www.teltarif.de/unitymedia-kabel-ukw/news/64761.html

Es kursiert 2020 für die Abschaltung, auf Druck der Privatsender. Diese kritisieren das nicht-Vorhandensein von HiFi-Bausteinen in Form reiner DVB-C-Radios. Zudem kommt DAB+ nicht ins Kabel. Im Moment tatsächlich eine nicht so tolle Situation, denn über den Flatscreen die Radiosender plärren lassen kommt für HiFi-Liebhaber (die hören aber i.d.R. auch keinen Privatrundfunk ;) ) nicht in Frage.

Meiner Prognose nach wird bis dahin im heimischen Sektor das Internet-Radio klar die Nase vorn haben. Noch ein Medium mehr, mit dem man sich voll und ganz vom (störungsanfälligen) Internet abhängig macht. Da haben es Terroristen zukünftig leicht, ein Angriff auf einen zentralen Netzknoten und ganz Deutschland steht ohne Telefon, Radio und Fernsehen da...

Mit persönlich sind noch einige Haushalte bekannt, die ihre Stereo-Anlage am Kabel haben und dort auch noch aktiv UKW nutzen. Muss eben zur Not auf eine Wurf-Antenne umgerüstet werden, denn die gehörten Sender sind allesamt auch terrestrisch brüllwürfeltauglich.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 23.05.2017 08:02
Zitat
MainMan
Zitat
Steve-o1987
Wie geht es mit ORF eins weiter? Ist der jetzt per DVB-C zu empfangen?


Nein. ORFeins und ORF2 sind seit heute bei Unitymedia ausgespeist.

Via DVB-C gibt es nur ORF2E und auch nur in den Netzknoten Ravensburg und Singen.

Wobei das freilich die alleinige Entscheidung von Unitymedia ist. Dass die digitale Einspeisung des terrestrischen Signals im grenznahen Gebiet rechtlich zulässig ist, sieht man ja an Bayern. Bei Vodafone werden ORFeins und ORF2 so lange eingespeist, wie sie terrestrisch FTA verbreitet werden.


ORFeins fiel schon letztes Jahr bei der letzten Umbelegung außer in den Knoten Ravensburg und Singen aus dem analogen Kabel. Digital war es schon seit Jahren nicht mehr empfangbar. Und ORF2E fiel, meine ich, schon ca. 2013/2014 aus dem digitalen Kabel bis auf die erwähnten Netzknoten Ravensburg und Singen, was damals auch irgendwie mit "grenznaher" Einspeisung begründet wurde. Was natürlich ein Witz ist, weil das Programm über Satellit europaweit frei empfangbar ist.

Ich frage mich wirklich, warum so viele Kunden diesen teuren Kabelanschluss nutzen, obwohl auch absehbar nicht mal alle Dritten in HD angeboten werden. Und für diese Nichtleistung soll man dann auch noch viel Geld zahlen. Eigentlich ist das unverschämt.

von wolfgangF - am 01.06.2017 21:02
Zitat
Wolfgang R
Wurde heute vom Arbeitskollegen angesprochen. Sein ein Jahr alter LCD/LED bringt nur noch Infotafeln. Er hat angeblich kein digitales Kabel, seine Dose hat nur 2 Loecher :D

Habe ihn darauf aufmerksam gemacht, er soll mal einen DVB-C Suchlauf machen. Bin mal gespannt auf morgen!

Auf 55 Zoll analog gekuckt? Boaahhhh, da schaudert mir.

Wolfgang


Rückmeldung: Obwohl der Kabelanschluss analog ist (hat ja nur zwei Löcher), geht der Fernseher wieder. Er musste aber "DTV" auswählen, und nicht - wie ich gesagt habe - DVB-C.

Es sind nun viel zu viele Sender und alles unsortiert. Vorher war das besser, überschaubar und schön sortiert.

Naja, recht machen kann man es nicht allen.

Mehr und mehr werde ich von Leuten angesprochen, deren Zweit- und Drittgeräte nur noch Standtafeln zeigen. Das wird noch eine Weile so gehen.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 09.06.2017 11:56
Zitat
RheinMain701
Die meisten HDTV-Geräte können aber nur DVB-T und sonst nichts. Fernseher, die DVB-C können, sind extrem selten, nicht zuletzt wegen dem Smartcard-Zwang der Kabelbetreiber.


Das gilt für Geräte vor 2010. Da war der CI+ noch nicht drin, sondern nur der CI. Damit konnte man damals (und heute erst recht) in deutschen Kabelnetzen nicht viel anfangen. So kam es, daß im Modelljahr 2009 z.B. Panasonic bei der GW10-Serie den DVB-C-Tuner bei Auswahl von "Deutschland" bei der Ersteinrichtung unterschlagen hat. Er wurde in D auch nicht beworben, steht aber in der Bedienungsanleitung dann doch drin. Seine Aktivierung konnte man ohne Länder-Akrobatik über das Tuning-Menü DVB-T erledigen.

Und so läuft das bei meinen Eltern seit 2009: DVB-C HD über den Panasonic GW10. Die Privaten gingen damit zwar nur in SD (da kein CI+), aber Private stehen bei meinen Eltern ohnehin nicht in der Programmliste.

Der GW20 ein Jahr später hatte CI+ und versteckte den DVB-C-Tuner nicht mehr. Seit spätestens 2012 haben nur noch Billig-Geräte kein DVB-C an Bord. Wenn was fehlt, dann wars DVB-S. Und heute hauen sie dir im Lebensmitteldiscounter die Blaupunkt-gelabelten Geräte für 299 EUR mit Triple-Tuner hinterher.


Zitat
Wolfgang R
Es sind nun viel zu viele Sender und alles unsortiert. Vorher war das besser, überschaubar und schön sortiert.


Dannn kann man nur innigst hoffen, daß er keinen Samsung oder manch anderes Katastrophen-Fabrikat besitzt, wo teils noch nach Jahren die Leute mit Zettel und dreistelligen Nummern hantieren.

Der Grundig einer Nachbarin (neu gekauft 2013) verweigerte bei DVB-C die Sortierung / das Löschen in der Hauptliste. Man konnte zwar Favoritenlisten bequem erstellen, jedoch in diesen nicht zappen. War man in einer Favoritenliste und drückte P+ oder P-, gelangte man zu dem Programm, das jeweils nach oder vor dem aktuellen Programm in der Hauptliste stand. Ich dachte, ich spinne. Ich rief bei Grundig und und mir wurde erklärt, das wäre "aus urheberrechtlichen Gründen" so. Aber es gab ein Softwareupdate, nach dem man dann in der Hauptliste sortieren und rauswerfen konnte. Genau so wollte ichs ja sowieso haben. Damit war es nur noch eine Sache von wenigen Minuten.

Später fand ich weitere Späße:

- Zappen in Favoritenlisten-Reihenfolge teils auch bei LG und Sony nicht möglich

- Einzelkanalsuchlauf bei Sony nicht möglich, man mußte immer alles neu suchen, danach war wieder große Speicherkatastrophe

- Zickigstes Verhalten bei NIT-Unsauberkeiten in einem Sharp Aquos. Der verweigerte im Einzelkanalsuchlauf das Einlesen von Kanälen, auf denen keine Kabel-NIT gesendet wurde

Undundund. Da war analog tatsächlich wesentlich stressfreier. Nur sah es halt auch meist richtig scheiße aus. :D

von Chris_BLN - am 09.06.2017 15:03
Zitat
RheinMain701
Nö, die nutzen den alten Röhrenfernseher solange bis es Peng macht.


Dem kann ich widersprechen. Es musste (zumindest in meiner Heimat) schnellstmöglich eine flache Glotze sein. In den frühen 2000ern flogen reihenweise z. T. noch junge Röhrenfernseher raus, oftmals mit aufwendiger Lautsprecherbestückung, 100 Hz und nicht selten auch im 16:9-Format. Solche Klopper wollte man eben nicht mehr haben. Bei jeder Elektrogerätesammlung, die mit Wurfzetteln angekündigt wurde, standen Berge von Röhrenfernsehern draußen. Ich denke, die wenigsten davon waren tatsächlich verbraucht oder defekt. Wenn man also gewollt hätte, dann hätte man sich damals einen der rausgestellten und besser ausgestatteten Röhrenkästen im 16:9-Format greifen können und hätte sich damit nicht selten einen Metz, Loewe oder ähnliches in die Bude gestellt.

Dafür wurde damals gekauft, was 16:9 hatte und wenigstens irgendwie flach war. Dass das z. T. diese "HD ready"-Krücken mit CFL-Hintergrundbeleuchtung waren, die keine praxistaugliche Auflösung und zu allem Überfluss auch kein richtiges Schwarz darstellen konnten, das war erstmal egal. Meine erste Flachbildglotze kaufte ich als Ersatz für den leider zu früh verstorbenen Sony mit Trinitron-Röhre und leider nur 4:3-Format. Es war ein Computermonitor ohne eigenen Tuner, wobei ich lediglich auf einen digitalen Eingang achtete. Für HDMI auf DVI gibt es Adapter und damit ist jeder Monitor mit DVI-Eingang prinzipiell auch als Fernseher geeignet. Es war die preiswerteste Möglichkeit, zu einem Bildschirm zu kommen, der pixelgenau 1920x1080 darstellen konnte. Bietet man dem derartiges Material, dann bekommt man eine erstaunlich gute Bilddarstellung. Mit dem bin ich bis heute glücklich, auch wenn er mit DVB-S oder DVDs unterfordert ist. Was mir auch wichtig war, das war eine ordentliche Entspiegelung des Displays. Darüber gehen die Meinungen ja auseinander, ich finde es aber unverzichtbar.

von PowerAM - am 14.06.2017 07:46
Man darf von den Leuten einfach nicht zu viel technisches Hintergrundwissen erwarten. Die gehen davon aus, dass man im Saturn/MM genau das passende bekommt.

Ist ja bei der Waschmaschine auch so. Die hat einen Stromstecker, einen Zulauf und einen Ablauf. Das passt oder wird ggf. passend gemacht.

So geht das beim Fernseher eben auch. Wenn der einen SCART-Stecker hat, kann man den ja nutzen, wozu ist der denn sonst auch da?

In den USA ist es noch viel schlimmer. Da gibt es nur Ch3/4, rot-weiß-gelb (RCA) oder HDMI.

Was glaubt ihr an wie vielen mordernen Fernsehern ein HD-fähiger Kabelreceiver per CH3 analog moduliert angeschlossen ist. Das Bild wird von der Aufzoom-automatik des Fernsehers noch schön von 4:3 Letterbox auf 16:9 gezoomt und von der sowieso bescheidenen NTSC-Auflösung bleibt nur noch ein Bruchteil übrig.

Quelle ist in beiden fällen das US-typische HD Lite (1440 x 1080), was man nutzt, um noch mehr HD-Kanäle ohne störende Artefakte in einen Mux zu quetschen.

Zum Vergleich 480p (Werksinstellung) analog - keine Details erkennbar
[attachment 9352 ch3-zoom.jpg]

1080i HDMI - deutlich mehr zu sehen ("Kleingedrucktes")
[attachment 9353 hd-light.jpg]

Wolfgang

von Wolfgang R - am 14.06.2017 09:36
Ich bin ja eigentlich auch so, daß ich Technik nutze, bis es wirklich nicht mehr geht. Den IBM T40 (Pentium M, 1 GByte RAM, XP) kaufte ich gebraucht im Herbst 2007 und nutzte ihn noch bis Herbst 2016. Da war er dann über 12 Jahre alt. Für Überspielungen DAT->PC steht ein alter großer Escom Big-Tower (ursprünglich gekauft 1994 mit 486er drin, 2001 aufgerüstet mit dem letzten AT-Board Gigabyte GA-6BA für Pentium II/III) bereit, in dem eine Terratec EWX24/96 per bitgenauem SPDIF unter Win98SE arbeitet. Das erste Mobiltelefon hatte ich von 2004-2012 (dann schon mit zweiter Tastenmatte), das zweite habe ich seit 2012. Mein Fahrrad bekam ich 1987, als ich 13 war - ich nutze es noch heute.

Die Möbel im Zimmer bei meinen Eltern sind von 1979/80 und standen in meinem Kinderzimmer (da stehen sie letztlich heute noch) und meine Stereoanlage ist von 1991-1995 (mit Ausnahme der DVB-Receiver). Meine Eltern haben Vaters Hellerau-602-Möbel aus den 50er Jahren nach wie vor im Arbeitszimmer (ok, allein für den Schreibtisch würden heute in Berlin von Hipstern mehr als 2000 EUR gezahlt...) und die Wohnzimmermöbel sind individuelle Anfertigung Ende der 60er Jahre. Warum sollte daran was geändert werden?

Aber selbst bei meinen in dieser Hinsicht anspruchslosen Eltern steht seit 2009 nach Defekt des Röhren-TV und gescheitertem Reparaturversuch ein Full-HD-LCD, damals für 1000 EUR, sollte halt Triple-Tuner haben (wollte ich so). Und in den ebenfalls TV-sparsamen Haushalten von Freunden (alle um die 40 und mit Kindern) flogen die Röhrengeräte nach Defekten oder bei "schleichendem Tod" (Bild immer übler) schon vor Jahren raus. Teils durch normale TV ersetzt, teils durch nen kombinierten PC-Monitor/TV.

Den letzten analogen Fernseher sah ich vor einem Jahr bei einer extrem armen Frau um die 65, die auf mich einen generell sehr niedrig gebildeten und hysterischen sowie hilflosen Eindruck machte. Ein Freund von ihr war bei unserem Kabelnetzbetreiber erschienen und wollte igrendein Adapterkabel, dessen Sinn sich mir nicht erschloss. Ich war gerade im Firmengebäude zu Besuch und mit der Besprechung fertig und wollte gehen, als das passierte. Da ich kein gutes Gefühl hatte, daß der Mann, der da für die Frau was tun wollte, zurechtkommt, ging ich einfach mit. Ich fand in der recht verwarlosten Wohnung einen grottigen noname Röhren-TV und einen defekten Satreceiver (offenbar Netzteil). Natürlich passte der Kabelreceiver, den ihr eine wohlmeinende Bekannte aus der Stadt geschenkt hatte, nicht da dran - auch mit Adapterkabel natürlich ohne Funktion. Die Frau war mit den Nerven am Ende, als ich sagte, daß diese Gerätespende aus ihrem Freundeskreis nichts hilft. Ich bot ihr mangels greifbarem Satreceiver bei mir an, bei eBay was für ca. 20 EUR zu schießen und ihr in paar Tagen vorbeizubringen. "Wo soll ich soviel Geld herbekommen?" holte mich dann erstmal in die Realität zurück.

Den vorletzten Röhren-TV sah ich vor etwa 3 Jahren bei meinem damals etwa 80-jährigen Patenonkel. Dieses Gerät war aber umzingelt von DVB-T-Festplattenrecorder mit Brenner (Berlin halt), mehreren DATs, DAB-Radio, modernsten PCs etc. Da war der TV wirklich nur unterpriorisiert, inzwischen ist er durch zwei identische 32er Samsung TV ersetzt worden (gezielt einfache ohne Smart-TV-Funktion gesucht).

Den drittletzten Röhren-TV ersetzte ich 2014 bei der damals knapp 90-jährigen Akustikerin des DDR-Rundfunks. Das Gerät krachte und knisterte aus der Hochspannung und wurde zum Risiko.

Aber sonst? In der Nachbarschaft meiner Eltern in Thüringen kaufen alleinstehende Frauen um 65-70 einen zweiten TV fürs Schlafzimmer, weil der "alte" Full-HD-TV "nur" 42 Zoll hat und "weil es jetzt so schöne große Fernseher gibt". Aufm Recyclinghof fand ich vorige Woche einen originalverpackten und nie ausgepackten SD-Satreceiver. Im Elektroschrott liegen inzwischen 32er und größere LCDs. Und als es 2013 nach dem Hochwasser Soforthilfen für betroffene Haushalte gab, wußten Beobachter zu berichten, daß die Leute teils direkt aus der Auszahlungsstelle rüber in den MediMax sind, um sich nen großen TV zu kaufen. Das hat immer höchste Priorität.

Ich hätte wirklich nicht mehr mit vielen Röhren-TVs gerechnet.

von Chris_BLN - am 14.06.2017 22:47
Ich denke wenn heute noch Fernseher am analogen Kabel oder mit SCART-Kabel betrieben werden hat das meist nichts mit mangelndem Geld zu tun sondern lediglich mit mangelndem technischen Verständnis.
Was ich da schon alles in meinem Bekanntenkreis gesehen habe...

Wenn der neue TV nach dem Einschalten einen analogen Suchlauf durchführt und dabei einige Programme findet dann bleibt das halt so. Warum auch nicht? Alle Programme, welche man vom alten TV kennt, sind ja da - und daß die Bildqualität bescheiden ist und nur Eierköpfe dargestellt werden weil das Seitenverhältnis auf dem neuen 16:9-Flachmann nicht passt fällt nicht auf oder stört nicht. Ebenso die schwarzen Balken oben und unten - und falls die doch mal stören wird so lange auf der Fernbedienung rumgedrückt bis sie weggezoomt sind. Daß dann rechts und links was vom Bild fehlt fällt auch nicht auf oder stört nicht.
Der neue Blueray-Player, welcher den defekten CD-Player oder VHS-Videorecorder ersetzt, wird mit dem vorhandenen SCART-Kabel an den selben Anschluß angesteckt, hat ja immer so funktioniert.
Der neue SAT-Receiver, welcher eigentlich HD könnte, ja sowieso... etc...
Oder der alte, eigentlich gar nicht mehr benötigte Videorecorder, hängt mit einem hochwertigen voll beschalteten SCART-Kabel am RGB-fähigen Eingang am TV, der SAT-Receiver mit einem RCA-Kabel am FBAS-Eingang des Fernsehers, welcher nur einen SCART-Anschluß hat. Auf Einwände meinerseits wird dann argumentiert in der Art: "Finger weg, das gehört so, das hat ein Fachmann eingerichtet, das war immer so, bloß nicht anfassen..." :confused:
Ich habs aufgegeben.

Ich finde es mittlerweile nur noch lachhaft wenn ich einen Werbeprospekt in der Hand halte wo die Industrie mir weismachen will daß mein guter Full-HD-TV ja sowas von veraltet ist und ich jetzt unbedingt einen Super-Ultra-4K-UHD-Smart-TV mit zeitgemäßer Bildqualität brauche...
Die ganzen Produzenten und Phrasendrescher sollten echt mal ihren Bunker verlassen und sich ansehen wie die Praxis da draußen in der reale Welt aussieht. ;)

von Loger - am 15.06.2017 07:36
Zitat
Loger
Ich finde es mittlerweile nur noch lachhaft wenn ich einen Werbeprospekt in der Hand halte wo die Industrie mir weismachen will daß mein guter Full-HD-TV ja sowas von veraltet ist und ich jetzt unbedingt einen Super-Ultra-4K-UHD-Smart-TV mit zeitgemäßer Bildqualität brauche...
Die ganzen Produzenten und Phrasendrescher sollten echt mal ihren Bunker verlassen und sich ansehen wie die Praxis da draußen in der reale Welt aussieht. ;)


Naja, der Industrie kann es völlig egal sein, wie die Leute ihre Produkte benutzen, solange sie sie kaufen. Und wenn einer einen 4k UHD kauft und den dann im Keller verroten lässt - egal. Hauptsache verkauft.
Was aber halt nicht geht ist, dass der gesamte Fortschritt aufgehalten wird, weil ein Teil davon nix versteht oder es ihm egal ist. Die müssen halt - wie jetzt derzeit - irgendwann auch mal umstellen, auch wenn es ihnen eigentlich egal ist.

von Terranus - am 15.06.2017 08:36
Man kann UKW nicht für den Rückkanal nutzen, die ganze Infratsruktur in NE3 und NE4 gibt das nicht her und fast alles (Verstärker, Filter, Diplexer, Dosen usw.) müssten getauscht werden.

DOCSIS 3.1 heißt übrigens auch nicht automatisch, dass der Rückkanal bis 204 genutzt wird, sondern nur dass das grundsätzlich möglich ist.

Man müsste viel zu viel umbauen dafür, einfach mit "UKW abschalten" ist es nicht getan. Das wird auch ziemlich sicher nich so schnell, wahrscheinlich sogar gar nicht, kommen.

Im Moment versucht man den Bereich unter 25 MHz für den Rückkanal tauglich zu machen (der rein vom Standard her auch bei DOCSIS 2.0 schon dafür vorgesehen ist) - der wird nämlich aktuell auch nicht genutzt aufgrund erhöhter Einstrahlunsgprobematik in diesem Bereich. In dem Bereich gibt es nämlich den entscheidenden Vorteil, dass dafür gar keine Bauteile getauscht werden müssen.

von WiehengeBIERge - am 20.06.2017 17:11
Ich dachte, nach der Netzangleichung wäre endlich mal Ruhe in der Belegung, scheint sich ja ganz so anzuhören, als ob nun wieder alles durcheinandergewürfelt wird.


Ich weiß nur, dass es wieder zu größtem Unmut führen wird, wenn allein in meiner Nachbarschaft bei an den 10 Geräten wieder Werkseinstellungen, kompletter Suchlauf und Sender Sortieren angesagt ist (ohne Werkseinstellungen funktioniert i.d.R. nicht sauber, weil er irgendwelche Reste der alten Belegung im Hintergrund hat)

Gerade für ältere und technisch nicht versierte User ist das unzumutbar.

Wieso macht man sowas? Will man sich absichtlich ins Abseits spielen?

UM hat hier bei uns schon einen sehr, sehr schlechten Ruf.

Bei analog 30 Jahre die selbe Belegung. Bei digital ständig Suchlauf, ständig fehlen Sender. Der lokale RFT-Betrieb stellt nur Fernseher ein, die bei Ihm gekauft wurden. Die meisten kaufen bei Real oder MM. Geiz ist geil. Die Kiste einstellen darf dann ich.

Der letzten, die das gemacht hat (wg. Analogabschaltung) habe ich eine klare Absage erteilt. Keine Privaten zu empfangen => wohl alte Dose mit Sonderkanalproblematik. Nein, das mache ich nicht. Soll der machen, wo sie den Fernseher gekauft haben. Ich brauche auch Freizeit.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 22.06.2017 08:41
Wer Linux und Co hat, hat meist schonmal keine "Standardware". "Standard" ist: onboard-Tuner des Fernsehers. Das NIT-Handling im allgemeinen und das LCN-Handling im SPeziellen sind hochgradig unterschiedlich implementiert. Eigentlich müßten so einfache Übungen wie "2 Digitalpakete tauschen ihre Kanäle" automatischdurch das NIT-Handling abgefangen werden. Spätestens beim Aufruf eines Programmes der betroffenen Pakete müßte der Tuner feststellen, daß auf diesem Kanal nicht mehr der verlangte Transportstrom läuft. Spätestens dann (und hoffentlich auch erst dann) sollte er die NIT auslesen und schauen, auf welchem Kanal die gesuchte TSID läuft. Und dann alle betroffenen Services entsprechend im Hintergrund anpassen.

TeleColumbus hat vor etwa 2 Jahren einen solchen Wechsel zweier Pakete gemacht - weder ein aktueller Grundig noch ein aktueller Panasonic folgten automatisch den Änderungen. Es war Neueinlesen angesagt.

Ein Grundig von 2013 hingegen hat letztens in meiner Nachbarschaft den umzugsbedingten Wechsel von einem regionalen Klein-Netz (113, 121, 129, ... MHz) auf Vodafone/KDG (114, 122, 130, ... MHz) automatisch hinbekommen. Die Nutzerin hat einfach so lange gezappt, bis sie einen der Kanäle hatte, deren Kanalmitten identisch waren. Dort fand der Grundig offenbar die NIT und wies die Programme neu zu. Allerdings auch da heilloses Chaos und eine unerträgliche Belegung. Ich habe alles händisch gelöscht und kanalweise neu eingelesen, was bei KDG auch ätzend ist, da die Pakete nicht "sortenrein" sind. Verschlüsselten Krempel und Öffis in HD auf einem Kanal und sowas. Auch dann war wieder Handarbeit angesagt.

Wundert mich nicht, wenn das bei UM nicht anders läuft.

Mit LCN-typischen Kanalbelegungen kann ich z.B. auch gar nichts anfangen. Was soll z.B. Privat-TV in der Senderliste?

von Chris_BLN - am 22.06.2017 10:29
Zitat
Cha
Zitat
RheinMain701
... das Bild würde ständig stottern und es gäbe nur Klötzchensalat und analog war ja alles besser.


Das hat meine Oma über DVB-C auch bei einigen Frequenzen. Woran genau liegt das? Bisher wird bei ihr auch noch Analog genutzt.


Eine Ferndiagnose ist ohne weitere Informationen nicht möglich. Ich habe zu meinen DVB-C-Zeiten von 2005 bis ca. 2010 schon vier verschiedene Ursachen für ruckelnde Bilder erlebt:

- Wie im Thread schon erwähnt: Ungeeignete Hausverkabelung oder Anschlusskabel (kann sich besonders im oberen UHF-Bereich bemerkbar machen)

- Eine nicht normgerecht an-/abgeschlossene Stichleitung in der Hausverkabelung! Da war ein Verteiler in Hausanschlussnetz von zwei verbundenen Mehrfamilienhäusern mit einer nicht abgeschlossenen Stichleitung. Sie wirkte als Saugkreis und hat ein bestimmtes Segment im VHF-Bereich stark gedämpft. Die Netzebene 4 war damals zum Glück in Verantwortung des Kabelnetzbetreibers. Der Techniker hat fast einen ganzen Nachmittag dazu gebraucht, den Fehler durch Messungen zu lokalisieren und dann das Verteilnetz wieder neu einzupegeln. Ich hatte als einziger von etwa 16 Wohnungsinhabern auf eine Behebung des Problems gedrängt - via Hausverwaltung und dann zum Glück direkt über den Technischen Service des Netzbetreibers.

- Übersteuerung des DVB-C-Empfängers. Mein erster Empfänger war ein Nachrüstsatz fürs Metz-TV, und der ist nicht besonders grosssignalfest. Aussetzerfrei über den gesamten Frequenzbereich funktioniert das Teil eigentlich nur mit vorgeschaltetem, einstellbarem Dämpfungsglied, trotz richtiger Einpegelung des Hausnetzes.

- Veraltete DVB-C-Software im Receiver: Der erwähnte DVB-C-Nachrüstsatz hat Kanäle mit der Modulation 256-QAM nur verruckelt wiedergegeben, während Kanäle mit 64-QAM gut gingen. Aufgefallen ist es erst, als die ersten Kanäle auf 256-QAM umgestellt wurden. Ein kostenloser Softwareupdate (dazu war ein Gang zum Händler nötig) hat auch das Problem behoben.

Zur systematischen Fehlersuche gibt's eigentlich nur ein Rezept: Messen, messen und nochmals messen. Das kann man mit der Signalstärke und Bitfehlerrate / Qualität probieren, die man sich bei vielen DVB-C-Empfängern anzeigen lassen kann. Wem das zu hoch oder zu mühsam ist (und es keine naheliegende Ursache wie ein defektes Kabel ist): Techniker holen!

73 de Uli

von ulionken - am 04.07.2017 17:26
Zitat
ulionken
- Wie im Thread schon erwähnt: Ungeeignete Hausverkabelung oder Anschlusskabel (kann sich besonders im oberen UHF-Bereich bemerkbar machen)

- Eine nicht normgerecht an-/abgeschlossene Stichleitung in der Hausverkabelung! Da war ein Verteiler in Hausanschlussnetz von zwei verbundenen Mehrfamilienhäusern mit einer nicht abgeschlossenen Stichleitung. Sie wirkte als Saugkreis und hat ein bestimmtes Segment im VHF-Bereich stark gedämpft.


Nichts gegen den impedanzgerechten Abschluss von Stichleitungsausgängen, aber das ist ein nice-to-have. Offene Stichleitungsausgänge bleiben fast immer folgenlos, zumal die Richtdämpfung immer höher als die Auskoppeldämpfung ist. Wäre es anders, müsste man auch ungenutzte Teilnehmeranschlüsse von Durchgangsdosen terminieren.

Ganz anders bei Stammleitungen, die vermutlich auch gemeint waren. Die fachliche Todsünde "pegelfreundlicher" Stich-/Einzeldosen an Stammleitungsenden - die noch immer viel zu oft fälschlich als Enddosen bezeichnet werden - kann Stehwellen verursachen und die können wiederum partielle Schneisen ins Pegelspektrum vorgeschalteter Steckdosen schlagen

Aber auch der Effekt hat nichts mit Saugkreisen zu tun. ;)

von Dipol - am 19.07.2017 18:34
Habe gerade gelesen, dass UM wieder mal einen "Change Day" ankündigt und künftig BR un NDR im gesamten Netzgebiet in HD angeboten werden, das wäre jetzt möglich, weil Analog abgeschaltet ist. Natürlich wird das wieder als toller Fortschritt angepriesen.

Soweit ich weiß, bietet Kabel Deutschland/Vodavone schon länger alle Dritten in HD, obwohl dort auch noch analog gesendet wird. UM enthält nunmehr schon seit Jahren seinen Kunden HD-Programme vor, die es auf SAT selbstverständlich frei gibt. Und dafür verlangen die auch noch jeden Monat Geld. Für die Privaten in HD scheint dagegen genug Platz zu sein, aber für die muss man ja extra zahlen.

Mich wundert es, dass so ein unverschämtes Verhalten nicht zu einer massenweisen Kündigungswelle führt, wobei ich natürlich schon weiß, dass viele Kunden aufgrund des Mietvertrags oder der Hausordnung keine Alternative haben.

Da war Kabel BW früher wesentlich fortschrittlicher und kundenfreundlicher.

von wolfgangF - am 13.08.2017 12:20
Zitat
wolfgangF
Habe gerade gelesen, dass UM wieder mal einen "Change Day" ankündigt und künftig BR un NDR im gesamten Netzgebiet in HD angeboten werden, das wäre jetzt möglich, weil Analog abgeschaltet ist. Natürlich wird das wieder als toller Fortschritt angepriesen.
(...).


Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass etliche Sender neue Frequenzen zugewiesen bekommen, da man alle oberen Frequenzen von DVB-C räumt und auf die tiefer liegenden umzieht.

Laut UM erhalten 95% aller Programme einen neuen Sendeplatz!!!

Dies hat natürlich massiv Auswirkungen auf die Programmliste. Laut Unitymedia werden 6,4 Millionen Nutzer von den Verschiebungen betroffen sein und müssen einen Sendersuchlauf machen und neu sortieren, falls sie nicht ein UM-Gerät ihr eigen nennen bzw. die LCN-Funktion benutzen wollen. Ansonsten bleibt der Bildschirm schwarz bzw. die Leute können nicht mehr ihre Programme auf den gewohnten Programmplätzen sehen.

Mir fallen alleine 12 Nutzer in BW ein, die überhaupt nicht wissen, was ein Suchlauf ist, geschweige denn, wie man diesen durchführt. Ohne fremde Hilfe geht da gar nichts.

Da ist auf jeden Fall massiv Ärger vorprogrammiert. Geschieht UM aber ganz recht.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/TV-Programmlisten-Verschiebungen-bei-Unitymedia-3798854.html

von transponder - am 13.08.2017 13:40
Zitat
ulionken
Tja, und Störungen von Massenprogrammen durch DAB-"Ingress" führen dann hoffentlich zum Austausch von uralten Hausverteilanlagen mit ungenügender Schirmung


Ich gebe zu bedenken, dass teilweise nicht (nur) die Hausverteilanlagen schuld sind, sondern auch ungenügend geschirmte Zuleitungen zwischen Dose und Empfänger.

Als im hiesigen Kabelnetz die Kanäle 12 und 32 noch analog genutzt wurden, konnte ich schöne Experimente machen. Mit einem selbstgemachten Kabel, bestehend aus hochwertigem "Sat"-Kabel, F-Steckern und geschraubten F-/Koax-Adaptern war das Bild einwandfrei. Keine Störungen durch die lokalen DAB- bzw. DVB-T-Kanäle, d.h. auch keine Einstreuungen in die Hausverteilung.
Mit diesen typischen fertig konfektionierten Schrottkabeln, die oft den Empfängern beiliegen, gab es dagegen heftige Störungen, bis hin zur Unkenntlichkeit, je nach Lage des Kabels. Leider dürften es genau solche Kabel sein, die üblicherweise zum Einsatz kommen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 31.08.2017 03:08
Einrichtungen mit vielen Geräten sollten viele gleiche Fernsehgeräte haben, dann können die Apparate per USB-Stick synchronisiert werden. Meine Nachbarn werden morgen wieder klingeln, dass die Programm weg sind. Ich hätte den Mitarbeiter entlassen, der die wichtigsten Privatsender in SD-Qualität auf 178 MHz legt, also die Frequenzen vom 1. Bundesmux. Was Unitymedia nicht beachtet hat, dass bald der zweite Bundesmux startet und erneut Kanalwechsel nötig wird. Der WDR liegt mit 11D zwischen zwei Fernsehkanälen.

Ich schätze mal, dass Unitymedia sich dachte, dann buchen die Menschen das HD-Paket. Der Druck auf den Betreiber wurde nur zu groß.

Beeinträchtigung beim Empfang einiger TV Sender: Neuer Sendersuchlauf am Freitag, 1. September 2017, für alle Unitymedia Kunden in Nordrhein-Westfalen nötig
https://web.archive.org/save/https://newsroom.unitymedia.de/neuigkeiten/wichtiger-hinweis-zum-change-day-fehlermeldung-bei-neu-sortierung-von-tv-sendeplaetzen/

Was die Marketingprofis von Unitymedia nicht sagen, auf welchen Kanal die Programme umgelegt werden. Es würde reichen, wenn die gestörten Programme auf einem anderen Kanal umgelegt würden und man nur einen Kanal durchsuchen und nur bestimmte Programme verschieben müsste. Ich freue mich, dann ich 120 Sender beim Nachbarn rauf und runter schieben darf.

Ein weiteres Problem ist die Presse, die wirklich Desinformation streut.

von Seltener Besucher - am 31.08.2017 19:53
Zitat
Chris_BLN
Nun haben sie mit dem Paket auf 394 MHz getauscht und schicken BBC Entertainment, TF 1 (Issn das?) und Penthouse HD in die Wüste:

https://www.unitymedia-helpdesk.de/nrw/senderbelegung_august.html

Oder bedeutet die Angabe "D178 – 178 MHz – 256 QAM – Unitymedia Baden-Württemberg", dass man die Störung dieser Kanäle ab kommender Umstellung nur in BaWü einplant? ;)


Diese Programme stammen noch aus Kabel BW - Zeiten und werden folglich nur in BaWü angeboten. In NRW und Hessen gibts auf 178 MHz gar nix mehr.
Außerdem werden auf 178 MHz in BaWü die regionalen Privatradios sowie die Radioprogramme von ORF und SRF eingespeist.

https://www.unitymedia-helpdesk.de/bw/radio_digital_august.html

PS: TF1 ist das erste landesweite Programm aus Frankreich, seit 1987 privatisiert.
Unitymedia greift das Signal in Offenburg terrestrisch ab, skaliert es runter und verbreitet es in ganz BaWü.

von MainMan - am 01.09.2017 08:03
Bei Unitymedia muss man gar nichts mehr verstehen. Man führte eine Netzangleichung durch, riesen Ärger, riesen Frust, Kunden sauer. Dann schaltet man analog ab. Riesen Frust, riesen Ärger, Kunden noch mehr sauer.

Kurz später sortiert man nochmals alles um und merkt dann, dass veraltete Hausanlagen mit der Belegung nicht klarkommen. Also klammheimlich umbelegen. Aber keine klare Kommunikation. Nur die Info: Problem "scheint nun behoben zu sein". Dass man aber nochmals einen Suchlauf braucht, sagt keiner. Also noch größerer Frust, Kunden richtig sauer, kann ja wohl nicht sein, Sauerei.

Auf seine Außenwirkung scheint dieses Unternehmen irgendwie überhaupt keinen Wert mehr zu legen. So viel negative Presse wie diese Firma innerhalb von 2 Jahren bekommen hat, da kommt höchstens noch VW mit. Aber egal, man hängt ja am Tropf der Zwangsverkabelten, die sowieso keine andere Chance haben.

Ich freue mich schon auf den Change-Day in BW. da werden unsere letzten beiden zwei Radio-/Fernsehtechnibetriebe in der Region (der dritte hat aufgegeben und schließt für immer) wieder wochenlang ausgebucht sein und ich darf wieder mal unentgeltlich den gestressten Nachbarn helfen. Wenigstens sind deren Hausanlagen schon durch meine Maßnahmen HF-technisch dicht, dort wurde noch bis zum letzten Tag analog geschaut und die ARD war sonst ungenießbar.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 01.09.2017 12:05
Zitat
Wolfgang R
Auf seine Außenwirkung scheint dieses Unternehmen irgendwie überhaupt keinen Wert mehr zu legen. So viel negative Presse wie diese Firma innerhalb von 2 Jahren bekommen hat, da kommt höchstens noch VW mit


Auf den TV-Bereich legt UM definitiv keinen Wert mehr.
Falsche Kennungen, gefilterte Services, fehlende ÖR-Sender in HD, ständige Umbelegungen...wer kann, wechselt zu SAT, IP oder DVB-T2 bzw. Freenet.

Reine TV-Verträge dürften im Privatkundensegment mittlerweile die Ausnahme sein.

UM verdient an seinen 2Play- und 3Play- Angeboten sowie an den Verträgen mit den großen Wohnungsbaugesellschaften.

Wobei auch hier Absetzbewegungen erkennbar sind.
Einige kommunale Wohnungsbaugesellschaften errichten eigene Kopfstationen, z.B. in Heidelberg. Dort betreibt die städtische GGH für Ihre rund 7000 Wohneinheiten mittlerweile ein eigenes Kabelnetz, Unitymedia ist komplett raus.
Ähnlich siehts In Walldorf aus, dort gibts mit "Kurpfalztel" einen neuen Kabelanbieter. Und die Immobilien von Flüwo und Vonovia in Baden-Württemberg werden mittlerweile von der Telekom versorgt.

von MainMan - am 01.09.2017 19:49
Zitat
MainMan
Zitat
Wolfgang R
Auf seine Außenwirkung scheint dieses Unternehmen irgendwie überhaupt keinen Wert mehr zu legen. So viel negative Presse wie diese Firma innerhalb von 2 Jahren bekommen hat, da kommt höchstens noch VW mit


Auf den TV-Bereich legt UM definitiv keinen Wert mehr.
Falsche Kennungen, gefilterte Services, fehlende ÖR-Sender in HD, ständige Umbelegungen...wer kann, wechselt zu SAT, IP oder DVB-T2 bzw. Freenet.

Reine TV-Verträge dürften im Privatkundensegment mittlerweile die Ausnahme sein.

UM verdient an seinen 2Play- und 3Play- Angeboten sowie an den Verträgen mit den großen Wohnungsbaugesellschaften.

Wobei auch hier Absetzbewegungen erkennbar sind.
Einige kommunale Wohnungsbaugesellschaften errichten eigene Kopfstationen, z.B. in Heidelberg. Dort betreibt die städtische GGH für Ihre rund 7000 Wohneinheiten mittlerweile ein eigenes Kabelnetz, Unitymedia ist komplett raus.
Ähnlich siehts In Walldorf aus, dort gibts mit "Kurpfalztel" einen neuen Kabelanbieter. Und die Immobilien von Flüwo und Vonovia in Baden-Württemberg werden mittlerweile von der Telekom versorgt.


GGH in Heidelberg: Sogar mit Schweizer Fernsehen!

von Florian-L - am 01.09.2017 20:15
Oh ja, der Infokanal auf dem der Change Day als großer Meilenstein verkauft wird. Besonders toll finde ich die Stelle, wo der UM-Mensch erklärt, dass man sich ja bemühe, auch kleinere Ablegersender wie NITRO. oder ProSieben MAXX immer zeitnah einzuspeisen, weil die Kunden ein großes Interesse daran haben. Deshalb gibt's auch den WDR erst seit 'nem guten Jahr im NRW-Kabel in HD. :rolleyes:
Tja, Unitymedia ist schon hochprofessionell gegenüber seinen Kunden. Nicht.

Meine Erwartung an diesen Change Day war eigentlich, dass man, wenn man jetzt schon aufgeräumt hat, die Chance nutzt und mal Programme einspeist, die seit Jahren on Air sind. Ich warte immer noch auf zdf info HD und tagesschau24 HD.

Na ja, was reg ich mich auf. Mit der riesen Peinlichkeit bei der Umstellung in NRW hat man sich schön in die Nesseln gesetzt. Ich warte auf den Tag, an dem UM auch dicken Knatsch mit den Verbraucherschützern bekommt wie zuletzt o2. Aber selbst das wird wahrscheinlich nicht helfen, wenn man nicht gewillt ist, ein wirklich attraktives Angebot zu machen.

von Sebastian Dohrmann - am 20.09.2017 07:31
Zitat
w_weinmann
Sind eigentlich diese "neuen" Telekom Kabelnetzte klassische Koaxial-Netze mit DVB-C oder setzt die Telekom hier auf 100% IP Verbreitung mit ihrer heißgeliebeten Kupfer-Doppelader?


Als Bewohner einer großen Mietskaserne kann es dir durchaus passieren, dass du Telekom Kabelfernsehen hast: https://ebs08.telekom.de/wohnungswirtschaft/produkte

Das geht per Glasfaser in Haus, wird dann per ONT (im Keller) auf Koax gewandelt und bietet dir DVB-C, UKW, analoges Fernsehen sowie Internet per Docsis.

Genau so werden UM Kabelanschlüsse per Glasfaser in mir bekannten Neubaugebieten auch bereitgestellt.

Das hat nichts, aber auch rein gar nichts mit Entertain (1.0) / Entertain TV (2.0) zu tun, welches IPTV ist und per DSL16+ / VDSL über die Kuper-Doppelader zu Dir in Haus kommt.

So sehr liebt die Telekom Ihre Kupferdoppelader im Übrigen nicht, ich glaube, die haben gemerkt, dass sie damals das falsche Netz verkauft haben :)

Denn mit Vectoring und Super-Vectoring muss man schon einige Kunstgriffe anwenden, wo die Kabler nur lachen und mit Docsis 3.0 bald 1 Gbit/s anbieten.

Abschließend, und damit höre ich auch auf, damit es nicht noch mehr OT wird (mehr zu dem Thema gerne per PN oder als extra Faden): Per Kabelfernsehen kann die Telekom übrigens kein Internet anbieten, sondern muss das an die Tochter Constar abtreten. Hat etwas mit der immer noch marktbeherrschenden Stellung im Kommunikationssektor bei Festnetzanschlüssen zu tun.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 20.09.2017 14:21
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