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vor 3 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 6 Monaten
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SM6VPU, Rolf, der Frequenzenfänger, Staumelder, Japhi

[geschichte] Motala Langwellesender

Startbeitrag von SM6VPU am 24.12.2014 12:52

Das erste Rundfunksender in Schweden wurde in Motala gebaut. Motala liegt fast in der mitte von Südschweden an der Ostseite des Vättersee an Göta kanal, auf einem Bergrücken in der Stadtmitte Motala.

König Gustaf V eingeweihnte den Sender in 1927. Der Sender war von Grimeton Langwellesender inspiriert. Das Senderhaus war in neuklassisch Stil gebaut nach Zeichnen von Carl Åkerblad. Die Türmen sind 127m hoch und trag eine "Trommelantenne" gespeichert vom Senderhaus und geerdet in einem Schuppe am südlichen Turm.

Der Sender war von Marconi i Großbritannien hergestellt und hatte eine Leistung an damals riesengroße 30kW! Motala Langwelle war für seine Zeit der stärkste Sender Europas. Aber Motala wurde nicht allein. Viele andere Sender in Europa waren in betrieb gesetzt und ohne Bandpläner wird es "wild wild west" auf dem Langwelleband. 30kW war nicht genug. Schon 1935 kam ein viel stärker Sender in betrieb, auf 150kW Leistung. Während des zweite Weltkriegs kaufte man für den Sender etwas was als "Frequenzschichtozsillator" genannt ist. Mit dieses Gerät konnte man Mitteilungen unhörbar für Hörer senden. Ein Rest von einer unruhigen Zeit und ein sehr bewahren Geheimnis.
Der 30kW-Sender stand in stand-by ob etwas falsch mit dem 150kW passieren sollte.
Das neue mit dem 150kW Sender alles war jetzt in Stativen eingebaut. Früher schütze nur ein Geländer die Angestellte von lebensgefährliche Spannungen. Alles stand öffnet.
Mit dem 150kW-sender konnte man nicht ein Stativ während Betrieb öffnen da das elektrisch verriegelt war. Und für den Sender starten musste man eine Klappe verschoben und zwei Knöpfen drücken. Vielleicht etwas ja für ein Kernkraftwerk? ;-)

Aber die Technik lauf sehr schnell und viele andere Sender lief Motala vorbei. Fading entstand nur an 80km abstand. Er war seht teuer in Betrieb. Braute immer Bemannung und die Wirkungsgrad seht schlecht. Man konnte nicht mehr den Sender ausbauen. Es war unmöglich.

So man musste den Sender ersetzen. Schon 1955 hatte die Behörden an einen neue Sender nicht weit von Vadstena gezeichnet. Er sollte Vollautomatisiert werden, Fernbetrieb.
Und was neu mit dem andere Sender war das Antennsystem. Das Antennsystem bestand von fünf Ringantennen, fünf Antennen in einem Ring mit 630m Radius abstand von einander und vom Senderhaus. Das Senderhaus war ein fensterlos Bunker mit 1,6m dicke Betonwände. Darein gab es zwei Sendern auf 300kW Leistung je, Reservkraftwerk (2cyl V8 Diesel 1100ps), Destillateur für Kühlwasser, Abstimmungsspulen für die Antennen und vielen mehr.
Am Senderbunker stand ein 250m hoch Zentralmast. Die andere Masten waren nur 200m hoch.

Das gab ein Strahlungsdiagramm da drückte der Signal für Bodenwelle unter und nicht für störende Raumwelle. Die Deckung war fast ganze Süd- und Mittelschweden im Tag und ganze Schweden in der Nacht und auch in unser Nachbarländer, außer Städter da von eigenen Sendern bedient waren z.b. Göteborg, Sundsvall, Hörby (Skåne), Östersund, Stockholm und Luleå.

1957 begonnte die erste Arbeiten und im Mai 1961 wurde der neue Sender in betrieb genommen.
Vor betrieb machte man Verssuchsendungen von dem neue Sender an Zeiten wenn den alte Sender nicht in betrieb war. Fünf Techniker gingen Schichtarbeit an den neue Sender. Man arbeitete in 26-27 grad Hitze drinnen. Die Senderrohren waren Dampfgekühlt, "Vapotronen" mit einem geschlossen Kühlsystem.
Man benutze erst die beiden Sendern zusammen mit 600kW Leistung. Sondern wurde nur ein Sendern in betrieb und das zweite in stand-by stehen. Mann wechselte Sender je Woche für gleichwerigt abnutzen. Wurde etwas falsch mit einem Sender entstehen, gab es drei Wiederstartversuch vor den Zweite in betrieb gesetzt sollte, unmerkbar für die Hörer.

Aber die Glücke war kurz. Währen eines Donnerwetters 12.Juli 1970 01:50 Uhr in der Nacht schlug der Blitz in den Zentralmast ein. Eine Pardunenspule und wurde in Feuer gesetzt und der Mastfußisolator wurde zerschlagen. Der Mast stürzte über den Bunker - totalzerstört.
Der Bunker erhielt fast keine schaden. Der Mast wurde nie aufgebaut. Die Leistung niedrig zu nur 100kW.

Erst 1973 konnte man nochmal mit 300kW Leistung senden.

Man ändert das System so die Ringantennen erhiel die Speisung wo früher zum Zentralmast ging.
1974 niedrig man die Leistung zu 150kW Strom sparen. Ursache: Ölkrise.

1977 wurde der alte Sender in Motala Rundfunkmuseum und ist so noch.
1979 ist die Tragwelle stabilisiert mit einem Rubidiumozsillator, Ungenauigkeit 5x10^11

1983 ist Motala Langwelle verbessert mit verbessert empfang in Kopenhagen und Helsinki ohne Verschlechterung vom empfang in Oslo. Der Modulationstransformator lag sehr nah die Alarmgrenze und besser kann es nicht sein.

Im Februar 1986 ändert man den Frequenz von 191KHz zu 189KHz zufolge der Gèneveplan.
Die Ungenauigkeit der Tragwelle ist 3x10^-11 oder 1.sek pro 1000 Jahr. Motala langwelle ist auch Reichmeßplatz für Zeit.

1987 sind drei von fünf Masten als übungsobjekten von Jägersoldaten vom Regiment K3 in Karlsborg gesprengt.

1990 Havarie! Der Reservkraftwerk ist kaputt gegangen. Ein Kolben ist durch den Zylinderkopf gefahren. Televerket Radio braucht 3 millionen SEK (4,5 millionen SEK heute/473000 €) für renovierung von den zwei letzte Masten. Sveriges Radio durchgeführt eine Höreruntersuchung wie viele eigentlich hört Motala LW an. Motala LW hat in durchschnitt 200 Hörer pro Tag (nur in Schweden).
Televerket Radio und Sveriges Radio sind einig Motala LW nicht behalten.
Und im Sommer 1991 hat der Reichstag sich entschlossen Motala LW abschalten. Die Umstellungszeit ist zu 6 Monaten fastgestellt.
Am 30. November 1991 ist es der letzte Tag für Motala LW in betrieb. Mit einem Jubiläum an Motala LW ist alles zu ende. Die Letze stunde ist mit der Schwedische Nationalhymne beendet und eine 75 Jahren lang Epoche ist zu ende.

1994 und 1995 wurde die zwei Letze Masten abgerissen.
Heute steht alles noch im Bunker, Sendern, Rubidiumoszillator, ja alles. Die Antenne ist doch weg. Alles nahm Motala LW 290ha land mit Erdenetz, Stromversorung und alls inkludiert. Das Erdenetz lag 90cm tief.
Man kann der Sender besuchen. Er ist vom letzte Techniker geeignet, Ragnar Gustafsson. Er war da mit zur Ende.

Die Sendern wurde von CFHT - Compagnie Français Houston Thomson hergestellt und die Gitterstahlmasten E. H Rasmusen, Fredericia, Dänemark
Die Türme beim alte Motala Langwelle war von Motala Verkstad nach Zeichnen von prof. Henrik Kreüger gebaut.
Wirkungsgrad Motala/Orlunda: 65%
Wikrungsgrad Motala/Bondebacka: 22%

Man bekommt ganz kurz nach dem Start störrungen av 185KHz von Stimme der DDR. Es dauert ein paar Jahren vor Stimme der DDR sich verschoben.


Herr Folke Strandén, der Entwickler von Motala Langwelle (1961-1991)


Der Zentralmast und ein Ringmast


Die Abstiummungspule mit Eisenkern für den Zentralmast


Der Senderbunker heute


Der CFTH-sender heute


Der alte Langwellesender in Motala


Turm


Der Marconi-sender von 1935


CAT-14 rohr

Antworten:

Vielen Dank auch für diesen interessanten Bericht. Sehr spannend zu lesen. :spos:

von Staumelder - am 24.12.2014 13:05
Die letzte minuten von Motala LW

Man bekommt ja ein oder zwei Träne im Auge... :-(

SVT Östnytt 27-09-2010

Selbstgemacht Aufnahme von 2013

von SM6VPU - am 24.12.2014 21:58
Ich war selbst spontan im Museum in Motala. Sehr schön, dass es sowas gibt :spos:

von Japhi - am 24.12.2014 22:40
Auch für diesen Bericht herzlichen Dank! :spos:

Zitat
SM6VPU
Die letzte minuten von Motala LW

Man bekommt ja ein oder zwei Träne im Auge... :-(


Oh ja, sehr bewegend! Sowas sollte das D-Radio anlässlich der bevorstehenden LW-Abschaltung auch machen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 25.12.2014 09:40
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