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Erster Beitrag:
vor 14 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren
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Matthias K., Kroes

DVB-T : Erste Erkenntnisse/Erfahrungen mit der Gleichwelle

Startbeitrag von Matthias K. am 16.07.2004 21:25

Als kurz vor dem 24.05.2004 einzelne Kanäle, die heute im Regelbetrieb laufen, in Köln getestet wurden, hatte ich meine UHF-Antenne genau nach Süden stehen, also eher in Richtung Bonn, als Köln.
Der Empfang von K66 (wie auch alle anderen) war mit 84% Stärke angezeigt worden.

Als dann am 24.05. der Sender Bonn auch auf K66 sendete,
wurde meine Signalstärke gleich schwächer = 30%.

Ich drehte meine Antenne immer weiter westlich, bis der Empfang quasi westlich an Köln vorbei schielte.
Dann lagen die Signalpegel auf K66 wieder bei 84%.

Damals habe ich mir noch wenig dabei gedacht.


Jetzt habe ich zum Testen die kleine UHF7 von Konni-Antennen.de
Diese hat verständlicherweise einen großen Öffnungswinkel (ist also nicht sehr scharf) und lässt sich deswegen auch nicht präzise auf einen Sender ausrichten.
Mit ihr Empfange ich K65 oder K66 nur ganz schwach.

Gut, jetzt könnte man denken, es liegt daran, dass sie nur bis K65 geeignet ist, einen geringen Gewinn hat, usw.
Das dachte ich auch zuerst.

Jedoch zeigte mir meine heutige Testreihe mit der UHF7, dass es am Gleichwellenbetrieb liegt.
Es hat alles den Anschein, dass noch ne Menge aus Bonn ankommt, die Qualität aber so schlecht ist (falsche Daten), dass Bonn die Kölner Signale aus meiner "Sicht" mit runter zieht (Fehlerrate erhöht, bzw. zu sehr interferenziert).
Wenn ich die Antenne horizontal montierte oder auf Düsseldorf statt Köln richtete, wurde das Signal besser/stärker (kling paradox). Erst dann kam überhaupt K66 brauchbar durch.
Die Breite der Direktoren ist nicht größer, als der kleinste Direktor der alten Antenne, die jetzt alle Kanäle mit 84% S-Pegel empfängt.
Der einzige Unterschied ist der Öffnungswinkel.

Das heißt, man kann hier "Köln" recht gut empfangen, so lange Bonn auch noch brauchbar gut ankommt oder GAR NICHT ankommt.
Sollten von Bonn viele fehlerhafte oder zu schwache Signale kommen, macht es auch Köln zunichte.

Es betrifft hauptsächlich K65+K66, da hier die Dämpfung viel größer ist,
von den anderen Kanälen kommt auch aus Bonner Richtung noch brauchbares.

Alte Behauptungen von mir, bei DVB-T sollte es "unscharfe" Antenne sein, muss ich hiermit widerrufen, es sei denn, man wohnt im Kerngebiet bzw. zwischen zwei Sendern.
Beim Fernempfang ist nicht der Gewinn der Antenne das Wichtigste, sondern die Möglichkeit, entferntere Standorte möglichst gut auszublenden, bei gleichzeitiger Maximierung des Idealstandortes.

Ich bin mal gespannt, was im November aus K66 wird, wenn ich möglichst scharf aus Köln empfange, aber in meiner Umgebung das Singal auch ausgestrahlt wird.


Ebenso habe ich heute nochmal mit dem Belgien-Empfang (K41 Genk) experimentiert.
Die kleine UHF7 bündelt noch nicht genügend, um mich zufrieden zu stellen.

Durch Drehen und Verschieben der Antenne habe ich es erreicht, bis zu 50% Signalpegel und 100% Signalqualität zu bekommen.
Leider schwankt/zittert die Anzeige ziemlich stark zwischen 15 und 50% Pegel.
Das, was aus 150 km Entfernung bei mir ankommt, scheint stark beeinflusst zu werden, jedenfalls sieht die Anzeige meistens eher so aus, als würde es die Sonnenwinde anzeigen.
Das es im Millisekundenbereich so starke Empfangsschwankungen gibt, wusste ich gar nicht.

Was mich wundert ist, dass ich selbst bei 25-50% Pegel und 100% QUALITÄT
immer noch hin und wieder Aussetzer habe.
Dabei fällt es auf, dass wie beim DVB-Sat-Empfang die Ausfallwahrscheinlichkeit beim TON viel größer ist, als beim Bild, was gerade wegen der Radiosender schade ist.
Fehlende Audiofragmente sind viel häufiger, gerade auch bei Sat, warum eigentlich ?

Nun, bei DVB-T-Genk kann es an der Fehlerkorrektur oder an QAM64 liegen.
Letzteres halte ich für wahrscheinlicher.

Eine bessere Antenne kann bestimmt Abhilfe schaffen,
aber ob die Aussetzer dann wirklich weg sind, dass ist fraglich.

Die UHF7 empfängt BFBS auf K57 ziemlich gut, inkl. Videotext.
Außerdem kommt bei bestehender Ausrichtung TV1 und KETNET analog fast einwandfrei (wie RTL Leichlingen) rein.

Antworten:

Die Signalschwankungen beim Genk-Empfang sollen durch analoge Sender verursacht werden. So hat man es bei der VRT jedenfalls "Mago" erzählt. Und so abwegig ist das ja nicht, schließlich sendet aus Leichlingen das WDR Fernsehen ebenfalls auf K41 - zwar Richtung 300° und somit nicht direkt auf deinen Standort hin, aber stören dürfte es trotzdem.



von Kroes - am 16.07.2004 21:40
Also dürfte eine Antenne mit größerer Richtwirkung und größeren Gewinn reichen ?!

von Matthias K. - am 16.07.2004 21:55
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