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Französisches Fernsehen

Startbeitrag von arnozorro am 26.01.2015 08:19

Gerne möchte ich über Satellit französisches Fernsehen bekommen, finde aber die nötige Information im Internet nicht - an falscher Stelle falsche Frage gestellt? - und bitte daher um Hilfe.

1. Beim privaten Sender TF1 heißt es, dass es par offres gratuites TNT angeboten wird.
Ist das ein unbedingt notwendiges Paket, das man kostenlos bekommt, oder steht irgendwo Name
des Satelliten und Frequenz?

2. Beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen - France 2 und folgende - habe ich zum Empfang
überhaupt nichts gefunden. Kann man die nur über Verschlüsselung, d.h. mit kosten-
pflichtiger Smartcard, reinkriegen?

Arno

Die 50 interessantesten Antworten:

Lieber Arno,
am einfachsten funktioniert es in Deutschland, wo die meisten Schüsseln auf Astra 19.2 gerichtet sind, entweder mit den unverschlüsselt sendenden
TV5 Europe / TV5 FBS (Ausgabe für Frankreich, Schweiz, Belgien)
BFM (Nachrichtensender)
i-TV (Nachrichtensender)
France 24 (Nachrichtensender)
Arte (mit französischer Ausgabe)
Canal + (allerdings nur zu den 'unverschlüsselten' Zeiten 'en clair', etwa zwischen 18.30 und 20.45, u.a. mit den Guignols, Grand Journal, etc.)
D17 (Videoclips, Serien, einzelne Filme)
LCP (Parlamentskanal + Dokumentationen und Diskussionen)
oder über das besagte TNTSat (zwar verschlüsselt, aber eben kein Pay-TV)

Wenn Du Dir in Frankreich (oder über Versandhandel per Internet) einen 'Récepteur TNTSat' kaufst (gibt es in zahlreichen großen Hypermarchés sowie den üblichen Läden für Électro-ménager, etwa Darty, Boulanger, etc.), dann kannst Du mit Hilfe der beigelegten Karte per Satellit für 4 Jahre das Angebot des terrestrischen DVB-T (frz. Télévision numérique terrestre) empfangen. Die Programme sind zwar verschlüsselt, aber die Smartcard ist für vier Jahre im Preis mit drin. Die Empfänger sind ab ca. 80 € aufwärts erhältlich. Nach 4 Jahren muss die Karte für 15 € erneuert werden. Hier übliche Receiver können mit der TNTSat-Smartcard allerdings nichts anfangen. Die französischen Hauptprogramme wie TF1, France 2,3,4,5, M6 sowie etliche Privatkommerzsender sind in diesem Angebot mit drin (http://www.tntsat.tv).

Viel Erfolg!

von ruhrdx - am 26.01.2015 10:27
Ich habe vor einigen Jahren via Amazon.fr einen Receiver mit Smartcard für Fransat (5° West) bestellt und bekommen. Der kam seltsamerweise sogar aus dem Amazon-Lager in Bad Hersfeld. Möglicherweise kannst du einen Receiver für TNTSat (19° Ost) auf dem gleichen Wege bestellen.

Ansonsten, wie bereits geschrieben wurde: Kombination aus 5°West für France 2,3,5 und France Ô, sowie TMC und noch zahlreiche frz. Afrikaner (allesamt nur SD) und die Privaten TF1, M6 (beide HD), sowie W9 (SD) auf 9° Ost - alles unverschlüsselt.

Ich selber habe eine Kombination aus beiden Lösungen. Im Kinderzimmer steht der Receiver mit der Smartcard, damit die Kleinen Gulli u.ä. sehen können (frz. Kindersender). Für die Verteilung im Haus nutze ich die 9°Ost und 5°West. Spiegel 1 empfängt: 28,2° Ost, 19,2° Ost und 9° Ost. Spiegel 2 empfängt 5° West und 5° Ost. Die Spiegel haben beide 80 cm.

Bei Verzicht auf 28,2° Ost könntest du möglicherweise mit einem Spiegel hinkommen. In dem Fall würde ich 9°Ost in den Fokus nehmen und 19,2° Ost und 5° West schielend empfangen. Der Spagat zwischen 5° West und 9° Ost ist allerdings schon sehr grenzwertig.

von Zintus - am 26.01.2015 10:55
Zitat
Rheinländer
Ich habe sogar canalsat mit allen möglichen Französischen TV sendern, inkl den privaten und öffentlich rechtlichen sendern. Auf diversen seiten bekommt man die karten inkl dem sat kasten auch online. an Sonsten muss man das in frankreich kaufen, und auch freischalten lassen.


Kannst Du mal bitte näher beschreiben, wie Du das Abo für Canalsat abgeschlossen hast bzw. über welchen Anbieter (Internet-Seite) man den Empfänger inkl. freigeschalteter Smartcard bekommen kann?

Ich suche seit Jahren eine Möglichkeit, Canalsat zu abonnieren, leider scheitert es daran, dass man dafür eine französische Adresse benötigt. Falls Du einen Weg kennst, das Abo über einen Händler o.ä. abzuschließen, dann wäre es nett wenn Du sagen könntest, wo und wie.

Zur Frage des Threadstarters: in französischen "Hyper Marchés", also den dortigen größeren Supermärkten, gibt es zwei verschiedene Versionen von Satelliten-Empfängern, die TNT über Satellit empfangen können: Atlantic Bird 5 Grad West (hier heisst das Angebot "Fransat" ) oder Astra (hier heisst das Angebot "TNT Sat" ).

Einfach den Empfänger kaufen, zu Hause anschließen und Du hast alle Programme, die es auch in Frankreich terrestrisch gibt ;)
Ich würde zur Astra-Variante raten, weil hier meist die Schüssel schon korrekt ausgerichtet ist und man kein weiteres LNB für Atlantic-Bird benötigt.

Noch eine Frage in die Runde, passt zum Thema: letztens war ich bei meinem "Lieblings-Türken", dort lief "MCM Top" in der Döner-Bude. Auf meine Frage, wie er das Programm empfängt, konnte er nicht klar antworten. Chef meinte, das käme aus der Türkei über Satellit und Pay TV. Beim nächsten Besuch hakte ich noch mal nach, und dann meinte er, es käme über Unitymedia.

Meines Wissens gibt es "MCM Top" nur über Canalsat. Oder gibt es es wirklich bei Unitymedia in irgendeinem Zusatzpaket? Bin bei Unitymedia aber nicht fündig geworden... Wer hat eine Idee, wie er das empfängt? Glaube nicht, dass er Canalsat hat. Entweder kommt es tatsächlich aus der Türkei, dass die Türken das (war aber die Original-Version aus Frankreich, mit französischer Werbung) in irgendeinem Pay TV Paket vermarkten, oder es kommt wirklich über Unitymedia...

von Klaus Wegener - am 28.01.2015 14:44
Das Paket auf 11.591 GHz V ist die Zuführung für das DVB-T Bouquet R1 (allerdings ohne Lokalprogramme) und daher komplett unverschlüsselt.
Die anderen DVB-T Pakete werden per DVB-S2 MIS übertragen (bzw. mit dem Vorgängerverfahren von Newtec).
Auf 11.554 waren für BIS- bzw. Fransat-Abonnenten offenbar bisher nur SIDs als Zeiger programmiert, die auf 11.591 GHz V verweisen.

Vor ein paar Tagen wurden die Programme aber tatsächlich auch dort unverschlüsselt aufgeschaltet.
Das dürfte ein Hinweis sein, dass sich auf 5° West einiges tut, wenn ab Anfang April fast alles auf DVB-T von SD auf HD umgestellt wird. Jedenfalls sind auf dem Transponder nun 21 (!) MPEG2 Programme drauf.

Im günstigsten Fall kriegen wir dann auf 11.591 Ghz V France 2 HD, France 3 HD, France 4 HD und France Ô HD zu sehen.
Im ungünstigsten Fall packen die den auch noch auf einen Multistream Transponder. Und dann geht's nur noch mit TV-Karte mit MIS Support (oder z.B. für mich noch per DVB-T).

von Saarländer (aus Elm) - am 11.03.2016 21:46
@SAARLÄNDER

Bist Du sicher, daß der France-TV SD Transponder nur der DVB-T Zuführung dient ? Auch die Kabelnetze z.B. in Deutschland empfangen dies und hätten damit schon etwas zu knabbern, wenn sie plötzlich HD angeliefert bekommen :rolleyes:

Wollen wir mal hoffen, dass am Stichtag 5. April die HD Varianten frei empfangbar sind :-)

Am 9" Ost Empfang bin ich auch fast verzweifelt. Ich habe mir das Frequenzspektrum auf dem Messgerät aufgerufen und gezielt diesen Transponder auf ein sauber dargestelltes Signal zu trimmen. Da hauen die Nachbarsatelliten doch ungemein rein und sorgen für böse Störungen. Jetzt ist an der 100cm Antenne in Schielstellung ein SNR von 12,4 da. Das alte LNB habe ich durch ein black premium ersetzt. Bei 80 Meter Kabellänge kein Problem mehr :hot:
war aber auch wirklich vorher am verzweifeln
Da sollen die Antennen helfen, die eine horizontale Ellipse bilden und Nebenkeulen unterdrücken.

von Frankfurt - am 16.03.2016 20:45
@elchris

Die Franzosen sind mit ihrer Tendenz zu Dolby AC3+ (wegen Bitrateneinsparung) genauso ihren eigenen (progressiven) Weg gegangen, wie die Deutschen nun mit HEVC bei DVB-T2.
Wenn die Receiver-Hersteller sich die Lizenzkosten für diesen brandneuen Kram erstmal sparen, dann hat man als Konsument halt Pech. Wobei in Frankreich zumindest noch 'von oben herab' verordnet wird, was ab einem bestimmten Zeitpunkt verkauft werden muss. In Deutschland darf der Konsument noch selbst entscheiden, ob er sich Müll andrehen lässt, oder nicht. :rolleyes:

Hierzu aber auch ein interessanter Text zur Politik von Canal Sat in Frankreich (gerade gefunden)

http://www.hd-motion.com/2015/06/01/canalsat-le-plan-tout-hd-integralite-des-chaines-en-hd-sur-le-satellite-et-lavenir-de-la-hd-chez-canal/

Bezüglich der Umstellung gestern hat sich auf Satellit nicht viel getan:

- auf Astra bei Canalsat laufen die vorhandenen SD-Kanäle weiter.

- auf Hotbird bleibt es offenbar auch bei SD.

- auf 5° West wurden drei Transponder mit den France 3 Regionalversionen auf DVB-S2 umgestellt und etwas auf- und umgeräumt, und natürlich wurde auch der Réseau 1 Transponder 11.591 V nun auf HD umgestellt. Dort wurde LCP abgeschaltet und France 5 durch France 4 ersetzt.

- Die Zuführung der schweizer Programmversionen auf Eutelsat 9B wurde nicht geändert.
Dort wird TMC und NT1 nun mit HD-Logo, aber weiterhin in MPEG2-SD verbreitet.
Von M6 Suisse gibt es weiterhin eine separate SD und HD Version (nur letztere mit M6HD Logo).

von Saarländer (aus Elm) - am 06.04.2016 08:45
Was ich nicht verstehe:

AC3+ (Dolby Digital Plus) ist meines Wissens genau so wie TrueHD komplett bis ganz "nach unten" abwärtskompatibel.
Mein TV (Sony Bravia) gibt z.b. komischerweise den Ton des SES UHD-Testkanals in DD+ wieder (obwohl er ja nur Stereolautsprecher hat), schleift aber nur das normale DD via HDMI an meinen AV-Reveiver durch.

Änhlich bei der Playstation 4. Schließe ich diese via HDMI zuerst an den AV-Receiver an, gibt dieser alles bis DD True HD / DTS Master Audio wieder und das Bild an den TV weiter. Schließe ich die PS 4 jedoch zuerst an den TV an und gehe per ARC an den AVR weiter, wird wieder auf DD/DTS 5.1 heruntergerechnet.

Oder liegt das Problem daran, dass die schon etwas älteren Geräte gar nix mit dem DD+ - Signal anfangen können? Falls ja, frage ich mich, ob man die französischen Zuschauer wirklich alle darüber informiert hat, dass ab dem Tag X der Ton stumm bleibt wenn man sich keine neuen Empfangsgeräte zulegt...

von PEQsche - am 06.04.2016 12:06
@PEQsche: Nur Dolby TrueHD und DTS-HD (Master Audio) sind abwärtskompatibel. Und das aber auch nur weil sie einen DolbyDigital bzw. DTS Audio Core haben. Die beiden Formate an sich sind nicht abwätskompatibel. DD+ ist grundsätzlich nicht abwärtskompatibel. Hier ist auch kein (optionaler) Audio Core wie bei TrueHD oder DTS-HD vorgesehen. Deshalb mussten die damaligen HDDVD Player auch alle einen DolbyDigital Encoder verbaut haben der DD+ in Echtzeit Transcodieren konnte. Dessen Klangqualität war aber schlechter als wenn man den Ton gleich in DolbyDigital gespeichert hätte und die Zahl der DD+ fähigen Verstärker war damals noch überschaubarer als heute weshalb man bei der Blu-Ray weitestgehend auf DD+ verzichtete. DD+ war auf der Blu-Ray eh unnötig da man hier auch die verlustfreien und abwärtskompatiblen Formate nutzen konnte. Speicherplatz war ja genügend vorhanden für so etwas. Aber auch bei der HDDVD war DD+ immer sehr umstritten.

Es gab bei wenigen Abspielgeräten übrigens auch die Möglichkeit die Decodierung im Player stattfinden zu lassen und sich den Ton als unkomprimiertes 6 Kanal PCM Signal ausgeben zu lassen. Das klappte aber nur über HDMI und die Abspielgeräte die das (fehlerfrei) konnten waren sehr selten.

von Spacelab - am 07.04.2016 08:30
Zitat
Frankfurt
SRF1 & 2 kommen in Rust auch in SD rein - müssen also über DVB-T empfangen werden.Haben die trotz Einschränkungen der Sendeleistung dort noch Empfang des schweizer Ensembles?
SRF1 und SRF2 werden zentral aufgefangen und dann verteilt. Aus unerfindlichen Gründen speist Unitymedia die Programme im Netzknoten Offenburg ein, während sie in Sigmaringen fehlen.

Bei den Franzosen bekleckert man sich auch nicht gerade mit Ruhm. TF1 ist anscheinend seit Tagen wegen angeblicher Änderung der Codierung ausgefallen. Wieso nicht das erstklassige terrestrische Signal abgegriffen und eingespeist wird, bleibt wohl ein Geheimnis des Netzbetreibers. Die öffentlich-rechtlichen Programme werden über Sat abgegriffen und in ein kostenpflichtiges Zusatzpaket gesteckt, und dann verwendet man die SD-Signale, die jetzt abgeschaltet wurden. Auf diese Abschaltung wurde sogar hingewiesen, aber natürlich reagiert man erst, nachdem kein Signal mehr vorhanden ist.

Ob es bei deutschen Programmen auch so lange dauern würde, bis man den Fehler behebt?

von grmbl - am 26.04.2016 09:18
Zitat
grmbl
Zitat
Frankfurt
SRF1 & 2 kommen in Rust auch in SD rein - müssen also über DVB-T empfangen werden.Haben die trotz Einschränkungen der Sendeleistung dort noch Empfang des schweizer Ensembles?
SRF1 und SRF2 werden zentral aufgefangen und dann verteilt. Aus unerfindlichen Gründen speist Unitymedia die Programme im Netzknoten Offenburg ein, während sie in Sigmaringen fehlen.


Das erstaunt mich, dass die Schweizer sogar noch im Offenburger Netzknoten kommen. Offiziell war ja der Freiburger Netzknoten der nördlichste mit SRF Einspeisung, obwohl dort auch nicht mehr terrestrisch empfangbar.

Nachdem ich die Beobachtung las ging ich davon aus, dass der EP vielleicht eine eigene Empfangsstation für seine Hotels hat - aber die Schweizer dort 100km entfernt mit dem Kaiserstuhl dazwischen gab mir Rätsel auf. Also einfach Kabel, auch gut.

von CBS - am 26.04.2016 10:34
Nette Info von 9° Ost ! Muss dann n. We mal nen Scan machen.

Da ich aktuell auf nem Projekt in F sitze hab ich den tollen Umsteig auhc live mitgemacht.
Zuhause steht bei meinen Eltern ein Fransat SD RX , der wohl wie mein toller TNTSAT SD Receiver in den Elektroschrott darf....
Hab mir für Zuhause hier ausm Baumarkt für teure 99€ den billigsten TNTSAT geholt ( gibts ja auch via Amazon FR mit versand nach DE f interessierte )
Als ich zuhause am vergangenen WE den alten TNTSAT angemacht hab kam nur noch Hinweistafel dass ich neu kaufen darf - Danke sch**** CAnal+ Konzern.

Könnte heulen, dass ich 5W vom Balkon nicht bekomme , ( Haus davor) die analogen gingen damals noch , Dig war zu schwach.

Was mich nervt is dieser Zwang eine vollkommen abgeschottete Schrott-Box für mindestens 99€ kaufen zu müssen.
Dass die EU es in 20 Jahren nciht geschafft hat CAM's zur Pflicht zu machen :( :( ist wirklich traurig.

Bei den inoffiziellen Cams steig ich kaum durch, würde aber evtl eins kaufen wenn ich wüsste welches ....

Wichtig für mich waren eigentlich nur France 3 Bretagne und RMC ( D-Max pendant ) zum einschlafen :-D

Aber tröstet Euch, hier in der Champagne in den Tälern haben viele zwangsweise SAT und durften auch in den sauren Apfel beissen und teilweise 3 Decoder neu kaufen ...:(

Btw Vdie Zeiten der ausl. Sender im Kabel sind passé - Nichtmal im Saarland bekommt man noch was vernünftiges im Kabel.

von Felix 99 - am 17.05.2016 19:48
Gerne möchte ich auf meine allererste Frage, die dies Diskussion begonnen hat - erster Beitrag auf der ersten Seite -, aufgreifen, weil hier viel geschrieben wird, was mit seinem technischen Gehalt über mein Wissen hinaus geht. Meine eher 'organisatorische' Frage habe ich aber noch nicht beantwortet gesehen.

Über Astra 19,2 und Astra 28,2 empfangen wir

- die üblichen Heimatsender wie ARD, ZDF ...
- u.a. die englischen Sender BBC, ITV

Können wir mit dieser 'Hardware-Ausrüstung' auch französisches Fernsehen empfangen?
Gedacht ist da vor allem an 'Das Erste' und ähnliches in Frankreich. Irgendwo habe ich gelesen, dass man das auch kostenlos innerhalb des Paketes xyz sehen kann. Aber ich habe nicht vor, monatlich dafür zu zahlen. Frage also

Kommt man kostenlos an die üblichen, französischen Fernsehsender, die unseren Das Erste,
ZDF entsprechen, heran?

Gegen die einmalige Einrichtung eines Paketes ist dabei nichts einzuwenden.

Um möglichst detailreiche Antwort bittet

Arno

von arnozorro - am 18.07.2016 08:23
Zitat
DH0GHU
Vermutlich eine Folge von LTE?


Es ist halt alles nur Business. Solange eine Technologie (oder allgemein ein 'Angebot') boomt, weil es keine Alternativen gibt, kann man hohe Preise verlangen und damit Geld verdienen.
Können Menschen Ihre Bedürfnisse auf andere Art erfüllen, ist es vorbei mit dem Wachstum und man muss sich die nächste Wachstumsnische suchen. Dieses Karussel dreht sich ja immer schneller.
Immerhin sorgt dieses Treiben noch für Fortschritt.

Gerade Frankreich hat da im Radio-/TV-Bereich (mit Ausnahme von DAB+) verdammt große Schritte gemacht.
Während wir in Deutschland seit 20 - 30 Jahren eine sehr große TV-Vielfalt haben, hatten die Franzosen bis 2005 meistens nur 6 TV-Programme.
Und mittlerweile hat sich dort die Auswahl nicht nur vervielfacht, sondern es läuft fast das ganze Free-TV terrestrisch in HD, über Satellit wurde komplett auf DVB-S2 (und HD) umgestellt, und IPTV hat sich als Big Player etabliert, während die deutschen sich mit der Trägheit der Kabelnetzprovider und überflüssigen Gelddruckmaschinen wie HD+ herumschlagen.

von Saarländer (aus Elm) - am 18.07.2016 08:24
Zitat
arnozorro
Gerne möchte ich auf meine allererste Frage, die dies Diskussion begonnen hat - erster Beitrag auf der ersten Seite -, aufgreifen, weil hier viel geschrieben wird, was mit seinem technischen Gehalt über mein Wissen hinaus geht. Meine eher 'organisatorische' Frage habe ich aber noch nicht beantwortet gesehen.

Über Astra 19,2 und Astra 28,2 empfangen wir

- die üblichen Heimatsender wie ARD, ZDF ...
- u.a. die englischen Sender BBC, ITV

Können wir mit dieser 'Hardware-Ausrüstung' auch französisches Fernsehen empfangen?
Gedacht ist da vor allem an 'Das Erste' und ähnliches in Frankreich. Irgendwo habe ich gelesen, dass man das auch kostenlos innerhalb des Paketes xyz sehen kann. Aber ich habe nicht vor, monatlich dafür zu zahlen. Frage also

Kommt man kostenlos an die üblichen, französischen Fernsehsender, die unseren Das Erste,
ZDF entsprechen, heran?

Gegen die einmalige Einrichtung eines Paketes ist dabei nichts einzuwenden.

Um möglichst detailreiche Antwort bittet

Arno

Ein wenig Alzheimer? Als Du diesen Thread im Januar 2015 eröffnet hast wurden Dir alle Fragen detailiert auf Seite 1 beantwortet!

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1277726

von Anonymer Teilnehmer - am 18.07.2016 09:02
Zitat
Saarländer (aus Elm)
Zitat
DH0GHU
Vermutlich eine Folge von LTE?


Es ist halt alles nur Business. Solange eine Technologie (oder allgemein ein 'Angebot') boomt, weil es keine Alternativen gibt, kann man hohe Preise verlangen und damit Geld verdienen.

Eben das meine ich. Das Geschäftsmodell von SkyDSL und Co funktioniert heute nicht mehr überall in Brandenburg und Niederbayern, sondern - zumindest konkurrenzlos - nur noch weitab von LTE-Zellen - mal von Usern mit hohen Datenmengen abgesehen....

Zitat

Während wir in Deutschland seit 20 - 30 Jahren eine sehr große TV-Vielfalt haben, hatten die Franzosen bis 2005 meistens nur 6 TV-Programme.
Und mittlerweile hat sich dort die Auswahl nicht nur vervielfacht, sondern es läuft fast das ganze Free-TV terrestrisch in HD, über Satellit wurde komplett auf DVB-S2 (und HD) umgestellt, und IPTV hat sich als Big Player etabliert, während die deutschen sich mit der Trägheit der Kabelnetzprovider und überflüssigen Gelddruckmaschinen wie HD+ herumschlagen.

[/quote]
.... was eben auch nur daran lag, dass es in F keine vergleichbare Kabeltradition wie in D gibt, und auch analoges Sat-TV offenbar keine Rolle spielte. In D haben wir etablierte Kabelnetze und Astra, da tut sich jede Alternativtechnologie natürlich schwerer. Man muß sich wohl von der Vorstellung lösen, dass eine Technologie in jedem Markt gleich gut geeignet ist ;)

von DH0GHU - am 18.07.2016 09:43
Zitat
Saarländer (aus Elm)
während die deutschen sich mit der Trägheit der Kabelnetzprovider und überflüssigen Gelddruckmaschinen wie HD+ herumschlagen.


Genau. TNT selbst wie auch TNT Sat ist (bis auf die Hardware und Freischaltgebühr) komplett kostenlos.

Zitat
http://www.tntsat.tv/vos-questions.htm#1

Combien ça coûte ?

TNTSAT est un service gratuit qui ne requiert ni abonnement, ni location de décodeur.
Les seuls coûts engagés sont liés à l’achat du décodeur, de la carte TNT SAT associée, de son renouvellement tous les 4 ans, et de la parabole.


Würden die deutschen HD+ und das ähnlich angelegte Freenet.tv ignorieren, wären die Programme ganz schnell wieder frei empfangbar - und das sogar in HD, bin ich mir recht sicher. ;)

von CBS - am 18.07.2016 10:14
Zitat
Cha
Zitat

Irgendwie habe ich das Gefühl dass Sat Transponder nicht mehr sooo gefragt sind. Sat TV ist wohl out.


Ich denke eher die Umstellungen auf DVB-S2 haben ordentlich Platz gespart, der jetzt nicht mehr benötigt wird, da man auf DVB-S2 wesentlich mehr SD-Programme als auf DVB-S unterbekommt.


Hmm naja, auf der einen Seite kriegt man mithilfe von neuen Kompressionsverfahren mehr SD Sender auf einem Transponder unter.

Aber auf der anderen Seite gibt es immer mehr HD Programme und sogar Ultra HD Programme die deutlich mehr Bandbreite verlangen. Und da kriegt man dann bei weitem nicht soviele Sender auf einen Transponder, zumindest solange die Qualität erträglich sein soll.

Wenn man allerdings die Parallelausstrahlung von SD und HD in den nächsten Jahren dann mal aufgibt (soll ja 2019 soweit sein in Deutschland) werden wieder massiv Kapazitäten frei.

Man kann also schlecht sagen wie es weiter geht mit dem Bedarf nach Transponderkapazitäten.

von BetacamSP - am 19.07.2016 11:00
Die zwei französischen Positionen (5° W und 9° O) kann man mit einem Spiegel erfassen. Ich würde den Spiegel dann irgendwo auf die Mitte ausrichten und beide LNBs "schielen"lassen. Mein Vorschlag: den Spiegel mit einem LNB am Feedarm auf 5° Ost (Sirius bzw. Astra 4A - irgendein FTA ukrainisches Programm aus der Liste aussuchen zum Testen) ausrichten und festschrauben. Dann Multifeedschiene anbringen und zuerst das LNB für 9° Ost rechts an der Schiene anbringen (aus der Sicht hinter dem Spiegel stehend). Wenn 9° Ost gefunden und auf maximales Signal justiert wurde, das LNB für 5° West links an der Schiene anbringen und mit etwas weniger mehr* Abstand zur Mitte das Signal von 5° West suchen.
Warum diese Vorgehensweise? 9° Ost ist um einige dB schwächer als 5° West. Deshalb ist der Spiegel näher an 9° Ost ausgerichtet (5° Ost als "theoretisch eingestellte Position", auch wenn kein LNB dafür montiert). 5° West dürfte bei dir im Rheinland mit "sattem" Signal ankommen.

Fazit: die französischen Programme von den zwei Positionen sind mit einem Spiegel machbar, (80 cm). Die Kombination Astra 19,2° Ost plus die zwei französischen Positionen geht definitiv nicht. Das ist zu weit auseinander!

*sorry, habe gerade korrigiert. Das LNB für 5°West hat natürlich mehr Abstand zur Mitte.

von Zintus - am 22.07.2016 21:18
Kann ich so für mein QTH (fast) bestätigen, hab ja auch eine 80er, allerdings primär für 28 (Fokus), 23, 19, 13 im Einsatz. Wenn ich aber auf 9°O drehe, passt das dann wieder mit 5°W fast zusammen (28°O->13°O = 15°, 9°O -> 5°W = 14°) und beide Positionen kommen gut an, d.h. eigentlich alle Transponder (außer dem Algerien-Beam) müssten damit empfangen werden können. Das C/N beim 5°W Trp. mit France 2,3,4,O ist 12,5dB und beim 9°O Trp. mit TF1 usw. ist es 14,5dB, also beides recht ordentlich. Und die Auswahl an franz. FTA Programmen ist damit eigentlich schon recht gut und hab ich auch fest abgespeichert :-) Von daher könnte ich mir aber schon vorstellen, dass 19°O auch passen müsste, ist ja nur 10° von 9°O in die andere Richtung entfernt und das ist vergleichbar mit der Situation bei mir in der Standardeinstellung: 28° Fokus, 19°O schielend. Da habe ich ca. 14 - 15dB C/N bei den meisten Astra 1 Transpondern. Die Sache ist halt nur, dass man die Höhe der Feeds für optimalen Empfang auch einstellen muss. Hier in meiner Gegend ist 9°O ziemlich genau Süd, d.h. die LNBs für sowohl 19°O als auch 5°W sitzen höher. Mit meiner Multifeedlösung passt das gerade in genau diesem Fall nur suboptimal, da logischerweise die Multifeedschiene genau horizontal ist. Dennoch kommen aber beide Positionen mit dem C/N noch recht gut an, d.h. es ist sogar nur Verbesserung drinnen, ich vermute so 0,5 bis 1dB C/N Margin ist noch möglich. Ergo: 19°O, 9°O, 5°W müsste mit 9°O im Fokus meiner Meinung nach gehen.

von Jens1978 - am 22.07.2016 22:18
Wer schmale LNB's hat kann es so wie ich machen

Ausrichtung (Mitte) 9° auf Freq: 12034 V ausrichten. (wenn mann da 80% oder 90% hat ist das ok.)
Hot Bird 13° kommt direkt Links daneben (von vorne gesehn und halterrungsbacke an backe) da ist auf SRF Info auszurichten (wenn da 60% oder 70% sind ist das Ok.)
Astra 19,2 kommt auch Links (backe an backe) neben 13° und da ist auf MDR HD auszurichten wenn du da 70% bis 75% hast ist das ok.

Jetzt geht es nach rechts ;-) da ist 5°w ca 5cm vom 9° weg. Da mußt du schieben bis auf dem Sender TMC 70% oder 80% Signal ist.

Satschüssel 80cm muß schon sein. Dadrunter geht es nicht mehr.
Der Blick ist von vorne auf die Satschüssel!

PS: Wer Bilder von meiner Satanlage habe möchte kann mir gerne schreiben.
Entweder über das Forum oder über marco@zuend-fm.de.

von DABM - am 23.07.2016 07:44
Zitat
Zintus
Die zwei französischen Positionen (5° W und 9° O) kann man mit einem Spiegel erfassen. Ich würde den Spiegel dann irgendwo auf die Mitte ausrichten und beide LNBs "schielen"lassen. Mein Vorschlag: den Spiegel mit einem LNB am Feedarm auf 5° Ost (Sirius bzw. Astra 4A - irgendein FTA ukrainisches Programm aus der Liste aussuchen zum Testen) ausrichten und festschrauben. Dann Multifeedschiene anbringen und zuerst das LNB für 9° Ost rechts an der Schiene anbringen (aus der Sicht hinter dem Spiegel stehend). Wenn 9° Ost gefunden und auf maximales Signal justiert wurde, das LNB für 5° West links an der Schiene anbringen und mit etwas weniger Abstand zur Mitte das Signal von 5° West suchen.
Warum diese Vorgehensweise? 9° Ost ist um einige dB schwächer als 5° West. Deshalb ist der Spiegel näher an 9° Ost ausgerichtet (5° Ost als "theoretisch eingestellte Position", auch wenn kein LNB dafür montiert). 5° West dürfte bei dir im Rheinland mit "sattem" Signal ankommen.

Fazit: die französischen Programme von den zwei Positionen sind mit einem Spiegel machbar, (80 cm). Die Kombination Astra 19,2° Ost plus die zwei französischen Positionen geht definitiv nicht. Das ist zu weit auseinander!


Danke, habs mal nen screenshot gemacht, dass nehme ich in kürze in angriff. Da bin ich gespannt :-)

von Rheinländer - am 23.07.2016 10:38
Habe gerade eine kleine Korrektur in der Beschreibung meiner empfohlenen Vorgehensweise gemacht. Sollte also mehr heißen und nicht weniger. Sorry.

@Jens: du empfiehlst ja, alles mit einem Spiegel zu machen, also inklusive Astra 19,2 Ost. Hast du bei deinen 14° Schielwinkel für 5 West denn ausreichend Reserve für Regen etc. ?
Ich nehme mal an, dass bei dir 19,2 Ost auch die meistgenutzte Position ist. Da sollte man natürlich auch einiges an Regenreserve haben, zumindest wenn die ganze Hausverteilung da dranhängt. Wenn es nur dein privater Spiegel ist und keine anderen Familienmitglieder ihn mitnutzen, kann man das natürlich für sich anders entscheiden. Auf jeden Fall dürfte es wesentlich schneller zu regenbedingten Ausfällen kommen. Bei mir ist bei einem Spiegel 19,2 im Fokus, 28,2 schielt zur einen Seite und 9 zur anderen. 9 Ost mit TF1 & Co ist regelmäßig der erste, der bei mir bei Gewitter wegbricht.

Ich habe das in den neunziger Jahren zu Analogzeiten mal probiert mit einer Kompromissposition zwischen Astra 19.2 Ost und 5 West mit einem 80er Spiegel. Habe das damals aber schnell wieder sein lassen.

von Zintus - am 23.07.2016 12:57
Zitat
Jens1978
(...). Denke schon, dass 12.5 und 14dB C/N recht gut sind. Ob es für eine Hausanlage reicht, mag ich nicht nur zu beurteilen, kommt auch immer auf die HV an.


Die Norm sieht einen C/N von 15db bei Mehrteilnehmeranlagen vor, 12db bei Einzelempfangsanlagen.

Die Hausanlage sollte eigentlich so aufgebaut sein, dass alle Verteilverluste kompensiert werden und sie eben keine merklichen Verteilverluste hat.

Bei Sat-ZF-Direktverteilung bekommt man das in der Regel (mit modernem Kabel) problemlos hin, die Verstärkung von Spiegel (mindestens 85cm für GA) und LNB lassen genug Reserven.

Zitat
Jens1978
Allerdings könnte es dann in der Tat etwas knapp werden. Bei meinen Tests, in der Tat Einzelanlage, waren die Signale auch bei Regen usw. stabil.
Meine feste Verschaltung ist 28, 23, 19, 13 mit Astra 2 im Fokus. Dort hat Astra 1 auch 14-15 dB C/N und die Signale verschwinden bei nur bei wirklich sehr starken Gewittern.


Das sind ja auch top-Werte für eine Einzelanlage.

Zum Vergleich: Meine 100er Preisner (baugleich Gibertini SE) steht auf 16°O im Fokus und empfängt 19,2° / 13,0° mit optimalen Werten, weit über der Norm.

Der etwas schwächere 9°O hat auf dem AFN-Transponder an wolkenlosen Tagen ca. 13,7db C/N. An solchen wolkenlosen Tagen prognostiziert mir der Receiver dann 7db Schlechtwetterreserve. Wenn es regnet, kann die C/N schon mal auf 11,5-12db einbrechen, aber der Receiver geht bis ca. 7,5db C/N runter (dann sind es noch 0db prognostizierte Schlechtwetterreserve). Da muss es dann aber Katzen regnen und das setzt auch die Stuttgarter 102,3 (gespeist von 9°O) aus!

Pegeltechnisch fahre ich eher auf Sparflamme, da es mir aus Energiespargründen und LMK-Empfangbarkeit wichtig war, die ganze Verteilung passiv zu haben. Also pro Ableitung ein (qualitativ hochwertiger 4/1) Diseqc-Schalter, terrestrische Einschleussweiche (mit LMK-Durchlass!!!) und dann auf die Ableitung.

(Für die Interessierten: LMK gibt es natürlich nur dort, wo eine Durchgangsdose mit DC-Durchlass verbaut ist, die das noch kann), sonst Standard 3-Loch Stichdosen oder "echte Enddose" hinter der Dose mit LMK-Fähigkeit).

Das Pegelfenster für Sat-Empfang ist ja auch breit wie ein Scheunentor (47 - 77 dBµV) und lässt solche Spielereien zu.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 25.07.2016 14:25
Zitat
Jens1978
Aber mal eine Frage zu der LMK Durchleitung: Gilt das nicht für alle Weichen? Dachte eigentlich, dass einfache Hoch-/Tiefpässe dort mit drinnen sind. Und bei DVB-T wäre ja der Tiefpass aktiv, womit man dort auch LMK Außenantennen mit über das Satkabel ins Haus leiten könnte. Oder nicht?


Eher nicht. Ich habe lange gebraucht, um eine taugliche Lösung zu bekommen. Frag mich aber jetzt nicht nach den einzelnen Komponenten, das ist schon so lange her. Vieles gibt es neu ja nicht mehr.

Damaliges wie auch heutiges Problem: Die meisten Sat-tauglichen Komponenten sind im terrestrischen Pfad von 5-862 MHz durchgängig. Damit geht KW 49-11 Meter-Band. LW und MW sind definitiv nicht mit drin, getestet!

Man braucht Durchlass von ab 0,15MHz für das volle AM-Band. Bei allen Komponenten.

Mehrbereichsverstärker mit LMKU findet man noch von Axing, den habe ich drin, nachdem mein alter Schwaiger die Grätsche machte.

Bei den Dosen muss man sehr aufpassen. Von Kathrein ist beispielsweise die nur noch im Abverkauf erhältliche Dose ESD 85 einige der wenigen mit Sat-Dosen vollem AM-Durchlass: http://www.bkav.de/media/products/auto/0322101.pdf

Bei TechniSat gibt es erstaunlich viele mit AM Durchlass ab 0,15MHz, z.B. die TechniSat SV 600: https://assets0.technisat.com/assetsFS/downloads/assets/medias/docus/16/DB_TechniPro%20SV%20600_EK.pdf

Die haben sogar Einkabeldosen mit AM-Durchlass. Muss ich mir merken! Was ich damals verbaut habe, weiß ich beim besten Willen nicht mehr.

Gibt aber angeblich(!) auch Billig-Dosen, die das können: http://www.eg-sat.de/sat-und-tv/f-stecker-und-dosen/sat-dosen/19694/3-fach-sat/tv/radio-enddose-dose-class-a-rueckkanaltauglich-unterputz

Sogar als Durchgangsdose: http://www.eg-sat.de/sat-und-tv/f-stecker-und-dosen/sat-dosen/19695/3-fach-sat/tv/radio-durchgangsdose-10db-class-a-rueckkanaltauglich-unterputz

Die Billigheimer habe ich aber nie getestet.

Einscheußweichen (eine Auswahl)

Fuba OSM100: http://www.fuba.de/produkte/satellitenempfang/signal-verteilung/einschleusweiche/fuba-osm-100.html

Dura 536 http://www.durasat.de/verteiler-weichen/sat-unicable/weiche-satterrestrisch.html

Ich habe glaube Kathrin drin, die gibt es wohl nicht mehr, sonst hätte ich es bei der Suche gefunden.

LMKU kommt bei mir über die Mastspitze mit einer Hirschmann GEMA4-KR. Die koppelt das schon fix und fertig auf die 75Ohm-Ableitung ein. Von Kathrein sind noch solche Köpfe neu im Angebot.

Auskopplung AM/FM von der Dose erfolgt mit einer entsprechenden Weiche von Hirschmann, mein Radio (Braun regie 450) hat noch die alten symmetrischen Stecker.

Besonders Nachts macht es Spaß, mit dem hervorragenden AM-Empfänger über das Band zu kurbeln. Tagsüber ist ja nix mehr los...

Wolfgang

von Wolfgang R - am 27.07.2016 09:18
Zitat
Zintus
Verdammte Sauerei. Die maximale Leistung eines Staubsaugers und die Krümmung einer Gurke können die regeln in Brüssel, aber ungehinderten Zugang zu den öffentlich-rechtlichen Medien der Nachbarländer nicht. Allmählich habe ich auch die Schnauze voll von der EU!


Schimpfen ändert allerdings gar nichts an der Situation. "Die EU" - das sind die Interessen von 28 nationalen Regierungen und Parlamenten gebündelt in der EU-Kommission und daneben ein relativ einflussloses Parlament sowie eine ganze Reihe von einflussreichen Lobbygruppen der Industrie.

Die EU hat durchaus den Zugang zu den Medien der Nachbarländer geregelt und nicht nur Bananenkrümmungen. Klar dürfte aber auch sein, dass diese Regelungen zuallererst im Einklang mit den Interessen der erwähnten Lobbys ausfallen und nicht etwa die Interessen der einzelnen Zuschauer oder Hörer Priorität haben. Das Resultat sehen wir auch in diesem Beispiel.

Zur Satelliten- und Kabelrichtlinie der EU gab es immerhin vor einem Jahr eine Konsultation, die hier im Forum diskutiert wurde und an der jeder Betroffene teilnehmen konnte. Ich hoffe mal, Du hast Dich in der Konsultation auch eingebracht?

73 de Uli

von ulionken - am 25.09.2016 14:44
Zitat
Felsberg
Die Franzosen sind aber komisch ... :rolleyes: Die haben tatsächlich France Ô nach wenigen Monaten HD-Betrieb wieder auf SD umgestellt, um Platz für den neuen TV-Sender France Info auf DVB-T zu schaffen ...

http://www.telesatellite.com/actu/47500-retour-la-sd-pour-france-sur-la-tnt.html


Das habe ich damals auch im Ostfrankreich-Thread schon berichtet.

Zitat
Felsberg
Mit welchem Equipment (welcher Antenne) empfangt ihr eigentlich das französische DVB-T? :)


Hier in Lörrach geht es problemlos mit Aussenantenne (15-ele-Yagi mit ULNA3018-Verstärker dahinter zum Ausgleich der Kabeldämpfung). Mit der Antenne genau nach Westen kommen sowohl Mulhouse-Belvédère als auch der Lomont rein, obwohl die Antenne dann jeweils etwa 30° neben der optimalen Richtung steht.

Mit einer Zimmerantenne / Behelfsantenne geht es hier zur Not auch, aber das ist recht anfällig auf herumgehende Personen. Das französische DVB-T ist ja ausdrücklich auf Aussenantennen-Empfang ausgelegt.

Was seit dem 5. April nicht mehr funktioniert, das sind alte DVB-T-Settopboxen ohne MPEG4 (H.264). Damit bekommt man zwar noch den Ton, aber natürlich kein Bild mehr.

73 de Uli

von ulionken - am 25.09.2016 17:14
Zitat
Felsberg
Danke für die Infos, Uli! :)

Kann mir jemand eine besonders empfangsstarke UHF-Antenne empfehlen? Ich würde gerne den Sender Metz aus etwa 100 km Entfernung empfangen. Dürfte das überhaupt möglich sein ... ? :gruebel:


Mal ein konkreter Wert aus der Praxis (ist ca. 4 Jahre schon her):

170 km Luftlinie vom Sender Metz/Luttange entfernt - süd-östliche Richtung - auf dem Eichbergturm bei Emmendingen (400m üNN) ist DVB-T Kanal 36 von Metz problemlos zu empfangen - obwohl die Vogesen (konkret mit 860 m ü NN) tlw. im Weg sind.

Erkennbar ist der Empfang an Mirabelle TV, das gibt es nur im R1 Bouquets von Metz (100 kW) und von Forbach (4kW).

Test war mit Bi-Quad inkl. Reflektor und rauscharmem Pre-Amp (per 5 Volt USB-Spannung) und einem empfindlichen DVB-T USB Stick (AF9035 Dual).

Aktuell würde ich Dir die Antennen von Fraccarro empfehlen.
Unser Forumsuser alf hat da sehr gute Erfahrung bzgl. Selektion und Öffnungswinkel gemacht.

Pre Amp würde ich Dir den alten Vision v20-1113 anraten, der ist sehr empfindlich und mit 30 EUR noch bezahlbar.

von uhf - am 25.09.2016 18:58
Aber auf 5°W läuft jetzt FranSat im Digitalmodus. Da ist also noch was zu empfangen. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Ansonsten hatte ich mir für's Ferienhaus (in Frankreich) eine "günstige" CGV Box mit Karte gekauft für TNTSat. Die Antenne für 19°O war da schon vorhanden. Der Sat-Empfang funktioniert auch prinzipiell, aber Franzosen und Elektronik...das ist ein Kapitel für sich. Leider habe ich jetzt erst den "Nichtkauf-Hinweis" gelesen. Kann aber bestätigen, daß das Menü nur franz/engl ist, die Umschaltzeiten eine Katastrophe sind und bei Mehrsatellitenempfang jedesmal nach dem Einschalten erst ein Senderscan gemacht werden muß, weil sonst die Box in Boot-Loop gerät. Das liegt vielleicht mit an der Antenne, aber die betreffende Stelle ist nicht zu finden.

Inzwischen habe ich die Box wieder in der Heimat, an einfacher Antenne und funktioniert erträglich.

Was ich sagen wollte: Französisches Fernsehen geht, aber auf Überraschunge vorbereiten, bzw passende Hardware recherchieren!

von Wazza-Ari - am 26.09.2016 16:06
Zitat
Mike_KA
Seitdem der ehemalige Grundnetzsender bei Wissembourg zur Funzel degradiert worden ist, dürfte es sogar schon vor Pforzheim aufhören.
Zum südlichen Ba-Wü kann ich sagen, dass schon zu Analogzeiten am Bodensee mit freier Sicht nach Westen kein Signal aufzunehmen war. Die Kanäle von Mulhouse waren allerdings am Pfänder wieder belegt. Aber auch auf UKW ging nichts.


Doch, der Sender Wissembourg reicht bis Pforzheim. Allerdings nur auf den Höhen,freie Sicht nach Westen und gute Yagi auf dem Dach vorausgesetzt.Kanal 45 geht recht gut, da er mit 0,5 KW sendet und nicht nur mit 0,2 kw,wie die anderen Kanäle. Schade ist nur, daß manche Kanäle deshalb nicht gehen, da sie vom Sender Stuttgart-Frauenkopf plattgemacht werden,zB. Kanal 25.
Ein Unding finde ich, daß in Nachbarregionen dieselben Kanäle genutzt werden! Wozu sind diese " Internationalen Wellenkonferenzen" eigentlich da?

von andiher - am 29.09.2016 21:19
Zitat
andiher
Zitat
Mike_KA
Seitdem der ehemalige Grundnetzsender bei Wissembourg zur Funzel degradiert worden ist, dürfte es sogar schon vor Pforzheim aufhören.
Zum südlichen Ba-Wü kann ich sagen, dass schon zu Analogzeiten am Bodensee mit freier Sicht nach Westen kein Signal aufzunehmen war. Die Kanäle von Mulhouse waren allerdings am Pfänder wieder belegt. Aber auch auf UKW ging nichts.


Doch, der Sender Wissembourg reicht bis Pforzheim. Allerdings nur auf den Höhen,freie Sicht nach Westen und gute Yagi auf dem Dach vorausgesetzt.Kanal 45 geht recht gut, da er mit 0,5 KW sendet und nicht nur mit 0,2 kw,wie die anderen Kanäle. Schade ist nur, daß manche Kanäle deshalb nicht gehen, da sie vom Sender Stuttgart-Frauenkopf plattgemacht werden,zB. Kanal 25.
Ein Unding finde ich, daß in Nachbarregionen dieselben Kanäle genutzt werden! Wozu sind diese " Internationalen Wellenkonferenzen" eigentlich da?


um Den Empfang im Versorgungsgebiet zu sichern.

Man darf nicht vergessen, bei UHF braucht man quasi Sichverbindung, d.h. es wird punktuell immer Orte geben, wo ein weiter Sender günstig einstrahlt. Auf der anderer Seite braucht man aber die Leistung um auch in die Täler noch einigermaßen zu kommen.

Zu analog Zeiten gab es in Deutschland 3 Landesweite Ketten mit Füllsendern, das VHF-III Band ist jz weggefallen. In Frankreich gab es 4 landesweiten Ketten (Canal+ bevorzugt im VHF-III Band). Außerdem fehlen jz in Frankreich schon die Kanäle 61-69.
In Franrkeich haben wir 6-8 Muxxe in Deutschland in privaten Regionen 6 Muxe.
Es gibt einfach nciht genügend freie Kanäle.

von DAB_Saar - am 29.09.2016 22:09
Das gibt es doch gar nicht :boese: Zuerst hatte ich mich gefreut, dass aus F mit 9°O und 5°W ein recht gutes Angebot empfangen werden kann. Aber das jetzt ist doch ein Witz, als wenn tausende Zuschauer auf 5°W ihre Antenne drehen würden. Also Europa (=EU) hat in meinen Augen 0,0 Vorteile für normale Leute ... ach ja, stimmt, das Geldwechseln im Urluab entfällt, war mir entfallen ... :rolleyes: Einfach unglaublich, anstatt mehr für Verständigung zu tun, wird immer in die andere Richtung getan.

Zitat
ulionken
Zitat
Zintus
Verdammte Sauerei. Die maximale Leistung eines Staubsaugers und die Krümmung einer Gurke können die regeln in Brüssel, aber ungehinderten Zugang zu den öffentlich-rechtlichen Medien der Nachbarländer nicht. Allmählich habe ich auch die Schnauze voll von der EU!


Schimpfen ändert allerdings gar nichts an der Situation. "Die EU" - das sind die Interessen von 28 nationalen Regierungen und Parlamenten gebündelt in der EU-Kommission und daneben ein relativ einflussloses Parlament sowie eine ganze Reihe von einflussreichen Lobbygruppen der Industrie.

Die EU hat durchaus den Zugang zu den Medien der Nachbarländer geregelt und nicht nur Bananenkrümmungen. Klar dürfte aber auch sein, dass diese Regelungen zuallererst im Einklang mit den Interessen der erwähnten Lobbys ausfallen und nicht etwa die Interessen der einzelnen Zuschauer oder Hörer Priorität haben. Das Resultat sehen wir auch in diesem Beispiel.

Zur Satelliten- und Kabelrichtlinie der EU gab es immerhin vor einem Jahr eine Konsultation, die hier im Forum diskutiert wurde und an der jeder Betroffene teilnehmen konnte. Ich hoffe mal, Du hast Dich in der Konsultation auch eingebracht?

73 de Uli

Und Uli, was hat es gebracht? Wieso muss man eigentlich immer aktiv werden um erstmal den aktuellen Zustand zu halten? Das kann es nicht sein. Die EU ist eigentlich dafür da, dass die Bürger automatisch Vorteile davon haben und nicht für jeden Kram dafür kämpfen müssen. Kein Wunder, dass sich viele von dem aktuellen Europa (=EU) abwenden. Die können auch nicht alle per Definition völlig dumm sein.

von Jens1978 - am 01.10.2016 07:30
Zitat
Jens1978
Das gibt es doch gar nicht :boese: Zuerst hatte ich mich gefreut, dass aus F mit 9°O und 5°W ein recht gutes Angebot empfangen werden kann. Aber das jetzt ist doch ein Witz, als wenn tausende Zuschauer auf 5°W ihre Antenne drehen würden. Also Europa (=EU) hat in meinen Augen 0,0 Vorteile für normale Leute ... ach ja, stimmt, das Geldwechseln im Urluab entfällt, war mir entfallen ... :rolleyes: Einfach unglaublich, anstatt mehr für Verständigung zu tun, wird immer in die andere Richtung getan.


Ich bin anderer Meinung. Anders als vor >60 Jahren oder als anderswo auf der Welt haben wir in der EU keinen Krieg, es gibt keinen Hunger, und die meisten Leute haben eine vernünftige oder zumindest akzeptable Arbeit. Wir können frei reisen, in den Urlaub, zum Studieren oder um zu arbeiten. Wir können unsere Meinung sagen, ohne dass wir dafür in den Knast wandern. Und um nicht zu sehr OT sein: Empfänger sind genormt und können nicht (mehr) wegen Nichteinhalten irgendwelcher nationaler Normen im Ausland beschlagnahmt werden. Es kann uns auch niemand daran hindern, unverschlüsselte Sendungen von irgendwo her zu empfangen. Das Ganze ist nach meinem Eindruck ein Jammern auf einem ziemlich hohen Niveau!

Persönlich habe ich von der EU ganz erheblich profitiert, beim unkomplizierten Reisen und Arbeiten im Ausland. Kein Visum, keine Genehmigungen nötig, anders als früher kaum noch Kontrollen. Darauf will ich bei all den Mängeln der politischen Konstruktion EU und dem ärgerlichen Wirken der mächtigen Lobbyvertreter keinesfalls verzichten.

Zitat
Jens1978
Und Uli, was hat es gebracht? Wieso muss man eigentlich immer aktiv werden um erstmal den aktuellen Zustand zu halten? Das kann es nicht sein.


Eine Demokratie lebt von aktiven Bürgern und wird zugrunde gehen, wenn jeder meint, dass sowieso alles automatisch zu seinem Besten geregelt wird. Ich weiss nicht, ob die Konsultation zu dieser Satelliten-Richtlinie irgendetwas ändert oder ob das nur ein Feigenblatt ist. In einem anderen Fall (TTIP) haben die negativen Rückmeldungen der EU-Bürger zum Investionsschutz durchaus etwas geändert, der ganze Karren steckt nämlich nun so richtig fest :D . Sicher nicht wegen der Meinung einzelner Leute, aber die Summe der Antworten hat doch etwas bewirkt.

Zitat
Jens1978
Die EU ist eigentlich dafür da, dass die Bürger automatisch Vorteile davon haben und nicht für jeden Kram dafür kämpfen müssen.


Nein, so naiv zu glauben, dass mir die Trauben automatisch in den Mund fallen, bin ich schon lange nicht mehr. Es dürfte doch wohl klar sein, dass die, die am lautesten rufen, sich auch in der EU durchsetzen. Und das sind nun einmal grosse Wirtschaftsunternehmen und sicher keine noch so engagierten EU-Parlamentarier, wenn vorher nicht mal die Hälfte der Leute zu ihrer Wahl gegangen ist.

Zitat
Jens1978
Kein Wunder, dass sich viele von dem aktuellen Europa (=EU) abwenden. Die können auch nicht alle per Definition völlig dumm sein.


Glaubst Du denn im Ernst, dass die Lage mit 28 Nationalstaaten ohne EU darum auch nur einen Deut besser wäre? Warum sollte das so sein? Im konkreten Fall würden doch die international tätigen Rechteverwerter noch einfacher ihre Terrains abstecken können und ohne länderspezifische Verschlüsselung gar keine Rechte verkaufen. Teile und herrsche - das wussten schon die Römer.

Ich bin allerdings auch der Meinung, dass sich die EU erheblich mehr für die Interessen ihrer "normalen" Bürger einsetzen muss und nicht nur Wirtschaftspolitik machen darf. Beim Auslandsempfang heisst das, dass die Urheberrechte nicht alles diktieren dürfen.

73 de Uli (gerade beruflich und privat unterwegs in der EU, äh Irland)

von ulionken - am 01.10.2016 14:55
Zitat
Digitaliban
Ja aber von Sportrechten sprach ich jetzt eigentlich nicht auch wenn Du natürlich recht hast mit deinem Einwand. Laufen denn aber auf France 2-5 vergleichbar viele Sportereignissen wie auf ARD und ZDF?


Auf den Programmen von France Télévisions läuft auf jeden Fall weniger Sport als in ARD und ZDF. Trotz allem sind ein paar Sachen im Programm: Die Tour de France, das Tennisturnier von Roland Garros, gewöhnlich Europa- und Weltmeisterschaften im Schwimmen und in der Leichtathletik, ausgewählte Radrennen sowie die 24 Stunden von Le Mans. Auch Rugby ist vor allem auf France 2 und France 4 recht zahlreich vertreten.

Es kommt aber auch öfter mal vor, dass mal über einen längeren Zeitraum kein Livesport gezeigt wird. Was wohl daran liegen dürfte, dass PayTV-Anbieter in Frankreich die allermeisten Premium-Sportrechte in ihren Händen haben. Selbst auf TF1 läuft so gut wie gar kein Sport mehr.

von Bengelbenny - am 03.10.2016 14:25
Zitat
Frankfurt
Es wird endlich mal Zeit, dass die Rechte EU weit gelten und entsprechend erworben werden müssen.

Genauso sehe ich das auch. Es dürfte nur noch EU-weite Rechte geben und fertig. Alles andere ist doch mittlerweile nicht mehr akzeptabel und nicht mal ansatzweise vermittelbar. Was passiert denn eigentlich mit den Ausstrahlungen der Privaten über 9°O? Werden die auch bald abgeschaltet? Vorstellen könnte ich mir das durchaus, leider. Eine legale und normal realisierbare Möglichkeit France TV zu empfangen sehe ich derzeit leider nicht. Nur halt mit dem Fransat-Zeugs, aber dafür muss ich mir halt auch wieder eine extra Box hinstellen. Alles irgendwie nicht wirklich angenehm. Immer mehr frage ich eigentlich auch, warum D als einziges Land alles europaweit unverschlüsselt ausstrahlt. Ich habe es lange begrüßt, auch für den europäischen Gedanken. Aber mittlerweile finde ich es angebracht alles nur für deutsche Gebührenzahler zu verschlüsseln.

Zitat
ulionken
Glaubst Du denn im Ernst, dass die Lage mit 28 Nationalstaaten ohne EU darum auch nur einen Deut besser wäre?

Warum wird es dann bei den Rechten genau so gemacht? Wenn es EU-weite Rechte wären (egal ob über Sat oder nicht), dann gäbe es die ÖR Programme aus allen europäischen Ländern frei empfangbar. Und vor allem säßen dann alle Länder gleichzeitig den Rechteinhabern gegenüber, eine viel stärkere Macht. Warum ist das wohl nicht so? ...

OT
Zitat
ulionken
Persönlich habe ich von der EU ganz erheblich profitiert,
Was sagt das über die Gesamtheit aus? Möchtest du deine persönlichen Vorteile über die Situation anderer stellen? Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber deine Aussage finde ich in dem Kontext etwas "komisch". Für normale Leute hat es eben nicht nur Vorteile sondern mehr Nachteile und das bekommen nach und nach auch die dümmsten raus. Ich habe meiner Meinung nach auch davon profitiert, obwohl sich sowas immer schwer abschätzen lässt wie es anders wäre. Aber zu denken, dass ich der Nabel der Welt ähm EU bin und alle anderen auch die Meinung haben sollen, das maße ich mir nicht an. Im ehemaligen Ostblock dachten auch die Profiteure: Alles top! Und weg waren sie. Aber egal, Realität lässt sich nicht wegdiskutieren, das beruhigt / beunruhigt mich dann wieder ...
/OT

von Jens1978 - am 03.10.2016 19:03
Zitat
Jens1978
Zitat
ulionken
Glaubst Du denn im Ernst, dass die Lage mit 28 Nationalstaaten ohne EU darum auch nur einen Deut besser wäre?

Warum wird es dann bei den Rechten genau so gemacht? Wenn es EU-weite Rechte wären (egal ob über Sat oder nicht), dann gäbe es die ÖR Programme aus allen europäischen Ländern frei empfangbar. Und vor allem säßen dann alle Länder gleichzeitig den Rechteinhabern gegenüber, eine viel stärkere Macht. Warum ist das wohl nicht so? ...


Es wäre erfreulich, wenn es EU-weite Rechte zumindest für einen Teil der TV-Aussendungen geben würde. Das schafft man allerdings leider nicht allein dadurch, dass man in Insider-Foren die Situation beklagt und auch nicht dadurch, dass man die EU auflöst. Vielmehr gilt es, dem Versagen der EU in diesem Punkt und ihrem Einknicken gegenüber den Rechteinhabern auf die Pelle zu rücken. Wenn es schon Verschlüsselung etc. gibt: Es läge in der Macht der EU, das Recht aufs legale Abonnieren von Programmen aus den anderen EU-Staaten durchzusetzen und Decoder-Normen festzulegen, damit man nicht für jedes Land eine spezielle Settop-Box braucht.

Zitat
Jens1978
Zitat
ulionken
Persönlich habe ich von der EU ganz erheblich profitiert,
Was sagt das über die Gesamtheit aus? Möchtest du deine persönlichen Vorteile über die Situation anderer stellen? Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber deine Aussage finde ich in dem Kontext etwas "komisch".


Ich möchte Dir auch nicht zu nahe treten. Aber wie kommst Du auf die Idee, dass ich mit meinen ausdrücklich als persönlich gekennzeichneten Erfahrungen auf irgendeine "Gesamtheit" übertragen wollte? Mit Verlaub, das ist abwegig, und Deine Frage finde dazu finde ich auch ziemlich "komisch".

Zitat
Jens1978
Für normale Leute hat es eben nicht nur Vorteile sondern mehr Nachteile und das bekommen nach und nach auch die dümmsten raus. Ich habe meiner Meinung nach auch davon profitiert, obwohl sich sowas immer schwer abschätzen lässt wie es anders wäre. Aber zu denken, dass ich der Nabel der Welt ähm EU bin und alle anderen auch die Meinung haben sollen, das maße ich mir nicht an.


Masst denn hier jemand an, der Nabel der Welt zu sein? Ich glaube kaum, und ich ganz sicher nicht. Ich habe versucht, meine Position zu erklären, dass man in puncto TV-Rechte mit einem Haufen von Nationalstaaten eher noch schlechter fahren würde als derzeit mit der EU, trotz all ihrer Mängel. Jedenfalls hat mir noch niemand plausibel machen können, wieso das ohne EU für die Verbraucher bzw. für die paar Exoten wie uns, die ausländische Programme sehen wollen, besser funktionieren sollte. Wie sollte das konkret funktionieren?

Dass es unter einer EU mit offenen Grenzen auch Verlierer gibt, das dürfte wohl klar sein. Nach meiner Meinung (mit der ich ausdrücklich nur für mich persönlich und nicht für irgendwelche Gesamtheiten spreche) haben aber die meisten Leute als Verbraucher, Touristen oder Arbeitnehmer mehr Vorteile als nachteile von der EU, auch wenn sie es auf den ersten Blick gar nicht bemerken.

73 de Uli

von ulionken - am 03.10.2016 20:07
Es wird wohl schon am 22.11 dunkel, wenn man der Info glauben darf :mad: : http://www.satexpat.com/pays/france/fta/

Zitat
Felix 99
Ihr dürft eins nicht vergessen ! - Damals wie heute sind die Signale auf 5W ( Ausgenommen Fransat) ALLEINIG für die Zuspielung der terrestrischen Sender gedacht.

Da bin ich mir nicht so sicher, da müsste es eine Änderung gegeben, denn 5°W war wie TV-Sat von Deutschland auf 19(?)°W sogar explizit beim Start für den Direktempfang vorgesehen. Meines Wissens nach waren die Satelliten sogar baugleich. In D wurde darauf immer hingewiesen das der damalige Kopernikus nicht für den Direktempfang sondern TV Sat dafür vorgesehen ist. Beides (5°W, 19(?)°W) waren High-Power Satelliten. Klar sind die schon längst außer Betrieb. Dennoch waren meines Wissens nach deswegen auch über 5°W nahezu alle wichtigen französischen TV Programme zu Analogzeiten in Secam unverschlüsselt aufgeschaltet. Die jahrelange freie Ausstrahlung der TV Programme in SD beruhte meiner Erinnerung nach auch genau auf diesen Umständen, quasi Besitzstandswahrung. Sonst hätte es die vermutlich nie gegeben. Warum allerdings jetzt so schnell plötzlich abgeschalten wird, obwohl erst auf HD gewechselt hat verstehe ich nicht. Was ist denn der Grund dafür?

von Jens1978 - am 04.10.2016 09:12
Zitat
Felsberg
Ich möchte eine DVB-T-Antenne installieren, um die französischen TNT-Sender zu empfangen. Es handelt sich um die A2675 von Dipolnet.

Beim Empfangstest mit den deutschen DVB-T-Sendern fiel mir auf, dass dieser nur gelingt, wenn ausschließlich die Kupferseele des Koaxialkabels den Antenneneingang des Fernsehers berührt.
Sobald der Kontakt mit dem F-Stecker hergestellt ist, fallen die Empfangsparameter auf 0%.

Woran könnte das liegen? Vielen Dank schon mal für die Hilfe! :)


Die von Dir genannte Antenne ist
- in einer passiven Variante ohne Verstärker
und
- in einer aktiven Variante mit Verstärker im Dipolkasten der Antenne
zu haben.

Dein Link zeigt zur aktiven Variante:
Antenne TV UHF Dipol 44/21-69 Tri Digit mit Verstärker LNA-177 (19-30 dB gain UHF)
Den Link zu dem eingebauten Verstärker gibt es hier: Verstärker LNA-177 (http://www.dipolnet.de/media/pdf/B4009.pdf).
Dazu müsstest Du allerdings 12 Volt (55 mA reicht laut Datenblatt aus) einspeisen (nicht 5 Volt, wie die meisten Receiver).
z.B. hierüber http://www.dipolnet.de/tv-sat-tv/amplifiers/power-supplies.html

Schau doch als erstes am Besten mal nach, ob Du die passive (ohne eingebauten Verstärker) oder aktive Variante hast und melde Dich einfach nochmal.

von uhf - am 04.10.2016 20:33
Ich habe die Antenne mit dem Verstärker; Spannungsquelle (12 V) liegt bei.

Das von der Antennne kommende Kabel habe ich an den Antennenstecker der Spannungsquelle montiert und diesen in den TV-Ant.-Eingang gesteckt.

Der Empfang mit der A2675 ist mit vollständig eingestecktem Stecker kaum möglich; wenn nur der Kontakt zum Innenleiter besteht, ist der Empfang besser, aber immer noch schlecht. Das Ein- und Ausschalten der Spannnungsquelle bringt keine Veränderungen der Empfangsqualität.

Soweit ich es verstanden habe, kann man die aktive Variante der Antenne nur mit angeschlossener Spannungsquelle betreiben, da sonst gar kein Empfang möglich wäre. Ist das richtig so?

Am gleichen Standort empfängt sowohl eine passive als auch eine aktive Stabantenne - über das gleiche Antennenkabel angeschlossen - die deutschen DVB-T-Sender störungsfrei, Signalqualität 100 %.

von Felsberg - am 05.10.2016 08:56
Die passive TriDigit 44 hatte ich auch schonmal in der Hand. Sie hat einen gefühlt kleinen Öffnungswinkel.
Hast Du mal testweise versucht die Antenne wie in einem Kreis langsam zu drehen ?

Polarisation Deines Senders ist horizontal ? Dann schauen die kleinen Direktorenstäbe nach links und rechts.

Übersteuert ev. der Verstärker ?

Du sagst, dass wenn Du die Abschirmung direkt beim Kabel Richtung Fernseher testweise entfernst diese Maßnahme den Empfang ermöglicht:

"Beim Empfangstest mit den deutschen DVB-T-Sendern fiel mir auf, dass dieser nur gelingt, wenn ausschließlich die Kupferseele des Koaxialkabels den Antenneneingang des Fernsehers berührt.
Sobald der Kontakt mit dem F-Stecker hergestellt ist, fallen die Empfangsparameter auf 0%."

Vorhin war ja auch schon einmal die Frage, ob der F-Stecker Innenleiter des Kabels Berührung mit der Abschirmung hat, ein dünnes Drähtchen der Abschirmung reicht schon für ein Problem.

von uhf - am 05.10.2016 20:29
Wahrscheinlich war in der Tat am Anfang ein Kurzschluss im selbst zu montierenden Antennenstecker des Netzteils. Nach Beseitigung des Kurzschlusses löste sich jedoch offenbar eine Lötstelle in besagtem Antennenstecker, sodass weiterhin kein ordentlicher Empfang möglich war.

Nun ist das Problem beseitigt - und der Empfang der deutschen Sender gelingt einwandfrei. Die große Frage ist nun, ob auch Signale aus Frankreich (Sender Metz, Entfernung knapp 100 km) empfangbar sein werden. :xcool:

Ich danke Euch allen für die freundliche Hilfe! :)

Nachtrag: Auf Kanal 36 empfange ich die Kennungen France 2, F3 Lorraine, France 4, France Ô, franceinfo:, MIRABELLE TV. Das Signal reicht ansonsten nur für einige "Tonfetzen".

Auf Kanal 31 liest mein Empfänger fünf Datenkanäle ein; vier namenlos und einer mit DATASYSTEM R7 bezeichnet.

von Felsberg - am 06.10.2016 14:14
Da mir kein ausreichender DVB-T-Empfang der französischen Sender gelungen ist, habe ich einen FRANSAT-Receiver (Metronic Terbox HD PVR) erworben.

Die Sender werden problemlos empfangen, Aufnahmen (im trp-Format) sind auf allen Kanälen möglich und können auf dem Receiver sogar ohne eingesteckte FRANSAT-Karte abgespielt werden - unabhängig davon, ob die Aufnahme von einem unverschlüsselten (z. B. France 4) oder verschlüsselten Sender (z. B. TF 1) stammt.

Am PC kann ich mit dem Media Player Classic jedoch nur die Aufnahmen unverschlüsselter Sender abspielen.

Woran könnte das liegen, dass der Receiver die Aufnahmen verschlüsselter Sender auch ohne Karte abspielen kann - und der PC nicht?

Beispielaufnahme 1: France 4
Beispielaufnahme 2: TF 1

von Felsberg - am 23.10.2016 18:15
Also die freie Aussendung der Programme auf 5° West war immer schon DVB-T-Zuspielung und wurde für den Direktempfang bei AB Sat, Orange oder Fransat mal eben mitbenutzt.
Die 4 anderen ursprünglichen Netze liefen zu je 2 Paketen gebündelt im Newtec-Multistreamverfahren auf 2 weiteren Transpondern.

Was dann mit dem später in Betrieb genommenen R5 gemacht wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.
Der tauchte erst vor wenigen Jahren zusammen mit den neuen R7 und R8 auf einem DVB-S2 MIS Transponder (12.648 GHz V) auf.

Da waren dann also bis vor Kurzem insgesamt 4 Transponder als DVB-T Zuführung in Gebrauch.
Nachdem nun R5 und R8 aufgegeben wurden, hat man R4 und R6 mit dem R7 zusammengepackt und dann auf dem ehemaligen Newtec-Transponder 11,508 GHz H noch so ein dickes DVB-S2 MIS Paket mit dem übrigen Bouquets (R1, R2 und R3) gestartet.
Damit hat man nun 2 Transponder statt 4 in Gebrauch, was natürlich eine massive Kostenersparnis bedeutet, und man hat die alte proprietäre Newtec-Technik rausgeworfen.
Da mittlerweile bei Fransat auch schon 10 HD Programme auf einen Transponder gequetscht werden, war es da keine große Kunst mehr, die Programme von France Television auch noch dazuzupacken.

Schade. Aber mit TV-Karten wie der TBS 6925 oder deren Nachfolgern hat man immer noch die Möglichkeit, die TNT-Programme zu schauen.

von Saarländer (aus Elm) - am 25.11.2016 21:05
Zitat
Zintus
Ich werde das Gefühl nicht los, dass unsere Diskussion hier (meine Beiträge einbegriffen) etwas dazu beigetragen haben, dass die uns jetzt den Hahn zugedreht haben. Vielleicht hat dieser Thread mit dazu geführt, dass die hier beschriebenen Empfangsmöglichkeiten größere Bekanntheit erlangt haben und bei den französischen TV-Anbietern Handlungsbedarf erzeugten. :confused:


Hmm, glaube ich weniger. Zum einen ist es immer noch kein wirkliches Problem, auch in Deutschland entsprechendes Equipment für Fransat oder TNTSAT zu bekommen. Sehr viele Händler auf Ebay z. B. verschicken weiterhin nach Deutschland.

Und ich glaube auch nicht, dass France Télévisions ein Problem damit hat, ihre Programme bei uns zu verbreiten. Im Kabelnetz von Vodafone sind ja immerhin auch France 2 und France 3 vertreten, und das auch noch nach Abschaltung des FTA-Transponders. Irgendwo muss das Signal für die Einspeisung ja auch herkommen, und im Falle von Vodafone Kabel Deutschland vermute ich da eher eine Sat-Lösung als eine terrestrische für die Einspeisung. Und das würde bedeuten, dass der Kabelanbieter auch eine Smartcard bräuchte. Würden die Franzosen einfach eine zur Verfügung stelllen, wenn sie damit nicht einverstanden wären?

von Bengelbenny - am 25.11.2016 22:17
Zitat
Bengelbenny

Und ich glaube auch nicht, dass France Télévisions ein Problem damit hat, ihre Programme bei uns zu verbreiten. Im Kabelnetz von Vodafone sind ja immerhin auch France 2 und France 3 vertreten, und das auch noch nach Abschaltung des FTA-Transponders. Irgendwo muss das Signal für die Einspeisung ja auch herkommen, und im Falle von Vodafone Kabel Deutschland vermute ich da eher eine Sat-Lösung als eine terrestrische für die Einspeisung. Und das würde bedeuten, dass der Kabelanbieter auch eine Smartcard bräuchte. Würden die Franzosen einfach eine zur Verfügung stelllen, wenn sie damit nicht einverstanden wären?


Ein Problem dürfte France Télévisions aber vermutlich mit Olympiaübertragungen 2018 im dt.Kabel bekommen.Wenn die Rechte hierzulande nicht doch noch an ARD/ZDF gehen,wird der Rechteinhaber (wer immer das sein wird) diese Ausstrahlung untersagen und die französischen ÖR zumindest temporär aus dem dt.Kabel verschwinden.

von UM74 - am 26.11.2016 00:45
In Augsburg France 2, France 3 und France 24. Ohne Smartcard geht allerdings nichts, da alle Programme im Paket Vodafone Basis Cable sind. Und somit codiert....

Regionalversion wird keine verbreitet, es handelt sich bei France 3 um die Sat-Version. Sieht man z. B. immer dann, wenn in den Nachrichten die "Édition des régions" ausgestrahlt wird.

France 3 und France 5 liegen auf der Frequenz, die eigentlich für die Regionalprogramme vorgesehen ist. Ich war zwar der Meinung, dass France 5 bei uns problemlos weiterlaufen hätte können, da in meiner Gegend nur ein Regionalprogramm vorhanden ist (a.tv). Da in Bayern aber auch auf derselben Frequenz "Die Neue Zeit TV" verbreitet wird und zudem a.tv die Ausstrahlung in HD ab etwa Mitte 2017 angekündigt hatte, dürfte France 5 einfach den Kapazizätsengpässen zum Opfer gefallen sein.

Dass sich dieser Verein aber immer noch den Luxus leistet, 32 analoge Programme verbreiten zu müssen, lass ich mal unkommentiert. Mit einem bisschen guten Willen hätte man das ein oder andere Problem auch eleganter lösen können. So wurden halt immer wieder Programme abgeschalten, und regional war eben France 5 das bislang letzte Opfer in diesem Fall....

von Bengelbenny - am 14.12.2016 20:20
Hallo zusammen,
ich habe mir jetzt auch eine FRANSAT Karte gegönnt.
Nur leider fangen damit jetzt die Probleme an.
Die Karte und die Entschlüsselung sind ja mit etwas Erfahrung im vergl. zu TNTSAT vergleichsweise einfach und ohne Diskriminierung in der Handhabung. Die Hauptnutzung der Karte soll auch auf dem PC stattfinden.
Das Bild in HD ist 1A..
Nur beim Ton fängt der Ärger jetzt an:
Ich kann DVBViewer nicht überzeugen den E-AC3 Ton wiederzugeben. (Das AC3 Logo in der Statusleiste fehlt.) Trotz LAV Filter oder wahlweise ffdshow.
Meine Hardware ist à la Dell Optiplex990 nicht die neueste (2011), aber auch ein nachträglich installierter SoundBlaster0820 brachte kein E-AC3 (Gut ist ja auch von 2007).. Ich bin Ratlos. Braucht es dafür wirklich kompatible Hardware in form einer neueren Soundkarte?
Ich dachte das macht die Software alleine und gibt sie über DirectSound an die Soundkarte weiter?

Weitere Geräte im Haushalt wie eine UFS922 oder mein Hifi Receiver von 2004 können von sich aus mit E-AC3 natürlich auch nix anfangen....

von w_weinmann - am 28.03.2017 09:09
Zitat
Klaus Wegener
Ich habe eine 85 cm Schüssel mit 3 LNBs: 19,2 Grad Ost, 13 Grad Ost und 5 Grad West. Das funktioniert gut.


Welchen Satelliten hast du denn dann im Fokus? Ich würde vom Gefühl her irgendwo zwischen 5°O und 9°O gehen (auch wenn da nicht notwendigerweise ein LNB montiert sein muss).

Ich empfange die Konstellation 9°O/13°O/19,2°O mit 16°O im Fokus. Als ich das 9°O-LNB noch auf 5°O hatte, war das bei einigen Transpondern schon stark grenzwertig - trotz 100cm.

Einem Ukrainer habe ich mal - auf eigenen Wunsch und trotz meiner Bedenken - 4°W (Amos) - 5°O (Sirus) - 13°O (Hotbird) eingerichtet. Mit 60cm. Sirius im Fokus. Amos war stark grenzwertig, brachte aber immerhin noch ein Signal zum Vorschein.

Wie ist eigentlich generell die Geschichte mit 4°W/5°W? Wird da ein Transponder-Sicherheitsabstand eingehalten? Denn einen so kleinen Öffnungswinkel, um das sauber zu trennen, haben doch die wenigsten Spiegel? Ist so eine ähnlich komische Koordination wie 9°O/10°O...


Wolfgang

von Wolfgang R - am 12.06.2017 07:53
Zitat
Klaus Wegener
Ich habe eine 85 cm Schüssel mit 3 LNBs: 19,2 Grad Ost, 13 Grad Ost und 5 Grad West. Das funktioniert gut.


Wobei sich die Schlechtwetterreserve mit der Umstellung auf HD verringert haben dürfte, oder? Der ehemalige FTA-Transponder mit den France-Programmen ging ja sogar noch an einer 85er Antenne mit Hotbird im Fokus. Bei den HD-Transpondern liegt die Bildschwelle aufgrund der Empfangsparameter deutlich höher und UHD erfordert noch mehr Power.

Inzwischen ist da bei mir leider ein Baum im Weg, so dass ich es nicht mehr testen kann. Die Antenne für 5° West steht deshalb bei mir woanders.


Zitat
Wolfgang R
Ich empfange die Konstellation 9°O/13°O/19,2°O mit 16°O im Fokus. Als ich das 9°O-LNB noch auf 5°O hatte, war das bei einigen Transpondern schon stark grenzwertig - trotz 100cm.


Ich empfange an einer 85er Antenne 23,5° Ost/19,2° Ost/13° Ost/5° Ost und habe Hotbird im Fokus

Der Empfang von 5° Ost ist natürlich auch stark abhängig vom Wohnort. Der Nordic Beam kommt hier sehr stark und auch der Ost-Beam kommt noch ordentlich, wenn auch nicht vollständig rein. Der 12.702 H ist nicht da.
In Südwestdeutschland sieht das wahrscheinlich schon etwas anders aus.

Auch 23,5° Ost ist trotz der Spreizung von 10,5° noch gut zu empfangen. Einzig die deutschen und österreichischen Radiotransponder mit den niedrigen Symbolraten sind nicht störungsfrei zu empfangen, die polnischen Radiotransponder mit höheren SR hingegen schon.

von Mujek3 - am 12.06.2017 10:44
Zitat
Mujek3
Zitat
Klaus Wegener
Ich habe eine 85 cm Schüssel mit 3 LNBs: 19,2 Grad Ost, 13 Grad Ost und 5 Grad West. Das funktioniert gut.


Wobei sich die Schlechtwetterreserve mit der Umstellung auf HD verringert haben dürfte, oder? Der ehemalige FTA-Transponder mit den France-Programmen ging ja sogar noch an einer 85er Antenne mit Hotbird im Fokus. Bei den HD-Transpondern liegt die Bildschwelle aufgrund der Empfangsparameter deutlich höher und UHD erfordert noch mehr Power.


Welcher Satellit im Focus ist, kann ich nicht sagen. Ich war seit 10 Jahren nicht mehr oben auf dem Dach (5-stöckiges Mehrfamilienhaus, Dach ist schwer zugänglich, die Antenne hatte seinerzeit ein SAT-Händler installiert).

Ich vermute, und erinnere mich dunkel dass er das damals gesagt hatte, dass Hotbird im Focus ist. Auf alle Fälle nicht Astra. Astra hat in den letzten Jahren stark an Schlechtwetterreserve eingebüßt. 5 Grad West hatte eigentlich immer die beste Signalstärke. Seit Analog-Abschaltung nutze ich 5 Grad West aber so gut wie nicht mehr. Daher habe ich die HD-Umstellung auch nicht mitbekommen.

Bzgl. TNT-Sat: sind die Karten eigentlich an den Empfänger gebunden? Habe eben dieses Angebot gefunden. Meine Karte ist abgelaufen, da älter als 4 Jahre. Würde eine solche neue Karte im "alten" TNT-SAT Receiver funktionieren?

von Klaus Wegener - am 12.06.2017 11:55
Zitat
Mujek3
Zitat
Klaus Wegener
Ich habe eine 85 cm Schüssel mit 3 LNBs: 19,2 Grad Ost, 13 Grad Ost und 5 Grad West. Das funktioniert gut.





Zitat
Wolfgang R
Ich empfange die Konstellation 9°O/13°O/19,2°O mit 16°O im Fokus. Als ich das 9°O-LNB noch auf 5°O hatte, war das bei einigen Transpondern schon stark grenzwertig - trotz 100cm.


Ich empfange an einer 85er Antenne 23,5° Ost/19,2° Ost/13° Ost/5° Ost und habe Hotbird im Fokus

Der Empfang von 5° Ost ist natürlich auch stark abhängig vom Wohnort. Der Nordic Beam kommt hier sehr stark und auch der Ost-Beam kommt noch ordentlich, wenn auch nicht vollständig rein. Der 12.702 H ist nicht da.

Mit 4,8 0 im Focus geht Serbien 12702h mit 8 dB. 85cm, Lahngebiet


von satjay - am 13.06.2017 12:14
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