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Offizielle Testausstrahlung auf UKW 91,5 MHz in Düsseldorf

Startbeitrag von Ihre Majestät am 27.02.2015 09:37

Im Raum Düsseldorf wird aktuell die Frequenz 91,5 MHz mit einer Schleife getestet. Wie ich erfahren habe handelt es sich um eine offiziell genehmigte Ausstrahlung der BNetzA und keinen Piraten. Vergleichbar ist das ganze mit dem damaligen Test FM in Grevenbroich.

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
Alqaszar
Zitat
dxbruelhart
Von welchem Standort in Düsseldorf wird getestet?


Angeblich vom Verlagsgebäude der Rheinischen Post.


Auch die Antenne Düsseldorf sitzt oder saß zumindest mal in diesem Gebäude.

Zitat
joce
Die RP Mediengruppe ist beteiligt an dem Mantelprogrammanbieter radio NRW, dem Regionalsender „100,5 – das Hitradio“ und an Antenne Thüringen.

Vielleicht bekommt ja 100,5 eine Stützfrequenz in Düsseldorf?

Falls die RP mit der RadioGroup bzw. den Initiatoren des zweiten Lokalsenders „Lokalsender Heinsberg inkl. Düsseldorf 2“ zusammenarbeitet, könnte dieses auch noch eine Option sein.

Oder ob dort zukünftig doch türkische Klänge mit der Funzel-Kette verbreitet werden sollen?


Die sind auch an Antenne Düsseldorf beteiligt und werden doch sicher einen Teufel tun und sich selber Konkurrenz machen.
http://www.rheinischepostmediengruppe.de/Geschaeftsfelder/Radio-TV/Radio

Also doch nur Füllsender für Antenne Düsseldorf, damit kein anderer die 91,5 nutzen kann?

von Habakukk - am 27.02.2015 15:49
Also, der Sender scheint die ganze Zeit zu laufen, aber die Sendeleistung muss doch sehr gering sein. Wenn wirklich vom Verlagsgebäude der Rheinischen Post in Düsseldorf Heerdt aus gesendet wird, dann ist das eine Entfernung von 7,6 km zu meinem Standort. Nur mit guter Antenne bzw. Radio geht der Empfang noch so. An einem Kassettenradio in der ersten Etage war kein Empfang möglich.

In Youtube habe ich mal ein paar Aufnahmen abgelegt, die ich eben unterwegs im Auto gemacht habe:









von joce - am 27.02.2015 20:54
Also nach den ganzen Streitereien hier nun mal zurück zum Sachlichen.
Der Sender sendet stark gerichtet nach Düsseldorf rein. Über Heerdt / Oberkassel, Rheinkniebrücke, Friedrichstadt, Oberbilk bis Eller war der Sender konstant beifahrertauglich zu hören. Er wird also schon ein paar Watt mehr haben.Indoor war er in Eller aber kaum noch zu empfangen.
Nach Westen /Norden sieht es schon anders aus. Auf der A 52 geht er ab dem Kreuz Kaarst passabel, aber trotz Sicht zum Gebäude der Rheinischen Post quasi erst in Höhe des Gebäudes sauber. In Meerbusch-Osterath empfängt man ihn noch angerauscht je nach Ort und Fahrtrichtung. Er war übrigens zwischendurch nicht abgeschaltet, wie jemand schrieb. Zum besagten Zeitpunkt war ich gerade unterwegs auf Testfahrt.

von peppi477 - am 28.02.2015 12:12
Zitat
Der Chef
Genau in Richtung Düsseldorf-Heerdt, wegen der 104,3 MHz, damals BFBS, beträgt die Leistung der 104,2 in dieser Richtung nur 220 Watt. Und da andere mögliche Frequenzen für Düsseldorf, wie die 92,6 oder 94,6 MHz bereits im LfM-Gutachten auftauchen gab bzw. gibt es außer noch evtl. der 106,0 MHz, nur noch die 91,5 MHz. Es gibt keine andere Frequenz mehr die in Düsseldorf noch koordinierbar wäre, ab 20 Watt aufwärts jedenfalls nicht...


Die 93,3 wäre noch in Frage gekommen (natürlich mit Einzügen in Richtung Kleve); die wurde sogar vorgeschlagen, jedoch sofort von der LfM zugunsten der zweiten Kette einkassiert und für einen anderen Standort als Düsseldorf verplant, auch wenn sie im jetzigen Frequenzpaket noch nicht enthalten ist. Übrigens widerrechtlich, da zu der Zeit noch die alte Fassung des LMG in Geltung stand, in der von einer Priorisierung bei der Vergabe von Rundfunkfrequenzen zugunsten einer landesweiten Privatradiokette noch überhaupt nicht die Rede war.

Dass mit der 91,5 damit bereits die zweite Frequenz den Veranstaltern des zweiten Lokalradios vorenthalten wird, verdeutlicht einmal mehr, wie skandalös das Vorgehen der LfM ist.
Da gibt es Leute, die es wider Erwarten geschafft haben, eine Veranstaltergemeinschaft für einen weiteren Lokalsender zu gründen, womit einer journalistischen Ausgewogenheit der Inhalte Rechnung getragen wird, und dann kommt die LfM daher und unternimmt alles, damit das Programm nicht starten kann. Ich muss mich bei dem Gedanken daran bremsen, denn es macht mich wütend, wenn ich von einem derart perfiden Vorgehen Kenntnis erhalte. So etwas ist fast schon mafiös.

20 bis 30 Watt würden ausreichen, um die Innenstadt zu versorgen; mit so einer Funzel könnte der zweite Lokalsender wenigstens schon mal starten.
Domradio sendet in Köln auf der 101,7 ja auch nur mit 30 Watt.

von Wellenjaeger - am 28.02.2015 20:45
Juhu...endlich wieder Verschwörungstheorien, was hab ich die vermisst...

Ich würde micht freuen, wenn die Moderatoren auch hier hart durchgreifen würden und gegen unberechtigte, populistische und letztlich sogar strafrechtlich relevante Anschuldigungen ("mafiös", "skandalös", "perfiden Vorgehen") vorgehen würden - mit Löschung des Beitrags und ggf. auch des Nutzers. Stattdessen werden hier Beiträge über Piratensender zensiert, weil man den ach so wichtigen Piraten in den Arsch kriechen möchte. Man toleriert somit deren illegale Handlungen und wird letztlich von genau diesen Menschen mit der größten Klappe auch noch mit solchen Sprüchen wie oben belohnt. Danke auch - toll, was aus diesem einstmals schönen Forum geworden ist dank solcher Regeln und sich viel zu wichtig nehmender Möchtegern-Radiomacher, die wegen der ach so bösen Institutionen nicht dürfen. Erinnert schon sehr an die Meckerköppe aus diversen Richtungen, die auch die bösen Entscheidungsgremien (egal ob aus Politik, Verwaltung oder sonstwoher) für alle Probleme dieser Welt verantwortlich machen...ich sag nur "Lügenpresse" und die Debatte darum.

von Kroes - am 01.03.2015 09:17
@Kroes: Zu einer Demokratie gehört es, unterschiedliche Meinungen zu haben, ohne dass diese unterdrückt werden.
Es ist nicht illegal, einseitige Entscheidungen einer Landesbehörde zu kritisieren.
Ich für meinen Teil bin ein überzeugter Demokrat und daher für Vielstimmigkeit, vor allem in den Medien. Außerdem bin ich für einen freien Wettbewerb im Wirtschaftsleben.
Der Staat hat dafür meiner Meinung nach die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen und darf nicht kleinen Unternehmen, die auf den Markt drängen, den Zugang zu diesem systematisch verwehren.
Meine Worte habe ich sehr wohl abgewogen, so würde ich nie jemanden persönlich beleidigen.
Wenn Du die Entscheidung der LfM, keinen weiteren Lokalsender in der Landeshauptstadt zuzulassen, gut findest, akzeptiere ich das. Umgekehrt darf ich Dich aber auch bitten, meine Position, wenn schon nicht zu akzeptieren, dann wenigstens zu tolerieren.

Ich möchte den Support darum bitten, dies so stehen zu lassen.

von Wellenjaeger - am 01.03.2015 09:42
@Kroes: Wenn wir so streng hier eingreifen würden, würden wir dann nicht genau dass tun was du und noch einige andere hier immer anprangern? Zensieren und in die Meinunsfreiheit eingreifen? Wellenjäger trifft da mit seinem Posting ziemlich genau ins schwarze. Eine Demokratie muss auch Kritik aushalten können.

@Mr. DABelina: Es wurden KEINE themenrelevanten Postings versteckt! Es hatten sich mehrere Nutzer (rückblickend zugegeben zu recht!) beschwert das in diesem Thread gerade einmal 5 Postings zum Thema standen und die restlichen 3 Seiten ausnahmslos nur gegenseitiges angeknurre und Gekeife waren. Mit solchen Themen kann man auch kein Forum führen. Oder möchtest du ein Forum wo sich in den Themen nur seitenweise angegangen wird aber zu dem Thema das du angeklickt hast mal von 5 mageren Beiträgen abgesehen überhaupt nichts steht?

Zitat
iro
Aber hier liest auch mindestens ein Blockwart mit, und sobald hier irgendetwas piratiges vermeldet wird, ist bereits wenige Minuten später die Anzeige bei der BNetzA fertig!

Um genau zu sein: ich persönlich weiß von mindestens zwei die hier den Blockwart spielen und alles mögliche direkt an die entsprechenden Stellen weiterplaudern und sich damit, zumindest im realen Leben, auch noch brüsten. Und dann liest hier auch noch die BNetzA selbst mit. Das weiß ich da wir schon mehrfach E-Mail und ich auch schon Telefonkontakt hatten.

Zitat
iro
Oh doch. Sogar mit Straße, Hausnummer und Bierpreisen!

Ja solche Spezialisten hatten wir hier in meinem Empfangsgebiet auch schon. Oder ein hier in der Gegend doch recht bekanntes Musikfestival auf einer Burg hatte seinen eigenen "Veranstaltungsfunk" und fleißig Werbung für sich selbst gemacht. Inklusive Preisliste, aktueller Auslastung der Parkplätze und Wegbeschreibung zum Festival. :rolleyes: Da mussten die Jungs von der BNetzA noch nicht mal ihr "Navi" einschalten oder lange einen Parkplatz suchen. :D

von Spacelab - am 01.03.2015 15:58
Streitigkeiten entstehen vor allem beim Thema "Rundfunk in Nordrhein-Westfalen".

Die dortige Radiolandschaft ist halt derart eigentümlich, dass man gar nicht emotionslos an das Thema herangehen kann; zumindest dann nicht, wenn man sich für etwas mehr interessiert, als ausschließlich für technische Aspekte.
Ich bin mir sicher: Würde man diesen kleinen Lokalsender mit einer 30-Watt-Funzel zulassen, würde sich die Lage nicht nur hier im Forum merklich entspannen.
Solange in Nordrhein-Westfalen nicht ein winziger Hauch von Wettbewerb im UKW-Band existiert, wird es immer Leute geben, die sich am Status Quo stören.
Damit ist nicht gesagt, dass in anderen Bundesländern in Sachen Anbietervielfalt alles rosig ist, aber so extrem wie in NRW, wo man noch nicht mal bereit ist, einen einzigen Lokalsender auf einer Funzelfrequenz ohne Beteiligung der Zeitungsverlage zuzulassen, ist es nirgendwo.

Letztlich geht es um viel mehr: Bezeichnend an der ganzen Thematik ist, dass sich hier glänzend das bestätigt, was viele Bürger mächtig stört: Die Konzerne bestimmen das politische Geschehen; das Gemeinwohl (in unserem konkreten Fall das berechtigte Interesse des Bürgers nach Vielfalt im Äther) spielt keine Rolle.
Rundfunkfrequenzen sind an einem Ort nur in begrenztem Umfang vorhanden, daher muss eine staatliche Stelle eine Entscheidung treffen, wer die Kapazitäten bekommt.
Wenn jetzt ein Anbieter B ein Konzept vorlegt, das dieselbe journalistische Ausgewogenheit verspricht wie Anbieter A, der bereits seit 25 Jahren als einziger privater Veranstalter auf Sendung ist und ohne Einbußen im kompletten Zielgebiet empfangen werden kann, Anbieter B sogar zwei Frequenzen vorweisen kann und die Behörde bei dieser Ausgangslage entscheidet: "Wir kassieren die erste Frequenz für die von uns geplante Kette ein und geben die zweite erst mal Anbieter A; wenn der keine Empfangslücken hat, kann Anbieter B darauf zugreifen", ist das nicht nur ein klarer Ausdruck einer massiven Wettbewerbsverzerrung, es widerspricht zudem dem wichtigsten aller Grundsätze des Landesmediengesetzes:

Zitat

§ 2 Grundsätze

Ziel dieses Gesetzes ist es, die Meinungs- und Angebots- und Anbietervielfalt des Rundfunks sowie die Vielfalt der vergleichbaren Telemedien (Telemedien, die an die Allgemeinheit gerichtetsind) in Nordrhein-Westfalen zu garantieren und zu stärken.


Quelle: http://www.lfm-nrw.de/fileadmin/lfm-nrw/Medienrecht/Dokumente_2014/Lesefassung-LMG_Dezember_2014_Aenderung.pdf

von Wellenjaeger - am 01.03.2015 18:23
Danke...du hast damit soeben genau das beschrieben, was ich an diesem Forum mittlerweile mehr als nur stört.
Wenn man sagt, dass man eine Entscheidung der LfM nicht gut findet und lieber einen anderen Anbieter hätte, dann ist das eine Meinung - die kann man teilen oder nicht, die darf aber geäußert werden. Wenn ich dagegen einer Behörde/Regierung/Firma vorwerfe, korrupt zu sein und absichtlich bestimmte Mitbewerber zu benachteiligen, dann ist das keine Meinung mehr! Entweder gibt es dafür Beweise (dann kann man gegen diese Entscheidungen vor einem Gericht - und dieses sollte unabhängig von den entscheidenden Gremien sein - angehen) oder es handelt sich nur um Verschwörungstheorien. Und handfeste Beweise für die angeblichen Skandale der LfM sehe ich nicht. Genauso wenig, wie ich eine Konzern-Bestimmung unserer Politik in allen Punkten sehe. Keine Frage habe auch ich das Gefühl, dass hier und da in Deutschland die Politiker nicht immer nur zum Gemeinwohl entscheiden - insgesamt bin ich aber noch immer recht zufrieden mit den getroffenen Entscheidungen und sehe die Demokratie hier keinesfalls am Boden.

@Spacelab: Kritik ja und sehr gerne. Wüste Beschimpfungen gegen Behörden mit dem Vorwurf der Korruption sind aber keine Meinungsäußerung!

von Kroes - am 01.03.2015 19:11
@Kroes: Eine Entscheidung muss aber wenigstens nachvollziehbar sein!

Eine Behörde wie die LfM handelt nach rechtlichen Bestimmungen, konkret dem Landesmediengesetz, deren Grundausrichtung in der Schaffung einer Angebots- und Anbietervielfalt liegt (siehe §2).
Ferner ist im LMG festgelegt, welche spezifische Struktur ein Lokalsender aufzuweisen hat (Stichwort: Zwei-Säulen-Modell).
Antenne Düsseldorf versorgt seit nunmehr fast 25 Jahren das komplette Stadtgebiet, ohne in der Zeit Empfangslücken geltend gemacht zu haben.
Wieso um alles in der Welt wird nun eine Entscheidung gefällt, die dem Gebot der Angebots- und Anbietervielfalt komplett zuwider läuft? - Das kann ich nur so interpretieren, dass die LfM gegen ihre eigenen in rechtliche Form gegossenen Grundsätze verstößt.

Der Punkt ist doch der: Die meisten Menschen wissen davon überhaupt nichts.
Vielleicht bleibt zufällig der Sendersuchlauf des Autoradios auf der 91,5 stehen und die hören entweder die jetzige Testschleife oder das spätere Programm von Antenne Düsseldorf.
Hier geschehen also Dinge quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit, von der die Öffentlichkeit aber dennoch betroffen ist, deshalb meine ich, dass so etwas öffentlich gemacht werden sollte, wenigstens in einem Forum wie diesem.

Ich selbst bin übrigens nicht in das Projekt involviert, stehe aber in Kontakt mit einigen Verantwortlichen, von daher ist mir die Vorgeschichte, die zu den jetzigen Tests geführt hat, nicht unbekannt.
Mir ist es möglich, mit deutlichen Worten öffentlich mein Unverständnis gegenüber den Entscheidungen der LfM zum Ausdruck zu bringen, die Verantwortlichen können es nicht, um sich damit keine Nachteile einzuhandeln, solange noch eine minimale Hoffnung auf Erfolg besteht.

von Wellenjaeger - am 01.03.2015 20:22
Entschuldigt zunächst, daß ich mich erst so spät zu Wort melde. Hab' mich gerade erst angemeldet und hoffe, ein bißchen Licht in die Sache zu bringen.

Betreiber der Testsendungen auf der 91,5 MHz ist ILCO Funktechnik im Auftrag von Antenne Düsseldorf unter Begleitung der LfM. Anlaß ist die Überprüfung, ob mit der Frequenz Versorgungslücken von Antenne Düsseldorf, die offenbar 25 Jahre lang niemand bemerkt hat, beseitigt werden können. Das kann man erfahren, wenn man bei der LfM nachfragt. Die Hintergründe hierzu sind von Wellenjaeger richtig beschrieben. Das beweise ich nicht, das behaupte ich. Meine Informanten möchte ich nicht preisgeben.

Zitat
Wellenjaeger
Die 93,3 wäre noch in Frage gekommen [...] die wurde sogar vorgeschlagen, jedoch sofort von der LfM zugunsten der zweiten Kette einkassiert


Na, sagen wir mal, die LfM hat die Frequenz mit Verzögerungstaktik so lang festgehalten, bis das Gesetz geändert wurde - insgesamt anderthalb Jahre lang. Zu einer Zeit also, als es im Gesetz für die Kette noch keine Grundlage gab. Nach der Änderung des LMG konnte die LfM die Frequenz offiziell vorententhalten und scheinheilig auf den Vorrang für die Kette verweisen. Ich glaube, das meint Wellenjaeger, wenn er von perdidem Vorgehen spricht.

Die Blockadehaltung der LfM gab es schon zu Beginn vor knapp drei Jahren. Die LfM hat im Jahr 2012 nach Vorliegen der Voraussetzungen Bedarf bei der Staatskanzlei für eine Frequenz für einen zweiten Lokalfunk in Düsseldorf angemeldet... weil das Gesetz es so vorschreibt. Die LfM hatte aber die Bedarfsmeldung mit dem Zusatz versehen, daß - sollte eine Frequenz gefunden werden - die Frequenz für die geplante Kette verwendet werden soll. Sozusagen eine negative Bedarfsmeldung. Ich glaube, das meint Wellenjaeger, wenn er von perdidem Vorgehen spricht.

Zitat
Wellenjäger
Übrigens widerrechtlich


Gesetzesverstöße durch Behörden bleiben folgenlos. Immerhin hat diese Landesregierung, die das Vorgehen der LfM genau kennt, mit der Gesetzesänderung auch dafür gesorgt, daß ihr eigener LfM-Direktor gehen muß.

Zitat
Kroes
Ich würde micht freuen, wenn die Moderatoren auch hier [...] gegen [...]vorgehen würden - mit Löschung des Beitrags und ggf. auch des Nutzers. [...] sich viel zu wichtig nehmender Möchtegern-Radiomacher, die wegen der ach so bösen Institutionen nicht dürfen.


Es gibt Menschen und Organisationen, denen fällt nur ein zu verbieten, zu sperren, zu löschen und zu verhindern. Kritik am System unerwünscht. Wer's doch tut, den halten sie für einen Netzbeschmutzer. Versorgt mit einem Pöstchen durch das System und alimentiert durch die Unternehmen haben sie obendrein nur Spott und Häme übrig für Unternehmer, die an behördlichen Restriktionen scheitern. Das ist, als schubste man die Oma die Kellertreppe herunter und sagte "Oma, was rennste so schnell?".

Zitat
Wellenjaeger
Ich möchte den Support darum bitten, dies so stehen zu lassen.


Zitat
Säbelzahnigel
Ich bitte den Support ebenfalls dies so stehen zu lassen


Traurig genug, daß man überhaupt darum bitten muß. Dies ist ein Diskussionsforum. Und in einem Diskussionsforum wird, wie der Name schon sagt, diskutiert. Jeder Versuch, unbequeme Meinungen zu unterdrücken, würde diesem Gedanken zuwiderlaufen. Die Diskussion stirbt. Daher schätze ich es ausdrücklich, daß die Moderatoren dem Begehren nach Sperrung und Löschung nicht nachgegeben haben, hier die freie Rede zulassen und somit entscheidend dazu beitragen, daß nichts unter den Teppich gekehrt wird. Danke dafür!

von felix h. - am 01.03.2015 21:31
Wo sollen denn diese Versorgungslücken genau sein? Wie wird eine Empfangslücke definiert? Grundlage: Küchenbrüllwürfel im Keller mit abgebrochener Antenne?
Demnach müsste auch Radio 90,1 aus MG "Versorgungslücken" in Odenkirchen oder Wanlo haben, nur weil man zum Stereoempfang mindestens eine im Idealfall nicht zusammengeknotete Wurfantenne braucht.
Angeblich soll auch die 89,4 in Grevenbroich Lücken haben. Deswegen gibt es die 102,1 (gegen RPR1), was schonmal nervig sein kann, wenn mobil von einer etwas schwächeren 89,4 auf eine leicht verzischelte, aber stärkere 102,1 umgeschaltet wird. Auch Radio Köln ist nicht überall perfekt mit Vollausschlag zu empfangen. Gleiches gilt für Welle Niederrhein, deren Frequenz bei nicht so trennscharfen Radios gerade im Westen des Sendegebietes intereferenzbelastet ist. 100,6 gegen 100,5 ist suboptimal.

von WellenJäger - am 02.03.2015 05:35
Zitat
pfennigfuchser

Ich denke, es gäbe noch weitere Beispiele, um weitere Frequenzen für den Lokalfunk zu verwenden. Aber dann gehen wir weiter und suchen wieder für den WDR Frequenzen, weil dieser in einer Ecke nicht o störungsfrei zu empfangen ist.


Für den Lokalfunk vielleicht ,der WDR hat laut der neuen LMG Fassung erstmal keine Chancen auf weitere Frequenzen,auch das Deutschlandradio nicht.
Der Privatfunk soll ja nun bevorzugt mit Frequenzen ausgestattet werden,erst Lokal ,dann die landesweite Variante.Wobei mit Lokal wohl mehr das NRW Lokalfunkmodell gemeint ist.
Ich gehe mal davon aus dass auch Metropol FM weiteren Frequenzbedarf haben wird und mit den aktuell zugeteilten 11 Funzeln auf Dauer nicht zufrieden ist.
Für ganz neue Projekte auf UKW sehe ich auf absehbare Zeit in NRW keinen Spielraum mehr,lasse mich aber gern noch überraschen.

von Skeletor - am 02.03.2015 10:52
Moin Zusammen.

Achtung an alle VTler, jetzt kommen Fakten Fakten Fakten

Senderstandort der 91,5 : Gebäude der Rheinischen Post in Düsseldorf Heerdt
Antennenstandort : Vorbau unterhalb des RP Werbelogos an der Service Bühne
Leistung : 20 Watt

Standort ermittelt durch Messungen vor Ort. Zunächst auf der Nutzfrequenz 91,5. Bereits hier wurde ein starker Signaleinbruch hinter dem Gebäude festgestellt.
Die Messungen auf der zweiten Oberwelle (183 MHz) konnte diesen Eindruck erhärten.
Hierbei konnte auch eindeutig eine vertikale Polarisation festgestellt werden.
Die zweite Oberwelle konnte nur direkt vor dem Gebäude empfangen werden.
Auf Nachfrage bei der RP wurden diese Feststellungen nochmals durch einen Mitarbeiter der RP telefonisch bestätigt.
Auftrageber sei eine Landesmedienanstalt.
Durchführendes Broadcastunternehmen sei eine Firma aus Meerbusch.
Jeder weiß jetzt wer gemeint ist, aber ich möchte den VTlern ja auch noch eine Chance lassen :)

VG

von TESTFM - am 05.03.2015 08:51
Zitat
pfennigfuchser
Aber Dortmund und Düsseldorf liegen genug auseinander, um die Frequenz mit 100 Watt in Betrieb zu nehmen. Die sollten sich nicht stören. Die 104,2 wird ja auch zum Beispiel in Witten wieder benutzt und die 91,5 auch wieder in Hattingen.


Darum geht es nicht.
Vielleicht ist die 106,0 in Düsseldorf nutzbar. Aber steht die Frequenz dem Land NRW zur Verfügung ? Das ist die Frage.Ich schätze BFBS hat die Hand drauf.
Wurde den Briten beim Frequenztausch 2010 nicht auch angeboten die 106,0 in Düsseldorf in Betrieb zu nehmen ?
Genau weiß ich es nicht mehr(?)...aber das wäre eine Erklärung warum die 106,0 zur Zeit in Düsseldorf nicht neu vergeben werden kann.Man kann jetzt viel spekulieren.
In übrigen soll es ja einige Frequenzen geben,die zur Zeit noch im Koordinierungsverfahren sind und demnächst dem Land NRW zur Verfügung gestellt werden.
Vielleicht ist die 106,0 Düsseldorf ja dabei .

von Skeletor - am 06.03.2015 06:37
Auf der Tagesordnung der Medienkommission der LfM NRW unter Punkt 8 steht für Freitag, 19. Juni 2015 um 14:00 Uhr, folgendes:

Entscheidung über die Verwendung der Übertragungskapazität UKW 91,5 MHz (in Düsseldorf)

Dabei sind gemäß dem Landesmediengesetz (LMG) folgende Rangfolgen zu beachten:
§ 14
Grundsätze
(1) Die LfM entscheidet über die Verwendung der ihr zur Verfügung stehenden Übertragungskapazitäten
entsprechend den Zielen des § 2. Hierbei nimmt sie folgende Priorisierung vor:
1. Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit lokalem Hörfunk im Sinne
des § 54 Absatz 2;
2. Versorgung mit einem analogen landesweiten Hörfunkprogramm;
3. Versorgung mit Sendungen in Hochschulen (§ 40d);
4. Versorgung mit Rundfunkprogrammen unter Berücksichtigung landesweiter, regionaler
und lokaler Belange...

Ergo: Die Medienkommission kann es für Antenne Düsseldorf oder Metropol FM ausschreiben, ein Hochschulradio gibt es ja bereits. Metropol FM hat keine Frequenz in Düsseldorf als landesweiter Anbieter und das Lokalradio wollte bestimmt mit dem Test vom Pressehaus eine "Versorgungslücke" schließen. Oder wird die Funzel eine freie Ausschreibung für Domradio (Erzbistum Köln) oder CityRadio Düsseldorf (Radiogroup) oder wer da sonst so senden will? Spannend, wenn es im öffentlichen Teil ist...

von saarlorlux - am 10.06.2015 14:02
Da die Koordinierung für den Test zeitlich begrenzt war, ist sie natürlich nur intern. Eine Zuteilung an Antenne Düsseldorf bedeutet ganz klar das hier eine mögliche, weitere Frequenz für Düsseldorf, anderen Anbietern entzogen wird! Da der Hauptsenderstandort für die 104,2 MHz von der Sohnstraße verlagert werden muss ist eine Umkoordinierung der Frequenz nötig. Das Telekom Gebäude an der Sohnstrasse wird abgerissen bzw. tlw sogar gesprengt. Die nötige Verlagerung macht eine neue Koordinierung der Frequenz 104,2 MHz nötig. Dabei hätte man dann eine bessere Versorgung des westlichen Stadtgebietes einplanen können, wenn man denn gewollt hätte. Gerüchte besagen sogar das auch das tatsächlich bis jetzt(!) schlechter versorgte Gebiet von Düsseldorf-Hubbelrath besser erreicht werden soll. Mit z.B. der 93,3 MHz. Außer einem Golfplatz gibt es dort zwar kaum Einwohner, aber...... Da auch die 104,3 MHz für BFBS nicht mehr in Betrieb ist, die eine verringerte Abstrahlung in Richtung Westen zur Folge hatte, wäre nach einer Absprache mit den Engländern, wie sie bei der 96,5 MHz erfolgt ist, auch eine volle Leistungsabstrahlung in Richtung Westen möglich.

von Der Chef - am 11.06.2015 16:10
Die 91,5 war Ende 2013 von der BNetzA für den geplanten zweiten Lokalsender in Düsseldorf benannt worden, genau wie ein Jahr zuvor die 93,3 MHz.

Die 93,3 hatte die LfM für die damals noch in Planung befindliche landesweite Kette einkassiert, obwohl es für die Kette zu dem Zeitpunkt noch keine gesetzliche Grundlage gab. Die BNetzA fand sodann die 91,5 MHz für den zweiten Lokalsender in Düsseldorf.

Also "erinnerte" sich die LfM an die Versorgungslücke von Antenne Düsseldorf und bot dem Sender die Frequenz an. Es wurde dann gemessen, ob die Frequenz überhaupt für die Lücke von Antenne Düsseldorf geeignet ist. Das Ergebnis: Ja, wenn auch nicht so dolle. Aber um die Frequenz für das geplante zweite Düsseldorfer Lokalradio zu killen, reicht's allemal.

Laut LfM besteht die Versorgungslücke von Antenne Düsseldorf schon seit vielen Jahren. Stellt sich mir die Frage: Wenn doch der bestehende Lokalfunk (also hier Antenne Düsseldorf) Vorrang hat (und auch im alten Gesetz hatte), warum ist dann dafür nicht die 93,3 MHz verwendet worden? Oder die 92,6 MHz, die ebenfalls im Zuge der Planungen für die landesweite Kette für das Düsseldorfer Gebiet begutachtet wurde?

von felix h. - am 11.06.2015 22:40
Spannend wird es, wenn noch mehr Frequenzen gefunden werden. Warum man hier in einer Radioarmut lebt, werde ich nie verstehen. Als ich quer durch Russland unterwegs war, gab es in jedem größeren Dorf mehr verschiedene Radiosender als hier in NRW. Selbst in China sind verschiedene Radiosender von 10+ üblich. So eine Mehrfachversorgung wie in NRW gibt es in keinem dieser Länder, allerdings auch nicht die großen Reichweiten. Warum Antenne Düsseldorf so viel Geld ausgibt, um eine zusätzliche Frequenz in Betrieb zu nehmen, ist mir nicht klar, denn viele Hörer kann man mit dieser Frequenz nicht erreichen. Ist ähnlich wie bei Radio Essen, wo man in vielen Gebieten eine Überlappung hat, obwohl eine 2. Frequenz für den Norden gerechtfertigt ist. Nur hätte man von Bottrop aus senden müssen (wie die 98,7)

von pfennigfuchser - am 02.07.2015 06:33
Ihr wollt immer ernstgenommen werden. Dann schaut doch mal ins Gesetz. Das Gesetz wird nicht von der LfM NRW geschrieben, sondern von Menschen die Ihr gewählt habt. Seid Ihr nicht zur Wahlurne gegangen, dann ist das Eure Schuld. Andere freuen sich, dass ihre Stimme aufgewertet wurde. Wenn der Lokalfunk eine zu geringe Feldstärke in einer Straße nachweisen kann, dann wird an der nächsten Straßenlampe ein Füllsender aufgestellt. Das schreibt das Gesetz vor:

Landesmediengesetz Nordrhein-Westfalen (LMG NRW)
in Kraft getreten am 23.01.2015

Abschnitt 3
Übertragungskapazitäten
Unterabschnitt 1: Zuordnung
§ 14 Grundsätze
(1) Die LfM entscheidet über die Verwendung der ihr zur Verfügung stehenden Übertragungskapazitäten entsprechend den Zielen des § 2. Hierbei nimmt sie folgende
Priorisierung vor:
1. Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit lokalem Hörfunk im Sinne des § 54 Absatz 2;
2. Versorgung mit einem analogen landesweiten Hörfunkprogramm;
3. Versorgung mit Sendungen in Hochschulen (§ 40d);
4. Versorgung mit Rundfunkprogrammen unter Berücksichtigung landesweiter, regionaler und lokaler Belange;
5. Versorgung mit vergleichbaren Telemedien.

Wo sind die Kandidaten geblieben, die über DAB+ in NRW senden wollten? Wir sprechen von einer Frequenz, die in ausreichender Qualität einen Stadtteil abdeckt, wie viele Hörer werden erreicht? Über DAB+ werden vielleicht 12 bis 14 Millionen erreicht. Schon ein 1% ist da mehr als die D-dorfer Frequenz erreicht.

Wäre es nicht die Antenne Düsseldorf, dann wäre es MetropolFM.
Wäre es nicht MetropolFM, dann wäre es das UniRadio.
An vierter Stelle kommt erst ein anderes Programm. Das wäre dann wahrscheinlich Domradio.

von Seltener Besucher - am 08.07.2015 00:01
Zitat
Seltener Besucher
(1) Die LfM entscheidet über die Verwendung der ihr zur Verfügung stehenden Übertragungskapazitäten entsprechend den Zielen des § 2. Hierbei nimmt sie folgende
Priorisierung vor:
1. Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit lokalem Hörfunk im Sinne des § 54 Absatz 2;


Komisch, dass man 25 Jahre lang kein Interesse daran gezeigt hat, eine Versorgungslücke zu schließen, und als plötzlich ein zweiter Lokalsender, sprich: ein Lokalradio mit einer VG+BG, Übertragungskapazitäten haben wollte, wird nun behauptet, es gäbe eine mangelhafte Versorgung einiger Stadtteile.
Sorry, aber wer da nicht erkennt, wo der Hase läuft, der muss wohl Scheuklappen vor den Augen haben.

von Wellenjaeger - am 08.07.2015 09:14
Können wir bei Fakten bleiben?
Antenne Düsseldorf startete auf 104,2 MHz mit 300 Watt.
1997 waren es schon 1 kW und die LfM errechnete damals:

Versorgung (stationär), bezogen auf :

  • Bevölkerung 83%
  • Fläche 65%

Versorgung (portabel / mobil), bezogen auf :

  • Bevölkerung 42%
  • Fläche 26%

Versorgungsunterschied (zwischen stationär und portabel / mobil), bezogen auf :

  • Bevölkerung 41%
  • Fläche 39%


Heute sendet Antenne Düsseldorf mit 2 kW. Der Sender hat die Versorgung stets optimiert.
Im Vergleich zu Antenne Düsseldorf hat Radio 91,2 in Dortmund 100 % Versorgung stationär und mobil.

von Seltener Besucher - am 08.07.2015 10:05
Zitat
Seltener Besucher
Ihr wollt immer ernstgenommen werden. Dann schaut doch mal ins Gesetz. [...] Können wir bei Fakten bleiben?


Ich gehe davon aus, daß die meisten der Diskutanten hier das LMG kennen, auf jeden Fall den § 14, der übrigens erst seit August 2014 so gilt, wie Du ihn zitiert hast.

Ich beschränke mich lieber auf die Fakten, die nicht per Definition zurechtgebogen wurden (Versorgung). Die Definition "Bedingt versorgt" ist doch vollkommen absurd und mag vielleicht für die Kanalisation gelten. Ich kann Antenne Düsseldorf überall einwandfrei empfangen. Im betroffenen Stadtteil (Heerdt) direkt an der Stadtgrenze kann ich den Sender in einer Souterrainwohnung mit einem Radiowecker mit Wurfantenne vollkommen störungsfrei empfangen. Die bedingt versorgten Gebiete hat die LfM in der Grafik als "nicht versorgt" dargestellt. Von den Kommissionsmitgliedern hinterfragt das keiner. So funktioniert unsere Demokratie.





Im Übrigen ist immer noch meine Frage unbeantwortet, warum denn wohl für die Versorgungslücke von Antenne Düsseldorf vor zwei Jahren nicht die gefundene 93,3 MHz verwendet wurde. Damals nämlich gab es die angebliche Versorgungslücke auch schon, und auch damals sah der Vorrangparagraph des LMG den Lokalfunk an erster Stelle. Der landesweite Hörfunk aber, für den die Frequenz kassiert wurde, war noch nicht aufgeführt.

.

von felix h. - am 08.07.2015 11:34
Zitat
felix h.
Ich gehe davon aus, daß die meisten der Diskutanten hier das LMG kennen, auf jeden Fall den § 14, der übrigens erst seit August 2014 so gilt, wie Du ihn zitiert hast.

Es spielt keine Rolle seit wann, denn die Frequenz wir nach den geltenden Recht vergeben. Vorher hätte noch der WDR oder die D-Radios eine Unterversorgung anmelden können.

Zitat
felix h.
Ich kann Antenne Düsseldorf überall einwandfrei empfangen. Im betroffenen Stadtteil (Heerdt) direkt an der Stadtgrenze kann ich den Sender in einer Souterrainwohnung mit einem Radiowecker mit Wurfantenne vollkommen störungsfrei empfangen.

Das gilt auch für alle deine Nachbarn? Das hast Du überprüft?

Zitat
felix h.
Die bedingt versorgten Gebiete hat die LfM in der Grafik als "nicht versorgt" dargestellt. Von den Kommissionsmitgliedern hinterfragt das keiner. So funktioniert unsere Demokratie.

Warum soll sie das hinterfragen? Der Gesetzgeber hat klar die Prioritäten gesetzt.

Zitat
felix h.
Im Übrigen ist immer noch meine Frage unbeantwortet, warum denn wohl für die Versorgungslücke von Antenne Düsseldorf vor zwei Jahren nicht die gefundene 93,3 MHz verwendet wurde.

Dann geht diese wohl an Metropol FM.

Zitat
felix h.
Damals nämlich gab es die angebliche Versorgungslücke auch schon, und auch damals sah der Vorrangparagraph des LMG den Lokalfunk an erster Stelle. Der landesweite Hörfunk aber, für den die Frequenz kassiert wurde, war noch nicht aufgeführt.

Das bedeutet nicht, dass Antenne Düsseldorf keinen Anspruch angemeldet hat.

Bevor ein neues 2. Lokalradio startet, werden andere bevorzugt. Das steht im Gesetz! Es gab in NRW mehrfach die Chance ein eigenes Lokalradio zu starten und sich als verlässiger Partner zu beweisen. Wo waren die Kandidaten da?

von Seltener Besucher - am 08.07.2015 12:25
Zitat
felix h.
Im Ürigen ist immer noch meine Frage unbeantwortet, warum denn wohl für die Versorgungslücke von Antenne Düsseldorf vor zwei Jahren nicht die gefundene 93,3 MHz verwendet wurde. Damals nämlich gab es die angebliche Versorgungslücke auch schon, und auch damals sah der Vorrangparagraph des LMG den Lokalfunk an erster Stelle. Der landesweite Hörfunk aber, für den die Frequenz kassiert wurde, war noch nicht aufgeführt.


Gute Frage! :spos:

Zumal selbst nach den jüngsten Änderungen im LMG der Lokalfunk bei der Frequenzvergabe gegenüber einer landesweiten Kette bevorzugt zu behandeln ist.
Demnach müsste bis heute die 93,3 an Antenne Düsseldorf gehen.

Eigentlich hätte sogar viel früher, nämlich unmittelbar nachdem bekannt wurde, dass Deutschlandradio Kultur die 106,0 aufgeben wird, Antenne Düsseldorf einen Bedarf für die 106,0 anmelden müssen.

Zitat
Seltener Besucher
Das ist doch Blödsinn. Es will keiner nach NRW hin. Es gab Lokalradios die einen neuen Betreiber gesucht haben. Wo waren da die potentiellen Betreiber?


Stimmt nicht! Es gibt bereits seit ein paar Jahren in der Landeshauptstadt eine VG für einen zweiten Lokalsender, eine BG ist ebenfalls vorhanden.
Das Problem liegt vielmehr darin, dass alle verfügbaren Frequenzen, namentlich die 93,3 und nun die 91,5, anderweitig "verbraten" wurden.

von Wellenjaeger - am 08.07.2015 12:36
Zitat
Seltener Besucher
Es spielt keine Rolle seit wann, denn die Frequenz wir nach den geltenden Recht vergeben.


Oh, doch! Es kommt sehr wohl darauf an, welches Recht zum Zeitpunkt einer Entscheidung gilt. 2013, als die 93,3 dem geplanten landesweiten Hörfunk zugeschlagen wurde, sah das Gesetz noch gar keinen Vorrang hierfür vor.

Ich stelle übrigens das Gesetz nicht in Frage, zumindest nicht hier. Mein Vorwurf ist, daß das Gesetz durch die Verwaltung passend gemacht wird. Die Bedingungen werden also nachträglich angepaßt, damit man sich hinterher scheinheilig auf das Gesetz berufen kann.

Zitat
Seltener Besucher
Vorher hätte noch der WDR oder die D-Radios eine Unterversorgung anmelden können.


Haben sie aber nicht.

Zitat
Seltener Besucher
Das gilt auch für alle deine Nachbarn? Das hast Du überprüft?


Ja! Ich habe allerdings darauf verzichtet, alle Einwohner zu fragen. Kannst Du einen benennen, der keinen Empfang hat?

Zitat
Seltener Besucher
Warum soll sie das hinterfragen? Der Gesetzgeber hat klar die Prioritäten gesetzt.


Na, ich würde mich schon getäuscht fühlen, wenn ich als Kommissionsmitglied eine Entscheidung u.a. auf der Grundlage einer Grafik treffen müßte, die Gebiete als unversorgt darstellt, die gar nicht unversorgt sind.

Zitat
Seltener Besucher
Dann geht diese wohl an Metropol FM.


Sag' ich doch. Und für einen Vorrang zugunsten der landesweiten Kette gab es eben zum Zeitpunkt der Entscheidung über die 93,3 gar keine gesetzliche Grundlage.

Zitat
Seltener Besucher
Das bedeutet nicht, dass Antenne Düsseldorf keinen Anspruch angemeldet hat.


Eben! Aber egal, ob Antenne angemeldet hat oder nicht, die 93,3 hätte nach dem damalig geltenden Recht an Antenne Düsseldorf gehen müssen. Unabhängig von der rechtlichen Betrachtung wirft es schon ein bezeichnendes Licht auf die Verstrickungen zwischen Regierung und Betreibern, daß die LfM Antenne Düsseldorf zum Jagen getragen hat.

Zitat
Seltener Besucher
Das ist doch Blödsinn. Es will keiner nach NRW hin. Es gab Lokalradios die einen neuen Betreiber gesucht haben. Wo waren da die potentiellen Betreiber?


Was meinst Du? Olpe? Heinsberg? Jetzt muß ich sagen: Schau' ins Gesetz! Für Gebiete ohne Lokalradio gilt das Verlegerprivileg.

von felix h. - am 08.07.2015 13:17
Da wird einfach alles so zurechtgebogen, dass es irgendwelchen Leuten passt, die alles im Sinn haben, nur nicht das Wohl des Volkes. Genau so wird Recht zum Unrecht. Man nennt das auch Rechtsbeugung. Und genau DIE werfe ich hier den verantwortlichen Stellen (welche das auch immer sein mögen) vor. Es kann ja nicht sein, dass ein bestehender Platzhirsch erst zugreift, wenn ein möglicher Konkurrent eine Frequenz in den Ring wirft. So etwas ist nur eins: Hochgradig schäbig! In einer Martktwirtschaft ist man erfolgreich mit einem guten Produkt und nicht mit unlauteren Mitteln der Konkurrenzverhinderung!
Im Übrigen kann Rundfunk nur vernünftig funktionieren, wenn sich die Politik komplett aus ihm heraushält. Da wird diesen Zustand in Deutschland LEIDER nicht haben, kann Rundfunk hier seine eigentlichen Aufgaben auch nicht wahrnehmen, nämlich die Politik seinerseits zu kontrollieren und kritisch zu begleiten.

Völlig absurd ist eine Regelung, die der lokalen Presse bei der Vergabe von Rundfunkfrequenzen quasi ein "Vorkaufsrecht" einräumt, wie es im nordrheinwestfälischen Lokalfunkmodell der Fall ist. So etwas sind staatlich geschützte und geförderte Kartelle. Dieser ganze Schmuh gehört längst vor ein unabhängiges, europäisches Gericht. Man sollte den dafür Verantwortlichen diese ganze Chose dermaßen um die Löffel hauen, dass es richtig rappelt!

von Peter Schwarz - am 08.07.2015 17:15
@Peter Schwarz, @Wellenjäger: Volle Zustimmung!

Genau solche Machenschaften führen zur Entpolitisierung und Entdemokratisierung des Volkes und zu Staatsverdrossenheit. Deswegen kommt es nicht gleich zum "Rappeln" - schon gar nicht in Deutschland - aber zu einer Verweigerungshaltung. Viele Bürger nehmen nicht mehr an demokratischen Prozessen teil, fühlen sich ohnmächtig gegenüber der Staatsmacht und gehen nicht mehr wählen. Ich halte das für weitaus gefährlicher als brennende Autoreifen. Die Menschen verweigern sich nicht aus Wahlmüdigkeit oder politischem Desinteresse. Das hat etwas mit verlorenem Vertrauen zu tun. Und Vertrauen läßt sich auch mit staatlichem Gewaltmonopol nicht erzwingen.

Ein Handeln der Volksvertreter gegen die Interessen des Volkes wäre an sich nicht unbedingt gleich ein Grund zur Wahlenthaltung. Andererseits: Wenn ein Politiker sich dann noch vor die Kameras stellt und damit kokettiert, daß er ja schließlich das Mandat des Volkes habe, kommt mir unweigerlich in den Sinn, daß der Politiker mich da gerade zu seinem Komplizen gemacht hat. Das erzeugt Frust. Soweit der emotionale Aspekt.

Sachlich gesehen ist das Sytem von Verwaltungsentscheidungen und Gesetzen so ausgeklügelt, daß am Ende immer "geltendes Recht" angeführt werden kann. Die Entscheider argumentieren mit Gesezen, die sie selbst gemacht haben, von der Verwaltung und von Ausschüssen nach ideologischen Vorgaben erarbeitet. Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, daß ein großer Teil der Landtagstagsabgeordneten bei der Novellierung des LMG gar nicht genau gewußt hat, worüber er da abstimmt. Nur soviel, daß da ein landesweites Radio kommen soll. Klingt doch zunächst mal gut. Als sie dann gemerkt haben, daß kein landesweites "Radio Nordrhein-Westfalen" dabei herauskommt, haben sie dumm aus der Wäsche geguckt.

Zitat
sup2
Hat diese VG/BG eine einflußreiche Zeitung an Bord ?


Nein, haben sie nicht. Aber was bitte hat Zeitung mit Radio zu tun?

von felix h. - am 08.07.2015 20:40
Zitat
felix h.
Sachlich gesehen ist das Sytem von Verwaltungsentscheidungen und Gesetzen so ausgeklügelt, daß am Ende immer "geltendes Recht" angeführt werden kann. Die Entscheider argumentieren mit Gesezen, die sie selbst gemacht haben, von der Verwaltung und von Ausschüssen nach ideologischen Vorgaben erarbeitet. Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, daß ein großer Teil der Landtagstagsabgeordneten bei der Novellierung des LMG gar nicht genau gewußt hat, worüber er da abstimmt. Nur soviel, daß da ein landesweites Radio kommen soll. Klingt doch zunächst mal gut. Als sie dann gemerkt haben, daß kein landesweites "Radio Nordrhein-Westfalen" dabei herauskommt, haben sie dumm aus der Wäsche geguckt.


Wow, eine Wohlstandsgesellschaft entkoppelt sich von der Demokratie, weil ein anderes Kind mit den Förmchen spielen darf. Wenn es in Deutschland keine anderen Probleme gibt, dann lass und noch 20 Seiten füllen mit den Ansichten wie schlecht das politische System ist. Vielleicht liegt es nur an der falschen Vorstellung wie es tatsächlich ist. Die falsche – idealisierte – Vorstellung führt zur Enttäuschung. Wer nichts erwartet oder das System kennt, kann nicht enttäuscht werden.

Zuerst wurde hier auf die LfM NRW eingehauen, zwischendurch auf die Medienkommission und jetzt auf den Gesetzgeber. Warum heißen Gruppierungen Parteien? Partei von franz. Partir (teilen) und pars (Teil). Parteien schützen die Interessen eines Teils der Gesellschaft. Ich kenne keine Partei, die in ihrem Programm die Einführung eins zweiten Lokalradios fordert. Es gab auch keinen Verband, der ein zweites Lokalradio in den Metropolen des Landes während der Anhörung des LMG NRW forderte.

Die Menschen gehen nicht wählen, weil sie kein zweites Lokalradio in der Landeshauptstadt erhalten? Ich bitte dich. Wenn den Menschen etwas nicht passt, z.B. Parkplatzsituation oder Tempolimit in ihrer Straße, dann werden sie schnell fündig und tauchen in den Ausschüssen oder plötzlich auf dem Wahlzettel auf. Erzähl mir keine Märchen! Da kenn ich ausreichend Beispiele.

Das was Du hier beschreibst ist kein demokratisches, sondern Verhalten eines Kindergartenkindes, das sein Lieblingsspielzeug nicht erhalten hat.

Wenn das Volk an mehr Vielfalt interessiert wäre, dann würden die Menschen Internetradioempfänger kaufen oder wer technisch weniger versiert ist, würde DAB+-Empfänger kaufen. Die Menschen kaufen sich trotz einer Aufklärung neue Stereoanlagen ohne Internet und DAB+. Sie kaufen sich neue Autos ohne DAB+-Empfänger. Dann klagen sie, dass zu wenig dt. Musik auf WDR 4 gespielt wird, statt auf Schalgerparadiese umzusteigen.

Die Verwaltung hat Gesetze auszuführen. Wer andere Gesetzte will, muss die Politik beeinflussen.

Die Politiker jetzt für Dumm hinzustellen, gleich alle in einen Sack zu packen und gemeinsam zu verurteilen, finde ich unverschämt und überheblich. Warst Du bei einer der Anhörungen zum LMG NRW oder im Ausschuss für Kultur und Medien dabei? Hast Du mit den Politikern gesprochen? Ich teile deinen Eindruck nicht und fand die Politiker unterschiedlicher Parteien sehr kompetent. Ich teile nicht ihre Meinung, kann die Argumente verstehen.

Wen nennest Du „die Verwaltung“?

Zitat
Wellenjaeger
Eine Allianz aus Presse und Politik ist schädlich für die Demokratie, da sie die unabhängige Meinungsbildung der Bürger behindert.
Die Presse muss eine kritische Haltung gegenüber den politischen Entscheidungsträgern einnehmen, das ist ihre genuine Aufgabe. Wenn letztere dem Streben nach möglichst hohen Umsätzen für die eigenen Erzeugnisse geopfert wird, ist dies hochproblematisch, weil sie dadurch ihr kritisches Potential verliert; m.a.W.: Dann kann man auch gleich die Prawda lesen.


Hilfe, die PEGIDA ist auch hier angekommen. Wer ist die Presse? Früher gab es eine Zeitung des kleinen Mannes. Sein Boss hatte ein anderes Verlautbarungsorgan. Alle Zeitungen haben nur für ihre Zielgruppe geschrieben. Heute kaufen einige Zielgruppen keine Zeitung und finden sich in dieser nur lächelnd auf dem Foto wieder, wenn sie ihren Kommentar in der Fußgängerzone zu etwas abgeben dürfen, wovon sie keinen blassen Schimmer haben. Die Zeitungen haben sich nur ihren Lesern angepasst, schauen wer die Zeitung kauft und schreiben entsprechend. Es sind keine jungen Menschen, weil sie kein Abo haben. Es sind keine arme Menschen, weil sie sich mit dem Anzeigeblatt begnügen. Es sind wohlsituierte Entscheider und Rentner. Die Rolle der Zeitung ist zuerst die Berichterstattung. Kritische Haltung/Meinung gehört in den Kommentar. Im Artikel sollten beide Seiten Pro und Contra zu Wort kommen. Heute passiert es zunehmend, dass an einem Tag eine Meinung präsentiert wird. Dann liest es die Gegenseite und meldet sich zu Wort. Das liegt vielfach an der Geschwindigkeit, die zugenommen hat. Das liegt aber auch daran, dass die Gegenseite gar nicht erreichbar ist oder sich noch nicht positioniert hat. Zeitungen sind vor allem Wirtschaftsunternehmen, die ihre Interessen verfolgen. Schon mal DDVG gegooglet?
Kritik können Blogger veröffentlichen, dafür braucht man die Zeitung nicht mehr. Doch wo sind die kritischen Blogger? Sie schreiben häufig polarisierend, weil es mehr Klicks bringt, wenn sich die Menschen über ein Thema aufregen.

Zitat
Peter Schwarz
Da wird einfach alles so zurechtgebogen, dass es irgendwelchen Leuten passt, die alles im Sinn haben, nur nicht das Wohl des Volkes. Genau so wird Recht zum Unrecht. Man nennt das auch Rechtsbeugung. Und genau DIE werfe ich hier den verantwortlichen Stellen (welche das auch immer sein mögen) vor. Es kann ja nicht sein, dass ein bestehender Platzhirsch erst zugreift, wenn ein möglicher Konkurrent eine Frequenz in den Ring wirft. So etwas ist nur eins: Hochgradig schäbig! In einer Martktwirtschaft ist man erfolgreich mit einem guten Produkt und nicht mit unlauteren Mitteln der Konkurrenzverhinderung!


Bei Video-Aufzeichnungssystem hat nie das bessere Produkt gesiegt. Die Pornoindustrie entschied sich immer für ein System und das gewann den Wettbewerb um die Käufer. Wer an die LfM herantritt und eine Frequenz vorschlägt, der weiß doch genau, wie das Verfahren abläuft. Das bessere Produkt hat das bestehende Lokalradio, weil es schon etwas vorzuweisen hat. Welches Produkt hat der Möchtegern-Anbieter? Ich gebe „Lokalradio Düsseldorf“ in Google ein und außer einem Zeitungsartikel finde ich nichts. Es gibt z.B. detektor.fm, die seit Jahren senden. Man kann doch im Internet seine Stärke ausspielen. Ich finde nicht einmal eine Homepage.

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felix h.
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Seltener Besucher
Es spielt keine Rolle seit wann, denn die Frequenz wir nach den geltenden Recht vergeben.

Oh, doch! Es kommt sehr wohl darauf an, welches Recht zum Zeitpunkt einer Entscheidung gilt. 2013, als die 93,3 dem geplanten landesweiten Hörfunk zugeschlagen wurde, sah das Gesetz noch gar keinen Vorrang hierfür vor.

Könntest Du bitte einen Link hier einfügen, wo ich Entscheidung diese Frequenz jemanden zuzuweisen nachlesen kann?
Es gilt nicht das Gesetz zum Zeitpunkt der Entscheidung, sondern das Gesetz zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ausschreibung.

Zitat
felix h.
Mein Vorwurf ist, daß das Gesetz durch die Verwaltung passend gemacht wird.

Wer ist die Verwaltung?

Zitat
felix h.
Die Bedingungen werden also nachträglich angepaßt, damit man sich hinterher scheinheilig auf das Gesetz berufen kann.

Kannst Du es belegen? Welches Gesetz und welche nachträgliche Anpassung?


Zitat
felix h.
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Seltener Besucher
Das gilt auch für alle deine Nachbarn? Das hast Du überprüft?

Ja! Ich habe allerdings darauf verzichtet, alle Einwohner zu fragen. Kannst Du einen benennen, der keinen Empfang hat?

Wie kommst Du darauf, dass deine Meinung stellvertretend für alle ist?


Zitat
felix h.
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Seltener Besucher
Warum soll sie das hinterfragen? Der Gesetzgeber hat klar die Prioritäten gesetzt.

Na, ich würde mich schon getäuscht fühlen, wenn ich als Kommissionsmitglied eine Entscheidung u.a. auf der Grundlage einer Grafik treffen müßte, die Gebiete als unversorgt darstellt, die gar nicht unversorgt sind.

Wenn Du beweisen kannst, dass das Gebiet versorgt ist, dann schreibe bitte alle Mitglieder des Ausschusses an und erbringe den Beweis. Die Namen und Institutionen sind öffentlich. Man kann sie alle im Internet finden.

Zitat
felix h.
Zitat
Seltener Besucher
Dann geht diese wohl an Metropol FM.

Sag' ich doch. Und für einen Vorrang zugunsten der landesweiten Kette gab es eben zum Zeitpunkt der Entscheidung über die 93,3 gar keine gesetzliche Grundlage.

Nur der Beweis für die Vergabe an Metropol FM fehlt.

Zitat
felix h.
Zitat
Seltener Besucher
Das bedeutet nicht, dass Antenne Düsseldorf keinen Anspruch angemeldet hat.

Eben! Aber egal, ob Antenne angemeldet hat oder nicht, die 93,3 hätte nach dem damalig geltenden Recht an Antenne Düsseldorf gehen müssen. Unabhängig von der rechtlichen Betrachtung wirft es schon ein bezeichnendes Licht auf die Verstrickungen zwischen Regierung und Betreibern, daß die LfM Antenne Düsseldorf zum Jagen getragen hat.

Eins verstehe ich nicht. Warum liefert der Betreiber des zweiten Lokalradios nicht noch mehr Frequenz-Vorschläge? Im mehr Sender Antenne Düsseldorf aufbaut, um so weniger rentabel wird das Programm? Noch fünf Sender für Antenne Düsseldorf und die werden von Kosten erdrückt. So schaltet man den Wettbewerber aus.


Zitat
felix h.
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Seltener Besucher
Das ist doch Blödsinn. Es will keiner nach NRW hin. Es gab Lokalradios die einen neuen Betreiber gesucht haben. Wo waren da die potentiellen Betreiber?

Was meinst Du? Olpe? Heinsberg? Jetzt muß ich sagen: Schau' ins Gesetz! Für Gebiete ohne Lokalradio gilt das Verlegerprivileg.

Ich meine Gebiete, wo der Verleger auf sein Privileg verzichtete. Ich werde keine Namen nennen, es ist nicht nur eins gewesen.

von Seltener Besucher - am 09.07.2015 00:11
@Seltener Besucher: Wie ich sehe, versuchst Du mit allen möglichen Argumenten die bestehenden Zustände zu verteidigen.
Sei's drum. Das ist Deine Meinung, die ich respektiere, auch wenn ich es selbst anders sehe.

Es ist erstaunlich, dass es in diesem Forum nicht wenige gibt, die den Medienfilz in Nordrhein-Westfalen gut finden und offen verteidigen.
Die einzige Erklärung, die ich dafür habe, liegt darin, dass die betreffenden Personen davon profitieren oder sich insgeheim solche Bedingungen auch in ihren Bundesländern wünschen würden.

Wenn ich bei einem Lokalsender in NRW beschäftigt wäre, würde ich vermutlich genau das gleiche tun.
Ich meine, wer möchte das nicht: Gesetzlich garantierte Tariflöhne, nicht viel Stress am Arbeitsplatz... davon können viele heutzutage nur träumen.
Das einzig Positive, das ich der hiesigen Rundfunklandschaft abgewinnen kann, sind die positiven Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter.
Alles andere dagegen ist totaler Käse.

Ich bin gespannt, wie lange das noch gutgehen wird: Immer mehr Locals geht es heute dreckig.
Nicht mehr allzu lange und die Verleger werden die Hörfunksparte statt als sprudelnde Einnahmequelle nur noch als einen Klotz am Bein empfinden, mit der Folge, dass einzelne Programme zusammengelegt werden.
Nur 1 bis 3 Ketten pro Bundesland zu betreiben, bei denen auch noch unterschiedliche Hörergruppen erreicht werden, ist viel kosteneffizienter als 45 Stationen auf Low-Power-Frequenzen, die alle das Gleiche dudeln.
Die Kokurrenzanbieter, die es in anderen Bundesländern gibt, können den großen Verlegerketten nicht viel vom Werbekuchen strittig machen. In ökonomischer Hinsicht sind die Verleger dort in einer besseren Lage.

von Wellenjaeger - am 09.07.2015 10:34
Zitat
Seltener Besucher
Die Menschen gehen nicht wählen, weil sie kein zweites Lokalradio in der Landeshauptstadt erhalten? Ich bitte dich.


Das habe ich nicht gesagt. Du hast das Thema "Wahlenthaltung" zuerst angesprochen. Ich denke, daß Deine Polemik hier nicht zielführend ist.

Zitat
Seltener Besucher
Ich kenne keine Partei, die in ihrem Programm die Einführung eins zweiten Lokalradios fordert. Es gab auch keinen Verband, der ein zweites Lokalradio in den Metropolen des Landes während der Anhörung des LMG NRW forderte.


Verstehe ich Dich richtig, daß es nach Deiner Meinung keinen Bedarf an mehr Radios geben kann, weil es bisher noch keine Partei oder kein Verband gefordert hat?

Zitat
Seltener Besucher
Es gilt nicht das Gesetz zum Zeitpunkt der Entscheidung, sondern das Gesetz zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ausschreibung.


Sieht Du? Genau das meine ich. Wieder so eine Perfidie, die politikverdrossen macht. "Wir haben die Frequenz ja gar nicht an die landesweite Kette vergeben, wir halten sie nur so lang fest (inzwischen zwei Jahre), bis sich die Bedingungen so geändert haben, daß wir an die Kette vergeben können." Du kannst es drehen und wenden, wie Du willst: Die 93,3 hätte an Antenne Düsseldorf gehen müssen.

Zitat
Seltener Besucher
Wie kommst Du darauf, dass deine Meinung stellvertretend für alle ist?


Nicht Meinung. Empirie. Ich habe noch keine Stelle in Heerdt gefunden, wo Antenne Düsseldorf nicht empfangbar wäre.

Zitat
Seltener Besucher
Warst Du bei einer der Anhörungen zum LMG NRW oder im Ausschuss für Kultur und Medien dabei?


Ja.

Zitat
Seltener Besucher
Hast Du mit den Politikern gesprochen?


Ja.

Zitat
Seltener Besucher
Die Politiker jetzt für Dumm hinzustellen [...]


Sie sind nicht dumm. Eher nicht sorgfältig genug, was man bei der Komplexität der einzelnen Themen ein wenig verstehen kann. Das hat sich auch auf der von Dir angesprochenen Medienausschußsitzung gezeigt. Wirklich gut informiert waren da eigentlich nur die Gastredner.

Zitat
Seltener Besucher
Wenn Du beweisen kannst, dass das Gebiet versorgt ist, dann schreibe bitte alle Mitglieder des Ausschusses an und erbringe den Beweis.


Das ist also das System? Ich muß die Medienkommissionsmitglieder informieren? Ich muß mit nicht verhandenen Mitteln Beweise und die zutreffenden Informationen liefern, die die vom Volk beauftragte und mit Mitteln ausgestattete Verwaltung (hier: LfM) hätte liefern müssen?

Zitat
Seltener Besucher
Warum liefert der Betreiber des zweiten Lokalradios nicht noch mehr Frequenz-Vorschläge? Im mehr Sender Antenne Düsseldorf aufbaut, um so weniger rentabel wird das Programm? Noch fünf Sender für Antenne Düsseldorf und die werden von Kosten erdrückt.


Das mußt Du den Betreiber fragen. Da aber die 91,5 MHz bereits die zweite Frequenz war, die er benannte, vermute ich mal, daß der Betreiber genau diese Taktik verfolgt und bald eine weitere Frequenz folgt. Dieses Mal kann die PFD den Transmitter für die 91,5 vielleicht noch auf ihr Verwaltungsgebäude packen, beim nächsten Mal wird's schon teurer.

von felix h. - am 09.07.2015 11:30
Zitat
Wellenjaeger
@Seltener Besucher: Wie ich sehe, versuchst Du mit allen möglichen Argumenten die bestehenden Zustände zu verteidigen.
Sei's drum. Das ist Deine Meinung, die ich respektiere, auch wenn ich es selbst anders sehe.

Es heißt doch nicht, dass ich irgendwelchen Klüngel gut finde. Es werden hier Leute und Institutionen beschuldigt. Es heißt global „die Verwaltung“, wenn man nachfasst und fragt wer gemeint ist, kommen nur Allgemeinplätze. Dann heißt es „die Politiker“ hätten nicht gewusst wofür Sie im Landtag abgestimmt haben. Da muss man sich einfach mal für ein paar Stunden in die Sitzung setzen - die sind alle öffentlich - und mit den Politikern in den Pausen sprechen. Es sitzen da auch im Kreis die Lobbyisten und setzen ihre Interessen durch. Wo sind die Lobbyisten für ein zweites Lokalradio pro Verbreitungsgebiet?

Ich habe mit Menschen gesprochen, die eine neue BG für ein Lokalradio finden wollten und in ganz Deutschland Ausschau gehalten haben, denn mehrere Lokalradios haben eine Veränderung der BG erlebt. Wo sind die Sendewilligen aus Düsseldorf gewesen? Oder picken sie sich nur die Rosinen aus dem Kuchen? Heute gibt es eine Mischkalkulation bei den BGs. Klar, wenn nur noch auf Profit geachtet wird, dann sind einige Lokalradios weg vom Fenster. Nur wenn man zwei Lokalradios in einem Verbreitungsgebiet aufbaut, dann haben wir zweimal die halbe Qualität von einem. Mehr Sender heißt nicht mehr Qualität.

In NRW gibt es 8 öffentlich-rechtliche Sender auf UKW zu empfangen. In Bayern sind es nur 7 und die Versorgung mit Deutschlandradio Kultur erfolgt aus den Nachbarbundesländern und über leistungsschwache Stadtfrequenzen. Ausnahmen sind Hof 20 kW und Augsburg 15 kW. Wäre Langenberg nicht an DeutschlandRadio Kultur gegangen, dann würde die Medienlandschaft hier an Rhein und Ruhr auch anders aussehen. Mit dieser Vergabe hat die LfM NRW nichts zu tun gehabt.

Zitat
felix h.
Zitat
Seltener Besucher
Es gilt nicht das Gesetz zum Zeitpunkt der Entscheidung, sondern das Gesetz zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ausschreibung.

Sieht Du? Genau das meine ich. Wieder so eine Perfidie, die politikverdrossen macht. "Wir haben die Frequenz ja gar nicht an die landesweite Kette vergeben, wir halten sie nur so lang fest (inzwischen zwei Jahre), bis sich die Bedingungen so geändert haben, daß wir an die Kette vergeben können." Du kannst es drehen und wenden, wie Du willst: Die 93,3 hätte an Antenne Düsseldorf gehen müssen.

Die ehemaligen D-Radio-Frequenzen wurde auch länger nicht ausgeschrieben. Man kann der LfM vorwerfen, dass die freien Frequenzen nicht veröffentlicht werden. Es ist die Frage ob die Frequenz 93,3 MHz frei ist. Einen Nachweis hast Du nicht aufgeführt.

Bei D-Radio gab es bei jeder neuen Frequenz in NRW eine große Aufregung, weil jede neue Frequenz den Empfang eines vorhanden Radios unmöglich macht oder stört. Ich hätte nichts dagegen, wenn man darauf verzichten würde. Ich brauche kein neues Radio mehr auf UKW. Das ist Investition in Vergangenheit.

von Seltener Besucher - am 09.07.2015 11:38
Zu dem ganzen Filz in NRW passt ja auch,dass Dein FM Klage vor dem Verwaltungsgericht eingereicht hat um an die landesweite Kette zu kommen,
die man ja bekanntlich Metropol FM zugesprochen hat .Das wird sowieso noch spannend.
Gehen die Verleger aus einer Gerichtsentscheidung gestärkt hervor oder erhält man einen Dämpfer ?
Ich meine,die Medienkommission der LfM hat doch nach dem LMG entschieden,also was erwartet DeinFM von der Klage ? Etwa eine Neuausschreibung der UKW Funzeln ??
Das würde ja nicht zwangsläufig dazu führen,dass die Kapazitäten automatisch an DeinFM gehen.
Also was soll diese Seifenoper mit den rechtlichen Schritten ??....Soll doch Metropol FM die restlichen analogen Frequenzen in NRW nutzen.
Die Verleger wären gut beraten sich endlich mal für einen DAB+ Privatmux in NRW stark zu machen.

Ich meine natürlich nicht,dass die 91,5 bei der landesweiten Kette besser aufgehoben wäre.,dafür gibt es sicher noch bessere Kapazitäten ,eine 92,6 vielleicht ?;-)

von Skeletor - am 09.07.2015 11:41
Zitat
Skeletor
Zu dem ganzen Filz in NRW passt ja auch,dass Dein FM Klage vor dem Verwaltungsgericht eingereicht hat um an die landesweite Kette zu kommen, die man ja bekanntlich Metropol FM zugesprochen hat .

1. Da wird nichts passieren.
2. Wir leben in einer Demokratie und es wurde ein Rechtsweg gewählt, der in einer Diktatur wahrscheinlich nicht möglich ist. Das ist legitim, wenn man mehr Geld in Anwälte investiert als ins Programm.

Zitat
Skeletor
Das wird sowieso noch spannend.

Wird es nicht. Es wird vielleicht festgestellt werden, dass der Automatismus alle neuen freien Frequenzen an Metropol FM zu vergeben im Gesetz geändert werden soll. So bekommen die Lokaradiobetreiber noch etwas vom BFBS-Kuchen.

Zitat
Skeletor
Gehen die Verleger aus einer Gerichtsentscheidung gestärkt hervor oder erhält man einen Dämpfer ?

Die Kommission hat einen Weg gewählt, der ihr die größte Rechtssicherheit garantiert.

Zitat
Skeletor
Also was soll diese Seifenoper mit den rechtlichen Schritten ??

Hallo, wir leben in einer Demokratie, die Menschen klagen auch, wenn der Gartenzwerg im Nachbarsgarten ihnen einen Stinkefinger zeigt.


Zitat
Skeletor
....Soll doch Metropol FM die restlichen analogen Kapazitäten in NRW nutzen.
Die Verleger wären gut beraten sich endlich mal für einen DAB+ Privatmux in NRW stark zu machen.

Die warten alle noch auf die BFBS-Frequzen. Vorher passiert nichts.

von Seltener Besucher - am 09.07.2015 11:58
Zitat
Seltener Besucher
Oder picken sie sich nur die Rosinen aus dem Kuchen?


Aha! Daher weht also der Wind. Wir führen hier gerade kleine Mißgunstdiskussion. So ist das im Markt. Du mußt Bewerbern schon zubilligen, daß sie auf Rentabilität achten, erst recht solchen, die nicht (im Gegensatz zu den Zeitungsverlegern) staatlich protegiert werden. Wenn schon die Verleger bei einigen Gebieten abwinken...

Zitat
Seltener Besucher
Es ist die Frage ob die Frequenz 93,3 MHz frei ist. Einen Nachweis hast Du nicht aufgeführt.


Die 93,3 hatte genau den selben Status wie die 91,5, hätte also genauso vergeben werden können. Es ist kein Geheimnis, daß die LfM dem Bewerber für das zweite Lokalradio mitgeteilt hat, daß die 93,3 nicht an das geplante Lokalradio vergeben wird, weil sie lieber für die Kette verwendet werden soll.

Zitat
Seltener Besucher
Dann heißt es „die Politiker“ hätten nicht gewusst wofür Sie im Landtag abgestimmt haben. Da muss man sich einfach mal für ein paar Stunden in die Sitzung setzen - die sind alle öffentlich - und mit den Politikern in den Pausen sprechen.


Das habe ich getan. Beides. Dabei gewesen und mit Politikern gesprochen. So bringt das hier nichts. So führt man keine Diskussion. Du unterstellst mir einfach, mich nicht informiert zu haben, um mich und meine Argumentaion zu diskreditieren. Ich sage "Ein Großteil der Landtagsabgeordneten" und Du legst mir "Die Poltiker" in den Mund. Lies bitte genau, was ich schreibe. Wenn's eng wird, forderst Du für Sachverhalte, die unstreitig sind, Beweise ein.

von felix h. - am 09.07.2015 12:42
Ich habe schon mehrfach auf folgende Fakten hingewiesen. Für Metropol FM stehen im Raum Düsseldorf/Leverkusen die Frequenzen 92,6 MHz und 94,6 MHz zur Verfügung. Die tatsächlich auch messbar geringe Feldstärke der 104,2 MHz in D-Heerdt ist auf die zu schützende BFBS-Frequenz 104,3 MHz in Richtung Mönchengladbach zurückzuführen. Diese ist außer Betrieb und es wurde bisher von der LfM nichts unternommen um diese Lizenz von den Engländern zurückzubekommen. Dadurch wäre eine höhere Senderleistung in Richtung D-Heerdt möglich. Da der alte Standort an der Düsseldorfer Sohn-Straße demnächst wegfällt ist am neuen Standort auch ein neues Antennendiagramm nötig. Dieses kann den Bereich D-Heerdt abdecken. Da das Unternehmen ILCO-Funktechnik, am eigenen Standort des Betreibers(BG) von Antenne Düsseldorf, zu günstigen Konditionen den Betrieb des 20 Watt Senders ermöglichen kann hat man hier die Chance ergriffen, unabhängig von den Möglichkeiten der Diagrammanpassung und Standortveränderung schon mal diese 2. Frequenz zu sichern! Hier geht es also ganz deutlich nicht darum eine machbare bessere Versorgung von Antenne Düsseldorf mit der 104,2 MHz zu erreichen! Die 93,3 MHz befindet sich meines Wissens nach bisher nicht im Paket der Frequenzen für Metropol FM. Die Überlegung ist diese Frequenz für Antenne Düsseldorf in D-Hubbelrath einzusetzen....

von Der Chef - am 09.07.2015 17:30
Zitat
felix h.
Zitat
Seltener Besucher
Zitat
felix h.
Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, daß ein großer Teil der Landtagstagsabgeordneten bei der Novellierung des LMG gar nicht genau gewußt hat, worüber er da abstimmt.

Dann heißt es „die Politiker“ hätten nicht gewusst wofür Sie im Landtag abgestimmt haben. Da muss man sich einfach mal für ein paar Stunden in die Sitzung setzen - die sind alle öffentlich - und mit den Politikern in den Pausen sprechen.


Du unterstellst mir einfach, mich nicht informiert zu haben, um mich und meine Argumentaion zu diskreditieren. Ich sage "Ein Großteil der Landtagsabgeordneten" und Du legst mir "Die Poltiker" in den Mund. Lies bitte genau, was ich schreibe. Wenn's eng wird, forderst Du für Sachverhalte, die unstreitig sind, Beweise ein.


Was ist denn nun „ein großer Teil“ in Zahlen? Wie sind die Zahlen erhoben worden? Wie viele von 237?

Sitzverteilung:
SPD 99
CDU 68
Grüne 29
FDP 22
Piraten 19

von Seltener Besucher - am 09.07.2015 20:29
Zitat
Seltener Besucher
Zitat
felix h.
Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, daß ein großer Teil der Landtagstagsabgeordneten bei der Novellierung des LMG gar nicht genau gewußt hat, worüber er da abstimmt.

Was ist denn nun „ein großer Teil“ in Zahlen? Wie sind die Zahlen erhoben worden?

Zitat
felix h.
Zitat
Seltener Besucher
Wie viele von 237?

Nicht 237. Waren nur 233 da.


Deine Behauptung lautet: „Ein großer Teil der Landtagstagsabgeordneten bei der Novellierung des LMG gar nicht genau gewusst hat, worüber er da abstimmt.“
Quelle: Erfahrung
Unbeantwortete Frage: Was ist denn nun „ein großer Teil“ in Zahlen?

Bitte keine ausweichende Antworten. Entweder kannst Du deine Aussage belegen oder nicht. Bis jetzt nicht. Ich warte. Sonst kann ich Behaupten, es ist eine Lüge. Nur wie glaubwürdig ist dann z.B. die Bahauptung, dass Antenne Düsseldorf über ausreichende Feldstärke im Stadtteil Heerdt verfügt.

von Seltener Besucher - am 09.07.2015 22:38
Zitat
Seltener Besucher
Ich habe noch kein Argument dafür gehört, außer dass einige Leute sich darstellen wollen und andere auf einen Job hoffen.


Obwohl ich nicht in das Projekt des Aufbaus eines zweiten Lokalsenders in Düsseldorf involviert bin, hätte ich gleich 5 Argumente anzubieten:

  1. Endlich ein allererster Schritt in Richtung einer größeren Programmvielfalt in Nordrhein-Westfalen und zwar aus Nordrhein-Westfalen.
  2. Schaffung eines Gegenpols zu Antenne Düsseldorf im Hinblick auf lokale Informationen im Äther.
  3. Mittelständische Unternehmen erhalten die Möglichkeit, Rundfunkwerbung zu schalten, was beim bisherigen Monopolisten Antenne Düsseldorf aufgrund der horrenden Preise nicht möglich ist. Dadurch wird die Wirtschaft, insbesondere der ortsansässige Einzelhandel und Gaststätten, gestärkt.
  4. Es werden Arbeitsplätze für talentierte Nachwuchsmoderatoren geschaffen und für solche, die im "Rundfunksystem NRW" ihre Talente und Fähigkeiten nicht oder nur sehr begrenzt zur Entfaltung bringen können und daher aus dem System freiwillig oder unfreiwillig ausgeschieden sind.
  5. §2 des LMG wird endlich ansatzweise Rechnung getragen: »Ziel dieses Gesetzes ist es, die Meinungs- und Angebots- und Anbietervielfalt des Rundfunks sowie die Vielfalt der vergleichbaren Telemedien (Telemedien, die an die Allgemeinheit gerichtet sind) in Nordrhein-Westfalen zu garantieren und zu stärken.«


von Wellenjaeger - am 11.07.2015 21:05
Zitat
felix h.
Zitat
Seltener Besucher
und andere auf einen Job hoffen.

Was wirklich schlimm wäre, nicht wahr?

Dann sollen sie mal mit Arbeiten versuchen. Stellenanzeigen von NRW-Lokalradios werden laufend veröffentlicht.

Zitat
Wellenjaeger
Endlich ein allererster Schritt in Richtung einer größeren Programmvielfalt in Nordrhein-Westfalen und zwar aus Nordrhein-Westfalen.

Ich habe 8 öffentlich-rechtliche Sender aus NRW bei mir gespeichert, sieben davon werden zum größten Teil in NRW produziert. Ich beschränke mich bei den Lokalradios auf 1, sonst kommen Klagen. Ich empfange 2 Uni-Radios und BFBS Radio 1. Demnächst empfange ich noch Metropol FM.

8 x Ö-R
1 Lokalradio
2 UniRadios
1 Soldatensender
1 dt.-türkisches Radio.

Ich bin schon bei 13 Sendern. Die einstrahlenden Sender werde ich nicht berücksichtigen. In Hamburg sind es 15 in Bremen 12. Denn die einstrahlenden Sender berücksichtige ich auch dort nicht. Eine gute Mitte.

Was nutzt den 17 Millionen Menschen in Düsseldorf ein zweites Lokalradio in Düsseldorf, dass nur 600 Tsd. Menschen in seinem Programm berücksichtigt. Du sprichst von einer größeren Vielfalt in und aus NRW. DLF, WDR und Radio NRW kommen auch aus NRW, sogar Antenne Düsseldorf hat ihren Sitz in NRW. Ganz ehrlich, ich habe das Argument nicht verstanden.

Zitat
Wellenjaeger
Schaffung eines Gegenpols zu Antenne Düsseldorf im Hinblick auf lokale Informationen im Äther.

Antenne Düsseldorf sendet täglich mehr lokales Programm als viele andere NRW-Lokalradios. Ich bin gespannt wie ein zweites Lokalradio mehr lokale Informationen produzieren will, wenn es im Wettbewerb um Hörer und Werbung mit einem Platzhirsch kämpfen muss. Was heißt in dem Fall Gegenpol? Alles was Antenne Düsseldorf an Themen liegen lässt, greift Radio X auf? Welche Themen wären das?

Zitat
Wellenjaeger
Mittelständische Unternehmen erhalten die Möglichkeit, Rundfunkwerbung zu schalten, was beim bisherigen Monopolisten Antenne Düsseldorf aufgrund der horrenden Preise nicht möglich ist. Dadurch wird die Wirtschaft, insbesondere der ortsansässige Einzelhandel und Gaststätten, gestärkt.

Die Preise sind kein Geheimnis und Antenne Düsseldorf ist da noch günstig. Radio Essen und Radio Duisburg wissen sich besser zu verkaufen.

http://www.antenneduesseldorf.de/web/werbung/zeitenpreise.php
http://www.westfunk.de/fileadmin/2015/preislisten/Agenturpreisliste_2015.pdf

Zitat
Wellenjaeger
Es werden Arbeitsplätze für talentierte Nachwuchsmoderatoren geschaffen und für solche, die im "Rundfunksystem NRW" ihre Talente und Fähigkeiten nicht oder nur sehr begrenzt zur Entfaltung bringen können und daher aus dem System freiwillig oder unfreiwillig ausgeschieden sind.

Der Vorteil für die Hörer ist nicht ersichtlich. Wer in NRW nicht arbeiten kann oder will, kann auswandern:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Blomberg

Auch das ZDF und der WDR nehmen talentierte Leute:
http://tobiashaeusler.de/wp-content/uploads/2014/07/Sedcard-Tobias-H%C3%A4usler-neu-2014-v2.pdf
http://www1.wdr.de/studio/duisburg/team/studioduisburg_marcschulte102.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_M%C3%BCnten

Zitat
Wellenjaeger
§2 des LMG wird endlich ansatzweise Rechnung getragen: »Ziel dieses Gesetzes ist es, die Meinungs- und Angebots- und Anbietervielfalt des Rundfunks sowie die Vielfalt der vergleichbaren Telemedien (Telemedien, die an die Allgemeinheit gerichtet sind) in Nordrhein-Westfalen zu garantieren und zu stärken.«[/list]

Klar und im Gesetz steht auch etwas über Digitalradio und da sind noch viele Plätze frei.

von Seltener Besucher - am 11.07.2015 23:01
Wenn ein zweites Lokalradio wirklich nichts bringen würde, dann könne man es ja ruhig auf UKW schicken. Es würde ja keine Störungen verursachen, alles ist in Butter.
DAB sind noch Plätze frei ? Dann nix wie dort hin mit Antenne Düsseldorf. Große Verbreitung, keine lästigen Füllfunzeln, nur noch digital.

Ach, noch was: Wenn es um Arbeitsplätze im Hörfunkgeht, dann geht es nicht um Ausnahmen, die irgendwann mal irgendwo an ihre ör-Jobs gelangt sind, siehe Wikipedia-Eintragungen.
Im Gegenteil könnte ein zweites Lokalradio nicht nur Arbeitsplätze schaffen, die Werbewirtschaft auf Trab bringen ( und damit wären beide Sender die Nutznießer), sondern auch doppelt so viele gute Radiotalente fördern, auf die der NRW-Markt so dringend angewiesen ist.

von sup2 - am 12.07.2015 07:45
Zitat
Wellenjaeger
Obwohl ich nicht in das Projekt des Aufbaus eines zweiten Lokalsenders in Düsseldorf involviert bin, hätte ich gleich 5 Argumente anzubieten:

  1. Endlich ein allererster Schritt in Richtung einer größeren Programmvielfalt in Nordrhein-Westfalen und zwar aus Nordrhein-Westfalen.
  2. ...


Zitat
Wellenjaeger
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der seltene Besucher dieses Forums, der gar nicht so selten in Erscheinung tritt, wenn es um Fragen des Aufbrechens der monopolitischen Strukturen in der hiesigen Rundfunklandschaft geht, in irgendeiner Form mit dem Lokalfunk verbandelt ist und daher naturgemäß gegen jede Veränderung argumentiert.


Deine Argumentation: Wenn in Düsseldorf ein zweites Lokalradio startet, dann ist es „ein allererster Schritt in Richtung einer größeren Programmvielfalt in Nordrhein-Westfalen“.

Das Lokalradio startet nur in Düsseldorf und 17 Millionen Menschen haben davon gar nichts! Wo ist der Vorteil für die 17 Millionen Rheinländer und Westfalen außerhalb Düsseldorfs?

Warum Düsseldorf und nicht Köln, Essen, Dortmund, Münster oder Bielefeld. Es wäre doch leichter zu sagen, wir wollen in Münster die 102,2 MHz nutzen oder 101,6 MHz in Bielefeld für ein Lokalradio?

Ich habe schon mehrfach gebeten Behauptungen zu belegen. Leider ist es nicht erfolgt. Das nächste Argument ist, dass ich mit dem Lokalfunk verbandelt bin. Da freue ich mich schon auf die Beweise. Vielleicht irgendein Vertrag? Irgendetwas handfestes? Ich freue mich schon auf die Löschung der Hirnschöpfung von Wellenjaeger. Denn handfeste Belege sind Mangelware, von Gedruckten schon zu schweigen.

von Seltener Besucher - am 12.07.2015 11:12
@permanter Monopolverteidiger :
Warum Düsseldorf und nicht Köln, Essen, Dortmund, Münster oder Bielefeld.

Warum es nicht geschieht, dass in NRW im Hörfunk viele neue Arbeitsplätze entstehen sollen, warum nicht auch der Werbemarkt in vielen Bereichen attraktiver werden sollte, warum die Entdeckung neuer für den Medienmarkt wichtige Neulinge verweigert wird....
das wissen nur Margot und ihre Handlanger.

Heute morgen war ich kurz im Pott. Auf UKW : 6mal WDR, schlimmstes Gejaule und Gelaber von allen Seiten. Ein Druck zum DeutschenLaberFunk. Gottesdienst. Die Ost-Variante fiel mir gar nicht erst ein. Etwaige Uni-Funker gab es auch nicht.
Ich musste dem Radio einen Tritt geben, damit es für einige Zeit eine Berieslung von sich gab. Irgendwann schaltete ich dann doch mein Smartie ein, wählte Radio10, und damit konnte ich bis zuhause bequem Radio hören.

Was das die 91,5 angeht ? Gar nichts. Die 91,5 geht 17 Millionen Menschen in NRW nichts an, also muss sie auch abgeschaltet bleiben. Übrigens eine Logik von jemandem einige Posts vorher.

von sup2 - am 12.07.2015 12:12
Zitat
felix h.
Zitat
Seltener Besucher
8 x Ö-R
1 Lokalradio
2 UniRadios
1 Soldatensender
1 dt.-türkisches Radio.
Ich bin schon bei 13 Sendern.

Wir reden hier von Lokalradio, dann fallen Deine 12 Sender schon mal weg. Also nur 1 x lokal resp. 1 x privat.

Du hast geschrieben: „Endlich ein allererster Schritt in Richtung einer größeren Programmvielfalt in Nordrhein-Westfalen und zwar aus Nordrhein-Westfalen.“

Du hast mit einer größeren Programmvielfalt für „Nordrhein-Westfalen“ argumentiert und jetzt kommst Du mit einem Lokalradio. Ein Lokalradio für ganz NRW oder wie? Ich habe keinen Nutzen, wenn in Düsseldorf ein zweites Lokalradio entsteht. Ich will kein Leuchtturmprojekt, dass sich auf ganz NRW nicht übertragen lässt.

Außerdem senden auch die UniRadios lokale Themen.

Zitat
felix h.
Ich mache mir kein großen Hoffnungen, daß das Ziel der Vielfalt umgesetzt wird. Steht nur auf dem Papier. Solang die Sozialisten regieren, wird Rundfunk staalich gelenkt.

Die CDU und die FDP haben in NRW ab 2005 eine Koalition gebildet. Nennst Du mir bitte die Radiosender, die in NRW zwischen 2005 und 2010 entstanden sind? Das LMG wurde 2007 und 2009 geändert. Die Fassung aus dem Jahr 2009 war gültig bis 2014. Fünf Jahre Regierungszeit ist ausreichend, um neue Marktteilnehmer zuzulassen. Welcher Sender sind in der Zeit auf Sendung gegangen? Oder zählst Du die CDU und FDP auch zu den „Sozialisten“?

Zitat
sup2
Heute morgen war ich kurz im Pott. Auf UKW : 6mal WDR, schlimmstes Gejaule und Gelaber von allen Seiten. Ein Druck zum DeutschenLaberFunk. Gottesdienst. Die Ost-Variante fiel mir gar nicht erst ein. Etwaige Uni-Funker gab es auch nicht.
Ich musste dem Radio einen Tritt geben, damit es für einige Zeit eine Berieslung von sich gab. Irgendwann schaltete ich dann doch mein Smartie ein, wählte Radio10, und damit konnte ich bis zuhause bequem Radio hören.

Dann scheint es eine Grenze zwischen dem Rheinland und Westfalen zu geben und die Öffentlich-Rechtlichen strahlen in den beiden Landesteilen unterschiedliche Programme aus. Ich habe gerade durchgezappt und auf 6 von 8 ARD-Programmen lief Musik. Im Lokalradio und im Unifunk auch nur Musik. Bist Du dir sicher, dass es NRW war?

von Seltener Besucher - am 12.07.2015 14:38
Zitat
Seltener Besucher
Du hast geschrieben: „Endlich ein allererster Schritt in Richtung einer größeren Programmvielfalt in Nordrhein-Westfalen und zwar aus Nordrhein-Westfalen.“


Nö! Hab' ich nicht. Inhaltlich hätte ich es aber gewesen sein können. Ich seh' schon: Vielfalt bringt Dich offenbar durcheinander.

Zitat
Seltener Besucher
Das LMG wurde 2007 und 2009 geändert.


Eben! Und genau diese Änderung hat ein Aufbrechen des Lokalfunk-Monopols überhaupt erst rechtlich möglich gemacht. Und fast genauso lang laborieren die Antragsteller des geplanten Lokalradios auch schon an der Genehmigung.

Zitat
peppi477
Der Sender auf 91,5 MHz ist noch offline.


Die 91.5 MHz ist noch nicht abschließend koordiniert. Die PFD hat's aber auch nicht eilig damit, was ich als Zeichen werte, daß sie nicht wirklich Bedarf an der Frequenz hat. Hauptsache, ein anderer kriegt sie nicht. Die 91,5 wird irgendwann lieblos auf das Verlagsgebäude gepackt, und fertig.

von felix h. - am 12.07.2015 16:32
Zitat
felix h.
Zitat
Seltener Besucher
Du hast geschrieben: „Endlich ein allererster Schritt in Richtung einer größeren Programmvielfalt in Nordrhein-Westfalen und zwar aus Nordrhein-Westfalen.“

Nö! Hab' ich nicht. Inhaltlich hätte ich es aber gewesen sein können. Ich seh' schon: Vielfalt bringt Dich offenbar durcheinander.

Ich habe mit Vielfalt keine Probleme, aber mit Lügen. Wenn jemand Vielfalt für NRW verspricht aber nur 3,4 % aller Menschen in Nordrhein-Westfalen größere Vielfalt schaffen möchte.

Zitat
felix h.
Zitat
Seltener Besucher
Das LMG wurde 2007 und 2009 geändert.

Eben! Und genau diese Änderung hat ein Aufbrechen des Lokalfunk-Monopols überhaupt erst rechtlich möglich gemacht. Und fast genauso lang laborieren die Antragsteller des geplanten Lokalradios auch schon an der Genehmigung.

Du hast geschrieben: „Solang die Sozialisten regieren“. Auch CDU und FDP haben nichts getan. Vielleicht liegt es nicht an den Parteien, sondern an den Machern dieses neuen Stadtradios?

Wenn die Macher so argumentieren wie Du, wundert es mich nicht, dass keiner Euch eine Lizenz gibt. Vier Parteien waren an der Macht und alle haben abgelehnt. Das spricht für sich. Da schmilzt die Anzahl der möglichen Gönner auf dem Parlamentsflur.

von Seltener Besucher - am 12.07.2015 22:57
Zitat
TESTFM
(...)Senderstandort der 91,5 : Gebäude der Rheinischen Post in Düsseldorf Heerdt
Antennenstandort : Vorbau unterhalb des RP Werbelogos an der Service Bühne
Leistung : 20 Watt
(...)Hierbei konnte auch eindeutig eine vertikale Polarisation festgestellt werden.(...)


Zu Beginn der Testausstrahlungen im Februar war ich schonmal dort, um die Sendeantennen zu fotografieren, hatte aber nichts finden können. Dank o.s. Hinweis von TESTFM war ich heute erneut vor Ort und kann seine Angaben bestätigen. Obwohl die Testsendungen offenbar schon im April beendet wurden, befindet sich die Antenne weiterhin am beschriebenen Ort. Ehrlich gesagt habe ich die Antenne aber erst zu Hause beim Sichten der Bilder eindeutig erkannt :)
[attachment 6324 rp1.jpg]
[attachment 6325 rp2.jpg]
[attachment 6326 rp3.jpg]

von breloehr - am 26.11.2015 23:19
Zitat
Wellenjaeger
Danke für die Fotos.

Allein schon wenn man sieht, wie ungünstig die Yagi angebracht ist, erkennt man, dass es sich lediglich um eine Frequenzbelegungsaktion zwecks Konkurrenzverhinderung durch einen zweiten Lokalsender handelt.

Schwachsinnige Argumentation. Das Verlagsgebäude ist weit und breit in Heerdt das höchste Gebäude, von daher ist sie alles andere als ungünstig montiert. Im gesamten Stadtbereich von Düsseldorf ist die 91,5 zu hören, mit nur 20 Watt wohl eindeutig der Höhe geschuldet.
In der Tat sendet man hier stark gerichtet nach Osten, wie an der Antenne ja auch zu erkennen ist, und der Gebäudeteil hinter der Antenne dient tatsächlich der Abschirmung, denn Richtung Westen am Kaarster Kreuz auf der A52 ist trotz Sichtverbindung quasi schon Schluß, Richtung Norden ist der Sender punktuell in Meerbusch-Osterath noch aufzunehmen, allerdings nicht gut.

von peppi477 - am 28.11.2015 11:55
Habt ihr schon mal was vom Wort "Perspektive" gehört!? Wenn man von unten aufnimmt, dann wirkt die Antenne sicher näher am Geländer dran, als es vermutlich tatsächlich der Fall ist...Aber Hauptsache schön meckern - ist sowieso das, was die meisten in diesem Forum am besten können. ;)

Die fehlende Pressemitteilung der LfM finde ich allerdings auch sehr merkwürdig. Vielleicht war ja jemand da und kann berichten...statt nur rumzupöbeln, wie der halbe 1400er da oben schon wieder gemacht hat...

Danke übrigens an Patrick für die tollen Bilder! Wann wird die Webseite denn voraussichtlich mal wieder verfügbar sein? Da gibt es ja noch einige weitere sehr gute Bilder in deinem Archiv, wenn ich das richtig habe.

von Kroes - am 28.11.2015 12:38
Antennenhöhe ist durch nichts zu ersetzen...außer durch Antennenhöhe.
Das erinnert mich an CB-Funker, die früher einen (illegalen) 100W-Brenner montiert haben und die Antenne immer noch am Balkongeländer angeschraubt hatten.
Ich weiß, dass sind tlw. Koordinierungsfragen. Aber einen Gefallen tut man sich mit dieser Energieverschwendung nicht. Ein lachhaftes Beispiel ist auch die 91.5 in Mannheim. Die wird dort m.W. mittlerweile mit 4kW für Das Ding betrieben. Wer mal mit dem Zug an dem Antennenmästchen auf dem SWR-Studio vorbeigetuckert ist, weiß auch, warum diese 4kW kaum 10km weit kommen. Vorher hat man vom Königsstuhl mit 50 Watt gesendet...und kam weiter. Freilich, die Feldstärke in Mannheim war geringer...dafür weniger Verzerrungen durch Mehrwegempfang.
Zurück nach Düsseldorf.
Vielleicht wäre ja ein Frequenztausch besser gewesen:
Die 89.4 vom Rheinturm für die Antenne und die 104.2 für NEWS.

von Peter Schwarz - am 02.12.2015 10:39
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