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vor 2 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Wolfgang R, Chris_BLN, w_weinmann, Manfred Z

[TV] IP-basierte Signalzuführung durch Media Broadcast

Startbeitrag von Manfred Z am 31.03.2015 09:44

Pressemitteilung vom 25. März 2015 [Zitat]:

IP-basierte Signalzuführung für DVB- und IP-Plattformen:
MEDIA BROADCAST stellt Produktionsweise für permanente Videoverbindungen um


• Zuführung linearer TV-Programme in SD und HD für Kabel-, Satellit und DVB-T- sowie IPTV- und Streaming-Plattformen
• Permanente Datenverbindungen mit variablen Datenraten bis 10 Mbit/s
• Flexible Schnittstellenkombination für breites Einsatzspektrum

Köln, 25. März 2015 – MEDIA BROADCAST, führender Full-Service-Provider der Rundfunk- und Medienbranche, ergänzt sein Produktportfolio für permanente Videoverbindungen und bereitet sich damit auf die Umstellung des führenden Carriers von E1 und SDH auf IP-Technologie vor. Mit dem neuen Produkt Broadcast Video IP Links stehen nun kostengünstige, IP-basierte Videoverbindungen für die Zuführung von linearen TV-Programmen zu DVB- und IP-Plattformen zur Verfügung. Zudem werden alle technischen Anforderungen an die Zuführung zu modernen Headends, wie z. B. MPTS over IP oder SPTS over IP vollumfänglich erfüllt. Gleichzeitig wird die Vermarktung von auf Basis E1 und SDH-produzierten TV-Leitungen eingestellt.

Technische Basis der Broadcast Video IP Links sind permanente Datenverbindungen über Ethernet mit variablen Datenraten von bis zu 10 Mbit/s. Für maximale Flexibilität sorgt die Encodierung des Ausgangssignals im gewünschten Distributionsformat (MPEG 2/MPEG4; SD-/HD-SDI-Signal) mit anschließender Übergabe an der Plattform als DVB-ASI, TS over IP oder SD-/HD-SDI-Signal - je nach Anforderung des Nutzers. Eine Decodierung des Signals im Headend entfällt. Hierdurch kann die Signalübertragung äußerst ökonomisch bei bester Signalqualität realisiert werden. Der Einsatz kupfer- und glasfaserbasierter Kabelwege stellt eine flächendeckende Verfügbarkeit der Broadcast Video IP Links sicher.

Die Services unterstützen aktuell MPEG2 und MPEG4, eine Erweiterung um HEVC (High Efficient Video Coding) ist zum Zeitpunkt der DVB-T2-Einführung geplant. Sämtliche Datenübertragung erfolgt mit gesicherten Bandbreiten und nicht im „shared media“, was ein Maximum an Signalverfügbarkeit und -qualität ermöglicht. Dies wird durch eine lückenlose Überwachung (24/7) aller Komponenten der Übertragungskette im Network Operation Center (NOC) in Usingen zusätzlich sichergestellt. Die maximale Wiederherstellungszeit von 24 Stunden hebt die Verfügbarkeit der Lösung auf 98,5 Prozent an.

„Die Broadcast Video IP Links ergänzen unser Portfolio ideal, indem sie IP-basierte Konnektivität speziell in Regionen abseits unserer Backbone-Knotenpunkte bereitstellen und kostengünstige Verbindungen ohne Kompromisse bei Qualität und Sicherheit liefern“, erklärte Rafael Dornes, Produktmanager Broadcast Network Services (BNS) der MEDIA BROADCAST. „Damit eignen sie sich zum Beispiel zur Speisung von Kabelheadends mit lokalen und regionalen Programmen, mit offenen Kanälen und Fensterprogrammen sowie für Werbezuspielungen.“

Dank der Broadcast Video IP Links ergänzt MEDIA BROADCAST sein Portfolio im Bereich TV-Netze. Dieses deckt nun das gesamte Spektrum von transparenten SD- und Full-HD-Übertragungen über einzelne Glasfaserverbindungen bis zur temporären Selbstwahlverbindung für SD und HD (Broadcast Network Services – BNS) ab. [Zitatende]

Antworten:

Das Ende der satelliten-gestützten Übertragung naht. Da zu teuer, aufwendig und anfällig.
Wenn jeder in Europa dann irgendwann mal Zugang zum Glasfasernetz hat, kann sich die SES warm anziehen.
Aber in der Übertragung von Broadcast Diensten ist das Ende wohl schon sehr nah....

von w_weinmann - am 31.03.2015 10:32
Ich lese aus der Pressemitteilung eigentlich nur, dass statt der STM-Anbindungen zukünftig vermehrt auf IP-Anbindungen gesetzt wird.

Wie auch immer die IP-Anbindungen geartet sein werden - hierauf geht man nicht ein.

STM ist ja nur ein Übertragunsmedium (Im Telekom-Deutsch "Carrier Festverbindung") und IP ein Protokoll.

So gesehen gar nicht direkt vergleichbar.

IP kann über STM laufen, muss aber nicht. Wobei ich nun ein xDSL - als krasses Gegenbeispiel zur STM - sicher nicht für die Zuführung eines TV-Signals nutzen würde...

Wolfgang

von Wolfgang R - am 31.03.2015 11:33
Wird es dann höhere Latenzen geben als bisher?

von Chris_BLN - am 31.03.2015 21:31
Kommt immer auf die darunterliegende Struktur an - über die Leitungsart schweigt man sich ja aus.

Unsere "EthernetConnect" auf Basis einer STM1 (also das, was abgelöst werden soll) verhält sich derzeit so:

Ping wird ausgeführt für remoteserver mit 32 Bytes Daten:
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=1ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=1ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=3ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=1ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=2ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=1ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=1ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=1ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=1ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=1ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=1ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=3ms TTL=126
Antwort von remoteserver: Bytes=32 Zeit=1ms TTL=126

Ping-Statistik für remoteserver:
Pakete: Gesendet = 13, Empfangen = 13, Verloren = 0
(0% Verlust),
Ca. Zeitangaben in Millisek.:
Minimum = 1ms, Maximum = 3ms, Mittelwert = 1ms
STRG-C


Viel besser geht's nicht.

Wenn sie nun "Dark Fiber" vom Kunden in die Erdfunkstelle anmieten und direkt Ethernet darüber fahren, wird es nicht schlechter. Aber - wie gesagt - darüber schweigen sie sich aus.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 01.04.2015 08:32
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