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Stellt der WDR seine 11 Lokalzeiten 2016 völlig ein???

Startbeitrag von Rosenelf am 05.04.2015 08:17

Ich will keine Gerüchte verbreiten, aber mir wurde eben von jemandem mitgeteilt, dass ihm das aus sicherer Quelle bekannt wäre. Demnach soll dann nur noch eine landesweite Sendung aus Düsseldorf kommen. Die 11 Satelliten-Frequenzen würden dann ebenfalls bis auf die Hauptfrequenz eingestellt werden. Angeblich sinken sogar die Zuschauerquoten. Natürlich muss der WDR sparen, aber ich kann mir das gerade nicht vorstellen, dachte die Lokalzeit wäre das Flaggschiff. Es soll auch in den Medien gestanden haben, aber ich finde keine Quelle ...

Die 50 interessantesten Antworten:

Ich selber kann es mir nicht vorstellen. Deswegen frage ich ob schon jemand von Euch diesbezüglich etwas darüber gelesen oder gehört hat. Ich kann es ehrlich gesagt nicht glauben.

von Rosenelf - am 05.04.2015 08:59
Ich fand es schon unverständlich, dass man die Samstagsausgabe eingestellt hat. Die Satellitenkapazitätund die Studios müssen ja ohnehin bereit stehen, und die rund 3,50 € Personalkosten für die Sendung kann es ja wohl nicht sein im Verhältnis zu den Gesamtkosten. Wenn man also ernsthaft sparen will, müsste man also tatsächlich die Lokalzeit komplett einstellen.

Für mich sieht das allerdings sehr nach Krokodilstränen aus, man setzt ein Zeichen, damit alle sehen, wie schröcklich arm der WDR doch ist. Ähnlich wie beim Radio wo man an der Nachtschiene sparen will, gleichzeitig aber eine nutzlose Person wie Valerie Weber durchfüttert. Oder wie bei der Landesregierung NRW, wo man wegen der ach so teuren Besoldungerhöhung im höheren Dienst nur noch Mineralwasser im Landtag serviert. (Und kurz zuvor ganz schamlos die Diäten um 500 € erhöht hat.)
Solange man so Geldvernichtungsmaschinen wie die Degeto oder überteuerte Spielwiesen für "Promis" wie Gottschalk oder Jauch finanziert, kann ich den angeblichen Sparwillen der ARD-Sender ohnehin nicht ernst nehmen.

von Bolivar diGriz - am 05.04.2015 09:37
Zitat
Rosenelf
Ich will keine Gerüchte verbreiten

Dann lass es doch einfach ;)

Die Lokalzeit einstellen, wäre natürlich schon ein starkes Stück. Gerade die ältere Generation hängt doch da vor der Glotze, wenn man evtl. den Nachbarn im Fernsehen sieht. Thematisch ist es meist eher fad, was da geboten wird und man fragt sich bisweilen: Ist in der Gegend wirklich so wenig los?

Andererseits muss man sehen, dass der WDR die einzige Anstalt ist, die sich ein tägliches Lokalmagazin im TV leistet. Der BR splittet in Nord und Süd, die anderen nur bundeslandweit.

von Peter Schwarz - am 05.04.2015 10:38
Man darf sich aber trotzdem die Frage stellen, ob 11 Lokalzeiten um 19:30 Uhr wirklich nötig sind. Es gäbe ja die Möglichkeit Lokalzeitgebiete zusammenzulegen und die Sendung um 15 Minuten zu verlängern.

von Marcus. - am 05.04.2015 11:29
Selten so einen Stuss gelesen. Sätze nach dem Muster "Ich will ja nicht [...], aber [...]" sind immer Bullshit gewesen. Egal ob es um Ausländer oder Gerüchte geht.

Dass der WDR sparen muss ist bekannt. Wer beim WDR Check am 15.02. gut hingehört hat, dem wird aufgefallen sein, dass Tom Buhrow mir im Studio folgendes sagte: "[...] die 11 Landesstudios die wir haben, bleiben bis 2016 unangetastet." Da kann man viel rein interpretieren oder auch nicht. Vorstellbar wäre, dass einzelne Lokalzeiten (wieder) zusammengelegt werden. z. B. Bonn und Köln wieder zur "Lokalzeit Köln" oder "Lokalzeit Rheinland" verschmelzen. Auch im Ruhrgebiet wären evtl. Zusammenlegungen möglich. Das kann ich nicht beurteilen, aber es ist vorstellbar und ich gehe fest davon aus, dass es weitere Zusammenstreichungen bei der Lokalzeit geben wird. Das war Tom Buhrow auch anzuhören. Dass der WDR die Lokalzeiten einstellt wäre de facto Selbstmord. Die Lokal- und Regionalberichterstattung sind die Sendungen mit den höchsten Einschaltquoten im WDR Fernsehen und das Zugpferd und die Legitimation des WDR überhaupt. Eher stampft man wo anders was ein, als dass man die Lokalzeiten komplett abschafft.

von Sebastian Dohrmann - am 05.04.2015 12:23
Die Lokalzeit ist das einzige sinnvolle Programm.Wenn man das streichen würde, was wäre dann überhaupt noch eine Berechtigung, ein 3.Programm zu haben? Ich glaube nicht, dass man die Lokalzeiten abschafft. Was man aber abschffen könnte, wären die 5 Minuten um 18 Uhr. Vielleicht ist auch dies gemeint gewesen. Das halte ich eher für sinnvoll.

von pfennigfuchser - am 05.04.2015 12:47
Zitat Rosenelf
Ich habe doch gerade geschrieben, dass ich es nicht glaube. Kann also nach der Reaktion davon ausgehen, dass es nicht stimmt.

Lass es doch einfach bleiben, unbelegte Geschichten zu verbreiten. Wenn ich schon lese, Dir wurde von jemandem mitgeteilt, der es aus sicherer Quelle weiß...
*lol*

von Auricher - am 05.04.2015 12:53
Sorry, ich war ja genauso verblüfft über diese Aussage, Ihr habt mich nun beruhigt. Ich kann das gerne aufklären, damit nicht weiter spekuliert wird. Mir hat heute jemand bei facebook im Chat gesteckt, dass kleinere Studios wie Wuppertal im WDR 2 Hörfunk ganz wegfallen sollen. Auf meine Frage wie das dann mit der Lokalzeit im TV aussehen soll kam dann diese Aussage, die ich von Anfang an nicht glaubte, aber zur Sicherheit wollte ich hier mal in der Runde der Experten die Frage aufwerfen, da ich im Internet nichts fand.

Tom Buhrow hat sogar gesagt, dass mit dem Wegfall der Samstags-Ausgabe der Fortbestand der 11 Studios weiterhin gesichert ist.

Warum mir heute so ein Schmarrn aufgetischt wurde weiß ich nicht, zumal der 1. April vorbei ist.

von Rosenelf - am 05.04.2015 12:56
Zitat

Was man aber abschffen könnte, wären die 5 Minuten um 18 Uhr. Vielleicht ist auch dies gemeint gewesen. Das halte ich eher für sinnvoll.


Die Lokalzeiten um 18 Uhr bringen doch kaum Einsparungspotential. Die Beträge sind produziert, die Mitarbeiter sind auch da.

Einsparungspotential bringt, wenn man die Lokalzeiten so zusammenstreicht, dass man sich Sat kapazitäten spart. Mittelfristig hat man ja auch das Problem, dass das Flagschiff Lokalzeit nicht nur in SD ausgestrahlt werden kann. 11 Feeds in HD benötigen 3 HD TPs. Sinnvoll wäre es hier 2 Startzeiten einzuführen, wenn man an 11 Lokalzeiten festhalten möchte. Also 19 Uhr und 19:30 Uhr.

So könnte um 19 Uhr zum bsp die Lokalzeit aus Bonn laufen und um 19:30 Uhr aus Köln etc

Es würden erstens Kapazitäten gespart und zweitens kann man sich noch die Nachbar Lokalzeit anschauen, wenn man es geschickt anstellt.

Auch die Streichung der Lokalzeit am Samstag und eine Landesweite Ausgabe zu senden, war vlt etwas voreilig. 4 Ausgaben:

Mittelrhein (Köln,Aachen,Bonn)
Niedrhein (Duisburg,Düsseldorf,Wuppertal)
Ruhrgebiet (Dortmund,Ruhr,Südwestfahlen)
Westfahlen (Münster,OWL)

wären auch eine Option gewesen.

von Marcus. - am 05.04.2015 14:02
Marcus zeigt mit seinen seltsamen Fusionsvorschlägen mal wieder, das er wirklich keinen blassen Schimmer von den Verhältnissen außerhalb seines Horizontes hat.

"Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null und nennen ihn ihren Standpunkt " [David Hilbert, Mathematiker]

von Manfred Z - am 05.04.2015 15:15
Wieso?

Wenn ich von 4 Versionen ausgehe, bleibt eig keine andere Möglichkeiten übrig. Natürlich ist die Aufteilung nicht optimal, aber immer noch besser als wenn man nur eine version anbietet. Bei 5 Versionen würde dann Münster und OWL eine eigene Version erhalten. Aber 5 Feeds sind wieder schwierig auf einen TP zu quetschen.

von Marcus. - am 05.04.2015 16:28
Vielleicht hat der WDR erkannt, dass auch die Lokalzeit NRW eine hohe Quote hat und kann sich erlauben einiges einzustellen:

Samstag, 4.4. Zuschauer | Tsd.
17.20 Kochen mit Martina und Moritz 9,8 | 330
17.50 Land und lecker 8,1 | 200
18.20 Hier und Heute 4,9 | 200
18.50 Aktuelle Stunde 10,1 | 490
19.30 Lokalzeit 12,2 | 640
20.00 Tagesschau 10,9 | 620
20.15 Brezeln für den Pott 2,4 | 150
21.45 Eijeijei 7,3 | 440
22.45 Jürgen Karl Beckers genannt 7,3 | 350

Quelle: WDR VT

Quotencheck: «Lokalzeit»
http://www.quotenmeter.de/n/71829/quotencheck-lokalzeit

Man kann sich sicherlich fragen, ob alle Lokalzeiten über Satellit laufen müssen? In ländlichen Regionen gibt es nur wenig Kabelanschlüsse. Muss Essen über Satellit ausgestrahlt werden? Heute hat jeder Fernseher auch DVB-T und mit der Einführung von DVB-T2 könnte man sich einige Szenarien überlegen. Warum muss überhaupt noch etwas über Satellit ausgestrahlt werden, wenn DVB-T2 auch in HD in die Haushalte kommt?

von Seltener Besucher - am 05.04.2015 16:37
Zitat
Seltener Besucher
Man kann sich sicherlich fragen, ob alle Lokalzeiten über Satellit laufen müssen? In ländlichen Regionen gibt es nur wenig Kabelanschlüsse. Muss Essen über Satellit ausgestrahlt werden? Heute hat jeder Fernseher auch DVB-T und mit der Einführung von DVB-T2 könnte man sich einige Szenarien überlegen. Warum muss überhaupt noch etwas über Satellit ausgestrahlt werden, wenn DVB-T2 auch in HD in die Haushalte kommt?

Über DVB-T gibt es in vielen Fällen nur die falsche Lokalzeit. Insbesondere in Südwestfalen, wo in Grenzregionen auf Angelburg zurückgegriffen werden muss, der nur die Kölner Lokalzeit sendet.

von RheinMain701 - am 05.04.2015 16:51
Andauernd dieselbe Leier, etwas nur noch terrestrisch (+Kabel +IPTV) zu senden. Wie wollt ihr das dem Normalbürger begreiflich machen, der es gewohnt ist, mittlerweile alles komfortabel via Satellit zu empfangen?

Ehrlichgesagt finde ich das weltfremd. Lokalzeiten via HbbTV hielte ich da noch für realistischer in ein paar Jahren, aber auch nur wenn die ÖR derart sparen müssten, dass es für die Sat-Verbreitung im herkömmlichen Sinne nicht mehr reicht. Wobei man dann natürlich in erweiterte Serverkapazitäten investieren müsste. Ansonsten ist das so wie derzeit für den Zuschauer doch am komfortabelsten.

von htw89 - am 05.04.2015 18:10
Es würde schon helfen mit Verstand den Vorschlag zu lesen, statt zu motzen. Der Vorschlag lautete die Lokalzeit Essen nicht über Satellit auszustrahlen. Diese wird gesendet für die Städte Essen, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Bottrop, Gelsenkirchen, Bochum, Herne, Gladbeck. Dort gibt es sicherlich viele Kabelhaushalte. Die Lokalzeit Essen wird ausgestrahlt über die Sender Dortmund/Langenberg und Gelsenkirchen-Scholven und Essen-Holsterhausen. Bevor wir über Lokalzeit über HbbTV sprechen, wie wäre es mit Fernsehgeräten, die für DVB-C/C2/S/S2/T/T2 nur noch eine Programmliste anlegen und man zwischen den terrestrischen und Kabel- bzw. Satellitensendern einfach so umschalten kann? Dazu reicht eine Vorgabe z.B. im Rahmen der DVB-T2-Einführung in Deutschland.

von Seltener Besucher - am 05.04.2015 19:00
So lange der Normalfernseher aber keine gemeinsame Programmliste hat, wird Äwwin Koslowski nicht extra für die Lokalzeit auf DVB-T umschalten. Da wären Regionalzeiten sinnvoller, meinetwegen Rheinland statt Aachen, Köln, Bonn, Düsseldorf, Wuppertal und teilweise Duisburg, Ruhrgebiet statt Duisburg, Essen und Dortmund sowie Westfalen statt Münster, Bielefeld und Siegen.
Insgesamt fände ich es aber arm, wenn sich eine 18Millionen-Einwohner-Anstalt weder Nachtprogramme noch Regionalfenster leisten könnte.

von Japhi - am 05.04.2015 19:11
Außerdem ist es mit einer gemeinsamen Programmliste ja nicht getan. Klar, in Ballungsräumen ist die Antenne kein Problem, reicht ja häufig schon eine vernünftige Zimmerantenne. Aber auf dem Land sieht das ganze oft ganz anders aus. Hermann aus Monschau oder Elfriede aus Bad Berleburg wäre ganz sicher nicht begeistert ;)

Bei der Lokalzeit aus Essen sicher nicht so das Problem, aber das ist eben nur eine von 11. Das wird kostentechnisch kaum Vorteile bringen, vom Unmut der Zielgruppe ganz zu schweigen, wenn alle weiteren Lokalzeiten weiterhin angeboten werden.

Für die HbbTV-Lösung wäre es natürlich zu früh, wird an anderer Stelle allerdings bereits angewandt (Stichwort Lokal-TV-Portal auf Astra). Das ist zur Zeit auch nicht realistisch, Lokalzeiten nur terrestrisch zu verbreiten allerdings auch nicht. Dann hätte man es 2004 schließlich beim damaligen Status Quo belassen können.

Zitat

Spätesten wenn der Satellit wegen den Sportrechten abgeschaltet wird, hat sich das eh erledigt, dann müssen alle zwangsweise DVB-T nutzen.


Das will ich sehen ;) Solange halte ich das für Panikmache. Wir haben nicht mehr 2002, wo es nur 1 bis 2 Millionen DVB-S-Zuschauer gab.

von htw89 - am 05.04.2015 19:41
Also 1 Lokalzeit einzusparen bringt wenig Kostenerparnis. Selbst die beiden neuen Duisburg und Bonn würde nicht viel bringen, da wir dann immer noch bei 9 Stück wären, sofern alle zeitgleich ausgestrahlt werden.

Ich sehe es auch so, dass man entweder alle Lokalzeiten ausstrahlen sollte oder nur eine über Sat.

Leider hat man ja bei DVB-T bis auf das südliche Niedersachen oder das Alpenvorland komplett auf Füllsender verzichtet. Das kann natürlich selbst ein SFN der GNS nicht ausgleichen. Durch die gezwunge Aufgabe des 700 Mhz Bandes werden niedrigere Frequenzen benutzt, was das ganze nur zum Teil entschärft. Sodass man auf fremde Anbieter über Sat, Kabel oder IPTV seitens der ÖR angewiesen ist.

von Marcus. - am 05.04.2015 20:24
Bei DVB-T2 sind sechs Kanäle (Frequenzen) für den WDR-Mux vorgesehen.

45 MS (Lokalzeit MS + DO)
31 OWL (Lokalzeit BI + SI)
27 Südwestfalen (Lokalzeit (SI + DO)
25 DO-E (Lokalzeit (DO + E + W)
48 D-Niederrhein (Lokalzeit D + DU + W)
26 AC-K-BN (Lokalzeit AC + K + BN)

Also fallen die separaten Kanäle für AC, W und E weg. Trotzdem kein Problem oder?

von Manfred Z - am 06.04.2015 07:52
Zitat
Seltener Besucher
Es würde schon helfen mit Verstand den Vorschlag zu lesen, statt zu motzen. Der Vorschlag lautete die Lokalzeit Essen nicht über Satellit auszustrahlen. Diese wird gesendet für die Städte Essen, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Bottrop, Gelsenkirchen, Bochum, Herne, Gladbeck. Dort gibt es sicherlich viele Kabelhaushalte. Die Lokalzeit Essen wird ausgestrahlt über die Sender Dortmund/Langenberg und Gelsenkirchen-Scholven und Essen-Holsterhausen. Bevor wir über Lokalzeit über HbbTV sprechen, wie wäre es mit Fernsehgeräten, die für DVB-C/C2/S/S2/T/T2 nur noch eine Programmliste anlegen und man zwischen den terrestrischen und Kabel- bzw. Satellitensendern einfach so umschalten kann? Dazu reicht eine Vorgabe z.B. im Rahmen der DVB-T2-Einführung in Deutschland.


Aber gerade dieser Ballungsraum hat viele Einwohner, die gerne auch im Urlaub in Spanien oder an der Nordsee oder Österreich ihre Lokalzeit aus Essen sehen möchten.

von Rosenelf - am 06.04.2015 14:24
Zitat
Rosenelf
Zitat
Seltener Besucher
Es würde schon ... in Deutschland.

Aber gerade dieser Ballungsraum hat viele Einwohner, die gerne auch im Urlaub in Spanien oder an der Nordsee oder Österreich ihre Lokalzeit aus Essen sehen möchten.


Weder der Rundfunkstaatsvertrag noch das WDR-Gesetz verpflichten den WDR dieses Angebot aufrecht zu erhalten. Wenn gespart werden muss, dann bitte so, dass die Zuschauer in NRW nicht belastet werden. Nachts werden alle Lokalzeiten wiederholt, ein Festplattenreceiver hilft.

Sicherlich gibt es Regionen, die unbedingt über Satellit versorgt werden müssen, dazu zähle ich das Sauer-, Siegerland, OWL und die Eifel. Bei DU / E / DO ist Anzahl der Kabelanschlussteilnehmer sicherlich wesentlich höher. Ich wäre trotzdem für die Verpflichtung der Industrie keine Unterschiede bei der Programmliste für die Verbreitungswege zu machen. Immerhin haben viele DVB-S/S2-Zuschauer DVB-T als Alternative in ihren Geräten eingespeichert. Wenn ein größeres Gewitter vorüberzieht, gibt es eben für sie nur diese Alternative.

von Seltener Besucher - am 06.04.2015 16:53
Zitat

Bei DVB-T2 sind sechs Kanäle (Frequenzen) für den WDR-Mux vorgesehen.

45 MS (Lokalzeit MS + DO)
31 OWL (Lokalzeit BI + SI)
27 Südwestfalen (Lokalzeit (SI + DO)
25 DO-E (Lokalzeit (DO + E + W)
48 D-Niederrhein (Lokalzeit D + DU + W)
26 AC-K-BN (Lokalzeit AC + K + BN)

Also fallen die separaten Kanäle für AC, W und E weg. Trotzdem kein Problem oder?


Welcher Kanal ist denn für den Sender Wuppertal vorgesehen?

von Marcus. - am 06.04.2015 17:22
Als Wuppertaler sag ich, dass das Studio Wuppertal überflüssig ist. Warum sendet die 99,2 von der niederländischen Grenze bis ins Ruhrgebiet und nach Düsseldorf und auf der anderen Seite "braucht" man für das Bergische einen eigenen Sender. GM und GL gehören nach Köln und W / RS / SG / ME nach Düsseldorf. Fertig! So war das in den frühen 90ern auch, bevor man unbedingt verhindern wollte, dass die 95,7 oder die 91,8 jemand anders kriegt.
Studio Bonn und Studio Essen sind genauso überflüssig = Köln und Dortmund.
Es ging dabei immer nur um Füllsender wie die 88,4 und anderen Unfug.

Ich befürchte jedoch, dass das nur ein falsches Gerücht ist mit der Einstellung.

Grundsätzlich finde ich Regionalberichterstattung gut, aber Münster, OWL, Südwestfalen, Ruhrgebiet, Aachen und Rheinland wären völlig ausreichend.

von Languedoc - am 06.04.2015 18:58
Zitat
Manfred Z
GM gehört nur beim Radio zu W, nicht beim TV. GL gehört zu Köln.

Eine Ausnahme bilden in GM Hückeswagen und Radevormwald und in GL Burscheid, Leichlingen, Wermelskirchen.

von Rosenelf - am 06.04.2015 20:07
Zitat
Rosenelf
Mir hat heute jemand bei facebook im Chat gesteckt, dass kleinere Studios wie Wuppertal im WDR 2 Hörfunk ganz wegfallen sollen.


Einsparpotential sehe ich in erster Linie nur im Hörfunk. Hier könnte sich der WDR die pseudo Regionalisierung wirklich sparen. Nach 20 Jahren Lokalradio braucht wirklich niemand drei Mal am Tag 3 Minuten Lokal-/Regionalnachrichten. Oder kommt das viermal am Tag?

Hinzukommt, dass beim Wegfall der Regionalisierung im WDR2 Hörfunk viele UKW Sender abgeschaltet werden könnten. Das würde dann zusätzlich wieder viel Geld einsparen.

von joce - am 07.04.2015 11:48
Zitat

Hinzukommt, dass beim Wegfall der Regionalisierung im WDR2 Hörfunk viele UKW Sender abgeschaltet werden könnten.


Würden die bisherige Privatfunkkette übrigens sehr gut ergänzen *duck*

von Japhi - am 07.04.2015 13:06
Die hätten damals die Morgenmagazine beibehalten sollen, diese 3 Minuten Regionalmeldungen sind wirklich Quatsch. Gerade im Raum Wuppertal hören die meisten WDR 2 über 99,2. Und in Gummersbach nehmen viele auch einfach die stärkere Frequenz, das ist im Osten dann eher die 93,5 mit dem Siegener Fenster, Richtung Waldbröl und Engelskirchen die 100,4 mit dem Kölner Fenster.

von Rosenelf - am 07.04.2015 15:51
Das Problem bei der Regionalisierung ist, dass diese mit dem Wegfall der 103,3 und somit zusammenlegung vom Niederhein und Ruhrgebiet nicht mehr wirklich praktikabel ist.

2 100KW brummer für ein Programm war natürlich auch nicht mehr zeitgemäß. Man hätte frühzeitig in den 80er Jahren, als noch Platz im band war, 2 Frequenzen mit Richtstrahlung von langeberg koordinieren sollen, ähnlich wie bei der DVB-T Ausstrahlung der WDR Muxe über Lagenberg.

von Marcus. - am 07.04.2015 18:29
Unsere Lokalnachrichten bei WDR2 sind eh der grösste Witz des WDR. Wir wohnen in Velbert/Heiligenhaus und sollen unsere Lokalnachrichten über die 99,8 Mhz aus Wuppertal empfangen. Nur kann man hier die 99,8 Mhz gar nicht empfangen sondern nur die 99,2 Mhz wo der Sender gleich nebenan ist. Nur dieser strahlt halt die falsche Lokalnachrichten (RR) aus.

von t2711 - am 08.04.2015 19:12
Nordhelle hatte damals mit der 90,3 und 104,7 genau wie Langenberg zwei Regionalprogramme in WDR 5, vorher WDR 1. Die 104,7 mit dem Wuppertaler Fenster ging auch in Heiligenhaus. Da machte das ganze noch Sinn, weil morgens für 3 Stunden aus den Studios gesendet wurde. Gut, war auf Dauer vielleicht zu teuer. Aber wenigstens 30 Minuten am Stück Regionales hätte man auch weiterhin machen können. Alles andere ist reine Frequenzverschwendung.

von Rosenelf - am 08.04.2015 19:51
Was mir auch schon öfter aufgefallen ist:

Beim WDR Videotext scheinen die Hörfunkredaktionen für die Regionalmeldungen zuständig zu sein. Da findet man unter Köln nur selten Meldungen aus dem Oberbergischen Kreis, bei Wuppertal steht mehr, sogar von Reichshof, Wiehl, Waldbröl wo im TV nur Köln zuständig ist. Hauptsächlich haben aber W/RS/SG und ME Vorrang.

von Rosenelf - am 11.04.2015 17:19
Die 95,7 geht hier auch mehr schlecht als Recht. Ist halt im Städtedreieck Velbert/Heiligenhaus/Essen. Zusätzliches Problem. 250m hoch da kommt auf einer Frequenz oft mehr als 1 Sender :-)

von t2711 - am 13.04.2015 19:20
Um noch einmal auf die Lokalzeiten zurück zukommen: Die Einschaltquoten sind natürlich ein wichtiges Argument für die Beibehaltung. Es gibt sicherlich viele Stammzuschauer (älteren Semesters?), die gewohnheitsmäßig nach der Aktuellen Stunde und vor der Tagesschau ihre Lokalzeit sehen wollen. Aber einige Dinge sind zumindest bei der hiesigen Lokalzeit Münsterland nicht von der Hand zu weisen, die Zweifel an der bisherigen Sendepraxis aufkommen lassen:

- Es findet ein verdeckter Beitragsaustausch statt (Beispiel): Gartenbeiträge mit dem rheinischen Profigärtner Rüdiger Ramme bekommen nur durch das regelmäßig folgende Studiogespräch mit dem einheimischen Gärtnerkollegen überhaupt einen regionalen Anstrich. Im Grunde könnte man diese Minuten ohne Probleme in einer WDR-Servicezeit unterbringen.
Ähnliches passiert bei Ausflugstipps aus anderen Regionen NRWs, die ihre Herkunft von anderen Studios nicht wirklich verleugnen können.
Wer Backrezepte im Fernsehen präsentieren möchte, kann dies in der Lokalzeit MSL versuchen. Der Bezug zur Region ist mit Ausnahme des Wohnsitzes der Kreativen aber kaum auszumachen.

- Als das Jahrhundert-Hochwasser im Juli 2014 Münster erreichte, sendete die Lokalzeit trotz der dramatischen Entwicklung am Abend weitgehend ihren geplanten Ablauf, ohne zumindest Telefongespräche mit Korrespondenten oder Verantwortlichen in der Stadt zu führen. Die Sendung hätte man im Grunde schon am Nachmittag aufzeichnen und später ausstrahlen können.

M.E. sieht ein wirklich professionelles Angebot aus der Region anders aus. Vor diesem Hintergrund wären Überlegungen zur Zusammenlegung gar nicht so verkehrt. Vielleicht bleibt dann mehr Geld für Inhalte übrig.

von Klausi69 - am 14.04.2015 19:32
Etwas OT:
Mir fiel zufällig auf, dass hier in Hameln (direkt an der Landesgrenze zu NRW) für WDR 2 nicht mehr die OWL-Regionalversion analog ausgekabelt wird, sondern die Köln-Version. Nimmt KD das Signal nicht mehr terrestrisch vom Bielstein auf, sondern aus dem Digital-Bouquet?

Gut, es wird vermutlich kaum jemandem auffallen, mit persönlich fehlen die Regionalnachrichten aus der Nachbarschaft.

von AlanTrebber - am 17.05.2015 19:25
Zitat
AlanTrebber
Etwas OT:
Mir fiel zufällig auf, dass hier in Hameln (direkt an der Landesgrenze zu NRW) für WDR 2 nicht mehr die OWL-Regionalversion analog ausgekabelt wird, sondern die Köln-Version. Nimmt KD das Signal nicht mehr terrestrisch vom Bielstein auf, sondern aus dem Digital-Bouquet?

Gut, es wird vermutlich kaum jemandem auffallen, mit persönlich fehlen die Regionalnachrichten aus der Nachbarschaft.


Ich kenne jemanden aus Lügde (noch NRW), dort hat man im Kabelfernsehen noch nicht einmal die richtige Lokalzeit OWL im TV, weil die Programme dort von Niedersachsen aus (Kabel Deutschland) eingespeist werden. Dort im äußersten Osten von NRW kann man via Kabel nur das Kölner Fenster empfangen ...

von Rosenelf - am 19.05.2015 23:20
Immer wieder interessant wie schnell die Studios beim WDR Fernseh umgebaut werden. Jetzt im Großraum Studio, großem Hintergrundwand mit rotem Tischpult. Das vorherige fand ich angenehmer. Da werden Gelder wieder rausgeschmissen oder haben die im Lotto gewonnen:D Gleichzeitig Mitarbeiter entlassen.
Lokalzeit Wetter (zumindest für Köln) ist wieder wie früher in kürzerer Fassung ohne den "3 D Flug" was meiner Meinung auch überflüssig war. War eine doppelte Wettervorhersage auf der Karte und dann von oben aus.

von DJ Taifun - am 12.09.2016 21:25
Zitat
Rosenelf
Ich kenne jemanden aus Lügde (noch NRW), dort hat man im Kabelfernsehen noch nicht einmal die richtige Lokalzeit OWL im TV, weil die Programme dort von Niedersachsen aus (Kabel Deutschland) eingespeist werden. Dort im äußersten Osten von NRW kann man via Kabel nur das Kölner Fenster empfangen ...

Komisch, dass sich der WDR damit zufrieden gibt. Der hr hatte damals gegen Kabel BW geklagt als die das Hessen Fernsehen aus dem Kabel schmissen weil die noch einige hessische Odenwalddörfer versorgen. Daraufhin musste Kabel BW extra für diese paar Dörfer eine eigene Belegung mit hr-fernsehen einrichten.

von RheinMain701 - am 12.09.2016 21:46
Zitat
DJ Taifun
Immer wieder interessant wie schnell die Studios beim WDR Fernseh umgebaut werden. Jetzt im Großraum Studio, großem Hintergrundwand mit rotem Tischpult. Das vorherige fand ich angenehmer. Da werden Gelder wieder rausgeschmissen oder haben die im Lotto gewonnen:D Gleichzeitig Mitarbeiter entlassen.


Das alte Design gab es 7 Jahre. Die sind mit der Kamera an die alten Studiomöbel ganz nah drangegangen. Ich habe die Gebrauchspuren gesehen. Dass neue Möbel nötig waren, wundert mich nicht. Was der WDR vergessen hat, dass sich die Menschen mit den Intros identifizieren, weil da auch ihre Stadt hereingeschnitten wurde. Ich habe mich immer über das Dortmunder-U im Vorspann gefreut und auch über einen Blick auf die Ruhr. Die Bilder wurden getauscht, es kam immer etwas Neues in den Vorspann. Das Rot ist zwar die AKS-Farbe, aber sehr aggressiv. Die Lokalzeit in blau war entspannter. Auf so eine Idee können nur die Leute in Köln kommen, in Dortmund wäre gelb/schwarz angesagt, bei der Lokalzeit Essen blau wegen Schalke und VfL Bochum. Die Lokalzeiten sind noch austauschbarer geworden als vorher und die Angleichung soll uns an die Mogelpackung Lokalzeit NRW gewöhnen. Der WDR spart an der erfolgreichsten Sendung im Programm. Das wird sich rächen. Schon jetzt sind 10 Minuten Müllprogramm drin. Der Lokalzeit-Gärtner läuft in allen Lokalzeiten mit den gleichen Inhalten. Was ist daran lokal? Die Tipps und Termine wurden gestreckt, damit der WDR mit billigen Programm viel Sendezeit füllt. Dann kommen noch die Zuschauerfotos, die immer mehr werden, damit das Programm wirklich nichts kostet. Häufig gibt es eine Liveschalte zu einem Reporter, der schon 20 Min. früher den gleichen Quark in der AKS erzählte. Das Programm wird immer weichgespülter, nur dafür benötige ich keinen ö-r Rundfunk. Keine Bürgerproteste, keine Politik und kaum Kritik. So erfüllt der WDR nicht seine Aufgaben.

Zitat
DJ Taifun
Lokalzeit Wetter (zumindest für Köln) ist wieder wie früher in kürzerer Fassung ohne den "3 D Flug" was meiner Meinung auch überflüssig war. War eine doppelte Wettervorhersage auf der Karte und dann von oben aus.


Den 3D-Flug hat die Lokalzeit Dortmund schnell abgesetzt. Den Zuschauern war klar, dass dafür ein Beitrag wegfällt. Die Wetterkarten sind in der AKS und Lokalzeit wirklich scheiße! Ich habe beobachtet, dass auf blauen Hintergrund eine weiße Regenwolke gezeigt wurde. Der Regen war nicht zu sehen, weil dieser ebenfalls in Blau, nur etwas heller als der Hintergrund dargestellt wurde. Der WDR ist Ausbildungsunternehmen für Mediengestallter, wer solche Fehler macht, ist schlechter Ausbilder.

von Seltener Besucher - am 12.09.2016 23:10
Zitat
Languedoc
Als Wuppertaler sag ich, dass das Studio Wuppertal überflüssig ist. Warum sendet die 99,2 von der niederländischen Grenze bis ins Ruhrgebiet und nach Düsseldorf und auf der anderen Seite "braucht" man für das Bergische einen eigenen Sender. GM und GL gehören nach Köln und W / RS / SG / ME nach Düsseldorf. Fertig! So war das in den frühen 90ern auch, bevor man unbedingt verhindern wollte, dass die 95,7 oder die 91,8 jemand anders kriegt.


95,7 ist ein sehr unangenehmer Störsender. Es gab eine Zeit, Anfang der 90er Jahre, da war diese Frequenz frei und man konnte im Rheinland wunderbar "Radio 21" aus Liège empfangen.

Zitat
Languedoc
Studio Bonn und Studio Essen sind genauso überflüssig = Köln und Dortmund.
Es ging dabei immer nur um Füllsender wie die 88,4 und anderen Unfug.


Die 88,4 stört den BRF1-Empfang im Rheinland. Seit wann gibt es diesen Störsender aus Bergheim? Meines Erachtens ist er relativ neu und ein Unding.

von Klaus Wegener - am 14.09.2016 09:10
Soweit mir bekannt, gab es seitens der Belgier damals keine Einsprüche gegen diese Sender.
Somit ist alles rechtmäßig abgelaufen. Abgesehen davon sendet BEL doch vertikal, also kann man die Sender 95,6 und 88,5 sicher bis wenige Meter vor Bergheim normal empfangen.
Eine gute Antenne ist das A und O. Im Autoradio jedoch, da gebe ich euch recht. Auch hier könnte man aber das Handy nutzen. Oder, wenn es geht, das Radio auf 95,58 abstimmen.
War die 95,7 nicht früher mal in Köln im Einsatz ?

von sup2 - am 14.09.2016 11:59
Zitat
Klaus Wegener
Die 88,4 stört den BRF1-Empfang im Rheinland. Seit wann gibt es diesen Störsender aus Bergheim? Meines Erachtens ist er relativ neu und ein Unding.


Die 88,4 gibt es schon über 10 Jahre und vermiest seit dem den BRF Empfang. Nach einigen Wochen ist der BRF daher auch leider aus dem Kabel geflogen.

Die zweite große Liège Frequenz wurde relativ zeitgleich von DLR-Kultur besetzt. Diesmal hat es die 90,5 direkt getroffen. 100 Watt aus Krefeld haben gereicht den Empfang zu vermiesen, so dass RTBF Vivacité dann leider auch nach kurzer Zeit aus dem Kabel geflogen ist.

Der dritte Leittragende ist leider 100,5 - Das Hitradio. Hier vermiest Welle Niederrhein auf 100,6 den Empfang.

So ist das in NRW. Bloß keine Konkurrenz für den WDR.

von joce - am 14.09.2016 14:37
So vor 2 bis 3 Wochen habe ich noch einen gehört.
WDR4 ist nicht so mein Programm, ich höre nächste Woche mal genauer hin.

Übrigens wird in der Lokalteil Bonn (und vermutlich auch in den anderen) seit kurzem auf die Lokalnachrichten in WDR2 hingewiesen. Davor wurde der WDR-Hörfunk im TV kaum je erwähnt.

von Christian_66 - am 16.09.2016 16:51
Ich habe jetzt drei Tage lang WDR4 gehört, nicht nonstop, aber immer wieder. Ich würde sagen, Kroes, Du hattest den richtigen Riecher - ich habe kein einziges Regionalwetter gehört.
Ich könnte es verpasst haben, aber ich sollte eigentlich lange genug eingeschaltet haben.
Vielleicht hatte ich mich mit den 2 bis3 Wochen doch vertan.

von Christian_66 - am 21.09.2016 17:34
Der WDR hat seine Lokalzeiten den Frequenzen angepasst und nicht umgekehrt. Die 99,8 z.B. wurde durch die Langenberg-typischen Interferenzen in Wuppertal gerechtfertigt (weswegen wir z.B. früher die Nordhelle K30 genutzt haben anstatt K9).
Das Bergische Land hat zudem überhaupt kein Regionalbewusstsein mehr. Im bergischen Städtedreieck vielleicht, aber ein Gummersbacher ist doch 10 x schneller in Olpe oder Köln als in Gummersbach.
Daher sollte man wirklich die Lokalzeiten straffen und dazu gehört, dass das Ruhrgebiet eine Lokalzeit bekommt und nicht Dortmund und Essen und Wuppertal wieder zu Düsseldorf kommt (und Gummersbach zu Köln). Die 99,8, 91,8 und 95,7 (sowie 88,4 98,6) und könnte man zu einer Kette zusammenfasssen, die man im halben Rheinland empfangen kann und die wunderbar einen anderen privaten Sender übertragen könnte. Aber Vielfalt ist ja in NRW nicht gewollt.

von Languedoc - am 21.09.2016 19:00
Zitat
Languedoc
Das Bergische Land hat zudem überhaupt kein Regionalbewusstsein mehr. Im bergischen Städtedreieck vielleicht, aber ein Gummersbacher ist doch 10 x schneller in Olpe oder Köln als in Gummersbach.


Du meinst schneller als in Wuppertal ;-)

Bei Wikipedia stimmt die Regionalisierung der Lokalzeiten hinten und vorne nicht. Ich wollte das mal richtig stellen, ist aber viel Arbeit das alles zu belegen ...

von Rosenelf - am 22.09.2016 13:31
Zitat
Christian_66
Übrigens wird in der Lokalteil Bonn (und vermutlich auch in den anderen) seit kurzem auf die Lokalnachrichten in WDR2 hingewiesen. Davor wurde der WDR-Hörfunk im TV kaum je erwähnt.


Die Lokalzeit Dortmund wirbt gerne für die WDR2-Frequenz 87,8 MHz. Die Lokalzeit Dortmund ist für die Städte Dortmund, Hagen und Hamm, sowie für die Kreise Ennepe-Ruhr (EN), Recklinghausen (RE) und Unna zuständig. In Teilen der Kreise EN und RE kann man die 87,8 MHz nicht empfangen. Die Werben für die UKW-Frequenz seit dem es das Kabelpilotprojekt Dortmund in den 1980er Jahren gab.

Zitat
Languedoc
Daher sollte man wirklich die Lokalzeiten straffen und dazu gehört, dass das Ruhrgebiet eine Lokalzeit bekommt und nicht Dortmund und Essen und Wuppertal wieder zu Düsseldorf kommt (und Gummersbach zu Köln).


In Erdkunde hast Du wohl nicht aufgepasst. Dein Satz ist überhaupt nicht verständlich. Im Ruhrgebiet gibt es drei Lokalzeiten: Dortmund, Duisburg und Essen. Wuppertal gehört nicht dazu. Ich weiß nicht mit welcher Logik Du an die Sache herangehst, aber im Saarland leben weniger Menschen als in Kön und die leisten sich vier Hörfunkprogramme, im Ruhrgebiet leben 5,1 Mio. Menschen und es gibt dort keine eigenständige ARD-Anstalt. Geht man von Bremen oder dem Saarland aus, müssten im Ruhrgebiet mindestens 5 ARD-Anstalten 20 Hörfunkprogramme produzieren. Auch wenn wir mit Berlin und Brandenburg und dem RBB vergleichen, müsste der Rundfunk Ruhrgebiet 6 Programme für das Ruhrgebiet produzieren. Es gibt aber kein einziges Programm des WDRs und auch kommerzielles Hörfunkprogramm für das Ruhrgebiet, nur Kiezradios für die Ruhegebietsstadtteile.

Vielleicht hast Du es nicht verstanden, aber die Lokalzeiten sind geteilt worden, weil die Berichterstattung aus den Städten überwiegte, in denen der WDR seine Studios angesiedelt hat. Es gibt Beschwerden im Kreis Soest, der wieder gerne von der Lokalzeit Dortmund bedient werden möchte, statt Siegen. Vielleicht kann man das Bergische von Siegen aus bedienen und Soest aus Bielefeld. Die Lokalzeit Dortmund berichte schon über die bevölkerungsreichste Stadt bevölkerungsreichsten Kreis im Ruhrgebiet: Dortmund den Kreis Recklinghausen.

Zitat
Rosenelf
Bei Wikipedia stimmt die Regionalisierung der Lokalzeiten hinten und vorne nicht. Ich wollte das mal richtig stellen, ist aber viel Arbeit das alles zu belegen ...


Orientiere doch an den Wetterkarten in der Lokalzeit:
Dortmund zeigt immer nur die Kreise EN, RE, UN und die Städte DO, HA, HAM.

von Seltener Besucher - am 23.09.2016 17:09
Zitat
Seltener Besucher
Die Lokalzeit Dortmund wirbt gerne für die WDR2-Frequenz 87,8 MHz. Die Lokalzeit Dortmund ist für die Städte Dortmund, Hagen und Hamm, sowie für die Kreise Ennepe-Ruhr (EN), Recklinghausen (RE) und Unna zuständig. In Teilen der Kreise EN und RE kann man die 87,8 MHz nicht empfangen.

[...] Die Lokalzeit Dortmund berichte schon über die bevölkerungsreichste Stadt bevölkerungsreichsten Kreis im Ruhrgebiet: Dortmund den Kreis Recklinghausen.


[Leicht OT:] Wenn man ganz genau sein möchte, sind es die Städte Dortmund, Hagen und Hamm, der Kreis Unna, der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Kreis Recklinghausen ohne die Stadt Gladbeck. Gladbeck wird laut WDR-Karte von der Lokalzeit Ruhr aus Essen bedient.

Beim Radio ist das Studio Dortmund nur für Dortmund, Hagen und Hamm, den Kreis Unna und die Städte Castrop-Rauxel und Waltrop im Kreis Recklinghausen zuständig. Für Dorsten und Haltern ist es das Studio Münster, für den Rest des Kreises Recklinghausen das Studio Essen. Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist beim Radio zwischen den Studios Essen und Wuppertal (nur Schwelm und Sprockhövel) aufgeteilt.


Zitat
Seltener Besucher
Zitat
Rosenelf
Bei Wikipedia stimmt die Regionalisierung der Lokalzeiten hinten und vorne nicht. Ich wollte das mal richtig stellen, ist aber viel Arbeit das alles zu belegen ...


Orientiere doch an den Wetterkarten in der Lokalzeit:
Dortmund zeigt immer nur die Kreise EN, RE, UN und die Städte DO, HA, HAM.


Die Karten haben wir ja: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1331602,1332666#msg-1332666. ;-)

von Michel OS - am 25.09.2016 12:35
Ich würde mich auf die Karten bei den Sendern nicht immer 100 % verlassen. Schau Dir die Karte bei Radio NRW an. Demnach grenzt der EN-Kreis an den Kreis Unna und Bochum und Dortmund liegen nicht beieinander. Hagen gehört zu dem Kreis MK und Schwerte ist eine kreisfreie Stadt. Auf der Karte wurde Radio Emscher-Lippe um eine Stadt beraubt. Bei Karten wird gepfuscht, weil es eine Menge Arbeit ist diese nachzuzeichnen. Ansonsten gibt es Probleme mit den Rechteinhabern.

http://radionrw.de/nrw-lokalradios/sendegebiet.html

von Seltener Besucher - am 25.09.2016 23:12
Das Problem bei Wikipedia ist, dass jede Gemeinde und Stadt einzeln genannt sind. Früher stimmte alles, da hatte ich noch dran mit gewirkt. Aber seit die diese Hörfunkstudio-Karten dort haben orientiert man sich dort an der WDR 2 Regionalisierung, die aber nichts mit der Lokalzeit zu tun hat.

Wie gesagt, könnte man machen, ist aber ne Menge Arbeit denen das genau zu belegen weil die ja auch immer die Quellenangaben aus rechtlichen Gründen beim hochladen der Karten wissen wollen.

Ich habe noch Karten ohne Bonn und Duisburg, wo tatsächlich alle Gemeinden mit ihren Grenzen eingezeichnet waren, bei den neuen fehlen diese aber leider.

von Rosenelf - am 26.09.2016 03:20
Seltener Besucher. Ich weiß nicht, was an meinem Vorschlag unverständlich sein soll.
Ich würde für das Ruhrgebiet EINE Lokalzeit machen, eine für Köln/Bonn mit Oberberg und Rheinberg und das bergische Städtedreieck wieder zu Düsseldorf wie früher.

Der Vergleich mit dem Saarland und Bremen hinkt, denn das sind nun mal momentan eigene Bundesländer und da Rundfunk Ländersache ist, haben sie halt ihre eigenen ARD Anstalten. Viel besseres Gegenbeispiel: München. Keine andere ARD Anstalt macht eine derartige Subregionalisierung wie der WDR. Ich finde die gar nicht schlecht, aber man sollte halt nicht übertreiben.

von Languedoc - am 27.09.2016 20:33
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