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Tower Climbing

Startbeitrag von Tesco.live am 08.05.2015 18:52

In der "Szene" macht eine neue Gruppe Furore. Alles rechtlich wohl eher Straftaten, als Delikte. Aber bildet Euch Eure eugene Meinung darüber:


https://www.youtube.com/channel/UC1NuNny8CCNioIMNNDaxtFA/videos

Die 50 interessantesten Antworten:

Hab mir auch das Donebach-Video angeguckt. Mir wird da beim zugucken auch schlecht, zumal auch total lebensmüde, ein Windstoß usw. und das war's. Auf der anderen Seite sieht daran sehr schön, was man anscheinend alles in jugendlichen Kreisen machen muss um "cool" zu sein ... einfach nur noch krank das ganze, passt aber ins Bild.

von Jens1978 - am 08.05.2015 21:53
Einerseits:
Illegal, und genauso bescheuert und gefährlich wie extremes Free-Climbing. Ob die Jungs alt genug sind, um zu wissen, was sie tun? Ich bin mir nicht ganz so sicher. Letztenendes gilt genau das - de jure ists "einfach nur Hausfriedensbruch".

Andererseits:
Die Bilder? Klasse - und das ist das Problem. Beifall werden sie genug bekommen, egal wie dumm so eine Aktion ist. Aber "dumme" Aktionen findet man zuhauf im Web. Egal obs die Skateboard-Abfahrt auf der A8 am Albabstieg ist, die 300-km/h-Fahrt mitm Motorrad, oder manch andere x-beliebige absichtlich herbeigeführte Gefahrensituation. Dagegen ist das ungesicherte Hochklettern auf einer Leiter ja fast noch harmlos, zumal das noch keine Gefährdung Dritter mit sich bringt. Das gefährlichste an der Aktion dürfte die Tatsache sein, dass der Sender ja nicht komplett deaktiviert ist, und aus der Ferne einschaltbar wäre - dann wirds im Speisepunkt "heiß"...

Den "Kick" kann ich durchaus nachvollziehen, wobei ich mich mit meiner Höhenangst ja nichtmal mit Gurtsicherung auf einen 10m-Mast wage...

von DH0GHU - am 09.05.2015 08:30
Die berühmte Frage: Warum nicht auf eine legale Grundlage stellen?
Ich vermute, daß dort einerseits die Kosten dagegenstehen. Sieht man einmal von dem Unterhalt der Sendeanlage ab, den wir hier einmal nicht umlegen wollen, sonst brauche ich direkt nicht weiterzutippen ;-) , müßte natürlich Personal vorhanden sein und mit steigen was im Notfall eine Rettung durchführen könnte. Dies will natürlich mit entsprechenden Stundenansätzen bezahlt werden.
Andererseits wären für die Steiger zunächst einmal deren Turmtauglichkeit ärztlich abzuklären "Arbeiten in großen Höhen", sowie entsprechende Schulungen der Arbeitssicherheit zu belegen.
=> Wird wohl leider nichts werden :-( , obwohl man sicherlich jedem Interssierten einmal eine solche unvergeßliche Aussicht gönnen würde.

von Thomas (Metal) - am 09.05.2015 09:47
Tja, was wäre gewesen, wenn sich die Jungs den Sender Oranienburg ausgesucht hätten, pünktlich zu dem Zeitpunkt, wo die DRM Testsendungen eingeschaltet werden ... bzzzzz .....

Zitat
DH0GHU

Die Bilder? Klasse - und das ist das Problem.


Zufälligerweise habe ich gestern genau bevor ich diesen Thread gesehen habe bei 3sat diese Sendung gesehen:

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=51353

Wie Red Bull mit dem Marketing von Extremsportlern Eigenwerbung macht, die bei den riskanten Aktionen ihr Leben riskieren.
Bei derartigen medialen Vorbildern wundert einen gar nichts mehr.

von Saarländer (aus Elm) - am 09.05.2015 09:50
Einfach nur krank und lebensgefährlich. :rolleyes:

Aber eins muss man an dieser Stelle sagen - ich war ja auch im Vorjahr noch in Donebach (natürlich nur am Boden ;) ) und beeindruckt von den riesigen Masten - die Aussicht von oben, wie in diesem Video gezeigt, ist gigantisch. Wenn man genau hinschaut, erkennt man auch den Sender Mudau an einigen Stellen im Video.

von DX-Project-Graz - am 09.05.2015 12:59
Zitat
Rheinländer
Es gibt ja auch aus Russland etliche Kanäle bei Youtube, wo man Auto Unfälle sieht, von eher harmlosen Auf fahr Unfällen, bis sehr schwere.

ich finde das sowas im Netz nix zu suchen hat, und so lebensmüde Videos eh net, die auch noch nach geahnt werden!


Muss man sich ja nicht ansehen :gruebel:

von Chief Wiggum - am 09.05.2015 19:07
Zitat

Aber eins muss man an dieser Stelle sagen - ich war ja auch im Vorjahr noch in Donebach (natürlich nur am Boden ;) ) und beeindruckt von den riesigen Masten - die Aussicht von oben, wie in diesem Video gezeigt, ist gigantisch. Wenn man genau hinschaut, erkennt man auch den Sender Mudau an einigen Stellen im Video.


An welcher Stelle meinst du das?


Inwiefern wirken sich die elektromagnetischen Strahlen so nah auf den Körper aus? Gerade der Speispunkt des Dipols ist da ja ein schlechter Aufenthaltsort...
-------

Wobei ich finde, dass diese "Idioten" da noch mehr eine Nummer "dümmer" sind, gerade was das klettern angeht
https://www.youtube.com/watch?v=VK_sgbeWlRw

von Eheimz - am 09.05.2015 22:46
Die erwischen hoffentlich mal einen richtig starken Sender...
Jeden Monat müssen wir mind. 1x raus und Schäden reparieren die von solchen Idioten verursacht werden - Abgeknickte Kabel, verschobene Antennen oder beschädigte Steigschutzeinrichtungen.

Ich mein, die erhalten meinen Job, aber irgendwie nervts doch etwas.
Sollen die sich einen ordentlichen Beruf suchen, dann können die das jeden Tag machen und bekommen sogar noch Geld dafür.

von Andi86 - am 10.05.2015 11:34
Machen wir mal einen fiktiven Ausflug.
Der Sendetechniker bekommt an dem Tag, an dem die Heinis da oben ihre Selfies machen, den Befehl : Sender entstauben und schnell wieder auf Sendung gehen.
Man rechnet als Sendetechniker ja nicht damit, dass 2 Burschen da oben in 358 Metern sind.

Der Sender wird auf 500 KW hochgefahren.
Wie merken dies die beiden dann da oben ? Ich meine : Ein Potential zur Erde bilden sie ja nicht, sind sind doch "eins mit der Antenne", bzw. dem Mast.
Skin-Efffekt ?
Oder wird der Funke erst überspringen, wenn sie herabklettern und mit dem ersten Fuß den Boden berühren, während die Hand noch am Mast hält ?
Auch wäre mal interessant, ob es auf diese Weise schon ...... Unfälle gab.

von sup2 - am 10.05.2015 13:28
Das sind ja teilweise ziemlich harte Worte hier. Ich sehe die Sache etwas anders.

Also, dass man sowas in jugendlichen Kreisen machen muss, um "cool" zu sein, wäre mir nicht bekannt. Die drei Jungs wollen höchstwahrscheinlich einfach einen Adrenalinkick, und sind deshalb meiner Meinung nach auch weder "bescheuert" noch "verrückt". Ich sehe da zumindest keinen großen Unterschied zu Motorradfahrern oder Extrem-Bergsteigern. Ich bin auch schon mit meinen Kumpels auf Dächern und Baugerüsten herumgeklettert, da hätte auch was passieren können, aber ein unwahrscheinliches Katastrophenszenario kann man sich halt immer ausmalen.

Ich finde sowas jedenfalls viel besser, als am Smartphone rumzuhängen wie 99% der anderen Schlafmützen in meiner Generation. Problematisch wird es nur, wenn Schäden verursacht werden. Das konnte ich im verlinkten Video aber nicht erkennen. Insofern sage ich in meinem jugendlichen Leichtsinn: Respekt, gute Aktion!

Es geht natürlich noch extremer:

Shanghai Tower (650 meters)

von ScheichManfred - am 10.05.2015 15:23
Zitat
sup2
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man im vollen Betrieb mal eben stehenen Fußes an den Masten da unten anfassen kann, ohne ordentlich "eins getafelt" zu bekommen.

Doch, der ist war im Normalbetrieb geerdet wie in Wikipedia geschrieben "Sie sind, wie die beiden Sendemasten der ähnlich ausgeführten Anlage in Aholming, geerdete Konstruktionen, in welche die abzustrahlende Hochfrequenzenergie in etwa 300 Meter Höhe über die Halteseile eingespeist wurde.".

von Thomas (Metal) - am 10.05.2015 15:44
In diesem Video sind ebenfalls die Idioten Kidz zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=UpXEp5PJ19o
Da wird einfach mal eine Tür eingetreten, das ist dann nicht mehr so cool oder?
Diese Kinder wissen doch gar nicht was für einer Gefahr sie sich da aussetzen... *kopfschüttel*

Außerdem wird da wie blöd auf den Masten herumgeturnt, ohne Rücksicht auf irgendwas. Einmal auf einen HF Hohlleiter getreten und schon hat mein einen Schaden der in die Tausende gehen kann - daher halte ich von solchem Blödsinn absolut nichts. Muss ja selbst solche Schäden oft genug beheben und das nervt einfach nur noch.

von Andi86 - am 10.05.2015 18:31
Zitat
sup2
Das Video kenne ich natürlich. Aber nicht, wieviel KW auf dem alten Sendemast aktiv war.
Ich meine eben diese 500 KW. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man im vollen Betrieb mal eben stehenen Fußes an den Masten da unten anfassen kann, ohne ordentlich "eins getafelt" zu bekommen.

Man bekommt bei Hochfrequenz keinen elektrischen Schlag, auch bei noch so hohen Spannungen nicht. Dafür verbrennt man sich. Aber nicht so, wie wenn man an einen heißen Gegenstand fassen würde, sondern die Haut "verbrennt" sozusagen von innen nach außen (man kann noch nicht mal unbedingt immer eine "Brandwunde" sehen!). Was wesentlich schlechter heilt als eine richtige Brandwunde. Es reichen schon wenige Watt Sendeleistung (die Leistung ist dafür sogar relativ unwichtig, es geht hier um die hohe HF-Spannung) für solche Effekte, gerade bei Frequenzen unter 30 MHz ist das besonders ausgeprägt, bei VHF (2 m Afu z.B.) braucht man schon mehr Spannung um sich zu verbrennen (eigene Erfahrung :D, aber warum ist das eigentlich so?).

Bei ein paar kW ist es aber sicher auch egal ob Schlag oder Verbrennung, es geht sowieso nicht gut^^.

von WiehengeBIERge - am 10.05.2015 18:50
Zitat
WiehengeBIERge
Zitat
sup2
Das Video kenne ich natürlich. Aber nicht, wieviel KW auf dem alten Sendemast aktiv war.
Ich meine eben diese 500 KW. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man im vollen Betrieb mal eben stehenen Fußes an den Masten da unten anfassen kann, ohne ordentlich "eins getafelt" zu bekommen.

Man bekommt bei Hochfrequenz keinen elektrischen Schlag, auch bei noch so hohen Spannungen nicht. Dafür verbrennt man sich. Aber nicht so, wie wenn man an einen heißen Gegenstand fassen würde, sondern die Haut "verbrennt" sozusagen von innen nach außen (man kann noch nicht mal unbedingt immer eine "Brandwunde" sehen!). Was wesentlich schlechter heilt als eine richtige Brandwunde. Es reichen schon wenige Watt Sendeleistung (die Leistung ist dafür sogar relativ unwichtig, es geht hier um die hohe HF-Spannung) für solche Effekte, gerade bei Frequenzen unter 30 MHz ist das besonders ausgeprägt, bei VHF (2 m Afu z.B.) braucht man schon mehr Spannung um sich zu verbrennen (eigene Erfahrung :D, aber warum ist das eigentlich so?).

Bei ein paar kW ist es aber sicher auch egal ob Schlag oder Verbrennung, es geht sowieso nicht gut^^.


Das hört sich schon fast so an wie der "Mikrowelleneffekt".
Da wird das Essen auch von innen heraus erwärmt.

von _Yoshi_ - am 10.05.2015 19:51
Der Effekt ist in etwa der selbe, der Vergleich mit einer Mikrowelle trifft es ganz gut.

Kollegen die einer versehentlich nicht abgeschalteten DVB-T Antenne zu nahe gekommen sind, haben davon starke Rötungen und Schwellungen an Gesicht und Händen bekommen - innerhalb von wenigen Minuten - das waren rund 75 kW ERP.

Große RiFu Strecken im GHz Bereich haben diesen Mikrowelleneffekt noch viel ausgeprägter, auf Grund der höheren Frequenz und der starken Bündelung der Strahlung.

von Andi86 - am 10.05.2015 20:08
Mir wird beim Zugucken flau...gibt ja einige Videos, vor allem aus den USA. Zur Diskussion des erhobenen Zeigefingers: Meines Erachtens muss jeder Mensch selbst wissen, was er tut. Spitzensport (Formel 1, Skiabfahrt etc.) ist mindestens genauso gefährlich wie so eine Aktion. Dort wird es im Gegenzug aber sogar unterstützt und bezahlt. So lange die Jungs nix zerstören...lasst sie doch. Mich regen Tausende von überdrehten Auto- und Motorradfahrern viel mehr aus, die über die Straßen brettern, als ob es kein Morgen gäbe. Denn die belästigen mit ihrer Tätigkeit ihre Mitmenschen und gefährden sie auch noch ernsthaft, wovon hier keine Rede sein kann.

von Peter Schwarz - am 10.05.2015 20:09
Zitat
Peter Schwarz
So lange die Jungs nix zerstören...lasst sie doch.


Das ist ja gerade das Problem.
In einigen Videos kann man sehen das Verschläge eingetreten werden oder gar Schlösser geknackt werden.(Gewaltsamer zugang zu den Sendemast)
Auch wie schon geschrieben das verstellen von Antennen und verbiegen von Hohlleiter.

von _Yoshi_ - am 10.05.2015 20:22
In dem Zusammenhang passt vielleicht dieser Link nochmal ganz gut - hier sieht man auch den "Verbrennungseffekt" bei diesen Jugendlichen, die sich in der Tat absolut unvernünftig verhalten - in so direkter Nähe zu einer Hochleistungs-Anlage...
http://www.yapfiles.ru/show/520958/fcb39188e270756f0e45bfc73c62e889.flv.html

von hybrid - am 11.05.2015 12:24
@ScheichManfred:

"Ich finde sowas jedenfalls viel besser, als am Smartphone rumzuhängen wie 99% der anderen Schlafmützen in meiner Generation. Problematisch wird es nur, wenn Schäden verursacht werden. Das konnte ich im verlinkten Video aber nicht erkennen. Insofern sage ich in meinem jugendlichen Leichtsinn: Respekt, gute Aktion!"

Mein notorisch provokativer Einwand:

Kein Respekt, weil keine gute Aktion! Gibt es denn zwischen den Extremen Smartphone und lebensgefährlichem Leichtsinn wirklich keine Alternativen, seine Freizeit sinnvoll zu gestalten?
Die Schäden an den Anlagen sind schlimm genug. "Problematisch" werden solche Aktionen, wenn es zu einem Unfall kommt. Dann herrscht bei Eltern, Freunden usw. das blanke Entsetzen; die Medien haben ihre Story und finden sofort den Schuldigen: den Betreiber der Anlage, weil das aufgebrochene Schloß nicht stabil genug war.
Denkt bitte auch einmal an die Leute, die die Überreste eines vom Mast gefallenen oder gar an eine Hochspannungsleitung geratenen bergen müssen. Letzteres geschieht immer wieder, weil es ein Sport geworden ist, nachts auf Eisenbahnwagen zu klettern.

von hegi_ms - am 11.05.2015 13:47
Zitat
Andi86
Der Effekt ist in etwa der selbe, der Vergleich mit einer Mikrowelle trifft es ganz gut.

Kollegen die einer versehentlich nicht abgeschalteten DVB-T Antenne zu nahe gekommen sind, haben davon starke Rötungen und Schwellungen an Gesicht und Händen bekommen - innerhalb von wenigen Minuten - das waren rund 75 kW ERP.

Große RiFu Strecken im GHz Bereich haben diesen Mikrowelleneffekt noch viel ausgeprägter, auf Grund der höheren Frequenz und der starken Bündelung der Strahlung.

Wobei man hier aber noch zwischen Berührung der Antenne und einfach nur den Aufenthalt in der Nähe der Antenne unterschieden muss. Die direkte Berührung eines Leiters, der unter einer hohen hochfrequenten Spannung steht, führt schon bei vermeintlich "kleinen" Leistungen zu "kleinen, aber doch unangenehmen) Verbrennungen. Zumindest bei direkter Berührung scheinen niedrigere Frequenzen eher / stärkere "Verbrennungen" zu verursachen als höhere, so meine Erfahrung ;-). Auf 160 m z.B. habe ich mir schon mal bei nur einem Watt Sendeleistung ordentlich einen "gebrannt" (wobei das aber letztlich doch nur eine kleine Verbrennung war von der schon nach 5 Minuten nichts mehr zu spüren oder zu sehen war), während ich bei 5 Watt auf 2 Meter sogar die Antenne anfassen kann ohne überhaupt was zu merken.

von WiehengeBIERge - am 11.05.2015 14:38
Schönes, aber zugleich beklopptes Video aus Donebach. :rolleyes:


Passend dazu wurde bei den FMK-Radiotagen letzte Woche in Graz Helene Fischers Gassenhauer "Atemlos"...
---> http://www.helene-fischer.de/musik-songtexte/farbenspiel/atemlos-durch-die-nacht
...etwas umgedichtet:


Atemlos
durch den Mast
bis die Spannung
dich erfasst


:D

von Manager. - am 20.05.2015 20:15
Was soll die Aufregung?
Jeder hat das Recht auf seinen eigenen Genickbruck.

Und natürlich hat die Generation unserer Eltern auch nie Armbrüste selbst gebaut aus LKW-Blattfedern, mitm Flaschenzug gespannt und Zimmermannsnägel senkrecht in die Luft geschossen oder mit Blindgängern gespielt... Waren alles nur brave Chorknaben. Wir wissen es.

* Wenn einer von den beiden runter fällt und hoffentlich auf keinen drauf fällt, dann braucht man das Mett nur mit nem Laubrechen zusammenkehren. Schaden also eher gering.
* Wenn die oben unmächtig werden oder nen Krampf bekommen oder unterkühlt werden und proffessionell gerettet werden müssen, dann wirds halt teuer für die und man kann deren Gehalt Taschengeld verpfänden.
* Dumm wirds nur, wenn sie "nur" ein paar Meter fallen und sich dann die Wirbelsäule so brechen, dass für die nächsten 50 Jahre zum Pflegefall werden. Das wird dann teuer für uns alle. Aber Zyankali-Kapseln kann man sich für 17 € aus Ungarn bestellen.

Beste Grüße, Marek

P.S. auch ich kletter gelegentlich mal in verlassenen Ruinen oder auf Brücken rum (nein, kein Extrem-Roofing) stets in vollem Bewusssein der von mir genannten Punkte. Andere Quarzen 60 Kippen am Tag weg. So what?

von Bruder_M - am 21.05.2015 10:32
Zitat
dxbruelhart
Gesichert mit einer Kletterausrüstung


Voll langweilig und außerdem noch...

Zitat
dxbruelhart
für 140 - 180 Franken


...viel zu teuer!

Andernorts gibt's das gratis und mit höhrem Nervenkitzelpotential, da ungesichtert.

@Bruder_M: Du triffst den Nagel auf den Kopf! :spos:

von Wellenjaeger - am 07.06.2015 09:45
Zitat
Rheinländer
Auf einen Mast zu klettern doch doch generell Hausfriedensbruch, dass Gelände gehört immer jemandem den Mast auch.


Du meinst doch nicht im Ernst, dass Leute, die bereit sind, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, sich von der Tatsache, dass sie dabei gleichzeitig Hausfriedensbruch begehen, von ihren Handlungen abhalten lassen, oder etwa doch? :rolleyes:
Ganz im Gegenteil: So etwas erzeugt einen zusätzlichen Kick!

von Wellenjaeger - am 07.06.2015 15:16
Der Gittermast in Donebach, in dem die hochklettern, ist aber nicht die Sendeantenne. Die Sendeantenne sind doch die oberen Hälften der Abspannseile, bis zu diesen Haken, oder?

Wenn man den Sender einschalten, würde denn da etwas passieren, wenn man im Gittermast steckt oder auf diesem steht, so wie die das machen, und nicht die Antenne anfasst?

von Klaus Wegener - am 02.07.2015 19:46
Die Mühlacker-Aktion stand heute hier in der Tagespresse. Muss also ein recht aktuelles Video sein.


@ Optimierer:
Die Schmetterlingsantenne auf dem früheren MW-Hauptsendemast war die Sendeantenne für 100,7 / 5 kW. Diese Frequenz wurde schon vor vielen Jahren zum FMT Cleebronn bei Güglingen (FuÜSt Brackenheim 1) verlagert.

von Manager. - am 10.02.2016 18:25
@ Jassy:

Die sind aber nicht für DAB; evt. für BOS?

9D war ursprünglich für den großen Rohrmast vorgesehen; ist inzwischen aber für den kleinen Gitterturm, von dem auch die 95,7 kommt, geplant. Grund: Der alte MW-Hauptsendemast soll dieses Jahr "platt gemacht" werden.

Ganz früher gab es in Mühlacker schon mal DAB 12B. Das kam aber von einem inzwischen demontierten kleinen Gittermast (48°46'25'' N / 08°51'05'' E); nicht vom großen Rohrmast.

von Manager. - am 10.02.2016 19:04
Zitat
Jassy
Naja von dem Mast in Mühlacker sendet ja DAB 9D so der Person wird wohl ordentlich was Strahlung abbekommen haben.


Verstrahlt war die aber vorher schon.

Als Betreiber würde ich da ganz schnell in Sicherheitstechnik investieren, bevor die ersten gelangweilten Kiddies den ultimativ letzten Kick beim Einschlag ins Abstimmhäuschen bekommen.
Ich hoffe die haben ihre Youtube Zugangsdaten irgendwo hinterlegt damit jemand das Video davon hochladen kann.

von Marc_RE - am 11.02.2016 07:00
Stürme im Wasserglas... ich möchte ja ganz und gar nicht gutheisen, was diese Kletterkiddies da tun, aber...:

Zitat
Marc_RE
Zitat
Jassy
Naja von dem Mast in Mühlacker sendet ja DAB 9D so der Person wird wohl ordentlich was Strahlung abbekommen haben.


Verstrahlt war die aber vorher schon.

Beim "kurz mal durch das Antennenfeld klettern" werden zwar Grenzwerte für nichtionisierende Felder überschritten, diese orientieren sich allerdings an einer dauerhaften Feldexposition. Das Gefährdungspotential von über mehrere Meter verteilte 10 kW ERP und dann noch HINTER den Reflektoren und nur wenige zig Sekunden Expositionsdauer wäre mehr als überschaubar.

Ich persönlich finde halbwüchsige Autorennenveranstalter, die Unschuldige mit den in den Tod reißen, jedenfalls viel problematischer als ein paar Höhensüchtige, die sich bei einem Fehler womöglich ins Antennenhäuschen stürzen.
Abgesehen davon, dass das in dem Fall Landfriedensbruch und ggf. Sachbeschädigung ist: Gefährlicher als Freeclimbing an einer überhängenden Felswand in den Alpen oder Rocky Mountains ist das nunmal letztenendes auch nicht.

von DH0GHU - am 11.02.2016 09:16
Da wird mir schon beim zugucken übel ... Ich frage mich auch, warum überhaupt die Türen zum Mastinneren anscheinend immer offen stehen. Könnte man die nicht einfach abschließen? Bei einem Rohrmast dürfte sich dadurch das Problem stark verringern.

Zitat
Manager.
@ Jassy:

Die sind aber nicht für DAB; evt. für BOS?

9D war ursprünglich für den großen Rohrmast vorgesehen; ist inzwischen aber für den kleinen Gitterturm, von dem auch die 95,7 kommt, geplant. Grund: Der alte MW-Hauptsendemast soll dieses Jahr "platt gemacht" werden.

Ganz früher gab es in Mühlacker schon mal DAB 12B. Das kam aber von einem inzwischen demontierten kleinen Gittermast (48°46'25'' N / 08°51'05'' E); nicht vom großen Rohrmast.


BOS sendet aber mittlerweile über Tetra im Bereich 400 MHz. Dafür sehen mir die vertikalen Dipole zu groß aus. Außerdem würde es mich wundern, wenn lokales BOS an der Spitze des Mastes wäre. Ich vermute eher, dass das DAB Antennen sind. Entweder die alten oder aber neue. Die Abmessungen passen jedenfalls nach meiner Ansicht zum Band 3.

Und was die Mastsprengung angeht, der steht mittlerweile unter Denkmalschutz, siehe hier und hier.

von Jens1978 - am 11.02.2016 09:41
Zitat
DH0GHU
Nö. Meine Cannon G12 funktionierte sowohl 1m neben einem mit 750w beaufschlagten Strahler bei 1,8 MHz einwandfrei als auch direkt am Zaun von Ravenburg 756 kHz, als der noch lief.
Die Dinger sind viel zu klein, als dass sie eine gute Antenne im MW-Bereich darstellen würden.


Ich habe da andere Erfahrungen gemacht (mit verschiedensten Wellenlängen, Leistungen (die kleineren als die in Frage kommenden) und Kameras - eine ging sogar kaputt)...

von WiehengeBIERge - am 11.02.2016 17:33
@ Jens1978:

Uiii, das mit dem Denkmalschutz ist an mir vorbei gegangen. :eek:
Danke für die Info und die Links. Auf dem verlinkten Foto des Mühlacker Tageblatts sieht man eindeutig, dass es DAB-Antennen sind (gleiches Modell wie an vielen anderen Standorten).


@ Jassy:

Super Auge. :spos:



Auf meinen Fotos von 2010 sind noch keine DAB-Antennen auf dem Rohrmast zu erkennen. Auf der Senderfotoseite unseres Kollegen Mathias Weber sieht man diese Antennen aber schon.
Link ---> http://www.senderfotos-bw.de/images/phocagallery/muehlacker/thumbs/phoca_thumb_l_muehlacker-103.jpg
Da auf diesen Bildern noch der frühere Reservemast mit drauf ist, müssen diese Bilder vor dem 05.11.2013 entstanden sein.

Vermutlich hatte man die Antennen oben an der Schmetterlingsantenne schon für 9D montiert, bevor die nun revidierte Entscheidung den Mast nach der Landesgartenschau 2015 abzureissen gefällt wurde. Nun kommen sie ja vielleicht doch noch zum Einsatz.

von Manager. - am 11.02.2016 18:24
Zitat
Jens1978
Und was die Mastsprengung angeht, der steht mittlerweile unter Denkmalschutz, siehe hier und hier.

Ein Sendemast und Denkmalschutz. Sicher, für manchen wird das nicht irgend ein Mast sein, vielleicht hängt hier sehr viel persönliches dran. Und wer einmal oben drauf war wird das auch anders sehen, vielleicht Emotion pur :spos: .
Sind wir aber mal ehrlich: Technisch besteht kein Bedarf dafür, da gibt es bessere andere Standorte. Etwas Besonderes ist ein solcher Mast (leider) auch nicht. Wenn man müßte könnte man später in gleicher Höhe auch wieder neu bauen. Dem gegenüber stehen die laufenden Kosten :-( .
[OT]Persönlich würde ich niemals mit dem Denkmalschutz kommen. Das ist für mich die Büchse der Pandora. Erst ist es der gerettete Turm, dann vielleicht das eigene Haus auf dem man keinen Antennenmast installieren darf. Oder andere ganz praktische Dinge die dann unerreichbar werden. Alles zu seiner Zeit, die Gegenwart ist aber da wo wir leben. Und die Zunkunft das wofür wir keine Bremsen aus längst vergangener Zeit brauchen.

von Thomas (Metal) - am 11.02.2016 19:48
Zitat
DH0GHU
Ich persönlich finde halbwüchsige Autorennenveranstalter, die Unschuldige mit den in den Tod reißen, jedenfalls viel problematischer als ein paar Höhensüchtige, die sich bei einem Fehler womöglich ins Antennenhäuschen stürzen.
Abgesehen davon, dass das in dem Fall Landfriedensbruch und ggf. Sachbeschädigung ist: Gefährlicher als Freeclimbing an einer überhängenden Felswand in den Alpen oder Rocky Mountains ist das nunmal letztenendes auch nicht.

Eine ganz dicke Zustimmung von mir dafür :spos: :spos: :spos: . Es ist nicht schön, wenn jemand dann die Reste auflesen muß. Auch nicht, wenn man dafür verantwortlich gemacht wird, das Objekt nicht 200% abgesichert zu haben. Dennoch sehe ich lieber so jemanden an der Spitze eines Mastes als mit zu dicken Eiern in einem PS-Boliden z. B. auf der Großen Straße in Nürnberg.

von Thomas (Metal) - am 11.02.2016 19:53
"Alles zu seiner Zeit, die Gegenwart ist aber da wo wir leben. Und die Zunkunft das wofür wir keine Bremsen aus längst vergangener Zeit brauchen."

Etwa so argumentierten wohl auch Ewigmorgige wie z.B. Maos "Rote Garden" während der "Kulturrevolution". Ganz zu schweigen von denen, die derzeit Zeugnisse der Antike vernichten, da sie ja schon im Mittelalter leben.

von hegi_ms - am 23.03.2016 08:54
Zitat
appelsientje
Weil dort eine DFMG-interne Telefonnummer
zur Kontaktaufnahme bei Servicearbeiten steht, und
der Climber dem Regionalbüro keine Scherzanrufe
von Youtube-Zuschauern bescheren möchte...


OK, das klingt plausbel. Dann sind die ja doch nicht so böse, wie von den Medien dargestellt.
Ich hoffe nur, dass die auch mal nach Norden kommen und den neu gebauten Sender Steinkimmen beklettern.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 23.03.2016 09:28
Mal ganz abgesehen davon, dass das Hausfriedensbruch ist: Das ist weniger irre als z.B. Freeclimbing, d.h. das nicht gesicherte Klettern an natürlichen Strukturen (Bergen).
Vermutlich ist das sogar weit weniger irre als das gesicherte Klettern auf unbekannten Routen, wo ein einziger schlecht haltender Sicherungshaken schon verdammt viele Probleme verursachen kann.
Ein Stahlgittermast im Rundfunkbereich verfügt über die notwendigen Tritte etc für ein sicheres Besteigen. Natürlich ist die ungesicherte Variante extrem gefährlich - aber eben auch nur in Relation zur gesicherten Version. Ein schwindelfreier, konditionierter, geübter Kletterer begibt sich damit weniger in Gefahr als so mancher Halbschuh-Tourist in alpinem Gelände.

von DH0GHU - am 22.05.2016 19:42
@Marc_RE: das ist mir durchaus bewußt (und ich käme da vermutlich nicht mal MIT Sicherung mehr als 5m nach oben ;-) ). Auch die arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften sind gut begründet und sinnvoll.
Dennoch: Wenn jetzt wieder Millionen Touristen durch die Alpen stiefeln, sind hunderttausende dabei, die mit Halbschuhen und leichten Turnschuhen auf Geröllpfaden am Steilhang herumhüpfen, teilweise in Gewitterschauer hineingeraten, etc. Wer da abrutscht, hat auch gute Chancen, das Urlaubsende nicht zu erleben. Zurecht wird davor gewarnt. Das ist eigentlich als Massenphänomen noch irrer als das, was offenbar geübte, aber leider auch angstfreie "Kletter-Kiddies" da abziehen.... Und für mich persönlich ist jeder Nebelraser und Im-Gegenverkehr-Überholer gefährlicher als so ein Kletterer, der letztenendes nur sich selbst gefährdet.

von DH0GHU - am 23.05.2016 13:10
Zitat
DH0GHU
Wenn jetzt wieder Millionen Touristen durch die Alpen stiefeln, sind hunderttausende dabei, die mit Halbschuhen und leichten Turnschuhen (...)

Das haben wir im Frühjahr 1988 auch nicht anders gemacht. Als Schulklasse! Hoch ging es zum Herzogstand ab der Kesselbergstraße. Kindergeburtstag, da ist so manches im Spessart anspruchsvoller. Bei der Rückroute über die Südseite waren die beiden Lehrer durchaus, ähm, angespannt... Und das nicht am Seil ;-) .

von Thomas (Metal) - am 23.05.2016 18:45
Zitat
DH0GHU
Dennoch: Wenn jetzt wieder Millionen Touristen durch die Alpen stiefeln, sind hunderttausende dabei, die mit Halbschuhen und leichten Turnschuhen auf Geröllpfaden am Steilhang herumhüpfen, teilweise in Gewitterschauer hineingeraten, etc. Wer da abrutscht, hat auch gute Chancen, das Urlaubsende nicht zu erleben. Zurecht wird davor gewarnt.

Und letztendlich passiert das ja auch oft genug, das Leute eben wirklich zu Tode kommen, oder sich zumindest schwer verletzen. Kaum ein Wochenende ohne dass hier in den Alpen irgendwo wer abgestürzt ist.

von Habakukk - am 02.06.2016 07:29
Ich denke bei sowas immer an eine Szene aus einem Star Trek Film, in der Captain Kirk im Urlaub auf der Erde sich mit Free Climbing versucht, als plötzlich Mr. Spock neben ihm schwebend auftaucht und ihn in eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit seines Handelns verwickelt, während Kirk sich an der Steilwand abmüht.

Zitat:
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Kirk: Ich klettere, weil es mir Spaß macht. Ganz zu schweigen vom wichtigsten Grund, auf einen Berg zu steigen.
Spock: Und der wäre?
Kirk: Weil er da ist.
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Das ist wohl auch der gleiche Reiz, auf hohe Masten zu klettern.

In diesem Sinne beschäftige ich mich lieber mit weniger gefährlichen Unternehmungen in Zusammenhang mit Sendemasten:

Ich DXe, weil es mir Spaß macht. Ganz zu schweigen vom wichtigsten Grund, weit entfernte oder verrauschte Radiosender zu empfangen:

Weil sie da sind. :D

von Saarländer (aus Elm) - am 02.06.2016 08:06
Diesmal Cloppenburg/Molbergen...

Zitat
www.t-online.de
Mehr als 200 Meter hoch
Vier Jungen besteigen Fernsehturm bei Cloppenburg



Link ---> http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/buntes-kurioses/id_78803902/cloppenburg-vier-jungen-besteigen-222-meter-hohen-turm.html

von Manager. - am 25.08.2016 16:28
Zitat
B.Zwo
Sind denn die Grundstücke nicht hermetisch abgeriegelt und der Aufstieg durch die Leitern gesperrt?

Meine Güte :rolleyes: Wo ein Wille ist, ist auch Weg. Willst du alles und jeden "hermetisch" abriegeln?? (Sichern der Leitern ist was anderes) Die Kinder in jener Gesellschaft tun mir Leid. Denn dann darf jedes Kind bis es 18 ist nur mittags zur hellen Tageszeit mit Begleit-Wachhund auf gut ausgebauten Fußwegen ohne Autoverkehr gehen. Fernsehengeguckt wird nur arte ... Wenn ich so an meine Jugend denke: Wir sind damals mit 15/16 auch in DO Lanstrop auf einen alten Wasserturm raufgeklettert. Die Treppe war auch nicht mehr die beste, wenn ich daran denke wird mir aber gerade ganz anders ... irgendwie hatte ich damals wohl keine Höhenangst :confused: Stimmt schon, einen 200m Mast ohne alles mal eben raufklettern ist was anderes und hätte ich damals auch nicht gemacht. Ist leichtsinnig, extrem sogar. Aber wenn alles immer verboten und abgeschlossen wäre ... das fände ich nicht gut. Im Gegenteil, früher war vieles offen und genau dann musste man sich auch gedanklich intensiver damit beschäftigen, ob man das möchte oder nicht. Beispiel Wasserturm: Man konnte auch ganz hoch auf die Spitze und dann reingehen. Das habe ich zum Beispiel nie gemacht, weil ich nicht wollte, es mir damals schon zu gefährlich war. Wäre der Turm damals schon hermetisch abgeriegelt gewesen, wären wir nie in die Versuchung gekommen da hochzuklettern und ich hätte nie meine eigene Grenze und mein eigenes Bewusstsein geschult. Machen würde ich es heute auf keinen Fall mehr, aber die Erfahrung missen möchte ich auch nicht.

von Jens1978 - am 25.08.2016 20:02
Zitat
Jens1978
Zitat
B.Zwo
Sind denn die Grundstücke nicht hermetisch abgeriegelt und der Aufstieg durch die Leitern gesperrt?

Meine Güte :rolleyes: Wo ein Wille ist, ist auch Weg. Willst du alles und jeden "hermetisch" abriegeln??
Das war eine Frage und keine Forderung! Ich kenne es jedenfalls so das Sendeanlagen durchaus gut geschützt sind was den Zutritt durch Unbefugte darstellt. So ganz nachvollziehen kann ich daher nicht was mir hier unterstellt werden soll.

von B.Zwo - am 28.08.2016 10:50
Jetzt mal ganz ehrlich.
Jemand, der vorhat, auf einen 2xx Meter hohen Turm zu klettern, wird sich nicht von einem 2,x Meter hohen Zaun abhalten lassen.
Elektrozäune wurden ja spätestens vor 27 Jahren in "Deutschland" abgeschafft.

Jens, kennst du den alten Wasserturm am Rangierbahnhof in Walle? Da hat man auch einen interessanten Überblick.

von Bruder_M - am 29.08.2016 09:22
Jugendliche haben schon immer Dummheiten und Schei** gemacht. Eine "Vollkasko"-Mentalität kann da keine Lösung sein. Es gibt weit schlimmere Probleme als ein paar jugendliche pro Jahr, die sich in Gefahr bringen. Tausende Verkehrstote, oft durch Regelmißachtung, wären hier beispielhaft zu nennen. Oder Produkte, die Produktsicherheitsgesetze nicht erfüllen. Vermutlich sterben mehr Menschen durch nicht sichere Leitern als durch nicht abgesicherte Leitern.

von DH0GHU - am 29.08.2016 09:29
Zitat
sup2
"Elektrozäune wurden ja spätestens vor 27 Jahren in "Deutschland" abgeschafft"
In der aktuellen BRD-Konstellation sind die Elektrozäune weiterhin aktiv, jede Kuh - oder Pferdeweide hat so einen knackenden Draht aktiviert.

Die halten ja auch keinen Menschen ab, schon gar keinen, der weiß, wie man sie unschädlich macht ;-)

von DH0GHU - am 29.08.2016 10:40
Zitat
Bruder_M
Jens, kennst du den alten Wasserturm am Rangierbahnhof in Walle? Da hat man auch einen interessanten Überblick.
Nö, kenne ich nicht. Wasserturm war ja auch nur äußerst zeitlich begrenzt ein Ausflugsziel für mich ;-)

Zitat
DH0GHU
Jugendliche haben schon immer Dummheiten und Schei** gemacht. Eine "Vollkasko"-Mentalität kann da keine Lösung sein. Es gibt weit schlimmere Probleme als ein paar jugendliche pro Jahr, die sich in Gefahr bringen. Tausende Verkehrstote, oft durch Regelmißachtung, wären hier beispielhaft zu nennen. Oder Produkte, die Produktsicherheitsgesetze nicht erfüllen. Vermutlich sterben mehr Menschen durch nicht sichere Leitern als durch nicht abgesicherte Leitern.

Das stimmt. Auch finde ich, es kommt wirklich darauf an in welcher Intensität sowas gemacht wird. Wenn jahrelang z.B. wöchentlich auf irgendwelchen Türmen rumgeklettert wird, dann ist das was anderes als wenn man das nur in einer zeitlich begrenzten Phase ausprobiert. Auch die quasi Wochenendraser oder Wettrennfahrer, sogar jeglichen Alters die sowas regelmäßig machen, sind meiner Ansicht nach deutlich gefährlicher, da sich dort ein gewisses Muster verfestigt und genau das ist dann gefährlich. Meiner Ansicht nach kommt es sehr stark darauf an, was die entsprechende Person mit den Erfahrungen macht. Daran sollten sich dann die Sanktionen orientieren. Alles absperren oder so, das ist definitiv das falsche Ziel und geht realistisch gesehen ja auch gar nicht.

von Jens1978 - am 29.08.2016 18:05
Wie wäre es damit ?

...oder noch eine Nummer draufgesetzt :D

Sicher, Nr 2 ist schon etwas sehr deftig, lebensmüde würde ich sagen! Aber machen wir uns nichts vor: Ich schätze das alte Rumänien so ein, daß das unter Nr1 gezeigte die übliche Besteigungsweise war :rolleyes: .
Damit gilt: Die hier gezeigten Sender-Besteiger waren allen im sicheren Bereich, nur die angewandten Vorschriften waren nicht auf dem aktuellen Stand :bruell: .

von Thomas (Metal) - am 04.09.2016 08:43
Molbergen-Peheim-Fernsehturmkletterer-Urteil:

http://www.nwzonline.de/blaulicht/waghalsige-kletterer-muessen-strafaufsatz-schreiben_a_31,2,1607507344.html

Ich darf keine Fernsehtürme besteigen.
Ich darf keine Fernsehtürme besteigen.
Ich darf keine Fernsehtürme besteigen.
Ich darf keine Fernsehtürme besteigen.
Ich darf keine Fernsehtürme besteigen.
Ich darf keine Fernsehtürme besteigen.
Ich darf keine Fernsehtürme besteigen.

von iro - am 15.02.2017 13:52
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