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DVB-T in NRW

Startbeitrag von M. Schirmer am 09.12.2002 19:11

Laut Infosat strahlt der WDR vom Langenberg DVB-T aus. Ein WDR-Mitarbeiter hat mir diese Meldung bestätigt. Hat jemand schon diese Ausstrahlung empfangen?

Gibt es hier im Forum jemanden, der den Nokia Mediamaster 210T nutzt?

Die 50 interessantesten Antworten:

DVB-T kommt in NRW bestenfalls nur für den Raum Köln in 2003. Dann geht es in 2004/5 vielleicht mit Düsseldorf weiter, sofern es in Berlin etwas wird. DVB-T wird im Gegensatz zu DAB bis 2006 nur einige Ballungsgebiete versorgen, da ein Ausbau im Rahmen eines Regelbetreibes erst nach der Wellenkonfernz Ende 005 in Stockholm möglich ist. Karte "Startszenario" siehe hier:

http://www.bmt-online.de/dvb-t/aktuell.html

Für DAB ist die Zuweisung dagegen bereits auf der Basis der Konferenz in Wiesbaden 1997 erfolgt. Abgesehen davon: Sollten die Privaten nach wie vor an den restlichen 5 % der terrestrischen Nutzer kein interesse haben, so wird DVB-T als reines ARD-Fernsehen mit hoher Sicherheit scheitern. Wirtschaftsminister Clement hat nicht umsonst gesagt: Es ist nicht die Frage ob das terrestrische Feernsehen digital wird, sondern ob wir es überhaupt brauchen.

von JS - am 09.12.2002 21:11
Das ist wieder typisch Infosat. Halbwahrheiten werden geschickt mit Wahrheiten gemischt und bringen eine Nullaussage. Dazu im einzelnen:

1. "Überall-TV" ist irreführend, da es weder heute noch insbesondere vor 2006 garantiert nicht überall empfangbar ist.

2. 20 TV-Programme ist ein Fake, da die Privaten verbindlich erklärt haben nur so lange in Berlin ON AIR zu sein, wie sie es von der Landesmedienanstalt bezahlt bekommen. Fallen die Zahlungen aus, dann erfolgt sofort der Aussteig wegen Unwirtschaftlichkeit und 150.000 Bildschirme bleiben von heute auf morgen dunkel (ARD-Fernsehen erreicht den angestrebten Markteanteil von 100 %)

3. Die Feststellung "MHP ist ein künstliches Thema, das technisch noch nicht ausgereift ist und wo zusätzliche Inhalte mit hohen Kosten generiert werden müssen" ist richtig und zeigt das Problem überdeutlich.

4. DVB-T in NRW oder anderswo kann bedingt durch die Regtulierung nicht schneller ausgebaut werden. Man muß Stockholm 2005 abwarten. Damit wird DVB-T noch mindestens 3 Jahre vor sich her dümpeln, sofern es diese Zeit überghaupt überlebt.

von JS - am 09.12.2002 22:36
@JS:
Naja, über die Infosat braucht man nicht zu diskutieren, deren "Qualität" ist ja bekannt, v.a. seit sie gelb ist.

Aber ein paar Anmerkungen:

1."Überall-TV" ist doch ein allgemeiner Begriff für DVB-T. Liest man ja auch auf entsprechenden DVB-T Seiten. Oder hat den Begriff tatsächlich Infosat geprägt? Sonst würd ich drauf tippen, dass den halt die DVB-T Beteiligten sich ausgedacht haben.

2. Ich denke, dass die Reaktionen der Privaten auch davon abhängen, wie sich DVB-T in Berlin denn nun entwickelt. Wenn nun reihenweise die Leute das Kabel kündigen, dann würd ich als Privater den Rüssel drin lassen. Aber vermutlich wird es so sein. Leider ist das ja auch bei DAB der Fall, dass die Privaten sofort aussteigen, sobald die Unterstützung wegfällt (siehe NSA und THÜ). Allerdings werden dort die Programme zumindest durch neue ersetzt. Ich will da um Gottes willen nicht wieder auf die unnütze DAB vs DVB-T Diskussion raus, sondern meine damit nur, dass die Privaten momentan anscheinend generell nicht sonderlich experimentierfreudig sind und die Kohle lieber sparen. Naja, allgemeine derzeitige Mentalität, dass alle sparen.

4. Stockholm 2005 wird sicher sehr interessant. Bleibt zu hoffen, dass da auch DAB mäßig mal was geschieht, denn das eine landesweite Ensemble momentan pro Bundesland haut auch keinen vom Hocker. Ich hoffe, dass DVB-T da nicht allzu viel an sich reißt. Ich seh die ARD schon geifern. Gibts eigentlich unter der Hand schon Tendenzen, wie sich das entwickeln wird in Stockholm? Von DAB weiß ich, dass mindestens 1 bundesweites sowie ein weiteres landesweites Ensemble pro Bundesland geplant ist, eher sogar zwei landesweite. Ist damit zu rechnen, dass das auch durchgesetzt wird, oder steht da Lobby gegen Lobby und der schwächere verliert. Ich hoffe auf Vernunft bei allen Beteiligten, damit jedes System was von der Konferenz hat.

Weil wir grad bei Konferenzen sind: Wann wird eigentlich Genf75 angesichts von DRM wieder neu aufgedrüselt? Der betrifft eigentlich ja nur LW/MW. Wo wurde/wird eigentlich die Kurzwellennutzung festgelegt? Das muss doch auch in irgendeinem Plan und v.a. international geschehen.



von Andreas W. - am 09.12.2002 23:17
Naabend zusammen,

heute ist mein DigiPal gekommen!Habe den dann schwups eben schnell an die vorhandene Hausantenne angeschlossen und einen Suchlauf gestartet,aber das Ergebnis war ernüchternd!Nichts von einem Test-Paket auf Kanal 10 zu sehen!

Tja,und wie das bei den "fricklern" hier im Forum ist,habe ich dann auch noch schnell eine Zimmerantenne mit Verstärker getestet,und siehe da:Das Test-Paket auf Kanal 10 ist Einwandfrei zu Empfangen!

Meine Frage nun:Warum ist das Paket mit der vorhandenen Hausantenne die übrigens in einem sehr guten Zustand ist (Empfange darüber Analog mein TV,da SAT abgebaut wegen Vermieter) nicht zu Empfangen,das ganze aber mit einer Zimmerantenne möglich ist?
Ist es möglich das man von Langenberg vertikal sendet?Oder aber vielleicht das eine grobe Ausrichtung Richtung Langenberg Analog ausreichend ist,aber für Digital die Antenne eben exakt ausgerichtet sein muss?

Fragen über Fragen...

Bin gespannt auf ein paar Tip(p)s!

Jörg
Mein Standort ist übrigens Düsseldorf-Benrath!

von wollmurf - am 05.12.2003 22:56
Also, ich in Dortmund kann beide Testpakete (10V und 66V) sehr gut empfangen. Es senden auf beiden Frequenzen die gleichen vier Programme (ARD, RTL, WDR, Phoenix). Wer es allerdings mit vorhandenen horizontal polarisierten Antennen versucht, wird nur schwerlich Erfolg haben. Ich benutze zur Zeit eine vertikale UHF-Antenne für beide Freq. an meinem drehbaren Antennenmast. Das ganze klappt teilweise auch noch, wenn ich nicht direkt Richtung Langenberg ausrichte.

Im Übrigen rate ich mal auf diese ziemlich gute Homepage genauer hinzuschauen. http://people.freenet.de/davidbeyer/Nordrhein-Westfalen.htm#WDR1



von Birger* - am 06.12.2003 09:59
@Kroes,

hier mal die Daten:

Frequenz :212,500MHz
Bandbreite :7 MHz
Modulation :QAM 16
Code Rate :3/4
Schutzintervall :1/4
Übertragungsart:8K
Versatz :0
Nettobitrate :13,6 MBit/s
Signalstärke :76
Signalqualität :55-90%

Empfang auf Kanal 40 bzw Kanal 66 ist zumindest mit Zimmerantenne nicht möglich!

Wie gesagt,Empfang mit Zimmerantenne im Düsseldorfer Süden!Werde übrigens heute Nachmittag mal ein wenig die Dachantenne drehen und versuchen die ein wenig auszurichten!
Bei der jetzigen Ausrichtung wird mir zwar knapp 80% Signalstärke angezeigt,aber 0% Signal Qualität!

Jörg

von wollmurf - am 06.12.2003 12:14
@JS:

Umgekehrt wird ein Schuh draus.

DVB-T wird höhere Akzeptanz aufweisen, da es eine alternative zum teuren Kabel und zum relativ Umständlichen Satellitenempfang ist. Im Prinzip warte ich hier nur auf DVB-T, damit ich endlich das Kabel abknipsen kann.

Auf die Privatsender von "Superstar" RTL über "Schmidt ist weg" Sat.1 über "Boah ey" Pro Sieben bis hin zu "Ruf! Mich! An!" 9 Live und die überteuerten Shoppingsender kann ich sowieso verzichten.

Bei DAB sieht es so aus, dass auch dort die kommerziellen Sender mit Zuchüssen gelockt werden. Oft sind UKW-Frequenzen medienpolitisch mit der DAB-Ausstrahlung verknüpft. Und vor 2006 wird das auch bei DAB nichts mit einem vernünftigen Rollout, weil es noch kein attraktives Programmangebot gibt, Regelbetreb hin oder her.

Meiner Meinung hätte das digitale Radio eher eine Chance, wenn es quasi im Huckepack beim Digital-TV mitmachen würde. Der WDR sieht das wohl auch so. Das Problem ist wohl, dass das Medium Hörfunk Gefahr läuft, nicht attraktiv genug für eine eigene, innovative Technologie ist und dass daran auch die digitalen Zusatzdienste nichts ändern.

Etwas anders sieht es ja in UK aus, aber dort wird DAB auch geschickter angefasst.

von Alqaszar - am 18.12.2003 15:45
@Birger Zurborg,

Ich habe auf dem Dach eine Antenne mit einem UHF und einem VHF Empfangsteil.
Diese beiden sind Horizontal Richtung Langenberg bzw Witzhelden heißt es glaube ich ausgerichtet!
Mit der exakten Ausrichtung nach Langenberg zeigte mir mein Digipal auf Kanal 10 zwar 100% Signal,aber 0% Signalqualität!Also habe ich die Antenne einfach ein Stück nach rechts gedreht weiß jetzt allerdings nicht um wieviel Grad.
Nun ist das Signal nur bei 40% dafür aber die Qualität bei 50%!Jump auf Kanal 40 hat gar 100% Signalqualität!
Mit meiner Zimmerantenne 1 for all bekomme ich Kanal 10 mit 100% Signal und eben dieser Signalqualität!Dafür aber wieder kein Jump!
Also verzichte ich ein wenig aufs Supersignal Empfange dafür mit Dachantenne aber beide Kanäle!

Übrigens,das WDR Paket auf Kanal 10 sendet wieder,dafür ist aber Jump nicht mehr "on Air"!

Zu guter letzt muß ich allerdings sagen das ich mir nicht absolut sicher bin das es sich hier auch um das Langenberger Signal handelt!Es könnte auch das Kölner sein....

MfG
Jörsch

von wollmurf - am 20.12.2003 12:46
Eventuell ist dies keine Neuigkeit mehr, jedenfalls habe ich habe mit der Forensuche nichts zum Thema gefunden:
Beim durchklicken des aktuellen (und diesmal leider wieder echten) WDR-Sprachrohrs fiel mir folgender Satz auf (Seite 13):
Zitat

Wie Dr. Wehr berichtet, wird die Leistung der Düsseldorfer DVB-T-Sender demnächst deutlich erhöht: "Dann können wir die Bildqualität verbessern" (...) Verbessern lässt sich die Bildqualität – wie das Beispiel Düsseldorf zeigt – mit einer Erhöhung der jeweiligen Senderleistung, der aber in der Regel ein äußerst komplizierter meist internationaler Abstimungsprozess voran gehen müsste.

Übersetzt in Fachsprache heißt das vermutlich: Die Sendeleistung wird erhöht (50 kW -> 100 kW?) und dafür von 16-QAM auf 64-QAM gewechselt sowie die Parameter angepasst, damit mehr Nettodatenrate zur Verfügung steht.

von Thomas R. - am 25.11.2010 14:12
Also durch eine solche Maßnahme habe ich bisher weder eine wirkliche Bildverbesserung auf meinem 32er LCD noch beim Mobilempfang irgendeine Verschlechterung feststellen können.
Nur ist paradoxerweise der Empfang von der Nordhelle besser und von den Ortssendern die Signalqualität geringfügig höher.

16 1/4 2/3 13,27 :4=3,3 DEUTSCHLAND (auf Mobilempfang ausgerichtet)
64 1/4 1/2 14,93 :4=3,7 MDR und zT WDR DRITTE

-

FAUSTFORMEL (Faktor grob gerundet)

Leistung C/N Diff. xFaktor "Leistung-effektiv" Vergl. QAM GI FEC Beispiele

50kW 45,0dB -0,0dB x0,00 "50kW-effektiv" 100% = 16 1/4 2/3 DEUTSCHLAND (auf Mobilempfang ausgerichtet)
50kW 47,2dB -2,2dB x0,60 "30kW-effektiv" 060% = 64 1/4 1/2 MDR und zT WDR DRITTE sowie allgemeiner EUROPA-Standard
50kW 51,8dB -6,8dB x0,25 "13kW-effektiv" 025% = 64 1/8 3/4 FRANKREICH (auf Dachantennenempfang ausgerichtet)


von Karl Kaiser - am 25.11.2010 15:21
Hier die volle Passage aus dem Artikel in WDR PRINT 11/2010:

Zitat

Wie Dr. Wehr [Leiter der technischen Abteilung „Programmverbreitung und Netze“] berichtet, wird die Leistung der Düsseldorfer DVB-T-Sender demnächst deutlich erhöht:

„Dann können wir die Bildqualität verbessern, denn eine wachsende Zahl von Fernsehzuschauern nutzt heutzutage große Flachbildschirme und der Bildqualität kommt damit ein höherer Stellenwert als bei der Einführung von DVB-T 2004 zu.“

Die Grenzen der Bildqualität sind markiert durch Programmpakete, die der WDR wie auch andere DVB-T-Zulieferer geschnürt hat:

Bei der Einführung von DVB-T wurde ein analoger Kanal, auf dem nur ein Programm lief, umgewandelt in einen Kanal, in dem vier digitale Programme Platz fanden. Dr. Wehr:

„Die damit einhergehende Bildqualität galt bei der Einführung von DVB-T als ausreichend. Alle beteiligten Sender waren sich darin einig, dass sie bei der Belegung der zur Verfügung stehenden Fernsehkanäle für die DVB-T einen guten Kompromiss gefunden haben, und zwar einen Kompromiss zwischen der Anzahl der Programme pro Kanal und der damit einhergehenden eingeschränkten Bildqualität.“

Verbessern lässt sich die Bildqualität – wie das Beispiel Düsseldorf zeigt – mit einer Erhöhung der jeweiligen Senderleistung, der aber in der Regel ein äußerst komplizierter meist internationaler Abstimungsprozess voran gehen müsste.

Richtig spannend wird die Frage, ob über das Antennenfernsehen künftig auch Bilder des hoch auflösenden Fernsehens HDTV geschickt werden sollen. Erste Tests gibt’s schon beim NDR und BR.


Die erhöhte ERP von 100 kW für die drei Sender auf K 46 ist bereits für die internationale Koordinierung angemeldet.

Siehe "BNetzA 04.10.2010": http://forum.mysnip.de/read.php?8773,842905,842905#msg-842905

Land	Sendername	Kanal	Status	Höhe		ERP V	Polar	AntChar

D NW Düsseldorf 46 A5 37 233 50.0 V N
D NW Langenberg 46 A5 241 228 50.0 V D
D NW Wesel 46 A5 21 313 50.0 V D


von Manfred Z - am 25.11.2010 20:11
50kW 45,0dB -0,0dB x0,00 "50kW-effektiv" 100% = 16 1/4 2/3 DEUTSCHLAND (auf Mobilempfang ausgerichtet)
50kW 47,2dB -2,2dB x0,60 "30kW-effektiv" 060% = 64 1/4 1/2 MDR und zT WDR DRITTE sowie allgemeiner EUROPA-Standard
50kW 51,8dB -6,8dB x0,25 "13kW-effektiv" 025% = 64 1/8 3/4 FRANKREICH (auf Dachantennenempfang ausgerichtet)

Könntest du noch 64 Qam 2/3 mit den korrekten Werten einfügen?

Wäre das nicht eine Alternative auch für den ersten Muxx?

Im ersten Muxx hat man den Vorteil, dass man die ARD bevorzugen kann, während im Regionalen Mux ja meist mehre Regionalvarianten hat. Die Werte 3,3 und 3,7 sind ja nur Durchschnittswerte. Man kann viel dynamischer Senden und die Datenrate wird sicherlich bevorzugt beim WDR eingesetzt.

von Marcus. - am 25.11.2010 21:10
Zitat
Marcus.
Könntest du noch 64 Qam 2/3 mit den korrekten Werten einfügen?


Faustformeln zum Vergleich:

Leistung C/N Diff. xFaktor "Leistung-effektiv" Vergl. QAM GI FEC Beispiele

50kW 45,0dB -0,0dB x0,00 "50kW-effektiv" 100% = 16 1/4 2/3 DEUTSCHLAND (auf Mobilempfang ausgerichtet)
50kW 45,0dB -0,0dB x0,00 "50kW-effektiv" 100% = 16 1/8 2/3 BERLIN (SFN nur innerhalb der Stadt)
50kW 46,3dB -1,3dB x0,75 "38kW-effektiv" 075% = 16 1/4 3/4 B-RTBF (dazu 6 Radios) sowie ÖSTERREICH
50kW 47,2dB -2,2dB x0,60 "30kW-effektiv" 060% = 64 1/4 1/2 MDR sowie allgemeiner EUROPA-Standard - wie auch BELGIEN VRT
50kW 47,7dB -2,7dB x0,55 "28kW-effektiv" 055% = 16 1/4 5/6 SCHWEIZ sowie BELGIEN Telenet Mux 3
50kW 50,2dB -5,2dB x0,30 "15kW-effektiv" 030% = 64 /32 2/3 FRANKREICH (vor der Umstellung)
50kW 51,8dB -6,8dB x0,25 "13kW-effektiv" 025% = 64 1/8 3/4 FRANKREICH (auf Dachantennenempfang ausgerichtet)
50kW 54,2dB -9,2dB x0,12 "06kW-effektiv" 012% = 64 /32 7/8 als maximale Datenrate 31,67 pro Kanal über DVB-T

-

von Karl Kaiser - am 26.11.2010 03:26
Zitat
Seltener Besucher
[...], doch der größte Ballungsraum Deutschlands wird irgendwie stiefmütterlich behandelt. Während in Hannover und Braunschweig nun 28 Programme gesendet werden, sind es in NRW nur 24 Programme.

Dem kann man nur zustimmen und gehe sogar noch weiter. Man merkt bei Berlin wieder den Hauptstadtbonus. Hier wohnen ca. 3,5 Millionen Menschen, im Ballungsraum Rhein/Ruhr erreicht man 10 Millionen Menschen, also nahezu drei mal so viele. Wenn man sich nun aber die Programmauswahl auf DVB-T anschaut ist das Bild schon sehr unterschiedlich. An Rhein und Ruhr gibt es sechs Bouquets mit insgesamt 24 Programmen.
In Berlin neun Bouquets mit insgesamt 39 Programmen. Mehr Dritte Programme, private Programme wie iM1, sixx, n-tv, euronews oder Anixe und sogar Servus TV alle nicht programspezifisch auf Berlin fixiert sind, sondern problemlos auch anderswo on Air gehen könntern. In Nürnberg wird gerade ein zwites gemischtes Bouquet ausgeschrieben, in Hamburg sind bereits zwei gemischte Bouquets on Air, ... Dafür, dass die Metropolregion Rhein/Ruhr der zweite Ballon für DVB-T war, lässt man es jetzt für meine Begriffe eher links liegen.

von Sebastian Dohrmann - am 30.05.2012 06:01
In Hamburg/Luebeck/Kiel nicht vergessen, ab Herbst soll ein weiteres Programm dazu kommen. Keine weitere Frequenz aber die Parameter werden geaendert damit 5 Programme hinein passen. Zum Ausgleich wird die Sendeleistung entsprechend erhoeht. Wer den Anstoss dazu gegeben hat, die MA HSH oder ein Privater der dort unbedingt senden moechte, waere mal interessant zu wissen.
In Berlin, bei den Oeffentlichen wird es der Hauptstadtbonus sein, bei den Privaten kann ich mir das nur schwer vorstellen, da zaehlt nur der Werbemarkt.
In NRW koennen nur mehr Programme aufschalten wenn auch Kapazitaeten ausgeschrieben werden. Das scheint nicht der Fall zu sein. Einer der groessten Privaten, wenn nicht DER groesste, hat immerhin seinen Sitz in NRW, das kann auch damit zusammenhaengen.

von Nordlicht2 - am 30.05.2012 13:05
Viele in meinem Bekanntenkreis nutzen aber DVB-T gerne als 2. oder 3. Empfangsweg, z.B. für Küche, Schlafzimmer, Kinderzimmer, usw. Der Empfang zeigt zumindest bei den Privaten in Teilen Neviges und Wuppertal leider Empfangslücken. Vergleicht man das mit den ÖRA erkennt man, dass der Sender Wuppertal Langenberg und Düsseldorf gut ergänzt. Ob das bei einer Leistungsreduzierung noch so wäre, weiss ich nicht. Selbst DAB+ kommt nicht in den Innenstadtbereich von W-Elberfeld und W-Barmen aussetzerfrei ins Tal. Ich denke, da macht ein Sender Wuppertal durchaus Sinn, für DVB-T als auch für DAB (bei den ÖRA wird es ja auch so umgesetzt)

von pfennigfuchser - am 30.05.2012 16:17
DVB-T ist doch erst jetzt richtig interessant, weil jeder der einen halbwegs neuen Fernseher hat, auch automatisch einen DVB-T-Tuner (direkt im TV) hat.
Aber wer hat schon (@home bereits die Möglichkeit zu) DVB-T2?

Das Kosten-/Nutzen-Verhältnis dürfte somit (kaum Zuschauer) noch lange Zeit bei DVB-T2 viel schlechter sein.
Bei diesem erledigten Technology-Rollout wäre es fast so, als würde man jetzt in den GB sagen: "Leute, ab nächstes Jahr bekommt ihr neue Programme nur noch über DAB+, nicht mehr über DAB".
Die würden sich bedanken - es käme einem Arschtritt gleich, für alle, die sich drum gekümmert haben, bereits "auf Empfang" zu sein.

Wartet man noch einige Zeit ab, ist der Markt in den UK auch mit moderneren DAB+ Geräten übersät und dann könnte man es sogar wagen.
Ähnlich sehe ich das bei DVB-T2.

Vielleicht sollte man Versuchsendungen (DVB-T2 Piloten) starten, damit die Hersteller auch registrieren, dass ein ernsthafter Wechsel bevorstehen könnte.
Hochoffiziell schon heute darauf umstellen, wäre noch falsch.

von Matthias K. - am 30.05.2012 20:32
In manchen Dingen sind wir schnell, bei DAB+ gehören wir nach der Schweiz zu den Pionieren, mit allen Kosten und Risiken.
Wenn das so ist und immer mehr Länder mit DVB-T2-Übertragungen anfangen oder darauf umstellen, könnten wir diesmal dabei auch warten (wie die Österreicher bei DAB+), denn dann zwingen "die anderen" die Hersteller, in den Fernsehern T2-Module zu verbauen.
Ist eine Basis an integrierten Tunern in den Haushalten, sollten wir beginnen.

Wofür es jedoch sofort Sinn machen würde, wäre für HD-Ausstrahlungen.
Gibt es genug Ressourcen für ARD HD, ZDF HD und das örtliche Dritte in HD, könnte man dank T2 kurzfristig damit loslegen, eben mit einem dafür vorgesehenen T2-Rollout.

Generell finde ich es doof, warum nicht jeder Fernseher, der heute mit S/C/T-Tuner und speziell S2-Tuner ausgestattet ist, auf dem C- und T- Zweig nur "1" beherrscht und nicht "2", obwohl der Standard lange verabschiedet wurde.

Von Zukunftsfähigkeit zeugt so ein Gerät nicht und eine Umstellen auf Betreiberseite wird so auch nicht leichter.

Vermutlich haben wir dann bald Fernseher mit S2/T2/C und dann werden die Kabelnetze auf C2 umgestellt...

von Matthias K. - am 31.05.2012 05:13
Zitat
Seltener Besucher
@Matthias K.: Ich will einen Zeitplan und keine sofortige Umstellung, damit die Fernsehgeräte in den Läden nicht nur DVB-S2-Modul haben, sondern unbedingt über ein DVB-T2-Modul verfügen müssen. Schau Dir die Nachbarländer an. Alle die später mit der DVB-T-Umstellung angefangen haben, senden heute in DVB-T mit MPEG-4 oder gleich in DVB-T2. DVB-T wird nur attraktiv bleiben, wenn die Bildqualität stimmt. Wenn die Menschen glauben über DVB-T wird nie HD-Qualität verfügbar sein, werden die sich DVB-T abwenden.

Richtig, aber der Zeitpunkt will trotzdem gut gewählt sein. Wenn die Menschen sich gerade erst einen TV mit eingebautem DVB-T Tuner gekauft haben und dieser in ein paar Monaten nutzlos ist, kann die Abwendung von DVB-T noch schneller kommen.

von Sebastian Dohrmann - am 31.05.2012 06:15
Oder die ARD startet einfach mal HD via DVB-T und MPEG4 so wie in unseren Nachbarlaendern ueblich. Frequenzen gibt es dafuer genug und so ziemlich alle seit 2 -3 Jahren verkaufen TV koennen das empfangen. PC Sticks und Karten sowieso.
Wenn T2 kommt, dann eh nur fuer was neues, also HD. Wobei dann mangels Empfangsgeraete groesstenteils unter Ausschluss der Oeffentlichkeit gesendet wird. Ich werd mir nicht nochmal ne extra Kiste unter den TV stellen, bin ich doch froh, dass endlich sogar Sat mit eingebautem Tuner funktioniert.
Bei einem harten Umstieg aller Programme auf T2 wuerde man nachher wohl kaum so viel Marktanteil haben wie heute bei DVB-T. Das will auch keiner.
In UK hat sich T2 etabliert weil damit zahlreiche private Programme als Free to Air empfangbar wurden. Hier wuerde, was die Privaten betrifft, wohl eher das Gegenteil passieren.

von Nordlicht2 - am 31.05.2012 13:27
Zitat
Seltener Besucher
Es fehlt eine Aufklärungskampagne welche Merkmale neue Fernsehgeräte haben sollten.


Warum sollten sie Merkmale aufweisen, von denen nicht klar ist ob man sie jemals brauchen wird. Mein DAB+ Empfaenger kann auch kein DRM weil davon auszugehen ist, das er es nie brauchen wird. Als erstes muessten die Fernsehanstalten sagen ob sie DVB-T2 in Deutschland einfuehren wollen und wann. Im Moment, eigentlich seit Jahren, wird das nur in Internet Foren diskutiert und die TV Geraete koennen DVB-T2 deshalb meist nur in den UK Modellen.

Man kann auch HD via DVB-T und MPEG4 einfuehren und trotzdem einen Zeitplan fuer eine Umstellung in ein Nachfolgesystem bekanntgeben. Zu warten oder von Beginn an Millionen Verbraucher zu veraergern muss nicht sein.

von Nordlicht2 - am 31.05.2012 15:18
Ich habe meinen dicken Fernseher auch nicht für weniger als 10 Jahre Nutzung gekauft.
Er wurde damit beworben, HDTV via DVB-S2, DVB-S, DVB-T und DVB-C mittels dem internen Tuner abspielen zu können.
Und damit hat Samsung auch nicht gelogen.
Das ist alles möglich.
Ich käme auch nicht auf die Idee, eine DVB-T2-Box dazu zu stellen.
MPEG4 kann das Gerät jedoch und das ist für eine bessere Transpondernutzung und HDTV eigentlich wichtiger als T2, was selbstverständlich auch noch ein bisschen bringen würde.

Wenn ich DVB-T nutzen würde (derzeit nicht, zumindest nicht mit diesem TV), wäre die Umstellung zu T2 für mich ein Grund, mich von DVB-T abzuwenden und nur noch DVB-S2 zu nutzen.

Die Fernsehgeräte, die mit DVB-T-Tuner beworben und nach 2010 verkauft wurden, müssten alle auch T2 können, damit wir jetzt einfach so T2 einführen können.

Den Wechsel von Analog-TV auf DVB-T hat jeder verstanden, nachvollzogen und fast jeder hat´s für gut befunden.
Das wäre beim Wechsel von T auf T2 nicht so!

Aber ich verstehe den Grund hinter der Forderung zu T2.
"Wenn, dann direkt richtig".
Ja, einige bemängelten schon zur Einführung von DVB-T in Deutschland, warum man nicht direkt H.264 eingeführt hat - es war damals leider zu teuer.

Was man machen könnte:
Man könnte einen HDTV-Mux für ARD HD und ZDF HD in Deutschland ausrollen, der mit MP4/DVB-T gesendet wird und den gleichen Mux nochmal als T2-Version auf einem weiteren Kanal aussenden, mit dem netten Gimmick, dort noch Arte HD drauf zu packen.

Das wäre der Anreiz für die Zuschauer und für die Geräteindustrie, jetzt auf DVB-T2 zu achten und es überall zu verbauen.
Viele Jahre später schaltet man HD@T1 ab.

Aber wer soll das bezahlen?

von Matthias K. - am 31.05.2012 15:37
Es wird keinen Kanalwechsel im voreilenden Gehorsam geben, weil vielleicht frühestens 2018 die Kanäle 49 (sic!) bis 60 für LTE geräumt werden müssen.

Wer freiwillig etwas aufgibt, hat jeden Anspruch auf Entschädigung für die Umstellungskosten verwirkt. In Nürnberg hat RTL den anstehenden Kanalwechsel von 66 auf 49 zum Anlass genommen gleich ganz aus DVB-T auszusteigen.

Der Kanal 40 ist von Südwestfalen "ausgeborgt". Dort gibt es jetzt noch vier Kanäle für DVB-T:
27, 30, 44 und 60 (65 wegen LTE gestrichen).

Im Fall DVB-T2 ist ein großräumiges SFN mit Rhein-Ruhr, Aachen und Südwestfalen möglich:
16k, 64-QAM–2/3, GI 1/4 (448 μs), C/N = 17.5 dB, 22.6 Mbit/s.

von Manfred Z - am 23.07.2012 20:19
Die LfM NRW schreibt Übertragungskapazitäten für die landesweite digitale terrestrische Verbreitung bzw. Weiterverbreitung eines Fernsehprogramms bzw. eines vergleichbaren Telemediums im DVB-T-Standard aus. Die Antragsfrist beginnt am 17.09.2013 und endet am 19.11.2013, 12.00 Uhr (Ausschlussfrist).

Ausgeschrieben ist

  • ein 1 Platz im Multiplex Bonn/Köln mit 2,5 Mio. möglichen Zuschauern
  • ein 1 Platz im Multiplex Düsseldorf/Ruhrgeiet mit 10 Mio. möglichen Zuschauern


http://www.lfm-nrw.de/medienrecht/ausschreibungen.html#c19561
http://www.lfm-nrw.de/fileadmin/lfm-nrw/Medienrecht/Ausschreibungstext_DVB-T_2013.pdf


Auf welechen Sender werden die Zuschauer in NRW verzichten müssen? Geht CNN und kommt ein Sender der Pro7-Gruppe?

von Seltener Besucher - am 25.09.2013 00:34
Und auf geht es in die nächste Runde: Seit gestern wird wieder ein DVB-T-Programmplatz ausgeschrieben, siehe http://www.lfm-nrw.de/medienrecht/ausschreibungen.html . Antragsfrist diesmal bis 11.06.2014. Wer steigt aus? Eurosport war schon länger mal angekündigt, andererseits hat man in Hamburg gerade erst freiwillig verlängert. Also CNN oder sogar Tele5?

Interessantes am Rande: Beworben wird die Ausschreibung im Lauftext auf der Startseite übrigens mit einem Bild vom Sender Siegen unter http://www.lfm-nrw.de/typo3temp/pics/48cc0abcfa.jpg - und dieses ist dem Bild aus dem Wikipedia-Eintrag zum Sender Siegen-Giersberg überraschend ähnlich. ;)

von Kroes - am 08.04.2014 20:57
Aus der PM der LfM zur heutigen Medienkommissionssitzung:

Zitat

Programme der Mediengruppe RTL Deutschland und der ProSiebenSat.1 Media AG weiterhin über DVB-T empfangbar

Die TV-Programme der Mediengruppe RTL Deutschland und der ProSiebenSat.1 Media AG werden in Nordrhein-Westfalen weiterhin über DVB-T (digitales Antennenfernsehen) ausgestrahlt. Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) beschloss in ihrer Sitzung vom 11. April 2014, die sogenannte Zuweisung der Übertragungskapazitäten für DVB-T um jeweils fünf weitere Jahre zu verlängern. Die Programmbouquets bestehen aus den Sendern RTL, RTL 2, VOX und Super RTL sowie ProSieben, Sat.1, kabel eins und N24. Die Verlängerung umfasst auch die Sendezeiten für die jeweiligen Regionalfensterprogramme.

Der neue Vorsitzende der LfM-Medienkommission, Prof. Werner Schwaderlapp, kommentierte die Entscheidung so: „Die Medienkommission begrüßt, dass - entgegen früherer Planung - nunmehr doch beide private Sendergruppen die DVB-T-Ausstrahlung fortsetzen. Damit behalten die Einwohner von NRW einen kostengünstigen Zugang zu einer breiten Angebotspalette.“


Auch der Programmplatz von CNN im gemischten Mux ist zur Verlängerung der Zuweisung fällig.
Vor wenigen Tagen ist ein freier Programmplatz ausgeschrieben worden.

Die Zuweisung des Programmplatzes von Tele5 gilt noch bis Ende Januar 2015.

von Manfred Z - am 11.04.2014 17:27
RTL hatte mit mehr Anteil von DVB-T an der Gesantverbreitung gerechnet. Da diese erwartung nicht erfüllt wurde, nützte man in Nürnberg die vorgezogene Ausstiegsgelegenheit.
Nachdem aber in München P7S1 die hinterlassenen Lücke genutzt hat, gönnt man denen sowas in den anderen Bundesländern nicht mehr. Bevor sie ihre Frequenz an P7S1 verschenken, blockieren sie diese dann lieber, auch wenn es für RTL keinen Gewinn bringt.
Die könnten jederzeit wieder in Nürnberg einsteigen, aber dort haben sich die zuschauer schon auf die anderen Verbreitungswege orientiert, so daß es nichts mehr bringt.

von HansEberhardt - am 11.04.2014 19:04
RTL und kein Ende: Doch noch Rückzug vom Rückzug vom Rückzug möglich?

Zitat

RTL: "Schauen uns im Einzelnen an, wie es mit DVB-T weitergeht"

14.04.2014, 16:17 Uhr, ps

Trotz der Zuweisung von Übertragungskapazitäten durch die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) möchte man bei RTL noch kein endgültiges Bekenntnis zu DVB-T abgeben. Ein Sprecher der Mediengruppe teilte gegenüber DIGITAL FERNSEHEN mit, dass man sich ganz genau anschauen werde, ob und wo eine terrestrische TV-Verbreitung weiterhin Sinn macht.


http://www.digitalfernsehen.de/RTL-Schauen-uns-im-Einzelnen-an-wie-es-mit-DVB-T-weitergeht.114712.0.html

von Manfred Z - am 14.04.2014 18:18
Man merkt dass du nicht von hier bist. Wesel versorgt neben den Kreisen Wesel, Kleve und Borken auch zu großen Teilen die Städte Duisburg, Oberhausen, Krefeld. Es gibt zwar teilweise Überschneidungen mit Düsseldorf und Essen, leider ist die Sendeleistung bei DVB-T ja so niedrig, dass man von Glück reden kann, wenn man indoor überhaupt was empfängt. Je nach Himmelsrichtung des Zimmers greift man mittels Zimmerantenne auch im Ruhrgebiet auf unterschiedliche Sender zu, nicht unbedingt der nächste Sender. Insgesamt wohnen im Versorgungsgebiet des Senders Wesel rund 1 Mio Menschen. Das finde ich jetzt nicht gerade wenig.

von Bolivar diGriz - am 15.04.2014 10:52
RTL steht bekanntlich seit einiger Zeit beim Kartellamt auf dem Kieker (wg. verbotener Absprachen mit Konkurrenten). Da müssen sie sehr vorsichtig agieren; deshalb haben sie auch die Abschaltung in Bayern im Alleingang gewagt.

Das gleiche gilt für die Umstellung auf die nächste Technikgeneration. Es gibt verschiedene Optionen:

1) Sie folgen ARD und ZDF und stellen 2017 auf DVB-T2/HEVC und HD um.
2) Sie bleiben bei DVB-T und stellen nur die Kodierung auf AVC/MPEG-4 um (7 SD-Programme pro Mux bei gleichzeitig höherer Bildqualität)
3) Sie ändern nichts.

Variante 1 wird es nur verschlüsselt geben, was in der Terrestrik ein hohes Risiko ist.
Variante 2 ist die kostengünstige Lösung: Mehr Programme ohne höhere Verbreitungskosten.
Variante 3 ist die schlechteste Lösung: Kein Mehrwert, aber hohe Kosten, wenn die Sendeanlagen ihr Lebensende erreicht haben. Dann droht Abschaltung.

Bei der Entscheidung wird natürlich auch die Bewertung der Terrestrik-Zuschauer eine Rolle spielen:
a) renitente Pay-TV-Verweigerer (kritisch, gut gebildet)
b) Zuschauer von Zweit-, Drittgeräten
c) Zuschauer mit Mobilequipment, auch an PCs und Notbooks (darunter viele Schüler und Studenten)
d) Zuschauer, die aus verschiedenen Gründen keinen Kabel- oder Satempfang haben

Insgesamt scheint mir, dass ein großer Teil der Terrestrik-Zuschauer als Empfänger von Werbung für RTL verzichtbar ist. Bei ProSiebenSat.1 ist das anders, weil sie mit ihrem Programmangebot mehr jüngere Zuschauer erreichen als RTL und damit in der Terrestrik einen höheren Marktanteil erreichen können.

von Manfred Z - am 16.04.2014 06:51
Zitat
Kroes
Und auf geht es in die nächste Runde: Seit gestern wird wieder ein DVB-T-Programmplatz ausgeschrieben, siehe http://www.lfm-nrw.de/medienrecht/ausschreibungen.html . Antragsfrist diesmal bis 11.06.2014. Wer steigt aus? Eurosport war schon länger mal angekündigt, andererseits hat man in Hamburg gerade erst freiwillig verlängert. Also CNN oder sogar Tele5?

Interessantes am Rande: Beworben wird die Ausschreibung im Lauftext auf der Startseite übrigens mit einem Bild vom Sender Siegen unter http://www.lfm-nrw.de/typo3temp/pics/48cc0abcfa.jpg - und dieses ist dem Bild aus dem Wikipedia-Eintrag zum Sender Siegen-Giersberg überraschend ähnlich. ;)


Dann hat es wohl CNN getroffen. Gab es zwischenzeitlich eine Entscheidung?

Die LfM meldet:

"Aktuell: DVB-T in NRW: Wegfall von CNN
Seit dem 3. November 2014 ist in Nordrhein-Westfalen das Programm von CNN International über DVB-T nicht mehr empfangbar. Die Verbreitung wurde auf Wunsch des Veranstalters beendet."

Klingt noch nicht nach Entscheidung.

von Japhi - am 04.11.2014 19:47
Zitat
Marcus.
Zitat

Jetzt erst wollen WDR und Media Broadcast nur einige Eifel-Dörfer mit DVB-T2 versorgen, statt Städte mit einer halben Million Menschen.

kannst du dazu was genaueres sagen?

Ist nur die Aussage eines frustrierten Westfalen, der über die Rheinländer schimpft. Langenberg wäre gerecht gewesen, der DVB-T2-Test würde an der Grenzen zwischen Rheinland und Westfalen stattfinden. DVB-T2-Test in Bonn? Wollen die Rheinland-Pfalz mit versorgen? Was soll das? Der WDR hat erneut bewiesen, dass er eine rheinische Rundfunkanstalt ist und für Westfalen nichts übrig hat!

https://presse.wdr.de/plounge/wdr/unternehmen/2014/10/20141014_dvb_t_testaustrahlung.html;jsessionid=250B7FB643A588DC8BB97906A1CF876D.presse2

von Seltener Besucher - am 05.11.2014 00:11
Zitat
Boombastic
Ich könnte wetten, dass es RTL Nitro wird, da Heimvorteil. Inhaltlich dürften die beiden Sender etwa gleich zu bewerten sein.

CU BB


Genauso ist es. Die Würfel sind gefallen.

RTL Nitro bekommt den Zuschlag.

Man möchte Pro7-Maxx aber nicht leer ausgehen lassen, und erwägt einen 5. Sender in einen Muxx zuzulassen. Da wird man wohl die Parameter im NRW-Muxx ändern müssen, z.Bsp. die Modulation von QAM 16 auf QAM 64 hochfahren. Wäre halt Pech für die Zimmerantennenfraktion....

Zitat
Die Medienkommission der NRW-Medienanstalt LfM hat den bis zum 3. November von CNN in den DVB-T Regionen Köln (K36) und Ruhrgebiet (K52) belegten Programmplatz an RTL Nitro (erstmals über DVB-T verbreitet) vergeben. Das teilte eine Sprecherin der Anstalt auf Anfrage von dehnmedia.de mit. Offenbar will man auch den unterlegenen Bewerber Pro7 Maxx der anderen großen Mediengruppe nicht leer ausgehen lassen. Man prüfe daher „eine technische Variante (Pilot) ..., einen Multiplex mit fünf Programmen zu belegen“.


http://www.dehnmedia.info/?page=update

von transponder - am 23.11.2014 15:17
Zitat
transponder
Man möchte Pro7-Maxx aber nicht leer ausgehen lassen, und erwägt einen 5. Sender in einen Muxx zuzulassen. Da wird man wohl die Parameter im NRW-Muxx ändern müssen, z.Bsp. die Modulation von QAM 16 auf QAM 64 hochfahren. Wäre halt Pech für die Zimmerantennenfraktion....


Wieviel Prozent der DVB-T Nutzer wohl nicht zur Zimmerntennenfraktion gehoeren:gruebel:

Solange es nur ein Mux ist, der der ein wenig mehr Pegel an der Zimmernantenne benoetigt als die anderen, duerfte es auch ohne Leistungserhoehung kaum zu Problemen kommen. Die 5-6 dB Unterschied hat man im Zimmer sowieso immer und so muss mann dann die Antenne nur fuer diesen einen Mux optimal positionieren, dann geht es auch weiterhin.

von Nordlicht2 - am 23.11.2014 18:11
Zitat
transponder
Da wird man wohl die Parameter im NRW-Muxx ändern müssen, z.Bsp. die Modulation von QAM 16 auf QAM 64 hochfahren. Wäre halt Pech für die Zimmerantennenfraktion....


Ich gehe mal davon aus, dass erst alle Sender des Bouquets zustimmen müssen oder kann die LfM das einfach festlegen?
Ob diese auf einen weiteren Konkurrenten scharf sind, wenn sich dadurch zusätzlich noch die eigene technische Verbreitung ändern sollte?

Mir ist in der Sendertabelle aufgefallen, dass die WDR-Bouquets Dortmund/Essen/Wuppertal mit 16-QAM und alle anderen mit 64-QAM senden. Was kann der Grund hierfür sein? Qualitative Unterschiede sind mir nie aufgefallen.

Wenn die Angaben in der Sendertabelle stimmen, dann sind mit der Modulation 16-QAM auch fünf TV Programme wie in der Schweiz im SRG D01 oder im österreichischen ORS MUX-B möglich.

von joce - am 25.11.2014 10:51
Zitat

Mir ist in der Sendertabelle aufgefallen, dass die WDR-Bouquets Dortmund/Essen/Wuppertal mit 16-QAM und alle anderen mit 64-QAM senden. Was kann der Grund hierfür sein? Qualitative Unterschiede sind mir nie aufgefallen.


Mehr Datenrate für das Priorisierte Programm. Im Mux 1 wird DAS ERSTE priorisiert und im Mux 3 das WDR Lokalfenster. Da es mehrere gibt hat man hier mehr Datenrate zur Verfügung gestellt.

Düsseldorf ist der einzigste der noch mit den alten Parametern läuft (Umstellung war aber angefragt), die anderen Lokalmuxe sind alle umgestellt.

Wenn es der Senderabstand zulässt auf 16 Qam GI 1/8 FEC 2/3 , wenn nicht auf 64Qam GI 1/4 FEC 1/2.

von Marcus. - am 25.11.2014 18:13
RTL Nitro ist auf Sendung. PM von Media Broadcast:

http://www.media-broadcast.com/enabling-media-innovation/aktuelles/presse/artikel/article/neues-dvb-t-programm-fuer-nrw-media-broadcast-schaltet-rtl-nitro-im-bevoelkerungsreichsten-bundesla/

Zitat

Neues DVB-T-Programm für NRW:
MEDIA BROADCAST schaltet RTL NITRO im bevölkerungsreichsten Bundesland auf


Köln, 03. Dezember 2014 – MEDIA BROADCAST, führender Betreiber von DVB-T-Sendenetzen in Deutschland, treibt die Attraktivität des digitalen Antennenfernsehens weiter voran und bringt zum 3. Dezember 2014 das TV-Programm RTL NITRO aus der Mediengruppe RTL Deutschland in den DVB-T Sendenetzen von NRW on Air. Die Aufschaltung erfolgt an den Standorten Köln und Bonn im Kanal 36 sowie in Essen, Dortmund, Langenberg, Wesel und Düsseldorf im Kanal 52. DVB-T-Zuschauer empfangen das im April 2012 gestartete TV-Programm nach der Aufschaltung automatisch auf ihrem DVB-T-Empfangsgerät. Mit der DVB-T Aufschaltung von RTL NITRO im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW feiert das TV-Programm seine Premiere auf dem digitalen Antennenfernsehen.


von Manfred Z - am 03.12.2014 12:19
Zitat
Christian_66
Ja, ist auf Sendung.


Leider habe das Problem, dass bei einem Fernseher (im Kinderzimmer) RTL Nitro nicht angezeigt wird. Die anderen drei Programme des NRW-Mux-1 funktionieren weiterhin problemlos.
Wie kann das denn sein? Können hier die Spezifikationen für RTL Nitro irgendwie anders sein?
Ich muss dazu sagen, dass der Empfang an einer ungünstigen Stelle mit einer kleinen passiven Stabantenne gerade mal so einigermaßen geht.
Auch das Löschen mit anschließendem Suchlauf von Kanal 52 hat den Sender nicht hervorgebracht. Komisch.

von joce - am 04.12.2014 11:59
Zitat
joce
Zitat
Christian_66
Ja, ist auf Sendung.


Leider habe das Problem, dass bei einem Fernseher (im Kinderzimmer) RTL Nitro nicht angezeigt wird. Die anderen drei Programme des NRW-Mux-1 funktionieren weiterhin problemlos.
Wie kann das denn sein? Können hier die Spezifikationen für RTL Nitro irgendwie anders sein?
Ich muss dazu sagen, dass der Empfang an einer ungünstigen Stelle mit einer kleinen passiven Stabantenne gerade mal so einigermaßen geht.
Auch das Löschen mit anschließendem Suchlauf von Kanal 52 hat den Sender nicht hervorgebracht. Komisch.


Seltsam.
Ich habe mir die Parameter im DABViewer angesehen, finde aber keine Besonderheiten gegenüber z.B. Tele5.

Erscheint RTL Nitro überhaupt in der Programmliste, wird aber nicht wiedergegeben, oder kannst Du es gar nicht erst auswählen?
Vielleicht kannst Du mal den Typ Deines Fernsehers nennen und jemand hier weiß, was es da zu beachten gibt.

von Christian_66 - am 05.12.2014 16:13
Das ist jetzt keine Neuigkeit, nur so eine Info für die Chronik.
Ich habe heute einen aktuellen DVB-T-Scan gemacht und festgestellt, dass der Sender vom Fraunhofer-Institut in St. Augustin auf Kanal 39 weiterhin vor sich hin sendet.
Wiedergeben kann die Software ihn nicht.

Der DVB-Player spuckt folgende Details aus:

Frequency=618000
Polarity=2
Symbolrate=0
FEC=-1
APID=120
VPID=110
PMTPID=101
PCRPID=110
AC3=0
TelePID=0
SID=10001
StreamID=273
NetworkID=1
LNB-Selection=0
LNB=0
DiseqC=3
DiSEqCValue=0
Root=Scan_08.07.2015
Name=CARMEN
Category=Fraunhofer FOKUS
Encrypted=24
SatModulation=0
Group=0
Language=
EPGFlag=0
Volume=0
Audiochannel=0
OrbitalPos=0
SubStreamID=-1

von Christian_66 - am 08.07.2015 19:46
Früher habe ich solche Meldungen zuerst hier im Forum gelesen.

ProSieben Maxx baut DVB-T-Verbreitung aus
... Die Aufschaltung des jüngsten Free-TV-Senders der ProSiebenSat.1-Gruppe erfolgt dabei am 19. August. An den Standorten Köln und Bonn wird ProSieben Maxx seinen Programmplatz auf Kanal 53 beziehen, in Essen, Dortmund, Langenberg, Wesel und Düsseldorf wird der Spartensender fortan auf Kanal 55 zu finden sein. ...
Quelle: http://www.digitalfernsehen.de/ProSieben-Maxx-baut-DVB-T-Verbreitung-aus.131331.0.html

von joce - am 20.08.2015 15:24
Zitat
Marcus.
Wurde etwas an den Parametern verändern und gibt es jz Pixelsalat mit eventuell veringerter Auflösung?

Im Gegensatz zu allen anderen Sender via DVB-T sticht das Pro7Sat1 Paket nun schon heraus mit Pixeln. Kleine Texte wie die Fussnoten bei Mobilfunk Werbung ist nicht einmal mehr zu erahnen.
Die Auflösung ist bei allen 5 Sendern gleich 720x576.

Habe hier mal einen kleine Aufnahme von N24, an deren Laufband kann man die Qualität schön erkennen.
N24 - Aufnahme - .ts

von robin1990 - am 20.08.2015 20:38
Der EPG funktioniert nun wieder, es war halt das Wochenende dazwischen.

Ich habe mir heute mal die Bitraten mit dem Bitrateviewer Plugin angeschaut, der Ton ist schon mal bei allen Sendern gleich mit 192kbps.
Der Videostream von Sat1, Pro7, Kabeleins und Pro7Maxx hatte nach 10min ein min. von 500kbps und ein max von 3400kbps, der Schnitt hat sich sehr schell bei 2000kbps eingependelt.
Nur bei N24 gab es ein min. von 251kbps sowie ein max. von 4000kbps, dafür kam die durchschnittliche Bitrate nie über 1700kbps.

Das klein gedruckte in den Mobilfunk Werbungen ist in den ersten Sekunden nach dem einblenden, ein schwarzer oder weißer strich auf farbigen Hintergrund. Erst nach ein paar Sekunden kann man erkennen das es Wörter bzw. Buchstaben sind die sogar Leerzeichen beinhalten.
Auf einem großen Wohnzimmer Flat-TV ist das kaum noch zu ertragen, für mobile DVB-T Geräte, Sticks am Laptop oder dem 24Zoll Flat im Garten kann man es gerade noch so durchgehen lassen.

von robin1990 - am 25.08.2015 16:10
Zitat
Sebastian Dohrmann
Wird vermutlich daran liegen, dass das ZDF 1080p (noch) nicht ausspielen kann. Woher soll ja auch die Quelle kommen?


Die Frage ist ja, ob man das überhaupt jemals können wird. Na ja, auch das HD-Bild ist ja beim ZDF über Astra eh schon nicht gerade Referenz, um es mal vorsichtig auszudrücken. Die Quelle? Du meinst die Zuführung oder das Ausgangsmaterial? Das könnte dann ja nur Blu-Ray sein, zumindest bei Filmen. Ansonsten wird man immer hochskalieren müssen, da die meisten Sendungen ja wirklich nur in 720p vorliegen und daran wird sich wohl auch so bald nichts ändern.

Hat denn jemand ne Ahnung wie die Programme zukünftig zugeführt werden (sollen)?

von zerobase now - am 12.01.2016 14:41
Zitat
Sebastian Dohrmann
Wird vermutlich daran liegen, dass das ZDF 1080p (noch) nicht ausspielen kann. Woher soll ja auch die Quelle kommen? Und zum Testen, ob man 1080p senden kann, reicht es so wohl allemal. Ob das Signal jetzt nativ ist oder nicht, ist dabei zweitrangig. Ist ja auch nicht umsonst 'ne Test-Ausstrahlung. ;)

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die drei anderen Kanäle verschlüsselt ProSieben HD, SAT.1 HD und ein Media Broadcast HD Testkanal sein sollen. Da die drei Kanäle aber zu sind, kann ich das nicht bestätigen.


Gut möglich.
Beim DVBViewer werden "Service 4 (T2-Test)" und "Service 5 (T2-Test)" als verschlüsselt angezeigt,
"Service 6 (T2-Test)" ist nicht verschlüsselt, wird aber nicht wiedergegeben.
Auf "Service 2 (T2-Test)" läuft ZDF HD wie von Dir beschrieben.

@Sebastian
By the way, mit welchem Equipment bist Du am Start?
Zusatzfrage: empfängst Du auf Kanal 39 auch immer noch den Fraunhofer-Test aus Birlinghoven.

von Christian_66 - am 12.01.2016 21:12
Zitat
Christian_66
Ich habe seit kurzem einen Astrometa-Stick und kann damit die DVB-T2/HVEC Tests aus Bonn empfangen.
Auf Kanal 40 sendet WDR DVB-T2 Test.

Bei den drei Programmen

WDR HD Köln (Test)
WDR HD Bonn (Test)
Test-R

handelt es sich um WDR HD (gleiche PID).
Während der Lokalzeit liefen jeweils:
WDR HD Köln (Test) -> Lokalzeit Köln in HD
WDR HD Bonn (Test) -> Lokalzeit Bonn in SD
Test-R -> Einsfestival in HD, EPG: "Lokalzeit Aachen"

Ist natürlich alles noch Testbetrieb.


Kannst Du erkennen ob das 3x CBR ist oder eventuell schon ein Statmux?
HEVC und Statmux war Ende 2015 noch Raketenwissenschaft

von mobi - am 12.01.2016 23:03
Zitat
zerobase now
Die Frage ist ja, ob man das überhaupt jemals können wird. Na ja, auch das HD-Bild ist ja beim ZDF über Astra eh schon nicht gerade Referenz, um es mal vorsichtig auszudrücken. Die Quelle? Du meinst die Zuführung oder das Ausgangsmaterial? Das könnte dann ja nur Blu-Ray sein, zumindest bei Filmen. Ansonsten wird man immer hochskalieren müssen, da die meisten Sendungen ja wirklich nur in 720p vorliegen und daran wird sich wohl auch so bald nichts ändern. [...]

Mit Quelle bezog ich mich auf die Zuführung, denn das ZDF hat sicher keinen 1080p Ausspielweg. Um also ein natives Signal zu kriegen wäre, wie Du schreibst, entweder eine Blu-Ray oder anderes Quellmaterial von Nöten. Und bei genauem Hinsehen, sieht man auch, dass das ZDF im DVB-T2 Testmux kein 1080p sein kann, wobei schon viele Inhalte, wie Sport, meines Wissens, in 1080i produziert werden. Und ich kann mir vorstellen, dass 1080p insofern möglich wäre, wenn man - wie bei einigen Sportevents ja auch schon üblich - 4K als Ausgangsmaterial zur Verfügung hat. Aber das ist alles Spekulatius. ;) Ich bin mir zu 99,9 % sicher, dass das Signal für den Testmuxx entweder das Astra-Signal ist, oder direkt vom ZDF kommt, aber auf keinen Fall besser ist, als 720p.

Zitat
Christian_66
Zitat
Sebastian Dohrmann
Wird vermutlich daran liegen, dass das ZDF 1080p (noch) nicht ausspielen kann. Woher soll ja auch die Quelle kommen? Und zum Testen, ob man 1080p senden kann, reicht es so wohl allemal. Ob das Signal jetzt nativ ist oder nicht, ist dabei zweitrangig. Ist ja auch nicht umsonst 'ne Test-Ausstrahlung. ;)

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die drei anderen Kanäle verschlüsselt ProSieben HD, SAT.1 HD und ein Media Broadcast HD Testkanal sein sollen. Da die drei Kanäle aber zu sind, kann ich das nicht bestätigen.


Gut möglich.
Beim DVBViewer werden "Service 4 (T2-Test)" und "Service 5 (T2-Test)" als verschlüsselt angezeigt,
"Service 6 (T2-Test)" ist nicht verschlüsselt, wird aber nicht wiedergegeben.
Auf "Service 2 (T2-Test)" läuft ZDF HD wie von Dir beschrieben.

@Sebastian
By the way, mit welchem Equipment bist Du am Start?
Zusatzfrage: empfängst Du auf Kanal 39 auch immer noch den Fraunhofer-Test aus Birlinghoven.

Sowohl mit einem DVB-T2 HEVC fähigen Fernseher von SONY, als auch mit dem DVB-T2-Stick, welchen cybertorte mal vorgestellt hat am Laptop, wobei der Fernseher deutlich empfangsstärker ist. Die beiden Testmuxxe bekomme ich hier ohne Probleme.
Den Frauenhofer-Test habe ich hier noch nie empfangen. Vmtl. einfach zu weit weg. Du bist in Siegburg etwas näher dran. ;)

von Sebastian Dohrmann - am 13.01.2016 08:54
Zitat
mobi
Zitat
Christian_66
Ich habe seit kurzem einen Astrometa-Stick und kann damit die DVB-T2/HVEC Tests aus Bonn empfangen.
Auf Kanal 40 sendet WDR DVB-T2 Test.

Bei den drei Programmen

WDR HD Köln (Test)
WDR HD Bonn (Test)
Test-R

handelt es sich um WDR HD (gleiche PID).
Während der Lokalzeit liefen jeweils:
WDR HD Köln (Test) -> Lokalzeit Köln in HD
WDR HD Bonn (Test) -> Lokalzeit Bonn in SD
Test-R -> Einsfestival in HD, EPG: "Lokalzeit Aachen"

Ist natürlich alles noch Testbetrieb.


Kannst Du erkennen ob das 3x CBR ist oder eventuell schon ein Statmux?
HEVC und Statmux war Ende 2015 noch Raketenwissenschaft


Der DVBViewer zeigt jedenfalls schwankende Datenraten bei den verschiedenen HD-Programmen an. Falls ich dieser Anzeige glauben darf, ist die Video-Datenrate variabel.
Das heißt dann wohl Statmux (das Wort musste ich erst mal googlen).

von Christian_66 - am 13.01.2016 17:56
Zitat
Terranus
Zitat
Seltener Besucher
Also ich habe gerade mit einem DVB-T2-Fernseher mit MPEG-4 gescannt. Es sollten wenigstens die Kanäle eingelesen werden. Leider konnte ich nichts empfangen.


Was ist das Baujahr des TV? Alles was vor 2014 gebaut wurde kann nicht einmal das Signal demodulieren, der Tuner muss V1.3.1 tauglich sein.


Sony KDL-46HX755
Laut Anleitung:
Zitat

Fernsehnorn:
Analog: Je nach ausgewähltem Land/Gebiet: B/G/H, D/K, L, I, M
Digital: DVB-T2/DVB-C2, DVB-C2 ist nur aktiviert, wenn „Deutschland“ ausgewählt ist.
(nur Modell KDL-55/46/40/32HX75x)
DVB-T/DVB-C
Satellit: DVB-S/DVB-S2


Zitat

Digital: MPEG-2 MP@HL/H14L/ML, AVC BP@L3/MP@L4/HP@L4 (max. 30 Mbps, eingeschränktes Tool), MPEG-4 Visual SP@L6/ASP@L5/ACEP@L4


Also das Signal sollte angezeigt werden, Bild auf keinen Fall.

von Seltener Besucher - am 19.05.2016 13:45
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