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Schild "Radio ein" an Tunneln - welchen Sinn haben diese?

Startbeitrag von raeuberhotzenplotz1 am 22.06.2015 13:34

[attachment 5351 Radio_ein.jpg]

Dieses Schild "Radio ein" habe am Tunnel Gruibingen an der A8 Stuttgart Richtung Ulm gefunden. Was soll dieses Schild? Hat der Tunnel einen Sender? Welche Information sollte man da bekommen. Es gibt keine Frequenzangabe usw.?

Sorry für die schlechte Qualität, Smartphone Bild :rolleyes:

Die 50 interessantesten Antworten:

Frequenzen sind wahrscheinlich die gleichen, die auch außerhalb des Tunnels empfangbar sind an ortsüblichen Hauptsendern. Diese sind dann auch im Tunnel weiter empfangbar.
Wenn im Tunnel etwas vorfällt, gibt es entsprechende Infos auf ALLEN im Tunnel ausgestrahlten Sendern.

http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/news/digitalfunk-im-tuttlinger-tunnel-18610
Zitat
aus den Kommentaren
generell sollte in jedem Straßentunnel in Deutschland mindestens eine UKW-Frequenz im Tunnel durchgehend empfangbar sein.
Im Normalbetrieb wird das Radioprogramm 1:1 in den Tunnel durchgeschaltet.
Im Ereignisfall (z.B. Stau, Brand) kann in längeren Tunnels in diese Frequenz in Form von aufgezeichneten Textkonserven, oder auch in Form von Live-Durchsagen eingesprochen werden, d.h. das Radioprogramm wird für die Dauer der Durchsage unterbrochen. Das Schild „Radio ein“ soll sicherstellen, dass die Verkehrsteilnehmer im Tunnel für die UKW-Durchsagen erreichbar sind. Die genauen Frequenzen unterscheiden sich (auch in der Anzahl) von Tunnel zu Tunnel. Sobald der Radioempfang bei Einfahrt in den Tunnel abbricht, am besten den Suchlauf betätigen.


von iro - am 22.06.2015 13:46
Wenn Du SWR nicht magst, kannst Du natürlich nicht feststellen, daß im Tunnel Gruibingen SWR-Programme übertragen werden. Nur wenn Dein Radio an ist und einen der im Tunnel eingestellten Sender empfängst, bekommst Du im Fall eines Falles Warnmitteilungen des Tunnelbetreibers mit. Deshalb ist das Schild auch sinnvoll: Radio ist das primäre Warnmittel, um Autofahrer z.B. im Brandfall zu informieren. Bei kurzen Tunnel wie dem bei Gruibingen vlt. nicht so das Thema, bei längeren Tunnel wie dem am Rennsteigt schon eher. Im Zweifelsfall würde ich dann lieber SWR hören, als z.B. im Brandfall keine Sicherheitshinweise zu hören (die Lautsprecherdurchsagen sind in gut lärmgedämmten Autos schlecht zu hören, v.a. wenn nebenher dann CD/MP3 statt Radio läuft...). Sinnvoller wäre natürlich, auf dem Schild würden, wie meist auch üblich, gleich die Tunnelsenderfrequenzen stehen.

von DH0GHU - am 22.06.2015 14:19
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Der Tunnel ist kurz. Ich glaube kaum, daß er eine eigene Sendeanlage hat. DAB Busndesmux fällt definitv aus beim Durchfahren. UKW das was ich höre auch.

Ich höre aber nie SWR (die mag ich nicht :-( ). Mag sein, daß diese übertragen sein, muß ich mal testen. Trotzdem ist das Schild ein gutes Beispiel für den deutschen sinnlosen Schilderwald...


Es gäbe wohl kaum das Schild, wenn der Tunnel keinen Sender hätte. Siehe auch: http://www.gbi.eu/referenzen/refsingle/article/bab-a8-karlsruhe-muenchen-abschn-gruibingen-muehlhausen-tunnel-gruibingen-betriebstechn-ausstat/

Das Schild an sich ist schon sinnvoll, allerdings wäre es wohl schon ganz gut, wenn auch die Frequenz + evtl. Sendername angegeben würde, auf dem der Tunnelfunk läuft.

von Zwölf - am 22.06.2015 14:22
Zitat
RheinMain701
Die Frequenzen dürfen nicht mehr angegeben werden, weil man das entsprechende Schild aus der StVO entfernt hat. Begründung: man könne ja heutzutage einfach den Sendersuchlauf nutzen.

Was soll denn diese sinnlose Regelung? Wie sollen sich denn Leute, die den "falschen" Sender hören denn durch ein bloßes "Radio ein"-Schild angesprochen fühlen? Die fahren wahrscheinlich in den Tunnel rein, dann rauscht es, dann macht das Radio einen Suchlauf, ob es das Programm auf einer anderen Frequenz findet, was natürlich erfolglos ist und kehrt schließlich wieder zur Rauschfrequenz zurück.

von Zwölf - am 22.06.2015 14:38
Dann müßte z.B. stehen "Radio SWR1 an! - UKW 107,1MHz".

Aber "Radio ein" ist Blödsinn. Viele Leute verstehen unter "Radio ein" mittlerweile ihren CD-Player, MP3-Spieler, Smartphone usw, usf...

Und dann baut man einen neuen Tunnel ohne DAB :angry: Der Tunnel wurde erst vor ca. 2 Jahren eröffent. Mittlerweile hat man dort auch eine der drei Fahrspuren permanent gesperrt :hot: - super...

von raeuberhotzenplotz1 - am 22.06.2015 14:45
Zitat
iro
Die Einsprechanlage funktioniert auf auf den DAB-Kanälen. Das ist ja auch der eigentliche Sinn einer Tunnelfunkanlage... nicht der unterbrechungsfreie Empfang musikalischer Darbietungen auch im Tunnel.


Wie wird das technisch geloest? Auf UKW stelle ich mir das noch relativ einfach loesbar vor, die analogen Audiosignale durch die aus einer Sprechanlage zu ersetzen, aber bei DAB? Da muss man ja jeden im Tunnel ausgestrahlten Mux im Ernstfall demultiplexen, den Datenstrom jedes Programms durch einen eigenen ersetzen, und das ganze wieder multiplexen. Ist doch ein irrer Aufwand. Da braucht es doch einiges an technischem Geraet. Oder laeuft das dann ueber dieses Alarm-Flag, das jedes Radiogeraet dazu bringen soll, auf ein bestimmtes Programm umzuschalten? Trotzdem braucht es ja auch dann einen Demultiplexer/Multiplexer, der den Ton der Sprechanlage wenigstens in irgendeines der Ensembles reinbekommt.

von Habakukk - am 22.06.2015 14:45
Zitat
Habakukk
Zitat
iro
Die Einsprechanlage funktioniert auf auf den DAB-Kanälen. Das ist ja auch der eigentliche Sinn einer Tunnelfunkanlage... nicht der unterbrechungsfreie Empfang musikalischer Darbietungen auch im Tunnel.


Wie wird das technisch geloest? Auf UKW stelle ich mir das noch relativ einfach loesbar vor, die analogen Audiosignale durch die aus einer Sprechanlage zu ersetzen, aber bei DAB? Da muss man ja jeden im Tunnel ausgestrahlten Mux im Ernstfall demultiplexen, den Datenstrom jedes Programms durch einen eigenen ersetzen, und das ganze wieder multiplexen. Ist doch ein irrer Aufwand. Da braucht es doch einiges an technischem Geraet. Oder laeuft das dann ueber dieses Alarm-Flag, das jedes Radiogeraet dazu bringen soll, auf ein bestimmtes Programm umzuschalten? Trotzdem braucht es ja auch dann einen Demultiplexer/Multiplexer, der den Ton der Sprechanlage wenigstens in irgendeines der Ensembles reinbekommt.

Gibt es vlt. auch eine Möglichkeit, den Tunnelfunk nur analog über UKW auszustrahlen, das Hinweis-Flag aber z.B. bayernweit über den Mux zu schicken, sodass das Radio umschaltet, wenn der analoge Sender empfangbar ist und andernfalls nicht?

von Zwölf - am 22.06.2015 15:20
Zitat
Japhi
Im A40-Tunnel am Bochumer Stadion steht auch ein "Radio ein"-Schild. Tunnelfunk gibt es nicht, mindestens Radio Bochum, normalerweise auch Langenberg, gehen auch so.


Gibt's in Muenchen uebrigens auch, von der A8 aus Stuttgart kommend, und auf die A99 fahrend, dort ist ebenfalls ein Tunnel mit dem gleichen Schild, allerdings habe ich vor einiger Zeit noch eine Frequenzangebe gesehen.

Von Pforzheim Ost bis zur Enztalquerung wird auch noch ein Tunnel hinkommen, wenn die A8 von 4 auf 6 Spuren verbreitert wrid.

von 102.1 - am 22.06.2015 15:27
Am Weserauentunnel (für unsere Verhältnisse hier mit 2,7 km recht lang) stehen diese Schilder meines Wissens auch, dort wird im Tunnel auf UKW WDR 2 ausgestrahlt (das ist auch der "Notfallsender" dort).
Am Ostwestfalentunnel in Bielefeld (etwas kürzer) stehen die Schilder auch, meines Wissens ist es dort auch so, dass WDR 2 im Tunnel gesendet wird.

Interessanterweise stehen die Schilder aber auch am Tunnel zwischen Oerlinghausen und Schloss Holte-Stukenbrock (durch den Menkhauser Berg). Der Tunnel ist sehr kurz (dennoch ist es der einzige echte "Gebigrstunnel" in dieser Gegend), ob es dort eine Tunnelfunkanlage gibt habe ich noch nie beobachtet, ich vermute aber eher nicht. Der Tunnel ist keine 500 m lang...

von WiehengeBIERge - am 22.06.2015 15:51
Zitat

Wie wird das technisch geloest? Auf UKW stelle ich mir das noch relativ einfach loesbar vor, die analogen Audiosignale durch die aus einer Sprechanlage zu ersetzen, aber bei DAB?

Wahrscheinlich wird wohl nicht jede DAB-Tunnelfunkanlage auch eine Einsprechmöglichkeit haben. Aber wenn, dann wird wohl auch ein Multiplexer benötigt.
Eine Ausschreibung für eine Tunnelfunkanlage mit Einsprechmöglichkeit auf DAB+ hatte ich im Netz gefunden. Der zZt verwendete Firmen-Browser hat keinen "Verlauf", daher finde ich sie grad nicht wieder... ich glaube, es war ein schweizer Tunnel.

von iro - am 22.06.2015 16:23
Schilder mit Frequenzangaben sieht man noch zuhauf.

Und natürlich hat Gruibingen einen Tunnelsender - schon zigfach genutzt... Vermutlich läuft SWR1BW. Meist läuft bei mir dann meterweise nix, weil ich normalerweise DAB+ nutze ;-)
Und wie weiter oben beschrieben: Wenn man im Radio einen nicht übertragenen Sender gehört hat, findet das Radio dann einfach - nichts. Bzw rauschen.
Mit etwas Glück hört man bei Wartungsarbeiten auch mal einen Test der Tunnelfunkanlagen mit, sowas habe ich mal im Kohlbergtunnel (A96) erlebt. Klang schaudrig verzerrt - Ideal, um Aufmerksamkeit zu wecken :p

von DH0GHU - am 22.06.2015 16:27
Zitat
WiehengeBIERge

Interessanterweise stehen die Schilder aber auch am Tunnel zwischen Oerlinghausen und Schloss Holte-Stukenbrock (durch den Menkhauser Berg). Der Tunnel ist sehr kurz (dennoch ist es der einzige echte "Gebigrstunnel" in dieser Gegend), ob es dort eine Tunnelfunkanlage gibt habe ich noch nie beobachtet, ich vermute aber eher nicht. Der Tunnel ist keine 500 m lang...


Sicher bin ich mir da auch nicht,wobei mein Autoradio beispielsweise bei Einslive immer auf die 104.7 geht und diese für eine Versorgung von außen doch recht weit weg ist. Die Tage werde ich das mal mit WDR 2 testen.

von Hallenser - am 22.06.2015 17:16
Bei uns im 400m Mühlbergtunnel bei Neustadt an der Waldnaab stehen auch Schilder mit „Licht an“ und „Radio an“ aber keine Infos welche Frequenzen man einstellen soll, noch welche Programm man hören bzw. suchen soll.

Ich könnte in dem Tunnel auf 94,7 und 101,9 MHz mal eine Warnmeldung bzw. eine Fehlschaltung der Polizei Neustadt hören. Das Radio würde lauter und im RDS-PS war: „_TUNNEL_“ zu lesen. Im Wechsel zu ein blinkendes „ARLAM“ das vom Radio erzeugt würde.

In denn Mühlbergtunnel wird Bayern 3 und Antenne vom Sender Hoher Bogen (Landkreis Cham, 94,7 MHz / 101,9 MHz) eingespeist. Ortsübliche mit RDS ist dort aber nur der Ochsenkopf (99,4 / 103,2) zu empfangen. Also keine Gleichwelle wie in andern Tunnels üblich, was zur folge hat das manche Radios (trotzt AF Aktivierung) zu spät erkennen oder verwirrt sind vom plötzlichen Wegfall von Bayern 3 auf 99,4 MHz. Oft schalten die erst sehr sehr spät um oder erst gar nicht um. Man hört nur hektisch AF- List(en) abklappern, aber bevor das Radio die die 94,7 entdeckt, ist man manchmal schon aus dem Tunnel wieder heraus gefahren :D Außerhalb von dem Tunnel schalten die Radios dagegen schon schnell zwischen 99,4-99,6-94,7-94.4-97,9 um, teilweise in Sekundentakt.

Im Tunnel selbst lauft es meisten so ab:

-> vor dem Tunnel: Radio ist bei Bayern 3 auf 99,4 MHz.
-> im Tunnel: Radio bleibt 10sekunden lang weiterhin auf die 99,4 hängen statt zur der 94,7 zu wechseln -> man hört also nur noch ein rauschen.
-> ca. 100m vor Tunnelende: Radio schaltet doch noch auf 94,7 um, Bayern 3 ertönt.
-> nach dem Tunnel: Radio bleibt 10sekunden jetzt auf 94,7 hängen statt gleich wieder zurück zur 99,4 zu wechseln.

Im Regensburger Tunnel gibt es keine Probleme, dort werden die Programme mit der gleichen ortsüblichen Frequenzen (99,6/103,0) eingespeist. In der Einfahrt zum Tunnel steht ebenfalls ein Schild mit „Radio An“ aber mit die Frequenzangaben (99,6 BR3 / 103,0 Antenne).

von der Logik her, müsste man ja eher am Mühlbergtunnel die Frequenzen abzuschreiben und nicht in Regensburg. Da im Mühlbergtunnel anders als im Regensburger Tunnel, nicht in Gleichwelle funkt ;)

Warum man im Mühlbergtunnel denn schwache Hoher Bogen statt dem stärken ortsüblichen Ochsenkopf eingespeist, weiß ich auch nicht. Vielleicht wird ja auch Ochsenkopf empfangen und nur auf die Frequenzen (die auch der Hohe Bogen verwendet) umgesetzt.

DAB+ gibt es in beiden Tunnels (noch) nicht

von Kohlberger91 - am 22.06.2015 17:40
Zitat
102.1
Moeglw. ist das Einschalten des Radios im Tunnel sogar Pflicht? (Stau, Notfall oder Unfall im Tunnel, etc...)


Das will ich doch nicht hoffen. Mir ist vor ein paar Jahren die Antenne am Auto abgebrochen, ich könnte also nicht mal Radio empfangen, wenn ich müsste. Kommt eh nur Zeugs, das ich nicht hören will. Und wenn ich im Tunnel in einen Stau komme, dann hilft mir die Radiodurchsage, dass im Tunnel ein Stau ist herzlich wenig.

von PhanTomAs - am 22.06.2015 18:04
Entnommen:
Landesamt für Straßenbau und Verkehr

lasuv.sachsen.de*
05.06.2012
Bald mehr Radiosender im Tunnel Königshainer Berge
Der Radioempfang, insbesondere der Empfang von Verkehrsnachrichten,
kann maßgeblich zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Das
Landesamt für Straßenbau und Verkehr bereitet deshalb nun auch die
Ausstrahlung der Radiosender Deutschlandfunk und Deutschlandradio
Kultur im A4- Tunnel Königshainer Berge vor. MDR 1 Radio Sachsen ist hier
bereits auf Sendung.
Bei der Durchfahrt durch größere Tunnelanlagen wird der Radioempfang
durch die Stahlbetonröhre und das überdeckende Erdreich behindert.
Um auch hier die Hörer zu erreichen, muss die Ausstrahlung der Sender
über die im Tunnel vorhandene Funktechnik umgesetzt werden. Über
eine entsprechende Vereinbarung haben sich Deutschlandradio Köln
und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr jetzt geeinigt. Schon
im kommenden Sommer können Deutschlandfunk und Deutschlandradio
Kultur auf Sendung gehen.
Der 3,3 Kilometer lange Tunnel Königshainer Berge liegt zwischen den A4-
Anschlussstellen Nieder Seifersdorf und Kodersdorf nahe Görlitz, er wurde
1999 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Er gilt als der zweitlängste
zweiröhrige Straßentunnel Deutschlands. Über den Fahrbahnen befinden
sich bis zu 50 Meter hoch Erdreich und Granit, was den Radioempfang
verhindert.
Im Coschützer (2,3km) und im Döltzschener Tunnel (1,1 km) auf der
A 17 können Autofahrer bereits die Sender MDR 1 Radio Sachsen,
MDR Jump, Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur empfangen. Im
Schottenbergtunnel (0,7km) an der B 101 in Meißen ist MDR 1 Radio Sachsen verfügbar.

von hansol1 - am 22.06.2015 19:21
Zitat
Habakukk
Zitat
iro
Die Einsprechanlage funktioniert auf auf den DAB-Kanälen. Das ist ja auch der eigentliche Sinn einer Tunnelfunkanlage... nicht der unterbrechungsfreie Empfang musikalischer Darbietungen auch im Tunnel.


Wie wird das technisch geloest? Auf UKW stelle ich mir das noch relativ einfach loesbar vor, die analogen Audiosignale durch die aus einer Sprechanlage zu ersetzen, aber bei DAB? Da muss man ja jeden im Tunnel ausgestrahlten Mux im Ernstfall demultiplexen, den Datenstrom jedes Programms durch einen eigenen ersetzen, und das ganze wieder multiplexen. Ist doch ein irrer Aufwand. Da braucht es doch einiges an technischem Geraet. Oder laeuft das dann ueber dieses Alarm-Flag, das jedes Radiogeraet dazu bringen soll, auf ein bestimmtes Programm umzuschalten? Trotzdem braucht es ja auch dann einen Demultiplexer/Multiplexer, der den Ton der Sprechanlage wenigstens in irgendeines der Ensembles reinbekommt.


Ich denke, man wird dann, wenn es soweit ist und DAB in Tunnels ein Thema wird, einen extra Muxx schalten mit einem Programm und diesen mit den sogenannten "worst case alarm" ausstatten. Die BLM (oder war das wer anders) hat dies mit 12D-ABY getestet und ein Emergency Programm.
Ach, oder funktioniert das nur im gleichen Muxx?
Ja, auch dann wäre es bestimmt möglich, wenn man in allen zwei landesweiten Muxxen (10D/11D) ein "stilles" Programm aufschaltet, dass nicht aktiv ist, aber im Notfall senden kann, und das dann mit dem Emergency-Ruf ausstattet.

von BieMa - am 22.06.2015 20:10
Zitat
Habakukk
Zitat
iro
Die Einsprechanlage funktioniert auf auf den DAB-Kanälen. Das ist ja auch der eigentliche Sinn einer Tunnelfunkanlage... nicht der unterbrechungsfreie Empfang musikalischer Darbietungen auch im Tunnel.


Wie wird das technisch geloest? Auf UKW stelle ich mir das noch relativ einfach loesbar vor, die analogen Audiosignale durch die aus einer Sprechanlage zu ersetzen, aber bei DAB? Da muss man ja jeden im Tunnel ausgestrahlten Mux im Ernstfall demultiplexen, den Datenstrom jedes Programms durch einen eigenen ersetzen, und das ganze wieder multiplexen. Ist doch ein irrer Aufwand. Da braucht es doch einiges an technischem Geraet. Oder laeuft das dann ueber dieses Alarm-Flag, das jedes Radiogeraet dazu bringen soll, auf ein bestimmtes Programm umzuschalten? Trotzdem braucht es ja auch dann einen Demultiplexer/Multiplexer, der den Ton der Sprechanlage wenigstens in irgendeines der Ensembles reinbekommt.

Theoretisch müsste es ja möglich sein nur die Daten des Ensembles zu "clonen" und ein eigenes Ensemble mit eben diesen Daten auszusenden, nur das eben statt der original Programme lauter Streams mit der Tunneldurchsage laufen. Das Radio sollte ja dann einfach weiterspielen.

von Rosti 2.0 - am 22.06.2015 20:37
Beim Tunnel in Gruibingen ist das ja sowieso ein Witz. Der Tunnel ist so kurz, daß man beim Einfahren schon schon hinten wieder rausschauen kann. Bei normaler Geschwindigkeit fallen auch bei schwachen Sendern wie DLF oder sunshinelive der Empfang für ca. 10-15 Sekunden aus. Ich könnte mir vorstellen, daß SWR auch ohne Funkanlage noch so halblebig geht. Andere Tunnel hätrten sowas definitiv nötiger! Und wenn man sowas neu installiert, dann bitte mit DAB.

Übrigens viele Tunnel haben eine Lautsprecheranlage. Darüber kann man viel besser die Menschen im Tunnel erreichen. Einsprechen über UKW halte ich für Blödsinn. Würde man auf die Einsprechmöglichkeit verzichten könnte man im Tunnel mit viel einfacherer Technik mehr Rundfunkprogramme übertragen. Vor allem bei DAB kann man mit einer einfachen Antenne auf dem Berg / Verstärker / Filter und Schlitzantenne im Tunnel sehr gut das gesamte Band als Repeater übertragen. Will man die Einsprechmöglichkeit haben, dann muß man kompexe Technik aufrüsten und quasi die kompletten DAB Multiplexe neu generieren...

von raeuberhotzenplotz1 - am 23.06.2015 06:17
Zitat
PhanTomAs
Und wenn ich im Tunnel in einen Stau komme, dann hilft mir die Radiodurchsage, dass im Tunnel ein Stau ist herzlich wenig.

Ein einfacher Stau ist auch kein Grund für Warndurchsagen. Es gibt Tunnel, in denen ist täglich Stau...
Denk' mal an größere Katastrophen, die es schon gab, z.B. Brand im Tunnel. Dann sind Verhaltensregeln für Reisende wichtig. Oder einfach auch längere komplette Stillstände. Es gibt viele Menschen mit "Tunnelangst", für die könnte eine beruhigende Info ("vor dem Tunnelausgang ist ein Sattelschlepper umgekippt, nix passiert, in 15min gehts weiter, bitte Reißverschlußverfahren anwenden") wichtig sein.

Zitat
raeuberhotzenplotz1
Beim Tunnel in Gruibingen ist das ja sowieso ein Witz. Der Tunnel ist so kurz, daß man beim Einfahren schon schon hinten wieder rausschauen kann.

Tja, dann definiere mal technisch sinnvoll die Mindestlänge eines Tunnels, ab der Tunnelfunk nötig ist. Abgesehen von Sicherheitsaspekten: Ich hätte ganz gerne auch im Tunnel Radioempfang. Nichts ist beim Radiohören ärgerlicher, als eine interessante Reportage, ein Interview oder Nachrichten im Tunnel plötzlich nicht mehr hören zu können.

Zitat

Übrigens viele Tunnel haben eine Lautsprecheranlage. Darüber kann man viel besser die Menschen im Tunnel erreichen.

Hast Du schon mal wähend der Fahrt direkt neben einer 30-Tonner-Zugmaschine so eine Lautsprecheranlage gehört und verstanden? Gehört habe ich, dass da was ist, zu verstehen war nix. Lag auch daran, daß mein Radio lauter war. Hätte es Tunnelfunk wiedergegeben, hätte ich die Durchsage auf jeden Fall verstanden. Es wurde wohl nur die Lautsprecheranlage getestet. Ich meine, das war im Lämmerbuckeltunnel - bin mir nicht mehr ganz sicher...

Zitat

Würde man auf die Einsprechmöglichkeit verzichten könnte man im Tunnel mit viel einfacherer Technik mehr Rundfunkprogramme übertragen. Vor allem bei DAB kann man mit einer einfachen Antenne auf dem Berg / Verstärker / Filter und Schlitzantenne im Tunnel sehr gut das gesamte Band als Repeater übertragen.

Sicher. Das wäre auch viel preiswerter. Dass man dennoch das Geld für Tunnelfunkanlagen ausgibt, könnte damit zu tun haben, dass Sicherheitsexperten zu einer anderen Schlußfolgerung gekommen sind als interessierte Laien ;-).


Zitat

Will man die Einsprechmöglichkeit haben, dann muß man kompexe Technik aufrüsten und quasi die kompletten DAB Multiplexe neu generieren...

... dürfte der Grund sein, warum man das auch selten macht. Solange Autoradios parallel auf UKW Sender mitempfangen und ggf. das Alarm-Flag auswerten, ist das auch ok.

von DH0GHU - am 23.06.2015 07:27
Zitat
DH0GHU
Abgesehen von Sicherheitsaspekten: Ich hätte ganz gerne auch im Tunnel Radioempfang. Nichts ist beim Radiohören ärgerlicher, als eine interessante Reportage, ein Interview oder Nachrichten im Tunnel plötzlich nicht mehr hören zu können.


Also wenn es danach geht, müßte man alle ortsüblichen Sender in die Tunnels eingespeist werden. In Bayern ist das nicht der Fall, dort hat man die wahl zwischen B3 und Antenne. Hört man eine interessante Reportage, ein Interview usw.. auf Bayern1, DKultur, DLF und co. hat man halt Pech gehabt ;) Auch ich hatte Pech als ich eine wichtige Meldung aus meiner Heimat auf Bayern1, wegen einen Geisterfahrer, nicht hören könnte, dabei bin ich nicht mal im Auto noch in einen tunnel unterwegs gewessen... :D

Wenn man von Verkehrsfunk ausgeht, könnte man in meinen Augen heutzutage noch Bayern 1 in die Bayerischen Tunnel zuständlich einspeisen. Denn D-Kultur, Bayern2, B5 und wie sie alle heißen, könnte zwar man auch mit einspeisen, allerdings sehe ich da schon bedenken, nicht alle Radio haben eben RDS bzw. EON bzw. muss eingeschaltet sein. Bei deaktivierten Verkehrsfunk hat man auf B3, B1, Antenne immer noch die Möglichkeit, gegebenenfalls Meldungen mit zugekommen und lauter zu drehen. Sender wie der Deutschlandfunk haben in meinen Augen (Warn-& Verkehrsfunktechnisch) in Tunnel nichts zu suchen.

Die Aussage das man über DLF aber wichtige Meldungen aus andern Bundesländern für seine Reise hören könnte, lass ich nicht so gelten.
1. kann man vor bzw. nach dem Tunnel immer noch die DLF VF- Meldungen hören
2. Sendet der DLF diese Meldungen unregelmäßig aus d.h: mal zur jeder halben Stunde, dann wieder nur zur jeder Stunde.. und in denn Abend/Nachstunden gar nicht.:rolleyes:
3. Der DLF warnt nicht vor Gefahrenmeldungen wie Geisterfahrer die nach dem Tunnel sein könnten.:sneg:

Bundesweites Verkehrsfunkmeldungen ink. sofort Unterbrechung des Programms für Warn- und Geisterfahrermeldungen ist bis jetzt nur in den Nachtstunden bei der ARD- Hitnacht gegeben. ;)
Bezüglich DLF, der DLF könnte in denn Nachtstuten ber EON zur die ARD- Hitnachtsendern schallten lassen, dann würde man weniges in den Nachtstunden auf DLF mal vernünftige Meldungen hören und der/die Hörer(inen) könnte zudem noch selber entscheiden ob man das hören möchte oder nicht... ;)

von Kohlberger91 - am 23.06.2015 10:46
Genau, es geht nur um die Gefahrenmeldungen. Daher wird in NRW z.B. auch nur WDR 2 eingespeist, wo eben diese verbreitet werden.
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass in Schweden sogar alle Sender, auch die Privatsender, per EON auf SR P4 verweisen, wo die Gefahren- und Verkehrsmeldungen laufen. Überprüft habe ich das noch nicht. Sinnvoll wäre es aber. Dort werden die Öffentlich-Rechtlichen Programme aber auch mehr als Grundversorgung denn als Konkurrenz betrachtet.

von Japhi - am 23.06.2015 10:51
@Kohlberger91: Nunja, alle Programme einspeisen = Service für die Autofahrer, einfach als "komfort-Feature".
Ansonsten reicht für Alarmierung ein Service-Programm - intelligenterweise würde ein Autoradio das dann eh wählen, oder im 2. Empfänger aufs Alarm- oder Verkehrsdurchsage-Flag warten (wie das mein Radio je nach Config macht). Bei weniger intelligenten Lösungen muss halt der Fahrer so intelligent sein, umzuschalten. Immernoch besser als keine Notfallinfo.

EON-Verweise sind kein Problem, wenn die Signale sowieso lokal generiert werden. Da können dann alle RDS-Encoder auf das jeweilige Zielprogramm verweisen.

von DH0GHU - am 23.06.2015 11:04
Ich habe gestern Abend noch eine email an das Landesamt für Straßenwesen und Verkehr in Dresden geschrieben, hier ein Auszug der Antwort:

.... Nach Richtlinie zur Ausstattung und Betrieb von Straßentunneln in Deutschland ist der Empfang mindestens eines UKW-Rundfunksenders mit Verkehrsfunkkennung im Tunnel zu gewährleisten. Die Kosten dafür werden von der Bundesrepublik Deutschland übernommen. Den Rundfunkanstalten steht es frei, weitere Programme (analog und digital) in Tunnelanlagen auszustrahlen. Die technischen Voraussetzungen dafür können auf Antrag nachgerüstet werden. Die Kosten für die entsprechende technische Ausstattung und den Sendebetrieb übernehmen die Sendeanstalten.

Es liegt also nicht in unserer Hand, welche Sender Empfangslücken in den Tunnelabschnitten haben. Die Sender – auch die neuen Digitalsender – könnten mit einem gewissen Aufwand also Abhilfe schaffen, wenn dies von ihnen gewünscht ist.

Freundliche Grüße
...
Pressesprecherin


von hansol1 - am 23.06.2015 11:13
Zitat
DH0GHU
@Kohlberger91: Nunja, alle Programme einspeisen = Service für die Autofahrer, einfach als "komfort-Feature".
Ansonsten reicht für Alarmierung ein Service-Programm - intelligenterweise würde ein Autoradio das dann eh wählen, oder im 2. Empfänger aufs Alarm- oder Verkehrsdurchsage-Flag warten (wie das mein Radio je nach Config macht). Bei weniger intelligenten Lösungen muss halt der Fahrer so intelligent sein, umzuschalten. Immernoch besser als keine Notfallinfo.

EON-Verweise sind kein Problem, wenn die Signale sowieso lokal generiert werden. Da können dann alle RDS-Encoder auf das jeweilige Zielprogramm verweisen.


@HU0GHU: wie schon geschrieben, nicht alle Radio haben eben RDS bzw. EON.
RDS-PTY31 können auch nicht alle Geräte, gerade die neuen nicht mehr! :rolleyes:
Selbst wenn das Radio TYP31 auswerten kann und Alarm schlägt, macht das Radio das auch nur bei Programmen die das auch senden. Wenn TYP31 auf Bayern 3 sendet, aber man hört DLF, hat man Pech gehabt. Sowas würde höchsten bei einen Doppelturner gehen, der im Hintergrund nicht nur nach Alternativen Frequenzen sucht, sondern auch PTY auswerten würde...

Die Notfallinfos sind mit 1-2 Programm neunmal besser gewährleistet, als mit 10 Programmen, wo 8 davon keine oder nur unzureichende Infos bringen. Gerade für nicht RDS- Empfänger, die im Suchlauf im Tunnel nur die dort ausgestalten VF- Sender finden können ;)

Darum ist ja auch das „Radioschild „RADIO AN“ da. Das besagt: Radio einschalten → kein Empfang → Sendesuchlauf starten. ;)

Ein Beispiel, höre ich CD oder mp3 und habe Verkehrsfunk aktiviert, dann wird das Radio im Tunnel im Hintergrund auch nur denn Sender finden (Wiedergeben) der dort wichtig ist für Warn- und Geisterfahrermeldungen und nicht zufällig auf DLF oder Klassik Radio hängen bleiben, nur weil die auch „RDS-TP“ ausstrahlen, aber keine Infos bringen ;)

von Kohlberger91 - am 23.06.2015 14:07
Es gibt übrigens eine EU-Richtlinie für Straßentunnel ab 500m Länge, die Richtlinie 2004/54/EG.

Dort sind in Anhang 1 detaillierte technische Anforderungen aufgeführt, und unter Punkt 2.16.2. ist festgelegt, dass, sofern eine Leitstelle vorhanden is und Rundfunksendungen für die Tunnelnutzer übertragen werden, die Möglichkeit bestehen muss, diese Sendungen für Sicherheitsdurchsagen zu unterbrechen.
Auch ist dort (Anhang 1 Kapitel 1.2) festgelegt, dass am Tunneleingang auf die Möglichkeit des Rundfunkempfangs hingewiesen werden MUSS.

von DH0GHU - am 23.06.2015 16:19
Zitat
PhanTomAs
Zitat
102.1
Moeglw. ist das Einschalten des Radios im Tunnel sogar Pflicht? (Stau, Notfall oder Unfall im Tunnel, etc...)


Das will ich doch nicht hoffen. Mir ist vor ein paar Jahren die Antenne am Auto abgebrochen, ich könnte also nicht mal Radio empfangen, wenn ich müsste. Kommt eh nur Zeugs, das ich nicht hören will. Und wenn ich im Tunnel in einen Stau komme, dann hilft mir die Radiodurchsage, dass im Tunnel ein Stau ist herzlich wenig.


Ich vermute, dass es Pflicht ist. Im Notfall werden alle Verkehrsteilnehmer irgendwie zu informieren sein.

von 102.1 - am 23.06.2015 16:40
Zitat
Zwölf
Kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Waren zu GEZ-Zeiten nicht auch Autos ohne Radio befreit? Eine solche Befreiungsmöglichkeit hätte es ja nicht geben können, wenn es Pflicht gewesen wäre.


Ich sehe das rein aus StvO Sicht. Ist ein Schild da, ist es entweder ein Gebot oder ein Verbot. Egal, was, man hat sich darann zu halten. Also, "Radio ein" !

von 102.1 - am 23.06.2015 17:06
Vor einem Jahr fuhr ich mit einem Firmenwagen in Hamburg durch den Elbtunnel (A 7) und sah bei der Einfahrt gerade noch die Ampel von grün auf rot umschalten. Da war ich aber auch schon drin. Sch***e!

Kurz darauf war auf den vielen eingespeisten UKW-Frequenzen nur noch Rauschen zu hören. Alles abgeschaltet.
Über die Lautsprecheranlage wurden die Autofahrer aufgefordert die linke Spur für Rettungsfahrzeuge freizumachen und den Motor abzustellen. Nach etwa 1000 Metern stockte dann der Verkehr auf der rechten Spur. Stau. 2 Minuten später kam die Feuerwehr und fuhr über die linke Spur am Stau vorbei.

Nach 15 Minuten durften die "Eingeschlossenen" dann den Tunnel verlassen.
War (nur) ein Auffahrunfall kurz vor der Tunnelausfahrt.

von Manager. - am 23.06.2015 18:24
http://www.focus.de/auto/ratgeber/auto-abc/auto-warum-es-vor-tunneln-das-schild-radio-einschalten-gibt_aid_1162668.html

An eine Pflicht zum Radio einschalten glaube ich eher nicht, da es ja auch keine Pflicht zum Einbau eines Radios gibt.

http://www.bussgeldkatalog.de/tunnel/
Zitat

"Das „Tunnel-Verkehrszeichen“ ist ein blau umrandetes viereckiges Schild mit einem schwarz-aufgemalten Tunnel in der Mitte. Dieses Verkehrszeichen weist im Verkehr auf ein Autotunnel hin und schreibt dem Fahrer gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVO) gleichzeitig ein bestimmtes Verhalten für den Tunnel vor."
(Licht anschalten, Wende-Verbot)

Wenn ich irgendwo ein "80" - Schild mit dem "Zusatzzeichen" "bei Nässe" sehe, darf ich max. 80 km/h fahren, wenn es nass ist.

So gesehen könnte das Tunnel-Verkehrszeichen, welches mir ein bestimmtes Verhalten im Tunnel vorschreibt, durch das Zusatzzeichen "Radio ein" auch vorschreiben, das Radio einzuschalten (analog zum 80-Zeichen mit Zusatz).

Allerdings gibt es in der StVO dieses Zusatzzeichen überhaupt nicht - von daher wird es mir auch nichts vorschreiben können, weil es offiziell nicht existiert...


Zitat

§ 39
Verkehrszeichen
(3) Auch Zusatzzeichen sind Verkehrszeichen. Zusatzzeichen zeigen auf weißem Grund mit schwarzem Rand schwarze Sinnbilder, Zeichnungen oder Aufschriften, soweit nichts anderes bestimmt ist. Sie sind unmittelbar, in der Regel unter dem Verkehrszeichen, auf das sie sich beziehen, angebracht.


von iro - am 23.06.2015 18:28
Zitat
raeuberhotzenplotz1
So heutewieder durchgefahren mit SWR1 an (grausam diese Musk :kotz:)

Kurz vor dem Tunnel hatte ich Stuttgart 94,7 drin. Nach ca. 1/3 Durchfahren ist der Empfang auf 93,0 umgesprungen. Am Ende des Tunnels sofort wieder zurück auf 94,7...

Das nächste mal teste ich SWR3... ( auch :kotz:)


Interessant, dann wird auch hier auf eine andere Frequenz umgesetzt oder einen andern Sender (Sender Geislingen/Oberböhringen ) "eingefangen"

von Kohlberger91 - am 23.06.2015 21:59
Zitat
DX OberTShausen
Würde es bei gleicher Frequenz nicht sowieso Interferenzen geben, zumindest im Bereich der Tunnel-Ein- und Ausfahrt?

Ja, die gibt es. Zumindest in Regensburg. Beim Ein- & Ausfahren merkt man z. B. bei Antenne Bayern 103,0 MHz, dass es ein Hintergrundzischeln gibt, was besagt, dass dort zwei Programme zeitgleich zu empfangen sind - und zwar absolut synchron. Es ähnelt dem Zischeln in sehr leichter Basis von BR-Klassik 102,3 MHz Ochsenkopf zu Wendelstein im Bereich Regensburg. Dort ist der Zeitversatz größer, das Zischeln schlimmer.

von BieMa - am 24.06.2015 17:02
als ich die Nacht nach Hause gefahren bin nach Kassel, bin ich auf der A 71 Schweinfurt Richtung Erfurt gefahren. Da ist mir aufgefallen: Ich hatte vor dem Rennsteig-Tunnel Antenne Bayern drin. Nach dem Tunnel zeigte er mir 101,1 ??? an, also kein RDS mehr, warum nicht 101,9 ?. Auf der 101,1 war dann MDR Sachsen-Anhalt zu hören. das sind etwa 90km und 0,1 kW. Hat mich schon gewundert. Liegt wohl an Reflexionen im Thüringer Wald

von planetradio - am 04.07.2015 16:16
Zitat
planetradio
als ich die Nacht nach Hause gefahren bin nach Kassel, bin ich auf der A 71 Schweinfurt Richtung Erfurt gefahren. Da ist mir aufgefallen: Ich hatte vor dem Rennsteig-Tunnel Antenne Bayern drin. Nach dem Tunnel zeigte er mir 101,1 ??? an, also kein RDS mehr, warum nicht 101,9 ?. Auf der 101,1 war dann MDR Sachsen-Anhalt zu hören. das sind etwa 90km und 0,1 kW. Hat mich schon gewundert. Liegt wohl an Reflexionen im Thüringer Wald



war denn AF Aktiviert?
Ich hab die Erfahrung gemacht das manche Autoradios, die schon nach dem Programm (in dienen Fall Antenne Bayern) Eins- bis mehrmals vergeblich gesucht haben (z.B im Tunnel) und es nicht auf Anhieb finden konnten, dann auf das neue Programm (in deinen Fall MDR Sachsen-Anhalt) verbleiben.

Die meisten Einfach Turner erfahren so (Erfahrungen mit Mitautors, bei reißen durch Österreich/Südtriol)

Programm A auf 90,0 Mhz wird gehört.
Man fahrt in einen Tunnel, Programm A wird nicht eingespeist
Radio klappert AF- liste ab, findet nix und geht in denn „Scan“suchmodus
Radio findet logischerweise wieder nix.
Ab da gibt es jetzt unterscheide, je nach dem ob das Programm auf einer Programmtaste abgesichert ist oder nicht. Es das Programm nicht abgelegt, schmeißen manche Radios das Programm A jetzt aus dem Zwischenspeicher raus, nach dem Motto, Programm A nicht mehr verfügbar, RDS-PS erlöscht, Frequenz wird wieder angezeigt. Das heißt auf 90,0 MHz ist nicht mehr denn PI-Code von Programm A hinterlegt. Fahrt man jetzt wieder auf dem Tunnel hinaus und ist auf der 90,0 Mhz jetzt Programm B satt A zu empfangen wird jetzt der PI-Code sowie AF- Liste von Programm B genommen (logisch, man hat ja die Daten vom Programm A ja nicht mehr) und der Empfänger schaltet sogar, falls verfügbar, auf eine bessere AF von Programm B um :D
Ist das Programm dagegen abspeichert und Programm A nach dem Tunnel verfügbar (z.B jetzt auf 91,0 statt 90,0) wird der Empfänger beim verlassen des Tunnels und Empfang des falschen Sender „Programm B“ zufort in denn „Scan“suchmodus gehen und spätest jetzt Programm A gefunden haben. Wird es dann aber (warum auch immer) wieder nicht gefunden, wird auch dann Programm B genommen oder wie bei manchen Blaupunkt Geräte der fall ist, auf eine leere AF- Frequenz von Programm A geschallten und dann dort fleißig die AF- Liste von Programm A im Hindergrund weiter abgetastet. Sowie immer mal wieder im „Scan“suchmodus das ganze Band nach dem Programm ab gesucht. ;)

Bei doppelt Turnern hab die Erfahrung gemacht, wenn man im Urlaub fährt und nur seinen Lieblingssender gehört hat und dieser am Ankunftsort schlecht bis gar nicht mehr geht oder nicht ortsüblich ist (Österreich), das beim einschalten des Radios am nächsten Tag, ein ganz andere Sender auf einer ganz andern Frequenz zu hören ist. Also beim einschalten ist das Radio auf einen besseren Sender gesprungen. Das ist auch schon mal bei der fahrt in ein anders Bundesland passiert. Dort sprang das Radio, das auf Bayern 3 (das fast nur noch rauschte) eingestellt war, auf einmal zu SWR 3. Die Mitfahrer dachten sich dabei nicht mal was, sondern fanden das normal, man wäre ja jetzt in Baden-Württemberg. Zudem aktualisiere sich immer der Sendespeicher, was in Berlin/Brandburg teilweise sehr ärgerlich für die andern war, wenn man einen andern Sender hören wollte und das Radio teilweise zur Auswahl statt z.B „Bayern 1“ „Bayern 2“ „BAYERN 3“ nur noch „vom rbb“ „vom rbb“ „vom rbb“ anzeigte. Natürlich waren das lauter andere Programme des rbbs, aber durch denn wechselten RDS-PS von die RBB Programme die alle zu gleicher zeit „vom rbb“ bringen, hat das Radio halt auch nur „vom rbb“ angezeigt. aber das wüsten die andern ja noch nicht. :D Bis ich sieaufklärte, dabei kam dann nur der Satz „so ein schmarrn, typs Preußen“ auf hochdeutsch. „so ein Blödsinn“ und betätigte daraufhin denn Suchlauf :D

von Kohlberger91 - am 04.07.2015 18:05
Zitat
DX OberTShausen
Das Phänomen habe ich vor einigen Jahren mal beobachtet. Es war Ö3 auf 97,1 eingestellt (von der Zugspitze). Dann fuhren wir durch einen Tunnel und bei der Tunnelausfahrt war dann plötzlich SWR3 drin.


Das liegt daran, dass SWR 3 und Ö3 auf der gleichen Frequenz senden... Da gibt es auch immer wieder "kämpfe", sodass an manch Orten ein bunter Mix zwischen SWR 3 und Ö3 gibt...
Gut mit dem AF sollten die Radios eigentlich erkennen, ob es Alternativen gibt und wenn ja dort automatisch hinschalten... Aber wenn das ein Tunnel war kann es wie gesagt schon passieren, dass vor dem Tunnel Ö3 empfangbar war, und nach dem Tunnel SWR 3...
Sendestandort SWR3 ist übrigens 97,1 Witthoh (bei Tuttlingen)

von Möchtegern Dxer - am 05.07.2015 00:53
Im Grenztunnel Füssen sind drin:
Bayern 3 auf 93,5 MHz (Frequenz vom Sender Pfronten)
Antenne Bayern auf 104,7 MHz (Frequenz vom Sender Pfronten)
Ö3 auf 97,1 MHz (Frequenz von der Zugspitze alias Ehrwald 1)

Siehe auch in der Reflexion Nr. 250 Seite 165 der Artikel über den Rundfunkempfang in den bayerischen Tunnel.
http://www.ukwtv.de/cms/aeltere-ausgaben-aside.html

Gruß - Radius

von Radius - am 07.07.2015 21:10
Heute bin ich durch den Michaelstunnel in Baden-Baden gefahren. Auch hier die "Radio ein" Schilder. Zu meiner großen Überraschung wird der DLF in diesem Tunnel auf der 106,3 (Hornisgrinde) im Gleichwellenbetrieb eingespeist. Vor der Ein- und Ausfahrt jeweils für wenige Meter ein verzerrtes Signal und im Tunnel aussetzungsfreier Empfang mit einem leichten Zischeln, vom Klang etwas anders als außerhalb des Tunnels.

Folgende Programme hat mein altes Autoradio neben dem DLF in der Röhre im Schnelldurchlauf gefunden: SWR1 (90,9 vom Merkur), SWR2 (warum auch immer; 98,9 vom Merkur), Die Neue Welle (100,9, Merkur) und big FM (103,8 vom Fremersberg). Jedoch kein SWR3 und 4 und keine Regentonne.

Im Baden-Badener Gemeinderat gab es mal eine Anregung, ob man für die französischen Touristen nicht auch die Programme von Radio France einspeisen könnte. Diese Idee ist irgendwann im Sand verlaufen. Wäre das rechtlich überhaupt möglich? Radio France hat keinen offiziellen Versorgungsauftrag, ist über Nordheim in Baden-Baden jedoch Ortssender.

von Chris85 - am 09.07.2015 17:58
Zitat
Chris85

Folgende Programme hat mein altes Autoradio neben dem DLF in der Röhre im Schnelldurchlauf gefunden: SWR1 (90,9 vom Merkur), SWR2 (warum auch immer; 98,9 vom Merkur), Die Neue Welle (100,9, Merkur) und big FM (103,8 vom Fremersberg). Jedoch kein SWR3 und 4 und keine Regentonne.

SWR3 vom Merkur wird auf jeden Fall eingespeist, Regenbogen von der Hornisgrinde AFAIR auch. Bei der nächsten Fahrt durch den Tunnel ggf. mal manuell einstellen und überprüfen.

Zitat
Chris85
Im Baden-Badener Gemeinderat gab es mal eine Anregung, ob man für die französischen Touristen nicht auch die Programme von Radio France einspeisen könnte. Diese Idee ist irgendwann im Sand verlaufen. Wäre das rechtlich überhaupt möglich? Radio France hat keinen offiziellen Versorgungsauftrag, ist über Nordheim in Baden-Baden jedoch Ortssender.

Seitens des hiesigen Regierungspräsidiums wurde mal mitgeteilt, dass in den Tunneln grundsätzlich nur die jeweils regional zuständigen VF-Sender (privat und ör) eingespeist werden. Sofern weitere Sender eingespeist werden wollen, müssten diese für die Einspeisung zahlen.
Damit dürfte sich das Thema Radio France im Michaelstunnel erledigt haben.

von MainMan - am 10.07.2015 13:26
Hallo MainMan,
tatsächlich, heute habe ich es extra nochmals getestet, mein Autoradio hat diesmal SWR3 und Regenbogen gefunden.

Das habe ich mir gedacht, dass Radio France aus rechtlichen Gründen nicht eingespeist werden kann, da der offizielle Versorgungsauftrag am Rhein endet. Und freiwillig wird man für die paar Landsleute, die hin und wieder durch den Michaelstunnel fahren, wohl nicht für eine Einspeisung zahlen.

von Chris85 - am 10.07.2015 16:27
Zitat
DX OberTShausen
Danke für die Mühe! Gutes Video :spos:

Kohlberger91: https://www.youtube.com/watch?v=Hw9TQfz2_XI&feature=youtu.be


Danke :cheers:

Zitat
Analogkäse
Zitat
Cha
@Kohlberger
Was ist das denn für ein Autoradio im Video?
Sieht mir wie das Blaupunkt Denver CD70 aus, mag mich aber täuschen.


Blaupunkt Tokoyo RCM 169 :)

von Kohlberger91 - am 10.07.2015 19:29
Dieses Blaupunkt RCM 169 gab es mit CD Teil oder Kassetten Teil.
Ich hatte die Kassetten Version. Da konnte man von Titel zu Titel spulen, es wurden sogar Pausen erkannt.
Mein erstes Sharx Gerät, ein echt geiles Teil dem erst das Woodstock DAB54 das Wasser reichen konnte. Das 52er liess bei UKW deutlich federn. Wie immer Display nach Jahren der intensivem Nutzung an Pixelfehlern weiter verschenkt. Es hat wohl noch jemand.

von pomnitz26 - am 10.07.2015 23:24
Zitat
hansol1
Bald mehr Radiosender im Tunnel Königshainer Berge
Der Radioempfang, insbesondere der Empfang von Verkehrsnachrichten,
kann maßgeblich zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Das
Landesamt für Straßenbau und Verkehr bereitet deshalb nun auch die
Ausstrahlung der Radiosender Deutschlandfunk und Deutschlandradio
Kultur im A4- Tunnel Königshainer Berge vor. MDR 1 Radio Sachsen ist hier
bereits auf Sendung.


Nun bin ich gestern mal wieder durch das Tunnel gefahren. Es scheint tatsächlich einen Tunnelsender zugeben, aber das Signal ist zu schwach, dass es ein Suchlauf finden könnte. MDR1 und DLF werden ausgestrahlt, sind aber teilweise nur zu erahnen.

von Cha - am 12.07.2015 09:42
Der (zumindest halbseitig) seit heute offene "LuKi" - Luise-Kiesselbach-Tunnel und seine Fortsetzung, der Heckenstallertunnel am Mittleren Ring in München haben (noch) keine Radioschilder. Bei der Durchfahrt kurz drübergescannt:

Bayern 2 88,4
Bayern 3 98,5
Antenne 101,3
BR Klassik 102,3
B5 aktuell 105,7

Mehr ist nicht, die Einspeisung steht am nordwestlichen Ende beim Westpark (Betonmast). Ob DAB auch gibt teste ich die Tage, morgen wird die Gegenrichtung freigegeben.

von elchris - am 27.07.2015 04:38
Eingespeist im neuen Luise-Kiesselbach-Tunnel in München sind:

UKW BR:
88,4 MHz: Bayern 2 aus Ismaning
91,3 MHz: Bayern 1 aus Ismaning
98,5 MHz: Bayern 3 vom Wendelstein
102,3 MHz: BR-Klassik vom Wendelstein
105,7 MHz: B5 aktuell vom Wendelstein

UKW privat:
93,3 MHz: Energy vom Olympiaturm
95,5 MHz: Charivari vom Olympiaturm
96,3 MHz: Gong vom Olympiaturm
101,3 MHz: Antenne Bayern vom Olympiaturm
105,2 MHz: Arabella aus Ismaning

DAB:
5C: Bundesweiter MUX
10D: Bayern
11C: München
11D: Bayerischer Rundfunk

Gruß, Radius

von Radius - am 29.07.2015 00:44
Ich habe mal eine mail an technik@mdr.de geschickt um zu wissen, wann mit DAB+ im Tunnel Dresden Gorbitz und Königshainer Berge (Görlitz) zu rechnen ist.
Hier die Antwort:

Sehr geehrte Herr ....,

wir freuen uns über Ihr Interesse an unseren über DAB ausgestrahlten Hörfunkprogrammen. Sie schrieben uns, weil im Tunnel Königshainer Berge kein DAB-Ensemble ausgestrahlt wird und verwiesen auf DAB-Wiederausstrahlungen in Thüringer Straßentunneln. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass DAB-Wiederausstrahlungen nur in einem Teil der Thüringer Tunnel realisiert sind. 2003, im Jahr der Eröffnung des Rennsteigtunnels, was nach wie vor der längste Straßentunnel Deutschlands ist, hatten wir einen Vertrag zur DAB-Wiederausstrahlung in Tunneln der Thüringer Wald-Querung, zudem auch der längste Straßentunnel Deutschlands zählt, geschlossen. Aus Kostengründen haben wir bislang aber nicht Verträge zur DAB-Wiederausstrahlung für alle Straßentunneln in Mitteldeutschland geschlossen. Wir wollen zunächst die terrestrische DAB-Ausstrahlung unserer Ensembles noch weiter verbessern. Danach werden wir aber auch die DAB-Wiederausstrahlung in weiteren Straßentunneln prüfen. Diese Entscheidung wird auch die weiteren Entscheidungen zu DAB der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands berücksichtigen.


Zur Sicherheitsanforderung der Wiederausstrahlung mindestens eines Rundfunkprogrammes in Straßentunneln möchte ich Ihnen erläutern, dass diese Sicherheitsanforderung mit der Pflicht zur Notfallinformation verknüpft ist. Dazu wird im Notfall im Tunnel in das UKW-Rundfunkprogramm mit Alarm- und Verkehrsnachrichtendurchsage-Kennung eingesprochen. Auch bei laufenden DAB-Empfang oder Musikplayernutzung muss sich der UKW-Tuner auf die Autolautsprecher laut schalten. Auch die DAB-Wiederausstrahlung in einem Teil der Thüringer Straßentunnel setzt dies voraus. Hierzu wird die DAB-Wiederausstrahlung abgeschaltet. Allgemein wird davon ausgegangen, dass derzeit in der Regel Autos ein Radio mit UKW-Tuner besitzen.


Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen die derzeitige Situation erläutert zu haben. Sie können sich gern im kommenden Jahr bei uns wieder zu unseren Entscheidungen zur Tunneleinspeisung erkundigen.

Für Rückfragen und zu weiteren technischen Informationen stehen wir unter der unten benannten Adresse sowie montags bis donnerstags von 11:00 bis 19:30 Uhr und freitags von 11:00 bis 18:00 Uhr unter der Festnetzrufnummer 0341-300-9595 zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

von hansol1 - am 10.08.2015 08:02
Aus gegebenem Anlass:

Heute wurde der knapp 2km lange Branichtunnel bei Schriesheim eröffnet. Dieser verbindet den badischen Odenwald mit dem Großraum Mannheim und der A5.
An beiden Tunnelenden steht das bekannte "Radio ein" Schild, im Tunnel gibts auf UKW:

SWR3 (101,1 MHz Donnersberg)
Radio Regenbogen (102,8 MHz Heidelberg-Königstuhl)
big FM (87,8 MHz Mannheim-Luisenpark)

von MainMan - am 18.06.2016 18:31
Gerade in längeren Tunneln ist das Schild durchaus sinnvoll. Der Rennsteigtunnel in Thüringen zum Beispiel ist ja immerhin 7km lang, und es ist sinnvoll zu wissen, dass ich zumindest über UKW die Öffis für Verkehrsfunk hereinbekomme. Private werden selten durchgeschaltet, allerdings konnte ich vor vielen Jahren feststellen, dass beim Saukopftunnel in Weinheim SSL durchgeschaltet wurde (ein Taxifahrer hatte das während der Fahrt auf voller Dröhnungslautstärke laufen)

von rolling_stone - am 19.06.2016 08:50
Für die, die es interessiert: Im Wesertunnel (2004 Eröffnet, ca 1,6km lang, verbindet die Wesermarsch mit dem Landkreis Cuxhaven) wird "nur" (Stand März 2016) NDR 2 auf der 99.8 aus Steinkimmen verbreitet.

Dank Gleichwelle auch nur geringe Störungen beim Rein- und Rausfahren. Auf dem Schild stand "Radio einschalten, NDR 2, 99.8 MHz" oder so ähnlich.

von Super Mario - am 27.06.2016 18:22
Zitat
MainMan
Aus gegebenem Anlass:

Heute wurde der knapp 2km lange Branichtunnel bei Schriesheim eröffnet. Dieser verbindet den badischen Odenwald mit dem Großraum Mannheim und der A5.
An beiden Tunnelenden steht das bekannte "Radio ein" Schild, im Tunnel gibts auf UKW:

SWR3 (101,1 MHz Donnersberg)
Radio Regenbogen (102,8 MHz Heidelberg-Königstuhl)
big FM (87,8 MHz Mannheim-Luisenpark)


Zum Radioempfang im Branichtunnel ein Artikel aus der heutigen Lokalzeitung:
http://www.rnz.de/nachrichten/bergstrasse_artikel,-Radio-ein-Schild-am-Schriesheimer-Branichtunnel-irritiert-Autofahrer-_arid,218475.html

von MainMan - am 01.09.2016 08:40
Zitat
MainMan
Unterwegs nach München musste ich kürzlich staubedingt im Tunnel Gruibingen anhalten.
Empfangbar auf UKW waren

SWR1 BW auf 93,0
SWR3 auf 95,5
antenne1 auf 105,4

Sonst nix. Via DAB+ geht im Tunnel gar nichts.

Die drei Frequenzen kommen alle vom nahe gelegenen Sender Geislingen/Oberböhringen und werden wohl 1:1 in den Tunnel gelenkt.

von tojo - am 13.08.2017 10:18
Wenn man vom Tauerntunnel in Österreich nach süden fährt, wird Ö3 und andere sender dort im Norden wahrscheinlich vom gaisberg? abgegriffen. Auf jedenfall war, wenn man auf der Südseite an kam, direkt Schluss, andersrum geht Kärnten noch paar meter im Tunnel, bis dann die 99,0 übernimmt. Ich meine mich aber zu erinnern, dass es für Ö3 und die flachauer gegend noch ne 88, ? gibt

von Rheinländer - am 13.08.2017 11:44
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