Obere DVB-T-Frequenzen gehen nicht ?! Ursache evtl. Straßenlampe ?

Startbeitrag von ExKetscher am 23.06.2015 04:29

Hallo,
ich habe ja in der Vergangenheit schon häufiger über mysteriöse Gegebenheiten bei mir zu Hause berichtet. Das hier ist auch wieder etwas, was zwar kein Mensch braucht, aber es würde mich schon interessieren warum das so ist:

Ich habe die ganze Zeit alle DVB-T-Kanäle von Donnersberg und Gr. Feldberg sowohl im Haus über eine kleine DVB-T-Antenne am Antennemast mit integriertem Verstärker als auch in einer Gartenhütte ca. 50m oberhalb über eine kleine alte UHF-Antenne ohne Verstärker empfangen.

Seit ca. 6..9 Monaten gehen jedoch die Kanäle 52 und 54 vom Gr. Feldberg im Haus nicht mehr, in der Gartenhütte ist es unverändert. Als erstes hatte ich den integrierten Verstärker in Verdacht und habe es daher mal mit der Antenne von der Gartenhütte und auch mal ohne Multiswitch probiert, aber das Ergebnis ist identisch:

K22 geht (voller Pegel)
K30 geht (voller Pegel)*
K34 geht (voller Pegel)
K37 geht (leicht verpixelt)
K39 geht (verpixelt)
K44 geht (voller Pegel)*
K52 geht nicht
K54 geht nicht
K57 geht (voller Pegel)*
*) vom Donnersberg, insgesamt hoher Pegel

Neue Geräte habe ich nicht angeschafft, es wurden in diesem Zeitraum lediglich neue Straßenlampen montiert (LED), die so 10m vor dem Haus und in Richtung des Senders stehen (von der Antenne aus gesehen). Ich kann mir zwar nicht vorstellen daß diese Schuld sind, aber es würde erklären warum es 50m weiter oberhalb unverändert gut geht.

Störungen auf DAB oder UKW habe ich aber keine. Auch beim Astra-Empfang habe ich keinerlei Probleme mehr seit dem Kürzen eines Baumes.

Antworten:

Alternativ stopft dir ein LTE-Mast in der Nähe den Empfänger und/oder den Verstärker zu.

von Marc_RE - am 23.06.2015 05:24
Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, meines Wissens hat sich bei uns nichts geändert. Der nächste Handymast ist obendrein gut 1km entfernt.

von ExKetscher - am 23.06.2015 08:06
Was ist wohl wahrscheinlicher? Ein Mobilfunkmast im Nahbereich, auf dem LTE aufgeschaltet wurde, oder eine Strassenlampe, die sogar tagsüber Störungen verursacht? Wenn jetzt noch zwischen Gartenhütte und Handymast ein Hindernis steht, wird die Sache recht eindeutig.

Es gibt LTE-Filter für die Antennenleitung. Wäre hier wohl einen Versuch wert.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 23.06.2015 08:33
Hmm...das ist wohl wahr. Allerdings steht dazwischen kein Hindernis. Im Gegenteil, die Hütte liegt oberhalb des Hausdachs und hätte somit eher freie Sicht auf den nàchsten Handymasten.

von ExKetscher - am 23.06.2015 12:42
Ob der LTE-Mast aber auch der ist, den du als Handymast identifizierst, ist eine andere Frage.
Der nächste LTE-Sender steht z.B. wenige Meter von mir entfernt, am gleichen Standort sind Antenne von 3 Netzbetreibern. Von aussen ist keine davon sichtbar, außer man weiß genau wo man hinsehen muß. Die hängen hinter den Schallaustrittsöffnungen eines Kirchturms.
Ob ich ohne den LTE-Filter nun Störungen hätte, weiß ich nicht, aber ich habe zur Sicherheit einen vor dem Verstärker eingebaut.

von Marc_RE - am 23.06.2015 12:59
Naja ich sag es mal so, ich wohne in einem kleinen Dorf direkt an der Waldgrenze. In diesem Wald kommt zig Kilometer gar nix außer Waldwege, keine Straßen, keine Bebauungen etc. gegenüber meines Hauses ist ein Naturschutz-/Sumpfgebiet wo nichts gebaut werden darf. Und links und rechts in unserer Straße sind nur kleine Wohnhäuser (Bungalows etc.).

Gemäß BNetzA sind hier auch nur zwei Sender gelistet die in Frage kämen: das eine ist der Mobilfunksender von dem ich weiß daß zumindest O2 und eplus davon senden und das andere ist der ehemalige DAB und Analog-TV-Sender, an dem aber keine Antennen mehr hängen. Beide sind ca 1km Luftlinie entfernt.

Kurzum: LTE halte ich nicht so recht ursächlich.

von ExKetscher - am 23.06.2015 13:25
Was auch immer es ist: Ich fürchte, wenn du das Problem lösen möchtest, wirst du irgendwo mit dem Suchen/Probieren anfangen müssen. Da es in der Gartenhütte noch geht, kann man saisonbedingte Schwankungen, senderseitige Änderungen, SFN-Störungen etc. eigentlich ausschliessen. Die Ursache müsste lokal sein.

Vielleicht kannst du dir irgendwo einen Spectrum-Analyzer ausleihen. Der würde hier vermutlich schon viel helfen. Oder eben doch zunächst einfach mal "auf Verdacht" einen LTE-Filter dazwischenschalten.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 23.06.2015 14:16
Da stellt sich die Frage, ob die LED-Straßenlampen einen ähnlichen Störnebel verbreiten wie so manche LED aus dem Baumarkt (Osram Kaltweiß 11W stark, Osram warmweiß 7W nicht). Da ist dann z.B. das gesamte UKW-Band mit einem Rauschen überlagert.
Außerdem: Reicht dieser Störnebel, um auf 10m Entfernung DVB-T-Kanäle plattzumachen?

von Japhi - am 23.06.2015 14:23
Zitat
Japhi
Da stellt sich die Frage, ob die LED-Straßenlampen einen ähnlichen Störnebel verbreiten wie so manche LED aus dem Baumarkt


Kann man sicher nicht ganz ausschliessen, aber dann doch nur im Betrieb, wie ich oben schon andeutete? Oder ist im konkreten Fall in dieser neuen Laterne noch irgendwelche Steuerelektronik (Bewegungssensor o.ä.) verbaut, die vielleicht rund um die Uhr mitläuft und evtl. stört? Das wäre dann aber schon ein ordentliches Störfeuerwerk auf 10m Distanz und im Grunde ein Fall für die BNetzA...

Wie auch immer: es führt wohl kein Weg daran vorbei, das Problem vor Ort irgendwie einzugrenzen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 23.06.2015 16:04
Zuerst einmal wäre die Richtung interessant, aus der die Störung einfällt. Ab da kann man dann z.B. mit einem portablem DVB-T-Empfänger arbeiten. Bei LED-Lampen wäre es einerseits vor allem vom Betrieb (nachts) abhängig, andererseits würde ich bei Störungen im oberen UHF-Bereich auch Störungen auf UKW erwarten. Es gibt aber so viele Möglichkeiten, die man mit einem portablen Empfänger eingrenzen könnte.

von Japhi - am 23.06.2015 16:13
In der Tat würde ich die Lampe mittlerweile auch ausschließen, da es Tags wie Nachts unverändert ist (dachte zuerst an ein Schaltnetzteil der Lampe). Mit Feinjustierung hab ich jetzt auch K37 und K39 pixelfrei bekommen. Auf K52 und K54aber weiterhin 0% Signalstärke und 0% Signalqualität.

Werd vielleicht doch mal sämtliche Sicherungen raus machen um auszuschließen das es aus dem Haus kommt.
Letztlich werden die beiden Problem-Kanäle aber eh früher oder später auf tiefere Kanäle umkoordiniert, oder ?

von ExKetscher - am 23.06.2015 17:05
Häng doch einfach mal einen LTE-Filter in die Leitung, dann weißt du, ob es daher kommt.

von Marc_RE - am 24.06.2015 05:40
Mit ein Alten TV Gerät mal die oberen UHF Kanäle absuchen.
Man erkennt das LTE durch starkes wildes geflimmere und wenn der TV kein Mute hat hört man ein helles schrilles Pfeifen.
Bei DVB-T ändert sich das Grundrauschen (es wird ein wenig heller und feiner).
Auch das Rauschen aus den Lautsprecher ist dann mehr Mittenbetont.

von _Yoshi_ - am 24.06.2015 18:08
Ich war gestern schon bei uns im Conrad und wollte mir so einen LTE-Filter holen. Die hatten den aber nicht vorrätig und hätten ihn für mich bestellt. Da ich mir aber die zwei Euro beim selbst bestellen und in die Filiale liefern sparen wollte, hab ich es gestern Abend zu Hause machen wollen. Was die mir aber nicht dazu sagten war, daß Paypal dort nochmal rund 5 Euro draufschlägt. Also gehe ich heute nochmal hin, zum Glück ist der Laden direkt um die Ecke von meiner Arbeitsstelle... der Blödmarkt hat sowas ja nicht im Sortiment, oder ?

Danke für den Tipp, Joshi. Allerdings habe ich alle drei Fernseher auf LCD umgestellt und die blenden wohl aus wenn kein TV-Kanal gefunden wird. Abgesehen davon wird er mit Sicherheit einen LTE-Kanal finden, das habe ich ja schon mal in einem damals rudimentär gemachten Bandscan mit USB-Stick erkannt (siehe http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?35326,1283422,1283429#msg-1283429, hier sieht man "Aktivitäten" auf Kanal 61,62,63 und 64. Ist nur die Frage ob die hier tatsächlich stören können ?

Ich könnte aber auch nochmal einen Detailscan über die einzelnen Kanäle machen mit dem USB-Stick-Spektrumanalyzer. Den muss ich dann aber erstmal auf Windows installieren, beim Raspberry kommt -warum auch immer- nur Müll raus.

von ExKetscher - am 25.06.2015 03:48
Es wäre mal interessant, ob denn tatsächlich sich der Pegel verändert hat, oder lediglich die Qualität abgesunken ist. Falls sich der Pegel geändert hat, dann kann es fast kein zusätzliches Signal sein. Sollte er gleich sein und lediglich die Qualität runtergegangen sein, dann kann man sehr gut davon ausgehen, dass zusätzliche Signal anliegen. Zeigt der Receiver auch auf leeren Kanälen einen Pegel an? Wenn ja: Was zeigt er auf freien Kanälen mit und ohne Antenne? Daran kann man evtl auch etwas erkennen. Wenn ein Pegel anliegt, mit der Antenne die Richtung versuchen zu identifizieren. Usw. usw.
Was hast du für einen Verstärker? Hat der evtl. sowieso bereits einen Vorfilter integriert, oder ist das ein Breitbandverstärker?

Zitat
Japhi
[...] andererseits würde ich bei Störungen im oberen UHF-Bereich auch Störungen auf UKW erwarten.

Warum :confused: Oberer UHF-Bereich, also Frequenzen um die 700 MHz sind doch von UKW um die 100 MHz weiter entfernt als die unteren Kanäle ab K21 zum Beispiel (ca. 450 MHz). Oder wie meinst du das?

von Jens1978 - am 25.06.2015 05:45
Conrad ist eine Apotheke und Paypal schlägt nirgendwo Geld auf, wenn du in Deutschland bestellst.

Kauf dir so ein teil bei ebay und fertig. Die kosten mit Versand keine 5 Euro.
http://www.ebay.de/itm/LTE-Sperrfilter-Filter-fur-DVB-T-Antennen-mit-DC-Durchgang-Sperrtiefe-50-dB-/131240606319?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item1e8e8cba6f

von Marc_RE - am 25.06.2015 07:03
Zitat
ExKetscher
der Blödmarkt hat sowas ja nicht im Sortiment, oder ?

Also der örtliche MediaMarkt hat solche Teile. Und dort waren sie damals sogar günstiger als in der Conrad Apotheke.

Ich habe schräg auf der gegenüberliegenden Straßenseite seit knapp 2 Jahren eine LED Straßenlampe mit Solarpanel drauf. Diese stört 24 Stunden around the Clock den AM Empfang. Tagsüber ein tickern und sirren und nachts ein rauschen. Es kann also schon gut sein das die neue LED Lampe auch tagsüber Störungen verursacht. Ob das allerdings bis in die oberen UHF Kanäle reicht konnte ich bisher nicht testen. UKW geht jedenfalls normal.

von Spacelab - am 25.06.2015 07:07
Zitat
Jens1978
Es wäre mal interessant, ob denn tatsächlich sich der Pegel verändert hat, oder lediglich die Qualität abgesunken ist. Falls sich der Pegel geändert hat, dann kann es fast kein zusätzliches Signal sein. Sollte er gleich sein und lediglich die Qualität runtergegangen sein, dann kann man sehr gut davon ausgehen, dass zusätzliche Signal anliegen. Zeigt der Receiver auch auf leeren Kanälen einen Pegel an? Wenn ja: Was zeigt er auf freien Kanälen mit und ohne Antenne? Daran kann man evtl auch etwas erkennen. Wenn ein Pegel anliegt, mit der Antenne die Richtung versuchen zu identifizieren. Usw. usw.
Was hast du für einen Verstärker? Hat der evtl. sowieso bereits einen Vorfilter integriert, oder ist das ein Breitbandverstärker?

Zitat
Japhi
[...] andererseits würde ich bei Störungen im oberen UHF-Bereich auch Störungen auf UKW erwarten.

Warum :confused: Oberer UHF-Bereich, also Frequenzen um die 700 MHz sind doch von UKW um die 100 MHz weiter entfernt als die unteren Kanäle ab K21 zum Beispiel (ca. 450 MHz). Oder wie meinst du das?


Ich meinte eine Störung, die von LED-Lamoen ausgeht. Da sind die Störungen erfahrungsgemäß vor allem bis 30MHz zu finden, etwas schwächer im UKW-Bereich und davon ausgehend ja noch etwas schwächer im UHF-Bereich. Aber nicht im Zusammenhang mit LTE ;-)

von Japhi - am 25.06.2015 08:26
Zitat
ExKetscher
Was die mir aber nicht dazu sagten war, daß Paypal dort nochmal rund 5 Euro draufschlägt.

Das ist falsch. Die genannte Apotheke sagt dazu:
Zitat

Für Käufer ist das Bezahlen mit PayPal übrigens immer kostenlos.

Es gibt allerdings Online-Versender, die verlangen bei Zahlung mit Paypal gerne mal 1 - 2 Euro extra.
Muss man beachten, auch in Preisvergleichsportalen.
Freundliche Grüße

von mittendrin - am 25.06.2015 08:29
Zitat
Jens1978
Es wäre mal interessant, ob denn tatsächlich sich der Pegel verändert hat, oder lediglich die Qualität abgesunken ist. Falls sich der Pegel geändert hat, dann kann es fast kein zusätzliches Signal sein. Sollte er gleich sein und lediglich die Qualität runtergegangen sein, dann kann man sehr gut davon ausgehen, dass zusätzliche Signal anliegen. Zeigt der Receiver auch auf leeren Kanälen einen Pegel an? Wenn ja: Was zeigt er auf freien Kanälen mit und ohne Antenne? Daran kann man evtl auch etwas erkennen. Wenn ein Pegel anliegt, mit der Antenne die Richtung versuchen zu identifizieren. Usw. usw.
Was hast du für einen Verstärker? Hat der evtl. sowieso bereits einen Vorfilter integriert, oder ist das ein Breitbandverstärker?


Tja, da ist ExKetscher nicht alleine mit seinem Problem.

K52 und K54 brechen im Raum Heppenheim bei mir regelmässig ab ca. 18 Uhr komplett ein. Vorher Vollausschlag bei Qualität und Pegel mit einer Unterdach-yagi.

Die ganze Nacht geht dann auf diesen beiden Frequenzen gar nichts mehr. Bei mir brechen sowohl Qualität als auch Pegel zusammen, daher schließe ich LTE aus. In etwa 500 m Luftlinie von meinem Empfangsort hat die Telekom vor einem Jahr LTE in Betrieb genommen. Ich hatte aber keine Empfangsbeeinträchtigung trotz Mehrbereichsverstärker und Multiswitch.

Die Probleme bei K52 und K54 treten seit ca. 3 Monaten auf. Versuche mit anderen Antennen, alternativen Standorten und mit oder ohne Verstärker halfen nichts. Abends bricht regelmäßig der Empfang zusammen.

Erklärungen, warum dies so ist, kann ich leider nicht liefern. Ohne Probleme empfange ich hier den Rest von Rhein-Main, Donnersberg und Königstuhl. Also K21, K22, K30, K34, K37, K39, K44, K49, K57, K60. Im Einsatz sind drei Antennen. Dier vertikal polarisierte Yagi für Rhein-Main. Eine horizontal polarisierte empfängt Heidelberg, die zweite Kichheimbolanden/Pfalz.

Ein Mehrbereichsverstärker mit zwei UHF-Eingängen bringt das Ganze zum ca. 15 Meter entfernten Mulitswitch, der die Verteilung auf 8 Empfangsorte vornimmt.

http://www.directupload.net/file/d/4029/h3euamym_jpg.htm
http://www.directupload.net/file/d/4029/8y7p2ptx_jpg.htm


Inzwischen tippe ich auf senderseitige Ursachen. Laufzeitunterschiede zwischen Feldberg und Hoher Wurzel oder sonstwas.

von transponder - am 25.06.2015 09:34
Das ist ja interessant.
Bei einem leeren Kanal gibt mein Empfänger wie auch bei K52 und K54 0% Signalpegel in 0% Signalqualität.
Hab es mittlerweile sowohl mit mehreren Antennen, mehreren Empfängern, mehreren Stellen unterm Hausdach sowie mit und ohne Antennenverstärker getestet: das Ergebnis ist immer gleich: im Haus null Empfang, in der 50m darüberliegenden Hütte volle Signalstärke (ca. 80..90%) (sowie im Haus alle anderen Kanäle).
Hebe ich die Antenne aus dem Dachfenster vom Haus, bekomme ich kurzzeitig einen Ausschlag hin, aber viel zu schwach für ein Bild.

Aber das mit dem Laufzeitunterschied ist interessant. Kann es sein, daß sich die Signale der beiden Sender gerade an dieser Stelle gegeneinander aufheben und weiter oben geht es ggf. durch Reflektionen am Hügel wieder ? Ich kann gar nicht genau sagen wie lange das bei mir schon so ist, aber 3 Monate mindestens, hätte eher so 6..9 Minate getippt. Was mich auch wundert: K57 geht ja problemlos (gut der fällt stärker ein, aber der müsste ja auch beeinträchtigt sein bei einer externen Störungsquelle).

von ExKetscher - am 25.06.2015 11:10
Zitat
ExKetscher
Aber das mit dem Laufzeitunterschied ist interessant. Kann es sein, daß sich die Signale der beiden Sender gerade an dieser Stelle gegeneinander aufheben und weiter oben geht es ggf. durch Reflektionen am Hügel wieder ?

Und das immer nur abends? Die Sender rücken doch abends nicht auseinander .... Auch vor ein paar Monaten ist kein Sender umgezogen. Bei Senderauslöschung aufgrund von Laufzeiten müsste dennoch ein hoher Pegel da sein. Da die Auslöschung nach bzw. während der (versuchten) Dekodierung der Signale erfolgt. Ähnlich der Eingabe einer falschen Symbolrate: die Stärke ist gut, die Qualität nicht.

von Jens1978 - am 25.06.2015 12:14
Ne, bei mir ist es ja dauerhaft so. Aber man kommt mit der Zeit auf immer abstrusere Ideen, weil ich mir einfach keinen Reim drauf machen kann. Ist ja prinzipiell auch nicht schlimm daß es so ist (man hat ja Sat und irgendwann werden die Kanäle eh umgestellt), aber ich würde es rein aus Interesse einfach nur verstehen wollen...

von ExKetscher - am 25.06.2015 13:06
Hab das bei dir schon verstanden. Allerdings, wie schon gesagt, ist kein Sender vor Monaten umgezogen, d.h. dauerhaft an einem anderen Standort. Und die Laufzeiten wurden bestimmt auch nicht geändert. Und eine Signalstärke von Null spricht auch nicht für ein zu großes Delay zwischen den Sendern. Jetzt bliebe nur, dass sich dein Haus durch tektonische Verschiebungen so verrückt hat, dass ... lassen wir das ;-)

von Jens1978 - am 26.06.2015 06:21
In der Tat... beinahe hätte ich heute Morgen sogar noch schnell eine Spektrum-Analyse machen können, wenn mein USB-Stick nicht gestreikt hätte. Aber ich bin zuversichtlich daß ich das noch hin bekomme.

Ich hab übrigens auch mal spaßeshalber mit RadioMobile geschaut, von welchem der Standorte ich die Programme eigentlich vermutlich empfange (da sie sich alle etwa in der gleichen Richtung von mir befinden). Erstaunlich fand ich dabei, daß ich je nach Kanal einen anderen Standort stärker rein bekommen müsste:

HW GFB FRA
K.22 78,5 82,9X 82,6
K.34 77,1 87,5X 85,8
K.37 76,4 84,5 86,0X
K.39 75,8 84,5X 83,0
K.52 73,5 82,9 83,5X
K.54 73,6 81,6 86,5X

[Werte in dBuV/m]

von ExKetscher - am 26.06.2015 06:58
So jetzt habe ich mal ein paar Scans gemacht, vielleicht helfen die weiter. Interessant ist, daß alle Kanäle irgendwie anders aussehen und trotzdem alle außer K52 und K54 funktionieren ?! Womöglich habe ich aber auch falsche Einstellungen vorgenommen, ich bin Einsteiger mit dem Programm...:

K.22:

K.30:


K.34:


K.37:


K.39:


K.44:


K.52:


K.54:

K.57:


K.62:


K.63:


Interessanterweise ist wohl tatsächlich kein Pegel auf den beiden Kanälen, aber warum ???

von ExKetscher - am 26.06.2015 16:11
Zitat
ExKetscher
Interessanterweise ist wohl tatsächlich kein Pegel auf den beiden Kanälen, aber warum ???


Vermutlich war es früher schon ein sehr grenzwertiger Empfang. Wenn du das Spektrum etwas breiter als 8MHz machst, müsste man erkennen können, ob da nicht doch ein (früher) vom Receiver verwertbarer Signalrest ankommt. Ein guter Receiver zaubert schon aus einem kaum im Spektrum erkennbaren Signal ein stabiles Bild.

Auf den Kanälen >60 hast du offenbar doch recht starke LTE(?)-Signale. Es bleibt also dabei: erstmal LTE-Filter probieren.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 27.06.2015 10:05
Ich wollte auch gerade schreiben das da doch recht starke LTE Signale sind. Sehr gut möglich das dir das die grenzwertigen Signale wegbügelt weil der Empfänger um Übersteuerungen zu vermeiden dicht macht.

von Spacelab - am 27.06.2015 10:10
Ok, Filter ist bestellt...ich werde berichten ! Danke für Eure Ratschläge !

von ExKetscher - am 27.06.2015 12:47
So, LTE-Filter ist dran... Ergebnis aber -zumindest in Bezug auf das eigentliche Problem- eher enttäuschend:

UHF-Low ohne LTE-Filter:


UHF-Low mit LTE-Filter:


UHF-High ohne LTE-Filter:


UHF-High mit LTE-Filter:


Nun bin ich genauso ratlos wie zuvor ?!

von ExKetscher - am 02.07.2015 18:51
Auf den letzten Bildern ist weder ein Nutz- noch ein Störsignal auf K52/54 erkennbar. Kein Wunder, dass da nichts geht. Warum es früher mal ging, kann ich dir leider auch nicht erklären.

Überhaupt sind alle deine Signale sehr ungleichmässig. Ein sauberes DVB-T-Signal hat ein flaches Plateau und keine solchen "Berge und Täler" wie bei dir. Die Fehlerkorrektur ist bei dir auf allen Kanälen ständig gut beschäftigt.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 02.07.2015 19:14
Ich vermute die Unregelmäßigkeiten liegen an den vielen Spiegelungen an den umgebenden Bergen parallel zum direkten Empfang.
Ich könnte mir nur erklären, daß die Sendeleistung an einer der drei Standorte geändert wurde und sich nun durch Spiegelung, Phasendrehung, Fresnelzonen,... zwei Sender gegeneinander aufheben. Alles ziemlich wage, ich weiß...aber eine bessere Erklärung hab ich halt nicht...

von ExKetscher - am 02.07.2015 19:33
Da hebt sich nichts auf. Es ist schlicht nichts vorhanden. ;)

Vielleicht hat sich bei den Reflexionspunkten irgendwas geändert? Da kann man aus der Ferne aber wirklich nur noch spekulieren.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 02.07.2015 19:44
Ich vermute die LED-Lampe als Störenfried. Diese können selbst wenn sie nicht brennen stören

von B.Zwo - am 02.07.2015 19:47
Wie soll eine Lampe, die tagsüber nicht mal Strom bekommt überhaupt etwas stören? Es sei denn, es ist eine dieser modernen, die nicht mit Strom auf dem Kabel angehen, sondern per Funk ihr Schaltsignal bekommen. Wenn das der Fall sein sollte, dann würde ich der Gemeinde/Kommune mal schleunigst die Bundesnetzagentur auf den Hals hetzen.

von PhanTomAs - am 02.07.2015 21:28
@B.Zwo
Bei den Kanälen liegen keine Pegel an. Punkt. Da macht es demnach auch keinen Sinn, über LED Lampen zu diskutieren, denn, ich wiederhole mich: Es liegt kein Pegel an! Auch ein Störsignal hat einen Pegel.

Die verschiedenen "Berge und Täler" bei den empfangenen Signalen deuten, wenn ich das richtig interpretiere, darauf hin, dass du über Reflektionen empfängst. Kann durchaus sein, dass sich, was auch Rolf vermutet, etwas an den Reflektionsgegenständen geändert hat. Bäume werden größer, haben im Sommer Laub, Häuser werden abgerissen usw.
ExKetscher, was war nochmal mit der Antenne? Hast du evtl. mal das Anschlusskabel z.B. am Dipol überprüft (hab jetzt nicht alles nochmal nach der Info durchgeforstet, falls du es schon geschrieben haben solltest).

von Jens1978 - am 02.07.2015 21:39
Von einer klassischen externen Störungsquelle kann man in der Tat nicht mehr ausgehen...ich habe schon einen Scan von 22 bis 1100 MHz gemacht. Da sind zwar auch etliche Frequenzen auf der Antennendose außerhalb des Radio-/TV-Bereichs, von denen ich teilweise nicht ihre Bedeutung kenne, aber im Pegel sind da keine Ausreißer drin, die mir ein anderes Signal kaputt machen könnten...zumal ja einfach nur nix da ist.

Aber heute Morgen ist mir etwas wichtiges eingefallen, daß es sich wohl um zwei unterschiedliche Fehler handelt, also mit und ohne Verstärker: Denn vor dem Multiswitch hängt nochmal ein Bereichsverstärker, an dem die Signale der UKW-,VHF- und UHF-Antenne zusammengeführt werden.
Und da ist mit eingefallen, daß es ja logisch ist, daß auf den beiden Kanälen nichts ankommt, da es einmal einen separaten Eingang jeweils für K.36 und K.28 gibt, und dann gibt es nochmal einen für K.50/K.53. Im Moment ist UHF an Rest-UHF angeschlossen und an einem Multiswitch-Ausgang hängt der Raspberry Pi mit dem SDR-Empfänger. Von daher ist es ja logisch, daß auf K52 und ggf. K54 nichts ankommt und K37 entsprechend schwach auf der Brust ist, da sie wohl noch teilweise oder ganz im Sperrbereich liegen.

Aber ohne Verstärker gehen diese beiden Kanäle auch nicht und früher hat es mit identischem Anschluss am Bereichsverstärker auch alles funktioniert ?! Ich werde wohl mal noch einen Scan ohne Bereichsverstärker machen, das wird wahrscheinlich mehr aussagen. Allerdings komme ich wohl erst nächste Woche dazu...

von ExKetscher - am 03.07.2015 03:45
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