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Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 12 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 12 Monaten
Beteiligte Autoren:
Steffen, Habakukk, Zwölf, Alqaszar, Carlito 11

Frage von Wieder-/Neueinsteiger

Startbeitrag von Carlito 11 am 25.06.2015 22:31

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin gerade dabei, meine alte Jugendliebe wiederzuentdecken – das hören von Kurz- und hauptsächlich Mittelwellensendern. Über weitere Kenntnisse darüber verfüge ich nicht, habe aber voller Begeisterung in diesem Forum herumgeschaut und würde mir jetzt gerne ein günstiges Einsteigergerät besorgen – vor allem für einen guten Mittelwellenempfang.
Ich hab schon gelernt, dass der Degen 1103 und vor allem sein größerer Bruder Eton/Lextronix E5 für Leute wie mich der beste (Wieder-)Einstieg sein sollen. Dazu habe ich drei Fragen:

1. Kann man das Gerät, vor allem das E5, noch irgendwo zu einem normalen Preis erwerben?

2. Ich habe gesehen, dass es das 1103 beim amerikanischen ebay als Kaito 1103 direkt vom Hersteller zu kaufen gibt. Inklusive aller Gebühren für knapp 100 Euro. Dazu bräuchte ich aber ja noch noch einen Spannungswandler/Adapter. Würde dieser den Empfang wieder negativ beeinträchtigen?

3. Oder gibt es mittlerweile noch ein neueres Einsteigermodell, dessen Empfangseigenschaften nicht schlechter sind als die der genannten Geräte?

Für Ratschläge an einen Laien - aber einen voller Faszination - wäre ich Euch sehr dankbar!

Antworten:

Du kannst den 1103 mit Akkus / Batterien betreiben. Bisher habe ich noch kein netzteil erlebt, das man da anschließen kann ohne jegliche Störungen in den AM-Bändern.

Für MW/KW-Empfehelnswert ist auch der Tecsun PL-380, ein relativ empfangsstarkes Gerät im Reiseradio-Format, dessen AM-Bandbreite man von 6 bis 1 kHz regeln kann (in 1 kHz-Schritten).

Mittelwelle ist sicher interessant, weil viele der starken europäischen Stationen in den letzten jahren abgeschaltet worden sind (und auch noch abgeschlatet werden) und somit schwächere Signale einfacher zu uns durchdringen.

Auf Kurzwelle sendet gefühlt fast nur noch Radio China International, aber auch da kann man sicherlich noch das eine oder andere einfangen. In Deutschland gibt es ja alleine zwei oder drei Projekte, die offiziell Radio auf Kurzwelle betreiben. Die große Zeit des internationalen Kurzwellenrundfunks ist vorbei. Aber auch hier gilt: Heutzutage kann man Kuba im 49-m-Band hören, das ging vor einigen Jahren sicher auch nicht. Insofern leben wir auch in einer Zeit, die für AM-DX sicherlich nicht ganz uninteressant geworden ist.

Was generell zugenommen hat, ist der Störpegel wegen der allseits verbreiteten Schaltnetzteile, Flachbildschirmen und Energiesparlampen.

Eine Rahmenantenne zur passiven Kopplung über die Ferritantenne der jeweiligen Empfänger nutzt vor allem bei schwachen Signalen. Diese gibt auch noch zusätzliche Richtwirkung, so dass man sogar auf 1521 kHz Urumqi/China hinter Saudi-Arabien rausschälen kann.

von Alqaszar - am 25.06.2015 22:44
Falls es nicht nur um DX geht, sondern auch um das hören deutscher MW-Sender, ist zu beachten, dass bis zum Jahresende so gut wie alle deutschen MW-Sender abgeschaltet werden.

von Zwölf - am 25.06.2015 23:24
Sehr gelobt von den Kurzwellenhoerern wurde auch der Tecsun PL-880, der soll recht gut sein. Auf UKW empfand ich ihn aber als schlechter als die kleinen Tecsuns oder einen Degen 1103/Eton E5/Grundig G5.

von Habakukk - am 26.06.2015 06:59
Für den Mittelwellenempfang kann ich unabhängig vom Empfänger noch wärmstens die passive Loop-Antenne Tecsun AN-200 empfehlen. Sie wird einfach per passiver Kopplung neben das Gerät gestellt und mit dem Abstimmrad an der Antenne dann die Frequenz eingepegelt. Unglaublich, was dieses kleine Teil aus so manchem Störnebel noch herausholen kann. Ein Vergleich mit Aktivantennen fehlt mir allerdings, für meine Zwecke ist sie aber ausreichend. Bei wellenjagd.com bekommt man sie glaub ich für um die 40 Euro.

Ansonsten ist der DE1103 eine gute Wahl. Zwar hat der Sangean ATS909X die stabilere Signalverarbeitung, allerdings sind die Signale insgesamt etwas schwächer, der Klang dumpfer und die Geräte-eigenen Störungen größer.

Gruß Steffen

von Steffen - am 26.06.2015 08:06
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